Drei Frauen ins Eingemachte

Anna Katharina Laggner
Mieze Medusa MODERATION

“texte.teilen” in der “Alten Schmiede” wo Mieze Medusa ,drei Autorinnen mit ihren neuen Büchern vorstellte. Als ich den “Schmiede-Saal” erreichte war die Einleitung gerade beendet, so daß die mir bisher unbekannte 1977 geborene Anna Katharina Laggner, die als Radiomacherin tätig ist, ihr neues Buch “Fremdlinge” vorstellte, daß zum größten Teil autobiografisch sein dürfte, denn da geht es um die Schwangerschaft von Zwillingen und Anna Katharina Laggner hat solche und beschreibt in ihren Roman frech und spritzig, welche Schwierigkeiten Frau heute hat, wenn sie ein Kind oder hier gleich zwei bekommt und das vierte Buch der 1985 geborenen und in Kirchstetten lebende Simone Hirth “Malus” ist heute mit zwei anderen “K&S” Neuererscheinungen zu mir gekommen und das schon im Frühjahr erschienene Buch der Gertraud Klemm, um das ich ziemlich kämpfte, vor ein paar Tagen auch.

“Malus” ist sehr interessant und scheint an das Laggner Buch anzuknüpfen, geht es hier auch um eine Schwangerschaft. Aber um eine ganze Besondere, nämlich die von Eva, die nachdem sie in den Apfel gebissen hat, vom Himmel hinausgeschmissen in der städtischen Bücherei im Bahnhof Meidling gelandet ist und mit ihrem Adam, um das Sorgerecht kämpft. Spannend, spannend. Wegen meiner elendslangen Bücherliste, werde ich zwar so bald nicht an Lesen kommen.

Die dritte starke Frau, die 1982 geborene Eva Schörkhuber war mir ebenfalls sehr bekannt, weil ich mit ihr schon am Volksstimmefest gelesen habe und sie auch letzte Woche bei der GAV-Neuaufnahmeleserung gehört.

Jetzt stellte sie ihren neuen Essayband “Die wunderbare Insel vor”, wo es um den Tod und das Trauern geht, wo sie eigene Verlusterfahrungen bearbeitete. Daß sie anschließend ein Bier im “Alt Wien” trinken wollte, hat sie mir schon am letzten Samstag, als wir vor der “Alten Schmiede” darauf warteten, daß wir zum Abendessen gehen konnte, mitgeteilt. So ist der Alfred mitgekommen und so habe ich noch zwei Rhabarbaspritzer getrunken, sozusagen ein Buchmessenpartyersatz Abendveranstaltung mit der ich mein heutiges Buchmessensurfing beendete.

Eva Schörkhuber
Simone Hirth

Wieder Shortlistdebutlesung in der AK-Bibliothek

Vom Frankfurtstreaming zum österreichischen Buchpreis und da zu der Debutpreislesung, wo ja am sechsten November die Preise bekanntgegeben werden.

Eva Reisinger, Männer töten

Von Frankfurt also nach Wien und da habe ich , glaube ich, zum ersten Mal seit 2016, seit es den ÖSt gibt, schon alles gelesen. Also Arad Daribis “Drama”, Thomas Olahs “Doppler” und Eva Reisingers “Männer töten”, wo ich mir ja ettweder das Buch des jungen Austro- Iraners wünsche und diesmal bin ich mit dem Alfred in die Ak-Bibliothek gegangen, wo ja der Karli bis zu seiner Pensionierung tätig war.

Arad Dabiri, Drama

Rote AK-Taschen mit dem Leseprobenbüchlein lagen auf den Sitzen. Kristina Pfoser hat moderiert und dann hinein in die Literatur der Debutanten und da hat es mit der 1992 geborenen Eva Reisinger und ihrem “Männer töten” begonnen. Ein Buch, das sehr berechtigt ist, sich mit starker Stimme gegen die Femizine zu wehren. Aber muß man deswegen Männer töten? Natürlich nicht, obwohl das Publikum lachte, als das zur Sprache kam.

