Zwei Schweizer Nominierte

Der “Schweizer Buchpreis” wird ja am Sonntag vergeben. Christian Haller, Demian Lienhard, Sarah Elena Müller, Adam Schwarz und Matthias Zschokke stehen darauf. Ich habe diesmal alle Bücher, aber noch keines gelesen, denn ich lese ja seit 2019, wo wir bei der “Buch Basel” waren, auch die Schweizer Bücher mit.

Auf der “Buch Wien”, wurden glaube ich, drei der nominierten Männer vorgestellt. Da bin ich aber während des Zschokke-Buchs gegangen und heute waren zwei Schweizerinnen in der “AS”, die beide auf der Liste standen.

Die 1981 geborene Tabea Steiner 2019 mit “Balg”, die1990 geborenene Sarah Elena Müller mit ihrer heurigen Nominierung “Bild ohne Mädchen” und interessant, daß Johanna Öttl, die Moderatorin, das mit keinem Wort erwähnte, obwohl das bei meinen gestrigen Gespräch mit ihr bezüglich des Gstöttmaier-Buchs, das ich ihr heute gegeben habe, beprochen wurde.

Zwei junge Frauen mit interessanten, modernen, realistischen Themen. Es geht um Familie, um Außenseitertum und sexuellen Mßbrauch, obwohl der nie thematisiert wird und bei Tabea Steiners “Balg” ist es auch darum gegangen.

Die startete mit ihren “immer zwei und zwei” und da geht es um eine religiöse Sekte in einem Schweizer Dorf und um eine Natalie, verheiratet, zwei Kinder, die sich in die Pfarrerin verliebt und deshalb aus der Dorfgemeinschaft verstoßen wird, obwohl auch das nicht direkt angesprochen wurde und das Schweigen in der Diskussion thematisiert wurde.

Und im “Bild ohne Mädchen” geht es um ein Kind, das in dem Schweizer Dorf in dem es aufwächst, Außenseiterin ist. Es gehört in der Schule und im Kindergarten zu keiner Gruppe. Der Vater, ein Naturforscher und auch die Mutter kümmern sich nicht sehr um sie. So geht es zu dem Nachbarn bei dem es fernsehen darf und da geschieht dann der nicht thematisierte Mißbrauch und Sarah Elena Müller erwähnte in der Diskussion, wie sehr sie die Lektoren beraten hatten, damit das Buch nicht Fantasy wird und der Mißbrauch wurde, glaube ich, deshalb nicht erwähnt, weil man das in der poetischen Sprache, die Sarah Elena Müller verwendete, nicht ausdrücken kann.

Ich bin also sehr gespannt auf das Lesen. Ein bißchen wird es noch dauern , weil ich ja noch sechs deutsche Bücher habe und mich gerade durch “Birobidschan ” lese und da in der vorigen Woche natürlich nicht weit gekommen bin und interessant ist auch, daß sich die beiden Autorinnen gut kannten, weil sie in der gleichen feministischen Lteraturgruppe sind, wo sie einen weiblichen Literaturkannon bilden wollen.

Da bin ich auf den Sonntag sehr gespannt und würde ohne es gelesen haben, auf Matthias Zschokke tippen und andere Frauen stehen nicht auf der Liste. Tabea Steiner hat damals auch nicht gewonnen weil da Sybille Berg die Favoritin war.

Wieder einmal Textorstellungen

Die “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede” ist eine Veranstaltung, wo beispielsweise Leute, wie ch, lesen konnte, was ich auch ein paar Mal getan habe. Dann ist Kurt Neumann in Pension gegangen und jetzt werden die “Textvorstellungen” nicht mehr von Renate Zuniga, Reinhard Wegarth oder Friedrich Hahn organisert.

Es gibt sie aber noch und ich schicke auch immer ein Exemplar meines neues Buches hin. Das letzte Mal habe ich mit dem ersten “Literaturgeflüsterbuch” 2018 dort gelesen und jetzt gab es wieder sechs Lesende. Zwei mit Manuskripten, eine Ende der Sechzigerjahre geboren, drei in den Fünfzigerjahren und zwei sogar in den Vierzigerjahen und Benedikt Pühretmayr und Johanna Öttl hat moderiertund ich habe mich sehr gefreut, daß ich die Ruth gesehen habe, als ich die AS” betreten habe, denn die hat mich heute um zwölf angerufen und sich von mir verabschiedet, weil sie jetzt ein Schreibmonat lang nach Bad Hall geht und daher auch nicht zu meinen Geburtstagsfest kommen kann und um zwölf hatte ich keine Stunde, denn die wurde gestern abgesagt.

