Peter Nadas in der “Alten Schmiede”

Der 1942 in Budapest geborene Peter Nadas, den ich schon sowohl im Literaturhaus, als auch im Literaturmuseum gehört habe und auch schon was von ihm gelesen habe, hat von der “Alten Schmiede” die diesjährige “Ernst-Jandl-Dozentur für Poetik bertragen bekommen, das sind drei Vorlesungen, die er unter der Moderation von Thomas Eder, an der Uni Wien gehalten werden. Die erste “Haydn im Plattenbau” hat schon am Montag stattgefunden, da bin ich in der “Gesellschaft für Literatur”, gewesen und am Donnerstag stand unter der Moderation beziehungsweise Einleitung von Bernhard Fetz, dem Germanisten und Direktor des Literaturmuseums eine Lesung aus den “Aufleuchtenden Details- Parallelgeschichten”, wie im Programm stand und da ich eine sechs Uhr Stunde hatte, habe ich mich wieder, wie die letzten zwei Jahre von meinem Praxiszimmer ins Schlafzimmer begeben und meinen Computer eingeschaltet. Praktisch, wenn man sich das aussuchen kann, in die “Alte Schmiede” zu gehen, dabei etwas für seine Bewegung zu tun und vielleicht auch mit ein paar der Kollegen zu sprechen oder gegrüßt zu werden oder aus Zeitgründen den Stream zu sehen, wobei ich dann schon bloggen kann, aber auch Störungen unterworfen bin, wenn plötzlich das Internet weg ist oder der Alfred “Eva!”, ruft oder ich von ihm etwas in meinen E-Bookfolder eingetragen haben will.

Kurt Neumann,, obwohl schon in Pension, hat eingeleitet, Bernhard Fetz dann über die “Memoiren eines Erzählers”, referiert, wo die Familiengeschichte des 1942 geborenen beschrieben wird, aus der Peter Nadas dann in seinem guten Deutsch gelesen, wo die Kinder in dem Großherrschaftlichenhaushalt, wenn sie schlimm waren, Wassersuppe essen mußten, die Suppenschüßeln an die Wände geschmissen wurden und auch die Tischtücher, die Bettwäsche und die Damastservietten mit der Köchin, der Waschfrau, den Dienst-und Kindermädchen genau beschrieben wurden. Die Dienstboten des Haushalts den Lift nicht betreten durften, sondern die Wäsche über die Dienstbotenstiege transportieren wollte und man immer aufpassen mußte, daß vom Personal nichts gestohlen oder mitgenommen wurde oder die Wäsche einen Riß bekam.

Ja, so war das wohl damals, bevor Ungarn kommunistisch wurde, was es ja jetzt schon lange nicht mehr so ist.

Wenn ich mich richtig erinnern kann hat Peter Nadas auch im Literaturhaus aus dem 2019 erschienenen Memoirenband, der von Christina Viragh übersetzt wurde, gelesen und nach der heutigen Lesung befragte Bernhard Fetz den Autor wahrscheinlich aus pandemiebedingten aktuellen Anlaß nach den Hygieneregeln, die an den beschriebenen Waschtagen, wo es ja auch eine Konkurrenz zwischen den Waschfrauen und der Hausfrau war, herrschte, worauf Peter Nadas seine Erlebnisse in Berliner Kinos erzählte, wo es entsetzlich stank, weil die Filminteressierten nur Naturseife benutzen und beschrieb dann auch Desinfektionsgeruch der DDR, wo sich alle nach den westdeutschen Waschmitteln sehnten.

Peter Nadas erzählte dann von seinen Familienangehörigen , ihrer Herkunft und ihrer politischen Einstellung und auch davon, daß die Besitztümer des großbürgerlichen Haushaltes nach und nach verscherbelt wurden, als das Geld knapp wurde und Bernhard Fetzt befragte den Autor dann noch zu der Genauigkeit, zu der all das beschrieben wurde und dann ging es zu der Frage, wie sehr oder wenig jede Autobiografie lügt, also das Verhältnis zwischen Fiktion und Wahrheit, das ja ein sehr wichtiges ist.

Und die “Paralellgeschichten”, die auch im Programm erwähnt wurden, den 2013 erschienene Großroman, der mit dem “Preis der Leipziger Buchmesse”, Kategorie Übersetzung ausgezeichnet wurde, war 2018 in der “Alten Schmiede” ein ganzes Symposium gewidmet, das ich auch besucht habe, das Großbuch aber noch nicht gelesen habe.

Am Schluß wurde Peter Nadas noch zu seiner Einstellung zu Gedichten befragt, die er eigentlich nicht betreibt, weil er sich immer ausbreiten will, zu seiner Einstellung oder Abrechnung zum Humanismus und zur Körperlichkeit, die für Peter Nadas sehr wichtig ist, hat er doch in den “Parallelgeschichten” auf hundertfünfzig Seiten einen sexuellen Akt beschrieben.

Literaturgespräch mit Viktor Noworski

Der wie in seinem Lebenslauf steht 1940 in Pennsylvania im Reservat der Launghär-Ethnie Mawrab geboren, ist 1979 nach Österreich gekommen und hat mit “A brennhassa summa” 2016 den “Ohrenschmaus” gewonnen. Er ist nach David Silvester Marek der zweite Stipendiat des Literaturstipendiums das das BUMUK ausgeschrieben hat und das mit Untertützung von Felix Mitterer” in der “Edition der Provinz” entstandene Buch wurde heute im Studio 3 des Radio Kulturhauses vorgestellt.

Und Viktor Noworski ist wie auch Peter Gstöttmaier, Renate Gradwohl, Julian Messner und vielleicht auch Anton Blitzstein, obwohl der nicht ganz den Kriterien entspricht, sicherlich ein Ausnahmetalent und einer der durch den 2007 von Franz Joseph Huainigg initierten Literaturpreis für “Menschen von und mit Lernschwierigkeiten”, entdeckt wurde und Viktor Noworski hat eigentlich auch keine Lernschwierigkeiten, also kein Downsydrom, etcetera, sondern vielleicht ein Schädel-Hirntrauma, denn er wurde, wie bei dem Literaturgespräch besprochen wurde, von Neonazis niedergeschlagen.

