Dschomba

Buch acht des Öst “Dschomba” stammt von keiner Unbekannten, habe ich von der 1967 in Linz geborenen und in Eveding aufgewachsenen Wirtstochter Karin Peschka, glaube ich, das erste Mal gehört, als die den “Wartholzer Literaturpreis” gewonnen hat.

Dann habe ich den “Watschenmann” gelesen, in dem der Dragan Dschomba schon auftaucht und Karin Peschka, die Spezialistin der Fünfzigerjahre mit ihrem eigenen unverwechselbaren Ton, auch in ihrem neuen auf der Öst stehenden Buch treubleibt.

Ich habe dann sehr viel, fast alles von ihr gelesen und war auch auf verschiedenen Lesungen, beispielsweise im “Musa” und auch beim “Alpha”, den siegewonnen hat. Dann kam “FanniPold”, das, glaube ich, in einem Wirtshaus aber in der Gegenwart spielt.

Mit einem Text aus der “Autolyse Wien”, das auch auf der Longlist “stand, hat sie glaube ich beim “Bachmannpreis” gewonnen.

Mit “Putzt euch tanzt lacht” stand sie 2020 der auf Öst-Shortlist und jetzt der neue Roman über Dragan Dschomba oder eigentlich über den Serbenfriedhof bei Everding, wo ihre Eltern ein Wirtshaus haben oder hatten und Karin Peschka dort ausgeholfen hat und auch lange mit ihrem Sohn da lebte.

Den Serbenfriedhof und das Zwangsarbeiter- oder Kriegsgefangenenlager, von dem niemand in der Stadt sprach und man auch nicht in der Everdinger Hauptschule hörte.

Das hat Karin Peschkas Neugier geweckt und so hat sie sich mit dem in zwei Strängen handelden Roman, die Vergangenheit zurückerobert oder erschrieben, wie sie, glaube ich bei Lesung im März im Literaturhaus erzählte.

Zwei Handlungsstränge, der eine spielt in den Fünfzigerjahren. Im November 1954 beginnt es, glaube ich, wo ich meinen ersten Geburtstag hatte und da tanzt der halbnackte Dragan Dschoba plötzlich am Serbenfriedhof und versetzt den Dechanten und noch einige andere in Unruhe.

In sehr kurzen Kapitel mit einer eher künstlichen Sprache wird all das geschrieben. In den Fünfzigerjahren von dem Serben erzählt, der am Friedhof offenbar seinen Bruder Pavle suchte. Dann vom herzkranken Dechanten aufgenommen wird und als dem von einem Denunizanten verraten, ein Praktikant geschickt wird, zieht er in ein Häuschen beim Friedhof und zwanzig Jahre später, als die kleine Wirtstochter zehn <jahre alt ist, kommt der Herr Dschoba in das Wirtshaus, bestellt sich am Stammplatz ein kleines Bier und so nähern wir uns den Geschehnissen allmählich an.

Ein wenig lang würde ich kritisieren und meine, daß man das Ganze kürzen hätte können. Aber sicher spannend wieder ein Stück der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte zu erfahren, so daß man sich auf dieser Öst ein weiteres Stück der österreichischen Provinz erlesen kann.

Die österreichische Shortlist

Ich habe ja diesmal, weil erst eineinhalb Wochen nach der Veröffentlichung der deutschen Longlist und ein paar Tage vor der Veröffentlichung der österreichischen, von Frankreich zurückgekommen, mich zuerst durch die Österreichische gelesen, weil da die Bücher früher, als die deutschen bei der Negalley zu beziehen waren und habe daher am Tag der öst. Shortlistverkündung schon acht der Bücher gelesen und konnte raten, wer darauf kommt, bezeihungsweise welche Bücher ich darauf täte?

Eine schwere, fast unmögliche Frage, denn ich hätte mehr als fünf Kanditaten. Welche Bücher lasse ich also weg?

