Literaturzeitschriften in der AS

Statt zum Festakt des österreichischen Buchpreises, wo ich ja ohne Corona wahrscheinlich gegangen wäre, habe ich mich an meinem Geburtstag in die “Alte Schmiede” gestreamt, denn da gab es zwei Veranstaltungen im Rahmen der “Literatur als Zeitschrift-Reihe” und zwar ist da zuerst Hanno Millesi unter den Titel “Wenn ich nicht krank wäre, wäre ich diplomatischer” gemeinsam mit Fermin Suter aufgetreten, der offenbar ein neuer AS-Mitarbeiter ist und der 1966 geborene Hanno Millesi gehört ja, wenn es so etwas gibt, zu meinen Lieblingsautoren.

Kennengelernt habe ich ihn wahrscheinlich in den Neunzigerjahren jedenfalls in der Zeit, als Ernst Kostal, ein Pschiatrie-Betroffener im Literaturhaus im Rahmen der GAV seine “Wahnsinn-Symposien abgehalten hat. Da habe ich gelesen und Hanno Millesi hat, wie ich mich erinnern kann, sehr beeindruckende Texgte gelesen, die mirsehr gefallen haben. Dann hat er mal beim “Bachmann-Preis” gelesen und, ich glaube, nichts gewonnen. Ich war bei mehreren seiner Lesungen, konnte auch einmal mithelfen, daß er eine “Buch-Prämie” bekommen hat, vor ein paar Jahren ist der auf der Öst gestanden und jetzt war ich bei bißchen irritert, weil ich mit dem Titel nichts angefangen konnte und auch Verständischwierigkeiten hatte, weil der Ton sehr leise war.

So viel ich mitbekommen habe ist es um eine Zeitschriften-Anthologie gegangen, die Milessi gemeinsam mit dem neuen österreichischen Buchpreisträger Xaver Bayer herausgegeben hat und da speziell mit der Frage Literatur und pschische Erkrankungen.

Das hat mich an Ernst Kostal und seine Symposien erinnert und auch Irene Halpern, die ja in der Zeitschrift “Kuckucksnest, die ich lange abonniert habe und die sich mit pschisch Erkrankten beschäftige oder von denen geschrieben wurde, publizierte und auch Pschiatrieerfahrungen hatte.

Die ist schon lang gestorben, ist aber zu Lebzeiten, wie ich meistens in der zweiten, in der ersten Reihe der damaligen “AS” gesessen. Das ist aber so lange her, daß ich schon fast darauf vergessen habe. Inzwischen hat sich das oder mein Verständnis der Psychiatrie auch sehr geändert.

Heute spricht man von Integration, damals in den Siebzigerjahren, wo ich auch Psyschologie studierte, war der Steinhof heute Otto Wagner Spital ein Schreckgespenst, es gab noch den Primar Gross und auch den Leo Navratil und von den hat Hanno Millesi gelesen, der hat sich ja mit der Kunst der Schizophrenen in Gugging im “Haus der Künstler” sehr beschäftigt und hat auch viele Künstler der Avantgarde, wie Ernst Jandl und Friederike Mayröcker beeinflußt.

Diese Namen wurden von den beiden Referenten, glaube ich, erwähnt und ich kann mich an die Gedichte der ersten “Ohrenschmaus Preisträgerin Renate Gradwohl “Küssen lernen”, beispielsweise erinnern, daß die mich sehr an Jandl erinnert haben, da hätte aber Jandl wenn er noch gelebt hätte, abgeschrieben und nicht umgekeht.

Es wurde noch ein anderer Name erwähnt, den ich aber nicht recht verstanden habe oder nicht viel anfangen konnte. Der Ton war, wie gesagt sehr schlecht und viele Literaturzeitschriften, wie das “Freibord”, das “Protokolle”,”Fettfleck und Löwenmaul”, etcetera, wo diese Texte publiziert wurden und das finde ich interessantt und besonders natürlich, daß ich Hanno Millesi ja bei den “Wahnsinn-Symposien” kennengelernt habe und wäre es kein Livestream sondern eine Realveransaltung gewesen, hätte ich ihn danach gefragt.

Dannn gab es eine kleine Pause und dann ging es mit den “Manuskripten”, die ja heuer ihren sechzigen Geburtstag feiern, weiter und das ist oder war ja Österreich größte oder bedeutenste Literaturzeitschift, herausgegeben Neunzehnhundert sechzig von Alfred Kolleritsch, der ja dieses Jahr gestorben ist und weil es vor einer Woche die “In Memorium-Veranstaltung” im Literaturhaus gegeben hat, habe ich mich da ja erst mit meinen “Manuskripte-Erfahrungen”, die ja sind, daß ich lange ein Abo von der Stadt Wien, aber nie einen Text drinnen hatte, obwohl ich sehr lange und sehr oft hingeschickt habe, auseinandergesetzt.

Aber damals war, wie das im Gespräch mit Lena Brandhauer, glaube ich, auch erwähnt wurde, eine sehr experimentelle avantgardische Zeitschrift, Handke, Jelinek, Frischmuth, Mayröcker etecetera, haben darin publiziert, heute ist sie, glaube ich, viel realsitscher, aber heute schicke ich nicht mehr hin und würde höchstwahrscheinlich auch heute nicht genommen, weil meine Sprache wahrscheinlich als nicht gut genug betrachtet werden würde.

Andreas Unterweger ist jetzt der alleinige Herausgeber und er hat nach Lena Brandhauers Einleitung, ein bißchen von der Geschichte erzählt und ein paar der Zeitschriften hochgehoben, die ersten und die letzten, das letzte ist Alfred Kolleritsch gewidmet und vier Lesungen von durchaus realistisch schreibenen Autoren bzw. Autorinnen gab es auch, nämlich als erstes Laura Freudenthaler, die heuer beim “Bachmann-Preis” gelesen und etw as gewonnen hat, dann die mir bisher unbekannte Sarah Kuratle, Angelika Reitzer, von der ich schon einiges gelesen habe und die ja auch lange ikn der as die mir sehr legendär erschienen Textvorstellungen moderierte, wo einige inzwischen bekannt gewordene Autoren, das erste Mal gelesen haben, ich glaube einer war Andreas Unterberger, aber der war mir schon von der Zeit, wo ich mit Andrea Stift kommentierte, bekannt und der letzte Leser war Hanno Millesi, die vier ausgewählten Autoren hatten einige Texte in den “Manuskripten”, am meisten wohl Angelika Reitzer und Andreas Unterberger erzählte im Anschluß noch, wie es mit der Zeitschrift weitergeht und, wie das Zeitschriftenmachen in Corona- Zeiten ist, wieviele Manuskriüte sie täglich bekommen und wieviele oder wie wenige sie nehmen und auch wieweit sich der Stil der Zeitschrift gewandelt hat, was ich sehr interessant fand, weil es mir auch schon aufgefallen ist.

Jetzt bekomme ich die Zeitschrift ja nicht mehr, habe mich aber jetzt doch zweimal in kurzer Zeit mit ihr beschäftigt und zu Literaturveranstaltungen gehe ich ja auch nicht mehr und weiß auch nicht wann und ob ich wieder dorthin kommen werde. Das Livestreamhören ist ein Ersatz und ich gehöre ja auch zu den autoren die sich sehr mit Corona beschäftigen und viel darüber schreiben und auch Andreas Unterberger erwähnte, daß viele der eingeangten Texte Corona-Erfahungsberichte sind, was ich sehr interessant fand.

Der achtundzwanzigste Open Mike

Der Open Mike ist eine Literaturveranstaltung, die, glaube ich, aus dem Amerikanischen kommt. Offenes Mikrophon, da heißt jeder kann hingehen, seine Sachen vorlesen und das Publkum johlt oder schreit, so habe ich mir das zuminstesten vorgestellt.

Ich bin damit, glaube ich, in den Neunzigerjahren, wahrscheinlich ziemlich zeitgleich mitdem Poetry Slams in Berührung gekommen, die zumindestens in meiner Wahrnehmung etwas Ähnliches sind.

Mein erster Poetry Slam war der im Cafe Stein, den hat, glaube ich, “Droschl” veranstalten. Da mußte man sich schriftlich bewerben und wurde ausgewählt. Das wurde ich natürlich nie, war aber einmal in einer Jury und habe dabei auch etwas verwechselt.

Bei denen im Literaturhaus kann, glaube ich, jeder lesen, den das Los erwählt, ich bin aber nie bei einem angetreten, weil ich denke, ich habe den Rhythmus nicht, daß ich da was gewinnen könnte.

Mit dem Open Mike bin ich durch die Bezirkszeitung in Berührung gekommen, da hat damals eine Bezirksrätin oder andere Politikerin solche Veranstaltungen, man konnte hinkommen und wurde ausgewählt oder nicht.

Einmal habe ich da gelesen, war kein besonderer Erfolg und im Cafe Stein gab es auch einmal einensolchen, den, glaube ich, Walter Famler veranstaltete. Da habe ich ein Stück aus den “Wiener Verhältnissen”, die ich damals schrieb, gelesen und kann mich erinnern, daß mich Walter Famler vorzeitig unterbrochen hat.

Einen Literaturslam hat bei der “Anderen Buchmesse” auch gegeben, wo ich, glaube ich, vier Mal gelesen habe und den es dann, als ich mich darüber beklagte, daß ich da nie was gewonnen habe, nicht mehr gab.

Im Cafe Kafka habe ich auch einmal bei einem gelesen.

Dann oder jetzt gilt der Open Mike, als, die, glaube ich, Berliner Nachwuchsveranstaltung, wo sich Leute unter fünfunddreißíg ohne eigene Veröffentlichung bewerben können. Ein paar werden dann ausgewählt. Es gibt einen Wettbewerb und einen Finalisten und die lesen dann vielleicht später beim “Bachmann-Preis” oder stehen noch später vielleicht auf den “Buchpreislisten” und auf den Seiten oder bei “Wikipedia” kann man die schon bekannten Namen lesen, die so angefangen haben und inzwischen berühmt oder zumindest bekannt geworden sind.

Es gibt da, glaube ich, auch eine Anthologie, der Alfred hat mir einmal eine solche zum Geburtstag geschenkt und einmal habe ich im Literaturhaus eine diesbezüglich Veranstaltung mit der Präsentation der Preisträger, wahrscheinlich, gehört.

Ansonsten ist das etwas, was bisher an mir vorbei gegangen ist. Bin ich ja schon über fünfunddreißig, habe an die fünzig selbstgemachte Bücher, was ja in Literaturkreisen immer noch als gaga und unprofessionell gilt.Aber heute in den Lockdown-Zeiten, wo alles ja digital und nicht mehr persönlich stattfindet, werden die Finalisten natürlich wieder über Livestream ausgewählt und so kann ich mich digtial nach Berlin oder wo immer das auch stattfindet begeben und bei “Fix Poetry” wurden, glaube ich, auch schon die Finalisten vorgestellt von denen ich nur eine, nämlich Frieda Paris kenne, die mich, glaube ich, einmal bei den O Tönen angesprochen hat und mir glaube ich ein Buch oder Zeitschrift zuschicken wollte. Sie hat an der “Sprachkunst” studiert oder tut das noch immer, auch Christel Fallenstein, über die ich wahrscheinlich mit ihr in Kontakt gekommen bin, betreut und ich habe sie auch in der “Alten Schmiede” bei der Präsentation der “Hörstücke” kurz vor dem der ersten Lockdown ausgebrochen ist, das letzte Mal gesehen.In der Jury sind diesmal Verena Günther, Marica Bodrozic und Peter Waterhouse die ich mehr oder weniger schon kenne.

