Vom Partisanenworkshop zur Exilpreislesung

Ich bin ja seit Montag ein bißchen oder ziemlich krank,  ich bin, auch wenn mir das der Uli nicht glaubt, auch sehr gewissenhaft und so habe ich Dienst nach Vorschrift, also meine Stunden gemacht und bin heute am Nachmittag wieder in die “Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur” gegangen und habe weiter in dem Kapitel das mir Jakob Eder schickte nach den literarischen Motiven gesucht und am Abend war im Litertaturhaus. dieLesung der Exilpreisträger und die wurden ja bis 2009, glaube ich, immer im Amerlinghaus vorgestellt, dann gab es ein tolles Buffet das das Beisel stiftete im unteren Veranstaltungsraum, aber ab 2010 wurden die Preise am Samstag um fünf auf der “Buch Wien” vergaben und da gab es kein Buffet. ob es sonst eines gegeben hätte, wäre mir entgangen. Aber heute im Literaturhaus war es wieder so weit, weil ich aber eine sechs Uhr Stunde hatte, bin ich wieder erst nach Viertel ins Literaturhaus gekommen und habe da weit hinten einen Platz hneben Cornelia Stahl gefunden, die ich einmal auf der “Anderen Buchmesse” kennenlernte und die mir versprach, sie würde mich im Juni interviewen. Das war, glaube ich, so 2014, jedenfalls habe ich damals das “Gruftiemädel” gelesen und das Interview hat seither, erraten, noch immer nicht stattgefunden und wahrscheinlich sind es meine selbstgemachten Büchern, mein Bloggen und vielleicht auch meine Flüchtigkeitsfeher, die das verhindert haben.

Ich treffe Cornela Stahl aber regelmäßig und als ich das Literaturhaus erreichte, haben gerade die Schüler der Htl-Braunau gelesen, die den Schülerpreis gewonnen haben. Denn das gibt es beim “Exil-Preis”, den Christa Stippinger schon lange organisert und diemal waren Jessica Beer, Klaus Nüchtern und Sina Tajajori eine früherer Peisträger in der Jury, der hat dann auch ein Stück aus seinen noch nicht fertigen Roman die “Paradiesstraße” gelesen und dann kamen schon die vier Prosapreisträger, denn der für Lyrik wurde wieder nicht vergeben, so gab es zwei erste und zwei zweite <preise und einen Jugendpreis gab es auch, den hat ein fünfzehnjähriger Asiate, der glaube ich, ein Asperger Syndrom hat, gewonnen  und die beiden ersten Üreisträgerinnen waren die Tschechin Helena Srubar mit ihrem Text die “Deutschstunde” und ich glaube auch Joanna Michalczuk aus Polen.

Zdenka Becker, die auch in der CSSR geboren wurde, in Bratislava studierte, aber schon lange in St.. Pölten lebt, hat auch eingereicht und gewonnen und zwar mit einer wahren Geschichte, die “Die Frau mit den vielen Namen” heißt.

Irene diwiak die mit “Liebwies” auf der Shortlist für die Sparte Debut des dBp stand und leider nicht auf die des Bloggerpreises gekommen ist, hat den “Preis für Deutsch als Erstsprache” mit einer Geschichte wo sich die Fatima, die immer ein  schwarzes Kopftuch trägt für die Hauptrolle im musical “Hair” bewirbt. Wie wird sie das machen?, stöhnt der Musiklehrer und rauft sich die Haare.

Dann wurde noch ein dramtikerpreis vergeben und den hat der Iraner Amadiraz Gudarzi mit seinem Stück “Zwischen uns und denen” gewonnen, wo Christen und Muslime auf einen Rettungsboot sitzen und sich gegenseitig ins Meer schmeißen.

Jetzt fehlt noch, richtig, ein Preisträger, nämlich ich glaube der Bulgare Gabriel Furmuczachi für seinen Text “Klick”, wo  ein Fotograf sein krankes Kind in ein Spital bringt.

Dann  gab es ein Buffet, bei dem ich nur sehr vorsichtig zugegriffen habe, obwohl es lauter gute Sachen, wie Schnitzel Falaffel, Humus, Linsen, Reis und auch Schokoladetorte gegeben hat und mich dabei sowohl mit Cornelia Stahl, als auch mit Zdenka becker als auch mit Irene Diwiak unterhielt, die sehr freundlich war, während ja andere Debutanten oder Newcomer ganz schön arrogant sind.

Und ein Adventkalenderfenster, eine “Nika-Vorform” gibt es heute auch.

Writers Retreat und Wilde Worte

Richard Weihs

Richard Weihs

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich interessiere mich ja für jede Form des Schreibens, bin so auf das “Writersstudio” gestoßen, wo ich ziemlich regelmäßig zu den Schnupperworkshops gehe, da kann man dann immer etwas gewinnen, einen Gutschein, für die Schreibnacht vielleicht oder das “Writersreatreat”, das ich gerne einmal machen wollte, aber nicht gewonnen habe. Ich glaube, man hätte auch schon ein anderes Seminar dafür haben müßen, deshalb habe ich vielleicht etwas anderes angekreuzt.

Dann kam der “Nano-Marathon”, wo es sozusagen zwei Wochen lang so ein Retreat gab, man konnte ein Foto davon auf Facebook stellen und einen Gutschein für ein Retreat gewinnen. Ich habe gebloggt und den Gutschein bekommen und heute war es so weit.

Irene Steindl hat mir schon gestern ein Mail geschickt, daß ich mir bequeme Schreibkleidung und mehrere Projekte mitnehmen soll, ich habe aber nur eines, die “Unsichtbare Frau” korrigieren, die ich ein bißchen für den Nano geschummelt habe, denn ich habe die fünfzigtausend Worte diesmal nicht in einem Monat sondern wahrscheinlich in zwei geschrieben, wurde aber fertig und habe das Wochenende in Harland getrödelt, so daß ich nicht zum Korrigieren kam, weil ich wahrscheinlich dachte, ich fange das dann auf der “urbanen Insel” an.

Ich habe mich für diese Schreibtage  immer schon interessiert und auch versucht sie mir selber zu machen. Das Schreiben in der Gruppe ist aber anders, obwohl ich inzwischen auch alleine schreiben kann und das “one day writerretreat”, ist anders als der Marathon, man sollte das auch nicht glauben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Es ist von neun bis fünf und beginnt mit einem Frühstück, man muß sich anmelden und normalerweise füfnzig oder siebzig Euro dafür zahlen, dafür bekommt mab ein Skriptum und die Teilnehmerzahl ist auch sehr klein. Sechs Frauen und ein Man. Man saß im Kreis in der Lounge, gab ein Blitzlicht ab und verlas dann die Regeln, daß man nicht im Hof rauchen darf, den Schreibplatz wechseln soll und eben an mehreren Projekten arbeiten.

Man bekam auch einen Schreibpartner und mit dem hat man dann sein Ziel besprochen, meine Partnerin war eine Üpsychologin, die ich, glaube ich, schon bei den Schnupperseminaren gesehen habe. Die anderen Teilnehmer waren mir eher unbekannt, obwohl sie, glaube ich, alle einen Gutschein hatten.

Eine hat schon einen Preis bekommen, eine andere sechs Bücher vor sich liegen, die dritte suchte einen Verlag und wünschte sich dafür ein Coaching und der Mann in der Runde hat an seinem Roman gearbeitet, wo er schon vierhundert Seiten hat.

Ich bin dann mein graues Buch durchgegangen und habe zu korrigieren angefangen, das erste Drittel ist ja schon ziemlich fertig, weil das habe ich  schon mehrmals korrigiert und ich fühlte mich auch ein bißchen krank, so daß ich öfter die Augen schloß, zu Mittag mich noch einmal am Frühstückbuffet bediente, dann waren die anderen schon weg, man sollte ja, glaube ich, gemeinsam auf eigene Kosten Mittagessen gehen. Ich habe die Zeit ein bißchen vor mich hingedöst und die Psychologin, die an ihrer Websseite schrieb und an einem ein Sachbuch über “Traumatherapie” arbeitet, wollte mir Feedback geben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich glaube, sie war ein bißchen neugierig von meiner “Unsichtbaren Frau” zu hören. Aber gut, immer zu, ich las die erste Basti Quasti Szene und hatte dazu auch eine Frage, ob ich das so lasssen kann, daß der Minister nichts sagt und nicht die Polizei holt, auf die Psychiatrie kommtm etcetera.

