Zweimal nicht Biografisches bei den O-Tönen

So hat Daniela Strigl heute die beiden Bücher beziehungsweise die Autoren vorgestellt, die heute bei den O-Tönen lasen.

Matthias Gruber

Matthias Gruber mit seinen Debut “Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art” und Tonio Schachinger mit seinen zweiten Roman “Echtzeitalter” und die Veranstaltung fand diesmal wieder im Freien statt.

Ljuba Arnautovic und Gabriele Kögl habe ich gesehen, später noch Birigit Birnbacher mit ihrem Kind und ich bin in der zweiten Reihe, weil der Alfred Sessel dazu gestellt hat, neben Julia Danielcyk gesessen, die ich gleich zur Auflösung des Literaturreferates befragen konnte, denn da ist heute ein Mail der GAV gekommen , das mir mitteilte, daß das die Stadt Wien plant oder bereits durchgefühhrt hat.

Petra Eckhart hat eröffnet und der erste Roman des 1984 n Wien geborenen Matthias Gruber betonte im Gespräch mit Daniela Strigl, daß sein Debut deshalb nicht autobiografisch sei, weil das Leben eines in Salzburg wohnenden Familienvaters nicht so viel hergibt. Deshalb spielt sein “Jung und Jung-Debut” auf einem Müllplatz oder handelt von einer Tochter mit einer Immunkrankheit, die mit ihrem Vater die Wohnungen verstorbener ausräumt und die Sachen dann dort deponiert.

Ein Hinweis auf Miliena Michikos Flasars Roman der vorige Woche vorgestellt wurde, folgte dann von Daniela Strigl und dann folgte der zweite Roman des 1992 geborenen Tonio Schachinger der mit seinem Debut und Fußballroman ” Nicht wie wir” 2019 auf der Shortlist des dBps gestanden ist.

Ein Roman, der mir nicht so besonders gefallen hat, bei dem zweiten, der bisher an mir vorbei gegangen ist, scheint das anders, denn der ist, wie Daniela Strigl erwähnte, ein lustiges Buch mit einem ernsten inhalt.

Ein Schul- oder Bildungsroman, der in einer Marianum genannten Schule, das in Wahrheit des Therseianum ist, das also doch ein autobiografischer Hinweis, Tono Schachinger besuchte, eine ehemalige oder noch heutige Nobelschule, die Anna ist dort turnen gegangen, weil die Rahlgasse keinen Turnsaal hatte.

Der Roman spielt aber in der Jetztzeit, also bin zum Ausbruch von Corona hund erinnert, wie Daniela Strigl erwähnte an den Scüler Gerber, obwohl Tonio Schachinger meinte, daß er beim Schreiben nicht daran gedacht hat, Friedrich Torberg wird aber erwhnt und Adalbert Stifters Novelle “Brigitta”, obwohl das bei den Lesestellen nicht vorkam.

Tonio Schachinger

Da kam der Protagonist, ein fünfzehnjähriger Schüler vor, der sich den Kunöchel geborchen hat und deshalb zwei Wochen liegen mß und daher einige Schularbeiten nicht machen kann, sondern Echtzeitspiele spielt. Dabei wird er von seinen Schulfreundinnen und seinen strengen Deutschlehrer besucht und später muß dann die Deutschschularbeit geschrieben werden. Da konnte man zwischen “Krambambuli” und dem “Vierten Gebot” wählen. Zumindestens wird der Tobias Moretti-Film am Vorabend gespielt. Die Mädchen verführen aber den Helden auf eine Demo zu gehen, statt sich vorzubereiten. Es kommt dann auch “Er läßt die Hand küssen” zur Schularbeit und da schreibt er, obwohl das Nichtgenügend schon prophezeit war, er einen Zweier, weil ihm die Mädchen davon schwärten. Er den Text gelesen hat und er auch nochh das Video einer Frau gesehen hat, über die sich Daniela Strigl dann erkundigte, ob sie damit gemeint wäre?

Se hat ja die Ebner Eschenbach Biografie und Werkausgabe herausgegeben und ich muß sagen, das mich das Buch, der Unterschied zwischen Realismus und Naturalismus, das war auch eine Prüfrage, am besten von allen bisher vorgestellten Bücher interessiert hat.

Also schreibe ich wieder, mal sehen auf welche Buchpreislisten es kommen wird und habe übrigens gerade ein Buch angefangen, das irgendwie sehr ähnlich oder auch verschieden ist, nämlich “Pardiese garden” von Elena Fischer und da geht es um eine vierzehnjährige Protagonistin, die allerdings keine Nobelschule besucht, sich aber offenbar auch sehr listig durch das Leben schlägt und natürlich kann man die Frage stellen, ob eine Nobelschule die Wirklichkeit abbildet? Sie bildet aber wahrscheinlich den Literturbetrieb ab oder deren Absolventen stehen dann auf den Shortlists, während das denen aus den Sozialwohnungen wahrscheinlich eher selten passiert.

