Zurückkommen

Da bin ich ja die letzten zwei Jahre weg vom Fenster gewesen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe mich durch die Literaturveranstaltungen nur gestreamt statt aktiv hinzugehen. Die Pandemie hat das verursacht und daß das auch mein literarisches Leben verändern wird, habe ich schon sehr früh gedacht,

Im Jahr 2000 oder so, wo ich noch viel herumgelaufen bin, oft mehrmals täglich zu Veranstaltungen, habe ich mir gedacht, jetzt mache in ein Experiment, bleibe zu Hause, damit ich mehr Zeit zu mschreiben habe. Nach einiger Zeit habe ich das aufgegeben, weil ich fürchtete, dann bin ich für den Literaturbetrieb verloren und bin wieder hingegegangen. Geschrieben habe ich in dieser Zeit auch nicht mehr und vermißt worden, bin ich, glaube ich, auch nicht.

2019 kam dann mein Absturz. Ein Gips und wieder ein Veranstaltungsstop für sechs Wochen, glaube ich. Danach habe ich gemerkt, daß ich eigentlich nicht mehr so gern in die “AS” oder ins Literaturhaus gehe. Denn was soll ich dort, die Leute ignorieren mich, ich darf dort nicht lesen und nur herumsitzen und mich für die Literatur der anderen zu interessieren ist vielleicht zu wenig.

Ich bin aber trotzdem weiter hingegangen bis Anfang März, denn dann kamen die Lockdowns und die Ausgangssperren oder die Pandemie und das hat in mehr oder weniger abgespeckter Form bis heute angehalten.

Denn in die “Alte Schmiede”, etcetera konnte man dann ja wieder mit Maske, 3 oder zwei G und Ausweiskontrolle wieder gehen, ich aber nicht. Ich habe gestreamt und gedacht, ganz das Wahre ist es nicht, besser als nichts, aber dort bin ich nicht sichtbar. Also ein aus für mein literarisches Leben? Stimmt auch nicht ganz, denn ich habe in dieser Zeit geschrieben und geschrieben wie nie, neun erzählende Corona-Texte und das Corona-Texte- Buch mit texten aus dem “Literaturgeflüster”. Aber das gilt, weil ich ja sehr kritisch bin, vielleicht als Schwurblerliteratur. Deshalb konnte ich die Szene zwei aus den “Hundert Seiten” auch nicht beim Volksstimmefest lesen. Das hatte vielleicht auch andere Gründe und 3G mit einem Bändchen gab es auch und im Sommer habe ich von der Ruth, gehört, daß der oder die sich nicht mit Ungeimpften treffen will. Das wurde von der Politik und den Medien ja geschürt “Neben Ungeimpften “will ich nicht im Restaurant sitzen!”, hörte man da ständig und ich dachte “Glauben die das wirklich?” und dann auch über den Lockdwonn für Ungeimpften gestaunt, der mich, das muß ich auch erwähnen, nicht wirklich tangierte. Da wir ja zum Glück nicht in China leben und man aus dem Haus durfte, wenn man einkaufen oder spazieren wollte, was man ja immer konnte. Habe ich aber gar nicht soviel, denn da ich keine Maske tragen will, ging ich nicht in den “Spar”, am Abend habe ich gestreamt, meine Stunden telfonisch gemacht, alles klar. Aber weil ich nicht so viel spazieren gehe, sonder früher am Abend in die “Alte Schmiede” und ins Literaturhaus und das jetzt zwei Jahre nicht mehr tat, hat auch meine Kondition abgenommen, was ich zu Weihnachten in Harland beim Radfahren merkte, ist also auch nicht so gut. Aber jetzt wird es den Sommer über wieder normal und ich kann wieder in die “Alte Schmiede” gehen. Die Bewegung ist also da und das war auch der Grund warum ich vorige Woche, als ich hörte, daß ich jetzt wieder zu Veranstaltungen kann, den Kopf schüttelte, als ich mich fragte, soll ich das überhaupt?

Im Stream geht es ja auch und soviel Unterschied ist es nicht, ob ich da jetzt alleine herum sitze, die Leute, die noch Maske tragen, nicht erkenne und mich die Leute auch nicht mehr kennen. Bequemer ist es, es weiter im Stream zu tun, die Bewegung ist aber gesund. Also zurück zur alten neuen Normalität und natürlich wollte ich wissen, wer mich jetzt fragt, wo ich die letzten zwei Jahre gewesen bin?

Das hat bisher keiner getan, also hat mich keiner vermißt und die jungen Organisatoren kennen mich auch nicht mehr und Eigenverlag, eh klar wollen wir noch immer nicht und neun Covid-Romane, das schon gar nicht, etcetera.

Das sind so meine Gedanken, ob das wirklich so zutrifft, weiß ich noch nicht, gehhe ich ja erst seit voriger Woche in der “Schmiede” und im Literaturhaus, da hat mich keiner angesprochen und ich habe außer den Leuten, die dort arbeiten und die mich auch grüßten, keinen gekannt. Am Wochenende war ich in Krems und in Göttweig, dort zähle ich aber zum Publikum und die Literaten sitzen im abgegrenzten Bereich, wo man nicht hineinkann und trfft sie höchstens auf der Terrasse, wenn das Wetter schön ist.

Aber jetzt kann ich, wenigstens bis zum Herbst, wieder ins literarische und sonstige Leben zurück und habe das auch vor, weil das ja gesünder ist und die Gesundheit ist ja wichtig, auch die psychische, nicht nur die virale. Also wieder am Abend zu den Veranstaltung und abwarten, ob doch wer fragt, wo warst du in den letztenJahren und was hast du geschrieben? Das haben in Krems und Göttweig aber schon einige Personen getan.

Also geht es weiter, wie normal. Drei meiner Bücher müssen noch erscheinen. Wenn das passiert, schicke ich sie ja auch ein bißchen aus, eines an die “Alte Schmiede”, beispielsweise. An die “Gesellschaft” habe ich einmal eines geschickt, etcetera, aber da nicht viel gehört.

Nun ja, nun ja, daß ich nur für mich schreibe, das habe ich schon begriffen, aber jetzt doch wieder ins Leben zurück. Sei es auch nur um Bewegung zu machen. Soziale Kontakte hatte ich in letzter Zeit ja nur mit der Ruth und der Doris Kloimstein und ob ich im November, wenn man das darf, wieder ein literarisches Geburtstagsfest, machen werde weiß ich nicht, weil ich ja den Kontakt zu den meisten meiner bekannten verloren habe und ob ich den zu Leuten, von denen ich seit Jahren nicht gehört habe, wieder aufnehmen soll, bin ich nicht so sicher. Reagieren statt agieren habe ich mir in den letzten zwei Jahren angewöhnt und will eigentlich dabei bleiben.

Also weiterschreiben, über Covid oder auch was anderes. Da denke ich jetzt, etwas über die neuen sozialen Systeme, wie in China mit der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung, wäre vielleicht ganz gut. Wieder, wenn man kann ,zu Veranstaltungen gehen und wenn es geht versuchen mit den Leuten wieder in Kontakt kommen und abwarten, was mit Covid weiter passiert, ob das jetzt vorbei ist oder sich wiederbelebt und dann gibt es ja noch den Krieg in der Ukraine und die Verteuerung, die Inflation.

