Rudi Lasselsberger bei den Wilden Worten

Richard Weihs

Richard Weihs

Rose Proszowski

Rose Proszowski

Bei meinem Geburtstagsfest am elften November hat der Rudi ja auf alle Sessel seine Einladungen zu seinen zwei Dezemberlesungen, am zwöften bei den “Wilden Worten”, am zwanzigsten gemeinsam mit Fritz Widhalm im “Glücksschweinmuseunm” ausgelegt.

So habe ich mich entschieden wieder zu den “Wilden Worten” zu gehen, wo ich schon länger nicht war, bin ich ja irgendwie ein Rudi Fan.

Als Alternative hätte es noch Michael Donauser in der “Alten Schmiede” gegeben, war aber, wie ich erfuhr, als ich von der “Gesundheitskonferenz” im Rathaus nach Hause gekommen bin, erfuhr, ohnehin nicht stattgefunden hat.

Also wieder einmal der liebe Rudi, oder “Willi in O”, der vierte Band der “Williogie”, im “Restistenz-Verlag” erschienen, wo der Verleger Dietmar Ehrenreich ja im September verstorben ist.

Deshalb war die Lesung ihm gewidmet. Der Rudi vollzog vor der Lesung wieder einen T-Shirtwechsel und wechselte vom grünen mit der Aufschrift “Greece” in ein weißes, wieder extra für die Lesung angefertigt mit dem genauen Programmzettel und zündete eine Kerze für seine verstorbene Nichte an.

Thomas Losch, der auch bei den “Wilden Worten” gelesen hat, ist im Mai, kurz nach seiner Lesung verstorben, wie Richard Weihs erwähnte und dann ging es los mit der Lesung und zuerst im Stehen.

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Denn der Rudi hatte wieder eine Ankündigung und zählte Entstehungsgeschichte seiner “Williogie” auf.

“Willi auf Kur” ist 2006 im “Fröhlichen Wohnzimmer” handgeschrieben erschienen, dann folgten “Willi wo bist du” und “Willi auf ein Wort” im “Loma-Verlag” mit oder ohne ISBN-Nummer erschienen und jetzt in blau, der “Willi in O”, ein Buch, das ich höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr lesen werde und auch schon im “Wortschatz” gesehen habe.

Der Rudi hat daraus umrundet von seinen Schrei- und anderen Gedichten gelesen und auch erwähnt, daß in dem Buch ein Autogramm, das er sich von Franhz Schuh geben ließ, abgedruckt ist.

Dann hätte eine Diskussion folgen sollen, es hatte aber niemand wirklich Fragen zu dem Buch oder Werk, nur die kleine Ente mit dem Buch, die der Rudi, der Aktionskünstler, wie ihn Richard Weihs, als “bunten Hund” vorstellte, vor sich auf den Lesetisch gestellt hat, erregte das Interesse und jemand hat sich vom Rudi auch ein Wunschgtedicht gewünscht.

Die folgten dann und ich habe mir diesmal etwas zum Thema “Weihnachten” mit den Worten “Barbara” und “Marianne” gewünscht und Richard Weihs vorher die “Berührungen” übergeben, in dem ja das Wunschgedicht mit den Worten “Schreibblockade” und “Literaturarchiv” enthalten ist.

Andreas Scheiwein

Andreas Scheiwein

Thomas Mayer

Thomas Mayer

Nachher gab es diesmal wieder die freie Wildbahn mit zwei Lesenden.

Zuerst las Andreas  Scheiwein aus einen Roman in Reimen mit dem Titel “Teufel und Engel” ein paar Verse aus einem Notizbuch und erzählte etwas dazu.

Er hat auch eine Website “somebody@pflanzenbar.com” mit dem Untertitel “bullshit & inspiration”, wie auf den Visitenkarten stand, die er verteilte.

Dann folgte ein Thomas Meier, ich weiß nicht, ob ich den Namen richtig geschrieben habe. Er las jedenfalls aus einem Buch von einem Axel der in der Dusche tanzte und auf seine Glatze Shampoo verteilte und daran verstorben ist.

Und das nächste Mal im Jänner wird, wie Richard Weihs schon ankündigte, Franz Blaha aus seinem neuen Buch “Schattenstörche” lesen, das er mir zum Geburtstagsfest mitbrachte.

Und Rose Proszowski wies auf ihre nächste Veranstaltung mit Werner Grüner in der VHs Penzig, al 21. 12 “Denkmal statt Arbeit” hin.

Mittagessen bei Ruth und Besuch des Buchquartiers

Die Ruth ist ja für ihre Advent und Saisonschlußeinladungen, sowie für ihre Geburtstagsfeste bekannt, im nächsten Jahr wird es der siebzigste sein und da wollen wir ja mit ihr, in Gedenken an die Dichterradkarawane vor zehn Jahren um den Bodensee radeln und das haben wir heute auch ein bißchen besprochen, als wir bei ihr bei einem festlichen Mittaggessen waren, weshalb wir früher von Harland zurückgekommen sind.

Ein sechgängiges Menu hat es gegeben, eine Wintersuppe, als Vorspeise pochierte Pute, dann einen Fleischstrudel und einen Nudelsalat, danach Mohnkuchen und Mangotopfencreme, adventlich bescheiden, wie die Ruth erwähnte, aber doch sehr reichhaltig und wir sind zu acht gewesen, Erika Brunngraber mit ihrem Hündchen, Peter Czak, dann die Jasminka, die schon einmal bei einem kulturpolitischen Arbeitskreis einen Vortrag gehalten hat, ein mir bisher unbekanntes Ehepaar, der Alfred und ich und ich war recht froh darüber am Vormittag nach Wien gekommen zu sein, gab es ja schon zum vierten Mal im Museumsquartier das “Buchquartier”, den Markt der “Independent und Kleinverlage”.

Der “Holzaum-Verlag”ist so nett und schickt mir immer das Programm dafür, aber bisher ist es sich nie ausgegangen hinzugehen, möglicherweise weil wir immer an dem Wochenende, wo sich die Kleinverlage über der Ovalhalle des Museumsquartiers ausbreiteten in Harland waren.

Ich habe aber immer sehr viel lobendes über die Veranstaltung gehört, so daß ich eigentlich immer etwas neugierig war und auch immer so was, wie ein schlechtes Gewissen hatte, obwohl ich ja gerne zu Kleinverlagsmessen gehe und das xxxxsmall eine Zeitlang auch zu meinen Adventaktivitäten gehörte.

Das gibt es nicht mehr, ich war aber im September bei “ottak ottak” und bei einer Kleinverlangsschau im Amtshaus Hietzing wo ich Luis Stabauer kennenlernte bin ich auch einmal gewesen.

Jetzt also um vier mit der Jasminka, nachdem die letzten Gäste gegangen waren, die Ruth wollte nicht mitkommen, sondern noch auf zwei Gäste warten, ins Museumsquartier aufgebrochen.

Und dann ein wenig enttäuscht, denn so groß war diese Kleinverlagschau eigentlich nicht. Oder doch vielleicht, eigentlich schon, hatten ja eine Reihe Verlage ihre Bücher auf Tische aufgereiht, die gar nicht so klein waren, so sah ich Jürgen Lagger vom “Luftschacht-Verlag”, mit Reto Ziegler habe ich mich unterhalten, der Herr vom “Arco-Verlag” mit dem ich wegen “Kurz nach vier” korrespndierte, hat ausgestellt, aber auch “Picus”, “Mandelbaum” und und und, die richtigen kleinen, wie das fröhliche Wohnzimmer, der Gerhard Jaschke, etcetera waren gar nicht da, wohl aber die “Edition Exil”, der Ralph Klever fehlte diesmal hat Reto Ziegler mir noch erzählt und ein Programm mit einer Lesebühne gab es auch, das war auch, zwar nicht so besonders übersichtlich, in dem mir zugeschickten Programmheftchen abgebildet, aber ich bin gerade zu Maximilian Zirkowitschs Präsentationen, den ich von einigen “Holzbaum-Veranstaltugen”, kenne,  von “Ach, Wien”, ein Buch das mir bisher entgangen ist, zurechtgekommen.

Dafür gibt es im Shop der komischen Künste eine Ausstellung der “Wissenschaftlichen Cartoons”, ein Buch, das ich demnächst besprechen werden und Goodie-Tüten des Verlags in denen es entweder das “Very best of song contest” oder Rudi Hurzlmeiers “Land der Berge” steckten, gab es auch.

So bin ich ein bißchen zwischen den Verlagsständen herummarschiert, habe Jürgen Lagger erzählt, daß mir Sonja Harter “Weißblende” gut gefallen hat, ob es den “Blogger-Debutpreis” gewinnt, werden wir am Donnerstag wissen.

Es ging aber weiter mit dem Programm, Wolfgang Eicher stellte sein bei “Duotinka” einem Berliner Verlag erschinenes Buch “Die Insel” vor, in dem es sowohl um die Psychiatrie als auch um eine Reise nach Kroatien geht.

Dann kam Patrick Addai, der, glaube ich, aus Ghana stammt und schon viele Kinderbüber geschrieben hat, mit denen ich ihn manchmal auf Messen sehen.

Er stellte das Buch “Worte sind schön, aber Hühner legen Eier” vor, in dem es um agrikanische Sprichwörter, Mythen und Geschichten geht und spielte auf seiner Trommel und wir haben uns entschloßen den Kleinverlagmarkt zu verlassen und im Museumsquartier noch einen Punsch zu trinken. Aber jetzt kann ich mir unter dem “Buchquartier” im Museumsquartier etwas vorstellen und vielleicht es sich im nächsten Jahr für einen längeren Besuch aus.

Wiederholte Geburten

Nun kommt der historische Roman aus dem alten Ägypten “Wiederholte Geburten”, an dem Dietmar Füssel, glaube ich, sehr lang gearbeitet hat.

Jedenfalls kann ich mich daran erinnern, als ich 2008 oder so auf seine Website und seine Gewinnspiele, stieß, an denen ich mich zu Anfang sehr beteiligt und mich so inzwischen fast durch sein gesamtes Werk gelesen habe, daß er schon da an einem historischen Roman gearbeitet hat.