Seine texte sind sehr außergewöhnlich und sehr schwer zu lesen und so ist es auch das Buch, das mit einer alten Schreibmaschine geschrieben und handschriftlich ausgebessert wurde und in einer Kunstsprache, die zwischen Deutsch und Englisch und wahrscheinlich noch vielen anderen anderen, hin und her schwappt geschrieben. Wenn man will ein Broken German, wie es Tomer Gardi der ja den letzten “Leipziger Buchpreis” gewonnen hat und ich war heute bei der Präsentation und dem Literaturgespräch mit Felix Mitterer, dem Schutzherrn des Preises im Radiokulturhaus. Im Radiokulturcafe hat 2007 auch die erste Pressekonferenz stattgefunden und dann bin ich mit dem Alfred zuerst nach St. Pölten und dann mit dem Zug nach Ybbs gefahren, um an der Radkarawane der Ruth Aspöck teilzunehmen.

Das Luftsprungfest im Badeschiff habe ich ja wegen der “Literatur und Wein” versäumt. Aber diesmal hat es geklappt, weil ja keine Corona-Regeln, mehr, obwohl im Studio 3, als das Lcht ausging und die Gesprächsteilnehmer mit der Moderatorin schon auf der Bühne Platz genommen hatte, ein Tonband ablief “Setzen Sie Ihre Maske auf und Sie sind sicher geimpft genesen oder getestet!“, lief, das wahrscheinlich nicht mehr aktuell war, denn ich habe mich erkundigt, ob man ohne Maske teilnehmen kann?

Darf man, weil nur empfohlen. Leider darf man das zwar auch im Festsaal des Amtshauses Margareten,, aber nicht wenn man dort die sieben derzeit aufliegenden Vollksbegehren, zwei davon gegen die Impfpflicht unterschreiben will und Viktor Noworski hat gleich seinen Siegertext von 2016 gelesen, nämlich die Geschichte von seinem Urgroßvater der in Pennsylvania, das Oberhaupt dieser Ethnie gewesen ist.

Diese Geschichte hat er in einem Behindertenverein geschrieben. Die Betreuerin hat sie an den “Ohrenschmaus” geschickt und jetzt, wie schon erwähnt ein Ausnahmeltalent und ein Stück Literatur, “Es ist unklar, ob es Fakt oder Fiktion ist – Literatur eben”, steht am Buchrücken, das sonst wahrscheinlich unentdeckt geblieben wäre.

Im Gespräch erzählte Viktor Noworski dann die Regeln, die in dieser Ethnie gelten. Es wird kein Alkohol getrunken, man ist sehr tolerant, klärt die Kinder frühzeitg auf. Viktor Noworski hat als Statist im Theater gearbeitet, von einem Herrn Farkas Österreichisch, nicht Deutsch, gelernt und auch mit Juden, die vor den Nazis geflohen sind, Kontakt gehabt. Karl Farkas ist aber schon 1946 nach Österreich zurückgekommen, wird den Sechsjährigen wahrscheinlich nicht sehr lange unterrichtet haben und Felix Mitterer erwähnte auch den Humor mit dem das Buch geschrieben sei.

Gerlinde Hofer, die ehemalige Organistatorin habe ich getroffen, Franz Joseph Huainigg war da und die beiden neuen Organisatorinnen, etcetera. Das Buch konnte man kaufen und signieren lassen. Franz Joseph Huainigg hat es mir aber schon zugeschickt, so daß ich es nur noch lesen muß.

Stadt Wien Preisträgerin Margret Kreidl

Wieder einmal Wien-Reihe in der “Alten Schmiede”, diesmal wieder live und diesmal eingetaucht in die Literaturszene, denn sehr viele von der Autorenschaft sind zu der Preisträgerin, der 1964 in Salzburg geborenen Margret Kreidl gekommen, Ruth Aspöck, Herbert J. Wimmer, Lukas Cejpek, Maron Steinfellner, Gerhard Jaschke, Jopa Jotakin und und und…….

Julia Danielczyk hat wieder eingeleitet und vorgestellt und Anna Lena Stabauer hat diesmal aufgefordert wenn möglich Masken zu tragen. Die trugen dann auch sehr viele und ich kenne Margret Kreidl, glaube ich, schon sehr lange. So kann ich mich an eine IG-GV in den Neunzigerjahren wahrscheinlich, als ich in der Jury des Nachwuchsstipendium war und daher mit einem Korb voller Texte von St. Pölten nach Wien gefahren bin, wo sie sagte, daß es ihr nichts machen würde, wenn zu ihren Lesungen nur drei Leute kämen.

Diesmal war es eindeutig mehr und mit ihren “Eine Schwalbe falten” ist sie auch auf der “Hotlist” gestanden. Ihre Bücher sind in der “Edition Korrespondenzen” erschienen. Die Verleger saßen auch im Publikum und vorgestellt wurden “Schlüssel zum Öffnen” und “Zitat Zikade”.

Lesungen aus “Einfache Erklärung” habe ich auch gehört und Margret Kreidl hat sicher ein spezielle Schreibweise, wie sie aus dem letzten Buch “Schlüssel zum Öffnen” zeigte. Denn da hat sie sich Wortlisten zu dem Buchstaben des Wortes “G e d i c h t” zusammengestellt und daraus Siebenzeiler gemacht, wo sie auch die aktuelle Situation, beispielsweise die Corona-Krise einbezog und vorher hat sie aus einer Kiste Sachen, die sonst auf ihren Schreibtisch stehen ausgepacktund vor sich auf den Lesetisch gestellt.

Es gab zwei Leseteile und dazwischen immer wieder Gespräche, denn Margret Kreidl war diesmal die einzige Lesende und Julia Danileczyk befragte nachher zu der Schreibweise. Später wurde dann die Frankreichliebe der Autorin vorgestellt. Sie hat da einige Übersetzungen und sie hat nach der Handelsakademie, wo sie auch Au Pair in Frankfreich war, hat sie Gedichte und auch Texte fürs Theater gemacht . Sie ist jetzt auch Lehrerin in Reinhardts- Seminar und hat dort eine Schreibwerkstatt und erzählte, daß sie an ihrem Schreibtisch, weil schreiben tut man immer allein, wie die Gegenstände virtutell ihre literarischen Kollegen aufgestellt hat und die bezieht sie auch in ihren Texten ein und so las sie zuletzt eines, das Friederike Mayröcker, gewidmet ist und ich habe, obwohl ich Margret Kreidl ja gut kenne, wieder viel Neues erfahren.

Wein gab es diesmal keinen, dafür forderte Julia Danilczyk zu Gesprächen und auch zum Besuch des Büchertisches auf.

Ich bin aber mit der Ruth innendurch die Stadt nach Hause gegangen und in der “Autorinnen feiern Autorinnen -Reihe” Anfang Juni wird diesmal Elfriede Gerstl vorgestellt und die Wien Reihe geht ann im <oktober weier.

