Mascha und Margarita

Nun kommt der letzte Einschub, beziehungsweise das Buch, das mir der Robert am letzten Montag ins Spital brachte und das ist, kann man nur sagen, das es ein sehr Seltsames ist.

“Ein Kinderbuch!”, hat der Alfred gesagt, als ich es ihm zeigte.

Nein, ist es nicht, obwohl am Cover ein paar Strichmännchen zu sehen sind und ein Mann, der einem dieser Kinder etwas zu zeigen scheint.

Schllägt man es aber auf, kommt man auf das Bildnis der kleinen Margaritea oder “Las Meninas” von Diego Velasquez, das im Prado in Madrid ausgestellt ist, obwohl es so ein Prinzessinnenbild wohl auch im kunsthistorischen Museum gibt und ich mich in “Kerstins Achterl” darauf bezogen habe.

“Eine Reise ins Innere der Kunst” lautet der Untertitel und gezeichnet und aufgeschrieben wurde, der 2014 erschienene Bildband von Martina Pippal, die eine 1957 in Wien geborene Kunsthistorikerin und Künstlerin ist und, wie im Nachwort steht, es als “ihr besonderes Anliegen betrachtet, schwierige Inhalte in einer anschaulichen und in diesem Fall sogar spielerischen Weise darzustellen.

Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob das wirklich gelungen ist, denn meiner Meinung nach, wurde in das Buch zu viel hineingepackt und auch zuviel von einem Thema zum anderen gesprungen und das dann noch auf eine so künstlerische Weise dargestellt und durcheinandergemischt, daß sich der Laie, der gerade mal ins Museum geht, um sich das Velasquez-Bild anzuschauen, erst recht nicht auskennt.

Und die Frage, ob das jetzt ein Kinderbuch ist oder nich,t wird auch nicht wirklich geklärt, denn am Ende gibt es noch einmal so eine bunte Kinderzeichnung und dazwischen wird erzählt, wie die Könige damals ihre Gattinnen besuchten, um sie zum Kinderkriegen zu veranlassen, was die Kinder, die mit ihrer Kindergartentante oder Volksschullehrerin ins Museum kommen, wahrscheinlich nicht verstehen werden.

Es geht also, um ein oder mehrere Bilder mit der kleinen Margarita, die später einen österreichischen Kaiser heiratete. Einmal steht sie vor einer Muschel und da wird von den Geheimnissen geschrieben, die das Bild umgibt und erklärt, daß Margarita Muschel bedeutet.

Einmal steht sie im Kreise ihrer <hofdamen, die sich vor sie hinknien und ihr ein Glas reichen, weil man das vor den spanischen Prinzessinnen so machen mußte und dann gibt es eine Lena, das ist ein russischer Schnüffelhund der wohl Aufklärung in das Ganz bringen soll und der zieht mit einer Mascha oder Masti durchs Museum, wohl, um das zu bewältigen, erklärt, daß die Prinzessinnen damals nicht herumtoben durften, sondern mit ihren steifen Kleidern im Kreis der Hofdamen feine Damen spielen mußten und schon sehr früh an die Kaiser und Könige verheiraten wurden und dann nur mehr Kinder kriegen und nichts zu sagen hatten, außer, daß sie sich wünschen durften, daß die Juden aus der Stadt vertrieben wurden. Etwas wenn man es so recht betrachtet, dem was sich die Patrioten wünschen, gar nicht so unähnlich ist.

Ob die Kinder das wohl auch verstehen? Es wird aber von der damaligen Zeit, der Kriegspolitik und den Herrschaftsverhältnissen erzählt und natürlich auch vom Maler Velasques, der all das auf seine Leinwand bannte.

Am Buchbrücken wird auch ein Blog angegeben, auf dem man mehr über das Ganze erfahren könnte, was ich, weil ein wenig ratlos, auch versuchte, aber leider nicht fündig wurde.

Trotzdem ist es ein schönes, wenn auch künstlerisch etwas verfremdetes Buch, mit dem man sich durch den Prado gleiten lassen und ein bißchen über die damalige Zeit nachdenken kann, gerade richtig für ein Krankenbett, wo es nicht möglich ist, in ein Museum zu gehen, denke ich und habe wieder viel gelernt.

Hilde Langthalers Podium-Portrait

Publikum

Publikum

Ich habe Hilde Langthaler, die im Jänner verstorben ist und von der am letzten Montag unter anderen ihr Podium-Portraitheftchen vorgestellt wurde, in den späten Siebzigerjahren im “Arbeitskreis der schreibenden Frauen” kennengelernt, der sich so um 1984 auflöste, ich habe mich aber weiter mit ihr, Valerie Szabo und Elfriede Haslehner regelmäßig getroffen um uns unsere Texte vorzulesen und zu besprechen. Später habe ich sie bei den GAV- Versammlungen und auch anderswo immer wieder getroffen, das letzte Mal vorigen Dezember bei Ruths Abschiedsparty gesehen und war bei ihrem Begräbnis.

Zu der Veranstaltung, die es am 19. 2.  im Literaturhaus gegeben hat, wollte ich eigentlich hingehen, habe sie aber versäumt, weil ich mich für die zeitgleich stattfindende Präsentation des “Kuh-Buches” angemeldet und daher nicht weiter in meinem Kalender nachgeschaut und jetzt auch die Abschiedsveranstaltung im “Tiempo Nuevo”, weil ich ja mit einem Gipsbein im LKH St. Pölten gelegen bin, der Alfred hat mir aber das Portraitheftchen gebracht, das dann bei der Heimfahrt fast verlorengegangen ist, sich aber wiedergefunden hat, so daß ich es  besprechen kann und mich damit  noch einmal von einer lieben Freundin, obwohl mein Verhältnis durchaus nicht konfliktfrei war, Abschied nehmen kann.

Susanne Ayoub, die, glaube ich, eine Vertraute Brunis war, hat das Vorwort  “Vom Objekt zum Subjekt” gestaltet, in dem es Ausschnitte mit einem Gespräch mit ihr das im August 2018 geführt wurde, gibt und das sich intensiv auf Hilde Langthalers Lebenslauf, die ursprünglich Medizinerin war und auch oft auf Auslandseinsätzen war, bezieht.

Später hat sie sich dann der Literatur gewidmet oder ist damit an die Öffentlichkeit gegangen, hat mit Elfriede Haslehner den Frauenverlag mitbegründet, war bei der AUF dabei und ist literarisch durch ihr Theaterstück “Nur keine Tochter” und sonst mit kurzen prägnatten lyrischen Skizzen aufgefallen, wie sie ja immer auch sehr bescheiden und zurückhaltend, aber sonst wahrscheinlich auch sehr beharrlich war.

In dem Heftchen gibt es Beispiele von ihren kurzen und auch längeren Prosastücken, die aus mehreren ihrer Bücher entnommen sind und an ein Gedicht “jemand”, das von einem oder einer mit Namen Mayer handelt, kann ich mich besonders erinnern, hat sie das doch bei einer unserer Sitzungen vor langer Zeit vorgelesen und da ist mir im Gedächtnis geblieben, daß ich mich damals, wo ich mit dem Kritisieren noch größere Schwierigkeiten als heute hatte, nicht zu fragen traute, daß ich den plötzlichen Perspektiv- oder Geschlechterwechsel nicht verstanden habe. Sie hat es dann später noch einmal gelesen, da habe ich gefragt und jetzt ist das Gedicht

“jemand steht am fenster

der raum ist überheizt und doch friert er

 

sie hat brünettes,feingewelltes haar, gepflegte

hände, ein adrettes kleid

ein jeder weiß, dass sie am bildschirm sitzt,

dass sie ihr leben verdient, indem sie zahlen

tippt den ganzen tag

denn leben

will verdient sein

 

jemand geht zur tür hinaus

und macht sich an die arbeit.

jemand, der zahlen tippt den ganzen tag.

jemand mit namen mayer.