Den Bodo Herbst vielleicht mit seinen experimentellen Baumpassagen? Ich bin keine experimentelle Autorin und würde bei einem Buchpreis vielleicht auch an Romane denken, aber Bodo Hell ,ist ein sehr bekannter Autor, jetzt achtzig und gehört gewürdigt. Obwohl, um vielleicht Petra Hartlieb zu zitieren sein “Droschl-Buch” nicht so viele Käufer findet.

Also versuchen wir es mit etwas Leichteren. Die Christina Walker mit ihrem Krähenroman ist vielleicht nicht so bekannt, als die anderen Autoren und hat vielleicht auch ein leises und nicht unbedingt so neues Thema.

Susanne Gregor, deren “Wir werden fliegen” ich noch nicht gelesen habe, fällt vielleicht auch in diese Kategorie und ganz ehrlich Maja Haderlaps “Nachtfrauen” haben mir nicht so gefallen, hätte ich von der “Bachmann-Preisträgerin” und Experten bei den Kärntner Slowenen, vielleicht etwas mehr Nachhaltigeres erwartet.

Also hätte ich mit etwas Bauchweh vier Ausscheidungen, bleibt aber immer noch ein Buch zuviel übrig. Also welches, nehme ich, nehmen die Juroren. Da bleiben ja lauter bekannte Namen, lauter bekannte Autoren über.

Über Wolf Haas “Eigentum” kann ich auch noch nichts sagen, fange ich das ja gerade erst zu lesen an. Er ist aber ein bekannter Autor mit einer sehr starken Sprache, also würde ich tippen, es steht darauf.

Da wären dann noch Birgit Birnbacher mit “Wovon wir leben” ein sehr realistischer österreichischer Provinzroman mit dem ich wahrscheinlich mehr als mit Thomas Olahs “Doppler” anfangen kann. Aber der steht ohnehin auf der Sbortlist Debutliste und ist daher keine Konkurrenz. Wäre also mit Karin Peschkas “Dschomba” zu vergleichen, ein Provinzroman aus den Fünfziger- und Siebzigerjahren und Karin Peschka hat auch eine eigene starke Sprache, gehört also auch darauf?

Was haben wir noch? Die “Monde vor der Landung” des sehr jungen “Büchner-Preisträgers” Clemens J. Setz, der auch auf der deutschen Liste und auf der der “Leipziger Buchmesse” stand.

Das wäre vielleicht auch ein würdiger Gewinner, obwohl der Roman ja weniger surreal als erwartet ist, Also gerade deshalb, würde ich ihn auf der Shortlist sehen. Dann hätten wir noch Teresa Präauer mit ihrem “Kochen im falschen Jahrhundert”, ein Buch das einerseits sehr gelobt, andererseits auch kritisiert wurde und eigentlich kein wirklicher Roman ist, aber das ist auch kein Kriterium für den Öst. Bei der Deutschen, wo es auch draufsteht, ist das anders und Milena Michiko Flasars “Oben Erde unten Himmel”, die mit ihren Japanmotiven eine literarische Außenseiterin ist.

Wer kommt also auf die kurze Liste und welche Bücher fehlen?

Eine spannende Frage, die die Jury zu beantworten hat und ich würde auf jeden Fall wieder empfehlen, alles zu lesen und sich ein eigenes Urteil zum machen und dann gibt es ja auch noch andere Neuerscheinungen, die zum Teil auf der dBp standen, bei den O-Tönen oder bei anderen Veranstaltungen zu hören waren und meine Bücher, kann ich nicht lassen, hinzuzufügen, gibt es auch noch und da sind in diesem Jahr auch schon vier erschienen.

Und hier die Überraschung:

  1. Milena Michiko Flasar “Oben Himmel unten Erde”
  2. Wolf Haas “Eigentum”
  3. Maja Haderlap “Nachtfrauen”
  4. Teresa Präauer “Kochen im falschen Jahrhundert” und
  5. Clemens J. Setz “Monde vor der Landung”

Spannend, spannend und ein bißchen schade für Bod Hell und die experimentelle Lyrik.

