Glitterschnitter

Bevor es endlich an die deutsche Buchpreisliste geht, kommt das Buch von dem ich mir vorgestellt konnte, daß es darauf stehen würde, nämlich Sven Regeners “Glitterschnitter” und der 1961 geborene Musiker ist schon 2017 mit seiner “Wiener Straße”auf der Longlist gestanden und die liegt in Berlin in Kreuzberg, wenn ich mich nicht irre und wenn ich mich weiter nicht irre, sind auch die anderen “Herr Lehmann -Bücher” dort angesiegelt. Also eine Fortsetzung desselben Romans und den würde ich in die Abteilung “Klamauk-oder Nonsenseroman” einreihen und damit tue ich mir etwas schwer, obwohl es sich ganz spannend gelesen hat und spannend auch, wie penebiel und konsequent Sven Regner da Alltagserlebnisse schuldert. Ein ganzes Buch von fast fünhundert Seiten dreht sich darum, daß ein paar Typen, die in der Wienerstraße und da in der “Intimfrisur” bzw. im Cafe Einfall verkehren, in der Gruppe “Glitterschnitter” spielen wollen und das ist eine Band mit Bohrmaschine,also wieder Abeilung Klamauk, aber einen Roman eines Musikers über eine Band habe ich ja auch vor kurzem gelesen, der wenig ernsthafter war, aber vielleicht wurde dort die Ironie nicht so konsequent durchgezogen.

Da gibt es also den Frank Lehmann, der ist, glaube ich, schon Held eines Vorromans und glaube ich auch verfilmt, der ist Putzkraft oder Kellnerin Cafe Einfall. Die Kellnerin dort ist eigentlich Chrissie, aber die hat Besuch von ihrer Mutter Kerstin, die eigentlich Susanne heißt, aus Stuttgart, die will der Tochter unbedingt ein Bett oder einen Kasten kaufen. Deshalb fahren sie zu “Ikea” und da muß ich anmerken, das Buch spielt 1980, also in den tiefsten DDR-Zeiten, sie nehmen H. R. mit, das ist ein Künstler der ein Aqarell malen soll. Er interessiert sich aber für die Musterwohnung, die dort aufgebaut ist, kauft das alles und baut das Zeug in seinem Zimmer auf. Statt dem Aquarell, die ein abstrakter Künstler ja nicht will, baut er das Bühnenbild für die Glitterschnitter-Performance. Eine Lisa will dort Saxophon spielen und es gibt auch eine Rivalität zwischen der “Intimfrisur” einem Friseurgeschäft, das jetzt in ein Wiener Cafe umgewandelt werden soll und dem Cafe Einfall. Daher werden hier Sachertorte dort Kuchen gebacken und bis drei Uhr nachmittag darf man im Cafe Einfall auch nicht rauchen, was für Zeiten waren das, weil sich dort eine Schwangerengruppe treffen will. In dem Cafe taucht der Kontaktpolizist auf, der nicht versteht, wieso er nicht rauchen darf, steht dann draußen. Es kommt, glaube ich, zu einer Schlägerei. Der Kontaktbeamte hat am Ende auch noch einen Schlaganfall und da wird nicht die Rettung oder die Feuerwehr geholt oder besser hingegangen, weil das Telefon kaputt ist.

Ein Shakespeare Englisch oder besser Deutsch wird auch gelegentlich gesprochen. Ein Kellner entlassen, der dann als Gast ins Cae kommt, alle nehmen auch ihre Bierdosen dorthin mit, damit sie nicht drei Mark für die Flasche zahlen müssen und die Arsch Galerie mit den beiden Pseudoösterreichern, die ständig von Ottakring sprechen, gibt es auch. Die fahren am Schluß nach Passau, denn das liegt ja an der österreichischen Grenze und von dort wieder nach Österreich zurück.

Spannend irgendwie, vor allem der Österreich Bezug, da hebe ich natürlich ab, Seven Regener muß hier Verbindungen haben und der Stll, daß da seitenlang über nichts geschrieben wird, nimmt mich ja auch mit. Ich tue das ja irgendwie auch, würde das aber ernsthafter betreiben wollen und hier noch zur Vervollständigung der Beschreibungstext:

“Willkommen inder Welt von Glitterschnitter, einem großen, wilden Roman über Liebe, Freundschaft, Verrat, Kunst und Wahn in einer seltsamen Stadt in einer seltsamen Zeit.”

Harland statt kühle Meile Zieglergasse

Der Alfred ist ja am dreivierundzwanzigsen August mit dem Karli nach Albanien gefahren, weil das ja ein sehr schönes Land sein soll, wie man überall hört und liest und bin in eine sogenannte Corona-Strohwitwenzeit gegangen, was durch die Verkündigung der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste und der diesbezüglichen Bücherbeschaffung eine sehr intensive war. Außerdem gab es Ausblicke auf das Volksstimmefest und die kühle Meile Zieglergasse,das Literaturfest das es ja am elften September wieder gibt.

Als ich die deutschen Büchpreislistenbücher alle angeschrieben hatte und in meine Mailbox ging, erlebte ich eine üble Überraschung “Sie werden verstehen, daß Ihr Text nicht auf das “Linke Wort -Lesung” passt. Habe ich nicht, mich mit dem Veranstalter ausgesprochen und dann bezüglich der 3G-Verordnung nicht gelesen. Eine Demo gab es am vorigen Samstag auch und von der Pastoralstelle St. Pölten habe ich noch ein Belegexemplar von “Noahs Fest” bekommen, das ich der Ruth geben wollte, die also für den gestrigen Freitag eingeladen, wo es ja auch eine Literaturhaus livestream Veranstaltung mit einer Buchpräsentation von Didi Dobras Neuerscheinung geben sollte, denn die literarische Saison hat schon angefangen.

Am Mittwoch, wo der bei der “Grünen Erde” bestellte Tisch gekommen ist, der Alfred hat ja die Sitzgarnitur im Wohnzimmer hinausgeschmissen und sich von seinem Lieblingstischler eine Bettbank machen lassen, damit die Hundertmarks wenn sie nach Wien kommen, darauf schlafen können und da hat dann auch der Alfred aus Kroatien, glaube ich, angerufen, mitgeteilt, daß Albanien doch nicht so wie vorgestellt gewesen wäre und es auch nicht so viel zu sehen gäbe. Also würde er früher als, wie geplant, am Neunzehnten zurückkommen und “Fahren wir am Wochenende nach Harland?”, hat er gefragt.

Aber da wäre ja die kühle Meile Zieglergasse, aber da in Zeiten wie diesen, höchstwahrscheinlich ein Bannd davor und daher vielleicht eine vorgezogene 1G odernatürlich erst 3 G Regel, die ich auch nicht erfülle , gibt. Das Literaturereignis also auslassen und nur den Besuch der Ruth abwarten und dann nach Harland fahren.

Der Alfred ist dann cirka um halb fünf gekommen, hat Käse, viel Polenta, denn er war auch in Italien und den esse ich ja gern, zwei T- Shirts und ein paar Keramikschüßeln mitgebracht, noch nicht so viel erzählt, dafür von der Ruth die Information bekommen, daß sie auf der Auslandkulturtagung gewesen ist und auch zur Romanarbeit demnächst nach Triest in eine Schriftstellerwohnung fahren wird, die GAV-Neuaufnahmejurdiskussion hat es auch gegeben. Wir haben den Käse gegessen, Wein getrunken. Torten hat der Alfred später auch gebracht, weil ich ihm erzählt habe, daß ich bei der Ruth vor zwei Wochen auch solche gegessen zuhaben.

Wir sind dann um cirka halb acht, glaube ich, nach Harland gefahren. Also keine Livestreamveranstaltung. Aber die könnte ich mir, glaube ich, mindestens eine Woche lang nachhören und auf der Literaturmeile wird es vor dem Literaturhaus diesmal einen Slam B geben, habe ich im Programm gelesen. Ob der gestreamt wird, weiß ich nicht. Aberi ch wäre ohnehin höchstwahrscheinlich wieder in ein Dilemma gekommen, denn der Andi Pianka hat mir kommentiert, daß es um zwei eine Antimaßnahmen- oder Antinichtgeimpftendiskriminierungs -Demo geben soll. Da hätte ich wohl zwischen Zieglergasse und Karlsplatz hin und her switschen müssen. Vielleicht gibts in OE24 davon zu hören und ansonsten nach drei Wochen wieder auf den Markt radeln.