Die Leute wissen nicht, ob sie heizen oder essen sollen?, höre ich jetzt immer. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn es so weitergeht, ist das auch nicht gut.

Bücher gibt es aber immer noch in den Bücherschränken und den Bibliotheken zu finden und die Veranstaltungen gibt es auch. Vom Volksstimmefest, das jetzt einen neuen Organisator hat, habe ich nichts gehört. Da habe ich ja früher jährlich gelesen. Das scheint jetzt auch vorbei, wie die “Textvorstellungen”, was bleibt also über?

Nicht sehr viel, nicht viel weniger als früher, natürlich auch, denn wo nichts da ist, kann man auch nichts verlieren. Ich schreibe aber weiter, blogge, stelle meine Bücher dort vor, lege auch immer was in den Bücherschrank und das ist ja auch schon etwas, auch wenn ich natürlich mehr möchte. Also eingeladen werden, einen Preis bekommen, vielleicht auch einen Verlag, etcetera. Mals sehen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt und stürze mich wieder etwas mehr in das literarische leben, wenn es geht.

Die Literaturgesellschaft und das Exil

Die österreichische Gesellschaft für Literatur von Wolfgang Kraus gegründet wird heuer sechzig Jahre alt. Aus diesem Grund gibt es schon seit Jahresbeginn eine diesbezügliche Veranstaltung, aber ich bin ja jetzt schon über zwei Jahre nicht mehr live dort gewesen und habe heute nach meinen “Alte Schmiede” und Literaturhaus Versuchen wieder sozusagen aus meinem zweijährigen Exil zurückgekommen., bin ich doch erinnern wir uns im März vor zwei Jahren als Exexkanzler Kurz, die Maßnahmen verkündet hat, man aber noch bis zu hundertfünfzig Personen, glaube ich, zu Veranstaltung gehen konnte, dort aber als zwei junge Dame meine Adresse wollten ,gleich wieder umdrehten, obwohl die die “Gesellschaft” ohnehin schon hatte.

Dann mußte man mit Maske, Impf- und Personalausweis kommen und das ist jetzt, wie eigentlich bei allen Veranstaltungen, die ich angefragt habe, zum Glück vorbei.

Also ein Zurückkommen und ein schöner Abend, denn es ist um die “Gesellschaft” und das Exil gegangen und dazu hat Manfred Müller drei Experten, wie den ehemaligen Klagenfurter Germanistikprofessor Klaus Amann, Ursula Seeber, die die Exil Dokumentationsstelle im Literaturhaus leitete und Daniela Strigl, die Literaturhausexpertin schlechthin, die ihre Disser- oder Habilitation über Theodor Kramer geschrieben hat. Zuerst hat aber Ursula Ebel und eine andere Mitarbeiterin eingeleitet und ein bißchen was über Wolfgang Kraus und seine Einstellung zum Exil erzählt. Ich weiß nicht sehr viel über Wolfgang Kraus, außer, daß er der legendäre “Gesellschaftsgründer” war, denn 1962 hat es in Wien, glaube ich, sonst keine literarischen Veranstalter gegeben, wurde die “Alte Schmiede” erst Anfang der Siebzigerjahre gegründet und das Literaturhaus noch viel später. Die Veranstaltungen waren, glaube ich, noch sehr lange im Palais Palfy und im Palais Wilczek, wo jetzt die Veranstaltungen sind, war das Büro von Wolfgang Kraus, der offenbar sehr gute Beziehungen zu den damaligen Bundeskanzlern hatte und eine Autorenwohnung gab es in der Pfeilgasse auch. So hat Wolfgang Kraus schon sehr bald die Exilautoren zu Lesungen eingeladen und ihnen dann auch die Staatsbürgerschaft und Orden oder Preise verschafft.

Ursula Ebel und ihre Kollegin listeten dann auch gleich die Namen der Rückkehrer auf und interessant, daß Wolfgang Kraus in seinen Briefen, das Wort Exil erst viel später erwähnte. Der erste Heimkehrer war also Erich Fried, im Jahr 1962, dann Manes Sperber mit dem Wolfgang Kraus offenbar befreundet war, Franz Theodor Czokor folgte. Dann kam schon Hans Weigel, der, glaube ich, auch den “Tag der Lyrik” in der “Gesellschaft” einführte und Jakov Lind, von dem ich, glaube ich, in den siebziger Jahre beim “Libro” einige Bücher fand, obwohl mir der Name damals völlig fremd war.

Ja in den Sechzigerjahren bin ich in die Volksschule und nicht ins Palais Palfy gegangen, dann Johannes Urzidil, Fritz Hochwälder, Elias Canetti, der spätere Nobelpreisträger, der seine Briefe, glaube ich von seiner Frau schreiben ließ und da sind wir schon bei einer Frage, die ich mir langsam stellte und die dann auch von Manfred Müller aufgegriffen wurde, wo die Frauen sind?

Ja eine gab es, nämlich Hilde Spiel die eingeladen wurde. Es gab aber schon einige andere, wie Elisabeth Freundlich, Vicki Baum, Friederike Manner ,etcetera, aber die waren wahrscheinlich nicht so berühmt um in die “Gesellschaft” eingeladen zu werden. Das ist ja etwas, was mich auch betrifft, denn ich habe nur zweimal in der Gesellschaft gelesen und das war bei den Faschingsfesten, wo man das durfte und dann gabs schon das Podiumgespräch mit Manfred Müller und Klaus Amann zitierte dann auch die anderen Bestrebungen, die es in den Sechzigerjahren gab, die Exilanten zurückzuholen. Da war nicht viel los, denn man wollte keine Kommunisten und da gab es ja auch den Brecht-Boykott von Hans Weigl und Friedrich Torberg. Es hat aber den PEN gegeben, der irgendwie auch mit der “Gesellschaft” konkurrierte und dann gab es auch noch Rudolf Henz und Klaus Amann hat dann eine Lste von Exilautoren angeführt, die in den Fünfzigerjahren Preise bekommen hätte können. Bekommen haben die dann Max Mell und Franz Nabel, aber einmal hätte es eine Veranstaltung über Franz Kafka geben sollen, wo tausend Leute gekommen sind und Wolfgang Kraus dann vierhundert wegschicken mußte, etwas wovon Manfred Müller, wie er sagte, nur träumt.

Eine interessante Veranstaltung und ein interessante Streifzug sechzig Jahre zurück in die Geschichte und wieder einige Bekannte gesehen oder sagen wir ich habe wahrscheinlich einige nicht erkannt, denn fast alle maskiert. Die Frau Schmid -Dengler war aber, glaube ich, da, die Dine Petrik und noch andrer und im nächsten Monat wird es wieder eine Veranstaltung geben, wo dann Franz Schuh und Kurt Neumann auftreten werden.

Das Gute, Wahre, Schlechte, Schöne des Franz Schuh

Der Philosoph, Schriftsteller und Essayist Franz Schuh wurde am fünfzehnten März fünfundsiebzig Jahre alt und deshalb hat Bernhard Kraller zwei Bücher über ihn herausgebracht und zwei weitere sind noch in Planung und in der “Alten Schmiede” gabs eine Präsentation und ein Gespräch mit dem Autor und dem Rechtsanwalt Franz Noll und der Musiker, offenbar ein Freund, hat ein Stück für ihn geschrieben.