Ich hätte ihn gegen Maja Haderlap ausgetauscht und jetzt können wir raten, ob Wolf Haas, Clemens J. Setz oder doch eine der drei Autorinnen den Preis gewinnt. Am sechsten November ist es dann soweit. Da bleibt und also noch Zeit alles zu lesen.

Die österreichische Buchpreisliste

Während ich mich tapfer durch die Herbstneuerscheinungen lese, da warten ja noch ein Krimi und der Sven Regener auf mich,der es nicht auf die deutsche Buchpreisliste schaffte, die deutschen Buchpreisbücher allmählich in Printform oder über die Netgalley bei mir eintrudeln, wurde schon die Longlist des österreichischen Buchpreises bekanntgegeben. Denn den gibt es ja seit 2016, als Pendant zum deutschen, den es seit 2005 gibt und da gibt es, auch wenn ich mich seit Corona noch ein bißchen weiter weg vom Literaturbetrieb befinde, als ich das schon vorher war, bei mir das große Rätselraten, denn was könnte da daraufstehen?

Daß es ein guter Tip ist, sich an das zu halten, was da bei den O-Tönen präsentiert wurde, habe ich, glaube ich, schon 2016 erkannt.

Also unbedingt:Eva Menasse “Dunkelblum” die ich ja letzte Woche regenbedingt versäumt habe.Michael Köhlmeier “Matou”, das habe ich schon auf der dBp vermißt, dann

Monika Helfer “Vati”, das steht zwar auf der deutschen Longlist

Norbert Gstrein “Der zweite Jakob”, das war nicht bei den O-Tönen, steht aber auf der LL, bei

Franzobebel “Die Eroberung Amerikas” ist das ebenso und das ist auch das erste Buch, das ich, wenn ich mit dem Regner fertig bin, zu lesen beginne

Hanno Millesi “Der Charme der langen Wege”würde ich mir wünschen. Da wären wir schon in den mittleren Dimensionen.

Ferdinand Schmalz “Mein Lieblingstier heißt Winter”, auf das ich noch warte, hat auch gute Chancen und dann natürlich

Olga Flor “Morituri”, stand zwar auch nicht auf der LL, war bei den O-Tönen und mi teinem früheren Buch auf der ÖST.

Das wär so das, was mir einfiele. Da bliebe noch Platz für zwei unbekanntere Bücher aus kleineren Verlagen,wo ich aber keine wirklichen Ideen hatte und dann,voila,das ist es wirklich geworden und wurde von derJury, der diesmal Walter Grond, Tilman Eder, Mauela Reichert, Daniela Strigl und Peter Zimmermann angehörten, also angesehene Literaaturspezialisten von denen ich drei mehr oder weniger gut kenne, ausgesucht.

Anna Baar “Nil”, die hat, glaube ich,einmal beim “Bachmann-Preis” gelesen und hat ihr Buch auch in der Frühjahrssaison an mehreren Stellen vorgestellt, ist aber an mir eher vorbei gegangen

Raphaela Edelbauer “Dave”, die Entdeckung von 2019, habe ich schon gelesen und wurde auch auf den O-Tönen vorgestellt

Daniela Chana “Neun seltsame Frauen” wurde, glaube ich in der “AS” vorgestellt.

Olga Flor “Morituri”, O-Töne und AS

Monika Helfer “Vati”, steht auch auf der dBp LL und habe ich, glaube ich, bei den O- Tönen versäumt.

Hanno Millesi “Der Charme der langen Wege” mein Liebling ,hurra,hurra, habe ich erwartet, schon gelesen und bei den O- Tönen leider versäumt.

Teresa Präauer “Das Glück ist eine Bohne”, davon habe ich noch nicht viel gehört und Teresa Präauer auch noch nicht sehr viel gelesen.

