Bruder aller Bilder

Daß der 1953 in Augsburg geborene Georg Klein ein schwieriger Autor ist, habe ich, glaube ich schon seit seinem “Bachmann-Preisgewinn” gewußt. Ich habe ihn für experimentell gehalten, “Barbar “Rosa” und “Sünde Güte Blitz”, gelesen und ihn, als ich das letzte Mal in Leipzig war, gesehen, während ich beim”Rowohlt-Stand”auf Herrn Grimm wartete. 2010 hat er auch den”Preis der Leipziger-Buchmesse” bekommen und jetzt wird er vielleicht demnächst mi tseinem neuen Buch auf der neuen deutschen Buchpreisliste stehen? Ich würde es ihm wünschen und schreibe es gleich. Experimentell ist er nicht. Das trifft wohl eher auf Michael Lenz, ebenfalls “Bachmnn-Preisgewinner” zu, aber leicht zu lesen auch nicht.

“Es gibt nur wenige Schriftsteller, die mit einer ähnichen Kunstfertigkeit Verweisnetzte zwischen dem realen und dem Imaginären aufpannen können, ohne dabei berechenbar zu werden. Auch halluzinogene Posa will gekonnt sein”, hat Philipp Theison am Klappenstext geschrieben und am Buchrücken steht noch “Buder aller Bilder führt uns dorthin, wo Vergangenheit und Zukunft, Diesseits und Jenseits sich verflechten: in das Zwischenreich von Medialität und belebter Natur.”, sowie “Georg Klein ist einer der wenigen grossen Sprachkünstler der deutschen Gegenwart”, das hat Thomas Steinveld von der “Süddeutschen Zeitung” geschrieben.

Am Klappentext vorne stehen Zitate statt einer Beschreibung und bei “Amazon” und hinten habe ich gefunden, daß Moni Gottlieb vom Sportreporter Addi Schmuck aller redaktionellen Pflichten freigestellt wird, ihr Smartphone zurücklassen muß und vonihm zu verborgenen Orte geführt wird,die von seinem Freund,dem”Auskenner” bevölkert wird.

Real geht es dann um, etwas anders, was man aber wahrscheinlich erst später rmerkt ,denn richtig, leicht zu lesen ist der Roman nicht und er folgt auch nicht den üblichen Spannungsschema und hat keine wirklich nachvollziehbare Handlung, aber die gibt es bei mir wahrscheinlich auch nicht und da sprechen ja auch Protagonisten mit ihren toten Frauen,die vom Himmel herabschauen und Ätztes geben.

Da ist also MoGo,die bei der “Allgemeinen” arbeitet,sie heißt Moni Gottlieb oder eigentlich Monique und soll dem Spportreporter folgen, aber eigentlich ist ihre Mutter gerade gestorben. Sie hat deren Wohnung ausgeräumt, ist dabei auf ihre alte Uhr gestoßen, die sie aufzuiehen will, aber weil sie ihr Smartphone verlegte und auch sonst keine Uhr in ihrer Wohnung hat, muß sie beim Nachbarn klingeln, einem Doktor Feinmiller, den sie für einen Metreologen oder Physiotherapeuten hält und betrinkt sich mit ihm.

Der Addi Schmuck führt sie dann in ein altes Stadion, wo sein schon erwähnterFreund der”Auskenner”lebt und die Katze, der Mutter, die sie Monique nennen, müßen sie auch versorgen oder bei ihm unterbringen.

Die Kapitel tragen alle Namen,wie “Ulme”,Zwetschge”, Birke”. Zuerst fragt man sich,was das soll? Später kommt man drauf, das Wort wird irgendwo im Text erwähnt. So gibt es beim “Auskenner” beispielsweise Zwetwchkenkuchen”und Monis Vater, bekommen wir heraus, war Bäcker. Der Sportreporter fährt zu einer Konditorei um nochmals Kuchen zu holen und kommt nicht mehr zurück und die tote Mutter beginnt dann sich aus oder vor dem Fernsher in das Geschehen einzumischen. Vorher hat auch schon etwas Surreales stattgefunden. So hat MoGo beispielsweise ihren Nachbarn durch die Wand duschen gesehen. Daß sie ihr Smartphone im Eiskasten findet ist vielleicht ein bißchen weniger surreal. Machen das ja manchmal die Dementen, wie ich schon bei Robert Menasse gelesen habe. Aber dann übernimmt die tote Mutter das Geschehen und schaltet sich vor oder aus dem Fernseher ein, was ein bißchen die Frage beantwortet, die ich mir bis fast zum Schluß stellte, wieso das Buch so heißt?

Wo ist der Bruder und wo die Bilder?, könnte man fragen. Gut, die Kapitelüberschriften lassen vielleicht darauf schließen. Aber der Bruder bleibt noch immer offen. Das habe ich wieder nicht verstanden, liebe Kritiker, das andere vielleicht schon. Den am Schluß heißt es ja:

“Wir beugen uns zusammen über den Fernsehapparat. Jetzt sehe ich, dahinter, in seinem bildröhrnwarmen Schatten, steht noch ein alter, in allen Abspielehren verstaubter Videorecorder. Klick, klick: tonschluss und aller Bilder Ende. Schon hat mein lieber Freund beide Geräte – für uns, für dich, für deine Mama und vorerst für immer – vom Strom genoommen.”

Da sind wir schon bei dem, was man bei Georg Klein besonders rühmen könnte. Seine Sprache, seine Wortschöpfungen, die ich mir immer wieder angestrichen habe, die, glaube ich, wirklich einzigartig ist. Neu wahrscheinlich nicht, wenn man die anderen Bücher gelesen hat. Für mich war es das, diese Vermischung von ganz banalen Sätzen zu immer wieder Neuschöpfungen,die aber eigentlich auch klarund einfach und nicht,wie oft bei anderen Büchern künstlich aufgezwirbelt klingen.

Wieder einmal Preisgeplauder

Was könnte man in Zeiten,wie diesen, mit den den 3G-Regeln und der geimpft-nicht geimpft Zweiklassengesellschaft über Literatur bloggen, wenn man mit dem Lesen nicht so schnell nach kommt und ja zu fast keinen Veranstaltungen gehen kann?

Richtig über das Preisgeschehen könnte ich schreiben, wer also heuer welchen Preisbekommt? Denn das interessiert mich ja sehr und früher wäre ich ja zu den Preisverleihungen gegangen und würde, auch wenn das meinen Freund Uli ärgert, auch gern einen oder mehrere von den Preisen bekommen.

So wie es aussieht,werdeichjahöchstwahrscheinlich zu keiner der Veranstaltungen gehen oder höchstens, wenn es das gibt, per Stream daran teilnehmen können. Habe aber die Nachricht,wer welchen Preis heuer bekommt, nach und nach aufgeschnappt.

Meistens war es die Hauptverbandsseite, die mir das mitteilte, also voila, ich teile gerne mit meinen Lesern und berichtige mich auch gleich, denn, daß der 1982 in Graz geborene Graz geborene Clemens J.Setz, den “Büchner-Preis”, den wichtigsten deutschen Literaturpreis bekommt, hat mir vor einiger Zeit Doris Kloimstein gemalt und das wär ewahrscheinlich auch die einzige Preisverleihung,wo ich auch in normalen Zeiten nicht hingekommen und nicht eingeladen wordenwäre.

Ich kenne denPreisträger schonlange,wahrscheinlich habe ich bei Ö1 von seinen “Söhne und Planeten” gehört. Das Buch dann auch gelesen und da kann ich mich erinnern, daß es nicht so simpel war, wie ich es mir erwartet habe. Denn Clemens J Setz ist ein sehr hintergründigerAutor. Mit seinem “Mahlstädter Kind- Erzählungen” hat er, glaube ich in Leipzig gewonnen und da dachten alle Arno Geiger würd ihn kriegen .Den”Bremer-Preis” hat er vor Friederike Mayröcker gewonnen, wow, das ist doch was für für einen so jungen Mann. Bei den O-Tönen habe ich ihn gehört, auf der Öst ister gestanden und jetzt diese Auszeichnung,wow ich gratuliere und gehe gleich zum “Wildgans Preis”über, zu den mich einmal Barbara Neuwirth einladen hat.Das waren immer sehr schöne Preisverleihungen mit einem sehr schönen Buffet und einer sehr netten Organistorin, diesmal wird ihn die 1975 in Bad Ischl geborene Andrea Grill bekommen, die ich, glaube ich, seit ihrer Lesung beim “Bachmann-Preis” kenne. Den “Stößl-Preis” hat sie auch bekommen und ich habe einige Bücher von ihr gelesen, darunter “Cherubino” mit dem sie auf der dBp- Longlist gestanden ist.