Das Radfahren gesund ist und die Abwehrkräfte, die man braucht, um der Ungeimpften-Pandemie zu entgehen, habe ich, glaube ich, schon geschrieben und das Sport machen, soll ja den Nichtgeimpften bei Stufe zwei oder so auch entzogen werden und es wäre auch noch eine letzte Gelegenheit in St. Pölten maskenlos einzukaufen. In Wien kann man das ohnehin nicht und ab nächsten Mittwoch müßen sich die Ungeimpften damit ja outen.

Da ich ohnehin nicht Maske trage und in Wien lebe, tangiert mich das wahrscheinlich nicht und in den “Thalia” muß ich auch nicht gehen, weil ja jetzt ein Stapel von ungefähr dreißig Buchpreis- und auch ein paar anderer Bücher im Wiener Badezimmer liegen, denn Barbi Markovics “Verschissene Zeit” ist jetzt auch zu mir gekommen.Unterhosen habe ich mir vor drei Wochen beim NKD auch gekauft, daß ich in meiner Strohwitwenzeit nicht Wäsche waschen muß und vorher schon ein paar Hosen und Nachthemden.

Also werde ich nicht in St. Pölten die letzte Gelegenheit nützen müßen, weil wir, weil wir die Polster und den Tisch schon bekommen haben, auch nicht in den kleinen “Grüne Erde-Shop” müßen. Da hat sich die Verkäuferin das letzte Mal gewundert, wieso wir von Wien nach St. Pölten kommen, um einen Tisch zu bestellen. Aber in Wien gibt es die Maskenpflicht und außerdem ist es am Samstag wahrscheinlich einfacher in die Wienerstraße zu kommen, als in Wien auf dieMariahilferstraße.

Also nur am Markt ein Würstl oder einen Burger essen. Das wird man wahrscheinlich noch länger tun können und vielleicht die Doris Kloimstein treffen, denn da hätte ich ja wieder einen Stoß Bücher für sie. Darunter Kurto Wendts “Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für sie tun?”, aber die ist wahrscheinlich noch in Frankreich und hat ihren Urlaub nicht, wie der Alfred vorzeitg beendet.

Also wieder ein Harland Wochenende, die Anna und das Baby sehen und natürlich die Schwiegermutter.

“Willst auf den Hochschwab gehen?”, hat der Alfred mich gefragt.

“Aber Erstens wahrscheinlich kein Platz auf der Hütte, Zweitens natürlich 3G und drittens ist mir das vor allem in den neuen Schuhen wahrscheinlich zu weit, weil nach eineinhalb Jahren Pandemie und dem einen Jahr vorher mit dem Unfall und dem Knöchelbruch, wo ich ja jetzt viel weniger aus dem Haus gehe, sondern mich in die “Alte Schmiede” streame, ist meine Kondition höchstwahrscheinlich nicht die beste.

Das also zum Schutzgedanken bezüglich der Ungeimpften. Denn wenn sich die vor dem Fernseher mit Chips Bluthochdruck und Diabetes anessen. Gehören sie vielleicht wirklich zu den Riskopatienten und das ist wahrscheinlich nicht so gut, wie der Herr Gesundheitsminister als praktischer Arzt mit einer TCM-Ausbildung sicher wissen wird.

Mit der Ruth habe ich auf der Terrasse gestern aber auch Kartoffelchips gegessen, weil da noch ein Sack da war und wie schon erwähnt, Wein dazu getrunken und jetzt auf in die Romanarbeit. Spätestens wenn ich vom Markt zurückgekommen bin, obwohl ich die Handlung vom “Seitengewitter” noch nicht so ganz habe, weil nur Corona und 1G bzw Schutzlockdown für Ungeimpfte ist wohl zu wenig, obwohl ich da schon ein paar starke Aussagen mitgeschrieben habe, die sich sicher verwenden lassen.

Eine Handlung muß her, die darüber, daß sich die Alberta mit Philip Knirsch anfreudet und der sie oder sie ihn überzeugt, hinausgeht. Die Tanja, die Hannah und der Großvater wollen den Felix vor der impfung bewahren und die Zahnärztin Martina, die Mutter der Hannah und Schwester des Philips könnte vielleicht auch illustre Patienten haben und die Sophie, die Mutter der Tanja und des Felix, in ihrer Galerie vielleicht eine neue Liebe begegnen, während sie in einen Lockdown für Nichtgeimpfte hineingehen und dann, wenn doch alle geimpft sind, vielleicht schon die neue Variante die zu Da Capo ruft, erschienen ist.

Mal sehen, noch sind wir nicht so weit. Die knackige Handlung mit der mir der literarische Durchbruch gelingt, muß erst kommen, was in Zeiten, wie diesen, vielleicht noch ein Stückchen schwerer ist, als es ohnehin schon war.

Und nine elefen ist heute auch. Da habe ich ja vor zwanzig Jahren an meinen” Wiener Stadtroman” geschrieben und da auch eine kleine Wien Tour gemacht. In einer der Buchhandlungen in der Wiedner Hauptstraße, die es nicht mehr gibt, Irvings “Pension Grillparzer” gesehen, die ich mir damals nicht kaufte und zum zehn Jahre Gedenken war ich, glaube ich, im MQ und habe da gratis Würstl gegessen. Jetzt gibts in OE24 Sondersendungen.

Schutzlockdown für Ungeimpfe?

In Zeiten wie diesen überschlagen sich die Ereignisse, obwohl wir eigentlich nach Kanzler Kurz einen Sommer, wie damals haben hätte sollen, das Ende des Tunnels erreichtund die Pandemie wenn alle ein Impfangebot erhalten haben, vorbei sein sollte, denn dann wäre es Privatsache und das eigene Risiko auf sich aufzupassen, obwohl, wie Kanzler Kurz anfügte, sich jeder irgendwann anstecken würde, also das Risiko selber tragen müssen, wenn wir die Herdenimmunität erreicht hätten, denn dann wären die einen geimpft, die anderen erreichen sie durch die Ansteckung und das Corona-Virus wäre dem Grippevirus gleichzustellen.

Allerdings würde dazu eine Impfrate von sechzig bis siebzig Prozent, hat es früher geheißen, als es noch Alpha oder das Ursprungvirus gegeben hat, nötig sein. Jetzt gibt es ja Delta und das ist viel viel ansteckender, da braucht man mindestens achtig bs fünfundachtzig Prozent oder am besten noch mehr und Impfstoff ist jetzt für alle da. Das Impfangebot auch, denn das ist jetzt ja so niederschwellig wie möglich. Es gibt die Impfbusse, die von Schule zu Schule, zum Volksstimmefest oder an anderen Orte, wo Veranstaltungen stattfinden fährt. Man kann sich am Rathausplatz impfen lassen, in der Stephanskirche, beim “Billa”, “Merkur”, “Penny” oder wo noch? Vor der Disko vielleich tauch. Aber da sollte man dann erst später hineingehen, weil es zu Impfreaktionen kommen kann.

Aber sonst kein Problem, denn so niederschwellig, wie möglich., Aber während sich noch im Jänner die Bürgermeister als very importan persons vordrängten, als erst die Alten und die Ärzte an der Reihewaren, hat die Impfbereitschaft abgenommen. Das heißt, etwa sechzig Prozent sind jetzt schon geimpft und die anderen wollen offenbar nicht und so ist Österreich vom Impfbesten zum Impfmuffel geworden und man hört überall “Baby, laß dich impfen, denn dann bist du freii!”

Das ist Bürgerpflicht und es wäre unverantwortlich sich davor zu drücken! Denn wir brauchen ja die Herdenimmunität. Aber die hört man, wird es wegen den Deltavarianten, die sich ständig wechseln, sowieso nicht geben und auch keine sterile Immunität! Das heißt, auch Geimpfte können sich anstecken und sind ansteckbar! Sie werden zwar nicht so schwer krank. Aber das stimmt auch nicht so ganz, denn in Israel, die die Impfweltmeister waren, liegen jetzt die geimpften Achtzigjährigen auf den Intensivstationen, denn der Impfstoff läßt nach einigen Monaten nach.