Eigentlich war ich der Meinung, ich bin rechtzeitig von zu Hause weggegangen, dann war, als ich die Stiegen hintergestiegen bin, schon alles voll oder die Plätze besetzt bzw. für die VOPS zu denen ich ja nicht gehöre, reserviert.

Ach scheiße, ich hätte zwar in den Schmiedesaal hinaufgehen können, um den Stream anzusehen, das tue ich nicht, habe ich früher mal gesagt, es jetzt die letzten zwei Jahre von zu Hause doch getan, bin aber stehen geblieben, mich von Stephan Eibel begrüßen lassen, eine Weile neben Ronald Pohl,i der ja mit mir gleichzeitg in die GAV aufgenommen wurde, gestanden, der hat dann einen Platz angeboten bekommen und ich habe mich schließlich, als es begonnen hat, auf einen der Sessel, die im Foyer aufgestellt sind, neben Kurt Neumann gesetzt. So habe ich den Einzug der Musiker beobachten können. Walter Famler hat begrüßt und Franz Schuh, von dem ich zuletzt das öst Buchpreisbuch gelesen habe, in dem er seine über seine überstandene Krankheit , beschrieben hat, hat ein auf Wienerisch übersetztes Gedichgt von Fernando Pessoa gelesen und das hatte es in sich. Es beginnt mit einem Trafikanten und dann mit dem gescheiterten Leben, ich habe mehr geschrieben als Goethe und Kant, das trifft, was den literarischen Teil betrifft, auf mich auch zu und Franz Schuh hat das auch brillant gelesen.

Das nächste Mal ein Hörbuch, hat, glaube ich Bernhard Kraller gesagt und dann kam das Gespräch mit Alfred Noll. Armin Thurnher, den ich ja schon einmal mit Franz Schuh im Schauspielhaus hörte, ist im Programm gestanden, war aber nicht da und das Gespräch begann mit der Frage, wie man im einundzwanzigsten Jahrhundert leben kann oder soll?

“Ich bin kein Ratgeber!”, hat Franz Schuh, der ja sehr intellektuell ist und für mich öfter unverständlich war, geantwortet und dann ist es zu der Frage des Krieges und wie man sich diesbezüglich verhalten kann, gehalten. Franz Schuh hat wieder brillant geantwortet und das ist eine sehr wichtige Frage, denn eigentlich kann man nichts dagegen tun. Ich, die im Hintergrund Bloggende und erfolglose Autorin nicht und auch nicht unser neuer Bundeskanzler, obwohl der das ja versucht hat und nach Moskau hingefahren ist.

Franz Schuh natürlich ebenfalls nicht, hat es aber in brillante Worte gekleidet und nachher konnte man sich die Bücher signieren lassen und da hat man diesmal glaube ich auch keine Maske gebraucht, obwohl die Leute, die vor mir die Stiegen hinuntergegangen sind, diese in der Hand hielt und danach fragten und die junge Frau, die die Programme und die neue “Sichel” austeilte, erklärte das, was man mir auch von der “Gesellschaft” mailte: “Wir empfehlen es sehr!”

Wieder Literatur und Wein

Zu der “Literatur und Wein” vom niederösterreichischen Lteraurhaus bzw. Sylvia Treudl organisiert, wo vier Tage in Krems und in Göttweig internationale Mainstreamliteratur bei Eintritt geboten und dazu Weine präsentiert werden, gibt es, glaube ich, schon seit über zwanzig Jahren.

Sylvia Treudl

Seit 2013 sind wir, glaube ich, dabei. 2019 mit Gips weil wir die Karten schon hatte, 2020 hätten wir ausgelassen, weil ich dachte, daß ich wegen meines Bloggens eigenlich dafür nicht zahlen will, wie es ja auch in Basel, bei der “Buch Wien” und auch in Leipzig Bei Literatur und Wein ging das aber eher nicht, das Festival hat aber Pandemie bedingt ohnehin nicht stattgefunden. Ich habe dann aus dem Programmheft darüber berichtet. Voriges Jahr gabs glaube ich auch keines oder man hätte mit 2 oder 3G oder Maske hingehen können und heuer war das auch sehr lang nicht klar.

Daß das Festival stattfinden wird schon. 3G war da glaube ich angesagt, aber dann gabs ja vor einer Woche den zweite sogenannte Freiheitsversuch, wo man jetzt zwar, wenn man in ein Einkaufszentrum will, eine Maske aufsetzen muß, die aber wenn man nur Bücher und Schuhe kaufen kann, wieder abnehmen kann, aber man kann wieder zum Friseur und zu Veranstaltungen gehen.

Taras Czubaj

Das habe ich mit einem etwas flauen Gefühl am Dienstag und am Mittwoch schon ausprobiert und beim ersten Freiheitsversuch im März habe ich ja noch gedacht, ich weiß nicht, ob ich mich da wirklich in den Brunnensaal setzen will? Dann bin ich am siebenen März, glaube ich, zu Ruths Vortrag, gegangen und am Freitag darauf hatte der Alfred Gliederschmerzen und dann, weil er unbedingt zu “Werners Tour” gehen wollte, einen positiven Test. Den hätte ich wahrscheinlich auch und am Mittwoch darauf einen Schwächeanfall, das heißt immer noch Gliederschmerzen und ein blaues Auge, aber sonst haben wir auch ungeimpft eigentlich nicht einmal einen milden Verlauf gehabt und wenn die Genesung laut Regierung sechs Monate anhält, brauche ich mir keine Sorgen machen oder kann das ausprobieren.

Klaus Zeyringer, Marc Elsberg

Also doch nach Krems und das war sehr interessant. Erstens im Gegensatz zum Literaturhaus gestern, wo man sich beim Signieren verhüllen sollte, habe ich kaum Masken gesehen. Niederösterreich ist da offenbar lockerer und das Programm dann auch, nämlich ein Thrillerautor im Gespräch mit Klaus Zeyringer. Hui, was ist das? Das ist doch keine hehre Literatur mit dem sich die hehren Literaturwissenschaftler beschäftigen. Aber der 1967 in Wien als Markus Rafelsberger geborene Marc Elsberg hat ja 2012 wahrscheinlich eher zufälig einen Roman geschrieben, der jetzt in aller Munde ist, nämlich “Blackout” ein Stromaufall, der ganz Europa oder die ganze Welt erfaßt und das war für das Literaturhaus offenbar ein Grund es mal anders zu beginnen und Sylvia Treudl hat in ihrer Einleiterung natürlich auch den Angriffskrieg auf die Ukraine erwähnt und, um Spenden gebeten, um einen Kastwagen voller Medikamente dorthin zu schicken und ein ukrainischer Sänger hat auch zuerst zwei Lieder, eines nach einem Text von Juri Andruchowytsch, dargebracht.

