Japanische Textlupen

Text.Lupe heißt eine neue Reihe, die die vierte Veza Canetti-Preisträgerin Lydia Mischkulnig in der “Alten Schmiede” veranstalten wird, zu der sie die Autoren von ihr ausgewählten Bücher einladen und mit ihnen darüber sprechen wird.

Die erste Veranstaltung, die heute stattfand war der Dissertation, der inzwischen in Berlin lebenden, 1960 in Tokyo geborenen Autorin Yoko Tawada gewidmet, die ich 1996 in Klagenfurt kennenlernte, als sie dort gemeinsam mit Lydia Mischkulnig gelesen hat.

Lydia Mischkulnig hat damals, glaube, ich mit ihrer rasant erzählten Geschichte einen der Preise gewonnen. Yoko Tawada hat einen Text gelesen, wo sie oder ihre Protagonistin mit einem Fahrraad und einer Katze durch Hamburg fährt. Ein Text, der mir sehr beeindruckt und sehr gefallen hat und dem ich am liebsten den Preis gegeben hätte.

Da aber auch Josef Winkler in einer rosa Hose oder einem rosa Hemd und einem Baby auch dort gelesen hat, habe ich mir gedacht, das wird sich die Jury nicht trauen, Josef Winkler ist der Preisträger und Yoko Tawada bekommt einen der anderen.

Was dann kam war eine Enttäuschung, denn der ziemlich zum Schluß lesende  Jan Peter Bremer hat mit seinen Text “Der Fürst spricht”, der mir überhaupt nicht gefallen hat, gewonnen und Yoko Tawada ist mir im Gedächtnis geblieben.

Im Vorjahr habe ich sie, glaube ich, bei einer Veranstaltung im Literaturmuseum gehört und jetzt stellte Lydia Mischkulnig ihre Dissertation “Spielzeug und Sprachmagie” vor und begann die Veranstaltung mit einem kurzen Text von Franz Kafka über einen Kreisel, weil am Cover des im “Konkursbuch Verlag” herausgekommenen Buches ein Kreisel abgebildet ist.

Neben mir saß ein junger Mann, der das Buch in der Hand hielt und mitgelesen hat und ich war anfangs ein wenig enttäuscht, weil viel zu viel theoretisch und ich habe die Beziehung, wie man mit Spielzeugen zur Sprache kommen kann, auch nicht so ganz verstanden, denn ich bin ja nicht experimentell, sondern eine realistische Schreiberin.

Yoko Towada hat dann einen Teil ihres Vorwortes vorgelesen, dann kam ein Text von Walter Benjamin den Lydia Mischkulnig las, denn Yoko Tawada hat  sich in ihrer Dissertation mit ihm beschäftigt und dann wurde es für mich interessanter, denn dann hat sich Lydia Mischkjulnig auf die “Verwandlungen” bezogen.

Das ist auch ein berühmter Text von Franz Kafka, nämlich der vom Gregor Samsa, der eines Morgens aufwacht und entdeckt, daß er ein Käfer ist und das hat im deutschen Sprachraum, wie die beiden erklärten, eine negative Bedeutung, während in Japan Käfer etwas Positives sind und es ist auch positiv, wie Yoko Tawda verschmitzt erklärte, wenn man ein Käfer wird, weil man dann nicht mehr arbeiten muß und weiter erläuterte, daß Verwandlungen in Japan eine große Tradition hätten.

Da habe ich an die “Fuchserscheinungen” gedacht und da ist interessant, daß ich darüber von zwei deutschen Autorinnen im Rahmen meines Buchpreislesens gelesen habe und Lydia Mischkulnig die ja in Japan einen Lehrauftrag hatte, erzählte noch, daß sie dort mit ihren Studenten die “Verwandlung” gelesen hatte, die die Tragik, die der Text hatte, eben nicht verstanden haben.

Und nochmals interessant, daß Yoko Tawada so den Vorteil der Verwandlung, weil man dann nicht mehr zu arbeiten braucht, erwähnte. Ist Japan doch, wie in dem Poschmann-Buch beschrieben wird, eine Kultur, wo sich sehr viele Leute umbringen, weil sie den Leistungsanforderungen, die an sie gestellt werden, nicht zu genügen glauben.

Aber Yoko Tawada lebt ja schon sehr lange in Deutschland und hat dann auch einigen ihrer Bücher vorgelesen und da war der erste Text der sich auf das Wort K bezog sehr spannend und lustig und Lydia Mischkulnig wies auf die Verwandlungen und Veränderungen hin, die in dem Text passierten, der vom Hundersten zum Tausensten sprang.

Spannend sich auf die japanische Literatur und  Kultur zu beziehen, die ich auch einmal so faszinierend fand, daß ich zehn Tage dort herumgereist bin und Yoko Towada hat noch ein Kapitel aus ihrer Dissertation gelesen, die sich auf die <puppensprache bezogen hat. Da ging es zwar um indoneische Schattenmarionetten, sie erklärte aber den Brauch in Japan, daß es dort einen Tag der Puppenverbrennungen gibt, denn Puppen sind ja heilige Wesen, die kann man nicht so einfach in den Mist werfen, wie die Leichen in dem Selbstmörderwald der Marion Poschmann, merke ich vorwitzig an, da gibt es einen Tag, wo sie mit einem Ritual verbrannt werden und als ich 1991 zehn Tage dort war, haben wir dort auch einen Schrein besucht, wo man kleine Stereoporpuppen kaufen und sie in einenKübel schmeißen konnte, dort lösten sie sich auf und die Schuldgefühle der abgetrieben habenden Mütter waren weg.

Ein  interessanter Abend also, der in die japanische Kultur einführte und  zu dem heurigenNobelpreisträger passt, wird den doch der 1954 in Nagasaki geborene Kazuo Ishiguro  bekommen, der 1960 nach London kam und 1989 für seinen Weltbestseller “Was vom Tage übrigblieb” den “Booker-Preis” bekommen hat.

Das Buch habe ich gelesen und es eher unauffällig gefunden und auf meinem Bücherstapel im Svhlafzimmer liegt seit einiger Zeit ganz oben “Der begrabene Riese”, ein Buch das vor zwei Jahren in den Blogs viel Beachtung fand und das ich mit acht anderen bei dem Gewinnspiel von Maria Giese gewonnen habe, es mit zwei anderen aber noch lesen muß

Veza Canetti Preis an Lydia Mischkulnig

Die “Literatur im Musa” die Schiene der Literaturabteilungt der Stadt Wien, die Julya Danielcyck 2014 einführte, um dort einmal  im Monat, die Stadt Wien-Stipendiaten und Preisträger vorzustellen, hat heute mit der Vergabe des vierten Veza Canetti-Preises, des reinen Frauenliteraturpreis zu Ehren von Veza Canetti, der  unbeachtet gebliebenen Frau des Nobelpreisträgers  begonnen.

Zum vierten Mal gibt es diese Preisverleihung jetzt schon, Olga Flor, Sabine Gruber und im Vorhjahr Ilse Kilic haben ihn bekommen und für mich, die ich ja bei einigen Veza Canetti Veranstaltungen war und das erste Mal etwas von der schon ziemlich verkannten Schriftstellerin im Literaturhaus etwas hörte, als Judith Gruber-Rizy dort bei einer von mir organisierten “Freiheit des Wortes Veranstaltungen” einen Text über sie las, ist es auch immer spannend, wer den Preis bekommt.

Ich würde da ja für eine eher politsche Autorin, wie beispielsweise Judith Gruber-Rizy oder auch Julya Rabinovich voten, denke daß ich selber auch geeignet wäre, steheaber mit meinen selbstbemachten Büchern und meinem Literaturgeflüster leider völlig außer oder neben dem Literaturbetrieb und denke, daß es oft  sehr eher komplihziert schreibende Autorn, wie eben Lydia Mischkunig oder Olga Flor diesen <preis bekommen.

