Wieder Cafe Prückl

Langsam scheint der Veranstaltungsreigen wieder zu beginnen, zumindestens was den Sommer betrifft, denn da ist es nach den Kurzausflug ins Salzkammergut gleich wieder zu der Sommerlesereihe des Podiums, zu der Nacht, beziehungsweise zur Dunkelheit, wie Birigit Schwaner in ihrer Einleitung eine Untergruppierung herstellte.

Dunkelheit das sind die Krisen, die Geheimnisse, sogar der Tod könnte man sagen. Birgit Schwaner bemühte sogar die Hundemetapher, da solche in beiden Texten sowohl in dem von Annett Krendelsberger als auch den von Constantin Göttfert vorkamen.

Die 1967 in Wien geborene Annett Krendelberger, die ich, glaube ich, schon bei einigen Lesungen hörte, begann den Reigen. Bei ihr hat Birgit Schwaner auch noch die bildreiche Sprache besonders gelobt.

Der Text hieß “Die Besucherin” und hatte tatsächlich schöne Wendungen, der erwähnte Hund kam kurz vor während bei dem 1979 ebenfalls in Wien geborenen Constantin Göttfert, der in Leipzig studierte und dessen “Steiners Geschichte” ich sowohl in der “Alten Schmiede” bei den “Textvorstellungen” hörte, als auch das Buch Mitten in der Pandemie im Schrank gefunden habe, der Hund schon im Titel vorkam.

Birigt Schwaner deutete eine Vieldeutigkeit der Metapher an, die mir aber entgangen zu sein scheint, habe ich die Geschichte von den Beiden mit den Plan, wo der eine in dem Haus bei einer Frau wohnt, die ihn heraushaben will und der den Hund dann mit Hundekekse zum “Leidensweg” bringt, viel realistischer Verstanden und war recht froh darüber, als Birgit Schwaner in ihrer Ausleitung auch die neoliberale Deutungsweise erwähnte.

Hansjörg Liebscher war von den mir Bekannten im Publikum und das nächste Mal am Montag werden Wolf Käfer und Thomas Northoff lesen, die ich beide wohl diese Woche schon lesen hörte.

Lesefest in Strobl am Wolfgangsee


Der Alfred befindet sich derzeit, bevor er sich Ende August in Pension begibt, auf Urlaub, in dem er eigentlich im April oder Mai mit dem Karl nach Usbekistan fahren wollte und dann mit mir im Juni am Rhein Radfahren. Das ist Corona bedingt ausgefallen und ich bin mit meiner Sommerfrische in Harland bei St. Pölten eigentlich auch zufrieden, habe da mein Schreibprojekt oder meine Schreibwerkstatt und in Wien gibt es auch einige Veranstaltungen, die im Weinhaus Sittl, wo ich eigentlich in St. Pölten sein möchte, im Juli die “Podium-Sommerlesereihe” im Cafe Prückl und am Donnerstag die O-Töne im MQ, die jetzt beginnen. Aber der Alfred hat, glaube ich, Probleme seinen Urlaub zu Hause zu verbringen. So hat er begierig, die Einladung zu einem Lesefest in der öffentlichen Bibliothek in Strobl, die ihm Luis Stabauer oder Erika Kronabitter schickte, aufgegriffen und gleich, da es sich mit meinen Stunden ausging, ein Hotelzimmer gebucht.

Erika Kronabitter

Erika Kronabitter

 

Raimund Bahr

Raimund Bahr

 

Bettina Balàka

Bettina Balàka

 

Lars-Arvid Brischke

Lars-Arvid Brischke

 

Patricia Brooks

Patricia Brooks

Ich finde es zwar ganz ehrlich, ein wenig seltsam wegen einer Lesung mit Bettina Balaka, Patricia Brooks, Monika Gentner, Margit Heumann, Thomas Northoff, Luis Stauber und Herbert J. Wimmer nach Strobl zu fahren, weil ich ja alle auch in Wien hören kann, aber wegen Luis Stabauer sind wir einmal auch zum Attersee gefahren und ein wenig Urlaub oder Abwechslung tut ja gut, weil ich zwar heuer eine knappe Woche mit der Ruth auf Winterurlaub auch in Salzburg war, aber sonst Leipzig wieder ausgefallen ist und die Sommerfrischenwochenende sind ja nicht wirklich besonders aufregend. Aber da ich bis drei Uhr Stunden hatten, sind wir erst da weggefahren und am Donnerstag auch gleich zurück, weil da habe ich ab fünf Stunden und dann gab es vorige Woche auch wegen dieser Maskenpflicht in OÖ Aufregung und ich dachte zuerst, Strobl am Wolfgangsee liegt in OÖ. Zum Glück liegt es schon in Salzburg zu Oberösterreich aber gleich um die Ecke und da ist derzeit, wie mir Erika Kronabitter beziehungsweise eine Frau von Felderkirchner Saumarkttheater erklärte,, besonders viel los. Denn Erika Kronabitter, die unermüdliche, organisiert ja den Feldkircher Lyrikpreis. Feldkirch ist zwar in Vorarlberg, also eigentlich weit entfernt, aber Erika Kronabitter organisiert auch die “Text und Kritik- Werkstatt” jedes Jahr, wo ein paar Autoren eingeladen und ihre Texte organisiert werden und das war ursprünglich in Vorarlberg, jedenfalls hat sie mich dort 2005 auf die Silvrettahöhe eingeladen, die Lesung war dann in einer Galerie in Bregenz und ich habe, wenn ich mich nicht irre, aus den “Schreibweisen ” gelesen und die “Fluchtbewegungen” besprechen lassen.

Das befindet sich aber seit einiger Zeit in Strobl am Wolfgangsee, denn dort hat sich ja Raimund Kremlicka, der jetzt Raimund Bahr heißt, zurückgezogen, beziehungsweise seine Kulturarbeit verlegt. So gibt es die Strobeler- bzw. Wolfgangseer-Literaturtage und aus irgendwelchen nicht ganz so logischen Gründen findet die Jurysitzung des Lyrikpreises auch dort an und mit dem Leseefest wurde die Text- und Kritikwerkstatt auch eröffnet.

