Ich bin ja, wie ich immer schreibe, nicht besonders reiselustig, sondern eine schreibende Frau für die, die Literatur sehr wichtig ist und ihre Ferien eigentlich eher für das Schreiben nützen will. Statt von einem Ort zum anderen zu fahren, im Hotel oder auf dem Campingplatz zu übernachten, zu Mittag in ein vom Führer empfohlenes Roman essen zu gehen und von Land und Leute eigentlich nicht viel mitzubekommen.
Das kann man, wie die Kloimsteins, die ja, glaube ich, schon seit zwanzig Jahren jedes Jahr auf die Il d`Oleron auf Urlaub fähren und sich dort ein Häuschen gemietet haben. Die Doris mit dem Rad auf ihren Schreibeplatz am Meer fährt, die dort gelebt habende Autorin Anne-Marie Mechain übersetzt und uns, wenn wir sie am Markt von St Pölten treffen, davon erzählt und die Doris Kloimstein, die im Dezember 1959 in Linz geboren wurde, kenne ich schon lang.
In der Zeit, wo wir von St. Pölten nach Wien pendelten, habe ich sie, glaube ich bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in NÖ kennengelernt. Sie hat, glaube ich, Theaterwissenschaft studiert, am Theater von St. Pölten gearbeitet. War auch die Obfrau der LitGes und hat das Etcetera herausgegeben und auch einige Buchveröffentlichungen, von denen ich auch einiges gelesen habe.

Seit einiger Zeit treffe ich sie regelmäßig am Markt von St. Pölten und mit den Scriptorium im Stift Seitenstätten zu dem sie mich 2020 eigeladen hat, hat es ja Corona mäßig leider nicht geklappt.
Sie macht auch PEN-Veranstaltungen im Stadtmuseum und als wir diesen Sommer ihr wahrscheinlich am Markt erzählten, daß wir leider nicht im Juli nach Frankreich fahren werden, sind wir wahrscheinlich auf die Idee gekommen, das im August zu tun und sie da auch einige Tage auf der Insel zu besuchen und das haben wir auch getan.
Vom Cap Ferret sind wir sozusagen als letzte Frankreichetappe dorthin gefahren und sie und ihr Mann Lothar haben uns dort gut bekocht. Denn das Häuschen, das sie von einem Freund gemietet haben, liegt ziemlich dicht am Markt, der jeden Tag offen hat, wo man Muscheln, Austern, etcetera kaufen und auch gleich in dem kleinen Cafe an der Ecke verzehren kann und die Doris hat von einer Madame, wie sie mir stolz erzählte, französisch kochen gelernt. Französisch spreichen auch. Alles original und so haben wir Huhn mit Kartoffeln und Karotten nach einem Originalrezpt bei ihr gegessen. Muscheln und auch Kabeljau in Weißweinsauce mit Kartoffelpürre und sind mit ihr an den Nachmittagen mit dem Rad zum Leuchtturm gefahren und an die verschiedenen Stränden, wo man Muscheln, Schnecken und auch die Surfer beobachten konnte.

Am Abend ein Bier oder einen Aperol Spritz in dem Cafe. Am Morgen haben wir uns dorthin die Croissants mitgenommen und den Cappuccino dazu bestellt. Die Croissants konnte man in der Boulangerie kaufen. Beziehungsweise relativ lange Schlange davor zu stehen, um an die Baguettes und die Croissants zu kommen.
Durch das idyllische Städtchen sind wir spaziert. Die Doris hat uns den Garten ihres Vermieters gezeigt. Durch den Friedhof sind wir geschlendert und das Haus in dem Anne-Marie Mechain gelebt hat, hat uns die Doris auch gezeigt.
Vier idyllische Tage auf der insel also. Am donnerstag sind wir angekommen, habeen unser Zelt auf den Campingplatz gestellt und die Festungen aus dem zweiten Weltkrieg, die es dort gibt, angesehen und sehr viel von dem savoir vivre, das es in Frankreich gibt, mitbekommen und vor allem der Alfred war sehr begeistert von dem Markt und schwärmt wahrscheinlich davon sich dort einzumieten und vierzehn Tage oder auch vier Woche über den Markt zu schlendern, dort Fische, Gemüse und Wein einzukaufen und das dann zu kochen.

Einen kleinen Bücherschrank aus dem ich für die kleine Lia einen französischen Astrix gezogen habe, hat es auch gegeben.
Ich habe mir ein kleines Schundheftchen und Erika Pluhars frühe Tagebücher ,von dort mitgenommen und mir den Bücherflohmarkt den es dort zu sozialen Zwcken gibt, auch angesehen. Neben einem Sandler auf einer Bank im kleinen Park bei dem Veranstaltungshaus bin ich gesessen, habe auf den Alfred gewartet und das savoir vivre studiert. Es war sehr schön und sehr interessant, kann ich sagen und das Reisen lohnt sich vielleicht doch.
