Wort/Wald&Sound/Forest

Diese “Poetik-Tanz-Performance”, die am Freitag im Wiener Literaturhaus stattfand, wäre mir fast entgangen, wenn nicht Chris Bader auf seinem neuen Blog gestern auf eine Veranstaltung mit Ostap Slyvysky, Judith Pfeifer und Martin Fritz aufmerksam gemacht hätte, in die ich zwar wegen unserer Schreibgruppe nicht gehen konnte, ich habe aber im Programm nachgesehen und entdeckt, daß  am Freitag eine Veranstaltung mit der Tänzerin Marion Steinfellner, die ich, glaube ich, schon einmal in der “Alten Schmide” mit Gerhard Jaschke gesehen habe, Herbert J. Wimmer und dem Musiker Michael Fischer stattfand, von der ich eigentlich Bescheid wissen hätte könne, da mir Christel Fallenschein, die ich ja heute besuchen hätte wollen, davon erzählte.

So habe ich also davon erfahren, umdiponiert und Mathias und Christel Fallenstein, mit dem Studenten der Sprachkunst, der sie begleitet auch in dem umgeräumten und sehr dunklen Veranstaltungssaal getroffen.

Nach und nach trafen Bekannte wie Evelyn Holloway, Lukas Cejpek , Eva Brenner und andere ein und Marion Steinfellner wickelte sich in grünes Papier, das den Wald darstellen sollte, sie aber nixenartig aussehen ließ und setzte sich damit in eines der Fenster.

Herbert J. Wimmer hatte eine grüne Schleife und grüne Socken und Michael Fischer nahm vor dem Mischpult Platz.

Barbara Zwiefelhofer erklärte in ihrer Einleitung, daß es schon einige dieser Performances zum Thema “Wasser”, etceta gegeben hat, die mir  ebenso entgangen ist und dann ging es los, mit der Bewegung, dem Sound und dem Text.

Marion Steinfellner bewegte sich langsam durch den Raum vom Fenster zur Bühnen und  mit Herbert J. Wimmer zu den Stiegen, um abwechselnd den Text “Ein Wald, ein Wort, das Wort ist der Wald, der Wald ist das Wort, wie man in den Wald hineinruft, etcetera”, aber auch Wortneuschöpfunge, zu zitieren.

Nachher gab es  interessante Gespräche, Christel Fallenstein ist ja so nett und stellt mich immer den anderen vor, den Text einer der vorigen Veranstaltung konnte man in der letzten “Kolik” kaufen und drei weitere dieser “Text, Sound, Bewegungsperformances”, die mir hoffentlich nicht entgehen werden, sind, glaube ich  geplant.

Unzeit

Aus “Leipzig” habe ich mir eine Reihe Bücher mitgebracht, die man sich so von den Ständen klauben konnte.

So hatten die” oberösterreichischen Autoren” ja ein Tischchen, wo sie Bücher zur freien Entnahme hatten und interessant, der Vortrag von Professor Wagner über Bernhard und Hanke, den ich vor ein paar Jahren bei den “Wiener Vorlesungen” hörte, als ich kurz danach nach Leipzig fuhr.

Das “Marbacher Literaturinstitut” hat, glaube ich, bevor es nach Leipzig fuhr, seine Bestände ausgeräumt und die Exemplare, die es nicht haben wollte, so ein “Jahresband zur Dostojewski-Forschung”, einen “Brobowsky-Band” und dann noch etwas zum “Joachim Ringelnatz-Preis”, “Amazon Kindle Publishing Books” gab es zur freien Entnahme und ich habe auch ein paar Bücher angefragt, als ich zurückgekommen bin.

Hans Weigels “Unvollende Symphonie” habe ich schon besprochen und Marlen Schachingers “Unzeit” zu lesen angefangen, denn der Alfred war auf ihrer Lesung im “Österreich Cafe”, ich nicht, wir trennen uns ja nach dem Eingang immer, erst durch ihr Foto bin ich auf ihr neues Buch aufmerksam geworden, das heißt, während ich in Leipzig war, hat jemand meine “Denn ihre Werke folgen ihnen nach-Besprechung” verlinkt.

Die 1970 in OÖ Geborene ist eine, deren literarischen Aufstieg ich , ähnlich wie dem, der Gertraud Klemm, hautnahm verfolgen konnte, den ihren vielleicht noch genauer, denn “Morgen vielleicht”, ihr erstes Buch, hat die Ruth in ihrer “Donau Edition” herausgebracht.

Ich habe es mit ihr getauscht und sie war  auch eine Zeitlang bei der “Frauen lesen Frauen-Gruppe” des ersten Wiener Lesetheaters. Bei den “Mittleren I”, zu dem es  noch keinen Blogbeitrag gibt, habe ich sie eingeladen und in “Radio Orange” haben wir auch einmal zusammen gelesen. Ich aus “Tauben füttern”, einem meiner Lieblingsbücher.

Sie hatte dann auch einen Krimi, ihre Dissertation geschrieben und im Literaturhaus bei dem “Schreiber–Workshop” vorgestellt, jetzt hat sie ihr eigenes narratives Institut, drei Romane bei “Otto Müller”, die mir diese immer so freundlich zusenden.

Der Letzte hat mir ja nicht so besonders gefallen, weil sich die Realistin in mir gegen das allzu mir etwas antiquert erscheinende Phantasiche wehrte.

Jetzt also Erzählungen, etwas was ichauch nicht so gerne mag, weil mir das Herumspringen von einem Sujet zum nächsten, während ich ja noch beim letzten bin, manchmal als zu anstrengend erscheint. Aber jetzt passte es, habe ich Harland, wo ich Ostern verbrachte, ja mit zwei gelesenen Geschichten verlassen und in Wien wartete  noch die angefangene Jane Austen auf mich.

Marlen Schachinger ist auch eine frauenbewegte Feministin wahrscheinlich, hat die letzte “Autoren feiern Autorinnen-Vorlesung” über Betty Paoli gehalten und sich in ihren elf Erzählungen, wie im Klappentext steht, anhand von Einzelfiguren mit der Geschichte des letzten Jahrhunderts, etwas also, das mir sehr gefällt, beschäftigt und auch das Thema, der ersten Geschichte “Hinter Mauern” erscheint mir sehr vertraut.

Geht es da ja um eine Urgroßmutter, die sich das Sterben wünscht, “denn es ging doch nicht an, daß der Tod sie vergaß, nahm er die anderen allesamt mit sich Michael, Michl-Mischa und Michel” und so beschließt sie in dem Örtchen, das wohl Rechnitz sein wird, wo ja 1945 die Ereignisse geschahen, denen jetzt wieder gedacht wird, mit dem Atmen aufzuhören.

“Die Uroma spinnt!”, sagt  Marie-Therese, die Dorfschreiberin, als sie die Zettelchen entdeckt, die dann auch in der Mauer gefunden werden, die Jan, der Schwiegerenkel, wenn ich recht verstanden habe, endlich abtragen ließ und die Thomas, der Nazi, Bürgermeister, mit den drei Zwangsarbeitern und Ex-Schwager zwischen den Grundstücken aufbauen ließ.

Michal, der Zwangsarbeiter hat sie gebaut und Michael, der Mann ist 1942 gefallen und der Sohn Michl, den die Hochschwangerer damals gebar hat Ahnlichkeinten mit beiden. Sehr interessant, der Geschichtenaufbau und an die Ereignisse von damals wurde auch erinnert.