Um vierzehn Uhr ging es los im “Haus für Poesie”, wo der Leiter, ein Thomas Wohlfahrt, die Bühne betrat, seine Maske abnahm, den Verlauf des Wettbewerb vorstellte, neunnzehn Autorn wurden von den sechshunder Eingesendungen von einer Lektorenschar ausgewählt. Die hatten ihren Textt vorbereitet und per Video geschickt. Es gibt eine TAZ-Jury, die einen Text auswählt und ihn in ihrer Zeitung abdruckt. Die Veranstaltung ist durch eine Verlagskollekte zuistandegekommen und Sina Ahlers, eine der Vorjahrssiegerinnen stellte dann die Autoren vor.

Ein paar Personen waren also doch live anwesend, wie auch einige der Lektoren, die die Texte ausgewählt hatte, die die Autoren dann vorstellten. De erste war Thea Mengerler, 1988 geboren, in Hildesheim studiert. Ihr Text heißt “Connect” und handelt von einer Ava, die an einem Wochenende an einem Workshop in einem Hangar teilnmmt und sich dort mit einer Teilnehmerin namens marie über das Thema Nähe austauscht, die Angst vordem Wald hat.

Dann kam die ebenfalls 1988 geborene Josefine Sopper mit “Miamar”, eine Mutter-Tochter Geschichte, die in prekären Verhälnisse leben. Der dritte Autor des ersten Leseblogs war der 1990 geborene Felix Reinhuber, der Gedichte las.

In der Pause bin ich dann ebenfalls per Livestream nach Leipzig gegangen, wo am Augustusplatz eine große Demo stattfand, die zuerst am ans Messegelände verlegt werden sollte und ein Hotel- oder Beherbergungsverbot für Demonstrationsteilnehmer soll wegen dem Lockdown, den es ja auch in Deutschland gibt, auch herrschen.

Im zweiten Block ging es dann mit dem 1985 geborenen Sebastian Gaub mit seiner Geschichte “Thomas der Nichtwähler” weiter, der Kräuter sammelt und viel vom Placeboeffekt hält und auch sonst ein wenig verrückt scheint.

Dann kam das Kollektiv Lynn Takeo Musiol und Eva Tepest mit ihrem Text “Die Reise zum Kap Zizou”, die gemeinsam lasen und den Text offenbar auch gemeinsam geschrieben haben.

Dann kam Nail Dougan, der in seiner Biografie nur geschrieben hat, daß er ein Kind von Gastarbeitern ist, an den Nägeln kaut und sich über Wasser hält, was auch schon mal interessant ist und was er schreibt sind Gedichte, die, wie der Moderator sagte, zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung hin un her switchen.

Dann folgte die 1987 geborene Franziska Gänsler, die in Augsburg geboren wurde, in Wien lebt und Finalisten des letzten Blogbuster-Preises war. ihr Text, offenbar ein Romanauszug heißt “Die Stare”, wo eine Frau offenbar mit ihrem Kind ihren Mann verlassen hat.

Dem dritten Block begann die 1993 in München gebeboren Sophia Klink, die schon einge literarischeErfahrungen hat, mit Gedichten die Namen “Affenzucker”, “Trauermantel” oder “Seeschmetterlinge” tragen.

Beeindruckend die Zeile, wo eine Mäusemutter ihren Versuchskindern, wenigstens das Frieren ersparen will.

“Ihr werdet nicht alt werden”, sagt die Mutter.”

Die 1987 in Karl Marx Stadt geborene und als “Kneipenkind” im Scharzwald aufgewachse Viginia Brunn, die ebenfalls in Hildesheim studerte las, wie moderiert wurde, aus einem politischen Text der den Namen “Sie sagten Tschernobyl” trägt und recht, autobiografisch klingt.

Die 2001 geborene Rosa Engelhardt ist wohl eine, der jüngsten Autorinnen, sie wurde von Tanja Raich vorgeschlagen und ihr, wie er genannt wurde, sehrpoetischer Text heißt “kälte ohne schnee”.

Zuletzt kam am Samstag der1988 in Leningrad geborene Daniel Jurew, der 1990 nach Deutschland übersiedelt ist, dessen Text “Borges und Eis” heißt, den ich aber wegen eines Telefonanruf von Hilde Schmölzer, die von mir wissen wollte, welche Bücher ich noch nicht habe? Am Sonntag gind es dann mit der Zusammenfassung des gestrigen Nachmittag und im ersten Block mit Marie Lucienne Verse, die von Tanja Raich ausgesucht wurde, Dominik Haitz, David Frühauf und Rebecca Gürtler weiter.

Der Text der 1994 geborenen Marie Lucienne Verse, die in Leipzig studierte, heißt “Wohnungen”.

Der nächste war dann der 1985 Domink geborene Markus Haintz mit seinem Text “Meister Lamprecht” oder so. Da habe ich gerade noch die Anmoderation gehört, weil es dann bei uns geläutet hat und die Ruth und Hilde Schmölzer sozusagen zum geburtstäglichen Mittagessen gekommen sind.

Es hat Eierschwammerlsalat, Zucchiniröllchen, Ente mit Rotkraut und Knödel und dann auf meinen Wunsch eine gute “Fruth-Geburtstagstorte” gegeben, so daß ich auch den zweiten Block versäumte und mich erst wieder zur Preisverleihung einklinken kann.

Dazwischen um zwölf wurde der Schweizer Buchpreis diesmal auch nur Online oder per Presseaussendung vergeben und da Überraschung, da hätte ich ja auf Charles Lewinskys “Halbbart” getippt und siehe da, eine für mich absolute Außenseiterin, weil sie ja mit ihrer Klagenfurter-Lesung schon Schweirigkeiten hatte, nämlich Anna Stern hat gewonnen. Ein Buch das ich erst lesen muß, wenn ich mit der österreichischen Liste fertig bin.

Um vier war es dann so weit, der Leiter des “Hauses für Poesie” kam auf die Bühne und seine Stellvertreterin. Eine Rede der die Texte ausgesucht habenden Autoren wurde verlesen und der Gewinner des TAZ-Publikumspreises, der eine Veröffentlichung ist, bekanntgegeben. Es war der türkischstämmige Nail Dogan, der dann auf der Bildwand erschien und noch einmal ein Stück aus den auch mich beeindruckenden Gedichten verlas.

Dann kamen die Jurorinnen Verena Güntner und Marica Bodrozic und verlasen ihre Laudatien, die Schweizerin Rebecca Gisler, die ich ja versäumte, hat da den ersten Preis bekommen, vielleicht kann ich ihre Lesung nachhören und dann Josefine Soppa mit dem Text “Miamar,” wo es um prekäre Verhältnisse und auch, wie die Jurorin sagte, um das gespenstische Ausgliedern der Alten auf eine Insel geht.

Dann wurde der Rede Peter Waterhouse vorgelesen, der offenbar für den Lyrikpreis-Preis zuständig war, ich habe ihn ja, glaube ich, einmal als Juror beim “Priessnitz-Preis” erlebt und war von seinen “Auswandernden” sehr begeistert und der Winner war natürlich Nail Dogan noch einmal, obwohl mir die Gedichte mi tdem “Affenzucker” eigentlich auch sehr gefallen haben.

“Ein hoch auf die “Kanaken- und Hartz vier Kinder”, die Literatur gehört auch euch sagte der zugeschaltete Doppelpreisträger dann noch.

Jeder Preisträger bekam einen symbolischen Blumenstrauß der dann im “Haus der Poesie” stehengeblieben ist und Thomas Wohfahrt betonte in seiner Abschiedsrede, was für eine seltsame Veranstaltung das gewesen, ist die er hofft, niemals wieder so zu erleben, obwohl es trotzdem sehr beeindruckend war und ich auf diese Art und Weise zum mindestens teilweise zuschauen konnte und es tut mir natürlich leid Frieda Paris versäumt zu haben, aber vielleicht werde ich sie life einmal wiedersehen und dann kann ich ihr das erzählen und jetzt kann ich mich weiter meinem Text und dem achten “Nanowrimo” widmen und hoffen, daß ich damit auch erfolgreich sein werde.

OBM 2020

Wir leben derzeit ja in Zeiten des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie die uns seit Beginn des Jahres heimgesucht hat. Da wurde Erstens im März eine Woche vor Veranstaltungsbeginn die Leipziger Buchmesse abgesagt und teilweise da heißt an einem Tag online veranstaltet. Die Frankfurter Buchmesse sollte verkürzt abgehalten werden, wurde aber, weil die Zahlen stiegen, schließlich doch nur online abgehalten, die “Buch Wien”, die, glaube ich, nächste Woche beginnen sollte und wo das Programm schon stand, zumindestens hat mir Luis Stabauer beispielweise schon im September seine Messetermine zugesandt, wurde Ende September oder Anfang Oktober, als wie erwähnt die Zahlen stiegen, zur Gänze abgesagt. Der österreichische Buchpreis wird am Montag verkündet. Der Festakt wurde gestern abgesagt und ich habe schon vor einiger zeit vom “Grützner-Literaturtest”, der die gelegentlich Bücher anbietet, eine einladung zur 3. Onlinebuchmesse bekommen, wo sich Blogger, Verlage, Autoren etcetera präsentieren können.

Ich sollte mich dort wahrscheinlich auch beteiligen, ob ich da etwas zu bezahlen gehabt hätte, weiß ich nicht so genau, denn ich habe ja schon vor einiger Zeit beschlossen mich nur auf meinen Blog zu präsentieren und jetzt ist es soweit.

Vom vierten bis achten November findet diese Messe statt, die Ersten zwei sind mir offenbar entgangen.

Von Onlinemessen habe ich vor einigen jahren das erste Mal etwas gehört, als mich Jurenka Jurk auf ihre Online <messe aufmerksam machte oder ist das Annika Bühnmann oder Julia K Stein gewesen, die das tat? Das weiß ich nicht mehr so genau. Ich habe mich jedenfalls wie ich mich erinnern kann, zwischen dem “Nanowrimo” höchstwahrschein der “Buch Wien” und anderen Veranstaltungen durch die Interviews gesurft. Im Vorjahr gab es das wieder und wieder war es dicht, obwohl die Veranstaltung, glaube ich, schon im Oktober stattgefunden hat.

Jetzt also die 3. Onlinmesse.

Wenn man auf die Seite geht, kommt man in einen stilisierten Raum, wo oben “Willkommen zur OBM 2020” steht, im Vordergrund sieht man groß einen Roboter und dann gibt es verschiedene Türen.

“Zu den Lesungen” steht auf einer, clickt man darauf, kommt man in einen Leseraum mit einer Livestreamübertragung, die scheint es aber erst am Abend zu geben, es ist aber alles schön mit Bücher und Blumen dekoriert.

