Einstimmigkeit in der Aufarbeitungskommission

Da saßen sie nun die Experten um den runden Tisch. einberufen von Kanzler Nehammer, um die wirklichen und auch sogenannten Corona-Schäden restlos aufzuklären, um herauszufinden, was da in den letzten drei Jahren gut oder falsch gemacht wurde, um dieselben Fehler nicht noch einmal zu machen, die Gräben, die in dieser Zeit entstanden waren, zuzuschütten und die Bevölkerung zu versöhnen.

“Moment einmal!”, sagte in diesem Augenblick Ministerialrat Auensteiner und ballte seine Hand zur Faust, um gleichzeitig mit seinen runden Brillengläsern und seinen weißen Bart, der ihn ein bißchen wie ein Weihnachtsmann aussehen ließ, väterlich freundlich in die Runde zu blicken.

“Moment einmal, Kollegen, um etwas klar zu stellen und in kein Mißverständnis hineinzulaufen! Meiner Meinung nach bräuchte es diese Kommission gar nicht, denn seien wir uns ehrlich, wir haben alles richtig gemacht und Millionen Menschenleben gerettet! Was hätten wir auch tun sollen als die Nachrichtenen aus Wuhan kam und die Bilder von Bergamo, als Impfdosen einkaufen, was, wie wir wissen, ohnehin nicht so einfach war, die Bevölkerung vor sich selbst schützen und den Notfallsplan ausrufen? Alles richtig und meinetwegen bräuchten wir gar nicht darüber diskutieren, was nur unnötiges Geld kostet, die Bevölkerung weiter berunruhigt und die Opposition, diese Rechten und Schwurbler, dazu anstachelt, weiter Öl ins Feuer, wie man an der blauschwarzen Regierung in St.Pölten sieht, zu schütten! Vollkommen unnötig, da einen Entschädigungsfond einzurichten, um den Menschen, die die Gesetze und den geforderten Meter Abstand nicht eingehalten haben, die gerechte Strafe, auch wenn sie sich jetzt als verfassungswidrig herausgestellt hat, zurückzuzahlen! Wie kommen denn die anderen dazu, die sich brav an die Vorschriften, auch wenn sie ihnen vielleicht unsinnig erschienen, gehalten haben? Die müssen sich durch eine solche Aktion doch verarscht und verhöhnt vorkommen! Also sollten wir das in unseren Protokoll vermerken!”, sagte er energisch und blickte das blonde Fräulein Stögermüller, das eifrig nickend vor ihren Laptip saß und dieses führen sollte, energisch an.

“Sehr richtig!”, war nun eine Stimme zu hören, die einer mittelalten dauergewllten Dame mit Brille und und einer zweireihigen Perlenkette, gehörte. Frau Professor Sieglinde Mayerhoff, die schon den früheren Kommissionen angehört hatte und außerdem noch den Vorsitz in einigen Pharmafirmen hatte.

“Sehr richtig, auch wenn der Kanzler sicher damit recht hat, daß man der unzufriedenen Bevölkerung, die sich, wie man immer hört, durch den Angriffskrieg in der Ukraine, den darauffolgenden Sanktionen und den Teuerungen, das Essen und die Heizkosten nicht mehr leisten kann, ein paar Brocken zu Beruhigung hinwerfen müssen, denn wenn die dann aufgehetzt, von den Blauen,, in ihren Frust, diese wählen und wir im nächsten Jahr, wenn die Wahlen kommen, vielleicht einen blauen Bundeskanzler haben, der uns schon einen Untersuchungsausschuß angedroht hat, wäre das auch nicht gut, nicht wahr!”, sagte auch sie energisch und blickte in dieser Art den Ministerialrat an, der nun seinerseits “Sehr richtig, Frau Kollegin!”, sagte, sich die Lippen leckte und nach dem bereitstehenden Wasserglas griff.

“Sehr richtig und was haben wir denn eigentlich aufzuarbeiten, wenn doch alles, wie eben festgestellt und hundertfach erwiesen, richtig war! Es gibt dringendere Probleme! Da bin ich Hunderpro ihrer Meinung, geschätzte Kollegin! Die Kinderarmut, die Teuerung, die Klimakrise und den Verlust der Werte der Sitten, wie man an den Schulen und ihren Lernergebnissen sehen kann! Die Kinder können nicht mehr richtig lesen! Haben alle Disziplin verloren, schlurfen in Jogginghosen herum, werfen mit Schimpfwörtern und vielleicht sogar mit Messern und Fäusten herum und die Lehrer können sie nicht mehr bändigen! Da waren doch die Lockdowns und die Schulschließungen ganz gut! Die Kinder sind zu Hause vor ihren Laptops gesessen, haben von ihren im Homeoffice werkenden Müttern überwacht, brav ihre Aufgaben gemacht! Die Straßen waren leer! CO2 wurde eingespart! Es hat Ruhe und Ordnung geherrscht, während es jetzt nichts als Ärger und Unruhe gibt! Klimakleber, die auf den Straßen sitzen und den Verkehr lahmlegen! Streikende Menschen vor den Sozialläden, weil sie sich das Essen nicht mehr leisten können, obwohl mit einiger Unterstüzung, die der Bundeskanzler in seinen Armutverhinderungskommisskionen anbietet, alles in wunderschönster Ordnung ist! Die Menschen sind geschützt und gesund! Die Pandemie haben wir durch unsere Maßnahmen hervorrangend in den Griff bekommen und wir haben sogar noch überzählige Impfdosen lagernd, die wir gar nicht brauchen können, obwohl-!”, sagte er jetzt, einen kurzen Moment ratlos wirkend und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen.

“Obwohl das vielleicht ein Punkt wäre, den Sie in Ihrem Aufarbeitunsprotokollh vermerken können, liebes Fräulein Stögermüller! Die Impffreudigkeit der Bevölkerung läßt nach! Sie will sich einfach, durch die negative Propaganda wahrscheinlich aufgehetzt, nicht mehr freiwillig impfen lassen! Die Impfpflicht, die ich unter uns, für eine hervorragende Initiative hielt, um die Durchimpfungsrate zu erhöhen, ist ja leider durch die Demonstrationen derSchwurbler gescheitert, nicht mehr immunisieren lassen, so daß die vorsorglich bestellten Impfdosen überblieben, was bei der Opposition wieder Widerstand erregte und einige kritische Zeitungsartikel zur Folge hatte, daß sie weggeweorfen werden müßen, was auch nicht gut ist und schlechte Stimmung erzeugen könnte! Dagegen müßte wir etwas machen und in unseren Protokoll vermerken, Fräulein Stögermüller, daß es gut und wichtig wäre, die Impfbereitschaft zu erhöhen und vielleicht wieder eine diesbezügliche Kampagne starten, damit die Bevölkerung gut geschützt, satt und zufrieden nach dem Sommer in den Winter gehen kann und dann vielleicht auch die erhöhten Bezin und Heizungskosten geduldiger hinnimmt! Denn die Gesundheit, da wird mir die Frau Professor zustimmen, ist das Wichtigste! ist die Bevölkerung gut geschützt, wird sie vielleicht auch zufriedener! Die restlichen impfdosen werden ordnungsgemäß verwendet und aufgebraucht! Da kann sich dann kein aufmüpfiger Zeitungsfritze dagegen aufregen und wir haben unsere Pflicht und Schudigkeit getan, wenn Sie das so in ihrem Protokoll vermerken, Fräulein Stögermüller, können wir das dem Bundeskanzler als gewünschtes Resultat weitergeben und wir können essen gehen!Denn ich muß gestehen, geschätzte Kollegen und Kolleginnen, ich bin ein wenig hungrig und mein Magen knurrt! Die anstrengde Sitzung hat mich dazu gemacht! Aber jetzt ist alles geordnet und aufgearbeitet! Wir haben unsere Pflicht getan und alles gut unter Dach und Fach gebracht! Nicht wahr, geschätzte Kollegen, das meinen Sie doch auch!”, wiederholte er nochmals zufrieden. Sah in die Expertenrunde, die zustimmend nickten und schon ihre Unterlagen zusammenklappten und strich sich nochmals über seinen weißen Bart.