Sie meinte ich solle es so lassen und ich habe am Nachmittag weiterkorrigiert, neun Szenen, dreißig Seiten, also ein knappes Drittel und der Rest wird dann zu Weihnachten drankommen und das “Writerretreat” ist toll.

Es giab zu Miittag und am Nnachmittag immer Runden, wo man mit seinem Partner den Fortschritt brsprach und dann um halb fünf eine Abschlußrunde.

Kekse und Tee gab es auch und wieder viel Applaus, obwohl ich diesmal sehr verhalten war, bin aber mit mir zufrieden und habe außer an den Schupperworshops auch schon mal an einem Schreibcafe mit Joga teilgenommen und an einer “Schreibfabrik”, von der ich gar nicht mehr weiß, ob es das noch gibt. Und wer es wissen will, es hingen noch viele Schreibmarathonfiguren an der Wand, manche sind über den Anfang nicht hinausgeklommen, mache waren schon am Ende, ich habe meine aber schon am fünften November mitgenommen und hier gepostet.

Am Abend hätte ich sowohl in die “Alte Schmiede” zu Laura Freudenthaler und Anna Elisabeth Mayer gehem können, war aber bei Richard Weihs im Amerlinghaus, weil dort der Alfred lieber hingeht, obwohl ich Nadine Kegeles “Leben muß man unfrisiert” schon gelesen habe und auch in Leipzig aus dem Buch hörte.

Diese Lesung war aber anders, hatte Nadine Kegele, sie doch als szenische Lesung angekündigt, so daß sie in die verschiedensten Rolle schlüpfte und eine vierzig Minuten Performance aus ihrem Buch bot.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Margit Heumann war da, ihr habe ich das “Bibliotheksgespenst” für die Leserunde übergeben, bis ich merkte, das Buch gehört  auchRichard Weihs, weil  der hat mir statt einem Gedicht.den Brschreibungstext geliefert und bei den “Wunschgedichten”. ich hatte mir zwei Zetteln genommen, war ich zuerst ganz brav und wünschte mir was vom Winterbeginnn. Dann habe ichumdisponiert und schrieb “Unsichtbare Frau” auf dem Zettel, Tarnkappe, Schäfchen und schwarz blau und bin jetzt sehr gespannt, was herauskommt und ob ich das Gedicht für mein Buch brauchen kann.

Einen Orangenpunsch haben wir dann mit Margit Heumann, im Hof des Amerlinghauses auch getrunken.

Partisanenliteratur und Preise der Stadt Wien

Im Workshop zur Partisanenliteratur das Stefan Teichgräber für mich und Jakob Eder exklusiv veranstaltet, beschäftigen wir uns derzeit mit Ladislav Mnackos “Der Tod heißt Engelchen”, das ist der  1964 in der der “Buchgemeinschaft der freien deutschen Jugend im Verlag neues Leben”, also DDR-Literatur erschienenen Roman des 1919 geborenen und 1994 verstorbenen slowakischen Autors  und sollen diesen Roman analysieren, aber mit der literarischen Analyse tue ich mir, die ich ja bei meinen Buchbesprechungen zusammenfasse, spoiliere und dann versuche literarische Portraits daraus zu formen, trotz des Centrope Workshop, das ich im vorigen Semester besuchte eher schwer. Das Buch ist auch vergriffen, so habe ich mir das erste Kapitel von Jakob Eder schicken lassen und es  heute morgen in der Badewanne gelesen und ich muß sagen ein tolles Buch mit einem frischen Ton, obwohl es  schon vor über fünfzig Jahren erschienen ist.

Der Held wird in den letzten Tages des zweiten Weltkrieges verwundet. Eine Kugel, wir haben im Seminar darüber diskutiert, ob eine Stahlkugel, eine solche Verletzung machen kann, trifft ihm im Rücken. Er wird auf einen Karren durch die Stadt gefahren und im Krankenhaus versorgt, das ist die Rahmenhandlung, danach fängt die Partisanengeschichte erst an. Aber ich habe nur dieses eine Stück und das Kapitel, in dem ich mir ein paar Metaphern und schöne Wendungen angestrichen habe, außerdem noch in meinen Badezimmer liegen lassen, so daß ich aus dem Gedächtnis zitieren mußte und am Abend das Kontrastprogramm.

Die Preise der Stadt Wien, die ich weiß nicht wann vergeben wurde, es ist ja sehr schwer eine Einladung dazu ins Rathaus zu bekommen, der Preisträger für Literaturkritik und der für Literatur werden aber seit Julia Danilecyck, die Referentin ist, immer im MUSA vorgestellt und diesmal waren Harlad Klauhs und Lida Wineiwicz die Preisträger.

Harald Klauhs, der Preisträger für Literaturkritik ist Leiter des Spektrums in der Presse und mir, glaube ich, seit dem Jahr bekannt, als Hanno Millesi beim Bachmannpreis gelesen und Gabriele Petricek nicht gelesen hat, denn da erschienen ein paar Tage vorher ein paar Zeilen in der Presse, wo er sich, glaube ich, über die Voraussagbakeit des Preises und die zahmen Kritiker dort mokierte und ich ihm deshalb einen Leserbrief geschrieben habe und später habe ich ihm dann in Zeiten als ich die “Mittleren” und den “Tag der Freiheit des Wortes” organisierte, von 2001 bis 2012, über zehn Jahre also, immer die Ankündigungen schickte.

Jetzt habe ihn ihn also persönlich kennenglernt, Julia Danilcyck verkündete, daß er ein Buch über Adolf Holl, dem kritischen Theologen, der mit dem Buch “Jesus in schlechter Gesellschaft”, dem inzwischen Besteller, berühmt und aus der Kirche hinausgeschmissen wurde, geschrieben hat und daß er einen Text mit Titel “Wenn Holl Papst wäre”, lesen würde.

Der Text ist aber nicht aus dem Buch, sondern wurde für ein Geburtstagsfest für Adolf Holl geschrieben und ist sehr sehr lustig und lustig war es auch bei der Lesung der 1928 geborenen Lida Winiewicz die bald neunzig wird, die, glaube ich, viel für fürs Theater und ORF geschrieben hat, vor zwanzig Jahren mit einem Bus durch die UA fuhr und zwei Bücher über ihre Kindheit “Die Kinder gingen in die Oper” und “Der verlorene Ton” geschrieben hat. Sie hat auch Gedichte über das Älterwerden geschrieben und daraus vorgelesen.

Peter Roessler eines der Jurymitlglieder und wie Julia Danilcyck verkündete, Winiewiecz-Kenner hat die alte Damen interviewt und beim Wein und Brot habe ich mich mit Bettina Balaka unterhalten, Gabriele Petricek war da, Frau Schmidt-Dengler, Elisabeth Reichart und sonst eigentlich gar nicht so besonders viele Leute, es war aber sehr interessant und einen Büchertisch für die Weihnachtseinkäufe, wie Julia Danielcyck sagte, gab es auch.

Ach! Reden über die Liebe

Robert Huez

Robert Huez

Jürgen Meindl

Jürgen Meindl

Ach reden wir über die Liebe, ein sehr schöner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. Das Literaturhaus Wien tut es jetzt fast eine Woche lang, denn seit zwei Jahren, glaube ich, dauert das Erich Fried Symposium so lange und diesmal ist die Liebe das Thema.

Aha, werden meine literarisch gebildeten Leser sagen, das ist ja ein berühmtes Fried-Gedicht und den letzten Absatz, “Es ist wie es ist, sagt die Liebe!”, zitiere ich ja immer besonders gerne, wenn wieder jemand kommt und mir erklärt, daß ich nicht schreiben kann.

