Vom Freitagsgespräch zur Hörspielgala

In Zeiten der Pandemie hat es in der “Alten Schmiede” die “Nachtschicht” gegeben, wo Walter Famler und Oliver Scheibner ohne Publkum Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Kultur sozusagen eingeladen hat und mit ihnen ein Gespräch zu Lage der Nation führte, woraus auch die Zeitschrift “Die Sichel” hervorgegangen ist, die in der “Schmiede” aufliegt und dem “AS-Programm” beigelegt ist.

Das ist jetzt vorbei. Die Pandemie offiziell beendet und man kann wieder maskenlos in die “Alte Schmiede” gehen. Gestreamt wird weniger oder vielleicht doch zu bestimmten Veranstaltungen und da gibt es jetzt einmal im Monat am Freitag um fünf ein sogenanntes Freitaggespräch.

Da gab es schon eines, wo wir in Harland waren und jetzt interviewte Oliver Scheibner zum Thema “Interkulturelle Diplomatie” die junge iranischstämmigr Diplomatin Shoura Hashemi und befragte sie zu der derzeitigen Situation in Iran und ihren Engagement in den sozialen Medien, wo sie sich sehr stark für die Situation der Frauen einsetzt.

Das war sehr spannend, weil ich darüber nicht viel weiß und dann ist es, ich glaube, zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder ins Radiokulturhaus gegangen, um mir die “Hörspielgala”, die aus der “Langen Hörspielnacht” hervorgegangen ist, anzuhören.

Da habe ich schon öfter geschrieben, daß sich die sehr verändert hat. Am Anfang in den Neunzigerjahren hat es Gulasch und Wein gratis gegeben. Man konnte die Hörspiele live hören und, ich glaube, auch abstimmen und es hat bis in der Früh gedauert.

Da war ich eigentlich sehr oft da, obwohl ich keine besondere Hörspielkonsumentin bin und habe Jahr für Jahr die Veränderungen beobachten können. Einmal war ich nicht da und habe es mir im Radio angehört. Das war das Jahr, wo es den Polizeieinsatz gegen den Protest bezüglich der Hörspielhonorkürzungen gegeben hat. Hanno Millesi hat später aus dem Originalsound ein Hörspiel gemacht.

Dann wurde die lange Nacht zu Gala und ich habe, glaube ich angefangen zu Hause zu bleiben und es mir dort anzuhören, weil es auch manchmal schwierig war einen Platz zu bekommen Einmal hätte man sich anmelden sollen und ich habe gerade eine übergeblieben Karte bekommen.

2020 kann ich mich erinnern waren wir in Harland und ich habe gestreamt, das war kurz vor dem ersten Lockdown und die letzten zwei Jahrei fand dann das Ganze mehr oder weniger ohne Publikum oder mit Maske und Gs statt und ich habe zu Hause gestremt oder Radio gehört. Aber heuer ist das siehe oben auch hier anders und so bin ich mit dem Alfred nach der “Alten Schmiede” ins Radio Kuturhaus gegangen, haben anstandslos Zählkarten für die zehnte Reihe bekommen. Der Alfred allerdings auf der linken, ich auf der rechten Seite, haben Antonio Fian und seine Frau und Daniel Wisser, im Foyer getroffen und diesmal ist auch die Abstimmungskarte an mir vorbeigegangen, so daß ich keine Ahnung hatte, was da am programm stand.

Wir haben allerdings den neuen Generaldirektor schon auf der Straße getroffen und diesmal gab es auch wieder viel zu kritisieren, soll doch das Radiosymphonieorchester eingespart werden und auch die Hörspielproduktionen außer Wien. Da gibt es nur noch das Tiroler Landesstudio mit Martin Sailer die eigene Produktionen machen und diesmal ist es um zweiundzwanzig Hörspiele gegangen, die beurteilt werden konnten.

Andreas Jungwirth und Doris Glaser haben wieder moderiert. Die Geschwister Mira und Sara Gregoric die das Duo Somona bildeten, haben musizert und begonnen hat es wieder mit den Kurzhörspielwettbewerb, den es auch seit einigen Jahren gibt.

Da habe ich die Vorstellung der Top Ten in der “AS” auch versäumt. So konnte ich mich kurz in die drei best platzierten Hörstücke einhören.

Gewonnen hat da das “ELTSCHIBISbJU” denn da hat Petra Nachbaur ihr Dorf dieses Wort aussprechen lassen und der Satz den das fünf Minuten Stück enthalten mußte, hieß “Wie soll ich es sagen?”. Den Sonderpreis der “Schule für Dichtung” hat das Stück “szenen einer zersetzung//der körper” von Paula van Well und Lara Bäucker gewonnen.

Es hat wieder das “Oloide” als Preis gegeben und dann gings zum Preis der Fachjury und den hat Händl Klaus mit dem schon erwähnten Landesstudio Tirol mit dem Stück “Zrugg” gewonnen. Da gab es dann auch den Appell an den Direktor, der ja jetzt einsparen muß, das nicht beim Orchester und der Hörspielproduktion zu tun und eine Collage aus den zweiundzwanzig Hörspielen hat es auch gegeben und da waren Daniel Wisser, Antonio Fian und auch wieder Magda Woitzuck darauf.

Eine Neuerung gab es auch. Nämlich den Preis mit den besten Sound und den hat Stefan Weber mit dem Hörspiel des vor zwei Jahren verstorbenen Ludwig Fels “Was siehst du? Die Nacht!” gewonnen.

Brigitte Karner wurde die Schauspielerin des Jahres und die wurde nach der Pause, wo ich mich lange am Klo angestellt habe und mich auch sehr nett mit Frau Fian unterhalten habe, in deren Bücherei Filiale im zweiten Bezirk, ich ja vor Jahren auch einmal lesen konnte, geehrt und gewürdigt und dann wurde der Publikums- oder Hauptpreis bekanntgegeben und der wurde o Überraschung wieder Händl Klaus, der ja auch schon 1997 gewonnen hat.

Also viele Küsschen und großes Umarmen. Die Hörspiele kann man sich dann im Radio anhören und ich muß sagen, es war ein schöner Abend und live ist es sicher besser als per Radio oder Stream, weil man sich da ja auch unterhalten und ein bisschen von der Atmosphäre mitnaschen kann.

Genre im PS

PS-Politisch Schreiben ist ja eine Gruppe von literarisch sehr engagierten jungen Frauen, die in einem Redaktionsteam jedes Jahr eine Zeitschrift zu einem Thema und mit freien politischen Texten herausgibt, die ich auf der Krit Lit kennengelernt habe.

Die jeweiligen Zeitschriften werden auch immer im Literaturhaus vorgestellt, da war ich einmal wo Ilse Kilic und Eva Schörkhuber aufgetreten ist und im Vorjahr habe ich glaube ich aufgrund einer Demoparty darauf verzichtet.

