Zwei Dramatikerstipendien im MUSA

Wieder einmal “Literatur im MUSA”, die Veranstaltungsreiche des Kulturamts der Stadt Wien, wo monatlich die Stipendiaten und Preisträger vorgestellt werden und wo ich ja seit es diese Reihe gibt, immer sehr gerne hingehe, denn ich finde es ja interessant, zu sehen, wer da einen Preis bekommt und wer nicht.

Ich werde immer sehr freundlich eingeladen und stehe dann meistens mit dem Manfred und der Angela isoliert herum, während sich die anderen, die Insider des Literaturbetriebs nach außen, küssen und herzen und nach innen wahrscheinlich sich verdammen und zum Teufel wünschen.

Das letztere ist natürlich nur Spekulation und weiß ich nicht so genau, daß die Konkurrenz aber groß ist, ist wahrscheinlich kein Geheimnis.

Zehn,  elf bekommen das Stipendium und der Rest kann durch die Finger schauen und ich gehöre  zu der letzteren Gruppe, obwohl ich mich schon sehr sehr lange, um kein Stipendium der Stadt Wien mehr bewerbe und heuer durch meine Lesung in der “Alten Schmiede” letzte Woche, den “Hammer 95” und unseren Literaturspaziergang nächsten Mittwoch ohnehin einen literarischen Auftrieb habe und denke, eigentlich könnte ich ja jetzt den nächsten ” Veza Canetti- Preis” gewinnen, aber wieder halt, bevor mich jetzt  jemand fragt, ob ich betrunken bin?

Ich beziehie mich natürlich nur auf meinen Aprilscherz vom Ostersonntag und natürlich, ja,  ich habe Rotwein getrunken, denn den gibt es ja im MUSA immer, Brot und Wein nach der Veranstaltung von Ines Varga, die, glaube ich, Julia Sanilcycks Assistetntin ist und höchstahrscheinlich Literaturwissenschaft studiert hat, immer freundlich ausgeschenkt.

Zuerst gab es aber die Lesungen und da trat Michaela Falkner, wie ich sie einmal bei einem Fried Symposium kennenlernte, wahrscheinlich schon zum dritten Mal auf, denn offenbar kann man das Dramatikerstipendium so oft beziehen und die junge Frau mit den   schwarzen Haaren, die inzwischen schon bei “Manifest 53” angelangt ist, hat sich glaube ich, seit ich sie kenne auch sehr verändert und literarisch weiterentwickelt.

Jetzt liegt sie, glaube ich, nicht mehr auf den Boden und macht literarische oder bildnerische Performanmances, sondern kurartiert Hörspielsreihen und das “Manifest 53″ aus dem sie gelesen hat, ist auch eine Hörpsielprdouktion, die sie gerade im Funkhaus aufnimmt und das im Mai in Ö1 gesendet wird.

Es ging und das fand ich ganz interessant, um eine Drachentötergeschichte. Eine Parabel oder Sage könnte man jetzt respektlos unken und wahrscheinlich auch,”Das habe ich schon hundertmal gehört!”

Jedenfalls habe ich mir das ganz frech gedacht, als mich die neben mir sitzende Dame fragte, wie hoch denn das Stipendium wäre und sich dann auch empört an die vor ihr sitzenden Damen wandte.

Nun ihr hat es vielleicht nicht so gefallen. Ich habe den Wert, der experimentellen Manifesten villeicht nicht ganz verstanden, aber Kunststück, ich bin ja eine erfolgfrei schreibende realistische Autorin und werde von manchen für unverständlich gehalten, was wieder das Verbindungsglied wäre.

Ich habe Michaela Falkner, als ich ihr davon erzählte, aber wie ich merken mußte, sehr getroffen, obwohl das eigentlich, wie ich dachte, eine sehr alltägliche Frage ist.

Nun gut, das Hörspiel wird gesendet werden und ich werde es vielleicht hören und der zweite Stipendiat  Bernhard Studlar war mir vom namen her bekannt und er brachte, gemeisam mit einer Schauspielerin, drei Szenen und einen Epilog aus einem Stück namens “Nacht ohne Sterne”, ein Titel, wie er erklärte, der ihm sehr gefällt und ein Reigen.

So beginnt es mit einer Szene zwischen einer Kindergärtnerin und einer Mutter. Die holt ihr Kind zu spät ab, weil sie von einer Demonstration abgehalten wurde. Die Kndergärtnerin, gelesen von Bernhard Studlar, rügte sie deswegen und drohte ihr, daß sie ihren Betreuungsplatz verlieren würde. Sie versucht sie mit fünfzig Euro zu bestechen. Die zerreißt ihn aber und in der nächsten Szene zwischen der Mutter und dem Vater, klebt sie sie wiederz zusammen. Der Vater steckt sie ein und trifft sich mit einem Kredithai, der von ihm die geliehenen zwanzigtausend Duro wieder haben will, die er nicht hat, so daß er ihn erschießt und so weiter und so fort.

Der Tod tritt noch auf, verriet Julia Danilcyck im Gespräch und die Freiheitsstatue und ich finde ein sehr interessantees Stück, das mich sehr heugierig machte und das schon in Bratilsava aufgeführt wurde, da ich aber kein Slowakisch verstehe und wahrscheinlich auch nicht so bald dorthin komme, kann ich höchstens demnächst ins Schauspielhaus gehen, aber da gibt es ja keine “Kolik-Lounge” mehr und die Aufführung eines anderen Studlar-Stückes.

Susanne Gregor und Mareicke Fallwickl im Literaturhaus

Zwei Neuerscheinungen, präsentiert von Sebastian Fastuber im Literaturhaus und zu beiden Autorinnen habe ich meine besonderen Beziehungen.

Ist das erste Buch, der 1981  geborenen Susanne Gregor doch auf einer Buch Wien zu mir gekommen, als ich eigentlich ein anderes Buch von der “Edition Exil” haben wollte und die in der Slowakei geborene hatte damals gerade den “Exil Literaturpreis” gewonnen und, wie das dort so ist, ihr erstes Buch “kein eigener ort” herausgegeben, das dann auf der Buch Wien präsentiert wurde.

Dann gab es eine Präsentation auf der Literaturhausschiene, bei dieser Gelegenheit habe ich, glaube ich, auch Cordula simon kennengelernt, deren neuen Buch zu mir gekommen ist, nachdem ich mich in Leipzig bei einer “Residenz-Vertreterin” beschwert habe, daß die mir keine Bücher und Vorschauen mehr schicken.

Susanne Gregors zweites Buch “Terretorien ist dann schon bei “Droschl” erschienen und wenn ich mich nicht sehr irre, habe ich es mir einmal bei einem der Literaturhaus-Flohmärkte gekauft, aber dann ist in meinen Bücherbergen verschwunden und noch nicht von mir gelesen.

Jetzt hat die junge Frau mit den sehr blonden Haaren bei “Droschl” einen Erzählband “Unter Wasser” herausgebracht, bei dem es, wie Sebastina Fastbuber einleitetete, um gescheiterte Beziehungen geht.

Einen Teil der letzten Geschichte, wo eine Frau ihren Mann verläßt, hat die Autorin gelesen. Dann gab es ein Gespräch in dem Susanne Gregor betonte, daß ihr die Sprache  wichtiger, als der Plot sei, daß sie viel reduziere und wegstreiche und zwischen ihren Büchern auch gern einmal Kurzgeschichten einschiebe, das ist wahrscheinlich, so wie bei mir bei “Besser spät als nie” und der vorliegendene Erzähband ist auch aus diesen Kurzgeschichten entstanden, beziehungsweise wurde er aus diesen erweitert.

Dann kam die 1983 in Hallein bei Salzburg geborene Mareike Fallwickl, die ich als Bloggerin kenne.