Klaus Zeyringer, Juan Gabriel Vásquez

Dann ging es ins Jahr 2012 und zu “Blackout” und hier hat Marc Elsberg ziemlich genau in seine Schreibwerkstatt schauen lassen. Er ist ein Planer, er recherchiert die Namen und erzählte über die Entstehungsgeschichte. Dann hat er ein Stück daraus gelesen und Kaus Zeyringer stellte anschließend die anderen Thriller vor.

bratfisch

Da gabs 2014 “Zero”, da wurde auch ein Stück gelesen. Bei “Helix” gehts um die Gentechnik. Dann gibts noch ein Buch mit dem Namen Gier” da gehts um die Wirtschaft und das letzte Buch heißt “Der Fall des Präsidenten”, da wird ein amerikanischer Präsident am Flughafen von Athen verhaftet und da gabs natürlich die Frage, ist das jetzt Donald Trump. G. W. Bush oder Barak Obama oder eine Mischung aus den dreien. So ist es natürlich aus rechtlichen Gründen und am Freitag ginges dann im Brunnensaal mit Kerstin Hensel weiter, die ich ich ja ein oder zweimal in der Linienstraße in Berlin Ost besucht habe und auch öfter in Leipzig traf und die aus einem Buch namens “Regenbeins Farben” las, wo sich drei Witwen immer auf einem Friedhof treffen und dort offenbar einen Witwer treffen. Ein Thema, das ich in meinen Büchern auch schon mal hatte und interessant ist auch, daß es da offenbar um alte Frauen in der Literatur geht und Monika Helfer, die als nächste ihr “Löwenherz” vorstellte ist auch nicht mehr so jung, nämlich schon 1947 geboren. Dazwischen gabs immer die Weinverkostungspausen, ein “Weinalphabet” hat es vorher auch gegeben und es traten wieder die Winzer auf, die ihre Weine und ihre Weingüter vorstellten.

Den 1973 in Bogota geborenen Juan Gabriel Vasquez offenbar ein sehr bekannter kolumbianischer Dichter habe ich nicht gekannt. Hier hat Klaus Zeyringer die deutschen Passageen aus seinem Roman, die “Gestalt der Ruinen” gelesen. Eva Menasse, mit ihrem “Dunkelblum” ein Roman den ich noch lesen muß, der aber in Harland schon über dem Bett liegt, folgte. Die musikalische Umrahmung kam diesmal vom Weltstadtquartett “Bratfisch”, die die Wienermusiktradition neu ummischt und auch sehr lebendig auftrat. Dann kam der Schweizer Poetryslammeister Christoph Simon, der lustig vor sich hinplaudernd seine zwei im Lockdown entstandenen Bücher vorstellte.

Am Samstag gings zwei Stöcke höher in der Artothek mit zwei “Blauen Stunden der Lyrik” weiter, am Vormittag stellten da die Slowenin Anja Golub, die Ungarin Kinga Toth und Gerhard Ruiss ihre neuen Gedichtbände vor, beziehungs switschte der letztere von seinen Oswald von Wolkenstein Übertragungen zu seinen Kanzlergedichte und seinen “Liebesgedichtband” hin und her und am Nachmittag trat wieder Kerstin Hensel mit ihren Gedichtband “Cinderella räumt auf”, vorher hat schon Julian Schutting aus seiner “Winterreise” gelesen und nachher stellte Christoph W. Bauervon dem ich schon einiges gelesen habe, seinen neuen Band “an den hunden erkennst du die zeiten” vor.

Dazwischen bin ich nach Krems gegangen, habe bei der “Nordsee” einen Champignonfisch gegessen und mir ein Shirt gekauft, sowie einen Kaffee getrunken und bevor es mit dem Bus wieder zum Brunnensaal ging, bin ich ein bißchen die Donau entlang spaziert, zur Frauenkirche hinaufgegangen und habe mich im Shop des Karikaturenmuseums umgeschaut. Mit Cornelia Stahl und Kerstin Hensel habe ich auch gesprochen und im Brunnensaal ging es nach der Begrüßung durch den Archivar des Klosters, der die Gemeinsamkeiten zwischen den Bücher und der Weinlese erwähnte, mit dem Schweizer Urs Mannhart weiter, der auch Bio Bauer ist und seinen neuen Roman “Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen” vorstellte. Katja Oskamp von der ich schon “Halbschwimmer,” gelesen habe folgte mit ihren Erfahrungen einer Fußpflegerin und stellte da zwei Portraits ihrer Kunden vor. Alois Hotschnig las aus seinem Roman “Der Silberfuchs meiner Mutter”, das schon in der “Alten Schmiede”vorgestellt wurde, ein Kapitel vor.

Dann hätte Karl Markus Gauß folgen sollen, aber den hatte offensichtlich das Virus erwischt, wie auch die ausgewählte Musikgruppe. Karl Markus Gauß wurde durch Fiston Mwanza Mulija und seinen “Tanz der Teufel”, ersetzt. Die Musikgruppe durch ein Jazzduo, das den guten Wein bei dem Literaturfestival lobte und davon schon reichlich getrunken zu haben schien, was ihre Spielleistung ziemlich beeinträchtigt hat, so daß die meisten Leute und schließlich auch wir noch vor dem Ende weggegangen sind.

Vorher trat aber wieder, wie ich in der Artothek, Taras Chubay auf und Antonio Fian hat auch aus seinen “Wurstfragen” gelesen, das wurde auch schon vorgestellt. Ein paar der Dramulette waren aber neu für mich und die Weine wurden auch wieder vorgestellt und man aufgefordert sich seinen Lieblingswein auszuwählen, was für mich bei einem Rose Frizante zutraf und ein bißchen konnte man sich am Samstag auch auf die Terrasse stellen und auf das Land hinuntersehen, was ja auch eine Attraktion des Festival ist.

Am Sonntag gings dann zu der legendären Sektmatinee. Allerdings waren wir wegen des Wien-Marathons nicht sicher, rechtzeitig hinzukommen, denn bis Schönbrunn war alles abgesperrt und wir sind gekreist und gekreist und dann vom dreizehnten Bezirk in die Hadik-Gasse gekommen. Hat aber doch geklappt und einen guten Platz konnten wir uns auch sichern. Die Eva Riebler und eine Dame von der LitGes haben wir gesehen, Antonio Fian” hat mich begrüßt und dann gings zu “Dorothy Parkers Teufelkreis”.

Nora Gomringer

Das heißt Taras Chubay hat wieder ein paar Lieder gesungen und Christoph Maunz, der bei den Matineen immer auftritt, hat Texte von James Thurner gelesen, der zu dem zitierten Teufelskreis gehörte. Nach einer Pause trat Nora Gomringer mit zwei Musikern auf und hat Texte der 1893 in New Jersey geborenen und 1967 in New York verstorben Schriftstellerin und Literaturkriterin mit großer Leidenschaft performt.

Schön und auch ein bißchen anstrengend nach zwei Jahren live Veranstaltungsabstinenz wieder live in die Literaturwelt einzutauchen. Schade ist natürlich, daß ich da das “Luftsprung-Fest” des “Ohrenschmauses” versäumtes, zu man, für mich überraschend auch ohne Masken und sonstige Kontrollen teilnehmen konnte, aber das hat von zwei bis vier im Badeschaff stattgefunden und da waren wir noch in Krems.

New York und der Rest der Welt

Jetzt kommt offensichtlich ein hipper Kolumnenband, jedenfalls ist das Cover von Fran Lebowitz “Rowohlt-Buch” auf vielen Blogs zu sehen und am Klappentext steht zu lesen, daß Fan Lebowitz Taxifahrerin und Putzfrau war, bis sie von Andy Wahrhol entdeckt wurde. Jetzt ist sie offensichtlich ein New Yorker Star und sie hat auch einen sehr frischen frechen Stil.