Inzwischen sind aber einige andere Bücher, Gedichte, Erzählungen, Satiren, entstanden, denn der 1958 in Wels geborene Schriftsteller und Aktionskünstler, der mir auch regelmäßig seine Videos schickt, ist ein Vielschreiber und er hat ohne Zweifel einen Hang zur Satire beziehungsweise zum schwarzen Humor.

Deshalb war ich, als ich von dem neuen, wieder bei “Sisyphus” erschienenen Roman erfuhr, auch ein wenig skeptisch, denn ganz ehrlich, Romane aus dem alten Ägypten interessieren mich nicht so besonders, hört mein historisches Interesse, das an sich stark vorhanden ist, ja ungefähr beim ersten Weltkrieg auf und bei “Wiederholte Geburten” handelt es sich noch dazu um ein besonders dickes, über sechshundert Seiten, Buch.

Es scheint seinem Autor, dem sehr bemühten GAV-Mitglied aber sehr wichtig zu sein und er hegt, wie er mir bei der letzten GV beim Abendessen versicherte, damit auch große Pläne, hat er doch nichts anderes vor, als damit auf die Longlist für den nächsten öst Bp zu kommen und deshalb versucht er es auch bekannt so machen, so daß nicht nur ich ein diesbezügliches Ememplar bekommen habe, sondern sogar zwei, denn das erste habe ich auf die “Buch-Wien” getragen und das zweite jetzt gelesen, das, ich kann es gleich gestehen, nicht so langweilig war, wie erwartet und das konnte es eigentlich auch  nicht sein, ist Dietmar Füssel ja ein Satiriker und so ist die Geschichte des Frauenarztes Merire aus dem dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert auch eine, die voll Sarkasmus tropft und so erzählt wird, wie es sich höchstwahrscheinlich nicht im alten Ägypten zugetragen hat oder doch vielleicht, gibt es ja am Ende einen umfangreichen Anhand und eine ausführliche Quellenangabe, die uns die ägyptische Geschichte näher bringen kann, während der Autor, wie er vorher schreibt, versucht hat, seinen Stoff so alltagstauglich, wie nur möglich zu erzählen, so kommen auch Worte und Wendungen darin vor, wie “Sanktionen” oder “Du hast einen Vogel!”, wie sie die alten Ägypter höchstwahrscheinlich nicht verwendet haben und Dietmar Füssels Stil ist wieder sehr bedächtig, sehr genau, verwendet Erzählung um Erzuählung, um uns in das alte Ägypten einzuführen und uns dabei eine wahrscheinlich sehr heutige Geschichte zu erzählen, die von Intrigen, Liebe, Haß, Verrat, etcetera handelt.

Einige Absurditäten, ganz, wie bei einem Füssel gewohnt, sind auch dabei und am Ende kommen immer wieder Wendungen, wie “Dieses hier ist aber nicht geschehen!”, so daß man sich nicht so ganz auskennen kann, von dem listigen Autor irregeleitet und das muß ich zugeben, auch gut unterhalten wird.

Es beginnt mit der Mitteilung, daß 2005, vielleicht der Beginn der Füsselschen Romanarbeit, im altägyptischen Piramesse, das Skelett eines männlichen Kindes mit dem Kopf eines Frosches gefunden wurde und “Heket” entnehme ich dem Anhang, war die “Froschköpfige Geburtsgöttin, diezuständig für das  Wachstum des Ungeborenen, im Leib der Mutter und für den Vorgang der Geburt ist, die meistens als froschköpfige Frau dargestellt wird.”

Um aber an den Anfang zurückzukommen. Da sitzt die Frau des  thebanischen Sunus Maatamuun, das ist ein ägyptischer Allgemeinmediziner, auf dem Geburtsziegel, um zu gebären, während der Gatte draußen warten muß, darf er ja nicht seiner Frau dazu beistehen. Er darf nur später hereinkommen und dem Kind, es ist ein Sohn, seinen Namen geben.

Er nennt ihn Merire und die Mutter stirbt nach drei Tagen, während der Dreijährige von seiner älteren Schwester erfährt, daß er schuld am Tod seiner Mutter ist. Er rennt darauf in die Ordination des Vaters und spricht sehr viel für einen Dreijährigen. Der Vater beruhigt ihn und Merire beschließt daraufhin Frauenenarzt zu werden, um anderen Frauen in ihrer schweren Stunde zu helfen.

Was er auch tut. In deren Nähe wird er später allerdings im Zustand des Gebären nicht dürfen, denn das ist nur den Hebammen gestattet, die müssen bei uns zwar auch bei einer Geburt dabei sein, die Frauenärzte haben aber Zutritt, Merire, der ein ausgezeichneter solcher geworden ist, aber nicht. So gerät er später beim Pharao auch in Ungnade, als er aufmüßig genug, doch in den Leib einer Frau hineingreift, um das tote Kind herauzuholen und ihr damit das Leben zu retten und wird dafür auf eine Mission zu den Hetihtern geschickt, die ziemlich unmöglich klingt, obwohl Merire immer wieder versichert, daß es eigentlich gar nicht so unmöglich ist. Er soll nämlich einer sechzigjährigen Prinzessin zur Mutterschaft verhelfen.

Heutzutage bringt, glaube ich, die Wissenschaft mit der Gentechnik, künstlicher Berfruchtung und Leihmutterschaft etcetera, solches zusammen, ich erinnere da nur an ein köstlichen Fian-Dramulett, das ich vor einiger Zeit im “Standard” gelesen habe, im alten Ägypten war es aber wahrscheinlich unmöglich, umsomehr, da Merire  gar nicht an den Körper der Prinzessin und sie auch nicht untersuchen durfte, so daß er ihr nur täglich ein paar Zäpfchen schicken konnte, die im günstigen Fall einen roten Regelähnlichen Ausfluß vortäuschten.

Er bricht auf seine Mission in das Land der Hetither mit einem Rahotep genannten Priester auf, offiziell, weil dieser die Sprache der Hetither spricht, inoffiziell, weil er den Frieden zwischen Ägypten und den Hetithern wiederherstellen soll, was so geheim ist, daß Merire keine Ahnung davon hat, was aber zu seltsamen Verwicklungen und Mißverständnissen führt, denn Merire verliebt sich in die schöne Hofdame Lavinia, die auf Geheiß der Königin, den Haushalt der beiden Fremden betreuen soll. Rahetop versucht ihn davon abzuhalten, was ihm aber nicht gelingt und einen assyrischen Gedandten namens  Assur-Nadin, der all das verhindern soll, Lavinia vergewaltigt, Rahetop zu töten versucht, gibt es auch, der um die Mission zu verhindern, die harmlosen Zäpfen mit einem mit Gift gefüllten vertauscht, so daß die Prinzessin stirbt und Merire an ihrer Tötung verdächtigt wird. Er soll dafür getötet werden, die hochschwangere Lavinia, kann das aber verhindertn. Kurz darauf kommt sie nieder. Gebärt ihr Kind mit einer sehr harschen Hebamme, während Merire nichts anderes überbleibt, sich in der Zwischenzeit mit dem Sunu Rabasha zu betrinken und dann gibt es in Merires Haus noch einen Pestverdacht, Rahtop ist inzwischen auf Mission in Ägypten, an dem Livinia und ihr Sohn angeblich sterben und Merire wird des Landes verwiesen.

“Packend leidenschaftlich und mit großer Sachkenntnis erzählt Dietmar Füssel von Autokratie, politischer Ränke, verlogener Staatsräson, Korruption, Heuchelei und Gewalt, aber auch von wirklicher Freundschaft und wahrer Liebe im alten Ägypten”, steht am Buchrücken und ich füge noch hinzu, daß, die in der gewohnt Füsselschen-Manier manchal sehr verzerrt erscheint.

So beginnt das Brautpaar am Vortag seiner Hochzeit gehörig zu streiten und dabei ganz derbe Wortfloskeln zu verwenden “Warte nur, wenn wir erst verheiratet sind, dann werde ich dir schon noch Manieren beibringen, verlaß dich darauf”

“Wenn da so ist , möchte ich dich lieber doch nicht heiraten…”

“Das mein Lieber hättest du dir vorher überlegen müssen. Jetzt ist es dafür zu spät. Jetzt wird geheiratet.””

Den Titel des Buches, habe ich, wie ich gestehen muß, nicht ganz verstanden, wenn er sich nicht vielleicht auf die ägyptische Mythologie beziehen sollte, wovon es am Buchrücken noch ein Zitat gibt:

“Wir dürfen uns freuen, Liebster, aber wir dürfen auch traurig sein. Weil jede Geburt das Ende eines Beginnes und der Beginn des Ende ist!”

Denn so viel Geburten hat ja der berühmteste Frauenarzt den Ägypten im dreizehnten vvorchristlichen Jahrhunderts, nach seiner Aussage, hatte, gar nicht mitbekommen.

Aber auch das ist vermutlich ein Teil der Füsselschen Satrie, so daß ich nicht umhin komme, zu erklären, in den letzten fünf Tagen einen sehr spannendes Roman gelesen zu haben.

Ob ich jetzt viel vom altägyptischenen Leben erfahren habe, bin ich aber nicht sicher, halte das Buch aber für einen “sehr gelungenen Füssel”, dem ich für den nächsten österreichischen Buchpreis aless Gute wünsche und bin gespannt, ob ich es auf der Liste finden werde?

Denn dann hätte ich auf jeden Fall weniger zu lesen und ach ja, als Weihnachtsgabe für die berühmte Schwiegermutter, eignet es sich allemal, denn diese mögen ja im Allgmeinen, wie ich von meiner Schwiegermutter weiß, historische Romane sehr.

 

Ich hasse dieses Internet

Vor einigen Monaten habe ich von “Literaturtest” eine Maske zugeschickt bekommen, die mich auf das bei “S.Fischer” erschienene Buch, des in Kalifornien lebenden Jarett Kobek, “Ich hasse dieses Internet”, aufmerksam machen sollte.