Soziologisches bei den O-Tönen

Und das in der Oval-Halle, obwohl es nicht geregnet hat, nur den ganzen Tag eher trüb und zehn Tagen Regen angesagt. Einen guten Platz bekommen und gleich ein paar Bekannte getroffen. Den Karl, seine Anna, die Ruth und dann noch zwei maskierte Frauen, denn heute wurde durchgegeben, daß die Corona-Zahlen wieder steigen und eine Herbstwelle zu erwarten sei, wenn es schon keine im Sommer gegeben hat.

Die Petra Eckart im japanischen Look hätte ich zu Beginn für Milena Michiko Flasar gehalten, aber erst kam der Debutant, der 1992 in Rohrbach geborene Fabian Wakolbinger mit seinem “Kaiser der Obdachlosen”, bei “Milena” erschienen und, wie der moderierende Florian Baranyi erwähnte, das erste Mal vor sechshundert Leuten vorgestellt wurde.

Fabian Wakolbinger

Ein origineller Roman, wie bei “Milena” angekündigt steht, denn in einer mittelgroßen österreichischen Stadt wählen die Obdachlosen einen Kaiser und planen mit ihm die Rebellion, beziehungsweise fordern sie ihre Rechte zurück und eine Kirche und dann gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang mit dem Ordnungshüter, dem Polizisten Leopold.

Und dann kam für mich etwas sehr Bekanntes, nämlich der fünfte Roman und der dritte bei “Wagenbach” erschienene von Milena Michiko Flasar, die, wie ich heute am Telefon Batja Horn erklärte, einen sehr indivuduellen Ton in die Literatur brachte, in dem sie immer das unverwechselbare japanische Leben schildert. Da geht es einmal um die Jugendlichen, die das Haus nicht mehr verlassen und sich von ihren Eltern das Essen vor die Tür stellen lassen. Dann den Herrn Kato, der Familie spielt und dann, bei “Oben Erde, unten Himmel”, geht es um das Phänomen der einsam zu Hause Sterbenden, die erst nach Tagen oder Wochen gefunden werden, bzw, um die Reinigungsfirmen, die die Wohnungen dann wieder säubern.

Milena Michiko Flašar

Im Jänner hat der “Wagenbach-Verlag” zu einem japanischen Essen eingeladen. Etwas später wurde das Buch im Literaturhaus vorgestellt. Gelesen habe ich es auch.

Es gab drei oder vier Textstellen und ein Gespräch, das durch den Roman führte und am Schluß großen Applaus. Eine eigene unverwechselbare Stimme, die den Lesern, die Kultur Japans näherbringt und Halbzeit gab es bei den O-Tönen auch und für uns, da wir dann doch nach Frankreich fahren nur noch einen einzigen Abend, wo es wieder spannend wird, ob er im Freien oder wieder in der Halle stattfindet.

Vom Verschwinden zum Kochen bei den O-Tönen

Wieder O-Töne mit zwei interessanten Büchern, wo ich bei einem schon bei einer Lesung im Literaturhaus war. So hat die 1988 im Burgendland aufgewachsene und derzeit in Hamburg lebenden Johanna Sebauer ihr Debut “Nincshof” vorgestellt. Das heißt auf Ungarisch nichts und beschreibt ein burgenländisches Dorf an der ungarischen Grenze ein solches, wie in dem Johanna Sebauer aufgewachsen ist, wie sie der Moderatorin Daniela Strigl erklärte und in dem wird das Verschwinden geübt.

Johanna Sebauer

Der Bürgermeister und noch ein paar andere Typen treffen sich bei einer alten Dame und diskutieren den Plan, das Dorf zum Verschwinden zu bringen, die Hinweistafeln zu entfernen und die Radfahrer, die um den Neusiedlersee fahren wollen mit Gestank zu vertreiben.

Ein interessanter Ansatz, wie ich finde und die diesmaligen Autorinnen waren auch nicht so schnippisch, wie die vorigen und das MQ war wieder sehr voll. Unser Platz diesmal besser, so daß etwas zu sehen war.

Petra Hartlieb habe ich gesehen, am Ende Brigitta Falknerl was mich etwas wunderte, weil sich die experimentellen Autoren in der Regel ja nicht so sehr für die Mainstremliteratur interessieren, wie mir gestern auch Monika Vasik erklärte, aber vielleicht ist sie ein Fan von Teresa Präauer und die habe ich schon einmal im Literaturhaus aus ihrem “Kochen im falschen Jahrhundert” lesen gehört.

