Der “Gläserne Vorhang” ist ja eine Veranstaltung der “Gesellschaft für Literatur”, wo Cornelius Hell immer ein paar interessante Ost-Autoren hervoholt. Bei Natalka Sniadanko bin ich das erste Mal dort gewesen und habe mir das besprochene Buch dann beim “Frick” um einen oder zwei Euro gekauft und noch nicht gelesen.
Das habe ich bei meinen “Ukraine-Schwerpunkt” vor, den ich eigentlich für heuer auf meine Leseliste gesetzt habe und heute ging es wieder um die Ukraine, beziehungsweise um ein Buch, das Kateryna Mishchenko und Katharina Raabe herausgegeben haben “Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine” und das ist, bei “Suhrkamp”, erschienen, eine interessante Anthologie über die Situation im Kriegsgebiet und das Interessante daran ist, daß es lauter eher unbekannte Autoren enthält.
Also kein Juri Adruchowytsch, kein Andrej Kurkow oder Tanja Maltatschuko, sondern Filmemacher, Jurnalisten, Wissenschaftler und die 1984 in Poltawa geborene und jetzt in Berlin lebende Kateryna Mishchenko, die Germanistik studiert hat, war auch am Podium und hat mit Cornelius Hell das Buch vorgestellt, das den Nebel über den Ukrainekrieg und die Situation dort mit Originalbeiträgen offenbar erhellen sollte.
Darüber entspannte sich eine Diskussion und Kateryna Mishchenko hat ihren Beitrag daraus gelesen , wie sie mit ihrem Kind zuerst aus Kiew zur Großmutter flüchtete. Dann nach Berlin kam, wo sie die Krise mit sehr viel Arbeit, wie um Beispiel die Buchherausgabe zu bewältigen versucht.
Der Blick aus dem Fenster auf die Stadt kommt in den Text vor und die Kindergärtnerin, die in ihre Datscha flüchtete und dann erst recht in eine Kriegshandlung kam.
Weitere Beiträge stammen von einem Arzt, der, glaube ich, in Leipzig tätig ist und die Situation durch Fotos darstellte. Eine Russin hat auch darüber geschrieben und es gibt auch ein portrait der Stadt Mariuopol.
Ein interessantes Buch, das Cornelius Hell auch sehr zu Lesen empfahl, das ich mir, weil ich ja meinen Ukraine-Schwerpunt habe, nicht kaufte. Denn ich habe bekanntlich eine sehr umfangreiche Leseliste, wo noch einige Rezensionsexemplare darauf stehen, so daß ich zum Backlistlesen wahrscheinlich nicht sehr kommen werde, weil ich ab August wieder Buchpreis lesen werde.
“Die Radionacht” steht aber darauf und Serhij Zahands “Internat” das ich mirr einmal auf einen Literaturhaus-Flohmarkt kaufte und von Andrej Kurkow gibt es, glaube ich, auch ein neues Buch, das im Herbst erscheinen wird und das ich angefragt habe.
“Tacheles” in der “Gesellschaft für Literatur”, das ist eine Veranstaltung in der Daniela Strigl immer mit einem Autor, einer Autorin über seine, ihre Literatur diskutiert und dann gibt es das Buch von Moritz Bassler, der in der Jury des “Leipiger Buchpreises” war, “Populärer Realismus”, von dem ich einmal in Ö1 hörte und dann beinm Lesen etwas verwirrt war, denn für mich ist Realismus etwas anderes, als das was Moritz Bassler da beschrieb.
Deshalb habe ich mich für die “Tacheles-Veranstaltung” entschieden, obwohl im Literaturhaus die “Sprachkunst” war und es mit meinen Stunden eng war, weil eigentlich eine sechs Uhr Stunde und dann schon wieder Schwierigkeiten mit meinen neuen Computer. Da hätte ich gedacht jetzt klappt es endlich….
Also die “Gesellschaft” kurz vor oder nach sieben erreicht. Einen Platz in der ersten Reihe neben der Helga <köcher gefunden und dann ging es los. Daniel Strigl nahm gleich selbstbewußt die Vorstellung vorweg, die eigentlich Manfred Müller machen wollte und sprach dann von einem Buch, von dem derzeit alle sprechen und erklärte auch was unter dem “Midcult” zu verstehen ist. Wenn etwas den Eindruck von Bildung in populärer Sprache erweckt, was eigentlich schon abgelutscht ist und die Leser sich dann darauf stürzen, weil sie sich für gebildet halten.
Das Buch ist eigentlich aus einigen Artikeln entstanden und da wird ja Daniel Kehlmann als großes Beispiel angeführt und das Publikum das aus Wolfgang Müller Funk,Katja Gasser, der Jessica Beer, etcetera, bestand, lachte. Die Elena Ferrante wurde noch genannt und der Sebastian Fitzek. Da behauptete Daniela Strigl, daß sie ihn nicht kenne. Aber den Namen wird sie wohl schon gehört haben, auch wenn die das “Paket”, den “Seelenmacher”, den “Augensammler”, etcetera, nicht gelesen hat jetzt niemand zuzugeben trauen würde.