Dann folgte Thomas Olah mit seinem “Doppler” und da ist ja der 1966 in Wien geborene auch auf der DBp -Liste geestanden. Das war mir ja im Gegensatz zur Birgit Birnbacher zu sehr an Josef Winkler und Thomas Bernhard orientiert. Der Kostümdesigner scheint aber ein sehr freundlicher Mann zu sein und ich hätte mich gerne mit seinem Verlag unterhalten.Aber, leider leider, derzeit alle in Frankfurt. Nur die Martina Schmidt hat sich neben den Autor gestellt, denn da hat mich ja Montag ein Dr., dessen Name ich leider vergessen habe aufgerufen und mich meine “Gegenkanon-Rezension “ angesprochen und wollte da ein Register haben.

Thomas Oláh, Doppler

“Melden Sie sich an den Verlag oder den Autor habe ich ihn geraten und war am Montag sehr erstaunt, daß das zum Jahresanfang erschienene Buch ptlözlich im “Leporello” besprochen worden.

Der letzte Debutant war der 1997 geborene Arad Dabiridessen Buch, glaube ich, besser als seine Lesekünste sind. Dann gab es Brot und Wein oder andere Getränke und jetzt könnten wir raten, wer den Debutüreis gewinnt und da ich mich da ja immer irre, wird es wahrscheinlich doch Thomas Olah sein, seinen wir gespannt, am sechsten November werden die Preisträger bekanntgeben und dann geht es gleich auf die “Buch-Wien”, wo die Preisträger vorgestellt werden.

Zum fünfzigsten Todestag von Ingeborg Bachmann

Die 1926 in Klagenfurt geborene Ingeborg Bachmann, nach der ja die “Tage der deutschsprachingen Literatur” benannt sind, erlitt in der Nacht von fünfundzwanzigsten zum sechsundzwanzigsten September in ihrer römischen Wohnung durch eine Zigarette ausgelöste Verletzungen, an denen sie am siebzehnten Oktober 1973 verstorben ist. Heute oder vielleicht schon damals wußte man, daß es nicht die Verbrennungen, sondern die vielen Medikamente waren, die sie nahm, an denen sie gestorben ist, bzw. am Entzug derselben, der bei ihr epileptische Anfälle auslöste und die Ärzte wussten den Namen des Medikamentes nicht, weil ihn die Familie oder die Freunde aus Angst vor der Verfolgung oder dem schlechten Ruf, nicht preisgeben wollten.

Im Oktober 1973 habe ich gerade mein Psychologiestudium begonnen und auch meine erste literarische Geschichte geschrieben und den 1976 entstandenen Haneke Film ” “Drei Wege zum See” habe ich in der elterlichen Wohnung in der Wattgasse, in der ich damals noch lebte, auch gesehen.

Ingeborg Bachmann, die rätselhafte Frau, eine vierbändige Werkausgabe habe ich mir von meinen Eltern auch einmal schenken lassen und darin gelesen, obwohl ich keine wirkliche Bachmann-Expertin bin, aber an die grande dame der Literatur, die 1953 ihr Cover am “Spiegel” hatte, bei der Gruppe 47 iergewonnen hat, kommt man als literrisch Interessierte, ob man will oder nicht vorbei und ich will das auch.

2006 wahrscheinlich zum achtzigsten Geburtstag gab es in Wien ein großes Symposium mit einem Stadtspaziergang in den dritten Bezirk, wo die Bachmann ja als sie noch studierte und beim Radio arbeitete, wohnte und dann zum Cafe Raimund, wo Hans Weigel, mit dem sie ja einige Zeit eine Beziehung hatte, seinen literarischen Stammtisch betrieb.

Ingeborg Bachmann und die Männer, da gab es ja eine unglückliche Beziehung zu Paul Celan, später eine zu Max Frisch, dann zu Hans Werner Henze für den sie ja Libretti schrieb und vielleicht auch eine zu dem 1935 geborenen und 2018 verstorbenen Adolf Opel, den ich öfter bei Lesungen und Veranstaltungen traf. Jedenfalls ist er mit der Bachmann nach Ägypten gefahren und hat darüber ein Buch geschrieben, das mir die Trude K. einmal zum Geburtstag schenkte und jetzt hat die Filmemacherin Margarethe von Trotta einen Film darüber gemacht und Ludwig Wüst, von der K&K Werkstatt hat sich auch einmal in einem Film mit dieser Reise oder dem “Fall Franza”, der daraus entstanden ist, beschäftigt.

