Zeitschriftenpräsentation und Romanideeabklopfwebinar

Im Literaturhaus begann das neue Jahr mit einer Präsentation der Halbjahrzeitschrift des österreichischen Schriftstellerverbandes, sowie mit einer Moderation des neuen Progarammgestalters Daniel Terkls, den ich schon von der “Alten Schmiede” kenne, der dort früher tätig war, weil sich Barbara Zwiefelhofer, glaube ich, in die Onlinegestaltung zurückgezogen hat.

Eine weitere Neuerung gab es auch, hat doch der Schriftstellerverband einen neuen Präsidenten, nämlich Christian Teissl, den ich im November bei einer Lesung hörte und der, glaube ich, auch beim Skriptorium in Seitenstetten mitmachte.

Sehr viele Premieren also im neuen Jahr, die ich per Stream verfolge, weil eine Stunde, sowie auch das “Romanideeabklopfwebinar” der Jurenka Jurk, das ich nicht versäumen wollte, obwohl meine Romanidee der “Drei Frauen” wächst und blüht und ich inzwischen schon bei acht Szenen, vierundzwanzig Seiten und 10 166 Worten angelangt bin.

Nach Daniel Terkls Einleitung ergriff Christian Teissl das Wort und stellte die neue Publikation vor und erzählte, daß viele steirische Autoren in dem Text enthalten sind und die Halbjahrschrift auch einen grünen Einband hat. Einen Themenschwerpunkt gibt es auch und zwar das Thema “Aufräumen”, was ja auch recht vielseitig klingt.

Einen Werkstattteil gibt es in den Band auch, die Liste der neuaufgenommenen Mitglieder, eine “In Memorian-Seite” und viele Rezensionen von den Mitgliedern über die Bücher der Mitglieder, von denen, glaube ich, auch Doris Kloimstein immer wieder welche schreibt.

Die in Eichgraben lebende, 1940 geborene Elfriede Bruckmeier begann die Lesung mit ihren Aufräumtext “Der letzte Koffer”, der von einem Witwer handelt, der Ordnung machen muß, bevor er zum Sterben ins Krankenhaus geht. Dann gab es noch eine etwas heitere Geschichte von einem alten Mann und seinen vierundzwanzig Stunden Betreuerinnen, der nach einem Spitalsaufenthalt nicht mehr aufstehen will, sich von ihren Singen aber bekehren läßt und am Schluß noch eine von einer Jägerin.

Dann kam Dietmar Grieser, der neben vielen Büchern auch eines über die Ukraine geschrieben hat, das von Elfriede Bruckmeier rezensiert wurde. Der 1934 Geborene, der seit 1981 Mitglied des Schriftstellerverbandes ist, hat auch einen Themenbeitrag namens “Materalisierte Erinnerungen” geschrieben, der von den Größen handelt, über die er wahrscheinlich seine Bücher geschrieben hat und die er nicht ausmisten will.

Dann kam meine liebe Freundin Erika Kronabitter, die wie Christian Teissl erinnerte, von Vorarlberg .

nach Wien pendelt, den Feldkircher Lyrikpreis organisiert und jetzt auch die “Podium-Portrait Reihe” betreut und überhaupt sehr vielseitig ist, GAV Mitglied und noch vieles andere und in Hartberg, also in der Steiermark, ist sie 1959 auch geboren. “Aufräumen” ist, wie sie Christian Teissl sagte, ihr Lebensthema und ihr Text heißt auch so.

Dann ist glaube ich noch Nicole Makarewicz an die Reihe gekommen, ich bin aber in das Zoom-Seminar geswitcht, wo auch Jurenka Jurk, glaube ich, zu spät gekommen ist, die dann wissen wollte, wer von den mehr als zweihundert Webinarteilnehmern, noch nie an einen solchen teilgenommen hat?

Ich klopfe meine Idee aber, glaube ich, schon zum dritten Mal ab, welche Texte da an der Reihe waren, weiß ich nicht mehr, kann man aber sicher nachlesen.

Im Vorjahr war das Seminar mit Schreibübungen kostenpflichtig und diesmal habe ich schon einiges mitgebracht, weil meine Idee in den letzten Tagen bereits ziemlich konkret geworden ist. Trotzdem bin ich ja sehr begierig immer was zu lernen und die Webinarinhalte waren auch zu schauen, wie konkret eine Idee sein muß, daß man ein ganzes Buch darüber schreiben kann?

Ich schreibe da ja immer sehr spontan los, finde irgendwo, die Ausgangsidee und hantle mich dann von Szene zur Szene zur fertigen Handlung durch.

Beim “Sozialen Kreditsystem” war das etwas schwierig. Da bin ich nach einer Beobachtung in der Konditorei Aida zu schnell eingestiegen, bin dann aber doch fertig geworden, wenn das Ganze auch ein bißchen Collageartig ist.

Und wenn ich keine Idee habe, gehe ich zu meinen Bücherregalen, schnappe ein Buch und suche mir dann einen Satz oder ein Wort daraus, so habe ich das mit der “Bierdose oder dem Dosenbier” gemacht, die in den “Berührungen” vorkommt.

Eine Idee, die ich auch einmal im Netz gefunden habe. Dann ging es auch, um die Frage, ob man nur für sich schreiben oder auch Leser haben will und zu der, welche Themen sich für welche Autoren eignen? Und dann waren wir schon bei den Genres, die es gibt und die der Leser haben will und zu den Regeln, die man kennen, anwenden oder brechen kann und muß.

Das Genre ist bei mir immer etwas schwierig, denn ich schreibe eigentlich keine Krimis, auch keine Liebesromane und keine Fantasy, sondern gesellschaftskritisch, realistisch oder den psychologischen literarischen Roman, der wahrscheinlich unter die Kategorie Belletristik fällt.

Jurenka Jurk rät hier sein Genre genau zu definieren und nicht zuviel hin- und her zu switschen, um den Leser nicht zu verwirren und in der Buchhandlung auch auffindbar zu sein.

Dann ging es um die Frage, wie es zu den Ideen kommt, bei den “Drei Frauen”, waren es, glaube ich, die Städte Budapest, Prag, Bratislava oder daß ich Klientinnen habe, die von dort kommen und bei der “Flora Faun” habe ich die Idee mit der Einsamkeit und den Bücherbergen mit der von dem Jürgen, der ein Wunderkind werden soll, verbunden. Das habe ich ja beim letzten “Writersseminar” ,im Kinderbuchworkshop einen Text geschrieben und eine Idee, wie man zu seinen Ideen kommt, ist auch seine Einfälle zu sammeln. Also immer ein Notizbuch bei sich zu tragen, wo man das alles aufschreiben kann, was bei mir in der Praxis nicht immer klappt, aber doch wichtig ist.

