Alte Schmiede musikalisch

Die “Alte Schmiede” hat ja ein Musikprogramm, das meistens am Mittwoch und am Freitag stattfindet und ich nur selten hingehe. Eigentlich nur in den Osterferien, wenn es sonst nichts anderes gib t oder wenn das Programm einen literarischen Anstrich hat, wenn Lavant -Lieder gesungen werden, etcetera, denn ich bin ja ein literarischer Typ, der das Crossover ziemlich eingestellt hat.

Was gibt es aber am Freitag, wenn wir uns Wien befinden und das tun wir diese Woche, weil ich eigentlich am Samstag im “Werkl “beim Open Mike” lesen wollte und am Sonntag wird ja der “Fried-Preis” an Thomas Kunst vergeben.

Also wo geht ich hin? Und fand da gleich in der “Alten Schmiede” das Frauenvokalensemble “equilibirium”, das sich “Deutschsprachigen Dichterinnen verschiedener Epochen” widmete.

Also schon etwas gefunden, dann fand ich in der Hauptbücherei noch “ein Veranstaltungen “Stimmen behinderer Menschen” und das Lesetheater führte auch noch Schnitzlers “Liebelei” auf. Also schwankte ich zur Hauptbücherei, denn das Behindertenthema interessiert mich ja und dann wieder in die “AS” zurück, weil ich mir die vertonte Lyrik geben und mich damit verwöhnen wollte.

Und das hat sich, schreibe ich gleich, gelohnt. Denn acht Damen in Abendkleidern oder Hosenanzügen traten, moderiert von Margareth Tumler, die gleicheine Entspannungseinführung gab, traten auf und lasen zuerst die Texte, der vertonten Dichterinnen und da waren sie zum Teil auch auf Komponisten angewiesen.

Es begann mit Ola Gjeilo oder Hildegard von Bingen. Ging dann zu dem 194 geborenen Jürgen Golle über, der fünf Texte von Hildegard Jahn-Reinke, die von 1906-1995 lebte, vertont hat. Von beiden noch nie etwas gehört. Die Gedichte gingen aber über die “Winteranderung” im “November” zum “Sommer-Regen” über und dann kam Gottfried von Einem, der offenbar mit Christine Busta befreundet war und aus ihren Briefen ein Votivliederpotpurri machte.

Die 1959 in Dresden geborene und dort lebende Sylke Zimbel vertonte sowohl Friederike Mayröcker als auch Sarah Kirsch und dann kams zu einer Uraufführung, denn der 1989 geborene Luca Sutto, der anwesend war und sich, wie er sagte sehr für Leben und Schicksal der Hertha Kräftner interessiert und machte sechs oder sieben Gedichte von ihr zu einem Musikstück.

Eine Zugabe gab es auch und es war nach einer literarischen Woche mit zweimal “Alte Schmiede”, einmal Literaturhaus” und einmal “Gesellschaft”, eine schöne musikalische Umrahmung, was mich zu dem Schluß bringt, daß ich mir veilleicht öfter das Musikproramm geben soll, aber Ostern kommt ja wieder, bis dahin bin ich gespannt.

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