Es war, als ich nach meiner sechs Uhr Stunde etwas verspätet das MUSA erreichte, sehr voll, so daß ich gerade noch den letzten Platz in der letzten Reihe bekommen habe und Julia Danielcyck hielt gerade die Eröffnungrede, wies auf die Bedeutung und auch auf die Verkanntheit von Veronika Knecht oder Veza Magd, Veza Canettis Pseudonyme hin, dann kam Brigitte Schwens-Harrant und hielt die Laudatio auf die  1963 in Klagenfurt geborenen Autorin, die ich durch ihren 1994  bei “Droschl” erschienene Roman “Halbes Leben” kennenlernte, der noch ziemlich experimentell war.

1996 hat sie  mit einem sehr rasanten Text, der von Kritikern auch als Frauenzeitschritliteratur bezeichnent wurde, beim Bachmannpreis gelesen und ich glaube auch was gewonnen, ihren darauf erschienen Roman “Hollywood im Winter” habe ich etwas später gelesen und ihn auch sehr kompliziert gefunden. Vorher waren  die “Schwestern der Angst” and der Reihe und ich habe Lydia Mischkulnig glaube ich auch einmal im “MUSA” gehört und bei der letzten “Literatur im Herbst” wo es um Japan ging, hat sie  auch gelesen, weil sie wahrscheinlich mal in Japan war und dort einen Lehrauftrag oder ein Stipendium hatte.

Man sieht, daß ich mit der rassant schreibenden und auch so lesenden, immer sehr eleganten Autorin, meine Schwierigkeiten habe.Sie ist mir, ähnlich, wie Olga Flor, zu abgehoben, Britgitte Schwens-Harrant lobte aber in hohen Tönen ihr Werk und dann kam die Autorin auf die Bühne, versprach sich einmal und las dann eine Geschichte aus ihrem Erzählband “Die Paradiesmaschine”, “Der Kuß” vor, der im vorigen Jahr in der “Alten Schmiede” vorgestellt wurde. Auch damit hatte ich meine Schwierigkeiten, weil Lydia Mischkunig sehr distanziert erählt, was dann für mich ein wenig kalt klang und die beschriebene Person fast ein wenig unsympathisch machte. Die schien eine farbige Jazzsängerin zu sein, die in London als einzelkind unter armen Verhältinis aufwuchs, dann in Wien offenbar zu einem Fest in eine arisierte Villa kam und von den dortigen Bewohnern den Satz “Ich will nicht, daß die Negerin unter meinen Dach schläft” hört, der sie irgendwie irritiert oder dann auch wieder kalt läßt.

Sehr viel literarische Prominenz, Daniela Strigl, Robert Huez, Gustav Ernst, sogar Paulus Hochgatterer, der heuete in Ö1 war, auf der ORf-Bestenliste stand oder steht und möglicherweise heuer den österreichischen Buchpreis gewinnen wird, habe ich kurz gesehen, Martina Schmidt von “Deuticke” Ilse Kilic, Alice Harmer, und und und ich habe mich mit der Angela und ihrem Freund wieder bei Brot und Wein unterhalten und ihr die Einladung zu meinem literarischen Geburtstagsfest gegeben, mal sehen, ob sie diesmal kommt.

Oktober-Schreibgruppe

Heute wieder Schreibgruppe in der Krongasse, “Westbahn-Spontan” kann man das ja nicht mehr nennen. Bis auf den Peter Czak waren aber alle da und die Ruth hat sogar ihre Enkeltochter Judith mitgebracht, die jetzt in Wien studiert und bei der Oma wohnt.

Ich habe wieder “unsichtbar” als Thema vorgeschlagen, das diesmal auch problemlos genommen wurde, war dann aber eine Weile unzufrieden und wußte nicht so recht worüber ich schreiben sollte?

Am Samstag habe ich ja einen recht euphorischen Schreibbericht abgegeben und war dann sehr zuversichtlich, daß es mir gelungen ist, meine Schreibhemmung niederzudrücken und jetzt einen ebenso fulminosen Roman, wie beispielsweise Robert Menasse, dessen “Hauptstadt” ich ja gerade ausgelesen habe, zusammenbringe.

Dann habe ich mich noch mit der Szene sieben versucht, die mit dem Jonathan Larsen, war aber damit nicht recht zufrieden. Ja der zieht sich in seine Wohnung zurück, weil er um seine Frau trauert und wird dann auf Lilys Blog stoßen. Aber irgendwie war mir das alles zu platt, beziehungsweise bin ich mit dem Lesen derzeit so beschäftigt, daß es mir nicht so recht gelingt, mich auf meine vier oder fünf Handlungsstränge, die ich jetzt habe, einzulassen, sodaß die einzelnen Geschichten noch ziemlich isoliert nebeneinander herlaufen.

Ich denke mir dann immer, daß ich das alles noch einmal schreiben und in jede einzelne Geschichte die nötige Handlung bringen sollte, bin dann aber am Sonntag in die Szene acht hinübergeglitten und damit ging es mir noch schlechter, denn da sitzen die Lily und die Slavenka in ihrem Zimmer in New Yorker Kulturinstitut und checken ihre Mails, beziehungsweise Kommentare und da ist dann ein böser vom Alfons Tratschke und ein etwas netterer von Jonathan Larsen dabei.

Aber der drive, der das alles zusammenbringtwar auch nicht da.

“Wird schon noch!”, habe ich beschwichtigend gedacht und mir dann das PDF vom “Floß der Medusa” aufgemacht, das zweitdickste dBp-Buch, fast sechshundert Seiten und eines das wahrscheinlich nicht mein Thema hat und auch sehr verschieden von meinen derzeitigen Schreibprojekt ist.

Gestern Nachmittag dann viele Stunden. Am Abend der kroatische Abend, heute Mittag habe ich angefangen meine Geburtstageinladungen auszusenden, dann wieder ein paar Stunden mit Anträgen und so gar nicht viel Zeit mich mit meinem Projekt zu beschäftigen. Daß ich da weierschreiben werde, war mir zwar klar, das Thema unsichtbar auch, aber wie jetzt weiter?

So ungefähr hatte ich in meinem Notizbuch ja schon aufnotiert, daß jetzt wieder eine Tarnkappengeschichte kommen soll, aber da ist ja die Amanda immer noch bei Minister Basti in der Villa und das mit dem unsichtbar habe ich noch nicht so richtig hingekriegt. Zwar bei den Schnupperworkshops sehr viel und sehr lang an der  Szene sechs geschrieben und da war ja auch eine, wo die Amanda aus der VHS geht und dort die Männer ihrer nicht erschienenen Frauen trifft.

Aber eigentlich bin ich ja noch in dem Zimmer und eigentlich passt das mit dem unsichtbar noch nicht.

“Unsichtbar!”, habe ich also geschrieben, “dachte Minister Basti”, bin dann zu der Amanda und ihren Schülerinnen hinübergegangen,  eine Kollegin namens Mathilde erfunden, die mit Amanda aus der VHS geht und  die Männer anspricht, die dann “Nichts verstehen!”, antworten. Minister Basti fordert die Amanda auf sich zu enthüllen, greift zu seinem Arlarmknopf und der Wecker schrillt…

Das Gane wurde etwas länger als eine Seite.

Wurde von der Gruppe auch gelobt, der Stein des Weisens ist es aber nicht  und wirklich wissen, wie es jetzt weitergeht, weiß ich auch noch nicht.

Werde demnächst, die ungelesen bleibenden 2017 Bücher aus dem Badezimmer räumen und vielleicht schon die von 2018 heraussuchen. Ungefähr zwanzig habe ich noch in diesem Jahr zu lesen und wahrscheinlich werden auch noch so viele kommen und dazwischen schreiben. Aber da will ich ja im November an diesem Schreibmarathon teilnehmen und vielleicht komme ich da weiter.

Die Politik holt mich auch ein. Gab es ja am Sonntag diese Skandalenthüllung mit den gefakten Facebookseiten der SPÖ. Eine  Diskussionsrunde zwischen Kurz und Strache  habe ich mir heute auch angehört und die Ruth hat mir Eingangs die Frage gestellt, ob ich wirklich so aktuell politisch schreiben will?