Eine sehr kritische Vielleserin und zweifache Mutter, die dadurch auffällt, daß sie sich weigert, ein zweites Buch von jemanden zu lesen, denn man hat ja nur begrenzte Lesezeit. Dann hat man aber auch Pech mit Mareike Fallwickls neuen Roman, der in den Blogs fast, wie ein Komet aufgestiegen und euphorisch beschrieben wurde “Dunkelgrün fast schwarz”, denn es ist, obwohl Sebastian Fasthuber das Gegenteil behauptete und ich das Buch schon als Debutroman gehandelt sah, nicht der erste Roman der Autorin, die glaube ich, als Texterin oder Lektorin in einer Agentur arbeitet, hat sie doch schon bei “Schwarzkopf und Schwarzkopf”, den Roman “Auf Touren” herausgegeben.

Mareike Fallwickl die Vielleserin, über hundert Büchert im Jahr, die sie auf ihren Blog “Bücherwurmloch”, den sie seit 2009 betreibt, beschreibt, ist auch sehr kritisch und hat eine Kolumne “Mariki” mottzt. Sie war auch Buchpreisbloggerin und ist Juroin beim “Blogbuster” und da hat sie heuer nichts vorgeschlagen, weil sie leider leider nichts wirklich überzeugte. Sie ist da also sehr streng, mit ihrem bei “FVA” erscheienenen Buch aber. wie schon beschrieben, fast komentenhaft aufgestiegen.

Ein Buch das ich leider noch nicht bekommen kann, also eigentlich nicht sehr viel mehr darüber sagen kann, als daß mir einige originelle Wortfindungen und Formulierungen aufgefallen sind, da ich ja keine bin, die ein Buch nach zehn Seiten Lesebprobe, dreißig Sekunden Lektoratsarbeit oder auch nach einer Lesung berteilen kann. Obwohl ich ja sehr gern und sehr viel zu Lesungen gehe und die auch sehr mag, Mareike Fallwickl weniger, sie antwortete auf Sebastian Fasthubers Frage fast ein wenig motzig, daß ihr die zu langweilig wären.

Mir nicht und in dem Buch geht es, um eine Dreiecks oder Vierecksegeschichte. Da gibt es eine Marie mit einem Sohn namens Moritz “Motz” genannt. Der hat einen Kindergartenfreund manens Raffaelund der ist ein sogenanntes “Arschlochkind”, eine, wie Mareike Fallwickl im anschließenden Gespräch sagte, wirklich auf dem Spielpülatz gemachte Erfahrung und der taucht sechzehn Jah re später bei Moritz und seiner Freundin auf und quartiert sich bei ihr ein.

Diese Stelle hat Mareike Fallwickl eine junge  Frau mit schwarzen Haaren, einem grünen Kleid und hohen Stöcklschuhen gelesen. Dann gibt es noch eine Johanna von ihr wurde auch ein Stückchen präsentiert. Das Buch ist ziemlich dick und  Mareike Fallwickl hat, wie sie  sagte, eine fünfzig Seite Leseprobe bei einer Agentur eingreicht, dann wollte bei der letzten Buchmesse, die Agentin mehr von ihr und das ganze im Februar herausbringen. Da hatte sie noch nicht mehr, das Schreiben aber trotzdem geschafft und ich bin jetzt gespannt, ob ich  das noch zu lesen bekommen werde oder nicht? Interessant wäre es allemal und auch zu hören, wie sich Mareike  Fallwickls literarische Entwicklung noch weiter gestalten wird.

Nicht besonders viele Leute im Literaturhaus, aber Annette Droschl, Henrike Blum unde eine Frau, die einmal bei Richard Weihs gelesen hat, die sich angeregt mit ihr unterhielt. Ich habe Rotwein Wein getrunken, mich umgehört und umgeschaut und bin jetzt, wie gesagt, sehr gespannt, lese mich aber gerade durch ein Debut von einer Mareike Schneider, das ich mir aus Leipzig mitgenommen habe.

Literaturhausflohmarkt und noch einmal Amerlinghaus

Daß es im Literaturhaus einen Flohmarkt gibt, wo regelmäßig einmal im Jahr die Neuerscheinungen, um ein paar Euro abverkauft werden, bin ich erst vor zwei Jahren draufgekommen. Das heißt, so richtig, denn, als ich noch meine “Freiheit des Wortes” dort machte, hat mir Silvia Bartl einmal davon erzählt, ich dachte aber, da gibts ein paar alte übergebliebene Bücher um zehn Euro oder mehr und bin nie hingegangen.

Vor zwei Jahren war ich in Zuge meiner Weihnachtsrecherche dort, habe  Daniel Zippls “Eine Hand voll Rosinen” in die Hand genommen und wieder hingelegt, weil ich es mir als Rezensionsexemplar schicken lassen hätte können,  das aber verabsäumt hatte.

Als ich es dann am nächsten Tag, vor meiner Lesung im “Readingroom” kaufen wollte, war es natürlich nicht mehr da und im Jahr darauf bin ich schon mit zwei vollen Säcken davon gegangen, denn da habe ich den letzten Tag erwischt und alles hat nur einen Euro oder so gekostet.

Jetzt habe ich den ersten Tag erwischt, da waren die Preise natürlich höher, ich habe aber worauf ich spekulierte, einige Neuerscheinungen bekommen, darunter Hans Pleschinkys “Wiesenstein” das ich zwar angefragt habe, es mir C. H. Beck aber nicht geschickt hat.

Jetzt habe ich fünf Euro für das Leseexemplar  investiert und frage mich, wann ich es lesen werde, denn die beiden Andrea Winkler Bücher von vor zwei Jahren liegen ja noch immer ungelesen in meinen Stapel.

Anneke Reinekes “Leinsee”, die ja beim “Diogenes-Bloggertreffen” in Leipzig kurz vorgelesen hat, hat dagegen nur drei Euro gekostet, bei Serhij Zhadans war das ebenso und noch bei zwei anderen schon etwas älteren Bücher. Mareike Fallwickls “Dunkelgrün fast schwarz”, die morgen im Literaturhaus lesen wird, auf das ich fast gehofft hätte, war leider nicht dabei und auch nicht das Buch der Ljuba Arnautovic, das “Picus” mir leider nicht geschickt hat.

Vielleicht frage ich bezüglich Mareike Fallwickl noch mal an, wird doch das Buch in den Blogs sehr hochgelobt und dann ist es am Abend noch einmal ins Amerlinghaus gegangen, von den göttlichen Frauen der Anita C. Schaub ist es diesmal zu den “Wilden Wortes” des Richard Weihs gegangen und da war ein Stefan Reiser heute Gast.

Stefan Reiser

Stefan Reiser

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, kenne ich nicht, habe ich beim Hingehen gedacht und dann in der Galerie einen großen jungen Mann getroffen, der am Büchertisch einige “Kolik-Hefte” und einige “Rampen” fein säuberlich mit einem Preisschild versehen, ausgestellt hatte.

Des schönen Wetters wegen wahrscheinlich nur sehr wenige Leute, aber Thomas Northoff war da und Susanne Toth, die mit dem, wie ich inztwischen weiß 1981 in OÖ geborenen Dichter befreundet scheint und der brachte eine Reihe von Minitatiren und Prosaskizzen, die er alle theatralisch langsam mit ausdruckvollen Blicken vortrug, in dem es, mir sehr ähnlich und nicht unbekannt, um das Schreiben oder die Verkennung des Künstlers geht.

“Kann man die vom Schreiben leben?”, lautete doch die Frage, der Mutter eines Kindergartenfreundes, den der Erzähler am Ostermarkt von Eggerding traf, dann ging es nach Wien und Rom.

In Rom war er vielleicht einmal in dieser Stipendiumswohnung. In Wien hat er einige Freunde getroffen, die ihm von Projekten vorschwärmten, die dann nie stattgefunden haben oder nein, das war schon im Zug von Linz nach wien in St. Pölten.

Eine audiovisuelle Performance mit einer “Vernissage in zwanzig Bildern” gab es auch und am Schluß wurde es, wie Stefan Reisner sagte, noch experimentell. Denn da kam das Mantra “Ab sofort bin ich unendlich erfolgreich….

