Dollfußs Monolog

Oder das “Plädoyers eines Märtyrers” eine Grosteskte des 1963 in Leoben geborenen Historikers und Juristen Werner Anzenbergers, der das literarische Psedonym Peter Veran gewählt hat und das Literaturhaus mit einer Menge steirischen oder auch anderen Politikerm gefüllt hat.

Ein tolles Buch sechsundachtzig Jahre nach den Februarkämpfen erschienen und ein bißchen zu spät, um den zwölften Feburar zu würdigen, aber nicht nur Afdolf Hitler ist in “Er ist wieder da”, ein Buch das ich noch lesen muß, zurückgekommen, auch Engelbert Dollfuß, der vm 1932 bis 1934 österreichischer Bundeskanhzler war und im Juniputsch der Nationalsohzialisten 1934 ermordert wurde, ist laut Werner Anzenberger zurückgekommen, beziehungsweise wurde er aus seinem Hietzinger Grab exhuminiert und in den Gerichtssaal gestellt, wo er der Frau Rat sein ganzes Leben erzählt und am Schluß ganz ganz sicher ist, daß er freigesprochen wird.

Sein Leben und seine politischen Ambitionen und da entpuppt er sich sowohl als Dauerredner, als auch als allwissender Erzähler, denn er weiß sehr viel, nicht nur über die “sozialistischen Weiber”, wie die Adelheit (Popp) steht dann irgendwo angemerktoder die konservative Hildegard (Burian), die den Frauen eine Verordnung für Garten und Küche bescherte und sich der Engelbert darüber wunderte, wozu sie dieses denn brauchen, als auch über das Ibiza-Video und den Kurzzeitvizekanzler, der ja heute seine Aschlermittwochrede hält in der er verkünden wird, ob er auch wiederkommen wird und Hannes Hofbauer sein Verleger moderierte und kommentierte den Monolog des ebenfalls sehr redegewandten Autors. Nachher gab es Brötchen,  Getränke und Gespräche. Ich habe mich mit einer steirischen Politikerin sehr lange unterhalten, die mir auch erzählte, daß Werner Anzenberger auch in Leipzig lesen wird und ich kann noch anmerken, daß ich vor langer Zeit Paula Wallischs “Ein Held stirbt”, ein Buch, das ich im Bücherschrank meiner Eltern in der Wattgasse gefunden habe, gelesen habe, das Werner Anzenberger auch erwähnte und weil es heuer am 12. 2. ja nichts Politisches gab, ist diese Groteske sehr zu loben und  jetzt muß ich nur noch schauen, ob ich sie im schrank einmal finde.

Andras Forgach vor den gläsernen Vorhang

Bei der vorletzten Leseauslese haben Cornelius Hell oder Katja Gasser Andras Forgach “Akte geschlossen” vorgestellt und sehr gelobt.

Ich bin nach Hause gegangen, habe mir Fritschs Tagebücher und Damir Ofcinas “Zwei Jahre Nacht” bestellt und mir das bei dem in 1952 in Budapest geborenen Theatermacher und Übersetzter verkniffen und dann doch damit geliebäugelt.

Stephan Teichgräber es als Lektüre für sein Centrope-Workshop vorgeschlagen, dann aber bei der nächsten Leseauslese Janos Terey “Budapester Überschreitungen” angefragt und nicht bekommen, beziehunsweise mir etwas später Geörgy Dragomans “Scheiterhaufen” aus meinen Regalen gesucht und jetzt, da ich mich an das “Leipziger Buchpreislesen” machen und inzwischen die Bücher auch schon ungefragt bekomme, habe ich ohnehin keine Lesechance, aber trotzdem begeistert in die Gesellschaft gepilgert, als ich erfuhr, daß dort Andras Forgach aus dem gläserenen Vorhang schauen würde und dafür die Stabauer-Lesereihe im Siebenstern und eine sicher ebenfalls interessante “AS” Veranstaltung ausgelassen.

Wieder bin ich zu spät gekommen, Frau Elisabeth wird mich rügen, weil wieder, wie fast jeden tag in dieser Woche eine sechs Uhr Stunde und als ich den Lesesaal erreichte, war Cornelius Hell schon bei der Vorstellrunde, der ORf hat gefilmt und ich habe fast nur mehr einen Platz in der ersten Reihe mehr bekommen und das Buch ist interessant oder auch nicht beziehungsweise nicht wirklich etwas Neues, daß da ein Sohn nach dem Tod der Mutter ihre Geheimdienstakte entdeckt und erkennt, sie war eine Spionin oder ein Spitzel der Staatssicherheit.

Da habe ich ja gerade erst ein solches Buch gelesen und hier ist die Geschichte besonders brisant, denn Andras Forgach Mutter war eine Jüdin die zwar die Religion nicht besonders hoch gehalten hat, aber aus Israel nicht der Liebe wegen nach Budapest gekommen ist, eine überzeugte Kommunistin oder Stalinistin war und Andras Forgach hat das Buch in einigen Teilen geschrieben und aus diesen gelesen.

Begonnen hat er im Jahr 1982, als die Mutter sechzig war und sich mit drei Herren oder Genossen von der Staatssicherheit in einer Konditorei in Budapest traf, die ihr eine Tischdecke und einen Blumenstrauß überreichten und sie auch nötigten sich ein süßes Stückchen zu ihrem Tee zu bestellen.