Iich will natürlich, muß dabei aber auch etwas entfremden, brauche mehr drive, werde aber dran bleiben und bin heute in der Schreibegruppe wieder um eineinlhalb Seiten weitergekommen, auch wenn die Amanda immer noch in Minister Bastis Villa ist und sich das unsichtbar vielleicht auch nur in ihren Träumen abspielen könnten.

Die anderen Texte waren auch sehr spannend. Anschließend gab es h eine rege Diskussion, ob ein Mann ein Feminist sein kann? Ich denke nicht und die nächste Schreibgruppe habe ich auch verschoben, weil am siebenten November, wo sie sein sollte,  der österreichische Buchpreis vergeben wird und da will ich ja teilnehmen und mich bis dahin auch schon durch die österreichische Liste gelesen haben.

Kroatien-Abend

In der “Gesellschaft für Literatur” beziehungsweise in der “Alten Schmiede” gab es heute und gibt es morgen einen Kroatien-Schwerpunkt: “Österreich- Kroatien – gemeinsam Kultur erleben” und als wir im Vorjahr unserenurlaub in  Dalmatinien und Istrien verbrachten, habe ich vorher nach kroatischer Literatur gesucht und bin irgendwie nicht recht fündig geworden, beziehungsweise habe ich dann dort Marica Brodozic, Jagoda Marinkovic, Bora Cosic und “Mimikry-Spiel des Lesens” gelesen.

Bei “Literatur und Wein” ist aber Miljenko Jergovic aufgetreten und das Kulturbuch des Edo Popovic genau beschrieben im  Kroatien-Reiseführer habe ich mir zu Weihnachten beim Literaturhaus Flohmarkt gekauft.

Im Literaturhaus war vor einigen Monaten Zoric Feric mit seinem Sommerbuch und als Karl Markus Gauss sein neues Buch “Zwanzig Lewa oder tot” in der “Alten Schmiede” voerstellte, war sehr viel von dem kroatischen Nationaldichter Miroslav Krlezas 1893-1981 die Rede und der, beziehungsweise zwei seiner auf Deutsch neu herausgebrachten Bücher wurden heute in der “Gesellschaft für Literatur” vorgestellt.

Der scheint ein ziemliches Original gewesen zu sein, mit Arno Schmidt, Marcel Proust, Robert Musil etcetera vergleichbar, zumindestens wurde er von Manfred Müller, Karl Markus Gauss und Boris Peric, der seinen Balladenband “Die Balladen des Petrica Kerempuh” übersetzte.

Dann wurde noch bei “Wieser” sein dretausendseiten Werk “Fahnen” herausgebracht, das Karl Markus Gauss vorstellte und den Lesern das monomentale Werk so vermitteln wollte, daß man ja nicht alles daraus lesen, sondern sich beim Lesen durchaus Zeit lassen kann und soll.

Nun Arno Schmidt “Zettels Traum” ist ja auch ein Werk, für das man, wenn man es so einigermaßen verstehen will, ein Jahr lang Zeit braucht, für mich da mir “Ullstein” heute das Werk einer jungern Debutantin und eines zum Frankfreich Schwerpunt der Frankfurter Messe und”Kiwi” einen Arnon Grünberg und ein wetieres Werk von beziehungsweise über Böll zu seinem hundersten Gebrutstag im Dezember schickte, unmöglich.

Die Diskussion im Publkum, bei dem auch sehr viel Kroaten waren, drehten sich dann auch darum, daß Krlezas Werke aus dem Schulkanon hinausgestrichen wurden, aber in Österreich die Maturanten, wie eine andere Frau beklagte, auch nichts mehr lesen, dafür las Karl <markus Gauss eine Stelle aus den Fahnen” vor, wo der Held in einem Kaffeehaus sitzt und auf seine Jugendliebe wartet und dazwischen unterhält er sich mit ihren Bruder und spricht stundenlang über nichts.

So weit so gut und das Balladenwerk, das ursprünglich in einem kroatischen Dialekt geschrieben worden war, der lange Zeit als unübersetzbar galt, ist sehr deftig, eine Teufelsküche, beziehungsweise ein Hexensabbat, a la Villon oder die Morgensternschen “Galgenlieder” wurden vorgestellt und danach gab es gestiftet von der kroatischen Botschaft, die Botschafterin war anwesend, ein Buffet, das aus Schinken,Käse und Oliven bestand, sehr fein und lecker und angeregte Gespräche und morgen, wo es in der “Alten Schmiede” mit Tatjana Gromaca und Miljenko Jergovic weitergeht, werde ich, da Schreibgruppe, nicht kommen können, es gibt aber auch, wie ich gesehen habe, ein interessantes Paralellprogramm.

Die Hauptstadt

Buch fünfzehn der dBpl und das vierte dortige Shortlistbuch sowie das zweite der österreichischen Liste, ja allmählich nähere ich mich dieser an, Robert Menasses”Hauptstadt”, der sogenannte Brüssel-Roman, der eigentlich keiner ist, was man aber wahrscheinlich erst nach dem Lesen erkennt und ich sage es gleich, ein tolles Buch. Ich bin ja kein Menasse- Fan, den ich oft als sehr zynisch empfand und bei Sitzungen auch erlebte, wie er andere angriff oder fertigmachte.

Gelesen habe ich schon etwas von ihm, ich glaube, den “Don Juan” und dann noch etwas, aber nichts gebloggt und bei Lesungen und Veranstaltungen habe ich ihn, weil ja Wiener und ehermaliger oder noch immer Stammgast des “Sperls” auch öfter erlebt. Er geht auch gerne zu Preisverleihungen und spricht dort dien Bürgermeister oder andere Größen auf Skandale an, also ein interessanter Mann und was ich jetzt erst enrtdeckte, ein genialer Autor, denn das Buch, in dem es  genau genommen, um gar nichts geht, hat mir sehr gut gefallen.

Wenn ich so den Blogprognosen folge, bekommt Franzobel den bBp, dann würde ich Robert Menasse den Öst wünschen, obwohl, Franzobel muß ich wie Doron Rabinovici, der mir wahrscheinlich auch sehr gut gefallen wird, erst lesen.

Mein viertes Shortlist Buch unds zweite das mir dort gefällt, mit den ersten beiden hatte ich es nicht so und die anderen zwei sind sehr verschieden.

Marion Poschmanns lyrisches Prosastück, das sehr poetisch,auch einiges anprangert, Robert Menasse realistisch politisch, satirisch, sarkastisch, also etwas, was ich vom Sarkasmus abgesehen, sehr mag und auch so schreiben möchte und so finde ich es sehr toll, daß neben den vielen “Midlifemännerkrisengeschichten”, da auch was handfest Politisches auf der Liste steht, weil ich ja selbst auch so zu schreiben versuche und mit meiner “Unsichtbaren Frau” auch gerade wieder dabei bin.

Es ist aber auch ein Buch über das Sterben und den Tod, was ich erstaunlich fand, denn Robert Menasse ist ja eigentlich noch ein junger Mann, ein paar Monate jünger als ich, also in der Blüte seines Lebens und er jongliert auch gekonnt und zynisch mit den Genres.

So würde ich “Die Hauptstadt” als EU-Krimi bezeichnen und Auschwitz, der Holocaust, diese ewigen Themen, gibt es auch.  Robert Menasse trägt sie vielleicht zu Grabe, denn er letzte Auschwitz Überlebende stirbt ja in dem Buch und kommt daher der EU für ihre Jubiläumsfeier abhanden.

Aber zuerst geht es ja um das Schwein, das es vielleicht nicht wirklich gibt und sich letztlich als ein Phantom herausstellen könnte, das da durch Brüssel rennt.

Der Prolog fasst schon schön alle <hHauptpersonen zusammen, denn denen begegnet ja das Schwein und passiert jetzt viel oder nichts in Brüssel?

Beides natürlich, denn der letzte Auschwitz-Überlebende David de Vriend zieht in ein Altersheim, vornehm Seniorenrsidenz genannt und auch darüber macht sich Robert Menasse,  gehörig lustig.