Aufarbeitungsschwirigkeiten II

Am dreiundzwanzigsten April gibt es die Salzburg-Wahl. In diesem Jahr hat es schon eine solche in NÖ und Kärnten gegeben und in beiden Fällen hat die ÖVP verloren und die Freiheitlichen haben gewonnen. Inzwischen gibt es in NÖ schwarz-blau. Eine Corona-Aufarbeitung soll es dort geben, was großen Aufstand und Geschrei erregte. Herbert Kickl sieht sich schon als Volkskanzler und der derzeitige Kanzler hat vor ein paar Wochen eine Versöhnungskommission versprochen, wohl um weitere Niederlage und blau-schwarz zu verhindern.

Nach Ostern sollte das passieren und das hat auch schon großen Widerstand erregt. Kanzler Nehammer hat sich auf seine Experten ausgeredet, die ihn berieten oder auf die er hereingefallen wäre und Isabell Daniel hat dann bei OE24-TV, die gefragt, ob sie das auch so sehen?

Aber um die geht es, wenn ich es richtig verstanden habe, gar nicht, sondern um die Verordnungen im Frühling 2020z, daß man sich auf keine Parkbank seten durfte, etcetera, die dann von Verfassungsgerichtshof aufgehoben wurde und da hat, kann ich mich erinnern, auch der damalige Gesundheitsminister, den ich immer noch recht sympathisch finde, gesagt, daß sie sich da etwas überlegen werden.

Haben sie nicht getan. Man hat nur immer gehört, keine Strafen bezahlen, denn die bekommt man nicht mehr zurck und jetzt sagt er auch nur “Den Schwurblern und den Impflgegner nicht recht geben!”

Und da habe ich verstanden, die Politiker sehen das wirklich so.

“Wer nicht unserer Meinung ist, ist ein Feind und den müssen wir bekämpfen und dürfen ihn nicht rechtgeben, denn dann werden wir vielleicht angezeigt!”

Und die, die angeblich alles richtig machten, ärgern sich dann darüber, daß die, die keine Masken trugen, jetzt das Geld zurkbekommen sollen.

Aber da war ja nie klar, muß an die jetzt im Freien tragen oder nicht? Eigentlich nicht wirklich, weil sie da ja nichts nützen. Aber auf Demos natürlich, obwohl da ja eigentlich, ich glaube, auch seit schwarz-blau II, ein Vermummungsverbot herrscht.

Also ganz schön verrückt und äußerst widersprüchlich. Wie soll man sich da auskennen und das ist ja das, was ich anprangere, daß ich gegen dieses autoritäre Vorgehen bin, das, wie sich jetzt herausstellt wohl wirklich nicht nötig war und auch anders, siehe Schweden, gehandhabt hätte werden können.

Das können und wollen die Politiker offenbar nicht zugeben, weil dann die FPÖ vielleicht gewinnt und das ist, fürchte ich, das Problem. Weil das die FPÖ fordert, darf man es nicht zugeben und die meisten Leute wollen, glaube ich, nichts mehr von Corona hören.

Bei mir ist das anders, ich arbeite und schreibe das, um es zu bewältigen und um meiner Ekeltochter später zu zeigen wie das das war, auf.

Die “Gecko-Kommission”, das ist, die, wo ein Bundesheerler immer in Tarnuniform auftrat und den Virus denKampf ansagte, das sich von ihm wahrscheinlich nicht beeinflussen ließ, aber trotzdem zum schwächeren Omikron mutierte, ist aus Protest, daß in NÖ nicht mehr für die Imfpung geworben werden soll, zurückgetreten und die Corona-Strafen darf man natürlich nicht zurückzahlen, wie kommt man denn dazu, den “Schwurblern” recht zu geben?

Und so habe ich mir schon gedacht, da kann bei dieser Versöhnungskommisssion nichts herauskommen. Dazu ist die Situation zu verfahren und nach Ostern hat die Regierung auch bekanntgegebgen, sie braucht noch Zeit und das Resultat wird erst Ende April bekanntgegeben. Da bin ich höchstwahrscheibnlich in Leipzig und bekomme vielleicht gar nichts davon mit. Aber es wird schon aufgearbeitet.

Der Public Health Experte Martin Spreger tut das auf Facebook. Beim FPL-TV gibt es immer wieder entsprechende Interviews und das ist wahrscheinlich wieder das Problem, daß man da nicht dem Herr Sönnichsen, etcetra, glauben darf.

Es stellt sich aber immer mehr heraus, was da alles falsch gelaufen ist. Die vielen Impfdosen, die da bestellt wurden, die jetzt niemand mehr braucht, während es auf der anderen Seite keine Schmerzmittel mehr gibt und das ist wohl wirklich schlimm, wenn die Krebspatienten keine Schmerzmittel mehr bekommen und das Gesundheitssystem merkt und hört man, ist in den letzten drei Jahren auch zusammengebrochen.

Die Masken stellt sich jetzt heraus, haben auch nichts wirklich bewirkt, weil man die nicht den ganzen Tag tragen darf und man hätte sie nach dem Tragen wegwerfen müssen, was wohl nicht passierte und die Leute oft dieselbe Maske wochenlang in der U-Bahn getragen haben, wenn sie vielleicht von St. Pölten oder Linz kommen, die an der Stadtgrenze aufsetzen, dann wieder absetzten und am Rückweg wieder tragen mussten. Das ist wirklich nicht evidenzbasiert und das sehe ich, als das Problem, daß man da mit dem Gesetz und Verordnungen darber fuhr und die Leute nicht eigenverantwortlich für sich sogen ließ.

Das ständige Massentesten stellt sich jetzt heraus, hat auch nur Geld gekostet und Müll erzeugt, aber nichts gebracht und und und….

Das weiß man alles schon seit Längeren. Aber die Politiker wollen das nicht hören und hören den Kritikern nicht wirklich zu und, daß der “Standard” und der “Falter” umkippte und plötzlich auch von “Schwurblern” und von “Nazis” schrieben, die sich da alle ohne Maske auf der Straße tummelten und sich nicht impfen ließen und da komme ich schon zum ORF, der ja auch einmal eine Sendung hatte, wo man sehr seltsame Maßnahmengegner sah, die mit den Aluhüten und die die Erde für eine Scheibe halten.

Eigentlich interessant, denn ich keine keine solchen, die das ernsthaft meinen, der ORf hat auch die Impfwerbung betrieben und selbst seine Mitarbeiter entlassen oder freigestellt, wenn sie sich nicht impfen ließen. Das packte jetzt eine ehemalige Mitarbeiterin sehr genau aus und erzählte, wie es damals war und, daß die ungeimpften Maskenbildnerinnen gelbe Bändchen tragen hätten sollen, damit man sie gleich erkennt.

Eigentlich schon sehr seltsam. Aber jetzt muß man eine Haushaltsabgabe zahlen, auch wenn man keinen Fernseher hat, was ich auch für unnötig finde. Denn man könnte ja auch eine Gebühr von denen verlangen, die den ORF streamen und die anderen in Ruhe lassen.

Aber gehen wir zu der Versöhnungskommisskion zurück und dazu, daß Ende April die Maskenpflicht in den Spitäler und Arztordinationen fallen wird und Ende Juni gilt Corona dann nocht mehr als meldepflichtige Erkrankung.