Dann kamen zwei Briefe, die der Vater im Jahr 1947 an die Mutter geschrieben hat und danach ein Teil des Nachwortes in dem Andreas Forgach beschrieb, was die Erkenntnis, die geliebte Mutter war ein Spitzel, aus ihm machte.

Der Autor hat überhaupt sehr viel und sehr launig in sehr guten Deutsch über die Entstehungsgeschichte erzählt und nun kann ich raten, mutmaßen oder vermuten ob das Buch jemals zur mir kommen wird? Interessant wäre es  allemal.

Und ich kann was das “Selfpublishing” und die Diskrimierung, daß man damit nicht überalle lesen kann, betrifft, anmerken, daß ich das in der “Gesellschaft”, die sich ja auch dieser Meinung angeschloßen hat, zweimal am Faschingdienstag, als dort einige Zeit lang, der Dichterfasching stattfand, gelesen habe.

Da sollte man sich kostümieren, anschließend hat es ein Krapfenbuffet gegeben, Marianne Gruber hat eine Dompteurkostümjacke getragen und jeder konnte honorarlos lesen.

Gemeint waren wahrscheinlich lustige Stanhzerl. Es sind aber natürlich die Autoren gekommen, die ihre Werke präsentieren wollten und das sonst nicht können.

Ich habe das erste Mal, das war, glaube ich, 2005 die Opernballszene aus der unveröffentlichten Erzählung “Zwischen Hütteldorf und Heisligenstadt” gelesen, die mit den Namen Marianne, eine der dortigen Protagonistennen, die aber nichts mit Marianne Gruber zu tun hat, begann und alle lachten.

Das zweite Mal eine Szene aus dem “Wiener Stadtroman”, wo sich die beiden Therapeuten, glaube ich, im Cafe Sperl treffen, worauf mich Claudia Erdmann angesprochen hat und sich für den Text interessierten.

Über Peter Weiss

Ich bin ja keine Peter Weiss Spezialistin, kann mich aber erinnern, daß ich, als ich das erste Mal etwas über den “Tag des Buches” mitbekam und da in die Buchhandlungen aufbrach, um mir mein Gratisbuch zu holen, beim “Hintermayer”, glaube ich, aus einer Kiste, ein Buch von oder über ihn herausholte.

Ob es die “Erimttlung” oder die “Asthetik des Widerstandes” war oder ein anderes, das sein Leben und sein Werk beschreibt, weiß ich jetzt gar nicht mehr so genau.

Ich habe auch nichts von ihm gelesen, aber als der Alfred mir sagte, daß er heute eigentlich zu einer Lesetheateraufführung mit Christa Kern gehen wollte, habe ich mich durchgesetzt und bin in die “Alte Schmiede” gepilgert, wo Kathrin Röggla und Birgit Müĺler-Wieland mit  Günther Stocker über den 1916  bei Potsdam geborenen und 1982 in Stockholm verstorbenen Autor und Maler referierte und ich kann gleich sagen, ich habe es nicht bereut, so gut Christa Kern vielleicht auch gewesen ist, denn das Zwiegespräch, der beiden Dichterinnen von denen ich schon einiges gelesen habe mit dem Universitätsprofessor war sehr interessant.

Obwohl ich wegen meiner sechs Uhr Stunde etwas zu spät gekommen bin und gerade den Professor sagen hörte, daß er, weil wahrscheinlich nicht so bekannt, in das Leben Peter Weiss einführen will, was er dann sehr ausführlich tat.

Die beiden Autorinnen wurden wahrscheinlich schon vorher von Johanna Öttl vorgestellt und, daß es am Sonntag eine Filmaufführung von Peter Weiss “Abschied von den Eltern” im Künstlerhaus gegeben hat, habe ich erst durch das Programm erfahren und die  1971 in Salzburg geborene Kathrin Röggla kenne ich, glaube ich, seit 1996, als ich in der Jury für das Nachwuchsstipendium war.

Ich habe auch einmal mit ihr in Salzburg, bei diesem “Sichten und Vermichten-Symposium” gelesen. Sie hat dann mit ihren dokumentarischen Romanen einen steilen Aufstieg gemacht, einige von ihren habe ich gelesen und von der 1962 in Schwanenstadt geborenen Birgit Müller-Wieland habe ich das deutsch Buchpreisbuch “Flugschnee” gelesen, weil es mir der Otto einmal schenkte.

Die erste Fragen von  Günther Stocker an die Peter Weiss-Kennerinnen lautete, wie sie zu ihm gekommen sind und was sie von ihm gelesen haben und da berichtete Birgit Müller-Wieland von einer Vorlesung und die einmal ein Student hineinstürzte und aufgeregte mitteilte Peter Weiß ist gestorben. Alle waren betroffen, sie hatte von ihm noch nicht viel Ahnung und da kann ich von einer Buch-Wien berichtetn, wo mitgeteilt wurde, daß das mit Ilse Aichinger so passiert ist, von der ich allerding schon einiges gelesen und gehört hatte.