“Wir wollen doch, daß es uns gut geht!”, sagt Schwester Josephine, die nicht als solche genannt werden will,ständig und entpuppt sich am Schuß doch als mitfühlende Frau und nicht, wie der Drachen oder der Inbegriff eines neuen Pflegeskandals, wie wir ihn in Österreich ja jetzt wieder haben.

David de Vrien,d der ehemalige Lehrer, der damals seinen Eltern und seinem Bruder im Zug nach Auschwitz, gerade noch entsprang und deshalb lebenslange Schuldgefühlen, begibt sich langsam in die Demenz und auch das wird von Robert Menasse sehr schön beschrieben.

Show not tell, liest der Zyniker etwa Schreibratgeber? Denn da liegt das Notizbuch, das die untersuchende Psychologin ihm bei seinem Einzug vorsorglich übergibt, im Eiskasten und das Wort vergessen wird kein einziges Mal erwähnt, zumindestens in diesem Strang nicht, denn es gibt ja noch andere. Den des Mordes der Anfangs passiert und der dann auf höhren Befehl und Auftrag vertuscht wird und daher einfach verschwindet und wir wissen das ganze Buch lang nicht, wer da eigentlich ermordet wurde?

Oder doch, die katholische Kirche hat es sich zum Auftrag gemacht, die isamistischen Attentäter, bevor sie morden können, selbst zu eliminieren. Ein ehemaliger Priesterzögling führt das aus und tut dabei irgendeinen Fehlgriff, so daß er auch verschwinden muß und dann gibt es ja das Schwein, das durch Brüssel rennt und natürlich auch die Schweinebauern und die Schweinelobby und Martin Susmann, der Sohn eines österreichischen Schweinebauers, der studieren konnte und jetzt in Brüssel in einer Kulturkommission sitzt, soll ein sogenanntes Jubiläumsprojekt vorbereiten.

Aber vorher fliegt er nach Auschwitz zu er einer Gedenkfeier. Zieht sich dafür so warm an, daß er im Flugzeug schwitzt, wie ein Schwein und dort bekommt er die geniale Idee in dem Projekt Auschwitz als den Ursprung der EU zu demonstrieren und den letzten Überlebenden zu präsentieren.

Aber auch dieses Projekt wird untergaben und Fenia Xenopoulou, die griechische Zypriotin, will eigentlich weg aus der Kulturkommission, denn sie will ja Karriere machen und dafür ist die Kultur ein zu unwichtiges Ressort.

Dann gibt es noch einen österreichischen Professor, der auch als Experte in einem Think Tank sitzt und über die Krise der EU referien soll. Er kommt auch auf Auschwitz bei seinen Überlegungen und reist ab und wir haben uns durch vierhundert Seiten herrlichen Zynismus gelesen, so daß ich RoberrtMenasse den einen oder den Sieg, obwohl er mir persönlich, wie schon beschrieben,  zu zynisch ist, von Herzen wünsche.

Ein tolles Buch, in dem es um alles und nichts und daher auch ein bißchen, um die europäische Union, die ich ja auch nicht so mag, geht und interessant ist auch, daß “Literaturlärm” bei ihrer “Buchpreisbücher-Vorstellungsrunde”, das Buch als zu politisch ablehnte und Mariki Fallwickl, eine der offiziellen Buchpreisbloggerinnen scheint beim Lesen damit auch nicht weiter zu kommen.

Nun mir hat es gefallen und ich habe dasLesen sehr genossen, werde mich jetzt an das letzte LL und das letzte SL der deutschen Liste machen, die ich noch habe und mir den Lehr und den Nolte und dann noch die Peschka vielleicht zum Geburtstag wünschen und mir die zwei anderen fehlenden Buchpreisbücher, wenn es geht, beim Literaturhaus-Flohmarkt, um ein paar Euro kaufen, da mir Bücher zum Normalpreis ja zu teuer sind.

Zwischendurch

Im Herbst ist es bei mir immer etwas hektisch, seit ich Buchpreislese überhaupt, denn war ich 2015 noch nicht so sicher, ob ich die zwanzig Bücher schaffe, kam dann 2016 gleich der österreichische nach dem deutschen, also noch einmal dreizehn Bücher, minus denen, die ich nicht bekommen habe oder den Überschneidungen und als ich 2011 meine Leseliste eingeführt habe, war ich mir ja nicht einmal sicher, ob ich hundert Bücher im Jahr schaffe.

Ich schaffe es, kein Zweifel, bis hundertsechundsiebzig bin ich 2013, glaube ich, gekommen, ab da wars rückläufig. Heuer werden es wahrscheinlich wieder mehr, denn ich übe mich ja jetzt, ich habe es schon geschrieben, im dreifachen lesen und da ist das Bloggerdebut, wo dann im November die Shortlist kommt, noch nicht dabei, was aber noch einmal fünf Bücher bedeutend könnte, im günstigsten Fall habe ich ein paar bis alle dann schon gelesen.

Als Mara Giese 2013 mit dem Buchpreislesen begann und sich die Bücher mit ein paar Bloggern aufteilte, hätte ich das am liebsten auch gemacht, dachte aber an meine Leseliste und dann war ich mir nicht sicher, ob mir die deutschen Verlage, was schicken würden?

Die Österreichischen haben es damals schon gemacht und 2015 habe ich dann angefragt und da hat sich “Aufbau” bei mir gemeldet, der damals gar kein Buch auf der Liste hatte und hat mir die Vorschauen geschickt oder mir Bücher angeboten.

Im Vorjahr kam dann “Kiwi” hinzu und da habe ich ja im Frühjahr aus Leipzig eine Liste mit den Bücher mitgebracht, die ich mir angekreuzt habe, nur leider ist die in meinen Regalen verloren gegangen, so daß ich gar nicht mehr so genau weiß, was mich da noch erwarten wird. Aber einige Bücher sind es, glaube ich, noch.

“Wagenbach” hat sich im Vorjahr auch bei mir gemeldet und heuer ist “Ullstein” dazugekommen, so daß ich, glaube ich, jetzt schon schauen muß, daß ich das alles zeitgerecht schaffe.

Luxusprobleme ich, weiß und die Verlage bleiben dann auch wieder weg, wie “Residenz”, der mich ja einige Jahre lang mit den Neuerscheinungen versorgte, “Haymon”, der mir 2012, glaube ich, schon die Bücher als E pubs schickte.

Jetzt hat “Otto Müller” die beiden Buchpreisbücher nicht mehr für mich gehabt, was schade ist, aber nicht so viel macht, denn ich lese mich ja noch immer durch die deutsche Liste, habe da heute das fünfzehnte Buch und das zweite der öst beendet, dann kommen die österreichischen Bücher und die Debuts und wenn man auf meine Leseliste geht, sieht man, da warten noch einige Bücher auf mich, die gelesen werden wollen.

Deshalb habe ich in der Nacht die älteren, die ich wahrscheinlich nicht mehr schaffen werde, daraus entfernt und wenn die Frankfurter Buchmesse kommt, die heuer Frankreich als Gastland hat, werde ich zwar an dem Champagnerempfang, den “Ullstei”n dort veranstaltet, nicht teilnehmen können, aber die beiden vorgestellten Bücher lesen und in meinen Regalen schlummern auch einige Oldies, wie die von der Francoise Sagan, aber da komme ich derzeit wohl nicht dazu.

Also lesen, lesen lesen und das tue ich ja sehr gern, aber eigentlich wollte ich wieder über mein Schreiben berichten, das ich ja nebenbei auch so bettreibe und eigentlich sollte ich das auch hauptsächlich tun oder vielleicht auch nicht, denn als ich im August mit “Besser spät als nie” fertig gerworden bin, ein kurzer Text den ich nach Schreibimpulsen geschrieben habe, ein Experiment, das ich sehr empfehlen kann, war ich ja nicht siche,r ob ich jetzt nicht wieder zwei Monate auf Schreibvorbereitung gehen soll, denn ich will ja heuer wieder beim “Nanorimo” mitmachen. Das wäre mein sechster,  denn ich Vorjahr habe ich damit ausgesetzt.