Die Mitteltür führt zu den Messehalle, da gibt es die Halle 1 mit den Autoren, eine Tür führt zur “Fantasy” an der Seite gibt es Bilder mit den weiteren Programm Schwerpüunkten, beispielsweise “Halle 1a Fantasy”, da ploppen dann auf den verschiedenen Fenstern, die teilnehmenden Autoren, wie Catalina Pavlo, Mira Valentin, etceter auf.

Man kann dann zu 1b Liebe, 1c Krimi, etcetera, weitergehen oder zur Starseite zurückkehren um sich den Hallenplan anzeigen zu lassen.

Da gibt es neben dem Lesungblock vier hallen und einen Pausenraum mit Messer und Gabel. Das muß man sich, glaube ich, selber organisieren. Halle 2 führt aber zu den Verlagen, da gibt es die “Edition Überland”, “Biber und Butzemann”m “Uschtrin” und noch einige andere.

Halle 3 sind die Dienstleister, da bietet beispielsweise, die schon erwähnte Annika Bühnemann “Coaching und Marketing” an, die “Autorenwelt” gibt es, “Tolino-Media”, das ist glaube ich, die E Book-Schiene von “Thalia”, die Auskunft über das Selfpublishing gibt.

Halle 4 sind die Blogger. Da geht es wieder zurück zur Halle 1 und zur “Fantasy”, wo man die Profile, der bewußten Anbieter anclquen und in ihren Angeboten stöbern kann.

Einen Shop gibt es auch. Das ist die rechte Tür in der Eingangshalle. Da kann man, soweit ich es erfaßt habe, verschiedene Non Book Artikel erwerben und dann natürlich das Ausstellerzerzeichnis und das Programm, das man sich extra hochladen kann, um herauszufinden, wer wann wo liest oder sich und seine Bücher vorstellt? Das umfaßt circa achtzig Seiten, ist also sehr umfangreich und bietet höchstwahrscheinlich Stoff genug, sich in den vier Messetagen, den Lockdown, den es ja auch in Deutschland gibt, zu versüßen oder sich am Abend die Lesungen anzuhören.

Interessant ist, das ich die meisten Autoren nicht kenne und es zeigt wieder, wieviele Leute schreiben, sie selbst herausgeben, vermarkten und anbieten.

Gleichzeitig findet ja auch der “Nanowrimo” statt, wo ja wahrscheinlich schon die Bücher für das nächste Jahr geschrieben werden und wenn ich das Ganze, die ich ja nicht so besonders online affin bin, noch ein bißchen unübersichtlich finde, ist es doch sehr interessant, obwohl ich ja weiß, daß sehr viele Leute schreiben und nicht nur ich versuche meine Bücher selber zu machen und Leser zu finden. Was das betrifft bin ich ja ein wenig skeptisch, weil ich ja fast denke, daß ich eine der wenigen bin, die sich durch die deutsche und die österreichische Buchliste, die ja zu den großen und etablierten gehören, gelesen hat.

Wieviele Leute tatsächlich, die selbstpublizierten Bücher kaufen und lesen, weiß ich natürlich nicht. Denke aber eigentlich, daß es nicht so viele sind, denn die Leute lesen ja, wie ich immer höre, immer weniger oder fast gar nicht.

Für meine Leserunden finde ich ja kaum Leser. Aber ich bin ja nicht so technisch affin, so daß ich wahrscheinlich in der Angebotsflut untergehe, obwohl ich mich ja sehr bemühe mir einen Überblick über die vielseitigen Angebote zu machen, möglichst das gesamte Literaturleben erfassen möchte und so auch neben meinen Stunden, dem eigenen “Nanowrimo-Schreiben” auch versuche möchte, in die Onlinemesse ein wenig hineinzuschnuppern, kann auch meine Leser auffordern das zu tun.

Vielleicht geben die mir auch ein bißchen Rückeldung, so daß wir darüber diskutieren können, was ja in Zeiten, wie diesen, wo es keine Realverstaltungen wegen des Lockdowns gibt, sicher eine gute Möglichkeit ist.

Die Frankfurter Buchmesse hat sich ja überlegt, wieviel sie von ihren Online-Programm, auch wenn es wieder eine reale Messe gibt, beibehalten wird und es ist sicher interessant, sich die Veranstaltungen Online anzusehen. Man muß da auch nicht aus dem Haus gehen und hat es sehr bequem. Ein realer Ersatz ist es, wie ich merke, die das ja jetzt schon einige Zeit tut, nicht. Der Kontakt zu den Kollegen fehlt, man verschwindet noch mehr in der Menge oder ist real nicht vorhanden.

In der “Alten Schmiede” oder im Literaturhaus bin ich wenigstens in der zweiten Reihe gesessen, wo daß mich schon manchmal, die Leute angesprochen und gesagt haben “Wir kennen Sie!”

Das fällt jetzt weg, aber lesen, das wiederhole ich, kann man auch in Zeiten der Pandemie und des Lockdowns, sich über Bücher informieren und natürlich schreiben und so schließt sich der Kreis und ich bin gespannt, was es noch so alles zu lesen hören oder sehen geben wird.

In Memorian und zweiter Nanotag

Die vorläufig letzte Literaturhausveranstaltung, Livestreams soll es ja weitergeben, am Allerseelen Tag und da hat, glaube ich, vor Jahren, die Elfriede Gerstl die Memoriam-Veranstaltung zum Gedenken verstorbener GAV-Mitglieder eingereicht, die später von Karin Ivancsics weiter organisiert wurde und so auch heute, am Vorabend des zweiten Lockdowns stattfand und der Alfred am Friedhof von St. Pölten, ich selber bin keine so besondere Friedhofgeherin, seinen Schulfreund Heribert getroffen hat, sind wir erst sehr spät nach Hause gekommen, so daß ich das Ernst Jandl Video, wo er, glaube ich, in der Carengee Hall stand und unter tobenden Applaus laut “Napoleon” brüllte und das ich einmal im Wien-Museum hörte, fast versäumte. Dann kam Rosa Pock auf die Bühneund las H. C. Artmann-Texte gefolgt von Verena Stauffer, die den angekündigten Andreas Unterweger der jetzt ja, glaube ich, die “Manuskripte” leitete, vertrat und Texte in Memoriam zu dem am 29. Mai verstorbenen Alfred Kolleritsch las, der wie sie sagte, auch einer von denen war, der alleine sterben mußte und den man nicht besuchen durfte.

Ich schreibe ja immer, daß ich lange Texte an die “Manuskripte” schickte und dem Herrn Kolleritsch einmal schrieb “Einmal werden Sie mich schon nehmen!”, wenn ich jetzt schon einen Text im “Wespennest” habe!”

“Welch ein Irrtum!”, würde Ernst Jandl wohl dazu sagen und dabei das “lechts mit den rinks” verwechseln und ich habe auch einmal mit Alfred Kolleritsch wegen meines “Stadt Wien-Manuskripte-Abos” telefoniert, das ich noch jahrelang bekommen habe, obwohl die Stadt Wien das Abo schon längst gekündigtigt hat.

Dann ging es mit Gabriele Petricek weiter, die Texte von der 2010 im Freiburg im Breisgau verstorbenen Adelheid Dahimene las, deren “Rauchernovelle”,die Gabriele Petricek erwähnte, ich gelesen habe und die ich 1996 in Klagenfurt kennenlernte, als sie dort beim “Bachmann-Preis” las, im Herbst darauf, hat sie bei “Rund um die Burg” gelesen und Gabriele Petricek erwähnte, daß sie sie öfter im Cafe Westend getroffen hat und sie ihr einige Gedichte geschickt oder gewidmet hat.

Axel Karner, der mich auch zu der Veranstaltung eingeladen hat, las drei Gedichte des ebenfalls 2010 verstorbenen Kärntner Dichters C. H. Bünker und der hat 1989 den “Preis der Arbeit” in Klagenfurt bekommen, den es dort eine Zeitlang gegeben hat und wo ich mit meiner “Slavica” auch Finalistin war.

Herbert J. Wimmer folgte und er hat diesmal keine Gerstl-Texte, sondern die, des im Jänner verstorbenen Hermann j. Hendrich und da war ich gerade in der Regionalversammlung der IG-Autoren, als ich von seinem Tod erfahren habe, die Ruth, die, glaube ich, heute auch bei Veranstaltung war, bei den Livestreams kann man ja die Besucher nicht gut sehen, nur die Mitarbeiter, die zwischen den Lesungen mit ihren Masken zum Desinfizieren auftauchten, hat ein Buch in ihrer “Editon-die Donau hinunter” von ihm herausgebracht und Herbert J. Wimmer hat einen Textteil von einer Fahrt nach Graz in den Sechzigerjahren daraus gelesen bei dem mich die vielen Wortwiederholungen, daß er beim “Spiegel” lesen schwarze Finger bekam und auf einer Matrazze in einer Galerie schlafen wußte, wo ihm ein Freund, der den Schlüßel dazu hatte, auch immer einsperrte, verwunderte und ich habe Hermann J. Hendrich auch ganz gut gekannt und ihn bei vielen Lesungen getroffen.

Dann kam Dominika Meindl und erinnerte an den im Februar2020 verstorbenen Atterseer Fischer und Dichter, Hans Eichhorn, den ich, glaube ich, auch schon in der “AS” hörte und las aus einem Buch Gedichte, die offenbar von ihm für eine Lesung vorgereitet wurden und auch ein paar Stücke aus Marlen Haushofers “Wand”,die in Zeiten, wie diesen wahrscheinlich besonders beklemmend waren, zuminderst habe ich es so empfunden, Dominika Meindl war aber auch ganz gerührt und zuletzt folgte Karin Ivancsiscs und erzählte über ihre Begegnungen mit dem ebenfalls 2010 verstorbenen Andreas Okopenko, da bin ich ja zu seinem Achtziger im Literaturhaus zu spät gekommen und war dann auch an einem sehr heißen Sommertag bei seinem Begräbnis am Grinzinger Friedhof wo ich noch lange und vergeblich das Bernhard Grab suchte.

Das war es dann, die vorletzte Live-Literaturhausveranstaltung.

“Bleibt gesund!”, sagten Karin Ivancsics und Barbara Zwiefelhofer, die erste noch, bis zum nächsten Jahr,wo vielleicht wieder einige GAV-Kollegen gestorben sind und ich kann noch ganz kurz von meinem “Zweiten Nano-Tag” berichten.

Wir sind ja am Samstag ganz spät, als ich von der Demo und der Alfred von Italien zurück war, nach Harland gefahren, so daß ich erst gestern dazu gekommen bin, mich auf der “Nanoseite” anzumelden und die Daten für das neue Projekt einzutragen. Trotzdem habe ich da schon 15 000 Worte hochgeladen. Zum Weiterschreiben bin ich gestern aber nicht gekommen, weil eine Buchbesprechung und dann waren wir noch auf der Rudolfshöhe warscheinlich auch das letzte Mal essen.