Im Sommer 1982 hat dann das Arbeiterkind mit zwei Freunden die “Ästhetik des Widerstands” gelesen, was seither zu ihrem Lieblingsbuch wurde, während Kathrin Röggla bekannte, daß sie den Text nach hundertzwanzig Seiten abgebrochen hat und ich, den Sommer 1977 mit Heimito von Doderers “Dämonen” verbrachte, was mich damals auch ein sehr wichtiges Buch war.

Birgit Müller-Wieland hat auch ihre Disserataion über Peter Weiss geschrieben und die Peter Weiss-Gesellschaft mitbegründet und als Lesestelle hat sich sich die “Ästhetik” ausgewählt und das gelesen, wo Üeter Weiss Kafka. als einen Arbeiterliteraten bezeichnete.

Kathrin Rögga las dagegen aus einem Buch über Orte und da beschrieb Peter Weiss Auschiwitz, als einen für ihn prägenden Ort.

Sehr interessant, die Veranstaltung und sicher anregend sich mit Peter Weiss  “Ästhetik” oder seiner Person zu beschäftigten.

Och lese aber gerade sowohl George Eliots “Middlemarch” als auch Cornelia Travniceks “Feenstaub”, habe heute vier Bücher, darunter zwei unverlangte bekommen und kann nur hoffen, daß die Leipziger Buchmesse nicht wegen des Corona-Virus, das schon bis Italien vorgedrungen ist, abgesagt werden wird.

Die Veranstaltung war aber sehr interessant und ich kann nur betonen, daß es sehr lohnend ist in die “Alte Schmiede zu gehen.

Bei den IG-Autoren

Generalversammlung der IG-Autoren, deshalb sind wir ja einen Tag früher aus Hinthertal abgefahren, die Ruth, die länger geblieben ist, wird wohl erst am Sonntag zu der Wahl zustoßen, aber ich bin ja ein gwissenhafter Typ und gehe eigentlich immer zu den IG-Autoren, seit dem ich einmal vor zig Jahren als Einzelmitglied nominiert wurde und diesmal war es auch besonders wichtig, denn ich habe ja einen Antrag wegen Selfpublishing gestellt, weil die IG ja grundsätzlich alle Autoren vertritt für die Selfpublisher, wie Gerhard Ruiss immer sagt, nichts machen kann, aber da nennt er es Eigen oder Selbstverlag und das hatte ja früher ein Schmuddelimage und war, glaube ich, den Zuschußverlagen zuzuorden oder wird das immer noch.

Bis vor zehn Jahren war das ja, glaube ich, so, daß das Selberverlegen, das letzte war und man das nur machte, wenn man keinen Verlag fand und das stimmt ja auch, ich habe bis auf die “Hierarchien” in der “Edition Wortbrücke” keinen gefunden, obwohl ich, bis 2004, glaube ich, meine Mansuskripte immer mehr oder weniger ausschickte, bis zweiundvierzig Mal habe ich das, glaube ich, getan, von “Rowohlt”, “Suhrkamp”, angefangen über “Residenz” “Haymon” bis zum “Resistenz-Verlag” und keiner hat es machen wollen, bis der Alfred die “Wiener Verhältnisse”, 2000, glaube ich, selber machte und sie mir zum Geburtstag schenkte.

Inzwischen habe ich fast fünfzig selbstgemachte Bücher, die genaue Zahl vergesse ich immer, es sind  auch immer einige in Vorbereitung, ich lasse sie mir fünfzigmal drucken, verzichte auf die ISBN-Nummer und würde sie aber trotzdem gerne bei Lesungen präsentieren und bei Preisen einreichen, beziehungsweise einen “Buchpreis” damit gewinnen, geht aber nicht, denn “Selfpublishing” ausgeschloßen, heißt es da ja meistens und das heißt es auch bei den Rezensenten, zumindestens hat das Doris Kloimstein so gesagt, daß sie  nicht wüßte, wie und wo, man, die unterbringen könnte und das stimmt ja auch, denn, wie heißt es ja so schön “Selfpublishing wollen wir nicht!”, obwohl sich das Bild in Deutschland ja schon so ungefähr vor zehn Jahren geändert hat, weil dort ja “Amazon” den “Selfpublishern” Tür und Tore geöffnet haben und seither, die Selbstverleger boomen, alle drei Monate ein neues Buch auf den Markt schmeißen und damit erst recht, die Ausschreibungen und Wettbewerbe überfordern, die sich dann die Kritierien suchen, um die Einreichungen zu beschränken und, wie heißt das so schön beim “Bachmannpreis”  oder wo auch immer, “Selfpublishing wollen wir nicht!”

Aber ich greife vor, noch sind wir nicht so weit, noch kam zuerst das Frühstücksbuffet und die Begrüßung, sowie die Feststellung der Beschlußfähigkeit und dann wurde ein Antrag nach dem anderen besprochen, von denen Gerhard Ruiss  betonte, daß es diesmal viele wären, so daß es von einer Stunde Mittagspause unterbrochen, wo es wieder die tradtionellen Würstln gab, ein dichtes Arbeiten war und ein Antrag war meiner, der ziemlich am Schluß besprochen wurde.

