Kindernazi

jetzt kommt, könnte man so sagen, fast schon ein Klassiker, obwohl der 1930 in Kosice geborene Andreas Okopenko erst 2010 gestorben ist.

Ich war auf seinem Fest zu seinem Achtzigster und bei seinem Begräbnis an einem sehr heißen Sommertag am Grinzinger Friedhof und habe, was ich bekennen muß, nicht sehr viel von ihm glesen, war aber bei einigen Lesungen.

Und als ich 1973 literarisch zu schreiben angefangen habe, hat es, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinanderbringe, in Ö1 den “Lexikonroman” gegeben und damals habe ich mich ja von den eher konservativen Deutschstunden der Frau Prof Friedl kommend, sehr für die österreichische Gegenwartsliteratur interessiert.

Die war damals sehr experimentel und ist so bei bißchen an mir vorbeigegangen, aber die “Lockergedichte” waren glaube ich mal in der “Alten Schmiede”, bei “Rund um die Burg” war der Meister glaube ich auch und zum Achtziger hat “Klever” ein Büchlein herausgebracht, das ich mir erschnorrt habe.

Neben dem “Lexikonroman gilt “Kindernazi” sicherlich als ein Klassiker, obwohl ich mich, wenn ich dieses Titel hörte, immer” fragte, wie dieses Thema experimentell verarbeitet werden kann?

Nun weiß ich es, denn, als ich 2015 zu meiner Adventlesung in den “Read!!ingroom” ging, fand ich das Buch, es ist die “Residenz-Originalausgabe” mit dem schönen blauen Cover von 1984 in den dortigen offenen Regalen.

Inzwischen ist das Buch, glaube ich, wieder aufgelegt. Bei “Amazon” kann man aber, was ich sehr schade finde,  keine Rezensionen finden, wohl gibt es eine im Literaturhaus, der “Falter” hat eine, etcetera und das Buch ist wegen dem experimentellen Anspruch wahrscheinlich trotz seines wichtigen Themas kein Bestseller geworden, aber sicher interessant und wichtig.

Denn es hat ja viele Kinder getroffen, die in den Dreißigerjahren geboren wurden, dann in die “Hitler-Jungen-” oder “Hitler-Mädchen-Uuniformen” gepresst wurden und nach 1945 mit Schuldgefühlen dastanden.

Denn damals hat man ja in den Familien nicht viel geredet, hat sich seiner Vergangenheit geschämt, nichts gewußt und nichts mitbekommen und die Lehrer haben womöglich, das Parteiabzeichen von ihrer Anzugjacke abmontiert und dann im Herbst 1945 aus anderen Schulbüchern etwas anderers erzählt oder was vielleicht noch ein bißchen schlimmer war, aus den neuen Büchern das alte.

Ich bin ja ein bißchen später geboren geworden und habe gleich die neuen Bücher gehabt und meine Eltern waren außerdem noch Sozialisten. Der Vater war es, während die Mutter manchmal von ihrer jüdischen Lehrfrau erzählte, die dann verschwunden ist.

Andreas Okopenko war 1938 acht und 1945 fünfzehn. Das Foto im Klappentext zeigt den Zehnjährigen in der “H-J-Uniform und das Buch, das ist auch sehr interessant, wird in einundsechzig Episoden vom 1. 4. 45 bis zum April  39 rückwärts erzählt.

Dazu gibt es im Klappentext eine Erklärung.

“Wie meinen Sie? Der Titel gefällt nicht? Irgendwie unangenehm und überhaupt hätten die Leute allmählich die Nase..?”

So wird man in das Thema gleich hineingeworfen. Zwei Zitate gibt es am Anfang und am Ende auch. Zuerst eines aus der “Edda”: Die Wala weiß, die Welt wird enden, den Untergang ahnt sie der Asen alle” und dann eines von der Bachmann: “Es kommen härtere Tage. Die auf Widerruf gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont.”

Trotzdem ist das Lesen, glaube ich, wegen des experimentellen Ansatzes, der ja irgenwie distanziert und so kunstvoll ist, daß man in die harte Realität vielleicht nicht gleich hineinfindet und sich auch nicht so auskennt, was da jetzt erlebt und was erfunden wurde, nicht so einfach.

Auch das Rückerzählen macht es das nicht, aber andererseits ist das wohl auch die Realität. Da wurden viele Kinder und auch Erwachsene in die Zeit hineingeworden, haben Uniformen angezogen und Fahnen in die Hand gedrückt bekommen, haben “Hurra!” geschrieben und hatten 1945 auf einmal einen Schuldkommplex, mit dem es höchstwahrscheinlich nicht so einfach zu leben war.  Denn Traumatherapeuten hat es wahrscheinlich keine gegeben, wohl aber die Frage “Wieso bist du bei der “Hitler- Jugend” gewesen?”

Die aber, glaube ich, gar keine so freiwillige Sache war.

So beginnt das Buch auch gleich im Jahre 1945 wo der Vater dem Fünfzehnjährigen verkündet:

“Aber jetzt Schluß kommentiert Papa: Anatol! Hitler hat den Krieg verloren, verstanden? Wir müssen uns jetzt umstellen. Sei jetzt ein vernünftiger Mann. Stell dir vor , du warst ein großer Star, ein Kinderstar, und jetzt ist bist du ein Mann und deine Rolle ist aus. Tilki, jetzt darfst kein Nazi mehr sein, sagt Mama, sehr schlaff. Ein Kindernazi, sagt Anatol zornig und weint wieder los”

Und auf der letzten Seite, im April 39, steht “Aber, Papa, was heißt Gestapo? Ja, diese Art von Polizei ist überall geheim. Aber warum steht sie dann angeschrieben? Du wirst ein deutscher Junge werden, Tolko. Wirst alles lernen und verstehen.Ich verständnisvols. Bist du bereit, Tolko?  Bereit, was heißt denn das? Ja, ich bin bereit Papa!

Dnd dazwischen liegt das Aufwachsen im deutschen Reich, Juden verschwinden, die sich zuerst Sara nennen mußten, um das jüdische zu demonstrieren und in der Schule bekamen die Kinder, 1942 Merkblätter mit, wo sie in die “Erweiterte Kinderverschickung” der “Pimpfe und Jungmädeln” eingeladen wurde, was für die Kinder warscheinlich lustig war, aber sicher dann auch wieder viel Disziplin bedeutete. Vor allem, wenn sie vielleicht nicht so stark und blauäugig waren und von zu Hause vielleicht auch gesagt bekamen, daß man über das und das nicht sprechen darf: “An der Tür die feierabendliche Besuchstante mit dem Hitler-und Echo-Witz: Wir haben gute Waffen! -Affen! Wo wird der Krieg beginnen? -Innen! Aber: Pscht, Tilki, du hast nichts gehört! Warum? Sonst kommen wir alle nach Dachau. Was ist eigentlich Dachau? Papa, abherschend. Eine Strafanstalt”

Dazwischen wird das Deutschlandlied gesungen, ins Kino gegangen, hat in der Deutschstunde Aufsätze geschrieben, ist langsam erwachsen geworden, etcetra, bis man vom “Kindernazi” zu dem erwachsenen Mann werden mußte, der von allen nichts gewußt und geahnt hat und man, weil man ja nicht darüber reden durfte und es auch keine Therapeuten gab, oft traumatisert zurückblieb.