Ich schreibe, wie ich kann und ich interessiere mich für Literatur und deshalb bin ich heute auch ins Literaturhaus gegangen, beziehungsweise mit Bus und Straßenbahn gefahren und auch eine Viertelstunde zu spät gekommen, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und dann bin ich zwei Stunden ganz hinten gestanden und habe den Kopf geschüttelt, als eine Dame, die noch ein Stückchen hinter mir in der letzten Reihe saß, bedeutete, ich solle mich verziehen.

Es ist, wie es ist und ich blieb jetzt auch stehen, weil ich etwas sehen wollte. Es war sehr heiß, ich habe in der Jacke und dem Schal geschwitzt und jetzt tut mir  das Kreuz vom vielen Stehen weh.

“Es ist, wie es ist!”, sagt die Liebe und Erich Fried, der 1921 in Wien geboren und 1988 in Baden Baden, ich glaube, bei einer Veranstaltung, gestorben ist. Dazwischen hat er, weil er ja vor den Nazis fliehen mußte, in London gelebt und die Eröffnungsrednerin des heurigen Symposiums kommt, was sicher nur ein Zufall ist, aus england und weil man für eine Veranstaltung, die dann so voll ist, daß eine keinen Sitzplatz mehr findet, Werbung machen muß, war es heute im Mittagsjournal und als ich da den Namen Jeanette Winterson hörte, schnallte es bei mir, denn “Das Powerbook” von dieser Autorin liegt ja seit einigen Monaten auf meinen Schlafzimmertischchen. Ich habe es einmal im Schrank gefunden und dann hervorgeholt, denn darin geht es ja über das Netz und ich habe in den letzten Monaten ja einen Internet oder Blogroman geschrieben und dachte, das nehme ich als Recherchelektüre. Dann kam der Sommer und damit das doppelte oder jetzt schon dreifache Buchpreislesen und weil mir jetzt schon fast alle Verlage ihre Vorschauen schicken und ich nicht nein sagen kann oder will, häuft sich mein Badezimmerstapel,  ich schob das Lesen auf und dachte, was auch stimmte, ich kann “Die unsichtbare Frau” auch ohne dieses Buch schreiben, hatte jetzt aber ein Aha-Erlebnis.

Klaus Amann

Klaus Amann

Zum Signieren habe ich es  trotzdem nicht ins Literaturhaus mitgenommen, erstens bin ich keine Autogrammsammlerin und zweitens ist die Tasche, die ich von der Ruth geschenkt bekommen habe, so klein, daß es nicht hineingepasst hatte, denn da steckte ja ohnehin schon Jovana Reisingers “Still halten”, das vierte Bloggerdebutshortlistbuch, das ich gerade zu lesen angefangen habe.

Zum Weiterlesen bin ich im Literaturhaus aber nicht gekommen, denn ich kam ja zu spät und steckte dann im Stau und als ich das Literaturhaus erreichte, hielt Julia Danielcyk gerade ihre schöne Eröffnungsrede, dann kam der britische Botschafter und sagte, wir alle können seine Facebookfreunde werden, denn er kommuniziere gern mit Menschen.

Dann kam, glaube ich, noch Anne Zauner die Kuratorin und dann schon die 1959 in Manchaster geborene Autorin. Die ist ein Adoptivkind, wurde von streng religiösen Elternangenommen und dann verstoßen, als sie mit sechzehn eine lesbische Bezihung einging, sie ging dann nach Oxford um englische Literatur zu studieren und wurde dann mit ihrem Erstling “Orangen sind nicht die einzige Frucht”, die auch der Botschafter lobend erwähnte, bekannt.

Jetzt hielt sie einen Vortrag auf Englsich über die Liebe, erwähnte Romeo und Julia, Tristan und Isolde und auch Donald Trump dabei, die Lwute lachten und die, die sich zur Diskussion meldeten, luden sie  zum Kaffeetrinken ein, nur leider fliegt sie schon morgen, wenn das Programm so richtig losgeht, wieder zurück.

So konnte man wahrscheinlich mit ihr im Anschluß anstoßen oder sich die Bücher signieren lassen und ich, die ich am Nachhauseweg drei schon vergilbte Taschenbüchlein von der 2015 in Darmstadt verstorbenen Gabriele Wohmann fand, kann mir jetzt überlegen, wann ich “Das Powerbook” lesen werde.

Am Mittwoch ging es dann im Filmcasino mit zwei Filmen, nämlich dem “Greenaway-Alphabet” und “Goltzius  and the Pelican Company” von Peter Greenaway, wo es ziemlich erotisch zuging, weiter.

Am Donnerstag war das Programm wieder im Literaturhaus mit dem Schwerpunkt Prosa und Essay und da bin ich zu dem Vortrag von Bianca Burger über die Sexualratgeber der Zwischenkriegszeit zu spät gekommen, habe aber, glaube ich, einen solchen von Paul Lazarsfeld  in meinem Praxiszimmer stehen.

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Franz Schuh

Franz Schuh

Dann kam die Präsentation von Peter von Matts “Sieben Küsse” und der streifte, weil der Verlag zu seinem achtzigsten Geburtstag, ein Buch von ihm haben wollte, in sieben Essays durch die Literaturwissenschaft, beziehungsweise beschäftigte er sich mit den Werken, wo es um das Küssen ging und da wurde die Mrs Dalloway ja auf ihrer Abendveranstaltung von einer Freundin geküßt und bei Tschechow gibt es auch eine Erzählung, wo ein Langeweiler plötzlich einen Kuß bekomme und darüber aufblüht.

Sehr interessant, obwohl es wahrscheinlich das Beste ist, die Bücher im Original zu lesen, aber zu Mrs Dalloway bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich das Buch, glaube ich, mal gefunden habe und jetzt wenigstens weiß, worum es darin geht.

Dann kam Zsuzsa Bank mit ihrem neuen Buch “Schlafen werden wir später”, wo es um eine Mailfreundschaft zweier Freund waren innen geht und ich muß gestehen noch kein Buch von Zsuzsa Bank gelesen zu haben, obwohl ich, glaube ich, einmal bei einer “Literarischen Soiree” war, wo über eines ihrer Bücher gesprochen wurde. Dagegen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten von der Norwegerin Hanne Ostavik  noch nie etwas gehört, was wahrscheinlich kein Wunder ist, da sie jetzt erst übersetzt wurde, obwohl das Buch aus dem sie gelesen hat, schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und am Schluß kam der 1954 in London geborene Hanif Kureshi, von ihm habe ich, glaube ich, auch schon was im Schrank gefunden und den Film “Mein wunderbarer Waschsalon” habe ich 2000 im Rahmen der Widerstandsbewegungen gegen schwarz blau im Filmcasino gesehen.

Der hat jetzt ein Buch geschrieben, wo es um einen achtzigjährigen im Rollstuhl sitzenden Mann geht, der miterleben muß, wie ihn seine Frau mit seinem Freund, der ein Schwindler ist, betrügt.

Am Freitag ging es dann um Lyrics, das heißt zuerst einmal ging es den Literaturwettbewerb für Schüler “Zehn Zeilen  Zuneigung”, den das Festival ausgeschrieben hat. Gustav Ernst, Zita Bereuter, Thomas Ballhausen und Robert Huez waren in der Jury.

Siebzig Texte wurden eingereicht, die drei ausgewählten wurden vorgestellt und dabei hat mir der Text eines jungen Mannes mit blauen langen Haaren “Ich lerne mich zu lieben, damit ich dich lieben kann”, am besten gefallen und das werde ich, glaube ich, auch meinen Klienten so sagen.

Dann gings zu einer von Thomas Ballhausen moderierten Diskussion über Lyrik, bei der Silvia Geist, Tristan Marquart, Judith Nika Pfeifer und Clara Luzia teilgenommen haben.

Klara Luzia ist eine Singer Songwriterin, die im Anschluß ein Solokonzert gab und dazu sagte, daß sie Solokonzerte hassen würde. Dann wurde es hochkarätisch, es kamen nämlich drei je zehn Minuten Lesungen mit Friederike Mayröcker, Jan Wagner und Oswald Egger. Friederike Mayröcker hat 2001 den “Büchner-Preis” bekommen, Jan Wagner heuer und 2015 den “Preis der Leipziger Buchmesse” mit seinen Regenbogenvariationen” und Oswald Egger von dem ich vor kurzem “Val di non” gelesen habe, den “Trakl-Prei”s. Da war es im Literaturhaus auch sehr voll und dann wurde “Die unmögliche Liebe” die Kunst des Mminnesangs in Neuübertragungen” vorgestellt. Das ist ein Buch, das von Tristan Marquart und Jan Wagner herausgegeben wurde und sechzig Dichter und Dichterinnen wie Elke Erb, Ulrike Draesner, Gerhard Ruiss, Oswald Egger, Silvia Geist, etcetera, haben nachgedichtet.