Sophie Reyer “1431” habe ich nicht erwartet, stand aber schon auf der ÖSt und das Buch wurde mir auch schon zugesagt

Ferdinand Schmalz”Mein Lieblingstier heißt Winter” habe ich erwartet und warte auch noch auf dasBuch

Franz Schuh “Lachen und Sterben”, das ist, glaube ich ein Essay und habe es auch schon bekommen.

Dann gibts beim Öst immer eine Debutschiene und die ist mir ziemlilich unbekannt.

Zwar hat

Anna Felnhofer aus ihrem “Schnittbild” gemeinsam mit Hanno Millesi bei den O- Tönen gelesen, aber das habe ich versäumt.

Anna Albinus “Revolver Christi” Buch und Autorin mir völlig unbekannt, scheint etwas Experimentelles aus ein kleinen Verlag zu sein, habe denText aber schon bekommen.

Clemens Bruno Getzmaga “Jacob träumt nicht mehr”. Da habe ich das Buch,das auch auf der Bloggerdebut-LL steht und ein auffälliges Cover hat, schon ein paar Mal gesehen. Wußte aber nicht, daß es einen österreichischer Autor hat.

So das wars und wieder eine interessante Lleseliste, wo man, glaube ich, einen guten Einblick in die österreichische Gegenwartsliteratur bekommt. Also lesen, lesen,lesen und auch wenn es bei mir derzeit nur langsam weitergeht, fange ich demnächst damit an und bin schon sehr gespannt.

Die guten Tage

Jetzt kommt das letzte Buch der österreichichen Debutpreisliste und ich muß sagen der 1988 in Wien geborene und in Belgrad aufgewachsene Marco Dinic, der dann in Salzburg Germanistik und jüdische Kulturgeschichte studierte und beim “Bachmannpreis” glesen hat, macht es mir nicht leicht, mich zwischen ihm und Angela Lehner bezüglich des besten Debuts, was ja ohnehin nicht geht, zu entscheiden.

Beide Bücher sind sehr gut und schade, daß es nicht auf die  Debutpreisshortlist gekommen ist, obwohl ich länger brauchte, bis ich die Struktur erkannte und mich von dem Ton, der teilweise sehr hart rauh aggressiv und auch unsympathisch ist, mitreißen ließ.  Aber so sind sie die Kriegskinder des ehemaligen Jugoslawien, die ihre Kindheit in den Krisengebieten oder in der Diaspora erlebten und einige von ihnen äußern sich auch sehr scharf über ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Gegner.

Beginnen tut es, wie auch Verena Mermers “Autobus Esperanza” in dem sogenannten Gastarbeiterexpress, der von Wien nach Belgrad fährt. Dorthin reist der Ich-Erzähler, der glaube ich, wie an einer Stelle erwähnt wird, tatsächlich Dinic heißt, zum Begräbnis seiner Großmutter.

Dort war er lange nicht, denn der Krieg, sein Verhältnis zu seinem Vater, einem ehemaligen beamten, den er nur wüst beschimpft, hat ihn davon abgehalten.

Er soll auch den Ring der Großmutter mitbringen, den ihm diese zusammen mit ihren Ersparnissen gab, als er die Matura hinter sich hatte und sich wohl in einen ähnlichen Bus in umgekehrer Richtung gesetzt hat und sein Leben fortan in Wien als Barkeeper verbrachte.

Im Bus neben ihn sitzt ein Elektriker und Hobbyautor, der nach Belgrad reist um seine Familiengeschichte zu schreiben. Der schwafelt ih die Ohren voll, verschwindet dann an der ungarisch-serbischen Grenze auf geheimnisvolle Weise, wie er überhaupt ein eher faustischer Charakter zu sein scheint.

Der Bus fährt weiter und die Gedanken des Erzählers gehen in seine Kindheit bzw. Schulzeit zurück. Der Vater wird, wie schon beschrieben beschimpft, die Familiengeschichte erzählt, die Großmutter hat einige Söhne geboren und dann bei seinen Eltern gelebt. Die Mutter wollte zwar einstmals in Amsterdam Kunst studieren, ist dann aber doch nach Belgrad zurückgekommen.