Bis dann sehr viel darüber geschrieben und geredet wurde. Jetzt sind es ja schon die Enkel, der damals betorffen 1984 hat es der erwachsene experimentelle Dichter Andreas Okopenko getan und im Sommer 2017 habe ich endlich dank dem “Read!!!ing Room” und seinen offenen Regalen diesen Klassiker gelesen und bin sehr beeindruckt, obwohl ich  schon wirklich viel über dieses Thema gelesen habe.

Kinder der Medusa

Nach dem Ausflug in die Normandie mit nostalgischen Österreich-Bezug geht es jetzt mit einem Krimi aus dem Bücherschrank auf das griechische Meer.

Krimi oder griechische Tragödie, da sind sich Buchbeschreibung und “Amazon” nicht sicher und ich dachte nahezu bis Ende des ersten Teils “Hey, da passiert doch nichts und das könnte ich sicher auch, wenn ich Krimis schreiben könnte!”

Und wirklich, die “Morde”, die hier passieren, lösen sich eher als Zufall auf und die 1954 in  Wels geborenen Edith Keifl, mit der ich gleichzeitig an der Uni Wien Psychologie studierte, ist ja auch Psychoanalytikerin.

Das Sommerbuch “Die Kinder der Mdedusa”, habe ich irgendwann im Schrank gefunden und auf meine Leseliste gesetzt, gehört habe ich wahrscheinlich schon 2005, als das Buch erschienen ist, im damaligen Österreich Cafe, das sich noch an einer anderen Stelle befand, in Leipizig daraus.

Der Titel hat sich mir eingeprägt, so daß ich begierig nach dem Buch im Schrank gegriffen habe und von Edith Kneifl habe ich schon einges gelesen und war auf einigen Lesungen.

“Ende der Vorstellung” hat mir, glaube ich, nicht so gefallen, dann hat mir “Haymon” einige ihrer Bücher geschickt und eines mit “Margareten-Bezug”, das wie Kritiker meinen, mehr eine Werbeschrift ist, gibt es auch.

Und mir haben die “Kinder der Medusa”, wie schon geschrieben, erst nach der Hälfte gefallen, beziehungsweise habe ich erst dann angefangen, das Buch für einen Krimi zu halten.

Die Psychoanalytikerin Joe Bellini, Wienerin mit ausländischen Namen und Vaterkomplex, die wahrscheinlich im Vorkrimi in einem Mordfall verwickelt war, in dem eine Freundin ums Leben kam, was sie traumatisierte, geht mit einigen griechischen und anderen Freunden auf einen Segelturn nach Griechenland und der erweist sich als Horrortrip, nämlich alte Wunden und Verletzungen der beteiligten Personen brechen auf.

Da ist Regina, eine ehemalige Schauspielerin, gerade vierzig, mit Christos, dem griechischen Gynäkologin, der sie ständig betrügt, verheiratet, der Skipper heißt Evangelos und ist Joe Bellinis Exfreund, eine Malerin namens Lisa mit halbwüchsiger Tochter gibt es auch, einen griechischen Burschen und Aphrodite, die am Schiff die Putzfrau spielt und Christos Schwester ist.

Als Erstes verschwindet der Junge Akis von Bord, Kathi soll ihn ins Wasser gestoßen und nicht gerettet haben, was sie in einen Schock versetzt.

Die Hafenpolizei ist unfähig die Leiche zu finden, so macht sich die Medusa selbst zur Suche auf, gerät auf eine merkwürdige Insel mit lauter verrückten und feindseligen Bewohnern, die sie ausrauben und dann verschwindet Christos im Wasser.

Evangelis wird in seiner Kabine tot aufgefunden, er  hat sich selbst mit Alkohol und Medikamenten hinüberbegeben.

Ein  aus Literaturzitaten zusammengestoppelter Abschiedsbrief scheint das zu beweisen und die Gedichte von Jannis Ritsos an die Joe sich klammert, spielen in dem Buch auch eine Rolle und es gelingt ihr endlich  Jan Serner, einen Wiener Kriminalisten, den sie von ihren früheren Fällen kennt, herzuholen, der die Sache gemeinsam mit einem griechischen Spurensicherer, der lange in Wien gearbeitet hat und der Athener Polizei  aufklärt.

Am Schluß kommt noch Joes Vater, um seine Tochter heimzuholen,  alles scheint sich aufzuklären und der Alptraum der eigentlich ein griechischer Traumurlaub sein sollte, ist vorbei.

Die politische Situation von  vor 2005 wird erläutert und der Tourismus mit seinen Klischees und es ist wahrscheinlich auch interessant, das zwölf Jahre alte Buch heute bei einem Griechenlandurlaub zu lesen und mit der heutigen Situation zu vergleichen.

Wien in Cartoons

Eigentlich habe ich “Wien in Cartoons”, das kleine rote Büchlein mit dem furzenden Kaiser Franzl am Cover gar nicht bestellen wollen, habe ich ja schon “Cartoons über Wien”, gelesen die “unnützen-Wien Bücher” durchgeblättert und zuletzt das schöne Wien auch noch angeschmiert.

Aber dann bin ich mit der Ute und dem Andreas aus Leipzig vom Naschmarkt kommend durch das Museumsquartier zum Bus zur Kirche am Steinhof gegangen und dort in den “Shop der komischen Künste”, das die “Wien-Cartoons” gerade ausstellt, um meinen Gästen auch dieses Stück von Wien zu zeigen und habe nicht widerstehen können, denn ich bin  nun einmal eine waschechte Wienerin mit der berühmten böhmischen Omama, habe mein Strohwitwendasein für verschiedene Wien-Spaziergänge verwendet und mit der Ruth, die beim Spaziergang durch das MQ auch dabei war, fünfmal den öffentlichen Raum erforscht, was liegt also näher sich mit den Wien-Klischees zu beschäftigen, schon um nachher zu schreiben “Aber bitte, so ist es ja wirklich nicht!” und dann hat mich auch noch der “Picus-Verlag” mit einem anderen Wien-Klischee- Buch versorgt, mit dem ich mit dem Joseph Kaiser in die Normandie zu seiner Elisabeth gefahren bin.

Also durch die Cartoons von denen ich beim ersten Durchsehen dachte, daß ich die meistens schon kenne und dann darauf gekommen bin, daß das gar nicht stimmt.

Es sind auch einige neue  dabei und so ist das wohlfeile fünf Euro Buch allen Wien-Fanatikern oder “Hassern”, die sich das wahrscheinlich teuerere “Cartoons über Wien” nicht leisten wollen, sehr zu empfehlen.

“Der Himmel voller Geigen,  die Straßen voller Arschgeigen – so kennt man Wien. In dieser einmaligen Cartoon-Sammlung lernen Sie die Stadt nun auch auch von ihrer unbekannten Seite kennen und erfahren endlich alles über kaiserliche Fürze, die Sacher-Masoch-Torte und vieles mehr. – Mit komischen Bildern von Bernd Ertl, Clemens Ottawa, Daniel Jokesch, Harald Havas, Katzl, Michael Dufek, Oliver Ottisch und vielen anderen”, verspricht der Buchrückentext und oben ist ein Wiener Schaf zu sehen, das natürlich “Schmäh!”, meckert.