Den “Veza-Canetti-Preis” den Julia Danielcyck eingeführt hat,als sie das Literaturreferat derStadt Wien übernommen hat, bekommt heuer die sehrexperimentelle Autorin Brigitta Falkner, die ja auch schon auf der Öst gstanden ist. sie ist Gav-Mitglied und ich habe sie schon ein paarMal in der “Alten Schmiede” gehört.

Den “Priessnitz-Preis”,den ja Robert Schindel und Gustav Ernst im Gedenken an den 1984 verstorbenenen Dichter gegrümdet hat, jährlich jeweils eine jüngere Autorin oder Autor vergeben wird, heuer die 1985 geborene Simone Hirth vergeben, deren Bücher, weil sie bei “Kremayr & Scheriau” erscheinen, ich alle gelesen habe und den “Theodor-Kramer-Preis”, der ja von Konstantin Kaiser und der “Kramer- Gesellschaft” vergeben wird, den im Vorjahr Erich Hackl bekommen hat, der auch “Wildgans-Preisträger” ist und wird heuer an Richard Schubert und Eva Geber vergeben, da ja die Exilautoren für die er gedacht war, langsam ausgestorben sind. Von Richard Schubert, der auch am Volksstimmefest liest und der mich immer zu seinenVeranstaltungen einlädt, habe ich ein Buch gelesen. Bei der Feministin Eva Geber war ich bei einigen Lesungen. Sie hat, glaube ich, auch die “Laudatio” für Ruth Klüger gehalten, die den “Kramer-Preis” 2011 erhalten hat.

Dann fehlt noch der “Fried-Preis”, der ja von einem einzigen Juror immer jeweils im November bestimmt und vergeben wird. Diesmal hat sich Ingo Schulze für Frank Witzel entschieden,der 2015 den deutschen Buchpreis gewonnen hat und auch im Vorjahr aufder Longlist stand.

So das waren die mir zugänglichen Preise. Es gibt ja noch viel viel mehr. Bei der Leipziger Buchmesse hat immer ein Büchlein aufgelegen, wo man die Preise und Preisträger nachlesen konnte.

Wer den deutschen, den österreichischen und den Schweizer Buchpreis bekommt, wird sich in den nächsten Monaten entscheiden und dann gibt es natürlich noch den Nobelpreis, wo der oder die Nominierte im Oktober bekannt gegeben wird. Ein Autor oder Autorin, die ich höchstwahrscheinlich nicht kenne oder einer,wie Peter Handke, der dann sehr beschimpft werden wird.

Ich habe, wer es wissen möchte, auch schon ein paar Preise bekommen. Preiserl, wie es mein Studienkollege Gerhard K, der auch einer von den Zweien war, der sich damals über die “Einladung zum Tee” mokierte bekommen.

Mein größter Erfolg war die Geschichte “Güler will kein Kopftuch mehr” in dem frauenunspezifischen Kinderbuch “Mädchen dürfen weinen Buben dürfen püfeifen”, das dann auch den halben “Kinderbuchpreis derStadt Wien” bekommen hat. Ein paar Mal den “Luitopld Stern- Preis”, den die Gewerkschaft eigentlich für ihre Mitgliederausschrieb, einmal einen Hörspielpreis in der Buchhandlung “Thalia”, einmal einen in der Bücherei Pannaschgasse, was, glaube ich, 2005 war. Das war mein letzter Preis. Lang, lang ists her und sehr literarisch waren die meisten nicht. Ich habe mich aber sehr bemüht und in einigen Juries war ich auch. Zweimal in einer des Bundes, ein paarmal bei Poetry Slams und jetzt noch in der des “Ohrenschmauses” und der der “Deubutblogger-Preises.”

Mama

Jetzt kommt eine Neuerscheinung und ein Debut der 1988 in St. Pölten geborenenen Jessica Lind, also mal sehen auf welchen Preislisten sie stehen wird. Auf der Longlist des Bloggerdebuts steht sie schon und es ist oder soll sein eine “Parabel über die Urgewalt der Mutterschaft”. Das scheint jetzt modern zu sein, so habe ich vor kurzem “Muttermilch” von Melissa Broder gelesen, das mir sehr gut gefallen hat und die Doris hat mir als sie am Sonntag bei uns war, auch von einer Gedichtesammlung erzählt, bei der Sandra Gugic, Gertraud Klemm, etcetera über ihre “ungeheuren Muttererfahrungen” schreiben.

Eigentlich weiß ich gar nicht so genau was die “Urgewalt der Mutterschaft” ist, obwohl ich ja eine solche und auch schon Großmutter bin. Das Buch wird jedenfalls im beigelegten kleinen Katalog als “unheimlich” bezeichnet und das ist es auch. Eine Mischung zwischen Elfriede Kern und Elisiabeth Klar könnte man sagen. Später wird man dann auch an die “Wand” erinnert und Märchen spielen auch eine Rolle. Also etwas Geheimnisvolles, Mystischen. Die lebensnahe Psychologin könnte vielleicht auch eine postnatale Pyschose vermuten, aber sehr surreal erzählt.

Da ist also ein Paar. Josef und Amira und die fahren in eine Art Hexenhäuschen auf eine Lichtung. Josef hat dort seine Kindheit verbracht. Sein Vater ist dort auch verschwunden. Vorher hat er aber ein Märchenbuch für seinen Sohn geschrieben, das auch in dem Haus zu finden ist.

Das in vier Teilen gegliederte Buch, wo jeder Teil aus unterschiedlich langen Skizzenteilen besteht, beginnt schon sehr geheimnisvoll mit einem Reh das die Anfahrt behindert und Spannungen zwischen Josef und Amira scheint es auch zu geben. Sie will unbedingt ein Kind. Läßt sich daher ihren Eisprung von einer App berechnen. Das ist eigentlich das Moderne an dem Buch, das mit seinem eher märchenhaften Stil sonst dem neunzehnten Jahrhundert anzugehören scheint. Die Zeugung der kleinen Luise erfolgt dann auf der schon erwähnten Lichtung.

Amira hat merkwürdige Begegnungen und Träume, die miteinander in einer surreale Wirklchkeit zu verschwimmen scheinen. Da gibt es eine Hündin, die sehr bedrohlich scheint. Einen Mann, der sich später vielleicht als Josefs Vater entpuppt. Am Dachboden liegen nicht nur Märchenbücher, sondern auch Gewehre und im dritten Teil kehren die Beiden mit der kleinen Luise wieder in das Hexenhäuschen zurück, um dort den dritten Geburtstag des Kindes zu feiern. Die Spannungen zwischen dem Paar haben sich verstärkt. Josef beschuldigt Amira auf Luise nicht genug aufzupassen, geht dann mit ihr allein im Wald spazieren. Sie sammeln Pilze und Amira will unbedingt nach Wien, in die Stadt zurück. Josef verspricht ihr das erst am Morgen zu tun. Sie starten auch los. Er findet den Weg aber nicht, so sagt sie er soll ihn zuerst allein suchen. Sie und das Kind bleiben zurück. Er kommt nicht wieder uns sie findet dann, wie bei Marlen Haushofer nicht mehr aus dem Wald hinaus. Hat aber auch keine Nahrungsmittel, um sich und das Kind zu ernähren. Trotzdem leben sie noch eine Weile dahin, bis es am Schluß wieder Rehe gibt und “Amira gleich den Wald verlassen wird” und ich ich bin ein wenig ratlos zurückgeblieben, wohl weil ich den roten Faden nicht so recht fand.

Es gibt aber bei dem wieder graphisch sehr schön gestalteten “kremayr&scheriau-Buch” ein oranges Cover auf dem eine Art Baumwurzelmosaik zu sehen ist, das sich auch als eine Schlange entpuppen könnte.

“Eine neue, aufregende Stimme. Eindringlich schön,unheimlich und megaspannend”, hat Bernhard Aichner am Buchrücken noch geschrieben. Ich habe das nicht ganz so empfunden. Habe aber wahrscheinlich Schwierigkeiten mit den allzu geheimnivollen unheimlich surrealen Büchern und der Art, wie man sie vielleicht deuten könnte.

