Mitleid und Bedauern?

Das neue Jahre hat bei mir, wie schon seit einigen Jahren mit dem Romanfahrplan der Jurenka Jurk angefangen, mit dem sie auf ihre Romanschule aufmerksam machen will.

Einie gute Gelegenheit für mich mein Schreiben zu reflektieren. Nach dem Jubiläumsjahr 2023 überhaupt, wo sich ja die Frage stellt, wie es mit meinen Schreiben weitergeht?

Da denke ich ja manchmal, wenn mir nichts mehr einfällt, höre ich mit dem Schreiben auf. Habe ich doch in den letzten fünfzig Jahren sehr viel geschrieben, über sechzig selbstgemachte Bücher. Das soll mir erst einmal einer nachmachen, auch wenn ein paar schiefe Sätze darin enthalten sind und da habe ich seit einigen Jahren das Bedürfnis das auch nach außen auszudrücken.

So zum Besipiel auf meinen Blog, bei Lesungen passiert das auch ein bißchen und so habe ich auch bei den Arbeitsblättern geschrieben, daß es mir beim Schreiben ohnehin gut geht. So ist die “Schwurblerin” nach Weihnachten recht schnell gewachsen, aber ich wünsche mir mehr positives Feedback, was ja auch stimmt und für mich selbstverständlich, daß ich jemanden sage “Super mach weiter!”, obwohl er vielleicht nicht so gut wie Thomas Bernhard schreibt und auf den Blog ist ja auch der liebe Uli, der das nicht verstehen will oder kann und der hat dann auch geschrieben, daß mein Schreiben bei ihm “Mitleid und Bedauern” auslöst.

Mitleid und Bedauern? Das ist interessant, denn wenn jemand schreibt und schreibt und keinen Verlag findet und kein Stipendium bekommt, das habe ich schon lange aufgegeben, dann kann man ihn zwar bedauern und “Schade, wie kann ich dir helfen!” sagen, aber so meint es der Uli wahrscheinlich nicht, denn der redet, vom sich im Weg stellen und Geisterfahren auf der U-Bahn und vom Starrsinn und der mangelnden Bereitschaft etwas zu verändern.

So ist es aber nicht. Ich schreibe, wie ich es kann, korrigiere meine Texte und die sind halt, wie sie sind. Bei über sechzig Büchern denke ich, daß schon etwas drinsteht, was man loben kann.

Toll, daß du so beharrlich bist und beim Selfpublishing kann man es ohnehin machen will und da nützt vielleicht ein anerkennder Kommentar, mehr, alsder Satz von den schiefen Sätzen, die jeden Weiterlesewunsch killt.

Das höre ich ja öfter. Eigentlich nichts anderes als das, aber ich denke meine Themen sind interessant. Jetzt überhaupt, wo ich mich seit drei Jahren mit Corona und jetzt mit dem Rechtsruck beschäftige und das weiß ich ja von meinen Lesen.

Da lese ich oft Seite um Seite, denke “Das ist furchtbar!” und dann wird es wieder. Also ein bißchen Toleranz. Man muß ich vielleicht länger lesen und nicht gleich das Buch erbost nach der ersten Seite wegschleudern.

Natürlich nicht. Man muß mich nicht lesen, kann auf freundlich sagen, ich finde Ihr Schreiben nicht gut. De Verlage haben früher immer geschrieben “Nehmen Sie es nicht als Werturteil!”,, wenn sie einen ablehnten. Aber dann muß man auch nicht immer wiederkommen und weitersticheln. Kann sein, daß meine Sätze nicht gut sind. Hätte ich einen Verlag, wird das wahrscheinlich die Lektorin machen.

Aber stimmt. Auch da habe ich meine Schwierigkeiten. Als einmal, vor vielen Jahren, die “Sterz-Redaktion” in meiner “Ernestine” herumstrich.

Das hat mir nicht gefallen und da kommen wir auch zu der Frage, was ist schlechtes Schreiben ist? Meiner Meinung nach gibt es das nicht. Denn wenn einer dran bleibt, sich bemüht, immer weiterschreibt, wird man besser. Das ist meine Meinung und natürlich schmerzt es mich, daß ich den Erfolg nicht finde, was ich ganz ehrlich noch immer nicht verstehe.