Das Buch ist in verschiedene Teile geteilt und beginnt, was man vielleicht schon ahnen kann, mit dem “Großstadtleben” oder mit der Einführung, wie ein Tag der Fran Lebowitz beginnt. Sie träumt vom Nobelpreis, quasselt dann mit verschiedenen Verlegern oder Anrufern, geht in Pubs, fährt im Taxi und kommt wieder nach Hause und dann kommt sie zum Kapitel “Manieren”, das wieder in verschiedene Unterkapitel eingeteilt ist und da arbeit Fran Lebwotz offenbar gern mit Fragebögen. Sie beginnt aber damit “Ich bin keineswegs gefühllos. Ich finde, alle Menschen sollten warme Kleidung, ausreichend zu essen und eine angemessene Unterkunft haben. Ich finde aber auch, daß sie sich gut einpacken, irgendetwas essen und gleich zu Hause bleiben sollten, wenn sie nicht bereit sind, sich halbweghs vernünftig zu benehmen”, aha könnte man da sagen und irgendwo später steht da noch, daß nicht alle Leute glauben sollten, daß sie Talente haben und vielleicht einen Roman über Familiengeschichte schreiben können, weil sie glauben, daß das jemanden interessiert.

Fran Lebowitz schreibt dann gleich eine solche über ihre Großmutter Margaret Lebowitz, die im Fin de Siecle im ungarischen Ghetto Point aufgewachsen ist mit dem Titel “Auf die Herkunft kommt es an.”

Vorher gibt es noch die schon erwähnten Listen, die die “Nebenwirkungen von Unterdrückung und/ oder Repession” bzw. “Die Nebenwirkungen von Freiheit und/ oder Freizügigkeit” bei “Teenagern” “Homosexuellen” ,”Juden” und “Frauen” beschreibt.

Es gibt dann auch eine “Berufsberatung für die wahrwahft Ehrgeizigen”. Da kann man einen Fragebogen ausfüllen, wenn man beispielsweise “Papst”, “reiche Erbin”,” unumschränkter Diktator”, “Aufsteiger” oder “Kaiserin” werden will.

Dann geht es um den “Sport heute” oder wie man den am besten in einer Großstadt betreibt. Es geht um “Disco-Tipps der neuen Etikette” und darum, wie lange man in Russland bzw. USA arbeiten muß, um einen “Laib Brot” oder einen “Fernseher” kaufen kann oder, wie lange ein “Kommunist” bzw. ein “New Yorker”, braucht um ein Abo des “New Yorkers” zu erwerben. Das hat sich in der letzten Zeit vielleicht geändert. Die Kolumnen scheinen aber schon vor längerer Zeit geschrieben zu sein.

Es geht aber gleich über das “Pro oder contra Kinder?” weiter. Es gibt ein “Training für Mieter”. Da erwähne ich nur die Frage, ob ein Vermieter einen begehbaren Schrank als Zimmer benennen kann?

In “Erfolgreich ohne College” werden die verschiedenen “Mütter-Typen beschrieben. Da gibt es die “Bühnenmutter”, die “Architektenmutter”, die “Talkshow-Moderatoren-Mutter”, die “Bestatter-Mutter”, die “Oberkellner-Mutter” und die “Restaurantkritiker-Mutter”.

Ein Kapitel pber die “First-Women Bank” gibt es auch und dann unter der Überschrift “Jeder hat das Recht, zu tun und zu lassen, was ich für richtig halte”, um Gesetze und im “Ein Blick in die Welt” geht es um das Reisen. Da wird Italien und Frankreich beflogen. Aber wir wissen schon, an New York kommt natürlich keiner ran. Also kann man vielleicht auch zu Hause bleiben.

Dann gehts zur “Wissenschaft” und da gibts eine Kolumne über die Nagelstudio oder die “Nagelbank”, wo Fran Lebowiz darüber phantasiert, wie man zu schönen Nägeln kommt. Dann macht sie sich Gedanken über das Telefonieren und macht Vorschläge über die besten Sprechunterstützer, wie den “Oskar Wilde” oder “Dorothy Parker-Typ”.

Ums Schlafen geht es auch und dann natürlich über das Wetter. Da behauptet sie “dass das kühle Wetter im Sommer von New York nch Southhampton zieht, weil es keine Lust hat, mit lauter unterbezahlten Autoren und Puerto Ricanern in New York zu bleiben.”

Pflanzen sind für sie “Die Wurzeln allen Üblels” und dann gehts zur “Kunst”, die wird erstmal in die verschiedenen Sparten aufgeteilt und dann gehts nach Soho und da wird geklärt wieso “Mr. Art nichts mit der Kunst anfangen kann.” und dann zur “Literatur” und da ist ja schon angeklungen, daß Fran Lebowitz nicht davon hält, daß sich ihre Leser für das Schreiben interessieren, weil das ja ein sehr “unangenehmer Beruf” ist.

“Nur weil man in der Highschool keine Freund hatte, ist das noch kein Grund, ein Buch zu schreiben” oder “Daß man in der Highschool viele Freunde hatte, sollte einen genügen. Das muss die lesende Öffentlichkeit nicht erfahren.” und über “Lyrik -Sollten Sie der Meinung sein, dass Selbstmordgedanken bereits von einer poetischen Natur zeugen, dann vergessen Sie nicht, dass es auf Taten ankommt, nicht auf Worte”, denn “Schreiben” ist für Fran Lebowitz, wie schon erwähnt offensichtlich “Eine lebenslängliche Strafe”. Daher gibt gleich die Listen “Woran Sie merken, dass ihr Kind ein Autor ist”

“Vor der Geburt- Wenn Ihr Geburtshelfer beim Aufsetzen des Stethokops aus dem Bauch ausreden hört.”

Bei der “Geburt -Das Baby kommt mindestens drei Wochen zu spät, weil es kein Ende finden konnte.”

“Das Baby schläft sofort die Nacht durch. Den Tag auch.” im “Krabbelalter lehnt der Kleine Teddybären als Plagiat ab”, während “Mit sieben denkt er über eine Namensänderung nach. Und einen Geschlechtswechsel”. Jetzt wissen wir es und können darauf reagieren und beispielsweise unserem Nachwuchs dieses Buch entziehen, damit er es nicht nachahmen kann.

Was “CB” ist, habe ich dagegen immer noch nicht verstanden. Aber vielleicht habe ich zu schnell gelesen.

Über “Schriftsteller im Streik” geht es natürlich auch und da habe ich vergessen, daß das Autorenkind seinen Lehrern sagt, “dass es keine Hausaufgaben machen konnte, weil es eine Schreibblockade hatte.”

Jetzt ruft ein Autor einen anderen Autor an und unterhält sich mit ihm darüber, daßzu er nicht schreiben kann und dazu gibts dann ein paar Varianten. Also “Lieber keine Nachrichten”, auch wenn sie ” wichtig, informativ oder unterhaltsam” sein können, schließt Fran Lebowitz diesen Leseteil.