Konsumverzicht

Ich bin ja sozusagen ein Nachkriegskind, zumindestens mit Eltern und einer Schwester, die den Krieg erlebten und das hat meine Einstellung höchstwahrscheinlich geprägt. In den Siebzigerjahren wo ich ja zu studieren begonnen habe, war zwar alles in Aufbruchsstimmung und meine Eltern, die als Kinder den World War I erlebten und als junge Erwachsene den zweiten, haben in dieser Zeit zu konsumieren angefangen.

Ich aber habe irgendwann die Konsumverzichtsthese geprägt, das Notwendige und nicht das Überflüßige hat das gelautet und habe versucht so sparsam und nachhaltig wie möglich zu leben. Damals war das wahrscheinlich ein bißchen absurd und ich bin im Laufe meines Lebens auch immer wieder davon abgekommen, habe große Reisen gemacht, war in Amerika, Mexiko, Hongkong, Bali, Japan, in der Ukraine, den baltischen Staaten, etcetera. Aber seit 1998, glaube ich, wo wir zwei Wochen in New York waren, bin ich nicht mehr geflogen. Nine elefen hat das verhindert, will ich nicht durch einen Nacktscanner gehen und mein Gepäck durchwühlen lassen.

Trotzdem habe ich immer wieder ganz gut gelebt. Gut gekochgt, gut essen gegangen, zu vielen Literaturveranstaltungen und Empfängen etcetera, guten Wein getrunken, guten Schokolade, etcetera. Das Bücherkaufen, das ich mir als Studentin immer wieder abgewöhnen wollte und es nicht schaffte, brauche ich spätestens seit dem ich blogge und es die offenen Bücherschränke gibt, nicht mehr.

Dnn kam die Klimakrise, die Fridays for future-Bewegung, die ja etwas Ähnliches verlangen und ich war oder wäre wieder en vogue gewesen. Eigentlich war mir das egal. Das man sparsam sein soll, war mir ganz klar, seit ich aber eine Pension beziehe und trotzem meine Praxis mache, war das nicht mehr so notwenideg und da habe ich mir auch gedacht “Vielleicht solltest du dein Geld ausgeben, bevor es dir der Staat nimmt!”

Dann kam Corona, mit seinem Lockdown, den geschlossenenen Geschäften und Restaurants, wo man eigentlich gar nichts ausgeben konnte. Der Alfred, der vorigen Herbst in Pension gegangen ist, hat gut gekocht, Wild, Saltimbocca., Lungenbraten und vom Gregor und vom Fruth ode rdem französischen Spezialitätengeschäft Sachen eingkauft, um die Wirtschaft zu stützen und ich habe mir, glaube ich, im April 2020 gedacht, Corona wird mein Leben verändert, weil es mein aus vom Literaturbetrieb sein wird.

Das heißt nicht, daß ich aufgehört habe zu schreiben, im Gegenteilich plane schon den fünften Corona-Text und das “Corona-Literaturgeflüster-Texte-Buch” in das imme rmehr Texte hineinkommen, soll es auch bald geben. Meine Bücherberge wachsen ebenso und ich bereite mich jetzt schon sehr intensiv auf das drei-oder viermalige Buchpreislesen vor, das höchstwahrscheinlich meinen Herbst und Winter bestimmen wird.

Aber so wie es aussieht, weil ich ja beharrlich die 3Gs verweigere, werde ich wohl sobald nicht mehr in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus und in die “GesellschaftCorona-Dicht-Fest” kommen, den “Alpha” gibt es, wenn auch aus anderen Gründen, glaube ich, seit letzten Jahr nicht mehr und auch keine Einladungen mehr zu Preisverleihungen, weil mit Test, Impfung und Maske gehe ich nirgendwo hin. Das ist zwar etwas schade, aber nicht sehr, sehe ich halt ein, daß es bei mir mit dem Literaturbetrieb nicht klappt und weil so, wie es ausschaut, daß mit dem Gamechanger Impfung nicht stimmt und schon der nächste Lockdown für Geimpfte ausgerufen wird, der bei mir, da ich mit Maske nicht einkaufen und zu Veranstaltungen gehe, ohnehin schon vorhanden ist, wird mein Leben in den nächsten Jahren vermutlich weiter eingeschränkt sein. Konsumvericht pur könnte man so sagen, aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen.

Konsumverzicht pur könnte man so sagen. Aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen, dem Gläschen Wein oder Prosecco, lesen in der Badewanne, Radfahren am Wochenende in Harland.

Aber trotzdem eingeschränkt, denn kein Kino, kein Theater, kein Konzert. Höchstens Veranstaltungen im Freien und da ist es zugegeben ein bißchen komisch mit der Eistüte in der Hand neben den Geimpften im Eisschanigarten zu stehen, die sich ihr Eis servieren lassen können. Aber eigentlich egal, holt man sich halt sein Takeaway und setzt sich auf die Stufen zu einem Brunnen. Hat es nicht einmal gehießen, daß man im Freien nicht essen soll, weil das nicht zum guten Ton gehört.

“Herr Knigge und Herr Elmayer schauen Sie herunter oder hinuauf und schütteln Sie den Kopf!”

Und was die Klima-Krise betrifft, hört man ja auch, daß man sich einschränken soll. Also ist meine Konsumverzichttheorie über die man früher vielleicht den Kopf geschüttelt hätte, jetzt wieder modern. Kein Fleisch essen sondern vegan leben. Das geht nicht, weil der Alfred ein großer Fleischesser ist. Als die Anna klein war, war ich schon fast dabei mir höchstens mal ein bißchen Schniken in den Auflauf oder Omlette zu schneiden und als ich noch allein gekocht habe, habe ich geschaut, was ist da und habe dann Reis, Nudeln, Kartoffeln ausSchrank und Eiskasten herausgenommen.

Ein ziemlich eingeschränktes Leben also, daß ich mir vor zehn Jahren bestimmt nicht so vorgestellt habe. Aber eigentlich geht es mir ganz gut dabei und es kann vermutlich noch lange so weitergehen.

Wenn ich dann höre “Mit Verschwörungstheoretikern oder Nichtgeimpften rede und treffe ich michnicht!”, was im ersten Fall dem Alfred, beim zweiten Fall mir passierte, kann ich mich ärgern oder den Kopf schütteln. Aber richtig, mein Sozialkontakt hat sich, seit ich nicht mehr zuVeranstaltungen gehe, sehr reduziert. Derzeit treffe ich in Harland die Schwiegermutter mit ihrer jeweiligen Betreuerin, die Anna mit Kind und Freund, am Markt, die Doris Kloimstein und in Wien die Ruth Aspöck. Aber die Workshops im Musa sind flachgefallen. Zu den Klinik Forbildungen gehe ich auch nicht mehr. Aber das hat schon vor Corona aufgehört, daß da keine Einladungenmehr gekommen sind. Die Buch Wien wird ohne mich passieren. Also eigentlich mache ich nur meine Stunden, lese in der Badewanne, fahre in Harland Rad, gehe auf die Bank und schreibe, richtig wenn ich mit dem Korrigieren der “Hundert Seiten” fertig bin, das wird noch ein bißchen dauern, werde ich mich wieder auf Materialsuche machen und da vielleicht beim Standl vorm MQ oder Karlsplatz einen “Hugo”oder “Aperol Spritzer” trinken.

Not macht ja erfinderisch und statt zum McDonalds zum Würstlstand gehen und da hört man ja schon die Gerüchte vom nächsten Lockdown. Aber in Wien gehe ich außer Recherchieren ohnehin nicht so viel spazieren. Aus Deutschland,wo ja alles viel schärfer ist,hörte man vor ein paar Tagen, daß ab Oktober nurmehrmit3 G in den Supermarkt gehen darf und die Tests, die nur ein paar Stunden gelten, muß man sich selber zahlen. Das wäre, wenn das käme, denke ich gegen die Menschenrechte. Da könnte man wahrscheinlich Amnesty International anrufen. Aber ohne Maske darf man ja schon seit einem Jahr nicht hinein. Alles ganz schön verrückt, obwohl die Impfung ja nicht so wirkt, wie sie sollte und inIsrael in den Spitälern schon die schwer erkrankten Geimpften liegen, hört man hierimmernoch impfen impfen, impfen!