Dann geht es weiter mit Marietta Blau, 1894-1970, eine Wiener Physikerin, die wie Lise Meitner nie den Nobelpreis bekam, denn “Frau und jüdisch, das ist zuviel!” und die Lorbeeren ernteten auch in diesem Fall die Männer.

In “Grenzgänge” marschiert Hannah mit  siebzehn  Djinns und einem Kätzchen im Nacken oder Rucksack sprachgewaltig, wortschöpferisch und auch ein wenig verwirrend über die Grenzsteine an der Thaya, die es heute ja nicht mehr gibt und man angeblich “nur noch ein paar Sprachkurse braucht, um sie zu überwinden”, wenn da nicht die Festung Europa wäre, die die Syrier am Überschreiten hindern, aber es gibt auch eine Vergangenheit und eine zweite Hälfte, die die Menschheit ja verloren habt, so ist Hannah auf der Suche nach ihrem Oskar und auch auf die nach der  Geschichte einer deutsch-tschehischen Zuckerfabrik und nach dem was von ihr übergeblieben ist.

Noch geheimnisvoller und grenzträchtiger, Marlen Schichinger nennt das glaube ich “Übergrenzen” und hat auch dazu eine gleichnamige “Anthologie” herausgegeben, geht es in “Dich rufen” zu, wo an den Seitenrändern, manchmal Musiker und Musikstücknamen beziehungsweise Noten angegeben sind und es geht, wenn ich richtig verstanden habe, um die Fernliebe zwischen einem Geiger und einer Schriftstellerin zwischen Havanna, Argentinien, etc und um das Anpflanzen von gesundheitsschädlichen Saatengut, das wir alle wahrscheinlich nicht verhindern können, geht es auch.

Bei  “Tote Seelen” geht es nach Havanna und zu dem Versuch eines Journalisten über den “Commandante” kritisch zu berichten, während es bei “Was heißt schon Freiheit” nach Cesky Krumlov geht und  über die Transformationen  einer berichtet, die die Gewalt um sich herum nicht aushält und sie auch nicht abwehren kann, während wenn ich es richtig verstanden habe “Suche und sei es in China” die seltsame Beziehung eines Sohnes zu seiner Mutter erzählt.

Die nächste Geschichte geht auch nach Kuba und handelt “Heute reisen Sie nicht”, von den Ausreiseschwierigkeiten einer Schriftstellerin aus einem land, wo “kubanische Dichter träumen nicht mehr und das Auge verpflichtet zu sehen” schreiben, um dann später doch all das zu schreiben, was ihren kubanischen Freunden verboten ist und für das sie keine Publiziererlaubnis bekommen.

Eine “Familienidylle” mit Demonstration gibt es noch, zwei Linzer Kellnerinnen, die ihren Alltag unterschiedlich strukturieren und das Wochenende eine “HR-Managerin”, die wieder mit Marlen Schachingers poetisch schöner Sprache, den “Neoliberalismus” genießt.

“Marlen Schachingers Erzählungen bilden die Zeit ab, stellen die Verhältnisse der Welt dar, welche Realitäten einzelnner widerspigeln. Manchmal zynisch, oft ironisch, sind sie  real, ein Abbild der Gegenwart, schlicht am Puls der Zeit. Die eine Unzeit ist”, heißt es im Klappentext und ich füge noch hinzu, daß mir dieser poetische Realismus viel mehr, als Geschichten mit geheimnissvollen rothaarigen Frauen, die in Kirchen wohnen und vom Wasser herkommen, gefällt.

Schreibgruppe mit Bierdose oder Dosenbier

Als ich heute vom klinischen Mittag in die Praxis ging, habe ich Ottwald John in der Zieglergasse getroffen, der mir sagte, daß ich  um halb sieben ins Hofmobiliendebot zu einer Lesetheateraufführung kommen soll, aber da war ja unsere “Westbahnspontan-Schreibgruppe” auf die ich mich schon freute, weil ich da ja meine erste “Wurfgeschichte” mit dem Thema “Dosenbier” ausprobieren wollte, da ich ja immer noch mit meiner Romanidee labouriere und noch immer nicht so weiß, über was ich schreiben will, obwohl ich inzwischen schon elf Szenen und einunddreißig Seiten habe. Die Hildegard Hadringer mit Zarah Bashrami in den Turnsaal gegangen ist, wo sie und Zoran Simic und Jurij Abrahamovic, ihr Stück über den “Zwölften Februar” proben und bei Anna Augusta Augenstern hat sich ihre Nichte Angie Engel gemeldet, als sie gerade an ihrer “Dosenbiergeschichte” schreiben wolte.

Das habe ich jetzt für sie getan. Denn es war kein Problem das Thema in der Schreibgruppe, die heute aus Ruth Aspöck, Peter Czak, Doris Kloimstein, Ilse Kilic und Fritz Widhalm bestand, Robert Englhofer scheint nicht mehr zu kommen, seit er und Ruth sich getrennt haben und Klaus Khittl, dem ich eigentlich das Sibyille Berg-Buch zurückgeben wollte, war verhindert, durchzubringen.

Nur habe ich leider “Bierdose” statt “Dosenbier” gesagt und bin erst beim Schreiben auf den Irrtum, beziehungsweise Schlampigkeit darauf gekommen und nun hurrah, meine erste Wurfgeschichte, die eigentlich und genaugenommen, eine Zusammenfassung, des bis jetzt Vorhandenen, beziehungsweise meiner Schreibunsicherheit ist.

Aber zwei Geschichten hätte ich jetzt schon für den “Dreizehn Wurfgeschichtenband”, die unten folgende und die “Präsidentin auf dem Opernball” vom Februarschreiben, die es jetzt ja nicht geben wird.

Für mein Romanprojekt hat sie mich nicht wirklich weitergebracht  und ist wahrscheinlich auch  nicht dafür verwendbar.

 

“Bierdose”

“Wie bin ich nur auf dieses blöde Wort gekommen und was hat es mit  Zoran Simic  zu tun, der sie genau in diesem Augenblick aus seinem roten Rucksack nimmt und demonstrativ auf den runden Cafehausmarmortisch stellt, den er vorher mit Jurij Abrahamovic auf die Bühne des Turnsaals trug, in dem sie seit einiger Zeit Zarah Bashramis Stück zum zwölften Februar 1934 proben.

Sehr verwirrend, die Idee über eine Schreibblockierte, die einen Roman verfassen will und eigentlich nicht wirklich eine Ahnung hat, worüber er handeln soll?

Denn sie hat ja alles schon geschrieben oder angerissen und die Dose mit der Aufschrift “Gösser” auf dem Marmortisch passt auch nicht dorthin.

Hat man doch wahrscheinlich am 12. 2. 1934, als in Wien die Straßenbahnen stehenblieben, der Strom ausfiel, die Sozialdemokraten aus den Gemeindebauten schoßen und die Heimwehr mit Panzern auffuhr, eine solche nicht gekannt und in dem berühmten Cafe Central, hat der ebenso berühmte Dichter Heimito von Doderer, der zu dieser Zeit bei den illegalen Nazis Mitglied war und an einem Manuskript  namens “Dicke Damen” schrieb, das später als “Dämonen” bekannt werden sollte, eine solche auch nicht bestellt, sondern beim Kellner Franz “Bitte sehr, bitte gleich!”, sicherlich eine Schale Gold, beziehungsweise einen kleinen oder großen Braunen.