Im Trubel meines doppelten Buchpreislesens, das ich damals sehr intensiv betrieben habe, ist das bei mir ein wenig unter gegangen und ich bin erst auf das Buch aufmerksam geworden, als ich es bei einigen Blogs erwähnt fand.

Denn es ist sicherlich interessant, eine “Internet-Kritik” zu lesen oder einen “nützlichen”, wie am Cover steht, beziehungsweise “schlechten Roman”, wie der Autor mehrmals schreibt, zu lesen. Ein Buch gegen oder für den “Zeitgeist”, wie man in der Beschreibung lesen kann, das mit Houellebecqs “Unterwerfung” und mit Dave Eggers “Circle” verglichen wird.

Ich füge noch Gary Sthengarts “Super sad  true love story” und John Jeremian Sullivans “Pulphead” hinzu.

John Dos Passos “Manhattan Transfer” wäre auch ein Buch, an das man sich beim Lesen erinnern könnte und  bleibe,  wie die “Amazon-Rezensenten“, die zwischen eins und fünf Sterne verteilen, ein wenig ratlos zurück.

Einer der Ein Stern rezensenten hat von einer “Nicht-Handlung” geschrieben, die es wahrscheinlich trifft, denn auf den über dreihundertsechzig Seiten wird alles und auch nichts erzählt.

“Zeitgeist ist sein zweiter Vorname”, beschreibt es wahrscheinlich genauso treffend, denn es ist eigentlich eine Amerika-Kritik, ein Buch, kein Roman wahrscheinlich, zumindestens nicht das, was man sich im traditionellen Sinn darunter vorstellt, gegen den Kapitalismus, die Unterdrückung, die Sklaverei, die Ausbeutung, etcetera.

In der “Triggerwarnung” werden auf einer dreiviertel Seite, die Gedanken  beschrieben, die in dem Buch enthalten sind.

Gegen das Internet und über die berühmte Frage, was uns Menschen, so bereitwillig dazu bringt, unsere intimsten Angelegenheit in Twitter, Facebook und Konsorten, auszubreiten, so daß die Konzerne, wie “Google” oder “Amazon”,daran verdienen, wird gewettert und das Ganze wird, weil es ja ein Roman sein soll, ein “schlechter”, der “nützen” soll, denn gegen den “guten” wehrt sich der Autor, wie er schreibt, weil sich, die, in den Händen des CIAs befinden, am Beispiel von drei oder eigentlich einer Hauptperson erzählt, nämlich der Protagonistin Adeline, eine Comiczeichnerin, die sich ein männliches russisches Pseudonym zugelegt hat, in San Francisco lebte, die einmal “einen unverzeihlichen Fehler” machte, in dem sie bei einer Vorlesung  “unbeliebte Ansichten” äußerte.

“Die unverzeihlichste Sünde, des einundzwanzigsten Jahrhunderts” nennt es Kobek, worauf sie, die Nachricht “Liebe Schlampe, ich hoffe, du wirst von einer Gruppe illegaler Einwanderer mit Syphilis vergewaltigt”, bekommt, worauf sie zu twittern anfängt und eines der dreiunddreißig Kapitel des Buches, sich mit ihren Twitternachrichten beschäftigt.

Eine Ellen, die wegen ihrer Großmutter wieder in die Kleinstadt zurückgegangen ist und eines Tages im Netz ihre Sexfotos findet, gibt es auch,sowie eine Christina, eine Hilfsbibliothekarin, die einmal ein Christian war.

Aber Adelinas “unverzeihlicher Fehler” zieht sich durch das ganze Buch, in dem auch über Thomas Jeffersons  angebliche Sexvorlieben berichtet wird, sowie, wie die Mieten in San Francisko steigen und Leute delogiert werden, um Wohnungen für die “Google Arbeiter” freizumachen.

Es wird betont, daß unsere i Phones und i Pads, auf denen wir unser Intimleben verbreiten, damit “Google” und Co Geschäfte machen können, von billigen Sklavenarbeitern erzeugt werden und es zieht sich auch der Satz durch das ganze Buch, beziehungsweise seine dreihundertsechzig Seiten, daß der oder die, einer der vielen Freunde Adelinas beispielsweise, die schon viele “um den Verstand gevögelt hat”, “kein oder nicht viel Eumelanin in der Basalschicht seiner Epidermis hat”, womit erklärt wird, ob er ein Weißer oder Farbiger ist.

Und dann wird in dem Buch, auf den dreihundertsechzig Seiten von Gott und der Welt, beziehungsweise dem Kommunsismus und der Unterdrückung, etcetera erzählt.

Begriffe tauchen auf, die eigentlich ganz selbstverständlich sind, aber immer wieder, wie die Zitierung, des oben erwähnten Satzes, erklärt werden, beispielsweise:

“Jane Austen war eine Autorin aus dem 19. Jahrhundert, die Bücher über die Ehe und Geld geschrieben hat” oder

“Das i Phone war ein Smartphone, das Apple auf den Markt gebracht hatte. Smartphones waren kleine Computer, die fast alle Aufgaben größerer Computer erledigten, aber gleichzeitig als Handies  fungierten” und so weiter und so fort.

Ein umfangreiches Personen Inventar taucht auf, es gibt einen J Karacehennen, einen Kevin Kilian, ein Baby, etcetera, alles meistens Künstler in Adelines Freundeskreis, die Science Fictions oder auch realistische Romane geschrieben haben und damit mehr oder wenig berühtm wurden.

“Rettet Anne Frank” heißt beispielsweise einer, aber auch reale Namen von Personen, wie Jonathan Franzen, Marc Zuckerberg, Walt Disney etcetera kommen vor, so daß es mir manchmal, wie auch in dem Buch beschrieben wird, schwer fiel, die Fiktion von der Realität zu unterscheiden, was an dem Beispiel erläutert wird, daß sich ein Cosby Player auf einer Messe, als eine Kunstfigur verkleidet, die dann von allen, für real gehalten wird, was vielleicht auch auf die Nachrichten zu trifft, die im Internet verbreitet werden und, die dann alle glauben und die Konzerne daran verdienen, obwohl sie erfunden sind.

“Eine schonungslose, herrlich wutentbrannte Satire”, schreibt Greil Marcus von “Pitchfork” auf der Buchrückseite und das “Zyzzyva Magazine” meint “Kobek liefert einen umwerfenden Abgersang auf das digitale Zeitalter”, während die “Amazon-Rezensenten” gelegentlich”das Lesen auf Seite 87 aufgegeben haben”.

Ich habe zu Ende gelesen, es auch als eine Satrie empfunden, die manchmal etwas anstrengend zu verstehen war und habe das Buch eigentlich mehr, als einen Abgesang auf die amerikanische Kultur und den Kapitalismus, als auf das Internet gelesen, das mir manchmal in den dreihundertsechzig Seiten Weltanalyse auch etwas verloren ging.

Interessant habe ich das Buch trotzdem empfunden und füge, weil ich mich in der letzten Zeit auch mit Haßpostings oder Ratgeber dagegen, beschäftigt habe, hinzu, daß ich das Internet nicht hasse, sondern im Gegenteil manchmal sogar recht nützlich empfinde, aber das lesen von dreihundertsechzig Seiten Büchern, auch wenn dieses von den Autoren, satirisch oder nicht, als schlechte romane bezeichnen werden, einen davon abhalten können.

Nicht umsonst wird ja am Buchrücken noch der Rat “Gehen Sie einen Tag offline und lesen dieses Buch!”, gegeben.

Aber wahrscheinlich kann man das auch im Netz beziehungsweise auf dem E-Bookreader tun.

Der Ausflug … und andere Ereignisse

Jetzt komme ich nach den Unterbrechungen für das Bloggerdebutlesen doch zu den Horrorgeschichten meines Kritikers Uli, der sich im Sommer bei mir nach dem Lesen meiner Literaturcafe-Kommentare gemeldet hat.

Er würde gerne auf meine Seite kommen, weil es ihm wegen meiner vielen Fehler und Flüchtigkeiten gruseln würde, hat er mir einen markanten Ton geschrieben, den man auch in seinem bei “Engelsdorfer”, das ist, glaube ich, ein BoD ähnlicher Verlag, wo auch  “Im Glashaus gefangen zwischen zwei Welten” erschienen ist, finden kann und ich erinnere mich an meine Schnupperseminare im “Writersstudio“, wo sie einem auch sagen, daß man an das Schlimmste was man erlebt hat, beim Schreiben denken und natürlich alles überhöhen und übertreiben soll.

Und diesen Tonfall beherrscht Ulrich Lucas, der, glaube ich, um die Fünfzig und Techniker ist und gerne Horrorgeschichten liest, leider leider gibt es keine biografischen Angaben in dem Buch, bestens.

Mir hat auch seine Bildhaftigkeit gefallen, in der er mich in strengen Worten mahnte, doch nicht so schnell und flüchtig sein, so daß er jederzeit beim Lesen glaube, ich würde hechelnd und erschöpft über meinem  Surfer zusammenbrechen.

Hier führt das Buch durch das Bändchen und kommuniziert im selben Tonfall mit dem Leser, warnt die “Jenseitigen” sich doch nicht in die Ereignisse , die ihn da erwarten , einzulassen, sondern stattdessen lieber fernsehen oder etwas anderes zu tun.

Mag sein, daß man einen solchen Schreibstil, immer direkt und offen, ebenfalls in den Schreibseminaren lernt. Mir gefällt er auch und am Cover des Bändchen blitzt vorn und hintern ein Auge mit einer roten Pupille aus dem Hintergrund hervor.

Nun muß ich schon zugeben, daß Horrorgeschichten, nicht so das meine sind, obwohl ich mal eine Geschichte von Stephen King gelesen habe und danach meine Story für den “Siemens Technikpreis” schrieb, die dann, von ihr ein bißchen korrigiert und verändert in Ruths erster “Donaugeschichten-Anthologie” erschienen ist und ich habe daraus auch bei meiner Radtpour mit Ruth vor zehn Jahren in Vilslhofen gelesen.