Jurenka Jurk hat, glaube ich auch einen Artikel auf ihrer Webseite , wie man zu seinen Idee kommen kann? Da gehört wahrscheinlich das, Worte aus einem Buch klauben, wie das Clustern oder das assoziative Schreiben dazu.

Das Thema muß zum Autor passen, damit man dran bleibt, war der nächste Punkt und ich habe da auch meine Lieblingsthemen, die Bücherberge und das Bücherauflesen in der Altersdepression beispielsweise und wiederholte mich da vielleicht auch einmal. Denn ich schreibe ja sehr schnell und werde immer kürzer und das Webinar beschäftigte sich dann mit der Marktfähigkeit, was ja auch ein sehr wichtiges Thema ist, die Leser zu fesseln, wie das so schön heißt.

Da hapert es bei mir zwar wahrscheinlich weil ich nicht sehr viele Leser habe, aber die Figuren müßen spannend und dreidimensional sein und Konflikte muß es auch geben, wo wir schon bei der berühmten Handlungsreise sind, die man ja in der Romanausbildung lernen kann.

Um die Frage ob der Roman ein Happyend haben muß ging es auch.

Die nächste Frage war sehr spannend, drehte es sich da ja darum, wie alt die Protagonistinnen sein können oder müssen und da habe ich ja erst gestern mit Mieze Medusa darüber diskutiert oder ihr erzählt, daß die Flora Faun fünfundsiebzig ist und die Protagonistinnen mit ihren Autoren älter werden. Spannend die Frage, wollen die Verlagen das? Aber Martin Walsers Helden sind, glaube ich, schon sehr alt und verlieben sich dann in die jungen Frauen

Also wieder viel gelernt und jetzt werde ich mich bei meinen “Drei Frauen” ins learnig by doing stürzten und sicher wieder berichten, wie es mir dabei geht und spannend auch, wann ich mit der Rohfassung fertig bin und wieviele Worte die hat? Mehr als zwei Monate ist mein Wunsch und an die sechzigtausend Worte. Zwei Jahre wären mir aber wahrscheinlich zu lang.

Schweiz auf Österreich gereimt

Das literarische Schmiedejahr hat bei mir fast mit Markus Köhle geeendet und begonnen hat es richtig, wieder mit dem 1975 in Nassereith geborenen Poetry Slamer, GAV-Mitbglied und “AS- Moderator oder nur zur Hälfte, denn als Erstes hat Johannes Tröndle, die 1984 in Bern geborene Anais Meier und ihren Schelemen oder komischen Roman, jedenfalls hat sie einen solchen Preis gewonnen, Anti kriminalroman “Mit einem fuss draussen” und da geht es um den selbsternannten Kommissär Gerhard, das ist ein Sozialhilfeempfänger, der seinen Tag an einem Teich beginnt, um dort eine Yogaübung auszuführen und sich zu erden oder mit dem Universium zu verbinden.

Der hat eine starke Sprache und sieht eines Tages ein Bein im Teich. Das will er bergen und den Krimi aufklären, um Ruhm und Ehre solcherart zu erlangen und Anais Meier, deren Buch in jeder Auflage eine andere Farbe hat und selbst auch einen sehr farbenträchtigen Pullover trug, erzählte, wie sie zu ihrem Debutroman gekommen ist und zwar hat sie in Ludwigsburg an der Filmakademie Drehbuch studiert und da von einer Dozentin gesagt bekommen, daß sie nicht immer über Randgruppen schreiben soll, weil das die Kinogeher nicht interessieren würde, das hat sie dazu verlasst den Roman zu schreiben und sie hat auch eine Zeitlang in einem Haus gwohnt, wo sie das Vorbild für diesen Gerhard gefunden hat.

Interessant, interessant, der Antikrimi und interessant auch der neue Roman von Markus Köhle, “Das Dorf ist wie das Internet es vergißt nichts” und daraus habe ich den Autor schon im Literaturhaus lesen gehört und zwar ist der eine Hommage auf Köhles Heimatort Nassereith und der Held, ein Lukas ist sein Alterego nämlich ein Werbetexter und Poetry Slamer, der im Zug nach Nassereith fährt, weil er dort einen Literaturpreis oder ein Stipendium bekommen soll und im Speisewagen interessante Gespräche, zum Beispiel eines über das Radio Eriwan oder dessen Witze mit einem Kurt führt.

Dieser Lukas forscht auch an einem Ortsnamenlexikon und Markus Köhle hat in dem Buch immer wieder Texte oder Geschichten eingebaut und das ganze in der Köhlschen Manier brillant vorgetragen.

Der Schmiedesaal war auch entsprechend voll. Mieze Medusa war da, Astrid Nischkauer, Peter Clar, Ilse Kilic und und und…

Gelacht wurde ebenfalls sehr viel und am Schluss begeistert applaudiert.,

Positiv ins Jubiläumsjahr

Das ist keine Anspielung auf die Massentestungen, die vor zwei Jahren bei uns stattfanden, einen Haufen Geld kosteten, die besser ins Gesundheitssystem gesteckt werden hätte sollen und, wie ich so höre, auch nicht sehr viel gebracht haben, sondern der Start ins Jahrs 2023, das hoffentlich ein besseres werden wird und positiv statt negativ, im wörtlichen Sinn und es ist wieder ein Jubiläumsjahr, da gab es ja schon mal eines in diesem Blog, das jetzt noch ein einmal gesteigert wird, denn ich werde ja in diesem Jahr im November siebzig und vorher im Mai jährt sich meine Matura in der Straßergasse zum fünfzigsten Mal und da bin ich ja sehr euphorisch in die Welt gegangen und habe im Herbst nicht nur mit dem Psychologiestudium angefangen, sondern auch mit dem literarischen Schreiben bis hin zur Nobelpreis-Erwartungen begonnen.

Ja, da war ich sehr euphorisch und hoffnungsfroh und was ist daraus geworden?, könnte man nun fragen und gleich die Antwort geben “Ncht sehr viel eigentlich!”

Ein einziger Flop, der vielleicht auch noch durch die Corona-Krise und das was darauf folgte eingebremst und beendet wurde. Aber halt, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, denn wenn ich auf das blicke, was mir ein paar Jahre später der Pastor B aus Hamburg, später Frankfurt, geraten hat, als ich mich, so ungefähr 1978 beklagte, keinen literarischen Erfolg zu haben, daß ich es nur für mich tun soll, was ich damals energisch mit der Antwort, “Aber die Jelinek tut das ja auch nicht!”, ja da war ich vielleicht noch ein bißchen überstiegen, von mir gewiesen habe, habe ich doch inzwischen über sechzig Bücher veröffentlicht, gut achtundfünzig waren selbst gemacht,, das heißt ich habe sie mir immer jeweils zu fünfzig Stück drucken lassen. Eines, nämlich die “”Hierarchien” ist in der “Edition Wortbrücke” des Jack Unterwegers erschienen und zwei Fachbücher gibt es auch.