 

Die Ausweglosgkeit und die Monotonie des Lebens sind auch in den anderen lyrischen Notizen, von denen mir  einige ebenfalls schon bekannt waren, stark zu merken und gehören wahrscheinlich  zu Hilde Langthalers eigener Sprache.

“von fäden gezogen

in normen geschüttelt

marionetten, hastend

vom heute ins morgen.”

beispielsweise oder

 

“zerbrochen, zerbröcketlt, zerbröselt.

wieder zusammengefügt, da und dort

irgendwie. ohne ein ziel. wie das leben

absichtslos zufällig und nur ein spiel

lache bajazzo”

Sehr intensiv die Kritik, der doch so engagierten, frauen- und gesellschaftsbewegten Frau.

“gestrichen. gestrichelt.

gedreht.gebeugt. gewunden.

nirgendwohin.

traum oder trauma?”

Und zuletzt auch ein sehr beeindruckendes Lyrikstück, das mir, wie die ganze Bruni und meine doch schon an die vierzigjährige Bekanntschaft mit ihr, in Erinnerung bleiben wird:

“wir kommen aus der ewigkeit

wir gehen in die ewigkeit

und in dem kurzen augenblick dazwischen

schauen wir ständig auf die Uhr.”

Wie wahr, kann man da nur schreiben.

Veranstaltungspause

Ich gehe ja schon seit über vierzig Jahren mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus, in die “Gesellschaft für Literatur” etcetera und plane mir das auf meinen Blog wegen der Beiträge auch genau ein, lasse Tage dafür frei und deponiere Buchbesprechungen dementsprechend später.

Das habe ich auch vorige Woche so gemacht, weil diese Woche ja so einiges Interessantes los war und wir am nächsten Mittwoch nach Leipzig fahren wollten.

Da war schon alles vorbereitet, die Akkreditierungsunterlagen waren da, der Alfred hatte seine Karte, zwei Termine bei Verlagen und ein Bloggertreffen war ausgemacht, die Höhepunkte am Donnerstag, die Verleihung des “Preises der Leipziger Buchmesse” und das anschließende Treffen der Österreicher im Österreich-Cafe in der Halle vier eingetragen.

Dann kam der Sturz, wo ich drei Tage bis Mittwoch im LKH St. Pölten war, dann mit einem Gips und Krücken nach Hause ging. Der Alfred hatte mir meine Klienten abgesagt. Ab Donnerstag habe ich wieder Stunden gemacht und gehe auch krückenfrei in Wohnung und Praxis herum, aber auf der Straße will ich nicht herumhumpeln, so wird es in der nächsten Zeit wahrscheinlich nichts mit den Veranstaltungen, die ich mir eingetragen hatte, werden, dafür mehr lesen. Meine Leseliste ist ja sehr lang, weil ich, da ich am liebsten alles lesen möchte, nur schlecht nein sagen kann oder will und in den Artikel mehr über Bücher, als über Veranstaltungen schreiben, was auch nichts macht, weil ich mir ja irgendwie immer denke, warum ich eigentlich so beharrlich zu den Veranstaltungen laufe, dort übersehen werde und beispielsweise im Literaturhaus oder in der “Gesellschaft” keinen Lesetermin bekomme, weil “Eigenverlag, leider, Eigenverlag wollen wir nicht!”

Das gilt natürlich auch für das Lesen, da habe ich mir das auch schon länger gedacht, wieso lese ich so begierlich das, was die anderen schreiben, wenn die sich für das meine auch nicht interessieren?

Eine berechtigte Frage.

Es interessiert mich aber!”, lautet die Antwort und ich habe auch schon geschrieben, daß ich gern herausfinden möchte, was die anderen besser, als ich können und  glaube das inzwischen zu wissen, daß meine beharrliche Weigererung sich den Rechtschreibregeln anzupassen, ein größerer Schuß ins Bein ist, als ich mir damals, als ich zu schreiben begann, vorstellte und dann schreibe ich nicht so abgehoben, sondern vielleicht mehr realistisch journalistisch. Ich würde das psychologisch sozialkritisch hinzufügen und das gilt vielleicht  nicht  als so große Literatur.

Also gut, in der nächsten Zeit keine Veranstaltungen, denn ob ich auch, wenn ich dann einen leichteren Gips oder Plastikschale habe, wirklich damit nach Krems und Göttweig will, wo der Alfred schon Karten bestellt hat, ist mir auch nicht so klar.

Stattdessen neben meinen Stunden, die “Magdalena” korrigieren, denn da werde ich vielleicht noch damit fertig, bevor der Alfred Ende April nach Kuba fährt und er kann mir die Blogartikel über mein Schreiben kopieren, so daß ich mich da ans Korrigieren machen kann, denn mein nächstes Buch wird ja eines über mein Schreiben sein.

Die Leipziger Buchmasse kann man sich, wie die in Frankfurt, was ich ja regelmäßig tue, auch im Internet anschauen und das habe ich auch schon zweimal getan, als der Alfred in dieser Zeit auf Reisen war oder sonst nicht wegkam. Die Preisverleihung am Donnerstag gibts, glaube ich, über Livestream, etcetera, so daß ich da nicht zu viel versäumen werde und ein paar Frühjahrsneuerscheinungen warten ja auch auf mich, ansonsten weiß ich nicht so genau, was ich versäumen werde.

Versäumt habe ich jedenfalls die Abschiedslesung der Bruni im vorigen Montag in der Buchhandlung “Tempo Nuovo” wo zwei ihrer Bücher vorgestellt wurden.

Da war der Alfred, hat ein Foto gemacht und mir ihr “Podium-Portrait” mitgebracht und am Mittwoch, wo ich aus dem Spital entlassen wurde, war in der “Gesellschaft” die Kerstin Hensel, die ich ja durch Vermittlung der Christine Haidegger vor zig Jahren brieflich kennenlernte, 1989 hat sie beim “Bachmann-Preis” gelesen, da habe ich sie in Wien beim Uwe Bolius getroffen und als ich  in Berlin bei einem Psychotherapeutenkongreß war, habe ich bei ihr gewohnt, sie  noch einmal dort getroffen und einmal in Wien, als sie in der “Alten Schmiede” gelesen habe, auch einmal ein Buch von ihr gewonnen, sie in Leipzig einige Male gesehen, aber sonst ist der Kontakt ziemlich abgebrochen, als Bloggerin wechselt man ja vielleicht die Seite und rutscht von der Literatenschiene  hinunter und ich wäre ohnehin, weil eine neunzehn Uhr Stunde nicht hingegangen.

So bin ich um diese Zeit von St. Pölten nach Wien gefahren, habe am Donnerstag die Demo, beziehungsweise das ÖAAG-Reflexionstreffen zu dem ich gegangen wäre, versäumt.