Denn so schlecht ist das nicht oder schon? Jedenfalls habe ich im Laufe meines Lebens mehr geschrieben, als die meisten anderen. Bn bei der GAV, habe jahreang den “Tag der Freiheit” organisiert und mein erster Erfolg war die “Güler-Geschichte”, in dem “Mädchen dürfen pfeifen-Buch”.

Das erschien bei “Jugend & und Volk”. Da gabs ein Lektorat. Aber nachher war die Reaktion auch nicht gut, obwohl das Buch den “Kinnderbuchpreis” bekommen hat.

Ich schaffe es also kaum, daß jemand sagt “Super!”

Was ich aber schaffe, daß ich keine Schreibblockaden habe und inzwischen viel und flüßig schreibe. Da werde ich zwar immer kürzer. Also schauen, wie es mit der “Schwuberlin” steht und die ist noch einmal besonders heikel. Denn da überlegt die Agathe ja, ob sie den Herbert Kickl wählen soll?

Damit kann ich derzeit zwar nur in rechten Kreisen punkten und das will ich natürlich nicht und da muß ich vielleicht auch noch den Dreh zum Rechtsruck finden. Inzwischen habe ich vierzehn Szenen, dreiundzwanzig Seiten und über zehntausend Seiten und es ist mehr oder weniger eine Materialsammlung.

Die Agathe sitzt am Wahltag zu Hause und resumiert und da schreibe ich auf, was da alles von 2020 bis 2023 passiert ist und wie es weitergehen soll, weiß ich auch schon. Kurz vor fünf, wo die ersten Ergebnisse bekanntgegeben werden, kommt die Nichte Ruth und holt die Tante weg.

Also weiterschreiben. Ich glaube nicht, daß ich mir im Weg stehe und wenn, sehe ich die Hürde nicht und es geht natürlicch auch ohne Erfolg und wenn jemand seit fünfzig Jahren kontinuierlich schreibt, dann hat er auch kein Mitleid nötig. Ein aufmuntender Kommentar wär aber trotzdem schön.

Fehler, Fehler, Fehler suchen

Ja, ja, das liebe Fehlerteufelchen, das scheint mich zu verfolgen, die sich schon in der Volksschule Ulidarüber freute, daß es die Dichterische Freiheit gibt und man, wie ich dachte, so schreiben kann, wie man will!

“Werch ein Illtum!, würde da wahrscheinlich Ernst Jandl, schreiben, der das, glaube ich, Zeit seines Lebens so tat.

Aber ich bin nicht Ernst Jandl und stehe leider trotz mindestens fünfzig Jahre kontunierlichen Schreiben ganz unten, neben oder vor dem Literaturbetrieb und habe sich als Studentin, als mir Pastor B. aus Hamburg riet, doch nur für mich selbst zu schreiben, sehr darüber empört.

“Die Jelinek tut das doch auch nicht!”, habe ich geantwortet. Was der dann nicht verstanden hat und habe weiter geschrieben. Bin damals regelmäßig in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gegangen und habe mich regelmäßig mit der Bruni Langthaler, der Valerie Szabo, der Elfriede Haslehner und noch anderen getroffen um einander unsere Texte vorzulesen.

Mindestens fünfzig Jahre habe ich das jetzt getan und feiere in diesem Jahr also mein fünfzigjähriges Schreibjubiläum mit den entsprechenden Jubelartikel und damals habe ich meine Texte regelmäßig an Verlage, an Literaturzeitschriften geschickt und mich für Stipendien beworben.

Nie eines bekommen und Veröffentlichungen nur in kleineren Literaturzeitschriften und die “Hierarchien”, in dem ich mein Weggehen von der HNO/Sprachambulanz beschrieben habe, sind dann in der “Edition Wortbrücke” den Kleinverlag des Jack Unterweger, den er in den er in den er in Krems-Stein gegründet hat, herausgekommen. Das heißt, damals war er schon entlassen und ist später wieder wegen einiger Prostituiertenmorde verurteilt worden und ich habe weitergeschrieben, bin in die GAV gekommen, 1987 war das, glaube ich und 2000 hat mir der Alfred “Die Hierarchien” zum Geburtstag geschenkt.