Dann gehts zu Teil zwei, den “Sozialstudien”,wo im Kapiel “Leute” Ratschläge gegeben werden, wie sich reiche Leute einen armen Partner oder umgekehrt fischen können und Fran Lebowitz in ihrem frechen Ton die verschiedensten Milieustudien gibt oder diese umdeutet.

Dann wird ein neuer Papst besucht, er heißt Ron und hat Frau und Kind, man sieht wieder Fran Lebowitz ist sehr originell und so gehts gleich mit Portraits von zeitgenössischen Heiligen weiter.

Weiter gehts mit dem Dienstbotenproblem, da sucht Fran Lebowitz eine Putzfrau, bestellt sich ein paar Kanditaten, der erste ist ein Mann der gleich ihr Schlafzimmer besichtigt, dann kommen ein paar Frauen, die aber nicht in der Nacht putzen wollen und die will ihr Haus nicht verlassen, so daß der Versuch schließlich scheitert.

Dann werden noch die Kapitel “Dinge”, “Orte” und “Ideen” von Fran Lebowitz erforscht und bei den Dingen gibts gleich “Hinweise für Haustiere”, beziehungsweise gibt die bekennende Nichttierliebhaberin Ratschläge für die solchen wie “Wenn du ein Hund bist und dein Besitzer findet, dass du ein Mäntelchen tragen sollst… schlage ihm vor, dass er sich einen Schwanz anschafft” oder “Kein Tier sollte je auf ein Esszimmermöbel springen, sofern es nicht absolut sicher ist, dass es sich beim Tischgespräch behaupten kann”, was wieder ein Beispiel für den Lebowitschen Humor ist..

Dann gehts zur “Frances-Ann-Lebowitz-Sammlung”, da werden alte Herdplatten oder Toaster angepriesen und bei den “Orten” wird Los Angeles beschrieben. Ein “Tagebuch einer New Yorker Wohnungssuchenden” gibt es auch.

“Ideen” hat Fran Lebowitz auch sehr viele. Sie beginnt wieder mit Listen, erklärt den Unterschied von Einfällen und Ideen und empfiehlt uns eine Wunderdiät. Du kannst essen soviel dein Magen erlaubt, wenn du nachher nur genügend Streß hast und dich über deinen Anwalt oder Agenten ärgerst, geht alles wieder weg.

Ähnlich ist es mit der Steuererklärung. Da sieht man den Unterschied zwischen den Armen und den Reichen, denn die ersten müssen, weil kein Geld, keine Steuern zahlen und fühlen sich dadurch ungerecht behandelt und keine Frage, daß Fran Lebowitz dagegen Abhilfe weiß.

Ein interessantes Buch mit dessen Humor ich manchmal meine Schwierigkeiten hatte oder ihn schlicht und einfach nicht verstanden habe, während sich die Lobsagungen am Buchrücken überhäufen.

“Der Goldstandard für Intelligenz und Humor. Jetzt und immerdar”, schreibt beispielsweise David Sedaris. Aber mit den habe ich ja auch meine Schwierigkeiten.

Ein Buch aus der Zukunft

Hurrah, hurrah, das dritte Buch in diesem Jahr, drei sind schon geschrieben oder am Fertigwerden und alles dreht sich wiederum um Corona.

Diesmal sind wir schon im Jahr 2053 und die Drehbuchautorin Joana Bernard fliegt von New York nach Wien um ein Drehbuch über die Pandemie von 2021 zu schreiben.

Es ist mein kürzestes Buch bis jetzt, glaube ich und ich habe es von November und Dezember 2021 geschrieben und danach korrigiert.

Jetzt zu den Fragen aus der Vorschau:

  1. Das Foto befindet sich auf den “Wiener Verhältnis”, denn da fliegt Hanna Richter von Wien nach New York um über Jakob Mandelbaum zu forschen, der 1938 von dort nach New York emigrierte. Sie verliebt sich in dessen Enkel Henry und schreibt ein Buch darüber. Mein erstes Digibuch, das inzwischen leider vergriffen ist.

2.Jakob Mandelbaum wie schon beschrieben und es ist, glaube ich, der Ururgroßvater

3.Sachertorte und Walzer im Stadtpark, damits ganz schön Wienerisch wird.

Leider hat die Fragen bisher niemand aufgelöst. Es gibt aber hier wieder die Möglichkeit einer Leserunde. Also wer das Buch lesen und hier darüber diskutieren will, bitte melden

und die drei Bücher die noch fertigwerden müßen sind:

“Frauenleben-Frauenleiden”

“Die Uhren haben ihre Zeit verloren oder Fritzi Jelinek schreibt einen Roman – ein Verschwörungsroman in vierzehn Episoden” und

“Die gestohlenen Jahren”, das wäre dann der neunte erzählenden Covid Text. Das “Corona-Texte-Buch” gibt es auch noch und hier noch einen Quiz. Wen den vielleicht jemand auflösen möchte.

Engel des Todes

Wieder ein Krimi und wieder ins Jahr 2020, denn dar hat Thomas Ziebula eine ganze Reihe von Romanen geschrieben, was da in Leipzig passierte, als der traumatisierte Paul Stainer vom Krieg zurückkam, seine Frau, die aber schon mit einem anderen zusammen war verlor, trank, eine Katze rettete und zum Kriminalkommissar wurde. Vom Februar bis März spielen die Bände, den “Roten Judas” und “Abels Auferstehung” habe ich schon gelesen.

Jetzt sind wir im März und da fand ja in Berlin und auch in Leipzig ein großer Putsch statt, die Spartakisten und die Weißen Garden stießen da zusammen und in Leipzig rannte bei Thomas Zibula ein wieder traumatisierter Exflieger herum, wird von einem Engel verfolgt, der ihn, wie er glaubt, den Auftrag gibt, die Welt vom Bösen zu erlösen, um seine Schuld zu sühnen.

Verfolgungswahn oder Schizophrenie nannte sich das damals wahrscheinlich, wie auch heute und Adam von Gehrwald, der Sohn von einem Oberstleuntnant, der sich gnädiger Herr nennen ließ und seinen Sohn oder Stiefsohn gehörig mißbrauchte, schickte ihn auch zu einem Psychoanalytiker.

So beginnen die verschiedenen Teile mit Therapiesitzungen und Adam, ein Musiker der mit einer Gitarre herumläuft und im Krieg vier oder dreiunddreißig Flieger abschoß, irrt jetzt durch die Stadt, um allen Schuldigen die Köpfe und die Zunge abzuschneiden, wohl damit sie sein Geheimnis nicht verraten können.

Das habe ich, glaube ich, schon bei Henning Mankell gelesen, daß die grausamsten Mörder einen Schuldkomplex hatten und ihre Schuld mit noch größerer Gewalt tilgen wollen und so geht die Gewalt dann munter weiter.

Es gibt aber auch eine Tänzerin, Valerie Schwarz, die nackt im Staatstheater auftritt und von der Sittenpolizei verfolgt wird, aber während des Putsches wird auch die Sittenpolizei eingesetzt und einer der eigentlich schon verhaftet war, löst die größten Greueltaten aus und läßt harmolse Passanten niederschießen und hier irrt nun Paul Stainer herum, der inzwischen in der Straßenbahnfahrerin Fine eine neue Liebe gefunden hat.