Wir sind also um drei von Wien weggefahren und haben Strobl, das kleine schöne Örtchen, ungefähr um halb sieben erreicht, haben das Hotelzimmer bezogen und sind dann eine runde zum See gegangen, haben dort Monika Gentner und Herbert J. Wimmer in einer Bar getroffen, einen “,Hugo” getrunken und festgestellt eigentlich alles normal, vielleicht weniger Besucher,, wie sonst. Das kann ich nicht so beurteilen, war ich ja wahrscheinlich in Strobl oder am Wolfgangsee, das letzte Mal, in der vierten Hauptschulklasse, weil da die Wiener Kinder vier Tage nach Salzburg mit dem selbstgeschneiderten rosa Dirndl gefahren sind.

Monika Gentner

Monika Gentner

 

Margit Heumann

Margit Heumann

 

Thomas Northoff

Thomas Northoff

 

Luis Stabauer

Luis Stabauer

 

Herbert J. Wimmer

Herbert J. Wimmer

Aber eine gute Stimmung bei “Hugo” und Aperol, die Margit Heumann haben wir dann auch auf einer Bank getroffen, wo sie mit der Dame saß, die mir das mit den dreifachen Veranstaltungsreigen erklärte.

Die öffentliche Bibliothek lag auch gleich am Platz und viele Bekannte Gesichter habe ich getroffen. So kam Wally Rettenbacher, die mich ja einmal für das Radio Fro unterviewte, die Bibliothekarin leitete ein und Erika Kronabitter erkärte nochmal, wie das mit den Lesenden wäre, beziehungsweise stellte sie die Jury des Lyrikpreises, die aus Herbert J. Wimmer, der schon erwähnten Dame, Patricia Brooks und dem Preisträger des Vorjahres, Lars Arvid Brische bestand, vor. Die anderen Lesenden sind Teilnehmer der Schreibwerkstatt und Bettina Balaka begann mit einem Auszug aus ihrem neuen Roman, der demnächst erscheinen wird, wieder einen historischen , wie sie erklärte, der offenbar ein ziemlich ähnliches Thema, wie der letzte hat, zumindest geht es da auch um den Cobenzel.

Der aus Berlin stammende Preisträger, der gerade in Hamburg Urlaub macht, las seine Gedichte und Patrica Brooks, sowohl Jurymitglied als auch Werkstattteilnehmerin, las einen Text über ein Geburtstagsfest und dann noch zwei Gedichte.

Es gab zwischen den Lesungen immer Musik vom Holzklang Trio, immer nach jeweil zwei oder drei Lesungen und Raimand Bahr, der nicht auf dem Programmzettel stand, hat mit einem Auszug aus seinem neuen Buch begonnen und der hat ja, als er noch in Wien wohnte immer große Veranstaltungen gemacht und ich habe bei ihm einmal auch ein Seminar im Literaturhaus besucht, wo es nur ganz wenige Teilnehmer gab.

Monika Gentner las einen Auszug aus einem utopischen Roman, den ich schon einmal im Literaturhaus gehört habe.

Margit Heumann, die unermüdliche, brachte Ausschnitte aus einem Briefroman “Briefe an Elsa” glaube ich, die aus der Schatulle der verstorbenen Mutter stammten und Thomas Northoff las aus seinem neuen Buch, in dem er wieder Kostproben aus seiner unverwechselbaren knappen experimentellen Sprache gab.

Luis Stabauer hat auch einen neuen Roman, der demnächst erscheinen soll, der von einer Frau handelt, die in eine Strafanstalt eingeliefert wird und Herbert J. Wimmer las Gedichte aus drei Büchern.

Dann gab es noch Gespräche und ein Schlückchen Wein, bevor die Gruppe in ihr Bildungshaus nach Oberösterreich gegangen ist, um morgen mit der Textwerkstatt zu beginnen und ich habe zwar einen etwas “verrückten” Literaturausflug gemacht, es war aber sehr interessant und läßt sich möglicherweise wiederholen.

Andreas Okopenko im Weinaus Sittl

Vor etwas mehr als zehn Jahren, am siebenundzwanzigsten Juni 2010 ist Andreas Okopenko gestorben, der im März dieses Jahres Achtzig wurde, da war ich spät aber doch bei seinem Geburtstagsfest im Literaturhaus und bei seinem Begräbnis am Grinzinger Friedhof war ich auch.

Gehört habe ich, glaube ich, 1973 das erste Mal von ihm, als, glaube ich, im Radio, hat das schon Ö1 geheißen, sein “Lexikoroman” vorgestellt wurde und ich an der Literatur sehr interessiert war, aber keine wirkiche Ahnung von ihr hatte, zumindestens von der der damaligen Gegenwart nicht, denn so weit sind wir bei der Frau Prof Friedl nicht gekommen, inzwischen habe ich dazu gelernt, war, glaube ich, auch einmal bei einer “Stunde der literarischen Erleuchtung” in der “Alten Schmiede” als, glaube ich, Herbert J. Wimmer seine “Lockergedichte” vortrug, den “Kindernazi” habe ich gelesen und jetzt Gegenstand pünktlich zum zehnten Todestag oder wenn man es lieber will zum neunzigsten Geburtstag eine von Hahnrei Wolf Käfer organiserte Aufführung des Lesetheaters im Weinhaus Sittl.

“Warum sind Latrinen so traurig?”, war der Titel der Veranstaltung und das haben auch die Vortragenden unter denen Erwin Leder und Andrea Pauli waren, ausgerufen und Hahnrei Wolf Käfer hat einleitende oder vrdindende Worte gesprochen, auf den Geburts- oder Todestag hat er nicht hingeweisen, weil er, wie er mir sagte, keine Gedenkveranstaltungen mag.

Sie sind aber wichtig denke ich, bieten sie doch Gelegenheit sich zu erinnern oder sich wieder mit dem Werk des Autors zu beschäftigen, das Weinhaus Sittl beziehungsweise sein Gastgarten war sehr voll, meine Hauptschulkollegin Christa U die ich im Sommer ja immer bei diesen Gegelenheiten, beim Filmfestival, am Karlsplatz, das es diesmal nicht gibt oder bei den O Tönen, die am Donnerstag beginnen, sehe, Susanne Schneider, Ottwald John in der hinteren Ecke mit Strohhut und und und…. Leider war die Akustik nicht so gut, ein paar Vögel haben auch immer dazwischen gekreischt und die drei oder vier Männer die an dem Tisch hinter mir gesessen sind, sind glaube ich nur zum Essen gekommen und haben den Kopf geschüttelt und “Sicher nicht!”, gesagt, als ich sie aufgefordert habe, ihr Gespräch einzustellen.