Daniela Strigl, Theresa Präauer

Da war es bummvoll, es gab Brötchen zu dem Wein und ich habe die ausschenkende Studentin empört, weil ich mich aus Platzgründen hinter sie stellte und den Cremant, dier diesmal am Lesepult serviert wurde, hat es im Literaturhaus erst ein paar Wochen später gegeben. Dafür war im Literaturhaus der Lesetisch schön gedeckt und ich kann jetzt raten, ob das Buch ein Roman ist, wie Daniela Strigl erwähnte.

Ich hätte es nicht dafür gehaltenm sondern eher für einen Essays übers Gastgeben und eine Reflektion über die Kocherinnerungen. Es gibt aber einen Gastgeber, eine Gastgeberin, einen Ehemann, eine Ehefrau und einen Schweizer, sowie ein paar Varianten. So kommen die Gäste außer dem Schweizer einmal nicht, sondern nur der Schweizer und beim zweiten Leseblock ist dann auch der ausgeblieben. So hat sich das Gastgeberpaar mit Cremant betrunken und schließlich offenbar statt die Quiche zu essen, sich anderwärtig zu vergnügen begonnen.

Teresa Präauer hat auch eifrig mit Cremant dem Publikum zugeprostet und es war ein interessanter Abend und spannend, ob ich das Buch lesen werde? Beziehungsweise kann ich jetzt raten, ob es auf die deutsche oder auf die öst. Buchliste kommt?

Fragmentierte O-Töne

Heute waren die O-Töne besser als in der letzten Woche besucht, beziehungsweise sind wir später gekommen, so daß wir nur einen Platz weit hinten bekommen haben, wo fast nichts zu sehen war. Dafür aber gut zu hören und Katja Gasser die Moderatorin stellte gleich die beiden Autorinnen vor.

Die Debutantin war die 1990 in Klagenfurt geborene und in Wien Greta Lauer, was wie Katja Gasser erwähnte, ein Pseudonym ist, ihr bei “Luftschacht” erschienenen Roman “Gedeih und Verderb” und spielt sowohl in einem Dorf als auch in der Stadt.

Katja Gasser stellte gleich die Anfangsfrage, wie weit die Autorin von den berühmten Kärntner Autoren Josef Winkler, Florjan Lipus und Maja Haderlap beeinflusst wären?

Greta Lauer
Ana Marwan,

“Sie haben die Lavant vergessen?”, antwortete sie. Die Autoren sind diesmal sehr aufmüpfig und in dem Buch geht es sehr gewalttätig zu. Mir war es zu gewalttätig und den Inhalt habe ich nicht ganz verstanden.

Katja Gassser hat aber bei beiden vorgestellten Romanen das Fragmentarische betont. Hängengeblieben sind bei mir aber die”Augäpfelchen” ein Wort, das die Autorin sehr oft verwendete und die Hauptleserin, die 1980 in Murska Sobota geborene Ana Marwan, ist mir seit ihrem Debut ” Im Kreis des Weberknechts” bekannt, wurde sie das ja jür das Bloggerdebut nominiert und ich weiß jetzt gar nicht, ob sie den Preis gewonnen hat, mir hat das Buch glaube ich sehr gut gefallen.

Dann hat sie im Vorjahr den “Bachmann-Preis” gewonnen, gibt jetzt die “Literatur und Kritik” heraus und als im Winter die beiden heurigen Gastländer auch von Katja Gasser vorgestellt wurde, war sie doppelt präsent und da hat sie ihr “Verpuppt” vorgestellt, das auf Slowenisch geschrieben und übersetzt wurde.

Viel vom Inhalt habe ich damals nicht verstanden und es auch heute nicht mitbekommen. Ana Marwan hat aber, glaube ich, wieder den Unterschied zwischen dem Leben und der Literatur herausgestrichen und das Leben als sinnlos bezeichnet, während in der Literatur alles geplant und geplottet ist. Sieht man am Cover eine Pistole, dann kommt sie im Text mit Sicherheit vor.

Es geht jedenfalls um zwei Personen, ob Mann und Frau , scheint irgendwie nicht klar zu werden und im Gespräch meinte Ana Marwan auch, daß man Identitäten nicht festlegen könne und Tiere spielen in ihren Büchern auch eine große Rolle.

Ich habe “Verpuppt”, im Jänner angefragt, aber nicht bekommen. Jetzt bin ich gespannt, ob es auf die Buchpreisliste kommt, auf die Öst würde ich vermuten und am Rückweg nach St. Pölten haben wir den Rest der “Gesprächsreihe” im Ö1 gehört, wo die Sendung über den im März verstorbenen Erwin Riess wiederholt wurde, der seinen “Herrn Groll” vorstellte und seinen Unmut über die österreichische Behindertenpolitik zum Ausdruck gab.