Aber zurück zum Jahr 1973, wo ich sehr euphorisch zu schreiben angefangen habe, das stimmt auch wieder nicht ganz, denn geschrieben habe ich wahrscheinlich schon seit ich lesen konnte und habe, glaube ich, auch schon meiner Volksschullehrerin meine Geschichten und Aufsätze gezeigt.

Aber ab 1973 in dem Jahr, wo auch die GAV gegründet wurde, was keinen Zusammenhang mit mir hat, obwohl ich seit 1986, glaube ich, dort Mitglied bin, bin ich es literarisch angegangen und habe dann ein paar Jahre später “Die Einladung zum Tee” zwei Freunden gezeigt und eine vernichtende Kritik bekommen.

Dann hat mich aber die Monika, eine davon in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht, wo ich die Marie Therese Kerschbaumer, die Christa Stippinger, die Elfriede Haslehner, die Bruni Langthaler, die Erika Danneberg die Bärbl Danneberg, die Valerie Szabo-Lorenz ,und noch eine Reihe anderer kennenlernte und mich auch noch nach Auflösung des Vereins das war, glaube ich, 1984 mit der Bruni der Elfriede, und der Vali weitergetroffen habe und einige der Frauen auch weiter in der “Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters” weitertraf.

1987 bin ich dnn in die GAV gekommen, habe begonnen meine Texte an Verlage und Zeitschriften zu schicken und mich um Stipendien beworben. Mit meinen Psychologiestudium war ich 1980 fertig. Das heißt, die Rigososen im Dezember 1979 gemacht und im Jänner 1980 promoviert und 1987 bin in ich dann auch in meine psychologische-psychotherapeutische Praxis gegangen, die ich heute noch betreibe und geschrieben und geschrieben.

Auf die Idee meine Bücher selber zu machen, bin ich dann schon Ende der Achtzigerjahre gekommen und auch beim Bundesministerium einen Antrag auf Zuschuß für die “Hierarchien” das Buch, das ich über meinen Weggang von der Klinik geschrieben habe, gestellt und als ich das Jack Unterweger, der einige meiner Texte in der “Wortbrücke” veröffentlicht hat, schrieb, hat er sie dann herausgebracht. Das war auch die zeit wo er aus Stein entlassen wurde. Er hat dann noch eine tragische Wende genommen und die “Hierachien” haben verherrende Kritiken bekommen.

Ich habe versucht mich nicht irritieren zu lassen, sondern weitergeschrieben und meine Texte weiter an Verlage geschickt, bis mir der Alfred“, den ich 1982 kennenlernte, so ungefähr um 2000 “Die Wiener Verhältnisse” bei “Digi” drucken ließ und sie mir sozusagen zum Geburtstag schenkte.

Ein paar Jahre später habe ich dann mit dem Herumschicken aufgehört und meine Bücher nur mehr selber herausgegeben. 2008 habe ich dann auch noch zum Bloggen angefangen. Also wird es 2023 ein weiteres Jubiläum, nämlich fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” geben und so starte ich sehr euphorisch in das neue Jahr und eigentlich zum ersten Mal seit langen, nicht nur das, sondern ich kann meinen geneigten Lesern und Leserinnen, höre und staune, auch ein paar positive Dinge mitteilen, die für 2023 geplant sind, denn da habe ich in den letzten Tagen ja ein paar positive Anfragen bekommen.

So wird das Jahr mit den zwei Jurien beginnen, in denen ich Mitglied bin. Denn am neunten Jänner wird die heurige Shortlist des Bloggerdebuts bekanntgegeben, bei der ich ja seit 2016 mitmache und die “Ohrenschmaus-Texte” für das Jahr 2023 liegen auch schoin bei mir und im Jänner wird die Jurysitzung diesmal wahrscheinlich wieder live sein.

Dann hat mir Monika Gentner, die seit einigen Jahren ja den Tag der “Freiheit des Wortes” organisiert, was ich 2001 und dann 2003-2009 machte, mitgeteilt, daß ich diesmal dort lesen kann und Alex Hartl hat mir vor ein paar Tagen auch geschrieben und mich eingeladen im Jänner bei einer Veranstaltung zum hundersten Geburktstag von Erika Danneberg mitzumachen und vielleicht kann ich auch wieder beim nächsten Volksstimmefest lesen, denn Corona ist ja vielleicht jetzt doch vorbei.

Was das Schreiben betrifft, warten zwei Bücher auf das Fertigwerden. Das “Soziale Kreditsystem” liegt beim Alfred, damit er es für die Druckerei fertig machen kann. “Die Flora Faun”, die ich ja im November in zwei Wochen im Rahmen des “Nanowrimos” hinuntergeschrieben habe, korrigiere ich gerade und werde da wahrscheinlich noch einige Zeit brauchen, habe eine Szene hinausgeschmissen und stehe jetzt bei vierundvierzigtausend Worte und höre und staune, eine Idee für das Nächste, nämlich ein Text über drei Frauen über die fünfunddreißigjährige Zsofi aus Budapest, die Journalistin ist, die achtundzwanzigährige Jelena aus Prag, die in Wien eine Zahnarzttechnikerausbildung macht und die zweiunddreißigjährige Katalin aus Bratislava, die in Wien verheiratet ist, drei Kinder hat und jetzt wieder ihre Geigenkarriere wieder aufnehmen will, ist mir auch schon gekommen und kann eingeplant werden.

Und da beginnt ja das Jahr wieder mit Jurenka Jurks “Plan dein Romanjahr Webinar, wo ich wieder mitmachen werde.

Also hinein in das neue Jahr in das einundfünfzigste Schreibjahr, wo ich hoffentlich erfolgreicher sein kann. Aber eigentlich bin ich das ja schon und schreibe trotz der vielen negativen Feedbacks so gut wie ich das kann und werde das wahrscheinlich auch weiter tun und was das Jahr sonst betrifft kann es auch nur besser werden.

Die Pandemie dist vielleicht vorbei und sollte aufgearbeitet werden. Die Wirtschaftkrise ist da. Der Krieg in der Ukraine auch und die Angstwellen und die Verwirrungen darüber haben auch noch nicht aufgehört sich zu überschlagen. Wir werden wahrscheinlich wieder auf Urlaub fahren. Der Alfred ist da immer sehr aktiv unterwegs, obwohl ich kein besonderer Reisetyp bin, dafür werde ich wahrscheinlich weiter Buchpreislesen und da beginnt es wahrscheinlich mit der Leipziger Messe, ja richtig dorthin können wir, wenn man das maßnahmenlos kann, auch fahren, dann den deutschen, den österreichischen und den Schweizer und was sonst so erscheint und auf meinen Stapeln liegt und da kann ich gleich vermelden Michiko Milena Flasar, hat auch ein neues Buch, das im Februar erscheinen wird. Das e pub habe ich schon und eine Einladung zu einem Event mit japanischen Spezialitäten.