Ach richtig “Schimpfen wie ein echter Wiener” gibt es auch und das kann man in dem kleinen fünfzig Seiten Büchlein auch bestens lernen.

Nach dem vielleicht nicht sehr geschmackvollen Cover, ein Kaiser mit nackten Hintern, finde ich es schon besonders lustig, denn da sagt ein alter Mann zum Gevatter Tod “Der Tod muß ein Wiener sein!” und der kontert sarkastisch “I bin aus St. Pölten” und dazu habe ich  auch meinen Bezug, beziehungsweise schreibe ich diesen Wien-Rundgang gerade von dort.

Dann liegt der Tod bei Gevatter Freud auf der Couch und sagt “Und dann fühle ich mich immer so…Mist, ihre Zeit ist um”, auch das ist neu und gekommt witzig von Ari Plikat gezeichnet, obwohl der durch Adolf Hitler, der in dem Büchlein auch noch auf die Couch kommt, in London gestorben ist.

Der Mozart scheißt natürlich Mozartkugeln und stammt eigentlich aus Salzburg, hat aber auch in Wien gelebt und beim Opernball marschiert natürlich der Herr Lugner mit seinen Mausis und Katzis auf.

“Die Einführung der Schulpflicht war nicht nur eine Frage der Zeit”, schreibt Bruno Haberzettl und zeichnet Maria Theresia mit allen ihren Kindern, wie sie das Amtshandeln behindern, aber da denke ich, gibt es ja die Ausnahme des häuslichen Unterrichts, das ich  bei der Anna die ersten vier Jahre benützte, die sicher den kleinen Erzherzogen und Erzheroginnen zu Gute kam.

Sigmund Freud analysiert, wie beschrieben Hitler und schreibt in seinen Block “Total blemblem!”, was  vielleicht stimmte und trotzdem viel auslöste.

Daniel Jokesch, den ich ja von den “Letzten Tagen der Menschheit kenne”, skizziert “Ikea” und schreibt “Freud” darunter “Lebst du noch oder analysiert du schon?” und für alle, die sich vor dem Halbmond auf dem Stephansdom fürchten und da soll es  in Wien nicht so wenige geben, gibt es die ensprechenden Cartoons auf Seite 17 und 46 und dann gibt es  noch die beliebten Graphiken, nämlich eine Kugel, die in drei Fragezeichen verrät, was man über den 23. Bezirk weiß.

Der heißt Liesing und liegt am Rande, also vielleicht einmal ein “Unnützens Liesing-Büchlein” schreiben und interessant ist auch “Was ich auf dem Donauinselfest mache?” oder “Wann die Wiener tatsächlich Walzer tanzen?”

Das Wiener “U-Bahn Netz” auf Englisch gibt es auch und dabei erlebt man manche Überraschungen.”

Und Maria Antonia Graf behauptet, daß sich Papa Freud in der Berggasse 19 seine Studien über “Charakter und Analerotik” von den schimpfenden Wienern aus der Nachbarschaft abgeguckt hat.

Die “Wiener Antwort auf alles ist “oasch” und das, was sich “Hitler im Cafe” bestellt hat, finde ich wieder nicht besonders geschmackvoll,  gehört aber sicher auch zu Wien.

“Die herzlichen Urlaubsgrüße aus Wien” habe ich, glaube ich, schon mal gesehen und da kann man sich die Antworten aussuchen und ankreuzen, ob man beispielsweise ein “Hallodri, Zniachl oder Deschek” ist.

“Wien für Afrikaner”, sowie die “Wienbergschnecke” mit dem Riesenrad am Rücken gibt es auch und sehr gut gelacht geht es mit Michael Dufek, der uns erklärt, warum “Wien nicht aus der EU austreten sollte”.

Denn wer will schon einen “Wixit” haben?”

Dann kommt ein bißchen schon bekanntes von Oliver Ottisch, nämlich der Witz mit der “Sacher-Masoch-Torte” und dem “Sackerl für das Gackerl”, bevor es zur schon zitierten Seite 46 geht, wo die Türken mit ihrer Döner-Bude vor der Stadtmauer stehen und die die Stadt bewachenden Soldaten seufzen: “Lang kömmer nimmer standhalten!”

Das ist es ein bißchen anders gekommen und ich habe mich in Harland bei St. Pölten jetzt wieder durch das schöne rote oder auch für die Touristen noch kaiserlich gelbe und hoffentlich nicht doch so blaue Wien cartoonisiert und bin schon gespannt, was ich da von “Holzbaum” noch alles lesen und besprechen werde.

Superheldinnen

Passend zum “Bachmannpreis” bei dem,  die 1980 in Belgrad geborene und in Wien lebende Barbi Markovic gelesen hat, lese ich jetzt als “Sommerbuch” ihren bei “Residenz” erschienenen Roman “Superheldinnen” mit dem sie den letzten “Alpha” gewonnen hat.

Ihren Namen habe ich, glaube ich, 2010 das erste Mal gehört, als sie für die “Buch-Wien” offiziell bloggte, ich tue das ja seit 2008, inoffiziell, habe da aber eine Anfrage bekommen.

“Superheldinnen” ein schräger oder trashiger Roman, einer der eigentlich nicht wirklich einen Inhalt oder Plot hat, sondern es wird, könnte man so sagen, unbekümmert und mit Fett- oder nicht Fettdruckangaben vor sich hingeschrieben.

Da sind drei junge Frauen, um die dreißig, die alle irgendwie aus Belgrad oder Sarajevo kommen und die treffen sich einmal in der Woche im Cafe Sette Fontane in der Siebenbrunnengasse, im fünften Bezirk. Für Nichtwiener, das ist eher ein Randbezirk, in dem viele alte Leute und Migranten wohnen. Wir wohnen auch da und ich hatte auch einmal ganz in der Nähe, in der Arbeitergasse Ecke Reinprechtsdorferstraße, meine Praxis.

Die drei Frauen, die Ich- Erzählerin, Mascha und Direktorka verfügen alle über magische oder dunkle Kräfte. Sie leben in prekären Verhältnissen haben nur wenig Geld. Schreiben aber einmal in der Woche eine Kolumne für eine esoterische Zeitung, die vom “Casino Austria” gesponsert wird. Detail am Rande, der “Alpha” wird das auch, ist das nun Zufall oder nicht?

Höchstwahrscheinlich schon und es waren keine dunklen Kräfte, die Barbi Markovic im letzten Herbst, den Preis zusprachen. Die drei benützen ihre Kräfte aber fleißig zur Auslöschung unliebsamer Personen, während sie den armen Teufeln in ihren Kolumnen wieder zurück ins normale büergliche Leben helfen wollen, das sie selbst nicht leben.

Es gibt auch Connections zu Berlin und dort hat Barbi Markovic ja auch gelebt, behziehungsweise ein Buch mit dem Titel “Graz Alexanderplatz” geschrieben, denn sie war Stadtschreiberin von Graz und die Ich- Erzählerin war in Berlin und hat dort das “rotzige Kind” kennengelernt, das sie verfluchte. Verflucht wurde sie auch von ihrer Großmutter und so lebt oder dümpelt es sich dahin.