Druckfrisch bei den O-Tönen

Klaus Kastberger, Bettina Scheiflinger

Das ist ja die berühmte Literatursendung des berühmten Literaturkritikers Denis Scheck, aus Köln, glaube ich und der ist heute nach Wien gekommen, um Heinrich Steinfest druckfrischen Roman “Der betrunkene Berg” vorzustellen und es waren die letzten O-Töne in diesem Sommer und da kann ich mich erinnern, daß ich einmal vor Jahren von der Schreibgruppe kommen, Heinrich Steinfest gerade noch in den letzten Sätzen erlebte und da ist es glaube ich um ein Flugzeug gegangen . Jetzt ging es um einen “Betrunkenen Berg”. Arno Geiger war da und wahrscheinlich noch einiges an Prominenz. Wir sind in der zweiten Reihe gesessen. Früher bin ich ja immer zwei Stunden früher hingegangen, um einen guten Platz zu bekommen. Heuer ging das auch um halb acht. Aber zuerst kam Klaus Kastberger mit Bettina Scheiflinger, eine Sprachkunststudentin, wie sich herausstellen sollte. Deshalb war auch Frieda Paris da und ihr Buch “Erbgut”, das mir bei “K& S” entgangen ist, obwohl ich von dort ja fast alles lese, ist wie Kaus Kastberger einleitete, ein Familienroman oder auch nicht.Jedenfalls keiner mit den üblichen Perspektiven, wie er weiter plauderte und die junge Frau hat drei Stellen daraus gelesen.

Denis Scheck, Heinrich Steinfest

Dann kam der Star, wo man den Kritiker aber auch den Autor meinen konnte, den ich ja erst vor kurzem im Literaturhaus glaube ich, hörte Ob da über dieses Buch gesprochen wurden, weiß ich gar nicht, denn wir sind früher weggegangen, weil ich mich nicht so gut fühlte. So habe ich nur mitbekommen, daß es sich dabei, um eine Buchhandlung auf einen Berg handelte und jetzt, da die O-Töne beendet sind, gehts dann zum Buchpreislesen und da bin ich wieder gespannt, ob Heinrich Steinfeld auf die österreichische Liste kommt? Mit der “Büglerin”, die mir sehr gut gefallen hat, ist er ja schon einmal darauf gestanden.

Viermal bin ich in diesen Sommer, wo ich ja zwei Reisen machte, im MQ gewesen und da ist interessant, daß ich die Veranstaltungen mit Marie Gamilscheg und Reinhard Kaiser-Mühlecker versäumte, aber die stehen ja auf der Longlist. Also werde ich die Bücher lesen.

Drei Premieren bei den O-Tönen

Klaus Kastberger, Marcus Fischer

Zwei betreffen die Bücher, die heute bei den O-Tönen vorgestellt wurden, die dritte, wie die Veranstalter betonten, daß die Lesungen zum ersten Mal in diesem Sommer in der ARENA 21 stattfanden, denn es gab an diesen Donnerstag, wo es in Wien bis 37° Grad hatte, am Nachmittag eine Sturmwarnung in NÖ, wo sogar die Frequency in St. Pölten kurzfristig geräumt wurde und es sah auch in Wien am Abend nach Regen aus. Geregnet hat es dann nicht, aber als wir das Museumsquartier erreichten, wurden die Sessel im Haupthof gerade weggeräumt und in der ARENA waren ein paar Leute mit Maske zu sehen. Ein zwei Hände voll, denke ich. Cornelia Stahl war da, Gustav Ernst und Karin Fleischanderl habe ich gesehen und beim Eingang ist Susanne Toth gestanden und hat uns zu ihrer Lesung nächste Woche eingeladen, beziehungsweise diesbezügliche Flyer verteilt.

Klaus Kastberger hat wieder moderiert und erzählt, daß sein Zug wegen des Sturmes schneller gefahren ist. Er hat in der letzten Zeit eine eher witzige Art der Moderation, die ich nicht ganz nachvollziehen kann und stellte dann den 1965 geborenen Marcus Fischer vor, den ich als ich in das Programm schaute zuerst mit dem Leander verwechselte und dachte “Der ist doch schon auf der Debutliste des Öst gestanden und dann dachte, diesen Autor kenne ich nicht, was auch ein Irrtum war, denn das ist der Schreibtrainer den ich bei den Schnupperseminaren im “Writerstudio” kennenlernte und der mich auch lieb getröstet hat, als ich beim “Marathonschreiben” früher als erwartet heimgegangen bin. Er hat den “Wortlaut-Wettbewerb” gewonnen und jetzt sein Debut “Die Rotte” herausgebracht und eine Rotte ist eine Ansammlung von ein paar Häusern. Ich kannte da nur das Wort “zusammenrotten” und hätte eher an ein paar Weglagerer gedacht. Aber die “Rotte” ist eben diese Hausansammlung, in dem eine alte Frau lebt, die irgendwann nicht mehr aus dem Haus gegangen ist. Davon handelt der Roman vom Leben dieser Bäuerin namens Elfi, deren Vater tot aufgefunden wurde. Dann heiratet sie einen Franz, erfährt, daß er sie betrügt und am Schluß zieht sie sich offenbar aus dem Leben zurück, was, wie Marcus Fischer im Gespräch erwähnte, eine autobiografische Erfahrung war, weil es in der Rotte, in der er aufgewachsen ist, offenbar eine solche Frau lebte, mit deren Kindern er auch in die Schule gegangen ist.

