In Basel wurde heute um elf der “Schweizer Buchpreis” an Christian Hallers “Sich lichtende Nebel” vergeben, ein Buch das ich wie, die vier anderen Nominierten noch lesen muß, aber da bin ich ja immer noch beim deutschen Buchpreis, habe da am Morgen Luca Kiesers “Weil da war etwas im Wasser” begonnen und dann für meinen Weg ins Literaturhaus das Buchpreisbuch Tonio Schachingers “Echtzeitalter” eingepackt und in Basel beim der “Buch Basel” und der Schweizer Buchpreisverkündung waren wir 2019, weil ich mir das einmal ansehen wollte.
Heuer nicht, heuer sind wir in Wien geblieben, weil ich an sich beim “Werkl im Goethehof” beim “Open Mike “und da aus meinen noch nicht veröffentlichen die “Toten lassen grüßen”, den Dystopie-Roman “2035” lesen wollen. Das wurde abgesagt. Aber da stand schon am Sonntag um elf die Verleihung des “Fried-Preses” an den ostdeutschen Thomas Kunst auf meinen Kalender. Also bin ich hinmarschiert, denn der “Fried-Preis” wird ja jedes Jahr von der einzigen Lektorin oder Lektor, der von der “Fried Gesellschaft” ausgewählt wird, vorgeschlagen und verliehen.
Heuer also Thomas Kunst, vorgeschlagen von der Jurorin Monika Helfer und da war ich schon ein wenig erstaunt, denn der 1965 in Stralsund geborene Lyriker, der mit seinen “Zandschower Klinken” 2021 auf der Shortlist des dBp gestanden ist, gilt, glaube ich, als sehr experimentell und Monika Helfer von der ich einigesgelesen habe, ist das wahrscheinlich weniger, scheint aber mit dem Autor befreundet zu sein.
Also losmarschiert ins Literaturhaus. Im Foyer an der Prominent vorbei und gleich einen Platz befunden, weil nur wenige Zuhörer. Das literarische Stammpublikum fehlte zum größten Teil. Aber die ehemalige Ministerin Hilde Hawlicek war da, der Otto, den ich von der “Augee” kenne, der Sasha und noch einige andere.
Früher ist ja immer die Friederike Mayröcker hingekommen und in der ersten Seitenreihe gesessen. Das Portrait von Heide Heide, um das es, glaube ich, einige Diskussionen gab, thronte wieder über dem Lesetisch und Robert Huez eröffnete oder leitete ein. Die Grußworte hat die Vizezpräsidentin Teresa Präauer, für den erkrankten Josef Haslinger” gesprochen und der konnte man gleich zum “Bremer Literaturpreis für ihr “Essen im falschen Jahrhundert” gratulieren.
Vom Ministerium hat die Sektionsleiterin Theresia Niedermüller im schwarzen Hosenanzug die einleitenden Worte gesprochen und da von der Verantwortung gesprochen, die der alleinige Juror, die alleinige Jurorin hat. Er kann allein entscheiden, muß sich dann aber allein auch den Widerspruch gefallen lassen.
Bei der Vorarlbergerin Monika Helfer, die von Angelika Reitzer, auch ein Mitglied der “Fried- Gesellschaft” vorgestellt wurde, wird das wohl nicht sein, denn ihre Laudatio in der sie Thomas Kunsts Preiswürigkeit begründete, war sehr literarisch.
Dann kams zur Preisübergabe. Der Preisträger strahlte und zeigze seine Urkunde her. Dann gings zur Preisrede und da bekannte der Autor, das er nicht sehr viele Berührungspunkte mit Erich Fried hat. Denn in Stralsund wurde der kleine Thomas von seinem Vater in die Musikschule zum Geigenunterricht gebracht. Der wollte dann Lyriker werden und wählte sich da Paul Celan als Vorbild aus. Inzwischen hat er außer den “Fried-Preis” auch noch den “Kleist-Preis” bekommen und anschließend gab es Sekt zum Anstoßen. Michael Hammerschmied lhabe ich getroffen, Daniela Strigl, Rhea Krcmarova, Karin Invancsics, die auch Mitglied der “Gesellschaft” ist und viele andere. Die Bücher konnte man am Büchertisch kaufen und ich habe mich bei Gustav Ernst erkundigt, daß es seine Kolik-Lounge im Schauspielhaus ,wo am Mittwoch Luca Kiesers “Da ist doch was im Wasser” vorgestellt wird noch gibt. Robert Huez hat mich dann über den Schweizer Bucbpreisträger informiert. Christoph Hein offenbar ein Freund des Preisträgers war auch anwesend und die Musik ist auf Wunsch von Thomas Kunst vom Gitarrist Bernhard Eder, den er im Internet kennenlernte, gekommen.