Jetzt zum dritten Mal impfen und die Kinder über zwölf sind zum größten Teil auch noch ungeimpft! Also “Impfen, impfen, impfen!” und die Stimmen, die statt dem 3G das 1G fordern, mehren sich! Oder2G, aber was ist das?

PCR-Test oder geimpft? Aber die, die schon das Virus hatten, hört man, sind noch viel geschützer, als die Geimpften! Also die dürfen dann auch, wenn sie sich einmal testen lassten, aber von den Antikörpertests, wo man die Impfnotwendigkeit ablesen könnte, wird abgeraten und weil auch die Geimpften ansteckend sein können, wird ihnen zum PCR-Test geraten, obwohl sie sich nicht testen lassen müßten!

Also schön verwirrend und man weiß jetzt nicht genau wie und wann man in die Dsko darf? Nur geimpft hört man da schon länger, weil so kann man die Jugendlichen zur Impfung treiben und so wird jetzt auch von der “Pandemie der Ungeimpften” gesprochen und die Gastronomen, die sich vor dem neuen Lockdown im Oktober, wenn die Wahlen in OÖ und Graz vorüber sind, fürchten, schreien auf “Achtzig Prozent Gäste sind uns lieber, als ein gar keine!”

Also 1G und am Sonntag trat bei OE24 ein Herr Mucha auf, der auf der Geburtstagsparty seiner Frau, einen positiv getesteten geimpften Gast hatte und daher die Impfpflicht ganz offen forderte. Dennwie kommt er dazu, sich von einem Ungeipften anstecken zu lassen?

“Es ist Krieg!” hat er gerufen.

“Die Ungeimpften stehen auf der Straße, wir rufen Ihnen zu “Schützt euch!” und sie antworten “Wir wollen uns nicht einsperren lassen!” Das ist doch verrückt!”

Also muß man die Ungeimpften vor sich selber und den anderen schützen! Daher brauchen wir eine Impfpflicht oder zumindestens einen Lockdwohn für Ungeimpfte! Denn wie kommen die anderen dazu sich einsperren zu lassen? Die Ungeimpften aber schon! Denn wenn sie ihrer Bürgerpflicht nicht nachkommen und ihr Impfangebot freiwillig ausschlagen, dürfen sie eben nicht mehr in die Disko, in die Gastro, ins Kaffeehaus, ins Theater gehen, müssen also also zu Hause bleiben!

“Wir sperren sie nicht ein! Nehmen Ihnen nicht ihr Geld! Aber sie dürfen halt nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen!”

Das habe ich so von Sebastian Bohrn Mena, der der Sohn eines Psychologiekollegen ist, mit ich meine GT-Ausbildung machte, bei OE24 gehört und mich hats gegruselt! Dann kam der Herr Mucha, der jetzt eine Aktion zur Impfpflicht fordert:

“Tu endlich was, Regierung!”

Die Nobelgatronomen schloßen sich ihm an und weil die Zahlen wieder steigen, die Schule hat am Montag begonnen und da werden alle Kinder dreimal in der Woche getestet! Die Urlauber kommen zurück und bringen vielleicht das Virus aus Bosnien, Italen oder wo auch immer mit und da muß ein Stufenplan her, weil die Zahlen der positiv Getestenten jetzt schon bei zweitausend liegen!

Im Oktober haben sie dann vielleicht das Zehnfache erreicht, rechnen die Simulationsforscher und die Zahl der Patienten in den Intensivstationen steigt auch immer mehr an. Jetzt sind schon bald zweihundert Intensivbetten in ganz Österreich mit Corona-Patienten belegt und da mehren sich die Stimmen, daß man auf diese Zahl schauen soll. Also muß ein Stufenplan und ein Lockdown für Ungeimpfte her und den hat die Regierung jetzt auch gemacht!

Ab nächster Woche, weil da ja shon Stufe eins erreicht und zehn Prozent der Intensivbetten belegt sein werden, FFP2-Masken im Supermarkt sowieso und in den anderen Geschäften, wo man das jetzt außer in Wien nicht muß, müssen das dann die Umgeimpften zu ihrem Schutz tun! Wenn sie zum Beispiel in ein leeres Geschäft gehen, um sich ein Buch oder einen Slip zu kaufen, damit man sie gleich erkennt und sich die Verkäuferin besser vor ihnen schützen kann!

Da gibt es natürlich Assioziationen, die nicht so angenehm sind und es hat schon Freizeitparks gegeben, wo die Ungeimpften ein gelbes oder vielleicht auch grünes Band bekommen haben!

Aber gut, gehen wir zu Stufe zwei, das sind fünfzehn Prozent Belegung. Da darf der Ungeimpfte dann nicht mehr in die die Disko und bei Stufe drei, also zwanzig Prozent nicht mehr ins Kaffeehaus, ins Theater, ins Kino und die anderen müssen, wenn ich das richtig verstanden habe, weil es sehr verwirrend ist und jeder was anderes sagt, einen PCR-Test haben.

Die Maßnahmen bei Stufe vier und fünf werden noch bekannt gegeben und nähern sich wahrscheinlich Dr. Born Menas und herrn Muchas Vorstellungen an. Da darf der Ungeimpfte dann vielleicht zu seinem und zum anderen Schutz nicht mehr oder nur noch arbeiten und vielleicht auch nicht mehr spazierengehen!

Sport darf er, glaube ich, schon bei Stufe zwei oder drei nicht mehr betreiben! Also wird er zu Hause bleiben, vor dem Fernseher sitzen, Chips essen und zunehmen! Da habe ich erst unlängst ein Video mit einem einen sehr dicken Alfred Gusenbauer gesehen, der die Menschen zu ihrer Bürgerpflicht aufrief! Gut, ich habe im Lockdown auch zugenommen, weil derAlfred zu gut kocht!

Aber, daß man so die Risikopatienten, die man ia schützen will, fördert, ist wohl klar und mir unklar, wieso man so wenig auf die eigenen Abwehrkräfte schaut?

Sagt einer “Mir kann nichts passieren, denn ich bin gesund, esse Vitamine und gehe viel spazieren!”, wird er sofort als Verschwörugstheoretiker unterbrochen und man übersieht noch immer, daß nicht jeder positiv Getestete krank wird und, daß zweitausend postive Tests am Tag, wenn man fast jeden testet, bei neun Millionen Einwohner eigentlich sehr wenig sind und man die Pandemie vielleicht doch auf diese Art und Weise erzeugt oder zumindestens verstärkt!

Jeder soll sich impfen lassen und wenn er das nicht tut, wird er geächtet! Das hört man schon seit einem halben Jjahr und der Vollgeimpfte ist das auch nur neun Monate! Dann muß er wieder von vorn anfangen. Medikamente gegen die Krankheit gibt es auch nicht oder werden nicht so erforscht! Also “Impfen, impfen, impfen!” Das ist Bürgerpflicht und die, die das verweigern, die sperren wir zu ihrem Schutz vom sozialen Leben aus und was werden die ungeimpften Jugendlichen machen, wenn sie nicht in die Disko dürfen?

Sie treffen sich zu Hause im Partykeller, wo das Virus vielleicht wirklich gefährlicher, als auf der Wiese oder beim Donauinselfest, ist.

Verrückt, verrückt und sehr widersprüchig! Ich bin gespannt, wohin das noch führen wird?

“Das Virus werden wir nicht los! Lernen wir doch endlich damit zu leben!”, hört man zwar schon lang. Aber das wird dann wieder von der Null Covid- Theorie übertönt, wo es mir unverständlich ist, daß ein Wissenschaftler wirklich glauben kann, das das geh!

Es müßen also alle sich impfen lassen, denn das ist der Gamechanger und in Dänemark hört man jetzt, haben das schon achtzig Prozent getan!

“Deshalb lassen die jetzt alle Maßnahmen fallen und das wollen wir auch!”, sagt der Bundeskanzler.

“Da werden wir uns von den unwilligen zwanzig Prozent nicht hindern lassen, die werden wir eben zwingen oder zu Hause einsperren!”