Klaus Kastberger,, Thomas Stangl

Der zweite Autor, der 1966 in Wien geborene Thomas Stangl war mir dagegen von Anfang an bekannt, beziehungsweise habe ich von seinem neuen Roman, der auch, ähnlich wie das Fischer Buch gestern oder heute erschienen ist “Quecksilberlicht” schon in der “AS” gehört und Thomas Stangl, der erste “Alpha- Preisträger,”, ist ein Autor den ich ein wenig verwirrend oder schwer zu verstehen finde und so ist es auch bei diesem Buch, wo Thomas Stangl, drei Stränge oder Räume, beziehungsweise auch verschiedene Zeiten miteinander verband.

Der erste Raum war ein Kaiser von China, der nicht sterben wollte und auch recht grusam war, der zweite die Familie Bronte, das sind die drei Töchter des Pfarrers aus Yorkshire, die im neunzehnten Jahrhundert durch ihr Schreiben berühmt geworden sind, Emily, Charlotte, Anne und einen Bruder gab es auch und, um den nahm sich Thomas Stangl an und dann geht es auch um seine Großmutter, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Wien Simmering lebte und das verwirrende dabei war, daß Thomas Stangl in einem Kapitel von der einen zur anderen Ebenen sprang und sich dann auch noch mit dem Schreiben, der Unsterblichkeit, etcetera beschäftigte.

Franz Kafka kam vor, der Novemberprogrom etcetera. Verwirrend aber auch interessant. Deshalb wunderte es mich auch ein bißchen, daß sehr viele Leute während der Lesung weggegangen sind, während Marcus Fischer recht stürmischen Applaus bekam und als ich die ARENA verließ, war es draußen warm und schön. Also hätte die Veranstaltung im Freien stattfinden können. Auf der Fahrt nach St. Pölten hat es aber ziemlich abgekühlt.

Fiston Mwanza Mujila und Kurt Fleisch bei den O-Tönen

Klaus Kastberger, Kurt Fleisch

Da wir schon am Mittwoch aus Kroatien zurückgekommen sind ist es sich doch ausgegangen wieder zu den O-Tönen zu gehen. Da war ich diesen Sommer erst einmal und da wir nächste Woche in Ungarn sein werden gibts dann noch zwei Termine im August.

Heuer laufen die O-Töne ja wieder ganz normal ab. Margit Heumann habe ich gesehen, beziehungsweise hat sie sich zu uns gesetzt. Christa Unterauer, die ich sonst immer im MQ getroffen habe, habe ich heuer noch nicht gesehen und das Debutbuch “Aibohphobia” von Kurt Fleisch das vom Rollentausch zwischen einem Psychiater und seinen Patienten handelt, habe ich schon gelesen.

Klaus Kastberger hat moderiert und das angesprochen, was ich auch beim Lesen empfunden habe, daß das Ganze ein bißchen anachronistisch ist und Kurt Fleisch meinte, daß er das bewußt so gewählt hat.

Fiston Mwanza Mjulijas “Tanz der Teufel” habe ich zwar nicht gelesen, aber die “Tram 83” und auch schon eine Lesung daraus gehört. Es ist ein schrilles Buch des 1981 in Zaire oder im Kongo geborenen, das, was ich nicht wußte oder schon vergessen habe, auf Französisch geschrieben und von zwei Damen übersetzt wurde und Fiston Mwanza Mulija, der seit 2009 in Graz lebt und dort einmal Stadtschreiber war, hat auch ein sehr starkes Performancetalent und eine laute eindrucksvolle Stimme.

Klaus Kastberger, Fiston Mwanza Mulija

Seine Bücher sind kein Romane betonte Klaus Kastberger, sondern eher eine Stimmungsansammlung. Personen treten auf und gehen wierder. Das Ganze spielt in einer Bar im Kongo, die von einer Reihe von Personen besuchtt werden. Drei junge Burschen gibt es, die in Angola in den Mienen suchen eine Madonna der Mienen. Eine starke Frau, die durch Fiston Mwanza Mjulijas Großmutter inspiriert wurde und einen Schriftsteller, der Franz Baumgartner heißt und aus St. Pölten stammt, gibt es auch. Da hat das Publikum gelacht und Fiston Mwanza Mulija meinte, daß er eigentlich die tragende Person des Buches ist, die die Handlung zusammenhält.