Aber ich schweife ab und das soll man erstens überhaupt nicht und bei Horrorgeschichten wahrscheinlich insbesondere nicht tun, warnt ja auch die Stimme des Buches die jenseitigen Leser und so geht es in den dreizehn, auch eine gruselige Zahl, Geschiten zu einen Ausflug auf einen Berg, denn da lädt ein Einsamer, der nur mehr eine Katze hat, seinen ehemaligen Schulfreund samt seiner Famailie, Frau und zwei Kinder, zu einem Auflug auf einen Berg ein, um ihnen etwas Besonderes zu zeigen, sie müßen durch eine Schlucht auf einen schmalen Weg vorbei, kommen zu einem Häuschen, das die Überraschung ist und darin wartet ein Monster, zerfleischt und zerstückelt, die Familie und der arme Robert bleibt traurig zurück und hat jetzt gar keine Freunde mehr.

Vielleicht ein bißchen zu wenig Content und Erklärung, für die realistische Schreiberin, der das “warum, wieso und weshalb” sehr wichtig ist. Ein bißchen Psychologie dazu kann ich mir aber denken und dann führt uns das Buch, beziehungsweise die, die noch nicht genug vom Gruseln haben, gleich zu Stufe zwei des Horrors, nämlich in einen Fernsehsender, der auch noch, der sprechenden Namen zum Dank “Hell-TV” heißt und dort verschwindet der Besitzer, der ständig “Soll mich doch der Teufel holen!”, flucht, so daß ihm seine Sekretärinnen fünfundzwanzig Mal pro Jahr verlassen, vielleicht kennt Uli Lucas das aus persönlichen Erfahrungen und ach ja, das soll man nicht, rät hier wieder die Psychologin, den Teufel an die Wand malen!

“Hell-TV” wird uns trotz in die Hölle gefahrenen Besitzer noch weiter beschäftigen, verliert da ja auch einer seinen Verstand über einer Buchstabensuppe und man soll lieber arbeiten, statt spekulieren, rät und dann die Moderatorenbücherstimme.

Denn was nützt es, wenn ich der Bank, in der ich arbeite, einige Millionen unterschlage, die in ein Köfferchen packe, wenn dann mein Auto in ein Schlagloch fährt und ich plötzlich im Mittelalter lande und einer Hexenverbrennung zusehen kann. Dem Helden der Geschichte gelingt es zwar aus dem Inferno zu entkommen, sein Geldkoffer bleibt aber zurück, ach du liebe Scheiße, aber ich weiß, man soll nicht fluchen!

So geht es weiter von Geschichte zu Geschichte, der Enzyklopädien-Verkäufer gerät in ein Wirtshaus, wo schon die Vampire auf ihn warten. Eine wilde Jagd gibt es auch und Uli Lucas, der sich mir gegenüber auch ein bißchen als Glaubenskrieger outete, erzählt in der Stimme des Buches, wie es kommen kann, daß man  hassen lernt, führt einem bezüglich Horror auch manchmal in die Irre, weil sich die Hilfeschreie eines einsamen Mädchen manchmal auch als ausgezeichnete Filmaufnahme entpuppen.

Uli Lucas kann es aber auch poetisch und reimt bei “Voodoo”: “Nur der Tod ist wichtig heut Die Macht des Voodoo ist bereit”, bevor es wieder in den Fernsehsender geht, warum ist der bloß so wichtig und sich dort ein Redakteur in einen Zombie verwandelt, in dem er “nur” eine ganze Schachtel Pralinen ißt.

Mit der “Glocke” kann man Menschen in den Tod befördern, sie aber auch wieder auf andere Art und Weise lebendig machen und weil die Welt ja auch aus Spekulanten und fiesen Bankberatern besteht, handelt ein Ehepaar einen scheinbar Dementen, um den Preis seines Hauses hinunter, wird des Nächtens dann von einem unheilbar stinkenden Misthaufen überrollt und am Morgen steht der alte Ewald wieder auf der Wiese und stellt sein Schild “Zu verkaufen!” auf.

Ja, Uli Lucas kann es teuflisch oder schickt denselben in ein Dorf, wo es die Menschen böser, als der Höllenfürst treiben. Das heißt sie mögen keine Fremden, sind ihnen neidisch, die Kinder werfen Steine nach den Hunden, die Alten drohen und rufen nach der Polizei!

Ja, natürlich auch die Horrorgeschichten haben höchstwahrscheinlich einen realistischen Hintergrund und weisen darauf hin, daß es die Menschen schlimm treiben können und am Ende wartet auf uns alle der Tod und wir kommen hin zu dem Bahnhof, wo der Zug einfahren wird, der uns ins Jenseits bringt.

Die alten, “anonyme Geriatriker”, nennt sie Uli Lucas keck. Aber auch die Mutter und ihr Junge nach einem Autounfall, der Matrose dessen Schiff explodierte, die Hunde, Katzen, Füchse etcetera und ich habe ein spannendes Buch gelesen, wieder mal begriffen, daß die Literatur viel stärker als das Leben ist.

Im Text ist alles möglich, Morde, Phantaise und Grauen. Uns schaudert es dann richtig, während es im Leben  friedlicher zugehen sollte und Haßpostings, Drohen und grundlosen Schimpfen, wie Wut und Neid eigentlich nichts verloren haben sollte.

In diesem Sinne greife ich als Nächstes zu der “Fischer-Sensation” des Herbstes “Ich haße dieses Internet”, während es dann später, wenn der Advent weiter fortgeschritten ist, es wieder zu Uli Lucas und seinem “Weihnachten im Weltall” gehen wird.

Fest für Barbara Frischmuth und Literaturpreise der Stadt Wien

Heute war wieder “MUSA” mit Helmuth Butterweck und Renate Welsch und das sind die diesjährigen Preisträger der Stadt Wien.

Vor drei Jahren haben die Gustav Ernst Erwin Klein bekommen, 2014 Wilhelm Pevny und da war ich am Vormittag bei der Preisverleihung im Rathaus und am Abend im “MUSA”.

Voriges Jahr waren wir mit der Oma in Ungarn, da fielen die Veranstaltungen aus und ich mußte mich auch nicht heimlich ins Rathaus schleichen, weil es mir bisher ja nicht gelungen ist, eine Einladung zu den Preisverleihungen zu bekommen.

Heuer wollte ich wieder einfach so hingehen, habe aber vorige Woche in der “Alten Schmiede” von Julia Danielczyk erfahren, die Preisverleihung war schon am neunten November und es war eher ein Zufall, daß 2013 und 2014, die beiden Veranstaltungen zeitgleich waren und dann bin ich noch darauf gekommen, daß in der “Gesellschaft für Literatur” ein Fest zum fünfundsiebzigsten Geburtstag für Barbara Frischmuth gefeiert wurde.

Also bin ich dort hin und weil am Nachmittag einige meiner Stunden ausgefallen sind, bin ich auch ziemlich konzentriert über “Klara-Claire-Klarisse” gesessen und habe das ganze laut lesend korrigiert, wo ich dann ja immer einen Haufen Fehler finde, obwohl ich ja schon fast dachte, ich wäre eigentlich fertig.

Und weil wir  morgen nach Harland fahren werden, hätte ich das Ganze, das inzwischen wieder seitenverschoben ist, gerne fertigkorrigiert, weil ich ja in Harland keinen funktionierenden Drucker habe, aber dann wäre ich in die “Gesellschaft” warhscheinlich zu spät gekommen, was ja an sich nichts macht, weil die ja eher gegen viertel anfangen, aber vielleicht sind viele Leute habe ich vorsorglich gedacht und nach fünf abgebrochen, so daß ich gegen dreiviertel sechs im Palais Wilczek eintraf, da hinter Barabara Frischmuth und ihrer Beleitung die Stiegen hoch gestiegen bin und dann beim Eingang vor lauter Prominente fast nicht durchkonnte und alle Pätze schon besetzt oder für die Prominentz reserviertwar, so daß ich nur auf einen der aufgestellten Sessel im zweiten Raum Platz fand.

Da habe ich geschimpft und geschimpft und bin auch den Herrn Müller angegangen, der hat mir aber auch nicht einen der reservierten Plätze gegeben. Es sind zwar andere Leute einfach rücksichtslos nach vor gegangen und eigentlich habe ich gar nicht so schlecht gesehen und Peter Rosei und Julian Schutting sind auch hinter mir gesessen.

Zu Barbara Frischmuth habe ich ja, das habe ich wahrscheinlich schon geschrieben, eine besondere Beziehung, denn ich habe sie durch meine Studententage begleitet oder sie mich, ich habe mir damals sehr viele ihrer beim alten “Residenz” erschienenen Bücher gekauft.

In den siebziger Jahren, als ich studierte, waren gerade die “Mystifikationen der Sophie Silber” oder diese Trologie an der Reihe und zu meiner Promotion im Jäner 1980, wo ich ja trotzig alleine hinging, nachher alleine im “Hausboot” das es längst schon nicht mehr gibt, essen war, habe ich mir Band zwei oder drei gekauft und bin am Abend mit meiner roten Rolle alleine ins Burgtheater gegangen, was nicht nötig gewesen wäre, weil meine Eltern wären schon gekommen und hätten mich sicher auch zum Essen eingeladen, aber damals war ich noch sehr widerständig, zu meiner Hochzeit 1987 habe ich das nicht mehr geschafft.

Aber ich wollte ja über meiner Beziehung zu Barbara Frischmuth schreiben, die damals mein großens Vorbild war, so, wie sie wollte ich wahrscheinlich schreiben und natürlich auch bei “Residenz” verlegen.

Die “Klosterschule” habe ich mir auch zu einem meiner Geburtstage gekauft und die “Ferienfamilie” steht auf meiner 2017 Leseliste, weil im Bücherschrank gefanden und in meinen Studententagen war ich mal in Linz und dort in einer Buchhandlung und habe ein paar Seiten daraus gelesen.

Die 1941 in Altaussee geborene Autorin ist sicher in einige Phasen einzuteilen, die “Klosterschule” ist, glaube, ich ihr erstes Werk.

Die sogenannte Sternwieser-Trilogie spielt in Wien und im Stadtpark, wo Barbara Frischmuth ja einige Zeit im dritten Bezirk lebte.