“Etwas was man im “Literaturgeflüster” wohl auch öfter finden kann und ich damit wahrscheinlich schon manche meiner Leser nervte und jetzt habe ich noch seinen Text für die “Funkhausanthologie”: “Warum mein  Freund Alexander das Funkhaus verkauft” vergessen, auf den ich ihm am Schluß ansprach und dabei die Erfahrung machte, daß ich den Autor schon einmal in der “Kolik-Lounge”, die es ja nicht mehr gibt gehört habe und GAV-Mitglied ist er seit 2015 auch , also ein deja vue Erlebnis, eine interessante Wiedergebgegnung und jetzt bin ich wieder gespannt, was ich von dem  Autor vielleicht noch alles lesen und hören werde.

Und einen uralten Martin Walser, eine “Rororo-Taschenbuchausgabe” aus dem Jahr 1963, von der sich schon das Cover gelöst hat, habe ich im “Wortschatz” auch noch gefunden.

Orchis

Jetzt kommt der phantastisch skurrile Debutroman, der 1978 bei Kirchdorf an der Krems geborenen Verena Stauffer, der von einem Orchideenforscher im neunzehnten Jahrhundert erzählt.

“Die Geschichte eines getriebenen Orchideenforschers zwischen Leidenschaft und Wahn, im Wettlauf gegen dieZeit”, steht am Buchrücken und Alfred Kolleritsch und Andreas Unterweger von den “Manuskripten” schreiben “Penible Recherche und Emotionalität verqucken sich zu einem bellestristischen Erlebnis von selten gewordener Expressivität”.

Und, füge ich hinzu, es ist ein Roman mit starken Bildern, die besuchten Recherschearchive werden am Schluß des Buches angegeben, trotzdem ist es nicht, wie beispielsweise bei Christine Wunnike eine phantastische Nacherzählung eines tatsächlichen Geschehenens.

Der Anselm, Held und Protagonist, der Erzählung wurde, denke ich, schon von der Autorin erflunkert und es ist ein spannendes Buch, das schon im ersten Kapitel neugierig macht, als der Orchideenforscher in Madagaskar mit seinen Koffern ankommt, einem Schiff entsteigt und da von einer Schar von Kindern umringt wird, die seine Koffer ergreifen, mit ihnen davonlaufen und ihm zu einem seltsamen Ritual und Begräbnis führen.

Dazwischen und auch später im Buch kommen immer wieder Andeutungen, von der strengen Herrscherin des Landes hier, die ihre Untertanen versklavt, so kann Isaac, den Anselm etwas später kennenlernt, ihn und einen anderen Orchideenforscher auch nur kurz zu den Feldern führen, dann muß er wieder zurück und die beiden müßen alleine weiterforschen.

Anselm hat einen Kompaß und will einen “Wardischen Kasten” aufbauen, um die Orchideen darin aufzubewahren, der englische Forscher drängt aber zum Aufbruch, dann stechen ihn die Mücken, er bekommt die Malaria oder einen anderen Schwächeanfall, so bricht Anselm alleine zu den Feldern auf, wo die Sternorchideen blüchen und ist entzückt.

Er muß aber schnell wieder zurück, hat nur ein paar der Blüten in seinem Gepäck und auf dem Schiff, wo er die Heimfahrt antritt, bekommt er dann einen Wahnsinnsanfall und sieht Orchideen auf seinen Schultern wachsen, so daß seine Eltern, als er die deutsche Heimat erreicht, sich veranlaßt sehen, ihn in eine Irrenanstalt zu überweisen.

Der Wahnsinnsanfall kann zwar auch von einer Qucksilbervergiftung kommen, da er schon als Kind seinem Vater, ebenfalls Botaniker, bei seinen Arbeiten half, klärt uns Verena Stauffer auf und kann es dann nicht lassen über die Psychatrie und ihre Methoden des neunzehnhten Jahrhunderts herzufallen. Da gibt es einen Dr. Müller und einen Professor Leitner in dessen Fänge Anselm für eine Zeitlang gerät.

Er wird aber schnell wieder gesund und durch Vermittlung seines Vaters Assistenzprofessors. Das ist zwar nicht so gut für die wissenschaftliche Reputation. Er zieht aber mit seinen Studenein in die Feldforschung und fährt dann nach London, um einen Vortrag über Orchideen zu halten. Da trifft er auch Lendy wieder mit dem er in Madagaska war. Läßt den Vortrag aber sausen, weil ihn ein anderer Forscher von dem chinesischen Frauenschuh erzählt, den er erforschen will.

So beschließt er Hals über Kopf nach China zu reisen, um ihn zuvorzukommen. Das war aber nur eine Finte, denn der Forscher hat ihn auf ein Schiff, das nach Italien fährt geschickt. Dort macht Anselm, der schon Chinesisch lernt, die Begegnung einer Dame, die ihn verführen will, mit ihr nach Bologna zu reisen. Da bleibt er aber standhaft und macht die Fahrt nach China, gerät dort in die Fänge eines anderen Mädchens, eines mit blauen Händen, weil sie Körbe oder Stoffe mit der Farbe von blauen Orchideen behandelt und Anselm, der es auch als seine Aufgabe sah, Darwin zu widerlegen, sieht sich in seiner Erüllung, als ihn “die Schmetterilinge umkreisen, bis sie schließlich landeten und auf ihm und mit ihm dem Gehäuse der Stunden entschliefen.”

Ein köstliches Buch, das eine in eine andere Welt mitnimmt, in der es nach Vanille,  Zimt und Zitrone duftet und dessen Tonfall und Skurrilität mich manchmal an E. T. A. Hoffmann, den ich in meiner Studentenzeit gern gelesen habe, erinnert und das zeigt, daß jüngere Frauen auch etwas anderes, als von den drogengeschwängerten Wirklichkeiten der prekären  Dreißigjährigen, schreiben können, was ich sehr spannend finde und mir gut gefallen hat.

Sonnenkönige

Nun kommt wieder ein Buch aus der literarischen Schiene des “Kremayr & Scheriau-Verlags”, kein Debut, denn es ist schon das dritte Buch, das die 1985 in Linz geborene Marianne Jungmairer dort verlegt hat.

“Wow!”, könnte man sagen und  die junge Autorin ist auch schon viel herumgekommen in der Welt und in Berlin dürfte sie auch eine Zeit gelebt haben, zuminsdest spielt ein großer Teil des Buches dort, das, wie der Klappentext beschreibt “Eine neue litarische Facette aufzeigtt und in eine bunte Welt der Illusionen und Träume eintaucht. Zwischen Zuständen des Rauschs und den Rhythmen elektronischer Musik dringen auch die leisen Tönen durch, jene der Verlorenen, die nach ihrer Mitte suchen.”

Das gilt zum Teil auch für das Buch, das ich davor gelesen habe, obwohl es 1984 spielt, zu einer Zeit, in der Marianne Jungmaier noch nicht geboren war und ich habe die euphorischen Beschreibungen der Klappentexter bei beiden Bücher nicht ganz nachvollziehen können und würde meinen, daß man den Inhalt auch viel einfacher beschreiben könnte.

Da ist einmal Aidan, der in Berlin in einer WG mit Sam, Cherry und Hannah lebt. Sam und Cherry sind zwei Amerikanerinnen. Hannah ist seine Freundin und er ist freiberuflicher Redeakteur bei einer Zeitung. Hannah arbeitet dort auch und die prekär Beschäftigten verbringen ihre Nächte sowohl auf Drogenparties, als auch auf solchen, wo wenn ich es recht verstanden habe, Sadomaso betrieben wird.

Trotzdem steigt Aidan, der noch ein anderes Hobby hat, nämlich in seinem Keller sehr zum Mißfallen von Hannah gerne Drachen baut, beruflich auf und soll festangestellt werden.