Ewald Baringers und Christian Futschers neue Bücher

Wieder einmal “Gesellschaft für Literatur”, weil ich nicht auf die Uni zu einer Veranstaltung der “Alten Schmiede” gehen wollte und wieder, wie vor zwei Wochen im Literaturhaus zwei Bücher von zwei nicht so bekannten Autoren.

Das heißt so unbekannt ist der 1960 in Feldkirch geborene Christian Futscher, der einen eher experimentellen Sprachstil hat, Ines Scholz, die Moderatorin, nannte es humorvol und satirisch, nicht und ich habe ihn auch schon öfter gehört. Bei der “Literatur und Wein”, im “El Speta” und auch in der “Gesellschaft”, im “MUSA”, in der “Alten Schmiede”, etcetera.

Sein neues Buch, ob es wirklich ein Roman ist, weiß ich nicht, heißt “Statt einer Mütze trug ich eine Wolke”, hat also einen sehr ungewöhnlichen Titel und es ist, ich weiß nicht, ob es das gibt, eine Coming of midlife-Geschichte, eines bald sechzigjährigen Autors oder sein Weg zurück in seine Jugenderinnerinnerungen. Das Buch hat vier Teile, wobei Teil drei, wie Christian Futscher betonte eigentlich nur aus einem Satz besteht und handelt von einer Clique, der Ich-Erzähler heißt Schnufi und es geht auch um eine Tunesienreise, die er mit seinem Freund Carlo und dessen Mutter macht und die Clique definiert sich, daß sie trinkt und kifft und dann viel Unsinn macht, das heißt mit den Autos über Bananen fährt und auch sonst viel erfindet. Lieder gibt es auch, die Christan Futschers Schreiben begleiten und in den anderen Teilen wird der Erzähler Lehrer und auch Vater, ist aber nicht glücklich dabei und geht im vierten Teil auf eine Reise, ich glaube, zurück nach Vorarlberg, um dort seine Jugendliebe zu heiraten und das ist wahrscheinlich der Bogen zum zweiten Buch und zweiten Autor, dem mir bisher eher unbekannten 1955 in Wien geborenen Ewald Baringer, der viel konventioneller schreibt, in seinem “Zaunprinz” aber vielleicht das selbe erzählt.

Es geht um den Germanisten Alfred, einem derzeitien Ministerialbeamten, der nach Rom reist, um dort den Nachlaß seiner verstorbenen Frau oder Freundin Marianne zu erforschen. Ein interessantes Thema, daß sich vom Schreibstil wahrscheinlich leichter liest, als Christian Futscher, ich bin ja eher ein ernsthafter Typ, der mit der Satire nicht so viel auf dem Hut oder Mütze hat und ich habe auch einige bekannte Gesichter wieder gesehen, das ist ja nach der zwei Jahres Live-Pause wieder neu für mich. Also Ilse Kilic und Fritz Widhalm mit Maske, Beppo Beyerl ohne und den neben ihn sitzenden mir ebenfalls bekannten Autor, habe ich mit Maske zuerst gar nicht erkannt und jetzt kann ich seinen Namen nicht widergeben.

Hoch der erste Mai

Nach zwei Jahren endlich wieder Maiaufmarsch, das heißt das stimmt nicht nicht ganz, die SPÖ hat die letzten zwei Veranstaltungen Online gemacht, aber im Mai 2020 begannen ja die Lockerungen und das Ende der ersten Ausgangssperren und so sind wir zur Albertina gegangen, haben dort Gerald Grassl und ein paar bekannte Gesichter zum Teil wegen der Maske nicht so leicht zu erkennen, gesehen und sind dann aber nicht wie erwartet zum Parlament, sondern zum Ballhausplatz gegangen, denn es war offenbar eine Grassl-Veranstaltung und keine der KPÖ und am Nachmittag hats dann eine Demonstration gegen die Einsparungen von Kunst und Kultur am Heldenplatz gegeben.

Dazwischen sind wir nach Hause gegangen, weil alle Restaurants ja zu und im Vorjahr waren wir, glaube ich, in Harland und haben gegrillt und heuer habe ich eigentlich auch hinfahren wollen. Der Alfred hat aber vor ein paar Wochen ein paar Leute von “links” getroffen, die ihm auf den Maiaufmarsch aufmerksam machte, den der KPÖ oder .links bei der Albertina. Der beim Rathausplatz hat heuer auch wieder stattgefunden, weil alles wieder normal und nur mehr Maskenpflicht im Supermarkt oder in den Öffis. Also bin ich um zehn zur Albertina marschiert. Der Alfred ist schon um neun hingegangen, weil er Leute treffen wollte.

Mir ist der Maiaufmarsch eigentlich nicht so wichtig, obwohl als Kind, weil aus einer sozialistischen ,Familie stammend bin ich mit meinem Vater und meiner Schwester, glaube ich, immer hingegangen. Die Mutter war zu Hause und hat gekocht. Später bin ich nicht mehr bei der SPÖ mitgegangen und noch später so seit etwa zwanzig Jahren bei dem der KPÖ bei der Albertina und das heute nocheinmal Eigentlich viele Leute am Albertinaplatz, aber eigentlich nur wenig bekannte. Dann über dem Ring zum Parlament marschiert. Beim Heldenplatz gab es eine Absperrung, weil eine Demo der Rechten.

“Wie blöd, daß denen das erlaubt wird!”, hat die Renate Saßmann empört zu uns gesagt und ich habe eigentlich nichts gesehen und nur gewusst, um eins gibt eine Anticorona-Großdemonstration, ob die gemeint war? Die habe ich aber ausgelassen, weil derzeit ohnehin alles normal. Mal sehen, ob wir das im Herbst, wenn das neue Virus und die Impfpflicht wieder kommt, wieder brauchen.