“Doch!”, widersprach ich. Denn ich habe, einiges und habe noch mehr Bücher gefunden, wo ich ,da ich jetzt ja“Buchpreis” lese zum Lesen nicht mehr komme und das war schon das, was mich an der Diskussion störte.
Die pädagogische Stimme schreit da auf, denn die Leute sollen ja lesen und wenn sie mit dem “Harry Potter” beginnen, sind sie schon einmal dran und das habe ich die Rotraud Schöberl vor Jahren auch einmal im “<“Ex Libris” so sagen gehört.
Ja ,die Buchhändler, wie die Petra Hartlieb sehen das lockerear und würden sich wahrscheinlich den Sebastian Fitzek auf die “Buchpreis-Listen” wünschen, aber der verkauft sich ohnehin und dient den Verlagen, die sogenannte anspruchsvollere Literatur für die Klaus Kastberger schwärmte, zu verlegen. Er nanne die Namen Jelinek, Bernhard, Helena Adler,Tomer Gardi,, etcetera und meinte daß er die Studenten, auch wenn sie Fitzek lesen Peter Handke prüfen würde und daran knüpfte sich die Frage, ob die “Harry Potter” leser zum Peter Handke kommen.
Ich habe “Harry Potter” nicht gelesen, aber dafür in meiner Jugend Hedwig Courths-Mahler und habe die genannten gelesen.
Ann Cotton, die auch als Beispiel genannt wurde, nicht. Aber da war ich auf einigen Veranstaltungen und “Pipins Tochter Taschentuch” das sie übersetzte, liegt auf meinen Lesestapel und wenn ich jetzt verstehe, daß sich Bassler in seiner Definition gegen das schon Bekannte nannte, sprich den hundersten Roman über den Natonalsozialismus, hätte ich eher gedacht, daß ich denTomer Gardi in diese Kategorie reihen würde und die Slata Roschal, die Moritz Bassler als postives Beispiel lobte, nicht, denn das ist ja ein experimenteller Listenroman, sehr experimentell und sicherlich kein Bestseller. Wahrscheinlich ist es der persönliche Geschmack, der da mitspielt, denn den “Engel des Vergessens” hätte Bassler auch für trivial gehalten, worauf ihn die Experten widersprachen und eigentlich müßte man dann auch den Lebensbornroman der Urike Draesner, der ja auf der “Belletristik-Liste des “Leipziger Buchpreises” gestanden ist, für abgeltuscht ist. Es ist aber sprachlich sehr komplizert und das ist ja das Qualitätskriterium und ich fand die Diskussion zwischen den Literaturexperten für wirklich interessant, denn sie zeigt das Dilemma des Ganzen.
Statt sich darüber zu freuen, daß die Leute lesen, wird da immer noch zwischen gut und schlecht unterschieden, wobei sich die Geschmäcker noch unterscheiden und ich meine wieder lesen, lesen lesen, ganz egal was und das was gefällt, ist für einen gut und ich denke durchaus, daß da Sebastian Fitzek neben Peter Handke, stehen könnte und daß das die Studenten jetzt schon zugeben und nicht heimlich im Bett verstecken, finde ich auch für gut.
Ich habe Moritz Bassler, der sehr freunlich und offenbar wirklich populär ist, noch gefragt, ob er Olga Tocaczuks “Empusion”schon gelwesen hat?
Denn da würde mich die Expertenmeiung interessieren, was er zu der “Zauberbergvariante” der “Nobelpreis-Trägerin” meint, die mir sehr gefallen hat, an den intellektuellen Aspruch des “Zauberbergs” aber wahrscheinlich nicht herankomt. Denn was ist ein “Schauerroman”? Zählt wahrscheinlich schon eher zur triviaen Literatur, obwohl der Inhalt vielleicht gar nicht so abgelutscht sondern ehern gewangt und originell ist.
Nach einem sehr intensiven Tag, wo ich das erste Mal nach drei Jahren wieder ins AKH gekommen bin, jetzt braucht man keine Maske, mehr, aber einen Termin wenn man hineinwill, bin ich am Abend wieder in die “Gesellschaft für Literatur” gekommen, wo Evelyne Polt-Heinzl von der ich schon länger nichts mehr gehört hbe und ich auch sehr verändert fand und Wolfgang Straub, die zwei bei “Atelier” wiederaufgelgte Bücher von Hans Flesch-Brunnigen oder Johannes Evangelista Luitpold Flesch Edler von Brunnigen, der von 1895-1981 lebte und in Bad Ischlgestorben ist, vorstellten.
Ein Name, den ich schon gehört habe, viel mehr aber nicht. So saugte ich begierig die Einleitung von Manfred Müller auf, der kurz den Lebenslauf des Autors vorstellte, der literarisch eher im Hintergrund gestanden ist, nach England emigiere, dann auch auf Englisich und mit dem Pseudonym Vincent Brun schrieb und seine Bücher in unterschiedlichen Stilen veröffentlichte und als er wieder nach Wien gekommen ist, an der Seite von Hilde Spiel gestanden ist.