Am Freitag hat  Reinhard Kaiser-Mühlecker sein neues Buch im Literaturhaus vorgestellt. Da wäre ich hingegangen und das habe ich versäumt und am kommenden Montag hätte ich in Cafe Westend gehen wollen, wo Luis Stauber und Erika Kronabitter ja eine monatliche Lesereihe haben und, wo ich  auch einmal lesen werde.

Sonst weiß ich gar nicht so genau, was ich versäumen werde, denn am Donnerstag fängt ja Leipzig an, wo ich mich aufs “Blaue Sofa” setzen werde und ansonsten eine längere oder kürzere Veranstaltungspause machen, was ich ja auch schon einmal ausprobierte, um mehr selber schreiben zu können.

Mal sehen, wie es mir damit geht und, ob mich jemand vermißt? Was ich eigentlich, wenn ich auf meine Suchanfragen gehe, mir schon vorstellen kann, ich bin gespannt.

Nennen wir ihn Rumpelstilzchen

Jetzt kommt ein Buch, das ich eigentlich noch nicht lesen sollte, denn Doris Kloimstein hat mir ihre “Geschichten vom Literaturstammtisch”, die sie gemeinsam mit Ingrid Schramm und Edwin Baumgartner im “Goldegg-Verlag” herausgegeben hat, erst am vorigen Samstag am Markt von St. Pölten übergeben und da hatte ich schon eine Anzahl von Büchern auf meiner Leseliste, die ich vorher lesen sollte, aber dann sind wir ja am Sonntag auf die Rudolfshöhe gegangen. Ich bin gestürzt, mit dem Hubschrauber ins LKH St. Pölten geflogen und habe mir vom Alfred, die Bücher dorthin bringen lassen, die ich von der Leseliste in St. Pölten hatte hatte. Eines war ein E-Book, aber das Internet hat auf dem Laptop nicht funktioniert und was tut man in einem Spital? Man döst vor sich hin oder liest. Ein Fernsehtyp bin ich ja nicht, das Internet funktionierte nicht und meinen Laptop kann man nicht mehr schließen, so daß mir der Alfred zwar einen brachte, auf dem ich aber nur das Internet hätte  benützen können.

Also habe ich den “Stotterer” ausgelesen, den man aber erst am zwanzigsten März besprec hen darf. Das ist der Tag, an dem wir eigentlich nach Leipzig fahren wollten.  Vorher hatte ich ein Veranstaltungsprogramm geplant, jetzt gehe ich zwar in meiner Praxis-Wohnung herum, aber eher nicht aus dem Haus, also habe ich noch eine Woche mit Rezensionen zu füllen und nach dem “Stotterer” war Livia Klingls “Biedermayern” und Martin Amanshausers “Es ist unangenehm im Sonnensystem” zu lesen, was eher schnell ging, also ließ ich mir von der Anna den “Literaturstammtisch” mitbringen und das war wahrscheinlich auch eine passende Idee, denn Doris Kloimstein ist ja jetzt St. Pöltnerin und eine Frau im Zimmer wohnt im gleichen Ort, wie der <meister Eder, der in dem Buch auch vorkommt, aber es ist keines das sich nur auf die St. Pöltner Literatur bezieht, so groß ist die gar nicht könnte man munken, sondern jeder der drei Autoren hat seinen eigenen Beitrag zur Sache beigesteuert.

Da ist einmal Ingrid Schramm, von der, glaube ich, auch die Idee zu dem Buch kam, die im österreichischen Literaturbetrieb tätig ist und von der ich schon ein Buch gelesen habe und die hat ihre Anekdoten, dem Literaturbetrieb nach 1945 gewidmet, also vom TorbergWeigl Boykott gegen Berthold Brecht und den Streit der beiden damaligen Literaturförderer Weigel und Hakel geschrieben. Sie schreibt von der “berühmtesten Ohrfeige” Wiens, die die Schauspielerin Käthe Dorsch Hans Weigel einmal gegeben hat, weil er sie zu scharf kritisierte und das namensgebende “Rumpelstilzchen”, behzieht sich auf Thomas Bernhard, so würde ich diesen gar nicht betrachten, aber man kann über ihn und seine Preise und seine Schimpfereien natürlich viel erzählen.

Sie erzählt von Adrienne Thomas Jugendbüchern und ihrem “Kathrin wird Soldat”. Die, die sich auf den zweiten Weltkrieg beziehen, hat sie dabei ausgelassen, aber man kann  in einem zweihundert Seiten Buch, das man sich noch mit zwei Mitautoren teilt, nicht über alles schreiben. Dann gibt es Einblicke in die “Bachmann-Verhinderung”, die sehr interessante Tatsache, die ich nicht wußte, nicht in den PEN aufgenommen wurde. Und dann gibt es vielleicht gar nicht so zum Thema passend eine Geschichte über James Baldwin und sein berühmtes “Ich bin nicht ihr Neger”.

Einen “Jüdischen Antisemiten” gibt es auch, das ist der Kabaretist Gerhard Bronner und dann vielleicht auch nicht zum Thema passend, aber sehr interessant, ein Kapitel über den Opernführer Marcel Prawy.

“Doch!”, werden die Autoren jetzt wahrscheinlich sagen, denn alle drei sind sehr Musik- und Opernaffin und Doris Kloimstein hat auch einen Text über Prawy geschrieben und wenn man jetzt zu Feuilletonredakteur Edwin  Baumgartner übergeht, der Musikwissenschaften studiert hat, so kann man verallgemeinern, daß seine Anekdoten von nicht so bekannten Dichtern handeln und bei einigen bin ich mir auch nicht sicher, ob es die Dichter, die beispielsweise nie ein Wort geschrieben haben, aber ihre Romane hervorragend erzählen konnten, wirklich gegeben hat.

Er berichtet aber auch von der “Axt des Michael Guttenbrunners” und den hat es gegeben und ich war zumindestens bei seiner Gedenkveranstaltung in der “Gesellschaft für Literatur”.

Er erzählt von einer Lesung, wo einer eher herumstottert, dann kommt ein Besucher, der wie Peter Handke ausschaut und alle sind gebannt und Doris Kloimstein, die ich bei einer GV-Nö Regionalversammlung, als ich in St. Pölten wohnte und nach Wien pendelte, kennenlernte, gibt natürlich ihr Wissen über den St. Pöltner Literaturbetrieb und ihre Verletzungen und Kränkungen, die sie dort erlebte, wieder. So hat sie ja die Zeitschrift “Etcetera” gegründet, bekam dann aber einen Brief, daß das angeblich ein anderer getan hat und mit einer von ihr nicht namenlich genannten Leiterin einer literarischen Gesellschaft hat sie sich auch zerstritten.

Doris Kloimstein ist Mitglied des PENs und da im Frauenvorstand sehr aktiv, oder zumindest war sie das, denn der Literaturbetrieb ist ja ein Intrigantenstadl, so daß ich wahrscheinlich froh sein kann, daß ich von ganz außen lustig vor mich hinblogge. Da werde ich zwar literarisch nicht ernst genommen, bekomme keinen <platz in einer Literaturwohnung, aber ich werde nicht hinausintegriert, weil wo nichts ist, kann man ja nicht holen, trotzdem werde ich, Leser hört her in dem Buch namentlich, allerdings nicht ganz richtg erwähnt, denn ich habe die “Schreibgruppe”, zu der Doris Kloimstein dazugestoßen, nicht gegründet.