Franz Schuh

Franz Schuh

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Silvia Geist, Ulrike Draesner und Oswald Egger haben ihre Übersetzungen vorgestellt. Daniele Strigl hat moderiert. Dann wurden die Stühle für das anschließende Konzert von Sophia  Kennedy weggeräumt, ich habe mir einen Becher Wein gekauft, bei den “Fried Tagen” muß man neuerdings dafür bezahlen, mich länger mit Helene Hofmann uterhalten, die mir auch mein neues Buch abkaufte, mich dann kurz auf die Sesselreihe im Foyer gesetzt, als sich dann aber die Leute vor mich stellten und ich nichts gesehen habe und es nur laut war, bin ich gegangen, um noch Zeit zum bloggen zu haben, denn das soll man ja, wie mein Kritiker Uli unermüdlich anmerkt, der auf seinen Blog einen längeren diesbezüglichen Artikel geschrieben hat, ja tun. Helene Hofmann hat mich übrigens gefragt, warum ich ihm immer antworte, wahrscheinlich weil ich mich im Argumentieren üben will, harmoniebedürftig bin und mit allen gut auskommen möchte, ist die Antwort, es ist aber schon bedrückend, immer wieder solche Kommentare zu bekommen.

Helene Hoffmann hat mir noch gesagt, daß sie am Samstag den “Graphic Novel-Tag” nicht kommen würde und ich habe mich noch gewundert, daß es diese einen ganzen Nachmittag und Abend geben würde, denn ich bin keine Graphic Novel Spezialistin, obwohl ich schon einige gelesen habe und als ich dann am Samstag knapp vor zwei eintraf, war es wieder sehr voll, so daß ich gerade noch in der vorletzten Reihe einen Platz bekommen habe.  Zita Bereuther saß am Podium mit dem 1960 in Boston geborenen Scott Mc Cloud, der seine Novel “Der Bildhauer” vorstellte und einen fulminanten Einblick in das Comicschreiben gab.

Dann ging es nach Frankreich oder zu den 1984 geborenen Bastien Vivens, der schon drei Novels geschrieben hat, eine heißt “Der Geschmack des Chlor”, da gibt es viel Bewegung und kaum Sprache, denn Bastien Vivens kommt vom Trickfilm her, bei der “Schwester” und der “Liebe” änderte sich das und als ich in der Pause in die untere Bibliothek, dort wo es den Büchertisch und die Getränke gibt, ging, wunderte ich mich über die Schlangen, die sich die Bücher signieren ließen und die beispielsweise, die des danach auftretenden Amerikaner Craig Thompson, eine amerikanischen Comic Größe, wie Anne Zauner einleitete, waren auch sehr teuer. Die Leute stellten sich aber, glaube ich, über eine Stunde an und die Autoren zeichneten auch etwas in das Buch hinein.

Erstaunlich für mich, die ich ja eher den Eindruck habe, Bücher wären unverkäuflich, bei Comics ist das offenbar anders und dann kam  noch eine Österreicherin, nämlich die 1967 in Wien geborene Ulli Lust, mir bisher genauso unbekannt, wie die anderen Autoren und die bestätigte etwas, was schon Craig Thompson erwähnte, daß Graphic Novels oder Comics sehr autobiografisch wären.

Sie hat zwei solche, sowie die “Flughunde” von Marcel Beyer, nämlich “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, sowie  brandneu, die Fortsetzung davon “Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein”, wo es um eine Dreiecksbeziehung, nämlich ihre sexuelle Beziehung zu einem Nigerianer und die mehr intellektuelle zu ihrem Freund Georg oder so, ging.

Sehr erstaunlich für mich diese Erfahrung, gelten ja, wie auch diskutiert wurde, die autobiografischen Elelemente in der Literatur als etwas eher Verpöntes und, daß sich soviele Leute dafür interessieren, die Bücher kaufen und sich eine Stunde dafür anstellen, war für mich auch neu, obwohl bei der Friederike Mayröcker steht man wahrscheinlich auch etwas länger, aber da haben die Buchhändler, als sie den Bp bekam schon gestöhnt, daß sie sich nicht so gut verlaufen lassen würde.

Eine neue Erkenntnis und ein Eck der Literatur in dem ich nicht so zu Hause bin, dann ging es von den Comics weg und wurde wieder experimenteller, stellte doch Sebastian Fasthuber den Amerikaner Mark Z. Danieleswski und sein Monsterprojekt “The Familar” vor, von dem es schon fünf Bände gibt, siebenundzwanzig sollen es noch werden und es geht darin, um eine Katze und um noch vieles andere. Eine Sondernummer der “Flugschrift” hat der Autor auch gestaltet.

Das war es dann, der Parcour der verschiedenen Genres durch die Liebe und am Sonntag kam dann die berühmte Preisverleihung und da ist ja das Besondere, daß hier ein Juror allein entscheidet, weil man sonst ja meistens den Durchschnitt der Jurymitglieder also zu einer Kompromißentscheidung kommen muß und diesmal war Franz Schuh der Juror, dessen “Fortuna: Aus dem Magazin des Glücks” auf der “Longlist des österreichischen Buchpreises” stand und der hat  Teresa Präauer ausgewäht, die mir ja das erste Mal als Illustratorin von Wolf Haas “Die Gans im Gegenteil” aufgefallen ist, dann hat sie schnell ein paar Romane herausgebracht und aus dem mit den Affen hat sie in Klagenfurt gelesen und wurde durch alle Runden durchgewinkt und ist ohne Preis nach Hause gegangen, bei den “O-Tönen” im letzten Jahr habe ich sie daraus gehört. Aber zuerst kamen im Literaturhaus, in der obeneren Bibliothek, wo man jetzt aus Angst vor dem Bücherdiebstahl die Jacken abgeben mußte, eine Reihe von Begrüßungsreden.

Dann kam der Klagenfurter Literaturprofessor Klaus Amann, der mich auch einmal mit Mitjuroren für einen Preis nominiert hat, mit der Vorstellung des Laudators.

Da las er eine Rezension vor, wo bedauert wurde, daß der Autor über kein Werk verfüge, weil keinen Roman geschrieben und ich dachte “<Ö ha, was ist denn mit dem “Stadtrat”, ein Buch, von dem ich, wie meine Leser vielleicht wissen, bedauere, es noch nicht gelesen zu habe, aber das ist ja bei “Ritter” erschienen und hat sich daher  nicht zu den Rezensten durchgesprochen.

Dann kam die Laudatio in der sich Franz Schuh auf “Jonny und Jean” bezog, das offensichtlich auch bei den  O-Tönen vorgestellt wurde und Teresa Präauer bezog sich in ihrer Dankesrede auf den “Blick” oder die “Posen der Jugend”, das ist offenbar ein Bild einer Künstlerin, wo zwei Jugendliche auf einem Sofa sitzen und vor sich hinschauen. Daraus hat sie einen Rundumschlag auf die prekären Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse gezogen und sich danach bei allen, also auch beim Publkium für den Preis bedankt.

Literaturzeitschriftenpräsentation einmal anders

Heute wurden in der “Alten Schmiede” in der “Literatur als Zeit-Schrift-Reihe” die “Lichtungen”, jene steirermärkische Literaturzeitschrift, die inzwischen vielleicht schon wichtiger als die “Manuskripe” sind, vorgestellt.

Jedenfalls zeigt sie sich mir präsenter, bin ich auf der “Buch Wien” doch ständig Andrea Stift über den Weg gelaufen, die jetzt da in der Redaktion ist und in der “Gesellschaft für Literatur gab es auch vor kurzem eine Vorstellung.