Aber heute habe ich zwei Szenen geschrieben und zwar bezeichnenderweise, die, wo am ersten Juli, als der Lockdown vorläufig beendet war, am Karlsplatz bei der “Demo für Kunst und Kultur” standen, Rosa ihren ersten Praktikumstag bei “Picus” hinter sich hat und die Mar sich an der “Angewandten” beworben hat, 17 000 Worte habe ich jetzt, bin also, weil ja geschummelt und fast ein Monat vorgeschrieben, weit voraus, aber wieder etwas unsicher oder weit weg von meinem Text, obwohl ich mir schon am letzten Freitag einen vorläufigen Handlungsplan notierte, aber die Ereignisse überschlagen sich ja und halten mich im Bann, so daß mein innerer Kritiker wieder schreit “Ich kann es nicht!” oder ich nicht recht weitezukommen scheine, obwohl ja eine der nächsten Stationen, die Wiedereinführung der Maskenpflicht sein könnte, da bekommt Rosa ihren Einkaufsauftrag wieder, die Zahlen steigen, irgendwann wird Benedikt positiv getestet und und bis zum zweiten Lockdown und bis dahin, wo die Mathilde dann ins “Nicht Geimpfte-Ghetto” zieht, hätte ich ja Stoff genug ud wahrscheinlich auch Zeit, obwohl ich jetzt, Anbetracht der besonderen Umstände, die einen ja zu schaffen machen kann, wieder neue Klienten nehmen kann.

Und während ich das geschrieben habe, war in der Wiener Innenstadt der Teufel los, ein Terroranschlag hat stattgefunden, fünfzehn Verletzte, einige Tote und ein enormer Polizeieinsatz, der die Ruth fast nicht in ihre Wohnung ließ und so, wie es scheint auch den Lockdown ein bißchen verschob oder unwichtig machte.

Kleiner Ausflug nach Salzburg

Da Frank Witzels “Inniger Schiffbruch”, mein neunzehntes dBp-Buch im Hardcover dreihundertsechzig Seiten hat, in der Digitalausgabe sind es siebenhundertvierundsechzig, war ich etwas ratlos, was ich am Freitag posten soll, ich habe ja den Ehrgeig jeden Tag einen Text zu schreiben und dachte dann, daß ich wieder versuchen werde, über Veranstaltungen die ich nicht besuchte vom Blatt zu schreiben, wie ich es ja während des ersten Lockdowns bsssseispielsweise bei der “Literatur und Wein” so machte und da gibt es ja zwei Veranstaltungen, Donnerstag und Freitag, die ich, weil ich ja die Maske verweigere nicht besuchen werde, aber irgendwie doch sehr wichtig für mich wären, wurde die Veranstaltung zur Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, eine traditionelle GAV- Veranstaltung zur “Freiheit des Wortes”, die ich sogar 2001 und dannn von 2003-2009 organisiert habe, im Amerlinghaus nachgeholt und dann gäbe es am Freitag die Poet-Night diesmal im Weinhaus Sittl, weil das “Siebenstern”, glaube ich, eine Gebühr von den Veranstaltern verlangt hätte und da habe ich mich ja angemeldet und hätte auch i m letzten Block als vorvorletzte lesen sollen und da habe ich auch seit 2000, glaube ich, regelmäßig gelesen.

Also hätte ich die Namensliste durchgehen und zu jeden Autor etwas sagen können, was aber gar nicht so leicht wäre, da mir einige völlig unbekannt waren. Ich hätte es wahrscheinlich trotzdem versucht, dann kam aber ein Mail aus Salzburg und eine Einladung von Margot Koller die “Grenzgänge” eine Lesung die sie mit der Ruth, Wolfgang Kauer und Julian Schutting dort veranstalte mir via Livestream anzusehen und ihren Text über die “Grenzen der Digitalisierung” hat sie mir gleich mitgeschickt und im Afroasiatischen Institut der Ort an dem die Lesung stattfand, habe ich ja auch schon zweimal gelesen und einmal an einem kalten Wintertag meinen Schal und meine Haube auch dort verloren.

Also zu den “Grenzgängen” nach Salzburg, ganz pünktlich habe ich die Reise dorthin nicht geschafft, hatte ich doch bis dreiviertel acht Stunde und es begann schon um halb und meine Abrechung hatte ich auch noch fertigzumachen. Da man das aber nebenbei machen kann, kam ich noch zur Einleitung zurecht und habe nur den Namen des jungen Mannes der die Autoren vorstellte, nicht ganz mitbekommen.

Es begann, glaube ich, die Ruth mit einem Gedicht und las dann aus einem ihrer Bücher über die Grenzenen die das Alter einer Frau setzt von einer Elisabeth, die Theaterwissenschaften studierte, später dann auf einem Stehplatz zusammenklappte und dann noch einen Text über Lotte Zweig-Altmann, die zweite Frau vom Stefan, die ihm ja 1942 in den Tod folgte, vielleicht hat er dabei nachgeholfen oder sie überredet? Fragen, die man sich stellen und es jetzt wahrscheinlich nicht ergründen kann, wie es wirklich war und ob, das eine gute Idee ist, jemanden aus Liebe in den Tod zu folgen?

Die Ruth meinte nein. So weit ich darüber gelesen habe, war Lotte Altmann, aber Asthma leidend, hat schwer Luft bekommen und Stefan Zweig wahrscheinlich depressiv.

Dann folgte eine Pause, beziehungsweise wartete Julian Schutting auf das Mikrophon und leider war der Ton so schlecht, daß ich es noch einmal ausprobieren wollte.

Dann habe ich dann die Ruth nochmals gehört und den Schutting, der aus einer Anthologie kurze Textstellen las, auch nicht verstanden, so daß ich nochmals wechselte und in Margot Kollers Text hineinkam den ich ja mit beziehungsweise nachlesen konnte. Wolfgang Kauer habe ich auf diese Art und Weise zwar versäumt und komme jetzt in das Video nicht mehr hinein, habe aber die Mozartkugeln gesehen, die als Dankeschön verteilt wurden und eine interessante literarische Überraschung erlebt, ist der Vorteil der Corona-Krise ja, daß man viel mehr livestreamen kann, außer Literaturhaus und “Alte Schmiede”. Die Qualität ist aber doch nicht immer so gut, wie die wirklichen Livelesungen. Aber auch da kann man, wie ich aus Erfahrung weiß sehr viel überhören und jetzt kann ich noch raten, wie die

“Poet-Night” im Weinhaus Sittel heute werden wird, soange wie bei Rolf Schwendter sicher nicht, dafür wahrscheinlich interessant, wird aber höchstwahrscheinlich nicht übertragen, so daß ich nur raten und bei den Autoren, die ich kenne und von denen ich Bücher habe, nachlesen kann.

Die Ruth das kann ich gleich verraten, liest auch, wäre ein bißchen vor mir dran und dann stehen noch Thomas Northoff, Bodo Hell, Chrstian Katt, Mechthild Podzeit-Lütjen, Christa Kern, Richard Weihs, und und und am Programm um doch ein wenig vorzuspoilern.

Wer Lust hat und sich nicht an der Maske und derRegistrierung stört, denn kann ich einen Besuch ab fünf sehr empfehlen und würde um einen Bericht in den Kommentaren bitten und ich hätte, das kann ich auch verraten ein Stückchen aus dem “Frühjahrserwachen” gelesen und kann da auch einiges verlinken.

Diogenes- Frühjahrsprogramm und Priessnitz-Preis an Elias Hirschl

Als konsequente Maskenverweigerin sitzt man in Zeiten, wie diesen ja fast nur zu Hause und folgt damit ganz genau dem Aufruf der Bundesregierung, um trotz steigender Zahlen dem zweiten Lockdown zu gehen und fad ist mir dabei fast auch nicht, denn es wartet ja noch fast die ganze österreichisce Buchpreisliste, drei der Schweizer Bücher und zwei der Deutschen auf mich und die Veranstaltungenm die ja wahrscheinlich bald ohnehin gestoppt werden, kann ich mir ja per livestream ansehen und da gibt es ja ein Hin- und Herhoppeln, weil meist ein vielseitiges Angebot und da hatte ich mir für den Dienstag schon etwas angestrichen und vorgenommen, da heißt angestrichen hatte ich wieder mal zu wenig, mich aber auf die Verleihung des siebenundzwanzigsten “Priessnietz-Preises” an Elias Hirschl sehr gefreut, denn der “Reinhard Priessnitz-Preis” gehört ja den literarirschen Veransaltungen, die ich mir besonders gerne gebe.

Im Jahr 1998 bin ich, glaube ich, das erste Mal diesbezüglich im Literaturhaus gewesen, als er an Sabine Gruber vergeben wurde, dann erinnere ich mich an die Preisverleihung 2003 an Olga Flor und da war ich, glaube ich, vorher noch in der Hauptbücherei, weil dort die Elfriede Gerstl gelesen hat, ab dann war ich, glaube ich, jedes Jahr und habe ab 2008 darüber gebloggt, bis vor drei Jahren wo an einem meiner Lieblinge nämlich Hanno Millesi vergeben wurde, da wollte ich auch, hatte aber so viele Stunden, daß ich, als ich losstarten wollte, daraufgekommen bin, es ist schon dreiviertel acht statt dreiviertel sieben und ich bin zu Hause geblieben, Gustav Ernst hat mich, was mich besonders freut, vermißt und, ob er das auch heute getan hat, weiß ich nicht, denn mit Maske gehe ich ja nirgendwo hin, wie ich immer sage, habe es mir also über Livestream gegeben und da amüsiere ich mich ja immer, wenn ich die Autoren und die Veranstalter ihre Masken abnehmen sehe, aber eigentlich hatte ich mir ja etwas ganz anderes angestrichen, habe ich doch vor ein paar Tagen ein Mail vom Susanne Bühler vom “Diogenes-Verlag” bekommen, die, weil Frankfurt ja heuer ins Wasser gefallen ist, zu einem digitalen Bloggertreff eingeladen hat, wo sie das Frühjahrprogram und einen Überraschungsgast präsentieren wollte.

“Mailt uns, wenn ihr könnt!”, hat sie geschrieben und ich habe “Ja!”, geantwortet und ein paar Tage später gedacht, da ist ja der “Priessnitz- Preis”, der heuer an den jungen Superstar, nämlich den 1994 geborenen Elias Hirschl vergeben wird, dessen “Hundert schwarze Nähmaschinen”, ich zwar nicht gelesen habe, aber auf der Buchpräsentation im Literaturhaus war, dort mit Anna Jung gelpaudert und Torte gegessen habe, wie ich mich erinnern kann, ja heuer ist alles anders und weil das Literaturhaus ja immer mit dem akademischen Viertel beginnt, konnte ich auch noch ein bißchen in das Bloggertreffen hineinsehen, nicht hören, denn mit dem Ton habe ich bei Zoom manchmal Schwierigkeiten. Aber ein Verlagsprogramm kann man sich ja ansehen und da habe ich bekannte Namen, wie Bernhard Schlink, Charles Lewinsky, etcetera gelesen, bevor der Stargast Joachim B. Schmidt sein neues Buch vorstellte, aber da stand schon Markus Köhle am Lesepunkt und der ist jetzt offenbar der Krisenmoderator, denn in der “AS” habe ich ihm mit Antonio Fian der ja auch einmal den “Priessnitz-Preis” bekommen hat, gesehen, bei der Jaschke-Veranstaltung hat er moderiert und, ich glaube, auch bei der Veranstaltung, die statt einer anderen eingeschoben wurde.