Dann kriegst du eine Bratwurst, darst dich vom Dr Pogo impfen lassen und bekommst dann auch ein bißchen Musik dazu. Sechzig Prozent wollen das weltweit machen, höre ich. Achtzig<prozent müßen es ssein und der nächste Virus steht auch schon vor der Tür.

Aso alles schön verrückt! Aber schön zu beobachten und Naterial zu sammeln für den sechsten, siebten, etcetera, dystopischen Roman und zu der Konsumverzichtsthese zurückkehren oder nicht wirklich. Denn wenn schon Menschin zweiter Klasse, dann gut leben und die Wirtschaft stützen. Wir haben im Wohnzimmer eine neue Bettbank, damit die Hundertmarks vielleicht mal kommen können. Dazu habe ich Polster bei der grünen Erde gekauft und einen Tisch bestellt und der Alfred hat ein neues Auto und einen neuen Campinganhänger. Damit will er demnächst mit dem Karli nach Albanien fahren. Mt dem Auto. Mit dem Campihnganhänger waren wir an zwei Wochenende in der Kittnerstifung in der Steiermark, haben uns da unser Essen aus einem Gasthaus geholt und ich habe in Radkersburg den Bücherschrank gestürmt. Also ein durch die Politik und Corona verändertes Leben, was möglich macht, was früher unmöglich war. Wie wird es weitergehen?Ich bin gespannt, kenne aber viele, denen es nicht so gut damit geht, sondern depressiv geworden sind.

Reduzierter Sommer

Langsam wrd der Sommer zu Ende gehen, zwei bis dreiWochenenden werden noch übrig sein oder eigentlich nur noch zwei, weil derAlfred ja am Dreiundzwanzigsten wahrscheinlich mit dem Karli nach Albanien fahren wird und dann werde ich in Wien bleiben und es war,wenn man so sagen kann, ein schöner Sommer mit nur etwas Corona bedingter Reduktion,was vor allem die Sommerreihen in Wien betrifift. Die O-Töne waren ja möglich, Ungeimpft und ungetstet, wenn man sich einfach hinter das Gitter und neben die Security stellt und denen beim Schäkern zuschaut. Ein wenig verrückt, aber so geht es ja schon seit sechzehn Monaten. In Niederösterreich, wo man ja maskenlos in den Nonfeedhandel darf, ist die Reduktion weniger spürbahr. Also habe ich da eingekauft, was ich zu brauchen glubte. Eigentlich erstaunlich wenig, in Bad Radkersburg bei unseren steirischen Wochenenden ein paar Kleidungsstücke und dann ein bißchen was für den Bürobedarf in der Praxis.

Vor zwei Wochen war ich mit derAnna und der Lia in der Stadt un am Freitag zum ersten Mal wieder in Wilhelmsburg im Eikaufszentrum. Bisher habe ich da eher den Rastplatz bevorzugt und da meine Notizen gemacht. Aber der “Alte Frauen-Text” ist ja geschrieben und muß nur noch korrigiert werden und das geht mehr oder weniger lustvoll dahin. Beim “Hager” habe ich mir sogar einen Cappucchino von meinem Gutschein eingelöst und den dann maskenlos auf einer Bank statt im Gastgarten getrunken und beim “Pipa” zwei Cremduschbäder eingekauft, die sogar im Sonderangeobt waren.

Am Montag wollte ich eigentlich ins Traisencenter, wo ich schon ein Jahr nicht war. Aber dann wollte der Alfred, daß ich mit ihm ins Fahrradgeschäft beim Bahnhof fahre, um dort einen Fahrradkorb zu kaufen, weil die Fahrradtaschen aus Worpswede, die er von seiner Deutschlandreise im vorigen Herbst mitgebracht hat, schon ein bißchen ramponiert war, weil sie in die Speichen gekommen ist. Da es es in der Früh eher kühl war, hatte ich mir Jeans und das blauweißgestreifte Leiberl aus Radkersburg angezogen und damit zu Mittag sehr geschwitzt. Da wir aber am Nachmittag nach Wien fuhren, wollte ich mich nicht uextra umziehen und bin so vom Balkon, weil der Computer in der Hitze auch nicht so gut gegangen ist, mit einem Häferl, Buch und Glas ins Haus gegangen. Glas und Häferl auf derHeizug abgestellt, derComputer ist mir dabei aus der Hand gerutscht und der ohnehin schon ramponierte Rahmen war dann komplett kapuutt.

Uuje, uje, einen Tag von der Arbeit unterbrochen und damit sehr irritiert, wollte ich ja mein Manuskirpt weiter korrigeren. Das habe ich dann mit der Hand getan und sogar Gefallen daran gefunden. Den Uli wird das zwar nicht rühren und die anderen auch nicht darauf reagieren, passt aber trotzdem vielleicht und am Dienstagabend hatte ich dann meinen Computer wieder zurück. Ich habe zwar inzwischen schon einen Neuen, auf den ich Corona bedingt auch etliche Monate gewartet habe, denn mein Alter ist schon seit einem Jahr mehr oder weniger kaputt und zwickt und zwackt an den verschiedensten Stellen. Aber da kenne ich mich noch nicht so aus. Der Alfred muß auch noch was hochladen. Also warten bis er vom Urlaub zurück ist und ich hatte inzwischen auch so einiges zu tun. Einige Bücher gelesen, einige Bogartikel geschrieben. Denn es kommen jetzt schon die Herbstneuerscheinungen und wenn dann am vierundzwanzigsten September, die neue deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird ist es besonders interessant.

Da habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben, daß ich ebenfalls Corona bedingt gar nicht so genau weiß, was da draufstehen wird? Inzwischen denke ich, daß es eine Hand voll Bücher sein könnten, die ich schon gelesen oder noch auf meinen Regalen liegen habe. Den Benedikt Wells vielleicht, dann den Muschg, den Woelk, den Sven Regner muß ich noch lesen, den Georg Klein habe ich gerade angefangen. Ein Buch von der Natascha Wodin ist auch zu mir gekommen und wenn ich dann noch die Eva Menasse, den Norbert Gstrein und den Michael Köhlmeier hinzurechne bzw ein oder das andere spannende Debut, hätte ich schon ein paar Tips. Mal sehen, ich bin gespannt.

Aso noch dieses und das nächste Wochenende in Harlandverbringen. Diesen Montag ins Traisencenter fahren und da schauen, ob ich was einkaufen kann oder überhaupt wieder das Schoppen lernen. Hört man ja schon Gerüchte, weil die zahlen inzwischen wieder über tausend sind, daß die Maskenpflicht, die es ja in Wien ohnehin gibt, wieder kommen soll und vom Lockdown für Ungeimpfte hört man auch sehr stark. Denn da soll der impfdruck ja erhöht werden. Jeder soll sich impfen lassen. Im Bad, in der Krche, vom Gesundheitsminister, von Dr. Pogo von der Bierpartei. Ganz egal, vor oder nach der Disikothek, weil wir ja achtzig Prozent brauchen, um dem Delta Virus zu entgehen. Obwohl man auch schon hört, daß in Israel die Spitäler voll von den schon Geimpften sind und ich denke, man sollte es, wie der Bundeskanzler angekündigt hat, machen. Jeden eine Impfung zur Verfügung stellen, den Leuten sagen “Passt auf!” und dann alle Maßnahmen fallen lassen, wie es ja England oder Dänemark schon tut.

Bei uns scheint das abernicht zu gehen, also wird gedroht und gedrängt und ich werde noch zwei Wochenende in St. Pölten haben, wo ja alles ein bißchen lockerer ist und die Zahlen trodzdem besser. Aber auf diese Zahlen sollte man vielleicht auch nicht so schauen, wenn man nicht krank wird, ist das ja egal und die Geimpften werden das angeblich ja nicht sehr stark. Die Kinder und die Jugendlichen, die noch nicht so geimpft sind, auch nicht. Auf der Rudolfhöhe ist der Urlaub zu Ende gegangen. Das Hauerfest in Wagram wird es wahrscheinlich nicht geben. Also noch zweimal Mark und dort nur einmal die Doris treffen, weil die auch auf Urlaub fährt. Die Ruth fährt jetzt nach Salzburg, nachher, wenn ich Strohwitw bin, will sie mich wieder einladen und das Volksstimmefest, wo ich noch immer nicht weiß, ob ich da lesen werde, kommt dann auch Ende August, Anfang september. Das kühle Zieglergasseferst scheint es am elften September wieder zu geben. Also ist doch etwas los und der Sommer doch nicht so reduziert, wie es scheinen könnte. Aber Sommerfrische in Harland war schon vor Corona etwas eintönig.