Aber Corona ist ja vorbei und eigentlich hätte ich auch auf eine Antikkriegsdemo der Linken gehen können, toll das es das gibt. Ich habe mich aber doch für das Literaturhaus und die 7# PS entschieden, die Genre als Thema hatte und das ist ja sicher sehr interessant.

Denn was ist Genre? Krimi, Chiklit, Horror, Fantasy, also etwas was durchaus für nicht literarisch gilt, aber die Leute lesen wollen und das P.S Redaktionsteam, dem auch Eva Schörkhuber, Kaska Bryllap und noch ein paar andere Frauen angehören, durch Essays beschrieben haben.

Dann gibt es auch, wie Caca Savic, die moderierte, erwähnte auch immer einen Textteil und so begann Elisabeth Klar, deren neuen Buch, glaube ich, vor kurzem auch im Literaturhaus vorgestellt wurde, mit einem sehr interessanten Essay, der sich mit der Fan Fiction beschäftigte.

Was ist das?, könnte man da fragen und da wusste ich eigentlich nur, daß “Shades of Grey”, als eine solche auf die “Biss zum Morgengrauen- Serie” geschrieben wurde. Da habe ich die Bücher einmal gefunden aber noch nicht gelesen. Im Netz gibt es noch viel mehr zu finden und Elisabeth Klar scheint auch eine diesbezügliche Spezialistin zu sein.

Dann kam der 1988 in Maribor geborene Uros Prah, der wie Caca Savic betonte, investigative Lyrik schreibt, nicht nur, korrigierte der Autor und las sehr schöne Gedichte, die ursprünglich auf Slowenisch geschrieben wurde und bei einem Überetzerworkshop mehrmals auf Deutsch übersetzt wurde und Eva Schörkhubers Genregeschichte habe ich, glaube ich, schon auf der letzten KritLit gehört und das war interessant, denn eigentlich war das ja ein sehr realistischer Text von einer psychisch kranken Frau, die ihr Kind besucht, weil sie obwohl sie schon lange keine Unterhaltszahlungen geleistet hat, trotzdem das Besuchstest hat und dann kein Geld mit dem Taxi nach Hause zu fahren und den Spray hat sie auch vergessen.

So hetzt sie durch einen Wald und wird dann von Mücken angegriffen. Spannend, spannend Eva Schörkhuber hat das Horrormäßige dabei betont.

Nachher bei den Getränke habe ich mich mit einer der Herausgeberinnen unterhalten, die mir das Heft zur Verfügung stellte. Mit Andreas Pavlic habe ich mich dann auch über das Bloggerdebutshortlistbuch der Ursula Knoll unterhalten. Sabine Scholl war da, sowie Maria Seisenbacher und dann kam der Alfred und so sind wir noch ins “Nil” gegangen und haben uns noch ein bischen weiter mit den Autoren und der Weltsituation unterhalten.

Begegnung mit Ilse Pollaks Tochter

Ich habe ja, als ich 1973 maturierte, Psychologie studiert und zu schreiben begonnen. Und da irgendwann, ich weiß nicht mehr so genau, ob während meines Studiums oder während meiner Verhaltenstherapieausbildung Mitte der Achtzigerjahre, Ilse Pollak kennengelernt. Eine alte Dame, die sich sehr freundlich, um die Studenten kümmerte, ihnen Kaffee ausschenkte oder ist das der Herr Wittek gewesen und ich habe sie einmal, das muß Mitte oder Ende Achtzig oder vielleicht schon Neunzig gewesen sein, als ich im SMZ-Ost an der Krankenpflegeschule unterrichtete, sie in ihrem Gemeindebau besucht. Das war wahrscheinlich, um den Valentinstag, jedenfalls habe ich ihr ein kleines Primelstöckchen mitgebracht. Eine freundliche alte Dame, die dann aus meinen Gedächtnis entschwunden ist.

Daß sie eine Tochter namens Susanne hat, die im “Picus Verlag” den Roman “Familientreffen” veröffentlich hat, hat sie mir wahrscheinlich erzählt, beziehungsweise habe ich das Buch gelesen. Daß E. A. Richter ihr Schweigersohn war, habe ich auch gewußt. Von dem habe ich die “Berliner Entscheidung” gelesen und 2010, glaube ich, als ich schon bloggte hat sich der bei mir gemeldet und mir einmal sogar eine Buchbeschreibung geschrieben und mir auch erzählt, daß seine Schwiegermutter gestorben ist und jetzt in der Realität von 2023, als ich mir mein Wochenveranstaltungsprogramm zusammenstellte und für den Mittwoch zuerst nichts gefunden habe, keine “Alte Schmiede” kein Literaturhaus, keine “Gesellschaft”, habe ich den Newsletter des “Republikanischen Clubs” bekommen, der mir mitteilte, daß die 1942 geborene Susanne Pollak ihr zweites Buch “Klara spielt nicht mit”, wieder eine Familiegeschichte, dort vorstellt.

Einige alte Damen im “Republikanischen Club”, die sich ihre Masken aufsetzten, Sybille Summer hat auf das Buffet hingewiesen, Wein, Chips und ein paar Süßigkeiten. Vanessa Redak hat moderiert und darauf hingewiesen, daß Susanne Pollak, die inzwischen in Frankreich lebte, deshalb waren auch einige französisch sprechende Damen im Publikum, ihre Lehrerin in Deutsch und Französisch in der Zirkusgasse war und ihr die Liebe zur Literatur beigebracht hat. Und Susanne Pollack, die 1942 im Exil in Frankreich geboren wurde, hat sehr lange an ihrem zweiten Buch geschrieben, das die Geschichte ihrer kleinen Schwester Klara, die in Wirklichkeit anders hieß, schildert.

Denn die Eltern, der Vater Arzt, Ilse Pollak hat, glaube ich, erst später Psychologie studiert, haben ihren drei Kindern, Susanne 1942 geboren, den fünf Jahre jüngeren Bruder und der 1952 geborenen Schwester, nichts von ihrer Fluchtgeschichte erzählt und sie obwohl sie das eigentlich nicht von ihnen gefordert haben, unter einen großen Druck gesetzt, nicht aufzufallen und die Braven und die Besten zu sein.

Susanne Pollak und der Bruder, der später Psychoanalytiker wurde, haben da mitgemacht. Die kleine Schwester nicht. Sie hatte Asthma und viele Krankheiten oder sich diese eingebildet, beziehungsweise vorgespielt. Hat ihr Medizinstudium abgebrochen, dann eine Tochter geborenen, Anna heißt sie wahrscheinlich nicht wirklich, wie die meine und ist dann mit siebenundvierzig Jahren gestorben. Susanne Pollak hat sich sehr lange mit der Frage beschäftigt, warum, die kleine Schwester nicht, wie sie mitgemacht hatte, sondern Widerstand leistete.