Dann hat es aber geläutet, es war die ein Uhr Klientin und die Ruth hwar nicht mehr zu erreichen. Also das mit ihr geklärt und dann ging es los mit Corinna Antelmann, von der ich schon zwei Bücher gelesen habe. Ihr neues Buch heißt “Barcelo na dream oder Puppen leben nicht”, haneltz von der Filmregiseurin Eva und ist in der “Edition Roesner” erschienen. Dann kam das Debut eines 1946 geborenen, nämlch Wolfgang Martin Roth, er sich daran mit einemArzt beschäftigt, der in Pension geht und daher die NS-Vergangenheit seines Vaters aufarbeiten will.

Die nächste Lesende war die 1955 geborene Evelyn Holloway, die ich von der GAV kenne, in England lebtund jetzt zweisprachige Gedichte heruasgegeben hat. Dann gab seine Pause, wo ich die Ruth und auch Johanna Öttl auf das Gstöttmeier-Buch aufmerksam machte, das nächste Woche auf der “Buch-Wien” vorgestellt werden wird und ich das gerne Michael Hammerschmid für sein Lyrik-Festival vorschlagen würde.

Danach kam Friedrich Hahn, 1952 geboren und der Inhaber dreiundfünzig Bücher, wie er mir erzählte. Ich habe schon über sechzig. Habe von ihm aber die Idee zu meinen sechzigsten Geburtstag aus dreißig Büchern zu lesen, geklaut und ich habe vor kurzem sein “Der Autor steht für Lesungrn und Pressetermine nicht zu Verfügung” beim “Frick” um einen Euro gekauft.

Jetzt las er aus “Leergut – der etwas andere Roman nebst 36 lyrischenEssenen” und Katharina Riese, die ich einmal bei meiner Frauenlesung eingeladen hatte, folgte und sie las aus einem Manuskrip und Textminaturen, die aus ihren Träumen- Traum und Trauma bestehen.

Der letzte Lser war mir wieder unbekannt, nämlich der experimentelle Lyriker Curt Duca, der in “Worten 2” eine Text- und Toncollage brachte. Dann gabs wieder Wein und Knabbereien und ich bin durch die Halloween gefüllten Straßen, süßes oder saures, weil man jetzt ja wieder Feiern darf, nach Hause gegangen.

Drei Frauen ins Eingemachte

Anna Katharina Laggner
Mieze Medusa MODERATION

“texte.teilen” in der “Alten Schmiede” wo Mieze Medusa ,drei Autorinnen mit ihren neuen Büchern vorstellte. Als ich den “Schmiede-Saal” erreichte war die Einleitung gerade beendet, so daß die mir bisher unbekannte 1977 geborene Anna Katharina Laggner, die als Radiomacherin tätig ist, ihr neues Buch “Fremdlinge” vorstellte, daß zum größten Teil autobiografisch sein dürfte, denn da geht es um die Schwangerschaft von Zwillingen und Anna Katharina Laggner hat solche und beschreibt in ihren Roman frech und spritzig, welche Schwierigkeiten Frau heute hat, wenn sie ein Kind oder hier gleich zwei bekommt und das vierte Buch der 1985 geborenen und in Kirchstetten lebende Simone Hirth “Malus” ist heute mit zwei anderen “K&S” Neuererscheinungen zu mir gekommen und das schon im Frühjahr erschienene Buch der Gertraud Klemm, um das ich ziemlich kämpfte, vor ein paar Tagen auch.

“Malus” ist sehr interessant und scheint an das Laggner Buch anzuknüpfen, geht es hier auch um eine Schwangerschaft. Aber um eine ganze Besondere, nämlich die von Eva, die nachdem sie in den Apfel gebissen hat, vom Himmel hinausgeschmissen in der städtischen Bücherei im Bahnhof Meidling gelandet ist und mit ihrem Adam, um das Sorgerecht kämpft. Spannend, spannend. Wegen meiner elendslangen Bücherliste, werde ich zwar so bald nicht an Lesen kommen.

Die dritte starke Frau, die 1982 geborene Eva Schörkhuber war mir ebenfalls sehr bekannt, weil ich mit ihr schon am Volksstimmefest gelesen habe und sie auch letzte Woche bei der GAV-Neuaufnahmeleserung gehört.

Jetzt stellte sie ihren neuen Essayband “Die wunderbare Insel vor”, wo es um den Tod und das Trauern geht, wo sie eigene Verlusterfahrungen bearbeitete. Daß sie anschließend ein Bier im “Alt Wien” trinken wollte, hat sie mir schon am letzten Samstag, als wir vor der “Alten Schmiede” darauf warteten, daß wir zum Abendessen gehen konnte, mitgeteilt. So ist der Alfred mitgekommen und so habe ich noch zwei Rhabarbaspritzer getrunken, sozusagen ein Buchmessenpartyersatz Abendveranstaltung mit der ich mein heutiges Buchmessensurfing beendete.