Vor dem Parlament, wo wegen den Umbauten noch alles abgedeckt war, gab es paar Reden und die erste Strophe der International, die ein paar Leute hinter mir auf Spanisch mitgesunden haben und dann sind wir um die Ecke, zum Schmerlingplatz zum obersten Gerichtshof gezogen. Auch das war neu, weil es da eine Aktion gegen Rassismus gegeben hat, beziehungsweise die Aufforderung, daß alle Flüchtlinge in Österreich willkommen sind. Da gab es einen Rap und nochmals Reden. Zum Beispiel eine der Elementarpädagoginnen und der Organisation der 24 Stunden Betreuerinnen und eine Aufforderungen zum Frieden und ja, ich bin auch dagegen, daß Deutschland scharfe Waffe in die Ukraine liefert und habe auch ein bißchen Angst, daß es da zum dritten Weltkrieg kommen könnte und auch nicht zur dritten Strophe der Internationale, denn da war ich schon hungrig und so sind wir zum Burgtheater, wo die SPÖ ja Freßzelte aufgebaut hatte, wo alle Granden aufmarschierten und sich fotografieren ließen. So habe ich Ex-Bürgermeister Häupl gesehen, als wir uns noch um die Würstl und das Hot dog anstellten und, als wir das dann gegessen haben und dem Gespräch zweier Genossen zuhörten und sich der Conny zu uns gesellte, der bedauerte, daß Richard Weihs seine “Wilden Worte” einstellte und mich fragte, ob ich die weiterführen will, will ich nicht, kam Bürgermeister Ludwig zu uns und gab uns zweimal die Hand und hörte sich geduldig an, als wir ihm sagten, daß wir seine Crona-Maßnahmen für übertrieben hielten. Dann gings, das Wetter war eher schlecht, es war kalt und regnete leicht, zum Votivpark, wo es ein lateinamerikanisches Fest mit einer Musikband gab, die der Alfred hören wollte.

Es haben dann andere Leute gespielt. Wir haben aber die Ruth getroffen und mit ihr zuerst Kaffee und später Wein getrunken und uns endlich wieder ein bißchen unterhalten und so war es ein schöner erster Mai.

Ob eine bessere Welt möglich ist und, die die KPÖ schaffen kann, bin ich zwar ein wenig skeptisch. Aber gehen wir es an und in einen schönen Sommer. Hoffen wir nur, daß das Wetter besser wird und die Preise nicht zu sehr explodieren und auch nicht der dritte Weltkrieg und auch im Herbst nicht das schon angekündigte neue Killervirus wiederkommt und als wir zurückgegangen sind, haben wir am Ring auch die letzten Züge der Corona-Demo getroffen und da bin ich gespannt, ob ich da im Herbst oder schon im Sommer wieder mitmarschieren werde.

Die Wölfe von Pripyat

Dystopische Romane sind ja derzeit en vogue und ich kann mich erinnern, daß ich eigentlich das erste Mal beim deutschen Buchpreislesen bei Heinz Helle darauf gekommen bin. Ja richtig, 1984 habe ich schon als Studentin gelesen und später die “Schöne neue Welt” und da dachte ich, das wäre es.

Dann habe ich mit Stephan Teichgräber das “Utopie-Workshop” gemacht und bewußt einige solcher Romane gelesen und ab März 2020 bin ich dann in die dystopische Realität gestoßen und versuche seither aus der Corona-Krise einen dystopischen Roman zu machen. Was derzeit wahrscheinlich nicht geht, denn es ja die Realität in der wir leben, auch wenn vieles sehr skurril erscheint.

In der “Alten Schmiede” hat es vor kurzem eine Veranstaltung über den politischen Roman gegeben. Da wurde Josef Haslinger, Elias Hirschl und Cordula Simon vorgestellt und die hat einen dystopischen Roman geschrieben, der wegen des Titels, den Pripyat ist ja eine ukrainische Stadt, wo die Kämpfe derzeit stattfrinden, die vorher warscheinlich niemand kannte, jetzt ebenfalls eine besondere Aktualität erleben kann. Die 1986 in Graz geborene Cordula Simon hat aber einige Jahre in Odesso gelebt. Sie hat beim “Bachmann-Preis” gelesen, war für den “Alpha” nominiert, da bin ich oder schon vorher im Literaturhaus mit ihr in Kontakt gekommen. Den “Neubauer” habe ich gelesen und jetzt hat mich das Buch natürlich interessiert.

Vielleicht lerne ich da, wie man einen dystoposchen Roman über Corona, schreibt habe ich vielleicht gedacht und das in dem Buch vielleicht ein bißchen gefunden bin im Großen und Ganzen aber ratlos zurückgeblieben, habe vieles nicht verstanden, denn Cordula Simon hat wieder einmal sehr sehr viel in den Roman gepackt, wo man einige Ebene und zwei Erzählstränge erkennen kann.

Einerseits wird man sofort an “1984” erinnert und da denke ich, daß das, was in dem Buch steht inzwischen, wenn auch natürlich anders, inzwischen Realität geworden ist. Wir haben jetzt die technischen Möglichkeiten dazu und die werden offenbar auch sehr ausgenützt und so steht am Buchrücken auch, daß das Buch eigentlich in der Realität spielt oder dieser erstaunlich ähnlich ist.

Es gibt zwei Erzählstränge. Einer spielt im “Jahr des Konsuls” und der andere sechzehn Jahre später und im Teil eins geht es um einen Wettermann namens Sandor Karol, der mit seiner Frau Kata, Tante Brause, der Märchenerzählerin, die Tochter Lyrie hat und da werden jetzt alle gechipt oder geloggt und dieser fragt ständig, ob er etwas speichern soll und schlägt einem zum Wohle aller, ständig etwas vor. Ablehnen kann man nicht und Sandor gerät in Mißgekredit indem er einmal über das Wetter die Wahrheit erzählt, nämlich, daß dieses schon manipuliert werden kann.

Da kommt er dann ins Umerziehungslager, “Oase” genannt, verschwindet schließlich und der andere Strang, die Beiden werden abwechselnd erzählt, geht es um einige Jugendliche, die in den Ferien in ein Umerziehungslager geschickt werden und dort ausbrechen, um die “Goldene Stadt” und den Konsul zu suchen. Nach und nach erfährt man, daß dieser Sandor Karol ist, wie der von seinen Umerziehungslagern und Log-Kontrollen dorthin gekommen ist, habe ich nicht ganz verstanden. Am Schluß erfährt man aber, daß es ihn ohnehin nicht gegeben hat und seine Frau wurde irgendwo Präsidentin, was ich auch nicht ganz nachvollziehen konnte

Da gibt es eine Emma, die in der Märchenwelt der Tante Brause lebt und da muß ich schreiben, daß Cordula Simon, einerseits sehr dystopisch ist und höchst aktuelle Dinge, wie die Ungleichheit der Sprache ,die abgeschafft werden soll, erzählt.