Was ist aber, wenn, wie ich fürchte, die siebzig oder achtzig Prozent geimpft sind, weil man wirklich wenig Wahl hat, das nicht zu tun, dann, bin ich sicher, wird eine neue Virusvariante kommen, die noch viel gefährlicher ist und dann müssen es halt leider, leider, neunzig, hundert oder vielleicht sogar hundertzehn Prozent sein! Warten wir es ab!

Das weisse Haus

Das ist jetzt das Buch des 1967 geborenen Filmproduzenten und Schriftstzellers Wolfgang Mueller, das ich auf den ersten Blick für einen Krimi gehalten habe “Wer zieht im Hintergrund die Fäden?” steht am Buchrücken und am Cover ist auf schwarzen Grund ein weißer Hausumruiß mit einer offenen Tür zu sehen.

Es ist aber viel mehr oder etwas anderes. Ein Frauenroman, über die Midlifekrise literarasch überhöht und aufgepäppelt. Eine über die Dummheit von mittelalten Frauen, die sich von männern unterdrücken lassen und in denWahnsinn rennen und mich am Schluß sehr stark an die “Frauen von Stepford” erinnerte, diesen Film aus 1975. wo sich die Männer die Frauen durch Puppen ersetzen, um ein bequemens Leben zu haben, obwohl es in dem Buch um etwas anderes geht.

Da weiße Haus ist alles davon ein bißchen. Gesellschaftskritik und immer wieder diskrete Anspielungen an die Aktualität, an das vegane Essen, die Ausländerfrage, etcetera, gibt es auch und manches erschien mir ein wenig langatmig und manche Sätze zu künstlich, wie aus einem Werbeprospekt.

Da ist also Elisabeth, eine Frau ein bißchen nach vierzig, Architektin oder Architekturkritikerin. Sie schreibt jedenfalls Bücher über Häuser und da ist sie dabei Villen in Berlin zu beschreiben, die eine Seele haben und stößt auf das weiße Haus. Das heißt eigentlich bringt sie ihr Lebenspartner Anton darauf. Sie sind nicht verheiratet und eine Tochter namens Leonie aus einer früheren Beziehung gibt es auch. Anton ist Finanzbeamter und Steuerfahnder, arbeitet aber an Elisabeths Preojekten mit und wird als eher schwacher Typ geschildert, der keine Verantwortung übernehmen will.

Die Beiden gehen zu dem Haus, es gehört einem Schönheitschirurgen der aus Ägypten stammt und behauptet das Haus selbst geplant zu haben. Er hat eine Frau Namens Leila, die war Tänzerin und wurde von ihm zu Versuchszwecken total operiert, so daß sie, wie eine Puppe aussieht.

Elisabeth verfällt Hanif Amid isofort, obwohl er sie schlecht behandelt und fast vergewaltigt und Anton, der eher banale Tp verfällt Leila.

Hanif behauptet Leila will ihm umbringen. Sie hat ihm auch beim Finanzamt angezeigt. So ist Anton auf das Haus gekommen und als Elisabeth eines Tages hinkommt liegt ein polnischer Autoverkäufer oder Mafiosi tot am Boden.Das habe ich unlängst bei Antonio Fian so gelesen, auch das Anton hilft die Leiche zu beseitigen. Elisabeth wird auch von der polnischen Mafia zusammengeschlagen, muß Ahmids Rechnungen bezahlen und wird von Anton verlassen.

Eine Kommissarin tritt auf, die wird als eher dick und tolpatschig geschildert und Elisabeth verfällt Hanfi immer mehr, überschlägt sich auch mit ihrer Tochter und ist gemein zu ihr, das ist eine Stelle die mir gar nicht gefällt, obwohl sie in der Realität vielleicht gar nicht so selten vorkommen wird.

Hanif fliegt mit Leila nach Ägypten um die Angelegenheit zu bereinigen. Sie kommt dort bei einem Terrorumschlag ums Leben und Anton gesteht Elisabeth, daß er auch dort war, um Hanif auf Leilas Anstacheln, zu beseitigen. Er konnte es nicht tun. Verdächtigt Hanif aber an dem Anschlag beteiligt zu sein. Elisabeth muß das weiße Haus weit unter seinem Wert verkaufen. Hanifs Praxis oder Schönheitsklinik ist ausgeräumt, denn er will nach London ziehen, um dort neu anzufangen. Eigentlich hat er dor studiert. Jetzt ist er von Berlin enttäuscht. Elisabeth folgt ihm. Will dort als Immobilienmaklerin arbeiten, weil der Plan das Buch zu schreiben gescheitert ist und sie sich mit ihrem Verleger, mit dem sie befreundet war, überworfen hat, beziehungsweise ist er auch in Konkurs gegangen und sich von Hanif, weil sie mit ihrem alternden Körper unzufrieden ist, verschönern lassen. Er macht das, sie liegt wochenlang im Spital, hat Schmerzen, Verbände, darf nicht aus dem Haus und erkennt schließlich, daß sie von ihm zu einer Kopie gemacht wurde.

Nein, ein Krimi ist das nicht. Wahrscheinlich ein Unterhaltungsroman, der brissante Themen vielleich ein bißchen übertrieben aufarbeitet, um seine Leser zu finden.

Auftaktveranstaltung in der Gesellschaft für Literatur

Die Saison hat angefangen und da bin ich ja in normalen Zeiten, immer in die “Gesellschaft”, ins Lliteraturhaus oder “Alte Schmiede”gegangen, je nachdem,was zuerst angefangen hat und es gibt zu Saisonbeginn auch immer eine Auslandsliteraturtagung, wo mich die Bruni einmal vor langer Zeit hingebracht hat. Da waren die Auslandskulturreferate und Autoren, die dort eingeladen werden wollte, es war recht schwer und ein Geheimtip eine Einladung dazu bekommen. Ich bin ja nicht im Literaturbetrieb. Einmal fand so eine Veranstaltung auch in der “Gesellschaft” statt und heuer eine Auftaktveranstaltung im Rahmen von “Zukunft schreiben -Digitalisierung und Ökologisierung”, dem 14. Wiener Seminar für Mitarbeiter/innen derÖsterreich-Bibbliotheken des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten”, so steht es im Programm der Veranstaltung wo Brigit Müller- Wieland ihr neues Buch “Vom Lügen und vom Träumen – Roman in sechs Geschichten” vorstellte und weil die Zeiten ja immer noch besonders sind und das vielleicht noch viel mehr werden, weil es jetzt schon einen “Schutzlockdown” für Ungeimpfte geben wird, findet die Veranstaltung zwar wieder live statt, man muß sich aber anmelden, Maske tragen, die drei Gs vorzeigen oder sich das Ganze, wie ich, die ich das alles ja nicht habe oder nicht will, per Stream ansehen.

Manfred Müller leitete ein, sprach von der ungewöhnlichen Situation und den normalen oder unnormalen Zeiten. Auf der Facebookseite habe ich noch gelesen, daß noch Plätze frei wären. Ein paar Köpfe habe ich gesehen und die Leiterin der Österreich Bibliotheken im Außenministerium Sandra Diepenseifen, die begrüßen sollte, trat dann auch mit Maske auf, erzählte auch von den schwierigen Zeiten, die auch die Auslandsbibliotheken hinter sich hatten, da in den letzten eineinhalb Jahren viel weniger Veranstaltungen, als sonst stattfinden konnten. Eine war aber das Schreibart Online Projekt der “Gesellschaft”, wo ich ja auch ein bißchen Stream mitgeschaut habe, beziehungsweise das Gewinnspielrätsel auflösen wollte.

Das war also die Einleitung zu der Veranstaltung, die offenbar den Mitarbeiterinnen der Tagung geboten wurde und dann stellte Manfred Müller die 1962 in Schwanenstadt geborenen Birigt Müller-Wieland vor, die 2017 mitihrem Roman “Flugschnee” auf der Longlist des deutsches Buchpreises gestanden ist. Ich habe das Buch gelesen, weil es mir der Otto einmal brachte und Manfred Müller erzählte, daß der Roman aus sechs Geschichten besteht, wo immer eine Person zu der nächsten Geschichte führt oder in dieser wieder vorkommt und viele Themen, wie Gewalt, Mißbrauch, Terroranschlag, DDR, etc, darin vorkommen.