Zwei Bücher haben die Literaturwissenschaftler wiederaufgelegt, “Perlen und schwarze Tränen”, eine Art Ullysses Roman, denn Flesch-Brunningen war mit James Joyce befreundet und so spaziert einer einen Tag lang durch London und sucht dort eine Frau und “Maskerade”, das auf Englisch geschrieben und von Andreas Pechmann übersetzt wurde und zuerst in England und in den USA verlegt wurde, ein Unterhaltungsroman oder einer, der sich mit dem Antifaschismus in Rom beschäftigt.
Es gab lange Beschreibungen über Flesch-Brunningens Leben und die Entstehungsgeschichte der Bücher und dann zwei Lesestellen und am Schluß noch einen “Americano”, der damals in Rom getrunken wurde, Wermuth mit Wasser, jetzt mit Aperol vermischt und viele Gespräche mit der Frau Schmidt-Dengler, die ja eine eifrige Literaturbesucherin ist, habe ich mich unterhalten und dem Herrn Pauer, den ich seit langen wieder gesehen habe. Die Henrike Blum war da und noch viele andere und ein interessanter Abend und jetzt bin ich natürlich gespannt, ob die Bücher einmal zu mir kommen werden. Aber ich lese weniger und langsamer, als früher, werde es also höchstwahrscheinlich nicht schaffen.
Am letzten Donnerstag ist ja mein Computer eingegangen, was mich in größeres Schwierigkeiten brachte, denn kein Bloggen über die “Literatur und Wein” und auch kein Abrechnen am Montag, da wir ja am Mittwoch nach Leipzig fahren werden und da hatte ich den Montag und den Dienstag voller Stunden, so daß ich die “Gesellschaft” eigentlich stramen wollte, aber dann ist es sich doch ausgegangen, hinzugehen, weil ich ja den Debutpreisblogger Fabian Neidhardt, dessen ersten Romanich gelesen habe, persönlich kennenlernen wollte und sein neuer Roman “Nur ein paar Nächte” ist auch besonders interessant.
Geht es da ja um einen Vater, der seine Tochter Mira oder Miriam erzieht, die Beziehung zu seiner Mutter und die Trennung von Mias Mutter, die eigentlich kein Kind wollte und es deshalb von ihm alleine aufziehen läßt.
Daran schloß sich die Diskussion an, was eine Rabenmutter ist, wieso es keine Rabenväter gibt und ob Frauen unbedingt Kinder haben müssen oder alle Frauen eines wollen?
Ich wollte eines und die Tochter Mira, die alleine oder mit einem Freund nach Hamburg zu ihrer Mutter fährt, hat auch ein Geheimnis, nämich das Down Syndrom und das hat Fabian Neidhart eigentlich in seinem Buch versteckt.
Da bezweifle ich zwar, ob die Down-Kinder wirklich alle allein nach Hamburg fahren können? Verweise aber auf den “Ohrenschmaus”, der ja auch einer für Menschen mit der Trisomie einundzwanzig ist und auf meine “Mimi” und auf Ludwig Lahers“Einleben”, das ja auch einmal in der “Gesellschaft” vorgestellt wurde und das zweite Buch war vielleicht noch interessanter.
Auf jeden Fall aber radikaler, denn in Anna Herzigs Buch, die mit ihren Kind und ihrem Hund in der “Gesellschaft” war “Zwölf Grad unter Null”, da geht es um ein Schuldengesetz, das wie mir die Autorin sagte, bereits existiert, nämlich, das alle Frauen alles Geld, das sie jemals von Männern bekommen haben, zurückzahlen müssen oder an den Pranger gestellt werden und da ist eine Frau endlich schwanger geworden und nun will der Verlobte das Geld für die Kinderwunsch-Behandlung zurückhaben.
Vielleicht auf diese Art und Weise, habe ich gedacht und Anna Herzig nach der Pandmie und ihrer Einstellung dazu gefragt und während ich auf sie gewartet habe, habe ich mir das infomaterial über “mea ois wia mia” das in der “Gesellschaft” auflag, sozusagen als kleinen Schwerpunkt-Vorgeschmack zusammengeklaubt und mich auch mit Nicole Kiefer und, ich glaube, Ines Scholz über die “Schreibart “Austria” unterhalten, die auch in der “Gesellschaft” auflag, das neue Heft und dann habe ich das dann auch bekommen, das ich bei dem Preisausschreiben gewinnen hätte können, wenn meine Mails nicht zurückgekommen werden.
Und jetzt auf nach Leiüpzig, wo ich Fabian Neidhardt wieder treffen könnte und auch die Leute von der “Gesellschaft” und wahrscheinlich noch viele andere Österreicher.
Ich bin gespannt und habe am Montag in der “Gesellschaft” wieder zwei sehr interessante Bücher kennengelernt, die ich lesen könnte, wenn ich die Zeit dazu hätte.
Zwei Essaybände, nämlich Band zwei und Band drei aus der “Edition tandem” wurden heute in der “Gesellschaft für Literatur” vorgestellt, die von zwei mir bekannten Autoren, die beide auch im Vorstand der IG-Autoren tätig sind. Nämlich Ludwig Laher und Renate Welsh.