Dann habe ich bezüglich “Unsichtbarer Frau” mit dem Schreiben angefangen und zwar anfang September bei der Schreibgruppe, da wollte ich eigentlich “unsichtbar” als Thema haben, Peter Czak hat sich  aber mit “Muße – Muse” durchgesetzt und ich habe, macht ja nichts, gedacht, denn man kann ja über alles schreiben.

Was auch stimmt, andererseits hat sich der Tex, der dann entstanden ist, für den Einstieg als nicht so günstig herausgestellt, denn das “Muße-Muse-Taferl” mit dem die Slavenka dann da gesessen ist, während die Lily zu Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann eilte, war ein nicht so guter und eigentlich ist die Lily und Slavenka Schiene ja ein Übelbleibsel aus meinem “Besser spät als nie-Projekt”.

Dann ist aber bald die Amanda Siebenstern als Protagonistin hinzugekommen, ein prekäre Literaturwissenschaftlerin, die statt an Handke oder Thomas Bernhard zu forschen, Deutsch als Fremdsprache-Kurse gibt und am Abend ihre Tarnkappe aufsetzt, um Donald Trump, Wladimir Putin und den anderen Großen dieser Welt die Leviten zu lesen. Das war die Einstiegsidee.

Mit dieser Tarnkappengeschichte bin ich dann auch nicht so glatt weitergekommen, denn ich hindere mich ja manchmal selbst, wenn ich zu schnell einsteige, dann bin ich an der Wand und komme von dort nicht mehr weg, es sind aber zwei Szenen entstanden, die sich um dieses FPÖ-Video “Tu was Hasi!”, rankten, aber dann doch nicht so gut gelungen waren.

Daß ich noch ein paar andere Handlungsstränge außer der Lilli und der Slavenka und ihre Amanda Siebenstern haben will, habe ich auch bald gewußt, denn da gibt es ja einen Alfons Tratschke aus Mecklenburg-Vorpommern, der die beiden beschimpft und selber an der Grenze zum Neonazitum dahinbloggt und weil ich  im Sommer auf einmal sehr viele amerikanische Aufrufe hatte, dachte ich, da sitzt ein vereinsamter Uniprofessor in Ammerika und liest sich durch Lillys Blog.

Dann dachte ich aber, der fällt in New York wahrscheinlich gar nicht so auf und habe ihn nach Stockholm verlegt. Ideen über Ideen und die muß ich nun zusammenfügen und zu einer spannenden Geschichte machen. Da braucht man Zeit und Konzentration und die habe ich in den letzten Wochen nicht so ganz gehabt, weil mich erstens meine Praxis nicht täglich zum Schreiben kommen ließ, zweitens drängt ja die überlange Leseliste, da mehr zu tun und dann kamen in der Vorwoche auch die “Ohrenschmaus-Texte”, das sind diesmal auch fast zweihundert. Ich habe sie aber schon durchgesehen und meine Vorschläge herausgeschrieben und mein Geburtstagsfest kommt auch, da mache ich ja Anfang Oktober immer die Einladungen und sende sie aus und diesmal habe ich sogar einen Gast aus der Schweiz bei den Lesenden, neben den bekannten Namen, wie die Ruth und den Rudi und der Margit Heumann, die ich diesmal auch das erste Mal eingeladen habe.

Denn da hat sich vorigen Woche eine Schweizer Psychiaterin bei mir gemeldet und mir geschrieben, ich solle sie zu einer Lesung mit Musik einladen. Das war ein Irrtum, denn ich vermittle ja keine Lesungen, aber dann hat sie geschrieben, sie ist vom 9. bis 11. 11. in Wien und da ist ja die” Buch Wien” und am 11. ist diesmal das Fest, das ist ein Samstag, weil am zehnten, den Freitag den ich sonst immer gern nehme, ja die “Poet Night” ist, wo ichauch lese. Also habe ich sie gefragt, ob sie auf meinen Geburtstagsfest rein privast lesen will und habe jetzt die Leserliste und schicke nächste Woche, die Einladungen aus.

Vorige Woche waren wieder die beiden Tage der offenen Tür mit den Gratisworkshops des “Writersstudios” und da hatte ich  geplant da an meinem Text weiterzuschreiben. Entstanden sind einige Texte, die dann zur Szene sechs, die Amanda steht endlich in Minister Bastis Zimmer und spricht ihn auf ihre Schülerinnen an, die jetzt wegen des Vermummungsverbotes nicht mehr in den Kurs kommen können und den Beginn der Szene sieben, das ist die mit den depressiven Mitglied der schwedischen Akademie, habe ich im Krimi Schnupperworkshop auch geschrieben.

Man sieht, ich habe mich da an die Anweisungen ja nicht so gehalten, sondern an mein Projekt gedacht. Diese Woche habe ich  aus den verschiedenen Texten zur Szene sechs, die ich hatte, eine neu geschrieben und gestern dachte ich dann, ich werde, bevor ich weitermache, das Ganze nochmals neu schreiben.

Damit tue ich mich ja immer etwas schwer, mit dem Korrigieren und Zurückfahren, wenn ich wo festgefahren bin. Habe aber gestern ursprünglich alles neu schreiben wollen. Ich hatte da an die  achtzehn Seiten. Habe das dann nur mit der ersten Szene gemacht, das “Muße-Muse”ist jetzt gelöscht und ich habe das mit dem Blog der Lily und Slavenkas Stipendium etwas genauer ausgeführt und halte jetzt bei siebentausendsechshundertsiebzehn Worten und weiß auch, wie ich weiter mache.

Das nächste ist dann der Jonathan Larsen, Moritz Lichtenstern, auch aus “Besser spät als nie bekannt”, kannn auch nach New York kommen und sich um seine Tochter beziehungsweiseihren Blog kümmern und Don Qucho reitet gegen rechts und die beiden halten ihn ein bißchen auf, etcetera.

Ich bin jakeine so unbedingte Freundin des Freewriting und das mit dem inneren Zensor ist bei mir auch so stark vertreten, daß ich den beim besten Willen nicht aus dem Kopf bekommen kann, denn egal wieviel und, wie gut ich schreibe und da ist  schon einiges bei mir weitergegangen, ist es ja nie gut genug und die Kritiker, wie die JuSophie oder der Uli regen sich auf, beziehungsweise meldet sich bei meinen Gewinnspielen nie jemand, der mein Buch gewinnen will.

Das stört mich schon ein bißchen, mache aber weiter und werde bei dem” Bibliotheksgespenst”, das ja jetzt bald fertig werden wird, eine Leserunde ausrufen. Das heißt fünf Bücher an die verschicken, die dann auf den Blog mit mir darüber diskutieren wollen.

Wäre schade, wenn sich da niemand meldet, probieren werde ich es aber und was den inneren Zensor betrifft, ist es bei mir manchmal so, daß ich zwischen zwei Termine  nur wenig Zeit habe und dann denke, ich muß jetzt was schreiben, bin ich aber nicht in der richtigen Stimmung und es wird dann nichts.

Da habe ich vorige Woche bei den Gratisworkshops mir, glaube ich, eine gute Idee mitgenommen, nämlich bei den Szenen, wo ich nicht so sicher bin, wirklich mit einem Freewirting zu beginnen, nämlich aufnotieren, über was ich da schreiben will. Denn das Schwierigste ist bei mir die Hemmung, daß ich ja immer noch glaube, daß ich nicht schreiben darf,  es dann justament probiere und dann wird es nicht gut. JuSophie hat das einmal, daß ich mein Schreiben mit Zähnen und Klauen verteidigen würde, genannt und ich habe mir “No na!”, gedacht.

Das mit der Hemmung ist aber durch das kontinuierliche Bloggen und meine kontinuierlichen Schreibberichte besser geworden. Denn ich schreibe ja, auch wenn es niemanden interessiert, sehr viel darüber, wie es mir dabei geht und das hilft mir sehr. Das Schreiben nach Impuslsen hat mich weitergebracht und auch, daß ich in der Schreibgruppe, auch wenn die Ilse, der Fritz und die Ruth das nicht wollten,  an meinen Romanenprojekt weiterschreibe.