In der “Alten Schmiede-Reihe” wurde aber heute das Heft 151 präsetiert, das nicht einmal das letzte ist und da saß nicht Andrea Stift oder der ältere Herr” der mich einmal diesbezüglich in der “Alten Schmiede” angesprochen hat, am Podium sondern Robert Prosser, was mich erstaunte, wußte ich doch nicht, daß er im Redaktionsteam ist.

Ist er auch nicht, aber er hat gemeinsam mit Ferdinand Schmalz dem letzten Bachmannpreisträger, der verhindert war, weil er offenbar Vater wurde und dem mir bis jetzt unbekannten Christoph Szalay ein Projekt gestartet, wo er die junge Lyyrik Österreichs orten wollte und sich dabei an die “Lichtungen” wandte.

Die waren dabei hilfreich, so ist ein Dossier entstanden, das in besagten Heft enthalten ist und noch zu einer eigenständigen Publkation ausgewertet werden soll und Lyriker bis Jahrgang 1975 sind drinnen und wurden in die Richtungen Ost, West, Süd, Nord verordnet.

Das erzählten die beiden Herren und stellten dann zwei Damen nämlich Cornelia Hülmbauer und Regina Dürr vor, die ich beide kannte, denn, als ich sehr jung mit meinem Blog unterwegs war und gerade in die “Gesellschaft für Literatur” ging um das Jungtalent Robert Prosser zu hören, habe ich dann einen Kommentar von “Consens” bekommen, die mich eine Zeitlang kommentieredn verfolgte, dann hat sie beim Exil Preis gewonnen, in der Zeitschrift “Etcetera” kuratiert, ein Nö-Stipendium bekommen und jetzt studiert sie Sprachkunst und stellte zwei ihrer Gedichtzyklen vor, dann folgte Regina Dürr, die ich glaube ich im März bei der Benefizlesung im Amerlinghaus kennenlernte, sie ist auch Musikerin, eher experimentell und hat beim Bachmannpreis gelesen und jetzt hatte sie kein Gedicht, sondern einen lyrischen Text, den sie für eine Gastrozeitung geschrieben hat, in dem es um ein Frühstück ging.

Sehr interessant, dann folgte eine Diskussion in der ein älterer Herr die Frage stellte ob man unter dreißig überhaupt Gedichte schreiben kann aber da hat Rombaud schon zu dichten aufgehört, wie ihm Chrtoph Szalay schlagfertig antwortet und in dem Dossier sind offenbar auch sämtliche Orte der Lyrik aufgezählt, die den beiden Herausgebern nach unterpräsentiert ist, obwohl sehr viele Leute Gedichte schreiben.

Nun da gibt es verschiedene Lyrikveranstaltungen, wie die Lyrik im März, verschiedene Lyrikfestivals in der “Alten Schmiede”, das “DichtFest”, das demnächst wieder ist und auch einige Lyrikreihen, wie die von “Keiper”, wo ich  erst kürzlich ein Buch besprochen habe, wo der Autor glaube ich auch Redaktionsmitglied der “Lichtungen” ist.

Aber sicher

Heute habe ich eigentlich in die “Wien-Bibliothek” zu einer Präsentation von Arthur Schnitzlers  “Die Frau des Weisen” gehen wollen, aber dann ist am Montag, als ich gerade über die Mails bezüglich der Shortlist des Blogger Debutpreises, die gerade veröffentlicht wurde, tüfftelte, ein Mail vom Ö 1 Club gekommen, das mich zu einer Veranstaltung ins “Radio-Kultur-Cafe einlud, denn da wurden wieder die Ergebnisse eines Ö1 -Literaturwettbewerbs zum Thema “Sicherheit” präsentiert. Da gibt und gab es ja einige solche, die inzwischen an mir vorbeigegangen sind und ich dachte, aber ich gehe in die “Wien Bibliothek”,  und heute morgen, als ich gerade das E-Book vom “Genie” lag und daneben wegen dem Alfi das Morgenjournal laufen lief, wurde da noch einmal eingeladen beziehungsweise über die Veranstaltung berichtet.

Auf dem Einladungsmail ist etwas von begrenzten Platzangebot gherstanden, deshalb vielleicht mein Zögern, es könnte aber auch eine Vermeidungsreaktion gewesen sein, denn ich habe mich ja früher auch einmal an einem ö1 Literaturwettbewerb beteiligt, aber natürlich wieder nichts gewonnen, na klar.

An das Thema erinnere ich mich nicht mehr, nur daß es es Essay, ich glaube zu Österreich war, es war das Jahr 2000 und mein Essay war sehr politisch. Er ist wahrscheinlich wie die meisten meiner Texte, die ich beispielsweise für den “Siemens Literaturpreis”, für den ich ja sehr lang eingereicht habe, im “Best of  Eva Jancak Lesebuch” veröffentlicht und ich habe ihn auch bei der Benefizveranstaltung für die Rahlgasse als die Anna dort Schülerin war, gelesen, das heißt ich habe eigentlich dafür einen Text aus der “Viertagebuchfrau”  vorgesehen und den Essay hätte Robert Menasse lesen sollen, der kam dann aber nicht, also kam mein Essay in Frage und ich habe inzwischen ja, wie ich in einer Glosse gerschrieben habe, die nächste Wochen erscheinen wird, aufgehört mich an Wettbewerben zu beteiligen.

Nach und nach ist das geschehen,  in den achtziger und neunziger Jahren habe ich das sehr oft getan und viel Geld für die Verschickung ausgegeben, weil man  damals noch Briefmarken dafür brauchte.

Ich habe, glaube ich, ein paarmal bei der “Floriana” eingereicht, beim “Stößl-Preis” oft beim “Siemens” und beim “Luitpold Stern Preis” und da sogar ein paarmal was gewonnen, bevor er wegen dem Bewag Skandal eingestellt wurde und nicht mehr beim “FM4-Preis”.

Seit ich blogge, reiche ich nur noch sporadisch ein, habe aber das “Gruftiemädel” an den “Sterz” geschickt, wo ich ja fast meine erste Veröffentlichung gehabt hätte, einmal etwas für die “Lichtungen” geschrieben, als ich nach den “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede” darauf angesproche wurde.

Zuletzt einen in der Schreibgruppe für  “Etecetera” entstandenen Text zum Tehma “Köpfe”, aber leider leider nicht und wenn ich wissen will, welche Texte für das “Etcetera” ausgewählt wurden, könne ich mir das Heft ja kaufen, lautete die freundliche Antworte. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich getraut habe “Kein Bedarf!”, zurückzuschreiben. Der Alfi hat das Heft aber inzwischen geschenkt bekommen, so daß ich weiß, was mir entgangen wäre und die Ö1-Lieraturwettbewerbe sind mir, glaube ich, auch eher entgangen.

Ein paar hat es seither ja noch gegeben, einer hieß “Wörtersee” und dann noch einer, da habe ich ein paar Texte, glaube ich, im Radio gehört.

Ich gehe ja auch zu den Hörspielnächten, habe früher meine Bücher immer an  Edith Ulla Gasser geschickt, die mich auch ein oder zweimal gesendet hat.

Von diesen Wettbewerb habe ich erst am Montag etwas gehört, ich bin dann aber doch neugierig geworden, habe nachgegooglet und gedacht, warum eigentlich nicht, wenn ich früh hingehe, bekomme ich wohl auch einen Platz, gestern war ich ja auch bei der “Open Mike Veranstaltung” und du interessiertst dich ja für jede Art für Literatur.

Die daraus entstandene Anthologie, bei “Braumüller” erschienen, habe ich inzwischen auch schon angefragt und Ö1hat die Veranstaltung mit der Städtischen Versicherung durchgeführt und jetzt hätte ich fast vergessen, daß ich einen Text in der “Funkhaus-Anthologie” drinnen habe. Das ist zwar eine Initative von Gerhard Ruiss zur Rettung des Funkhauses, das ja verkauft werden sollte und vielleicht auch wird. Ein dicker Band mit Texten von wahrscheinlich ein paar tausend Autoren, aber immerhin, um nicht zu pessifistisch zu sein und weil ich gleich nach meiner fünf Uhr Stunde hingegangen bin und dachte, wenn ich keinen Platz kriege, kann ich noch immer in die Wien-Bibliothek fahren, war ich fast als erste da und habe bereut, kein Buch mitgehabt zu haben, aber meine neue Handtasche ist ja sehr klein und die zwei Shortlistbücher, die mir noch fehlen, sind noch nicht zu mir gekommen.