Das waren schon Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reisner, weil der Robert, als er nicht mehr in der Litges war, die eine Schreibgruppe hatte, eine solche brauchte.

Ich bin erst später zu ihr gestoßen, bin aber, wie die Ruth bei der GAV und diese Zweiteilung der österreichischen Autorenversammlungen, ist ja auch sehr interessant und füllt  auch schon ganz Bücher, obwohl es um die GAV inzwischen eher ruhig ist.

Ein interessantes Buch also mit dem man ein bißchen in den heimischen Literaturbetrieb hineinschnuppern kann, wenn man mehr darüber wissen will, sollte man allerding die Originale oder Biografien lesen und das habe ich ja auch getan, bin ich ja, in der Literatur sehr bewandert und habe auch meine Anekdötchen zu erzählen, obwohl mir das niemand so recht glauben will.

Schiff oder Schornstein

Jetzt kommt schon die Frühjahrsproduktion der “Kremayr & Scheriau-Literaturschiene”, diesmal war ich etwas schneller, nämlich Andrea Stift, die sich jetzt Stift-Laube nennt, neuer Roman, “Schiff oder Schornstein”, das ich, glaube ich, für eines ihrer besten Bücher halte, obwohl es keinen wirklichen Plot, aber sehr eindrucksvolle Szenenschilderungen hat.

Ich bin ja vielleicht sowas, wie eine Andreas Stift Expertin, jedenfalls habe ich sehr viel von ihr gelesen und ich habe sie auch über meinen Blog kennengelernt und da hat sie mich einige Zeit sehr intensiv begleitet. Denn als ich zu Bloggen angefangen, war der Otto eine Zeitlang mein Follower, der hat Literaturzeitschriften gelesen, wo Andrea Stift ihre Texte hatte, er hat darüber gebloggt.

Ich habe dann auch einmal ihren Namen erwähnt, um zu schauen, ob das funktioniert, daß man so die Leute auf seinen Blog bekommt?

Damals hat es, heute glaube ich nicht mehr, Andrea Stift ist dann auch in die GAV gekommen, ich habe sie persönlich kennengelernt, sie hat bei den “Mittleren” gelesen, ich einmal mit ihr in der “AS” und “Ohrenschmaus-Jurorin” war sie eine Zeitlang auch, dann Sekreätrin bei den “Mansuskripten”, jetzt ist sie das bei den “Lichtungen” und ihr neues Buch geht über den Umweltschutz, beziehungsweise den Umgang mit Tieren.

Ein sehr aktuelles Thema, wie man an den Aufregungen um Greta Thunberg und den Freitagsdemonstrationen der Schüler sehen kann und Andrea Stift tut das auch auf sehr gekonnte ironische Art, die sehr deutlich, den ambivalenten Umgang zeigt, den wir mit Tieren haben.

“Franzi ist verschwunden”, lautet der erste Satz im Klappentext und auch das ist sehr originell, denn diese Franzi taucht im Laufe des Buches nicht mehr auf. Es wird über sie nur von ihrer Schwester Ila und ihrem Freund Konstantin erzählt.

Franzi und Ila sind Arzttöchter und Tiere spielen bei ihnen eine große Rolle. Ila hat eine Katze, die als sie trächtig ist, der Vater nicht mehr haben will. So zieht sie zu der umweltbewußten Großmutter, die zwar Schnecken tötent, beziehungsweise sie als Delikatessen zubereitet, aber sonst sehr umweltbewußt ist und die beiden Schwestern sind das auch.

Franzi wird Umweltschutzaktivistin und reist daher, um Tiere zu retten, um die Welt, von daher kommt auch der Titel, obwohl ich den nicht ganz verstanden habe.

“Schiff” ja, mit dem “Schiff” kommt man in die Anarktis und zum Südpol. Aber wieso man beim Umweltschützen einen Schornstein braucht, weiß ich nicht so genau oder doch, denn der Vater wird, als er gestorben ist, verbrannt und das verbraucht offenbar so viel C02, daß sich die Töchter dafür schämen und die umweltschonenste Art ist, wie Andrea Stift ironisch schreibt, keine Kinder in die Welt zu setzen.

Franzi wird also Umweltschützerin. Ila arbeitet am Tag im Bioladen, in der Nacht in einem Tierasy, dort päppelt sie zum Beispiel Igel auf und wenn sie sie dann freiläßt, werden sie wahrscheinlich auf der Straße überfahren und Lucky, die Katze, deretwegen Ila zur Großmutter zog, bringt ihr immer alle möglichen toten Tiere ins Haus und als Kind mußte sie auch einmal zusehen, wie ein Frosch explodierte.

Es geht auch, um das Fleisch das man essen soll oder nicht und um vieles andere mehr. Und das wird sehr plastisch von Andrea Stift beschrieben und dann verschwindet Franzi, und wie schon geschrieben, das wie und warum und wohin erfährt man nie so genau.

Ila gibt irgendwann ihre Todesanhzeige auf und gründet mit Konstantin, das ist der Freund Franzis mit dem sie einmal in einer Hofgemeinschaft lebte, eine Kunstaktkion, bei der sie um die Leute vom Fleischverzehr abzubringen, Katzenfleisch vermarkten wollen.

Das ist auch so eine Idee Andrea Stifts und vielleicht auch nicht sehr genau beschrieben, der Clou ist aber und das ist originell, die Chinesen springen darauf an, wollen das Patent aufkaufen und das Fleisch vermarkten und die Beiden könnten lebenslang sehr reich werden und fortan nur mehr teures Bioessen kaufen. Ila widersteht, Konstantin nicht und Franzi wird nie gefunden.

Man hat aber, wenn man das Buch gelesen hat, sehr viel über den Umweltschutz erfahren, kann sich seine Gedanken darüber machen und Katzenspuren gibt es in dem Buch immer wieder auch.

Es ist unangenehm im Sonnensystem

Jetzt kommt passend zum Monat der “Lyrik im März” ein Gedichtband aus dem “Kremayr & Scheriau-Verlag”, des 1968 geborenen Martin Amanshauser, von dem ich schon drei Bücher gelesen habe, “Alles klappt nie”, “Nil und die “Amerikafalle” und der in Salzburg geborene Sohn des alten “Residenz-Autors” Gerhard, ist sicher ein interessanter Mensch, Autor, Übersetzer und Reisejournalist.

Begonnen hat er, glaube ich, mit Romanen im “Deuticke-Verlag”, da habe ich  einen im “Standard” gewonnen und würde ihn, ähnlich wie Radek Knapp, als eher skurillen Autor, etwas, was ich ja nicht so besonders mag, einschätzen, dann hatte oder hat er, glaube ich, im “Kurier” eine Reisekolumne und richtig, um die lyrische Seite nicht zu vergessen, ein Buch mit dem provokanten Titel “100.000 tausend Exeemplare” gibt es auch.

“Es ist unangenehm im Sonnensystem”, Gedichte der letzten zwanzig Jahre, ist der Nachfolger davon, steht im Buchrücken, ich war einmal in der “AS”, als es um das Reisen ging und habe im letzten Jahr “Die Amerikafalle” gelesen, die in meiner Familie sehr begehrt war.