Später sind sie dann gegangen, so daß ich mich doch so einigermaßen, auf die “Lockergedichte, die Limericks und die anderen Textformen konzentrieren und mich an den alten Meister, der mit Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, etc, befreundet und wie ich “Wikipedia” entnehme, in seinen letzten Jahren auch Eva Maria Geihsler, die ich als Lebensgefährtin von Gerhard Bisinger kennenlernte, liiert war, konzentrieren konnte, was für mich sehr wichtig ist.

Nacht im Cafe Prückl

Hurrah, hurrah, die Sommerlesereihe des Literaturkreises Podium im Cafe Prückl, die seit letzten Jahr von Brigit Schwaner organisiert wird, vorher waren es Christa Nebenführ und Claudia Erdheim findet auch heuer im Juli statt und hat sogar schon vorigen Mittwoch begonnen.

Da haben zu diesem Thema Andrea Grill und Christian Futscher gelesen und ich habe es leider versäumt, obwohl ich sehr leicht hingehen hätte können, weil ich ja auf der Schlußkundgebung des Schweigemarschs für “Kunst und Kultur” am Karlsplatz war und das war, glaube ich, so um sieben aus und um acht beginnen die “Prückl-Veranstaltungen”, nur leider habe ich nichtsgewußt davon, weil ich erst am Donnerstag in der Buchhandlung Frick die Programmkarten gefunden habe.

Ich habe zwar die Ruth danach gefragt und sogar bei den GAV-Veranstaltungen diesbezüglich nachgeschaut, aber nichts gefunden und die “Alte Schmiede” wo ja eigentlich immer die Auftaktveranstaltung stattfand und es daher im Programm stand, bin ich ja leider seit März nicht mehr gekommen.

Am Montag, diesmal sind die Veranstaltungen jeweils Montag und Mittwoch und nicht wie im Vorjahr, wo sie, glaube ich, Dienstag und Donnerstag waren, wo die mir unbekannte Martina Onjegbula und Lisa Fritsch gelesen haben, war ich in Harland, weil ich meine Sommerfrischenwochenenden eigentlich exakt einhalten will, aber heute ist es sich ausgegangen, da waren wir zwar auch in Harland, weil wir im Bootshaus den achtundachtzigsten Geburtstag von Alfreds Mutter gefeiert haben, sind aber, da ich ja morgen Stunden habe, zurückgefahren und zum Glück gibt es ja (noch) keine Maskenpflicht in Lokalen und so war es obwohl eine Indoorveranstaltung kein Problem und Desinfektionsmittel und der ausreichende Abstand war auch gewährt, obwohl einige bekannte Gesichter wie Lukas Cejpek, Angelika Kaufmann, Irene Wondratsch, Christian Katt, ecetera und sogar die Literaturbeauftragte der Stadt Wien Julia Danielcyck gekommen waren.

Margret Kreidl und Günther Kaip haben gelesen, Birgit Schwaner begann in ihrer Einleitung mit den Träumen und der Traumdeutung und das war auch das Thema des Abends und die 1964 in Salzburg geborene eher experimentelle Autorin Margret Kreidl ist mir auch keine Unbekannte, habe ich sie ja schon bei einigen Lesungen gehört und sie brachte eine Zusammenstellung aus ihren “Einfachen Erklärungen- Alphabet der Träume”, das ich, glaube ich, auch schon irgendwie gehört habe, dazu gab es auch ein Traumposter, das Margret Kreidl mit Lukas Cejpeks Hilfe präsentierte und ein paar Postkarten von ihr gab es auch am Büchertisch zu sehen.

Der 1960 in Linz geborene Günther Kaip von dem ich auch schon einige Lesungen gehört habe, der mir aber trotzdem noch ziemlich unbekannt ist, brachte eine Collage aus einigen seiner Büchern und las Miniaturen, die sich mit dem Thema Nacht beschäftigten und dann noch einige seiner “Kieselgedichte”.

Eine interessante experimentelle Zusammenstellung und am Montag kündigte Birgit Schwaner an, wird Linda Kreiss, die ebenfalls anwesend war einen ihrer Nepaltexte, sowie Klaus Haberl lesen und da werde ich zwar, weil der Alfred eine Sitzung hat, in Wien sein, aber wahrscheinlich doch ins Weinhaus Sittl zu einer Lesetheateraufführung über Andreas Okopenko gehen.

Warten wir es ab, ich habe mich jedenfalls mit Irene Wondratsch, die mir erzählte, daß sie diesen Sommer für einige Schreibwerkstätten nützen wird und mit Julia Danilcyck unterhalten, die ich fragte, ob sie mein Buch bekommen hat und das habe ich auch Irene Wondratsch gezeigt.

Schreibart online mit Daniel Wisser

Die “Gesellschaft für Literatur” ist ja in Corona-Zeiten sehr aktiv auf ihrer Facebookseite mit Online-Veranstaltungen. Zwar fanden die Corona-Lesungen, an denen sie sic,h glaube ich, zumindest im Impressum beteiligten, nicht direkt dort statt, es gab aber zuerst links zu historischen Lesungen mit Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, wenn ich mich nicht irre, aber auch andere aus dem Archiv.

Brigitte Schwens-Harrant hat ihre Jurytätigkeit für Klagenfurt dort ausgeführt und die “Schreibart Online-Lesungen” gibt es dort auch.

Das ist ein Geschpräch, das Manfred Müller mit einer Autorin einem Autor im Rahmen der Kulturkontakte des Außenministeriums führt, wo ich jetzt nicht weiß, ob das Video statt der Reisen in die österreichischen Kulturinstiute, die mit diesen Autoren geplant waren, stattfinden oder ob die dann doch auch dorthin fahren oder fliegen.

Michael Stavaric, Karin Peschka, Carolina Schutti, die ja auch für Klagenfurt gelesen hat, waren schon daran und ich habe immer mehr oder weniger intensiv in die Videos hineingeschaut. Es gab auch vorher ein Autorenräsel mit einigen Hinweisen, an denen man erkennen hätte sollen, wär wals nächstes vorgestellt wird.