Vorher ging es noch um die neue Regierungsbildung und was sich die Autorenschaft von der grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek erwarten kann und die Rolle des Deutschunterrichts in den Schulen wurde auch besprochen.

Dann kam, wie schon erwähnt ein Antrag der Doris Kloimstein, die eine bessere Unterscheidung zwischen den Verlags- und den Zuschußverlagen wünschte, weil diese oft nicht mehr so leicht zu erkennen sind.

Natürlich, denn ich kann mir ja die ISBN-Nummer kaufen und “Eva”, “Erika” oder was auch immer Verlag darauf schreiben und auch wenn man eine ISBN-Nummer hat, heißt das ja noch lange nicht, daß man das Buch dann in der Buchhandlung bestellen kann.

Die “Hierachen” haben ja eine solche und da habe ich  noch einige Schachteln in Harland stehen, sie erst vor kurzem in das neue Bücherregal umgeräumt und beschloßen, da jetzt immer eines in die Telefonzelle in Altmannsdorf bzw. in die bei der “Seedose” zu legen, wenn ich da vorüberkomme.

Dann durfte ich meinen Antrag vortragen, bekam den Vorschlag, daß ich eine “Selfpublisherplattform” gründen soll, aber das ist ja, glaube ich, nicht das was ich will.

Ich will mehr Anerkennung für meine Bücher, will daß sie beachtet werden und gebe ja jetzt bald mein “Vorlaßbuch” heraus, wo man sich ja auch ein bißchen über “Mein Schreiben, meine Bücher” informieren kann und denke und das habe ich gerade Margit Heumann als Kommentar geschrieben, steter Tropfen höhlt den Stein und jetzt kommen ja auch Selfpublisher zu den Generalversammlungen und mit denen kann ich mich, Plattform hin, Plattfrom her, wirklich ein bißchen verbünden, obwohl ich ja eigentlich nichts weiter, als den Zusatzparagraphen bei Ausschreibungen “Selfpublishing wollen wir nicht!”,  abschaffen, was mir, wie ich fürchte, so bald nicht gelingen wird, bin aber beim Abendbuffet mit zwei netten Kollegen ins Gespräch gekommen, habe einer ein Buch gegeben, mit der Doris Klomstein noch ein bißchen geplaudert und die Sylvia Treudl gefragt, ob ich mich bei “Literatur und Wein” , weil ich ja darüber blogge, vielleicht auch, wie in Basel akkreditieren könnte?

Am Sonntag gab es dann noch ein paar Anträge, darunter die  Hochhausdebatte bezüglich der Weltkulturerbediskussion, die Gerhard Ruiss schon ein paar Jahre diskutiert und dann die Wahl.

Renate Welsh, Peter Turrini und Anna Migutsch wurden wieder als Präsidenten und Vizepräsidenten bestätigt, die anderen wiedergewählt. Ich habe mich für das Schiedsgericht gemeldet. Mit jemanden noch über das Selfpublishing diskutiert, dann ging es nach Hause, weil Margit Kröll, die in den letzten Jahren immer die Einladungen zur anderen Buchmesse, die ja auch irgendwie etwas selbstgemachtes war, diesmal nicht gekommen war.

Von der künstlichen Intelligenz in den Winterurlaub

Für die Woche vor den IG-Autoren hat uns die Ruth in das “Alpina Familien und Sporthotel” in Maria Alm in Hinterthal, Salzburg eingeladen, weil sie dort ein Appartement benützen kann, Samstag bis Samstag, wir werden aber erst am Sonntag hinfahren und am Freitag wieder zurück, weil der Alfred zu einer Veranstaltung der Grünen wollte und ich hätte zwar an meinem “Nanowrimo-Text” zu korrigeren, aber eine Einladung zum fünften Wiener Sozialästhetik – Symposium “Lächelt die Maschine!? Zur Sozialästhetik der künstlichen Intelligenz” in die Sigmund Freud Uni bekommen und da ich ja Fortbildungsstunden brauche und außerdem wieder Thomas Ballhausen referierte, bin ich hingegangen, obwohl ich dachte, daß mich die künstliche Intellingenz, von der man jetzt soviel hört, gar nicht so interessiert.

Aber ein spannendes Thema, das Professor Musalik, der Veranstalter, zu dessen Salon Philosophique ich ja machmal gehe und ich auch beim vierten Symposium vor einem Jahr, zum Thema lachen war, von allen Seiten beleuchtete und gleich beim Eintragsvortrag verkündete, daß er das Gerede, um die künstliche Intelligenz für einen Ettikettenschwindel hält. Die künstliche Intelligenz ist ein Teilgebiet der Informatik, hat er erklärt und dann kam nach der Erörterung der Frage, ob die Maschinen mämnlich oder weiblich sind, sie werden von Technikern konstruiert, lautet die Antwort und daher gibt es bei Autounfällen oft tote Frauen, weil die Dummies nicht nach ihren Massen getestet werden, schon Thomas Ballhausen, der “Priessnitz-Preisträger”, der sich sehr sehr für Filme und Comics interessiert, im Literaturhaus das “Fried-Symposium” kuratiert und in der Schleifmühlgasse bei Prof. Musalik auch einen Vortrag über Sigmund Freud gehalten hat und referierte über künstliche Intelligenz und Literatur.