“Schokolade”, sagt man nicht mehr, heißt es da beispielsweise, dann aber wieder sehr märchenhaft altmodisch ist. So heißt der Ort, wo das Lager stattfindet “Untermürbwies”, was mich an die Ortsbenenneungen in Barbara Frischmuths Kinderbücher denken ließ und eines der Märchen, an die sich Emma, die von ihren Eltern ja bei Tante Brause vor dem Fernsehapparat abgestellt wurde, sind die “Wölfe von Pripyat. Die sind aber gleichzeitig eine Terrorgruppe, die das System brechen wollen und Potz, ein anderer Jungendlicher ist ein solcher. Der such also mit Emma die “Goldene Stadt”, was ja auch ein bißchen altmodisch klingt, während Jacky in einem Lager sitzt und Briefe an ihren “Liebsten” schreibt und Gruber sucht nach Jacky und glaubt ,er wäre dieser. Jacky wurde auch von Tante Brause aufgezogen oder bei ihr abgegeben, nachdem sich ihre Mutter umgebracht hat und so geht es auf fast vierhundert Seiten dahin und ich denke wieder, man könnte drei bis fünf ganz verschiedene Romane daraus machen und bin ich mir über das Ende auch nicht ganz klar. Aber trotzdem war es interessant das Buch zu lesen, um zu sehen, wie andere dystopische Romane schreiben und habe auch sehr lang dazu gebraucht.

Kleiner Einblick in Stephan Eibels neuen Roman

Nach fast zwei Jahren Lockdowns und 2G Regime stürze ich mich seit einer Woche ziemlich hektisch in das Veranstaltungsgeschehen, denn da gibt es nicht nur Nachholbedarf, es ist auch sehr viel los. Nach der “Literatur und Wein” letztes Wochenende, war am Montag Franz Schuh in der “Alten Schmiede” und am Mittwoch ist es gleich weiter mit dem “Barbara Frischmuth-Symposium” gegangen.Aber damit nicht genug, denn als ich am Mittwoch von der “Schmiede” nach Hause gekommen bin, hatte ich eine Einladung von den feministischen Autorinnen zu einer “Buchpräsentation und Sprachkunstlesung” im Amtshaus Margareten, wo es auch ein Buffet gegeben hat und am Montag hat mich Stephan Eibel in der “AS” angesprochen und mir gesagt, daß er Freitag im Literaturhaus ist.

“Ist da nicht noch das Symposium?”, habe ich geantwortet. Aber das war am Freitag in der Breitegasse im Debot und um achtzehn Uhr aus, da ist sich also ein Besuch im Literaturhaus locker ausgegangen, also habe ich mich am Buffet mit Wein, Käse und Schinken gestärkt und bin dann in der Siebensterngasse über ein Modeatelier, bzw über eine Hose, die ich probieren wollte gestolpert und habe dort, weil gerade eine Vernissage auch ein Glas Proseco bekommen und die freundliche Schneiderin hat mich noch durch ihre Werkstatt geführt.

Es ist also nach den Maßnahmenlockerungen sehr viel los in Wien, von Corona nicht viel zu merken, dafür hört man überall von den Teuerungen, der Inflation, dem Gastop, dem Krieg in der Ukraine, etcetera, also über den Bücherschrank, wo es auch etwas zu holen gab, ins Literaturhaus, wo mich Stephan Eibel, den ich ja schon lange kenne, der auch auf meinen Geburtstagsfesten öfter gelesen hat, freundlich begrüßte und jetzt hat er oder möchte einen Roman über seine Eisenerzer-Erlebnisse oder eine Jugend dort in den Siebzigerjahren schreiben oder diesen bzw. die Entwürfe, die er dazu schon hat, im Gespräch mit Andrea Maria Dusl, die, wie Barbara Frischmuth aus Aussee zu stammten scheint, vorstellte. “Sabine und Thomas” soll der Roman heißen, wo mir nicht ganz klar war, wie viel Stephan Eibel davon schon hat, denn er hat, glaube ich, darüber schon eine Sendung in Ö1 gehabt. Da hat ihm die Lesung des Schauspielers nicht gefallen, so daß er ein Kapitel gleich verworfen hat. Andererseits hat Barbara Zwiefelhofer Zettel ausgeteilt, wo man seine Eindrücke über die Siebzigerjahren aufschreiben sollte und da muß ich sagen, daß die offenbar im Gegensatz zu Stephan Eibel, der wie ich, 1953 geboren wurde, die beste Zeit meines Lebens war. Denn da habe ich studiert, da war Bruno Kreisky mit seinen Sozialreformen, die AKW-Bewegung und Zwentendorf war auch, sowie die sexuelle Revolution und die freie Liebe, die ist mir aber nicht eingefallen und es scheint in dem Buch auch um einen Elias zu gehen. Der ist in den Siebzigerjahren offenbar zehn oder zwölf und will Indianer werden. Dafür muß er einige Mutproben bestehen und Elias scheint in einer Ingeineursiedlung zu leben, obwohl seine Eltern Arbeiter sind und da ist sicher viel Autobiografisches von Stephan Eibel, der sich ja auch Erzberg nennt und dort aufgewachsen ist, dabei. Andrea Maria Dusl brachte einige Musikbeispiele dazu und Stephan Eibel erzählte, daß die Gymnasiaten “Ganz in Weiß” bei der Juke Box wählte, während die Lehrilinge etwas ganz anderes hörte. Das Gespräch drehte sich auch über Wahrheit und übers Lügen, was Stehan Eibel lockerer als ich sieht.

Er las auch einige Kapitel vor. Ein interessantes Buch, aber wahrscheinlich nicht so ganz neu. Im nächsten Jahr soll es erscheinen und nach konnte man sich die früheren Bücher oder die der Andrea Dusel wieder mit Maske signieren lassen und Wein hat es auch keinen gegeben, aber den hatte ich ja schon getrunken und bin mit dem Alfred anschließend auch in eine Pizzeria gegangen.

Barbara Frischmuths Kinder und Jugendliteratur

In der “Alten Schmiede” gibt es jetzt ein dreitägiges Symposium unter dem “Unter die Wolken fallen fast aus den Wolken”, das sich mit den Kindern- und Jugendbüchern Barbara Frischmuths, die im vorigen Juli achtzig wurde, beschäftigt.

Peter Clar, Anna Babka, Silvana Cimenti und Heidi Lexe haben es in Zusammenarbeit mit der “Alten Schmiede” organisiert und ich kenne mich bei Barbara Frischmuths Kinderbüchern nicht so aus, beziehungsweise hatte ich keine Ahnung, daß sie so viele solche beschrieben hat, obwohl ich mich ja seit den Siebzigerjahren sehr mit ihr beschäftigte und auch schon viel von ihr gelesen habe oder mir früher die frühen “Residenz-Bücher” regelmäßig kaufte.