Jetzt also Martin Amanshausers Lyrik und das, die eine ganz Besondere ist, geht wahrscheinlich aus dem vorher Geschriebenen hervor.

Oder  doch nicht so ganz, denn wenn man jetzt meinen könnte, Jandl und Mayröcker wären dem Dichter fremd, der irrt gewaltig, ist in dem Buch doch auch der Text enthalten, der er für die Anthologie geschrieben hat, die Erika Kronabitter zum neunzigsten Geburtstag der “Fritzi” herausgegeben hat und da beschreibt er, daß er eine Zeitlang immer in das Gasthaus essen ging, in dem sie ihr Mittagessen einnahm, sich an ihren Tisch setzte und zu dichten begann.

Sagt auch etwas aus, über den Sohn des Gerhard Amanshauser, der sich leicht und locker scheinend in mehreren Sparten des Literaturbetrieb herumtreibt.

Es gibt neun Abteilungen, die Erste lautet “Kein Roman vom armen M. A. und ist auch schon so eine witzig skarastische Anspielung an den Literaturbetrieb.

“Dabei bezahlen sie mir den Roman besser als das Gedicht.

Nur schreibt er sich mühsam. Ich schreib wieder grad keinen.

Reime so rum, fürcht mich, werd langsam ein bisschen alt.

Und alle fragen mich nach einem.”, lautet  die letzte Stropühe, geschrieben in Friedrichshafen am 9. 8. 18.

Da ist dann auch “Rudis Beisl”, das Gedicht zu Ehren der F.M. enthalten, ein “Friedgedicht” gibt es auch.

Die Zweite heißt “Ich hätte meinen Schmerz am liebsten idiotisch und unter jedem Abteilungsanfang gibt es eine Zeichnung, wo ein Mensch auf einem Sofa liegt, sitzt oder kauert. Was das bedeuten soll, hab ich nicht ganz verstanden, aber beim liegenden und lesenden Mann geht es, um den Schmerz:

“psychischer Schmerz, oh psychischer schmerz.

Ich hab dich satt, ich hätte so gerne

den anderenden körperlichen schmerz”, lautet hier der Anfang von “Wenn der Schmerz kommt”.

Dann gibt es eines, das “mit dem schmerz abendessen” heißt. Ganz schön passend, wenn man das Buch, wie ich mit einem Gips im Krankenbett gelesen hat, aber das konnte Martin Amanshauser, den ich gelegentlich bei Veranstaltungen treffe, nicht wissen und so gehe ich  weiter zu

“(3)Heimische Investoren und Immo-Entwickler”, zugegeben ein ungewöhnlicher Name für eine Gedichtkapitel, aber M.A. ist ja auch ungewöhnlicher Dichter, das habe ich schon festgestellt und hier steht der Mann am Sofa auch am Kopf und wieder erstaunlich “die gedichte müssen kommen,” lautet da das erste Gedicht, ist Julya Rabinowich gewidmet und beginnt

“die gedichte müssen kommen

war der steinharte gedanke

des österreichischen lyrikers

in seinem dichterzelt

im alpenvorland”.

Also wieder Kiteraturbetrieb, trotz des eher technisch wirtschaftlichen Titels, aber auch Dichter

“wollten ihr honorar sehen

verrechnen 13% umsatzsteuer

sie tranken ihre weinflaschen leer”

geht es gleich weiter.

Es gibt ein Gedicht das “Ein Cornflake lang” heißt und eines mit dem Titel

“ich spreche Deutschland

Eine Roma-Frau sagt mir:

Ich spreche Deutshland.

Aber nur klein.” So schade”.

Martin Amanshauser ist also ein vielseitiger Lyriker und haut in seinen Abteilungen viel hinein, bleibt aber wieder bei der Literatur und bei der Frage “wieso ich lieber lyrik als romane schreibe”.

Man sieht, dem kommen wir nicht aus.

“Ich möchte niemals sterben.Gott behüte”, heißt die nächste Abteilung, da sitzt der Mann im rechten oder linken Eck und beginnt mit einem “jambus” und geht zu “Die Milch wird kalt im Kühlschrank” über.

Dann gibt es das Titelgedicht oder das, was daraus wurde, nämlich “Kafkas Callshop”.

“Kafkas Callshop ist das Buch nach 100.000 Exemplaren

Kafkas Callshoü heißt der Supermarkt, in dem ich vegetier.

“100.000” hieß ein Buch vor Jahren,** Kafka-Callshop-Exemplare

drucken sie nach dieser Schaffenspause nur noch vier,

oder zwölfudachtzig?”

Mit dem “Das Mondkalb singt diesen traurigen Song” geht es weiter, das gibt es das “Mensch-Müsli”

“Mensch Müsli, komm im Mai zu mir und mach mich

zu einem Amans-Schopenhauser jeden Tag.”, heißt es da, wieder skurril komisch anspielend.

“ringelnatz und morgenstern” werden auch erwähnt

“morgenstern und ringelnatz

dichten voll erbittert

demolieren den arbeitsplatz

morgenstern:er twittert.”

Ob das die großen Vorbilder sind?

Vielleichtm denn das nächste Poem heißt

“palmenström traf malmström

verkehr war gut

pulver, kondome

und lippenblut”

Der an hochgeistige Lyrik, wird sich hier wohl etwas schwer tun, kann aber zu Abteilung 6 weitergehen. Wo es heißt:

“Unterwegs zu sein reduziert das Risiko keinen Lebensauf zu haben”

Da sind wir  schon beim Reisen. Es gibt ein Gedicht, das in “Altaussee” geschrieben wurde, eines das “Sudoku in Warschau” heißt und ein “cable car gibraltar” genanntes.

Sieben heißt “Die tiefsten Enttäuschungen sind mir zu heavy, zu arg”, da widmet sich eines den “facebook gedichten, den googhle  tänzen und den  whatsapp oden”, also ganz schön modern und in Lisabonn, im August 2018 wurde das Gedicht “Dichter sein” geschrieben.

“Ein Dichter sein, das bedeutet größer zu sein,

die Menschen zu überragen. Zuzubeißen

wie jemand, der küsst.”

Also ganz schon überheblich, der M.A, könnte man ihm unterstellen.

Also gehen wir zur “Letzten Lockerung” über.

Da gibt es einen “jandlversuch”

“findest du dich ich?

sagen se zu dich ich?” zu

(9) Wieso ein Tierarzt selbstverstänlich ein Tier sein muss” über und wir haben einen interessanten Rundgan durch Martin Amanshauser Lyrik der letzten zwanzig Jahre gemacht, ein bißchen über Literatur und vielleicht auch über seine Vorlieben, seine Gedanken und Charakterzüge erfahren.”

Wie gesagt, die Hardcorelyrikfans werden vielleicht die Nase rümpfen. Die Psychologin findet das Ouvre des Sohnes eines bekannten Dichters, sehr interessant und ist gespannt, was sie von A. M. noch  alles lesen wird.