Dazu hat er sich sehr gut vorbereitet, nannte einige Merkmale der Sci Fi- Literatur und einige Bücher, die sich mit der künstlichen Intelligenz beschäftigen, wie beispielsweise das vorletzte von Ian Mc Ewan “Maschinen wie ich”, da habe ich nur die “Kakerlake” zum Thema Brexit gelesen, der literarische Streifzug war aber interessant und dann folgte nach einer Pause, wo es Kaffee und Krapfen gab und ich mich mit einer Psychologenkollegin unterhalten habe, die ich schon lange nicht gesehen habe, Beispiele der künstlichen Intelligenz im Film und das Thema Film wurde auch mit einigen Beispielen behandelt.

Da fehlte dann nur der Humor oder der Sarkasmus und die Ironie, beziehungsweise, die Emojis und die Memes, die man sich im Netz gegenseitig zuschicken kann.

Nach der Mittagspause mit Buffee gings dann zuerst ins Museum und dann in den medizinischen Alltag, da gibt es ja einige Apps, die einem den Blutdruck messen, beim Sehen helfen oder eine Depression diagnostizieren können.

Danach gab eine Schlußdiskussion, wo wieder die Skepsis bezüglich der Roboter  bestätigt wurde und im Anschluß Wein mit Chips und französische Chansons, die von einem Clinikclown vorgetragen wurden, die die Mitveranstalter waren.

So und jetzt auf in den Winterurlaub, um acht fahren wir los, obwohl ich ja keine Schifahrerin bin, ich habe aber ein paar Bücher und mein Manuskript eingepackt und ein kleiner Ortswechsel tut mir sicher gut.

Elisabeth Klars und eigene Metamorphosen

Der erste Roman der 1986 geborenen Elisabeth Klar “Wie im Wald”, die ich, glaube ich, im Zuge dieser von Semir Insaif geleiteten Schreibwerkstatt in der “Gesellschaft für Literatur” kennenlernte, hat mir ja nicht so gefallen, obwohl er hoch gelobt wure, den zweiten, 2017 erschienen, “Wasser atmen” habe ich dann nicht gelesen, weil mir “Residenz” nicht mehr seine Vorschauen schickte.

Jetzt ist der dritte “Himmelwärts” erschienen und ich muß sagen, wenn  auch keine Metamorphose, so erlebte ich mit Elisabeth Klars Schreiben eine Veränderung oder Weiterentwicklung, so daß sich wieder einmal bestätigte, daß man ein Buch zu Ende lesen und von einer Autorin auch ein eiteres beginnen soll, wenn einem das erste nicht so gefallen hat.

Als ich den Veranstaltungssaal im Palais Wilczek erreichte, stand Manfred Müller schon am Podium und lobte das Buch in den überschweniglichsten Worten.

“Ein kleines Buch, das einem viel mehr gibt, denn wenn man es liest, hat man die ganze Welt erlebt!” oder so. Vorher hat er noch etwas von einer Füchsin und einem Jonathan, der nach Huhn riecht und von männlichen und weiblichen Verwandlungen, etcetra, erzählt, was Elisabeth Klar, die sich, glaube ich, auch optisch verändert hat, seit ich sie das letzte Mal gesehen habe, mit einem Lächeln quittierte und dann wiederholte, daß es um die Füchsin Sylvia ginge, die sich eine Menschenhaut übergestreift hat und, um eben diesen nach Huhn riechenden Jonathan, der für ein Jahr nach Brasilien gegangen ist und um eine Bar, die so, wie der Buchtitel heißt.

Die Füchsin Sylvia, die gerne tanzt, arbeitet oder jobbt auch auf der Mariahilferstraße, als Spendensammlerin und offenbar auch in einem Lokal im Prater und  Jonathan, der gerade von Brasilien zurückkommt und bei Sylvia einzieht, wachsen Engels oder Hühnerflügel, obwohl er immer ein Mensch gewesen ist.

Die Flügel will er dann loswerden, dazu braucht er eine Rattenkönigin, die am Karlsplatz in den Mistkübeln stirlt, eine alte Katze gibt es auch und in dem Lokal treten die Dragqueens auf.

Alles sehr verwirrend, schön erzählt und vorgelesen und was mich besonders freut ist, daß es auch um das politische Zeitgeschehen, die Flüchtlingsproblematik und anderes zu gehen scheint.

“Eine Utopie” steht im Programm und offenbar auch am Buchrücken und Elisabeth Klar erzählte im Gespräch erstaunlich viel von ihren Erzählperspektiven und ihren Schreibblockaden, die sie während des Schreibens hatte.

Märchen oder Metamorphosen, beziehungsweise die literarischen Vorlagen wurden noch erwähnt und Semir Insaif, der im Publikum saß, erzählte wieder sehr viel von seinen Eindrücke und Erfahrungen, die er beim Zuhören hatte.

Das Damenteam des “Residenz-Verlags” war gekommen, Gertraud Klemm, Christl Greller und noch einige bekannte Gesichter habe ich gesehen und mir das Buch wender gekauft, noch angeschnorrt, obwohl es mich sehr interessiert und über zwei literaische Ereignisse, eine gute und eine schlechte, die mir heute widerfahren sind, kann ich auch berichtetn.