Dann kommt vielleicht der Osterspaziergang, die Urlaubsreisen, fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster” und ob ich da, wie vor zehn Jahren ein großes Gewinnspiel mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht kann ich, wie schon angedeutet wieder beim Volksstimmefest lesen, würde mich freuen und ein Geburtstagsfest mit siebzig Gästen und siebzig Minuten aus siebzig Büchern?

Das weiß ich nicht so recht. Siebzig Personen bekomme ich in die Krongasse nicht hinein. So viele Leute kenne ich auch nicht. Noch dazu da sich druch Corona mein Bekanntenkreis sehr verringert hat und siebzig Bücher habe ich auch noch nicht, sondern erst sechzig oder einundsechzig.

Aber ein Fest kann ich machen, wenn Corona nmich das lässt und weiterschreiben, weiterlesen, weiter zu Veranstaltungen gehen. Weiter meine Praxis machen und mich um meine Familie kümmern, die Anna wird im April neununddreißig, die kleine Lia im Juni vier und weiterbloggen.

Das habe ich auch vor, auch wenn ich da höchstwahrscheinlich nicht sehr erfolgreich bin. Aber ich mache es so gut, wie ich es kann. Bemühe mich sehr und lade meine Leser weiter auf sich an meinen Gewinnspielen zu beteiligen oder mir auch so Kommentare und Rückmeldungen zu geben.

Also auf ins neue Jahr und schauen wir wie es wird? Eigentlich kann es nach den vielen Krisen nur besser werden!?

Zum Jahresausklang ins Theater

Ich bin ja kein richtiger Theatertyp, beziehungsweise gehe ich nur selten dorthin. In meiner Studentenzeit ging ich regelmäßig in die Oper. Bezüglich Theater kann ich mich an einige Prof Bernhardi Aufführunggen erinnern, die mich sehr beeidruckt haben, ansonsten liegt mir das Dramatische, wie wahrscheinlich auch das Dialogschreiben nicht besonders und wenn ich Theaterstücke in den Bücherschränken finde, lege ich sie meistens zurück.

Ich habe zwar mit Stephan Teichgraber, als es das noch ausschrieb, ein Theaterworkshop gemacht, sonst bin ich meistens nur im Theater, wenn dort Lesungen stattfinden. Aber für heute habe ich von der Ruth eine Theaterkarte geschenkt bekommen. Das heißt, ich hätte mit ihr in die Kammerspiele gehen sollen und morgen hätten wir sie zum Jahresausklang zu Mittag treffen sollen. Dann ist sie aber krank geworden und sie hat ihre Karte an den Alfred weitergegeben.

Das sind jetzt sehr viele Leute und außer Grippe geht auch noch das Corona-Virus herum, obwohl die Pandemie von Prof Drosten inzwischen für beendet erklärt wurde und in China, die Zero Covid Politik gescheitert ist, so daß das Virus dort jetzt wild herumgeht, das Gesundheitssystem und die Wirtschaft sind kaputt, der Silvesterpfad wird aber aufgebaut und in den Wiener Öffis muß man nach wie vor Maskee tragen.

Also ganz schön absurd, was wir da die letzten drei Jahre erlebt haben und die Theaterkarte, die mir die Ruth gegeben hat, betrifft das Stück die Zeige oder wer ist Sylvia” des amerikanischen Dramtikers Edward Albee, der 2016 gestorben ist und sich immer zu seiner Homosexxualität bekannt hat.

Ich habe von den den Stück schon etwas gehört, es aber eher für einen lustigen Schwank gehalten und war ziemlich sicher, daß es mir nicht gefallen wird, da ich mit dem Humor und der Ironie nicht sehr viel anfange, habe mich da aber wieder einmal getäuscht, denn das Stück ist wahrscheinlich eher mit Thomas Bernhard zu vergleichen, aber eines das ich, obwohl die meist älteren Leute, um mich herum, tatsächlich sehr gelacht haben, überhaupt nicht lustig gefunden habe und mich in Zeiten, wie diesen, der Cancel Culture, wo Winnetou verboten wird und in Büchern und Filmen Triigerwarnungen ausgesprochen werden, wenn das Stück die Gefühle anderer verletzen kann, darüber gewundert, aber im Jahr 2002 wo das Stück in New York uraufgeführjt wurde, konnte man sich offensichtich ungestraft über die Scheinmoral der besseren Gesellschaft lustig machen.

Geht es da ja um ein sehr glückliches und erfolgreiches Ehepaar, der Mann Architekt, Preisträger, der seinen fünfzigsten oder sechzigsten Geburtstag feiert, gerade einen großen Auftrag bekommen hat und daher von einem Freund interviewt wird, dem er dann fröhlich gesteht, daß er, obwohl er mit seiner Frau sehr glücklich ist, diese seit einiger Zeit mit einer Ziege betrügt.

Der Freund ist entsetzt und weiht die Frau ein, die dann durchdreht, das Möbilar und die Gegenstännde um sie herum kaputtmacht und schließlich mit blutverschmierten Händen, die tote Ziege in das Wohnzimmer schleppt und der homosexuelle Sohn, der von seinen Vater als Schwuchtel beschimpft wurde, wurde dabei auch sehr verstört.

Daß sich da die Tierschützer nicht aufregen, hat mich gewundert, denn soweit ich es verstanden habe hat das Stück weder heute noch gestern eine Skandal aufgelöst, obwohl vor einigen Jahren ja ein Gedicht von einer Univwand entfernt werden mußte, das von Blumen und schönen Frauen schwärmte, weil es die Gefühle von feministischen Studenten verletzte, aber vor zwanzig Jahren durfte man sich offenbar noch über die Scheinmoral der besseren Gesellschaft lustig machen und heute hat die bessere Gesellschaft, die die Kammerspiele besuchten, das Stück offensichtlich auch sehr lustig gefunden.

Was das sein sollte, habe ich nicht verstanden und auch nicht, daß der Mann am Anfang offenbar eine Demenz vorspielte, mir nur vorgestellt, wie absurd es vielleicht war, daß vor einem Jahr alle mit Masken im Publikum saßen und vorher mit ihren Ausweise und dem grünen Paß ihren Impfstatus nachweisen mußten, um überhaupt ins Theater zu kommen.

Ja die Zeiten haben sich geändert, über Homosexualität wird sich zumindestens nach außen nicht mehr aufgeregt. Die Scheinmoral der besseren Gesellschaft wird aber offensichtlich von dieser immer noch belacht, nur ich denke, daß ich das nicht lustig, sondern in Zeiten, wie diesen eher tragisch finde.

