Autorinnenverwechslungsgefahr im Cafe Prückl

Isabella Breier und Sonja Gruber in der Sommerlesereihe des Cafe Prückls und eigentlich hätte ich nicht hingehen wollen, denn Montag ist ja mein Sommerfrischenwochenendentag, wo ich eigentlich trotz der diversen Sommerlesereihenveranstaltungen in Harland bleiben wollte, aber heute hat der Alfred .ein Treffen mit der Ingrid ausgemacht, um vier in einem Cafe im Schottenstift. Vor sechs haben sich die Ingrid und der Avi dann veranstaltet, also ist sich die Sommerreihenleseveranstaltung gut ausgegangen, obwohl mir die angesagten Autorinnen auf den ersten Blick nicht viel sagten.

Sonja Gruber
Isabella Breier

Stimmt nicht so ganz, denn die 1976 in Gmünd geborene Isabella Breier habe ich schon in der “AS” und woanders gehört, da aber immer irgendwie mit der 1968 geborenen Isabella Straub verwechselt. Meine leichte Legasthenie macht solche Verwechslungen immer wieder möglich, lieber Uli ,und so war ich nicht ganz sicher ob ich jetzt die Autorin vom “Fest des Windrades” oder eine andere vor mir haben werde?

Hatte ich und habe die junge Frau auch gleich am Klo getroffen, die mich freundlich grüßte und fragte ob wir uns nicht kennen?

“Von den Lesungen wahrscheinlich?”, vermutete ich und habe sie nicht gleich als Autorin erkannt, sie hat aber von der “AS” geantwortet und da habe ich sie wahrscheinlich gehört. Als wir um sieben das Cafe erreichten war das Leseextrazimmer noch ziemlich leer. Birgit Schwaner war schon da, Hansjörg Liebscher, der auch zu den heurigen Stammgästen” zählt, Eleonore Weber von der “Edition fabrik transit” , da beide Autorinnen ihre Bücher dort haben.

Später kamen noch Monika Vasik und Gerhard Jaschke auch ein Dauerstammgast dazu und Isabella Breier hat aus ihrem Roman “Grapefruits oder vom großen Ganzen” ein Kapitel gelesen, wo ein Galerist offenbar eine Vernissage aus gestohlenen Bildern veranstalten will.

Dann kam die 1985 im Salzburgerland geborene Sonja Gruber mit einem Lyrikband und die habe ich nicht mit der 1963 in Meran geborenen Sabine Gruber verwechselt, deren neuen Roman, den sie in ein paar Wochen bei den O-Tönen vorstellen wird, schon auf meinen Badezimmerstapel liegt. Natürlich nicht. So unbedarft bin ich nicht in der Gegenwartsliteratur, aber wohl mit der 1960 in Linz geborenen und in Klosterneuburg lebenden Sabine M. Gruber von der ich ein noch immer ungelesenes Buch in meinen Regalen liegen habe.

Es gibt also auch eine Sonja Gruber, die schon einige Gedichtbände hat und auch Gedichte und eine Prosaminiatur vorgetragen hat.

Nachher hat sie sich lange mit Gerhard Jaschke unterhalten, der ja am Mittwoch, dem letzten heurigen Sommerreiheveranstaltung lesen wird und ich habe, obwohl gar nicht geplant, wieder viel gelernt und einiges Neues gehört, wie das in der Literatur eben ist und was die letzte Sommerlesereiheveranstaltung betrifft, kann ich stolz vermelden, daß Beppo Bayerls “Tod im Lainzer Tiergarten” zu mir gekommen ist, das ich wahrscheinlich in Frankreich lesen werde.