Rosa Schilling tritt auch wieder auf und verliebt sich in Valerie Schwarz aber die ist mit dem Offizier August von Herzberg verlobt, der die Aufstände kontrollieren und die Stadt wieder in Ruhe versetzen soll. Der ist natürlich auch kriegstraumatisiert und will aussteigen, schreibt Gedichte und kommt weil er seine Verlobte, die auch auf der Abschußliste des Verrückte steht, retten will, ums Leben.

Grausig, grausig war es damals in Leipzig könnte man sagen oder wurde von Thomas Ziebula noch thrillermäßig verstärkt, der auch die ganzen modernen Traumen oder Moden der Neunzehnhundertzwanziger einbezieht und so gefällt mir der dritte Band, glaube ich, besser, als der zweite, mit dem war ich, wenn ich mich richtig erinnere, nicht so ganz zufrieden und Leipzig kenne ich durch die Messen und die Hundertmarks ja auch ein bißchen. So war ich schon im Gohliser Schlößchen wo auch von Herzberg seine Villa hat und Großzschocher und andere Örtlichkeiten, wie das neue Rathaus, das inzwischen wahrscheinlich zu einem alten montiert ist, kommen auch darin vor.

Oberösterreichisches im Literaturhaus

Im Literaturhaus haben sie mir gestern ja als Erstes gesagt, daß man jetzt wieder maskenlos und ohne Anmeldung zu den Veranstaltungen kommen kann. Da bin ich mir ja schon fast ein wenig zwanghaft vorgekommen, daß ich soviel nachgefragt habe. Dann stand aber am Eingang ein Tisch mit einem sehr freundlichen jungen Mann fast so, wie bei den Slams, der mich und den Alfred irgendwie abzählte und uns dann einen schönen Abend wünschte. Die Sessel weit auseinander, diesmal haben die Leute die schon dort waren zumeist Masken getragen, die sich dann später lichteten. Ich habe niemanden außer Barbra Zwiefelhofer gekannt, die sich in ihrer Einleitung freute, daß man jetzt wieder ohne Maske kommen kann, aber selbst immer wieder eine aufsetzte und auch desinfizierte und dann die zwei Autoren und den Moderator vorstellte. Alles Oberösterreicher Christian Schacherreiter, Wilfried Steiner und Sebastian Fasthuber, der moderierte und die Themen der vorgestellten Romane waren auch sehr interessant und was mich ja freut sehr realisitsch.

Vor allem der 1954 in Linz geborene Christian Schacherreiter, der Lehrer und Schuldirektor war, hat mich angesprochen, sind es ja meine Themen, dieses links und rechts, da der sozialistische Politiker, der zum Landesparteiobmann der SPÖ aufsteigen will, dort der Burschenschaftler aus der Nazifamilie, der noch dazu schwul ist und der Sozialist wird verdächtig vor zwanzig Jahren eine Frau vergewaltigt zu haben. Es gibt dann eine Diskussion über Gewalt an Frauen, wo der tatsächliche oder abgelehnte Verteidtiger des Sozialisten diskutiert, der auch ein Burschenschaftler ist.

Interessant, interessant und den den1960 ebenfalls in Linz geborenen Wilfried Steiner, habe ich, glaube ich schon lesen gehört und ein Buch von ihm einmal gefunden. Sein neuer Roman “Schöne Ungeheuer” ist eine Mischung zwischen einem Krimi und einem Physiklehrbuch, denn es handelt von einem Wissenschaftsjournalisten, der einen Mord an einen Physiker aufklären soll, der ihn nach Genf und nach CERN führt und dort hat ja auch Mary Shelley ihren “Frankenstein” geschrieben, ist sicher auch sehr interessant und Sebastian Fasthuber befragte Wilfried Steiner auch nach seiner Lieber zur Astronomie und seinen Forschungen, die er bezüglich des Romans betrieben hat.

Nachher konnte man sich, aber bitte mit Maske, die Bücher signieren lassen und Wein hat es trotz der wieder fast normalen Normalität nicht gegeben. Aber vielleicht kommt das auch noch und im Bücherschrankc habe ich dann “Die Elenden von Lodz” von Steve Sem-Sandberg gefunden und darüber habe ich ja schon ein anderes Buch gelesen, beziehungsweise es mir einmal zum Geburtstag schenken lassen.

Maskenlos schreiben lehren

Seit Karsamstag gibts ja die zweite Lockerungswelle dieses Jahres, nachdem der Freedomday am fünften März bald wieder zu einer Maskenpflicht im Inneren führte und jetzt wieder nur noch Maske im Supermarkt und in der Apotheke bzw. in den Öffis. Allerdings muß man sie auch im Einkaufszentrum aufsetzen und darf sie wenn man in den Baumarkt will, wieder abnehmen und wieder auf, wenn man in den Supermarkt geht.

Ganz schön verrückt und wie ist das jetzt beim Friseur und in der “Alten Schmiede”?, habe ich mich gefragt, denn nach mehr als zwei Jahren Vermeidungsverhalten Normalität gewöhnen, habe ich gemerkt und bin am Samstag dann einmal zum Frieur gegangen.

Der Alfred owollte unbedingt zur “Literatur und Wein”, die dieses Wochenende stattfindet und schimpfte da am Freitag, weil 3G noch angeschrieben war. Das wurde dann geändert und heute hieß es Maskenpflicht ist nur Empfehlung und ich habe bei der “Alten Schmiede” angefragt, mich aber schon darauf vorbereitet mit dem Alfred hinzugehen, da die Karten für “Literatur und Wein” schon bestellt und die bereits eingeteilten Stunden verschoben.

Die Antwort war sehr freundlich aber “Maskenpflicht bis auf Weiteres”. Nun ja, Stream ist auch ganz schon, bin ich schon gewöhntund muß dann auch nicht aus dem Haus. Dann habe ich beim Literaturhaus angefragt, weil da das Mittwochprogramm in Frage kommt, die schrieben mir dann auch von Empfehlung und das fand ich dann auch auf der “Schmiede-Seite”.

Also den Alfred angerufen, aber der hatte schon etwas ausgemacht, also allein hinmarschiert. Ein bißchen verunsichert nach zwei Jahren, aber dann kam mir gleich ein maskenloser Walter Famler entgegen. Der August hatte eine Maske auf, zuerst viel unmaskierte Zuhörer. Dann würde ich sagen, es war halb zu halb und das Thema sehr interessant, denn die “Schule für Dichtung” wird jetzt dreißig Jahre und da kann ich mich noch an eine GAV- GV erinern, wo der Christian Ide Hintze von seiner “Schule für Dichtung”, die er gründen wollte, erzählte und mich dann anrief, um sich über den “Arbeitskreis schreibender Frauen” zu erkundigen. Später habe ich dann die “Schule für Dichtung-Aufführungen” bei “Rund um die Burg” gehört, wo vieles nach Allen Ginsberg orientiert war.

2012 ist Ide Hintze gestorben. Fritz Ostermayer hat übernommen, da war ich einmal bei einem Fest im Rabenhof rund auf der Mariahilferstraße bei einem Gerstl to go und Einladungen zu den verschiedenen Klassen bekomme ich auch und dann gibt es ja noch das Institut oder den Hochschullehrgang für Sprachkunst 2009 von Robert Schindel, Sabine Scholl und wie ich glaubte auch Gustav Ernst gegründet.