In den Kammerspielen der Dependance des Theater in der Josefstadt bin ich übrigens schon mindestens zwei Mal gewesen und da kann ich mich an eine Theater der Jugend Aufführung “Das Geld liegt auf der Bank” mit Fritz Muliar erinnern, als ich noch in die Straßergassen gegangen bin und vor einigen Jahren war ich mit dem Alfred da um mir “Harold and Maud” mit Erni Mangold anzusehen.

Bei den Brontes

Ich habe ja zum Geburtstag von meiner Hauptschulfreundin Christa U eine zehn Vorstellungskarte für das Filmcasino bekommen und mir gleich danach mit dem Alfred den Jelinek Film angesehen,blieben noch acht Vorstellungen und ich bin ja eigentlich kein so besonderer Kino-Typ und habe mir schon gedacht, wie löse ich das ein, bis ich auf den Film “Emily” aufmerksam wurde, der das Leben einer der drei Bronte Schwestern 1818-1848 beschreibt, die Pastorentöchter, die im neunzehnten Jahrhundert in Yorkshire lebten und alle Romane schrieben.

Charlotte, Emily, Anne und dann hat es noch den Bruder Branwell gegeben, von dem ich in letzter Zeit gehört und gelesen habe, hat ihn doch Thomas Stangl in seinem “Quecksilberlicht” portraitiert und als Jugendliche habe ich “Jane Eyre”, den ersten oder wichtigsten Gouvernatenroman von Charlotte Bronte 1816-1855 gelesen, den mir, glaube ich, meine Cousine Susi einmal empfahl oder borgte.

Dann habe ich von dem Roman “Sturmhöhe” von Emliy Bronte gehört, aber nicht gelesen, obwohl ich ihn in meinen Regalen haben und jetzt also den Film “Emily”, der das Leben der drei Schwestern schildert, die Liebe der Emily zu dem Hilfsvikar ihres Vater, bei dem sie auch Franhzösisch lernte, der aber von ihrer Poesie nicht sehr viel hielt. Keine Ahnung, ob es den gegeben hat. Ihre Beziehung zu dem Bruder Branwell, der ebenfalls Schriftsteller und Maler war und von Thomas Stangl als das schwarze Schaf geschildert wurde.

Von der Schwester Anne habe ich nichts gelesen und auch noch nicht viel gehört. Zwei andere Töchter sind schon als Kinder gestorben und der Vater hat, glaube ich, alle überlebt. Emily, die Filmheldin, ist mit dreißig, nach dem ihr Roman erschienen ist, der, wie die ihrer Schwester unter Pseuddonymen, wie das damals wahrscheinlich auch üblich war, veröffentlicht wurde, erschienen ist.

Die Schwester haben, glaube ich, auch als Lehrerinnen gearbeitet und interessant ist, daß alle drei im neunzehnten Jahrhundert als Schriftstellerinnen erfolgreich waren.

Dann gibt es ja noch die Jane Austen 1775-1817 von der ich “Verstand und Gefühl” gelesen habe, auch eine berühmte englische Schriftstellerin und interessant an dem Film habe ich die Hauben der Frauen gefunden, die damals in Mode waren und der Bruder Branwell hat seine Schwestern auch gemalt, also war er wahrscheinlich gar nicht so erfolglos und es war auch interessant ein bisschen in das Leben der Geschwister Bronte und in das England des neunzehnten Jahrhundert einzudringen.

Michael Donhausers Naturvariationen

Den 1956 in Vaduz geborenen Michael habe ich schon auf einigen Lesungen gehört, 2005 hat der den Jandl Preis bekommen. Kann sein, daß wir da in Neuberg an der Mürz gewesen oder vorbeigefahren sind und ein Buch von ihm habe ich auch einmal in der “AS” bekommen.

Jetzt habe ich aber länger nichts mehr von ihm gehört, aber heute hat er das literarische Programm für dieses Jahr in der “AS” abgeschlossen. Kurt Neumann, der ehemalige Leiter des Literaturprogramms oder “AS-Begründer,” der sich schon in Pension befindet, aber immer noch einige Veranstaltungen organisiert, hat moderiert und darauf hingewiesen, daß nicht nur, wie im Programm angekündet, der neue Gedichtband “Wie Gras” vorgestellt werden würde, sonder auch die 2013 erschienenen “Variationen in Prosa” der jetzt wieder aufgelegt wurde.

“Variationen in Prosa” schon 2013 in der “AS” vorgestellt und ich offenbar verpasst, handeln wie Kurt Neumann erklärte, sowohl von der Natur, als auch von den menschlichen Begegnungen und Variationen heißt, daß das Thema immer wieder wiederholt bzw. anders gestaltet wird und das neue Buch “Wie Gras”, was einem Bibelvers entstammen könnte oder auch von Brahms im “Deutschen Requiem vertont wurde, die junge FM hat auch einmal eine solche Zeile geeschrieben, deutet auf etwas hin und das wären wieder die Natur und die menschlichen Begegnungen, Wörter wie “Blätter” oder “Rosen” kommen vor, manchmal nur vereinzelt welche, wie “Maschinenlärm” und einmal oder zweimal der Name “Maria” und wer ist die?

Die Geliebte oder die Gottesmutter? Die Variationen wandeln ja ab und Michael Donahauser betonte auch die Musikalität, die ihm sehr wichtig ist. Am liebsten würde er seine Texte singen und der Untertitel des Bandes ist auch “Legenden”, also etwas Meditatives, wie in Trance gehen und als dann einer der Zuhörer von Romantik und Sehnsucht sprach. Wehrte Michael Donhauser ab und Kurt Neumann meinte, daß die Sehnsucht nach vorn gerichtet wäre, während die Fünfzeiler von Michael Donhauser, eine Rückbesinnung wäre und ein junger Mann hielt einen ganzen Vortrag zu Michael Donhausers Werken, es waren außer Astrid Nischkauer lauter mir unbekannte Personen im Publikum, die ich dem dialekt nach, zu Donhausers Bekanntenkreis zählen würde und wünschte sich dann von ihm ein Skizzenbuch und eine Dame einen anderen Raum, als den Schmiedesaal und da habe ich mich eigentlich auch gewundert, daß die Veranstaltung nicht im Keller stattfand, die Dame meinte, aber glaube ich, das Konzerthaus und es war eine interessante Veranstaltung, die was die Rückbesinnung und die Mediation betrifft, durchaus etwas Weihnachtliches an sich hat.

Wieder Exilpreis-Verleihung per stream

Obwohl ich die letzte Veranstaltung, die in diesem Jahr im Literaturhaus stattfindet, live genießen könnte, denn es gibt ja, obwohl es jetzt eine Triple-Pandemiewelle gibt, keine Maskenpflichti und auch kein 2 oder 3G bei Veranstaltungen, letzteres ist, sogar außer in Wien in den Spitälern und Pflegeheimen, gefallen.

