Vom Gastland Portugal in die “Alte Schmiede”

Das Gastland der heurigen Leipziger Buchmesser, die offensichtlich heuer pünktlich mit 2G und Maske, glaube ich, stattfinden wird, ist Portugal. Eigentlich hätte ich gedacht, da das heuer oder schon im letzten Jahr Österreich sein mußte, aber das hat sich wahrscheinlich Pandemie bedingt verschoben und wird vermutlich im nächsten Jahr stattfinden.

Portugal also und da hat mich “Literaturtest” zu einem “Buchhandel Spezial” eingeladen und das war interessant, verstehe ich ja nicht allzu viel von der portugiesischen Literatur. Wir hätten zwar einmal eine Kreuzfahrt machen wollen und da habe ich mir ein paar Bücher vorbereitet, sie dann aber nicht gelesen, also eine virtuelle literarische Portugalreise , wo die für die Messe erscheinenden Bücher vorgestellt wurden.

Da tauchten natürlich die Namen Fernando Pessoa und Jose Saramago auf, aber auch die Bücher von brasialischen und afrikanischen Autoren, die auf Portugiesisch schreiben, sind auf der Messe auch eingeplant.

Es gab auch Decotips für Buchhändler und einen Wettbewerb mit einer Reise, die man gewinnen kann, wenn man seine Buchhandlung portugiesisch aufbereitet.

Dann kam Leonor Amaral, eine Opernsängerin, die in Erfurt beschäftigt ist, die eine Fado- Vorführung gab und etwas darüber erzählte. Dann ging es zur Lyrik, die Viktor Kalinke vom “Leipziger- Literaturverlag” vorgestellt wurde. Da gibt es einen Luiz Pacheko, einen Jose Vialo Martinho und eine Helia Correia, dann kam der “Elfenbein-Verlag”, an die Reihe, der unter anderen, die Werke von Al Berto präsentierte, der 1997 in Lissabon verstorben ist. “Hanser-Lyrik gab es auch und unter den Übersetzern tauchte immer wieder der Name Michael Kegler auf, der in einer portugiesischen Buchhandlung auftrat.

Kinderbücher wurden vom “Midas-Verlag” auch vorgestellt. Dann gings leider nur virtuell, “Ich hasse Zoom”, sagte der “Midas-Verleger “, auf eine kulinarische Reise. Eine interessante und umfangreichreicher Einblick in das portugiesische Buchgeschehen also, die Apettit auf mehr machen können und dann gings in die “Alte Schmiede”, wo Andrea Winkler zuerst einmal in der Reihe “Dichterin liest Dichterin” die Schweizer Autorin Adelheid Duvanel vor, die von 1936 bis 1996 lebte, vorwiegend Kurzgeschichten und Erzählungen schrieb und jetzt wieder aufgelegt wurde , vorstellte.

“Fern von hier”, heißt der neuverlegte Band, von dem ich schon einiges gehört habe. Andrea Winkler meinte, daß sie die Autorin, die als Adelheid Feigenwinter in Basel geboren wurde, vor fünfzehn Jahre durch den damals einzig erhältlichen Band “Beim Hute meiner Mutter” kennenlernte. Sie las und kommentierte vier Texte.

Der Erste hieß “Innen und außen” und behandelte ihre Kindheitserinnerungen, ausgehend von einem von Hermann Hesse gemalten Aquarell, das in ihrem Wohnzimmer hing, der Krieg und der Tod des Bruders, der vom Krankenhaus nicht mehr zurückkommt, kommen auch darin vor.

Dann kam der Text “Der Hut”, der von einem Kaspar und seiner Mutter handelt und wohl auch in den schon erwähnten Gedichtband enthalten ist.

Die Erzählung “Ein ungewöhnlicher Waschtag” folgte, der von einer Klara und ihrem kleinen Sohn erzählt und die auf einer Wäscheleine ein Notenblatt fand, aber das “Lied an Klara” war nur erfunden. Dann kam noch der Text “Der Traum und der Schnee”, in dem ein Baum eine wichtige Rolle spielt und mit alle vorkommenden Figuren verknüpft wird.,

Spannend eine mir bisher unbekannte Autorin kennenzuleren, was man bei Antonio Fian, der eine Stunde später folgte und von Markus Köhle moderiert wurde, nicht sagen kann, da ich schon bei vielen Lesungen des 1956 geborenen war und auch das “Polykrates-Syndrom” von ihm gelesen habe und zwar wurde der siebente Dramolette-Band “Wurstfragen” vorgestellt, wie Johannes Tröndle auch einleitete.

Gustav Ernst habe ich mit Maske im Publikum Platz nehmen sehen, Markus Köhle fragte den Autor zu seinen Dramuletten, die ja zuerst im “Standard” erschienen sind und wollte dann wissen, was es mit dem Titel auf sich hat? Dann hat der Autor in chronologischer Reihenfolge seine Texte gelesen, der erste stammte von 2016 und befaßte sich mit den Identitären.

Dann kam das titelgebende Dramulett, wo es darum ging, was in den im Supermarkt angebotenen Wurstsorten enthalten ist.

2018 erschien das Dramulett “Beisammen sein”, das sich auf den Schriftsteller Geiger und seiner “Drachenwand” und die Literaturkritikerin Strigl bezog und die beiden ein bißchen “Hops” nahm.

“Pausendeutsch” bezog sich auf die Deutschpflicht in den Schulpausen, dann wurde Andre Heller auf die Schaufel genommen und der “Faust” wird dann auch in einfacher Sprache zitiert. Um Corona und den Lockdowns , was mich sehr freute, ging es dann auch.

Nach einem Gespräch wo Markus Köhle wissen wollte, ob Antonio Fian schon einmal geklagt worden wäre oder einen Shitstorm ausgelöst hätte, kamen dann die “Beachvolleyball-Dramuletten”, wo Antonio Fian offenbar das Kärntner Geschehen seit 2004, also das Haider-Geschehen bis heute beschrieb, wo die Beachballvolleyspieler, zu Securities wurden.

Interessant, interessant, denn ich mag ja Antonio Fian, wie schon angedeutet, sehr, lese aber jetzt selten den “Standard”, so daß ich mich mit den Beachvolleyball-Dramuletten nicht wirklich auskenne. Mein Leblingsdramulette ist ja immer noch das, wo die schwerhörige alte Mutter, ihrer vierzehnjährigen nach einer künstlichen Befruchtung geborenen Tochter erzählt, wie man schwer man schwanger werden kann, während die sich überlegt, ob sie ihren Freund besuchen soll?

Ein interessanter literarischer Tag also, wo es von der portugiesischen Literatur zu der Sprachkünstlerin Andrea Winkleran zu Antoni Fian gegangen ist. Ein interessanter Kontrst und äußerst spannend, sich in den Kärntnerdialekt einzuhören.

Ruth Aspöcks fünfundsiebziger Geburtstag, WU-Demo und was sonst noch geschah

Am siebenten Februar 1947 wurde Ruth Aspöck in Salzburg geboren. Sie ist dann nach Linz umgezogen, studierte in Wien Theaterwissenschaft und hatte Auslandsaufenthalte in Spanien und Kuba. Sie war Mitbegründerung der AUF, betrieb dann die “Edition die Donau hinunter” mit der sie 2007 zu ihrem sechzigen Geburtstag in Pension gegangen, beziehungsweise mit der Dichter-Radkarawane von Wien nach Bamberg gefahren, da sind wir von Ybbs bis Regensburg mitgefahren, ich habe in Vielfshofen ein Stück aus der “Donauanthologie” gelesen und weiß gar nicht so genau, wo ich sie, die derzeit neben Doris Kloimstein fast mein einziger literarischer Kontakt ist, richtig Andi Pianka Rundbrief in denen er mich auf seine Corona-Aktionen aufmerksam macht, kennenlernte. Im “Arbeitskreis schreibender Frauen” war es nicht, ich kann mich aber erinnern, daß ich mit der Bruni und der Elfriede Haslehner im Cafe Jelinek gesessen bin und mir die Bruni, glaube ich, von ihrer Verlagsgründung erzählte.