Am Schluß performte Fiston Mwanza Mulija, den ich schon einmal bei der “Literatur und Weint” gehört habe, ein Gedicht und ein Goodie-Sackerl, wo sich diesmal Chips befanden, gab es wieder auch. Darum bin ich ja die letzten zwei Jahre gekommen, weil damals ja das Kontactrtracingformular, das man abgeben sollte oder mußte, dort angehängt hat.

Afghanistan-Solidemo vor den O-Tönen

Sabine Schönfellner

Sabine Schönfellner

Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier

Seit am Sonntag die Taliban Kabul eingenommen hat, ist die Welt in Aufruhr und es gibt in OE24 TV neben dem Dauerbrenner Corona, Berichte über die Situation der Frauen und über die, die sich am Flughafen drängen, um aus dem Land hinauszukommen, während es vom Innenminister Nehammer stoisch heißt “Wir schieben weiter ab und nehmen niemanden auf, weil wir die Flüchtlingskrisen von 2015 nicht wiederholen wollen!”

Da gab es Empörung der Oppositionsparteien und am Donnerstag viele Demos. Schon am Vormittag am Platz der Menschenrechte eine Solidaritätskundgebung der SPÖ. Ich habe bei OE24 mitgechaut und überlegt, ob ich hingehen soll, dann aber meine “Hundert Tage”weiterkorrigiert und am Nachmittag zuerst ein Mail der GAV und dann eines der Linken bekommen, die mich auf die Solidaritätskundgebung, die um sechs vor der OVP-Zentrale begann und und am Ballhausplatz enden sollte, aufmerksam machte und das ging sich dann ja vor den O Tönen wunderbar aus.

Ich konnte mein Manu bis halb sechs weiter korrigieren und bin dann ein bißchen zu spät zur ÖVP–Zentrale gekommen. Viele Demonstranten, die hauptsächlich Masken trugen, wie das bei den Lnken eher üblich ist, so daß ich eigentlich zuerst nur die Elfi Resch und dann beim Ballhausplatz Lukas Cejpek und Margret Kreidl erkannte, während seltsamerweise die Polizisten keine Masken trugen.

Susanne Scholl,die da ja sehr engagiert ist, hat am Ballhausplatz gesprochen. Es gab viel Empörung wegen der sturen Regierungshaltung und laute Kampfparolen und ich bin, nach dem ich mich bei Elfi Resch erkundigt habe, ob sie etwas über das Volksstimmefest weiß, zum Museumsquartier gegangen, wo Katja Gasser zuerst die 1987 in Krems aufgewachsene Literaturwissenschaftlerin Sabine Schönfellner und ihren Debutroman “Draußen ist weit” vorstellte, wo eine Ich-Erzählerin ihre Erfahrung mit drei betagten Menschen, die sie in einem Heim betreut oder mit ihnen auf Reisen geht, schildert. Leider hat die mir bisher unbekannte Autorin eher wenig gelesen, sondern fast dozierend über ihr Buch erzählte und dann kam der Dojen, der schon am Mittwoch in Ö1vorgestellt wurde, nämlich Michael Köhlmeier mit seinem neuen Roman “Matou”der von Katja Gasser als Premeielesung vorgestellt wurde, obwohl er ihn ja schon in Rauris vorgestellt hat. Ein gigantischer Roman in dem eine vorlaute Katze ihre sieben Leben schildert. Ihr erstes Leben hatte sie in der französischen Revolution, dann natürlich bei E. T. A Hoffmann, denn der hat ja über den Kater Murr geschrieben. Ein Leopard war sie auch einmal und in Amerika. Das siebente Leben verbringt sie bei einener alten Dame in einer DöblingerVilla und ihrem Neffen Daniel, den sie in die Bibliothek schickt um Bücher ür sie zu holen, denn sie schreibt ihre Memoiren.

Ein spannendes Buch, das sicher auf einer der Buchpreislisten kommen wird. Katja Gasser stellte am Schluß noch drei Fragen an Michael Köhlmeier von denen ich mir die, ob er eitel sei und ob er gut schlafe, gemerkt habe. Michael Köhlmeier ist wohl sowohl ein guter Leser, als auch ein routinierter Schreiber, der auch sehr gekonnt durch sein Buch führte und nun müßte man es lesen, was ich vermtlich auch irgendwann tun werde.