Das ist für mich eine der berührendsten Stellen in dem Buch, wenn Aidan zu seiner Chefin Susanne sagt “Meinst du beginn ich, meinst du als Online-Redakteur? Mit Vertrag? Mit Urlaub und Krankenversicherung?”

Hannah, die auch schon auf so was hoffte, bekommt das nicht gut und das treibt die beiden, obwohl sie sich noch ein Drachentatoo stechen lassen, auseinander.

Denn da ist schon bei einer dieser wilden Parties ein Bill mit einem Raumanzug aufgetaucht und in den hat Aidan sich knallhart verliebt, obwohl er auch mit seiner Tätowiererin, denn man lebt in diesen prekären Kreisen in offenen Beziehungen, obwohl man das dann nicht gut aushält, etwas angefangen hat und der viel kürzerer zweite Teil des Buchs spielt in Amerika, denn es war ja der Traum des “Getriebenen”, wie auch im Klappentext steht, mit seinem Drachen dorthin zu einem Festival zu reisen und ihn dort verbrennen.

Da kann man sich auch nach der Sinnhaftigkeit des Lebens fragen und vielleicht war das auch Marianne Jungmayers Bestreben, das aufzuzeigen und in Frage zu stellen? Ihr neuer Anteil an der Literatur und sie tut das ohne jeden Zweifel mit einer sehr jungen flotten Sprache, von der ich, die fast Fünfundsechzigjährige, vieles nicht gleich verstanden habe.

Chrerry, Sam und Aidan reisen also nach Amerika zu Bill. Ein Teil des Drachen kommt dort nicht an und muß erst wieder nachgebaut werden.  Aber dann kann Aidan seinen Drachen  den Festivalteilnehmern schenken. Er wird von Bill, Cherry und Sam auch getauft, bekommt einen neuen Namen und das Leben geht weiter oder bekommt wahrscheinlich eine neue Form und einen neuen Sinn.

“Ein Roman über dieLiebe, die Freiheit, das Leben, voll schillender Farben, Magie und Musik”, steht am Buchrücken.

“Aha!”, kann ich nur sagen und fragend anmerken, daß ich den Sinn des Titels des Buches nicht verstanden habe und vielleicht auch kein so besonderer Fan von Marinanne Jungmaier bin.

Grüß Göttin

Anita C. Schaub

Anita C. Schaub

Denise Kronabitter

Denise Kronabitter

Die 1959 geborene Anita C. Schaub hat uns, Elfriede Haslehner, Judith Gruber-Rizy, Hilde Langthaler, vielleicht einmal im Literaturhaus, ich glaube, an dem Abend, wo Rolf Schwendter, den “Tag der Freiheit des Wortes” veranstaltet hat, angesprochen und gefragt, ob wir mit ihr eine Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters machen wollen.

Sie ist dann bald ausstiegen, die Gruppe heißt jetzt “Frauen lesen Frauen” und wird von Judith Gruber-Rizy organisiert und Anita C. Schaub, die Schreibpädagogin und Germanistin hat dann auch das Buch “Frau sein und Schreiben” herausgebracht, in dem auch ein Portrait von mir enthalten ist.

Sie hat inzwischen mehrere, meist frauenbewegte Bücher herausgebracht, ist GAV-Mitglied und organisiert da regelmäßig Veranstaltungen mit frauenspezifischen Themen.

Bei einer zum Frauentag vor ein paar Jahren im Amerlinghaus bin ich einmal gewsen und als ich vor ein paar Tagen nach einem Programmpunkt für den heutigen Freitag suchte, bin ich auf die “Veranstaltung “Grüß Göttin – von weiblichen Gotteheiten und göttlichen Weibern gerstoßen” und das klingt schon einmal interessant und als ich dann noch gesehen habe, daß Denise Kroanabitter die Tochter der Erika, die wir ja vor einem Jahr während unserer Bodenseerundfahrt mit der Ruth in Vaduz getroffen haben, die Musik dazu macht, ist sogar der Alfred mitgekommen.

“Grüß Göttin” ist auch auf einem Plakat vor dem Eingang in die Galerie im Amerlinghaus gestanden und drinnen waren bekanne Gesichter der Frauenbewegegung, Elfriede Haslehner, die Ruth, ectetera.

Linda Kreiss

Linda Kreiss

Elisabeth Schrattenholzer

Elisabeth Schrattenholzer

“Grüß Göttin!”, hat Anita C. Schaub die Veranstaltung auch eingeleitet, Denise Kronabitter hat vorher musikalisch begonnen und Anita C. Schaub hat erzählt, daß eine Künstlerin in Kärnten vor Jahren so ein Schild auf die Autobahn gestellt hat. Anita C. Schaub hat es jetzt sozusagen nach Wien importiert und die erste Lesende, die 1956 in Süddeutschland geoborene, Linda Kreiss, die mehrere Jahre in Kathmandu lebte, GAV-Mitglied ist und auch mehrere Lesungen in Wien hatte, vorgestellt.

Sie las zwei Geschichten, die in Nepal spielen,, die erste erzählte von der einzigen Bildhauerin in Nepal, die zweite führte in einen Tempel, der der Sexgöttin gewidmet ist.

Dnn kam Antia C. Schaub mit eine,r wie sie sagte, unveröffentlichten Erzählung, die von der Begegnung der Erzählerin mit einem Jind, die sie dann in ihre Kindheit und wieder zurück, an Hand von Pudding mit Bimbeersaft und Schololade Erdbeer Vanilleeis und wieder zurückführte und die dritte  Lesende, die Kommunikation und Sprachtrainerin Elisabeth Schrattenholzer war mit ihrem 2012 bei “Septime” erschienenen Roman “Jesus war eine Frau” auch sehr esoterisch. Ging es da ja um eine <jordanienreise einer Frau namens Petra, die dort einen Berg bestieg und dabei eine Reihe von sehr außergewöhnlichen Erlebnissen hatte.

Dazwischen immer wieder Musik von Denise kronabitter und nachher sind wir noch länger im Amerlingbeisl gesessen und haben und mit Erika kronabitter und einigen anderen unterhalten.

Die Kinderbücher

Weiter geht es mit der Vorstellung meiner Bücher, beziehungsweise der Themengebietesammlung, denn das habe ich ja vor im Jubiläumsjahr, zu zehn Jahre “Literaturgeflüster”, meinen Leserinnen und Lesern ein bißchen etwas über die eigene Buchproduktion zu erzählen.

Denn da ich ja meine Bücher selber mache, mir also immer fünfzig Stück drucken lasse und sie dann verteile und dabei sogar auf die ISBN-Nummer verzichte, liegt das ein wenig brach, beziehungsweise ist an meine Bücher nur schwer heranzukommen, obwohl ich ja subjektiv das Gefühl habe, ich posaune das ohnehin den ganzen Tag heraus und jeder müßte, um mein Schreiben wissen.

So ist es nicht, bin ich, als mich Ljuba Arnautovic einmal für eine Journalistin oder Literaturkritikerin gehalten hat, daraufgekommen. Klar, die GAV-Kollegen wissen das ich schreibe.Meine Blogleser könnten es eigentlich auch wissen, aber die halten mich vielleicht für eine Hobbyautorin, finden, daß ich schlecht, trottelig oder unverständlich schreibe oder lesen vielleicht nur den Artikel, wo ich sie und ihr Werk erwähne und das andere nicht.

Meine Psychologiekollegin und Vorgängerin Irmgard G. auf der II HNO Sprachambulanz hat mich einmal gefragt, ob mein Blog mein Schreiben ersetzen würde?

So ist es nicht, natürlich nein, ich schreibe nach wie vor meine Bücher, Romane und realistische Erzählungen und gebe sie dann fünfzigmal geraus, nehme sie auf Lesungen, wenn ich welche habe, also aufs Volksstimmefest, zu den “Textvorstellungen” in die “Alte Schmiede”, etcetera mit und lege sie auf, aber das wäre es dann schon, wenn man keine ISBN-Nummer und die Bücher bei sich selber zu Hause liegen hat.