Ich fange mit dem Jüngeren, nämlich den 1955 in OÖ geborenen und dort lebenden Ludwig Laher an, den ich entweder in der IG oder in der GAV kennenlernte, ihn dann, weil er auch über die Trisomie 21 schrieb, in die Jury des “Ohrenschmauses” brachte und von dem ich sowohl einige Bücher gelesen habe, als auch bei einigen Veranstaltungen war. Er hat unzählige Bücher geschrieben, historische, gesellschaftskritische Romane, Erzählbände, etcetera, etcetera.
Setzt sich bei der IG für die Rechtschreibreform und für mehr Literatur bei der Zentralmatura ein und der Essayband zwei enthält einige Texte von denen Ludwig Laher drei verlesen hat. Zuerst zwei dann kamen drei Fragen von Manfred Müller und dann noch ein Text und das gemeinsame an den Erzählbänden, ist wohl der überraschende Kick. Da erwartet man etwas Schlechtes und etwas Gute kommt heraus oder so ähnlich und persönlich waren die drei Texte auch.
Der Erste hat mich etwas zum Überlegen gebracht, weil da die Absicht nicht so deutlich herauskam. Denn da ging der Autor mit seiner Frau, wie täglich spazieren, um seinen Kopf für das Schreiben freizubekommen und überholten ein Pferd, auf dem ein kleines Mädchen begleitet von seiner jungen Oma oder älteren Mutter ohne Helm saß und sich an der Mähne festhielt. Die Beiden gehen vorbei, das Pferd scheut, das Kind fällt herunter, die Großmutter fängt es auf und beruhigt es “Das hast du großartig gemacht” und die Beiden philosophieren, ob sie die Frau mahnen hätten sollen oder ob sie schuld gewesen wären, wenn das Kind sich verletzt hätte? Ja beim Reiten braucht man einen Helm, aber es ist ja nichts passiert und hat die Oma, als die Beiden vorüber waren, das Kind wieder hinaufgesetzt?
Die dritte Geschischte war dann ähnlich. Denn da fand Laher in einem Zug an der Schweizer Grenze ein kleines Schweizer Messer an einem Schlüßelanhänger, den er dann gleich herzeigte und ihn seither bei sich trägt. Nur bei Flügen ist das schwierig. Denn da darf man ja kein Messer mithaben. Also vergräbt er ihn einmal, ein zweites Mal kommt er in Wien durch, wird aber in Kiew erwischt und der Security läßt ihn damit aber weiterfliegen und dann hat er das “Messer” siehe oben “im Kopf”.
Denn was hätte er getan, wenn er den Vorfall bei einem anderen beobachtet hätte, während er sich freute, sich von seinem Messer nicht trennen zu müssen. Also interessant, interessant und die dritte Geschichte habe oder hätte ich fast miterlebt, denn ich war ja im Jahre 2013 beim Schwendter Begräbnis am Baumbartner Friedhof.
Was ich damals an hatte,weiß ich nicht mehr und ich habe den Weg vom 49 er auch gleich gefunden. Ludwig Laher Rolf Schwendter zu Ehren in seinen ältesten Jeans hat sich aber verirrt und hätte sich verspätet, wenn ihm nicht ein Polizeiauto entgegen gekommen wäre, das ihn dann zum Portal chauffiert hat. Vielen Dank, aber Rolf Schwendter war ja sehr gesellschaftskritisch und hat die Polizei oft kritisiert. Ludwig Laher offenbar auch, jetzt haben die Beamten ihn beschämt, so weit so gut und auch sehr spannend, nur der Zusatz, daß sich Ludwig Laher jetzt bei den “Schwurblerdemos” ein härteres Eingreifen gewünscht hätte, hat mich etwas irritiert und das schließt an den zweiten Essayband, nämlich den von der 1937 in Wien geborenen Renate Welsh, der Kinderbuchautorin, die auch für Erwachsene schreibt und IG-Präsidentin, die auch in der Vinzi-Rast Schreibwerkstättten hielt und offenbar in letzter zeit einen Schlafanfall erlitt.
Jedenfalls hat sie Ludwig Laher in der Zeit in der es ihr schlecht ging, ermuntert, Essays für einen Band zur Verfügung zu stellen und hat sie auch für sie ausgesucht und die drei Texte, die die Autorin gelesen hat, haben sich auch mit der Wirkung der Literur, der Kraft der Sprache und dem Wert des Zuhörens beschäftigt, etwas was sich in der letzten Zeit ja auch sehr geändert hat, wo die Linken für die Corona Politik und die Rechten maßnahmenkritisch waren.
Es war aber ein sehr interessanter Abend und auch eine Erinnerung an Rolf Schwendter den ich ja auch sehr gut gekannt habe.
Am Nachmittag nach Harland gefahren und dort in die “Gesellschaft” gestreamt, in der “Alten Schmiede” hätte es auch eine Veranstaltung gegeben, aber die streamen nicht mehr, damit die Leute in die Veranstaltung kommen, wie mir der August Bisinger sagte.