Ich habe aber einen Nebenwohnsitz in Harland bei St. Pölten und so sind wir heute morgen, nicht Donnersttagabend wie sonst nach Harland gefahren und ich kann die Veranstaltung, weil das Literaturhaus zum Glück noch streamt, per Netz verfolgen, die seit einigen Jahren im Literaturhaus stattfinden.

Die “Exil-Literaturpreise”, gibt es, glaube ich, sechsundzwanzig Jahre und wurden von Christa Stippinger gegründet, die ich in den später Siebzigerjahren, beim “Arbeitskreis schreibender Frauen” kennengelernt habe und deren Roman der “Der Tschusch” damals gerade erschienen ist und den “Max von der Grün Preis” hat sie mit der Erzählung “Kress” auch gewonnen.

Die ersten Preisverleihungen noch ehe ich bloggte, haben im Amerlinghaus stattgefunden. Da war es immer sehr voll. Die Preisträger, die immer sehr festlich angezogen waren, sind mit ihren Familien gekommen und zu den bekanntesten Preisträger zählen Dimite Dinev, Julya Rabinowich, Sandra Gugic, Seher Cakir und ich glaube auch Cornelia Travnicek, weil es auch immer Preis für Leute mit deutscher Muttersprache gegeben hat und es hat im Saal unten auch immer ein vom Amerlinghaus- Beisl gestiftestes großes Buffet gegeben.

Dann sind die Exilpreise auf die “Buch Wien” gegangen und wurden dort immer am Samstag um fünf verliehen. Da war es auf der ORF-Bühne natürlich sehr voll. Buffet hat es keines gegeben und seit einigen Jahren werden die Preise im Literaturhaus vergeben, in Vorcorona-Zeiten mit Buffet, dann gabs zwei Jahre lang stream veranstaltungen, zumindestens für mich, denn im Vorjahr hätte man ja mit Mundschutz, Impfzeugnis und Registrierunge hin gegen können und die jüngeren Preisträger, die es in den Mainstream, also zu einer Buchveröffentlichg zuerst bei der “Editon Exil” und dann in größeren Verlagen geschafft haben sind Susanne Greger, Ljuba Arnautovic, Samuel Mago, Thomas Perle, etcetera.

Eine Jugend-Exilschreibwerkstatt gibt s auch und noch viele andere Veranstaltungen, die ich mehr oder weniger live oder per stream besuche und Christa Stippinger ist auch so nett mir die Bücher immer zur Verfügung zu stellen, so daß ich mich einlesen kann, wenn mir nur die Zeit dazu bleibt und ich habe die neue Anthologie auch schon bekommen.

Es gibt inzwischen in der Stiftgasse kann ich gleich anmerken, auch einen Bücherschrank, wo man die Bücher der Edition oft finden kann und Barbara Zwiefelhofer, die nur mehr bis Jahresende die Veranstalterin des Literaturhauses ist, hat wieder eröffnet.

Die Musikeinlagen kamen von Milos Todorovski und Andrej Prozorov, die das, glaube ich, auch schon öfter machte. Jessica Beer, die früher in der Hauptbücherei arbeitete, jetzt bei “Residenz” lektoriert , hat moderiert, Caspar -Maria Russo, der den Preis für “Deutsch als Erstsprache” gewonnen hat und offenbar auch Schauspieler ist, hat die Textauszüge gelesen.

Die Preisträger haben sich mit selbstgemachten Videos vorgestellt und da kam als Erstes eines der Jugendpreisträgerin Jun Kathan, die in dem ihre Lieblingsbücher vorstellte. Dann kamen die Portraits der Schüler oder meistens Schülerinnen des musischen Gymnasium Salzburg, denn einen Preis für Schülerinnen gibt es auch.

Den ersten Prosapreis hat Kenan Kokic für “Da draußen da drinnen” gewonnen. Den zweiten Sybille Reuter mit “Tschuschen das sind die anderen”, die in ihrem Video ihre Vielsprachigkeit vorstellte, eine österreichische Großmutter, einen deutschen Vater, in Bulgarien aufgewachsen, etcetera und die jetzt auf Lateinamerika-Reise ist, so daß eine Freundin den Preis für sie entgegenkam. Den dritten Prosapreis hat Sabrina Myriam Mohamed mit “All inclusive” gewonnen, wo glaube ich eine Ex-Schülerin ihre Exlehrerin in einem Gemeindebau trifft, die ihr nicht zutraute, daß sie inzwischen Studentin ist.

Den Lyrik Preis hat David Hoffmann mit einem Gedichtzyklus gewonnen, den Dramatikerpreis, der nur jedes zweite Jahr vergeben wird, Giorgio Ferett mit seinem Stück “Amerika”, das im Schauspiel Leipzig aufgeführt werden wird.

Die Jury bestand aus Barbara Zwiefelhofer, Katja Gasser, die jetzt ja den Österreich-Schwerpunkt für die Leipziger Messe kuratiert und Thomas Perle und die Preise werden sowohl vom Bezirk Neubau, wo sich ja das Amerlinghaus sowie das Literaturhaus befinden, der Stadt Wien und dem Bund vergeben.

Dann kamen die Fotos und die Blumensträuße und für alle die anwesend waren, auch wieder ein Buffet, aber ich kann auch hier auch mit Sekt, Wein oder Cidre auf die Preisträger anstoßen und dazu Vanillekipferl eßen und die Ausschreibung für das Jahr 2023 gibt es ebenfalls schon.

Da werde ich wahrscheinlich nicht mitmachen, weil ich eh nichts gewinne und mich stattdessen meinen momentanen Buchprojekten widmen und die Anthologie, die sich in Wien befindet könnte ich auch lesen und da kann ich gleich noch anmerken, daß zeitgleich in Wien wieder einmal “Noahs Fest” vorgestellt wurde und da hätte ich diesmal auch hingehen können.

Adelheid Dahimene aufgefrischt

Die 1956 in OÖ geborene Adelheid Dahimene habe ich 1996, kennengelernt, als sie in Klagenfurt gelesen hat. Daraufhin war sie dann im Herbst auch bei “Rund um die Burg” und 2010 ist sie, sie war offenbar eine starke Raucherin an einen Lungenkrebs gestorben. So heißt auch ein posthum bei “Klever” herausgekommenes Buch, das ich als eines der ersten im Schrank gefunden habe “Rauchernovelle” und nun hat sich Markus Köhle in seiner “Retrogranden aufgefrischt” ihrer angenommen und dazu Ilse Kilic, Judith Nka Pfeifer und die ebenfalls in Wels lebende Dominika Meindl aufgefordert, ihre Eindrücke über sie aufzuzählen oder aus ihren Werken zu lesen.

