Steinunn Sigurdardottirs Gletscher, Wasser, Staub

Islandabend im Literaturhaus. Denn die 1950 in Reykjavik geborene Steinunn Sigurdardottir, die ausgezeichnet Deutsch spricht und glaube ich, auch in Kreuzberg lebt, wurde von Daniel Terkl bzw. Verena Stauffer eingeladen ihren Gedichtband “Nachtdämmern”, der bei “Dörlemann” erschienen und von Kristof Magnusson, der glaube ich schon einmal auf der deutschen Buchpreisliste stand, in dem es um das Gletschersterben und die Klimaveränderungen geht, vorzustellen und das war sehr sehr interessant, obwohl ich trotzdem Island-Schwerpunkt den es einmal in Frankfurt gab, noch nie etwas von einer Steinunn Sigurdardottir gehört habe oder mich nicht während meines damaligen Streamings erinnern kann.

Daniel Terkl war gerade bei seiner Einleitung, als ich das Liiteraturhaus sehr spät nach meiner sechs Uhr Stunde erreichte und dann ist die Autorin aufgestanden und hat in ihrem guten Deutsch einige ihrer Gedichte gelesen in denen es um sieben Frauen, die Natur und die schon erwähnten Gletscher ging. Dann kam die Reaktion der 1978 geborenen Verena Stauffer von der ich “Orchis” und “Ousia”gelesen habe, mit ihrer Reaktion darauf.

Sie saß in der ersten Reihe im Publikum und hat ebenfalls mit Naturgedichten, wie zum Beispiels eines über “Eisblumen” darauf geantwortet.

Musikstücke von Steinunn Sigurdardottirs Ehemann gab es auch und dann gab es ein ausführliches Gespräch zwischen Verena Stauffer und Steinunn Sigurdardottir, die mit ihrem Schreiben, ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann begannen und dann zu der Klimaveränderung, dem Schmelzen der Gletscher die die Siebzigjährige, die in ganz Island an verschiedenen Orten gelebt hat, hautnah erlebten, übergingen.

Ein sehr berührendes Buch und ein sehr berührender Abend. Mit einer Mutter einer Schulkollegin der Anna habe ich mich ein bißchen unterhalten und ihr erzählt, daß ich auf den Corona-Demos war, was sie nicht glauben konnte und ein paar Gläser Wein getrunken. Astrid Nischkauer war da und zu meiner Überraschung Kurt Neumann der mit offenen Armen auf die Autorin zuging und sie freudig umarmte.