Also in die “Gesellschaft”, wo Gudrun Seidenauer und Wolfgang Hermann ihre neuen Bücher vorstellen.
Ines Scholz hat moderiert und eingeleitet und die beiden Autoren vorgestellt, deren Bücher alle von Frauen handeln, die die Fünfziger- und Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts erlebten.
Die “Gesellschaft” dürfte sehr voll gewesen sein, wie Ines Scholz erwähnte und die 1965 in Salzburg geborene und dort lebende Autorin, habe ich kennengelernt, als ich 1996, glaube ich, in der Jury für das Nachwuchsstipendiumwar.
Dann war ich glaube ich auch einmal in einer Veranstaltung. Gelesen habe ich noch nichts von ihr, aber als ich von ein paar Jahren mit dem Alfred in Salzburg war und wir uns dort mit Margot Koller das Literaturhaus oder den Bücherschrank davor, anschauen wollten, hat sie dort ein Seminar gehalten und das bei “Jung und Jung” erschienene Buch “Libellen im Winter” handelt von drei Frauen Mali, eine alleinerziehnde Mutter, Vera, eine Möbelrestauratorin und Grete, die bei den Amerikanern dolmetscht und von ihnen geheiratet werden will, die die Nachckriegsjahre erleben und sich da in Wien kennenlernen.
In der Diskussion erzählte Gudrun Seidenauer von den wilden Spielen der Nachkriegskinder und den alleinerziehenden Müttern, die sie zu betreuen hatten und ihr Leben schupfen mußten. Es wurde dann über die schwarze Pädagogik der Fünfzigerjahre und die Gesetzte damals, wo Akademikerinnen ihren Titel verlieren konnten, wenn sie bei einer homosexuellen Handlung erwischt wurden, diskutiert. Das Thema Gewalt wird also in diesem Buch sehr angesprochen und Gurdrun Seidenauer erklärte, wie sie zu ihren Recherchen gekommen ist. Eine junge Frau kommt dann auch in dem Buch vor, was Gudrun Seidenauer, die in Salzburg Lehrerin ist und die ihre Schüler in die “Gesellschaft” mitgebracht haben dürfte, als “kleines utopisches Moment” bezeichnet
Den 1961 geborenen Wolfgang Hermann, kenne ich auch schon lange und habe ihn glaube ich, auch schon einmal oder öfter in der “Gesellschaft” oder der “AS” gehört.
Kennengelernt habe ich ihn, glaube ich, beim “Siemens-Technik-Preis”, wo er seinen “Herrn Faustini” präsentierte und damit auch gewonnen hat.
Ein paar “Herr Faustini-Bücher” sind inzwischen erschienen. Ich habe auch schon was von ihm gelesen und jetzt stellte er in “Bildnis meiner Mutter”, das Leben seiner Mutter vor.
Ines Scholz erwähnte, daß Wolfgang Hermann, das Buch schon begonnen hat, als seine Mutter noch lebte und der zweite Teil der Erzählung spielt dann dreißig Jahre später und Wolfgang Hermann beschäftigte sich in der Erzählung mit der Frage, wieviel man eigentlich über seine Eltern bzw. Mutter weiß?
Es wird auch die Landschaft rundherum beschrieben, denn Wolfgang Hermann hat sich während er den ersten Teil geschrieben hat, in Frankreich befunden und seine Mutter Anneliese hat ihre eigenen Wünsche für die Familie zurückgestellt, wie das früher bei den Frauen wohl so war und die NS-Zeit, den Einmarsch Hitlers in Bregenz hat die Mutter als junges Mädchen auch erlebt und hat sich auch freiwillig gemeldet, als man für Hitler ein Gedicht aufsagen sollte und ist dabei steckengeblieben.
Später wollte die Mutter Sängerin werden, hat dann aber offenbar einen ungeliebten Mann geheiratet und Wolfgang Hermann beziehungsweise Kinder bekommen.
Es gibt auch eine Erzählung “In kalten Zimmern”, die sich mit ähnlichen Details beschäftigt, wie Ines Scholz erwähnte, wobei Wolfgang Hermann anmerkte, daß es hier aber um einen anderen Ton geht. und dann ging es noch um die Schwierigkeiten über die eigene Mutter zu schreiben und wie schwer es ist, den richtigen Ton dafür zu finden und Wolfgang Hermann merkte an, daß er seine Mutter, die eigentlich ein unglückliches Leben führte und ihre Träume nicht erfüllen konnte, mit diesem Buch retten wollte.
Zwei spannende Bücher die zeigen, daß die Nachkriegsjahre immer noch sehr wichtig sind und sich viele Autoren damit und der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit beschäftigen.
Ines Scholz hat eröffnet und die Lebensläufe vorgelesen und beide Herren kenne ich schon lang. So hat Hannes Vyoral ja mit Gerhard Ruiss die “IG Autoren” mitbegründet und Nils Jensen war bei “Frischfleisch und Löwenmaul”, als ich in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekommen bin und der hat uns auch eröffnet, daß er unsere “Spuren sichern Gewalt gegen Frauen – Frauen gegen Gewalt” nicht veröffentlichen kann.