Sie hat in der Türkei studiert, davon handelt, glaube ich, “Das Verschwinden des Schattens in der Sonne”, das ich während unserers Amerikas Aufenthalts 1989 las.

“Hexenherz”, “Die Frau im Mond”,”Bindungen”, Rückkehr zum vorläufigen Ausgangspunkt”,”Einander Kind”, “Über die Verhältnise” habe ich gelesen.

Später, als ich mir die Bücher nicht mehr kaufte, kam dann die “Agypten-Phase”, da war ich bei einigen Lesungen in der “Alten Schmiede” und in der letzten Zeit, einige bei “Aufbau” erschienen Gartenbücher.

Denn Barbara Frischmuth ist wieder nach Alt Aussee zurückgegangen, hat sich dort einen Garten gekauft und den jetzt besiedelt und als wir 1984 warhscheinlich einmal mit der sehr kleinen Anna ein Wochenende in Altaussee verbrachten. habe wir am Abend in dem Hotel wo wir übernachteten Barbara Frischmuth gesehen.

Wegen dieser “Rushdie” Geschichte ist sie aus der GAV ausgetreten, da habe ich ihr einen Brief geschrieben, sie hat mir auch geantwortet und jetzt ist sie fünfundsiebzug geworden und Peter Klar, den ich vom Volksstimmefest her kenne hat mit Anna Babka ein Symposium und jetzt das Fest für sie verranstaltet, daz eine Reihe von Autoren für Statesmenst eingeladen, mich natürlich nicht, so daß ich mir nur hier meinen eigenen Frischmuth Text und meine eigene Frischmuth Laudatio halten kann, denn die offizielle hat Bodo Hell gehalten und es war auch gut, daß ich mein Korrigieren vorzeitig abgebrochen habe, denn die “Gesellschaft für Literatur” war, wie schon beschrieben sehr voll.

Friederike Mayröcker hätte die erste sein sollen, die einen Text für die Jubilarin lesen sollte, sie hat aber krankheits bedingt wahrscheinlich abgesagt, so hat Elisabeth Klar ihren Text gelesen, dann kam Jochen Jung ihr Verleger vom “Residenz-Verlag” und der hat, was sich später auch noch wiederholen sollte, eine Collage aus ihren Titel, sie hat ja eine ganze Anzal von Büchern. zusammengestellt.

Olga Flor die erste “Veza Canetti Preisträgerin” hatte einen ähnlichen Einfall und erzählte, daß sie eine sehr frühe Frischmut Leserin war und Barbara Frischmuth ihrem Kind auch eines ihrer Kinderbǘcher überreichte oder widmete.

Dann kam Thomas Stangl, man sieht die Creme der Creme des Literaturbetriebes mit seinem “Otter-Textr”.

Andrea Grill gratulierte zum Geburtstag, Mieze Medusa hat das Buch “Über die Verhältnisse” wieder mal aus ihren Regalen genommen und forderte zum Wiederlesen auf.

Elisabeth Reichert, die ich erst vorige Woche in der “Alten Schmiede” hörte, hatte einen Text, dann kam der mir unbekannte  Gerhard Fuchs, vom “Franz Nabel Instiut”, mit dem ich mich später sehr intensiv unterhielt und Almut Tina Schmidt, die ich auch kützlich in der “Alten Schmiede” hörte.

Eva Schörkhuber hatte einen eigenen Text und die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl auch eine collage, in dem sie das Frischmuth-Gewächs erklärte.

Anna Weidenholzer schloß irgendwie an ihr letztes Buch an obwohl sie von der anderen Seite des Gebirges oder des Sees erzählte oder von einem erzählte, der ein Hotelzimmer mieten wollte, das er dan doch nicht bekam.

Der letzte vor der Laudatio war Markus Käöhle und Bodo Holl blieb dann eigentlich gar nicht mehr sehr viel über als sich zu wiederholen oder sich zusammenzufassen. Begann mit einem Spaziergang und machte dann eine Werkanayse bevor er zu der Litanei von  Muth und Frisch kam und alles aufzählte, was diesbezüglich zusammenghing.

Es wurde zu diesem Anlaß auch eine bei “Sonderzahl” erschienene Anthologie herausgegeben, die Barbara Frischmuth überreicht wurde, die darüber sehr gerührt war, die man dann auch kaufen konnte.

Es gab im Anschluß Sekt zjum Anstoßen und als mich Margotr Heumann fragte, wo ich anschließend hingehen würde und sich dann mit ihrer Freundin zum Punschtrinken verabschiedet, fiel mir das “MUSa” und das Brot, das ich dort zu einem Glas Rotwein noch essen könnte ein und bin losgezogen.

Auf die “Anthologie” habe ich dabei vergessen, was mich ein wenig ärgerte, aber ich bin im “MUSA noch zur Lesung von Renate Welsh zurechtgekommen, die ja nach Christine Nöstlinger eine der größten Kinderbuchautorinnen ist, die wir in Österreich haben. Sie ist oder war auch die Vizepräsidentin der IG Autoren und eine sehr freundliche, engagierte Frau und sie las gerade von einem Findelkind und dessen Beziehung zu seinem Pflegevater.

Nachher gabs ein Gespräch mit Julia Danilczyk, die erzählte, daß Renate Welsh bei der Preisverleihung, wo ja gerade Donald Trump die US Wahl gewonnen hat, sehr niedrgeschlagen war.

Jetzt geht es ihr angesichts der Wahl von van Bellen, obwohl sich die Freiheitlichen ja schon zur nächsten Natrionalratswahl rüsten, viel besser und mit dem Manfred und der Angela habe ich mich nachher noch gut unterhalten und man wird es nicht glauben, im Bücherschrank, bei dem ich dann noch vorbei schaute, Renate Welshs “Spinat mitRädern” gefunden. Das habe ich mir aus gegebenen Anlaß mitgenommen, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich es nicht schon in meinen Beständen habe.

Adolf Opels Veröffentlichungen

Bei einem meiner Geburtstagsfeste hat mir meine Schulkollegin Trude Kloiber, die im Haus gegenüber wohnt, Adolf Opels “Wo mir das lachen zurückgekommen ist – Auf  Reisen mit Ingeborg Bachmann” gebracht.

Das war meine erste bewußte Begegnung mit dem 1935 in Wien geborenen Dokumentarfilmer, Journalisten und Sachbuchautor, den ich regelmäßig auf Literaturveranstaltungen, beispielsweise denen des Lesetheaters, wo die Lesefrauen unter anderen Lina Loos vorstellten, sehe.

Denn die, 1882 als Carolina Catarina Obertimpfler geborene Lina Loos, scheint sein Spezialgebiet zu sein, habe ich von ihm doch sein Loos Buch “Wie man wird was man ist”, 1994, bei Deuticke erschienen, einmal im Schrank gefunden, aber das erste Mal bin ich mit Lina Loos durch den Bücherschrank meiner Eltern, den sogenannten Bücherkasten in der Wattgasse in Berührung gekommen.

Gab es da ja die “Gutenberg-Ausgabe”- “Das Buch ohne Titel”, von 1953, meinem Geburtsjahr, das ich, ich glaube schon nach dem Tod meiner Eltern, mit noch nicht sehr viel Wissen und Verständnis, um die sogenannte Künstlermuse, gelesen habe.

Als ich heuer in Salzburg auf Büchertour war, habe ich in Margot Kollers Keller noch Lisa Fischers “Lina Loos oder Wenn die Muse sich selbst küßt” gefunden und bei der Lesetheaterveranstaltung vor ein paar Jahren, wo ich Adolf Opel von Hilde Schmölzer vorgestellt, wahrscheinlich das erste Mal bewußt registrierte, war ich auch.

Seither sehe ich ihn, wie gechrieben, regelmäßig auf Symposien und Lesungen, wo er sich auch zu Wort meldet und Fragen stellt und heute gab es in der “Gesellschaft für Literatur” einen Abend mit ihm, beziehungsweise ging es um zwei Bücher, die er in der “Edition Atelier” herausgegeben hat.

So saß er mit dem Verleger Jorghi Poll am Vortragstisch und Ursula Ebel leitete schon ein, als ich den Saal betrat.

Sie tut das ja immer sehr lang und sehr gründlich, so bekam ich mit, daß Adolf Opel auch das “Buch ohne Titel”, bei der “Edition Atelier” wieder herausgegeben hat, das eine Sammlung von Texten und Zeitungsartikel ist, den die Schauspielerin und frühe Gattin von Adolf Loos, deshalb der Name, 1947 herausgegeben hat und weil es eine Textsammlung ist, bestehen die jeweiligen Neuauflagen auch aus jeweils anderen Texten, wie Adolf Opel erklärte, den der Verleger zu ihrem Leben befragte.

Sie hat Adolf Loos, als Schauspielschülerin in einem Kaffeehaus kennengelernt, ihn geheiratet, die Ehe wurde bald geschieden, weil es auch andere Männer gab und mit denen hat sie auch viele Briefe geschrieben, so daß das jetzt vorgestellte und wiederaufgelegte Buch “Du silberne Dame du- Briefe von und an Lina Loos”, heißt.

Einige der Briefe stammen auch von Franz Theodor Csokor und die hat der Verleger gelesen, bevor es zu dem zweiten Buch ging, das mit einem Nachwort von Adolf Opel in der “Edition Atelier” erschienen ist, nämlich Bohuslav Kokoschkas “Ketten in das Meer”, der ist der Bruder von Oskar Kokoschka, hat von 1892-1976 gelebt und Adolf Opel erzählte, daß Oskar Kokoschka seinen Bruder und dessen Familie finanziell unterstützte.

Der Roman bezieht sich auf den ersten Weltkrieg, wo Bohuslav, als Musikmatrose in Pula stationiert war und erinnerte mich zumindest an der vorgelesenen Stellean Ja roslav Hasek “Braven Soldaten Schwejk“.

