Das ist eine spannende Frage, da ich bei meiner “Stalkingstory”, die ich ja erst ab ersten November schreiben wollte, schon 9.245 Worte, achtzehneinhalb Seiten und acht Szenen.
Ich kann es nicht lassen. Die Fenster sind zwar noch nicht geputzt. Ich habe aber am letzten Donnerstag neun Charakterbögen ausgefüllt und wäre dann am Wochenende in Harland ein wenig ratlos gewesen. Bin da zuerst Rad gefahren und dann stand die erste Szene schon so dicht vor mir, daß ich zurückgekommen, gleich zu schreiben angefangen habe und dann noch eine Szene und noch eine. Jetzt habe ich schon acht und wenn das so weiter geht, bin ich vielleicht schon am einunddreißigsten Oktober damit fertig und das war es dann?
Das ist mir, glaube ich, schon einmal passiert und wäre auch egal. Bei dem “Arbeitstitel”, bin ich glaube ich, erst später eingestiegen und ein paarmal habe ich am ersten November an die zwanzigtausend Worte hochgeladen. Da hätte ich noch Einiges zu schreiben und ich kann meinen kritischen Lesern auch verraten, daß mit den acht Szenen vorläufig auch wieder Ende vom Gelände ist.
Das heißt eine vage Idee hätte ich noch und die achte Szene muß ich auch noch reinschreiben, denn liebes Fräulein Rottenmeier, das sind vorläufig noch Rohtexte. Beim “Nanowrimo” rät man ja alles einmal hinunterzuschreiben und dann ans Korrigieren zu gehen und ich korrigiere auch immer sehr genau.
Zwar ändere ich da, zugegeben nicht mehr viel am Inhalt, bei meinen letzten Text, den “Toten” habe ich nachher noch ein paar Szenen angefügt, sondern korrigiere mich eher auf die Rechtschreibfehler und wenn ich es dann fehlerfei finde, übergebe ich es dem Alfred, der noch einmal drüberschaut.
Ich korrigiere also und habe inzwischen schon oft beim “Nanowrimo” mitgeschrieben. Für mich allein und meistens ohne Buddies und in den letzten Jahren hatte ich Schwierigkeiten mit den fünfzigtausend Worten, denn ich werde immer kürzer und dichter und das könnte mir, ist zu befürchten, hier wieder passieren.
Aber keine Angst, ich werde an mir arbeiten und ob ich diese Woche viel zum Weiterschreiben komme, ist auch nicht so klar, habe ich ja meine Stunden und ab Freitagnachmittag GAV-Veranstaltungen und nächste Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse, die ich ja streamen will.
Dann fährt der Alfred mit dem Karli in die Toskana. Da werde ich meine Fenster putzen und den Rest der zehn Tage recherchieren oder shoppen gehen, wenn ich keine Stunden habe. Da kann ich mir das Szenekonzept in Ruhe anschauen und weiterplanen. Bei dem letzten Jurenka Jurk Webinar, wo man seine Pläne aufschreiben sollte, bin ich daraufgekommen, daß ich zwar weiß, wie es anfängt und wie es enden wird, mir aber dazwischen noch einige Handlungs- und Spannungsbögen fehlen.
Das ist auch jetzt noch so. Also eine spannende lange Geschichte daraus machen, ist mein Plan. Inzwischen war ja der Edgar Hillinger schon in seiner Bridgerunde im Cafe Ritter, hat sich mit seiner Praktikantin Sandra Pichler gestritten, die seine Mails zum Handlungsstrang für den Comic nimmt, denn sie mitLaura schreiben will.
“Mathilde im Coronaland” soll er heißen. Denn da dachte ich ja schon, daß ich mein drittes Corona-Buch vielleicht aktualisieren sollte. Da gibt es das Mäxchen, das nicht mehr in die Schule gehen will und immer noch befürchtet zum Mörder seinerOma zu werden und das Gretchen, da ihren Johannes Faust bei seinem Sexuallexikon helfen soll, der sie dabei lüstern mustert und begrapscht. Die Laura wurde ein zweites Mal von Severin verfolgt, weil der zu seiner Klavierstunde wollte und ist vor ihm in einBlumengeschäft geflüchtet und die Olga Tokarz ermuntert ihn, nicht so schüchtern zu sein, sondern sich an die Frauen zu trauen.
So weit so what und wenn ich nicht wieder bei zwanzigtausend Worten enden will, muß mir noch einiges einfallen. Ich bin bemüht und wenn mir meine Leser dabei helfen und Feedback geben wollen, wird mich das freuen.