Inzwischen gibt er die “Buchkultur” heraus und lebt im Mühlviertel und Hannes Vyoral lebt im Burgenland und gibt das “Podium” heraus und beide schreiben Gedichte durch die Jahreszeiten und durch die Pandemie und die “Gesellschaft” war auch ziemlich voll.
Mit dem März hat Hannes Vyoral angefangen und dann gelesen, wie er im Garten steht oder für seine Enkelkinder für den Frühling dichtet.
“An den Frübhling denk ich gern”, bis er zum Winter kam und Nils Jensen hat erzählt, daß seine Frau sehr früh an Corona erkrankte. Sie in Wien, er im Mühlviertel und da hat er jeden Tag ein “Eichhörnchenlied” für sie geschrieben.
Er thematisierte auch öfter und direkter als Hannes vyoral, der bei der Natur verblieb, die Pandemie und die Demonstranten, die die Krankenhäuser verstellten.
Spannend, spannend, die Tagebuchgedichte der beiden mit denen man durch das Jahr gleiten kann. Die Natur ist wichtig, die Jahreszeiten und die Spaziergänge oder die Radfahrten, die die beiden mit Stift und Blick täglich machen und uns jetzt daraus vorgelesen haben.
Wein hat es diesmal nicht gegeben nur einen Büchertisch, ich verlinke aber mein Corona-Gedicht.
Wir leben im Monat März im Monat der Lyrik und da ist ja vor allem die “Gesellschaft für Literatur” sehr engagiert und hat ein ganzes Monat lang ein lyrisches Programm.
Einen vom Literaturkreis Podium herausgegebenen Lyrik-Folder gibt es auch und so bin ich heute in die “Gesellschaft” statt in die “Alte Schmiede” gepilgert, obwohl die Lautpoesie ja auch etwas eigentlich lyrisches ist und weil ich ja immer ein bißchen nostalgisch bin, vor drei Jahren, als alles begann, was jetzt vorüber ist, war eine Veranstaltung zur Lyrik im März, die letzte, wo ich in der Gesellschaft gewesen bin.
Manfred Müller lobte den Abstand, den das Publkim hielt und als ich dann noch einmal hin wollte, hat mich die Anwesendheitliste abgeschreckt, in die ich mich eintraagen hätten müssen, falls ich krank werde.
Das ist jetzt vorbei und ich bin auch derzeit ein bichen krank und in der “Gesellschaft” ist heute Anton G. Leitner aufgetreten, der 1961 geborene Müncher, der seit dreißig Jahren ein Lyyrik-Handbuch herausgibt und das letzte zum thema “offen” wurde heute vorgestellt.
Einmal vor Jahren war ich, glaube ich, schon bei einer diesbezüglichen Veranstaltung und diesmal moderierte Gerhard Ruiss, der vor ein paar Tagen auch seine “Kanzler-Gedichte” vorgestellt hat. Der interviewt den schlanken sechzigjährigen, der launig über seine Herausgebertätigkeit erzählte und erwähnte, daß er fünftausend Euro Corona-Hilfe zurückzahlen muß.
Dann trat Michael Hammerschmid mit seinen Kindergedichten auf. Das Prodzedere war so, daß jeder der Eingeladenen, drei eigene Gedichte und dann noch drei andere vorlesen durfte.
Dann kam eine junge mir bisher unbekannt junge Frau, die 1990 in Wien geborene Sophia Lunra Schnack. Danach trat wieder Anton G. Leitner auf und las zwei Gedichte über seinen vor kurzem verstorbenen Vater und, ich glaube, eines von Hans Eichhorn den Fischer vom Attersee, der inzwischen auch verstorben ist und Michael Hammerschmid hatte, glaube ich, auch ein Gedicht von Erwin Einzinger verlesen und der letzte war der 1965 in Win geboren Semier Insaif, den Gerhard Ruiss und auch ich, vom “Siemens-Literaturtechniktur-Preis” kannte und Gerhard Ruiss hat seine neuen “”Kanzlergedchte” glesen und Semier Insaif, der jetzt das “DichtFest” in der “AS” macht, improvisierte mit einer Mischung zwischen Deutsch und Farsi oder Arabisch, zwischen Gesang und Literatur und nachher gabs ,um das Fest zu feiern Snack und Getränke.
Kurt Neumann war da, Wolfgang Hermann wenn ich mich nicht irre und eine Journalistin mit der ich mich vor der Veranstaltung nett unterhalten habe. Nachher habe ich es mit einem Musiker getan, der wie er mir sagte, für mich beten wird, mal sehen ob das wirkt.
Da wurden immer je drei Autoren eingeladen einen Artikel zu diesem Thema zu schreiben, in der Gesellschaft waren das Verena Dürr, Andreas Renoldner und Cordula Simon und ich dachte, da geht es um die Autorensituation, wie es denen geht, wenn sie alt werden?