In Karin Peschkas Videos wo ihr neuer roman “Putzt euch, tanzt, lacht” vorgestellt wurde, habe ich ganz hineingehört. Auf die <idee darüber zu bloggen, bin ich noch nicht gekommen, war vielleicht mit meinem eigenen Romanprojekt zu beschäftigt, aber da ich jetzt damit fertig bin und es ja keine Veranstaltungen gibt, aber im Sommer, der jetzt kommt, gibt es ja ohnehin keine und “Leseauslese online” gab es ja schon, doch in Daniel Wisser, dem Buchpreisträger von 2018 hineinhören und das war so interessant, daß ich es jetzt doch versuche.

Ich habe ja, glaube ich, schon mehrmals geschrieben, daß ich den 1971 in Klagenfurt geborenen einmal im Amerlinghaus kennengelernt hat, als dort im Rahmen von Ilse Kilics “Fröhlichen Wohnzimmer” glaube ich, die “Dopplergasse 8” bei “Ritter” erschienen, vorgestellt wurde und ich naiv dachte, wenn sowas dort erscheint, müßte es auch bei mir klappen.

Daniel Wisser ist oder war zumindest aber sicher viel experimenteller als ich, er hat dann auch mal in Klagenfurt gelesen, einige Bücher herausgebracht, war Wien Stipendiat so daß ich ihm im Musa hörte, stand auf der “Alpha Shortlist” etcetera, daß die “Königin der Berge” den “Buchpreis” gewonnen hat, war für mich eine Überraschung und dieses Buch hat er auch bei Manfred <müller vorgestellt und dazu was ich sehr interessant fand gesagt, daß er nur über seine” zeitgenößischen Lebenswelten”, also über das was er kennt, schreiben kann.

Das kann ich mir auch für mich merken, beziehungsweise trifft das auch für mich zu. Er hat ein Kapitel aus dem Buch gelesen und dann den bei “Klever”, glaube ich, erschienen Erzählband “Untern Fußboden” vorgestellt, in dem sehr kurze Texte enthalten sind. Zwei davon hat er gelesen, einen von den zwei Brüdern die auf einem Markt verkaufen und gar keine Brüder sind und einen über einen Guro der glaubt übers Wasser gehen zu können und davür eintrittskarten verkauft.

Bei solchen Lesungen aus so kurzen Texten, es gibt glaube ich schon zweihundertfünfzig war ich auch schon und der neue Roman, der im Herbst glaube ich bei “Luchterhand” erscheint, man sieht auch Daniel Wisser hat “Jung und Jung” verlassen, als er berühmt geworden ist, heißt “Wir bleiben noch” und handelt von einer Familie, die den Sozialismus, glaube ich, verlassen hat und sich der FPÖ zuwendet, etwas was ja aktuell politisch ist und dazu hat Manfred Müller den Autor auch befragt und die Stelle, die er gelesen hat, klingt ähnlich absurd, wie das von den zwei Brüdenr, ist aber viel länger. Da hat einer beim Magristrat eine Stelle antreten sollen, aber nicht können, weil sein Vorgänger seinen Posten nicht verlassen will, was vielleicht so ähnlich, auch schon mal passierte.

Interessant, interessat und mal sehen, was ich von dem Roman noch höre und auf welcher “Buchpreisliste” er noch stehen wird?

Ich begebe mich ja jetzt auch auf Stoffsuche, beziehungsweise in meine Sommerschreibwerkstatt mit meinem schon erwähnen Notizbuch und da hat Daniel Wisser auch erwähnt, daß er für jedes seiner Projekte ein eigenes hat, daß das aber immer etwas chaotisch wäre.

Was für mich, glaube ich, auch zutrifft.

Interessant, die Online-Lesungen der Gesellschaft und da hat sich Daniel Wisser auch geäußert, daß die nur ein Ersatz sein können, weil der Publikumskontakt fehlt, mir fehlt wahrscheinlich der Autorenkontakt, habe das Video aber sehr spannend gefunden undeiniges gelernt, was ich mir hoffentlich oder vielleicht auch für meine Schreibwerkstatt gebrauchen kann.

Beginn der Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl

Daß der Veranstaltungsbeginn eher schleppend vor sich geht, habe ich schon geschrieben, so war ich zwar vor drei Wochen bei den “Wilden Worten” im Amerlinghaus, aber maskenbedingt noch nicht in der “Alten Schmiede” und das Programm der “Gesellschaft für Literatur” habe ich mir in den letzten Tagen eher online gegeben.

Trotzdem geht es los, langsam und beharrlich, während die Corona-Zahlen wieder ansteigen, die Leute auf Demos Steine schmeißen oder sich am Donaukanal stauen, bin ich heute den ganzen Tag sehr viel herumgerannt. am Vormittag auf die Bank, da gibt es ja schon eine Szene aus meinem Corona-Text in diesem Blog zu finden, zu Mittag habe ich mit dem Alfred den Gastrogutschein, den die Stadt Wien jeden Wiener Haushalt zur Verfügung stellt, im Waldvieertlerhof eingelöst.

Gebackene Steinpilze sehr lecker und dann hatte ich leider bis zum sechs Uhr Stunden, so daß sich der Alfred für mich schon früher in den Gastgarten des Weinhauses Sittls gesetzt hat, damit ich dort einen Platz bekomme, während er auf das Sommerfest der kubanischen Gesellschaft gegangen ist.

Daß das Lesetheater seine Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl unbeirrt abhält, war für mich eine Überraschung und Manuel Girisch, der die erste Veranstaltung dieser Art organisierte, begann auch mit der Feststellung “Wir freuen uns, daß wir spielen dürfen!”, ein Satz der in Zeiten, wie diesen wo die Künstler immer noch um ihre Kunst kämpfen und es am Mittwoch auch einen Schweigemarsch für die Kultur geben wird, bedeutend ist.

Gar nicht soviele Leute in dem Gastgarten, ein Platz wär zu bekommen gewesen und ein Kaiserspritzer auch. Ottwald John, der den Petrus in Ödon von Horwarths “Himmelwärts”, spielte ist im weißen Bademantel eingeetroffen und das für mich unbekannte Horvath Stück war auch eher beklemmend.

Ödon von Horvath der am 1. 6. 1938 von einem Ast in Paris erschlagen wurde, hat mich schon als Studentin sehr beeidruckt durch seine starke Stücke, wie “Glaube, Liebe, Hoffnung” oder “Geschichten aus dem Wienerwald” die sehr dicht das Leben der einfachen Leute aus der Zwwischenkriegszeit dokumentierte und dieses eher unbekannte Stück, das zwischen der Ende, in der Hölle und im Himmel spielt, ist es auch.