Also bin ich da gesessen und habe das Eintrudeln der Autoren und der Besucher beobachtet. Eine junge Dame stand an einem Tischchen und verteilte Zählkarten, ich weiß nicht wozu?

Edith Ulla Gassa begrüßte die Promis, ich sah Tanja Raich vom “Kremair und Scheriau”, die auch Autorin ist, wußte schon, weil ich am Morgen auf der ORF Seite war, daß auch Wolfgang Wenger unter den Gewinnern war. Der einzige Name, der sich mir da eingeprägt hatte. Ich sollte aber noch andere entdecken, Nadine Kegele grüßte mich, Martin Amannshauser traf mit seinen Kindern ein und noch ein paar Leute, die sich küßten und für die Plätze reserviert waren.

Dann ging es los mit einer Rede des Ö1-Chefs Peter Klein, der auch in der Jury war, neben ihm noch Edith Ulla Gasser, Grudrun Hamböck,  der Staatspreisträger für Literaturkritik Gerhard Moser und eine Frau von der städtischen Versicherung.

260 Texte wurden eigereicht, neun ausgewählt, da bleiben nach Adam Riese über zweihundertfünzig über und mich interessiert ja immer auch, wer sind die anderen. Aber es ist natürlich traurig zu denken, die schon und ich nicht.

Aber ich habe nicht mehr eigereicht, weil ich dafür wahrscheinlich schon zu resigniert bin, weil ich ja, wenn ich es doch noch einmal versuche,  nichts gewinnen, aber diesmal ist es an mir vorbeigegangen und Peter Klein erwähnte in seiner Eröffnungsrede von einer Sicherheitsübung, die das Bundesheer  im Funkhaus machte, weil bei Umstürzen immer zuerst die Rundfunkgebäude gestürmt werden. Aber wenn man den Rundfunk verkauft, braucht man keine Revoltion mehr, könnte ich unken, aber Scherz bei seite, Edith Ulla Gasser und Grudrun Hamböck führten durch das Programm.

Zuerst kam ein kurzer Textausschnitt, die Gesamttexte werden in den nächsten zwei Wochen in Ö1 zu Mittag gesendet und der erste Preisträger war der 1982 in OÖ geborene Dominik Barta mit “Mein lieber Ali”, der unterrichtet an der SFU und hat, glaube ich, schon Sachbücher geschrieben. Jetzt ging er ins Literarische und beschrieb einen Ausflug eines Flüchtlingshelfer mit seinem Schützling auf dem Leopolds oder Kahlenberg. Er kann ihm aber nicht helfen, denn Ali bringt sich am Schluß um. Nach der Textprobe gab es ein kurzes Interview und der zweite Text war “Zebraritäten von Miriam H. Auer, die kommt, glaube ich, aus Klagenfurt, trug einen Hut und sagte im Interview, daß sie sich unter Hut und Schal verstecken würde, um ihre Sicherheit nicht zu verlieren. Sie liebt es auch sehr bunt und ihr Preistext ist ein Romanauszug und es geht darum um eine Prostituierte.

Dann kam Felix Kucher mit “Daily Selfie”, da geht es um eine Frau, die täglich ein Sexfoto von sich ins Netz stellt und Mgdalena Schraffls Text heißt “Bold never regular” und da geht es, um die Flughafensicherheit beziehungsweise, um die Sicherheitskontrollen und Sicherheitskräfte dort.

Magda Woitzuck, die, glaube ich, in Wien geboren wurde und in St. Pölten lebt, war mir natürlich bekannt, sie hat schon mit einem Hörspiel gewonnen.Ich habe eines ihrer Bücher gelesen, sie im MUSA gehört und und und in ihrem Text dreht es sich um die Demenz, die hat ein Herbert, der nicht bemerkt, daß ihm in einem Gasthaus sein Geldbörsel gestohlen wird und interessant, es gab noch einen Demenztext der gewonnen hat, der ist von Catrin Stadler und von dem habe ich, glaube ich, auch schon im MUSA Ausschnitte gehört und er heißt “Tschopperl”.

Anton Badingers Text hieß “Der Tank”, da geht es, glaube ich, um zwei Schüler und eine sehr selbstbewußte Außenseiterin. Der Lebenslauf des Autors ist, glaube ich, an mir vorbeigegangen und dann kam Tanja Raich nicht als Verlegerin sondern selbst als Autorin mit ihrem Romanauszug”Inselfestung” und wenn ich mich nicht irre, hat sie ein Stück daraus auch schon in der “Alte Schmiede” vorgestellt.

Die meisten Autoren sind Achtzigerjahrgänge sagte Edith Ulla Gasser, aber offenbar gab es keine Altersbeschränkung, denn Wolfgang Wenger, den ich kennenlernte, als ich 1996, glaube ich, in der Jury für das Nachwuchsstipendium war, ist Jahrgang 1962, er hat schon einige Romane geschrieben und sich bezüglich der Sicherheit mit einer Schience Fiction Geschichte versucht, wo sich Edith Ulla Gasser wunderte, daß bei den zweihundertfünzig Einreichungen sich nur zwei oder drei solcher Texte mit diesem Thema befassten, während offenbar mehrere jüngere Autorn sich mit dem Älterwerden und der Demenz beschäftigten und ich habe mich jetzt mit dem Ö 1 Wettbewerb beschäftigt, habe die Preisträger und ihre Textauszüge kennengelernt, höre die Texte vielleicht auch im Radio,  lese sie, wenn ich das Buch bekomme  und vielleicht verlasse ich meine Sicherheitszone und schreibe beim nächsten Wettbewerb wieder mit, aber wenn ich dann bei den zweihundertfünzig Losern bin, bin ich wieder frustriert, bin das aber wahrscheinlich sowieso.

Open mike on tour

Von den Nachwuchsveranstaltungen sind der Poetry Slam und der Open Mike zu vermelden, wo auf die jungen Talenteaufmerksam gemacht wird und der Einstieg in den Literaturbetrieb beginnt oder man bleibt draußen, wie ich, die ich in den Neunzigerjahren auf beide Veranstaltungsformen aufmerksam wurde.

Der erste Poetry Slam, von dem ich hörte, war der, den “Droschl” im Cafe Stein veranstalte, da konnte man, inzwischen glaube ich, unüblich, einen Text hinschicken und wurde ausgewählt. Das habe ich ein paarmal gemacht, aber meine Texte waren natürlich viel zu bieder und die entsprechende Vortragsweise, die man dazu haben muß, habe ich wohl auch nicht. .

Inzwischen haben das ja Mieze Medusa und Markus Köhle perfektioniert und im Literaturhaus findet jeden Monat eine solche Veranstaltung statt, wo es bummvoll ist und der zweite Veranstaltungstyp ist der Open Mike, da habe ich, glaube ich, auch einmal an einer von Walter Famler moderierten Veranstaltung im Cafe Stein teilgenommen, wo ich aus den “Wiener Verhältnissen” gelesen und von Walter Famler unterbrochen wurde und dann hat die Bezirkszeitung so eine Reihe mal veranstaltet, wo sich die Amatuere hinwenden konnten, man wurde ausgelost.

Ich habe auch einmal gelesen, das Publkum hat abgestimmt, ich habe nichts gewonnen und die professionelleren Veranstaltungen, sind die Literaturhaustouren, beim Slam, wo Elisas Hirschl  Weltmeister ist und der Open Mike wird seit fünfunfzwanzig Jahren in Berlin veransgtaltet, da schicken Leute bissechsunddreißig ihre Texte hin, circa fünfhundert Einsendungen sind da heuer gekommen, eine Jury aus Olga Grjasnowa, Nico Bleutge und Ingo Schulze, die, vielleicht selbst einmal gelesen oder gewonnen haben, wählen dann zwanzig Leute aus und die haben vor zwei Wochen in Berlin vor Publkum gelesen.