Daran knüpfte sich die die Frage, warum dine Eltern den Kindern nichts von ihrer Fluchtgeschichte erzählte und, daß Susanne Pollak erst sehr spät herausbekommen hat, warum sie in Lyon und nicht, wie die anderen Kinder ihrer Klasse in Kagran geboren wurde und da kann ich mich an die Hansi Berger erinnern, die ich im Klub der logischen Denker als Studentin kennengelernt habe, die von Prag nach Israel emmigrierte und dann mit ihrem ersten oder zweiten Mann nach Wien gekommen ist, die der sehr neugierigen Studentin auch nicht viel erzählte, wie das damals gewesen ist?

Das ist, glaube ich, erst die dritte Generation, die dann, die Vergangenheit und die schweigenden Eltern aufdeckt und sich damit beschäftigt.

Die Familiengeschichte geht dann weiter, daß sich Susanne Pollak, die sich nach dem Tod der Schwester, um ihre Nichte gekümmert hat, zu der sie ein schlechtes Verhältnis hatte und erst jetzt wieder zu ihr zurückgefunden hat.

Dreizehn Bücher gab es, glaube ich, zu verkaufen, die Hälfte wurde das auch und ich bin wieder ein bisschen in meine Vergangenheit eingetaucht, habe mich mit E. A. ,Richter unterhalten, der jetzt einen neuen Verlag sucht und, wie er mit verraten hat bei “Dichterloh” lesen wird und kann noch meine Parallelen anmerken, daß ich im November 1953 geboren wurde und eine 1942 geborene Schwester hatte, die 1978 an einem Autounfall verstorben ist.

Preisgelüste

Ich sage und schreibe ja manchmal, daß ich den “Nobelpreis für Literatur” möchte und habe da schon Empörung ausgelöst.

“Bist du betrunken?”, hat die Elfriede Haslehner da beispielsweise einmal zurückgefragt.

“Nein, aber ich gebe zu, daß ich dich damit ein bisschen ärgern wollte!”

Warum eigentlich und warum darf man das nicht wollen oder es aussprechen?

Der liebe Uli schreibt da, glaube ich, auch immer “Sind sie wahnsinnig?”

Natürlich nicht, denn man soll sich doch große Ziele setzen. So hört man es doch in den Coachingseminaren, obwohl es natürlich, das weiß ich schon unrealistisch ist, denn da müsste mich jemand vorschlagen. Ich müsste auf eine Longlist und dann auf eine Shortlist kommen und wer schlägt mich vor, die Literaturexperten wahrscheinlich nicht, weil die mich nicht kennen oder mich nicht für literarisch halten.

Denn wer seine Bücher selbst herausgibt oder darüber bloggt, ist das natürlich nicht. Eigentlich auch komisch, denn, ich denke, man sollte die Bücher erst einmal lesen und nicht von vornherein sagen, “Eigenverlag wollen wir nicht!”

“Selfpublishing ist bei der Bewerbung ausgeschlossen!”

Denn damit kann man nie auf eine Buchpreisliste. Warum eigentlich, wenn es gut ist und gefällt!

Und ja, es gibt Selfpublishingpreise. Aber da muß man, glaube ich, im Netz publizieren, was ich beispielsweise nicht tue und wahrscheinlich Genre schreiben.

“Fang doch ein bisschen kleiner an!”, hat mir Maria Gorniekiewicz einmal auf diese Bemerkung gesagt und das stimmt natürlich und ich kann hinzufügen, daß der “Nobelpreis”, den ich mit Zwanzig, als ich zu schreiben anfing, naiv verlangte, eine Anerkennung ist und Anerkennung für das Schreiben wünscht man sich natürlich, brauch es und ist wahrscheinlich auch der Motor für das Weiterschreiben.

Ich habe da ja nicht besonders viel davon bekommen und schreibe trotzdem weiter, habe mir da auch das nötige Selbstbewußtsein erarbeitet und würde mir im Jubiläumsjahr, fünfzig Jahre literarisches Schreiben, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” schon ein bißchen feed back und positive Beachtung wünschen.

Eine Hand voll Kommentierer auf den Blog, die meine Bücher lesen und mit denen man ernsthaft diskutieren kann, wäre schön und hat es am Anfang auch gegeben, da hatte ich ein paar junge Autoren unter den Followern. Dann kam die Frau Heidegger und die JuSophie sowohie der Uli, die sich darüber lustig machten, was eigentich schade ist, denn ich meine es ja ernst mit meinen Schreiben und bemühe mich sehr.

Finde es daher schade, daß ich da nur auf der Stelle getreten bin oder auch nicht natürlich nicht, denn ich habe ja geschrieben und geschrieben und bin daher wahrscheinlich besser geworden und habe auch meine diesbezügliche Hemmung überwunden und vor ein paar Jahren bin ich immer die Preise durchgegangen und habe die mir auch gewünscht. Den schon erwähnten “Nobelpreis” und in Klagenfurt beim “Bachmann-Preis” lesen, später dachte ich der “Priessnitz-Preis”, der “Fried-Preis”, den “Wildgans-Preis”, etcetera, wäre fein.

Aber da ist wahrsceheinlich wieder der Eigenverlag, das Ausschlußkriterium.

“Selfpublisher nein, die wollen wir nicht!”, also ist das schon einmal weggefallen. Aber ich habe ein paar Preise, Preiserl, wie mein Psychologiestudienkolle Gerhard K. einmal sagte, schon bekommen.

Den für das geschlechtneutrale Kinderbuch “Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen pfeifen” mit der Geschichte “Güler will kein Kopftuch mehr”, das erschien dann bei “Jugend und Volk” und bekam auch den “Kinderbuchpreis”, aber weiter ist es damit nicht gegangen. Ich habe sogar eine schlechte Kritik bekommen, obwohl der Text natürlich lektoriert wurde.

Dann habe ich ein paarmal einen Preis mit einer Geschichte bei einer Zeitung oder Zeitschrift bekommen und einmal einen Hörspielpreis, den die Buchhandlung “Thalia” ausgeschrieben hat und ein paar Mal habe ich bei den “Luitpold Stern-Preisen” der Gewerkschaft auch gewonnen. Der letzte Preis, den ich bekommen habe, war 2005 bei der Bücherei Pannaschgasse. Da gabs einen Buchgutschein dafür und seither habe ich mich bei diesen Preisen auch nicht mehr beworben und bei den anderen werde ich nicht ausgewählt und habe mich wahrscheinlich mit dem abgefunden, was mir Rudolf B, schon ende der Siebzigerjahre sagte.

“Schreib halt nur für dich!”

“Nein!”, habe ich empört gekontert.

“Das tut die Jelinekauch nicht!”