Eva Schörkhuber
Simone Hirth

Wieder auf ein Dicht-Fest

Denn das ist für eine, die sich gerade durch die Buchpreislisten liest ein Pflichttermin, natürlich auch wegen dem Wein und den Knabberein, die es nach der Lesung gibt, aber auch wegen der Lyrik, so daß ich heute nach meiner sechs Uhr Stunde wieder schnell hingehetzt bin und gerade zurecht kam, als Semier Insaif Elisa Asenbaum vorstellte, denn an dem hat ja Christine Huber, die diese Veranstaltung gründete, vor einiger Zeit schon abgegeben und Semier Insaif, den ich noch vom “Siemens- Lteraturpreis” kenne, wo ich ja jahrelange einen “Technik-Text” hingeschickt habe, ohne etwas zu kennen, bereit sich auf die Veranstaltung auch sehr genau vor und stellt jeden der Lesenden sehr genau uvor.

Also zuerst kam die 1959 geborene und mir bisher völlig unbekannte Unbekannte mit ihrem bei der “Edition fabrik.transit” ertschienenen Band “interirdisch” vor. Sie stand am Stehpult, las sehr langsam und genau ihre eher experimenntellen Texte und sprühte auch mit einem Spray herum. Nach der Veranstaltung beim Wein habe ich sehr nett mit ihr geplaudert und mir ihren höchstwahrscheinlich ebenfalls experimentellen Roman zeigen lassen.

Dann ging es mit dem Lyrik Debut des 1990 geborenen Benedikt Steiener weiter, der mir bisher auch unbekannt war. “spuren in einem” heißt sein Band, bei “Text/Rahmen” erschienen und, wie ich finde, genauso experimentell und sprachspielerisch.

Die 1978 geobrene Kirstin Schwab, auch noch nie von ihr gehört, offenbar bin ich keine Expertin der jungen lyrischen Stimmen stellte ihren “Löcker-Band” “Wir teilen unser Untergleichgewicht” vor. Dann gab es eine Pause zum Hirnauslüften und wahrscheinlich auch zum Plaudern und die 1987 geborene Manon Bazer war nicht anwesend, hatte aber eine Tonspur zu ihren noch nicht veröffentlichen “poetischen mediationen” geschickt, wo jedes ihrer Gedicht mit einer schon bekannten Verszeile von Paul Celan, Petra Ganglbauer, etcetzeera beginnt.

Die 1966 geborene Martina Jakobson, verlegte ihre Gedichte “Hier biegen wir ab” bei der “Edition ex lisz 12” und beschäftigte sich hier mit den Landschaften, beziehungsweise mit den Orten, Berlin, Odessa, Burgenland, etcetera und dann kam endlich einer den ich schon kannte, denn von dem 1984 gebnorenen Mario Hladicz habe ich schon einen Gedichtband gelesen.

“Tag der Motte” heißt sein Neuer. Ein Band, der mich sehr beeindruckt hat und Semier Insaif wies dann auf den Büchertisch, beziehungsweise auf die dort aufliegenden “Furchen” auf, wo er Rezensionen zu den vorgestellten Gedichtbänden veröffentlich hat und daruff hinwies, daß Lyrik viel zu selten besprochen wird.

“Lesen Sie Lyrik!”, rief er das Publikum daher auf. Aber dazu werde ich wegen meines dreifachen Buchpreislesen in der nächsten Zeit höchstwahrscheinlich nicht kommen.

Wien-Reihe mit Frauenthemen

Wieder “Wien-Reihe” in der “AS” und als ich den Schmiedesaal erreichte, war es ganz voll. Lauter junge Frauen. Benedikt Pühretmayr hat mir wieder einen freien Platz gezeigt bzw. mir einen Sessel hingestellt und Julia Danileczyk verriet dann, daß das lauter Studenten derKomparatistik wären, die in das literarische Wien hineinschnuppern.

Das tue ich auch und Eva Geber,, die glaube ich, inzwischen auch eine Wien Stipendiatin ist, ist später auch noch gekommen und die zwei Frauen, die gelesen haben, eine Förderungspreisträgerin und eine Stipendiatin, haben beide etwas mit der “Sprachkunst” zu tun und haben beide aus bereits erschienenen Büchern gelesen.

Die in Prag geborene Rhea Krcmarova, die ich kennenlernte, als ich bei dem ersten Open House, der Sprachkunst war, stellte ihr neues bei “Kremayr & Scheriau” erschienenes Buch “Monstrosa” vor, das sehr interessant sein dürfte.