Ein sehr interessanter Abend also mit sehr interessanten Neuerscheinungen, denn ich interessierre mich ja sehr für die großen Namen und die Literatur des Fin de Sciecle des vorvorigen Jahrhunderts und habe da ja schon sehr viel gelesen und wie man sieht, auch schon viele Bücher zusammengetragen, von denen ich zwar noch einige lesen muß, obwohl ich das in diesem Jahr ja schon sehr reichlich mit Stefan Zweig und Heimito von Doderer getan habe und dessen Art Romanskizzen zu verfassen, hat Bohuslav Kokoschka, wie Adolf Loos auch wußte, nicht sehr gefallen.

Ilse Aichinger Hommage, versäumtes DichtFest und mehr denn je vdB

Ilse Aichingers fünfneunzigster Geburtstag wurde am ersten November gefeiert. Die 1921 geborene Autorin, die mit der “Größeren Hoffnung” bekannt geworden ist, trat ja schon lange nicht mehr öffentlich auf.

Als bei der “Edition Korrespondenzen”, 2001 oder so, einige ihre Bände,  herausgekommen bin, war ich bei einer Veranstaltung, ich glaube, in der Felderstraße und habe mir, stat dem Buch, das ich mir dann vom Alfred zu Weihnachten schenken ließ, das Verlagsprogramm signieren lassen, womit ich einige böse Blicke erntete.

2001, nach nine elfen, war sie, glaube ich, auch einer der ersten, die darüber geschreiben haben und beim “Rund um die Burg” hat sie da, ich glaube, im Ramen des “Literaturhauses” daraus gelesen.

Vor ein Uhr Mittag, die zittrige kleine Frau, die die Uhrzeit ein wenig überzog, um eins füllte sich das Zelt plötzlich mit älteren Damen, die etwa fünf Minuten später “Wir wollen den Grieser hören!”, schrien und nicht zu bremesen waren, als ich ihnen sagte, daß da wohl die berühmteste zeitgenößigsche österreichische Autorin am Podium saß.

Die wollten sie nicht hören und als sie fertig war, erschien Dietmar Grieser mit seinem neuen Buch, stellte es den Begeisterten vor und ich dachte mir, daß er vielleicht einmal hier sitzen und ein Kapitel über Ilse Aichinger lesen wird und alle hören ihm andächtig zu.

Diese Geschichte habe ich ihm auch einmal erzählt und er hat mir, glaube ich, geantwortet, daß er geduldig gewartet hätte, bis er an der Reihe war.

Ilse Aichinger ist dann später krank geworden, ein Pflegefall und nicht mehr zu ihrer Hommage bezüglich des neunzigsten,  auch nicht mehr ins Kono und ins Kaffeehaus gegangen und, um den fünfundneuzigsten waren die Ö1 Programme auch voll von den Hommages an sie.

Als wir am ersten November von Harland nach Wien zurückgefahren sind, gab es gerade die “Größere Hoffnung” im Radio. Ein Buch, das ich als Studentin gelesen habe und jetzt erst erkannte, wie sprach experimentell und ungewöhnlich es eigentlich ist.

Als ich bei der “Buch Wien” endlich beim “Bücherquizz” antratt und offensichtlich so nervös war, daß ich statt des Büchergutscheins, nur die Trostweinkiste gewonnen habe, wurde nach ihr gefragt.

Das Hörspiel “Knöpfe” habe ich erkannt, denn das hat mir meine entfernte Cousine Elisabeth einmal zum Geburtstagsfest gebracht, dafür den Clemens mit den Günther Eich verwechselt, den Sohn mit dem Vater und als ich am Freitag darauf zum Stand des Hauptverbandes kam, um mich mit den “Ohrenschmaus-Leuten” zu treffen, erfuhr ich die Nachricht, Ilse Aichinger ist gestorben.

Zum Geburtstag hat es eine Reihe von Veranstaltungen gegeben, die dann zu einer Totenfeier wurden.

Die in der “Alten Schmiede” habe ich wegen der Hilde Schmölzer versäumt. Die Ruth ist dort gewesen und heute hätte ich wieder eine große Auswahl an Veranstaltungen gehabt, weil wieder der “Umgang durch den siebenten Bezirk”, aber auch das Archivgespräch im Literaturmuseum und Elisabeth Wandeler-Deck hat mir ein Mail geschrieben, daß sie in der “Alten Schmiede” beim Dichtfest liest und da gab es ja schon einmal eine Doppelveranstaltung, wo ich gerade noch beim vorletzten Leser und nachher zum Glas Wein zurecht gekommen bin. Das läßt sich wiederholen, habe ich gedacht und Elisabeth Wandeler-Deck diesbezüglich gemailt und dann war es im Literaturmuseum, als ich kurz vor sieben dort eintraf, weil ich mir vorher noch eine neue Batterie für meine Uhr holen mußte, sehr voll.

Aber zum Glück hatte meine Hauptschulkollegin Christa Unterauer, die ich öfter bei solchen Veranstaltungen treffe, den Platz neben sich frei und dann gab es ein tolles Programm zum fünfundneunzigsten Geburtstag beziehungsweise zum Gedenken.

Die Burgschauspielerin Anne Bennet las Gedichte und ein Stück aus der “Größeren Hoffnung”, Pamelia Stickney spielte dazu auf dem Theremin, dann gab es eine Gesprächsrunde mit Andrea Winkler und den Literaturwissenschaftlerinnen  Christine Invovic und Vivian Liska. Ronald Pohl hätte moderieren sollen, war aber krank, so wurde er  vertreten und die drei Diskutantinnen stellten jeweils ihren persönlichen Zugang zu der berühmten Dichterin vor.

Vivian Liska begann mit zwei kurzen Texten aus den “Kurzschlüssen”, wo die Aichinger durch Wien, üer den Stephansplatz, in die Judengasse, etcetera geht und die Germanistin erklärte genau den literarischen Bezug.

Die Sprachkünstlerin Andrea Winkler zietierte die “Notizen” aus “Kleist, Moos Fasanew” und Christine Ivanovic deren Studentenprojekt ich, glaube ich, schon in der “Gesellschaft für Literatur” hörte, kam wieder mit dem “Dover-Text”.

Sie scheint auch eine wahre Aichinger Expertin zu sein, erzählte von ihrem Leben und ihrem Aufenthalt in Ulm, wo sie mit  Inge Scholl in Kontakt kam und meinte in der Schlußrunde, daß man sich mit Ilse Aichinger ganz beschäftigen müsse, weil das Halbe, also das Anlesen nicht reiche.

Es war auch eine Diskussion auf sehr hohen Niveau. Ich habe ein etwas niederes und so ist auch mein oben geschilderter Zugang zu der berühmten Dichterin und diese Veranstaltung hat ein bißchen länger, als die letzte gedauert, so daß ich diesmal wirklich nur zum Wein in die “Alte Schmiede” gekommen bin.

Elisabeth Wandeler-Deck und Gerhard Jaschke, die ich versäumte begrüßte und ein bißchen Wein getrunken habe und noch etwas gibt es außer auf den Hinweis zu meinem Adventkalenderfenster bezüglich der “Nika, Weihnachtsfrau” zu erwähnen.

Wir haben juchu, fast zum Krampus einen Nikolo bekommen und mehr denn je, vdB, statt der vorherigen angezweifelten dreißigtausend Stimmen sind es dreihundertfünfzigtausend geworden oder 53,79%

Das Unglück anderer Leute

Weiter gehts mit dem “Debutpreis-Longlistenlesen” oder den ausgewählten Büchern, die ich diesbezüglich auf meiner Leseliste habe und da ist mir in wenigen Tagen, die zweite 1988 geborene, also unter Dreißigjährige begegnet, Nele Pollatschek in Ost-Berlin geboren, die in Heidelberg, Cambridge und Oxford studierte und gerade über “Das Böse in der Literatur promoviert”, wie am Klappentext des “Unglücks anderer Leute” steht, das eigentlich und genaugenommen auch ein sehr böses Buch ist, das mich ein wenig ratlos macht, denn ich habe es ja nicht so sehr mit dem Humor im allgemeinen und daher mit dem “schwarzen” ganz besonders nicht.

Es ist aber, das muß ich schreiben, ein sehr beeindruckendes Debut einer Achtundzwanzigjährigen, eines mit dem ich mehr anfangen kann, als mit Birigt Birnbachers, Jahrgang 1985, hochpoetischen zum Roman zusammengstoppelten Erzählungen, obwohl ich bei der  dritten Toten ausgestiegen bin und gedacht habe, das kann es doch nicht sein oder was soll denn das?

Aber wieder schön der Reihe nach, wie meine Leser es wahrscheinlich wollen, weil sie mich sonst unverständlich finden.

Auf Nele Pollatschek und ihr Debut, bin ich, glaube ich, während meines heurigen Frankfurtssurfings aufmerksam geworden und habe mir das Buch, glaube ich, schon bestellt, noch bevor ich auf den “Debut-Blog” aufmerksam wurde, bei dem es auch eingereicht war.

Auf die diesbezüglich Shortlist ist es nicht gekommen und ich weiß noch immer nicht, ob ich es auf die solche tun würde, bis zum Tod der zweiten Großmutter hätte ich es wahrscheinlich getan und auch wenn man Äpfel mit Birnen natürlich nicht vergleichen kann, ist es wahrscheinlich “besser” als Uli Wittstocks “Weißes Rauschen” oder sogar Philip Krömers “Ymir”, aber Geschmack ist etwas sehr Subjektives und höchstwahrscheinlich die Summe der Lebens-Lese-und sonstiger Erfahrungen.

Ich mag ihn höchst wahrscheinlich, den schnoddrigen Ton, wie da der Rorschachtest erklärt wird, obwohl ich natürlich hinzufüge, daß er eigentlich das Diagnosemittel eines klinischen Psychologen und nicht des Psychotherapeuten ist, zumindest ist das bei uns in Österreich so und auch die Erklärung “Und wenn der Patient auf jedem Bild nur nackte Männer sieht, weiß die Therapeutin, daß du schwul bist!”, ist höchst unwissenschaftlich und nur der schnoddrigen Art, der jungen Autorin geschuldet, die sie in diesem Fall, dem sechzehnjährigen Eli in den Mund legt.