“Fein!”, habe ich, glaube ich gesagt.

“Da verlegen wir dann bei ihr unsere Bücher!”

Leider ist es nicht dazu gekommen, obwohl ich ihr, glaube ich, mein “Tauben füttern-Manuskript” extra angekündigt hat. Die Margot Koller hat sie verlegt, die Irene Wondratsch, die Doris Klomstein, Johann Barth, obwohl die Ruth ja eine Feministin ist, mich aber nicht.

Sie hat mich aber zu einigen Lesungen eingeladen, zum Beispiel zu den Augustin-Tagen, wo ich den “Letzten Versuch” gelesen habe und zu ihren Geburtstagsfesten auch. Da gab es, glaube ich, das erste wo ich war 2012 in der Konditorei Frömml, dann das große im Augustiner-Keller ein kleineres Treffen mit ein paar Frauen, die Hilde Schmölzer war, glaube ich, dabei, hat es auch gegeben und zu ihrem siebzigsten Geburtstag haben wir sie dann zu der Bodensee-Umrundung, eingeladen um den Neusiedlersee sind wir auch gefahren, vor zwei Jahren kurz vor Corona Ausbruch waren wir auch mit ihr im Hinterthal, diesen Sommer in der Steiermark und als der Alfred mit dem Karli eine Reise machte, habe ich mit ihr den öffentlichen Raum erkundet. Sie war in der Schreibgruppe und ihre Bücher habe ich auch gelesen, sind ja seit der Verlagsstilllegung einige entstanden.

Von der Burggasse ist sie vor einigen Jahren in den Ginzkey-Hof in eine kleinere Wohnung umgezogen, also, keine Feste mehr, in Corona-Zeitend überhaupt nicht möglich, sind ja auch meine Geburtstagsfeste, zu denen ich sie regelmäßig eingeladen habe, gefallen.

So habe ich sie nur am Morgen angerufen und zu ihrem Geburtstag gratuliert und gedacht, daß ich ihr auch einen Artikel widmen könnte, umsomehr da Corona bedingt nicht so viel passiert.

Das heißt das stimmt nicht ganz denn der liebe Richard Langthaler, der sich sehr um Brunis Nachlaß sorgt, hat mir vorige Woche einen neuen Gedichtband von ihr geschickt, wofür er auch die Holzschnitte machte. Das “Alte Schmiede-Programm” ist aber heute ausgefallen, dafür gibts, was Corona betrifft einiges zu berichten. Denn da geht es derzeit ja rundher.

In einem meiner letzten diesbezüglichen Artikeln habe ich es schizophren genannt. Man könnte es auch durcheinander nennen, um Prof Katschnigg nicht zu verärgern.

Sehr durcheinander, denn die täglichen Zahlen liegen jetzt bei siebenundzwanzigtausend, trotzdem wird überall gelockert, denn das Omikron- Virus scheint zwar sehr ansteckend zu sein, aber keine schwere Verläufe zu haben. Außer in Deutschland und in Österreich, die leider die schärfsten Corona-Maßnahmen zu haben scheinen und bei uns gilt seit Samstag ja die Impfpflicht, was auch ein bißchen widersprüchig ist, denn bis März wird nicht gestraft. Es sollte eine Impflotterie geben, die gibt es aber auch nicht, dafür hat die WU vor kurzem beschlossen, wir führen im Sommersemester die 2G Regel ein, was heißt , entweder du läßt dich impfen oder dein Studium ist passe.

Beim ORF bekommt man demnächst, glaube ich, kein Gehalt mehr, wenn man sich nicht impfen läßt, dabei rufen alle zu Lockerungen und die Pandemie ist vorbei, sagen die einen, die anderen sagen, ist sie nicht. Aber 3G gilt am Arbeitsplatz und ab neunzehnten Februar kann man damit auch ins Wirtshaus gehen, aber nicht studieren.

Eigentlich schlimm finde ich und deshalb bin heute Nachmittag auch zur WU hinausmarschiert, denn dort gab es eine Demo dagegen und die WU ist mir ja bekannt, weil der Alfred bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2020 dort gearbeitet hat. Als ich ihn kennenlernte, war er auf der Uni, dann auf der WU in der Augasse, bis die in den Prater übersiedelt ist, da gab es dann auch einige Festveranstaltungen und die Sommerakademie hat einige Jahre auch dort stattgefunden und wenn ich zur “Buch Wien” wollte, bin ich auch daran vorbeimarschiert.

Denn ich bin ja eine begnadete Spaziergängerin, was gut, ist weil man jetzt ja ohne Maske nicht Straßenbahn fahren kann und die Demo war auch sehr interessant, obwohl es mich ja eigentlich nichts angeht, denn ich studiere nicht dort, die Anna auch nicht und die Lia ist auch noch viel zu klein, um daran zu denken.

Aber neunzig Prozent der Studenten habe ich gehört, sind ohnehin schon geimpft, wozu dann die Aufregung denke ich und eigentlich könnte man mit den Impfpflichtdruck aufhören, wenn das achtzig bis neunzig Prozent schon ist, was ich immer höre, das wäre das Ziel.

Aber das scheint ja die Karotte zu sein, die einen immer vor die Nase gehalten wird und man sie nie erreicht. Die Studenten sind es also, deshalb waren auch sehr wenige da, weil ja erstens Ferien, zweitens kalt.

“Wir lassen uns das nicht gefallen!”, haben die junge Leute gerufen und ich denke, sie sollten das auch nicht und es war für mich interessant, wieder mal zur WU zu kommen, auf den Platz davor, nicht hinein, das sind wir in dem Sommer als die Hundertmark zu uns gekommen ist und im vorigen Sommer gab es auch eine Festveranstaltung zu der der Alfred eingeladen wurde. Da hat er dann die Anna und die Lia mitgenommen, weil 3G und jetzt ist er mit der Straßenbahn hingefahren.

Er ist ja nicht so ein Maskenphobiker wie ich und morgen kommen wahrscheinlich die Anna und die Lia nach Wien und das neue Cover meines neuen Buches, wo das Dummie höchstwahrscheinlich auch morgen kommen wird, hat den lieben Uli nicht gefallen, dabei finde ich es sehr schön und viel beeindruckender als die früheren, wo das Bild halt in die Mitte gedruckt war und was das “Frauenleben” betrifft kann ich vermelden, daß ich da auch noch drei Szenen weitergeschrieben habe und jetzt bei etwa dreißigtausend Worte halte und jetzt das Ganze noch einmal ordentlich abklopfen, ob ich noch was einfügen kann, bei den Effi-Bezügen, kann ich da, glaube ich, noch fündig werden.

Milch Blut Hitze

Jetzt kommt wieder ein Debüt, nämlich die elf Erzählungen der 1979 in Florida geborenen Dantiel W. Moniz, die Assistenzprofessorin für Englsch an einer Uni ist.

“Dantiel W. Monitz ist eine der aufregensten literarischen Entdeckungen aus den USA. Ihre gefeierten Erzählungen “Milch Blut Hitze” sind intime Portraits von Menschen aus den untersten Gesellschaftsschichten Floridas. Monitz nimmt uns mit auf die Schattenseite des Sunshine State, in die Alterswelten von Figuren, in denen es keinen Platz für große Träume gibt.”, steht in der Buchbeschreibung und damit sind wohl und das ist wahrscheinlich neu schwarze Frauen und Mädchen gemeint und all das wird mit einer sehr direkten neuen sehr n Sprache etwas Hintergründig erzählt.