Also alles bestens, könnte man so sagen. Leben und verdrängen wir halt weiter, denn Corona ist ja jetzt vorbei. Nur so einach ist es nicht. Denn es wird ja schon an neuen Gesetzen bebastelt, wo das alles sofort wieder eingeführt werden kann und die Klimalockdowns können dann ja auch kommen, wenn man sie zu brauchen glaubt, denn wir scheinen jetzt in einer sehr autoritären Gesellschaft zu leben, die vielleicht das soziale Kreditsystemeinführen will und das ist genau das was mich stört.

Literarische Wirkungsweisen?

Was kann man mit Literatur bewirken, ist eine Frage, die am letzten Freitag beim Vernetzungstreffen der Autoren im Literaturhaus gestellt wurde und die ich mir auch stelle.

Habe ich da ja Anfangs überhaupt gezögert, ob ich dort hingehen kann? Bin ich eine Autorin? Eine richtige, keine bloß nur selbsternannte? Eine Frage, die dich sich nicht soeinfach beantworten lässt.

Denn natürlich ja. Selbstverständlich. Denn ich kann schreiben. Das lernt man doch in der Schule und da habe ich, glaube ich, schon meiner Volksschullehrerin die Aufsätze oder Texte gezeigt, die ich am Wochenende geschrieben habe und die hat mich auch ermuntert oder den Tip gegeben nicht zwei gleiche Worte zu verwenden oder war das die Frau Linser, der Klassenvorstand in der Hauptschule und meine Deutschlehrerin?

Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber, daß ich 1971 irgendwann zu der Überlegung kam, nach der Matura zu schreiben und Psychologie zu studieren, die war dann 1973 und ab da habe ich beides getan.

Geschrieben noch im Sommer eine Erzählung, die mir glückte, die fertig wurde, die ich aber nie wirklich korrigierte und von Veröffentlichung überhaupt keine Spur. Nur einem alten Herrn, der mit mir studierte, gezeigt, der freundlich “Eine nette Broschüre?”, sagte. Ich war verwirrt und habe mich nicht getraut “Aber das ist doch eine Erzählung!” zu antworten.

Dann kam die nächste fertig Erzählung “Die Einladung zum Tee” ein paar jahre später, die dem Gerhard und der Monika nicht gefallen haben. Eh schon wissen. Die Monika hat mich aber in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht und mich auch zu einer ersten Lesung ins “Lteratureck “in der “Alten Schmiede” die glaube ich 1980 war, angemeldet.

Aber ich schweife vom Thema ab oder auch nicht. Denn ich habe seither geschrieben und geschrieben, bin 1987, glaube ich, in die GAV gekommen. Ab da dann meine Texte an Verlage und Zeitschriften geschickt und keinen wirklichen Erfolg oder auch sehr viel Pech damit gehabt.

Jack Unterweger hat dann meine “Hierarchien” veröffentlicht, bevor er aus Stein entlassen wurde.

Die hatten verhehrende Kritiken. Ich habe bis 2004 oder 2005 noch weitergeschickt. Aber ab 2000 sind schon meine selbstgemachten Bücher herausgekommen und damit noch viel weiter weg vom Fenster. Vorher schlechte, dann gar keine Kritiken mehr und inzwischen fast oder schon über sechzig selbtgemachte Bücher, die ich seit 2008 regelmäßig in meinen Blog vorstelle ,und ich denke mir immer öfter, jetzt weiß ich nicht mehr über was ich schreiben soll?

ich bin schon ausgeschrieben und schreibe dann immer hastiger weiter.

Aber jetzt wirklich zum Thema oder zum meinen derzeitigen Projekt, dem “Ukraine Text”, der inzwischen 17032 Worte, 48 Seiten und 17 Seiten hat und ich nicht wirklich damit zufrieden bin.

Denn kann man Wladimir Putin und Wolodymyr Selenksyj wirklich in ein Marmeladeglas stecken und sie solange drinnen lassen, bis sie sich versöhnt haben und derKrieg ist vorbei?

“Naiv, naiv!”, werden jetzt meine Kritiker schreien und sowas hat mir 2000, glaube ich, der Patrick gesagt oder gedacht, als ich ihm meine Geschichte, um die Felizitas Fee gezeigt habe, mit der ich die Haider-Politik, die mich ja auch sehr beschäftigten, zeigte. Und natürlich ist das naiv, denn so einfach spielt sich das Leben nicht ab und ich oder oder die einfachen Bürger sind in diesen Sachen ja sehr hilflos und können nicht wirklich was bewirken.

Und da fängt meine kritische Seele zu schreien an.

“Da muß man doch etwas tun oder es wenigsten versuchen!”

Und das habe ich, da ich ja eine sozialkritische, psychologisch und realistisch Schreibende bin, auch schon sehr oft getan.

2009 in den Osterferien, als die Elfriede Gerstl gestorben ist, war ich, kann ich mich erinnern, mit dem Rad unterwegs in Richtung Herzogenburg, habe da im sogenannten Biotp Station gemacht und dort ist mir, ich habe da, glaube ich, gerade die “Sophie Hunger” geschrieben, Präsident Bush, der damals aktuell war, in eine Nußschale gesteckt, um meine Ohnmacht mit der politischen Situation zu bewältigen. Das war eine Idee, die mir damals kam und die, glaube ich, nur ein Kapitel füllte und dann kam wieder ein paar Jahre und mehrere Bücher später, schwarz blau zwei oder die 2017- Wahl und da habe ich meine unsichtbare Frau rmit der Tankappe zu Minister Kurz kbevor der Bundeskanzler wurde geschict und hat ihm die Leviten gelesen.

Hat auch nicht sehr viel geholfen, obwohl er inzwischen nicht mehr Kanzler ist und dann kam Corona, wo ich mich auch sehr hilflos fühlte und das durch mein Schreiben kompensierte. Zwölf Bücher oder so sind inzwischen darüber entstanden und viele viele Blogartikel und da habe ich irgendwann auch einen geschrieben, den ich übrigens für nicht gelungen halte, wo ich es auch mit dieser “Masche” versuchte.

Denn man muß da doch etwas tun und was anderes ist mir nicht eingefallen oder doch? Ich war auf vielen Demos, bin noch immer ungeimpft, habe nie eine Maske getragen und mich auch nicht testen lassen und trotzdem alle Regeln eingehalten.

Ich habe halt viel vermieden und bin zuhause geblieben, habe telefonisch gearbeitet, die Lesungen gestreamt und geschrieben und geschrieben und jetzt beginnt das Ganze wieder mit dem Ukraine- Krieg, wo ich diese Kriegsbegeisgterung oder “Wir dürfen nicht neutral sein, wir müssen Waffen liefern und Friedensverhandlungen sind naiv oder gaga!”, eigentlich nicht verstehen kann und die Neos und der vdB haben sogar von “Volksfeinden” und “Kolllaborateuren” gesprochen und haben damit wahrscheinlich, wie bei Corona eher die FPÖ, als den einfachen Österreicher gemeint. Aber aussprechen hat man das wahrscheinlich auch nicht wirklich können, ohne gleich als rechts, Schwurbler, etcetera, bezeichnet zu werden und dann kam mein Mailwechsel mit dem Andi Pianka und das Webinar der Jurenka Jurk, wo ich wieder dachte, jetzt probiere ich richtig die “Heldenreise” aus und nehme das Thema “Ukraine” dazu und habe das im voraus, da habe ich ja noch die “Drei Frauen” korrigerte, ziemlich genau geplant.

Herausgekommen sind dann wieder sehr schnell und hastig, die schon erwähnten 17.00 Worte und siebzehn17 Szenen und ich denke zumindestes das Ende gehört noch überarbeitet und ein anderer Schluß muß her, weiß aber nicht wirklich, wie ohne als naiv zu gelten und streiche statt hinzuzuschreiben eher hier da und dort ein Wort weg.