Als ich mich für Literatur zu interessieren begonnen habe, nach meiner Matura, hat sie gerade die “Sternwieser-Trilogie” geschrieben, den zweiten Band habe ich mir nach meiner Promotion in einer Buchhandlung auf der Ringstraße gekauft, die es längst nicht mehr gibt und bin damit, die Promotionsrolle in einem großen Sack ins Burgtheater gegangen und habe die Rolle an der Garderobe abgegeben.

Später hat sich Barbara Frischmuth die Türkisch und Ungarisch studierte auch mit der türkischen oder arabischen Kultur beschäftigt und noch später einige Gartenbücher geschrieben.

Die Kinder und Jugendbücher also, daß die “Klosterschule” ihr erstes veröffentliches Buch, dazu gezählt wird, hat mich erstaunt, die “Ferienfamilie” hätte ich eigentlich auch nicht dazu gerechnet. Die “Feenromane” vielleicht schon, es gibt aber noch vieles anderes das bisher an mir vorbeigegangen scheint.

“Die amoralische Kinderklapper” ist aber schon 1969 erschienen, dann gibts die “Philomena Muckenschnabel”, “Die Prinzessin auf der Zwirnspule”, “Grizzly Dickbauch und Frau Nuff”, “Ida und Ob”, “Machtnix oder der Lauf den die Welt nahm”, etcetera, darüber haben Heidi Lexe und Elisabeth Steinkellner nach der Begrüßung mit “Fragen, Antworten, Einordnungen und Fortschreibungen” referiert und einen Einblick in die Bücher gegeben.

Barbara Frischmuth ist in der ersten Reihe gesessen und hat den nächsten Referenten, Ernst Seibert, der ein Doyen der Kinderliteratur zu sein scheint, auch Auskunft auf seine Fragen gegeben, der über die “Variationen des Themas Kindheit” bei ihr referierte und hat einiges, wie das wohl so üblich ist, überinterpretiert.

Dann kamen Paulus Hochgatterer mit Gabriele Kögl und Cornelius Hell, der ein Selbstportrait mit Barbara Frischmuth” gab, aber das habe ich versäumt, denn um fünf eine Stunde, die sich nicht verschieben ließ, so bin ich in die Praxiswohnung und dann noch einmal in die “AS” gegangen. Ich habe da ja ohnehin noch Bewegungsnachholbedarf“, denn da hat Barbara Frischmuth aus ihren Buch “Machtnix” glesen. Das ist 1993 erschienen und wurde 2018 vom neuen “Residenz” wieder aufgelegt und auch in der “AS” präsentiert, wo ich bei der Lesung war.

Das Buch war, glaube ich, ihre Reaktion auf den Jugoslawienkrieg und da flüchtet ein traumatisiertes Mädchen, das nicht mehr an ihr Haus und an ihre Familie denken will und zu allen nur noch “machtnix” sagt, dann eine Kröte trifft und schließlich einem toten Soldaten das Brot aus dem Tornister zieht, wo zuerst eine Maus herauskommt.

Diese Stelle hat Barbara Frischmuth, glaube ich, auch 2018 gelesen und diesmal gab es vorher ein Gespräch zwischen Barbara Frischmuth und Klaus Reichert, der glaube ich, Lektor bei “Suhrkamp” war und das erste Mal 1964 in Wien bei einer Romantagtung wahrscheinlich in der “Gesellschaft für Literatur” wo er Ernst Jandl, Friederike Mayröcker und eine junge Studentin kennenlernte. Da hat ihn Barbara Frischmuth widersprochen und gemeint, sie hat das anderes im Gedächtnis und ihn, wie sie glaubt, beim literarischen Colloquium kennengelernt.

Das Gespräch drehte sich um englische Kinderliteratur und den Humor den es in Deutschland in der Literatur nicht gibt. Barbara Frischmuth, die den ersten Feenromane geschrieben hat, betonte, daß sie aus der Tradition von Raimund her,kommt, der ja auch Zauberspiele hat und Barbara Frischmuth hat im Gründungsjahr 1975 das erste Mal und dann noch sehr oft in der “AS” gelesen.

Am Donnerstag ging es dann um die geschlechterspezifischen Fragen bei “Ida und Ob”, denn das wird ein Kind namens Olivia zur Erholung aufs Land zu Onkel Ferri geschickt, der früher Pferderennfahrer war. Jetzt hat er ein Gestüt. So heißt die spätere Auflage auch “Ida, die Pferde und Ob”, denn das Mädchen hat sich selbstbewußt in eine Ida umbenannt, bringt dem rumänischen Hilfarbeiter, der dort in einem Wohnwagen lebt, schreiben und lesen bei und freundet sich mit der Hausfrau Wanda an.

Das kann man alles gendermäßig aufbereiten, denn inzwischen gibt es ja Genderstudies und die Vortragenden scheinen von dort zu kommen. Das Bilderbuch “Der Pluderich” wurde auch besprochen. Julia Rabinowich, hätte über “Die Sächsin meines Gartens”, sprechen solle, hatte aber offenbar auch Corona oder eine andere Verhinderung. Am Nachmittag hatte ich wieder Stunden, so daß ich Oliver Ruf, Stefan Slupetzky, Peter Clar und Heinz Janisch sowie Annalena Stabauer und Andreas Jungwirth, die über das “Kindsein in Barbara Frischmuths Hörspiele” referieren, nicht hören konnte. Das ja ein Schwerpunkt der “Schmiede-Symposien, daß sie die Literatur mit der Wissenschaft verbinden.

Am Freitag ging es dann im Debut in der Breitegasse weiter. Da gab es auch Kaffee und Kuchen und Lena Brandauer, die ich von der “AS” kenne, referierte über die Kind-Erwachsenen-Beziehungen in Barbara Frischmuths Büchern. Dann kam Elias Hirschl, der Jungstar der Literatur, “Priessnitz-Preisträger” und Slammeister, der etwa zehn Minuten lang einen Text über das Absurde am Beispiel der “Philomena Muckenschnabel” , die er gleich in Mückstein umbenannte, worauf alle lachte, einen eigenen Text vortrug und Silvana Cimenti, die, glaube ich, die Idee zu diesem Symposium hatte, sprach über die realen Räumen in den Bilderbüchern.