So etwas habe ich den “Dreizehn Kapitel” ja auch einmal gemacht und Birgit Müller Wieland erzählte, daß sie nach “Flugschnee” nur mehr Kurzgeschichten schreiben wollte. Sie wohnt jetzt in München, vorher hat sie Berlin gelebt und da war sie einmal Zeuge eines Terroranschlages. Darüber hat sie schreiben wollen, das hat aber nicht ganz geklappt und so ist dann dieses Buch mit den sechs Geschichten entstanden, wo Birigit Mühler-Wieland zuerst aus einer gelesen hat, die ein Mahler-Zitat zum Titel hat. Die Geschichte spielt dann in München, wo sich zwei Leute, Ärzte, glaube ich, in in einem Cafe treffen. Der Mann, derder Frau, die keine Kinder wollte und die sich deshalb, glaube ich, trennten, die Wohnung weiter bezahlen wollte, was sie empörte und ein Kätzchen kam dann auch vor.

Manfred Müller lobt im Gespräch dann die kleinen Details aus denen Birgit Müller-Wieland ihre Geschichte macht und dann ging es zu einer anderen Geschichte, die der “Geigenbauer” heißt und in der DDR spielt und da erzählte Birigit Müller-Wieland, daß in Brandenburg immer Gewehre, Knochen, Helme, aus demzweiten Weltkrieg auf einem Feld gefunden werden. Sie träumte sich Geigen dazu und die Stelle, die sie las, handelte von einem Geigen bauenden Großvater und wieder von einem Kätzchen, das getötet wurde, was man der sensiblen Mutter nicht erzählen konnte. Dann ging es zum Nißbrauch und da um einen offenen Brief, den Birgit Mühler-Wieland einmal über ein Gedicht von Michael Krüger geschrieben hat, man sieht die Veranstaltung war wirklich vielseitig und interessant. Ein interessantes Buch, das ich angesichts meiner überlangen Leseliste höchstwahrscheinlich nicht lesen werde, weil es ja nicht auf den Buchpreislisten steht, trotzdem war es aber schön, wieder wenn auch nur per Livestream wieder in den Literaturbetrieb einzutauchen, um wenigstens ein bißchen mitzubekommen, was da alles passiert.

Pop ist tot

Bevor es an das deutsche oder österreichische Buchpreislesen kommt, noch eine österreichische Neuerscheinung,die nicht auf die ÖSt gekommen ist, nämlich Thomas Mulitzer “Pop ist tot” und da habe ich das Debut des 1988 geborenen Salzburgers, der auch Musiker ist,versäumt, obwohl ich ja sehr viel, fast alles aus der “Kremayr&ScheriauLiteraturschiene”gelesen habe. Jetzt habe ich nicht auf das neue Buch vergessen und bin sozusagen mit Thomas Mulitzer, auf einen Roadtrip mit einer alternden Punkband gegangen. Ein Gebiet, wo ich mich nicht sehr auskenne. Also interessant und wieder ein Stück neuer Lebenserfahrung, was in Zeiten, wie diesen, wo man ja nicht aus dem Haus kommt, besonders erfrischend sein kann.

“Thomas Mulitzer kapert die Roadmovie-Form, spielt den Mythos Punkband laut und dreckig, verzerrt jedes einzelne jaulende Klischee und zertrümmert es in kleine Splitter. Ein bitterernster und zum Brüllen komischer Roman über die grenzenlose Freiheit, das Ende der Naivität und natürlich über die beste Musik!”, steht am Klappentext. Auf der ersten Seite sieht man eine Gitarre.und dann geht es los mit dem modernen Nomadenton.

Da ist ein, ich glaube, namenloser Erzähler,der in den Neunzigerjahren mit einem Günther, dem Branko, und dem Hansi, die Band “Pop ist tot” gründete mit der er durch die Lande tingelte. Das ist lange her. Jetzt jobt er in Salzburg in einer Werbearbentur, hat eineFreundin namens Nina und eine Chefin namens Doris, die ihm ein bißchen diskriminiert. Muß an Lippenstiften-Projekten basteln und am Donnerstag in der Tracht in dem hippen Bürohaus auftauchen. Er vergißt darauf und muß daher als Strafe im Dirndl Flyer verteilen. Das fand ich eine eine spannende und sehr dichte Szene. Später wird es etwas undurchsichtiger. Der frustrierte Erzähler trifft jedenfalls den ehemaligen Drummer Günther am Gang, der in Wien aus seiner Gemeindewohnung delogiert wurde, weil er seine tote Katze nicht rechtzeitg entsorgt hat, wasich auch recht spannend fand, der will die Band wiederbelebten und hat schon mit der Band “Superschnaps” ausgemacht, daß sie sie als Vorprogramm mit ihnen durch die Lande tingeln können. Honorar gibt es zwar keines. Nur Schnaps und ein paar Goodies.

So wird viel getrunken, in lausigen Quartieren übernachtet und oft auch in Kellern gespielt und dazwischen gibt es immer wieder Erinnerungen, wie sichdie Band gegründethat.

Nina besucht den Helden nicht. Dafür taucht eine Romana auf, die der Band den Social Media-Auftritt machen will und am Schluß geht alles schief, der Van in Flammenauf,ein Laptop geht verloren. Es kommt zu Rangeleien, denn die Superhelden sind in den zwanzig Jahren natürlich gealtert. Der große Traum von der Freiheit bleibt aber trotzdem da und wird im Epilog auch noch thematisiert.

Buchpreisblogbericht

Die heurige deutsche Buchpreisliste wurde am 24. 8. bekanntgegeben, die österreichiche am 2.9. und ich bin, wie meine Leser wissen, spätestens seit 2015 daran interessiert, da habe ich angefangen die deutsche Liste zu lesen, die österreichische ein Jahr später, denn die wurde ja erst 2016 auf Drängen der Autorenschaft, glaube ich, eingeführt und mit der Schweizer, das sind nur fünf Bücher, habe ich erst 2019 begonnen. Seit 2016 gibts auch noch das Bloggerdebut und da juriee ich mit und meine Leser wissen es, es macht mir großen Spaß und das Lesen der Neuerscheinungen, gibt mir, glaube ich, auch einen guten Überblick was in der Gegenwartsliteratur passiert. Das kann man natürlich auch kritisch sehen, denn Erstens fehlt da die Zeit für die internationale Literatur oder die Klassiker weg, da würden ja die Bücherschränke entsprechenden Lesestoff bieiten und dann fällt natürlich alles weg, was unter dem Mainstream liegt, also auch das Selbstgemachte, was mich ja auch sehr, weil ich es auch so mache, interessiert und auf den Buchpreislisten stehen ja keine Krimis, zumindestens keine konventionelle, keine Chicklits, keine Fantasy, etceterta.

Das lese ich zwar ohnehin weniger, am ehesten noch Krimis und weil ich bezüglich Bücher ohnehin nur schwer nein sagen kann, bin ich da auch ganz gut versorgt. Bekomme ich ja immer wieder Bücher angeboten, manchmalsind es auch Selfpublischer oder Autoren, die sich melden und so bin ich eigentlich auch am Laufenden und sage mehr zu, als ich vernüftigerweise sollte, um in keinen Lesedruck zu kommen, denn ich weiß ja schon seit einigen Jahren, ab Mitte August ist es aus, da kommen die vierzig Buchpreisbücher und Weihnachtsbücher würde ich ja auch ganz gern im Dezember lesen.

Das wäre also ganz gut, wenn ich mich ab Mitte August darauf konzentrieren könnte, da es aber noch andere Neuerscheinungen gibt, als die angeblich dreißig besten Bücher, passiert es mir nun schon seit einigen Jahren, daß ich gar nicht pünkltlich zum Buchpreislesen komme, weil ja noch andere Neuerscheinungen warten und das Problem ist auch, daß die Bücher die da im Juli oder August bei mir eintrudeln, oft die Auflage haben, erst am zwanzigsten August oder Anfang September erscheinen. Also lasse ichsie liegen, denn ich habe ja eine Backliste, die ich auch auflesen will. Ein paar Tage vor Ende der Sperrlist fange ich dann doch zu Lesen an und so ist es auch heuer passiert, daß ich am 24. 8. noch fünf oder sechs ungelesene Bücher auf der Liste hatte und jetzt sind es noch zwei.