Kam doch zuerst ein Mail von Christoph Kepplinger in dem er mitteilte, daß er sich entschloßen hat, keine “Lnkes Wort-Lesungen” mehr am Volksstimmefest zu organisieren, was sich zwar ohnehin schon angebahnt hat und mir Gerald Grassl im vorigen Mai bei Peter Paul Wiplingers Geburtstagsfest schon andeutete und es ja auch die Anthologien von 2018 und 2019 noch nicht gibt, für mich aber ein Schlag im Wasser ist, denn wo werde ich dann noch lesen?

Die Antwort auf diese Frage kam dann gleich am Nachmittag durch ein Mail von Doris Kloimstein oder doch nicht so ganz, denn sie hat mich zu  keiner Lesung eingeladen, aber  zu einer Art Schreibwerkstatt beziehungsweise zu einer Bibelfestwoche ins Stift Seitenstetten, wo sieben Schriftsteller und sieben Maler vier Tage zu den biblische Prophezeiungen arbeiten sollen und  dann in einem Buch verewigt werden wird.

Was zwar  ein Sprung in eine ganz andere Richtung bedeutet, für eine Atheistin aber vielleicht auch sehr  spannend sein kann.

Kriegserinnerungen

Zum dritten Mal in dieser Woche “Alte Schmiede”, nach Josef Haslingers Mißbrauchserlebnisse im Stift Zwettl und der Geschichte des argentinischen Geldes, geht es jetzt in den World war II oder überhaupt in das letzte Jahrhundert, denn die 1941 in Wien geborene und in Berlin lebende Ditha Brickwell hat in ihrem neuen Erzählband “Die Welt unter meinen Zehen”, über die geschehnisse der letzten hundert Jahre berichtet.

Jana Volkmann, die ich von der Literatur im Herbst kenne moderierte und Ditha Brickwell, die ich von den GAV GV kenne, beziehungsweise von ihr einmal ins Cafe Hummel eingeladen wurde, um mit ihr eine Lesung in ihrer Reihe, die nie stattgefunden hat, zu besprechen, las zwei Geschichten vor, die im Jahr 1945 spielen und scheint sich überhaupt sehr für dieses Thema zu interessieren, da ich sie schon einmal mit ihrem Vorgängerbuch in der “Gesellschaft”  hörte.

Da flieht eine Mutter mit ihrem Kind um den Bomben oder Fliegerangriffen in der Josefstadt zu entgehen, im winter aufs Land, muß dann den Zug verlassen, ein Stück auf einem Lastwagen weiterfahren und den Rest durch den Schnee waten, bis sich ein Förster ihrer erbarmt und das Kind auf den schultern ins nächste Gasthaus trägt, wo ich, glaube ich, schon im Sommer eine ähnliche Stelle im Cafe Prückl hörte.

Bei der zweiten Erzählung “Das macht der Krieg aus den Weibern”, ist der schon aus, die Mutter mit dem Kind wieder in der Josefstadt zurück und da dringen die Ratten aus den Kellern, die sind fett, weil sie sich offenbar von den Toten, die dort vergraben sind, ernähren und die Kriegsheimkehrer weigern sich sie zu erschlagen, da läßt sich die mutige Mutter den Schürhaken holen und geht ans Werk.

Eine Geschichte, die Ditha Brickwell mit sehr eindringlichen Wiener Dialekt- Dialogen unterfütterte und dann folgte, die 1958 in Klagenfurt geborene Helga Glantschnig, die ich auch aus der GAV kenne, einige Bücher von ihr in meinen Regalen habe, aber sonst schon länger nichts von ihr hörte. Jetzt hat sie bei “Klever”, die aus drei Heften bestehenden Kriegstagebücher, ihrer 1927 geborenen Mutter, die diese von 1943 bis 1945 schrieb und die eine eifrige NS-Anhängerin war,  herausgegeben und mit einem Essay versehen.

Interessant, so unmittelbar in den Krieg, beziehungsweise sein Ende einzudringen und ebenfalls interessant, daß sich Helga Glantschnig, die ja Romane, wie beispielsweise “Mirnrock” geschrieben hat, gegen eine Fiktionalisierung wehrte und meinte, daß man das als nicht Betroffener nicht tun soll.

Ich habe das ja mit den “Wiener Verhältnissen” versucht und, glaube ich,  eine ähnliche Reaktion bekommen und auch Takis Würger ist mit seiner “Stella” wo er die Fiktion mit der Wirklichkeit vermischte gestoßen.

Ich habe die Tagebucheintragungen der Siebzehnjährigen, die gern ins Theater und ins Kino in Klagenfurt ging und dann mit dem Rad ins elterliche Dorf zurückfuhr und später Lehrerin wurde, sehr interessant gefunden und als mein Vater gestorben ist und wir die Wohnung auflösten auch ein Heft gefunden, wo meine Mutter ihre Eindrücke, da hat sie, glaube ich, auf meinen Vater, der noch in Gefangenschaft war, gewartet, geschildert.