Die Titelgeschichte erzählt von zwei dreizehnjährigen Mädchen, Ava und Kiera, die sich meistens bei Kiera treffen, weil deren Mutter offener, als die von Ava ist, sie spielen dürfen was sie wollen und nicht auf Ordnung und Sauberkeit achten müßen, wie ess Avas Mutter wünscht. So spielen sie Monster und Ava ist ein sexyes, wie Kiera meint. Die Mutter die Ava abholen kommt, rügt dann die schmutzigen Schuhe und schickt sie auf die Poolparty von Chelsa Zucker, damit sie andere Freundinnen findet. Die findet in einem Hotel statt, wo Avas Cousin mal Homeboy war und so fährt sie mit ihr aufs Dach hinauf und dort spielen die Mädchen ihr “Was ist wenn- Spiel” – “Was wäre wenn man vom Dach fiele?”, fragt Kiera und tut es. Ava kann dann die Antwort, daß ihre “Blutschwester” es tat, weil sie wissen wollte, “wie es sich anfühlt”, nicht formulieren.

In “Festmahl” geht es zu Rayna, die ist mit dem weißen Heath verheiratet, hat vor acht Monaten ihr Baby verloren und kann noch nicht so loslassen, wie es sich die anderen wünschen und es noch einmal probieren, weil das ja eine “ganz normale Sache” ist.

“Zungen” erzählt, wie es ist in einer bapistischen Gemeinde aufzuwachsen, wo Zey am Sonntag mit Eltern und Bruder in den Gottesdienst geht, der Pfarrer sie in sein Büro bittet, seine Hand auf ihr Knie oder ihre Schulter legt und fragt, ob sie “ein gottesgefälliges untertäniges reines und leises Mädchen ist?” Sie schüttelt die Hand weg. Der Pfarrer verbreitet Lügen, die Eltern glauben ihr nicht, des Pfarrers Sohn schlägt den Bruder zusammen und erzählt, daß Zey “mit dem Teufel fickt” und Zey weiß sich zu rächen.

“Den Himmmel verloren”, hat Fred und da stimmt die Buchbeschreibung nicht so ganz, denn es sind durchaus nicht nur die unteren Schichten, über die erzählt wird, sondern vielleicht die psychischen Ausnahmezuständen. Denn Fred hat viel Geld in der Tasche, gibt der Kellnerin Hilda, in der Bar, die er immer Dienstag besucht, pro bestelltes Glas reichlich Trinkgeld, hat eine teure Uhr und eine Frau namens Gloria, der er mit seinem Geld auch ihre Chemo- und Bestrahlungstherapien, wir sind in Amerika, bezahlen würde. Das <problem ist nur, Gloria will das nicht, sie will ihr Leben gut zu ende leben. Das heißt trotz ihrem Karzinoms rauchen. Sie verläßt ihn auch am Wochenende, um ihre Familie zu besuchen und da geht Fred wieder in die Bar. Da hat die Kellnerin aber weniger Zeit für ihn, so vertraut er sich einem Jungen namens Tony an und betrinkt sich. Als er zum Auto wankt, wird er von ihm überfallen, Geld und Autor ist weg und die Kellnerin hat auch keine Zeit für ihn, sondern geht mit dem Koch nach Hause. Sehr hintergründig die Geschichte, wie die anderen auch, das ist wahrscheinlich Dantiel Monitzs Spezialität.

Das trifft auch bei “Die Herzen unserer Feinde” zu, denn das ist ebenfalls eine sehr hintergründige Familien- beziehungsweise Mutter-Tochtergeschichte. Da ist Frankie, die hat ihren <mann irgendwie betrogen oder auch nicht so ganz. Der Mann ist aber ausgezogen und scheint nur noch das Geld zu überweisen und so bemüht sich Frankie um ihre Tochter Margot, die sie aus diesem Grund zu bestrafen zu scheint, beziehungsweise hat Frankie Schuldgefühle. Kocht und wäscht für die Tochter und deren Freundin, entdeckt in ihrer Wäsche Zettel mit französischen Nachrichten und ein großes Versöhnungsessen scheint es auch zu geben.

Um Religiösität beziehungsweise um die Fragen von Gut und Böse, Schuld und Sühne geht es in der nächsten Geschichte auch. Das ist Shayla, neun und die verbringt ihre Sommer gerne bei der Großmutter und ihrer Cousine Tweed, die dort aufwächst, weil ihre Eltern im Gefängnis sitzen. Shaylas Mutter vermutet daher das Böse auch bei Tweed und Shayla überlegt, wo das Böse bei ihr ist? Fährt dann mit ihrem Vater und seinen zwei jüngeren Geschwistern ans Meer und dort kommt es zu einem fast tödlichlichen Unfall, der sie noch lang begleiten wird.

In “Schnee” geht es um Trintiy, die ist dreiundzwanzig. Barfrau und frisch verheiratet. Der Sex klappt nicht so und sehr ausführlich wird die Beziehung, die die Barfrauen zu ihren Kunden haben beleuchtet. Die erzählen ihnen ihr Leben, Psychotherapie zum Spartarif wird das genannt. Die Barfrauen hören zu und der Umsatz steigt. Da kommt Snow ins Lokal blond, blauäugig, braune Haut und erzählt etwas von Spiritualität. Einen Kollegen ,der ebenfalls “Schnee” anbietet, gibt es auch und Trinity fährt statt zur Party nach Hause zu ihrem Mann.

In der nächsten Geschichte geht es um einen eingefärbten Teich bei dem Billie mit ihrem Mann Lyan wohnt. Sie fährt zum Lunch zu ihrer Mutter, denn die wird bald fünfzig und da soll eine Party steigen. Die selbstbewußte Käsesticks essende Mutter erzählt ihr, daß sie von Fischen geträumt hat. Das ist ein Fruchtbarkeitssymbol.

“Wann bekommst du ein Baby?”, fragt sie Billie. Die redet sich heraus, ist aber schon schwanger und hat nun zu überlegen, ob man in diese klimagebeutelte Welt ein Kind setzen soll oder nicht?

Es gibt eine Geschichte wo zwei Geschwister die Urne ihres Vaters nach Santa Fe bringen können. Noch eine, wo zwei Freundinnen sich bei der Großmutter der einen treffen, die mir ebenso ein wenig unverständlich war, wie die von den Dinnerclub, wo die Reichen und die Schönen offenbar in Tiergestalt auftreten.

Aber eine interessante Mischung und eine neue frische Stimme des amerikanischen Marktes, wo ich mit den großen Amerikanern ohnehin meine Schwierigkeiten habe. Bei den Amerikanerinnen scheint das wohl anders zu sein und interessant erschienen mir wieder die Namen, da gibt es einige die mit bisher unbekannt erscheinen, wie Shaya, Kit, etcetera. Manche erscheinen mir trotz der brisanten Themen wieder etwas altmodisch wie dender Cecilia.

Und was die Erzählungen betrifft, die mir ja eigentlich nicht so liegen, weil ich manchmal Schwierigkeiten habe, so schnell von einem Sujet zum anderen zu wechseln und ich dann nicht so schnell mitkomme.

Möchte aber einen österrreichischenen Erzählband zitieren, der mir sehr gefallen hat und vielleicht ähnlich seltsame Frauenschicksale behandelt, aber weil in einem kleinen Verlag erschienen, wohl nicht so bekannt werden wird.