Damals war ich noch naiv oder vielleicht auch etwas überheblich. Jetzt tue ich es, gebe nach jahrelangen Fehlversuchen meine Bücher selbst heraus, und habe mich damit ohne es zu wollen und zu wissen, damit offenbar ins Fettnäpfchen gesetzt, obowhl sich das inzwischen ja geändert hat und das Selbfpublishing inzwischen viel angesehener geworden ist. Auf die Buchpreisliste kommt man damit aber auch nicht hinein und seit fast fünfzehn Jahren blogge ich über mein Schreiben, veröffentliche also alles im Internet und auf Knopfdruck kommt man zu meinen Texten.

Für mich ist das sehr wichtig, obwohl ich derzeit nur zwei oder drei Kommentierer habe und es eigentlich schade finde, daß sich niemand zu meinen Leserunden meldet und mir ein Kommentare zu meine Bücher schreiben.

Offenbar trauen sich die Leute das nicht, was ich das nicht ganz verstehe, denn, ich denke, ich habe schon Bücher besprochen, die ich für schlechter als meine empfunden habe.

Da fasse ich den Inhalt zusammen und sage meine Meinung. Verreißen brauche ich dabei nicht. Ich denke, es hat mir nicht geschadet, mich mit dem Schreiben der anderen zu beschäftigen, finde auch das, was jenseits den Tellerrand passiert interessant und brauche dazu auch keinen Kritiker, der mir das vorauswählt, was ich lesen soll.

Passiert in der Praxis aber so, was ich sehr schade finde. Ich schreibe trotzdem weiter. Das heißt, solange mir etwas einfällt, fühle ich mich in der letzten Zeit auch schon etwas ausgeschrieben und ich habeauch schon sehr viel geschrieben. An die secbzig selbstgemachte Bücher und den täglichen Blogartikel über meinen Schreiben und meine Bücher und was ich mir für das Jubiläumsjahr wünsche, ist immer noch mehr Anerkennung und Interesse. Eine Handvoll Kommentierer mit denen ich über Literatur diskutieren kann, die sich die Zeit nehmen meine Bücher zu lesen und sich vielleicht auch einige Stunden oder Tage damit zu beschäftigen, ein paar Einladungen zu Lesungen, zu Diskussionen, etcetera.

Ob ich mir noch einen Verlag wünsche, weiß ich gar nicht so genau. Mit ein bißchen mehr Aufmerksamkeit auf den Blog und weniger “Eigenverlag wollen wir nicht!”, sondern “Interessant, was Sie da schreiben, zeigen Sie her!”, würde es schon gehen.

Also vielleicht doch den “Fried-“, den “Priessnitz-,den “Wildgans-, etcetera, Preis?

Den “Nobelpreis” werde ich nicht kriegen, das weiß ich schon und würde das Geschrei, siehe Handke, Jelinek, etcetera, was es dann gab, höchstwahrscheinlich auch nicht aushalten.

Aber ich schreibe schon über fünfzig Jahre, bemühe mich sehr und habe da ja auch schon einiges hervorgebracht, was wahrgenommen werden sollte und was mich wahrscheinlich am meistens schmerzt ist, daß es bisher so unbeachtet geblieben ist.

Trojanow trifft Dzevad Karahasan

“Trojanow trifft…”, so heißt eine Reihe in der “AS” bei der ich schon öfter war oder sie streamte, wo der 1965 geborene Ilija Trojanow immer imteressante Bücher oder Autoren vorstellt und vorher hatte er glaube ich eine sozialpolitische Reihe und da bin ich zu spät gekommen, daß ich kaum einen Platz mehr fand.

So bin ich diesmal extra früh gekommen und habe trotzdem nur mit Ach und Krach ganz am Eck in der dritten Reihe einen Platz gefunden und Ilija Trojanow ist ja ein charmanter Moderator mit einem vielleicht sarkastischen Witz, so kann ich mich noch an eine “Literatur im Herbst” erinnern, die ich streamte, streamen muß und um das “Odeon” ist eine Maßnahmendemo vorbei gezogen: “Das sind die Menschen, die für die Freiheit kämpfen krank zu werden”, hat ilija Trojanow gewitzelt.

Vielleicht hat er auch “Idioten” gesagt und ich denke, all die, die da dabei gewesen sind, leben wahrscheinlich noch immer und den 1953 in Duvno geborenen Dzevad Karahasan,, der auch schon öfter seine Bücher in der “AS” vorstellte, stellte er als großen Selbstgesprächer vor oder einen, der in der Welt von Platon und Dante lebt und er ist auch ein Chronist des belagerten Sarajewos und darum geht es auch in seinem neuen Buch “Einüben ins Schweben”, das vorgestellt wurde.

Da geht es um einen englischen Dichter und einen Einheimischen, die sich durch das Buch dialogisieren und die erste Stelle, die der Autor gelesen hat, handelt von einer Braut, die eigentlich schon Witwe ist und trotzdem das blutige Hemd ihres Verlobten heiratet und dann schon hochschwanger in das Haus der Schwiegermutter zieht.

Daran knüpfte sich die Diskussion über die Pardoxien, die Dzevad Karahasan in seinem Roman verfolgt und da hat er die Rolle des Humors hervorgehoben, die da sehr wichtig war und von einem Treffen mitten im Krieg erzählte, wo er und seine Besucher lautstark lachten, so daß sogar ein Nachbar kam und mitlachen wollte. Der Humor ist gerade in Krisensituationen sehr wichtig und ein Abwehrmechanismus, das weiß man schon seit Sigmund Freud.

Ich habe damit ja meine Schwierigkeiten würde mich da laut Dzevad Karahasan in Sarajewo schwer tun, so wie das auch der berühmte ivo Andrivdem Autor tat und dann kam die zweite Stelle mit dem Lieblingswitz, der natürlich nicht lustig war. Denn da geht einer frühmorgens aus dem Haus, um sich die alten Kipferln aus der Bäckerei zu holen und wird dann von einer Granate zerfetzt und der ist früher im Mai leicht bekleidet herumgegangen, obwohl rundherum Schnee lag, aber warum sollte er sich anpassen, das Wetter war falsch.

So ging es weiter durch das Buch, das dann auch empfohlen wurden. Aber ich lese ja gerade den Erzählband einer jungen bosnischen Autorin und da hat mich der Mann, der neben mir saß angesprochen und sich gewundert, wieviel ich beim Lesen unterstreiche.

Zwei seltsame Herren aus dem “Jung und Jung Verlag”

Heute ein Abend mit zwei “Jung und Jung” Bücher in der “Alten Schmiede”, geschrieben von zwei Frauen, die sich mit zwei Außenseitern beschäftigen. Zwei ältere Herren, die ein sehr einsames und auch schrulliges Leben führen und die teilweise in der “Pandemie” entstanden sind.