Dazwischen hat das immer auch Markus Köhle getan und so habe ich erfahren, daß die blonde Frau mit den langen Haaren, in Wels ein Lteraturzentrum geleitet hat. Jetzt macht das Dominka Meindl und fünfundzwanzig Bücher hat Adelheid Dahimene auch geschrieben. Gedichte und Kinderbücher und das war spannend, denn ich bin heute sehr früh in die “AS” gekommen, mußte ich dort vor sechs zu Anna Jeller um dort den bestellten Kindergedichtband von Michael Hammerschmid “Wer ist Erster”, den ich der Lia zu Weihnchten schenken will, abzuholen. Das habe ich gelesen, während Ilse Kilic, Markus Köhle und die anderen die Veranstaltung vorbereitet haben und dann ist es losgegangen mit der excellenten Moderation von Markus Köhle, der seine Doris grüßte, weil es offenbar heute einen Livestream gab, zum letzten Mal, wie er betonte und Mieze Medusas Buch habe ich auch heute endlich ausgelesen.

Adelheid Dahimene auch eine Mttlere im Literaturbetrieb und Ilse Kilic hat zu ihren Texten etwas gezeichnet und an das “Fröhliche Wohnzimmer” erinnert, in dem die Oberösterreicherin offensichtlich auch publizierte und die 1975 geborene Judith Nika Pfeifer aht Adelheid Dahiemene auch weitergedichtet und manchmal auch die Ursprungstextzeilen projeziert. Essen war für die Autorin offensichtlich sehr wichtig. Zwetschken und Zwiebel und Dominkia Meindl hat dann das Bildmaterial mitgebracht und erzählt, wie schwierig es sich in einer FPÖ dominierten Stadt leben läßt.

Die starke Raucherin, viele Bilder mit einer Zigarette in der Hand hätte eine Antwort dazugehabt. Es gab ein Bild von Waltraud Seidlhofer und Gregor M. Lepka, der 2016 verstorben ist und Markus Köhle schloß wieder mit einem Gedicht. Dreizehn hat er glaube ich rezitiert oder nach- und neugedichtet.

Ich wußte gar nicht daß Adelheid Dahiemene eine solche experimentelle Autorin war. Monika Vasik, Peter Clar und andere waren da und es war sehr interessant.

Wieder Punsch und Kekse mit meinen Lieblingsbüchern

“Leselustfrust” hat mich ja vor zwölf Jahren auf die Idee gebracht den Dezember mit Adventaktionen und Weihnachtsbüchern zu verbringen. Und da hat es ja einige Highlights gegebn, das xxxxxxx-small, den “Ohrenschmaus”, den Adventrundgang und dann noch den Punsch und die Kekse. Die “Lese-Auslese” in der “Gesellschaft für Literatur” wo es zu Weihnachten dann das gegeben hat, ist irgenwannn dazu gekommen.

Die letzten zwei Jahre hatten wir aber Corona, wo sich jetzt langsam herumzusprechen scheint, daß das viele Maskentragen offenbar doch die Abwehrkräfte schwächten und die Kinder jetzt reihum in den Krankenhäusern liegen. Da gab es die Bücherauslese von Corneliaus Hell und Katja Gasser nur per stream, aber jetzt wo alle über die dreifache Virenlast stöhnen, alles wieder normal und eine besondere Aktion hatte die Gesellschaft in diesem Jahr auch noch zu bieten, nämlich das sechzig Jahr- Jubiläum und da wurde bei der letzten “Lese.Auslese” vor dem Saisonende” nach dem Lieblingsbuch des Publikums gefragt und das sollte bei der heurigen “Leseauslese”, die eigentlich erst morgen stattfinden sollte, präsentiert werden. Aber Cornelius Hell hat mir schon bei der “Buch-Wien” gesagt, daß es auf den Mittwoch verschoben wurde und dann wäre ich trotzdem fast zu spät gekommen, weil es statt sieben schon eine halbe Stunde später begonnen hat.

Dann habe ich es aber doch rechtzeitig erfahren und hatte auch keine Terminkollusion und die Liste der acht präsentierten Bücher ist auch wieder aufgelegen und da kann ich schon verkünden, daß ich eines davon gelesen und eines auf dem Bücherstapel im Badezimmer liegen habe und in Zeeiten, wie diesen hat es natürlich mit der Ukraine beziehungsweise mit Tanja Maljartschuk, die auf den Krieg, glaube ich, sehr heftig und sehr emotional reagierte, begonnen, hat sie doch eine Essay-bzw. Erzählsammlung “Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus” herausgegeben, die von Katja Gasser und Cornelius sehr gelobt wurde und es Sätze enthält wie “Deine Heimat ist dort woher deine Traumata kommen” enthält.

Dann ging es gleich mit Jury Andruchowitschs “Radionacht” weiter, das ich mir ja zum Geburtstag wünschte und noch lesen muß.

Arsli Erdogans “Requiem für eine verlorene Stadt” ist ein dünnnes Büchlein, das auch eine Essaysammlung enthält und offensichtlich leicht und schnell zu lesen ist.

Der 1952 im Banat geborenen Ernest Wichner, der lange das Literaturhaus Berlin geleitet hat, hat einen Gedichtband herausgebe “Heute Mai und morgen du”, wo es auch einige Nonsensegedichte, die schnell hingekritzelt wurde, während der Autor auf seine Autoren wartete, zu geben scheint.

Der 1961 in Bregenz geborene Wolfgang Hermann, dessen “Herr Faustini” schon öfter in der “Gesellschaft” vorgestellt wurde, wurde diesmal mit seiner “Insel im Sommer”, wo er wieder den Tod seines Sohnes thematisiert hat, präsentiert und, um einen toten Vater ging es bei Lukas Bärfuss, dem Schweizer “Büchner-Preisträger” mit “Vaters Kiste. Eine Geschichte übers Erben.”

Interessant und sehr vielseitig die “Lese-Auslese” für die Weihnachtsferien oder Weihnachtsgeschenke und während vorher einige dünne Büchlein dabei waren wurde es bei Peter Nadas “Schauergeschichten” wieder dick und wuchtig, wobei Cornelius Hell die schlechte Übersetzung beklagte und am Schluß kam dann das von mir gelesene Buch, nämlich Thomas Stangl “Quecksilberlicht” und dann ging es zu den Lieblingsbüchern des Publikums.

hundertachtzig Tips sind da in die Kiste eingeworfen worden, die es seit Sommer in der “Gesellschaft” gab und die auch auf der “Buch Wien” aufgestellt wurde. Und da habe ich den Tip meines in den letzten sechzig Jahren erschienenen Lieblingsbuch an Elfriede Jelineka “Kinder der Toten” gemacht, obwohl ich mir da ja schwer tue, nur ein Buch auszusuchen und das hat auch ein anderer geschrieben und auf viele Bücher getippt, weil es so vieles gibt.