Eine Schulstunde kurz vor der Matura wird lang und breit geschildert, wie der Geschichtslehrer, die Schüler mit seinen Geschichten nervt und unter Druck setzt. Dann kommt die Matura, die Großmutter gibt ihm das Geld, er haut ab und ist jetzt mit demRing zurückgekommen, sieht, daß der Vater klein und alt und geschrumpft ist, erlebt das Begräbnis als Farce, irrt dann in der Stdt herum und trifft an der Stelle über einem ehemaligen Konzentrationslager, das jetzt teilweise ein luxuröses Neubauviertel werden soll, teilweise aber noch die Roma aus der ehemaligen Roma-Siedlung und anderen Obdachlose in einer Bauhütte im Schmutz zusammenkauern läßt, den jetzt seltsam verjüngten Busnachbarn wieder, der sich in seiner zynischen Art über die Gegend und ihre Geschichte ausläßt und dann sein Leben aushaucht.

Das ist die Stelle die Marco Dinic auch bei der Debutlesung in der AK-Bibliothek gelesen hat. Der Erzähler geht nach Hause, trifft sein Vater erstaunlicherweise beim Lesen der russischen Dichter an, die schon früher in dem Buch vorkamen und der Erzähler söhnt sich mit ihm aus, reist am nächsten Tag nach Wien zurück oder bleibt  vielleicht auch in Belgrad zurück?

Das Ende ist jedenfalls unklar.

“Ich öffnete die Augen. War nirgends angekommen”, lauten die letzten Sätze.

Die österreichische Debut- und Buchpreislonglist

Hurrah, sie ist da die lange Liste des österreichischen Buchpreises und einen Debutpreis haben wir trotz “Alpha”, der seine Liste jetzt auch schon bekannt gegeben hat auch und ich kann mich auch hier ans Lesen machen, beziehungsweise mein Longlistenlesen fortsetzen und erweitern und dabei nicht hoffentlich in zu großen Streß geraten, denn in meinen Badezimmer häufen sich ja schon die deutschen Longlistbücher, wo auch ein paar österreichische dabei sind, es aber nur eine einzige Überschneidung gibt und ausgerechnet die, liegt nicht dabei.

Daß es neben dem “Alpha” auch einen österreichischen Buchpreis gibt, das haben sich, glaube ich, die Autoren gewünscht, die schon mehr als drei Bücher haben und vielleicht nicht auf der deutschen Liste stehen.

Der “Hauptverband” hat zuerst  abgewinkt, dann hat es plötzlich doch einen “doppelten Buchpreis” gegeben, der genau, wie der deutsche bei der Frankfurter, bei der “Buch-Wien”, also ein Monat später verliehen werden wird.

Das bringt mich in Lesestreß, was aber nicht sehr viel macht, denn ich bin ja eine schnelle Leserin und so denke ich, daß ich im November mit allen fertig sein werde. Und jetzt mal sehen was überhaupt auf dieser Liste steht?

Bei der Deutschen, wo ich mir ja schon ein paar Wochen vorher meine Gedanken machte, was darauf stehen könnte und es  auch einige Blogs gab, die ihre Vorschläge veröffentlichten, bin ich ja komplett reingefallen, denn kaum eine Übereinstimmung, absolute Überraschung, wenn ich auch mit dem Ergebnis inzwischen sehr zufrieden bin.

Bei der österreichischen war es anders, da haben meine Prognosen so ziemlich zugetroffen und es gibt  nur ein paar Überraschungen und mir gänzlich unbekannte Bücher eigentlich überhaupt nicht.

Ich habe im Sommer, wenn ich das so sagen darf, durch Alfreds Altersteilzeit, aber ein intensives Buch- und Debutpreistraining genossen, in dem ich ziemlich regelmäßig zu den O-Tönen ging und einiges was ich da hörte, steht auch darauf.