Wie es dann im Herbst mit den Zahlen und den Lockdowns weitergeht, weiß ich nicht. Vielleicht gibts wieder Demos oder Livestreams für den Literaturgeschmack, ansonsten werde ich mit dem Lesen ziemlich beschäftigt sein und mit dem Korrigieren, damit ich im Herbst vor oder pünktlich zum Nanowrimo was Neues anfangen kann.

Premieren O-Töne

So wurden die dieswöchentlichen O-Töne bei denen wir wieder waren, vorgestellt. Die letzten Woche war ja mit sehr viel Pechgezeichnet, denn den ganzen Tag bis cirka halb sechs Uhr Regen und dann zehn Minuten bevor wir nach Harland gefahren sind, hat es zu regnen aufgehört und die Veranstaltung mit Hanno Millesi und Anna Felnhofer hat im Freien stattgefunden. Kalt war es offenbar,so hat Gabriele Hegedüs, die diesmalige Veranstaltung eingeleitet und was die Premiere betrifft.

So ist Christina Walkers “Auto”, ein Debut und die 1971 in Bregenz geborene Christina Walker war mir bisher unbekannt. Ihr Buch ist im “Braumüller Verlag” erschienen und bei dem Titel handelt es sich, wie Sebastian Fasthuber, der Moderator in seiner Einleitung betonte, tatsächlich um ein solches und dahin ist der Protagonst, ein vormaliger Verlagsvetreter ausgestiegen.Das heißt, er lebt auch dort. Geht in die Wohnung und zu Frau und Sohn nur mehr duschen. Ddas heißt mit dem Sohn will er Fußballspielen, obwohl er ansonsten seine Bewegungen sehr eingeschränkt hat und dasklang sehr interessant.

Angela Lehner

Angela Lehner

Christina Walker

Christina Walker

Ein spannender O-Töne Abend also mit diesmal sehr guten Wetter. Margit Heumann ist auf mich zugekommen und das war fein, schreibe ich doch immer Covid und der Lockdown bzw.die 3Gs haben meine Sozialkontakte sehr eingeschränkt und wenn man bei den O-Tönen hinter dem Zaun steht, sieht man wenig und wieder ist mir aufgefallen, es war sehr leer. Der Security der neben mir stand, hat mit den jungen Frauen, die von ihm den Ausgangsstempel haben wollten, geschäkert und gescherzt und die zweite Lesende war 2019, glaube ich, als Debutantin bei den O- Tönen aufgetreten,was Sebastian Fasthuber anerkennend erwähnte und zwar handelt es sich dabei, um die 1987 in Klagenfurt geborenen Angela Lehner, die mit ihrem “Vater unser”gleich auf die Shortlist des dBps kam, in Rauris damit gewonnen hat,den FranzTumler preis, den “Alpha” und das östdDebut, beim Bloggerdebut stand sie, glaube ich, auch auf der Shortlist und jetzt hat sie wiedereinen Roman geschrieben,der “2001” heißt und der ist die Premiere, weil noch nicht wirklich erschienen. Kaufen konnte man ihn sich trotzdem am Büchertisch und Sebastian Fasthuber meinte etwas von eigenem Ton und trotzdem neues Thema und das stimmt, glaube ich, auch,das den AngelaLehner, die auch noch starken Dialekt hat tatsächlich hat. Die jetztige Heldin heißt julia Hofer ist, glaube ich fünfzehn und wohnt in einem Schiort namens Tal, wo die Touris herumschwirren Sie geht in die Hauptschule, die jetzt, glaube ich, neue Mittelschule heißt.

Aber das Buch spielt 20021, da ist die Julia wahrscheinlich so alt,wie ihre Autorin damals war und ist eine freche Göre, die sich selbst Restmüll nennt,weil sie nur in die Hauptschule geht. Es beginnt mit einer Geschichtsstunde. Der Lehrer wiill von ihr die Zahlen des ersten Weltkriegs wissen. Sie sagt 1786, denn sie ist bezüglich Zahlen ein bißchen behindert, wie der Mathe Lehrer sagte. Ansonsten interessiert sie sich für ihre Crew, das sind ihre Freunde und für Hip Hop. Labert also in fließenden Englisch und einen Bruder hat sie auch. Angela Lehner las zwei Szenen, die zweite handelte von Spaghettikochen und Angela Lehner rerzählte dazwischen ein bißchen was,wie sie zu ihrem Stoff gekommen sei, ob sie plottet und, daß sie auch ein Corona-Opfer sei, weil sie keine Förderung bekommen hat.

Das Buch ist wieder bei “Hanser” erschienen und hat ein entsetzlich kitschiges Cover. Ansonsten hat es mr und Angela Lehners Ton sehr gefallen und das kitschige Cover habe ich mir jetzt ergoolget und nicht erkauft und wieder zwei inteerssante Bücher kennengelernt, wo ich von beiden bisher keine Ahnung hatte, so daß ich wieder bezüglich der dBp und der Ost spekulieren kann und dann wäre das Lesen ja sehr interessant.

Der unsichtbare Mensch

Jetzt kommt ein Sachbuch von meiner Backlist, nämlich Ingrid Brodnig “Der unsichtbare Mensch – Wie die Anonymität im Internet unsere Gesellschaft verändert” aus dem Jahr 2013, also für ein Internetbuch schon lange her und ich habe die1984 geborene Medienjournalistin, die sich sehr gegen den Haß im Netz einsetzt, glaube ich, 2016 auf der “Buch-Wien” kennengelernt und sie auch angesprochen, da ich ja damals bezüglich meinem Kommentarwechseln mit meinen Freund Uli viele Fragen hatte. Ist das jetzt ein Troll oder nicht und wie geht man am besten damit um?

Inzwischen hat sich das Problem gelöst, denke ich und eine gegenseitige Haßliebe entwickelt und auch ein Thema in dem wir seltsamer Weise gleicher Ansicht sind und Ingrid Brodnig hat seither weitere Bücher geschrieben. In einem geht es, glaube ich, um Fake News und darüber, wie man mit Corona-Leugnern diskutiert. Da habe ich eine Diskussion von der Leipziger Online Messe gehört, wo es auch um die Frage geht, ob man schon ein solcher ist, wenn man sich nicht gleich impfen läßt und wie man Fake News erkennt? Zum Beispiel daran meint Ingrid Brodnig, daß die Leugner keine Wissenschaftler sind. Aber Prof Bhakdi ist das und auch noch einige andere. Aber egal, gehen wir sieben Jahre zurück und beschäftigen uns mit der Anonymität im Netzt und da war es für mich sehr interessant, daß es schon damals, um dieKlarnamen ging, die eingefordert wurden, aber glaube ich, noch immer nicht umgesetzt sind.

Das ist für mich kein Thema, denn ich war immer schon dafür im Netzt, das heißt im Literaturgeflüster” mit meinem Namen zu agieren und interessanterweise tut das mein Freund Uli auch und was ich unter der Forderung und ihren Sinn verstehe ist, daß damit verhindert soll, daß so viel geschimpft oder Haß verbreitet wird. Denn ich bin ja und das diskutiere ich mit dem Uli auch sehr oft, daß man im Netzt nicht schimpfen braucht und trotzdem seine Neinung klar äußern kann, wasich auch zu tun versuche. Habe eigentlich wenig Beschimpfungen, einige schon, die meinen, daß mein Blog unnötig und vertrottelt ist und da denke ich, daß das Aussagen sind, die unnötig sind, klagen würde ich aber deshalb nicht.

Das Buch das ein Vorwort von Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute hat, ist in fünf Kapitel gegliedert und einen schönen Cartoon gibt es am Anfang auch:

“Are you coming to bed!”, fragt da einer einen User. “i can´t this ist important”, sagte der. “What?” wird gefragt. “Someoneis wrong on the internet” und damit und mitvielen anderen setzt sich Ingrid Brodnig, die sympathische junge Frau aus Graz auch auseinander. Sie beginnt damit in dem sie erklärt, daß die Anonymität oder ihr Gegenteil erst zum Thema wurde, als die Leute zu lesen begannen. Vorher hat das niemanden interessiert und dann zitiert sie noch einen Cartoon, der besagt, daß im Internet niemand merkt, daß ein Hund ein hund ist, das heißt, man kann sich andere idetitäten geben. Dann kommt sie zu dem chinesischen Blogger Anti, der sich deshalb so nennt, weil er seiner Regierung damit seinen Widerstand signalisieren will. Ansonsten wäre es egal, denn die chinesische Regierung weiß längst, wie er klar heißt und wo er ist. Jetzt lebt er in Amerika hat da in Harvard unter seinen neuen Namen studiert. Aber Facebook hat ihn gesperrt, denn die wollen nur Klarnamen,jetzt twittert er.