Die Bibel und Stefan Zweigs Bücher wurden auch erwähnt, beides gibt es es schon länger als sechzig Jahren und Manfred Müller wunderte sich, daß nur zwei Bücher viermal genannt wurden. Darunter waren die von Elfriede Jelinek und von Joanne K. Rowling und da natürlich “Harry Potter” Das waren offenbar die Kinder auf der “Buch Wien”. Sonst hat noch Mareike Fallwickl zwei Tips bekommen. Thomas Bernhard natürlich auch und sonst ging es rundum durch den literrischen Garten.

Zehn Tips wurden gezogen und vorgestellt, die werden nun eines der “Leseause-Bücher” bekommen und nun kann ich auch meine Lieblingsbücher des Jahres 2022 vorstellen, weil das Jahr ja fast beendet ist. Also was hat mir von den inzwischen hundertfünfundzwanzig Büchern am besten gefallen :

  1. Elias Hirschl “Salonfähig”
  2. Jon Fosse “Ich ist ein anderer”
  3. Volter Kipli “Der Saal von Alastalo”
  4. Fatma Aydemir “Dschinns”
  5. Gabriele Riedel “In Dschungel, in Wüsten, in Krieg”
  6. Carl Christan Elze “Freudenberg”
  7. Esther Kinsky “Rombo”
  8. Anna Kim “Geschichte eines Kindes”
  9. Norbert Maria Kröll “Die Kuratorin”
  10. Verena Rossbacher “Mon Cheri oder unsere demolierten Seelen”
  11. Kristine Bilkaus “Nebenan”
  12. Robert Menasse “Die Erweiterung”
  13. Jan Faktor “Trottel”

Das wären bis jetzt dreizehn Leseerlebnise oder Lieblingsbücher und den schon erwähnten Punsch und die Kekse hat es natürlich auch gegeben. Vanillekipfler, Zimtsterne, Lebkuchen und ein paar interessante Gspräche habe ich auch geführt. Weihnachtlich dekoriert war es in der “Gesellschaft”t ebenfalls.

Richard Schuberths identitätspolitsches Lesebuch

Den 1968 in Ybbs an der Donau geborenen Richard Schuberth habe ich, glaube ich, beim “Linken Wort am Volksstimmefest” kennengelernt, dann hat er Karriere gemacht, viele Bücher veröffentlich “Die Chronik der fröhlichen Verschwörung” gelesen, beim “Wörterbuch des Teufels” war ich in der “AS”, habe manchmal Schwierigkeiten mit der Ironie des Satrikers und bekomme von ihm immer seine Veranstaltungsprogramme und so bin ich heute, auf der Suche nach der literarischen Unterhaltung, zum Bachpark in die Schwarzhorngasse gepilgert und habe die “Migrating Kitchen” fast nicht gefunden, denn der Bachpark ist eine Baustelle und ziemlich eingezäunt, um die Buchpräsentation seines bei “Drava” erschienen “Die Welt als guter Wille und Vorstellung” zuhören.

Um acht hätte es losgehen sollen und Richard Schuberth, den ich zuerst gar nicht erkannt habe, hat mich begrüßt und einen großen Büchertisch gab es auch.Um halb neun begann es dann mit den Ritt aus dem Buch, das eigentlich eine Sammlung von Richard Schuberts gesammelten identitätspolitischen Texten ist.

Kamen doch die Aphorismen aus dem “Wörterbuch” zum Thema Araber, Heimat, politische Korrekt- und Unkorrektheit, etcetra vor und dann Kolumnentexte, die Richard Schuberth für die Ö1 Sendung Diagonal ein Jahr lang geschrieben hat.

“Lord Nylons Schlüsseldienst” und da gab es zwei Texte über die “Kulturelle Aneignung”, das Thema Cancel Culture oder der Sprachverbote, die momentan ja sehr insind und immer umfangreichere Formen annehmen.

Beim kulturpolitischen Arbeitskreis der GAV und bei der “Buch-Wien” ewurde darüber diskutiert und Richard Schuberth oder Lord Nylon stellt dann die Frage “Darf ein Weißer über Schwarze schreiben?” oder ein Voralberger über Wiener, etcetera und da wurde das das Beispiel von Helmut Qualtinger zitiert, der sich in den Fünfzigerjahren als Innuit-Schriftsteller ausgegeben hat und sich von einer Jounalistenhorde am Westbahnhof empfangen ließ, zitiert und da geht es dann bald zu der Fragen ob eine Weiße Amanda Gorman übersetzen kann?

Aber die Journalistin, die die Debatte angeregt hat, hat das eigentlich gar nicht so gemeint, wurde in der Diskussion erwähnt. Es ging auch, um das Entfernen von Denkmälern zum Beispiel, das von Karl Lueger, da ist meine Meinung, eine Tafel “Wir distanzieren und vom Antisemitismus!”, tut es auch und Richard Schuberth, beziehungseeise Lord Nylon änderte in der Kolumne auch seine Meinung.

Um Liebeslieder ging es auch, ob man die verbieten soll oder nicht oder um die Dreadlocks, etcetera.

Ein spannendes Thema das immer bizarrer wird, wenn sich jetzt der Tiroler Bauernbund über einen Krampus aufregt, der Hafermildch bestellt und bekommt, weil in Tirol niemand diskriminiert wird und beim Korruptionsuntersuchgsausschuß ein SPÖ-Politiker einen der ÖVP anfuhr, weil der mit “Groß Gott!”, grüßte. “Bei uns wird “Guten Tag”!”, gesagt, wurden die Passanten bei einer Meinungsumfage gefragt, ob man noch “Grüß Gott!” sagen dürfe.

Man darf es, wenn man katholisch ist. Ich will mir diesen Gruß eigentlich schon lange abgewöhnen, weil ich das ja nicht bin, schaffe es aber wegen der Macht der Gewohnheit nicht wirklich und in der “Migrating Kitchen” wurde dann genau diskutiert und das Beispiel eines Germanistenprofessors zitiert, der von einer Lesung erzählte wo ein Autor, das war wohl der Norbert Kröll aus einem Buch gelesen hat, wo er die Perspektive einer Frau schildert.

Darf er das?, war die berühmte Frage. Keiner hat sich getraut zu widersprechen, es hat aber auch niemand zugestimmt.

Man soll seine Meinung, denke ich, sonst wird man immer mehr eingeschränkt und kann sich vielleicht bald gar nicht mehr äußern. Bei Corona wurde man ja schnell in die rechte Ecke gerückt und den Linken sagt man offenbar nach, daß sie den Winnetou verbieten wollte, obwohl es da nur um eine Neuverfilmung ging.

Ein spannendes Thema und eine interessante Diskussion. Richard Schuberth scheint ein begnadeter Satiriker zu sein, der wie seine Rezensenten geschrieben haben “Eine genaue, entspannte und vielfältige Kritik an der Identitätspolitik gibt” und interessant ist auch, daß ich mir, während ich das schreibe, ein Video angesehen habe, wo Michael Köhlmeier seine Meinung zur Cancel Culture gab, die sich eigentlich nicht viel von meiner unterschied.