“Schauerroman” steht glaube ich irgendwo und Johanna Öttl ,die einleitete, erzählte glaube ich auch etwas von einer Metamorphose. Dabei geht es um eine eßgestörte und sich selbstverletzende Opernsängerin, die von ihrer Gesangslehrerin zu einem Therapieaufenthalt gezwungen wurde.

Julia Danielcyk meinte, daß es nicht viele Romane über Eßstörungen gäbe. Da kann ich ihr aber das Buch der Barbara Rieger “Friß oder stirb” und Patricia Modispachler “Bananenangst” empfehlen und zitierte dann Freud zur Erkläungen von Eßstörungen. Rhea Krcmarova meinte, das wäre der Druck auf das Frauenbild und dann wurde darüber diskutiert, daß heute auch die Sängerinnen schlank sein müssen, um gute Rollen zu bekommen.

Das zweite Buch, schon länger erschienen, “Was bei uns bleibt” der 1988 in Bratislava geborenen Didi Drobna, deren Debut bei der “Edition Exil” erschienen ist.

“Als die Kirche den Fluß überquerte” habe ich gelesen und dieses Buch handelt von den Patronenfrauen der Munitionsfabrik in Hrtenberg und spielt sowohl in der Jetztzeit, als auch im Jahr 1944, wo die achtzehnjährige Klara mit einer Zwangsarbeiterfrau in Verbindung kommt.

Didi Drobna hat für das Buch viel recherchiert und Fotos von der heutigen Fabrik, die inzwischen eine Ruine ist und von den Patronenfrauen gezeigt und nachher wurde darüber diskutiert, ob man die Lücken in einem Dokumentationsroman mit Fiktion füllen kann. Erich Hackl tut das, glaube ich, nicht, Didi Drobna, die nicht von der Dokumentieren kommt, schon. Nachher konnte man noch ein bisschen plaudern oder Bücher kaufen. Brot und Wein gibt es aber nicht mehr, was wahrscheinlich schade ist und Erinnerungen an die “Literatur im Musa” weckt.

Freibord grenzenlos Gala

Ensembles SAXOPHISTICATED (Madeleine Kaindl/Silke Gert-Schut/Barbara Paierl/Ilse Riedler)

Weiter geht es mit den herbstlichen Lteraturveranstaltungen und da hat mir der liebe Gerhard Jaschke schon lange eine Karte in die Hand gedrückt, wo er mich zu seiner “Freibord-Gala” in die “Alte Schmiede” am zweiten Oktober eingeladen hat.

Ich kenne den 1949 geborenen “Freibord-Herausgeber” und ehemaligen Generalsekretär der GAV schon lange, habe ich ihm doch schon früher meine Texte geschickt und er hat auch, glaube ich, drei meiner Texte im “Freibord” herausgebracht. Dann hatte ich einmal Schwierigkeiten mit ihm, weil ich mich dagegen wehren wollte, daß meine “Mttleren” nicht mehr im Literaturhaus stattfinden konnten. Dann hat er mein erstes “Lteraturgeflüster-Buch” sehr gelobt, da hat er, glaube ich, schon seinen Schlaganfall gehabt.

Später hat er die “Feribords” herausgegebenn und jetzt sind wieder einige “Freibords” erschienen und zu dem Thema “Grenzenlos” hat es schon einige GaV-Veranstaltungen gegeben und jetzt die große Gala.

Gerhard Jaschke
Thomas Kapielski

Leider hatte ich eine sechs Uhr Stunde. Also erst eine Viertelstunde nach sieben in der “AS” eingetroffen. Der Alfred hatte mir einen Platz besetzt, denn ich habe schon befürchtet, daß ich dann nur mehr den Livestream ansehen kann. Es war aber etwas Platz unten. Alexandrea Millner habe ich gesehen, Christian Schreibmüllner und viele andere und dann gab es ein tolles Programm mit der Saxophonnd, die dauch beim “Wildgans-Preis” spielte. Dann kam Gerhard Jaschkes Doppelgänger, wie er betonte, nämlich Thomas Kapilski, aus Berlin, glaube ich, der Texte zu verschiensten deutschen Ote brachte. Ilse Kilic und Fritz Widhalm” haben aus ihrem Verwicklungsroman” gelesen. Stefanie Wolff, die glaube ich, die Biennale in Penzing veranstaltet, hat gelesen bzw. ihre Musikstücke spielen lassen. Waltraud Haas hat sechzehn oder siebzehn Prosaminiaturen gelesen und Daniel Böswirth einen sehr langen Text, wo die Leute schon etwas ungeduldig wurden und einen Film von Hubert Sielecki mit Texten von Gerhard Jaschke gabe es auch.