Die Frauen von Schönbrunn

Historische Romane um die vorige Jahrhundertwende, vom ersten Weltkrieg aufwärts sind jetzt sehr modern und ich habe schon einige davon gelesen, das erste war glaube ich “Chuzpe” von Andreas Pittler. Dann folgten noch einige Krimis “Schönbrunner Finale” beispielsweise und jetzt die Frauen von Schönbrunn von Beate Maly.

“Ullstein” hat es mir angeboten und interessant, nicht zu verwechseln mit Beate Maxian, die auf mehreren Krimipreislisten stand. Die 1970 in Wien geborene schreibt keine Krimis, sondern einen eine Art Liebesromane, zumindest würde ich die “Frauen von Schönbrunn” so interpretieren und das Buch ist für alle Zooliebhaber, glaube ich, zu empfehlen. Ich bin das wahrscheinlich nicht so sehr, aber trotzdem ist es interessant über den berühmten Tiergarten zu lesen und das Buch beginnt im Prolog 1914, wo gerade Weltkrieg eins begonnen hat. Da geht Tierarzt Karl Moser mit seinen beiden Töchtern Emma und Greta dorthin, weil Greta den zwanzigsten Geburtstag feiert. Emma ist etwas jünger und will Tierärztin werden. Aber damals durften die Frauen nur in Zürich studieren, so beginnt sie als Tierpflegerin in Schönbrunn, um sich das Geld dafür anzusparen, während Greta mit ihrem Verlobten Gustav auf Vater und Schwester in einem Gasthaus warten.

Dann springen wir ins Jahr 1917. Der Vater und Gustav sind an der Front. Greta ist hochschwanger, Emma trainiert im Affengehege den Orang -Utan Fanny und streitet sich mit dem Vizedirektor Hubert von Kochan, der Zoologe ist und am liebsten das Gehirn des Affen sezieren will. Ein Tierarzt muß her. Der heißt Julius Winter, ist von der Front mit einem Granatsplitter im Bein zurückgekommen und hat von da ein Trauma, weil er dort hauptsächlich den Soldaten, die Beine amputieren mußte. Deshalb betrinkt er sich mit seinem besten Freund Johannes mit billigen Fusel, weil der an Front zurück muß. Julius kommt aus der Steiermark. Seine Mutter hat dort ein Gestüt und sein Bruder, der es bewirtschaftet, ist zum Leid der Mutter schwul, denn sie wünscht sich sehnlichst Enkelkinder.

Das Essen ist knapp. Im Tiergarten, wie auch überhaupt, so wird ein Eisbär angeschossen und der Tiergarten, der dem Kaiser gehört, steht ständig vor der Schließung und, daß Frauen dort überhaupt arbeiten können, verdanken sie den Männern an der Front. Es kommt ein Brief vom Kriegsministerium. Gustav wird als gemisst gemeldet, was Greta in so großen Schock versetzt, daß das Kind früher kommt und ausgerechnet zu dieser Zeit ist die Hebamme bei ihren Eltern am Land um Lebensmittel zu hamstern.

Da taucht Julius mit einem Geschenkkorb auf, um sich bei Emma zu bedanken und kann gleich der kleinen Gisela ins leben helfen. Ein Nachbar will das Haus der Schwestern kaufen. Emma muß das Silberbesteck ihrer verstorbenen Mutter verkaufen. Julius kauft es ihr zurück und bis zum Happy end sind noch einige Katastrophen zu überwinden. Man sieht Beate Maly hat die Heldenreise und das Stufenmodell genau studiert. Der Vizedirektor, der Fanny vergiften und Emma vergewaltigen will ,ist ein eindeutiger Antagonist. Direktor Kraus, den es wohl wie Fanny und das Zebra Charlie, das Kutschen durch den Schloßpark zog, wirklich gegeben hat, ist eine eher blasse Neutralfigur, hat aber gewußt, daß Karl Moser für die kranke Frau des Tierpflegers Franz Morphium abzweigte. Von Kochauf will Emma damit erpressen und als die noch von seinem Kuß unter Schok stehend zu ihm will, um ihm um Rat zu fragen, sieht sie ihm eine Frau umarmen.

Uje uje, aber das ist nur die Schwester Johannes, der gefallen ist, genauso wie auch der Vater und, als das Happy end dann in Form der Taufe der kleinen Gisela herangekommen ist, bleibt, um das das Ganze vielleicht nicht zu kitschig machen, Gustav nach wie vor verschollen. Ich hätte gedacht, er kommt zurück und Emma wird vielleicht doch nicht Tierärztin werden, sondern höchstwahrscheinlich Mutter, die den Affen Fanny dann vielleicht nur in ihrer Freizeit weitertrainiert und die Straßenbahnschaffnerinen haben nach dem Krieg ja auch weichen und an den Herd zuückmüssen, bis dann world war II kam.

Trotzdem ein spannendes leicht zu lesenden Buch, in dem man viel über den berühmten Tiergarten erfährt und einen Folgeband habe ich gesehen, gibt es auch schon. Mal sehen, ob er zu mir kommt.

Monika Helfers “Löwenherz” und Radka Denemarkovas “Stunden aus Blei”

Die 1947 in Vorarlberg geborene Monika Helfer in zweiter Ehe mit dem Schrfitsteller Michael Köhlmeier ,verheiratet, habe ich, 1994 beim der ersten oder zweiten “Langen Hörspielnacht”, wo “Oskar und Lilli” von ihr gewonnen hat, kennengelernt.

Dann war ich einmal bei der Buchvorstellung des Erzählbandes “Die Bar im Freien” in der “Alten Schmiede” und habe mit dem vorgestellten Texten nicht viel anfangen können, obwohl sie überall herum gelobt wurde.

2017 ist sie dann mit dem Roman “Schau mich an, wenn ich mit dir rede” auf die Longlist des dBps, gekommen und da habe ich schon Buchpreis also auch das Buch gelesen und dann kam 2020 “Die Bagage”, das ist auf der österreichischen Buchpreisliste gestanden. Ich habe aber schon vorher von ihm viel gehört, das von Monika Helfers Großmutter handelte, deren Mann 1914 eingezogen wurde und dann einen Ehebruch beginn.

2021 folgte das Buch “Vati”, das sowohl auf der deutschen als auch auf der österreichischen Liste stand und von Monika Helfers Vater handelt, der kriegsversehrt, Verwalter eines Kriegsversehrtenheims war und dort eine große Bibliothek gründete, weil er ein begnadeter Leser war.

Zwei kurze Romane oder eigentliche autobiografische Fiktion und eine Spezialität Monika Helfers könnte man so sagen und heute folgte in der “Alten Schmiede” Teil drei, der sogenannten Familientrilogie, denn jetzt geht es um Monika Helfers Bruder Richard, der nach dem Tod der Mutter getrennt von seiner Schwester bei einer Tante aufgewachsen ist und sich mit dreißig Jahren das Leben genommen hat.

“Löwenherz” heißt das Buch, weil der Vater, den Sohn Richard immer so nannte und Jana Volkmann moderierte.

“Vati” und die “Bagage” hätten auch in der “Schmiede” vorgestellt werden sollen, ging aber Corona bedingt offenbar nicht. Jetzt also “Lowenherz” oder die Geschichte über den Bruder, der Schriftsetzer , Maler und offenbar auch ein Einzelgänger oder Lebenskünstler war. Irgendwe hängt das ja wohl zusammen und Monika Helfer beschreibt ihn auch als Geschichtenerzähler oder begnadeten Lügner und das Buch oder die Stellen, die gelesen wurden, handelten von den Stellen, wo eine Kitti, den Bruder vor dem Ertrinken rettete und ihm dafür ihr Kind Putzi anvertraute, das er offenbar aufzog oder seiner Schwester überließ und ich dachte, während des Zuhörens, da wird wohl bald ein vierter Teil kommen, der von Monika Helfers Tochter “Paula” kommen, die 2003 bei einer Bergtour verunglückte, bin dann aber daraufgekommen, daß sie das schon 2010 mit dem Roman “Bevor ich schlafen kann” tat, der bisher offenbar an mir vorbeigegangen ist.