Jetzt hielt er jedenfalls eine blende übersprühende Laudation, wo er Elias Hirschl Zitate präsentierte, also, das was andere über den jungen Superhelden geschrieben haben, dann kam der auf die Bühne, wurde von einem maskierten Robert Schindel, Robert Huez und Gustav Ernst umringt, mußte für das Foto auch den verordneten Sicherheitsabstand einhalten und las dann drei verschiedene Texte vor, denn außer “Jung und Jung-Autor” ist der junge Mann, der wie ich “Wikipedia” entnahm auch das Gymnasium in der Rahlgasse nur zehn Jahre später, als die Anna besuchte, ja auch ein bekannter Poetry Slamer und er erklärte auch, daß er eigentlich einen seiner ersten Texte, den er im Literaturhaus gelesen hat, mitnehmen wollte, das hat er dann nicht getan, sondern während des Lockdown eines Text aus “Einstern-Amazon-Rezensionen” unter dem Titel “Was Leser wollen… ,daß ihr Buch unbeschädigt ankommt, daß Kafkas Prozeß” fertig geschrieben wird, etcetera, eteceta, geschrieben, der auch nur aus Zitaten bestand, dann kam ein Text, der in den “Koliken”, der Literaturzeitschrift von Gustav Ernst abgedruckt ist und ganz besonders interessant, ein Ausschnitt aus dem nächsten Roman, der sich, wie er sagte mit den “Jungen Konservativen Österreichs”, gemeint sind da wahrscheinlich die Identitären auf dem Weg zum Akademikerball befaßt, ein besonders lustiges Stück, wo die jungen betrunkenen Männer mit ihren Frauen im Taxi sitzen, Sekt verschütten, von der Antifa umzingelt werden und aus dem Auto die “Internatione” brüllen.

“Freuen wir uns auf das Buch!”, sagte Robert Huez noch, verwies auf den Büchertisch und auf den Wein auf den man im Zeiten, wie diesen wahrscheinlich nur virutell mit dem jungen Autor anstoßen kann und ich habe auch nur ein Glas Wasser auf dem Beistelltischchen stehen, aber vorhin mit der Ruth telefoniert, die gestern auf einer Anti-Coronademo war, wo Masken verbrannt wurden, worüber sich “OE 24-TV” heute sehr empörte und es auch Gegendemonstrationen gab.

Von Vierjahrzehnten Freibord zur AK-Debutpreislesung

Der Vorteil vom Livestream-Schauen ist ja, daß man nach Belieben hin und her hoppel kann, was ich an sich gerne tue und da gab es heute durchaus ein abwechslungsreiches Programm.

Wolfgang Hermann in der “Gesellschaft für Literatur” habe ich dabei augelassen, denn ich fieberte ja eigentlich schon lange der Vorstellung der drei österreichischen Debutanten in der AK -Bibliothek entgegen, die es ja heuer zum fünften Mal gab.

Das erste Mal habe ich, glaube ich, versäumt, weil Ilse Kilic gleichzeitig den Veza Canetti-Preis bekommen hat. Bei den drei anderen war ich und habe mich anschließend bei Wein und Brötchen jeweils mit derAngela und dem Josef über den besten Text unterhalten. Die Bücher hatte ich da, wie auch heuer zum Teil noch nicht gelesen, aber, glaube ich, alle oder die meisten nachgeholt und heuer gab es wegen den strengen Corona-Regeln überhaupt nur eine Livestreamlesung, das heißt, wie in Frankfurt, ein paar der Verlagsleute waren eingeladen und saßen weit auseinander, die anderen konnte es sich über Livestream ansehen.

Drei oder vier haben, das, wie bei den anderen Livestreamlesungen auch getan und ich freute mich, wie erwähnt darauf, hatte um fünf eine Stunde, um sieben fing es in der Arbeiterkammerbibliothek an und dann ist mir eingefallen, daß ich schon vor längerer Zeit von Gerhard Jaschke eine Einladung zum“Freibord-Maskenball mit Abstand” in die “Alte Schmiede” bekommen habe. Gerhard Jaschke hat also Humor, ich weniger und so habe ich ihm auch “Mit Maske eher nicht!”, geantwortet und bin dann daraufgekommen, daß die von Kurt Neumann noch initierten “Gesellschaftsräume der Literatur” nämlich die “Revue durch vier Jahrzehnte Resonanz und Produktionsraum” oder der Rundgang durch die seit 1975 entstandenen “Freibord-Produktion” schon um sechs begonnen haben.

thematisch passt es zwar nicht sehr zusammen, denn das “Freibord” istja eine sehr avantgardistische Zeitschrift und dann auch wieder nicht, habe ich doch drei Texte drinnen, denn ich habe ab den Neunzehnhun,,,dertachtzigerjahre und solgange ich noch Ausendungen machte, meine Texte immer wieder auch an Gerhard Jaschke geschickt , der mir, glaube ich, einmal auch einen lobenden Brief geschickt hat. Später habe ich ihn dann durch meine wahrscheinlich etwas provokante Art auch ein paar Mal verärgert, als aber das erste “Literaturgeflüsterbuch” erschienen ist, hat er es auch sehr gelobt.

Der 1949 geborene Gerhard Jaschke hat also 1975 mit seiner Frau Ingrid Wald, den ebenfalls versctorbenen legendären Dichter Hermann Schürrer, Camillo Schaeffer und, ich glaube, noch jemanden anderen das “Freibord”gegründet. Da gab es dann die “Edition Freibord”, eine Sonderausgabe und später nach dem Schlaganfall die kleinen “Feribord” und “FirebordHeftchen” und jetzt hat Gerhard Jaschke seinen Vorlaß, glaube ich, dem Literaturarchiv in Krems übergeben, so daß der Schweizer Fermin Suter, in der “AS” an einem Tischchen saß, Markus Köhle saß an einem anderen. Dazwischen Gerhard Jaschke und dann hat es mit Hermann Schürrer, dem Exzentriker, Josef Enegls Gedichten, Elfriede Gerstl, die mir ja auch einmal ein “Freibord” ihrer Werke schenkte oder es mit einem meiner Bücher tauschte, begonnen. Eine gute Stunde lang die wilde experimentelle Literatur, des letzten Viertels des letzten Jahrhunderts, die ich ja hautnah miterlebte, besprochen, während es dann in der abgespeckten Arbeiterkammerbibliothek mit zwei in den Neunzehnhundertneunzigerjahren jungen Leute und den älteren, sein Geburtsdatum habe ich nirgends gefunden, Gunther Neumann weiterging. Leander Fischer und die schon gestern gehörte Mercedes Spannangel stehen ja auch noch auf der öst. Debutpreisliste.

Die Leiterin der Bibliothek Ute Wödl eröffnete, dannn kamm der AK- Direktor Christoph Klein und hob wieder den Wert der Bildung und des Lesens vor, be–vor Ute Wödl dann die drei Nominierten vorstellte und ich dachte eigentlich, daß ich den der 1992 in Völklabruck geborenen Leander Fischer mir völlig unbekannt wäre.

Jetzt also den ersten Einblick in das umfangreiche Werk, in dem es sowohl um das Fliegenfischen, als auch um die Ermordung des Thornfolgers in Sarajewo geht. Ich bin also gespannt, werde aber noch eine Weile brauchen, bis ich zu dem Buch komme, weil es ziemlich weit unten auf meiner Leseliste steht, während ich von den schon älteren Gunther Neumann, der, glaube ich, eine diplomatische Karriere hinter sich hat, bevor er ans Debutpreisschreiben ging, schon bei den O-Tönen hörte.

In seinem Buch “Über alles und nichts” geht es um eine Pilotin und Mercedes Spannagel, 1995 geboren, habe ich, wie schon erwähnt, sowohl bei den O-Tönen als gestern in der Exil-Vorstellung in der “Gesellschaft” ,gehört. Sie las, glaube ich, dieselben Stellen aus “Das Palais muß brennen” obwohl sie ja gestern sagte, sie würde immer etwas anderes lesen und Ute Wödl fragte dann ins Publkium “Haben Sie sich schon einen Eindruck über den Gewinner gemacht?”

Ich habe nicht, dazu muß ich die Bücher erst lesen. Würde aber auf Leander Fischer schätzen, der wahrscheinlich der sprachexperimentellst,e ist und habe heute in meinem Zimmer eine große literarische Runde gemacht. Von Gerhard Jaschkes Avantgarde zu den drei Debutpreis-Büchern des Öst. DerPreis wird ja an meinem Geburtstag am neunten November vergeben. Ich hoffe, daß es da auch einen Livestream gibt und, daß ich mich bis dahin schon ein bisher durch die österreichische Liste gelesen habe. Derzeit lese ich ja Martin Peichls “Bierdeckelbuch” und gehe dann noch kurz zum dBp zurück, um da noch drei Bücher zu lesen, bevor ich zum österreichischen Buchpreis komme.

Edition Exil in der Gesellschaft für Literatur

Wieder einmal ein Livestream-Abend, da versuche ich ja nicht allzuviel zu versäumen, weil ich ja in nächster Zeit höchstwahrscheinlich zu keinen wirklichen Veranstaltungen kommen, da ab Freitag weil ja die Zahlen steigen, in allen Innenräumen bei allen Veranstaltungen Maskenpflicht und daher höchstwahrscheinlich auch keine “Wilden Worte” mehr, aber im Literaturhaus war das “Schamrockfestival” mit Augusta Laar, Sandra Hubinger, Birgit Kempker, Svantje Lichtenstein, Maria Cabrera Callis aus Barcelona, angesagt, da habe ich schon zwischen meinen Stunden nachgeschaut, ob das auch stattfinden wird, aber natürlich abgesagt, also in die “Gesellschaft”, wo eigentlich etwas Bekanntes aber auch Zukünftiges am Programm stand, nämlich ein Verlagsprotrait der “Edition Exil” mit Christa Stippinger, Thomas Perle und Mercedes Spannagel und das war, weil es auch ein Livestreaming gab, sehr interessant, denn bisher habe ich die “Exil- Veranstaltungen” ja eher im Literaturhaus gehört und Thomas Perle den Preisträger von 2013, glaube ich, schon einmal in der “AS”, das Buch habe ich, glaube ich, vor zwei Jahren bei der Kleinmesse im MQ bekommen und ich bekenne, es noch nicht gelesen, es aber jetzt neben dem von Mercedes Spannagel neben das Bett gelegt und auch mitgelesen und zuletzt habe ich thomas Perle oder den Schluß seiner Lesung bei der “Kühlen Meile Zieglergasse” vor dem Lteraturhaus gehört, also eigentlich schon ein alter Bekannter, der 1987 in Rumänien geborener, der als Kind zuerst nach Nürnberg und dann ans Volksstheater und als Schauspielhaus gekommen ist und jetzt eigentlich mehr dramaturgisch als prosaistisch arbeitet.

