Lisa Spalt bekommt den Veza Canetti-Preis

Den “Veza Canetti-Preis”, benannt nach der Ehefrau von Elias Canetti ,der 1897 geborenen Venetia Calderon-Taubner, die unter mehreren Pseudonymen geschrieben hat und 1963 in London verstorben ist, gibt es seit 2014.

Julia Danielczyk hat ihn als sie Literaturreferentin der Stadt Wien geworden ist, eingeführt, um österreichische oder Wiener Autorinnen zu ehren.

Olga Flor war die erste Preisträgerin. Dann folgten Sabine Gruber, Ilse Kilic, Lydia Mischkunig, Petra Ganglbauer, Rosa Pock und 2020 im ersten Pandemie-Jahr Elisabeth Reichart, da wurde der Preis im livestream oder per Zoom vergeben.

2021 war Brigitta Falkner die Preisträgerin, das ist irgendwie an mir vorbei gegangen. aber heuer alles wieder normal, das heißt nicht so ganz, denn die Preisverleihung an die 1970 geborene Lisa Spalt fand nicht mehr im MUSA sondern im Nordbuffet des Rathauses statt und Lisa Spalt habe ich, glaube ich, vor Jahren bei xxx-Small kennengelernt. Dann hat sie Karriere gemacht, viele Bücher geschrieben, wo ich bei einigen Präsentationen war, den “Heimrad Bäcker-Preis” und den der “Floriana” bekommen und jetzt den “Veza Canetti-Preis”.

Toll, ich gratuliere und Julia Danielczyk bez. auch die Kutlurstadträtin hat die besonderen Sprache der experimentellen Autorin hervorgehoben und in Beziehung mit der Namensgeberin gesetzt.

Paul Pechmann, der Lektor vom “Ritter Verlag” hat die Laudatio gehalten und Lisa Spalt hat dann auch aus einem im Frühling bei “Czernin” erscheinenden Buch gelesen und das war sehr experimentell und für mich auch ein bißchen unverständlich.

Es ging aber um Dystopien und wenn ich mich nicht irre, auch um die politische Situation und dann noch um Tiere, ein Spezialgebiet der Lisa Spalt.

Ich bin neben dem Josef und der Angela gesessen, haben mit ihnen und der Monika, der Schweizerin, die wir auch in Basel getroffen haben, ein Glas Wein getrunken und uns über die Preisverleihung unterhalten.

Alexandra Milner, die in der Jury war, habe ich gese<j<jhen, Annemarie Türk und sonst nicht sehr viele, aber vielleicht habe ich da etwas übersehen und der Preisträgerinnen konnte ich auch nicht gratulierten, aber vielleicht lässt sich das nachholen.

Leseclub mit Schildkröte

Wieder einmal Literaturhaus, wieder einmal großartiger Leseclub und wiedermal gestreamt, da ich wegen der Eigentümerversammlung nicht pünktlich in der Zieglergasse sein konnte, Abrechnen mußte ich auch, aber das ist der Vorteil der Pandemie, daß seither gestreamt werden kann und der großartige Leseclub von Barbara Zeman, die ja auch heuer beim “Bachmann-Preis”d gelesen hat und die den Club, wo sie sich mit einem bildenden Künstler, einem Schauspieler und einem Musikerzusammensetzt, um ein Werk der Exilbibliothek zu präsentieren, ist sehr interessant und Veza Canetti, die Frau des Nobelpreisträger Elias ist das auch.

Ich glaube, ich bin mit ihrer “Gelben Straße” und dem “Oger” in den Neunzigerjahren in Berührung gekommen und Judith Gruber-Rizy hat sich ihre bei einem “Tag der Freiheit des Wortes” angenommen und da auf ihre Pseudnyme “Magd” und “Knecht” und auch auf ihre Beziehung mit Elias hingewiesen, die eher schlecht gewesen sein dürfte. Er hat sie betrogen und auch ihre schriftstellerische Tätigkeit verschwiegen, obwohl sie bei der “Masse und Macht” mitgearbeitet haben dürfte, hat dann dann in den Neunzehnneunzigerjahren Jahren, nach ihrem Tod, der 1963 erfolgte, ihre Werke herausgegeben.

Der “Oger” und die die “Gelbe Straße” sind mir, wie erwähnt bekannt, die “Schildkröten”, die Barbara Zeman in ihrem Leseclub diesmal vorstellte nicht. So ist das Streamen ein Glück für mich und mit der “Gelben Straße” ist wohl die Ferdinandstraße im zweiten Bezirk gemeint, wo Elias und Veza Canetti wohnten und da fanden ja einige Veranstaltungen ihr zu Ehren statt, bei denen ich gewesen sind, und eine Anthologie von Petra Ganglbauer, wo ich aber keinen Text drinnen habe, hat es auch gegeben und die “Gelbe Straße” wurde auch einmal in der “Schmiede” als “Grundbuch” vorgestellt, da hat Julia Danielczyk mitgewirkt, die ja als sie Literaturreferentin wurde auch den “Veza Canetti-Preis” einführte, der immer an eine Autorin vergeben wird.

So weit zu der 1897 in Wien als Venetiana Calderon-Taubner geborenen, die in der Arbeiterzeitung publizierte und nach dem Anschluß mit Elias Canetti nach London emigrierte, wo sie 1963 starb und nie mehr nach Wien zurückkehrte.

Soweit so gut und der Leseclub wurde diesmal mit Musik von Sophia Blenda vorgestellt und die Textproben aus den “Schildkröten” wurden von der Burgschauspielerin Safira Rubens gelesen.

Barbara Zeman, führte wie immer durch das Leben Veza Canettis und den Roman, der in der <nazizeit spielt, wo Eva und Andreas Kain nach dem Anschluß nach London flüchten, während ein Nazi in ihre Wohnung einzieht, die Schildkröten stellen ein Symbol für die Unterdrückung der Juden dar und Veza Canetti verwendete in ihrem erst 1999 erschienen, aber schon kurz nach ihrer Emigration geschriebenen einzigen Roman auch viele Tiersymbole. Interessant, interessant. Jetzt muß ich das Buch nur noch finden, damit ich es lesen kann.