Biedermeiern

Da ich die nächste Zeit infolge meines Knöchelbruchs vom Sonntag derzeit nicht auf die Donnerstagdemos gehen kann, passt das folgende Buch, nämlich Livia Klingls “Biedermeiern”, das ich im Krankenhaus von St. Pölten gelesen habe, ganz besonders, geht es da doch um die Facebookeintragungen, der 1956 in Wien geborenen Journalistin und Publizistin, die, glaube ich, seit ihrer Pensionierung auch Romane schreibt, die sie schön mit Zeichnungen garniert, Strache, Kurz und co sind da zu sehen, seit sechzehnten Oktober 2017, einen Tag nach der Wahl, die uns die zweite schwarz blaue Regierung bescherte, begonnen hat.

“Biedermeiern – politisch unkorrekte Betrachtungen”, heißt das kleine im Stil einer altmodischen Tapete, mit dem kleinen Guckloch in der Mitte aus dem Kurz und Strache mit einer Zigarette herausschauen, gestaltete Büchlein, das Livia Klingls Facebookeintragungen bis zum vierzehnten November 2018 wiedergeben.

“übrigens: an diesem Wahlergebnis sind die INländer schuld! na gut, dann werde ich eben biedermeiern lernen, diesen Rückzug ins private, weil das politische nicht dem entspricht, was es sein sollte: zukunftsmutig statt zukunftsverdrossen. viel glück, euch wählern und innen, mit der neuen truppe!”, heißt es etwa am ersten Tag.

So sollte es natürlich nicht sein und ist es auch nicht, denn es gibt ja Livia Klingls Facebookeintragungen, die Donnerstagsdemo und am Samstag eine Großdemonstration, die ich leider versäumen werde, die “Omas gegen rechts”, die den Unmut der deutschen Patrioten erregen und noch vieles andere und so schauen wir uns kurz oder eher lang durchs Buch, um nicht mißverständliche Assoziationen zu wecken, um den Wiederstand  zu stärken.

Sebastian Kurz, der ja nach wie vor eher wie ein Schüler, als ein Bundeskanzler ausschaut, wird kurz oder lang “Bubenkanzler” genannt und am vierten Tag heißt es wieder bündig “ich höre dauernd “ich will nicht ins rechte eck gestellt werden” ganz einfach: dann stell dich nicht dorthin!”, während die Botschaft von Tag 24 lautet “früher hatte ich keinen respekt vor politikern, weil ich jung und ahnungslos war. heute hbe ich keinen, weil die jung und ahnuingslos sind.”

Das wurde am neunten November 2017, also an meinem Geburtstag geschrieben, wo ich wieder auf der “Buch-Wien” war.

Am 17. November17 wird geschrieben “am effektivsten in österreich ist das burka-gesetz. hab`schon ewig keine gesehen. genau genommen seit 2002, seit ich aus afghanistan zurück bin.”

Ja so ist es mit dem “getrübten” oder sehr verschiedenen Blick, je nach dem von welcher Seite man das Ganze betrachtet und ich kann hinzufügen, in der “Unsichtbaren Frau” geht es auch, um das Verschleierungsverbot, das ja im Oktober 2017 kurz vor der Wahl eingeführt wurde, um die Wähler wahlfreudiger zu stimmen.

Am achtzehnten Dezember, am Tag der Regierungsangelobung, gibt es die Gesichter “der Regierungsmitglieder, also die, die mir irgendwie aufgefallen sind” und am 24. Dezember die Karrikatur der “Ersten Weihnachtsansprache des neuen im Kanzleramt”

“biedermeinr, tag 78”, dem ersten Jänner 18, lautet “meine wünsche sind bescheiden. ich hätte gern ein weiches ei und weltfrieden”.

Das erste ließ sich sicher erfüllen, das zweite höchstwahrscheinlich leider nicht und dann setzt sich “die neue Regierung gleich ins schloss seggau und setzt den sparstift an”

Am 9. Jänner heißt es lapidar “liebe junge, erwerbt eigentum! was sonst können wir euch wegnehmen, wenn ihr  mit 50 ausschuß am arbeitsmarkt seid? euer Sebi” und am 23. April ätzt Livia Klingl “der praterstwern ist lebensgefährlich. aber kabul ist ein sicherer herkunftsort, auch für die, die gar nicht aus kabul kommen”

Das Eine bezog sich auf die Reform der Minderssicherung, das Zweite auf den Praterstern, als Hochsicherheitszone und am 24. Mai wird es etwas friedlicher, denn da heißt es “baba mei Buagamasta-Michael Häupl geht nach einem vierteljahrhundert.”

Am Tag 323 , dem zweiten September, wird es wieder sarkastischer “ehrlich gesagt waren mir die zeiten lieber, als viele wenigstens so taten, als wären sie zivilisiert”.

Mir auch, obwohl, wenn es am Tisch liegt, weiß man was gespielt wird und kann darauf reagieren.

Am 22. September gibt es ein eher “angefressenes Konterfei des neuen Bürgermeisters, mit der Unterschrift “herr Ludwig kann seine  begeisterung über die neue spö-chefin kaufm verhehlen”, denn da es gab es bei der SPÖ einen Führungswechsel, Ex-Kanzler Kern hat sich verabschiedet, Pamela Rendi-Wagner ist ihm nachgefolgt und muß sich in der >Männerriege durchsetzen lernen.

Und am Tag 357 heißt es “ein pferd ersetzt zehn beamte”, sagt herr Strache und ich frage mich: wobei”, das bezieht sich auf die berittene Polizei, die sich Minister Kickl wünschte und am Tag 361 heißt es “liebe österreicherinnen und österreicher, ich bitte euch, ruhig zu bleiben und nicht in panik zu geraten, nur weil frauen jetzt auch frauen heiraten dürfen und männer männer. niemand wird dazu verpflichtet! es gibt keinen zwang! ich selber machs ja zum beispiel auch nicht. euer fiktiver <kanzler”

Am 31 Oktober heißt es “habe gelesen, der 1. november wird aus rücksicht auf die muslimische minderheit in Allaheiligen umgetauft (wer aller  schnappt jetzt gleich über?)” und wir sind durch ein Jahr schwarz türkis blau gegangen.

Ein interessantes Buch, denke ich, die Facebook-Nachrichten werden wahrscheinlich weitergehen, wir haben ja inzwischen schon März 2019 und da ist inzwischen viel geschehen und wem es interessiert, in der “Viertagebuchfrau”, habe ich die ersten hundert Tage von schwarz-blau eins beschrieben und wer es aktueller haben will, dem ist Michael Ziegelwagners “Sebastian, Ferien im Kanzleramt zu empfehlen.

Abgestürzt

Meine regelmäßigen Leser wissen es wahrscheinlich. Einer meiner Rituale sind die Sonntagsspaziergänge, wenn wir in Wien sind, von Sophienalpe auf die Mostalm und sind wir in Harland auf die Rudolfshöhe.

Da gibt es ober dem Bauernhof ein steiles Wegerl, auf dem man, wenn es rutschig ist, leicht stürzt. Ich bin das schon öfter gemacht und wieder aufgestanden. Diesmal hat es geknackst und gezuckt und das Band war abgerissen und ein offener Knöchelbruch vorhanden.

Ja, man wird älter und sollte seine Knochendichte messen. Ein beliebtes Gesprächsthema auf der Unfallschirurgie, wenn sich drei Frauen zwischen sechzig und siebzig und eine über achtzig das Zimmer teilen.