“Ich will das nicht, daß du da an einem Roman schreibst!”, hat es die Ruth einmal genannt. Ich denke aber, es kann ihr ja egal sein, denn ein zwanzig Minutenteext ist ja sowieso immer nur eine Seite lang, auch wenn es eigentlich schon die Szene fünfzehn ist, da muß ich dann halt vielleicht was zum Veständis erklären, aber das hilft mir sehr und der “Nanowrimo” ist ja auch soetwas, wie man seine Hemmungen überwinden und einen Text fertig schreiben kann, auch wenn der Zensor schreit “Schon wieder nicht gut genug!”, und da habe ich ja 2009 mit dem ersten angefangen und dann 2012, 2013, 2014 und 2015 wieder mitgeschrieben. Ein paar mal habe ich dabei geschummelt, das heißt am ersten November, wenn man starten soll, schon ein paar tausen Worte gehabt und bin dann  schon nach einwer Woche mit dem Rohtext fertiggewesen.

Aber das ist auch egal, weil ich es ja für mich selber mache und selber meinen Schreibprozeß bestimme. So werde ich im Oktober trotz Lesestreß, Frankfurter Buchmesse, Einladungen aussenden, GAV-GV etcetera, an meinem Projekt weiterschreiben und dann höchstwahrscheinlich, das heißt, wenn nich nicht doch schon mit dem Rohtext fertig sein sollte, im November mit dem was ich habe, einsteigen und weitermachen.

Notfalls wirds halt wieder ein Korrigiermonat, denn heuer kommt ja noch etwas anderes hinzu, nämlich das “Writersstudio” wird 15 und da bieten sie fünfzehn Tage einen Schreibmarathon an. Man kann dort hinkommen und an seinem Projekt weiterschreiben. Sie machen, glaube ich, auch beim “Nanowrimo” mit und  dort habe ich auch das erste Mal davon gehört. Also habe ich vor, wann immer mich meine Praxis läßt, dort mit meinen Laptop hinzugehen und an der “Unsichtbaren Frau” weiterzuschreiben.

Das heißt, ich werde das, die erste Woche so tun. Denn in der zweiten ist ja die “Buch Wien” und dort gehe ich natürlich auch hin und mache eine Nano-Pause, wie gehabt.

ich glaube aber, daß ich jetzt ein bißchen freier geschrieben bin und an mein Projekt glaube und da hat mir auch Robert Menasses “Hauptstadt” sehr geholfen, die ich gerade ausgelesen habe. Denn das ist auch ein sehr politisches Buch, das mit der Wirklichkeit spielt. Warum darf ich also nicht meine unsichtbare Tarnkappenfrau zu Minister Basti in sein Schlafzimmer schicken? Und wenn ich das auch lerne, wäre das ja fein. Also so gesehen in den Herbst und neben dem Lesemarathon auch einen solchen beim Schreiben betreiben, das wäre fein und ist auch nicht ganz so neu.

Die Kieferninseln

Nun kommt Buch vierzehn der LL und das dritte Buch der Shortlist, eines das ich mir darauf gewünscht habe, denn ich habe Marion Poschmann 2013 als sie mit der “Sonnenposition” nominiert war, sehr poetisch gefunden und es ist auch das Shortlistbuch, das mir bis jetzt am besten gefällt.

Die zwei österreichischen Bücher muß ich noch lesen und mir den Lehr erst schenken lassen, aber bis jetzt würde ich ihr den Preis wünschen, da ihn Ferdun Zaimoglu, mein ursprünglicher Wunschkanditat nicht bekommen kann.

Denn Marion Poschmann ist es mit den “Kieferninseln” gelungen, einen sehr poetischen Roman zu schreiben, einen in dem es um die Natur, um die vielen Grünschattierungen beispielsweise und die vielen Nadelbäumesorten geht, die es in Japan gibt, aber auch einer, so würde ich es mir  interpretieren, der sehr ironisch mit dem Janpanmythos, sie zeigt auch seine Schattenzeiten auf, als auch mit dem beliebten Longlistthema der Sorgen des mittelalten intellektuellen Schriftstellers oder Professors umgeht.

Denn hier haben wir auch einen solchen, Gilbert Silvester, Privatdozent, weil es ihm entweder wegen der prekären Verhältnisse, weil ja jetzt schon alle sutdieren und er auch kein betuchtes Elternhaus hat, er scheint aber jede Menge Geld zu haben, nicht gelungen ist, an eine Professur zu kommen und sich jetzt von Projekt zu Projekt hantelt.

Momentatn forscht er über die Beziihung zwischen Bart und Gott im Film, man sieht schon die Ironie, denn gibt es das überhaupt?

Er ist verheiratet mit Mathilda einer erfolgreichen Lehrerin und er ist offenbar sehr frustriert, denn er träumt  seine Frau würde ihn betrügen und bricht deshalb gleich nach Japan auf.

So beginnt das Buch und scheint auch in der Leseprobe enthalten zu sein, denn die Blogger oder You Tuber, die sie durchsahen, haben sich an dieser Formulierung gestört und auch mir schien es anfangs unrealistisch, daß das jemand wegen eines Traums gleich tun kann, also wieder einmal viel zu viel konstruiert.

Dann schlägt man das Buch auf, ich habe das PDF gelesen und versteht , daß das durchaus nachvollziehbar ist, denn dieser Gilbert Silvester ist sehr unzufrieden. So schnappt er seine Reisetasche begibt sich auf den Flugplatz und  bucht den ersten Langstreckenflug den er bekommen kann.

Der führt ihn nach Tokyo und das ist, so scheint es, gar keine gute Wahl, denn Gilbert Silvester ist ein Vegetarier und Kaffeetrinker. In Japan trinkt man aber nur Tee. Jedenfalls schenkt ihm schon die ewig lächelnde Stewardess mit dem Geishaknoten im Flugzeug sofort Grüntee ein.

Er versucht Mathilder telefonisch zu kontaktieren. Kann sie aber nicht gleich erreichen. Dann glaubt sie ihm nicht, daß er in Tokyo gelandet ist und legt auf. Da merkt man schon, daß der Traum mit dem Betrügen ein Vorwand war, denn warum sollte er  dann versuchen sie zu erreichen, wenn er sie verläßt, weil sie ihn betrogen hat.

Am Flughafen in Tokyo kauft er sich japanische Literatur und zwar ein Buch von oder über den Dichter Basho, dann ißt er Sushi, obwohl er rohen Fisch auch nicht mag und entdeckt am Bahnhof einen jungen Mann mit einer Sporttasche und einem Ziegenbart.

Vorher hat er schon darüber nachgedacht warum die Japaner sowenig Bärte haben und der junge Mann, es ist der Student Yosa Tamagotchi, man beacgte die Namen, die offenbar auch zur genialen Ironiekonzeptierung gehören, hat vor, aus Prüfungsangst auf die Gleise zu springen und aus Angst überhaupt zu versagen, hat er sich dieses Bärtchen angeklebt, denn damit wird ihn keine japanische Firma einstellen und er erspart sich den Frust.

Gilbert Silvester, den einige der anderen Leser, als unsympathisch erlebten, tut was man in solchen Fällen tuen muß. Er beginnt zu reden, um den Studenten von seinem Vorhaben abzulenken und nimmt ihn in sein Hotelzimmer, das nur aus einem Bett und zwei spartansichen Würfel besteht, in denen aber eine ganze Minibar mit Teekocher eingebaut ist., mit. In der Reisetasche des Studenten befindet sich ein anderes Buch, nämlich ein Ratgeber zum Selbstmord, denn offenbar werden die Japaner, wenn sie versagen, in diesen gewzungen und Gilbert überredet ihn nun mit ihm zu kommen und einen besseren Platz für den Selbstmord zu finden, als ein Eisenbahngleis.