1937 wurde es geschrieben oder aufgeführt, steht im “Wikipedia” und da kommt eine Frau in den Himmel, währen ihr Mann in der Hölle schmort und das Töchterlein Luise Tag für Tag vor dem Eingan des Theaters sitzt, weil sie einen lyrischen Soran besitzt und dem Intendanten unbedingt vorsingen will. Der kommt nicht oder eher in die Hölle, wo er mit dem Oberteufel einen Pakt geschloßen hat und das Luiserl dann dem Teufel auch ihre Seele verkauft, um den künstlerischen Erfolg zu haben.

Sehr beeindruckend und bedrückend, man kann es gar nicht anders sagen. Claudias Kölz hat mitgelesen, Christa Kern und noch ein paar andere, Manuel Girisch bedankte sich beim Publikum, daß es sich getraute sich in den Gastgarten zu setzen und ich habe noch bei den sehr bevölkerten Bücherschränken eine beeidruckende Begegnung mit einem, der mich fragte, ob ich Harry Potter schon gelesen habe, gehabt und den Alfred dann auch noch von seinem Sommerfest in der Seisgasse abgeholt, so daß ich jetzt entsprechend müde bin.

Und das O- Töne Programm kann ich vermelden, wurde heute auch bekannt gegeben.

Am sechzehnten Juli geht es los und darauf bin ich sehr gespannt und auch wieviel Sommerleseabende im Weinhaus Sittls für mich geben wird, da ich da ja eigentlich in Harland sein will.

Leseauslese diesmal online

Was ist diesmal mit der Leseauslese, diese zweimal jährlich stattfindende Veranstaltung in der “Gesellschaft für Literatur” in der Katja Gasser und Cornelius Hell mit Manfred Müller ihre Lieblings Frühjahrs oder Herbsterscheinung vorstellen und nachher etweder Punsch oder Bowle servieren, wo ich in den letzten Jahren eigentlich regelmäp0ig hingegangen bin, obwohl ich Buchbesprechungen ja eigentlich nicht so mag und habe mir schon gedacht, daß ich in meinen Blog vielleicht eine Ersatzveranstaltung mit meinen sieben Lieblingsbüchern veröffentlichen soll.

Ich gehe in den Veranstaltungsstopseiten ja regelmäig auf den Facebookseiten der “Alte Schmiede”, der “Gesellschaft” und des Literaturhauses oder eigentlich hauptsächlich auf die “Gesellschaft-Seite”, weil in der ja die Coronalesungen und andere Veranstaltungen wiedergegeben werden, dann war ich aber mit meiner “Frühlingserwachen-Korrektur” und den Wunsch endlich damit fertig zu werden, damit ich ein paar Recherchetage machen kann, so beschäftigt, daß ich beinahe versäumt habe, daß die Veranstaltung am Fünfundzwanzigsten online oder per livestream stattgefunden hat und da waren dann auch ein paar Köpfe oder ein paar Damen im Publikum, die vorüberhuschten, bevor Manfred Müller mit seinen Moderatoren aufgetreten sind, Manfred Müller den Livestream vorstellte mit dem er zu Zeiten, wo nur wenig Personen in die “Gesellschaft” kommen können, ein größeres Publikum erreicht werden können und diesmal wurden neun Bücher vorgestellt.

Sieben von Männern und zwei von Frauen erklärte Manfred Müller zu Beginn entschuldigend und dann begann Katja Gasser mit Bettina Gärtners Hermann” ein Buch, das sie schon bei den Hauptverband-Corona-Lesungen, glaube ich, vorgestellt hat, denn die Bücher dieser Frühjahrsproduktion hatten es ja Corona bedingt sehr schwer, wie die Moderatoren betonten und dann folgten zwei Bücher, die von Cornelius Hell vorgestellt wurden, nämlich zuerst Jury Andruchowytch “Die Lieblinge der Justiz”, ein parahistorischer Roman in achteinhalb Kapitel, obwohl darin Fallbeispiele von Mördern vorgestellt werden, dannach folgte ein Esayband des Polen Andrezej Stasiuk und dann folgte ein mir schon bekanntes Buch, nämlich Xaver Bayers “Geschichten mit Marianne”, die Cornelius Hell, wie er sagte, nicht so sehr gefielen, denn diese Marianne verschwindet ja von Geschichte zu Geschichte und taucht dann wieder auf und Katja Gasser ergänzte, daß da ja auch schon die Ausgangsperre angesprochen wurde und ich kann da ergänzen, daß ja Xaver Bayer bei der Buchpräsentation im Literaturhaus hustete und schnupfte sich mit den Fingern in die auAugen fuhr und lautstark verkündete “Ich habe das Corona Virus!” und ich mir dachte “Uje uje!”

Dann folgte ein Text des Schweizer Büchner-Preisträger Lukas Bärfuß’ “Malinous” auch ein Erzählband, bei dem Cornelius Hell wieder seine Bedenken hatte und mir einfällt, daß mir sein “Kaola”, das ich mir ja einmal schenken ließ, auch nicht so sehr gefiel.

Dann folgte ein Erzählband “Weiter atmen” der ungarischen Autorin von Zsofia Ban, die 1957 geboren und von Teresa Mora übersetzt und von Cornelius Herr sehr gelobt wurde.

Dann kamen Fabjan Hafner 1966-2016 “Erste und letzte Gedichte”, die von Peter Handke herausgegeben wurden, Katja Gasser erwähnte den Freitod, den der Kärtner Slowene wählte und ich kann ergänzen, daß ich ihn, glaube ich,, 1996 kennenlernte, als ich in der Jury für das “Nachwuchsstipendium für Literatur” war und auch hier war Cornelius Hell von Peter Handkes Übersetzung enttäuscht und kritisierte sie stark, da sie offenbar mehr Nachdichtungen waren.

Dann folgten wieder bei “Suhrkamp”erschienen Paul Celans Briefe von 1937 -1970, die sehr dick und umfangreich sind und einen Querschnitt über sein gesamtes Leben bieten, der 1920 geboren wurde und sich 1970 ebenfalls suizidierte, also heuer zwei Jubläuen hat und das Buch, wie Cornelius Hell schon verkündete, wahrscheinlich zum Celan Geburtstag in der Gesellschaft vorgestellt werden soll und zuletzt wurde George Arthur Goldschmidts “Vom Nachexil” vorgestellt, der 1928 in Hamburg geboren wurde und jetzt in Paris liebt und laut der Moderatoren sowohl mit Paul Celan als auch mit Peter Handke, der ja auch auch in Frankreich lebt, bekannt war.