Lissie Redtenwandter, die ich schon bei dem Sommerfest in Unterretzbach hörte, hat wieder ihre love songs performt. Dann gabs ein tolles Nussbrot, Käsewürfel, Weintrauben und Wein und auch das neue “Freibord”, damit ich was zu lesen habe. Mit Antonio Fiani habe ich angestossen und einge Bekannte, daruter Monika Vasik mit Maske gesehen und Christa Nebenführ, die ich übermorgen in der “Gesellshaft” hören kann.

Die Welten des Peter Henisch

Peter Henisch ist im August achtzig geworden und aus diesem Grund gibt es jetzt ein großes Symposium in der “Alten Schmiede” und der “Gesellschatt für Literatur” und ich bin, meine Leser wissen es vielleicht, eine Fanin von ihm und sehe auch Ähnlichkeiten zwischen meinen und seinem Schreiben. denn beide sind wir ja realistiasch und auch politisch, wie auch beim neuen Roman wieder zu sehen ist. In meinen Studententagen habe ich, glaube ich, beim alten Residenz-Verlagen erschienen Romane gekauft. Ob ich die “Kleine Figur meines Vaters” gelesen habe, weiß ich ich jetzt gar nicht.An “Steins Paranoia ” und der “Mai ist vorbei”, kann ich mich erinnern.

In der “Alten Schmiede” hat es wahrscheinlich zum Siebziger auch schon ein Symposium gegen. Das Novak-Buch habe ich gelesen “Mortimer & Miss Molly” nicht, aber da war ich bei der Präsentation in der “Alten Schmiede”.

Mit “Suchbild mit Katze” ist er auf der Shortlist des Öst gestanden, den Preis hat ihm dann, wenn man so sagen kann, die Grande Dame der Literatur weggeschnappt, bei den O-Tönen , war er auch einmal, da hat er, glaube ich, gesungen. Denn er ist auch Musiker und den “Jahrhundertroman” woraus ich bei meinen “Rauris-Corona-Streaming” hörte, habe ich mir zum Geburtstag schenken lassen. Zum Lesen bin ich aber nicht gekommen und jetzt der neue Roman “Nichts als Hmmel”, aber schön der Reihe nach:

Um Sechs hat die Auftaktveranstaltung in der “Alten Schmiede” angefangen und als ich zwanzig Minuten davor die Stiegen hinunter gegangen bin, sind mir schon Leute entgegengekommen.

“Uje!”, habe ich gedacht, denn ich wollte eigentlich nicht im Schmiedesaal den Livestream sehen. Aber unten alles voll oder reserviert. Da bin ich dann eine Weile herumgestanden, habe mit einem Stammbesucher, der einen Platz hatte, geplaudert und auch ein bißchen vor mich hingeschimpft. Bendedikt Pühretmayr zeigte mir dann einen freien Platz ganz in der Ecke. Auf einen solchen bin ich, glaube ich, auch gesessen als ich Dzevad Karahasan zum letzten Mal in meinen Leben gesehen habe. Vor mir war noch ein Platz frei, den hat dann erst spät eine Dame eingenommen, die auch “Da ist es ja im Burgtheater einfacher!”, vor sich hinschimpfte. Aber eigentlich schön, daß sich so viele Leute für den Doyen der österreichischen Gegenwartsliteratur interessieren, und Walter Famler der ja, glaube ich, der Generalsekretärin des Kunstvereins ist, zum dem die”Schmiede” gehört, hat wieder eröffnet.

Kurt Neumann, war wenn ich mich nicht irre, im Publikum, Gerhard Jaschke, Manfred Müller,denn morgen gehts ja in der “Gesellschaft” weiter und Jessica Beer denn der neue Roman ist im neuen “Residenz-Verlag” erschienen. Nach Walter Famler kam Johanna Öttl, die jetzt wieder aus ihrer Karenz zurück ist und sollte etwas zu dem Symposium erzählen. Sie erzählte dann auch etwas aus Peter Henisch Leben und das tat noch viel ausführlicher Karl Markus Gauß und zählte vier Themen in Peter Henischs Leben auf. Da sind die Flüsse zum Beispiel und da gibt es den Missisippi, auf dem er ja sowohl Karl May als auch Franz Kafka reisen läßt, denn er ist ein Karl May Fan und ein Musiker, der sich für den Bues interessiert und da hätte ich jetzt fast Walter Famlers Zehharmonika-Einleitung vergessen. “Morrissons Versteck” habe ich gelesen und die die Donau spielt in seinen Bücher auch eine Rolle.