Da gibt es ja “Donna und Dario”, wo Katzen aus den Fenstern springen und dann eine Art Kanalgang bilden und da scheint der Ort Wien und der Donaukanal zu sein. Ataussee kommt natürlich auch vor, etcetera. Es gibt die “Gutenachtgeschichte für Maria Carolina” und das “Vom Mädchen, das übers Wasser ging”, darüber referierte, glaube ich, auch die Schweizerin Christine Lötscher und dazu wurde Andrea Grill, die ja auch Biologin ist, eingeladen, die ihren literarischen Text “Gutenachtgeschichte mit Fischotter, Maus und Kröte” nannte.

Dann gabs eine Mittagpause, wo ich wieder zum McDonals ging und dann über die Mariahilferstraße marschierte, um endlich einmal Besorgungen zu machen, was ich fast zwei Jahre lang nicht konnte und danach wieder einen literarischen Text, diesmal von Verena Stauffer, die sowohl Lyrik als auch Prosa schreibt und, als Erstes erzählte, daß es ihr schwer gefallen ist, einen Text auf Barbara Frischmuths Texte zu schreiben. Dann ist ihr aber doch eine fantastische Geschichte eingefallen, die auch viel Applaus bekam und die Kinderbuchillustratorin Verena Hochleitner gab am Schluß noch mit Gittarrebegleitung eine Lifedemonstration zu “Einem Mann der Polsterer hieß” Dann gabs Blumen für Barbara Frischmuth und ein Buffet mit Wein, Käse und Schinkenn und es war eine schöne Veranstaltung. Ich habe viel gelernt und mich auch ein bißchen mit Peter Clar unterhalten, der mich als eine sehr verläßliche Literaturveranstaltungsbesucherin lobte.

Die Sprachkunst feministischen Autorinnen

Als ich am Mittwoch von der “Alten Schmiede” nach Hause gekommen bin, habe ich ein Mail der feminstischen Autorinnen eingefunden, die mich zu einer Lesungd ins Amtshaus Margareten eingeladen haben, wo Renate Aichinger, Verena Mermer, Tara Meister, Angeika Sgallhofer und Verena Dolovai lsen sollten, eingeladen und mir versprochen haben, daß es ein Corona gerechtes Buffet geben würde.

Hui, was ist das ein Sprung zurück in die Normalitärt, wo ich ja die letzte Woche unmaskierte unter mehr oder weniger Maskierten gesessen bin und im Amtshaus Margareten hat es ja früher die Art Margareten gegeben, wo ich auch ein paarmal gelesen habe und Lesungen der “Sprachkunst”, “Liebe Sprachkunstküstlerinnen!” ,hat die Einladung gelautet.

Sind alle der Autorinnen, wo ich vier kannte, die gelesen haben, Absolventinnen der “Sprachkunst?” und wie ist das mit der IG feministischer Atorinnen?

Da konnte ich mich vage erinnern, daß es wahrscheinlich bei der GAV- GV von 2019 ein paar feministischen Autorinnen aufgetreten sind, die mich zu einem Autorinnen Jour fix eingeladen haben.

Da hab ich mich angemeldet, bin aber, Corona hats wahrscheinlich verhindert oder war es meine Schücterheit, nie hingegangen und habe die feministischen Autroinnen inzwischen vergessen.

Das heßt, nicht so ganz denn die “Hundert Seiten” sind ja ein feministisches Buch und eigentlich habe ich überlegt, ob ich nach meinen drei Nachmittag Stunden wieder in die “AS” gehen soll, um Annalena Staubauer und Anderas Jungwirth zu hören. Also habe ich mich, wie erwartet angemeldet und gefragt, wie ich es immer tue, ob ich ohnehin ohne Maske und 2 oder 3G Kontrollen hingehen kann?

Antwort ist keine gekommen, sondern ein weiteres Mail mit einer Einladung zu Workshops und dem Jour fixe und so bin ich hingegangen. Das Amtshaus Margareten ist ja nicht weit entfert und das Buffet lockte auch, will ich ja wieder meine Normalität, die junge Frau die vor dem verschlossenen Festsaal nach meinen Namen fragte, sie hatte mein Mail offenbar noch nicht gekommen, erkundigte sich nach meinen 2G-Ausweis.

Habe ich keinen obwohl ich wahscheinlich einen hätte,, wenn ich mich testen hätte lasse, aber meine Gesundhsheitsddaten weise ich ohnehin niemanden vor, blogge zwar darüber, aber sonst gehen sie niemanden etwas an.

“Macht nichts!”, sagte die junge Frau und dann hat mich gleich Margit Heumann angesprochen von der ich ja seit dem Sommer nichts mehr gehört habe.

Die Präsidentin der IG reöffnete, sehr aufmüpfige junge Frauen, die eine Auschreibung verastaltet haben, wo sich ein paar hundert Autorinnen, da sieht man ja ganz gut, wie die literarische Lage ist, gemeldet haben. Das Buch ist jetzt erschienen und die schon erwähnten, mir bekannte Autoreninnen, die aber, glaube ich, eher nicht “Sprachkunst” studierten, zur Lesung eingeladen haben und die erste war Renate Aichinger. Ihr Text hieß “#Still. Pause” und sie hatte, glaube ich, auch ihr kleines Kind dabei. Dann folgte die mir bisher unbekannte Verena Dolovai mit zwei starken Texten. Eine schilderte das Schicksa einer Bauerntochter, die sich abrackerte, aber trotzdem enterbt wurde. Der andere eine Mißbrauchgeschichte und die daraufolgende Traumatisierung oder auffälliges Verhalten.

Tara Meister kenne ich von Slam B sie hat aber glaube ich auch in der “AS” gelesen und Angelika Stallhofer, deren Debut ich gelesen habe und sie auch bei den”Wlden Worten” hörte, hatte drei Gedichte und Verena Mermer eine sehr starke Geschichte, wo eine Frau die zuviel Gin Tonic getrunken hat, sowohl den vergewaltigenden Großvater, als auch sein Opfer, ihre Leblingstante aus dem Zetralfriedhof wieder ausbuddelte.

Nachher gabs das Corona gerechte Butffet, also Wein, Obst und Soletti und ich habe mich sehr intensiv mit Anita C Schaub ,die ja auch irgendwie eine feministische Pionierin ist und Margit Heumann unterhalten und bin sozusagen wieder in den Literaturbetrieb zurückgekommen oder auch nicht, denn ich habe bezüglich der Anthologie keine Texte hingeschickt, aber trotzdem ein feministisches Buch geschrieben und das ist auch mein vierter oder fünfter Corona-Text ,mit dem ich weil es ja keine “Männerhassenden Feministen”, geben darf nicht beim “Volksstimmefest” lesen durfte.