Podium Portrait 95-100

Der Literaturkreis “Podium” von Alois Vogel gegründet, hat ja die gleichnamige Literaturzeitschrift, dann eine Lyrikreihe, die, glaube ich,”Neue Literatur aus Österreich” hieß und jetzt die “Podium Portrait-Reihe”, wo die Mitglieder zu ihrem runden Geburtstag, ich glaube, ab sechzig oder so ein Lyrik- oder Prosa-Bändchen je nach vorhandenen Werk bekommen,  jetzt gibt es schon  Band hundert, beziehungsweise, hunderteins, das ist der Bruni gewidmet und wird am Montag posthum in der Buchhandlung “Tiempo Nuevo” vorgestellt und die Bände 95-100 wurden heute in der “Gesellschaft für Literatur” präsentiert. Erstmals dort, obwohl die “Gesellschaft” glaube ich, beziehungsweise Wolfgang Kraus, ihr damaliger Leiter dort den  März als Monat der Lyrik einführte, so daß es jeden März dort einige lyrische Veranstaltungen gibt, die ich auch regelmäßig mehr oder weniger besuche, die “Podium Bändchen” von denen ich einige gelesen habe und auch regelmäßig geschenkt bekomme, zuletzt das von Erika Kronabitter Band acht-oder neunundneunzig bei ihrem Geburtstagsfest, wurden, glaube ich bisher in der “Alten Schmiede” und vielleicht auch im Literaturhaus vorgestellt oder wurden dort die Hefte präsentiert?

Das weiß ich jetzt gar nicht so genau, kann man bei mir aber nachlesen und ab nun, beziehungsweise ab Band 95 wird das, wie Manfred Müller in der Einleitung erklärte, bei der “Lyrik im März” in der “Gesellschaft” passieren und die ersten hundert Bände hat Hannes Yyoral herausgegeben, der jetzt von Erika <kronabitter abgelöst wurde, die schon das Langthaler-Bändchen verantwortetet.

Band 95 bis 100 sind aber den Dichter und Dichterinnen Patricia Brooks, Pascal C. Tanguy, Tarek Eltayeb, Wolfgang Ratz, Erika Kronabitter und Sylvia Treudl gewidmet. Wofgang Ratz ist in Südamerika, Erika Kronabitter anderwertig verhindert, so wurden heute nur vier Bände präsentiert und von Hannes Vyoral eingeleitet.

Bei den Portraits gibt es immer ein Vorwort oder eine Einfürung bei der 1957 in Wien geborenen Patricia Brooks, die ich ja öfter bei Veranstaltungen treffe und die ich, glaube ich, durch unser gemeinsames Portrait einmal, lang lang ists her, in der Zeitschrift “Buchkultur” kennenlernte, war das Ilse Kilic, bei dem mir bisher unbekannten Pascal C. Tanguy, der in Linz geboren wurde und glaube ich französischer Herkunft ist, jedenfalls hat er die Gedichte, die von Reisen aber auch von der Sprache und der Liebe handelten, zweisprachig gelesen, hat das Georg Bydlinsky gemacht und er scheint auch ein sehr vielseitiger Mann zu sein, nämlich Tänzer, Musiker, Maler, Schreiber und dann noch Gymnasiallehrer und war für mich eine spannende Entdeckung, während ich den 1959 als Sohn sudanesiischer Eltern und seit 1984 in Wien lebenden Tarek Etajeb schon vom Namen oder auch von Veranstaltungen her kannte, er las zwei seiner Gedichte auch auf arabisch und hatte dabei spannenden Themen, so handelte das erste nämlich von einem der als er den fluß überquerte schwarz wurde, so daß sein freund sich weigerte es ihm gleich zu tun.

Dann folgte, die 1959 in Krems geborene Sylvia Treudl, die, glaube ich, Elfriede Haslehner im “Wiener Frauenverlag” ablöste, dann das NÖ-Literaturhaus gründete, die “Literatur und Wein” veranstaltet, auch als Rezensentin und vieles anderes tätig ist und ihr Bädchen in sieben Abteilungen gliederte, dabei einiges auf Englisch und anderes in NÖ-Dialekt beispielsweise, das Gedicht von ihrer geschiedenen Mutter las und einen interessanten Kontrast zu den anderen Werken bot.

Erika Kronabitters Gedichte muß oder kann ich, wie schon geschrieben lesen, zu der Veranstaltung zu Brunis achtzigsten Geburtstag werde ich am Montag gehen und nach der Veranstaltung habe ich mich noch länger bei Wein und Kanbberzeugs, das es überraschenderweise gegeben hat, mit Maria Gorniciewicz unterhalten, die, wie sie mir sagte, ihr Portait schon länger hatte.

