Schamrock-Salon der Dichterinnen

Das ist ja eine Veranstaltung, die Augusta Laar, die Gründerin des Schamrocksfestivals, seit einigen Jahren im Literaturhaus präsentiert, wo immer einige Autorinnen die Texte anderer vorstellen, beziehungsweise mit eigenen Texten darauf antworten.

Eine interessante Veranstaltung für literarisch Interessierte, wie mich, die sich ja seit Jahren mit der Literatur beschäftigt auch wenn das einige nicht für qualitätsvoll halten und diesmal stellten nach der Präsentation von Augusta Laar zu ihren Festival Petra Ganglbauer, Gerlinde Hacker, Alexandra Bernhard, Astrid Nischkauer und Monika Vasik fünf Wiener Dichterinnen, wie es hieß vor, obwohl ich einige gar nicht dafür gehalten habe.

Jeanne Ebner über die Petra Ganglbauer ,im Rathaus ja einmal eine Festrede hielt wurde beispielsweise in Sidney, Australien geboren und ist 2004 in Wien gestorben und da hat sie ganz in meiner Nähe, nämlich beim Mittersteig gelebt. Die 1958 in Graz geborene Petra Ganglbauer,“Veza Canetti-Preisträgerin” und ehemalige GAV-Präsidentin begann ihre Vorstellung damit, daß die meisten Leute Jeannie Ebner, gar nicht kannte oder wenn nicht sehr viel über sie wußten.

Da kann ich gleich wieder meinen literarischen Senf verstreuen. Denn irgendwo habe ich in der Bibliothek meiner Eltern “Die Wildnis früher Sommer” gefunden und da gibt es, glaube ich, ein Zitat “Die Liebe ist des Weibes ganzes Wesen, der Mann hat zwischendurch zu tun”, das ich, glaube ich, einen meinen Texten, mit dem ich mich noch um ein Stipendium bewarb, voranstellte und dann habe ich einmal mit Jeanne Ebner in der “Gesellschaft für Literatur” gesprochen , wo sie mir erzählte, daß sie sich vor den Insaßen des Mttersteigs fürchte und deshalb immer mit dem Taxi nach Hause fahre und einmal habe ich mit der Bezirksrätin Steininger eine Führung durch das literarische Margareten gemacht , da waren wir in der Zentagasse und in dem kleinen Park in der Nähe des Mitterteigs, der eigentlich ein Durchgang ist, ist Jeannie Ebner gesessen und hat eine Zigarette in der Hand gehalten. Sie war, wie Petra Ganglbauer referierte, mit Thomas Bernhard befreundet, der sich dann in “Holzfällen”, das, glaube ich, 1984 erschienen ist, lustig gemacht. Da kann ich mich noch erinnern, wie sich in der Teeküche in der II HNO-Sprachambulanz Dr. Biegenzahn, der einen anderen Protagonisten daraus kantte, darüber unterhielt.

Eine interessante fast vergessene Autorin, die Jeannie Ebner und die 1920 in Graz geborene und 2009 in Wien verstorbene Doris Mühringer bin ich schon vorige Woche im Literaruhaus beim Ilse Tielsch Abend begegnet und vorher glaube ich auch durch die Zeitschrift “Literatur in Österreich”.

Sie wurde vorige Woche und auch heute von Gerlinde Hacker von den feministischen Autorinnen, die sie vorstellte, in eine Reihe mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, Christine Lavant, etcetera, gestellt. So habe ich das bisher eigentlich nicht gesehen. Die Gedichte, die Gerlinde Hacker vorstellte, haben mich aber sehr beeindruckt und spannend auch, daß sie dann mit ihren Zitaten mit den eigenen Gedichten antworte und eine Kiste worauf “Nicht vergessen” stand und sie dann Christan Loidls Dissertation über sie herauszog hat es auch gegeben.

Die dritte im Bunde war die mir bisher unbekannte Alexandra Bernhard und die stellte auch eine mir bisher unbekannte Autorin vor und die, Gabriele von Baumberg, war, glaube ich eine echte Wiener Autorin, dort 1766 geboren und in Linz 1839 verstorben, eine Zeitgenossin Goethes und Schuberts und der hat auch ein Gedicht von ihr vertont.

Dann gabs eine Pause, wo ich mich mit Petra Ganglbauer unterhielt und das mit den Wiener Dichterinnen bezweifelte, denn Rose Ausländer und Trude Krakauer waren das doch nicht?

Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz geboren und der Name TrudeKrakauer war mir zwar irgendwie bekannt, ich hätte sie aber für eine Deutsche gehalten.

War sie nicht, wie mir Augusta Laar gleich kontete, denn sie ist in die gleiche Schule ins Albert-Gymnasium, wie die 1989 geborene Astrid Nischkauer gegangen, die ich ich ja regelmmäßig im Literaturhaus, in der “Alten Schmiede”, etcetera sehe und die auch als Übersetzerin tätig ist und Trude Krakauer wure 1902 in Wien geboren und mußte 1938 nach Bogota emgirieren, wo sie auch starb und nie mehr nach Wien zurückkam.

Sieglinde Bolbecher bzw. die “Kramer- Gesellschaft” hat sie entdeckt und daher kenne ich wahrscheinlich ihren Namen und dann kam die 1960 in Wien geborene Monika Vasik, die ich auch oft bei Literaturveranstaltungen sehe und erklärte, daß sie zeigen wollte, warum sie Rose Ausländer für eine Wiener Autorin hält.

Gehörte Czernowitz, als sie geboren wurde, ja zur K und K Monarchie. Sie hat auch einige Zeit in Wien gelebt. Gestorben ist sie dann im “Nelly Sachs-Heim” in Deutschland und da hat sie in ihren letzten <lebensjahren ihr Bett oder Zimmer nicht mehr verlassen. Das habe ich gewußt, weil ich einmal eine Rose Ausländer-Ausstellung besuchte, die mich sehr beeindruckte, wo das erwähnte wurde und “Blinder Sommer”, den Lyrikband, der, wie Monika Vasik sagte, in einem Wiener Verlag erschienen ist, habe ich auch gelesen.

Eine sehr interessante Veranstaltung, wie es diese Woche überhaupt viele interessante Veranstaltungen gegeben hat, die mein literarisches Wissen aufgefrischt hat und es in der nächsten Zeit auch noch einige geben wird. Der “Jandl-Peis” wird vergeben und das “Bachmann-Lesen” findet auch nächste Woche statt.

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