Heute ist übrigens, kann ich noch ergänzen, ein historischer Tag, ist da ja nicht nur Thomas Bernhard ausgerechnet im Jahr des Mauernfall, der von Ditha Brickwell als ein sehr entscheidenes Datum erlebt wurde, es hat in Österreich auch den Bürgerkrieg gegeben, den man vielleicht als den Anfang vom Ende bezeichnen kann.

Argentinisches Geld

Noch einmal “Alte Schmiede”, diesmal viel leerer und mein üblicher Platz in der zweiten Reihe viel leichter zu bekommen, dafür vier Personen am Podium.

Johanna  Öttl, die Moderatorin, Johannes Tröndle, der die Romanausschnitte des 1959 in Buenos Aires geborenen Alan Pauls auf Deutsch las, der Autor und seine Dolmetscherin und am Büchertisch lagen alle drei Teile der Trilogie auf, von der in der “AS”, der dritte Teil “Geschichte des Geldes” vorgestellt wurde.

Dann gibt es noch die “Geschichte der Tränen” und die der “Haare” und Johanna Öttl erklärte in ihrer Einleitung, daß es in allen drei, um die Geschichte Argentinien der sechziger oder siebziger Jahre ginge und Alan Pauls der deutsche Wurzel hat und jetzt auch ein Jahr in Berlin verbringt, eine eigene mäandernde Schreibweise hat.

Er schreibt im Präsens, vermischt dadurch ständig, die Gegenwart mit der Vergangenheit und in der “Geschichte des Geldes” liegt gleich ein von einem Helikopter gefallener Mann mit einem Koffer voller Geld, in der Wohnung oder Villa eines fünzehnjährigen Jungen und dann geht es in dem ganzen Buch, um das Geld, das man hat oder nicht hat und, das man vor der Inflation retten möchte, in dem man ein Haus baut, das schließĺich viermal so groß wird und zehnmal soviel kostete, als geplant und als es fertig ist muß man es schnell wieder verkaufen, weil man kein Geld hat, um es zu erhalten.

Es geht um eine Mutter, die für ihren Sohn eine Lebensversicherung abschließt,  ihn dann ständig, um Geld anschnorrt und, wie Johanna noch weiter ausführte, um noch noch zwei weitere Protagonisten, die des Geldes und der Sprache.

Einige Stellen wurden auf Deutsch und auf Spanisch gelesen. Es gab dann ein Gespräch in dem Johanna Öttl, den Autor genauer nach seiner Schreibweise befragte und am Schluß erkärte, daß man auf das vierte Buch noch warten muß, bis es auf Deutsch erscheint.

Einstweilen kann man die drei anderen lesen, was ich wahrscheinlich so bald micht machen werde, aber  einen mir bisher unbekannten autor kennenlernte und einen interessanten literarischen Abend erlebte.

Was die argentinische Literatur beziehungsweise ihre Autoren betrifft, kann ich übrigens auf den in Wien lebenden Lidio Mosqua Bustamante hinweisen, den ich durch Hilde Schmölzer kennenlernte, der einige Male auf meinen Geburtstagsfesten gelesen hat, von dem ich allerdings schon länger nichts mehr gehört habe.

Josef Haslingers Fall

Der 1955 in Zwettl geborenene Josef Haslinger, der Mitbegründer des “Wespennestes” und zu der zeit als ich in die GAV aufgenommen wurde, dort Generalsekretär war, den ich also öfter meine Manuskripte geschickt habe, der den “Opernball”, das “Vaterspiel”   und “Jachymov” geschrieben hat, seit  1996 Professor am Literaturinstitut Leipzig ist und 2006 auch über den Tsunami  in “Phi Phi Island” geschrieben hat, hat jetzt in einer Art Dokumentarbericht seine Mißbrauchserfahrungen, die er im Zisterzienserkonvikt Zwettl erlebte, aufgearbeitet und, ich glaube, schon bei den “Friedtagen im November” darüber berichtete, aber da war auch die “Poet-Night”, wo ich mich mit einigen Leuten verabredet habe, so daß ich gerade vorher weggegangen bin und daher froh darüber war, daß Josef Haslinger heute in der “Alten Schmiede” sein Buch “Mein Fall” vorstellte und daher gerne die “Wilden Worten” zu denen ich wahrscheinlich sonst gegangen wäre, ausließ und die “Alte Schmiede” sehr sehr voll.

Als ich sie zwanzig Minute vorher mit dem Alfred erreichte, war der untere Saal schon voll und man konnte nur mehr das ganze über die Videoleinwand im “Schmiedesaal”, was ich ja nicht so gerne mag und mir einmal schon im ungekehrten Fall passierte, verfolgen.

Katja Gasser moderierte, leitete kurz ein,  dann las Josef Haslinger aus dem Buch in dem er offenbar seine persönliche Geschichte, wie er als zehn- zwölf- und dann auch äterer, sehr gläubiger Sängerknabenschüler, der Priester werden wollte, von den Patres mißbraucht wurde, als auch die Aufarbeitung dieser Mißbrauchsfälle, die es seit zehn Jahren durch die sogenannte Klasnic-Kommission gibt, schilderte.