Das Wort “Bierdose” fällt mir jetzt noch ein, ist auch falsch gewählt und eine Verwechslung. Denn eigentlich wollte die Schreibblockierte eine “Wurfgeschichte” über das Wort “Dosenbier” verfassen. Weil sie keine Romanidee hatte, wollte sie sich an Kurzgeschichten ausprobieren und da ist ihr ein  Schreibratgeber in die Hände gefallen, der  Tips zur Ideenfindung gab.

Einfach in eine Bibliothek  gehen, sich mit dem Rücken vor das Regal  stellen und sozusagen blind und deppert nach einem Buch fassen. Es aufschlagen, ein Wort heraussuchen, es ins Notizbuch schreiben und dann noch eines aus einem anderen Buch. Nach und nach das Ganze vier bis fünfmal wiederholen und dann hat man schon vier bis fünf Wörter, über die man eine Geschichte schreiben kann.

Gesagt, getan, hineingefaßt und das erste Buch, das mir von meinen Bücherregalen in die Hände fiel, ich bin natürlich in keine Bibliothek gegangen, ist Cornelia Travniceks “Chucks” gewesen und da stand “Dosenbier” auf der ersten Seiten oder auch im Klappentext.

Dann sind noch “Erkundungen”,  “Geld”, “Feindschaft” und “Lügen” aus dem Roman “Die Lügen der Frauen” der Russin Ljudmila Ulitzkaja  dazugekommen und in dem Fund aus dem offenen Bücherschrank, den ich ja sehr gerne und sehr häufig frequentiere, war auch noch eine Widmung von einem “P.” an seinen “Schatz” zu finden.

Ich hatte jetzt fünf Worte über die ich je eine “Wurfgeschichte” für eine “Wurfgeschichtensammlung” schreiben kann.

Dann bin ich  noch auf  Stoffsuche  durch Wien gegangen und von da die Idee zurückgebracht, jetzt doch einen Roman zu schreiben, wo eine schreibblockierte Schriftstellerin zu einem Psychiater geht und einen Roman über eine Lehrerin schreiben will, die nach ihrem Pensionsantritt eine Weltreise zu machen  plante, jetzt aber nicht mehr sicher ist, ob das in Zeiten der Flüchtlingsströmen noch statthaft ist und die in ihrer Bankfiliale, eine ehemalige Schülerin, die aus einer iranischen Familie stammende Zarah Bashrami, traf, die ihr erzählte, daß sie ein Stück über den zwölften Februar geschrieben hat, in dem sich Heimito von Doderer und Stefan Zweig im Cafe Central treffen, das sie mit den Schauspielschülern Zoran Simic und Jurij Abrahamovic im Turnsaal eines Studentenheimes probt, wo gerade der sechsundzwanzigjährige Zoran Simic, der als Säugling mit seinen Eltern von Sarajewo nach Wien geflüchtet ist, vor dem weißen Marmortisch Platz gekommen hat und eine Dose Bier aus seinem roten Rucksack nimmt…”

 

Ansonsten hat es Geschichten über das Recyclen von Alaminium und von Peter Czak eine von einem Teufel gegeben, der den Jugendlichen, die ins “Fluc” kommen, gelbe Bierdosen um fünf Euro verkauft, in denen Extasy enthalten ist.

April-Musa

Über Julya Rabinowich neues Buch “Krötenliebe” habe ich heute und gestern sehr viel gehört, so hat es Gabi Rökl, glaube ich, schon gelesen und Mariki Fallwickl vom “Bücherwurmloch” hat sich auch schon hineinvertieft, weil sie am Wochenende nach Wien fahren wird.

Nun ist das Wien des Oskars Kokoscha, der Alma Mahler- Werfel und des Paul Kammerer wahrscheinlich ganz ein anderes, als das in dem ich lebe und von einem Buch namens “Krötenküsser” von Arthur Köstler, habe ich, glaube ich, gehört, als ich mich im Herbst 1973 für ein Proseminar  beim Soziologieprofessor Zapatotzky anmeldete.

Ich weiß nicht, ob ichs auf der Leseliste habe, gelesen habe ich es jedenfalls noch nicht, wie auch alle Bücher der  1970 in Leningrad geborenen Julya Rabinowitch, obwohl ich schon bei einigen ihrer Lesungen war und ich ihren literarischen Aufstieg auch verfolgen konnte, aber leider hat sie nach “Spaltkopf”, das mir irgenwie entgangen ist, bei “Deuticke” verlegt und die dortige Pressedame, störte sich ja an meiner langen Leseliste, obwohl ich mir noch immer denke, daß sie sich eigentlich darüber freuen sollte.

Aber gut, die Zeiten ändern sich und ich will ja eigentlich auch recht bald zu meinen “Vicki Baum-Schwerpunkt” kommen, bin aber nachdem mein sechs Uhr Klient recht früh gekommen ist,  wieder ins MUSA gegangen, wo es heute Lesungen von drei Stipendiaten gab.

Die Erste war die von dem 1986 geborenen Dramatiker Thomas Köck, der bisher an mir vorbei gegangen ist, weil ich ja kaum ins Theater gehe, aber trotz seiner Jugend, wie die meisten Stadt-Wien Dramtaitker schon sehr berühmt sein dürfte, mit Aufführungen im “Volksstheater” und im “Schauspielhaus”, sowie mehreren Preisen, wie beispiesweise das “Thomas Bernhard Stipendium” und politisch, was ich ja sehr gut finde, ist er auch und so handelte sein Stück, daß er musikalisch umprämte, weil es, glaube ich auch eine Sprechoper ist, von den Flüchtlingsströmen und den Auswirkungen des Neokapialismus,  sympathisch und sehr selbstbewußt scheint der junge Mann auch zu sein.

Dann kam Gabriele Petricek, die ich schon im Vorjahr hörte und auch öfter bei den Besuchern ist, ist sie ja “Canetti-Stipendiatin” und das kann man, glaube ich, bis dreimal bekommen und ihr Werk “Roter Rock und grüne Bluse”, heißt, glaube ich, das Prokejt, ist sehr experimentell, also etwas mit dem ich nicht so besonders viel anfangen kann und ich habe den Text, glaube ich, auch nicht ganz verstanden.

Einerseits scheint es, um Bilder und Auftragsarbeiten zu gehen, so zeigte Gabriele Petricek, die ja nie ihr Alter angibt, eine Zeichnung her, dann sagte sie noch, daß sie, wie gedruck lügen würde und las dann eine Stelle, wo es einerseits um eine Schriftstellerin mit roten Fingernägeln, die aber vielleicht auch erfunden ist, geht, andererseits, um zwei Leute die von Innstbruck oder so nach London reisen und um eine Kunstgalerie scheint es auch zu gehen.