Man kann über Krisen und da war das Kima gemeint, nicht wirklich realistich schreiben, kam letzten Freitag im Literaturhaus heraus und wurde auch intensiv darüber diskutiert, Raphaela Edelbauer, die ja mit den “Inkomensurablen” das Thema erster Weltkrieg aufgegriffen hat, hat diese Frage gestellt und am Podium hieß es eher, keine Romane. Das war die Ilse Kilic, die aber experimentell und nicht realistisch schreibt. Aber darf man jetzt über Corona, den Krieg oder das Klima realistisch schrieben?

“Klar!”, sage ich und tue das auch zur Genüge.

“Schreib nicht soviel!”, höre ich schon meine Kritiker schrien und die Schwierigkeit ist ja, daß man wenn man irgendwo in der Mitte steckt, die Ränder nicht sieht oder um beim Beispiel der Ukraine zu bleiben, wenn sich jetzt die beiden Streithähne im Marmeladeglas versöhnt und im Roman oder es ist ja nur eine Erzählung den Krieg beendet haben, fällt und vielleicht in Wirklichkeit die Atombombe auf den Kopf, der dritte Weltkrieg hat begonnen und hunderttausend Soldaten sind in der Ukraine auf beide Seiten gestorben und wie kommen die eigentlich dazu?

Also den Mund halten und stattdesen Netflex sehen und zu schreiben aufhören? Natür,ich nicht. Jetzt ein bißchen bloggen, da schreibe ich ja auch und dann mit dem Korrigieren weitermachen und meine Leser werden sehen, was dabei herauskommt und wie es mir dabei geht und ich plädiere natürlich für das realistische Schreiben und auch darüber das Unmgögliche zu versuchen, denn nur so kann es weitergehen, auch wenn die Literatur nicht wirklich viel erreichen kann und das vielleicht auch bisher nicht tat. Trotzdem weiterschreiben. Das Bäumchen pflanzen, auch wenn man morgen stirbt. Ich werde das höchstwahrscheinlich tun.

Heute ist mitten in der Nacht

Die Pandemie, hatte auf das Schreiben der Autoren offenbar eine größere Auswirkung als ich bisher glaubte, wo ich ja nach dem ersten Buch der Marlene Streeruwitz immer hörte, “Covid interessiert uns nicht! Und nicht schon wieder ein Covidroman!”

Aber jetzt tauchen plötzlich Bücher auf, die sich mit dem Sterben beschäftigen, wo eine Bestatterin mit ihren Toten spricht oder die Reinigungsfirmen dann die Wohnungen aufräumen, wo die Leute einsam gestorben sind.

“Mit Sprache unterwegs” hat sich mit der Armut im Alter beschäftigt ,und dann diskutiert ob die Insprachnahme der mobilen Pflegedienste oder die Pflegeheime besser wären?

Die Pflegeheime nicht, denke ich, habe das schon früher gedacht, nach Covid, wo man seine Angehörigen aber noch immer nicht ohne Test oder Maske besuchen darf und die Leute dort monatelang keine Besuche empfangen durften und einsam gestorben sind und Covidist schon sowieso schwer zu erklären. Ein Dementer wird sich vielleicht vor den pflegenden Zoombies, die da auf einmal auftauchten gefürchtet haben.

So weit so gut, und eigentlich eine Themenverfehlung, denn es geht ja um das neue Buch, der 1980 geborenen Kerstin Preiwuß, die in Leipzig lebt, beim “Bachmann-Preis” gelesen hat auf der Buchpreisliste stand und jetzt auch noch Professorin am Leipziger Literaturinstitut ist, das den klingenden Namen “Heute ist mitten in der Nacht” hat, wo man natürlich einen Roman vermuten würde.

Aber nichts davon, es sind eher lyrische persönliche kleine Stücke, die sich mit der Angst und dem Tod beschäftigen, in Zeiten, wie diesen, wo wir von der Pandemie in den Ukrainekrieg und die Weltkriegangst stolperten, absolut verstänlich und vielleicht ganz schön, während einer Panikattacke oder nach dem Verlust eines Lieben, dieses Buch zu lesen.

Die kleinen Stückchen beginnen mit einem Autorstoperlebnis der Autorin in Frankfurt, wo sie wahrscheinlich einer Vergewaltigung entkam und dreht sich dann, um die Angst. Wo sie anfängt und wo sie kommt, beim Autofahren wahrscheinlich. Aber auch nach einer Fehlgeburt, die Kerstin Preiwuß einmal erlebte. Dann kommt sie zu dem Unfalltod ihres Vaters, der auf dem Fahrrad von einem Ajuto meterweit geschleudert wurde und sich dann die Angehörigen mit der Frage beschäftigen mußten, ob sie den noch brauchbaren Körper, als Ersatzteillager zu Verfügung stellen, was in Deutschland anders als in Österreich geregelt ist.

Dann geht es schon zu Covid und der Frage, ob man jetzt seine Kinder “Corona” oder “Covid “nennen soll und “Bleiben Sie gesund!”, ist der neue Gruß der Zeit, wie Kerstin Preiwuß erwähnt.

Gedichte gibt es in dem persönlichen Essay immer wieder auch:

“Jetzt ziehen wir ins Schneckenhaus./Die Zeit weiß schon Bescheid.”

Und fiktive Briefe, einen an die Kinder und eines an Emily Dickinson, die sich offenbar auch von der Welt zurückgezogen hat und die nur mehr aus ihrem Fenster hinaus betrachtete. Rose Ausländer hat das, glaube ich, auch gemacht, aber die war ja kriegstraumatisiert und da darf man keine Vergleiche ziehen.

Es gibt das Gedicht von Christine Lavant “Wieder brach er bei den Nachbarn ein…”, das analysiert wird und die Winter, Sommer, etcetera, der Zurückgezogenheit. War die Pandemie offenbar etwas, das Kerstin Preiwuß sehr ernst nahm und in Angst versetzte.

Außerdem was macht man als schreibende Frau, Kerstin Preiwuß nennt sich Schriftsteller, wenn man nebenbei noch Kinder im Homeoffice zu versorgen hat, weil die Schulen und die Kitas ja geschlossen sind?

“Es gibt mich kaum noch./Ich nehme mir nichts vor./Ich arbeitete ab./ Ich denke nicht mehr nach…”

Dann werden die Phasen des Schocks erklärt. Das habe ich auch den Pflegehelfern unterrichtet, als ich in Lainz noch die Fortbildungen machte und verschiedene Worte und Begriffe werden analysiert.

“Was deutet sich als beschaffbar an, Masken, Impfungen, Tests, sofort stellt sich die Bereitschaft ein,vorzusorgen.” Die “Hoffnung schwindet” und das “Früher wird zu einem Sehnsuchtsort.”

“Früher als wir alle noch schwelgten in Erinnerungen, die man nun als verloren betrachtet, darum mit Sehnsucht verbindet.”

Dann geht es zu den “Petitionen der Kunst”. Da gab es bei uns am Anfang einige Demonstrationen, bis diese aufhörten, wahrscheinlich weil die Förderungen kamen und die Demos dann den rechten zugeordnet wurden.

“Wir gaben alles aus der Hand, wir ließen unser gesellschaftliches Dasein ruhen, wir gaben die Kultur auf und ermahnten uns sogar dazu. Wir handelten vorsorglich.” – “Aus Gewöhnung wird also Gewohnheit.” und dann gibt es noch die “Katastrophen”, die man mit den “W-Fragen”, die man im Erste Hilfekurs oder Journalistenseminar lernt, analyasieren kann.

Dann kommt sie zu den “Kindern, die weinen, weil sie als Einzige in der Klasse positiv getestet sind.”, bis es “Plötzlich alle haben, hat man es auch und der Abstand verliert sich.” und “Nach der Krankheit kommt der Krieg”, schreibt Kerstin Preiwuß immer wieder, was sie wieder zur Angst zurückkommen läßt und dann listenartig die Situationen aufzählt, die sie in der Schule erlebt hat.