Nichts verstanden, also wirklich schön der Reihe nach. Da ist Thene, fünfundzwanzig, die, wie im anderen Klappentext steht, nur den Wunsch hat “Im alten BWM ihres Freundes in den Odenwald zu fahren, dort den Klapptisch aufzustellen, zu lesen, zu schreiben und ab und zu ein Stück Kirschenjokel zu essen”.

Kann sie aber nicht, denn sie ist erstens Oxfordstudentin und zweites hat sie eine “verrückte, meschugge, bekloppte” oder, was auch immer Patschworkfamilie, die sie davon abhält und, um zu dem “Fried Symposium” zurückzukehren und den Round Table Runden zur jüdischen Gegenwartsliteratur, die ich dort am vorletzten Montag hörte, könnte man Nele Pollatschek auch dort einreihen, denn es ist eine “jüdisch bekloppte” Familie, die Thene hat oder zumindest ist das aus  Thens Sicht, die Mutter, die die Welt retten will, ihre Kinder aber dabei vernachläßigt, die immer rote Kleider trägt und blonde Haare hat…

So beginnt das Buch. Thene sitzt im Flugzeug mit ihrem Patchworkvater, dem schwulen Georg, der eigentlich, die bessere Mutter wäre, aber leider Thene, nach der Scheidung oder Trennung, die beiden waren, glaube ich, nicht verheiratet, die zehnjährige Tochter fünf Jahre allein ließ.

Jetzt ist er aber zurückgekommen und fliegt mit ihr und ihrer Oma Patrizia, Patzi genannt, nach Oxford, weil Thene dort den Master verliehen bekommt und sie stören oder unterhalten, das ganze Flugzeug mit der Schilderung, der verrückten Mutter, die sie unbedingt vom Flughafen abholen sollen, obwohl es dort einen Bus gibt, mit dem sie bequem bis zu Thenes Oxforder Wohnung fahren kann, aber die Mutter, die inzwischen noch zwei andere Kinder, aus anderen Beziehungen hat, ist störrrisch und eigensinnig, macht, was sie will und läßt, um andere zu retten, die Kinder viel zu viel allein.

Ein Beispiel wird noch geschildert, wie Thene mit der Mutter und dem fünfzehnhhrigen Eli  zu einer Zaubershow fuhr und Thene dann den Zug versäumte, weil die Mutter einfach nicht hören wollte.

So kommt es zu einem Kompromiß und die Mutter soll von der Autobahnauffahrt abgeholt werden.  So fahren alle mit dem Auto dorthin, kommen aber nicht weiter, denn es gibt einen Stau, Georg ruft die Mutter an, um sie davon zu verständigen, dann schweigt er in das Telefon, sagt “Mama ist tot”, “Quatsch!”, antwortet Thene die Ich-Erzählerin. So fängt es an und Thene geht dann mit bunten, statt den vorgeschriebenen schwarzen Socken, zu ihrer Masterfeier. Dann fliegen alle zurück nach Frankfurt, wo die Mutter wohnte, die Großmutter und der Vater wohnen in Berlin, Thene in Heidelberg mit ihrem Freund Paul, wenn sie nicht gerade in England ist und jetzt muß sie dem fünfzehnjährigen Halbbruder Elijah, der ein Hobbyzauberer ist, beibringen, daß Mama tot ist, die fünfjährige Trixi gibt es auch, aber die ist bei ihrem Vater untergebracht und während die Großmutter Quarkknöpfi zum Abendessen macht, kommt Elijahs Vater Ralf, der inzwischen zum orthodoxen Juden mutierte, mit dem “Tschulent”, das man offenbar zu einem jüdischen Todesfall bringt.

Thene schmeißt Ralf oder Menachem, wie er sich jetzt nennt, samt seiner Trauerspeise hinaus und hat jetzt anderes zu denken, denn sie braucht Geld für die Beerdigung der Mutter. Beate, deren Sekretärin, auch eine von der Mutter Fällen, denen sie aus der Not geholfen hatt, erklärt ihr aber, es gibt kein Geld und das Kuvert mit den zehntausend Euro, das in der Wohnung, versteckt sein soll, wird auch nicht gefunden.

Zum Glück gibt es aber die jüdische Gemeide, die da alles erledigt, so daß sich Thene, um nichts  kümmern muß. Die ist in zwischen mit ihren Geschwistern, Georg und dess Freund Christoff nach Berlin gefahren, weil Georg seine Arbeit nicht versäumen will. Das Begräbnis scheint auch dort stattzufinden und dort tauchen Georgs Eltern, Liesel und Karl auf, die aus dem Osten stammen. Liesel ist manisch depressive Alkoholikerin und Karl versucht sie vergeblich vom Trinken abzuhalten. Es kommt zur Katastrophe, die von Georg schon lange erwartet wurde, Liesel erschlägt Karl mit der Rotkäppchensektflasche und stirbt an einer Alkoholvergiftung und ab da kkippte es für mich oder war es erst, als Großmutter Patrizia tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde?

Wahrscheinlich erst ab da, denn bis dahin erschien mir noch alles realistisch und gut erzählt und so liebe ich ja.

Dann wird aber über die Wahrscheinlichkeit der Todesfälle diskutiert, Eli tut es mit Thene, während er der kleinen Trixi, die nach ihrer Mutter fragt, ständig vorzaubern und etwas verschwinden lassen mußt, um sie zu beruhigen.

Ab da geht es rasant weiter und die Kaptiel, die wie das Alphabet von A nach Z führen, werden immer kürzer.

Georg und Christoff fallen von der Leiter. Thene, die führerscheinlose, fährt ihre Geschwister nach Frankfurt zurück und erfährt durch das Radio vom Tod Menachems. Dann verschwindet Trixie. Eli hat sie weggezaubert und wird von der Polizei abgeführt und auch Thene bleibt nicht lange allein oder lebendig, sie fährt in den Oldenwald und stirbt.

Und während sie sich noch fragt, ob sie nun im Himmel oder in der Hölle ist, hört sie die Stimmen ihrer Familienmitglieder und weiß, daß sie dorthin an-oder zurückgekommen ist.

“In ihrem verblüffenden Debut spielt Nele Pollatschek mit Statistik und Magie – und erzählt dabei eine tubulente, hochkomische und tieftraurige Geschichte vom Schicksalschlag eine Familie zu haben”, steht noch am Buchrücken.

Von meiner Ratlosigkeit, weil ich es mit den hochkomischen und dabei tieftraurigen Geschichten, in denen wieder einmal viel zu viel passiert, nicht so habe, habe ich schon geschrieben.

So erwähne ich  die Danksagungsseite, wo die junge Autorin ihrem Vater dankt, sie auf die Idee zu diesem Buch gebracht zu haben und verkneife mir die Frage, die ich sonst an dieser Stelle so gern stelle, wie weit und was davon autobiografisch ist, daß das Buch aber sehr verblüffend und ungewöhnlich ist, dem stimme ich sehr gerne zu und hätte noch eine Frage an die junge Autorin, die, wie man an verschiedenen Stellen nachlesen kann, von Kurt Vonnegut sehr viel hält, wie das bei ihr bei Heimito von Doderer ist, denn da habe ich einige Anspielungen gefunden, die mich an die “Merowinger” erinnern.

Das Bücherjahr

Das Jahr neigt sich allmählich zu Ende und da ich gestern Nacht noch einmal meine Leseliste aktualisiert und ein paar 2016 Bücher in das nächste Jahr hinübergetragen habe, ist es vielleicht Zeit, noch einmal und ausführlich über das Lesejahr 2016 zu schreiben, das abgesehen davon, daß ich höchstwahrscheinlich viel weniger Bücher, als in den Vorjahren gelesen habe, ein sehr interessantes und erfreuliches war.

Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau beschreiben, aber seit dem ich eine Leseliste führe, die sich 2011 so allmählich aus der “Hundert Bücher-Challenge” ergeben hat, ist die Zahl einige Jahre lang hinaufgegangen.

2010 waren es neunzig Bücher, die Zahlen der beiden vorangegangenen Jahre, vor allem die von 2008, wo ich ja auch erst im Juli mit dem Bloggen angefangen habe, sind nicht komplett, weil ich damals noch nicht alle gelesenen Bücher besprochen habe.

2011, hundertfünfzehn, 2012 hundertvierundfünzig, 2013 hundertsechundsiebzig, von da ab gings bergab, denn 2014 waren es nur noch hunderteinundsiebzig, 2015 hundertzweiundsechzi und heuer werden es vermutlich an die hundertfünfundvierzig, vielleicht mit einem leichten plus oder minus, sein.

Etwa drei Bücher in der Woche und die lese ich regelmäßig täglich in der früh, so an die sechzig bis hundert Seiten in der Badewanne und am Abend nur am Wochenende oder in den Ferien, wenn ich zu Hause bin und zu keinen Veranstaltungen gehe, über die ich dann blogge.

Ich habe ja, glaube ich, schon in meinen Studententagen, als ich mir die Bücher noch zum Normalpreis kaufte, angefangen zu sammeln, dann kamen die Büchertürme bei der “Literatur im März”, Edith Brocza hat mich einmal die Reste aus der Buchhandlung in ihrem Haus mitnehmen lassen und ab 2010 die offenen Bücherschränke, die die Zahl meiner ungelesenen Bücher in die Höhe schnellen ließ.

So daß ich 2013 den Rappel bekam, mir eine Bücherschränkung verordnete, die ich nicht wirklich oder eigentlich gar nicht einhielt, aber möglichst alle meine Bücher in meine Leseliste eintrug, so daß die bald explodierte und ins Jahr 2025 oder noch länger hinführte.

Bis 2013 aber habe ich es geschafft, alle Bücher auf der Jahresliste zu lesen, aber 2013 war auch das Jahr, wo Mara Giese mit der Aktion “fünf lesen vier” begann und ich mir das erste Mal die Frage stellte, ob ich nicht auch “Buchpreisbloggen” soll?