Aber das kam erst später, zuerst wußte der Rettungsdienst nicht genau, wo die bewußte Stelle war, dann schickte er vier Feuerwehrmänner für den Transport. Die wußten das schon, denn die Rudolfshöhe ist ein beliebter Ausflugstreffpunkt. DieNotärztin kam mit einer Sauerstoffmaske und Infusionen, ein Hubschrauber und auch zwei Polizisten, aber die habe ich nicht mehr gesehen und vom Hubschraubertrankport ins Landeskrankenhaus St. Pölten auch nicht viel mitgekriegt. Dann gleich Op mit Kreuzstich und einem Gips, die Aussicht nach zwei drei Tagen wieder nach Hause gehen zu können, aber erst einmal die Demonstration, daß auch mir so schnell, wie ich nicht schauen kann, etwas passieren kann. Denn ich bin ja eigentlich sehr gesund. Man kann vielleicht auch sagen ein Krankenhausphobiker, der keine Stützsgrümpfe mag, aber bisher war ich auch nicht sehr oft in einem solchen.

Das heißt eigentlich schon. Denn gleich nach meinem Studium habe ich sehr lange im Wilhelminenspital Entwicklungspsychologie unterrichtet, dann war ich im Geriatriezentrum Wienerwald, das es, glaube ich nicht mehr gibt, ganz früher hat es Versorgungsheim Lainz geheißen, die Psychologie und die Kommunikation bei der Pflegerhielfernachschulung und Ausbildng gemacht, im SMZ-Ost habe ich Psychosomatik unterrichtet und bin auch im KAV-Superviorenteam.

Da werde ich ein Reflexionstreffen demnächst versäumen, aber als Patientin nur bei meiner Geburt im Krankenhaus Währing, das es auch nicht mehr gibt und an das ich mich nicht erinnern kann.

Dann hatte ich mit sieben Masern, da war ich nicht im Krankenhaus, sondern bin im Sommer in ein Ferienheim in St. Veit an der Glan der “Kinderfreunde” gefahren und bin dort fast ertrunken, so daß ich ein paar Tage im Spital war und das wars dann schon, denn ich hatte eine Hausgeburt und mir kann nichts passieren.

Wie man sieht schon und so ist es auf diesen Blog ein paar Tage sehr ruhig gewesen. ich habe viel geschlafen, einige Bücher bekommen, einige andere gelesen, die ich gleich rezensieren werde, um die Lücke aufzufüllen und schon im Aufwachraum am Sonntag Abend habe ich dem Alfred mitgeteilt, daß ich nicht mit Krücken in Leipzig herumlaufen werde, aber vielleicht darüber schreiben und wenn ich etwas vorgreifen darf, ich habe dort eine Physiotherapeutin namens Magdalena getroffen. Die hat natürlich nichts mit meiner Magdalena Kirchberg zu tun, bei der ich bloß nicht wußte welchen Beruf, weil nicht schon wieder Psychotherapeutin, ich ihr geben kann und das Arbeitsfeld der Physiotherapeuten habe ich auch gleich hautnah an mir selber erfahren, aber das war erst, als ich wieder aufstehen konnte und jetzt erinnere ich mich nur, daß ich meine Volksschullehrerin vor fast sechzig Jahren einmal fragte, wieso sich Pläne ändern können, denn wenn man will, kann man ja, nicht immer, wie man sieht und die Krise ist eine Chance auch wenn ich am Sonntag nicht, wie eigentlich geplant den “Stotterer” ausgelesen habe und die nächsten Tage nicht über Veranstaltungen, sondern über Bücher, die ich gelesen habe, berichten kann und Ich habe von Doris Kloimstein, die mich am Montag mit dem Robert besuchte, das Kultbuch der Frühlingsprduktion Takis Würger “Stella” bekommen, das eigentlich auf meiner Leseliste nicht eingeplant war und eigentlich wollte ich am Montag ja zu Bruni Langthalers Gedenklesung gehen. Da war dann nur der Alfred, der hat mir aber das “Podiumheftchen 101” mitgebracht.

Mendelssohn auf dem Dach

Nun kommt das zweite Buch das nach Leipzig mitnehmen habe wollen, denn die Tschechei ist da ja das Gastland und der 1900 in Prag geborene und 1959 dort verstorbene Jiri Weil ist ja ein Tscheche und sein 1960 in Prag posthum erschienener Roman, der 1992 bei “Rowohlt” auf Deutsch herausgekommen ist und jetzt bei “Wagenbuch” wiederaufgelegt wurde, ist eine Rarität, erzählt es doch die Okkupation der Nazis in Tschechien und es beginnt höchst satirisch bis es dann im Untergang endet.

Denn Reinhard Heydrich, der 1942 in Prag bei einem Attentat umkam, ist dort Reichsprotektor und außerdem ist er ein musikliebender Mann. So geht er abends in das Konzerthaus, das ihm zu Ehren Don Giovanni spielt und als er beim Weggehen auf das Dach schaut, entdeckt er eine Mendellsohn-Staue und fängt zu toben an.

Der Jude muß weg. Also schickt er einen Magistratsbeamten mit zwei Gehilfen dorthin, um die Statue entfernen zu lassen, nur stehen keine Namen auf den Büsten. So kommt der Beamte auf die Idee das Wissen anzuwenden, was er bei seinen Schulungen lernten.

Der mit der größten Nase muß der Jude sein. Nur leider ist das Richard Wagner, den sogar er erkennt und nun ist Rat teuer und man weiß auch nicht so recht, wen man um Hilfe holen soll, weil ja alle vor der Gestapo Angst haben, die sehr brutal zu reagieren pflegt.

Das geschieht schließlich doch. Die richtige Büste wird heruntergeholt und versteckt, bis der Spuk vorbei ist und der zieht sich nur langsam voran. Die Juden müssen ein Museum mit gestohlener Raubkunst anlegen. Der ehemalige Pförtner der jüdischen Gemeide muß die geraubten Möbel schleppen und ein Jude stirbt zu erst einmal im normalen, dann im jüdischen Spital in das er todkrank überstellt wird.

Die Statuenmetapher wurde hier gewählt und so erstarr sein Herz zu Stein. Er soll aber für die beiden versteckten Kinder Adela und Greta seiner verstorbenen Schwester sorgen, das besorgt ein Freund für ihn, bis die Pflegeeltern weggeholt werden, die verängstigen Kinder sich auf die Straße begeben und dann von der Gestapo zu Tode geprügelt werden, dabei in ihrer Angst ein Lied singen, aber die, die sie versteckt haben, nicht verraten.

Inzwischen werden die Juden abgeholt und entweder, wenn sie priveligiert sind, in die Festungshaft nach Theresienstadt oder gleich in den Osten gebracht, wo sie das Gerücht ängstigt, daß sie dort in den “Schornstein gejagt” werden.

Sowohl satirisch, als auch scharf pointiert, zeichnet Jiri Weil, der 1933 als überzeugter Kommunist in den Osten ging, zwei Jahre später in die Heimat zurückkehrte und die NS-Zeit nur überleben konnte, weil er seinen Selbstmord vortäuschte, das Bild von der besetzen Stadt und der Judenvernichtung dort.

In der Nachkriegszeit hat er im jüdischen Museum in Prag gearbeitet und dort auch, wie im Anhang steht, Klaus Wagenbach kennengelernt, dessen Verlag jetzt seinen, glaube ich, dritten Roman nochmals auflegte, den ich sehr empfehlen kann, weil er alle, die das vielleicht vergessen haben oder nicht hören wollen, sehr eindringlich vor Augen führen kann, wie es damals war.