Das Buch ist sehr flott geschrieben und immer wieder von Markennamen und Werbeinschriften durchzogen. Eine Abhandlung über Depressionen kommt vor und auch das Verhältnis der Erzählerin zu den Tauben, die man ja in Wien nicht füttern darf und das Zuwiderhandeln bestraft wird.

Die drei gehen dann ins Casino gewinnen dort eine Menge Geld und leben fröhlich oder vielmehr unfröhlich weiter und Barbi Markovics “Bachmanntext “der glaube, ich “Der Mieter” heißt, muß ich mir noch anhören.

Das heißt, ich habe das schon getan, bin aber dann wegen der anstrengenden letzten Tage, Sommerakademie, O-Töne und dann noch spät in der Nacht oder früh am Morgen nach Harland kommen und da noch bloggen, eingeschlafen.

So kann ich über diesen Text nicht sagen und weiß daher auch nicht, ob die magischen oder unmagischen Kräfte, Barbi Markovic auf die Shortlist verholfen und dann ausgelassen haben, wünsche ihr aber jedenfalls alles Gute und das Buch, das man, wenn man eine Einladung zu der “Alpha Gala” hat, die ich mir ja inzwischen errungen habe,  bekommt, hat sie wunschgemäß und sehr freundlich mit einer Widmung für das “Literaturgeflüster” versehen, was ich bei geschenkt bekommenen Büchern am Ort gerne einmal mache.

Sisis Vermächtnis

Der “Picus-Verlag” hat ein Sommerbuch auf den Markt geworfen, in  dem es vielleicht für die Touristen oder für alle “Kaisertreue”, die es noch geben sollte, um ein Vermächtnis der Kaiserin Elisabeth geht.

Und da gibt es gleich einen Doktor Joseph Kaiser, das ist ein dreißigjähriger Jurist, ein schöner junger Mann und ein bißchen ein Muttersöhnchen, der kaisertreuen ehemaligen Gräfin Theodora und der tritt eine Stelle als Direktor einer österreichischen Kulturstiftung an.

Die gibt es, wie im Anhang steht nicht wirklich, so wie auch alle Personen und die Handlung erfunden ist.

Aber die Kaiserin Sisi mit den langen Haaren gab es wirklich. Von ihr zehrt, wie man sieht, nicht nur der Tourismus, sondern auch die Buchbranche und die war, wie ebenfalls im Anhang steht, 1875 zwei Monate in einem normannischen Fischerdörfchen und hat dort, wie eine Hofdame angeblich ausstreute, angeblich ein Kind zur Welt gebracht.

Das ist natürlich nur erfunden. Aber seit damals fließt jährlich ein Scheck von der Stiftung in das Dörchen, das eine schöne junge Tierärztin mit dem Namen Elisabeth hat und in einem Leuchtturm lebt.

Dort gab es einen Bürgermeisterwechsel. Ein junger Sozialist hat da den alten Arnoul verdrängt und der schreibt gleich einmal einen Brief an die Stiftung, um eine Erhöhung des Schecks einzufordern und das führt zu Komplikationen und zu der “amüsanten, schwungvollen,  überraschenden Handlung”, wie im Klappentext steht.

Denn Joseph Kaiser reist nun nach Beauport, lernt dort Elisabeth kennen und verliebt sich unsterblich in sie.

Zuerst wird ihm aber eine Komödie vorgespielt. Der ehemalige Bügermeister spielt Elisabeths Ur- oder Ururgroßvater, der zwar schon 1953 gestorben ist, aber jetzt als über Hundertjähriger aufersteht, denn an ihn,  den Retter der Kaiserin während eines Badeunfalls, ist die Zahlung ja gegangen.

Joseph ist zuerst befriedigt, telefoniert der Sekretärin, sie kann den Scheck ausstellen. Dann kommt er aber darauf, es war alles Betrug, denn sogar der Vater Elisabeths ist vor kurzem gestorben.,

Also kein Scheck und eine Nachricht an die Nationalbank, daß die Überweisung eingestellt wird. Noch bevor Rückforderungen an das Dörchen geht, gibt es dort aber eine Krisensitzung und Joseph wird informiert, er hat sich selbst, das heißt, seine Stiftung aufgelöst, dem Steuerzahler zwar viel Geld erspart, wird aber nun nie und nimmer mehr im öffentlichen Dienst eine Stelle finden.

Ein kleines goldenes Schlüsselchen, das Elisabeth, dem Geliebten schenkt, hilft weiter, denn die kaisertreue Mutter und ein Freund Josephs dringen in das Hofkammerdepot ein, wo der Schreibtisch des ehemaligen Stiftungsdirektors, der all das veranlaßt hat, steht und dort finden sie ein paar Briefe, wo drinnen steht, Elisabeth ist die Erbin und der Staat muß an sie ein paar Milliarden zahlen….

Es passieren noch die üblichen Verwirrungen und Verwicklungen bis zum Happyend und man hat, wie Adele Neuhauser am Buchrücken schreibt, einen sehr packenden Roman gelesen, den die beiden Autoren, Ulrike und Manfred Jacobs, eine Psychologin und ein Jurist schwungvoll geschrieben haben.

Kein Klischee wird ausgelassen und man wird ein paar Mal an die Wien Cartoons des “Holzbaum-Verlags” erinnert.

Manche Details der Wienerischen Sprache erscheinen mir dabei ein wenig langatmig. Aber ich  bin wahrscheinlich auch nicht die richtige Adressantin für einen Sisi Roman.

Kaisertreu bin ich ebenfalls nicht, aber schmunzeln läßt es sich schon ein bißchen, wie es zugehen soll in Wien, wo der Bundeskanzler von seiner kaisertreuen Gattin dirigiert wird, Handküsse passieren und am Ende die neue Elisabeth von dem Geld des österreichischen Staates in der Normandie ein Therapieheim für autistische Kinder aufmacht, dem ihr Joseph, als Jurist vorstehen wird.

Wien und die Kaiserin Elisabeth ziehen immer und ich habe im ersten Moment auch gedacht, ich lese jetzt einen Sisi- Roman.

Aber nein, es geht um eine leicht lockere Liebesgeschichte mit allen Wien- und Österreichklischees, wie es die Touriten wahrscheinlich lieben oder lesen sollen und auch eine waschechte Wienerin mit dem sozialistischen Vater und der böhmischen Großmutter, die von kaisertreu und Wien-Kischee weit entfernt ist, aber sich am Beginn ihrer Sommerfrische in einer Sommerakademie mit “Gott, Kaiser und Vaterland” und der Rolle die die jüdischen Soldaten dabei spielten, beschäftigte,  zum Schmunzeln brachte.

Löwen wecken

2015 war Israel das Gastland auf der “Leipziger Buchmesse” und da habeich auf dem blauen Sofa die 1982 geborene Autorin Ayelet Gundar-Goshen, die auch Psychologin ist, auf dem blauen Sofa aus ihrem Besteller “Löwen wecken” lesen gehört, der dort sehr gehypt wurde.