Vier haben gewonnen und die gehen jetzt auf Tour und haben heute im Literaturhaus gelesen und diese Veranstaltung gibt es schon ein paar Jahre, ich bin aber irgendwie nie hingekommen, obwohl vor ein paar Jahren Sandra Gugic gelesen und gewonnen hat.

Heute war das trotz meiner derzeit eher vielen Abendtermine anders und ich bin extra früher hingewgangen, weil ich gedacht habe, vielleicht ist es sehr voll.

War aber nicht so, was irgendwie auch natürlich ist, denn wer kennt in Wien schon die jungen Nachwuchstalente, die zuerst in Berlin den Open Mike gewinnen und dann vielleicht ein paar Jahre später in Klagenfurt lesen.

Irrtum, ich kannte schon eine, wie ich gleich ersah, als ich die schon erschiene Anthologie durchblätterte, nämlich Sara Wipauer, die ja eine Zeitlang meinen Blog kommentierte und auch bei den letzten “Mittleren”, die ich veranstaltete, gelesen hat, die war bei den ausgewählten zwanzig, also in dem Buch, aber nicht bei den Gewinnern.

Das waren nämlich vier, davon, zwei Prosapreisträger, eine Lyrikerin und dann die Gewinnerin des Publkumspreises und interessant, drei von ihnen studieren in Leipzig, Hildesheim oder Biel und Diana Köhle, die auch die Slams im Literaturhaus macht, hat moderiert und mich beim Kommen  sehr freundlich gegrüßt.

Die ältere Dame, die neben mir saß und sich wunderte, wo die Leute sind, hat mir von einem Tagebuchslam erzählt, wo sie und ihre Mutter mitmachten und da ist jetzt ein Buch erschienen, das ihr Diana Köhle überreichte und weil es bei “Holzbaum” erschienen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß es zu mir kommt.

Inzwischen leitete aber Robert Huez, die Veranstaltung ein und Diana Köhle, die auch in Berlin, bei der Preisverleihung war, interviewte den Juror Nico Bleutge, der ja auch einmal den “Fried Preis” bekommen hat.

Dann begann der erste Prosagewinner, der 1986 geborene und in der Schweiz lebenden Ralph Tarayil, der seinen Text  “Das Liebchen” las, wo es um Werwölfe und zwei Kinder ging, die in den Alpen mit einer Nylonschnurr Mopedfahrer zu Fall bringen.

Der zweite Prosapreisträger ist der  ebenfals 1986 in Polen geborene Mariusz Hofmann, der in Hildesheim studiert, dessen Text “Dorfköter”, in einem ponlischen Dörchen spielt, wo die Auto aus Deutschland auf Besuch kommen und sich die Kinder antrinken oder anschnüffeln und der Text ist ein kapitel aus einem Roman, der vermutlich bald erschienen wird.

Die Lyrikerin war die  1993 in München geborene und in Leipzig studierende Ronya Othmann und die Publkumspreisträgerin Baba Lussi, 1989 in Basel geboren und in Biel studierend, hatte ein sehr beeindruckendes Langgedicht “So kommts”, wo sie fast slamartig vortrug, daß einmal ein Fremder in ihrer Wohnung saß, ein fremder Riese, ein sehr rhytmischer und spannender Sprachgesang.

Sarah Wipauer war im Publkum unterhielt sich mit den Üreisträgern, ich habe mich wieder lange mit Robert Huez unterhalten,  Wein getrunken und bin jetzt wieder sehr gespannt, was ich von den jungen Talenten, die jetzt noch in Frankfurt und in der Schweiz weiterlesen werden, noch hören oder lesen werde.

Ritter-Abend

Jetzt war ich schon länger nicht mehr in der “Alten Schmiede”, denn vermehrt Klienten, die nur am Abend können, so daß ich es dann bis neunzehn Uhr nicht dorthin schaffe, dann waren die letzten Wochen wegen es Nanomarathon und der Buch-Wien ja sehr hektisch, zwar gab es bei letzterer die “Lesefestwoche” und da auch ein Programm ion der “AS”, aber ich bin heuer wegen Geburtstagsfest, Geburtstagsessen,   Buchpreisvergabe und  Poet-Night nicht zu den Abendveranstaltungen gekommen und heute, wo es wieder etwas gemütlicher wird, wollte ich auch eigentlich ins Literaturhaus gehen, da hatte ich mir das “En espanon per favour”, eingetragen, habe dann aber gesehen in der “AS”, gabs einen Verlagsabend.

“Verlage im  Blickpunkt” heißt die Reihe und da wurde wieder einmal der “Ritter-Verlag” vorgestellt und das ist, wie meine Leser vielleicht wissen, ein ehrwürdiger experimenteller Klagenfurter Verlag, eine ästhetisch schöne Reihe, wo ich auch einige Bände zu Hause, aber meist noch nicht gelesen habe, wie ich öfter schreibe und mir das auch immer vornehme, aber ich bin halt keine Experimentelle, obwohl es mich zu den Veranstaltungen zieht. Da bin ich  sehr geduldig und schaue auch gern,e wie ich immer schreibe, über den Tellerrand.

So war ich auch bei einigen Veranstaltungen und auch  bei dem 2010 wie Paul Pechmann, der Lektor in seiner Einleitung erwähnte.

Den habe ich übrigens als ich zur “Alten Schmiede” ging an mir vorbeigehen gesehen und mir gedacht “Uje!”, denn da ist mir eingefallen ich war ja auch an einem Abend in der “Gesellschaft für Literatur” wo ein “Ritter Buch” von Günter Eichberger vorgestellt wurde und wir warteten und warteten , denn der Verleger steckte im Stau und, um halb acht hatte ich Günter Eichberger, glaube ich, so weit, daß er sich bei Manfred Müller oder so erkundigt hätte und diesmal stand auch Günter Eichberger und noch zwei andere Autoren auf demProgramm und die “Alte Schmiede” war gut gefüllt von dem an der experimentellen Literatur interessierten Publikum.

Gerhard Jaschke, Ilse Klilc, die ja eine “Ritter Autorin” ist und schon sehr viele Bücher trotz des fröhlichen Wohnzimmers dort herausgegeben hat und der Assistent, der einleitende, erwähnte auch Klagenfurt und die “Ritter Galerie”, die es dort gibt und lobte, daß der Verlag kein erzählender sein.

Nun ja, nun ja, da scheiden sich die Geister, ich bin eine erzählende realistische Autorin, habe mich gerade sehr bemüht in meinem “Nanowrimo” den ich gerade schreibe, etwas Spannung hineinzubringen, obwohl ich mir von Annika Bühnemann ihre Heldenreisetips nicht zuschicken habe lassen, habe aber am letzten Wochenende die Videos von Jurenka Jurk zur Ausbildung zum Romanautor gehört und ich habe mich auch mit der Shortlist des Debutpreisses  befaßt, die ja auch meistens erzählende Jungautoren umfasst, es gibt aber auch die Sprachkünstler und die halten sich  meistens für etwas Besseres und ich glaube ihnen ja auch, daß sie das sind, hatte aber meine Schwierigkeiten mit dem Zuhören, weil ich beim Lesen ja, seit ich blogge immer darauf achte, den Inhalt nacherzählen zu können und wenn das nicht geht,weil die schönen Worte keinen solchen haben, tue ich mir halt schwer, umso mehr, wenn ich merke, daß es den Leute ringsum gefällt. Mir gefällt es ja auch, aber um was geht es eigentlich?

Nun ja, nun ja, das hat Paul Pechmann in seiner Einleitung schon sehr genau erklärt, in dem er die Geschichte des “Ritter Verlages”nacherzählte, auf die Veranstaltung von 2010  und auf Ise Kilics , die “Welt als schöne Kunst” betrachtet hinwies und darauf, daß sich der heutige Abend mit der Herbstproduktion des Verlags beschäftigen würde.

Er zählte aber alle Autoren des Verlages auf, der erste war Franz Schuh mit seinem “Stadtrat” und da tut es mir noch heute leid, daß ich das Buch nicht gelesen habe, glaube aber, daß es eher erzählend ist, Franzobel ist, wie Franz Schuh vom Verlag abgesprungen und zu einem größeren gegangen.