Das der 1955 geborenen Dagmar Leupold, die mit ihren “Dagegen die Elefanten” auf der letzten deutschen Buchpreisliste gestanden ist, ist es auf jeden Fall.

Das hat sie in der Diskussion erwähnt, war aber stark verkühlt, so daß der “Jung und Jung-Lektor” Harald Gschwandtner, der, wie der Protagonist aus Dagmar Leupolds Roman heißt, aber der hat keinen Nachnamen, zumindestens gibt er diesen ab, wenn er am Abend die Oper oder Philharmonie betritt, um sich dort in die Garderobe zu setzen.

Ich habe das Buch gelesen, es hat mir ganz gut gefallen, obwohl es wahrscheinlich nicht ganz realistisch ist, diesen seltsamen Herrn, Exzentriker, hat es Dagmar Leupold genannt, nicht schrullig und das ist der Herr Harald höchstwahrscheinlich, der in seiner Garderobe italienisch lernt, dann in einem Mantel eine Pistole findet, die er mit nach Hause nimmt und dann im Backofen versteckt, das ist wahrscheinlich unwahrscheinlich und kann man vielleicht, als einen Gag betrachten, einem Monolog zu einem Plot bezieungsweise Spannunselement zu verhelfen.

Das führt dann schon über zum zweiten Buch, aus dem an diesem Abend als Erstes gelesen wurde, eine Schweizer Autorin, die teilweise in Finnland lebt und deshalb, wie sie sagte, die deutsche Sprache fast verlernte und wahrscheinlich, um die zu retten ihr Debut geschrieben hat und da beschreibt sie einen Tag eines pensionierten Piloten, der sich, wie sie es offenbar zeigen wollte, daher seinen Sinn verloren hat und sich von der Gesellschaft ausgestoßen fühlt.

Er ist geschieden, das schon zehn Jahre, hat aber noch die Zahnbürste und das rote Handtuch seiner Ex im Badezimmer und jetzt verbringt er seine Tage in dem er sich mit Modellbauten beschäftigt, also vielleicht eine sinnlose Tätigkeit und das spannende und das war wahrscheinlich der 1978 geborenen Tine Melzer wichtig. Es gibt keinen Plot. Sie beschreibt einfach nur einen Tag des alten Herrn, der seinen Sinn nur durch, die Ordnung also, das Zählen, die Struktur findet, die er durch seine Pensionierung verloren hat.

“Alpha Bravo Charlie” heißt das Buch, das eigentlich genau das beschreibt, was Jurenka Jurk in ihren Seminaren, als nicht statthaft beschreibt, langweilige Tätigkeiten aus dem Leben eines Pensionisten wahrscheinlich besteht zu beschreiben.

“Da passiert doch nichts!”, hat mir einmal einer zu einen meiner Texten gesagt und mich tief getroffen, bei Dagmar Leupold passiert, daß der Außenseiter eine Pistole findet, sich mit dieser seltsam benimmt und dann doch keinen Krimi daraus macht, sondern sich nur vorstellt, daß er die im Konzerthaussaal benützt, um seiner Angebeteten Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Interessant, interessant und Jochen Jung bringt sehr interessante Bücher. Lorenz Langenegger, auch ein “Jung und Jung-Autor” habe ich im Publikum gesehen und sonst eigentlich niemanden den ich kannte und in der “Gesellschaft für Literatur” hat Brigitte Schwens-Harrant Daniel Wisser vorgestellt oder mit ihm über seine Bücher gesprochen.

Fragenkatalog für die Versöhnungskommission

Nachdem die ÖVP bei der Niederösterreich-Wahl die absolute Mehrheit verloren hat, weil immer wieder die Aussagen von Johanna Mikl-Leitner zu den “Ungeimpften” die sie vor cirka einem Jahr bezüglich der Impfpflicht geäußert hat, wiederholt wurden und die FPÖ einen Corona- Untersuchungsausschuß gefordert hat.

Die Maßnahmen wurden jetzt als für beendet geplant bekanntgegeben. Im April bzw. Juni wird es dann soweit sein, daß alle Maßnahmen fallen werden. Ein neues Epidemiegesetz, wo eine Impfpflicht jederzeit wieder eingeführt werden kann, ist zwar schon in Vorbereitung und in Wien muß man noch bis Ende Februar mit FFP 2-Maske in den Öffis fahren und die Hälfte der Leute tun das auch, wie ich interessiert beobachte, wenn ich an einem Bus oder Straßenbahn vorübergehe, hat jetzt auch Kanzler Nehammer die Hand ausgestreckt, um etwas gegen die Spaltung der Gesellschaft zu tun und bekanntgegeben, daß er eine Untersuchungskommission einführen will, die dann zu Ostern die Pandemie aufarbeiten wird, denn man konnte ja nicht anders. Wenn man die Gesundheit bewahren und die Menschheit retten will, ist alles erlaubt, verkündete er ungefähr und sprach wieder und noch immer von Impfgegnern und Coronaleugner denen man es nicht recht machen kann.

Aber war es wirklich so?

Ich habe noch den Satz von März 2020 im Ohr, daß die meisten das Virus gar nicht merken werden und nur die Alten geschützt werden müßen. Trotzdem der scharfe Lockdown, das Spazierengehen war, glaube ich, erlaubt, aber das Niedersetzen auf einer Parkbank verboten, den über Sechzigjährigen wurde geraten zu Hause zu bleiben und sich einkaufen zu lassen. Die Spielplätze und die Bundesgärten waren geschlossen und man sah die Bilder von Bergamo mit den Särgen, wo man jetzt, glaube ich, weiß, daß das falsche Fotos waren und ich glaube auch das Interview, das man mit einem überforderten maskierten Arzt führte, war einmal mit Standort Italien, einmal mit New York angegeben und, daß man in Bergamo und auch in Schweden zuerst falsch behandelt hat, das heißt zu früh beatmet und die alten Leute aus dem Spital wieder ins Pflegeheim entließ, wo sie dann alle ansteckten, weiß man jetzt. Damals hat man es nicht gewusst und so höre ich immer die ersten scharfen Maßnahmen bis Ostern waren okay, da wusste man es nicht besser.

Man hörte aber auch, daß die Definition der Pandemie geändert worden war und, daß es auch Planungen gegeben hat, wie man im Falle einer Pandemie am besten vorgeht und dann hörte man auch Bill Gates will alle impfen, einen Chips einpflanzen, etcetera.

Das fiel dann unter Verschwörungstheorien und der Chip ist glaube ich auch nicht notwendig, das geht wahrscheinlich schon viel einfacher, daß aber geimpft werden sollte und die Pharmafirmen ihr Geschäft witterten, ist, glaube ich, bewiesen.