“Literaturen” hat das Buch dann, glaube ich, auch verlost. Ich habe es nicht gewonnen, es aber cirka vor einem Jahr im “Wortschatz” gefunden, in dem vor ein paar Wochen auch ihr 2013 Roman “Eine Nacht, Markowitz lag und jetzt ist von der Autorin, glaube ich, wieder ein Buch erschienen.

Die Handlung von “Löwen wecken”, ist schnell erzählt.

Ein übermüdeter Neurochirurg fährt eines Nachts in  der Wünste einen illegalen Einwanderer zusammen und fährt weiter, weil er sieht, daß er ihn ohnehin nicht mehr helfen kann.

Am nächsten Tag steht dessen Frau mit seiner Brieftasche vor seiner Tür und zwingt ihn in einer Garage andere illegale Einwanderer zu behandeln.

Die werden immer mehr, was zu Komplikationen in Etan Familienleben führt, er ist mit einer höheren Polizistin verheiratet, die ausgerechnet diesen Fall bearbeiten muß.

Es kommt auch zu Schwierigkeiten mit den Diensten des Chrirgen, er muß ständig lügen, sich krankmelden, Medikamente stehlen. Seine Frau wird eifersüchtig, glaubt, er betrügt sie, die Vorgesetzten sind unzufrieden, etcetera.

In der ersten Hälfte des cirka vierhundert Seiten Buches wird das sowohl sehr spannend, als auch ein wenig langatmig erzählt.

Bei “Amazon” gibt es ein bis fünf Stern Rezensionen, die meisten Unzufriedenen bemängeln, daß das Buch zu aufgebläht ist und man das, was da paassiert, eigentlich schon im Klappentext erfahren hat.

Es kommen aber immer wieder Szenen mit Innenschau und Kleindetails vor. So erfährt man viel von Liats Großmutter, das ist Etans Frau, die Kaffeesudlesen konnte, beziehungsweise den Menschen in die Augen schaute. Diese Fähtigkeit hat Liat von ihr geerbt. Die verhört dann einen Jungen. Glaubt, er ist der Täter, ihr Vorgesetzter prügelt auch ein Geständnis aus ihm heraus. Er hat sich aber nur mit einem Mädchen getroffen. Das wird dann von ihren Brüdern totgeprügelt und Etan muß sie behandeln.

Ab der zweiten Hälfte beginnt sich die Handlung dann zu überschlagen und auch irgendwie unlogisch zu werden. Ein blaues Baby taucht auf, Etan, beziehungsweise Sirkit, das ist die Frau des Überfahrenen werden in einen Drogenhandel verwickelt. Etan wird verhaftet und am Schluß scheint sich alles zu glätten und das Leben, das auf einmal so durcheinandergewürftelt wurde, wieder ganz normal weiterzugehen.

Ein spannendes Buch mit vielen Details, das ich auch gekürzt hätte.

Es war aber sehr beklemmend zu lesen und hat interessante Einblicke in die Welt der israelischen Wüsten mit ihren ilegalen Einwanderern gegeben, die von der jungen Autorin zum Teil sehr detailreich, zum Teil, wie schon beschrieben, sehr langatmig erzählt wurden.

Jetzt bin ich auf das erste Buch gespannt und überhaupt sehr neugierig, was ich von Ayelet Gundar-Goshen noch hören und lesen werde.

Besoffen Deutsch

Der “Holzbaum-Verlag”, der mich ja seit einigen Jahren getreulich beschickt, so daß  im “Literaturgeflüster” fast die ganze Buch-Produktion zu finden ist, ist ja ein Spezialist von Cartoons und Wien Spezialitäten. so gibt es das “Unnütze-Wien-Wissen“, das “Unnütze Habsburg Wissen”, aber auch “Wien zum Anschmieren”, etcetera und jetzt ist Harald Havas, der, wie ich den biografischen Angaben entnehme ein “Autor von Büchern, Comics und Spielen ist, aber manchmal auch abgrundtieen Nonsens” schreibt, gelungen einen “Wiener Sprachführer” für die Kommunikation mit Betrunkenen zu schreiben.

Auf diese Idee muß man erst kommen. Zwar gibt es das “Schimpfen wie ein echter Wiener” schon, aber wie spricht nun ein Betrunkener und was ist das spezifisch Wienerische daran?

Er lallt, würde ich mal vermuten und habe vor einigen Tagen mit dem Alfred, der Ute und dem Andreas aus Leipzig beim musikalischen Abschlußabend des Heurigen Hengl-Haselbrunner auch diesbezügliche Studien gemacht. Das Kollegium Kalksburg führte mir das auch in Bregenz vor und sicher auch viele andere Wiener Liedsänger und live kann man es wahrscheinlich täglich in der U-Bahn oder am Würstlstand erleben.

Was liegt also näher, als beispielsweise den deutschen Gästen einen Wiener Sprachführer zu schreiben, den man ja  auch herrlich in das heimische Berlin oder nach Wuppertal mitnehmen kann?

So gibt es ein Vorwort des Autors und am Buchrücken des sehr kleinen natürlich blauen Büchlein mit dem gelben W am Cover, kann man lesen, daß “Man kann ihm immer und überall und völlig überraschend begegnen, dem Homo viennensis ebrius, dem betrunkenen Wiener, auch als “gemeiner Bsuff” bekannt. Daher empfiehlt es sich vorbereitet zu sein! Dieses kleine Büchlein soll dazu dienen, bei einer unverhofften Begegnung mit einem betrunkenen Wiener, die Verständigung zu erleichtern. In 20 kurzen aus dem Leben gegriffenen, beispielhaften Lektionen wird archetypisch die Ausdrucksweise der Spezies vermittelt.”

Nun denn, durch die achtunddreißig Seiten und zwei Bonustracks sprich Rätselfragen gibt es auch und ich sage gleich, bei mir hat es mit der Verständlichkeit ein wenig gehapert.

Wahrscheinlich begegnene ich doch nicht so vielen “Bsuffs”, so ist ein erfundener oder ausgedachter Sprachführer durch die Welt des Rausches und der Räusche sicher hilfreich und man kann die Dialoge  auch Romanhaft lesen und wenn man nichts versteht, hat man auch die Übersetzung dabei.

So geht es also auch gleich in den “Club der einsamen Herzen” “Hiasi” heißt “Hallo” und an der “Supermarktkasse” wird schon mal ein “Magenbitter” verlangt.

In der “U-Bahn” fragt der “Gsuff” vielleicht höflich “Isso Nofre?”, wenn er sich setzten will.

“Besetzt!”, wird wegen der Geruchsbelästigung da wohl meist die Antwort lauten, denn sonst kann es auch passieren, daß der “Gsuff” vielleicht auch noch “Haubimus Noameu Schbeim” , was hier  mit “Ich befürchte, ich muß mich erneut übergeben” etwas gespreizt übersetzt wird.

Lustig wird es höchstwahrscheinlich auch am Arbeitsamt. Mit “Dog” “Einen schönen guten Tag wünsche ich!”, beginnt da vielleicht die Vorstellungsrunde und dem bemühten Betreuer wird erklärt, daß man natprliuch den Termin wahrgenommen aber nicht aufgenommen wurde “Woreduad”,-” Sisinigswuarn” und so weiter und so fort. Alles verstanden?