In welchen weiß ich jetzt nicht, vielleicht in der “Sehr kleinen Frau”, die seine Großmutter schildert und der kleine Peter hat wohl auch dort gespielt.

“Die schwangere Mutter” spielt offenbar schon in der Toskana wo ja Peter Henisch seit Jahren ein paar Monate verbringt und “Mortimer & Miss Molly” auch. Jetzt reist Paul Spielmann, ich glaube auch ein bekannter Henisch Protagonist. Deshalb hat Karl Markus Gauss auch die Treue und dann noch die Leichte als Themen erwähnt, auch in den kleinen Ort San Vito, um der Pandemie und seinen Lebenskrisen zu entfliehen, steht im Programm und dann wird er gleich von den Flüchtlingsströmen, die jetzt ja Lampedusa lahmlegen, umkreist. Das heißt, zuerst wird sein Auto gestohlen oder verschwindet und dann kommt der schwarze Abdallah, der ihm gleich mit einer Pistole bedroht und von ihm was zu Essen und zu Trinken fordert.

Diese Stellen hat Peter Henisch gelesen. Dann gabs noch ein Gespräch mit Johanna Öttl, die sehr literaturwissenschaftliche Fragen stellte, die von Peter Henisch humorvoll beantwortet oder abgewehrt wurden, der auch auf das Symposium hinwies und launig “Kommen Sie hin, ich bin auch dort!”, aufforderte und am Freitag in der “Gesellschaft” weitergegangen, wo die verschiedensten Literaturwissenschafter verschiedenste Aspekte aus Peter Henisch Werk erleuchtet haben. Da ist es um seine sehr geselllschaftskritische Kolumnen gegangen. Dann ging es für mich neu und erstaunlich und neu um seine Lyrik, die ich gar nicht gekannt habe.

Für mich ist er ein gesellschaftkritischer Romancier. Es gibt aber einige Gedichtbände, die auch, wie bei Henisch üblich, mehrfach überarbeitet wurden und Peter Hnisch , der hinter mir gesessen ist, sagte, daß er als allererstes Lyriker sei, aber mit Romanen besser verdient und seine Gedichte auch den jeweiligen Werken folgen, was bei mir, die ich ja eigentlich gar keine Lyrik schreibe, auch so ist.

Dann ging es um, die Orte und da war Italien natürlich das erste Thema. Die Romane, die dort spielen sind “Die schwangere Madonna”, “Mortimer & Miss Molly” und der neue Roman.

Amerika spielt im “Schwarzen Peter” und auch in anderen Werken eine Rolle. Auch in in “Vom Wunsch Indianer zu werden”.

Das hat aber die Referentin Barbara Berendt-Metzner vergessen, wie Peter Henisch montierte, weil das sein Lieblingsroman ist.

Dann bin ich gegangen, um einige Stunden zu machen und dann hat Batya Horn, die mir ja einige Rezensionsexemplare geben wollte, zu einer Gedenkveanstaltung bezüglich Reinald Deppe eingeladen, den ich ja öfter bei einigen Veranstaltungeen spielen hörte, der in ihrer Galerie auch eine Ausstellung hatte.

Am Freitag hat dann zuerst der “Ritter-Lektor” Paul Pechmann erklärt, warum Peter Henisch zur Beatgeneration gehört und dann ging es wieder zu den Romanen.

Da gab es ja einen über E.T.A.Hoffmann von dem ich ja auch eine Fanin bin. Dann ging es zu dem “Jahrhundertroman”, den ich noch lesen muß und da geht es um einen Buchhändler, der einen solchen schreiben will, aber die Studentin der ihn abtippen soll, bringt das Manuskript durcheinander.

Nach der Mittagspause, die ich mit dem Alfred in einem griechischen Restaurant neben dem Cafe Museum verbrachte, gab es drei Referate über die “Kleine Figur”, den wohl berühmtesten Henisch-Roman. Dann ist pötzlich die Ruth aufgetaucht, die sich in Luxemburg den Arm gebrochen hat und dann kam wahrscheinlich das Highlight des Symposium nämlich ein Blues Konzert mit Peter Henisch, da bin ich aber weggegangen, weil ich mit dem Alfred zum Auftakt des Auden-Festival ins Schloß Totzenbach gefahren bin

Kleine Vorschau auf Frankfurt

Heute kam eine Einladung zur Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse, die Anfang Oktober stattfinden wird und Slowenien als Gastland hat und da gab es in der “Alten Schmiede” einen slowenischen Abend, haben doch der 1963 in Ljubiana geborene Andrej Blatnik und der 1980 ebendort geborene Goran Vojnovic, den ich, glaube ich schon in der “Gesellschaft” gestreamt habe, ihre neuen Bücher vorgestellt.