Den Großen wie Stephen King, Peter Handke und Elfriede Jelinek wahrscheinlich finanziell sehr gut, die haben dann eher gesundheitliche Probleme wie Demenz, Krebs, etcetra. Denen, die von der Mindestpensionen leben, eher schlecht und das sind ja die, die ich in der GAV treffe und da hat ja Bernhard Kathan einmal eine Aktion gestartet, wo er nachgewiesen hat, daß die im Durchschnitt nur dreiundsechzig Jahre alt werden, während der Durchschnitt sonst um die dreiundachtzig bei den Frauen, bei den Männern, glaube ich, etwas weniger, liegt.
War aber nicht so, in dieser Tranche ging es generell, um die Situation im Alter und die drei Autoren wurden offenbar ausgewählt, weil sie schon diesbezügliche Erfahrung hatten. So arbeitet, die 1986 in Graz geborene Cordula Simon offenbar nebenbei, um ihre Tantiemen aufzubessern, als Bestatterin, der 1957 in Salzburg geborene Andreas Renoldner im mobilen Pflegedienst und die 1982 geborene Verena Dürr als Sozialbetreuerin.
Die Texte gingen also hart in die Realität der Altersarmut oder Alterseinsamkeit. Was ist wenn die Freunde wegsterben, man allein übergeblieben ist, sich die Familie weil selbst berufstätig, sich nicht mehr um den Alten kümmern kann?
Verena Dürr
Da gibt es dann die Pflegeheime, mit den überforderten Pflegern in den letzten drei Jahrenn konnte man da auch keine Besuche empfangen und mussten, wenn es hoch ging, einsam sterben und die mobilen Dienste schilderte Andreas Renoldner in seinen Text sind auch keine Lösung. Denn da tauchen jeweils fünfzehn Minuten, die Betreuer auf, haben in ihrem Handy aufgeschrieben, was sie tun sollen. Duschen beispielsweise. Der Klient will das aber nicht oder hat schon oder will vorher frühstücken und Schwarzbrot statt Toast, aber das ist nicht da und keine Zeit einzukaufen. Sehr beeindruckend und angsterregend. Verena Dürr schlug in ihren Text in dieselbe Kerbe, während Cordula Simons Text sehr künstlerisch war und sehr eindrucksvoll immer wieder “Ich habe mich umgedreht” wiederholte. Also man strudelt sich ab, erzieht die Knder, baut das Haus und dann ist man alt und ist allein.
Moderiert wurde die Diskussion von Stefan Gmünder und interessant ist, daß die Frage, daß niemand etwas vom Alter hören will und Bücher darüber nicht genommen werden, durch Milena Michikos Flasars Buch “Oben Erde, unten Himmel” die genau dieses Thema behandelt, beantwortet.
Da geht es um das japanische Phänomen, daß die Leute oft drei Monate lang in ihren Wohnungen liegen, bis sie überhaupt gefunden werden und ich denke, daß das gute Sozialsystem, das es vielleicht vorher gegeben hat, durch die Pandemie sehr gelitten hat. Wenn jetzt der Mittestand durch die Inflation verschuldet wird, ist dann kein Geld da, sich vielleicht in eine Mehrgenerationenwohnung einzukaufen und die autoritären Systemen, die wir in der letzten Zeit erlebt haben, sind da ja auch nicht sehr Hoffnung erregend.
Die Diskussion war auch sehr intensiv, die Psychologin Maria Wölflingseder hat sich sehr intensiv eingebracht, Eva Geber war da, Ilse Kilic, Fritz Widhalm und auch Robert Huez, obwohl im Literaturhaus heute auch das Buch der Milena Michiko Flasar vorgestellt wurde und ich denke, daß ist ein Thema das uns alle betrifft.
Wir alle werden älter und ich habe mich schon sehr lange sowohl psychologisch, als auch literarisch damit beschäftigt und eine Diskussion, wie diese kann nur ein erster Ansatzpunkt sein, sich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen, daß wir alle sehr verdrängen und ich habe noch ein literarisches Event aufzuweisen, waren doch heute Wolfgang Asenhuber und Ingrid Schwaiger bei mir, die eine Biografie über die 2010 verstorbene Brigitte Schwaiger schreiben wollen und da Personen, die sie kannten interviewten.
Nun habe ich die 1949 in Freistadt Geborene eigentlich gar nicht persönlich gekannt. 1977 bin ich auf ihren Roman “Wie kommt das Salz ins Meer” mit dem sie schlagartig bekannt geworden ist, gestoßen. Der wurde in der sozialistischen Wochenzeitung “Die Frau” veröffentlicht. Dann kam der große Absturz. Sie konnte mit ihren weiteren Büchern von denen ich einige gefunden habe, nicht mehr an den Erfolg anschließen. Hat sich, glaube ich, verschuldet und musste ihre Schulden bei ihrem Verlag abarbeiten.
Sie hatte auch psychische Probleme, die sie mit dem Buch “Fallen lassen”, das 2006 erschienen ist, aufarbeitete und damit wieder Aufmerksamkeit erregte. Da war ich bei einer Vorstellung in der “Gesellschaft für Literatur”. Habe sie auch als Publikum im “Siebenstern”, weil sie offenbar in der Nähe wohnte, getroffen und einmal, als ich mit der Ruth am ersten Mai am Rathausplatz war und die hat sie gekannt und so habe ich sie auch sozusagen persönlich kennengelernt und als Inspirationsquelle habe ich sie bei der “Absturzgefahr” auch benützt.