Sehr interessant  und Julia Danielcyck hat und auch schon verraten, daß wir Gabriele Petricek auch im nächsten Jahr im MUSA hören werden könnten, weil sie auch 2016 ein Canetti-Stipendium bekommen hat und Julya Rabinowich, von der ich schon geschrieben habe, ist auch “Canetti Stipendiatin” und erzählte in ihrer extrovertierten Art, daß die Arbeit eigentlich ein Auftragswerk für das Jahr 1914 war, sie aber nicht historisch arbeitet. Dann hat sie über Anna Mahler Werfel und Oskar Kokoscha recherchiert und hat Blut gleckt, denn der berühmte Maler hatte angeblich eine Alma Mahler Werfel Puppe, nachdem die Geliebte ihn verlassen hat und ein Dienstmädchen namens Reserl, das er für diese Puppe engagierte, die sie ankleiden und ins Bett legen, etc, mußte, die aber, Julya Rabinowich nannte sie eigenwillig, offenbar in den Meister verliebt war, so daß sie sich seine Initialen einritze und für ihn sozusagen ins Wasser oder in die Badewanne ging.

Ein Buch über die Beziehung Kokoscha-Alma Mahler Werfel habe ich, glaube ich, einmal gelesen und Evely Grill hat, glaube ich, in einem ihrer Bücher auch ein ähnliches Motiv erwähnt.

Wieder viele Besucher und einige Bekannte, Christian Schreibmüller, Gerhard Jaschke, etc, die Angela und der Wolfgang Helmart die meistens kommen und sich mit mir  auch unterhalten, waren nicht da, dafür Matthias Fallenstein, dessen Frau ich ja gerne in dem Pfelegeheim, in dem sie sich seit ihrem Schlaganfall befindet, besuchen möchte und Julya Rabinowich hat mir ihr Buch versprochen, würde mich sehr freuen, wenn es kommt.

Jeden Dienstag “Read!!ingroom-Tag”

Vor einem Jahr bin ich Dienstag nach Ostern in den “Reading!!room” marschiert, denn ich hatte Gabi Rökl, bei einem der Kreativen Brunch, die es nicht mehr gibt, in der Galerie in der Krongasse, getroffen, die mir sagte, daß ich mir meine Bücher abholen soll, die ich ihr damals nach meiner Lesung sogzusagen zum Verkauf überlassen hatte und mich auch auf den Büchertausch aufmerksam machte.

2Den gab es damals, glaube ich, jeden ersten und dritten Dienstag im Monat und an jenm Dienstag wurden außerdem noch die Postkarten beziehungsweise deren Gewinner vorgestellt.

So bin ich in Kontakt mit Christian Schwetz, den Stiefsohn meiner Cousine Irmgard gekommen und habe mich auch für den “Summa in der Stadt” angemeldet, weil ich ja schon die Idee geborenen hatte, im Sommer in der Sommerfrische einen Roman über prekäre Studentinnen zu schreiben.

Das war der 13. 7. dann dachte ich, das wäre viel zu früh, denn bis dahin würde ich in der Sommerfrische noch nichts geschrieben haben und disponierte um, denn es gibt ja schon einige Sommergeschichten.

“Tauben füttern” spielt glaube ich im Sommer und “Sommer am Wasser”, dann habe ich in der Schreibgruppe im Juni den Beginn der ersten Szene geschrieben und in der zweiten Sommerfrischenwoche dann einige, bis zur Seite vierzig den Rohtext, glaube ich.

Die ersten vier Szenen habe ich dann gelesen und dann das Fatma Challaki Kapitel, glaube ich auch, bei meinem Geburtstagsfest, nicht am Volksstimmefest, da bin ich mit dem “Miranda Schutzengelchen” hingegangen und jetzt ist das Buch, das inzwischen der “Mittelteil einer Trilogie” ist fertig geworden.

“Selmas Kopftuch” ist, wenn man es so will der erste, der “Adventkalender”, meinen letzten “Nanowrimo”, den ich am siebzehnten Dezember im “Read!!ingroom” vorstellte, der dritte.

Die Fatma Challaki kommt jedenfalls in jedem der drei Bücher vor und das Buch ist langsam langsam fertig geworden und eigentlich habe ich gedacht, daß ich es am Dienstag, bevor wir nach Leipzig fahren, schon hintragen kann, habe ich doch den “Read!!ingroom-Blogbeitrag zur Veranstaltung” als Buchtext verwendet, dann hatten die beim “Digitaldruck” aber so viel zu tun, daß es erst am Gründonnerstag fertig wurde.

Die Fatma Challaki Szene habe ich dann auch beim Osterspaziergang in St. Pölten gelesen und der “Read!!ingroom” öffnete, habe ich auf der dortigen Homepage gelesen, seine Pforten ab April jeden Dienstag  für den Büchertausch, dem Tratsch oder dem Smalltalk.

Es gibt inzwischen dort auch eine Schreibegruppe, die sich die “Dienstagschreiber” nennt und dieser Dienstag habe ich dem Programm entnommen, war vor allem für Schauspieler und Vortragskünstler reserviert, die bei den dort stattfindenenden Lesereihen mitmachen wollten.

So standen schon ein paar junge Leute vor dem Portal, als ich den” Read!!ingroom” mit meinem Buch, beziehungsweise noch zwei anderen Büchern, “Selmas Kopftuch” und “Miranda Schutzengelchen”, das ich immer noch in der Tasche hatte, Maria Gornikiewicz, die mit mir ja den “Buben dürfen Weinen Mädchen dürfen pfeifen” Wettbewerb für ein nichtspezifisches Kinderbuch, im Jahre 1980 oder so gewonnen hat, saß an der Theke und es haben sich, glaube ich, an die zwanzig junge Vortragskünstler gemeldet, die bei den Vortragsreihen mitmachen wollen.

So gab es zwei Gesprächsrunden im Vortragsssaal, während ich meinen Wein trank und mit Maria Gornikiwicz, die öfter zum Büchertausch zu kommen scheint und mit Gabi Rökl smalltalkte und mich auch in den Bücherreihen umsah.

Kurt Raubal ist dann auch noch gekommen.Ich habe mein “Sommerbuch” abgegeben, jetzt muß noch die “Nika Weihnachtsfrau” fertig werden und das “Summa in der Stadt- Festival” ist für heuer auch schon ausgeschrieben “Hülsenfrühchte und Knallschoten” lautet, glaube ich, das Thema, für das man sich schon amelden kann.

Ein E-Book zum Thema “Pack die Badesachen” ein, wo ich meine vier Szenen einschicken werde, wird es auch geben und eine Reise nach Prag auf den Spuren Kafkas und Kish, aber da werde ich mich wahrscheinlich wieder in meiner Sommerfrische in Harland bei St. Pölten befinden und so wie es ausschaut, an meinen “Berührungen” weiterschreiben.

Die “Sommergeschichte” hat auf diese Art und Weise ein Jahr von der Planung bis zur Fertigstellung gebraucht und der “Readi!!ingroom” ist ein sehr interessanter Ort für die kulturelle Nahversorgung, den ich jeden nur empfehlen hat, und der für mich auch schon eine sehr persönliche Geschichte hat.

Wieder einmal Schreibgespräche

Im “Literaturmuseum” war ich jetzt ja schon länger nicht, ich glaube, das letzte Mal bei der “Ernst Jandl- Veranstaltung” im Oktober und bei der GAV-Reihe “Reden vom Schreiben”, glaube ich, nur das erste Mal, als Renata Schmidtkunz den älteren Robert Schindel der jüngeren Anna Weidenholzer gegenüberstellte, als dann Marie Therese Kerschbaumer an der Reihe war, war ich noch Radfahren, auf meinen Blog wurde aber nach der Veranstaltung gesucht.