Zuerst aber stellte der wohl neue Mitarbeiter Erkan Osmanovic, den ich noch nicht persönlich in der “Gesellschaft” erlebte, Christa Stippinger vor und die 1951 in Wien geborene, kenne ich ja vom “Arbeitskreis schreibender Frauen”. Damals ist ihr Roman “Der Tschusch” erschienen, 1980 erzählte sie Erkan Osmanovic ist sie nach dem sie Theaterwissenschaft und Gemanistik studierte, ins Amerlinghaus gekommen und hat dort Projekte gemacht, das heißt Ceija Stoika kennengelernt und mit ihr Workshops in Schulklassen veranstaltet, die “Edition Exil” gegründet etcetera, da war ich ja schon bei vielen Veranstaltungen, habe auch die meisten Exil-Anthologien. Die heurige wird mir wohl, wie sehr viel anderes, entgehen, kann aber das Perle-Buch endlich lesen und sein Stück “Karpatenfieber” wird auch, wie er erzählte am 13. Dezember uraufgeführt. Das empfahl er auch, sich anzusehen, weil das Theater wegen den strengen Sicherheitsmaßnahmen inzwischen angeblich viel sicherer, als das eigene Wohnzimmer.

Das Bild, das man gesehen hat, war auch eine ziemlich leere “Gesellschaft” und das hat auch der Moderator gelobt und sich für den Mut derer bedankt, die hergekommen sind und alle natürlich maskiert und nachdem Gespräch mit Thomas Perle kam die 1995 geborene Mercedes Spanagel mit ihrem Debutroman “Das Palais muß brennen” auf die Bühne und die habe ich schon in noch nicht so aufgeregten Zeiten im Sommer im MQ, bei den O- Tönen gehört und werde sie und die Lesunge aus ihrem Buch höchstwahrscheinlich auch morgen wieder per livestream hören, gibt es da ja die Debutpreislesung des ÖSt in der Arbeiterkammer auch wieder vor sehr kleinen Publikum und das Buch habe ich, wie schon geschrieben von “Kiwi” auch bekommen. Die junge Frau, die Maschinenbau studierte, hat schon 2014 den Exil-Jugendliteraturpreis gewonnen, später dann noch einen, glaube ich, und auch in Rauris hat sie was gewonnen, den Fm4- Literaturpreis und Veröffentlichungen in den “Lichtungen”und im “Volltext” etcetera, also eine sehr interessante junge Frau mit einem vorder- oder hintergründigen sehr politischen Text, das muß ich noch genauer herausfinden.

Es geht jedenfalls um die Töchter einer rechtsradikalen Präsidentin, um einen Mops namens Marx und der ist, glaube ich, schon beim Fm4- Literaturpreis vorgekommenn. Christa Stippinger erwähnte dann in der Diskussion verschiedene Kurzgeschichten der Autorin, die sie gerne in ihrer Edition herausbringen will und fragte die junge Frau dann und das fand ich interessant, wie es ihr mit Corona ginge?

Da sie öfter dystopische Texte und auch schon eine Geschichte übers Maskentragen hat. Das interessiert mich ja, wo heute mein erster Corona-Text erschienen ist, besonders und der Moderation wies auf den Büchertisch hin, forderte die Leute auf, die Bücher zu kaufen, denn Weihnachten ist ja bald und vielleicht auch der nächste Lockdown, aber ich habe ja die Bücher schon zu lesen und auch vor mir morgen die Debutpreislesung per Livestream anzusehen.

Frankfurt-Special Edition

Im Mai als wir noch mitten im Lockdown waren, hat es geheißen, die Frankfurter Buchmesse findet statt, es hat dazu eine Pressekonferenz mit Videoschaltungen gegeben, dann kam der Sommer und die zweite Welle mit den Reisewarnungen und den Beherbungsverboten, die uns ja momentan sehr den Atem nimmt und dann die Mitteilung doch nur digital und ohne Publikum sollen die Signale der Hoffnung ausgestrahlt werden, denn die Bücher, was soll man auch in Zeiten derAusgangsbeschränkungen, des Veranstaltungsstop und Lokalschließungen von fünf bis zehn anderes machen, verkaufen sich offenbar recht gut, ob die Leute wirklich so viel mehr lesen, würde ich zwar bezweifeln, ich tue es jedenfalls und meine Leseliste ist, angesichts des dreifachen Buchpreislesen ohnehin sehr lang. Sehr viel habe ich auch nur digital oder als PDF aber die Bücher aus Deutschland kommen wenigstens und digital ist Frankfurt eigentlich ohnehin immer für mich gewesen.

Das heißt stimmt natürlich nicht so ganz, 2000 und 2002 waren wir live am Ort, da hat es für mich auch noch kein digital gegeben. 2000 war ich begeistert, 2002 schon weniger und als ich 2008 schon bloggte, habe ich zuerst geschrieben, Frankfurt wird an mir vorübergehen, dann habe ich gemerkt, ich kann mich virtuell auf das blaue Sofa setzen, mir die ARD-Videos anhören und 2008 gab es auch noch die kleinen Bloggerfilmen, wo man ein bißchen hinter die Kulissen schauen konnte, also Günther Grass schimpfen hörte oder war das erst ein Jahr später und Barara Frischmuth mit einer türkischen Kollegin durch die Gänge gehen gesehen, damals war ja die Türkei das Gastland und ich war begeistert, digital dabei, denn das Glas Rotwein kann ich ja zu Hause trinken und auch am Abend in Wien zu Veranstaltungen gehen.

Natürlich war es ein Ersatz, denn die Kontakte die Partys und die Empfänge, um die es ja, wie man immer hört eigentlichgeht, ohne mich stattfanden, das war zwar auch in der “Alten Schmiede” so, daß ich immer anbseits und daneben stand und höchstens mal ein Jungautor zu mir kam und sich für die Besprechung seines Buches bei mir bedankte.

Das fällt jetzt auch weg. Ich muß mich nicht mehr ärgern, wenn ich zehn Minuten neben jemanden stehe, weil ich ihm etwas fragen will und er schaut mich einfach nicht an und die Begeistern am Livestreamen hat sich im Lauf der Jahre, glaube ich, ohnehin ein wenig abgenützt, 2011 hat mich meine zweite Kritikerin Jusophie ja noch gerügt, daß ich so viel Livestream schaue, statt mich aktiv beteilige und meine Manuskript beispielsweise zu den “Schönsten Bücher” schicke und einer Leserin hat einmal das Resume gefehlt.

Wie soll man das aber gehen, wenn man sich nur die Diskussionen anschaut und im Vorjahr kann ich mich erinnern, habe ich gebloggt “Buchmesse fast versäumt!”, da waren wohl zuviele andere Veranstaltungen und am Wochenende vielleicht der Sladky-Fototreff, aber bei mir hat ja die Veränderung ohnehinschon im Vorjahr angefangen, durch meinen Sturz kein Leipzig und auf der Buch-Wien war ich auch nur bei der Eröffnung nur am Donnerstag, weil wir dann ja nach Basel fuhren, da gab es dann kein Geburtstagsfest. Das gibt es heuer höchstwahrscheinlich auch nicht, dafür kann ich mich wohl öfter digital nach Frankfurt begeben, wo man das “Blaue Sofa” zwei Tage lang besuchen kann, ARD hat einen Buchmessenlivestream, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe hält seine Seminare online ab und auch Jurenka Jurk vom Schreibfluß hat mich schon über ihre Messeseminare informiert, sie hat ja jetzt auch einen Überarbeitungs-Kurs und gibt wieder Online- Gratisseminare und da bin ich am Sonntag sogar bei Zoom hineingekommen, mit dem ich ja immer Schwierigkeiten habe.

Am Montag gabs dann die digitale Buchpreisverleihung, wo ich den Livestream ziemlich versäumte und am Dienstag eine digitale Pressekonferenz und dann die Eröffnung ohne Zuschauer.

Gastland ist Kanada, da habe ich auch noch nicht viel gehört und am Mittwoch hat es dann bei ARD pünktlich mit Ilija Mangold und Dennis Scheck angefangen, der beispielsweise Judith Zanders neues Buch “Jonny Ohneland” vorstellte.

Dazwischen gab es dann das literarische Mittagessen mit der Ruth und dem Peter Czak und ein Telefongespräch mit der Doris Kloimstein bezüglich des nächsten Marktbesuchs und dann habe ich weitergesurft.

Peter Stamm hat auf der ARD-Bühne seinen neuen Erzählband “Wenn es dunkel wird” vorgestellt und von seiner Art des Erzählens erzählt.

Während auf dem “Blauen Sofa” Zsusza Bank über das Sterben ihres Vaters, beziehungsweise das “Sterben im Sommer” erzählte und interessant ist da, daß man zwischen den einzelnen Interviews auch das Wegräumen und Desinfizieren der maskierten Helfer beobachten konnte und irgendeine Moderatorin erzählte auch, daß sie nicht aus Frankfurt sondern aus irgendeinen Studio woanders, wegen der Reisewarnungen senden.

Ja, Leben in Corona-Zeiten ist kompliziert und eine Buchmesse digital wahrscheinlich auch, es gab aber die “Blaue Stunde” und da sind drei Trump-Experten aufgetreten, die Bücher über den amerikanischen Präsidenten geschrieben haben. Das heißt eigentlich nur zwei denn die dritte Susan B. Glasser, die ” Briefe aus Trumps Washington” geschrieben hat, konnte wegen der Corona-Krise nicht kommen. Die anderen Bücher stammen von Torben Lütjen “Amerika im kalten Bürgerkrieg” und Klaus Brinkbäumer “Im Wahn. Die amerikanische Katastrophe” und da wurde über Trumps Amerika und wer die Wahl, die am dritten November stattfinden wird, diskutiert. Bis dahin ist ja noch etwas Zeit, die drei Bücher zu lesen, meinte die Moderatorin Marie Sagschneider, aber ich habe mir ja schon ein bißchen was über Trump gegeben und so schaute ich anschließend lieber ins Literaturcafe, wo es um neunzehn Uhr um das Optimieren von Wegseiten ging.

Bevor es am Donnerstag auf das “Blaue Sofa” und auf die”ARD-Bühne” ging, habe ich mir noch das “Literarische Quartett” gegeben, wo Thea Dorn, Julie Zeh, Bernhard Schlink und Sybille Lewitscharoff Monika Marons “Arthur Lanz”, wo es um die politische Unkorrektheit und die Beziehung zwischen einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann geht, Verena Kesslers “Die Gespenster von Demmin”, das glaube ich auf der Bloggerdebutliste steht und auch schon gestern bei ARD bsprochen wurde, Richard Russos “Sh*tshow” und Gertrud Leutenegger “Späte Gäste” diskutierten,während es dann am “Blauen Sofa” mit einem der dBps Debuts, das ich noch nicht gelesen habe, Deniz Ohdes “Streulicht”, die damit den “Aspekte-Literaturpreis” bekommen hat und das überall sehr gelobt wird, weiterging.

Dann kam Sandra Gugic auf die, glaube ich, Berliner Bühne, die auch in dieser Stadt lebt, die ich mit ihrem neuen Buch “Zorn und Stille” schon bei den O-Tönen hörte und das ich mir, damit ich es lesen kann, zum Geburtstag wünschte.

Auf die “ARD-Bühne” trat inzwischen der deutsch-isländische Schriftsteller Kristoff Magnusson, dessen “Buchpreisbuch” von 2010, ich noch lesen muß mit seinem Kunstroman “Ein mann aus Kunst” und erklärte, wie er zu seinen Namen kam und, daß er sprechende Namen braucht.