Und dann kann ich den Bogen zurück zur Diskriminerung und sozialen Ungerechtigkeit spannen.
Denn Brigitte Schwaiger wäre höchstwahrscheinlich, wenn sie sich nicht umgebracht hätte, auch davon betroffen gewesen.
Ein interessantes Thema und jetzt kann ich mich auf die Biografie freuen, die, glaube ich, im nächsten Jahr erscheinen wird.
Zu dem 1881 in Wien geborenen und 1942 in Brasilien vertorbenen Stefan Zweig bin ich über Umwege gekommen. Im Bücherkasten meiner Eltern stand die Biografie “Maira Antoinette”und die “Welt von gestern”” wahrscheinlich beide in Büchergilde Gutenberg” Ausgaben. Später habe ich dann im offenen Bücherschrank die “Schachnovelle”gefunden, die mich aber nicht besonders begeistert hat.
Vor oder nachher habe ich im Radio eine Sendung gehört, wo Stefan Zweig und Peter Rosegger aus dem Kanon der Literatur vor 1945 hinausgeschmissen wurden, was zur Folge hatte, daß ich ein paar seiner Bände im Bücherschrank stehen habe lassen.
Aber dann habe ich die “Berührungen” geschrieben und da kam die Idee ein paar Schauspieler ein Stück über Stefan Zweig und Heimito von Doderer spielen zu lassen und ich habe gelesen und gelesen.
Mit “Amok” habe ich wieder weniger anfangen können. Mit der “Ungeduld des Herzens”, schon und daß die “Welt von gestern” großartig ist habe ich schon früher herausgefunden.
In Salzburg, wo der Schriftsteller viele Jahre lebte, gibt es das Stefan Zweig Center, das habe ich nicht geschafft, während meiner Salzburger Aufenthalte zu besuchen. Aber jetzt ist Klemens Renoldner, der ehemaligen Leiter, mit Elisabeth Erdem und Werner Michler nach Wien gekommen, um den Band III seiner Erzählungen von 1927 – 1942, die unter dem Titel “Schachnovelle”, weil die die bekannteste ist, vorzustellen und das war sehr interessant, denn die drei Herausgeber erzählten von den verschiedenen Textfassungen und ihren Wunsch eine gesicherte Fassung herauszugeben.
Die “Schachnovelle” ließen sie dabei, weil offenbar zu bekannt, weg, sondern konzentrierten sich auf das eher Unbekannte. Eine Erzählung, wo es um einen Taschendieb geht, der vom Erzähler einen Tag verfolgt wird “Unvermutete Bekanntschaft mit einem Handwerk”, die hat Stefan Zweig Joseph Roth zum Lesen gegeben, was er offenbar öfter mit seinen Freunden machte, der die Erzählung zuerst sehr lobte, dann aber bis aufs letzte Detail zerpflückte, was Stefan Zweig offenbar höflich zur Kenntnis nahm, aber nichts veränderte.
“Spät bezahlte Schuld” heißt eine andere Novelle, wo eine Frau einen alten heruntergekommenen Schauspieler in einem Südtiroler Dorf trifft, der sie einmal davor bewahrt hat, sich ihm hingegeben hat und dem sie jetzt einen besseren Ruf verschaffte. Da gibt es einige Fassungen. Zuerst wird der Schauspieler, der auch mehrere Namen trägt, eher sehr schrullig, später milder beschrieben. Die Erzählung iskt auch zuerst auf Englisch und in Brasilien herausgekommen und dann erst in den Fünfzigerjahren in der “Presse”.
Fragmente gibt es auch, Beispielsweise die Erzählung “Wiederstand der Wirklichkeit”, die auch den Namen “Reise in die Vergangenheit” trägt und darüber haben auch die Herausgeber viel erzählt, daß es da zum Beispiel den Roman “Clarissa” gibt, der von dem Fischer-Lektor zusammengesetzt wurde, während sich jetzt die drei um eine gesicherte Ausgabe bemühen, die im nächsten Jahr, glaube ich, vorgestellt werden soll.
Es gab viele Fragen aus dem Publikum, das aus Ursula Seeber, Frau Schmid-Dengler, Dine Petrik, Helene Hoffmann und anderen bestand. Einer stellte die interessante Frage, ob es sich bei den Ausgaben nicht um ein “Zweig-Mausoleum handelt, weil es ja viele andere Zweig-Ausgaben gibt und das ist eine Frage, die ich mir auch stellte, denn ich käme nicht dazu die Bücher zu lesen und wenn sie noch so kommentiert sind, weil keine Zeit, keine Zeit. weil ich ab August mit demBuchpreislesenbeschäftigt bin, aber ich habe schon viel Zweig gelesen, zwar sicher keine gesicherten Ausgaben, aber doch einen genauen Einblick über sein Werk bekommen und Klemens Renoldner meinte, daß es überall auf der Welt viele Zweig-Spezialisten gibt, die auf die Bücher warten.