Jetzt ist es sich wieder ausgegangen und jetzt war auch Daniela Strigl, die Moderatorin, die ich ich ja schon am letzten Freitag in einer Gesprächsreihe hörte und Angelika Reizter, die neben Franz Josef Czernin vorgestellt wurde, habe ich vorige Woche auch zweimal in der “Alten Schmiede” gehört.

Ja, ich komme viel herum in der literarischen Szene Wiens, beziehungsweise stehe ich daneben oder sitze dabei und beim Hingehen ist mir  schon eingefallen, daß ich nach der Sonderausstellung fragen sollte, die da ja bald eröffnet werden soll und wie es der Zufall will, aber wahrscheinlich ist es gar keiner, hat Angelika Reitzer diese Ausstellung kuratiert, die nächsten Freitag eröffnet werden wird, aber da bin ich in Göttweig bei der “Literatur und Wein”

Ja, mich treibt es literarisch herum, obwohl in diesem Fall der Alfred der Auslöser ist, der die Dauerkarten bestellte, aber am 2. Mai bekommt Marianne Jungmaier im “Literaturmuseum” das “Georg Saiko-Reisetipendium” und da kann man ab achtzehn Uhr in das Museum, also muß ich noch ein wenig warten, aber Franz Josef Czernin und Angelika Reitzer sind auch sehr interessante Gegensätze, wie Daniela Strigl gleich in der Einleitung betonte, ist ja der 1952 geborene Franz Josef Czernin ein eher experimenteller Lyriker, er hat den Jandl und den “H. C. Artmann Preis” für Lyrik bekommen, ist aber auch Essayist und hat einmal mit Ferdinand Schmatz, den “Residenz-Verlag” genarrt. Das hat Daniela Strigl in ihrer Einleitung nicht erwähnt, aber gesagt, daß er ein ganzes Buch über ein Gedicht von Reinhardt Priessnitz geschrieben hat und auch gerne Texte anderer  umlautet.

Die  1971 in Graz geborene Angelika Reitzer ist mir wahrscheinlich besser gekannt, ging ich ja sehr oft zu den von ihr moderierten Textvorstellungen in die “Alte Schmiede”, die besonders experimentell oder sprachkünstlerisch waren, so hat sie Anna Weidenholzer, Nadine Kegele, Valerie Fritsch, Sandra Gugic und und und vorgestellt und stellt jetzt in der Reihe “Lesart” neue Bücher vor.

Das von Clemens J. Setz meinen vorigen Buchpreisfavoriten beispielsweise aber auch andere, Karin Peschka und und.

Ich habe sie ja, glaube, ich in der Hauptbücherei so richtig kennengelernt, als ich da einmal ein Buch vorstellte, sie aber vorher, ab 2007 glaube ich, als das neue aufsteigende GAV-Talent erlebt, als sie den “Priessnitz-Preis” bekommen hat, war ich gerade auf das Literaturhaus sauer, weil mich Silvia Bartl nicht mehr die “Mittleren III” dort hat machen lassen, an dem Tag habe ich aber auch eine Einladung von Friedrich Hahn zu den “Textvorstellungen” mit Cornelia Travnicek bekommen, das aber nur nebenbei zu Angelika Reitzers Rolle als Kulturvermittlerin.

“Unter uns” und “Wir Erben” habe ich gelesen. Daniela Strigl stellte sie als Spezialistin für prekäre Verhältnisse vor und ich habe mich schon beim Hingehen gefragt, wie die beiden Autoren wohl zusammenpassen?

Wie die Faust aufs Auge wahrscheinlich nicht, weil Angelika Reitzer sprachlich sehr anspruchsvoll ist, aber keine Lyrik schreibt, Daniela Strigl, die ja sehr gekonnt zu moderieren versteht, erste Frage war dann auch, ob sich der Literaturbetrieb seit dem Beginn des Schreibens verändert hat?

Hat er natürlich, zu Beginn meines Schreibens, das sich wahrscheinlich mit dem von Franz Josef Czernin decken wird, war er total experimentell und das Erzählen out. Franz Josef Czernin hat das vornehm, als den Wunsch nach schwierigen Texten umschrieben. Der sich inzwischen verändert hat, inzwischen ist ja, wie man vielleicht am Beispiel “Morgen mehr” von Tillmann Ramstedt  oder Ronja von Rönne sieht, eher performantistisch, blogmäßig geworden, was damals sicher undenkbar war.

Angelika Reitzer hat seit 2007 keine so großen Veränderungen bemerkt, da war das narrative Schreiben schon erlaubt und die Experimentellen haben über soviel “mittelmäßige Romane”  gestöhnt, sie aber auch nicht verhindern können und dann kam eine Überraschung , nämlich eine Listenlesung von Angelika Reitzer, die aus einem Buch, aus dem Leben  der Zell am Seer Bankerin  Auguste Lammer las, wo sie ihr Leben von 1- 200 skizzierte und dann im Gespräch erklärte, daß sie das für das Salzburger 200 Jahre Jubiläum geschrieben hat, also auch sehr schön experimentell, diese Indexlesung, dann gab es noch eine Diskussion über die Vor- und Nachteile des Listenschreibens und ob sie einem bei Schreibblockaden helfen können?

Das hat Angelika Reitzer, glaube ich, ein wenig irrigiert, aber Gleiderungen helfen natürlich, zumindestens erlebe ich das gerade bei meinem momentan noch nicht sehr geglückten Schreibversuchen.

Dann kam der Übergang zu Franz Josef Czernin, der an Hand von Wilhelm Müllers “Krähe” aus der “Winterreise” demonstrierte, wie das Umformen von Gedichten geschehen kann.

Danach ging das Schreibgespräch weiter, denn Daniela Strigl wollte genau wissen, ob mit der Hand oder in den Computer geschrieben wird und stellte dieselbe Frage, die ich mir auch immer stelle, daß es ja, wenn es gleich in den Computer geht, dann keine Originale für das Literaturmuseum oder eine Handschriftensammlung gibt.

Es gibt aber natürlich ein Notizbuch und Franz Josef Czernin überraschte mehrmals durch sehr orignelle Antworten (Der Wert steigt dadruch), während Angelika Reitzer erzählte, daß sie es bei Autofahrten schon einmal mit dem Handy probiert hat.

Die Reihe geht weiter, versprach Daniela Strigl, aber ich werde erstmal mein neues Buch in den “Read!!ingroom” bringen, am Mittwoch ist wieder MUSA und am Donnerstag kann ich, wenn  die “Schreibgruppe” stattfindet, vielleicht meine erste Wurfgeschichte über “Dosenbier” schreiben und  meine momentanen Schreibblockade ein wenig überwinden.

Vorbereitungen

Wie geht es weiter mit der Romanarbeit, werden meine Leser vielleicht fragen? Bruchstückhaft und zögernd, kann ich antworten. Denn eigentlich weiß ich noch immer nicht, über was ich schreiben will und ob ich das kann, beziehungsweise überhaupt darf, ist ja eine Frage, die ich immer noch nicht ganz beantwortet habe.