Seither sind, glaube ich, an die sechzig selbstgemachte ig selbstgemachte Bücher herausgekommen.Das heißt, ich lasse sie mir immer fünfzig Mal drucken und bin damit erst recht vom literarischen Fenster weggekommen.

Aber weitergeschrieben und gelesen, sowie Literaturveranstaltungen besucht und dann kam die Zeit des Internets und der ersten Blogs und ich habe mich gefragt “Kann ich das auch?” und da ist das “Literaturgeflüster” entstanden, das im Juli sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat.j

Wui, über fünftausenddreihundertt Artikel sind da entstanden und inzwischen schreibe ich mindestens täglich und auch sehr oft voraus. Besuche Messen, lese Buchpreisbücher schreibe über meine politische Ansichten, zum Beispiel über Corona, das mich ja die letzten drei Jahre sehr beschäftigt hat und es sind auch drei das mich ja die letzten drei Jahre sehr beschäftigt hat und es sind auch drei “Literaturgeflüsterbücher” entstanden, die sich mit literarischen Themen, meinen Schreiben und auch mit Corona beschäftigen.

In ersten Bloggerjahr hat es auch gut ausgeschaut. Da bin ich mit Anni Bürkl, Cornelia Travnicek und Andrea Stift in Kontakt gekommen. Da bin ich mit Anni Bürkl, Cornelia Travnicek und Andrea Stift in Kontakt gekommen. Rudi Lasselsberger hat mich kommentiert.

Aber dann kam die Frau Haidegger, die sich einmal sehr eifrig auf mich stürzte, als ich den Konrad Bayer mit “e”geschriebe habe und ich habe mir gedacht, ist das wirklich so wichtig und den Fehler ausgebessert.

Dann kam die JuSophie, die ich einmal bei einer “Studentenlesung iim Literaturhaus getroffen habe und die mir auf meinen diesbezüglichen Artikel anfangs auch sehr freundlich kommentierte. Dann ist sie aber umgeschwenkt und hat Fehler und Fehler gefunden und ich habe ja gedacht, ich will so schreiben, wie ich will und die Rechtschreibreform ist mir egal, betrachte ich das doch als meine Freiheit.

Damit habe ich mir sicher einige Stipendien verpatzt und weiter daneben gestanden und inzwischn schicke ich auch nicht mehr an Verlage und nur gelegentlich einen Text an eine Ausschreibung, wo ich dann meistens auch nichts mehr höre und die Autoren werden immer jünger.

Aber ich kann meine Texte ja im Bog vorstellen, kann die Bücher vor dem Erscheinen in der “Vorschau” vorstellen, dann eine Leserunde ankündigen und ein Gewinnspiel veranstalten. Leider melden sich dann meistens keine Leute, die meine Bücher lesen wollen.

Der Manfred Lagler-.ist da eine Ausnahme. Der schickt mir auch manchemal seine Rezensionen und 2016 ist der liebe Uli zu mir gestoßen. Der hat sich, glaube ich, einmal über einen Kommentar, den ich dem “Literaturcafe” geschrieben habe, empört und mir dann im Juli, war das, glaube ich, geschrieben, daß er meine Texte liest, um sich zu gruseln.

Und da sind wir schon beim schlechten Schreiben, wo ich manchmal höre “Wui, so was Schlechtes habe ich noch nie gelesen!”

Was ich manchmal selber glaube, dann aber denke, das kann nicht sein, das wäre zuviel Ehre, am schlechtesten auf der ganzen Welt zu schreiben. Es wird schon durchschnittlich sein und mache weiter. Schreibe meine Bücher und meine Blogartikel und weil ich das viel und sehr regelmäßig tue, schleichen sich auch manchmal oder viel oder regelmäßig Fehler ein, die dann natürlich dem Uli auffallen, die er genüßlich kommentiert.

Aber was soll es? Ich bin berufstätig, habe Familie, gehe regelmäßig zu literarischen Veranstaltungen, schreibe meine Bücher, lese viel und muß auch manchmal schlafen.Da müßte eigenlich eine Stunde für das Bloggen reichen und liebe Leser, ich korrigiere meine Texte, mindestens einmal tue ich das und wenn ich Fehler finde, bessere ich sie auch aus. Aber für mehr fehlt mir die Zeit, bin ich ja ein Einfrauenbetrieb, habe kein Lektorat und Sekretärinnenteam hinter mir,dle die meine Texte korrigieren.