Ilse Kilic ist aber, trotz des fröhlichen Wohnzimmers, eine treue Autorin und bis 2007 war auch Ralph Klever Lektor, der hat dann, als er den “Klever Verlag” tgründete, viele der Autoren mitgenommen, einige sind aber geblieben und der erste, der sein brandfrisches Buch  vorstellte, war der 1980 in Bruck an der Mur geborene, Rhomas Antonic mit “Flackernde Felsbilder über Nachvögel”, das ist ein schöner Titel und Paul Pechmann hat das, glaube ich, auch sehr genau erklärt. Gegangen ist es dann sehr viel über die Liebe, die auch manchmal in Haß ausartet und über ein Donald Duck Restaurant in einem Einkaufszentrum in dem die Angestellten lauter Engel sind. Ein sehr schönes und beeindruckendes Bild, wie ich finde.

Dann kamen die “aufzeichensysteme, die nicht mehr elfriede heißen, weil sich die Autorin von ihrem ich abgewandet hat, wie Paul Pechmann auch  erklärte. Die habe ich schon ein paarmal im Literaturhaus gehört und das neue Buch besteht aus lauter Zweitzeiler auch sehr schöne Worte ohne Plot und Handlung, wie ich finde, aber das habe ich ja jetzt schon erwähnt und der 1959 in der Steiermark geborene Günter Eichberger befaßte sich in seinem neuen Buch mit dem Hirn, dafür ließ er,glaube ich, auch seine Hirnströme messen und Hirnforschung ist ja auch sehr modern. Aber ist sie auch literarisch?

Aber die Worte waren schön und die Leute haben sehr gelacht bei dem Bild, daß sich Günter Eichberger ind die Nase eines Königs ziehen ließ, dann selbst zum König wurde und damit auch nicht glücklich war.

Das ist die Abwandlung eines Märchens glaube ich und ich stellte mir wieder mal die Frage, wer kauft und liest so theoretische Bücher?

Ich habe das noch nicht geschafft, aber der Büchertisch war bevölkert und der “Ritter-Verlag” hatauch ein neues Design, obwohl mir das ältere, wo ich ja mehrere Bücher habe,  besser gefallen hat.

MUSA im November

Statt zur Zieleinlaufparty ins Writersstudio bin ich heute wieder ins MUSA gegangen, wo die Stipendiatin Alice Harmer und der Förderungspreisträger Daniel Zipfl aus ihren Werken lasen.

Alice Harmer habe ich vor Jahren oder eigentlich Jahrzenten in der GAV kennengelernt. Sie hatte einen kleinen Verlag, den sie dann aufgab und eine Schlußveranstaltung gab es im Literaturhaus ausgerechnet an dem Tag, wo Valerie Szabos  Begräbnis war. Da kann ich mich erinnern, daß ich zuerst am Zentralfriedhof war, danach in Grinzig bei einem Heurigen, dann in der Zieglergassa und man konnte sich ein paar Bücher, experimentelle Literatur, aber auch eines von Thomas Northoff, die man sich mitnehmen konnte.

Dann habe ich länger nichts mehr von ihr gehört und gesehen, erst im letzten Jahr im MUSA wieder und jetzt ist sie Stipendiatin “Wow!”, trug ein rotes Kleid und las zwei poetisch surreale Texte, einer hieß “Requiem an meinen Vater” der andere “Die Farbe der Veränderung”.

Akkordeonmusikbegleitung gab es auch und laut Julia Danielcyck, die meisten Besucher seit ever, nämlich einige Studentenklassen aus Budapest und sonstwo und Daniel Zipfl Debutroman “Eine Hand voll Rosinen”, für den er einige Preise bekommen hat, ist mir bisher entgangen, obwohl ich ja fast alles von der “Kemayr& Scheriau-Literaturschiene” gelesen habe und er ein sehr brisantes Thema, nämlich die Flüchtlingskrise hat, allerdings eine, die schon 2003 passierte und der junge Autor las sich wieder durch durch seine drei Protagonisten, dem Ministerialrat, der einen Flüchtling vor der Abschiebung bewahren wil, dem Schlepper, dem Flüchtling selbst und dann gibt es noch einen Burnoutgefährdeten Priester der als einziger uneigennützig hilft.

En wenig rätselhaft ist mir der Handlungsstrang immer noch, obwohl ich ja schon in der “Gesellschaft für Literatur” und den “O Tönen” draus hört und mir Wolfgang Helmhart, dem treuen MUSA-Stammbeuscher, mit dem ich mich bei Wein und Brot darüber unterhielt, mir das nicht glaubte.

Ansonsten kann ich vermelden, daß ich bei mir mein Alltag, der die letzten zwei drei Wochen ja sehr hektisch war wieder normalisiert. Ich habe statt dem “Partisanenworkshop”, das heute ausgefallen ist, mein “Frühstücksdummie” korrigiert und einen Fehler gefunden.

Das heißt den habe ich schon gefunden, als ich die “Poet-Night” vorbereitete, weil er aus der dort gelesenen Fabian-Szene stammt und “Besser spät als nie” zur Hälfte, so daß ich mich  am Wochenende hoffentlich ungestört meinem “Nanowrimo” widmen kann.

Wilde Worte mit Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Nach der Buch-Wien  ging es gleich zu Richard Weihs “Wilden Worten”, den ich auch am Freitag bei der “Poet Night” getroffen habe, wo er eine Auswahl aus den Wunschgedichten brachte und diesmal hatte er einen besonderen Gast und auch ein besonderes mit eher unbekanntes Publikum, nämlich einige Tiroler, lebt oder lebte, der 1941 Gerald Nitsche, der sich aus Protest gegen die Fremdenfeindlichkeit, im zweiten Vornamen Kurdoglu nennt, doch in Tirol, war dort  und auch im St. Georgs Kolleg in Istanbul, als Lehrer tätig, ist aber auch Galerist und Herausgeber im Bereich der Wenigerheitenliteratur.

So waren sowohl Leander Kaiser, der Zwillingsbruder des Konstantin, als auch Felix Mitterer im Publikum, beide warenwohl mit Gerald Nitsche im Paulinum, dem bischöflichen Gymnasium in Schwaz und auf dem Büchertisch lagen einige Anthologien im Bereich der sogenannten Wenigerheitenliteratur, das sind die Roma, Jenischen, Lappen etcetera, beziehungsweise ein Roman des Autors “2084 – aufzeichnungen aus 2001 Nacht, die unter dem Namen Orge Geo (r) well herausgegeben wurden.

Man sieht schon, der Künstler ist sehr originell und seine Lesung bestand auch aus einem wahren Streifzug durch die sogenannte Minderheitenliteratur, was ein Begriff Ceija Stoikas sein dürfte, die im Amerlinghaus auch eine Ausstellung ihrer KZ-Alptraum-Bilder hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Eine der aufliegenden Anthologien trägt den Titel “Steine am Weg” und beinhaltet eine Sammlung der “Fahrenden Europas” und aus der begann Gerald K. Nitsche seine Lesung und las oder plauderte sich schwungvoll durch das Buch, gab  Textproben, plauderte aus seinem Leben und bezog dabei  auch das mit ihm befreundete Publikum ein, forderte es  zum Lesen, der in der Anthologie enthaltenen Texte auf, so las der neben mir sitzende Journalist und Autor Hüseyin Simsek sein in einem der Bücher enthaltenes Gedicht auf Türkisch und Richard Weihs bedauerte nach der etwa einstündigen Vortragslesung, daß Gerald Nitsche nur wenige seiner Werke vorgetragen hat.

Das holte er nach den Wunschgedichten noch nach. Die Diskussion beziehungsweise das Gespräch entfiel diesmal, weil der Autor schon sich selbst schwungvoll und beeindruckend und vielleicht manchmal etwas zu schnell, um wirklich mitzukommen, vorgestellt hat.

So habe ich diesmal einen mir völlig unbekannten  Künstler und seine interessante Verlagsreihe kennengelernt, was ich sehr spannend fand.

Das nächste Mal wird Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas vertrauter werden. Hat Richard Weihs da doch Nadine Kegele angekündigt, ich bin gespannt und habe von ihr auch schon einiges gelesen und gehört.