Ich lese gerade Thomas Mulitzer “Pop ist tot” aus dem “Kremayr &Scheriau-Verlag”, dessen Debut ich seltsamerweise versäumt habe, obwohl ich sonst ja fast alles von deren Literaturschiene gelesen habe. Dann wartet noch ein Krimi auf mich, der mir von “Literaturtest” empfohlen wurde, nämlich “Das weiße Haus”und ich gebe es zu, ich lese hin und wieder gerne einen solchen, obwohl ich mir beim selber schreiben schwer tue und mich darum herumschummle und dann kommt noch bevor ich zur der Buchpreisliste kommen Sven Regner mit seinem “Glitterschnitter”, das ich zwar schon, glaube ich, ein Monat im Badezimmer liegen habe, weil der Erscheinungstermin, glaube ich, erst der neunte September ist und erst dann komme ich zum ersten deutschen Buchpreisbuch, nämlich zum Franzobel, weil mir Susanne Rössler von “Zolnay” immer sehr schnell das PDF schickt und was Ungelesen von der Liste hatte ich ja diesmal nicht. Da hätte ich zwar auch auf den Regner und dann auf den Ulrich Woelk,den Georg Klein und den Adolf Muschg getippt und ich muß gestehen, so spät, wie heuer war ich mit dem Buchpreislesen noch nie dran und ich glaube auch, daß ich jetzt langsamer und weniger lese, obwohl ich, weil ja keine Veranstaltungern mehr Zeit habe, aber wahrscheinlich ist das Alter schuld daran, ich tue ja jetzt auch sehr viel weniger, weil ich kaum aus dem Haus gehe, aber da ist Corona oder die Politik schuld daran und die Leseliste ist mit den Buchpreisbüchern voll, weil man die deutsche und die österreichische Liste seit einigen Jahren auch bei Netgalley bekommen kann, obwohl es jetzt wieder Öffnungsprobleme zu geben scheint.

Ich frage aber immer noch die Verlage an, weil ich ja lieber Prints als e pubs lese und außer Buchpreisbüchern lese ich auch kaum welche. Beim Buchpreis packt mich aber der Ehrgeiz und so habe ich jetzt schon eine elendslange Leseliste und auch viel Neugier, was mich da in den nächsten Monaten erwarten wird. Blogger, die darüber berichten, gibt es, glaube ich, weniger, seit es die Buchpreisblogger in diesen Sinn nicht mehr gibt. Es werden jetzt zwar je ein Buch an zwanzig Blogger, Instagramer, etcetera, verteilt. Aber da gibts keine Diskussion darüber, zumindestens habe ich die jetzt noch nicht mitbekommen.

Den “Papierstaupodcast” gibts aber seit letzten Jahr. Das sind ein Mann und zwei Frauen, die in den Wochen bis zur Shortlist, alle Bücher lesen und besprechen und auch ein internes Ranking geben und da habe ich in der ersten Folge deren Fastination für Heinz Strunk von dem ich zwar Bücher habe, aber noch nichts gelesen habe, Franzobel, mein Erstlingskanditat, die mir bisher unbekannte Mithu Sanyal, Christian Kracht und Ferdinand Schmalz bekanntgaben. Das wird mich also in der nächsten Zeit begleiten, sonst habe ich von anderen Bloggern noch nichts gehört, die sich für den Buchpreis interessieren und ihre Prognosen geben.

Aber ein bißchen was, weiß ich selber und bin ja nicht so, auch wenn mir das manche Leser vielleicht nicht glauben, nicht so unbedarft im Literaturbetrieb und ich finde, ganz ehrlich, beide Listen sehr gut und sie geben glaube ich, auch einen guten Einblick in die Gegenwartsliteratur.

Zu meinem Erstaunen fehlt Michael Köhlmeier. Da werde ich mir, das weiß ich schon “Matou” zum Geburtstag wünschen. Auf den Ferdinand Schmalz freue ich mich, da muß ich das Buch erst bekommen, wurde mir aber schon zugesagt und das Netgalley-Exemplar kann ich nicht öffnen. Felizitas Hoppes “Die Nibelungen” liegt schon neben mir, da hatte ich mit dem “Picknick der Friseure” meine Schwierigkeiten, bin aber gespannt.

Also lesen, lesen, lesen! Ein paar andere Bücher wird es dazwischen wahrscheinlich auch noch geben, aber nicht so viele. Allerdings konnte ich mir nicht verkneifen vor ein par Tagen auch Uwe Wittstocks ” Februar 33″ anhzufragen, weil ich fürchte, daß es da Parallen zur Jetztezeit gibt.

Also lesen, lesen, lesen! Auf meiner Leseliste und die über die jeweiligen Buchpreise, kann man meine geplante Reihenfolge gut ersehen. Es isind sehr viel E- books aber auch ein paar Prints dabei, die ich dann in der Badewanne lesen kann. 2016 habe ich mir, glaube ich, angewöhnt, als ich da auch im Lesedruck war, in die “Gesellschaft” oder “AS”, wenn man auf den Beginn und das akademische Viertel abwarten mußte, ein Buch mitzunehmen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Jetzt lese ich jeweils in der Früh und am Abend in der Badewanne. Manchmal bin ich, wenn ich sehr viel geschrieben oder gebloggt habe, dann oft schon müde und in der Früh oft unruhig den Postzusteller nicht zu versäumen, weil ich den ja nicht unbekleidet öffnen kann.

Nun ja, das sind so die Sorgen einer Profileserin, aber mir macht das Buchpreislesen, ich wiederhole es, großen Spaß und kann es wirklich nur weiterempfehlen. Mein literarischer Verstärker, der Otto, wie ich immer schreibe, hat mir ja schon vor Jahren erzählt, daß er immer alle Buchpreisbücher liest und sie auch bei seiner Lieblingsbuchhändlerin bestellt. Ich weiß nicht ob er noch dabei ist. “Papierstau” beklagt, glaube ich, daß sie die einzigen sind, die alles lesen. Aber stimmt ja nicht, ich tue das auch, auch wenn ich dabei sehr verborgen und, wie es früher hieß, als es noch die offizellen Blogger gab, auch nicht offiziell bin. Aber was heißt das schon? Zum Lesen kann sich jeder ligitimieren und sollte das meiner Meinung nach auch tun, auch wenn ich mit den Büchern länger als bis zur Shortlistverkündung brauche.

Spaziergang durch den Prater

Ich bin ja eine, wie ich schon geschrieben habe, eine, die in Wien nicht viel spazieren geht. Eine Stadtflaneurin ja, die früher viel herumgerannt ist, am Abend in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus, “Gesellschaft für Literatur”, zu meinen Supervisionen, wenn ich welche hatte, manchmal auch zu einem Begräbnis am Zentralfriedhof oder wenn ich die Irmgard G. in Hütteldorf besuchte, durch Schönbrunn, in die Klinik zu den Fortbildungen, etecetera.

Das fällt oder fiel jetzt alles weg und da habe ich als ich von der Sommerfrische zurückgekommen bin, fast befürchtet, daß ich dann gar nicht mehr aus dem Haus oder höchstens zum “Wortschaz”, zum Container oder auf die Bank komme und das ist ja eigentlich nicht gesund, denn man soll ja seinen Körper trainieren und seine Abwehrkräfte stärken, in Zeiten, wie diesen überhaupt, obwohl man seltsamerweise von Seiten der Experten und der Regierung jetzt gar nicht besonders darauf schaut.

Jetzt bin ich schon fast zwei Wochen Strohwitwe und bin auch ein bißchen hinausgegangen,nämlich vorigen Samstag zum Kaffee bei der Ruth und vorher habe ich am Donaukanal auch ein bißchen für mein neues Projekt “Seitengewitter”, das noch nicht so recht läuft, obwohl ich jetzt schon fünf Szenen habe, recherchiert. Am Sonntag habe ich das noch einmal ein bißchen wiederholt, habe vom “Berlin-Döner” ein Schnitzel Sandwich geholt und das dann in dem kleinen Park in der Stiftgasse, wo es auch einen Bücherschrank gibt, gegessen und dieses Wochenende war es spannend, denn da war ja das Volksstimmefest und da gab es heuer Probleme.