Ein schräger Blick auf Nürnberg

Ich muß sagen vor diesem Buch habe ich mich ein wenig gefürchtet, denn, wie soll ich ein Buch über Nürnberg rezensieren, wenn ich in dieser Stadt, glaube ich, überhaupt noch nicht war und nur einmal im Jahr daran vorüberfahre, wenn wir auf der Autobahn nach Leipzig fahren?

Ja, wenn es der “Schräge Blick auf Wien” gewesen wäre, in dem Margit Heumann ja auch noch lebt und vorher ein solches Buch geschrieben hat, da kenne ich mich aus, bin zu Hause, habe mich durch die “HolzbaumReihe gelesen und renne auch viel in der Stadt herum, aber so?

Dann kam noch die Idee, das Buch mitzunehmen, wenn ich am Zwanzigsten nach Leipzig fahre, da lese ich ja immer deutsche Bücher, aber Margit Heumann ist ja eine geborene Vorarlbergerin und in Leipzig über Nürnberg lesen, ist wahrscheinlich auch nicht das Richtige.

Also bin ich beim Leselistenplan geblieben und denke, es war eine gute Wahl, obwohl auch nicht so viel passiert wäre, wenn ich es anders rum gemacht habe, denn Margit Heumanns “Schräger Blick auf Nürnberg” ist kein Stadtführer, sondern, wie soll ich sagen, höchstwahrscheinlich ein Memoir.

Ein Stück Lebensgeschichte der befreundeten Autorenkollegin, die ich regelmäßig in der “Alten Schmiede” oder auch an anderen literarischen Orten sehe und auf die ich, glaube ich, über Thomas Wollingers “Texthobel-Lesung” aufmerksam wurde.

Wie ich dann in persönlichen Kontakt zu ihr gekommen bin, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich treffe sie jedenfalls auf literarischen Veranstaltungen, sie hat mir ihr “Schundheftchen” zugesteckt, das ich vor unserer Bodenseeradtour gelesen habe, mich dann auf die Schundheftparty eingeladen und ein dickeres Buch habe ich auch von ihr gelesen.

Sie hat einmal bei einem meiner Geburtstagsfeste gelesen, war einmal bei unserer Schreibgruppe, als es die noch gab und mit iher “Edition scribere & legere”, in der ihr neues Buch erschienens ist, war sie bei der Buchmesse im MQ und bei der “Anderen Buchmesse” im Bezirksamt Döbling vor zwei Wochen, jetzt also der “Schräge Blick auf Nürnberg”, der geborenen Vorarlbergerin, die offenpaar zwei Wohnsitze hat, von Wien nach Nürnberg pendelt und zurück und vorher hat sie, glaube ich, Pferde gezüchtet.

Das entsprechende Grundstück, weil in Pension gegangen, verkauft und dann nach einem neuen zweiten Wohnort gesucht und sich zwischen Hamburg und Nürnberg, den  Wohnsitzen ihrer zwei Töchter für das letztere entschiedcen.

Ihr Mann ist, glaube ich, ein Nürnberger und das Buch, kann ich gleich verraten, kann ich sehr empfehlen, denn man erfährt viel über Margit Heumann und auch einiges über Nürnberg, was einevielleicht veranlaßen könnte, für ein Wochenende in diese Stadt zu fahren, sich den berühmten Weihnachtsmarkt, etcetera anzuschauen und Detail am Rande die Kapitelgestaltung ist sehr originell.

Denn da gibt es einige Rubriken, die in nicht chronologischer Reihenfolge von Margit Heumanns Nürnberg erzählen, die “So schauts aus in Nürnberg”, “So gehts zu inNürnberg”, “So kams dazu und warum” und “So läufts mit der Verstädterung”, heißen, davor ist jeweils noch ein markiger Satz in Nürnbergerisch geschrieben, denn Dialekte gibt es auch und Dialoge zwischen dem “man” oder “ich” und dem “Superweisen”, womit der Ehemann und der “Halbweisen”, der Tochter wahrscheinlich, gemeint ist und somit war meine Angst vor dem Buch aufgelöst, denn es ist sehr sehr langsam in das Medias Res hineingegangen und fing mit einem Gespräch zwischen “Er” und “Sie”, was “Schräg” eigentlich” bedeutet an.

Dann wurde es, merke ich an, ein wenig schwierig, denn es begann mit einer Friedhofsbeschreibung und ich dachte “No ja”, bevor dann sehr genau erkärt wurde, wie es zu dem zweiten Wohnsitz kam.

Die Verkehrslage und die Straßenbezeichnungen werden noch erklärt und dann geht es schon auf Wohnungssuche. Man muß einige besichtigen, bevor die Traumwohnung im fünften Stock mit totaler Aussicht auf die Stadt gefunden wird, die muß zwar noch revnoviert werden und hat auch kein Gästeklo, aber die Handwerker werden bald gefunden. Das war manchmal etwas chaotisch, manchmal leicht und problemlos Die Nachbarn mussten besänftigt werden, eine Ferienwohnung gemietet und dazwischen kann man sich auch schon ein bißchen die neue Heimatstadt anschauen, die auch “Puppenstadt” genannt wird. Da gibt es ein Spielzeugmuseum, eine Burg, einen Handwerkshof und eine nationalsozialistische Vergangenheit, mit den Nürnberger Gesetzen und den Partteitagen gibt es natürlich auch.

Der Begriff “Heimat” wird diskutiert und das tut Margit Heumann mit dem für sie typischen markaten direkten und auch ein wenig spättischen Ton und dann gibt es natürlich den berühmten Christkindlmark mit den Lebkuchen, dessen Eröffnung offenbar auch im Fernsehen übertragen wird.

Das sieht man sich am besten im Wien an und ist dann enttäuscht, daß, wenn man am Ort ist, alles überfüllt ist und kommt man auf die Idee ihn am Heiligen Abend zu besuchen, ist das Essen aus und man bekommt vielleicht noch gerade ein schrumpeliges Röstbratwürstchen, aber  kein Brötchen dazu mehr.

Macht ja nichts, der Kühlschrank in der inzwischen fertigen Wohnung ist gut gefüllt und für den Fünfundzwanzigsten haben sich die Töchter ohnehin einen Restaurantbesuch gewünscht. Das wurde vorher begutachtet, die Speisekarte durchgesehen und ein Tisch bestellt. Nur leider hat man übersehen, daß es bis vierzehn Uhr nur Frühstück und nicht die schon goutierten Mittagsmenu gibt.

Aber macht auch nichts,mit pochierten Eiern wird man nicht verhungern und das ist wohl das schräge an dem Buch, in dem man einiges über Margit Heumanns Zweit-oder Erstwohnsitz und einiges über die Stadt erfährt, in der ich noch nie war, aber vielleicht an den Mann auf dem Vogel, der vor dem Spielzeugmuseum steht und der auch das Cover ziert, denke werden, wenn ich demnächst auf der Autobahn an der Stadt vorbeibrausen werde und damit das alles nicht so trocken bleibt, kann man sich ja auch noch You Tube Video ansehen, um einen weiteren Eindruck von Nürnberg zu bekommen.