Beziehungsweise labouriere ich, nachtragend, wie ich bin, an der Reihe von Erfahrungen, wo ich beispielsweise Ende der Siebzigerjahre meine “Einladung zum Tee” zwei Freunden zeigte und an der Antwort, daß das nicht gut ist, noch immer kiefle, beziehungsweise rate, warum sie so gekommen ist?

Denn die Geschichte war wahrscheinlich so gut oder schlecht, wie Anfängergeschichten halt sind und wenn mir jemand eine solche zeigte, würde ich  antworten “Toll!” und dann vielleicht hinzufügen, was mir dazu einfällt oder ich einwenden könnte.

Dann kam der “Arbeitskreis schreibender Frauen“, das Herumschicken zu Verlagen und Stipendienvergabe, bis circa 2000, dann kam der Alfred mit dem ersten “DigiBuch” zum Geburtstag, das sich inzwischen auf achtundreißig selbstgemachte  ausgeweitet hat, da war zuerst auch immer zu hören, daß man das nicht darf und daß, das “llegale” Bücher wären. Dnn kam das “Selbstpublishing” was seither boomt und Buchmessenhallen füllt, aber von der Literaturwelt wahrscheinlich doch nicht anerkannt wird. Ich stelle meine Bücher nicht auf “Amazon” aus mehreren Gründen, Unsicherheit, etcetera, sondern lasse sie mir immer noch zu fünfzig Stück drucken, trage sie in der Handtasche herum, beziehungsweise promote ich auf meinen Blog, den ich seit 2008 betreibe.

Seither hat sich viel geändert und ich bin nach meinem Buchmessensurfen auf den Blog und die You tube-Kanäle der Annika Bühnemann, einer achtundzwanzigjährigen jungen Frau, die es ein bißchen wie die Mae aus dem “Circle” betreibt, also jeden Tag ein Video über sich dreht, in dem sie erzählt, was sie so treibt, gestoßen.

“Vom Schreiben leben” nennt sich ihr Blog, sie schreibt ChickLits und jetzt auch einen Thriller und gibt Seminare übers Schreiben, wo ich mir denke, “Wui, als ich so alt war, hätte ich mich das nicht getraut und auch nicht gekonnt!”, hat mir JuSophie, meine zweite Kritikerin, die ich vor einigen Jahren hatte, ja immer signalisiert, daß ich längst nicht so gut für einen Publikumsverlag, eine Rezension, das Schreiben oder was auch immer bin.

Die Selbstpublisher nehmen das lockerer, beachten ihre fünf sechs Punkte, im Wesentlichen, einen Plot, Figurenführung, ein professionelles Cover, ein Lektorat und dann kann man bei Annika Bühneman einen Managementkurs besuchen, wo sieerklärt, wie das Vermarkten geht.

Damit habe ich wahrscheinlich meine Schwierigkeiten, weil ich beim Vermarkten meiner Seite nicht sehr erfolgreich bin und mir daher, wenn mir wieder jemand sagt “Schreib nicht so viel, was jetzt schon drei Bücher im Jahr!”, die Selstpublisher sehen das anders, für sie scheinen drei bis fünf zum absoluten Soll zu gehören, denke, daß das Feedback jetzt von der anderen Seite kommen sollte, tut es aber nicht.

Also bleibt mir nichts anderes über, als auf meine schon vorhandenen Bücher zu verweisen und ansonsten weiterzuschreiben und versuchen besser zu werden, was auch Annika Bühnemann rät und mehr als logisch klingt.

Also am Karfreitag habe ich nach dem Flop vom Gründonnerstag eine Szene im Himmel Beziehungsweise im Cafe Wolke geschrieben, wo sich Stefan Zweig und Heimito von Doderer mit dem Fräulein Anne trafen, mir anschließend Stefans Zweig “Welt von gestern”, “Das Tagebuch der Anne Frank” und ein “Heimito von Doderer Buch” herausgesucht und nach Wien mitgenommen.

Dann bin ich wegen den diversen Osterspaziergängen und Osterausflügen nicht mehr zum Weiterschreiben gekommen und auch in meiner Praxis war, da ich ja wegen Leipzig und den Osterferien, fast zwei Wochen nicht in Wien war,  ordentlich zu tun, die Abrechnung zu machen, Büromateralien und verbilligte Ostersüßigkeiten einzukaufen, etc.

Die “Wikipedia-Einträge” von Zweig, Doderer und Anne Frank habe ich mir aber ausgedruckt und bin jetzt auf zehn Personen gekommen, für die ich einen Charakterbogen ausfüllen werde.

1 Anna Augusta Augenstern- ausgebrannte bzw. depressive Schriftstellerin

2.Hildegard Hadringer – ihre Protagonistin, die sie auf Weltreise schicken will, aber nicht genau weiß, ob sie das darf

3. Zarah Bashrami – Germanistikstudentin mit iranischen Wurzeln, die das Stück über den 12. Februar geschrieben hat und mit Zoran Simic und Jurij Abrahamovic probt und eine Dissertation über Anne Frank schreibt

4. Zoran Simic, 26, in Sarajewo geboren, 1991 oder 1992 mit den Eltern nach Wien gekommen, studiert Theaterwissenschaft oder ist arbeitslos, will eine Schauspielerausbildung machen und wurde vielleicht abgelehnt, ist vielleicht in IS Gefahr und hat auch ein paar radikale Ansichten

5. Jurij Abrahamovic, 27, mit seinen Eltern vor zehn Jahren aus Russland oder der Ukraine nach Wien gekommen, Schauspieler, Theaterwissenschaftsstudent

6.Heimito von Doderer- wird von Zoran gespielt

7.Anne Frank – Zarahs Dissertationsgegenstand

8. Stefan Zweig – die drei sitzen im Himmel im Cafe Wolke, am siebenten Himmelsbogen und beobachten das Geschehen auf der Welt unten, beziehungsweise kommen Doderer und Zweig in dem Stück von Zarah Bashrami vor und über Anne Frank schreibt sie eine Dissertation

9.Theo Hardenberg, bekannt aus der “Frau auf der Bank” – Psychiater im AKH und Anna Augusta Augensterns Psychotherapeut   und als neue Figur

10. Angie Schutzengelchen oder Angela Engel, 35, Anna Augustas Nichte und Sozialarbeiterin, die sozusagen als retender Engel auftritt und sie aus ihrer Depression  oder Schreibblockade herausholen kann.

Und darüber Geschichten oder einen Roman schreiben, irgendwie ungedordenet das Ganze wachsen lassen,  Zeit lassen, schreiben oder auch nur darüber bloggen, wie ich es schon einige Male getan hat und daziwschen meine anderen zwei Bücher, den “Adventkalender” und “Paul und Paula” für das es jetzt ein professionelles Cover gibt, auch eine Idee vom Alfred, ich selber halte nicht so viel davon. Gebe aber zu, daß ich bei achtunddreißig selbstgemachten Büchernschon nicht mehr weiß, was ich dafür fotografieren lassen oder zeichnen soll, fertig werden lassen, die “Flüchtlingstrilogie” vielleicht promoten, zu Veranstaltungen gehen, lesen, da habe ich ja inzwischen wieder einige Störungen auf meiner Leseliste durch ein paar Rezensionsanfragen und Bücherangebote, die auch kommen und mich auch auf Seiten, wie “Vom Schreiben leben” umsehen, die tröstlich sind, weil alles, was ich da höre, durchaus logisch klingt und ich auch zum größten Teil schon lange umsetze und trotzdem geht es bei mir nicht und ich stehe, wie beispielsweise Freitagabend im Literaturhaus daneben und sehe zu, wie sich alle küssen und von ihrem demnächst erscheindenen Romanen erzählen.