Premieren O-Töne

So wurden die dieswöchentlichen O-Töne bei denen wir wieder waren, vorgestellt. Die letzten Woche war ja mit sehr viel Pechgezeichnet, denn den ganzen Tag bis cirka halb sechs Uhr Regen und dann zehn Minuten bevor wir nach Harland gefahren sind, hat es zu regnen aufgehört und die Veranstaltung mit Hanno Millesi und Anna Felnhofer hat im Freien stattgefunden. Kalt war es offenbar,so hat Gabriele Hegedüs, die diesmalige Veranstaltung eingeleitet und was die Premiere betrifft.

So ist Christina Walkers “Auto”, ein Debut und die 1971 in Bregenz geborene Christina Walker war mir bisher unbekannt. Ihr Buch ist im “Braumüller Verlag” erschienen und bei dem Titel handelt es sich, wie Sebastian Fasthuber, der Moderator in seiner Einleitung betonte, tatsächlich um ein solches und dahin ist der Protagonst, ein vormaliger Verlagsvetreter ausgestiegen.Das heißt, er lebt auch dort. Geht in die Wohnung und zu Frau und Sohn nur mehr duschen. Ddas heißt mit dem Sohn will er Fußballspielen, obwohl er ansonsten seine Bewegungen sehr eingeschränkt hat und dasklang sehr interessant.

Angela Lehner

Angela Lehner

Christina Walker

Christina Walker

Ein spannender O-Töne Abend also mit diesmal sehr guten Wetter. Margit Heumann ist auf mich zugekommen und das war fein, schreibe ich doch immer Covid und der Lockdown bzw.die 3Gs haben meine Sozialkontakte sehr eingeschränkt und wenn man bei den O-Tönen hinter dem Zaun steht, sieht man wenig und wieder ist mir aufgefallen, es war sehr leer. Der Security der neben mir stand, hat mit den jungen Frauen, die von ihm den Ausgangsstempel haben wollten, geschäkert und gescherzt und die zweite Lesende war 2019, glaube ich, als Debutantin bei den O- Tönen aufgetreten,was Sebastian Fasthuber anerkennend erwähnte und zwar handelt es sich dabei, um die 1987 in Klagenfurt geborenen Angela Lehner, die mit ihrem “Vater unser”gleich auf die Shortlist des dBps kam, in Rauris damit gewonnen hat,den FranzTumler preis, den “Alpha” und das östdDebut, beim Bloggerdebut stand sie, glaube ich, auch auf der Shortlist und jetzt hat sie wiedereinen Roman geschrieben,der “2001” heißt und der ist die Premiere, weil noch nicht wirklich erschienen. Kaufen konnte man ihn sich trotzdem am Büchertisch und Sebastian Fasthuber meinte etwas von eigenem Ton und trotzdem neues Thema und das stimmt, glaube ich, auch,das den AngelaLehner, die auch noch starken Dialekt hat tatsächlich hat. Die jetztige Heldin heißt julia Hofer ist, glaube ich fünfzehn und wohnt in einem Schiort namens Tal, wo die Touris herumschwirren Sie geht in die Hauptschule, die jetzt, glaube ich, neue Mittelschule heißt.

Aber das Buch spielt 20021, da ist die Julia wahrscheinlich so alt,wie ihre Autorin damals war und ist eine freche Göre, die sich selbst Restmüll nennt,weil sie nur in die Hauptschule geht. Es beginnt mit einer Geschichtsstunde. Der Lehrer wiill von ihr die Zahlen des ersten Weltkriegs wissen. Sie sagt 1786, denn sie ist bezüglich Zahlen ein bißchen behindert, wie der Mathe Lehrer sagte. Ansonsten interessiert sie sich für ihre Crew, das sind ihre Freunde und für Hip Hop. Labert also in fließenden Englisch und einen Bruder hat sie auch. Angela Lehner las zwei Szenen, die zweite handelte von Spaghettikochen und Angela Lehner rerzählte dazwischen ein bißchen was,wie sie zu ihrem Stoff gekommen sei, ob sie plottet und, daß sie auch ein Corona-Opfer sei, weil sie keine Förderung bekommen hat.

Das Buch ist wieder bei “Hanser” erschienen und hat ein entsetzlich kitschiges Cover. Ansonsten hat es mr und Angela Lehners Ton sehr gefallen und das kitschige Cover habe ich mir jetzt ergoolget und nicht erkauft und wieder zwei inteerssante Bücher kennengelernt, wo ich von beiden bisher keine Ahnung hatte, so daß ich wieder bezüglich der dBp und der Ost spekulieren kann und dann wäre das Lesen ja sehr interessant.