Er hat offenbar auch schon vorher literarisch fiktional über die Geschehnisse beispielsweise im “Konviktskaktus” geschrieben, die Namen der Täter aber erst nach ihren Tod genannt und hat sehr lange sehr berührende Stellen aus dem Buch gelesen, die natürlich sehr betroffen machen und eine Dame auch die Fragen stellen ließ, wieso er sich nicht wehrte und seinen Eltern davon erzählte?

Damals konnte man das wohl nicht und Josef Haslinger hat auch die sehr autoritären Strukturen in dem Stift geschildert und seine Abhängigkeit beziehungsweise emotionale Zugehörigkeit zu den Tätern, die sehr freundlich zu ihm waren.

Zölibat abschaffen, wären da meine Forderungen und in die Internate gehören auch Frauen, die auf die Geschehnisse achten und vor allem natürlich, die Kinder so selbstbewußt erziehen, daß sie sich das nicht gefallen lassen und sie wehren.

Ein sehr beeindruckendes Buch, ein sehr beeindruckendes Thema mit dem man sich beschäftigen sollte und eine lange Warteschlange vor dem Signiertisch, den Rudi habe ich gesehen, die Astrid Nischkauer, die Frau Schmidt-Dengler, die Helene Hofmann, aber auch sehr viele Leute, die ich nicht kannte und vielleicht zum ersten Mal in der “Alten Schmiede” waren.

Peter Kreisky Buch

Irmtraut Karlsson, Robert Misik, Erwin Riess, Julia Herr

Irmtraut Karlsson, Robert Misik, Erwin Riess, Julia Herr

Als ich vor ein paar  Jahren Christl Fallenstein in ihremPflegeheim besucht habe, habe ich Eva Brenner dort getroffen, ihr, wie ich mich erinnern kann, eines meiner Bücher gegeben und mit ihr Adressen ausgetauscht. Seither bin ich in ihrem Verteiler und bekomme von ihr regelmäßig Informationen, beziehungsweise Einladungen zu ihren Veranstaltungen, zu denen ich meistens nicht hingehe.

Aber heute habe ich mich entschieden, an der Präsentation des von ihr herausgegeben Buches “Den Bruch wagen” über den 1944 in Stockholm geborenen und 2010 bei einer Wanderung  verstorbenen Lebensgefährtes Peter Kreisky, des Sohnes des ehemaligen Bundeskanzlers,  zu gehen, denn mir ist der sehr stark seinem Vater ähnlich sehende Linkssozialist öfter bei Demonstrationen und anderen Veranstaltungen gegegnet, so kann ich mich erinnern, daß ich vor oder hinter ihm ins Wien Museum gegagen bin, als dort die Ausstellung über Ernst Jandl eröffnet wurde und die Theaterwissenschaftlerin und Expermeimentalleiterin Eva Brenner habe ich wahrscheinlich bei einem der Adventspaziergänge durch den siebenten Bezirk in ihrem Experimentaltheater, die “Fleischerei” kennengelernt und auch sonst immer bei verschiedenen Veranstaltungen gesehen.

Im Bruno Kreisky Forum in der Armbrustergbasse war ich auch ein paar mal, vor längerer Zeit als dort die Kreisky Preise vergeben wurde und dort das Buch “Die Sprache des Widerstandes”, zu blau schwarz eins, in dem ich auch einen Text habe, einen Preis bekommen hat, einmal bei einem Fest der “Kramer Gesellschaft” und das letzte Mal vor circa eineinhalbJahres bei einer von Robert Misik moderierten Diskusionssionsveranstaltung. Der hat auch heute moderiert und als ich um halb sieben die Armbrustergasse erreichte, sind vor mir ein paar Leute in die ehemalige Kreisky-Villa gegangen und es war schon erstaunlich voll.

Die Angela und den Josef habe ich gesehen, Konstantin Kaiser, Marius Gabriel und noch eihn paar andere Bekannte und zuerst erzählte Eva Brenner etwas über das Buch, das heißt, zuerst bab es überhaupt einen Ausschnitt von einen Film über Peter Kreisky, in dem er, glaube ich, etwas über seine politische Einstellung erzählte.

Das Buch ist, erzählte Eva Brenner weder eine Bografie noch ein Memoir, sondern ein Einblick in das linke politische Leben seit 1968 und am Podium waren die Politikerin Irmtraud Karlsson, die Peter Kreisky am längsten kannte, dann Erwin Riess, der Autor der Groll Romane, den ich immer am Volksstimmmfest treffe und Behindertensprecher, der einige Geschichten über seine Bekanntschaft mit Peter Kreisky und dann über sein Engagement bezüglich des selbstbestimmten Behindertenlebens etwas erzählt und Julia Heer, eine junge SPÖ- Politikerin, die den Kreisky Sohn zwar nicht persönlich kannte, aber trotzdem an ihm erinnerte oder sich über ihn eingelsen hat.

Nachher gab es wieder  Wein, Brot, Salz und Olivenöl und ich habe ein bißchen bereuet nicht in die alte Schmiede zur Teresa Moira gegangen zu sein, weil die Veranstaltung nicht sehr literarisch war, aber ich bin ja auch gesellschaftspolitisch interessiert und kann mich an den sehr linkssozialistischen Kreisky Sohn, der in der Arbeiterkammer gearbeitet hat, sehr gut erinnern und schätze ihn auch sehr.