Und jetzt bin ich natürlich gespannt ob und auf welche Lsten auch dieses Buch kommen wird und ob ich es dann lesen werde und das Buch über die Tochter Paula, deren “Maramba” ich ja einmal im “Wortschatz” fand, müßte ich auch dort finden.

Fragen aus dem Publikum kamen zum Verhältnis zwischen Realität und Erfindung und einen Büchertisch, wo man auch die anderen Bücher erwerben konnte, gab es, wie Jana Volkmann, die das Lesen der ganzen Trilogie empfahl, auch.

Und in der “Gesellschaft für Literatur “wurde Radka Denemarkovas “Stunden aus Blei”, das große Buch über das heutige China vorgestellt, wie ich schon am Morgen im “Leporello” hören können und die 1968 geborene tschechische Autorin habe ich schon 2018 in der “Gesellschaft” kennenlernte und mir da auch ihr “Ein herrlicher Flecken Erde”, kaufte und wenn ich mich nicht irre hat sie da schon über dieses Buch gesprochen, das auch Stephan Teichgräber in seinen Centrope Workshop besprach und seinem Festival vorstellte und vielleicht auch in Leipzig, als dort Tschechien Gastland war.

Ludger Hagedorn hat moderiert und mit der gut Deutsch sprechenden Autorin ein Gespräch über das Buch, an dem Radka Denemarkova fünf Jahre geschrieben hat, das von Eva Profousova übersetzt wurde und jetzt bei “Hoffmann & Campe” erschienen ist , geführt und in dem sich Radka Denemarkova sehr kritsch mit dem modernen China auseinandersetzt, das ja irgendwie den Kommunismus mit dem Kapitalismus verbindet, sehr unmenschlich mit den Menschen umgeht und auch die Digitalisierung sehr weit vorangekommen ist, was wie ich fürchte in den pandemischen Zeiten, auch bei uns zu spüren ist.

Sicher ein interessantes Buch, überhaupt jetzt, wo in Peking die olympischen Winterspiele stattfinden und das wie ich höre, sehr autoritär passiert.

Nach Ullysses

Der “Ullysses” der berühmte Roman von James Joyce, nach dem jeden sechsten Juni immer noch der “Bloomesday” gefeiert wird, wo ich auch an einigen teilnahm. Den Roman, obwohl ich ihn erst vor kurzem wieder in der Hand hielt, als ich im Harlander Bücherregal Fonantes “Effi Briest” fand, aber immer noch nicht gelesen habe, wird wie ich dem “Alten Schmiede Programm” entnehmen, am 2. 2. hundert Jahre alt oder ist am 2. 2. 1922 zum vierzigsten Geburtstag von James Joyce in der Verlagsbuchhandlung “Shakespeare und Company” in Paris erschienen. Ein Anlaß eine mehrtägige GAV- Veranstaltung in der Alten Schmiede bzw. in der “Kunsttankstelle Ottakring” zu machen, die von Jörg Piringer, Renate Pitroff, Christoph Theiler und Günter Vallaster konzeptiert wurde.

Der 1968 in Schruns geborene Günter Vallaster , der die “edition ch.” herausgibt, moderierte den Eröffnungsabend am Dienstag in der “Alten Schmiede”, erklärte das Projekt, das auch Verbindungen mit Feldkirch und den dortigen Bahnhof hat. Denn dort ist James Joyce ja einmal gewesen, bzw. hat seine Tochter dorthin begleitet. Es gibt einen Kunstbahnhof und da hat ja Erika Kronabitter im Frühjahr Texte gesucht und ich habe einen, der versucht James Joyce mit dem Thema Reisen und der Pandemie zu verbinden, dafür geschrieben und in der Kunsttankstelle gibt es bis 12. 2. noch eine Ausstellung “Ullysses 100 in 18 Stationen” zu sehen.

Bevor die Lesungen begannen, wurde noch eine Publikation vorgestellt, in der es auch um James Joyce geht.

Als erstes begann dann der 1960 in Feldkirch geborene Christian Futscher, also ein Vorarlberger Abend mit seinem Text “Schwupp, Hatschi” dessen Titel, wie Günther Vallaster launig erklärte die Pandemie treffend zusammenfasst, sich aber hauptsächlich mit James Joyces Vorarlberger Stationen beschäftigte.

Dann kam die 1959 in der Steiermark geborenen Erika Kronabitter, die derzeit, glaube ich, in Wien und in Bregenz wohnt, wo wir sie auch einmal besuchten, und die einmal vermittelte, daß meine “Mittleren II” in Feldkirch stattfinden konnten und beleuchtete in ihren “Letter oft James Joyce” gemeinsam mit dem Musiker Michael Fischer alle Geheimnisse der Molly Bloom, die in dem großen Roman, der einen Tag des Leopold Boloom schildert, ja auch eine Rolle spielt.

Dann kam wahrscheinlich der Höhepunkt des Abends, nämlich die Enthüllung, was nach dem sechzehnten Juli, also nachdem der “Ullysses” endet, geschehen ist? Der 1977 in Liverpool geborene Chris McCabe, der laut Günter Vallaster einer der größten Joyce-Kenner ist und den “Ulysses” zehn Mal gelesen hat, hat das in seinem Roman “Dedalus” beantwortet, der 2018 erschienen ist und der sich darin mit Computerspielen und Social Media auseinandersetzt.

Am Mittwoch und am Freitag geht es dann in der Kunsttankstelle weiter. Aber da gibt es keinen Stream, so daß ich mir das Weitere nur vorstellen kann.

Meine Bloggerdebutpreisentscheidung

Seit 2016 bin ich ja in der Jury des Bloggerdebutpreises und habe mich da durch die Shortlist, gelesen und meine Meinung dazu gegeben beziehungsweise bei der Entscheidung mitbestimmt. Bin auf diese Art und Weise so auf interessante Bücher gekommen, die sonst vielleicht an mir vorbeigegangen wären und so war es auch heuer. Auf meiner Bloggerdebutlonglist 2021 stehen sechzehn Bücher. Davon hätte ich

Ferdinand Schmalz “Mein Lieblingstier ist Winter”

für die Shortlist vorgeschlagen. Meine anderen Favoriten sind erst beim Shortlistlesen dazu gekommen, die aus

  1. Sharon Dodua Ottoo “Adams Raum”
  2. Jessica Linds “Mama”
  3. Ariane Koch “Die Aufdrängung”
  4. Stefanie vor Schulte “Junge mit schwarzen Hahn” und
  5. Thomas Arzt “Die Gegenstimme”

bestanden.

“Mama” hatte ich schon im Frühling gelesen.

Von dem “Jungen mit schwarzen Hahn” noch nie etwas gehört. Von der “Aufdrängung” schon, da hat mich das Lesen aber nicht so sehr gereizt, weil ich es eher in die Reihe “Biedermann und die Brandstifter” gereiht hatte. Von “Adas Raum”, das auch bei der “Literatur im Herbst” vorgestellt wurde, auch. Das hätte ich auch auf der dBp-Longlist erwartet. Das Thomas Arzts “Gegenstimme” auf die Liste gekommen ist, hat mich gefreut, denn ich interessiere mich ja für das dritte Reich oder den Anschluß Österreichs an Deutschland. Habe mich da auch in eine Lesung gestreamt. Das Buch aber nicht angefragt, weil ich ja eine lange Warteleseliste hatte.