Der Ukrainie-Krieg wird erwähnt und sogar die Gedichte der Kaiserin Sissi, Zusammenhänge und, die ein bißchen schwer zu verstehen sind, wenn man nicht aufmerksam genug liest, um die Gedankensprünge der Autorin zu verstehen, die mit diesen Buch sich in einer sehr schönen Sprache, mit der Sprache, wohl auch selber Klarheit gewinnen will.

“Kerstin Preiwuß, vielfach ausgezeichnete Autorin von Romanen, Gedichten und Essays legt mit “Heute ist mitten in der Nacht” einen Text vor, der Angst und Schreiben auf eindrucksvolle Weise zusammenführt und ein Zeitempfinden in den Blick nimmt, das unsere Gegenwart bestimmt.”, steht am Buchrücken.

Ein interessantes Buch in dem man über die Ängste und die Gefühle der Autorin erfahren kann.

Andi Pianka zweiteiliges Geburtstagsfest

Milena Orlando
Maria Seitz

Am einundzwanzigsten Jänner hat Andi Pianka, den ich, glaube ich, einmal über Cornelia Travniceks Blog im Cafe Anno kennengelernt habe, ihn dann auf verschiedenten Poetry Slmas hörte und mit ihm am Volkstimmefest gelesen habe, seinen fünfundvierzigsten Geburtstag und weil er das die letzten zwei Jahre Corona, bedingt nicht konnte, hat er diesmal zum zweimaligen Feiern eingeladen und zwar zuerst zum geselligen Treffen im “Käuzchen” und da habe ich überraschenderweise einige Bekannte getroffen, die ich nicht erwartet habe, nämlich Melamar und dann Maria Seitz und Milena Orlando die ich von den Osterspaziergänge der LitGes kenne.

Andi Pianka hat St. PöltnerWurzeln, habe ich ihn da doch einmal im Sonnenpark lesen und auch auf Poetryslams gehörts und danach ging es in Amerlinghaus, denn Andi Pianka ist ja ein eifriger Leser beim “Stuthe Quickie-Open stage”, wo ich ihn einmal versäumte und einmal aus seinen “Die Masken nieder-Corona-Dialoge” lesen hörte.

Aber zuerst hat Maria Seitz, die jetzt, glaube ich, einen anderen Vornamen hat, sehr gekonnt sehr experimentelle Gedichte gelesen.

Milena Orlando folgte und dann kam noch ein literarischer Beitrag von einer jungen Frau, die ein sehr hoffnungsvolles Langgedicht vortrug und von ihrer Mutter wahrscheinlich gefilmt wurde, bevor Andi Pianka wieder aus seinen alten und neuen Dialogen vortrug, die ich ja jetzt schon gelesen und besprochen habe.

Diesmal nur zwei Musikeinlagen von Gitrarre spielenden jungen Männern. Ein Lebensberater erzählte von seinem “verkorksten Leben” und, wie er davon losgekommen ist und der, der immer ein juristisches Kabarett hält, hielt diesmal eine Faschingsrede.

Andi Pianka

Interessant, interessant und ein Geburtstagsfest der anderen Art. Andi Pianka hat aber seine Geburtstagsständchen bekommen. Nachher sind wir noch lange im Amerlingbeisl gesessen und spannend die St. Pöltner Szene in Wien zu erleben und einen Open Mike im “Werkl am Goethe Hof” hat es heute auch gegeben und wieder viele Bücher in den offenen Bücherschränken in der Stiftgasse.

Die Masken nieder

“60 Corona-Dialoge und ein Märchen” hat der 1978 in Kattowice geborene Andi Pianka, der seit 1983 in Wien wohnt und seit der Jahrtausendwende literarisch tätig ist, im August in einem Buch herausgegeben, den ich, glaube ich, kennenlernte, als ich noch Corrnelia Travnicecs Blog und die Diskussion um ihre Nichtaufnahme auf die Hochschule der Sprachkunst verfolgte.

Dann haben wir wir gemeinsam am Volksstimmefest gelesen, ich habe ihn einmal glaube ich bei einem Poetry Slam in St. Pölten, wo auch der Robert gelesen hat, verfolgt und ihn dann als Corona kam immer wieder auf den Demos gesehen. Als es dann zur Impfflichteinführunga kam, hbe ich ihn um Infos angeschrieben, die er regelmäßig an Freunde verschickt, da bekam man auch immer seine Corona-Dialoge und als ich beim Volksstimmefest ausgeladen wurde, hat er sich auch kommentierend eingeschaltet.

Ein eifriger Kämpfer gegen die Maskenpflicht, der man ja auch herrlich satirisch begegnen kann, da habe ich ihn einmal im Amerlinghaus gehört, das erste Mal nach der KritLit war ich zu erschöpft dazu und das Corona Schreiben ist ja sehr interessant.

Da gab es ja schon im Frühling 2020 als die Maskenpflicht eingeführt wurde und der Lockdown herrschte, die ersten Texte. Das Buch der Marlene Streeruwitz zum Beispiel, das ich durchaus kritisch einordnen würde.

Dann kam über “Corona darf man nicht schreibe, bitte keine Corona Romane, die interessieren uns nicht!”

Ich bin ja, glaube ich, Top in Corona Texten und stehe da höchstwahrscheinlich an der Spitze. Zwölf Corona Bücher und unzählige Texte im “Geflüster”, der liebe Andi ist aber auch sehr tätig und wenn man über Corona lachen will, was sehr gesund sein soll, sind seine Dialoge sehr zu empfehlen.

Das Buch wurde von Nadia Baha, die, glaube ich, auch am Volksstimmefest gelesen hat, lektoriert, die Illustrationen stammen von Stephen Reeder und die Motti wurden von George Orwell aus dem berühmten “1984” und Nena gespendet:

“Die Frage ist nicht, was wir dürfen, sondern die Frage ist die, was wir mit uns machen lassen!”

Im Vorwort schildert Andi Pianka, daß er sich ab März 2020 in einem falschen Film fühlte, was ich nur bestätigen kann, denn da habe ich mich auch im dystopischen Raum gefühlt und mich gefragt, wie man darüber schreiben kann, wenn man mitten in der Satire steckt?

Es gibt inzwischen viele politische und gesundheitliche Corona Bücher, einige davon habe ich gelesen, schreibt Andi Pianka und sein Buch enthält sechzig Dramulette, die zwischen dem März 2020 und März 2021 entstanden sind.

Und jetzt hinein in die neue Skurrilität, die jetzt hoffentlich ein bißchen vorüber ist und die damalige Normalität mit ihrer Überspitzung.

Da gibt es gleich eine Liveschaltung mit einem deutschen Virologen “Corona ist unser aller Tod. Billionen, ach nein, Billiarden Menschen werden daran erkranken und Trillionen davon stäääärbn”

“Herr Doktor, wie valide sind denn ihre Prognosen?”

“Na glauben Sie ich wäre invalide?”, sind wir gleich in den März 2020 hineingesprungen.

Dann geht es in den Supermarkt und als der erste Lockdown vorrüber war, in ein Wiener Cafehaus, wo eine alte Dame endlich wieder ihr Kaffetscherl und ihre Sachertorte genießen will. Das wird vom Kellner Rudi mit der Spritze subkutan bze. rektal serviert.

In einem Park wird mit nötigen Abstand Schach gespielt, was aber dem Inspektor Karl nicht gefällt, wenn sich der König mit den Bauern vermischt.

Dann fliegt der Schüler Nils, der auf einen Outdorrausflug einer Wildgans eine Maske aufsetzen soll, mit ihr noch schnell davon, bevor der Schweden-Route geschlossen wird.