Nicht hinterfragen hörte man und dann marschierte die Polizei auf mit dem Abstandsmesser, verlangte Meldezettel, wenn man zu zweit spazierenging, verbat den Müttern mit ihren Kindern Fußball zu spilen und verlangte hohe Strafen, wenn sie es trotzdem taten.

Es kam dann zu Lockerungen und zu einem Herbst und einem Winter wo dann die ersten Impfungen durchgeführt wurden und die Massentests zum Freitesten mutierte. Die App mit dem man seinen Bewegungsradius verfolgen konnte, hat dann nicht so funktioniert. Das wollten die Leute nicht. Man musse sich in den Gasthäusern registrieren und war man positiv kam kein Arzt, sondern die Polizei, die überwachte, daß man zu Hause blieb und dann blieben die Leute so lange unbehandelt zu Hause bis es nicht mehr anders ging und sie auf der Intensivstation landeten, weil die Lungendruckgeräte die helfen hätten können, nicht verteilt wurden.

Dann kamen wieder Lockerungen. In Wien natürlich nicht, da musste man im Sommer 2021 auch in den Gastgärten einen Test oder Impfnachweis bringen, obwohl man immer hörte, im Freien ist es nicht ansteckend und die Spitäler wurden auch nicht aufgestockt und ich kann mich noch an die Aussagen von Minister Mückstein, der es als TCM Arzt eigentlich besser hätte wissen müssen, erinnern, daß ein gute Immunsystem nicht hilft und wenn man sich nicht impfen läßt, dann wird man sterben….

Das hat ein hochgradiger Mediziner, glaube ich, noch im letzten Sommer gesagt, als längst Omikron vorherrschte und die Leute zwar positiv, aber meistens nicht krank wurden.

Ein mllder Verlauf hörte man und die Kinder mussten Masken tragen und sich dreimal in der Woche testen lassen und als es im November 2021 besonders hektisch wurden, weil die Impfquote nicht so, wie gewünscht stieg, wurde ein enormer Druck ausgelöst.

Man muß sich impfen lassen weil man sonst nie mehr in ein Kaffeehaus oder zum Friseur gehen kann und von der Solidarität und dem Schutz der anderen wurden gesprochen.

“Wer will denn neben einem Umgeimpften sitzen?”, als ob die automatisch ansteckend wären? Das habe ich öfter gehört und auch, daß man, wenn man sich nicht impfen lässt nicht mehr im Spital behandelt wird, seine Wohnung verlieren kann oder besonders fies, wenn man jemanden ansteckt wird man wegen fahrläßiger Tötung oder Totschlag angezeigt.

Das hat dann wie die “Pandemie der Ungeimpften” nicht lang gehalten, denn als dann die Impfpflicht kam, war klar. Die Impfung hält nicht, was sie versprechen sollte. Man ist trotzdem ansteckend und eine “Pandemie der Ungeimpften” gibt es nicht und die Gesellschaft war trotzdem gespalten, denn wenn jemand unsolidarisch ist, darf er eben nicht überall sein Leberkäsesemmerl essen und Schuhe kaufen darf er ebenfalls nicht und es erscheint mir immer noch skurril, daß man seinen Ausweis und seinen Impfpaß herzeigen mußte, wenn man in einem Geschäft etwas kaufen wollten.

Nun gut muß man nicht und in die Lebensmittelgeschäfte durfte man mit FFP2-Maske auch und man konnte sich auch liefern lassen oder am Markt einkaufen und den Punsch dann halt statt am Christkindlmarkt am Würstelstand einkaufen.

Trotzdem Fragen über Fragen, denn, daß sich die Viren abschwächen und auch die spanische Grippe mal verschwunden ist, das wurde nicht geglaubt, beziehungsweise als unwissenschaftlich erklärt, wenn man das hinterfragte. Das gibt es nicht, man kann sich trotzdem schwer krank werden und Minister Lauterbach sprach von dem Killervirus das sicher diesen Winter kommt.

Jetzt sagt er etwas anderes und gibt, glaube ich, auch zu, daß die Schulschließungen nicht nötig waren. Denn die Kinder haben Schlaf- und Eßstörungen, hat man ihnen ja eingeredet, daß sie schuld sind, wenn die Oma stirbt und Sprachentwicklungsverzögerungen haben sie wohl auch abbekommen, weil man von maskierten Kindergärtnerinnen das Sprechen wahrscheinlich nicht richtig lernt.

Aber nicht hinterfragen und wenn man meinte, daß man mit dem Virus leben lernen muß, war man gleich ein Nazi auch wenn man auf eine Anti-Maßnahmendemo ging und da vielleicht keine Maske trug, weil man das ja sonst im Freien auch nicht mußte.

Aber dann kam Omikron und die Impfpflicht wurde ausgesetzt, die Pandemie für beendet erklärt, obwohl es, glaube ich, immer noch täglich ein paar tausend positiv Getestete gibt, obwohl ja nicht mehr soviel getestet wird.

Also außer Spesen und Schäden nichts gewesen und auch wenn Professor Bhakdi als Nazi diffamiert wurde und Konstantina Rösch ihre ärztliche Lizenz verloren hat und nur bestimmte Experten zu Wort kamen, hat man jetzt wohl erkannt, daß es nichts bringt wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt, denn dann ist alles kaputt und die Spatzen flattern munter davon und, daß die Null Covid Theorie mit der sich wohl so manche Experten den Nobelpreis erhofften, nicht weiterkommt, haben inzwischen auch die Chinesen erkannt.

Also alle Maßnahmen weg, aber die Menschen werden verstört zurückgelassen, haben die vielen Tests und Masken ja Milliarden gekostet. Österreich war ja Testweltmeister, obwohl auch bald klar war, daß die nicht so richtig differenzierten und Massentests nichts bringen.

Einige Firmen haben wohl sehr gut daran verdient. Die Pharmafirmen auch und die Inflation liegt jetzt bei elf Prozent. Eigentlich ganz klar, aber da ist, höre ich, nicht die Pandemie schuld, sondern der Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine und die starke Angstwelle mit der die Leute im Frühling 2020 dazu gebracht wurden, nicht zu hinterfragen und die Maßnahmen mitzumachen, weil sie sonst Gefährder waren, wurden längst dadurch ersetzt, daß man ein Volksfeind ist, wenn man für den Frieden und gegen die Waffenlieferungen in der Ukraine war.

Denn wir müssen den Krieg gewinnen und für den Frieden frieren und dann hörte man noch, daß der Mittelstand zerschlagen wird und man nicht wissen wird, ob man essen oder heizen soll und vor der nächsten Stromrechnung haben auch alle Angst.

Uje, uje, also auch nicht viel besser und, daß der “Standard” und der “Falter” umgefallen ist und der ORF auch sehr seltsame Nachrichten über die sogenannten Maßnahmenkritiker brachten, “Denn das sind alles Schwurbler, Aluhutträger oder Nazis und glauben, daß die Erde eine Scheibe ist!”, ist auch nicht besser.