Dann kam eine Corona bedingte Pause nämlich das Nachrichtensurfen bezüglich der neuen in Salzburg getroffenen Maßnahmen, das Mittagessen, drei Stunden, so daß ich mich erst um fünf wieder vor dem “Blauen Sofa” beziehungsweise zur “Blauen Stunde” mit dem Thema “Fremdsein” mit drei Büchern von Andreas Kossert “Flucht eine Menschheitsgeschichte”, Ahmad Mansours “Solidarität” und Elsa Koesters Debutroman “Couscous mit Zimt”, befand, bevor wir übers Wochenende nach Harland fuhren.

In Wolfgang Tischers Literaturcafe gab es dann einen Vortrag über künstliche Intelligenz und die Frage, ob es möglichist, daß Computer Romane schreiben können, ohne daß man es merkt? Ich dachte, daß das bei den Groschenromanen schon so geht und Jörg Piringer experimentiert ja auch damit.

In Marburg gibt es einen Gedichteautomaten, der Texte von Magnus Enzensberger generiert und eine Website, die entscheiden kann ob ein Text ein Bestseller wird, gibt es auch.

Dann habe ich mich noch ein bißchen auf der 3-Sat Seite umgeschaut, wo es paar Videos, ein Interview mit der kanadischen Autorin Margaret Atwood und eine “Buchzeit” zu sehen gab, wo ein paar amerikanische Romane, wie Ben Lerners “Die Topeka Schule”oder Britt Benetts “Die verschwindene Hälfte”, ein”Black lives matter-Roman”, vorgestellt wurden.

Am Freitag bin ich dann beim “Blauen Sofa” eingestiegen, als Michael Kleeberg sein Recherchebuch über seinen Vater “Glücksritter” vorstellte. Dann kam die Buchpreisträgerin Anne Weber mit ihren “Heldinnenepos”.

Bis zwei gab es dann auf dem “Blauen Sofa” unter dem Titel “Zwanzig Jahre”, alte Interviews mit Udo Jürgens, Herta Müller, Sven Regener etcetra, während auf der ARD-Bühne der “”LiBeraturpreis an die 1989 in Syrien geborene Lina Atfahr vergeben, beziehungsweise sie vorgestellt. Danach kam die grande Dame des Feminismus, Alice Schwarzer, die ja auch auf der “Buch Wien” auftreten hätte sollen und sprach über die veränderten Feminismus und wie es den jungen Frauen heute damit geht, beziehungsweise warum sie gegen das Kopftuch ist.

Um zwei wurde es dann auf dem “Berliner-Blauen Sofa” politisch, denn es ging, um den Rechtsradikalismus, beziehungsweise, um Florian Hubers Buch “Die Rache der Verlierer”, der mit seiner rechtsradikalen Analyse bis in den ersten Weltkrieg zurückging.

Mit dem Gastland Kanada beschäftigte sich dann Wolfgang Tischer, der sich mit der 1948 geborenen in Quebec lebenden Autorin Jocelyne Saucier auf Englisch über ihre zwei Bücher “Ein Leben mehr” und das aktuell erschienene “Was dir bleibt”, in seinem Podcast unterhielt.

Jens Steiner der da auch schon 2011 und 2013 auf der dBp-longlist gestanden ist und 2013 mit “Carambole” den Schweizer Bp gewonnen hat, kam dann mit “Ameisen untern Brennglas” auf das “Blaue Sofa”.

Um drei folgte, die seit zwanzig Jahren in Deutschland lebende US-Autorin Nelle Zink mit ihren neuen Roman “Das hohe Lied”, das 2019 schon in den USA erschienen ist.

Während auf der ARD-Bühne die “Zukunft des Buches in Corona-Zeiten” besprochen werden sollte, kam Linus Giese vom “Buzzaldrin-Blog”, dessen Buch ich ja vor kurzem gelesen habe und unterhielt sich mit Michael Saar über sein Coming out.

Dadurch daß die Buchmessendiskussion mit Sandra Kegel, Leif Randt, Jürgen Boos, dem Messedirektor und der neuen Vorsteherin des Börsenverbands erst später stattfand und die mich interessierte, habe ich die “Blaue Stunde” über den Schweizer Buchpreis, der mich ebenfalls interessierte, versäumt, wo Tom Kummer, Dorothee Elmiger und Karl Rühmann diskutierten, aber das Leif Randt-Buch habe ich schon gelesen, die zwei anderen stehen genau, wie das Buch der Anna Stern, die auf der in der Schweiz voraufgezeichneten Sofa-Diskussion fehlte, noch auf meiner Leseliste und ich persönlich sehe, die Chancen der Corona-Krise für den Buchhandel wohl ein wenig anders als die diskutierenden Experten.

Denn meine Bücherregale sind ja voll, die Bücherschränke auch, Bücher könnte ich mir, wenn ich nicht mit Maske zu Anna Jeller gehen will, auch online bestellen. Habe mir aber auch vor Corona kaum ein Buch zum Normalpreis, den ich für sehr hoch halte, gekauft, also brauche ich keine Fahrradkuriere, die mir das bestellte Buch nach Hause liefern, glaube aber, daß ich, weil ich ja jetzt zu keinen Veranstaltungen gehe, mehr lese, obwohl ich wahrscheinlich altersbedingt eher langsamer lese und daher gar nicht so viel mehr, obwohl ich jetzt in der Regel zweimal am Tage in der Badewanne liege und danach ging es doch auf das “Blaue Sofa” zum “Krimi Speed-Dating” mit Alex Beer, die ich ja vom “Perutz-Preis”, der heuer auch an mir vorübergegangen ist, kenne, Max Annas und Tilman Speckelsen und da gab es natürlich die Frage, ob Corona in die Krimis finden wird? Was Alex Beer entschieden verneinte und das auch mein Eindruck ist, daß das die Autoren eher aussparen, was aber, wie, ich glaube, die Wirklichkeit verfälscht und mich daher etwas stört, weil ich ja viel und begeistert über Corona schreibe, aber aus den am Sofa diskutierten Gründen auch nicht wirklich weiterkomme, weil ich nicht weiß, wie ich am besten in der Krise eine Krise beschreibe, weil ich ja selber mittendrin stecke, aber persönlich nichts dagegen habe, wenn ich in einem Buch über das Maskentragen lesen, wie ja auch in einem Buch über das Jahr1938 von einer Hakenkreuzfahne am Rathausplatz lesen wolle würde.

Die drei vorgestellten Bücher hatten aber durchaus ihre historischen Themen, so handelt Tilmans Spreckelsen “Nordeefalle” von Theodor Storm und Hans Christian Andersen und da wurde auch die These aufgestellt, ob der nicht vielleicht ein unehelicher Sohn des dänischen Königs war, was am am Märchen vom “Häßlichen kleinen Entchen” sehen könne.

Alex Beer “Schwarzes Band” spielt im Wien 1921 und da war von der Armut und vom Dreck sehr viel die Rede, so daß ich fast an Stermanns “Hammer” denken mußte, während das Berlin in den Neunzehnhundertzwanziger Jahren meist als sehr viel schillender beschrieben wird und bei Max Annas von dem ich schon einen “Zukunfts-Roman” gelesen habe, geht es in die DDR von 1989, wo es zwar kein Corona, aber auch eine politischeWende gab, so daß man diese Welt ebenfalls nicht mehr finden kann.

Dann gings wieder ins Literaturcafe und zum Umgang mit Kritik. Wolfgang Tischer riet da, wie man mit Einstern-Rezensionen umgehen könnte. Nicht schimpfen und beleidigen und auch nicht seine Fanblase auf den Kritiker hetzen, aber natürlich zuerst gute Bücher schreiben, sich ein gutes Cover und einen Lektor leisten, etcetera und wenn man antworten will, kann man sich bedanken und fragen, wieso das Buch als als schlecht, langweilig, etcetera, empfunden würde und bei Jurena Jurk sollte es eigentlich ein Webinar über den inneren Kritiker, geben, der ja auch sehr wichtig ist, da habe ich aber den Link nicht gefunden, was vielleicht nichts machte, denn eigentlich ist mein innerer Kritiker eher ohnehin ein äußerer und ich schreibe denen, die mir manchmal schreiben “Wow so was Schlechtes habe ich echt noch nie gelesen!”, eigentlich ohnehin immer freundlich zurück und außerdem gab es bei ARD eine große Buchmessennacht, wo Alf Mentzer und und Catherrine Mundt in einem glänzend gelben Kleid, roten Ohrringen und roten Schuhen, drei Stunden vor der fast leeren Festhalle eine Reihe Autoren empfingen und da durch die ganze Bandbreite der Buchbranche führten.

So begann es mit dem Philosophen Richard David Precht, der ein Buch über “Künstliche Intelligenz” geschrieben hat. Dazwischen gab es Musik und dann folgte Zoe Beck, die für mich überraschend offenbar schon im Jänner das Buch zur Stunde mit ihrem Thriller “Paradise City” geschrieben hat. Ein tolles Frankfurt in der Zukunft mit einer Gesundheitsapp, die alle überwacht. So kann man es auch machen, vielleicht sollte ich mir da etwas für meinem “Dystopischen Raum” abschauen.

Dann kam eine Liveschaltung nach Israel, denn David Grossmann, der 2010 den “Friedenspreis des deutschen Buchhhandels” bekam und eigentlich die Buchmesse eröffnen sollte, konnte aber nicht ausreisen, so war er auf dem Bildschirm zugeschaltet, erzählte, wie es ihm mit dem Corona-Lockdown geht, daß er, weil sich ein Schriftsteller ohnehin immer isolieren muß, nicht besonders darunter leidet, sondern mit “Zoom” derzeitig ständig auf der ganzen Welt mit seinem neues Buch “Was Nina weiß”, auf Lesereise ist.

Dann kam der mir bisher unbekannte Wissenschaftsautor Bas Kast, der seinen ersten Roman “Das buch eines Sommers geschrieben hat” und darüber diskutierte, was der Unterschiede zwischen dem Roman- und dem Sachbuchschreiben ist.

Lesungen gab es auch und zwar hat der UnterhaltungsautorAutor Jan Weiler aus seinem neuen Buch “Die Älteren”,vorgelesen, wo es offenbar, um das Erwachsenwerden der Kinder und, wie die Eltern damit umgehen, geht.

Elke Heidenreich, die Buchpatin der Nation, die hat ja früher im Fernsehen immer Bücher vorgestellte und hinausgeschmissen wurde, weil sie Marcel Reich-Ranicky verteidigte, hatte dann eine Zeitlang eine Sendung im Internet, wo ich beispielsweise Richard David Precht kennenlernte, im Schweizer Literaturclub diskutiert sie auch und jetzt hat sie einen Band Kurzgeschichten über Kleider, das “Männer in Kamelhaarmäntel heißt”, herausgegeben.

Um den “Amerikanischen Wahnsinn” und Klaus Brinkbäumers Buch, der schon auf dem “Blauen Sofa” war, ging es dann auch.

Dann kam der Kabarettist Jan Böhmermann mit seinem “Twitter-Tagebuch”.

Danach erklärte Alexa Henning von Lange, was ihr historischer Roman “Die Wahnsinnige” überJohanna von Kastillien mit der Gegenwart zu tun hat.

Dann kam Max Czollek mit seinem Essayband “Gegenwartsbewältigung”.