Es ist auch so, wenn man eine solche hat, aber in einen Kleinstverlag erscheint, so habe ich ja noch immer einige Schachteln der “Hierarchien”, erschienen Anfang 90, in der “Edition Wortbrücke” in Harland stehen und ein paar andere stehen warhscheinlich im Keller des Kulturamtes der Stadt Wien, die ja Jack Unterweger, auf mein Betreiben, empfohlen von Barbara Neuwirth, glaube ich, diese abkaufte.

Das war auch das, was mich dazu brachte, bei meinen “Digis” auf die ISBN-Nummer zu verzichten, die man natürlich kaufen kann, aber ich denke, meine fünfzig Stück wären auch dann kaum auffindbar und keiner würde sie nur über die Nummer bestellen.

Bestellen kann man die Bücher übrigens bei mir und einige Mal im Jahr bekomme ich auch solche Anfragen und verschicke meine Bücher und durch das “Literaturgeflüster” und die Marketingbestrebungen der Selfpublischer, habe ich auch begonnen, meine Bücher dort vorzustellen.

So gibt es regelmäßig, wenn der Text an die Druckerei gehen kann, eine kleine Vorschau, neuerdings auch mit Gewinnspiel. Schade, daß sich da nie jemand meldet, der interessiert an meinen Büchern ist und sie lesen will.

Das ist schon etwas, was mich ein bißchen irritiert. Aber ich habe seit 2002, als ich auf dem Geburtstagsfest der Erika Danneberg im “Siebenstern” war und nicht so recht wußte, ob ich ihr eines meiner Bücher, ich glaube, es waren die “Schreibweisen” schenken sollte und das Buch während ich mir das überlegte, einigen Leuten zeigte, die es gleich kaufen wollten, immer die letzten zwei Bücher in meiner Tasche, um sie Interessierten zu zeigen und habe da auch schon einige verkauft und auch manchmal ein positives Feedback zurückbekommen und seit einigen Jahren, lege ich auch immer ein Exemplar in den Bücherschrank.

Da hat sch beim Sommerbuch eine halbe Stunde später, als ich von der Pojt zurückgekommen bin, eine Dame angerufen und sich dafür bedankt und das “Bibliotheksgespenst”, wird habe ich gesehen, im Netz angeboten. Ich glaube, um zehn Euro. Ich, kann ich nur flüstern, verkaufe die Bücher zum Selbstkostenpreis, weil ich  nicht wirklich an ihnen verdienen will, also billiger.

Es gibt  das Gewinnspiel mit jeweils drei Fragen zu dem Buch, um es ein wenig vorzustellen und wenn es dann fertig ist, gibt es ein Bild mit mir davon und da würde ich gerne eine Leserunde machen, aber auch das funktioniert noch nicht so wirklich, als ob die selbstgemachten Bücher ohne ISBN-Nummer von vornherein mit einem Makel behaften wären und man sich an ihnen anstecken könnte.

Nun gut, man braucht ein wenig Zeit sie zu lesen, aber das braucht man auch bei anderen Büchern und es gibt ja Leute, die von sich behaupten, sie würden, alles, was sie in die Finger kriegen, begierig verschlingen. Nun gut, es gibt auch selbstverlegte Bücher und da hat noch nicht  der Verlag darüber gesehen und sie für gut befunden oder früher meine unverlangten Zugesandten nicht gedruckt.

Jetzt schicke ich  nicht mehr hin, sondern mache gleich selbst. Aber ich wollte  etwas über meine Kinderbücher erzählen, weil ich bei den Thmengebieten schon die depressiven Frauen, die Bücherschrankmotive, die Schreibweisen und noch einiges andere mehr vorgestellt habe, so daß man, wenn man es will, schon einen kleinen Einblick in mein Schreiben und meine inzwischen, glaube ich, an die vierzig selbstgemachten Bücher bekommen kann, die meistens Romane, Erzählungen oder Novellen sind. Zwei Erzählbiände mit Kurzgeschichten gibt es auch, die “Schreibweisen” mit drei längeren Erzählungen übers Schreiben und das “Literaturgeflüster Texte Buch” das die literarischeren Texte der ersten fünf Jahre des Blogs enthält und dann gibt es zwei Kinderbücher, obwohl ich mich jeigentlich nicht als Kinderbuchautorin bezeichnen würde, aber eher unfreiwllig damit angefangen oder einen meiner frühen größeren Erfolge von dort herbekommen habe.

Denn ich habe, auch menn man mir das vielleicht nicht glaubt, einmal einen Teil des “Kinderbuchpreises der Stadt Wien” bekommen, die andere Hälfte, Christine Nöstlinger, ich glaube für das “Austauschkind”. Man sieht, das ist lange her und ich kannn mich nicht mehr ganz daran erinnern. Die eine Hälfte also Christine Nöstlinger, die andere hat das nicht rollenspezifische Kinderbuch, das aus einen Wettbewerb, den “Jugend und Volk” und das Staatssekretariat für Frauenfragen für nicht rollenspezisische Texte veranstaltet hat, wo auch Christine Nöstligner in der Jury saß “Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen weinen” und da ist mein Text “Güler will kein Kopftuch mehr” drin, obwohl der Text eigentlich für einen Roman, der nie fertig oder veröffentlicht wurde, geplant war.

Das war mein erster großer Erfolg, mehrere Auflagen, einige Interviews, schon Verrisse, wegen der Sprache, obwohl das Buch lektoriert worden ist. Danach habe ich auch noch an “Jugend und Volk” geschickt, der einen meiner Texte über die Arbeitswelt an den “Wiener Frauenverlag” schickte, so daß er dort in einer der ersten Anthologien veröffentlicht wurde.

Die zwei Kinderbücher die ich hier vorstellen will, sind später entstanden. Beim Ersten handelt es sich, um eines meiner Lieblingsbücher, es wurde, wie unter der letzten Zeile steht “Im Mai und Juni 1993 in Lemberg, Krakau und Wien” geschrieben und ich kann mich an eine sehr rauschhafte Zeit erinnern.

“Lore und Lena” behandelt das doppelte Lottchen -Motiv. Das sind zwei zehnjährige Mädchen. Eine geht in eine katholischePrivatschule und lebt bei ihrer Mutter, einer erfolgreichen Kinderärtzin, die mit dem Professor, denPrimar einer Kinderklinik verheiratet ist, der ist allerdings nicht ihr Vater und die andere,Lena, geht in eine Alternativschule, das WUKwird, glaube ich, direkt genannt. Ihr Vater ist ein erfolgreicher Schriftsteller, Josef Haslinger, war vielleicht mein Vorbild beim Schreiben und dort machen sie sie ein Zeitschriftenprojekt. Lena findet einen Artikel, wo die Kinderärtzin Lore und der Professor abgebildet sind, erkennt, daß sie ihr ähnlich sieht und das sie das Jugendbild der Ärztin in ihrer Schachtel und als einzige Erinnerung an ihre Mutter hat. Geht in ihre Praxis täuscht Bauschmerzen vor und die Geschichte beginnt. Denn die konservativen Großeltern nehmen Lena nicht so leicht und sofort in ihre Familie auf. Lena zerbricht fast deran, während die lockere Lore, das ganze als Spiel sieht, auch in die alternative Schule will, mit dem Vater und seiner Freundin ach Griechenland auf Urlaub fährt und dort zu schreiben beginnt.

Das Buch hat mich fast in einen Rausch versetzt und ich habe es innerhalb ein paar Wochen heruntergeschrieben. In Wien, während ich in der Reinprechtsdorferstraße meine Praxis machte und meinen Vater betreute und dann bin ich damals vier Tage mit einem Bus des akademischen Reisediestes über Krakau nach Lemberg gefahren und habe dort, wie ich mich erinnern kann, beispielsweise die Griechenlandszenen,  geschrieben.