Man sieht Meister Andi hat es faustdick mit der Satire hinter den Ohren und ist auch literarisch sehr bewandert.

Im Frühling 2020 durfte man ja nur im selben Haushalt auf der Parkbank sitzen oder Händchen halten und Räuber mit ohne der Maske haben da ja, glaube ich, auch Banken überfallen.

Das Gläschen Wein unseres Bundespräsidenten, der dieses einmal nach der Sperrstunde konsumierte, wird thematisiert und wenn man ohne Handy und ohne App ein Magistrat besuchen will, wird gleich die Psychiatrie informiert, damit sie mit der Zwangsjacke kommen kann.

Der Vermieter Rudi bringt der Mieterin Corona-Impfplätzchen und spielt dabei russisches Roulette und das Einkaufen ist in Corona-Zeiten und die der Klimakrise auch recht schwierig geworden.

Die Journalisten verhalten sich bei Andi Pianka bei den Wahrheitskonferenzen des virologischen Quartetts kritischer, als ich das bei den PKs erlebt habe, denn da haben die, soweit ich mich erinnern kann, von den Politikern immer strengere Maßnahmen gefordert, so daß Kanzler Kurz einmal sogar eher hilflos sagte “Aber strenger gehts nicht mehr!”

Wenn das Kind “Mama” statt “Maske” als erstes Wort sagt, wird der Mutter vom Inspektor gleich die Abnahme angedroht, ja so wars und habe ich gehört, daß das passieren kann, wenn man die Quarantäneregeln nicht vorschriftsmäßig beachtet und in der Schule wird inzwischen das richtige Verhalten bei der Corona Ampel eingeübt, die gilt auch in den Restaurants, was dazu führen kann, daß der Gast wenn die Ampel auf rot geschaltet wird, nicht mehr zahlen darf und der Wirt hat das Nachsehen .

Die trendy Pam und ihre Umfaller wird auch verarscht und der Ex-Kanzlersager, daß das Virus mit dem Auto kommt und wenn die Bäuerin in Quarantäne ist, darf sie ihre Kühe nicht mehr versorgen.

In die Psychotherapiepraxis geht es auch, wohin die Mütter kommen, wenn die Kinder Schwierikeiten mit den Masken haben, eine Erfahrung die ich bestätigen kann, wenn ich auch anders reagierte, als die skizzierte Psychotherapeutin und wenn man beim ärztlichen Notdienst anrief und kein Corona hatte, wird einen geraten sich dringend anzustecken, denn sonst wird man nicht versorgt.

Dann gehts zu Pippi Langstrumpf, die über die Maskenverordnung lachen kann und man sieht Antonio Fian hat in Andi Pianka einen wahren Dramulette Meister gegenübergestellt bekommen und den ersten Meister habe ich ja einmal bei Maskenkneten im Stream beobachten können.

Zu Halloween betritt der Kanzler die Schule und verbietet den Kindern das Feiern, das hat Exex- Gesundheitsminister Anschober im Oktober 2020 auch getan:

“Da lassen wir die Sau heraus, aber bitte erst im nächsten Jahr!”, und ich war da bei einer Corona- Demo.

Und das virologische Quartett übt sich auch im Singen von Weihnachtsliedern:

“Morgen kommt der Weihnachtsmann

Kommt mit seinen Gaben.

Maske Impfung, Hausarrest,

App und Lockdown und der Test.

Ja am besten gar kein Fest

Möcht ich gerne haben.”

Um das Angstmachen geht es auch, das ja noch heute bei einigen, wie erst kürzlich merken konnte, herrlich funktioniert, aber am Schluß des Märchen, durchschauen die Leute die Angstmachen und stürzen den Kanzler und seine Experten und alles wird wieder gut.

Leider nicht so ganz, denn die Pandemie hat sich inzwischen, wie wahrscheinlich zu erwarten war abgeschwächt und als epidemisch erwiesen. In China rauscht das Virus aber durch, weil die Null Covid-Strategie ja nicht wirklich funktioniert. Die Inflation ist gestiegen und bei den klimakatastrophen kann man das Ganze dann aucch wieder anwenden, wenn es schon das erste Mal so gut funktioniert hat und weil die Dialoge im Sommer 2020 enden und sich das Ganze inzwischen sehr verändert hat, noch ein paar aktuelle Dialoge, die mir der liebe Andi neulich schickte.

Und da geht um den Bürgermeister Kim Jong Lud-Wig und das Zwangstesten der chinesischen Touritsen und, daß er nicht daran denkt, das Maskentragen in den Öffis abzuschaffen, aber das müssen wahrscheinlich die Menschen selber machen, wie der müde Kontrolleur einer maskenlosen Passantin sagt.

Also warten wir ab, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird und ich kann Andi Piankas Corona-Dialoge, als Erinnerung, wie skurril das Ganze vor zwei Jahren war, wirklich nur empfehlen.

Am Schluß dankt er noch seinen Freunden und den Gleichmeindenden für die Unterstützung und da kann ich mich auch dazuzählen.

Vorschau auf „Gestohlene Jahre“

Wieder die Vorschau auf das demnächst erscheinende Buch.

Die Sechste, glaube ich, die in diesem Jahr erschienen ist.

Sind da ja auch “Wo wir waren oder hundert Seiten Depression”, “Seitengewitter”, “Arbeitstitel Wien 2021”, “Frauenleben Frauenleiden” und “Die Uhren haben ihre Zeit verloren” herausgekommen. Geschrieben habe ich noch das “Soziale Kreditsystem” und “Flora Fauns Bücherberge”.

Ich bin sehr fleißig und die Pandemie mit ihren Maßnahmen interessieren mich ja so sehr, daß ich sie von allen Seiten beleuchte.

Und die “Gestohlenen Jahre” handeln im Jahr 2025. Wieder bin ich in die Zukunft gegangen, die Pandemie ist vorbei, die Schäden aber da oder es wird versucht wieder aufzuräumen und von vorne zu beginnen und so trifft Barbara Windisch ihren Freund Simon wieder, den sie im Februar 2022 aus den Augen verloren hat.

Ein Textbeispiel habe ich schon zu Zeiten des “Bachmann-Preises” veröffentlicht, denn Simon soll mit seinem Roman “Die gestohlenen Jahre” daran teilnehmen und liest auch in der “Alten Schmiede”.

Jetzt wieder zu den drei Fragen, mit denen man das Buch, wenn es erschienen ist, was hoffentlich bald passiert, gewinnen kann.

  1. Um was geht es in dem Buch?
  2. Warum haben Simon und Barbara den Kontakt miteinander abgebrochen und auf welcher Demo ist das geschehen?
  3. Wo treffen sich die beiden wieder und wer ist sonst dabei?

Die Antworten sind wahrscheinlich im Text oder in den Arbeitsberichten zu dem Buch, die ich wieder verlinken zu finden:

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Über eine Leserunde in der wir über das Buch diskutieren können, würde ich mich freuen, also bitte melden wenn man mitmachen will oder dann kommentieren.

Wieder ein neues Corona-Buch

Jetzt ist es da mein achtes erzählendes Corona-Buch, die Geschichte mit der Rahmenhandlung der Fritzi Jelinek, die es lektoriert hat und für den Verleger den Autor suchen soll, weil es den “Rauriser-Förderungspreis” bekommen hat.

Das zweite Buch das ich in diesem Jahr geschrieben habe. Im März den Rohtext in zwei Tagen hinuntergetippt, weil die vierzehn Episoden, wie es im Untertitel heißt waren schon da, in meinen früheren Corona-Büchern, wie beispieslweise im “Frühlingserwachen”, wo sich der Egon Herweg nicht mehr auskennt oder in “Mathilde im Coronaland”, die meisten gab es schon im “Literaturgeflüster”, ein paar habe ich extra dafür geschrieben und so geht es durch die Corona-Jahre und erzählt die Geschichte der Pandemie oder meine Sicht darauf von Beginn an bis zum Februar 2022, wo der Ukraine-Krieg gerade begann.