“Es ist kompliziert!”, habe ich zu Bärbl Danneberg auf ihre Frage, ob ich lese, gesagt, denn zuerst die Rückweiseung von den neuen Organisation,weil derText nicht auf das Fest passen würde. Dann eine Einigung und eine Aussprache mitAlex Hartl und ein Alternativtext der gepasst hätte, aber dann kam 3G und das ist ja nichts für mich und Andi Pianka hat mich auch auf den “Aktionstag gegen die Kinderimpfung” aufmerksam gemacht, die am Samstag am Maria Theresien Platz stattfand und am Sonntag den Spaziergang durch den Prater, um das Band anzusehen,das um die Jesuitenwiese gespannt wurde.

Andi Pianka sagte mir am Samstag auch, daß man bei den Kontrollpunkten ein Band bekäme, mit dem man dann konsumieren könne. Also auch keine logische Vorstellung, daß man wie in den Eissalons innerhalb des Bands oderGastgarten die Gs braucht und außerhalb kann man sein Eis essen oder seinen Sturm trinken und das habe ich auch getan.

Das Wetter war wieder sehr schön und sommerlich. Also raus ins Freie. Normalerweise würde ich über den Donaukanal zu dem Fest gehen,bin aber schon früher gelegentlich über die Prater Hauptallee gegangen und was die Jesuitenwiese betrifft, habe ich ja auch ein Deja vue, denn im Winter eine Demonstration,die dort hinführte, die auch sehr aufregend war.

Auf der Prater Hauptallee sah man die Radfahrer, damals sind die Polizeiautos durch gerast, Leute saßen mit ihren Kindern auf der Wiese oder lagen in den Hängematten. Ich bin an sehr schönen Spielplätzen vorbeigekommen, dann zu dem Gasthaus bei der Straßenbahnlinie 1 gekommen, wo ich damals Kaffee getrunken habe. Jetzt habe ich mir einen Becher Sturm gekauft und dann das Band gesucht. Dabei habe ich mich prompt auch ein bißchen verlaufen, bin auf einmal in der Hundezone gelandet und habe die Lilliputbahn fahren gesehen, wo die Leute seltsamerweise keine Masken trugen.

Dann habe ich das Fest doch gefunden, das laut Programm “Ein Labor des Widerstandes gegen den freudlosen Alltag genauso wie gegen die geplante asoziale Abzocke, werden soll!” und beim “Linke Wort”, das am Sonntag schon um drei begonnen hat, haben Barbi Markovic, Florian Neuner, Eva Schörkhuber, janaVolkmann, Anon Tantler und Erhan Altan gelesen.

Am Rückweg, wo ich am Impfbus vorbeigekommen bin, bin ich den Donaukanal entlang gegangen, wo auch gute Stimmung herrschte. Es aber nicht überfüllt war und das Klo wieder offen war, da hatte ich ja im Winter Schwierigkeiten. Dann als es schon langsam dunkel wurde, durch den Stadtpark und habe einen schönen Ausflug erlebt,wo ich das Leben in der Stadt trotz der schon orange gefärbten Corona-Ampel noch einmal beoabachten konnte. Festlich gekleidete Menschen standen mit und ohne Maske in der Hand vor dem Konzerthaus. Einer der Künstler sah aus einem Fenster und bei Anna Jeller lag Barbi Markovics “Die verschissene Zeit”,von dem ich schon einiges gehört habe, in der Auslage.

Und hier derText, den ich am Samstag gelesen hätte : “Ein männerhassender Feminst?”

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Aktionstag statt Volksstimmefest

Wir leben ja in seltsamen Zeiten, wo sich das links nach rechts verschiebt und vielleicht umgekehrt? Jedenfalls war für mich das Wochenende vor Schulbeginn dem Volksstimefest gewidmet,wo ich ja seit 1989 regelmäßig gelesen habe. Dazwischen gab es ein paar Jahre nach dem Fall der Mauer, wo sich das Fest erst stabiliesen mußte und als ich meinen Vater betreuen mußte, habe ich das Fest bzw. die Lesung auch einmal versäumt. Ansonsten jedes Jahr, weil meine größte Lesung, die ich ja hatte.

Begonnen hat es mit Arthur West, der die Lesung ja, glaube ich, begründet hat, dann hat Helmut Rizy, die Lesung organisiert und die Anthologie eingeführt, dann übernahmen es Roman Gutsch und Christoph Kepplinger und im Vorjahr gab es ja Corona bedingt kein Volksstimmefest. Die Lesung hätte es auf jedenfall nicht gegeben, weil es Christoph Kepplinger nicht mehr organisieren wollte. So gab es die letzten zwei Jahre auch keine Anthologie mehr und als der Afred der ja mit meinen Büchern erfahrung hat, eine machen wollte, hat ihm Christoph Kepplinger nicht geantwortet.

Imvorjahr also kein Volkstimmefest trotzdem warich auf derJesuitenwiese und der damalige Samstag war überhaupt ein aktionsreicher Tag, wo man das links und rechts ganz gut beobachten konnte oder eigentlich nicht, denn eigentlich hatte ich damals noch nicht so genau kapiert, daß die Corona-Maßnahmenkritik in den rechten Topf gehört, während die Linken keinen Protest gegen die Maßnahmen hatten. Aber es war Wahlkampfauftakt für die Wien-Wahl und da haben die Linken auf die Jesuitenwiese eingeladen und zwar genau dort, wo unter normalen Umständen die Lesung stattgefunden hätte und am Vormittag war ich auch schon sehr aktiv , denn da haben die “Querdenker”, glaube ich, zu einer Demonstaration gegen die Maßnahme auf den Karlplatz aufgerufen, daß die total rechts und daher verpönt waren, habe ich damals auch noch nicht so genau gewußt, obwohl Jennifer Klauninger an diesem Tag ja die Lagnese-Fahne zerrissen hat, weil sie gegen Kinderschänder ist, das habe ich damals eher seltsam gefunden, bin aber brav nach Hause gegangen, denn ich hatte mir ein Saltimbocca aufgetaut. Der Alfred war inzwischen für die Grünen Wahlzettel verteilen und bin dann auf die Jesuitenwiese aufgebrochen und habe mir da, obwohl man schon von neuen Maßnahmen und freiwilligen Maskentragen hörte, in einem Shop auf der Kärtnerstraße gekauft. Auf der Wiese habe ich dann, sowohl die Ruth als den Alfred getroffen, denn die hat uns nochbevor ich wußte, daß da der Wahlkampfauftakt war, auf den Rathausplatz eingeladen, also von der Wiese auf den Rathausplatz und einen sehr intensiven Samstag gehabt und, wie es heuer wo Wien schon wieder in der orangen Zone ist und alle davon reden, ob und wann es den Lockdown für Ungeimpfte geben soll? Aber Kanzler Kurz hat ja im Juni von einem Sommer,wie früher gesprochen und der war eigentlich auch ganz schön.

Im März oder so hat sich das neue Team, das das “Linke Wort” organisert, bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich da lesen will?

“Gern!”, habe ich geantwortet.

“Aber nicht mit Maske und mit 3G!

“Wird wahrscheinlich gehen!”, war die Antwort und dann habe ich lange nichts gehört. Rchard Schubert hat mir irgendwann geschrieben, daß er dort lesen wird. Die Ruth hat nichts von einer Lesung gewußt. Irgendwann haben sie mir geschrieben, daß es gehen wird und ich habe auf weitere informationen gewartet, weil in der Aussendung etwas davon gestanden hat, daß es statt dem Thema, um den Dialog gehen würde und, daß man dieTexte, glaube ich, bis 21. August einreichen soll? Iich habe zugewartet, auf der Afghanistan-Demo dann Elfi Resch getroffen und sie ebenfalls gefragt, ob sie was weiß. Dann habe ich den Veranstaltern geschrieben und sie gefragt, ob sie mich ins Programm aufgenommen hätten?

“Ja!”, haben die gemailt, ob ich am Samstag lesen will und mich an die Einreichungsfrist erinnert, dann würde sie weitere Infos schicken?