Ich hätte mir ja und würde sie da auch für den Preis vorschlagen, die Friederike Mayröcker sehr gewünscht, dann habe ich wieder Glavinic, Köhlmeier, Gstrein gesagt und auch Sabine Gruber und, daß Anna Migutschs “Annäherung” daraufstehen könnte, darauf hat mich ja Günter Kaindlsdorfer in einer seiner literarischen Soireen gebracht.

Dann hätte ich persönlich mir noch Julya Rabinowichs “Krötenliebe” gewünscht und weilt der östBp kein reiner Romanpreis ist, habe ich auf Ann Cottens Versepos getippt.

Habe ich schon zehn Vorschläge? Nein, zwei fehlen noch, da hätte ich mir schon Andre Hellers “Süden” vorstellen können oder  Friederike Gössweiners “Traurige Freiheit”, weil ich das Buch im Harland ja über den Bett liegen habe. Oder ist das ein Fall für den Debutpreis? Ja, ich hätte eher daran gedacht und dann noch an Petra Piuks “Lucy fliegt  und natürlich auch an Katharina Winklers “Blauschmuck”, die auch auf der “Alpha Liste” steht und bei der ich mir vorstellen kann, daß sie den Debutpreis gewinnt.

Wieviel Treffer habe ich, werden meine Leser fragen? Sechs, Freunde, so unbedarft bin ich also  doch nicht, auch wenn ich ein paar Fall und Beistrichfehler mache und angeblich zu wenige Absätze setze.

Eine Überschneidung gibt es auch, Reihard Kaiser Mühlecker steht auf beiden Listen, und Gstrein und Glavinic sind nicht darauf gekommen un,d um jetzt nicht unverständlich zu werden,

Michael Köhlmeiers “Das Mädchen mit den Fingerhut” steht darauf.

Dann Kathrin Rögglas “Nachtsendung”

Peter Waterhouse “Die Auswandernden”

Daniela Emmingers “Gemischter Satz”

Sabine Grubers “Daldossi oder Das Leben des Augenblicks”

Peter Henisch “Suchbild mit Katze”

Anna Mitgutsch “Die Annäherung

Anne Cotten “Verbannt”

Friederike Mayröckers “fleurs”

und bei den Debutbüchern:

Sacha Batthyany “Und was hat das mit mir zu tun?”

Das ist bisher eher an mir vorbei gegangen, obwohl der Alfred ihn, glaube, ich in Leipzig fotografierte.

Dann Friederike Gösweiner und Katharina Winkler.

Eine schöne Mischung denke ich, die Verlage habe ich angefragt und werde, während ich darauf warte, ob der Reinhard  Kaiser Mühlecker doch noch zu mir kommt, mit dem Lesen des neuen Buchs der Anna Weidenholzer, die es nicht auf die Öst geschafft hat beginnen, Hans Platzgummers am Rand und Eva Schmidts “Ein langes Jahr habe ich schon gelesen” und nun zum deutschen, auch das österreichische Buchpreislesen dazunehmen und darüber bloggen.

Dazwischen werde ich mir auch die hundertfünfzig “Ohrenschmaus-Einreichungen”, die gestern gekommen sind, durchschauen, denn die “Ohrenschmaus-Preisverleihung” gibt es ja heuer im Rahmen der “Buch-Wien”, wo am Freitag auch eine Diskussion stattfindet, wo ich mehr oder weniger unbedarft mitdiskutieren darf.

Bezüglich des dBp gibt es ja die offiziellen und die inoffiziellen und dann noch einige andere Blogger, die mitlesen und über die Bücher berichten, in Österreich dürfte ich ziemlich alleine sein.

Ich habe zwar vor einigen Monaten den Hauptverband angeschrieben und ihm von meinen Vorhaben informiert, aber keine Rückmeldung bekommen.

Aber die Verlage habe ich jetzt angeschrieben. Mal sehen, was da an Rückmeldung kommt? Sonst werde ich auf jeden Fall, wenn ich wieder nach Harland komme, das Buch der Friederike Gösweiner holen und heute werde ich  zu zur Erstpräsentation von  Sandra Schöthals Satire über das Älterwerden “Shades of  Fifty – Wenn kein Hahn mehr nach dir kräht” zum “Thalia” auf die Mariahilferstraße gehen.