Walter Famler hat moderiert und die Texte auf Deutsch gelesen, Marjeta Wakounig hat gedolmetscht und die beiden Romane klingen interessant und haben einen politischen Aspekt. Zumindest, der von Andrej Blatnik “Platz der Befreiung”, der auch Platz der Revolution” und Konressplatz hieß, sich Ljubiana befindet und da hat der namenlose Protagonist an einer Demonstration teilgenommen und da werden nun die Veränderungen beschrieben, die es seither gegeben hat.

Andrej Blatnik, der gut Deutsch zu verstehen und wahrscheinlich auch zu sprechen scheint, hat ein Stück auf Slowenisch gelesen, dann wie schon erwähnt Walter Famler ,den deutschen Text, beide Bücher sind bei “Folio” erschienen und beeindruckt hat mich der Satz, daß da ein Mächtiger eine Fabrik besucht, den Arbeiter fragt, wieviel Stücke er erzeugen kann und mit der Antwort nicht zufrieden ist, denn er würde es schneller können. Ja, sagt der Arbeiter, Sie sind auch Schlosser, ich Professor der Politikwissenschaft.

Das zweite Buch “18 Kilometer bis Ljubana” ist wahrscheinlich auch sehr politisch und da ist der Held Marko schon aus dem Vorläuferbuch “Tschefuren raus! Oder warum ich wiedermal zu Fuß in den zehnten Stock mußte” bekannt. Denn der kehrt jetzt von der bosnischen Provinz in seine slowenische Heimat zurck, wo er merkt, daß die Wände den Aufzügen inzwischen nicht mehr so verschmiert, wie sie es waren, sind und der Titel dürfte sich darauf beziehen, daß er die Rückkehr auf mehr oder weniger legaler Weise mit einen LKW macht und da nicht weiß ob er vielleicht Afghanen schmuggelt und am Ende war es wahrscheinlich nur Schweinefleisch.

Goran Vojnovic schildert das in einen sehr drastischen Ton, was das slowenisch sprechende Publikum zum Lachen brachte und in der Diskussion erklärte Goran Volnovic seine Ähnlichkeiten und Unterschiede zu seinem Helden, denn der Autor ist ja bekanntlich nicht seine Hauptfigur. Über die politische Correktness und ob man die jetzt in den Romanen unbedingt haben muß, wurde auch diskutiert, die Antwort war natürlich nein, obwohl Walter Famler vermutete, daß sich die slowenischen Feministinnen wahrscheinlich schwer mit dem Buch tun würden.

Nachher gab es ein Gläschen slowenischen Weißwein, der von irgendwem gespendet wurde. Annemarie Türk habe ich im Publikum gesehen, von den anderen habe ich niemanden gekannt.

Trotzdem war es ein interessanter Abend und eine Vorschau auf Frankfurt, wohin ich ja nicht fahre, aber einen kleinen Einblick in die slowenische Literatur und ihre Neuerscheinungen zu bekommen, kann nicht schaden, obwohl ich mit meinen dreifachen Buchpreislesen derzeit so beschäftigt bin, daß ich die höchstwahrscheinlich gar nicht lesen kann.

Textvorstellungen in der “AS”

Paul Peter Wiplinger hat mich auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht, wo er seine Gedichte von 2021-2022 vorstellt und ich habe es geschafft an diesem Montag keine sechs Uhr Stunde zu haben, also pünktlich zu sein.

Im Literaturhaus wurde zwar wieder Ruth Weiss Biografien vorgestellt, aber das kan ich, wenn ich will steamen, also “Textvorstellungen” neu.2

Seit Kurt Neumann nicht mehr Leiter des “Literarischen Quartiers ist, gbt es da zweima im Jahr Veranstaltungen, glaube ich, wo sechs neue Bücher vorgestellt werden.

Ich werde da vielleicht keinen Termin mehr bekommen und Benedikt Pühretmayr, sowie Markus Köhle haben moderiert.

Von den sechs Angekündigten hat Ilsabella Breier krankheitsbedingt abgesagt, also hat es mit DavidBröderbauers ugtopischen Roman “Die halbe Welt” angefangen und da habe ich ja heute auch eine Szene meines neuen digitalen Demezromans geschrieben und das Vorwort lautet “An der Wirklichkeit angelehnt…” und dann kam Luis Stabauer, der unetwegte, der wieder einen Roman über den Februar 1934 geschrieben hat und ihn dann nach Uruquai verlegte. Dann folgte schon der 1939 geborene Peter Paul mit seinen euen Gedichtband, die zwei erstenhabe ich gelesen und war voll begeistert.