Gilbert hat aber inzwischen ganz andere Pläne, will er doch auf den Spuren der beiden Dichter Basho und Saigyo, die einmal ausgestiegen sind, eine Pilgerreise nach den Kieferinseln in Matsuschima machen. Aber erst muß er den Studenten nach den besseren Selbstmordorten begleiten. Dazwischen schreibt er immer wieder Briefe an Mathilda, um sie von seinen Erlebnissen zu unterrichten.

Der erste Ort ist ein Dach eines japnischen Sozialwohnbausilos, das scheint es in Japan auch zu geben und ist ebenfalls erbärmlch, dann fahren sie in einen Selbstmordwald, der von Marion Poschmann sehr skurril beschrieben wird.

Zuerst gibt es überall Warntafeln, “Tun Sie das Ihren Eltern und dem Staat der Ihre Ausbildung finanzierte nicht an!”

Dann liegen dort die Leichen herum, weil es kommennur einmal im Jahr die Tagelöhner, um sie wegzuräumen. Den anderen Müll lassen sie aber liegen. Also auch kein sehr geeigneter Ort. Sie müssen aber, weil es schon finster ist, dort übernachten und als sie am nächsten Morgen vor der Busshaltestelle stehen, um nach Tokyo zurückzufahren, hält er Chauffeur, es ist derselbe mit dem sie hergekommen sind nicht an, weil er sie für Geister hält, denn aus diesem Ort ist noch keiner zurückgekommen.

Von Tokyo soll es weiter zu den Kieferninsel gehen. Gilbert Silvester will aber zuerst zu den Kirschbäumen, der Student will ihm den kaiserlichen Park zeigen und ins Kabuki-Theater gehen sie auch.

In der Nacht erzählt der sehr  unsichere Student von einer Begegnung mit einem Mädchen, das er in ein Restaurant einlud, dann aber so gehemmt war, sie anzusprechen und, als sie aufs Klo ging, hat er  ihren Rock rot leuchten sehen, so daß er sie für einen Fuchs hielt.

Über die Fuchserscheinungen in Japan hat mich der deutsche Buchpreis auch schon ein Buch lesen lassen und der etwas überhebliche Gilbert meint sarkastisch, daß seine Studenten ihre Hemmungen nicht so mythisch beschreiben würden.

Sie reisen also weiter zu den Kieferinseln, beginnen Haikus zu schreiben und an einer unscheinbaren Zwischenstation, die aber einen sehr mondänen Bahnhof hat, verliert Gilbert, den Studenten. Er scheint ihn dann zwar wieder zu treffen. Aber da ist es nicht ganz klar, ob es sich dabei nicht, um Visonen handelt und es sein Geist ist, der sich vor ihm verbeugt und verrät, daß er schon seint jahrhunderten tot ist, man sieht es ist ein sehr mystisches Buch, wo die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit sehr oft verschwimmt.

Gilbert bezieht inzwischen ein Hotel, auch hier verbeugt sich der Rezeptionist, läßt ihn aus einem Fächer eine Karte ziehen und sagt, die gezogene Insel gibt es nicht mehr, die sei bei dem Tsunami umtergegangen und das Erdbeben, das es gegeben zu haben scheint, scheint überhaupt die Touristen vertrieben zu haben, so, daß Gilbert der einzige Gast ist, der die Kieferninseln mit ihren verschiedenen Farbschattierungen besichtigen will, ansonsten sind nur Baukräne zu sehen.

Es werden Haikus geschrieben, dann kehrt Gilbert ins Hotel zurück, wo der Rezeptionist gerade eine verbeulte Reisetasche wegträgt und er begibt sich auf sein Zimmer, um Mathilda anzurufen.

“Liebste Mathilda!”, würde er sagen. “Wir treffen uns Tokyo, es ist ganz einfach. Die Laubfärbung beginnt”

So endet das Buch, das eine wirklich sehr eindrucksvolle poetische Mischung zwischen Sozialkritik, Landschaftsbeschreibung und japanischer Mystik ist und in dem Marion Poschmann, wie ich es mir interpretiere, auch den vielen lebensmüden Midlifekrisismännern, ein sehr ironisches Pendant in weiblicher Sprache gesetzt hat.

Ein Album mit und von Doris Knecht

Im Literaturhaus gibt es schon  länger eine Reihe “Ein Album für die Ewigkeit,” wo der “Schule für Dichtung-Leiter” Fritz Ostermayer, mit dem ich mich einmal länger in der “Kolik-Lounge”, die es nicht mehr gibt, unterhalten habe und im Sommer sein Fest besuchte, weshalb ich jetzt immer die Aussendungen und Einladungen zu den Seiminaren und Veranstaltungen bekomme, einen Gast vorstellt und mit ihm über Gott und die Welt zu plaudern scheint.Weil ich mich ja für die Dj Musik nicht so interessiere und in den Siebzigerjahren, wo diese Alben wahrscheinlich gespielt wurden, brav in die Oper gegangen bin und sonst Ö1 hörte, habe ich diese Reise bisher eher versäumt.

Das heißt einmal wollte ich sie mit Anna Weidenholzer besuchen, die Veranstaltung ist aber ausgefallen und jetzt hat mich Alfred auf die mit Doris Knecht aufmerksam gemacht, der ja irgenwie ein Fan von ihr zu sein scheint. Ein “Falter-Leser” ist er auch und in Leipzig, wo er sich immer ein Buch kauft, das dann meistens auf irgendeine Longlist kommt, war es diesmal DorisKnechts “Über beziehungen” und ich habe mir schon gedacht, das wird dann sicher, wie die Gertrud Klemm oder die Friederike Gössweiner, wo drauf kommen. War dann auch so, er hat es aber dann statt mir der Anna geschenkt, was aber nichts macht, weil es mir “Rowohtl” freundlicherweise schickte, als ich mich dort in das Bloggerportal eingetragen habe.

Jezt werde ich es lesen, bin aber noch lange nicht so weit, denn bei mir stauen sich derzeit, da ich ja schlecht nein sagen will, die Bücher und so lese ich mich erst durch die dBp und bin da bei Buch fünfzehn, es ist allerdings schon mein zweites östBbp und es kommen dann noch zwei andere österreichische Bücher, bevor ich zu den “Beziehungen”, das letzte öst Buch das ich bekommen habe, kommen werde.

“Besser” mein erstes Knecht hat mir der Alfred übrigens einmal zu oder zum Geburtstag oder so geschenkt, das mir gar nicht so gefallen hat, dagegen hat mir wie Fritz Ostermayer “Wald”, das ich im rFühjahr gelesen hat, ein Fund aus dem Schrank sehr gut gefallen und Doris necht habe ich ja erst letzte Woche bei” Buch und Kommunikation” bei dem Quotentehema gehört und die 1966 in Voralberg geborenen Falter-Journalistin ist auch eine sehr selbstbewußte Frau.

Die Athmosphäre im Literaturhaus war sehr locker, eine Weinflasche am Vernas2tltungsTischund Fritz Ostermeyer hat auch sehr locker moderiert, das heißt er hat zuerst offenbar einen “Falter- Artikel vorgelesen, wo Doris Knecht über das Literaturhaus motzte, überall außer in Wien wären das tolle Häuser mit einer tollen Gastronomie, nur in Wien muß man in einen dunklen Keller gehen und wer will das schon?

Ich beispielsweise und ich will für eine Literaturveranstaltung nichts zahlen und, wo außer in Wien muß man das nicht mehr, aber gut, ich bin keine Bobo-Frau, aber vielleicht ein Literaturfreak und von dem ausgesuchten Superalbum habe ich auch nicht viel gewußt und nicht viel verstanden. Es war mir auch etwas zu laut, die Leute, um mich herum haben aber im Takt mitgeschwungen.

Dann kam das Gespräch auf die Schreibbiografie und wieder sehr viel Selbstbewußtsein. Wie kommt eine Kolumnistin zum Roman? Da tritt der Verlag natürlich auf eine zu und, die denkt sich dann, das kann ich natürlich, ganz klar!