Es sind also Fehler drinnen, aber eigentlich denke ich, es kommt auf den nhalt an und da denke ich, wui ist das toll, fünfzehn Jahre kann man zurückschauen auf welchen Veranstaltungen ich war, wer was gelesen hat, etcetera. Das finde ich toll, auch wenn meine Artikel natürlich subjektiv und nicht literartuwissenschaftlich sind, habe ich das ja auch nicht studiert, sondern bin in meinen Brotberuf klinische Psychologin und Psychotherapeutin und weil ich es in den Literaturbetrieb nicht geschafft habe, war ich froh über die Möglichkeit meine Bücher selbst zu verlegen und auch darüber, daß ich mein literarisches Tagebuch im Netz veröffentlichen kann.

Wer das will und wem das interessiert kann es lesen. Aber das Netz hat seine eigene Regeln und ist wahrscheinlich noch immer negativ besetzt. Den Literaturwissenschaftlern sind meine Texte wahrscheinlich zu einfach und naiv und die, die mir kommentieren, freuen sich, wenn sie mir einen Fehler nachweisen können und da hat der liebe Andreas Hundertmark, bei dem wir in Leipzig wohnten, auch nachgezählt, wie oft ich auf meinen Messeartike das Wörtchen “dann” verwendet habe?

Stimmt, das tue ich wahrscheinlich öfter und wenn ich es merke, streiche ich es heraus. Aber ist das wirklich wichtiger, als der Inhalt? Und ganz ehrlich, ich habe nicht gewußt, daß es Leute gibt ,die das machen und da gleich an die KI gedacht.

De könnte sich da einmischen und die Texte verändern, wenn sie ihr nicht gut oder korrekt genug erscheinen. Das wird ja, glaube ich, bei der Astrid Lindgrenoder anderen, die das Wort “Neger” oder andere, inzwischen als unkorrekt geltende Worte verwenden, so getan, was mich eigentlich stört.

Und was das Schreiben betrifft, da ist meine psychologisch pädagogische Seele wohl auch der Meinung, daß das jeder so gut, wie er es kann, tun soll und sich darüber lustig machen, hilft wahrscheinlich auch nicht weiter, sonder läßt den Schreiber verstummen.

Mich aber nicht.Ich antworte auf jeden Kommentar und schreibe manchmal auch Artikel darüber und wünsche mir Leser, die sich auf den Inhalt stürzen und die an meine Literatur interessiert sind.

Auf Fehler können sie natürlich auch aufmerksam machen. Aber da kommt es auf den Ton an und das kann man alles auch sehr höflich tun und nicht “Sie sind der schlechteste Schreiber auf der ganzen Welt!”

Aber, ieber Uli, wenn das wirklich so wäre, was ich nicht glaube, wär das auch egal und ich schreibe trotzdem weiter oder auch nicht, weil ich jetzt schon manchmal denke, daß ich wirklich viel geschrieben habe und schon ausgeschrieben bin.

Also, lieber Uli, mich würde wirklich interessieren, welche Bücher Sie in der letzten Zeit gelesen haben und wie ihnen der Österreich-Auftritt auf der Lepziger Buchmesse gefallen hat?

Darüber könnten wir diskutieren und interessant ist auch, daß sich die experimentellen Autoren, die die österreichische Literatur ja sehr bestimmen, nicht an die Regeln halten und Tomer Gardi, der den letzten Leipziger Buchpreis gewonnen hat, ebenfalls nicht.

Jeder soll so viel und so gut schreiben, wie er kann, ist mein Credo und wenn man sich dafür interessiert, dann hat man auch einen Gewinn. Mir geht das jedenfalls so, daß ein Buch, wo ich die erste Seite eher fad fand, später spannend wurde und das ist es auch, was ich mir wünsche und jetzt auf zur KritLit und den Fünzig Jahre GAV-Feiern und dann geht es auf Radtour und fünfzig Jahre Matura, fünzig Jahre Schreiben wird dazwischen auch gefeiert.

Und für die Leser, die sich jetzt auf Fehlersuche machen, kann ich anmerken, daß ich weil meine Computer-Tastatur spinnt oder hängt, Schwierigkeiten hatte, das halbwegs lesbar hinzubekommen.