Und dahin zielt auch meine nächste Frage. Warum sind alle Nazis, die sagen, daß man, wie die Schweden auch anders mit dem Virus umgehen hätte können, was jetzt eigentlich erwiesen ist.

Aber nein, das geht nicht, auf die Eigenverantwortlichkeit, was wohl das Gescheiteste gewesen wäre, denn es kann ja jeder der es wollte, eine Maske tragen und sich impfen lassen, konnte man sich nicht verlassen, da mussten schon die Zwangsmaßnahmen her.

Uje, uje und das Ganze hat drei Jahre gedauert. Die Pandemie ist jetzt vorbei. Die Inflation und die Angst vor dem dritten Weltkrieg aber da und auch die Klimakatastrophen und da kann es ja jederzeit einen Klimalockdown geben, wenn das bei der Pandemie so gut gewirkt hat.

Aber trotzdem, keine Maßnahmen mehr und, daß es täglich viertausend positve Testse gibt, darüber wird nicht mehr geredet. Es sind auch nicht wirklich viele Leute krank oder nur verschnupft oder haben leichte Symptome und ich würde mir ebenfalls eine ehrliche Aufarbeitung wünschen, bin aber sehr skeptisch, daß das geschehen wird.

Aber warten wir ab, wie es weitergehen wird und ich habe meine Meinung immer geschrieben. Habe gebloggt und gebloggt und sogar zwölf Corona Bücher geschrieben, wo man den Verlauf und die Stimmung der letzten drei Jahre ganz gut nachlesen kann.

Die Sprache der Sonne

Ein Roman des 1969 in Hamburg geborenen Matthias Görlitz, der in St. Louis lebt und an der Washington Universität lehrt, auch Lyriker und Übersetzer ist, mit dem er sich nach Istanbul begibt, beziehungsweise dorthin seine Protagonisgtin Lee schickt, um ihre Doktorarbeit über ihre Großmutter Helene fertig zu schreiben und ihren Spuren, die sie dort hinterließ zu erforschen.

Denn Gromutter Helene, eine Jüdin hat sich, nach dem sie in die Schweiz geflüchtet war, nach Istanbul begeben. Hat dort gelehrt, bevor sie nach Amerika kam und dort an der Universität tätig war, an der Lee jetzt forscht.

Mit den Tagebüchern ihrer Großmutter fliegt sie aus Berlin, wo sie Zwischenstation machte, nach Istanbul. Da hat sie ihren türkischen Freund verlassen und will jetzt das Verhältnis ihrer Großmutter zu dem 1900 in Wien geborenen Georg Naumann, der noch am ersten Weltkrieg mitmachte, dort verwundet wurde und jetzt in einem Spital in Istanbul lebt, erforschen.

Das Buch spielt im Jahr 2016-2017. Georg Naumann ist also, etwas unrealistisch hundertsechzehn Jahre alt und will den ältesten Menschen der Welt übertrumpfen, was ihm, wie ich anmerken kann, nicht gelingt.

Er stirbt im Sommer 2016 nachdem er bekannte, daß er Lees Großvater ist und Lees Mutter Marie odee Mary stirbt kurz vorher und deren Verhältnis zu ihrer Mutter war nicht sehr gut und das Buch, kleingedruckte dreihundertdreißig Seiten, die gar nicht so leicht zu lesen waren, ich habe eine knappe Woche dazu gebraucht, pendelt nun zwischen dem Istanbul von 1936 und 37 zu dem von 2016 hin und her und erzählt im Großen und Ganzen Georg Neumanns Geschichte, die, wie sein hohes Alter eine sehr widersprüchige ist.

Wie schon geschrieben in Wien geboren, sein Vater ein Hofrat, glaube ich, war ein echter Österreicher, der Monarchie nachtrauernd wahrscheinlich, während sein Sohn sowohl an das neue Deutschland glaubte, als auch von der Orentalistik sehr begeistert ist.

Das studiert er lange und schließt es nie ab, schreibt für verschiedene Zeitungen über die neue Türkei. Seine Artikel werden von den deutschen Redakteuren aber umgeschrieben und die Liebe zu Männern prägt ihn auch.

Da gibt ein leidenschaftliches Verhältnis zu einem Ulrich van Stetten, der dann nach Istanbul geht. Naumann wird von den Nazis erwischt und zum Spitzeln nach Istanbul geschickt. Dort findet er seinen Ulrich aber nicht, dringt nicht zu ihm vor, wird einmal auch verfolgt und dann gefoltert, bis er dann auf Lees Großmutter trifft.

Eine Begegnung zu Atatürk der in den Dreißigerjahren, die deutschen jüdischen Wissenschaftler nach istanbul holten, damit sie sein Land reformieren gibt es auch.

So wirkt der Roman teilweise, wie ein Sachbuch und ist daher schwer zu lesen, weil die spannende Handlung eigentlich fehlt oder die, die es gibt, langatmig und langweilig wirkt.

Man erfährt aber viel über die jüdischen Wissenschaftler, die damals nach Istanbul gingen und dort ihre Vorlesungen hielten. Der 1957 in Conneticut verstorbene Literaturwissenschaftler Erich Auerbach beispielweise, der zehn Jahre in Istanbul forschte.

Es gibt aber auch viele literarische Anspielungen. Orhan Pamuk, der Nobelpreisträger von 2006 wird erwähnt. Aber auch der Putsch von 2016. Matthias Görlitz scheint da sehr gelehrt zu sein, viel zu wissen oder genau recherchiert zu haben. Deshalb ist das Buch und die Rolle Istanbul in den Dreißigerjahren aber auch in der Jetztzeit, die sehr lebeding geschildert wird, auch sehr interessant und es lohnt sich wahrscheinlich es zu lesen.

schlafbaum-variationen

Neue Gedichte des 1972 in München geborenen Nico Bleutge, der 2012 den “Erich Fried Preis” bekonnen hat, von wo ich ihn auch kenne. Seine “Drei Fliegen” – “über Gedichte” habe ich gelesen und jetzt ein neuer Band. In schöner Kleinschrift geschrieben, was manche Gemüter, siehe das “Literaturcafe” aufrege nmag und zum Duden greifen läßt.

Aber trotzdem schöne Sprache und zum Lesen sehr empfehlen, die drei Teile, die der Band, den ich als e pub gelesen habe, enthält.

“anfangen wieder”, beginnt der erste Teil gleich mit einem Langgedicht. Dann geht es zur “schneebeere” über, “schneebeere, leichthin weiße mit überhängenden zweigen- in mein zimmer ist ein fremder vogel gekommen” heißt es weiter “fuchshaft.sorge wetzte die steine”.