Ich nicht, aber vielleicht das das Büchlein auch den AMS-Beratern zu empfehlen.

Im Freibad wird dann der “Nackbadebereich” gesucht, im Eissalon “Eine Kugel Schokolade verlangt” und man hat sich  durchgearbeitet durch das Besoffenenleben.

“Auf die Skipiste” geht es natürlich auch ,auf den “Strand” und auf den “Fussballplatz”.

Da gibt es diesbezüglich ja besondere Vorurteile, beziehungsweise Kontrollmaßnahmen und beim Kapitel über den “Würstelstand” wird vorsorglich das meiste blau geschrieben.

Spannend auch die Konversation in der Buchhandlung:

“Oisnes?” “A Buhanun?”

“Welche Ware führen Sie denn hier?” “Bücher” “Und was noch?” “Ausschließlich Bücher also” “Verstehe”  “schn Dog no”

In der Blumenhandlung wird nach einem Blümlein für die geschätzte Gattin am Muttertag gefragt und dann kann man, wie schon angedeutet noch erraten, welche Wienerlieder beim Heurigen mitgesungen werden.

Da haben wir ja beim “Hengl-Hasenbrunner” Agnes Palmisano gehört und es wurde auch ordentlich mitgesungen und wenn ich auch bei Harald Havas Sprachführer nicht sehr viel verstanden habe, ist es vielleicht doch eine interessante Idee, sich vorzustellen, was ein Besoffener  am Würstelstand und in der Blumenhandlung verlangt und ich würde  jetzt nur noch gern wissen, wie Harald Havas zu seinen Feldstudien kam?

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Auf unserem Wanderwochenende auf der Rax, habe ich mehr oder weniger passend, als Sommerbuch, das ich mir da ja, nicht so schwer, weil ich es im Rucksack tragen muß, Bodo Kirchhoffs neue Erzählung ausgesucht und das war ein Zufall, weil mir die Frankfurter Verlagsanstalt, bei der die Bücher des letzten Buchpreisträgers erscheinen, das Buch vor ein paar Tagen schickte.

Sonst hätte ich Barbara Frischmuths “Die Ferienfamilie” mitgenommen, das ist, glaube ich, ein noch leichteres Büchlein und auf die letzten Wanderwochenenden bin ich schon einmal mit Texten aus dem Salzkammergut beziehungsweise mit meinen ersten Buchpreisbüchern gegangen.

Und da bin ich schon wieder beim Ausgangspunkt.

Denn die, wie er behauptet, “Novelle” des 1948 in Frankfurt am Main geborenen Bodo Kirchhoff, von der ich behaupte, daß sie ein Roman ist, hat ja 2016 den dBp für den Roman, den besten, heißt es, glaube ich, nicht mehr, gewonnen, da habe ich angefragt.

Die Pressedame war sehr freundlich und hat mir dann auch gleich die Neuauflage seiner “Mexikanischen Novelle” geschickt,  sowie mir das neue Buch angeboten und weil ich ja sehr neugierig bin, habe ich nicht “Nein!”, gesagt, obwohl ich mit den zitierten Büchern ein wenig Schwierigkeiten hatte und ich mich schon fragte, ob ich immer das “Gejammere, der alten Männer um die Liebe” lesen will und dann noch die Rezensionsexemplare schlecht besprechte, weil zu maniriert, zu künstlich, etcetera…

Das ist mir zum Glück diesmal erspart geblieben, denn der Meister hat, will ich mal unken, damit einen anderen alten Meister übertroffen.

Denn der ging ja ins Kunsthistorische Museum und sinnierte dort dreihundert Seiten lang, ob er am Abend ins Burgtheater gehen solle. Dann ging er hin und die Vorstellung “war eine fürchterliche!”

Selten so sehr gelacht, das habe ich schon öfter geschrieben und dieser Meister bekommt von einer Frau Faber- Eschenbach eine Einladung auf einer Kreuzfahrt von Havanna durch dieKaribik zwei Wochen mitzufahren. Ales gratis, auch für die Begleitperson, nur ein paar Lesungen muß er dafür halten.

Das gibt es, glaube ich, tatsächlich. Zumindest erzählt Ingrid Noll manchmal auf ihren Lesungen, daß sie eine solche Kreuzfahrt gemacht und wohl auch darüber geschrieben hat und so hat auch Bodo Kirchhoff, der hintergründige, höchstwahrschlich eine solche bekommen und schreibt jetzt darüber auf hundertsechsundzwanzig Seiten, der einladenden Dame und kommt dabei von Hundersten ins Tausendste.

Fragt nach, ob die Agentin vielleicht mit der Marie von Ebner-Eschenbach verwandt ist, kommt dann darauf zu sprechen, daß wenn auf See jemand verschwindet, es kein Nachforschungsrecht  gibt und auch die Behörden in Havanna sich kaum darum kümmern werden, wenn er oder jemand anderer, dann nicht mehr von Bord geht.

Es gibt zu der scheinbar sehr freundlichen Einladung offenbar einen Anhang mit Regeln, wie sich der, der sie annimmt, dann zu verhalten hat. Der eingeladene Künstler heißt dann in den Veträgen “Edutainer” oder “Sprachliferant” und es ist auch genau geregelt, wieviel Kontakt ein solcher zu den zahlenden Gästen haben oder nicht haben darf.

Er darf sich jedenfalls, meint der Schreiber weder “moralisch oder unmoralisch” äußern und sieht da schon ein Problem, ist er doch erfolgsgewohnt und vor allen, die Damen rennen ihm gern nach oder liegen ihn zu Füßen und darf er sich dann während der zwei Wochen auf dem Schiff frei bewegen oder mußer in seiner Kabine bleiben und das Geschehen vom Balkon aus beobachten und dann kommen auch noch die Fragen des Publikums, die ja bewantwortet werden sollen und die sind meistens “Warum schreiben Sie?, Werden Sie auch über diese Kreuzfahrt schreiben und werden Sie mich oder meine Frau in ihr nächstes Werk einbeziehen” und “Kann ich Sie dann klagen?”, füge ich hinzu?

Dann bezweifelt er auch den literarischen Geschmack des zahlenden Publikums und meint, daß das lieber, die Sonnenuntergänge beobachten, als in einem Buch lesen würde.

Irrtum, Herr Kirchhoff, da kann ich Sie beruhigen, ich bin zwar kein zahlender Gast einer Karibik-Kreuzfahrt und würde auch meinen, daß man dort lieber den neuesten Krimi der Frau Noll, als den neuesten Kirchhoff mitnimmt, habe aber auf der Rax im Habsburghaus, als alle beim Fenster saßen, um den Sonnenuntergang zu sehen, in dem Buch, gerade diese Stelle gelesen. Dnn bin ich hinausgegangen, habe mich auf eine Bank vors Haus gesetzt und beides abwechselnd getan.