Mal sehen, ob ich da das österreichische Longlisten Probeheftchen bekomme, denn das kann ich ja auch versuchen extra zu besprechen, da ich da ja schon ein etwaiges Vorwissen habe, wird mir das vielleicht auch gelingen und zum Geburtstag kann ich mir, wenn mich jemand fragen sollte, die fehlenden Exemplare wünschen.

Also, lesen, lesen, Freunde und über eine Diskussion und einen Austausch bezüglich meines österreichischen und auch deutschen Buchpreisbloggen wäre ich sehr interessiert  und wenn wir schon bei den fehlenden aber angedachten Büchern sind. Karin Peschkas “FanniPold”, das auch nicht darauf steht, habe ich bei “Otto Müller” inzwischen auch angefragt.

Und die Shortlist, auf der dann fünf Bücher stehen wird, wird am elften Oktober bekanntgegeben. Mal sehen, was ich  dann schon gelesen habe und wieviel Aufmerksamkeit der österreichische Buchpreis bekommt?

 

Doppeltes Buchpreisgeplauder

In einer guten Woche ist es wieder soweit, da wird die Longlist des deutschen dBps bekannt gegeben und nochmals zwei Wochen später, am sechsten September, die des österreichischen Buchpreises, den es heuer, auf Initiative der österreichischen Autorenschaft, die ihn wahrscheinlich gewinnen will, zum ersten Mal gibt und da werde ich mir jetzt  ein paar Gedanken  machen, was daraufstehen könnte, beziehungsweise ab dreiundzwanzigsten August wieder mitlesen, wenn auch nicht so verbissen und intensiv, wie letztes Jahr und höchstwahrscheinlich auch nicht alles, sondern nur das, was auf meine Anfrage  kommt und nicht mehr in die Buchhandlungen lesen gehen und mir auch nichts mehr vom lieben Otto ausborgen.

Das heißt meine Leser könnte ich natürlich fragen, ob sie mich nicht dabei unterstützen und mir eines der Bücher im Gegenzug mit eines von mir  tauschen wollen.

Das habe ich schon im vorigen Jahr so gemacht und es ist keine Reaktion darauf gekommen, also nehme ich an, daß es auch heuer so sein wird, die Verlage haben mir aber, glaube ich, so zehn, elf Bücher geschickt und das denke ich wird auch heuer  so sein.

Den deutschen Buchpreis gibt es ja seit 2005 und da hat ihn Arno Geiger gewonnen, dessen “Es geht uns gut” auf meiner Leseliste steht, weil ich es im Schrank gefunden habe und ich sehe diese Aktion, das habe ich schon öfter geschrieben, als Versuch des Buchhandels, den Käufern das angeblich beste Buch des Jahres unter siebzig- oder neunzigtausend Neuerscheinungen schmackhaft zu machen und unter dem Christbaum zu legen und dabei noch zuerst auf neunzehn und dann auf fünf andere Bücher aufmerksam zu machen.

Das halte ich, wenn man sich bewußt macht, daß das ausgewählte Buch nur eines von vielen ist, für eine gute Idee und bin, glaube ich, seit 2009 besonders an dem Preis interessiert.

Vorher kann es sein, daß er eher an mir vorbei gegangen ist. Aber da habe ich schon gebloggt und bin auf dieses Leseprobenhefterl aufmerksam geworden, daß es in Wien nicht gibt und bin ihm nachgejagt.

Daß ich alle Bücher lesen könnte auf diese Idee bin ich erst 2013 gekommen, als “Buzzaldrin” die Aktion” fünf lesen vier” oder “vier lesen fünf” startete.

Ich könnte ja auch die Bücher anfordern und habe es dann wegen meiner Bücherliste nicht getan, aber voriges Jahr, als sich diese “offiziellen Bücherblogger” gebildet haben, habe ich nicht mehr widerstehen können und alle Bücher gelesen.

