Ankommen in Wissenschaft und Kunst

Die Exilbibliothek im Literaturhaus beheimatet, feiert ihr dreißigjähriges Bestehen. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Veranstaltungen und so wurde heute in Zusammenarbeit mit der Uni Wien, die “Kunst des Ankommens” vorgestellt. Da bin ich wieder ein bißchen zu spät gekommen, so daß mich ein voller Saal und eine Musikdarbietung erwartete, bis die Soziologen Ana Miljic und Michael Parzer ans Podium gekommen sind und das Projekt erklärten.

Das Ankommen in Österreich von Migranten und Flüchtlingen in Fotografie, Musik und Literatur dargestellt und das Ganze dann noch wissenschaftlich begleitet und in Diskussionsrunden bearbeitet.

Spannend, spannend, als da die Musikerin Irina Karamarkovi mit einer Handgtasche auf die Bühne kam und erklärte, daß sich darin dreißig Sprachen befänden, die man sich ziehen konnte. Dann hat sie auf türkisch, bulgarisch, jiddisch, hebräisch und so weiter und so fort A cappbella losgesungen und großen Aplaus geerntet und die Autoren Hamed Abbound, Anna Baar und Mascha Dabic auch mit Flucht, Migration und anderen Hntergrund haben gemeinsam eine Geschichte geschrieben, die von Mascha Dabic und nvorgetragen wurde, weil sich Anna Baar, no na, derzeit in Klagenfurt befindet.

Ein Fotografierteam gab es auch, das von Christina Werner vorgestellt wurde. Orwa Alshoufi improvisierte dazu und dann präsentierten die Soziologen die Diskussionsrunden, die vor allem, glaube ich, von ukrainischen Flüchtlingen geführt wurden, die erklärten, was Flucht für die bedeute.

Die befanden sich auch im Publikum und Mascha Dabic hat mich freundlich begrüßt, mit mir angestoßen und mich gefragt, wie es mir geht?

“Gut!”, war die Antwort, denn ich bereite mich ja auf mein fünzehnjähriges Blogjubiläum vor und habe den neuen Roman begonnen. Mal sehen, wie lang er wird und natürlich habe ich auch die Frage, wann ich in der Literatur oder in deren Betrieb angekommen sein werde?

Ich fürchte nie, ist die Antwort, was eigentlich sehr schade ist, wenn man fünfzig Jahre daneben steht und Astrid Nischkauer, die, wie ich vorige Woche erfahren habe, zwischen Bücherbergen und in Wien lebt, war wieder da, Barbara Zwiefelhofer und auch sonst war es, wie schon erwähnt, sehr voll mit Leuten, die ich noch nie im Literaturhaus gesehen habe und einige offenbar ukrainische Kinder liefen fröhlich und auch ein bißchen wild herum.