Ich war sehr begeistert von dem Buch, habe es auch fleißig herumgeschickt und gedacht, jetzt muß es doch mal was werden und ein Kinderbuchverlag wird es nehmen. Damals ist auch zeitgleich mein zweites Buch übers Stottern erschienen. Aber nichts, Sense aus. Eine Rückmeldung, die mir, glaube ich,  schrieb, daß der Verlauf der Handlung unglaubwürdig wäre oder so, ich habe den Brief, glaube ich, in der Konditorei  Aida liegenlassen und nie mehr zurückbekommen, habe ich erhalten, sonst nichts außer Absagen.

Aber als wir dann im Sommer nach Mexiko geflogen sind, habe ich mein zweites Kinderbuch, nach einer Iidee, die ich schon länger hatte, geschrieben.

“Mutter möchte zwanzig Kinder”.

Es ist relativ dünn,  mein viertes Digibuch, Lore und Lena ist das dritte, hat einen gelben Umschlag und den Titel hat die damalige neunjährige Anna mit der Hand darauf geschrieben. Bei “Lore und Lena” hat sie den Buchtext verfasst und ist zusammen mit einer Freundin, am Cover zu sehen.

Bei der “Mutter” habe ich Elfriede Haslehner gebeten, die hat dann: “Die Autorin, Mutter einer Tochter, unternimmt das Wagnis das Leben einer Frau zu schildern, die 20 Kinder haaben möchte (zu Beginn der Erzählung hat sie gerade ihr elftes Kind bekommen), diese als Alleinerzieherin aufzieht und auch selbst unterrichtet.

Ob das gut geht?

Ja, es gibt sie, diese Vielfach-Mütter, und sie sind so etwas Besonderes, daß man hin und wieder eine von ihnen in einer Fersehshow bewundern kannn. Allerdings haben die Fernseh-Mütter meist einen unterstützenden Ehemann an ihrer Seite.

Es ist wohl eine Menge Fantasie nötig, um jungen (und junggebliebenen) Lesern/Leserinnen Einblicke in das turbulente Leben einer solchen Übermutter -geschildert aus der Sicht ihrer zehnhährigen Tochter – gehen zu können. Eva Jancak hat sie.”

E. H. steht daruber und nicht der volle Name, offenbar auch hier etwas Distanz zu den selbstgemachten Büchern und das Ganze ist natürlich eine Phantasie , die ich irgendwann einmal herbekommen und ausgesponnen habe.

Ob das gut geht im realen leben, wahrscheinlich nicht und Beate Baumann ist auch keine von den neuen Konservativen, wie es sie die Identitären haben wollen. Sie ist im Gegenteil eine sehr alternative Frau und kämpft sich mit ihrer Kinderschar sehr selbstbewußt durchs Leben. Als die Familienhelferin Hilde Pokorny sich aufmacht, nach der Wohnung zu suchen, wurde gerade der kleine Markus, als elftes Kind gerade geboren, alle zu Hause, so wie ja auch die Anna zu Hause geboren wurde, um die kinderrreiche Alleinerzieherin, die erste Woche zu betreuen, kommt auch bald die Sozialarbeiterin Frau Koller vom Jugendamt, macht ein strengen Gesicht, sagt “Frau Baumann, Frau Baumann!” und erzählt dann etwas von Schwierigkeiten, die es mit dem Rechtsanwalt Viktor Frank, einer der Väter gibt, das hört Liesel die älteste Tochter, die wie ihr Bruder Stephan einen Vater hat. Der ist Lehrer und hat Beate Baumann wegen ihrer Kinderwünsche verlassen und Liesel überninnt nun eine Odyssee, um ihrer Mutter aus den Schwierigkeiten zu helfen. Sie freundet sich mit Karin, der Tochter von Viktor Frank an, geht zu ihrer Geburtstagsfeier mit seinem sohn und Bea Baumann, die inzwische einen kinderfreundlicheren Mann kennengelernt hat, ist auch sehr bemüht, aus den Schwiergkeiten herauszukommen, in die sich sogar der Bürgermeister einmischt und alles wird gut.

Eine Phantasie und vielleicht kein wirkliches Kinderbuch, obwohl meine bücher ja eigentlich sehr leicht geschrieben sind und ich mich ganz ehrlich immer etwas wundere, wenn mir einer meiner Blogleser schreibt, daß er meine Texte nicht versteht. Es wären eher Kinderbücher habe ich von anderen meiner Texte, öfter gehört und so habe ich in den Neunzigerjahren dann auch den Versuch, zwei Kinderbucher zu schreiben, gemacht.

Ich habe auch “Mutter möchte zwanzig Kinder”, an die Verlage geschickt, wie man sieht, keinen Erfolg gehabt. Das Buch dann als viertes “Digi” herausgegeben und noch in Mexiko den Versuch eines drittes Kinderbuchs, nach einer Idee, eine alten Frau, die sich gegen das Pflegeheim in das gescteckt wurde, wehrt, schon hatte, zu schreiben, habe aber in Wien zurückgekommen, damit aufgehört und später auch keine expliziten Texte für Kinder mehr geschrieben.

Es hat damals in einem Cafe im achten Bezirk einen monatlichen Jour Fix, wo sich Kinderbuchautoren getroffen haben, gegeben, Georg Bydlinsky, den ich von der GAV und der IG kenne, hat mir ihn empfohlen. Ich bin ein paar Mal hingegangen, die zwei Bücher, beziehungsweise die Manuskripte, auch einer Kinderbuchautorin gezeigt, die sie freundlich gelesen hat und mir dann erklärte, daß sie zwischen der Kinder und der Erwachsenenliteratur angesiedelt wären und ich sie vielleicht deshalb zurckbekommen habe.

Magl sein. Es sind sicher nicht meine typischsten Bücher. Ich schreibe jetzt mehr wahrscheinlich über die Schwierigkeiten des Alterwerdens oder den Schwierigkeiten, die man in einer Gesellschaft, wie dieser hat, gebe meine Bücher nach wie vor selber heraus, vermarkte oder stelle sie im Blog vor und fühle mich ein wenig ausgeschrieben, so daß ich mich beim Schreiben dieses Artikel auch ganz ehrlich, ein wenig vor dem Korrigiereb der “Unsichtbaren Frau”, drückte, das gebe ich zu.

Es ist mir aber eingefallen, daß ich, daß ich Kinderbücher geschrieben habe, das hier noch nicht so oft erwähnt habe und, daß ich im Zuge meiner zehn Jahrespromotion, sie einmal vorstellen könnte.

Für den, der neugierig geworden ist, ich habe noch ein paar Exemplare der beiden Bücher in meinen Regalen und schicke sie dem, der sie lesen will, gerne zum Selbstkostenpreis oder als Rezessionsexemplar zu.

Johann Barth hat mir übrigens eine sehr schönen Rezension über “Mutter möchte zwanzig Kinder” geschrieben und etwas über “Lore und Lena” gibt es auch.

Textvorstellungen mit Begräbnissen

Renata Zuniga

Renata Zuniga

Eva Jancak

Eva Jancak

Wer meinen Dichtung und Wahrheit-Aprilscherz verfolgte, die Vorstellung meines “Literaturgeflüster-Texte-Buchs” in der “Alten Schmiede”, hat es passend zum zehn Jahrestag wirklich gegeben und vorher bin ich auf einem Begräbnis gewesen. Ist doch die Malerin Ingrid Wald, Gerhard Jaschkes Lebensfrau am 11. 3. gestorben, wie er mir schon am Samstag in Leipzig vor seiner Lesung im Österreich-Kaffeehaus sagte und da ist es interessant, daß ich jetzt schon das dritte Mal nach Ostern auf den Zentralfriedhof hinausmarschierte.