Was den haß im Netzt betrifft, zitiert sie die hunderttausend Haßpostings, die eine niederländische künstlerin erfuhr, als sie im Netz ihre todkranke Katze erwürgte und aus ihrem Fell eine Tasche machte. Se wollte damit irgendwas aufzeigen. Ich denke, ich würde schreiben “Dasfinde ich nicht geil!”

Mit dem Tod oder so bedrohen käme für mich nicht in Frage und ich wundere mich, daß das so viele Leute machen, wie auch bei der Frau Rowling, als die schrieb, es gibt nur zwei Geschlechter. Da kann man zurückschreiben, falsch, es gibt sechhundert oder so! Alles andere kommt aber genausowenig in Frage, wie der Satz, daß mein Blog unnötoig wäre.

Wer das findet, braucht ihm nicht zu lesen und die Sache hat sich. Aber das Netz ist, glaubt man, anonym und da fallen die Schranken. Ingrid Brodnig beweist im zweiten Kapitel, glaube ich, daß das nicht stimmt. Die regierungen wissen alles oder haben alle Daten, wie sie sie dann aussützen ist eine andere Frage. Es gibt oder gab auch Internetspiele, wo die User bewußt in andere Rollen schlüpfen, um sich wie bei der Psychotherapie ausprobieren. Ein schüchterner Mensch wird da mutig und vergewaltigt aber nur in der Phantasie, nicht in Wirklichkeit. Da es da aber keinen Therapeuten gibt, der das lenken könnte, kann das auch die Bahnen sprengen und Ingrid Brodnig meint auch, daß diese Spiele nicht mehr so in Mode sind.

Ingrid Brodnig führt dann an ,wie sich die niederländische Künstlerin wehrte, in dem sie in einem Buch, die Identitäten der Schimpfer bloßstellte. Das war zwar nicht legal, argumentierte sie, aber die Beschimpfungen auch nicht. In China oder Südkore gibt es Plattformen, wo die Identitäten von solchen Beschimpfern ausgeforscht werden. Als Beispiel wird da eine Krankenschwester angeführt, die ihre Katze mit ihren Stiefletten zertrat. Sie wurde ausgeforscht und mußte ihren Job kündigen und wegziehen. Ähnlich ging es einer Studentin aus Südkorea, die sich weigerte, die Scheiße ihres Hündchens in der U- Bahn wegzuräumen.

Dann kommt Ingrid Brodnig zu der Definition des Trolls, die wollen provozieren und sind anonym, so gesehen fällt der Uli nur halb darunter und sie nerven Foren beispielsweise, die die sich auf Hochzeiten vorbereiten, in dem sie immer wieder stören. Soll man die ausschließen oder nicht und wie ist das mit der Meinungsfreiheit. Große Zeitungen sperren Kommentare, wenn sie nicht höflich oder sachlich sind. Wie steht es da mit der Meinungsfreiheit? Gut sagen die, denn der User kann seine Meinung ja haben, wir wollen sie nur nicht publizieren.

So geht Ingrid Brodnig konsequent das für und wieder der Anonymität im Netzt durch. Sie ist gut, damit man in China oder wo auch immer seine meinunggegenmißständefreiäußern kann, ohne gleich verhaftet zu werden, wenn jemand gemobbt und in den Selbstmord getrieben wird. Ingrid Brodnig führt auch hier beispielweise an, ist sie schlecht und ich frage mich wieder, warum Leute im Netz unbedingt schimpfen müßen? Man kann ja alles freundlich und höflich sagen und man sollte auch, wie ich es tue, auf Kommentare antworten. Da ärgere ich mich oft, wenn ich wenn ich kommentiere und keine Antwort darauf bekomme und ich tue es immer höflich und sachlich begründet.

Ein interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt, auch wenn es wahrscheinich schon veraltet ist, denn das Netz ist schnelllebig und inzwischen hat sich sicher vieles schon verändert und Neues ist hinzugekommen.

Das Sandkorn

Jetzt geht es zum ersten Weltkrieg, beziehungsweise in die Jahre 1914/1915 zurück oder zum deutschen Buchpreis von 2014 und meinen Buchpreisbacklistlesen, das sich noch ein bißchen ausgeht. Nämlich zu Christoph Poschenrieders “Sandkorn”, das damals auf der LL stand. Ich habe mich damals am Longlistenlesen ein bißchen beteiligt.Von dem Roman des 1964 bei Boston geborenen, in München lebenden Autor aber nicht viel mitbekommen. Dann lag es wahrscheinlich irgendwann auf dem Thalia-Abverkaufstapel und voila:

Das Buch wird als ein raffiniertes Kunstwerkt beschrieben. “Mit großer Leichtigkeit gleitet Poschenrieder durch Zeiten, Orte und Lebensansichten und zeichnet Figuren, die in ihrem Inneren ein Geheimnis bewahren!”, schreibt so Bruno Bachmann am Buchrücken und ich muß schreiben, es liest sich leicht und flüßig. Im Nachhinein denkt man vielleicht “Whats up?” Was habe ich da gelesen und wie neu und einzigartig oder zusammenkonstruiert war das? Und hat vielleicht auch nicht alles verstanden.

Es beginnt ganz einfach. Da streut im Juni 1915, als schon der erste Weltkrieg tobt, ein Mann in Berlin Sand aus und murmelt dazu die Namen verschiedener iatlienischer Orte. Er wird natürlich verhaftet und wird dem Kommissar Treptows zugeführt,der dann in weiterer Folge ein Manuskript darüber verfaßt, das aber nicht veröffentlicht wird.

Der Mann ist ein Kunsthistoriker und heißt Jacob Tolmeyn mit “c” und “y” und ist Kunsthistoriker und daher hat er am preußischen historischen Instiut in Rom an der Erforschung der Bauten von Friedrich II, dem Stauferkönig geforscht, beziehungsweise dort abfotografiert und auch den Sand von dort eingesammetlt. Zu Beginn des Buches sehen wir ein Foto und zwar das Castel del Monte, das ein Arthur Haseloff 1908 fotografiert hat und in einem Nachwort fügt derAutor an, daß zwischen 1904 und 1908 das tatsächlich zwei Kunsthistoriker so taten.

Der gute Tolmeyn ist aber schwul und da gibt es eine Geschichte, daß er 1914 nach Berlin geschickt wurde, um dort das Photografieren zu erlernen. Dort wurde er von einem Niki erpresst und der ist dann ins Wasser gefallen. Der Kommissar bekommt das natürlich heraus und läßt sich von Tolmeyn, die ganze Geschichte erzählen.

Er wird also von seinem Professor mit seinem schweizer Gehilfen Beat zu allen Stellen geschickt, wo erdie Bauwerke fotografieren muß und den Samd sammelt, um den Geruch oder das Gesicht der Sandkörner zu erforschen. Warum er dann nach Berlin kommt,um sie auszusteuen habe ich, muß ich gestehen, nicht ganz verstanden. Er versucht aber auch mit Beat Imboden, der vorher bei der Schweizer Garde war, eine Beziehung anzufangenund als der Kieg begonnen hat und sie weiterforschen, Jacob hat so gute Beziehungen, daß er von der Einberufung freigestelltwurde, bekommen sie noch eine italienische Aufpasserin, eine Leticzia Trivulzio di Belguoiso, das ist eine Emanze, eine Ärztein, die sich für das Frauenrecht einsetzt, dazu und geraten da zu dritt auch in Irrungen und Verwirrrungen.

Abwechselnd wird da in den Perspektiven hin- und hergesprungen. Am Schluß erfahren wir Niko Schulze ist gar nicht ertrunken und Jacob, dersich freiwillig stellen muß, der Kommissar will das so, fällt im Krieg und ein interessantes Buch, nun ja, 2014 hat es ja viel Literatur gegeben, die sich auf den World War I bezogen und von Christoph Poschenrieder habe ich fast erstaunt gesehen, habe ich noch ein Buch, nämlich seinen Schopenhauer-Roman “Die Welt im Kopf”auf meinen Harlander Lesestapel liegen und hoffe, daß ich bald zum Llesen komme.