Bodo Kirchhoff oder sein Erzähler geht aber noch weiter. Zitiert Kafka und den “Hungerkünstler”, fragt sich,  ob der eine solche Einladung angenommen hätte und ich frage mich, wie es Meister Bernhard damit gehalten hatt und nattürlich auch, ob Meister Kirchhof auf einer oder mehreren solcher Kreuzfahrten war und das Ergebnis diese leichte lockere und doch auch verteufelt hintergründige Erzähhlung ist und setze gleich hinzu, daß ich gerne auf eine solche Kreuzfahrt ginge und dort beispielsweise aus meinen “Sommerelebnissen” oder auf einer auf der Adria aus “Claire-Klara-Clarisse” lesen würde.

Aber mich, weil ich ja nur als eine Selfpublisherin oder Hobbyautorin gelte und dem zahlenden Publkium kein Begriff bin, lädt wahrscheinlich keiner ein, finde die “Einladung zu einer Kreuzfahrt” sehr interessant und vielleicht ist Bodo Kirchhoff mit seinem neuen Buch auf einer  Kreuzfahrt gerade unterwegs und wird dann sicher nicht vom Bord geschmissen, sondern die anwesenden Damen und auch die Herren Studienräte oder, wer sonst auf Kreuzfahrten und auf die dort angebotenen Lesungen geht, werden sicher sehr erfreut sein.

Aber vielleicht wollen, die auch wirklich lieber Ingrid Noll und ihren neuesten Krimi hören und der hintergründige Meister und Buchpreisträger hat sich das alles nur ausgedacht.

Das Cover des Buches ziert jedenfalls ein schönes Schiff und ich füge hinzu, man kann es auch herrlich auf einer Wiese auf der Raxalm, also von der Karibik sehr weit entfernt lesen.

Aber bei der beschriebenen Kreuzfahrt ist es, glaube ich, auch, um eine Reise zwischen Weihnachten und Sylvester gegangen.

Also doch kein Sommerbuch, auch wenn es am vierten Juli erschienen ist und im Buch sind auch sämtliche andere bei FVA erschienene Werke des Meisters aufgelistet und da habe ich ja noch den “Schundroman” gelesen und “Infanta”, glaube ich, einmal im Bücherschrank gefunden.

Also ein meisterhaft hinterfotziges Buch und ideal wahrscheinlich für den oder die die wissen wollen, was man alles auf hundertsechsundzwanzig Seiten “Betreff: Einer Einladung zu einer Kreuzfahrt” schreiben kann.

Milzschnitten und andere Spezialitäten

Jetzt kommt ein Erzählband meiner GAV-Kollegin C.H.Huber, in Innsbruck gboren, die ich beim vorigen “Kulturpolitischen Arbeitskreis” kennenlernte und der in der “Tiroler Autorinnen und Autoren Kooperative” herausgekommen ist.

Vierzehn Geschichten auf etwa hundertfünfzig Seiten.

“Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen ist rein zufällig”, steht Klagen vorbeugend, unterm Inhaltsverzeichnis, das mache ich auch manchmal und auf der Seite vorher steht “Für Hannah, später”, ist das jetzt eine Widmung oder ein Motto? Man weiß das nicht so genau.

Die erste Geschichten sind die “Milzschnitten” und da geht es, um eine rüstige Pensionistin, die sich ebenfalls vorbeugend in eine Seniorenresidenz oder besseres Altersheim zurückgezogen hat und da am Stefanitag vor ihrer Nudelsuppe sitzt und an die Stefanitage denkt, wo sie ihrer Familie “Milzschnitten” und anderes für die Suppe aufgekocht hat.

Die ganze Familie ist da zusammengekommen, auch Walter, der Ex und die Kinder und eine Tante wurde aus dem Altersheim geholt, damit die noch einmal ein  richtiges Weihnachten im Kreise ihrer Familie erleben kann. Und wie das Schicksal es so wollte, ist die dann da über Nacht gestorben und die Pensionistin geht in ihr Bett, legt sich  nieder und denkt: “Noch werde ich wieder aufwachsen. Sicher ist aber nicht einmal das.”

Das mit der zufälligen Ähnlichkeit der handelnden Personen, wird  schon bei der zweiten Geschichte “Gross.Atemlas” im Titel hintertrieben, weil da ist einer, der Wissenschaftler, der im dritten Reich in einer psychiatrischen Klink seine Pflicht tat und jetzt durch “den jungen Chirurgen und anderen Widersachern”, an seinem gemütlichen Lebensabend gehindert wird.

Da tue ich mir ein wenig schwer, wenn die eigenen Regeln so offensichtlich gebrochen werden und auch die anderen Geschichen waren beim Lesen manchmal schwierig.

Handelt es sich da ja oft um Monologe, ohne direkten Handlungsaufbau  auch ohne Show und Tell, sondern da wird und ich gebe schon zu, ich tue das manchmal auch, unendlich monologiesiert und dabei auch noch, wie bei den “Perspektiven” von der einen zu der anderen hurtig hin und hergesprungen.

Da monologisiert ein Mann über seine Frauen und ich dachte zuerst nach der Gross-Geschichte, aha, da geht es um den Jack Unterweger, aber der Mann hat Freundinnen, eine Ex-Frau, eine Mutter die im Altersheim dahinvegetiert, dann geht es wieder auf ein Begräbnis und so weiter und so fort.

Das Monologisieren wiederholt sich  auch in den nächsten Geschichten.

Im “Purgatorium” kommt ein Gott offenbar wieder auf die Erde und hatProbleme mit den “Sexsklavinnen” der heutigen Zeit, die leider nicht mehr so problemlos mitmachen, wie er das von seinem früheren Leben gewohnt war.

In einer der nächsten Geschichte geht es um eine Frau, die sich um den Mann in ihrer Küche ärgert.

Ein wenig verständlicher wurde es  für mich erst wieder bei “Frau Irma oder die Liebe zum Gesang”, denn da erzählt eine Frau über ihr verfehltes Leben, beziehungsweise ihre Angst, die sie vor den Schlägen der Eltern, im Kindergarten, in der Schule ausstand und, die sie nur durch das Singen kompensieren konnte.

Auch der Ehemann war mit ihr unzufrieden, weil sie keine Kinder hatte ,während sie “Von der Übelkeit, vom verzweifelten Herabspringen vom Tisch damals und den Kräuterbändern, den Stricknadeln…” etcetera sinniert.

Im Klappentext steht etwas vom Spiegel, den die Autorin der Gesellschaft in ihren deutlichen  Worten der Gesellschaft vorhält, Helmut Schönauer hat auch in bewährter Manier eine Rezension über das Buch geschrieben und spricht von der “abgehangenden Melancholie” iund “atemlosen Nennformgruppen” und ich bemerke wieder einmal, daß mir das Lesen von Erzählbänden Schwierigkeiten macht, da die nötige Konzentration aufzubringen, mich im zehn Seiten Rhythmus von der einen auf eine andere Welt einzulassen.

H.C. Huber mit ihrer intensiven Sprache und ihrer Monologform, mit der in das Denken und das Fühlen der anderen hineingleitet, machte es mir dabei besonders schwer.

“In trautes Heim”, geht es dann weiter mit einer Ich-Erzählerin und zwar einer Frau, die für ihren Mann das Gulasch und die Polenta auftisch, dann mit ihm Sex hat, schlafen geht, am nächsten Morgen das Frühstück vorbereitet und während er in die Arbeit geht, ruft sie dann eine nur ihr vertraute Nummer an.