Das heißt, gegangen bin ich diesmal nicht, sondern mit dem 71 gefahren, denn ich hatte bis eins zwei Stunden und eine Befundbesprechung und als die Straßenbahn in Simmering ankam, sind eine Reihe Leute, die ich von der GAV oder vom Lesetheater kenne, eingestiegen, Karin Jahn, Ottwald John,  Fritz Widhalm, Magdalena Knapp-Menzel, Jopa Joakin und das war gut so, denn ich habe auf dem bunten Partezettel übersehen, daß das Begräbnis kein Begräbnis, sondern eine Verabschiedung war und daher in der Feuerhalle und dem Eingang zwei gegenüber stattfand.

Sonst hätte ich es wahrscheinlich versäumt, so sind wir zurechtgekommen, als Renald Deppe schon musizierte. Dann gab es zwei Verabschiedungsreden, die auf die Buntheit und die Fröhlichkeit von Ingrid Wald hinwiesen, die ich als sehr freundlich und kommunikativ in Erinnerung habe.

Rosen wurden ausgeteilt und auf den Sarg gelegt und dann ging es ins Concordia Schlössel zu “Speis und Trank im gemeinsamen Gedenken”, wie auf der  Parte stand und da bin ich an einem Tisch mit der Ruth, Barbara Neuwirth, Lisa Fritsch und Richard Weihs gesessen, habe Bärlauchsuppe, Backhendlsalat und Topfenstrudel gegessen, bevor ich mit der Ruth, um sechs in die “Alte Schmiede” gefahren bin und da sind wir, weil mich die Ruth darauf aufmerksam machte, daß es mit der U3 schneller geht, als wenn ich mit dem 71, wie ich es eigentlich wollte, bis zur Oper gefahren wäre, schon kurz nach halb dort.

Irene Wondratsch, der Alfred und noch ein Mann waren aber schon früher da und die “Alte Schmiede” hat sich auch gut gefüllt, der Chemiker Manfred den ich sonst immer in der Wien-Bibliothek oder im MUSA sehe, war gekommen, Klaus Khittl, Hilde Langthaler, Ottwald John und Kurt Neumann fragte nach, wie wir mit den “Hammer” zufrieden wären.

Irene Wondratsch

Irene Wondratsch

Leonie Hodkevitch

Leonie Hodkevitch

Toll natürlich und Renata Zuniga ist diesmal auch sehr pünktlich gekommen, so daß es bald mit der Lesung losging und da habe ich mit den vier Texten, die ich mir am vorigen Donnerstag herausgesucht habe, angefangen.

Der Titel der Veranstaltung lautete “Drei Frauen” und ich dachte eigentlich, daß das “Literaturgeflüster-Texte-Buch” das ich ja gerne vorstellen wollte, unsprünglich war ja, glaube ich, der Kroatienroman geplant, nicht zu den anderen Texten, weil ja nicht erzählend, passen würde, was sich als Irrtum herausstellte, denn Irene Wondratsch hat ja auch einen autobiografischen Text, nämlich “Selbstportrait mit kleinen Sonnen” gehabt und das “Literaturgeflüster” ist ja, wie ich immer sage, mein literarisches Tagebuch, beziehngswweise das Archiv über die Veranstaltungen, beziehungsweise der Bücher, die ich lese und für das “Texte-Buch”, habe ich die literarischsten Texte herausgesucht.

Gelesen habe ich als Einleitung den ersten Text, dann zum Thema passend, das Gerstl-Begräbnis, das ja ziemlich genau vor neun Jahren auch am Zentralfriedhof, allerdings bei, eingang II, dort wo sich die Ehrengräber befinden, stattfand, dann als literarischsten Text, den “Wunderschönen Tintentraum”, die Persiflage auf das “Bachmannlesen von 2009” und dann noch als Reisebeispiel “Samstag in Litauen”, das war, finde ich, vielleicht eine ganz gute Übersicht über meine Art des Bloggens und gab auch ein bißchen Einblick in den Literaturbetrieb und Irene Wondratschs Selbstportrait, das noch nicht erschienen ist, tat das auch und auch da kann man sich täuschen, war es ja keine realistische Lebensbeschreibung, sondern, wie ich meine, eher surreale Textschnipseln, die wie Irene wondratsch später erläuterte, durch das Leben führen.

Von der Wiege bis zur Bahre, könnte man es theatralisch nennen und interessanterweise schloß sie mit einem Text über ihr Begräbnis und die mir bisher unbekannte Leonie Hodkewitsch die ihren bei “Keiper” erschienenen Roman “Der Stadlbauer” vortellte, hatte auch vier Textbeispiele und das letzte war, wie sie einleitete, ebenfalls ein Bebräbnis und wenn man jetzt denkt, ein Roman über einen Stadlbauer, passt nicht zu den beiden Tagebuchartigen Texten, der irrt wahrscheinlich, denn eine Handlung war den vier Textstellen eigentlich nicht zu entnehmen.

Der erste war ebenfalls eine Einleitung und erklärte, wie die Protagonistin in das Dorf in Niederösterreich kommt, dann ging es um das Sonntagsgeschehen und am Schluß zum Begräbnis einer der Hauptpersonen und da erzählte Leonie Hodkewitsch, die beruflich Kulturmangerin ist und viel herumreist, daß sie eineinhalb Jahre in dem Dorf oder der Kleinstadt gelebt hat und die Personen sozusagen real sind, alles andere aber erfunden wäre.

Interessant und eigentlich sehr schöne Textvorstellungen und interessante Facetten des literarischen Schreibens und auch ein sehr literarischer Tag mit vielen interessanten Gesprächen, den ich heute erlebte.

Nichtstattgefundene Schreibgruppe

Unsere Schreibgruppe, einmal “Westbahn spontan” geheißen, weil lange im Cafe Fortuna, vormals Cafe Ludwig stattgefunden, hat schon einige Krisen, bezeihungsweise Veränderungen erlebt.

Ins Leben gerufen wurde sie vor Jahren von Robert Eglhofer, Ruth Aspöck und Ingeborg Reisner, weil Robert, glaube ich, als er aus der LlitGES ausgetreten ist, einen regelmäßigen Ort zum Schreiben suchte.

Da ich ja nicht so gerne konsumiere, war ich zuerst skeptisch mich regelmäßig in einen Kaffeehaus zu treffen, habe dann aber zugesagt, mir das einmal anzusehen und bin hängengeblieben.

Da waren die Treffen noch am Freitag, Ilse Kilic und Fritz Widhalm waren dabei, Peter Czak ist bald dazu gestoßen, Ingeborg Reisner hat sich entschieden, daß das doch nichts für sie ist und ich habe begonnen die Gruppe dazu zu benützen, um Szenen meiner jeweiligen Romane zu schreiben, denn da gab es ja immer ein Thema, zu dem wir spontan zwanzig Minuten schreiben wollten.

Ruth und Robert haben dann irgendwann die Lust verloren, eine Lesung im Amerlinghaus veranstaltet, die der krönenede Abschluß sein sollte.

Da war aber Peter Czak dagegen aufzuhören, und Klaus Khittl, alisas Gloria G. der oder die inzwischen dazugekommen war, war auch fürs Weitermachen. Ilse Kilic und Fritz Widhalm wollten nur mehr spooradisch kommen, Doris Kloimstein war bei der <lesung auch schon dabei.

So ist es wieder eine Zeitlang weitergegangen, bis Peter Czak, die Gruppe aus Krankeheitsgründen absagte, da haben wir, Doris, Ruth, Robert, Klaus Khittl und ich aber weitergemacht und als Doris Kloimstein eines Jänner im Cafe, das eigentlich ein Beisl war, die Termine für das nächste halbe Jahr reservieren wollte, war das Cafe geschlossen und hat seither nicht mehr aufgemacht.