 

Hanno Millesi im Gespräch

Das Lieraturhaus hat eine neue Reihe “Nahaufnahme-österreichische Autoren im Gespräch mit Literaturwissenschaftlern und Literaturkritiker” im Zusammenarbeit mit dem Verein “Neugermanistik” und da stellten heute Daniela Strigl und Bernhard Oberreither Hanno Millesi vor.

In der “Gesellschaft für Literatur” gibt es glaube ich, auch so eine Reihe und da hat einmal Kathrin Passig mit Daniela Strigl diskutiert.

Jetzt ging es um den 1966 in Wien geborenen Hanno Millesi, dessen Literatur mir eigentlich sehr gut gefällt. Kennengelernt habe ich ihm, glaube ich, bei einem der “Wahnsinnssymposien” von Ernst Kostal und da haben mich seine Kindertext aus der Perspektive von Erwachsenen sehr beeindruckt.

2005 hat er, glaube ich, beim Bachmannpreis gelesen und da hat mir sein Text, auch wenn er, glaube ich, nichts gewonnen hat, sehr gefallen.

Einige Bücher beim “Luftschachtverlag”, eines habe ich, glaube ich gelesen, bei einigen seiner Lesungen war ich auch und ich sehe ihm auch manchmal in der “Alten Schmiede” oder so im Publikum.

Ich würde ihn ja eigentlich für einen realistischen Autorenhalten, er scheint sich zu den experimentellen zu zählen, wie Daniela Strigl in ihrer Einleitung erwähnte und das Literaturhaus war auch voll von experimentellen Autoren, Brigitta Falkner, Gerhard Jaschke, Ann Cotten, Andrea Grill und und die Mitglieder des  “Vereins für Neugermanistik”, wie beispielsweise Alexandra Millner waren auch gekommen und Frau Schmidt- Dengler und Daniela Strigl sprach auch von der Avantgarde und behandelte mit Bernhard Oberreither, auch ein Germanist, zwei Bücher, den Zyklenband “Die Regeln der Kunst” 2010 erschienen, da war ich, glaube ich, einmal bei einer Lesung im Literaturhaus und da geht es, um Texte wo sich ein Schriftsteller auf die Spuren anderer macht, beispielsweise am Geburtstag von Ernest Hemingway saufen gehet oder seinen Nachbarn sein Manuskritpt zeigt, der ihm dann des Plagiats verdächtigt und nicht weiß, daß Franz Kafka schon lange gestorben ist.

Einen Teil dieser Erzählung las Hanno Millesi vor,  dann ging es noch um den Roman “Der Nachzügler”, 2008 erschienen, für den er, glaube ich, eine “Buchprämie” bekommen hat und da geht es ebenfalls, um einen experimentellen Schriftsteller, der sich auch als Detektiv betätigt und in einem Taxi einen Mister X verfolgt, der an einen Roman von Michele Houellebeckqc erinnert und der und ein Buch bon Bourdieus lag dann neben den Millessi Büchern auch am Büchertisch auf.

Hanno Millesi hat sich auch gemeinsam mit Andrea Grill am “Seestadt Aspern Buchprojekt” beteilgt und stand den beiden Literaturwissenschaftler sehr bemüht und freundlich Rede und Antwort und ich habe wieder viel gelernt, fand es spannend, daß es soviel literarische Prominenz im Publikum gegeben hat und habe auch eine junge Frau beobachtet, die von ihrem ersten Buch erzählte, deren Namen ich aber leider nicht herausbekommen konnte.

 

Verstand und Gefühl

Jetzt kommt endlich etwas von Jane Austen, der von 1775 bis 1817 lebenden britischen Schriftstellerin, von deren österreischen Pendant, ich vor kurzem sehr viel hörte, ebenso mit ihr auf Datingfang gegangen bin und so mich schon ein bißchen in ihre Charaktere eingelesen habe und ihr amerikanisch-britischer Zeitgenosse hatte vor kurzem auch seinen hindersten Todestag.

Zwar sind Henry James und Marie von Ebner Eschenbach hundert Jahre später gestorben, der Vergleich zu Jane Austen kam aber immer wieder und einen Zusammenhang zu Leipzig, wohin ich das Buch nicht mitnehmen wollte, gibt es auch, ist es doch im “Reclam Verlag-Leipzig”, der ostdeutschen Variante, des großen Verlags erschienen und dem Nachwort von Christian Grawe entnehme ich, daß “Verstand und Gefühl” für ein eher schwächeres Werk gehalten wird, mit dem man nicht zu Lesen anfangen soll.

Zu Unrecht wie Grawe meint, ist es doch sehr sozialkritisch und zeigt genau, wie die Leute damals lebten und dachten und welche Vorurteile sie hatten.

Das ist zwar ein anderer Roman, der hier zeigt sehr schön, den Gegensatz von Ratio und Schwärmerei und so hat auch Hedwig Courths Mahler, meine “sündige Jugendlesevorliebe”, die jungen Mädchen, Waisen und Mündel immer davor gewarnt, sich zu sehr auf ihr Herz zu verlassen, statt nach Geld zu heiraten oder war es umgekehrt?

Sehr wohl, das war es natürlich und auch hier geht es darum zu einer Zeit, wo die Frauen, wenn sie arm waren, danach trachten mußten sich gut zu verheiraten, weil sie sonst ewig ihren Verwandten auf der Tasche lagen und darum geht es hier auch.

Zu Beginn stirbt ein Herr und hinterläßt seinem Erben das Vermächtnis für eine Witwe und drei unmüdige Mädchen zu sorgen. Er verspricht das auch und denkt daran je tausend Pfund für sie zu opfern, dann kommt seine geschäftstüchtige Frau daher und redet ihm ein, daß er, wenn er ihnen gut zuredet und ihnen für den Umzug ein paar alte Möbel schnenkt und ihnen sonst einmal einen Fisch oder einen Hasen zukommen läßt, auch für sie sorgt.

So geschieht es dann auch und Missis Dashwood zieht mit Elianor, Marianne und der jüngsten Tochter Margret in ein Cottage in die Nähe von Exeter.

Marianne ist siebzehn und zu Zeiten, wo Goethe mit seinem Werter alle gefühlsmäßig lahmlegte, auch dem Gefühl verschrieben, während die älteste Elionor sich eher dem Verstand verschreibt und so den vermögenslosen Edward, in dem sie verliebt scheint, nicht heiraten wird.

In dem Cottage kommen die Damen, die trotz ihrer Armut, einige Dienstboten halten, auch mit der Gesellschaft in Verbindung und wird von ihr aufgenommen und hier lernen die Fräuleins einen Oberst Brandon, einen Herrn von über fünfunddreißig kennen, der sich sofort in Marianne verliebt, die aber scherzt und unkt, daß nur ein altes Fräulein einen so alten Herrn heiraten, beziehungsweise zu seiner Pflegerin werden kann.

Der Obert reist auch ab und Marianne geht alleine spazieren, hat dabei einen Unfall und wird dabei von einem Herrn namens Willoughby “gerettet”, in dem sie sich unsterblich verliebt, so daß ihre Mutter sie schon für seine heimliche Braut hält.