Die Buchpreisträgerin Anne Weber wurde wieder live zugeschaltet und freute sich, daß ihr der Messetrubel erspart blieb. Die Sachbuchautorin und Moderatorin Susanne Fröhlich hat mit ihrer Freundin Constanze Kleis ein Buch über “Freundschaft” geschrieben.

Dann wurde mit dem israelischen Psychologen Ahmad Mansour, der auch schon auf dem “Blauen Sofa” war, über Verschwörungstheorien und Solidarität diskutiert.

Dann wurde Stefanie Sargnagel aus Wien mit ihrem Buch “Dicht- Aufzeichnung einer Tagediebin”, wo es um ihre Jugenderlebnisse geht, zugeschaltet.

Ab Samstag gab es dann nur nur mehr die ARD-Bühne und da war bevor ich auf dem Markt fuhr, Chrstoph Peters mit seinem “Dorfroman” und Ria Endres”, die ein Buch über die Wohnungsspekulation geschrieben hat, wo die Mieter aus ihren Wohnungen müssen, geschrieben hat.

Am Markt gab es dann zu einer Buchmesse passend Bücher, nämlich Laetitia Columbani “Der Zopf”, das ich schon immer haben wollte und Clemes G. Arvay Corona-Buch “Wir können es besser” von Doris Kloimstein, die mich immer mit ihren Büchern versorgt und bei “Thalia” gab es, hat mir derAlfred verraten eine Ein Euro- Kiste, da habe ich ja noch immer ungelesene Bücher zum Beispiel vom Bücherabverkauf in Ulm, aber jetzt habe ich auch weder neue Bücher und einen Literaturquizz, den ich ja immer gerne machen will. Nachher ging es wieder in die ARD-Messehalle, wo gerade über Kinder- und Jugendliteratur diskutiert wurde, denn angeblich sind die Jugendbuchverlage, die großen Gewinner aus der Krise, weil die Kinder lesen und lesen und da habe ich noch eine Information von Dennis Scheck gehört, nämlich daß Cornelia Funke den “Deutschen Jugendliteraturpreis” gewonnen hab, der aber auch in Berlin, statt in Frankfurt vergeben wurde.

Auf ARD ist dann noch mit einer Zuschaltung aus Hongkong mit dem dortigen Freiheitskämpfer Joshua Wong weitergangen, während es auf dem Literaturcafe einen Bericht über Wolfgang Tischers Messefreitag gab. Denn sich auf der virtuellen Buchmesse zurechtzufinden ist ein wenig schwierig, ich habe mich ja hauptsächlich auf das “Blaue Sofa” und die “ARD-Bühne beschränkt. Es gab aber auch Messenächte, virtuelle Parties und digitale Bookfeste, die aber größtenteils an mir vorbeigegangen sind.

Bei Wolfgang Tischer gabs aber aber schon Samstag um drei ein Webinar über das Umsetzen von Livestream-Lesungen und wie man die optimal gestalten kann. Da gibt es ja Zoom, Facebook, You-tube, etcetera.

Etwas was ich für mich wahrscheinlich nicht in Frage kommt, obwohl ich jetzt ja keine echten Lesungen habe, weil höchstwahrscheinlich doch kein Geburtstagsgfest und die “Poet-Night”, für die ich heute das Programm bekomme habe, da hätte ich nach elf lesen sollen, habe ich , weil ich ja nicht mit Maske auf oder eintreten will, abgesagt, obwohl ich, das habe ich jetzt fast vergessen, von der Doris heute eine schöne Halloween-Maske mit Totenkopfmotiv zum Geburtstag bekommen habe, die mich offensichtlich umerziehen will, das Buch von dem Corona kritischen Biologen Clemens G. Arvay hat sie mir allerdings auch gebracht.

Es gab dann noch auf der ARD-Bühne ein sogenannes Gipfeltreffen zwischen den schottischen Autoren Irvine Welsh und John Niven, das sehr interessant war und die Eröffnung habe ich mir nachträglich auch noch angesehen, sowie eine Diskussion über “Das Ende einer verbundenen Welt? – Wie kultur der globalen krise wirken kann”, auf der “Weltempfang-Plattform”, die es offenbar schon länger gibt.

Am Sonntag ging es für mich zuerst auf der ARD-Bühne weiter, wo der Starkoch Johann Lafer Einsicht in das vegane Essen gab und es dann zu Remarques “Die Nacht von Lissabonn”, als Hörspielproduktion ging.

Um dreiviertel elf wurde dann in der Paulskirche der heurige “Friedenspreis des deutschen Buchhandels” an den indischen Wirtschaftökonomen Amartya Senn wieder auf ziemlich skurrile Art vergeben. Erstens der Preisträger natürlich nicht da und der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der die Laudatio halten sollte in Quarantäne. Die Paulskirche also ziemlich leer und der Preisträger wurde aus Boston zugeschaltet.

Auf der ARD-Bühne waren dagegen wieder Dennis Scheck, Iris Wolff, der Gewerkschafter Dierk Hirschel und danach ein Krimi-Talk,wieder mit Alex Beer alias Daniela Larcher, wie sie wirklich heißt und dem Historiker Oliver Hilmes, die beide historische Krimis schreiben und es da um das Recherchieren und die Details ging.

Deutscher Buchpreis und wilde Worte

Diese Woche hätte es für viele nach Frankfurt gehen sollen, da aber die Zahlen steigen und man aus den sogenannten Risikogebieten nicht mehr anreisen kann, findet die Buchmesse auch nur oder hauptsächlich online statt und der “Deutsche Buchpreis”, den es seit 2005 als Auftakt zur Messe gibt und den ich seit 2015 begeistert blogge, wurde heute im “Römer” auch nur im kleinen Kreis und ansonsten über Stream vergeben.

Das ist für mich nichts Neues, begleite ich den Preis ja, glaube ich, seit ich blogge per Stream oder auch nicht ganz, denn einmal las ich selbst bei den Mariahilfer Kulturwochen, einmal besuchte ich eine Judith Gruber-Lesung im Republikanischen Club, einmal war ich im Kino oder in der “AS” und schaute nur vorher odernachher hinein.

Richtig, die “Wilden Worte” gibt es am Montag immer auch und da war ich ja im Vorjahr vorher bei der “Ohrenschmausjurysitzung” beim ORF, dann habe ich mich über Sascha Stanisics Buchpreisrede geärgert und danach war ich im Amerlinghaus und heute hätte ich mir eigentlich den ganzen Livestream, den ich dann oft nicht gefunden habe oder nur vorher oder nachher kurz hineinschnupperte und mich dann zur Lesung aufmachte, geben können, leider habe ich das aber in meinem Kalender nicht rechtzeitig notiert, daß das schon um sechs stattfand, die “Wilden Worte” beginnen um acht, wäre sich also schön ausgegangen, aber leider, leider wieder unachtsam gewesen und daher eine Stunde eingeteilt und so war ich schon kurz im Kaisersaal im “Römer”, als dort die Covid Regeln erklärt wurden und es an meiner Türe läutete und nachher kam ich gerade zurecht um “And the winner is Anne Weber zu hören!” und ich dachte wieder “Aha, aha!”, denn ich hätte ganz ehrlich auf Thomas Hettche, den ich gerade beendet habe, geschätzt und gedacht, das ist eigentlich der klassische Buchpreisträger im Sinne der Publkumstauglichkeit, aber die Jury sieht das ja immer anders, als man selbst und wem es interessiert, fünfzehn der Longlistbücher und vier der Shorlistbücher habe ich gelesen, die “Anette” und “Streulicht” noch nicht, die Valerie Fritsch muß noch folgen, das andere Debut und der Franz Witzel und als der 2015 gewonnen hat, war ich glaube ich in der “Alten Schmede” und es war das einzige Buch, das ich damals noch nicht gelesen hatte, weil es mir die Trude K. meine Straßergasseschulkollegin erst zum literarischen Geburtstagsfest schenkte, diesmal habe ich trotz Corona bedingten Veranstaltungsstop gerade fünfzehn geschafft, habe den Livestream bis auf die Preisrede versäumt, die Kurzfilmchen der Long– und Shortlistnominierten habe ich mir aber angesehen und ich muß sagen, es war diesmal eine sehr schöne und interesante Auswahl und von den fünzehn bis jetzt gelesenen Bücher haben mir sehr viele gefallen und es war ein interessanter und auch sehr abwechslungsreicher Streifzug durch die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und ich bleibe bei

“Herzfaden”, als meinen bisherigen Favoriten,

“Der Halbbart”, hat mir gut gefallen,

“Die Infantin trägt den Scheitel links”

“Triceratops”

Aber auch die stille Prosa des Jens Wonneberger “Mission Pflaumenbau”

Der vielgeschmähte “Letzte Satz”

“Die goldenen Jahre” von Arno Camenisch und und….

Und dann während man in Frankfurt vielleicht doch ein wenig feierte und den Sektkorken knallen ließ, ist es in Amerlinghaus zu den “Wilden Worten” und wieder eine Livelesung, was in Zeiten wie diesen, ja selten ist, gegangen und das war auch sehr interessant, hat ja doch die GAV-Kollegin Regine Koth Afzelius, die ich bei einem Gav-Jour fix persönlich kennenlernte und deren “Letzte Partie” ich genau, wie den “Kunstliebhaber” in einen der Schränke gefunden habe, dieses in der “Editon Roesner” erschienen Buch vorgestellt und hätte das auch schon vorher tun sollen.

In der “AS”, glaube ich, im März kurz nach dem Shutdown, im Amerlinghaus im April, die “Alte Schmiede-Lesung” wurde, glaube ich, im Juni oder September nachgeholt.

Jetzt stellte die 1962 geborene, den “Kunstliebhaber” bei den “Wilden Worten” vor und nochmals interessant, vorher während noch auf die Besucher gewartet wurde, gab es eine kleine Diskussion über Corona, das ist ja ein Thema, das ich liebe und mich sehr beschäftigt und nachher oder zwischendrin, die Geschichte von dem Kunstexperten Leo der mit einer Claire nach Rom auf Bildungsreise fährt und ihr dort die Werke Michelangelos in der sixtinischen Kapelle voführt.

Ich habe vorher in meinen Kinderzimmerregalen nach dem Buch gesucht und es nicht gefunden und es gab im Amerlinghaus auch eine Diskussion welches Kapitel Regine Koth Afzelius lesen sollte?

Die, die es schon gelesen hatten, wünschten sich ein anderes als das erste und Bücher über Museen oder Bilder sind ja sehr interessant und es gibt ja einige davon, die auf den österreichen Buchpreisliste stehen oder standen, wie beispielweise Hanno Millesis “Vier Weltteile” oder in der “Infantin” von Helena Adler kommen ja auch in jeden Kapitel Bilder vor.

So habe ich mich bei Regine Koth Afzelius nach der Entstehungsgeschichte erkundigt und es gibt auch eine spezielle Geschichte zum Coverbild. Eine angeregte Diskussion, die eigentlich fast ohne Richard Weihs oder mit diesen nur im Hntergrund stattfand und die nächsten “Wilden Worte” werden wieder zu einer ungewöhnlichen Zeit, nämlich am vierten Montag im November stattfinden und wer es wissen will, ich habe mir diesmal ein Gedicht zum Thema “H. C. ist weg”, um an den gestrigen Wahltag anzuknüpfen, gewünscht und bin gespannt, was Richard Weihs daraus machen wird?