Was also lesen? Irgendwann habe ich gedacht die “Kickl-Demo” wäre ganz gut, denn die hat ja auf der Jesitenwiese stattgefunden. Zugegeben ich bin vielleicht ein bißel naiv und habe das mit der Spaltung zwischen links und rechts und der neuen Weltordnung nicht so ganz verstanden. Die will ich ja nicht, mich aber auch nicht ausbuhen lassen.

Also vielleicht etwas aus dem “Frühlingserwachen”, das hätte ich ganz gern im Vorjahr oder bei der “Poet-Night” gelesen, aber das ging ja ohne Maske auch nicht mehr. Damals habe ich gerade die “Hundert Seiten” korrigiert und mir da gedacht, die zweite Szene wo der Richard die Amelia vom Bahnhof abholt, ist eigentlich ganz gut. Also habe ich die hingeschickt, bin von Harland nach wien übersiedelt. Der Alfred ist nach Albanien gefahren, die deutsche Buchpreiliste wurde bekannt gegeben und ich war einen Tag sehr beschäftigt mit den Anfragen und dann kam das Mail, der Text hätte große Diskussionen ausgehöst und passt nicht, ich solle das verstehen!

Habe ich nicht, also drei Fragezeichen hingeschicktund dann, als die letzten O-Ttöne auch noch aufgefallen sind, einen Text im Blog darüber geschrieben, der ein bißchen Reaktion ausläste. So haben, der Andi Pianka, von dem ich wußte, daß er sich an den Corone-Demos beteiligt, gemeldet und natürlich der Uli und hat empört getan, der Ani Pianka hat mich auf den Aktionstag von “Wir zeigen Gesicht” einer Aktion von Kinderärzten und “Rechtsanwälten für Aufklärung” gegen die Kinderimpfung als Alternativprogramm aufmerksam gemacht. Von dieser aktion habe ich schon was gehört. Also hätte ich für Samstag ein Alternativprogramm und am Sonntag marschiere ich dann aufs Fest und höre mir die Lesung ohne mein linkes Wort an, habe ich gedacht. Am Samstag den Organisatoren aber doch ein Mail geschickt, was zur Folge hatte, daß sich Alex Hartl am Montag beim mir gemeldet hat und meinte, ich könnte den Text aus dem “Frühlingserwachen” lesen, den ich eigentlich, als inzwischen schon veraltet, betrachtet habe.

Aber, leider, leider, es gebe drei 3G , das war mir Angesichts der Tatsache, daß man aufs Donauinselfest trotz Impfung auch noch einen PCR-Test braucht, ohnehin schon ein bißchen klar. Also keine Lesung, leider leider. Denn ich bin ein bißchen stur, halte mich für gesund und will nicht jeden meinen Impfpaß oder ein negatives Testergnis zeigen!

Das Grspräch mit Alex Hartl war sehr intensiv und sie nehmen ähnlich, wie die Doris Kloimstein bei “Noahs Fest” meinen Text auch in der nächsten Anthologie auf, hat er mir versprochen und gesagt, daß es ein Band um die Jesuitenwiese geben wird.

Wie man die abgrenzen kann, kann ich mir nicht ganz vorstellen, aber auf jeden Fall kann man rund herumgehen und da man ja viel spazierengehen soll und ich auch was für meine Gesundheit tun will, um meine Abwehrkräfte zu stärken, hätte ich schon ein Alternativprogramm und am Samstag Aktionstag, obwohl ich mich bezüglich der Kinderimpfung eigentlich nicht so engagieren brauche, denn die Anna ist schon geimpft und die Lia erst zwei. Aber da hört mah ja schon, daß Impfungen für die Säuglinge entwickelt werden.Ich hatte mir schon vorher mal die Videos dieser Aktion angeschaut, da interviewt Roland Düringer, der offenbar auch sehr Corona kritisch ist, eine der Ärtzinnen, die offenbar, die Organisatorin der Plattform ist.

Also um halb zwei auf den Maria Theresien Platz marschiert und da über den Naschmarkt gegangen, um als Strohwitwe Knoblauch einzukaufen und man das ja jetzt am Markt maskenlos kann.

Die Veranstaltung war dann sehr lange und sehr intensiv, wenig Polizei, also sehr angenehm. Roland Düringer hat eine Grußbotschaft geschickt. Es gab ein langes Video von Sucharid Bhakdi. Der Rechtananwalt Michael Brunner hat die Veranstaltung offenbar mit der Medizinerin Maria Hubmer-Mogg, die einen weißen Mantel trug organisiert. Es gab einen Moderator und ein Musikprogramm und viele Vorträge, die sich gar nicht sosehr auf die Kinderimpfung bezogen. Christian Fiala hat was über das Impfen von Schwangeren erzählt und die Impfschäden wurden thematisiert. Es gab noch weitere Grußbotschaften, das 1G wurde als unnötig gefunden. Kinderärztinnen haben vor der Impfung gewarnt.

Etcetera, etceterta, sehr interessant und schönes Wetter. Den Andi Pianka habe ich gesehen, der mir erklärte, daß man angeblich über das Band beim Volksstimmmefest steigen, aber keine Getränke bekommen würde. Also wieder ganz schön verrückt! ich bin auf morgen gespannt, wo ich mich dann wieder auf der anderen Seite befinde. Spanned wäre es aber schon gewesen, den diesmaligen “Linken Wort-Lesungen” zu lauschen.

Paradais

“Saison der Wirbelstürme” das hochgelobte Debutder 1982 geborenen mexikanischen Autorin Fernanda Melchor, hat mir, glaube ich, nicht so gut gefallen. Bei “Paradais” das mir “Wagenbach” wieder als Quartbuch in E- Pubform schickte, ist das anders. Denn das ist trotz des rauhen Tones ein tolles Buch, das die sozialen Mißstände, die in Mexiko herrschen, auf eine meiner Meinung nach hervorragende Weise schildert.

Auch wenn ich eine Weile brauchte, um hineinzukommen. Das ist Leopoldo oder Polo, ein sechzehnjähriger Junge, der sich durch das Buch erzählt. Er ist Gärtner im Paradais, eine Nobelsiedlung in Progreso. Seine Mutter hat ihn dorthin vermittelt, nachdem er die Schule abgebrochen hat. Mit seiner Mutter ist der pfiffige Junge ohnehin nicht zufrieden, denn sie hat ihm aus seinem Zimmer ausgesiedelt. Dort wohnt jetzt seine Cousine Zorayda, die schwanger ist. Sie behauptet, das Kind ist von ihm. Er sagt, sie fickt mit jeden herum und Polo, der von seinem Großvater träumt, der ihm bevor er dement gestorben ist, versprochen hat, ein Boot zu bauen, mit dem er Touristen herumfahren könne, betrinkt sich am liebsten mit dem dicken Franco, der bei seinen Großeltern in der Luxussiedlung lebt, um nicht nach Hause zu müssen und der Dicke hat einen Plan, der sich durch ganze Buch zieht.

Da gibt es nämlich die Senora Marian Marono, die der Dicke, der seine Großeltern bestiehlt, um den Schnaps zu kaufen und vom Großvater das Schießen erlernte, er ist der Sohn eines bekannten Rechtsanwalt, gerne vögeln will und da heckt er den Plan aus, dort einzubrechen, um einen Slip der Angebetenen zu stehlen.

“Schwachkopf!” meint Polo und geht dann mit, um sich während der Dicke vögelt, am Geld, Schmuck und Fernsehgeräten zu bereichern, um seinem Elend zu entkommen. Das Ganze geht schief oder zieht sich als Erzählung durchs Buch.

“Der Dicke war schuld!”, heißt es immer wieder und eine blutige Gräfin gibt es es es auch. Ein wenig Mystik, wie in den “Wirbelstürmen” gibt es also auch und der Ton ist rauh. Es werden auch einige Gewaltszenen geschildert und man bekommt einen guten Eindruck über die sozialen Mißstände im rauhen Mexiko.

Ein spannendes Buch , das ich mir so nicht erwartet habe und ich wirklich empfehlen kann.

Einige Preise hat Fernanda Melchor für ihr Buch auch schon bekommen und gilt, wie ich den Beschreibungstexten entnehme, als eine der wichtigsten jüngeren literarischen Stimme Mexikos, die ich Dank “Wagenbach” kennenlernten konnte.