O-Töne mit Olga Flor und Renate Silberer

Alexandra Millner, Renate Silberer

Alexandra Millner, Renate Silberer

Renate Silberer

Renate Silberer

Alexandra Millner moderierte, glaube ich, zum ersten Mal die O-Töne, Ljuba Arnautovic habe ich wiedergesehen und einen Hund, der diesmal,nachdem Petra Eckart,die diesmal eröffnete herbeigeholt wurde, hineindurfte, und am Schluß, um es schon vorweg zu nehmen laut bellte, gab es auch.

Während ich schon Hannos Millesis “Der Charme der langen Wege”, wo es um einen tauben Geräuschmacher geht, lese, gab es diesen Donnerstag etwas halb Bekanntes bei den O-Tönen, nämlich das Debut der Renate Silberer, das ich wie ihren Erzählband schon gelesen habe,”Kremayr und Scheriau”, deren Herbstvorschau, ich diesmal fast versäumt habe, macht es möglich und Olga Flors “Morituri”, davon habe ich schon bei der letzten oder vorletzten “Wienreihe” etwas gehört.

Wieder einen”Hugo” trinken, das erlaubte 3 G-lose Sommervergnügen, könnte man so sagen und Renate Silberers Lesung über den aussteigend wollenden Seminarleiter im “Hotel Weitblick” und das Buch, der Johanna Haarer, hat mir diesmal fast besser gefallen, als, damals, als ich es gelesen habe.

Olga Flor, die eine auffällige grüne Kopfbedeckung und eineSonnenbrille aufgesetzt hatte, hat das, glaube ich, auch getan, denn sie eröffnete ihre Lesung mit ihrem Entsetzen, daß ihr Vater, heute sechsundachtzig, offenbar unter diesem Buch aufgewachsen ist, nicht verstanden hat, daß sie ihre Kinder nicht die ersten vierundzwanzig Stunden ihres Lebens in ein dunkles Zimmer legte.

Ich habe das Buch gelesen, weil es meine Mutter wohl für meine 1942 geborene Schwester gekauft oder bekommen hat und, die, glaube ich, trotzdem in kein dunkles Zimmer legte und als ich 1984 mit der kleinen Anna im Haus am Almweg war, habe ich das Buch gelesen und die damaligen Erziehungsmethoden mit den heutigen verglichen. Ich habe auch einmal einen Film über die Haarer Tochter gesehen, die unter der Erziehung ihrer strengen Mutter sehr gelitten hat. Meine Schwester und meine Cousinen wurden, glaube ich, trotzdem halbwegs normal erzogen und ich habe bei Olga Fors Empörung ein wenig an die heutige Situation denken müßen, wo alle geimpft oder getestet und das Registrationsblatt ausfüllen müssen und Olga Flors “Morituri” ist wieder sehr kompliziert, so daß ich immer noch nocht so genau weiß, worum es dabei geht.

Alexandra Millner zählte alle bisher erschienen For-Bücher auf. Morituri ist, glaube ich, das siebente.

“Klartraum” das auf der öst-BP -Liste stand, habe ich, gelesen. Es wurde auch auf den O-Tönen vorgestellt. “Ich in gelb” auch”. Die “Kollateralschäden” sind, glaube ich, auf der dBp gestanden.

“Die Königin ist tot”, habe ich in der Hauptbücherei gehört, bin also fast eine Olga Flor Spezialistin, die ja auch die erste “Veza-Canetti -Preisträgerin” war, finde sie aber eigentlich gar nicht so sozalkritisch, wie Alexandrea Millnersie zu halten scheint. Dazu ist sie mir zu theoretisch und ich verstehe unter Realismus wohl etwas anderes.

Alexandra Millner, Olga Flor

Alexandra Millner, Olga Flor

Olga Flor

Olga Flor

Es gab zwei Leseblöcke und ein Gespräch dazwischen, das mir die Handlung auch nicht viel näher brachte, obwohl Olga Flor sehr gesprächig war und viel erklärte, beispielsweise, warum sie am Abend eine Sonnenbrille trug. Es geht um einen Maximilian habe ich mitbekommen, der irgendwo am Land ausgestiegen ist. Dort gibt es ein Moor und Olga Flor behauptete, daß man in diesen nicht versinken kann und darunter eine unterirdische Klinik in der irgendwelche meidizinische Experimente, über die Olga Flor auch sehr viel erzählte, durchgeführt wurden.

Wie schon geschrieben, sehr kompliziert und jetzt bin ich wieder gespannt, ob und auf welche Buchpreisliste sie kommen wird und nächste Woche, kann ich schon verraten, wird Hanno Millesi, dessen Buch ich dann schon gelesen habe, präsentiert werden und eine mir bisher unbekannte Debutantin.

Ich bin gespannt und es war wieder ein schöner Sommerabend und eine gute Stimmung mit fast neuer Normalität.