Eine interessante Veranstaltung mit sehr interessanten Büchern, Lyrik, Erzählungen, Briefe, ein Meoirenband mit wie ich fast erstaunt feststellte sehr offenen und direktenModeratorenmeinungen, aber das hat man den Juroren vom “Digitalen Bachmannpreis” ja auch nachgesagt.

Nachher gab es Applaus, also war doch Publikum im Saal, das vielleicht anschließend auch zum Gläschen Wein ausrückte und die die “Gesellschaft für Liteatur” kann ich wiederholen, ist auch erstaulich Corona aktiv, hat ja Brigitte Schwens-Harrant vorige Woche ihre Jurytätigkeit auch von dort ausgeübt und ich kann anmerken, daß mir der veranstaltungslose Sommer doch auch viel Literaturabstinenz eingebracht habe, obwohl ich viel gelesen habe, altes und neues und daher hier auch meine sieben Lesempfehlungen von meiner Bücherliste geben möchte, die da wären:

1. “Der Fänger im Roggen”, gerade erst gelesen

2 Vea Kaiser “Blasmausikpopp”, die ich ja einmal in der “Gesellschaft” life erlebte, dann

3. Natürlich Cornelia Travniceks “Feenstaub”, eine Frühjahrserscheinung, die nicht an mir vorbeigegangen ist

4.Susanne Kerckhoff “Berliner Briefe”

5.Eskohl Nevi “DieWahrheit ist”

6. Ingo Schulze “Die rechtschaffenen Mörder”

7. Lutz Sailer”Stern 111″ und natürlich noch aus vielen anderen Büchern bestehen.

Manfred Müller sagte im Abspann noch, daß er hoffe bei der nächsten Leseauslese wieder im gewohnten Rahmen stattfinden zu lassen, mal sehen ob ich dann anwesend bin oder wieder per livestrem mitkommuniziere?

Im Havanna-Club

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Langsam langsam beginnen die Veranstaltungen wieder und während es bei den “Wilden Worten” letzte Woche im Amerlinghaus relativ normal von statten ging, scheint es beim Filmfestival am Rathausplatz trotz der großspurigen Ankündigung des Bürgermeisters wesentlich komplizierter vor sich zu gehen, nämlich Anmeldung, Zählkarten, Logensystem und damit ganz selbstverständlich ein Contacttracing und wenn man sich für den Restaurantbereich entscheidet, wird man von einer jungen Dame oder einen jungen Herrn an seinen Platz geleitet.

Dabei gibt es ab heute in den Restaurant und den Geschäften keine Maskenpflicht mehr und es gibt auch keine Beschränkung auf den Tischen und der Havanna-Club, der österreichischen kubanischen Gesellschaft in der Seisgasse wurde auch schon letzte Woche eröffnet.

Dort finden ja jeden Montag Filmvorführungen, Vorträge, etcetera, statt, die allesamt der Revolution, Kuba, etcetera, gewidmet sind und da der Alfred mit dem Karl ja im letzten Jahr auf große Kubareise ging, ist er er dort Mitglied.

Da war ich mit ihm im letzten Juni, glaube ich, auf einem Sommerfest und habe dort die Ruth getroffen, die ja einige Jahre in Kuba lebte und auch einige Zeit Sekretärin der Gesellschaft war, die im April 1969 gegründet wurde.

Zum Tag der kubanischen Revolution im Jänner war ich mit dem Alfred auch und der ist letzten Montag bei der Eröffnung gewesen und dann ins Amerlinghaus gefahren und dort hat mir die Ruth erzählt, daß sie heute in der Seisgasse ein Stück aus ihrem Buch “Die alte Dichterin, die Literatur und die Kunst” lesen wird, denn am 14. Juni 1928 wurde Ernesto Guevara de la Serna in Rosaria, Argentienien, bekannt als Che Guevara geboren und der ist ja eine bekannte Kultfigur, der gestern seinen zweiundneunzigsten Geburtstag, also gar kein so besonders rundes Datum, hatte.

Trotzdem wurde er in der IKG entsprechende gefeiert und Michael Wögerer, der relativ junge Vorsitzende, hielt die Einleitung in einem entsprechenen T-Shirt, wobei er das erzählte, was er auch im Jänner erzählt hat, nämlich, daß er als Schüler ein T-Shirt mit dem bekannten Portrait gefunden hat und keine Ahnung hatte, wem es darstellte, die Englischlehrerin hat ihm aber zu einem Referat über Che vergattert und so ist er offenbar sein Fan geworden und wiederholte seinen Vortrag, der sehr interessant war, denn ich muß gestehen, sehr viel habe ich über den Revolutionär, der in einem bürgerlichen Haushalt Argentiniens aufgewachsen ist, nicht gewußt.

Er hat Medizin studiert und 1953 sein Studium abgeschloßen, vorher ist er aber mit einem Freund mit dem Motorrad durch Südamerika gefahren, diese Stelle, die in Ruths Buch enthalten ist, hat sie gelesen und dabei die Hypothese aufgestellt, daß Che Guevara außer Revolutionär auch Dichter und sogar Nobelpreisträger werden hätte können, wenn er sich nicht der Revolution gewidmet hätte und mit Fidel Castro Kuba erobert hätte.

Dann war er dort Industrieminister, hat Kuba aber verlassen, um die Revolution weiter in die Welt zu tragen, hat in Angola und in Bolivien gekämpft, wo er dann 1967 gefangen genommen und hingerichtet wurde.

Das berühmte Foto, das sämtliche T-Shirts ziert, wurde auch projeziert. Nachher gab es noch eine kleine Diskussion und das normale Veranstaltungsprogramm hat somit angefangen und die Ruth hat, glaube ich, auch einmal am Volksstimmefest und in Krems über Che Guevara gelesen und nächste Woche wird in der IGK, glaube ich, auch noch ein Film gezeigt und ein Sommerfest gibt es, glaube ich, auch noch und weil wir schon bei den Geburtstagen sind, kann ich gleich vermelden, daß heute auch noch die Lia Geburtstag hat und ein Jahr geworden ist.