Also eine spannende Shortlist durch die ich mich jetzt gelesen und wieder einen Eindruck bekommen habe, was die Debutanten so schreiben und das ist sehr vielschichtig, wie man an dieser Auswahl sieht.

Also meine Punktereihung und da kann ich nur von Sharon Dodua Otoos “Ada Raum” schwärmen, weil die meiner Meinung nach, eine sehr originelle frische Tonlage in die deutschsprachige Literatur bringt. Läßt sie doch Gegenstände, wie einen Besen, einen Türöffner oder einen Reisepass sprechen. Sie wechselt auch die Protagonisten aus, so ist “Ada” immer wieder eine andere, mal die Frau in Afrika im fünfzehnten Jahrhundert, der gerade ein Kind gestorben ist, oder die erste Computerpionierin Englands im neunzehnten Jahrhundert oder die Schwangere mit afrikanischen Wurzeln im Berlin Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Also fünf Punkte für “Adas Raum”.

Dann folgt, wahrscheinlich nicht so überraschend, weil ich ja für das politisch Realistische bin, obwohl Thomas Arzt durchaus eine Kunstsprache verwendet, seine “Gegenstimme”, für die ich drei Punkte vergebe, da es den 10. April 1938 und eine reale Begebenheit, die Gegenstimme seines Großonkels in seinem Heimatdorf, sehr eindrucksvoll schildert, gefolgt von

Ariane Kochs “Die Aufdrängung”, die mit ihrem “Absurden Theater” schon den “Aspekte-Debutpreis” gewonnen hat. Also ein Punkt für ihren Coming of Age-Roman, der eigenlich eine Aneinanderreihung von kurzen Szenen ist, die in einer sehr schönen Sprache sehr kunstvoll erzählt wird.

Das ist also meine Reihung. Die Reihung der anderen Jurymitglieder und das Gewinnerbuch ist im Debut-Blog zu finden und zu meiner Überraschung hat “Mama” vor Thomas Arzt “Gegenstimme” gewonnen.

Feuerland

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem vorjährigen Buchpreislesen, ist iMchael Hugentoblers “Feuerland” doch das letzte Buch der Schweizer Buchpreisliste, das etwas verspätet zu mir gekommen ist, so daß ich es jetzt erst lese, weil mir ja auch die Bloggerdebutshortlist vorziehen mußte.

Es ist aber interessant, daß ich es nach Michal Hvoreckys “Tahiti Utopia” gelesen habe. Denn es gibt Parallelen zwischen den Büchern, die von einem slowakischen und einem schweizer Autor geschrieben wurden. Haben sich beide doch, was jetzt sehr modern zu sein scheint, historische Persönlichkeiten ausgesucht und sich mit diesen auf eine Art utopische Reise begeben oder einen etwas skurril scheinenden Schelmenroman daraus gemacht.

Der Stil des Buches, das mich teilweise an E. T. Hoffmann erinnert hat und der sehr skurril ist, hat mir im Großen und Ganzen gefallen. Manchmal war es mir ein bißchen zu skurril. Aber eigentlich mag ich den den etwas altmodisch wirkenden Stil und es war auch relativ leicht zu lesen.

Es geht um ein Wörterbuch. Da könnte ich auch eine Verbindung zu “Wolkenkuckucksland” ziehen, das ja auch ein Lobpreis auf Bücher ist, aber das ist eher ein literarischer Abenteuerroman. So würde ich den 1975 in Zürich geborenen Thomas Hugentobler nach oder neben dem Buch der Martina Cavaldetscher reihen, das mir, obwohl viel moderner im Stil auch sehr gut gefallen hat.

Es geht um ein Wörterbuch, nämlich um das der Yamala, das es wahrschein ebenso gibt oder gab, wie den britisch-argentinischen Missionar Thomas Bridges 1842-1898 und den deutschen Ethnoglogen Ferdinand Hestermann 1878-1959.

Dann gibt es noch eine Art Nachwort, wo Michael Hugentobler, der Vielreisende, schreibt, daß er vor einigen Jahren in Argentinien war und da von einem alten Mmann “Vom Geist des Missionars” hörte, der “nach seinem Buch sucht” und dieses hat er dann tatsächlich in einer britischen Bibliothek gefunden und dann beginnt der Roman mit einer Szene auf einer Bank, wo ein Buch vergeßen wird. Ein Buch mit einem blau-rot marmorierten Rand, das der Finder, dem Davoneilenden nicht zurückgeben kann.

Dann sind wir im Jahr 1938 in Münster. Ein paar Tage vor dem Anschluß Österreichs und da lernen wir den als etwas seltsam beschriebenen Ferdinand Hestermann kennen. Er ißt fast nur Zwieback, raucht ständig “Lux” und hat im Hörsaal Schwierigkeiten mit einem Nazistudenten, der ihm sagt, daß sie bald alle Bücher holen werden und er auch auf den Index steht. Das bringt Hestermann auf die Idee das gefundene Wörterbuch der Yalmala, seinen großen Schatz, nicht den Nazis zu überlassen, sondern in die Schweiz zu bringen.

Das ist der erste Teil. Im zweiten gehen wir nach Patagonien und zu Thomas Bridges zurück, der auch ein wenig seltsam ist. Ziehsohn eines Missionars, der mit einem einheimischen Freund, den Wortschatz der Yamana-Indianer erforscht und dem das Buch dann gestohlen wird.

Teil drei spielt wieder 1938, Hestermann ist in der Schweiz, wird dort von einem “Mann mit dem bösen Mund” verfolgt, das gibt einige sehr sehr skurrile Szenen, baut dort eine Bibliothek auf und das Buch das er schließlich unter seiner Hose versteckt, wird ihm auch gestohlen und nach London gebracht, wo sich der Kreis schließt.

Wie schon beschrieben, ein sehr phantastisches Buch und ich habe als Studentin sehr gern E. T. Hoffmann gelesen. Man kann es vielleicht auch ein bißchen mit Elias Canettis “Blendung” vergleichen, das mich vor zig Jahren auch sehr beeindruckt hat.

Wenn man darüber nachdenkt oder sich in die Biografien der beiden Protagonisten einliest, denkt man wahrscheinlich, “Das waren wahrscheinlich keine so skurrile Figuren und darf man sie verhunzen?”

Eine Frage, die ich an meine Leser weitergebe und wie auch schon geschrieben, es wäre bei mir an zweiter Stelle des “Schweizer Buchpreises” gekommen.

Dann kann ich vielleicht noch anfügen, daß ich gerade ebenfalls versuche aus der “Effi Briest”, dem “Gretchen” und der “Frommen Helene” einen modernen Roman zu machen, der wahrscheinlich auch einen etwas altmodischen Diktus hat und bisher eine eher kurze Novelle geworden ist.

Nur sehr kurzes Frauenleiden?