So hat die Gruppe dann bei mir stattgefunden, Ilse Kilic und Fritz Widhalm sind nicht mehr gekommen, sie ist aber  trotz der kleinen Gruppengröße ganz gut gelaufen. Drei bis vier Lleute waren immer da, wir haben uns auf ein Thema geeinigt, darüber gschrieben und danach diskutiert und jetzt scheint es wieder eine Krise zu geben, denn Peter Ckak hat mir schon im Februar geschrieben, daß er die Termine, wir waren inzwischen wegen der St. Pöltner auf Dienstag auchtzehn Uhr gelandet, auf Montag verschieben wollte, von mir aus kein Problem, ich wollte das aber mit den anderen besprechen, aber leider waren im März weder Peter Czak noch Ruth da und Ruth und Robert hatten schon verlautet, am Montag eher nicht zu können und heute habe ich mir eigentlich schon die fünf Uhr Stunde reserviert, weil Ruth und ich ja mit den Robert unseren literarischen Spaziergang besprechen wollten, da Robert  ja die kunsthistorische Einführung zu den Denkmäerln gibt.

Als wir aber gestern von Harland zurückgekommen sind, hatte ich einen Anruf Roberts auf dem Band, daß er in Salzburg schifahren ist und daher nicht kommt und heute haben uch noch Doris Kloimstein und Gloria G. abgesagt, so daß ich mit  Ruth alleine dagessen bin, zuerst mit ihr die letzten Details für unseren Spaziergang besprochen habe,  dann haben wir uns entschlossen nichts zu schreiben und nur bei Kaffee, dem Wein und den Apfelstrudel, den der Alfred noch gestern gebacken hat, zu verbleiben und die Schreibgruppe heute sozusagen ins Wasser gefallen ist.

Was mir auch recht ist, weil ich mit dem Magdalena Kirchberg-Text ja noch nicht richtig angefangen habe und eher wissen wollte, wie es mit unserer Gruppe weitergehen wird? Die Terminverschiebung war ja ohne den anderen wieder nicht möglich, so habe ich ein Rundmail ausgeschickt. Zwei Termine im Mai und Juni sind noch vereinbart, wenn dann auch keine Leute kommen, um zu sagen, wie sie weigtermachen wollen, ist die Geschichte wahrscheinlich gelaufen.

Was auch nichts macht, da ja, wie der Volksmund so schön sagt, alles bis auf die Wurst ein Ende hat und wie es mit unserer Schreibgruppe ist, die es jetzt  schon länger in der Krongasse gibt, wird sich herausstellenb und ich werde es meine Leser  wissen lassen und kann jetzt nur noch einmal auf die morgendliche Lesung in der “Alten Schmiede” hinweisen, wo ich zum zehn Jahresjubiläum mein “Literaturgeflüster-Texte-Buch” vorstellen werde und alle dazu herzlich einladen möchte und jetzt werde ich Luis Stabauers “Die Weissen” weiterlesen.

Stromland

Das nächste Buch, erschienen im “Berlin-Verlag” hätte ich vielleicht auch auf meine Reise durch Deutschland mitnehmen können, obwohl es auf dem ersten Blick nicht passend scheint, denn “Stromland” spielt in den Weiten des Amazonas.

Geschrieben wurde es von Florian Wacker, der 1980 in Stuttgart geboren wurd, Heilpädagogik  und am Literaturinstitut in Leipzig studierte und uns etwas, wie Kristof Magnusson euphorisch am Buchrücken schreibt “Ungewöhnlich und originell im allerbesten Sinn.  Ich hatte zu gleichen Teilen das Gefühl, etwas total Neues, Gewichtiges zu lesen und etwas wunderbar Leichtes, spannend Pageturner- haftes. Großartig!”, erzählt.

Dem kann ich, ich schreibe es gleich, nicht ganz zustimmen und im Klappentext steht auch etwas  Banaleres.

“Irina ist gemeinsam mit ihrem Freund Hilmar auf der Suche nach ihrem Zwillingsbruder. Thomas war Teil der Filmcrew um Werner Herzog und Klaus Kinski, ist jedoch nach Abschluß der Dreharbeiten zu “Fitzcaraldo” spurlos verschwunden. Entlang der großen Flüsse reisen die beiden in den Regenwald des Amazonasbecken und tief hinein in die Abgründe menschlicher Hoffnungen und Sehnsüchte.

Auf mehren Ebenene erzählt “Stromland” von Verschollenenen und der Suche nadch dem richtigen Leben, nach unberührten Orten und neuen Wahrheiten. Dabei führt der Roman durch drei Jahrhunderte, in denen Auswanderer und Abenteuerer ihre Spuren hinterlassen haben, und verknüpft Orte, Personen und Familiengeschichten über die Zeit hinweg zu einem engen Netz, in dem sich alle Figuren verfangen haben.”

Liest man das Buch dann, wird es noch banaler oder auch unverständlicher, denn es stimmt, es ist vielschichtig und die Wirklichkeit wird mit den phantastischen Welten der Schamanen oder auch des Drogenrausches  vermischt und auch die uns so gewohnten Ebenen von Gut und Böse geraten hier  öfter durcheinander.

So beginnt es im Jahr 1751, wo die Eroberer nach Peru kommen und siebzig Jahre später, 1828, sammeln sich die Männer in Frankfurt um auszuwandern und singen fröhlich:

“Wir treten jetzt die Reise zum Land Brasilien an. Sei bei uns Herr und weise, ja mache selbst die Bahn. Sei uns auf dem Meere, <mit grandenreicher Hand. So kommen wir ganz sicher in das Brasilienland.”

Noch nicht gleich, aber irgendwann, kommen wir in das Jahr 1984 und da reisen Irina und Hilmar nach Iquitos am Amazonas, auf der Suche nach Thomas, treffen dort einen Padre, zu dem Thomas Kontakt hatte, reisen den Amazonas hinunter, werden von zwei Männern gefangengenommen, und geraten zu der Familie Wilhelmi, die wohl Nachkommen jener deutscher Auswanderer, eine Kolonie bilden, Kakao und Kaffee anbauen, mnit Kokain handeln, weil man damit mehr verdient, manchmal auch als Krieger bezeichnen werden, Irina und Hilmar gerettet haben, sie aber auch als ihre Gefangenen betrachten, sie den Fluß hinunterführen, einen Sack über die Augen stülpen, ihnen dann wieder zu essen bringen. Man sieht es ist sehr vielschichtig und kompliziert.

Dazwischen gibt es immer wieder Briefe oder Mitteilungen von Thomas an “seine kleine Schwester”, obwohl der Zwilling sogar ein paar Minuten früher auf die Welt gekommen ist und man weiß nicht genau, ist er nun tot oder lebt er noch in irgendwelchen Geisterwelten und sei es auch nur in denen, die im Drogenrausch entstehen.

Hilmar wird von der Guarda irgendwann gefangengenommen und zum Bruch zwischen ihm und Irina ist es auch gekommen. Hat sie sich doch mit Richard, dem Ältesten der Wilhelmis eingelassen.

Irina entkommt, und Jahre später kommt Richard nach Frankfurt, um sich mit Katja, seiner Tochter,  die auch das Kind von Irina ist, zu treffen und die überlegt am Schluß dann auch mit ihrem Freund, ob sie in den Amazonas gehen soll oder das alles nur ein Trugschluß ist?

Wie gesagt, das Neue und Wunderbare an dem Roman, habe ich nicht ganz verstanden und eigentlich auch nicht den Sinn des Ganzens und auch das nicht, was da wirklich mit Thomas passierte und welche Rolle Werner Herzog und Klaus Kinski in dem Buch spielen.

Südamerika ist eine andere Welt, sehr gewalttätig, man reist dort auch gern hin als Ttourist und wird, wenn man nicht aufpasst, überfallen und ausgeraubt und in Drogenräusche kann man sich dort wahrscheinlich auch sehr gut begegeben. Das alles ja das ist mir aus Erzählungen bekannt. Schamanen gibt es dort sicher auch und die haben eine andere Sichtweise auf die Wirklichjkeit und leben vielleicht auch mit Geistern. Aber was da vor über dreißig Jahren wirklich am amazonas passierte habe ich nicht so ganz verstanden und bin wahrscheinlich auch nicht der Abenteuerromantyp, so daß ich mit dem Buch nicht so viel wie Kristof Magnusson anfangen kann. Was ja auch nicht macht.