Wieder zu den Wilden Worten

Eva Schörkhuber

Eva Schörkhuber

Corona Regelungen

Corona Regelungen

“Zusperren ist einfacher als aufsperren!”, hat Kanzler Kurz schon mehrmals gesagt und das scheint bezüglich der Veranstaltungen ganz besonders zuzutreffen, denn seit Ende Mai sind diese wieder möglich, das Programm geht aber nur ganz zögernd an.

Die “Alte Schmiede hat im Juni drei literarische Veranstaltungen, Eintritt nur mit Maske und mit Zählkarten, obwohl die Maskenpflicht ja mit nächster Woche weitgehend fällt, der “Republikanische Club” beginnt, glaube ich, nächste Woche und Richard Weihs, der beharrliche hat pünktlich zum zweiten montag im Monat wieder mit seinem Programm begonnen und Eva Schörkhuber dazu eingeladen und erfreulich, Zutritt auch ohne Maske.

“Nur die Sessel rücken wir ein wenig weiter auseinander!”, hat er mir auf meine Anfrage gemailt. Die Claudia vom Amerlinghaus hat aber auf einem Tisch Masken, Desinfektionsmittel und ein Info blatt mit den Veranstaltungsregeln aufgelegt und laut Richard Weihs, die Sesseln in einem Schachbrettmuster aufgelgt, vier oder fünf Reihen mit je vier Stühlen und ich habe mich auch bemüht, rechtzeitig da zu sein.

Denn keine Ahnung, wie groß oder klein der Andrang sein wird. Denn normalerweise Platz genug, aber da stehen die Sessel dichter beieinander und jetzt gab es zwei Monate keine Veranstaltungen.

Wenn also alle, die gerne hinkommen kommen und Eva Schörkhuber noch ihren Fankreis mitbringt? Dann war es nicht so arg, denn Platz genug, aber die Ruth war da, die Silvia Bartl, die früher das Programm vom Literaturhaus organisierte, der habe ich gleich mein neues Buch entgegengestreckt, den Richard Weihs nicht, obwohl seine Wunschgedichte ja darin enthalten sind, Eva Geber ist später gekommen und der Alfred auch, denn der mußte noch in den kubanischen Club schauen, der ja jetzt auch geöffnet hat.

Richard Weihs begrüßte und Eva Schörkhuber, die ich ja von den Volksstimmefestlesungen kenne und deren erstes Buch ich einmal gefunden habe, hat passend zur Lage zwei Texte ausgewählt, die sich mit dem Thema Altern, bezüglich der Risikogruppen, wie sie erwähnte und Angst, bezüglich Corona ausgewählt.

Publikum beim Abstandhalten

Publikum beim Abstandhalten

Der Essay über das Altern ist in der PS-Politsch schreiben, deren Redaktionsmitglied sie ja ist, enthalten und da war ich ja im Jänner im Literaturhaus, wo sie einem Text gelesen hat, der in einer anderen Nummer enthalten ist und der Text zum Thema Angst stammt aus dem dystopischen beziehungsweise hypnotischen Roman, wie Richard Weihs in seiner ausschreibung ankündigte “Nachricht an den großen Bären”, der schon 2017 bei “Atelier” erschienen ist und der offenbar komplett an mir vorbeigegangen ist.

Dystopoische Romane sind ja in Zeiten wie diesen besonders passend, so steht im Beschreibungstext auch etwas von der nahen Zukunft, wo die Rechtspopulisten die Macht übernommen haben und Eva Schörkhuber, die ein Stück vom Ende gelesen hat, erklärte anschließend, daß der Roman eigentlich aus einer Erzählsammlung entstanden ist und es in dem ganzen Buch im eine Zugfahrt geht, wo eine Rebellin die Papiere über die Grenze bringen will, immer wieder verschiedene Personen trifft und das Hypnotische besteht aus Entspannungsformeln, die sich die Heldin offenbar immer wieder suggeriert, die Eva Schörkhuber auch vorgelesen hat.

Interessant eine Veranstaltungsreihe in Corona-Zeiten damit zu beginnen, die Diskussion begann auch mit dem Thema Riskogruppe und den Einkastelungen, die wir in der letzten Zeit erlebten, dann folgte, wie Rihard Weihs erwähnte eine Menge Wunschgedichte, offenbar waren bei der letzten Märzveranstaltung, wo ich ja bei der Frauenlesung im Literaturhaus war, besonders viele Leute und einge haben sich da schon das Thema Corona gewünscht und das habe ich auch auf mein Wunschzettelformular geschrieben, nämlich als Thema, dann als Beginn glaube ich “Es kann nicht sein” und dann noch “Maskenpflicht”, “Überwachungsapp” und “Ausgangssperre”, eher banal habe ich gedacht, aber vielleicht passt das Resultat zum “Frühlingserwachen”.

Mal sehen, was Richard Weihs daraus machen wird, die nächste Veranstaltung hat er ja schon angekündigt, wird vielleicht schon im Juli sein, beziehungsweise im September, da wird er dann auch Gitarre spielen und dann wird der Alfred wahrscheinlich mit dem Korrigieren noch nicht fertig sein, so daß es sich ausgehen wird, dem Text, wenn es passt, auch noch das Gedicht anzufügen.

Mit dem Rohtext fertig?

Wieder ein Bericht darüber, wie es mit meinem sogenannten Corona-Roman, Arbeitstitel “Kein Frühlingserwachen mehr?”, steht, mit dem ich, glaube ich, eine Woche vor Ostern, nach dem dritten oder vierten Video von Ronny Rindler zu seinem “Quarantimo” angefangen habe.

Der Beziehungsgeschichte zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann, wo ich die Idee darüber  zu schreiben, schon länger hatte. Es dann im Jänner, als ich mit der Korrektur des Schreibbuchs fertig war, aufnotierte und dann Corona bedingt einen Corona-Roman daraus machte, beziehungsweise, die Dystopien, manche nennen es auch Wahnsinn, in dem wir derzeit leben, darin einbzog und außerdem hatte ich ja vor diesmal ein bißchen mit de“Heldenreise” oder der “Schneeflockenmethode” zu arbeiten, das heißt möglichst viel zu planen, die Figuren vorher charaktersieren, die Szenen planen, das habe ich auch in etwa so gemacht und habe dann ab Ostern, glaube ich, darauflosgeschrieben.