Loslassen

Vor zwei Jahren oder so hat die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky in OE24TV gesagt, daß Viren auch einmal von so verschwinden können. Dazu passen die Aussagen von Exex-Bundeskanzler Kurz, der wieder, wie ich höre, in die Politik zurückkommen soll, vom Licht am Ende des Tunnes, gut, die Auferstehung zu Ostern haben wir 2020 versäumt, aber dann kam, wenn alle ein Impfangebot haben, ist die Pandemie vorbei.

Wofür die Regierung, die das auch im Vorjahr plakatieren ließ, sehr gescholten, sie hätten nichts für den Herbst getan, 2020 und 2021 war das so, denn dann kam das Virus und die Lockdowns wieder, die Delta- Variante im Vorjahr. Omikron zuerst sehr gefürchtet, weil ja sehr sehr ansteckend und eine Durchseuchung wollen wir nicht. Die natürliche Immunsierung geht ebenfalls nicht. Alles muß die Impfung machen, deshalb muß ja auch die Impfpflicht her. Hat sich dann vielleicht doch als ein grippaler Infekt, das darf man, glaube ich, noch immer nicht sagen, erwiesen, aber alle kriegten es, die meisten waren nicht sehr krank. Milder Verlauf oder Schnupfen hörte man und dann auch, daß man Omikron als Weihnachtsgeschenk betrachten könnte, um aus der Pandemie herauszukommen.

Das hat, glaube ich, ein Virologe oder Corona-Spezialist gesagt, aber wenn man zwei Jahre tägliche Angstsinjektionen abbekommen hat, Lockdowns uud Absonderungsbescheide erlebte, ist es nicht so leicht daran zu glauben, daß die Pandemie wieder vorbeigehen kann. Obwohl da hat man schon gehört, wenn das Omikron wirklich so leichte Verläufe hat und die Spitäler nicht überfüllt, könnte man es im Herbst, wie eine Epidemie oder ein Grippe betrachten.

Das war dann auch nur eine Einzelmeinung, die schnell von den rufen “Die Pandemie ist nicht vorbei!”, übertönt wurden und “Heuer muß die Regierung wirklich etwas machen!!

Was soll sie tun? Die Spitaäler aufstocken natürlich, könnte man meinen und sagt wahrscheinlich der Hausverstand. Das medizinische Personal ebenfalls erhöhen und vielleicht vermehrt ausbilden oder umschulen. Es ist aber, glaube ich, die Impfpflicht damit gemeint, obwohl sich inzwischen, glaube ich, als ziemlich sicher herausgestellt hat, daß die Impfung zumindest gegen Omikron nicht hilft und das Maskentragen darf in den Supermärkten nicht aufgehoben werden, denn die Bevölkerung sollte ja nicht vergessen, daß die Pandemie nicht vorbei ist und außerdem hilft es gegen die Grippe, die es seit zwei Jahren nicht mehr zu geben scheint und auch, wie ich ebenfalls in OE24 hörte, gegen die Radioaktivität. Das ist, glaube ich, eher umstritten, aber höchstwahscheinlich kann man mit Masken schon virale Infekte abwehren, also das, was früher die Abwehrkräfte taten und wenn schon die Kinder nicht mehr mit Viren in Berührung kommen und sie nicht mehr natürlich bekämpfen können, sind sie wahrscheinlich immer auf Impfungen angewiesen, wie ja auch das Fieber früher ein Abwehrmechanismus des Körpers war.

Nun ja, nun ja, die spanische Grippe habe ich gehört oder gelesen ist nach drei Jahren verschwunden. Also habe ich gedacht, wird das auch hier so sein. Viren hat es immer gegeben und im Winter war man halt verschnupft, hat Zitronensaft in den Tee getan und Hustenbonbons gelutscht.

Natürlich, aber damals hat oder konnte man die Viren nicht so erforschen und wer suchtet, der findet, heißt es im Sprichwort. Ich weiß, die und der Volksmund sind heute nicht mehr so gefragt und wer an den Hausverstand und angeblich nicht an die Wissenschaft glaubt, ist ein Schwurbler.

Das ist auch so ein Problem, das mich beschäftigt, daß plötzlich jeder Kritiker zum Nazi erklärt wurde. Warum oder was hat das damit zu tun?, frage ich mich noch immer und, daß man an ein Impfstoff, der sehr schnell erzeugt wurde, glauben muß weil man sonst, als ungebildet und als wissenschaftsfeindlich gilt, ist vielleicht auch hinterfragtbar. Die Wissenschaft und ihre Erforschung ist sicher wichtig, aber wenn man sie hinterfragen kann, glaubt man vielleicht eher daran und läßt sich vielleicht freiwillig impfen, als wenn man dazu gezwungen wird, weil man sonst nicht mehr arbeiten, ins Kino oder ins Restaurant gehen darf.

Aber das ist jetzt vorbei. Momentan nur mehr Maskenpflicht im Supermarkt und wenn man in ein Einkaufszentrum geht, in dem sich ein solcher befindet und es wäre jetzt das Loslassen angesagt. Wer sich impfen lassen möchte, soll das tun, wer Maske tragen will, auch und die Wissenschaft kann die Viren ja epidemologisch erforschen und beobachten.

Aber man hört ja schon “Die Pandemie ist nicht vorbei!”

Was ist die, bitte schön, noch einmal? Nach der neuesten Definition, wenn der Virus weltweit auftritt und von Mensch zu Mensch übertragbar ist, no na und Gesundheitsminister Lauterbach warnt in Deutschland schon vor einem Killervirus, das im Herbst (sicher) kommt und dabei übersieht, daß die Viren ja immer schwächer und schwächer werden, wie man auch überall hört.

Aber wer suchet, der findet und da ist, habe ich gehört in London schon eine neue Omikon- Variante vorhanden. Sie ist zwar bis jetzt noch nicht zu uns gekommen. Wird aber sicher werden, wenn man das will. Und wenn die Bevölkerung mit den Viren, anders als früher, nämlich mit Angst und Panik umgeht, züchten wir vielleicht die Hypochonder heran.

Aber das ist ein anderes Thema und eine Sommervariante hat Karl Lauterbach gesagt wird oder kann es auch geben.

Loslassen, sagt da die Verhaltenstherapeutin und in die Eigenverantwortlichkeit übergeben! Auf sich selber aufpassen, gut mit sich umgehen und das Immunssystem durch Licht, Sonne, Bewegung, gesunde Ernährung und positive Gedanken stärken. So könnte es vielleicht auch gehen.