Es ist ja immer dasselbe, da nehme ich mir vor, aber diesmal wirds wirklich ein langer Roman und wenn ich es nicht gleich hinbekomme, werde ich es solange umschreiben, bis es klappt und dann klappt es nicht. Die Korrigierphasen bestehen hauptsächlich aus Recht- und Inhaltsfehler. Aber was Wesentliches kommt selten hinzu. Höchstens Mal eine Szene, wie beim “Arbeitstitel” das bisher mein kürztestes Werk ist und ich schreibe ja sehr viel, habe ich ja im Vorjahr drei Corona-Texte geschrieben und die diesbezüglichen “Literaturgeflüster-Artikel” als Buch herausgebracht, das lasse ich jetzt weg und wenn es “Nanowrimos” , wären müßte ich viel anstückeln und das habe ich bei denen, die ich geschrieben habe, auch öfter gemacht beim “Fräulein No” habe ich ein paar Szenen angefügt, die ich später weggelassen habe und dafür dem Buch die Schreibberichte anfügte, damit es in der Rohfassung fünfzigtausend waren. Beim Korrigieren ist dann ohnehin noch viel weggekommen. Die “Liiteraturgeflüster-Bücher” sind sehr dick, aber das sind ja Blogartikel. Die “Radiosonate” war das auch, dafür ist das “Haus” dann wieder kürzer geworden und den “Arbeitstitel” habe ich ja auch sehr schnell geschrieben und er ist sehr kurz geworden. Macht ja nichts, aber das Nächste wird dann lang, versprochen, denke ich dann und das stimmt ja auch, vor allem wenn ichs selbst verlege, kanns so kurz sein, wie es will und der “Arbeitstitel” ist nach der ersten Umschreibphase, ja, da habe ich es dann um vierzig Jahre nach vor verlegt, sehr flüßig geworden und dann kam mir noch in dem “Plan dein Romanjahr-Webinar”, das “Frauenleben”, konzipiert, habe wie immer flott losgeschrieben oder doch nicht so ganz, denn ich habe, bevor ich damit angefangen habe, sogar die Arbeitsblätter nochmals ausgefüllt und dann natürlich nicht zwei Jahre meinen Roman vorausgeplant und auch nicht jede Szene vorher, sondern habe da immer einige im Voraus. Aber wenn ich anfange, weiß ich eigentlich, wo ich hinkomme und denke wirklich, das wird jetzt ein Monsterroman, dann habe ich irgendwann das Konzept. Vorher kann ich meistens nicht sagen, ob ich jetzt im ersten Drittel oder schon über der Mitte bin und dann weiß ich, ich bin bald fertig und in letzter Zeit denke ich dann, uje erst dreißigtausend Worte.

Bei den “Nanos” konnte ich es immer darüber bringen, beim “Fräulein No” wars schwieriger. Da hatte ich am Ende, glaube ich, auch soviel und diesmal hatte ich eigentlich die Handlung und dachte, uje, das müßte ich um die geplanten 60000 Worte, die ich mir ja diesmal fest vorgenommen habe, verdoppeln, aber dann wird es nicht. Denn es ist ja eigentlich schon dicht und das ist es, glaube ich, auch und flüssig geschrieben und so kann ich wieder schreiben:

Rohtext fertig 30 337 Worte, neunundzwanzig Szenen, sechzig Seiten, in der Rohform. Das heißt, jede Szene einmal korrigiert. Also wenn ichs durchkorrigiere habe ich wahrscheinlich fünftausend Worte weniger und schließe wahrscheinlich dicht an mein bisher kürzestes Geschichterl an. Aber es ist dicht und ich habe die drei geplanten Handlungsstränge und die auch in die Rahmenhandlung verwoben. Das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen und bekannte Elemente sind natürlich auch wieder drin. Der alte Onkel, der achtzigjährige Lektor, der eigentlich der Ausgangspunkt war, der täglich zum Grinzinger Friedhof fährt und dort seiner Rosi, das Geschehen erzählt.

Das gibts schom im “Fräulein No” und in der “Radiosonate” trauert auch einer um seine Frau. Aber die ist erstaunlicherweise sehr lang geworden, wohl weil ich mich an die Jahresstruktur hielt.

Und als ich damals den Lektor hatte, dachte ich noch während ich die “Show not tell-Szene” geschrieben habe, an die Emma, die Sprachkunststudentin werden will und eine Romanausschreibung über “Frauenleiden” findet. Dann geht sie zu ihrem Onkel und der gibt ihr den “Faust” zu lesen, die “Effi Briest” und die “Fromme Helene”, wohl um sie abzuschrecken und daraus entwickle ich den Roman.

Das hat sich dann sehr flüssig entwickelt. Es gibt wieder die Nachbarin und die Beobachtungen, die sich daraus entwickeln. Die der Emma heißt Helene Hofer und hat eine Flasche Eierlikör, als sie vom Einkaufen kommt und die ist natürlich eine Impfverweigerin wie die Mathilde oder die Alberta Wassermann, da konnte ich nicht anders und in der “Magdalena Kirchberg”, habe ich ja auch eine Dreiecksbeziehung. Da sieht die Magdalena drei Personen in einem Auto und will über sie eine Geschichte schreiben. Jetzt findet die Emma die fromme Helene in ihrer Nachbarin, das Gretchen ist ihre Freundin Greta, eine Jusstudentin und Umweltaktivistin und wurde einmal von ihrem Prof gestalkt. Jetzt trifft sie ihn wieder und verliebt sich in ihn und die Effi ist die Freundin der Helene, eine Krankenschwester, die Ehe ist ein wenig fad geworden, der Oberarzt verführerisch und während sie sich das läßt, geht der Mann zur Freundin und bringt Orangenlikör und das ganze erzählt, die Emma ihrem Onkel, dem sie Kolatschen oder Sachertorte bringt, damit er nicht versumpert und der erzählt es dann seiner Frau am Grab.

Eigentlich ganz schön viel für knapp sechzig Seiten oder dreißigtausend Worte. Zumindest kommt mir das vor und jetzt werde ich mir natürlich wieder die Romanplanung vornehmen und versuchen das Ganze vielleicht doch noch aufzupäppeln, verdoppeln oder neuzuschreiben. Mal sehen, ob es mir gelingt?

Bisher ist es das nie und muß wahrscheinlich auch nicht wirklich und die Effi Briest habe ich mir in Harland auch aus dem Regal holen wollen, um sie zu lesen. Der Bernhard liest sie seiner Rosi vor. Die “Fromme Helene” habe ich mir aus dem Internet geholt. Das sechzehnte Kapitel “Es ist ein Brauch seit altersher: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!” ausgedruckt. Auf die “Effie” mußte ich warten, weil erst jetzt wieder in Harland und ich werde auch schauen, ob ich das Buch finde und vielleicht kann ich auch noch was verändern oder einzubeziehen, in der “Dora Faust”” habe ich mich übrigens auch schon mit dem “Gretchen” beschäftigt und dieses ist, glaube ich, sehr modern geworden, obwohl ich ja wahrscheinlich doch eine eher konventionelle Schreibern bin.

Neugierig geworden? Nach der Bearbeitungsphase kann man dann in der Vorschau darüber lesen oder diskutieren bzw. die Gewinnspielfragen beantworten. Über mein Schreiben und die Verknüpfungen bei fast sechzig Büchern gibt es sicher automatisch viele Überschneidungen. Darüber kann man im “Literaturgeflüsterbuch II” lesen und jetzt überarbeiten und sagen, macht ja nichts, habe ich halt kürzere Bücher. Erzählungen statt Romane. Novellen sage ich meistens dazu. Was vielleicht auch ganz gut ist, weil die Leute, wie ich immer höre, auch eher Kürzeres lesen wollen.

Schizophren erscheinende Widersprüche?

Da würde der Sozialpsychiater Heinz Katschnig wohl aufschreien und das stimmt so auch nicht. Denn die Widersprüche, die derzeit in der Corona-Politik passieren, haben nichts mit dem Krankheitsbild der Scizophrenie zu tun, obwohl man das denken könnte, wenn jetzt in der Zeit, wo es cirka vierzigausend positive Testungen am Tag gibt, weil das Omikron Virus durchrauscht, werden von Lockerungen gesprochen.

Ich bin, um nicht mitßverstanden zu werden, dafür und denke auch, daß man gar nichts anderes machen kann, als das Virus durchrauschen zu lassen.