Ich löse wieder die Gewinnspielfragen auf: Das Besondere ist, daß das Buch ritsch-ratsch geschrieben wurde, es eine Rahmenhandlung mit der Fritzi Jelinek hat, die schon in der “Absturzgefahr” Pensionsschockdepriession oder Selmas Kopftuch” vorkommt und das Foto von dem kleinen Schultütenbuben, das die Fritzi im Manuskript fand, habe ich im Februar in der Bücherzelle in Harland in einer der Nobelpreis-Anthologien gefunden.

Jetzt wünsche ich wieder viel Spaß beim Lesen und mir eine Leserunde. Wer also das Buch lesen und mir hier darüber kommentieren will, bitte melden und Rezensonsexemplare stelle ich auch gern zur Verfügung.

Verschwörung

Jetzt kommt eine Überraschung, nämlich ein Krimi von Petrus Markaris, der sich mit der “Pandemie” beschäftigt und offenbar im vorigen Jahr geschrieben wurde oder dort handelt.

Und ich habe den 1937 in Istanbul geborenen gut Deutsch sprechenden griechischen Autor, einmal, glaube ich, bei der “Literatur im Herbst” im Odeon-Theater kennengelernt und das erste Mal bin ich mit ihm, bzw. seiner Literatur einmal in Leipzig in Berührung gekommen. Das war lange vor der Zeit, als ich akkreditiert war und Kontakt zum Verlag hatte. Da habe ich beim “Diogenes-Stand” gesehen, wie dort Bücher ausgeteilt wurden, bin hingegangen und wollte auch eines haben.

“Das ist nur für Buchhändler!”, hat mir mir gesagt. Ich habe dann doch eines bekommen und meinen ersten Markaris-Krimi gelesen. Inzwischen, glaube ich, noch ein paar. Eines über die Krise “Finstere Zeiten”, habe ich schon gebloggt und wahrscheinlich noch ein paar andere gefunden und jetzt ein Buch über die Pandemie.

Hurrah, hurrah, da mich dieses Thema, wie meine Leser wissen, sehr interessiert und ich schon viel darüber gelesen und geschrieben habe und mich auch die Frage beschäftigt, darf man über dieses Thema schreiben oder gilt man für unliterarisch oder sogar für schwurblerisch, wenn man man das tut?

Diese Frage hat mich auch beim Lesen des Buches sehr beschäftigt, beziehungsweise, ob das jetzt ein Krimi ist, denn eigentlich geschieht am Anfang gar nichts Verbotenes dabei, zumindestens nach den Vor- Corona-Vorstellungen.

Denn es beginnt mit den Abendessen bei den Charitos beziehungsweise deren Tochter und dem kleinen Enkel Lambros, der um vom Virus nicht angesteckt zu werden, nicht mehr von seiner Kinderfrau aus dem Obdachlosenheim betreut werden darf. Der Vater ein Arzt, will das nicht. Deshalb übernimmt das Adriani, Kommissar Charitos Frau und was für österreichische Begriffe seltsam scheint, es wird viel geküßt dabei, obwohl Masken getragen, die Kleider gewechselt werden, es eine Ausgangsperrte gibt, die natürlich nicht für Polizisten gilt.

Und Fanis, der Schwiergersohn ist in seinen Spital sehr überlastet. So kommt es zum Streit mit seiner Frau Katerina, einer Rechtsanswältin und der zweijährige Enke wird dadurch traumatisiert.

Dann geschieht ein Selbstmord. Ein alter Linker hat sich umgebracht und in seinen Abschiedsbrief darauf hingewiesen, daß er die Menschen aufrütteln will, sich nicht alles gefallen zu lassen.

“Es lebe die Bewegung der Selbstmörder!”, endet der Brief und die Polizei bzw. die Minister drehen durch. Denn was ist wenn es zu Demonstrationen kommt? Es kommrt auch dazu und zwar stellen sich da die Geschäftsinhalber in ihre geschlossene Geschääfte und haben Plakate “Wir haben Hunger!”, in der Hand.

“Tut etwas!”, fordern die Minister die Polizei auf. Aber die kann nichts tun, denn allein in der Auslage stehen, ist nicht verboten.

Es folgen noch einige Selbstmorde und das wird dann auch in Facebook gepostet. Die Polizei beginnt zu beobachten. Es kommt noch zu einigen Demonstrationen, wo eigentlich nicht viel Ungesetzliches passiert. Aber dann meldet sich die “Kämpfer von 2021” und halten Impftransporter mit ihren Motorrädern auf, schlagen die Fahrer zusammen und es wird auch ein Arzt ermordet, der sich sehr für die Herdenimmunität einsetzte.

Und das ist jetzt interessant, weil wir ja inzwischen wissen, daß es gar keine Herdenimmunität geben wird, weil man trotz Impfung auch angesteckt werden kann. Aber die Kämpfer regen sich über das Wort auf, wollen nicht zu einer Herde werden, ich dachte an die Sprache in Coronazeiten und da finde ich es schön, daß die Leiterin der Impfstraße im Austria Center jetzt nicht mehr von Impflingen und Patienten, sondern von Patienten spricht.

Und eigentlich wäre es ja gut, wenn die Impfung weitere Ansteckungen verhindert, was sie leider nicht kann.

Da wären wir also bei den Verschörungstheorien und da denke ich, die ich mich am Anfang fragte, was will Makaris mit dem Krimi sagen und ich, die ich mich ja anfangs sehr gewundert haben, wieso die Linken da nicht protesieren, sondern das offenbar die Rechten tun oder ihnen zugeschoben wird, habe das sehr gut gefunden, daß da die Menschen zum Handeln aufgerufen wurden.

Das mit der Herdenimmunität klingt aber etwas naiv und nicht richtig, ist aber wahrscheinlich der Trick von Petrus Makaris einen harmlosen Krimi aus diesem heiklen Thema zu machen und ich habe mich am Anfang auch gefragt, wie die Leser das Buch aufnehmen werden? Ob sie, noch dazu, da jetzt in Österreich ja auch ein Selbstmord einer Ärztin passe, “Schwurbler!”, schreien und den Autor so ausbuhen, wie Dietmar Füssel am “Tag der Freiheit des Wortes” ausgebuht wurde?

Aber am Ende wird das Buch ein ganz normaler aufgeklärter Krimi. Petrus Makaris schildert auch viel Familienglück und alles findet ein harmonisches Ende.

Wie das Buch ankommen wird, will ich noch immer gerne wissen. Leider habe ich da bei “Amazon” noch nichts gefunden, weil das Buch ja erst im Juli erschienen ist.

Das Buch wurde übrigens Andrea Camilleri gewidmet und wurde von Michaela Prinzinger übersetzt.

Pandemia

Im April 2021 ist der 1960 in Wels geborene Grünpolitiker und ausgebildeter Volksschullehrer Rudi Anschober als Gesundheitsminister wegen gesundheitlicher Überlastung zurückgetreten und hat irgendwann später angekündigt ein Buch über die Pandemie zu schreiben.

Zuerst habe ich, glaube ich, gehört, daß es eine Art Krimi werden soll. Jetzt ist ein fiktives Sachbuch daraus geworden und Bücher über die Pandemie interessieren mich natürlich sehr, habe ich selbst ja schon zehn darüber geschrieben. Acht sind davon schon veröffentlicht und unzählige “Literaturgeflüster-Artikel” gibt es bei m ir über dieses Thema und ich habe auch schon einige Covid-Bücher gelesen.