Doris Knecht will aber unterhalten und hat dann zwei Stellen aus “Alles über Beziehungen” gelesen. Sehr gut, dann weiß ich schon worüber es geht, wenn ich dazu komme. Es geht um einen Fünfzigjährigen namens Viktor, der sich offebar durch die Reihen vögelt und zu einer Gesundenuntersuchung geht, wo er bezüglich Alkohol ein bißchen schummelt.

Fritz Ostermayer las dann aus den schlechtesten Sexszenen vor, die Nora Gomringer ihm geschickt hat und fragte Dors Knecht dann nach den Satzanfängen bezüglich seines Romanprojektes.Nachher gab es wieder Wein für alle und Gespräche und ich bin mit dem Alfred noch in die Pizzeria in die Zieglergasse gegangen, an der ich sonst, wenn ich vom Literaturhaus komme, immer vorbei gehe. Aber einmal, vor mehr als dreißig Jahren war ich mit Gerhard da und einmal wollte ich mit dem Alfred hin, aber da haben wir keinen Platz gekriegt.

Diesmal gab es einen und was meine eigene literarisch Produktion betrifft, habe ich mich diese Woche durch die “Ohrenschmaus Texte” gelesen und meine Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das diesmal am Samstag den 11. 11. stattfinden wird, weil am Freitag ja die Poetnight ist, habe ich auch schon konzipiert.

Marie Jahodas Dissertation

“Die Arbeitslosen von Marienthal”, diese Studie von der 1907 in Wien geborenen und 2001 in Sussex verstorbenen Marie Jahoda, hat mich durch mein Soziologiestudium begleitet, das ich eine Zeitlang als Mebenfach wählte, bevor ich  zu dem einfacherenHumanbiolgoei wechselte, wo ich ich mit meiner damaligen Freundin Elfie ein Semester lang Schädel vermessen habe, um zu meinem Abschluß zu gelangen.

Irgendwo habe ich von dieser berühmten Studie gehört und sie hat sich bei mir eingeprägt und ein Buch mit dem “Titel “Wieviel Arbeit braucht der Mensch”, habe ich mir einmal gekauft und jetzt ist eine Einladung zu mir gelangt, daß heute in derArbeiterkammer Bibliothek Marie Jahodas Disseration “LebensgeschichtlcheProtokolle der arbeitenden Klassen 1890 -1930 “, die früher einmal ganz anders geheißen hat, neu heruasgekommen ist, denn Marie Jahoda hat für ihre Dissertation 1932 alle Versorgungsheime Wiens aufgesucht und dort Interviews mit Männern und mit Frauen gemacht, die dort ihren Lebensarbend verbrachten und eigentlich mehr oder weniger damit zufrieden waren.

Irgendwie is die Einadung zu dieser Veranstaltung zu mir gekommen und sie hat die Psychologin in mir sehr interessiert und an der Zwischenkriegszeit bin ich als sozialistisches Arbeiterkind, als welches ich mich immer bezeichne, auch sehr interessiert.

Zuerst gas in der Arbeiterkammer etwas Musik von Thomas Reimer und Eva Feimer, dann gab es einige Eröffnungsreden und dann stellten die Herausgeber des Bandes  ihre neue <publikation vor.

Die Schauspielerin Maria Hofstätter hat acht Fallgeschichten vorgelesen und die Herausgeber haben erzählt, wie Marie Jahoda, die bei Charlotte Bühler Psychologie studierte, ihe Forschungsarbeit angegangen ist. Sie hat den Interviewpartnerm, Bewohnern von den Versorgergsheimen Wiens, die es damals gegeben. hat einige Fragen gestellt, zum Beispiel, wie sie ihr Leben wieder leben würden, wann sie glücklich oder unglücklich waren und ob sie tanzten oder sich für Bücher interessierten und hat alles sehr genau aufgeschrieben.

Interessant,  2017, in Zeiten der neoliberalen Wende davon zu hören und der Direktor von der AK hat in seiner Einleitung auch von den neoliberalen, beziehungsweise prekären Arbeitsverhltnissinen mit der Füchtlingsmigrationen. in den wir heute leben. gesprochen.

Dann gab es noch eine Diskussion und man konnte sich das Buch in dem Spezialpaket  mit eineigen Postkarten, die Marie Johada zeigten, zu einem Spehzialangebot von füfundzwanzig Euro kaufen.Mein Nacbhbar, den ich immer wieder bei politischen Veranstaltunen sehe, hat das gemacht und daran interessiert geblättert.

Nach der Veranstatlung gab es ein Buffet mit Wein und Brötchen und ich habe mich mit der Angela und ihrem Freund Josef unterhalten und auch mit einem der Herausgeber gesprochen und ihm ein bißchen von meinem Kurzsozoiologiestudium bei einen der Brüder Zapatozky erzählt.

Dichtfest in der AS

Wieder einmal Dichtfest oder Dicht-Fest in der “Alten Schmiede” und ich gehe da ja gerne hin, obwohl ich keine Lyrik schreibe und eigentlich auch mehr Romane lese, aber ich interessiere mich für alles und wieder bin ich zu spät gekommen, diesmal zwar nicht so sehr, wie die beiden Male, wo ich vorher im Literaturmuseum war, aber ich habe eigentlich gedacht, daß ich gar nicht kommen könne, weil eine neunzehn Uhr Stunde, aber die wurde abgesagt und nach der um sechs, war ich, nachdem mir eine U-Bahn davon gefahren ist, gerade während der Einleitung von Christine Huber da.

Wieder sechs Lesende und begonnen hat Hwerber J. Wimmer, den ich ja am Montag in der “Gesellschaf”, bei der Kaffeehausbuch-Präsentation getroffen habe, jetzt hat er seinen neuen bei “Klever” erschienenen Gedichtband “Kleeblattgasse Toiko” vorgestellt und das ist, soweit ich es verstanden habe, eine Hommage an die Kleeblattgasse, wo ja Elfriede Gerstl mit ihrer Mutter wohnte, beziehungsweise eine auf Japan, wo Herbert J. Wimmer einen literarischen Aufenthalt hatte, wo Gedichte entstanden sind, die auch in dem Band präsentiert wurden.

Dann folgte die 1974 in Bayern georene Alexandra Bernhard und deren Lyrik “Et in arcardia ego” war sehr interessant, weil sehr traditionell in Balladen und sogar Stabreimform.

“Darf man das heutzutage noch?”, steht am Klappentext des bei “Sisyphus” erschienenen Bandes. Man darf, denke ich und es war sogar sehr stimmig.

Dann folgte die 1964 im Waldviertel geborene Ute Eisinger mit “Ut pictura poesis” und sie bezog sich dabei auf ihr Rom Stipendium, das es wie sie sagte, nicht mehr gibt, wo sie Farben und formen Roms in allen seienen Seiten sehr eindrucksvoll und poetisch beschrieb.

Dann folgte eine Pause. Christine Huber sagte “Bleiben Sie da um den ganzen Spannebreitenbogen der Lyrik zu erleben und so setzte auch die 1976 in Salzburg geborene Renate Aichinger  fort und die war ein Kontrast zu Alexandra Bernhard, nämlich sehr modern und in Rauten oder/Hashtagform “Endeln #Lyrics”.

Johannes Tröndle, der “Alte Schmiede-Mitarbeiter” brachte Ausschnitte aus seinen “Frühzeitelefantenfarben” und andere Texte und Semir Insaif, den ich einmal ,glaube ich, lang lang ists her, mit Renate Niedermeyer von der “Edition Doppelpunkt” bei “Rund um die Burg” kennengelernt habe und der dann den Siemens Literaturpreis mitorganisierte und später die Literaturwerkstatt in der “Gesellschaft für Literatur” leitete, stellten seien Band “Über Zeugungen” vor, in dem es um das Wort Zeug geht, es aber auch einige Replys auf lebende oder tote Dichter gibt.

Nachher gab es, wie beim Dichtfes üblich, Wein,  was zum Knabbern und Gespräche mit den Autoren oder überhaupt. Ich habe mich mit dem Patrik Kames   von der “K und K Holzwerkstatt” unterhalten, der wegen Ute Eisinger gekommen ist.