Es läßt sich durch die strengsten Lockdownbestimmungen, wie man sieht, nicht verhindert und, daß die ersehnte Null Covid-Stratiegie nicht wirkt, hat man jetzt wahrscheinlich auch in Australien und China gemerkt, aber es kommt in Österreich ab nächster Woche als erstes europäisches Land die Impfpflicht für alle ab achtzehn Jahren und die medizinischen Befreiungszertikikate werden, wie zu befürchten ist, vielleicht nur schwer zu bekommen sein und ab dem fünzehnten November waren alle Ungeimpften im Lockdown, das heißt, sie dürfen, jubelten die Medien auf, ihr Haus oder Wohnung nur zum Arbeiten, spazieren gehen oder einkaufen verlassen. Zu ihrem Schutz hat damals Gesundheitsminister Mückstein verkündet. Denn es gibt die Pandemie der Ungeimpften! Daß es die nicht gibt, hat soätesten Omikron bewiesen, denn seit dieser Zeit oder noch ein bißchen länger gilt überall 2G also keine Friseurbesuche,, kein Restaurant kein Kino aber auch kein Einkauf in einem Schuhgeschäft für Ungeimpfte und vor dem Geschäft reihen sich die Polizisten auf, denen man seine Ausweise zeigen muß! Was man vor allem was den Friseurbesuch betrifft auch ein bißchen gegen die Menschenrechte interpretieren könnte, wenn alle ungepflegt herumlaufen müßen. Denn wenn man schon Maßnahmen braucht, mit einem PCR ist man sicher weniger ansteckender, als der nicht getestete Geimpfte. Das sieht man ja ia m jetztigen Bundeskanzler, der trotz dreifacher Impfung Omikron bekam, aber nicht schwer krank wurde.

“Das ist wegen der Impfung!”, sagte der dann. Aber vielleicht ist das Omikron-Virus wirklich nicht viel anstreckender, als eine Grippe und wenn vierzigtausend Menschen täglich positiv getestet werden und dann alle, um sie rum vierzehn Tage in Quarantäne gehen müßen, bricht die infrastruktur zusammen. Deshalb wurden schon vor einigen Wochen die Quarantäneregeln gelockert, was man als ein Hinzielen auf die sogenannte Herdenimmunität interpretieren könnte. Da schreien die Schüler aber auf, die in den letzten zwei Jahren wirklich sehr traumatisiert wurden, was man wahrscheinlich lange noch bemerken wird, denn die wollen natürlich keine Versuchskaninschen sein und einer Longcovid-Gefahr ausgesetzt werden, wobei ich mir denken daß sie vielleicht auch ein Longmassnahmensyndrom bekommen, denn wenn sie den ganzen Tag lang Maske tragen müßen hat das vielleicht Auswirkungen bezüglich Konzentration, etcetera, was man wahrscheinlich erst später merken wird.

Also Impflicht ab vierten Februar. Exekutiert wird das dann ab fünfzehnten März von der Polizei, wenn man beispielsweise ohne Maske bei einer Demo in ein Planquadrat gerät, weil Elga das vorher nicht schafft, jeden Ungeimpften den Strafbescheid zuzuschicken. 2G, Lockdown für Ungeimpften, Sperrstunde um zweiundzwanzig Uhr und strenge Kontrollen, wenn man in ein Buchgeschäft oder bei der “Aida” Kaffee trinken will. Lichtbildausweis und Impfnachweis zeigen, klingt ein wenig pervers, denke ich und das werden wohl auch andere denken und so stöhnten die Handelsvertreter “Die Geschäfte sind leer und der Lockdown muß beendet werden, denn wir sind sicher und wenn der Ungeimpfte im “Spar” Mlch und Butter kaufen kann, wieso darf er dann nicht Schuhe kaufen?”

Virologisch ist das nicht erklärbar, nur als Strafmaßnahme, damit sie sich endlich impfen lassen! Aber das müssen sie ab Februar sowieso und außerdem gab es ja im Oktober einen Stufenplan. Da hieß es, ab sechshundert belegte Intensivbetten Lockdown für Ungeimpfte und jetzt haben wir unter zweihundert. Also wieso 2G, etcetera? Das hörte man in der letzte Zeit von den Handelsvertretern und den Gastronomen öfter: Der Lockdown muß weg!

Das ist er jetzt oder wird es ab Montag sein. Da wird er dann nicht mehr verlängert werden. Das heißt, jetzt kann ich auf der Straße gehen und muß dem Polizisten nicht erklären, daß ich einkaufen oder auf die Bank gehe! Ich kann sogar zum Schuhgeschäft gehen, aber nicht hinein und “Das ist ja pervers!”, wurde da dann aufgeschrieen und so wurde wieder gelockert, was eigentlich ohnehin selbstverständlich wäre, Sperrstunde ab nächster Woche vierundzwanzig Uhr!

Aber wenn das Omikron so ansteckend ist, dann steckt es die maskenlosen in den Restaurants oder in den Schihütten an. Das hat man ja jetzt gesehen, wenn die meisten dann zwar in Quarantäne sind, aber nicht krank werden, ist das wahrscheinlich egal und eine Woche später darf man dann nur mit Maske zur Anna Jeller gehen, ist für mich egal, denn ich setze ja keine Maske auf. So ist mir die ganze Aufregung ohnehin egal und ab neunzehnten Februar darf man dann auch mit 3G in die Restaurant und ins Hotel und vielleicht sogar in die “Alte Schmiede”!

Das ist mir auch egal, ich warte auf die kontrolllosen Zeiten, aber die Hotels werden trotzdem aufschreien, denn dann sind die Ferien in den meisten Bundesländern schon vorbei. Aber Lockerungen müßen her, obwohl die Zahlen steigen, weil das auch in den meisten anderen Länder, wo das Virus vielleicht schon durchgerauscht ist, so passierten.

Finde ich gut, ich wiederhole es wieder, warte bis ich maskenlos wieder in “Alte Schmiede” und in die Geschäfte gehen kann, denke aber, das ist ja genau das, was vor zwei Jahren State of the art war:

“Das Virus ist sehr ansteckend, aber es trifft nur alte und kranke Menschen, die meisten anderen werden es vielleicht gar nicht merken, wenn man sich nicht täglich testen lassen müßte!”

,Jetzt sagt man “Omikron ist vielleicht nur eine schwerere Grippe und die Impfung hilft, nicht schwer krank zu werden!”

Aber sie hilft nicht oder nur sehr wenig bei Omikron und hält nicht lange an und vor allem verhindert sie keine Ansteckung, was für mich ein Beweis gegen die Impfpflicht wäre und dann denke ich noch, das Omikron-Virus ist viel viel ansteckender und das merkt man jetzt auch, als das ohnehin sehr ansteckende Delta-Virus, das habe ich lange nicht gemerkt und das war schon viel ansteckender als das Alpha-Virus . Da frage ich mich schon, wie ansteckend war dann das Ursprungsvirus, wo wir alle schockstarr in den ersten Lockdown getaumelt sind?

Vielleicht war das Ganze gar nicht so gefährlich und wir sind nur deshalb so verwirrt, weil wir die Krise herbeigetestet haben und wenn wir nicht damit aufhören, kommen wir nie aus der Situation heraus, denn Viren wird es immer geben und ich denke, es gab sie auch immer. Aber niemand ist auf die Idee gekommen, daß man sich täglich testen lassen muß.

Ich denke manchmal immer noch, ich bin in einen Film und sehr gespannt, wie es weitergeht und ob das durchgerauschte Omikron-Virus wirklich die Chance ist eine Trendwende einzuleiten, aber das werden und das ist vielleicht das Problem die Traumatisierten vielleicht nicht zulassen, sondern aufscheien, die Impfpflicht muß her, denn wir haben Angst und es wird vielleicht ein wenig schwierig loszulassen und neu anzufangen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und eigentlich nicht sehr optimistisch, daß das auf gute Art und Weise passieren wird.