Da war ich dann wieder bei meiner alten Methode und irgendwann habe ich ja auch geshrieben, daß ich für das Rohkonzept, das dann anschließend ein paar Monate korrigiert wird ungefähr sechs Wochen brauche. Das habe ich, da man immer hört, daß man Jahre für einen Roman braucht, immer schuldbewußt, als zu schnell empfunden, aber wenn ich den “Nanowrimo” schreibe soll ich in vier Wochen damit fertig sein und da ich das ja schon sieben Mal machte, bin ich diesbezüglich noch ein wenig schneller geworden und, kann ich schreiben, meine Texte sind auch eher kurz.

So hatte ich ja beim letzten “Nano” das Problem, mit dreißigtausend Worten, glaube ich, fertig zu sein, ich habe dann angestückelt, beziehungsweise die Schreibberichte dazugenommen, habe aber Texte außerhalb des “Nanowrimos”, wo das ja egal ist, wo ich mit dreißigtausend Worten fertig war.

“Das Haus” ist, glaube ich, ein solcher, die “Paula Nebel”, “Besser spät als nie” und, könnte ich schreiben und beim “Frühlingserwachen” ist das ebenso, denn da hatte ich, vorige Woche, glaube ich, zweiundsechzig Seiten und dreißigtausend Worte, fünfundzwanzig Szenen und war noch nicht so ganz fertig damit, denn die sogenannte Schlußszene fehlt noch, beziehungsweise bin ich immer noch nicht sicher, ob ich eine solche brauche?

Denn da war ja ursprünglich geplant, alle im Museum zu der Ausstelungseröfnung zusammenkommen zu lassen, den Viktor mit der Christine, der Albert mit der Nachricht, daß die Val schwanger ist, der Egon, die Roswitha, vielleicht schon die Zsusanna als neue Pflegehelferin, die Beate und die Ester, aber wann ist das? Wann kann eine Ausstellung erföffnet werden? Das ist nicht so ganz klar und eine Szene, wo die Val dem Albert sagt, daß sie ein Kind bekommt, gibt es schon. Daß die Roswitha beim Egon bleibt, ist auch klar und auch, daß die Beate eine Lebensmenschin hat, die sogar die Anführerin der “Nicht ohne uns-Demonstrationen” oder, wie sie heißen und immer noch etwas belächelt werden, ist.

Also eigentlich brauche ich die Szene nicht mehr und da war auch noch die Idee des dystopischen Romans, den der Egon für seine Studentin schreibt, der hat “Alzheimer” und findet das, was momentan um uns herum passiert, ein wenig seltsam. Genauso, wie wir es wohl vor einem Jahr empfunden hätten, wenn wir das heute wüßten. Da liegt wohl nahe einen Text darüber zu schreiben. Aber der ist vielleicht eigenständig und passt in die Bezieungsgeschichte nicht so hinein.

Vor cirka zehn Tage war ich so weit, daß ich mit meinen über sechzig Seiten dastand und dachte, jetzt korrigiere ich das Ganze einmal durch und entscheide dann.

Das habe ich inzwischen auch getan, stehe bei neunundfünfzig Seiten, den fünfundzwanzig Szenen, die sind gleichgeblieben und derzeit 28 774 Worten und weiß noch immer nicht, wie es weitergeht?

Das ist wahrscheinlich auch durch die Situation bedingt, in der wir mittendrin stecken, die aber in ein paar Monaten vielleicht anders ist und vielleicht passt auch deshalb so manches noch nicht so richtig. So daß ich wahrscheinlich dazu tendiere, das Vorhandene erstmals zu korrigiere, bevor ich weiterschreibe, die Schlußszene lasse ich wohl eher weg. Der Dystopietext wäre spannend, ist aber wahrscheinlich so einfach zu realisieren, beziehungswahrscheinlich viel Artbeit und ob ich den dann einfüge oder als extra Text herausgebe, ist wohl beides möglich.

Ich bin ja eine, die von Anfang an das Corona live sehr intensiv dokumentierte. Der Uli hat sich auch am Anfang darüber lustig gemacht, inzwischen ist er verschwunden und ich hoffe es geht ihm gut.

Bei mir tut es das, obwohl ich mich natürlich auch frage, wie es mit mir literarisch weitergeht?

Aber das ist ja eine Frage die ich mir nicht erst seit Corona stelle, die Angst vielleicht ausgeschrieben zu sein und es deshalb zu lassen, habe ich schon läger und was tue ich?

Ich schreibe und schreibe, das “Mein Schreiben meine Bücher-Buch” soll ja am Dienstag kommen. Da wollte ich wieder eine größere Aussendung machen. Aber bringts was, das an den Manfred Müller oder an die “Alte Schmiede” zu schicken, wenn die ihre Frühlingsveranstaltungen im Herbst zusätzlich im Programm einplanen müßen, der Frau Danielcyck wollte ich es auch schicken und tue das wohl auch.

Das Interview mit der Cornelia Stahl hatte ich vor einer Woche sechs Jahre später als geplant und ob ich im Herbst zu Veranstaltungen gehen werde? Mit Maske und Überwachungsap sicher nicht und dann bin ich weg vom Fenster obwohl ich ohnehi nie dort war.

Aber das Schreiben geht derzeit sehr intensiv vor sich, ich habe das Corona-Geschehen sehr genau dokumentiert. Auch über verschiedene Veranstaltungen berichtet, ein Corona-Gedicht geschrieben, CoronaBücher gelesen.

Bemerkt wird das nicht sehr, weil ich wahrscheinlich auch technisch nicht so in der Höhe bin, um mich groß zu präsentieren vorn zu stellen. Ich schreibe es wohl eher für mich, mache meine Stunden, lese viel und bin auch viel zu Hause, so daß ich gut an meinen Corona-Texten weitermachen kann und bin wohl auf der einen Seite literarisch gescheitert.

Das läßt sich wohl nicht bestreiten, auf der anderen Seite habe ich aber soviel wie manche andere nicht geschrieben und bin immer noch der aAnsicht, daß ich es eigentlich können muß, weil man das Schreiben durch das Schreiben lernt und meine inzwischen fast fünzig selbstgemachten Bücher beweisen das eigentlich auch und so ist auch der Corona-Text zwar sehr kurz, aber eigentlich recht flüßig und auch mit einem gewißen Spannungsbogen geworden und ob jetzt der dystopische Roman noch hineinkommt, denn der Egon dann vielleicht bei der Ausstellungseröffnung vorliest oder anderswertigk entsteht, ist eine Frage, die nach wie vor noch offen ist, ich werde darüber berichten.