Zitroneneis mit und ohne Prosecco

“Komm, essen wir ein Eis!”, sagte Gisi großzügig, als sie in den kleinen Platz einbogen auf den vor ihnen beschaulich von einigen Palmen und Oleandern, die in Kübel standen, umrandet ein Eissalon lag, der mit seinen Korbstühlen und Tischen ein italienisches Flair vermittelte.

“Bin ich nicht großzügig!”, fragte sie nach dem sie Platz genommen hatte und nach der bereitliegenden Karte griff, “- daß ich mit dir einer Ungeimpften treffe? Der Georg hat gesagt, er würde das nicht tun! Denn wie kommt er dazu, daß er sich vielleicht in eine Intensivstation legen muß, nur weil die Schwurbler und die Verschwörungstheoretiker zu faul sind, sich impfen zu lassen oder den Unsinn glauben, daß man nachher nicht mehr schwanger werden kann oder ein drittes Ohr oder Nase bekommt! Aber ich bin nicht so borniert und engstirnig und werde natürlich meine alte Freundin treffen, denn im Freien kann man sich ja nicht anstecken haben wir gehört! Da ist geimpft und ungeimpft egal! Aber sag was wirst du machen, wenn du keinen grünen Impfpaß hast und dich der Kellner danach fragt? Denn das müßen die jetzt tun, weil ihnen sonst dreißigtausend Euro Strafe drohen und du auch achtzig Euro Strafe zahlen mußt, wenn du erwischt wirst!”, fragte sie und schaute Mathilde nachdenklich an, als würde sie überlegen, daß sie nicht so großzügigwar, die zu bezahlen, aber nicht wußte, wie sie das hinüberbringen sollte.

“Ich gehe zur Verkaufstheke und hole mir mein Zitroneneis selber und esse es neben ihr stehend!”, anwortete die und kramte in ihrer Handtasche.

“Denn das ist erlaubt! De Fünfzigmeterregel ist ja aufgehoben und daß man sich im Freien nicht anstecken kann, habe ich auch gehört! Also mußt du dich vor mir nicht fürchten und kannst auch deinen Georg diesbezüglich beruhigen!”

Sie nickte Gisi zu und war an die vor ihr liegende Theke getreten, wo sie auch nicht lange warten mußte, bis sie ihr Zitroneneis bestellen konnte und mit diesen in der Tüte zu Gisela zurückgekommen war, die inzwischen dem Kellner stolz und selbstbewußt ihren gelben Impfpaß gezeigt hatte.

“Schon zweimal vollimmunisiert und im Herbst kommt dann die Auffrischungsimpfung!”, zu ihm sagte.

“Denn ich bin eine verantwortungsvolle Bürgerin, die weiß was sich gehört und sich und die anderen schützt!”

Und dann einen Eisprosecco bei dem jungen Mann bestellte, der zustimmend nickte und “Selbstverständlich, gern, Signora! Wird prompt servieiert, bellimissimo!”

“Schade, daß du das nicht kannst! Ich hätte gern mit dir angestoßen!”, sagte Gisela dann bedauern zu Mathulde.

“Aber ich habe, um trotzdem etwas mit dir gemeisam zu haben einen mit Zitroneneis dazu bestellt!”

“Bin ich nicht großzügig!”, schien sie noch hinzufügen zu wollen, wurde aber von Mathilde unterbrochen, die inzwischen von ihrer Tüte abgeschleckt hatte und ebenfalls “Bellissimo!”, sagte und “Mach dir keine Sorgen, Gisi! Das Eis ist auch so sehr gut und das nächste Mal kann ich mir ja ein Fläschchen Prosecco und einen Becher mitbringen! Du kannst mir das ja, weil du so großzügig bist, vorher mit deiner Maske aus dem “Hofer-Markt” besorgen und dann, hast du nicht gehört, daß unlängst eine Studie herausgekommen ist, die nachwies, daß in Niederhössterreich 43 % der Infizierten zweimal geimpft sind! Daß sie also offenbar weder vor der Ansteckung, noch vor der Weitergabe geschützt sind! Die 3G-Regel also genauso unnütz ist, wie die Stimmen, die jetzt verlangen, daß es für das Spitalspersonal selbstverständlich eine Impflicht geben muß, denn wie kommt der Patient dazu, sich von ihm infizieren zu lassen! Aber wenn sich die jetzt nicht mehr testen lassen müßen, können sie das ja unbemerkt weitergeben und mußen sie sich sich testen lassen, wären sie ja betrogen worden, hat es doch immer geheißen, der Vollgeimpfte seine Freiheit mit dem zweiten Stich zurückbekommt und jetzt mußt du, weil du schon über sechzig bist, dir einen dritten Stich geben lassen, damit du weiter dein Eis im Sitzen essen darfst, denn der Impfpaß gilt ja, glaube ich, nur für diese Zeit!”, hinzufügte und nickte dem jungen Kellner zu, der inzwischen, das Proseccoglas vor Gisi gestellt hatte und “Buon Appetito! Lassen Sie es sich schmecken, bella Signora!”, Gisi wünschte. Mathilde nickte er ebenfalls zu, fragte “Schmeckt das Gelato?” und bedauerte, daß sie sich nicht setzten könne?

“Vo mir aus könnten sie das gerne, Signora! Ich würde Ihnen auch den Prosecco bringen! Aber wissen Sie, die Kontrollen sind sehr streng, weil Sie sich so wenige Leute impfen lassen und wir ja mindestens fünfundachtzig Prozent Impfwillige brauchen, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen und so schaut der Chef sehr streng darauf, daß ich keine Ausnahme mache!” sagte er bedauernd. Mathilde schüttelte den Kopf und nickte ihm nochmals zu.

“Keine Sorge!”, sagte sie.

Das Eis schmeckt auch so ausgezeichet! Das nächste Mal nehme ich mir mein Fläschchen mit! Das habe ich mit meiner Freundin schon besprochen! Dann ist nur Ihr Chef zu bedauern, der um die Mehreinnahme kommt! Aber Eis kann man auch im Stehen essen! Es schmeckt dann genauso gut!” und fügte, nachdem der Kellner zum Nebentisch getreten war und die dort sitzende Frau, die mit zwei KindernPlatz genommen hatte, nach ihrem Impfpaß fragte, hinzu:

“Obwohl das natürlich schon eine zwei Klassengesellschaft ist, daß der sogenannte brave Bürger oder in diesem Fall die Bürgerin, ihr Eis im sitzen essen darf, während der andere böse Parier es im Stehen verzehren muß und haben wir nicht gehört, daß es keine Priveligierung von Geimpften geben darf?””

“Reg dich ab!” , antwortete Gisi selbstbewußtund hob ihr Glas!”

.”Prost!”, setzte sie hinzu,

“Natürlich kaufe ich dir, wenn wir uns das nächste Mal treffen, deinen Prosecco im Supermarkt oder bringe dir das Fläschen mit, weil du ja auch keine Maske willst und in Deutschland soll man ab September auch für dort die 3 Gs brauchen, aber ich fahre ich mit dem Georg, der ja ebenfalls schon geimpft ist, nicht dorthin, sondern demnächst für ein paar Tage nach Venedig, um den Sommer zu genießen, obwohl sich der Georg auch da nicht sicher ist! Hört man da doch so einiges, daß man, wenn der Staat inzwischen zum Risikogebiet gezähltwird bei der Rückkehr vielleicht auch einen PCCR-Test braucht! Da hast du mit deinem Geschwurbel vielleicht recht und es ist wahrschein auch gut, daß man vorsichtig sein muß und die Urlaubesrückkehre nicht ungetestet ins Land lassen darf! Denn das Virus kommt ja mit dem Auto haben wir im Vorjahr gehört und dann sind die Zahlen angestiegen, und wir sindin den zweiten und dritten Lockdown gerutscht! Dasdarf uns heuer nicht passieren! So muß man streng sein und muß kontrollieren, wollen wir im Herbst ja keinen vierten Lockdown haben! Obwohl der, habe ich gehört, dann nur die Nichtgeimpften treffen wird und dann bist du selber schuld, wenn du auf die Intensivstation kommst und der Georg hat recht mit seinen Mahnungen, denn wie kommt er dazu sich von dir sein Inventsivbett wegzunehmen zu lassen, wenn er einen Schlaganfall oder einen Unfall hat?”