Spannend, spannend die Veranstaltung, auch für eine Nichtlyrikerin und morgen wird es in der “Gesellschaft” mit der Lyrik weitergehen, da habe ich aber vor nach dem Doml-Workshop, der ja wieder beginnt, in die Hauptbücheeir zu gehen, weil da ein Film über den slowenischen Nationaldichter Ivan Cankar gezeigt werden wird.

Wieder ein Jahr Podiumportraits

Bei der Präsentation der “Podium-Portraitreihe”, diesen kleinen Heftchen, die zu den runden Geburtstagen, ab fünfundfünfzig bis achtzig etwa, der Mitglieder des Literaturkreises herausgegeben werden, war ich schon öfter und ich bekomme auch öfter so kleine Heftchen von den Jubilaren oder deren Erben geschenkt und jetzt wurden Band 83 bis 88 präsentiert und der 1955 in Kärnten geborene Religionslehrer Axel Karner, der mehrmals bei dem von mir organisierten Tagen der “Freiheit des Wortes” gelesen hat und mir auch schon einige seiner Gedichtbände zur Besprechung übergeben hat, hat mit einem sehr eindruckvollen Dialektgedicht über die Gewalt, die wir einander antun, begonnen “Die Goschn soll ich halten hast gsagt” undt dann Auszüge aus den “Stacheln des Rosenkranzes”, den Lissabonnergedichten und den “Chansons grillee”, die ich auch schon einmal im Literaturhaus hörte, gebracht, die nächste war die einzige Frau und auch die jüngste in der Runde, die 1960 geborene Ärztin Monika Vasik, die seit 2011 literarisch tätig ist und die ich sehr oft bei Veranstaltungen sehe.

Barbara Neuwirth hat ihr Portrait eingeleitet, sie hat aber auch selber die Themen vorgestellt, die ihr wichtig sind.

Die Politik, die Liebe, Krankheit und Sterben, sowie Natur und  hat in ihr Portrait auch unveröffentlichte Gedichte, sowie Proben aus ihren bisherigen, in der “Edition Hernals” entstandenen Gedichtbänden einfließen lassen.

Der nächste war der ebenfalls 1955 geborene und als Lehrer tätige Christoph Janacs aus Oberösterreich, der auch öfter bei den “Tagen der Freiheit des Wortes” gelesen hat. Er hat jetzt einen Bart, so hätte ich ihn fast nicht erkannt und hat für sein Portrait Gedichte, die er nach japanischen Mustern geschrieben hat, ausgewählt.

Dann kam Bernhard Widder an die Reihe, er ist auch in Oberösterreich geboren und hat Architektur studiert, reist viel herum, was auch in seinen Gedichten, von denen er einige in den Siebzigerjahren, die meisten zwanzig Jahre später, geschrieben hat, zu hören war.

Der 1945 in Bayern geborene und in Ungarn aufgewachsene Übersetzer, György Buda, den ich von einigen Literaturveranstaltungen und von der Donau Lounge der “Buch Wien” kenne, war der Älteste in der Runde, der seinen ersten Sologedichtband präsentierte, Einzelgedichte hat er schon in Anthologien veröffentlicht und der las von der “Mondstadt” das ist die Gegend um den Donauturm und ein Gedicht, das er Christl Greller zu verdanken hat, die  auch schon einen Band in dieser Reiehe hat. Mercedes Echerer hat das Vorwort für seinen Band geschrieben und der letzte Autor war der 1956 geborene Georg Bydlinsky, der erst im Mai seinen runden Geburtstag hat, der sein Vorwort, wie Martin Auer selbst geschrieben hat und zuerst zwei Gedichtzyklen über Triest und London, das letztere auf Englisch und dann noch drei Kindergedichte las, denn er ist  auch ein Kinderbuchautor und hat unter anderen einen Kinderlyrikpreis bekommen.