Bei der nächsten Geschichte “Totschlagen” geht dann weiter in einem endlos Monolog über Gott und die Welt, die Poltiker und all die anderen Schwierigkeiten, die einem im Laufe des Lebens so behindern und ich dachte zuerst, das ist die Fortsetzung vom “Trauten Heim”, nur daß die Frau, die Lamentiererin, die auf ihren Mann wartet, jetzt Knödelsuppe, statt Gulasch mit Polenta kocht.

Im Laufe der etwa fünfzig Seiten der Erzählung kommt man darauf, die Frau ist eine Friseurin und der Mann, der nicht kommt, eigentlich nur ihr Freund, ein Schriftsteller.

Sie ißt während sie auf ihn wartet und räsumiert, die Suppe und das Steak selber und dann beginnt sie sich mit Schlaftabletten für den Suicid in ihr Bett zu legen, immer in der Hoffnung, daß er vielleicht doch noch kommt.

Bei “Liebe Butzerln” macht sich eine “Fensterguckerin” Sorgen um das noch nicht geborene Kind der Frau gegenüber und ärgert sich über die “Gfraster”, der Flüchtlinge, die ihnen ins Haus gesetzt wurden.

Dann beobachtet ein Bademeister eine “fette Blondine” und durchlebt dabei seine Träume und bei “Späte Wanderung” umrundet offenbar einer mit einer Demenzdiagnose einen See.

Viele Themen werden, wie man lesen kann, hier angeschnitten, Gedanken über die Sterbehilfe” tauchen immer wieder auf und immer wieder geht es um das Monologisieren, was es mir, wie schon beschrieben ein wenig schwer mit der Aufmerksamkeit machte.

Sonst aber spannende Geschichten auf dem und für das Leben einer vielleicht noch nicht so bekannten Tiroler Autorin, von der ich übrigens noch einen Gedichtband auf meinen Badezimmerstapel liegen habe, aber wann ich da  zum Lesen komme, ist  noch nicht ganz klar.

Wien zum Anschmieren

Jetzt kommt noch das passende Buch zu meinen Wien-Erforschungen, der “Holzbaum-Verlag”, der unermüdliche macht es möglich “Wien zum Anschmiedenn – Das Malbuch für echte Wiener” steht am olivgrünen Cover, darauf sieht man a Haße, a bugl und a Semmerl oder wie das haßt, man sieht das echte Wienerisch oder was das Klische dafür hält ist bei mir, obwohl ich eine solche bin, nicht so ausgebildet, daneben eine DoseBier oder Cola, alles ist möglich, denn beides ist in Weiß und das Ausmalen noch angesagt.

Als Wien-Souvenier zum Mitbringen an die Lieben in die ferne USA oder in das nahe Wuppertal ist es auch bestens geeignet und man kann seine Wien-Kenntnisse oder seine diesbezüglichen Voruteile auch köstlich überprüfen, denn das schmale Heftchen, wieder herausgegeben von Clemens Ettenauer, die Ideen zu den Bildern stammen von Sarah Braid, die auch die gezeichnet und die Cover-Gestaltung gemacht hat, Clemens Ettenauer, Elisabeth Geiderer und Hanna Jungwirth, also eine Gemeinschaftsarbeit, regen durchaus zur Klischeeverbreitung oder noch besser zur dessen sich Widersetzung an.

Also das erste Bildchen, da sitzen zwei an einen Tisch und ein gesichtsloser Kellner, serviert die Getränke, Aufforderung an den Leser “Zeichne dem Kellner ein gratiges G`sicht und die fehlenden Smartphoses auf den Tisch!”

Aha, die Zeichen der Zeit dürfen auch nicht fehlen und weiter gehts, jetzt sind die “4 Dinge gefragt, über die sich der Wutbürger am Stammtisch aufregt” und weil ich gerade Nachrichten gehört habe, würde ich da bei Punkt eins “Daß Sebastian Kurz keine islamischen Kindergärten will”, dazuschreiben und über H.C. Strache kann man sich vielleicht auch noch aufregen.

Der Wutbürger wird es vielleicht anders sehen, aber was weiß man schon so genau hat Cornelia Travnicek einmal zu mir gesagt, was vielleicht auch ein Klischee ist.

Jetzt kommen dann gleich die “Bratwürschtln, der G`schissenen und die Hüsn, um mein Wienerisch aufzubessern und wie kann man einen “Wiener Imbißstand benennen?”

Der Wutbürger hat vielleicht dazu Ideen.

Dann kann man  Orte wie die “Donauinsel oder den “Unicampus” mit den passenden Klischees verbinden und dazu passend oder auch unpassend, welche “Jobangebote hat einer, der Afrikawissenschaften studiert hat?”

Frage an die Herausgeber: “Was hat das mit Wien zu tun?”

Nun kommt noch ein weitverbreitetes Klischee, das ich, ich glaube, ich habe das schon mal geschrieben, nicht so mag. Nämlich Malen mit Zahlen. Man sieht groß den Kopf des Bürgermeister Häupl, und der hat was in der Hand?

“Finde heraus, was er ab Dienstag Nachmittag trinkt und male seine Nase rot an?”

Na was, Kaffee vielleicht,Kamillentee oder Sodawasser? Mit Alfreds Wandergruppe habe ich Vorjahr einmal darüber gestritten, daß ich nicht von vornhereinannehmen will, daß es ein Glas Rot- oder Weißwein ist.

Man kann die Boku-Studentin vom BWL-Studenten unterscheiden, was auch nicht unbedingt eine nur Wienerische Aufgabe ist und natürlichdie Kaiserin Sisi mit den urlangen Haaren, da sind wir wieder im Herzen Wiens und in den Souveniergeschäften, gibt es auch und man darf ihr ein paar Haarspangen malen.

Und so weiter uns so fort, ich bin erst bei der Hälfte des Hefchens und soll ja nicht alles verraten, damit man sich dieses, um die wohlfeilen fünf Euro auch kaufen und alles ausmalen beziehungsweise dazu schreiben kann.

Also nur noch soviel:

Der Opernballstammgast Richie Lugner kommt natürlich vor und seinen nächsten Stargast kann man selbst dazumalen.

Sigmund Freud legt einen auf die Couch und man darf dazuschreiben, was der dem über den “Ödipus-Komplex”, “Penisneid” und “Triebe” erzählt. Der Meister sitzt daneben mit der Zigarre oder ist es nur ein Bleistift und ich bin dem Klischee aufgesessen, denn ich wollte gerade dazuschreiben “Rauchen ist gesundheitsschädlich, Herr Professor! Man kann davon Kehlkopfkrebs bekommen!”

Und so weiter und so fort, bis zum bitteren Ende oder zur Sachertorte mit der Schlagsahne, die man natürlich auch ausmalen kann.

“Mandelas ausmalen zur Beruhigung? Schnee von gestern! Echte Wiener entspannt viel mehr das Ausmalen ihrer geliebten Sachertorte und weiterer typisch wienerischer Motive. Denn was könnte den Wiener Grant besser zügeln, als eine Mehlspeise?”, steht noch am Heftchenrücken.

Und nun auf zum Buntstifte holen, machen wir  einen Wettbewerb, wer malt die schönsten Wien Klischees?