Damals habe ich es nicht gemacht, die Leseliste hat mich daran gehindert, ich war auch nicht sicher, ob mir die deutschen Verlage, die Bücher schicken würden, aber 2015 als sich dann die “offiziellen Buchpreisblogger” gründeten, habe ich mich nicht mehr zurückgehalten und gelesen und gelesen, was, glaube ich, schon 2014 dazu führte, daß ich schon im Dezember umdisponierte, die ungelesenen Bücher aus dem Badezimmer räumte und die neuen hineinpackte, was einige Zeit erforderte und auch zu einem kleinen Unfall führte.

Im Vorjahr hat sich das wiederholt und, als heuer klar wurde, daß ich fast alle Bücher des dBp bekommen werde und, da sich das Buchpreislesen auf österreichisch ja kurze Zeit danach wiederholte, da habe ich zwar nur die halben Bücher gelesen, aber es war schon im September klar, ich schaffe, die durch Rezensionsexemplare auf zweihundert angestiegene Liste nicht  und ich war mir auch nicht sicher, ob ich wirklich alle Listenbücher finden werde und wenn ich sie im nächsten Jahr dann ohnehin wieder zurückräumen, muß, habe ich die Zukunftsleseliste gelöscht und mir bei der 2016 Leseliste angeschaut, was ich unbedingt noch auf jeden Fall lesen will.

Da waren ja einige Geburtstags- und Weihnachtsbücher und auch sonst sehr interessante Fundstücke dabei und zu meinem Vici-Baum Schwerpunkt wollte ich auch noch kommen, tue aber seit August nichts anderes, als Rezensionsexemplare zu lesen und da stehen  noch einige auf der Liste, die glesen werden sollen und wenn ich zwölf Bücher im Monat schaffe und heute schon der dritte Dezember ist, wirds vielleicht doch nicht so ganz mit der Vicki Baum klappen, aber den Franzobel will ich unbedangt lesen, das Buch der Ela Angerer, das erste, das zweite habe ich diese Woche ja auch  bekommen und dann den Richard Schuberth auf den warte ich auch schon so lang.

Also das andere Interessante auch in das nächste Jahr gepackt, da liegen die Bücher ja schon im Badezimmer, die zu einem großen Teil aus der 2016 Liste stammen oder aus einigen sehr interessanten Funden, wie beispielsweise “Löwenwecken”, auf das ich  aufmerksam wurde, als Israel das Gastland in Leipzig war, bestehen.

Da hab ich wieder den Vorsatz, wenn möglich, die abgespeckte 2017 Liste wirklich hinunterzulesen, zweimal fünf Rezensionsexemplare aus der Frühjahrsleseproduktion habe ich mir aber schon bestellt und das “Buchpreislesen” will ich ja eigentlich auch wiederholen, was bedeutet, das ich vermutlich wieder ab Ende August Rezensionsexemplare lesen werde und mit meiner Liste fertig sein sollte.

Die besten Vorsätze also und bin nicht wirklich sicher, ob es klappt, denn das hat es noch nie, weil ich sehr neugierig auf neue Bücher bin und die zum Teil auch angeboten bekomme.

Nun, das wird sich zeigen und wenn man jetzt auf das Jahr 2016 schaut, habe ich schon sehr viel Interessantes gelesen und da habe ich Jänner auch ganz brav mit der Leseliste angefangen.

Das heißt  “Amerikatz” war noch jahresübergreifend, Hans Fallada und Donna Leon standen auch auf der Liste und bis Leipzig hatte ich zwar auch Rezensionsexemplare, aber danach habe ich mir dann soviel bestellt, daß ich mit den vorgenommenen Büchern nicht wirklich weitergekommen bin.

Im Mai fuhren wir nach Kroatien, da habe ich mir eine eigene Kroatienliste gemacht und dann habe ich ja auch ein paar Bücher für “Paul und Paula” gelesen, die mir zum Teil Klaus Khittl oder Gloria G. borgte und der Stefan Zweig Schwerpunkt und das Doderer-Lesen ist dann auch hinzugekommen.

Im Sommer klappte es dann zwar mit ein paar Büchern aus dem Harlander Stapel, aber dann kam schon bald der August und das Buchpreislesen und ein paar Bücher, die mir  “Literaturtest” oder die ich bei “Aufbau” bestellte waren auch dabei.

Ab August habe ich dann Buchpreis gelesen und gelesen, achtzehn der deutschen dBp, das hat ja heuer vervorragend geklappt, “Hool” wartet noch, “München müßte ich noch finden oder den Mut zu Lücke haben, von der öst List waren es fünf und die drei Debuts und dann kam ja schon vollig überraschend aber sehr spannend das “Buchdebut-Bloggerlesen” und da habe ich mir die Shortlist ja auch durch einige Longlistenbücher erweitert.

“Keiper” hat mir überraschend zwei Bücher geschickt und mein Kritiker Uli Lucas, dessen “Horrorgeschichtensammlung” ich gerade ausgelesen habe und der liebe Dietmar Füssel schickt mir Bücher, Gerhard Jaschke hat mir seinen Gedichtband geschickt, sowie Petra Ganglbauer und dann waren ja auch einige Schmankerl auf meiner ursprünglichen Bücherliste, so daß ich heuer “Biss zum Morgengrauen”, aber auch “Hausfrauensex”, den “Braven Soldaten Schwejk”, die “Henkerin”, den “Tod des Vergils”, aber auch Nele Neuhaus und  Anna Achmatova gelesen habe.

Jane Austen “Verstand und Gefühl” war auch dabei, was dann weil ja ein Henry James Gedenkjahr war. durch “Eine Dame von Welt” ergänzt wurde.

Ich habe “Mimikry” elesen oder gespielt und endlich Hans Weigels “Unvollendete Symphonie” und und…

Ein Blick auf die Liste macht es vollständig und ich denke, es war eine sehr interessante Mischung zwischen alt und neu. Denn ich bin ja eing, die eigentlich wirklich neugierig auf alles ist, auch gerne mal einen Krimi oder ein Chicklit liest und da war ja auch was Selbstgemachtes der Annika Bühnemann dabei.

Ich habe da keine Voruteile, spüre aber natürlich auch die Grenze der Menge und muß jetzt aussuchen, weil ich ja nicht nicht wirklich alles lesen kann, was ich eigentlich will.

In diesem Sinne wird es sicher spannend , wie weit ich meine 2017 Pläne einhalten werde, da sind ja die Schmankerln aus den Bücherschrankfunden. Da hat sich einiges sehr interessantes angesammelt, aber auch die Weihnachts- und die Geburtstagsbücher wirklich der Reihe nach auszulesen und bezüglich Reisen oder Schreibepläne läßt sich  auch einiges ergänzen oder aus den Regaeln suchen.

So fahren wir 2017 mit der Ruth und dem Rad um den Bodensee, da lassen sich ja herrlich, sowohl Arno Geiger, als auch Michael Köhlmeier oder Martin Walser lesen, den Clemens Meyer kann ich nach Leipzig mitnehmen und den Erich Landgrebe beziehungsweise, die Margot Koller nach Salzburg, wenn ich die im Jänner besuche, beziehungsweise wieder mit ihr gemeinsam lesen werde.

Spannend, spannend der Blick auf die 2017 Liste und auf die Vorfreude, was ich dann 2018 oder 2019, wo ja auch schon einiges wartet, die Hilde Schmölzer beispielsweise, das “Fliegengewicht” der Anna Elsabeth Mayer, Theodora Bauers “Fell der Tante Meri” Alfred Polgars “Marlene” beispielsweise und und…

Ja und bezüglich der eigenen Bücherproduktion oder Vermarktung habe ich auch einiges zu berichten, obwohl ich ja im November mit dem Korrigieren nicht wirklich weiter gekommen bin. Das war kein wirklicher Korrigiermonat und da hoffe ich auf die Weihnachtsferien und das nächste Projekt ist ja auch irgendwie schon geplant, beziehungsweise wurde es in der letzten Schreibgruppe angeschrieben und weil ich ja mit meinen selbstgemachten Büchern ohne ISBN Nummer so im Verborgenen bin und sich scheinbar keiner dafür interessiert oder sie bei meinen Gewinnspielen gewinnen, beziehungsweise rezensieren möchte.

Zwei Anfragen habe ich heuer schon bekommen, da hat sich vor einiger Zeit eine Italienerin bei mir gemeldet, die über “Michaerla König” eine Diplomarbeit oder etwas Ähnliches schreibt und “Mimis Bücher”, was ja JuSophie” so gar nicht gefallen hat, haben wollte und vor kurzem meldete sich Korea bei mir, die eine von Ernst Schwarz Übersetzungen herausgegeben möchten und von mir wissen wollten, wer die Rechte hat?

Ich habe sie nicht, aber heute wieder eine Anfrage bekommen, weil man bei “Wikipedia” lesen kann, daß in den “Dreizehn Kapitel” eines über Ernst Schwarz enthalten ist.

So geht es also auch und vielleicht bin ich gar nicht so verborgen mit meinen selbstgemachten Büchern. Anke Dörsam habe ich die “Berührungen”, als Dank für ihren “Mimikry-Text” am Montag ja auch nach Berlin geschickt, bin aber gar nicht so sicher, ob das Buch ankommen wird, da sie mir keinen Straßénnamen angegeben hat und die “Deutsche Bibliothek” in Leipzig möchte  auch meine Bücher haben, so daß ich kürzlich wieder, die neuesten hingeschickt habe und das eigene Bücherjahr, das kann ich vielleicht auch schon schreiben, war heuer besonders produktiv.

Fünf Bücher sind in diesem Jahr entstanden, die “Flüchtlingstrilogie”, dann “Paul und Paula” und die “Berührungen“.

Erschienen, nicht geschrieben, da ich die Thekla Morgenstern, das Sommerbuch und den Adventkalender ja schon im Vorjahr geschrieben habe.

Heuer habe ich mit “Paul und Paula” begonnen, was sehr aufregend war, dann habe ich die “Berührungen” geschrieben und aus Kroatien habe ich mir die Idee auch eines Sommerromans, nämlich “Claire-Klara-Clarisse” mitgenommen habe, an der ich noch korrigiere, bevor es 2017 erscheinen wird und ich mich an mein “Bibliotheksgespenst” mit dem Arbeitstitel “Vor dem Frühstück kennt man sich nicht” machen werde.