Aber auch er muß abreisen und nun kommt Edward Ferrars zu Besuch und trägt eine Locke in seinem Ring, den Marianne für die von Elionor hält. Es taucht aber ein Fräulein namens Lucy auf, das Elionor erzählt, daß sie schon vier Jahre heimlich verlobt mit Edward ist.

Die beiden Mädchen werden von Missis Jennings, einer etwas taktosen Dame, eingeladen, mit ihr nach London zu kommen, die gefühlvolle Marianne stimmt in der Hoffnung dort Willoughby zu treffen zu, schreibt ihm viele Briefe, da er sich nicht meldet, um ihn dann auf einem Fest in der Gesellschaft einer Dame zu finden, mit er sich, weil sie reich und er verschuldet, verlobt hat.

Marianne gerät in ein Nervenfieber, heute wird das psychosomatische Krankheit genannt und will zu ihrer Mutter zurück, während Elionor erfahren muß, daß Edward von seiner Mutter, wegen Lucy, die auch ein armes Mädchen ist, enterbt wurdeund alle Rechte auf seinen jüngeren Bruder Robert übergingen.

Der hilfreiche Oberst Brandon bietet Edward eine Pfarrerstelle auf seiner Besitzung an, die ihm zweihundert Pfund im Jahr einbringt, damit kann er nicht oder nicht sehr gut heiraten und so stellt sich die Nachricht, die der Diener eines Tagen den Miss Dashwoods (so wird das geschrieben), daß er Missis Lucy Ferrar in der Kutsche gesehen hat, als Mißverständnis heraus.

Sie heißt zwar Missis Ferrar, hat aber Robert, da der ja nun reich, geheiratet und Edward ist frei für Elionor, die ihm auch willig an die Pfarrersstelle folgt und wahrscheinlich eine tüchtige Pfarrersfrau werden wird.

Willoughby ist auch noch gekommen und hat sich reumütig für sein Benehmen entschuldigt und so wird sich die gesundete Marianne von ihrem Gefühl verabschieden, das war wohl der Sinn und der moralische Hintergrund des Romans und geläutert, die Gattin eines doppelt so alten, aber herzensguten Gatten werden und ihn wahrscheinlich zumindestens, die nächsten paar Jahre noch nicht pflegen.

Ein interessanter Roman aus einem vorigen Jahrhundert, wo die Frauenleben, die Moral und die Sitte noch ganz anders verliefen, obwohl ja heute Datingratgeber geschrieben werden, die sich auf Jane Austen beziehen.

Ein Chicklit des achtzehnten Jahrhunderts könnte man wahrscheinlich etwas respektos sagen, für die heutige Schnelligkeit manchmal sehr langatmig, ein Diagogroman habe ich irgendwo gelesen. Es wird geredet und geredet, was manchmal ein bißchen verwirrend  ist, aber immer wieder gibt es ergreifende Szenen, die erstaunlich modern und zeitnahm wirken, was wohl der Grund auch ist, daß Jane Austen  immer noch gelesen wird.

Lesart mit Episodenroman

Mit dem “Lesart Autorenprojekt” ist es gleich weiter und vom Keller in den Schmiedenraum gegangen, denn heute stellte Angelika Reitzer ein neues und ein ein wenig älteres Buch vor. Auf beiden steht Roman geschrieben, es geht aber um Episoden. Angelika Reitzer nannte es, glaube ich, auch Ensemble und stellte die 1952 aus Vorarlberg geborene Eva Schmidt vor, die wie sie erklärte, seit den Neunzigerjahren keinen Roman mehr geschrieben hat.

Der Name Eva Schmidt erscheint mir bekannt, ich bringe sie mit dem alten “Residenz-Verlag” in Verbindung, ihr neues Buch, wo Roman darauf steht und vieleicht keiner ist, ist auch bei “Jung und Jung” erschienen.

“Ein langes Jahr” heißt es und darum scheint es auch zu gehen.

Im Programm steht etwas von einem Jungen, der keinen Hund haben darf und einen alten Mann, der sich einen kauft und die beiden kommen zusammen.

Es scheint in dem Jahr und in dem Buch aber auch, um viel anderes zu gehen, das in einer kleinen Stadt mit einem Hochhaus und Reihenhäusern angesiedelt ist.

Eva Schmidt las ein paar Kapitel vor, die, wie sie sagte, vielleicht gar nicht so viel miteinander zu tun haben und wieder interessant im Vergleich zu gestern, wo es ja auch um den Jahreszyklus zu gehen schien, es gibt die Ich- und die Er- oder Sie- Perspektive und Episode reiht sich an Episode, während die Stadtbewohner am Balkon stehen und die darunter liegenden Reihenhäuser beobachten, wo ein Ehepaar Oswald wohnt und ein junger Strizzi scheint sich in Abwesendheit des Bewohners in eine Wohnung zu schleichen, Fernsehserien zu sehen und Bier zu trinken, das habe ich vor längerer Zeit schon bei Michael Köhlmeier gelesen und der kommt ja auch aus Vorarberg.

Es geht um einen Obdachlosen namens Wolfgang, den die Ich-Erzählerin manchmal mit Geld unterstützt und ihm Arbeit anbietet, die er aber nicht annimmt, um ein Kind das einen Unfall hat und die Erzählerin daran erinnert, das ihr Kind auch gestorben ist, obwohl sie eigentlich ihr ganzes Leben mit ihm lebte, um einen Jungen, der die ausgezogene Mutter besucht und in die Wohnung zurückbringt und dann kam Sandra Gugic mit ihren “Astronauten” vor einem Jahr erschienen und ich habe die 1976 in Wien geborene Autorin serbischer Eltern, nicht nur in der “Gesellschaft” daraus lesen gehört, sondern das Buch auch ganz oben am Harlander Lesestapel liegen und  habe die Autorin auch in den ersten oder zweiten Textvorstellungen mit Angelika Reitzer, die damals noch einen klingenden Namen hatten und die ich ein bißchen zu sammeln cersuchte, gehört.

Sandra Gugic, die ja einmal bei den “Exil-Preisen” gewonnen hat, dann sowohl am “Institut für Sprachkunst”, als auch am Leipziger Literaturinstitut studierte, den Open Mike gewonnen hat und ich sie auch im MUSA hörte, lebt, jetzt in Wien und in Berlin und ihr Buch handelt von sechs jungen älteren oder jüngeren Menschen, ich glaube, in einem Sommer in einer Stadt wie Berlin, Darko, Zeno, Mara, Alen, Niko und Alex und diesmal fiel mir besonders die moderne Sprache der Autorin auf, die inzwsichen auch schon bald zu den Vierzigjährigen zählt.

Interessant, interessant und noch ein bißchen Literatur rundherum, so habe ich Armin Baumgartner, der ja einmal das Literaturprogramm im “Litte stage” organiserte beim Hingehen vor der Kärtnerstraße getroffen, im “Morawa” durch den ich wieder durchgegangen bin, wurde schon alles für die Lesung von Andrea Maria Dusls neuen Buch “So geht Wien” vorbereitet und die Autorin zu ihrem Bücherstapel geführt und der Nobelpreisträger von 2002, Imre Kertesz, ist heute morgen sechsundachtzigjährig gestorben.