Dann geht es zu den dreiteiligen “funken”. “nehme die nase der kleinen/ zu meiner nase./ frage ich nicht: warum. geduld nur/ geduld. das läßt sich/ hören, das läßt sich strecken,”

Im zweiten Teil geht es sehr beeindruckend “ins klinikum”

“da ist der mann/der liegt in der klinik Regensburg/ da ist der raum/ da ist der plan/ da ist der film/ wo ist der mann?/ der liegt in der klinik Regensburg/ sechs tage lang/ der plan ist leer/ und ohne raum/ das war in der klinik in Regensburg”

Mit “hufe zählen” geht es weiter. Da ändert sich das Schriftbild, das sonst eher konventionell ist, einige Male, bevor es mit “pelzentbehrt” weitergeht.

“und drüben bleiben, lethe/und blüte, kein bleistift/ zwischen/den klappen-/ pelzentbehrt. heißt ohne/stachel”, bis es mit dem dritten Teil weitergeht.

Der ist dem titelgebenden Langgedicht gewidmet, wo sich plötzlich die Falken in den Schlafbäumen wiegen und sich plötzlich in den Lüften hunderte von Vögel befanden.

“natürlich kann es sein, daß ich mich falsch erinnere”, schreibt Nico Bleutge und das “daß” Kritiker, steht hier so geschrieben und kommt dann zu den Staren.

“die stare hattest du gemeint, nicht die flocken.die stare als könnten sie sprechen.”

“auf der schulter des bären sitzt ein kleiner falke” geht es weiter

“mit einem schnabel der langsam anwächst

an seiner spitze zwei schartige spitzen

aus grauen honiglicht”

“schon möglich, daß krähen/im kopf sind die dort nicht hin/gehören etwas zischt/in den büschen vielleicht/ein nest”

“nicht den wald aufessen!/ was ist los mit dir?/nur noch ein bißchen mehr”, uns so weiter und so fort mit den vogelreichen Versen, bis es zu den Anmerkungen geht, die verraten, daß Nico Beutge, die wichtigsten Anregungen von Elke Erb, Friedrich Hölderlin, Terezia Mora, Elisabeth Bishop, die auch das Motto für den dritten Teil gestiftet hat,Thomas Kling, Rosmarie Waldrop, Ilse Aichinger y und vielen mehr bekommen hat und ich habe mich wieder obwohl es noch gar nicht März ist in die schöne Sprache eines poetischen Lrikers einlesen können, aber Gedichte, merke ich an, kann man ja das ganze Jahr über lesen und sollte das auch tun.

Drei verrissene Bücher

Wieder einmal “Tea for three” in der Hecklounge der Hauptbücherei, obwohl ich zu ja zu literarischen Soireen nicht mehr so oft gehe, sondern die Bücher lieber selber lese. Aber heute kein anderes Programm. In der “Gesellschaft” und in im Literaturhaus gabs keine Veranstaltung, die “Alte Schmiede” ist nach Graz gegangen. Dann gabs natürlich den Opernball und die Demos dagegen, aber da bin ich weder noch hingegangen.

Also in die Hauptbücherei hinausgewandert, wo sich Klaus Nüchtern und Daniela Strigl immer einen Literaturexperten einladen und drei Bücher vorstellen oder besprechen. Das Publikum muß zuhören, das find ich inzwischen böd, daß man da nicht mitreden kann und einmal vor Jahren habe ich dort auch ein Buch vorgestellt.

Jetzt ging es um Elfriede Jelineks “Angabe der Person” von dem ich schon gehört habe, als ich mir im November den Jelinek Film angeschaut habe und mich an einem diesbezüglichen Gewinnspiel beteiligt habe.

Der Literaturwissenschaftler Wolfgang Straub, der diesmalige Gast hat es vorgeschlagen und vorgestellt und da geht es um einen Steuerprozeß in dem Elfriede Jelinek einmal verwickelt war. Die Deutschen wollten Geld von ihr, weil sie dort offenbar einen Nebenwohnsitz hat und haben sich nach ihrer Person erkundigt. Sie hat sich verfolgt gefühlt und das dann gleich mit der Verfolgung ihrer Familie durch die Nazis gleich gesetzt und das Ganze im Fließtext ohne Genrebezeichnung herausgegeben, beziehungsweise dann über Gott und die Welt frei weiterassoziiert.

Ich fand das spannend, Klaus Nüchtern, der strenge Literaturkritiker und Literaturkritikpreisträger weniger und dann kam die Überraschung, nämlich ein Buch das ich schon im Badezimmer liegen habe und das Daniela Strigl vor ein paar Wochen im Literaturhaus vorgestellt bzw. dort Raphaelas Edelbauers “Inkommensurrablen” moderiert hat. Jetzt hat Klaus Nüchtern das Buch eingeleitet und Wolfgang Straub hat sich dann darüber mokiert, daß der Rußknecht Hans aus Nordtirol nach Wien anreist und am Südbhnhof ankommt.

Richtig 1914 wahrscheinlich nicht, heute aber schon und Klaus Nüchtern hat das Buch dann ziemlich verrissen und seine übertriebene Sprache bemängelt. Daniela Strigl hat es mild als versuchten Expressionismus verteidigt, aber Klaus Nüchtern hat es nicht gefallen.

Jetzt bin ich gespannt, was ich dazu schreiben werde und das dritte Buch ist immer ein Kassiker und diesmal ein Buch, das mich ratlos machte, weil noch nie etwas davon gehört und ich aus der Besprechung auch nicht wirklich mitbekam, um was es dabei geht?

Ein Sachbuch oder eine philosphische Abhandlung “Der Garten des Cyrus”, eines Thomas Brownes aus dem Englischen von Manfred Pfister übersetzt und darin wurde, glaube ich, besprochen, ob man am selben Tag geboren werden und auch sterben kann? Thomas Browne scheint das an seinem siebzigjährigen Geburtstag geschafft zu haben und er empfiehlt auch nicht nach Wien zu fahren oder nur wenn man bestimmte Beschwerden hat.

Die Hecklounge war erstaunlich voll. Man mußte sich von irgendwo einen Sessel holen. Also viele Leute, die die Lteratur dem Opernball vorziehen. Dine Petrik war da, Helene Hoffmann, etcetera und am nächsten Monat wird dann Erich Maria Remarques “Im Westen nichts Neues” vorgestellt und was den Opernball betrifft, kann ich auf das bekannte Buch von Josef Haslinger hinweisen oder statt Alexander van der Bellen eine Präsidentin hinschicken und wer den Ball der Literatur vorzieht, aber keine Karte bekommen oder kein Ballkleid hat, der konnte sich die Opernballshow bei 0e24 anschauen, wo die Moderatorin im Abendkleid da saß und die Kleider der Ballgäste auch verrissen oder bewundert wurden.