Dann gabs eine Pause und dann folgte die 1985 gebnorene und mir bisher unbekannte Julia D. Krammer mit ihrem Roman, der den Titel “Den Körper schreiben die Gedichte” trägt, wo es um die Mühl -oder eine andere Kommune und den sexuellen Mißbrauch geht.

Dann folgten wieder tatsächliche Gedichte nämlich Christian Futschers, “Froschkonzert” das ein Gedicht hat, das den Titel “Lockdown”, trägt wo einer alle erwürgt und alle lachten, als ob das lustig wäre?

Ist es nicht und natürlich ein Abwehrmechanismus, wie die Psychologin schon weiß und dann beim Wein und Salzstangerl auch mit Mieze Medusa und anderen diskutierten.

Christl Greller war da und meinte, wo ich wäre ist Liiteratur! Andere sehen das anders, ist aber so und sogar Kurt Neumann ist auf mich zugekommen und hat sich mit mir unterhalten.

Ich habe mit Peter Paul Wiplinger, wie er es wünschte, angestoßen. Einem Parrer aus Linz mein “Soziales Kreditsystem” verkauft und ein paar Gläser Wein getrunken.

War eine schöne Vernastaltung über die ich natürlich blogge, denn das tue ich schon fast seit fünfzehn Jahre und freue mich sehr über meinen Jahrestag und wer mch gefragt hat, wie es mir geht, dem habe ich geantwortet, daß ich gerade dabei bin, einen neuen Roman zu beginnen. Mal sehen wie es wird? Ich bin sehr optimistisch und freue mich über interessierte Leser.

Literarische Annäherung an Ruth Weiss

Eine literarische Annäherung an die 1928 in Berlin geborene Ruth Weiss, die mit ihren Eltern 1938 in die USA emgierierte und dort ab den Fünfzigerjahren die Jazz Poetry erfunden hat. Ide Hintze hat sie mit seiner “Schule für Dichtung” nach Wien gebracht. Von daher kenne ich, glbaue ich, ihren Namen, Christa Stippinger hat in ihrer “Editon Exil” vier Bücher von ihr herausgebracht. Zwei davon habe ich in meinen Regalen, aber noch nicht gelesen und jetzt die von Thomas Antovic konzeptierte Veranstaltung in der “AS”, die ich gerade noch erreichen konnte.

Das heißt Angelika Reitzers Einleitung habe ich versäumt, als ich den Keller erreichte, hat gerade Ann Cotton mit Gitarre Begleitung ihre Annäherung an die Jazz Poetin vorgebracht. Dann erst hat, glaube ich, Alexandra Millner eröffnet und den 1980 geborenen Thomas Antovic vorgestellt, der eine Biografie über sie geschrieben hat, die Anfang des nächsten Jahres erscheinen wird. Er hat die 2020 Verstorbene noch kennenglernt, denn sie ist in ihren späten Jahren wieder öfter nach Wien gekommen und sich mit ihr befreundet und jetzt die Biografie und das Veranstaltungskonzept.

Alexandra Millner hat nach ihrer Einleitung ein Gespräch mit ihm über die Autorin geführt. Dann hat er ein Kapitel aus seiner Biografie gelesen, wo sie in den fünfhziger Jahren in New Orleans war und da nackt im Regen tanzte.

Sie ist mit ihrer Perfermonce aber nicht so berühmt geworden wie Alain Ginsberg und Jack Kerouac, die Beatpeoten und da erkundigte sich Alexandra Millner, ob das eine Gender-oder andere Frage ist?

Natürlich denke ich, die Männer drängen sich immer in den Vordergrund. Den Frauen ist das nicht so wichtig. Es gab aber Tonspuren der Autorin, die ihre Gedichte performte und die Annäherungen kamen außer von der 1982 in den USA geborenen Ann Cotton, die den “Priessnitz-Preis und wahrscheinlich auch andere bekommen hat, von dem 1968 geborenen Thomas Raab, Achtung, das ist nicht der Krimiautor mit dem “Metzger” sondern ein eher experimenteller Literaturwissenschafter, der seinen Text im Liegen performte und dazu Schmatzgeräusche von sich gab.

Die Annäherung an die Autorin habe ich nicht ganz verstanden und auch die nicht, die, der 1979 geborenen Lilly Jäckel, aber die zitierte ein Gedicht der Autorin, das aus einem der Bücher stammt, das ich noch lesen muß, wenn ich es in meinen Regalen finde und jetzt kann ich, wenn ich die Bücherschränke in der Stiftgasse besuche, die von der “Edition Exil” gespeist werden, auf die Suche der anderen Bücher machen.