Texte über und von Rolf Schwendter

Der 1939 geborene, dreifache Doktor, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller, GAV-Präsident, Lesetheatergründer, Devianzforscher und vieles andere mehr Rolf Schwendter ist vor zehn Jahren gestorben. Deshalb hat oder hatte er auch in der Sittl-Sommerlesereihe heute eine Veranstaltung, die von Hanrei Wolf Käfer gestaltet und von Gerhard Ruiss, Birgit Schwaner, Andrea Pauli, Thomas Northoff, etc. gelesen wurden und es war für mich eine etwas ungewöhnliche Veranstaltung, wo ich Rolf Schwendter, den ich gut kannte, gar nicht so wiedererkannte. Hat Hahnrei Wolf Käfer in seinen Text etwas von Maßanzügen und Exellenzen und gemieteten Palais für die Lesetheaterveranstaltungen geschrieben.

Marius Schiener, Thomas Northoff, Birgit Schwaner, Andrea Pauli, Gerhard Ruiss, Hahnrei Wolf Käfer

Aber der dreifache Doktor war ein sehr ungewöhnlicher Mann, übergewichtig, viel essend, immer eine blaue Hose, Marxist, Altachtundsechziger, kein Telefonbesitzer oder nur in der Nacht erreichbar, kein Computer, keine Schreibmaschine, sondern alles handgeschrieben. Kochbuchschreiber, Lyriker, beim Volksstimmefest hat er immer als letzter gelesen und das Lesetheater hat er mit Brigitte Guttenbrunner, die ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” kennenlernte, deren Text “Hände falten” hieß er, glaube ich, sehr beeindruckend war, die beim Bachmannpreis einmal gelesen habe und von der ich schon lange nichts mehr hörte, Evelyn Holloway und Hansjörg Liebscher gegründet.

Marius Schiener, Thomas Northoff, Birgit Schwaner, Andrea Pauli, Gerhard Ruiss, Hahnrei Wolf Käfer

Ein paar seiner Bücher habe ich in meinen Regalen, da gibt es die “Drizzling fifties”, die “Katertotenlieder, Rolf Schwendter ar auch ein großer Katzenfan, die “Unmöglichkeit zu telefonieren” aus denen auch, sowie aus dem “Psalter” und dem “Blues auf dem Weg zum Wahnsinn” gelesen wurde. Dann haben auch Gerhard Ruiss, Thomas Northoff und Birgit Scwaner Texte über ihn geschrieben und weil Rolf Schwendter sehr unkonventionell und spontan war, wurde die Veranstaltung auch nicht geprobt, wie angesagt wurde, was auch zu bemerken war.

Es wurden die Texte oft im Chor gelesen und es ist gut an Rolf Schwendter erinnert zu werden und ich habe ja auch einige Texte über ihn geschrieben.

Rolf Schwendter wiederlesen wurde auch aufgefordert und das ist eine gute Idee und deshalb ist es gut, daß das Lesetheater sich seinem Gründer immer wieder erinnert und da habe ich ihn ja in vielen Veranstaltungen gehört. Er hat auch Marathonveranstaltungen veranstatet, so kann ich mich an einen Nestroy Abend erinnern, wo er, glaube ich, den Helden in “Freiheit im Krähwinkel” darstellte, die “Poet Nights” hat er veranstaltet und mich auch einige Male lesen lassen und einige Bekannten habe ich im Pelikan Stüberl, wo die Veranstaltung wetterbedingt stattfand, auch getroffen.

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