Heuer werde ich mich, wie geschrieben mit den zugesagten begnügen, denn am sechsten September geht es ja noch einmal mit dem österreichischen Bp los und das sind wieder zehn Bücher auf der Longlist und dann gibt es noch einen Debutpreis mit drei Titel, also werde ich sehr viel zu lesen haben und raten kann ich auch schon ein bißchen, was dann am 23. 8 und 6.9. draufstehen wird und da tue ich mir ein bißchen schwer, denn ich bin ja keine Vorschauleserin und habe auch von den Frühjahrsneuerscheinungen nicht wirklich viel gelesen, war aber in Leipzig und ein paar Debuts habe ich auch angefordert.

Also schauen wir mal was mir so bei dem deutschen Bruder, wo ja auch österreichische und Schweizer Bücher beziehungsweise Autoren enthalten sind, so einfällt. Da wurden  156 Titel eingereicht, wo dann zwanzig Romane auf der langen Liste stehen werden.

Der Martin Walser fällt mir da ein, Julie Zehs “Unterleuten” und dann Sarah Kuttners 180 Grad Meer. Ronja von Rönnes “Wir kommen” und Jan Böttchers “Y” habe ich gelesen, da mir ja “Aufbau” inzwischen seine Titel schickt. Antje Ravec Strubels “In den Wäldern des menschlichen Herzens” und Nellja Veremejs “Nach dem Sturm” wäre auch schön, wenn es darauf kommt, denn dann müßte ich nicht soviel lesen.

Benjamin von Stuckhard Barre hat ein Kultbuch geschrieben und dann gibt es noch die Österreicher Norbert Gstrein, Michael Köhlmeier und Thomas Glavinic, die ich auf der Liste vermute.

Tilmann Ramstdts “Morgen mehr” fällt mir noch ein und dann vielleicht einiges von den heurigen “Bachmannpreis-Lesern”.

Da wäre ich über der Hälfte, bei den anderen lasse ich mich überraschen und was, die Österreicher betrifft, gibt es ja, außer dem Eigenverlag, keine Vorgabe, da können, glaube ich auch Erzählungen, Lyrikbände und dramatische Werke eingereicht werden, womit ich zu den drein schon erwähnten, die alte Dame Friederike Mayröcker setze und da gleich für den Preis plädiere, ansonsten habe ich in der literarischen Soiree gehört, Anna Mitgutsch hat eine Chance, Andre Heller, wenn es nach den dortigen Diskutanten geht, eher nicht, dafür würde ich aber Sabine Gruber mit ihrem neuen Buch schätzen und mir Juliya Rabinowichs “Krötenliebe” wünschen, dann vielleicht noch Gertraud Klemm und Marlen Schachinger oder Emily Walton mit ihrem Fitzgerald-Buch und wir wären schon über zehn und was die Debuts betrifft habe ich ja einige gelesen beziehungsweise bei den O Tönen gehört, da gibt es im Septebmer auch eine Veranstaltung in der Arbeiterkammer, wo die drei ausgewählten Titel vorgestellt werden.

Die Shortlist für den östBp gibts dann am 11. 10 und am 8.11. am Vorabend der “Buch Wien” gibts dann ähnlich wie in Frankfurt die Preisverleihung.

Spannend, spannend und auch sehr interessant, was davon in der Öffentlichkeit hängen bleiben wird und wie gut ich in meiner Vorschau bin und wenn wir schon bei der “Buch-Wien” beziehungsweise dem “Hauptverband des österreichischen Buchhandels” sind, der diesen Preis ja mit dem Bundeskanzleramt ausrichtet und auch ein Longlistenheftchen herausgibt, Inge Kralluper, die langjährige Geschäftsführerin, die ich bei den your fixes und anderen “Hauptverband-Veranstaltungen” kennenlernen durfte, ist vorige Woche noch nicht ganz fünfzigjährig gestorben.