Fiktive, wie die “Mauern” oder “Corona in Buchenwald”. Das Erste war das von Paulo Giordano gewesen. Dann kam “Corona-Fehlalarm”, an dem ich ganz ehrlich nicht viel auszusetzen habe und das sich mit meiner Meinung über die Pandemie deckt.

Die “Pandemischen Zeiten” habe ich gelesen, den “Lockdown 2020” und die “Neue (Ab)Normailtät” von Robert Misik.

Also wie auch bei meinen übrigen Leseverhalten, ein Springen von links nach rechts und ein Blicken über den Tellerrand, denn ich bin ja an Vielen interessieren und bezüglich Pandemie interessieren mich alle Sichtweisen, wie ich auch außerhalb Covid denke, daß es wichtig ist, sich alles anzuhören und mit allen zu sprechen. Bei Covid und der gespaltenen Gesellschaft in die wir durch sie gekommen sind, gilt das ganz besonders.

Vor kurzem habe ich auch noch ein Sachbuch über die neue Volksskrankheit “LongCovid” gelesen und jetzt das neue Buch von Rudi Anschober, den ich für sehr symphathisch finde, das, wie ich gerade in einem Interview höre, eine ungewöhnliche Schreibweise hat und schwer in der Form einzuordnen ist.

Das finde ich an dem Buch sehr interessant, denn ich habe mir gedacht, daß es wohl nicht möglich ist, als ehemaliger Gesundheitsminister, der die Freiheits- und Grundrechte einschränken mußte oder das zu müssen glaubte, denn Schweden hat das ja viel weniger getan, aus der Schule zu plaudern. Daß er bedroht wurde und Personenschutz benötigte, steht auch in dem Text.

So ist das Buch also, was wahrscheinlich auch zu der harmonisierenden Persönlichkeitsstruktur Anschobers, wie ich einschätzen würde, passt, ein Versuch geworden, die letzten zwei Jahre oder die Zeit seiner Ministertätigkeit zusammenzufassen und am Schluß noch Ausblicke, wie man es besser machen könnte, zu geben.

Es beginnt also beschreibend, fiktive Erlebnisberichte gibt es auch und immer wieder mit genauen Datum versehen, die “Berichte aus dem Maschinenraum”.

Ganz schnell wurde er ins kalte Wasser geworfen, im März 2020 mußte er Entscheidungen treffen, die Freiheitsrechte beschränken, den Lockdown immer mit dem Wunsch Menschenleben zu retten, beschließen und stand dabei auch in Konkurrenz mit dem damaligen Bundeskanzler Kurz, als seine Beliebtheitswerte größer wurden.

So geht es durch das Jahr 2020, wo es noch das ursprüngliche Wuhan-Virus gab und man noch nicht viel über des Virus wußte, beginnend mit dem Krankheitsbericht, einer Frau, die an Covid erkrankte, wobei unklar war, wo sie sich ansteckte, war sie ja weder in Italien noch in China. Sie merkte aber schnell, eine normale Grippe ist das nicht und wurde später zur Long Covid-Patientin. Dann gibt es eine Buchhändlerin, die versucht online ihre Bücher auszuliefern und Onlinelesungen für Kinder veranstaltet, was mich sehr an die “Seeseiten Buchhandlung” erinnerte, die das im Frühling 2020 tatsächlich so machte und ich mir öfter auch ihre Videos angehört hatte.

Es gibt die Berichte einer Wissenschaftlerin, die versucht ihr Wissen über diese Krankheit weiterzugeben, was mir manchmal etwas unverständlich war, die einer Ärztin und noch unzählige Fallberichte, wie es beispielsweise in Ischgl und Beispiele von Menschen, die es nicht schafften, sondern an Covid gestorben sind. So geht es durch das Jahr und durch das, was da passierte. Die Einführung der Maskenpflicht, die Lockerung der Maßnahmen, Verschärfung ab Herbst, Einführung der Ampel, neuerlicher Lockdown, bis zur ersten Impfung Ende Dezember.

Rudi Anschober sieht natürlich vieles anders als ich, die ich ja sehr kritisch bin, versucht sich aber auch mit seinen Gegnern auseinanderzusetzen und hat die, die ihn beschimpften, auch angerufen um sie zu verstehen und ist jetzt auch sehr viel auf Lesereise, um sein Buch vorzustellen, wo er versucht, die Leute zusammenzubringen.

Das zweite Jahr beginnt mit dem Druck und der Unzufriedenheit bezüglich des Impffortschrittes. Hier kommt auch Kritik an Kanzler Kurz auf, der Anschober ja in Stich gelassen hat, als der im Krankenhaus lag und den russischen Impfstoff nach Österreich bringen wollte. Von den Massentests wird zu den Zugangstests, um zu den Dienstleisternzu dürfen, umgeschwenkt. Die Restaurants waren ja noch zu und Anschober versuchte verzweifelnd weitere Öffnungen, wie von der ÖVP gefordert, zu verhindern.

Im April kommt es, wie schon erwähnt zum Rücktritt mit Tränen, vielen Blumen und Mohnstrudel, Anschobers Lieblingsmehlspeise und Anschober kann endlich mit Partnerin und Hund spazierengehen, der wie ich bei dem schon erwähnten Interview hörte, inzwischen gestorben ist.

Dann geht es weiter mit den fiktiven bzw. anonymisierten Fallbeispielen. Da wird ein neunundsechzigjähriger Impfgegner angeführt, der auf Demos geht. Die sehe ich, die ich ja auch dort gewesen bin, anders, als der Ex-Minister und habe auch nicht gewußt, daß Heriberts Kickls Infizierung zu einem Spitalsaufenthalt führte, was mich, als ich das gelesen habe, erstaunte.

Es gibt ein rührendes Kapitel dreier Krankenschwestern, die sich Jahre nach ihrer Ausbildung in einer Konditorei bei Kaffee und Kuchen treffen. Einer ist es, wie Anschober gegangen. Sie hat, um sich selbst nicht kaputt zu machen, gekündigt. Die andere wurschtelt weiter und versucht mit ihrem Team sich gegenseitig zu unterstützen. Die Dritte hat das Kündigungsschreiben auch geschrieben, nimmt es täglich auf die Station mit und trägt es dann wieder nach Haus.

Als Anschober das Buch geschrieben hat, hat das dritte Pandemiejahr schon begonnen und am Schluß kommt es zu den Ausblicken.

Da empfiehlt Anschober zur weiteren Pandemiebekämpfung den dritten Weg. Es kann nicht mehr allein weiter gewurschtelt werden und ein Laufen lassen ist es auch nicht. Es braucht stattdessen gesamteuropäische Strategien.

Bei den Weltweiten hätte ich Schwierigkeiten, wenn ich an den Weg Chinas und den Lockdowns in Shanghai denke und das Buch schließt mit dem Beispiel einer Schule, wo sich alle Lehrer und Schüler solidarisch gegen Grippe impfen ließen, um einen immunsupprimierten Schülern den weiteren Schulbesuch zu ermöglichen.

Da hätte ich, so schön das auch klingt, auch meine Schwierigkeiten.

Aber Omikron ist inzwischen schon durchgelaufen und die Zahl der Covid-Patienten auf den Spitälern und Intensivstationen hat sehr abgenommen.

Vielleicht wird oder könnte es im dritten Jahr besser werden, die spanische Grippe hat auch einmal geendet. Warten wir, obwohl es jetzt offenbar schon ein neues Affenpockenvirus gibt, vor dem gewarnt wird, also ab und ich habe das Buch sehr interessant gefunden.

Vieles habe ich schon gewußt, einiges war neu für mich und einiges, wie die Impfpflicht und die Lockdowns für die Ungeimpften wurde nicht thematisiert und natürlich wünsche ich Rudi Anschober für seinen weiteren Lebensweg, seine Gesundheit und seine journalistische Karriere, die er anzustreben scheint, alles Gute!