“Ja, das könnte vielleicht passieren, weil wir drei schon über fünundsechzig sind und nach den herrschendenn Definitonen zu den Risikogruppe zählen! Aber haben wir nicht früher gehört, daß man, wenn man ein bißchen auf sich aufpasst genügend Abwehrkräfte hat, damit man im Falle des Falles nicht schwer erkrankt und die Geimpften werden das ja, höre ich immer, nicht, sondern bekommen höchstens einen Schnupfen! One apple perda keeps the doctor away!, hat man frühergesagt! Das gilt nicht mehr, ich weiß und die Herdenimmunität soll man so auch nicht bekommen! Aber die Jungen, die jetzt noch nicht die richtige Impfrate haben, werden ja auch nicht krank und wenn sich die, die sich aus irgendwelchen Gründen nicht impfen lassen wollen, selbst auf sich aufpassen, Abstandhalten, Hände waschen, sollte nichts passieren oder habe ich da etwas falsch verstanden?”, fragte sie nachdenklich und hatte ihr Eis aufgegessen.

“Hast du wahrscheinlich! Denn du bist ja eine rebellische Person! Widerständig und schwurblerisch und warst, wenn ich mich nicht irre, auch auf diesen Demos, als es die noch gegeben hat, aber ich bin, wie du weißt ja großzügig!”, wiederholte sie und griff in ihre Handtasche, um einen Geldschein herauszunehmen und den Kellner damit zu winken.

“Jetzt habe ich dich doch nicht eingeladen!”, sagte sie bedauernd, als sie das Restgeld in die Tasche steckte.

“Aber ich bin nicht schuld daran! ich habe es versucht und das nächste Mal nehmeich das Proseccofläschchen mit, wenn wir von Venedig zurück sind oder zwei und damit setzten wir uns auf die Stufen vor dem Brunnen und schlürfen dort gemeinsam unser Eis, damit du nicht zu mir hinauf und ich zu dir hinunterschauen muß und du dich nicht über die Apartheid beschweren mußt, in die du dich durch dein uneinsichtiges Verhalten bringst! Aber ich fürchte mich nicht vor dir, obwohl der Georg mich sicher mahnen wird vorsichtig zu sein! Doch ich bin ja eine, die auf ihre alte Freundin nicht vergißt, obwohl der Georg, wie schon erwähnt, keine Ungeimpfen treffen will! Ich dich daher auch nicht zu meinen Geburtstag einladen kann!”, sagte sie bdauernd und war aufgestanden.

“Und jetzt gehen wir ein bißchen am Donaukanal spazieren, wo man jetzt nicht mehr, wie zu Ostern maske tragen muß und der, wie ich hörte, auch nicht mehr so überfüllt ist, weil die Jungen ja jetzt ihreDiskos und ihre Impparties haben, wo sie sich bei den Ersteren aber anstecken und Cluster auslösen, weil so viele mit gefälschten Nachweisen dort einmarschieren wollen, was zum Glück aber jetzt auch streng kontrolliert werden wird!”

Nach einem fast wahren Erlebnis erzählt und zwei Mathilde-Geschichten gibt es hier auch schon.

Zorn und Stille

Daich ja leider Rgen bedingt, die letzten O-Töne versäumt habe, hole ich das, durch das Lesen eines der Bücher der letzten letztjährigen O-Töne nach, nämlich Sandra Gugics zweiten Roman”Zorn und Stelle” und die 1976 als Tochter von jugoslawischen Gastarbeitern geborene kenne ich ja schon lang. Seit sie beim “Exil-Ppreis” gewonnen hat, dann hat sie mal beim Klagenfurter Lteraturkurs gelesen, da war ich natürlich nicht dabei, wurde dann auf der Hochschule für Sprachkunst oder den diesbezüglichen Lehrgang aufgenommen. Sie hat dann, glaube ich, in Leipzig zu ende studiert, im Musa habe ich sie einmal gehört, beim “Kolik-Slam” und bei Angelika Reitzers “Textvorstellungen”, den Open Mike hat sie gewonnen. Aus den “Astronauten” habe ich sie in der “Gesellschaft” lesen gehört und das Buch gelesen, das mir, glaube ich, nicht so gefallen hat und und und- und “Zorn und Stille”, wieder ein Geburtstagsbuch, hat mich, glaube ich, etwas mehr beeidruckt, obwohl das Neue von Literaturhimmel ist es wahrscheinlich auch nicht, kann es gar nicht sein und Sandra Gugic hat, glaube ich auch das geschrieben, von dem sie sehr viel weiß. Vom Leben eines Gastarbeiterkindes, das dann zur Künstlerin wurde, den Jugoslawienkrieg in Wien erlebte und jetzt nomadenhaft viel herumlreist.

Sandra Gugic, tut das, glaube ich, auch oder lebt jetzt in Berlin und die Protagonistin des Buches, das aus drei, beziehungsweise, vier Teilen besteht, ist Billy Bana, eine Fotografin, die als Bijana Banadinovc, in einer Gastarbeiter Zimmerküchewohnung lebte und zu Beginn des Buches von Budapest, glaube ich, zum Begräbnis ihres Vaters nach Belgrad fliegt und dabei am Flughafen, im Flugzeug in ihrer Vergangenheit versinkt. Es gibt einen jüngeren Bruder, Jonas Neven, den ersten Namen hat sie für ihn ausgewählt und ihm als ältere Schwester auch viel herumgeschleppt. Dann ist er verschwunden. Aber Billy, die von ihm Billy Banana genannt wird, was ich sehr lustig finde, ist ja auch schon mit Sechzehn oder Siebzehn von zu Hause ausgebüchst und in eine WG mit einer Galeristin Ira Goldfarb, bei der sie später auch ausstellt, lebt.

Die Eltern, die Mutter Azra, die als Küchenhilfe arbeitet und der Vater Sima, der Gärtner ist, versuchen rührend Kontakt mit ihrer Tochter aufzunehmen und schaffen das irgendwie nicht so ganz. Was der Konfliktbpunkt war, warum Billy ausbüchst ist, kommt nicht so ganz heraus. Der Krieg spielt jedenfalls eine Rolle. De Frage eines Anrufers “Seid ihr Serben oder Kroaten?”, wahrscheinlich auch und Tiere spielen in dem Buch auch eine Rolle. So fragt dieMutter als sie bezüglich des Begräbnis anruft, ob sie sich noch an das Kaninchen erinnern kann? Ein Hase wird überfahren und ist am Cover zu sehen. Ein Hund wird begraben.

Aber das kommt in den späteren Teilen vor. Der Zweite ist der Mutter Azra gewidmet, der dritte dem Vater. Deren Geschichten werden erzählt, ihr Ankommen in Österreich, ihre Elterngeschichten, die natürlich recht gewalttätig war und im kurzen vierten Teil geht es dann um Jonas Neven Reisetasche, die auf einem Flohmarkt versteigert wurde und Jahre später zu Billy zurückfand und dann ist Billy in Belgrad zurückgeblieben, wo der Vater eine Wohnung hatte.

Ein Buch vom modernen Nomandenleben, wie am Klappentext steht. Bei der Lesung vor einem Jahr wurde auch der Krieg diskutiert und, wie dasAufwachsen in einem fremden Land passiert und, wie das ist, daß man in einem Land geboren wurde, wie es Billy passierte, daß es nicht mehr gibt.

Mir hat das Buch, wie schon geschrieben ganz gut gefallen. Ich habe vieles darin erfahren, was ich so noch nicht wußte, obwohl ich mich ja mit dem Gastarbeiterleben viel beschäftigte und auch in meinen Texten viel darüber geschrieben habe. In der Otto Bauer Gasse habe ich neben Gastarbeitern gelebt. Bei “Rettet das Kind” Gastarbeiterkinder betreut und so ist das buch, in dem, wie am Klappentext steht “Mit präzisen Blick und tiefer Empathie Sandra Gugic Schicht für Schicht das Leben einer Familie freilegt”, sehr interessant und wieder bin ich gespannt, ob und, was ich von Sandra Gugic noch lesen oder hören werde? Lesen wahrscheinlich, weil es mit den Lesungen seit eineinhalb Jahren ja etwas schwierig ist, obwohl ich den Open Mike voriges Jahr per Livestream erlebte, was mir sonst eher nicht möglich war.