“Zwei Schreiblehrgänge gibt es in Österreich!”, sagte Johannes Tröndle in seiner Einleitung und am Podium saßen Orhan Kipcan, den ich, glaube ich, von diesem “Symposium für Sprachkunst” vor wahrscheinlich auch schon zehn Jahren kenne, Bodo Hell, Ferdinand Schmatz, beide Lehrende der Sprachkunst der ersten Stunde und Teresa Präauer, die erst später dazustieß.

Fritz Ostermayer hätte eigentlich moderieren sollen, ist aber erkrankt, hat aber Orhan Kipcak, der das übernahm, einen Leitfaden geschickt. Also wurden zuerst Anekdoten zur SfD erzählt. Bodo Hell hatte da eine Almklasse, wo er mit seinen Schüler auf seine Alm gegangen ist und dort eine Leiche entdeckte oder darüber schreiben ließ und in das naturhistorische Museum, um den Hanf zu erforschen, ist er, glaube ich, auch gegangen.

Interessant, könnte da der naive Zuhörer fragen “Was hat denn das mit dem Schreiben zu tun?”

So naiv bin ich nach fast vierzehn Jahren Bloggen und fast fünfzig Jahren schreiben natürlich nicht und Ferdinand Schmatz, der bis 2020 nach Robert Schindel der Leiter der “Sprachkunst” war, erzählte dann von seinen Erfahrungen und auch, was mich ja immer interessiert, daß da jährlich fünfzehn Kanditaten aus dreihundert Bewerbern ausgesucht werden.

Ich denke da ja immer an die 285 übergebliebenen und frage mich, wo bleiben die? Aber Ferdinand Schmatz sagte, daß man schreiben natürlich nicht lernen kann, sondern die fünfzehn Ausgewählten haben schon das Talent.

Natürlich ja, aber da die “Sprachkunst” oder Ferdinand Schmatz ein bißchen experimentell sind, werden wahrscheinlich ebenso Schreibende ausgwählt und bei Johannes Tröndls Einleitung von den zwei Schreibschulen Österreichs habe ich natürlich an das “Writers Studio” gedacht, das sich ja auch sehr an das amerikanischen Vorbild orientiert und wo ich jahrelang bei den Probeworkshops war. Dann gibts ja noch den Lehrgang der “Wiener Schreibpädagogik” den die Petra Ganglbauer, glaube ich, mitbegründet oder lang geleitet hat und für Deutschland und über Online kurse gibts ja die Annika Bühnemann, die Jurenka Jurk mit ihrer “Romanschule” und die Julia K. Stein, aber die haben einen anderen Ansatz, lehren das Schreiben von spannenden Romanen und haben da, glaube ich, auch ihre interessenten.

Das Schreiben ist also sehr vielfältig und ich interessiere mich gerade dafür. Aber die “Schule für Dichtung” hat sich auch weiterentwickelt.

So hat Teresa Präauer eine Klasse “Schreiben und Comic” geleitet und die Diskussion über das Schreiben war sehr interessant. Ein Gedicht von H. C Artmann wurde auch im Duett verleseen und Orhan Kipcak fragte öfters, ob das Gespräch vielleicht schon zu lang ist und am Schluß ging es dann, glaube ich, noch auf ein Bier ins “Salzamt”, aber da bin ich schon nach Hause gegangen.

Für diesen Sommer

Jetzt kommt eigentlich kein Sommerbuch, obwohl es in einem spielt, sondern ein Familienroman, wo es um das Altern geht und die 1964 geborene Gisa Klönne, die schon verschiedene Romane und Krimis geschrieben hat, springt hier munter hin und her, wechselt wild die Zeiten und packt in diese Familiengeschichte auch sehr viel hinein und einiges störten mich auch dabei, obwohl es eigentlich ein Roman mit meinen Themen ist, denn über das Alter, Krankheiten und das Sterben habe ich ja auch schon viel geschrieben.

Da gibt es den vierunachtzigjährigen Heinrich, er ist seit einigen Jahren Witwer und wird in den Augen seiner Töchter oder eigentlich in denen seiner Tochter Monika, die ihm betreut immer sonderbarer. Er kann sich nicht mehr gut bewegen, zeichnet Ameisenbären und so will sie ihn auf Kur schicken und währed dieser Zeit sein Haus umbauen, so daß er im Erdgeschoß wohnen kann, was für ihn und seine beginnende Polyneuropathie bequemer ist.

Das Problem ist nur, er will nicht und sagt die Kur ab, darauf explodiert die bisher immer gut funktionierende, erfolgreiche Monika, bekommt ein Burnout, muß in eine Klinik und da muß die anderen Schwester her und in dieser Zeit den Vater betreuen.

Das ist die Ausgangslage und das Verhältnis zwischen Franziska und dem Vater ist sehr schlecht. Da gibt es viele Schuldgefühle, denn der pflichtbewußte und etwas spissige Vater hatte mit der unsteten Franziska seit seines Lebens Schwierigkeiten, denn die ging schon im Gymnasium statt mit dem Vater laufen, in eine Friedensarbeitsgruppe, engagierte dann für Umweltschutz, ging auf Demos und kommt jetzt von einen Ashram zurück.

Der Vater hat dann einen Sturz, muß ins Krankenhaus und Franziska kann nun das machen, was die anderen Schwester wollte, aber zu der ist kein Kontakt zu bekommen, wird sie doch in der Klinik abgeschirmt.

Franziska findet während es Umbaus Briefe, die die dominante Schwester ihr unterschlagen hat und kommt auch darauf, es gab zwischen ihr und Monika einen Bruder, der als Baby gestorben ist, die Eltern haben das den Töchter verschwiegen und das Testament, das der Vater ändern wollte, sowie in seinem Safe verschlossen hat gibt es auch.

Da kommen wir nun zu den Stellen, die mir nicht gefielen, daß die Tochter gegen den Willen des Vaters das Haus umbaut und, daß sie auch den Safe knackt.

Vater und Tochter versöhnen sich dann und die Tochter beginnt eine neue Beziehung, zieht zum Vater und baut im Nebenhaus ein Yogastudio auf. Sie versöhnt sich auch mit ihrer Schwester und Rückblenden, wo der Vater sein ganzes Leben, das mit dem Krieg beginnt, durchlebt gibt es auch.

Ein ganzes Nachkriegsleben, eine ganze Familiengeschichte, wie es die Neunzehnsechzigerjahren geborgenen, wohl oft erlebt haben.

So steht auch im am Buchrücken “Kunstvoll verwebt Gisa Klönne Zeit- und Familiengeschichte zu einem Portrait zweier Generationen. Mit großer Wärme erzählt sie von Hoffnung und Scheitern, verpassten Chancen und dem schweirgen Weg zu Versöhnung”

Mir war das, wie schon beschrieben zu viel und vor allen die vielen Rückblenden, die meiner Meinung nach auch zu ungeordnet waren, haben mich gestört.

In der Danksagen beschriebt Gisa Könne dann, was mir wieder gefallen hat, was in diesem Roman von ihr erfunden wurde und was sie selbst erlebte und, wie sich beides in jeden Roman immer wieder vermengt.