Schwarzlicht

Jetzt kommt ein etwas ungewöhnlicher Roman der argentinischen Autorin und Kunstkriterin Maria Gainza, den mir der “Wagenbach-Verlag” als Quartbuch schickte.

Ungewöhnlich weil es eigentlich keine wirkliche Handlung und Spannungsplot gibt. Da begibt sich die Ich-Erzählerin zu Beginn des Buches in ein Hotel ,um ihre Geschichte zu erzählen.

Sie hat sehr jung nach ihrem Studium in einer Bank in der Fälschungsabteilung zu arbeiten begonnen und ist dabei selbst in Fälscherkreise gekommen, beziehungsweise hat sie Enriequeta Macedo, die dort arbeitete, sie in diese Arbeit eingeführt, beziehungsweise ihr bekannt, daß sie selbst von Fälschungen lebt.

Die ist dann gestorben und die Erzähler begann in einer Zeitung als Kunstkritierin zu arbeiten, ist aber dann entlassen oder von einem jungen Kritiker verdrängt worden.

Inzwischen gab es Begegnungen mit einer Fälscherbande in einem Hotel und dann begann die Suche nach der Negra, der berühmten Fälscherin, die aber keiner kannte und von deren Werke es eigentlich auch keine Beweise gibt.

Das alles erzählt sie in dem Hotel, während der Concierge immer wieder kommt und sie drängt das Zimmer rechtzeitig zu verlassen. Die Zeitung zahlt nicht mehr und die Minibarkosten muß sie auch selber übernehmen.

So verläßt sie das Hotel ohne eigentlich fündig und der berühmten Frau auf die Spur gekommen zu sein und geht wieder zu ihrer Zeitung zurück, obwohl die Zeiten der Kunstkritiker längst vorbei sind.

Eine Parodie auf oder Kritkik an den Kunstbetrieb wahrscheinlich und sicherlich interessant eine neue Stimme der argentinischen Gegenwartsliteratur kennengelernt zu haben

Maria Gainza wurde 1975 in Buenons Aires geboren und hat auch den Roman “Lidschlag” herausgegeben.

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