“Reise in die Wüste ” heißt er und er beginnt nach der Trennung von Paul Celan. Da ging es ihr schlecht, sie reiste aber nach Paris zur Premiere von einem Max Frisch-Stück und eine unglückliche Beziehung begann, aus der sie sich durch die Reise mit Opel nach Ägypten retten konnte.

“Wo mir das Lachen zurückgekommen ist” heißt das Buch, das bei “Amazon ” eine schlechte Rezension hat und Margarethe von Trotta hat sich offenbar an diesem Buch orientiert und das hat Lydia Mischkulnig, die nach der Vorstellung im Filmcasino mit Günter Kaindlsdorfer am Sonntag darüber diskuterte, kritisiert und auch, daß der Film nicht chronolgisch angeordnet ist, sondern lustig hin und herspringt und ich hatte auch Schwierigkeiten mit den Personen und wußte oft nicht, wer ist jetzt wer?

Die Bachmann war sicher eine interessante Frau, da gibt es ja den Mythos und die Klischees, daß sie ihre Taschentücher fallen ließ, damit die Männer sie aufhoben. Ob sie wirklich mit drei Männern gleichzeitig schlafen wollte und daher Adolf Opel zwei Ägypter in ihr Zimmer ließ, weiß ich nicht? Vielleicht hat es Adolf Opel so beschrieben. Da müßte ich das Buch das in Harland ist, finden und nachlesen. Ist aber eine Stelle, die mit nicht gefiel. So würde ich den Film auch süßlich und klischeehaft finden.

Susanne Ayoub hat aber unter den Titel “Die Verbrennung – Mutmaßungen zum Tod von Ingeborg Bachmann”, denn da hat die Schriftstellerin Christine Koschel, die mit ihr in Rom befreundet war, ein Buch darüber geschrieben, ein Feature gemacht, das man am Sonntag und auch Dienstag in Ö1 hören kann und dann gab es im Literaturmuseum, am Dienstag, dem Todestag eine Veranstaltung, wo Maja Haderlap sich mit der 1972 erschienen Erzählung “Drei Wege zum See” beschäftigt und die Schauspielerin Friederike Tiefenbacher, die im Volkstheater gerade in “Malina” spielt und man anschließend den Film im Metrokino sehen konnte. De Sonderausstellung im Museum, die ich im Vorjahr besuchte und die es noch bis fünften November gibt, habe ich auch noch besucht und mir diesmal zu Ende angehört, was Elfriede Jelinek über die Bachmann zu sagen hatte, was sehr modern wirkte, obwohl das Gespräch schon 1990 aufgenommen wurde.

Ich habe meine Hauptschulfreundin Christa U. getroffen und bin mit ihr anschließend ins Kino gegangen, um Guido Wieland als den alten Herr Matrei und einen Film zu sehen, in dem es noch keine Handies gab und man das Ferngespräche anmelden mußte, wenn sich die Elisabeth ein Telegramm schicken lassen wollte, um ihrer Heimatidylle zu entgehen, denn zum See ist sie auf den drei Wegen nicht gekommen, hat aber ständig in den Lokalen rauchen dürfen und Axel Corti hat den Text gelesen, deshalb war auch seine Frau Cecily im Publikum, wie die Frau Schmidt-Dengler, und Dine Petrik. Ruth Aspöck, die auch kommen wollte, wurde nur von der Christa gesehen.

Wieder auf ein Dicht-Fest

Denn das ist für eine, die sich gerade durch die Buchpreislisten liest ein Pflichttermin, natürlich auch wegen dem Wein und den Knabberein, die es nach der Lesung gibt, aber auch wegen der Lyrik, so daß ich heute nach meiner sechs Uhr Stunde wieder schnell hingehetzt bin und gerade zurecht kam, als Semier Insaif Elisa Asenbaum vorstellte, denn an dem hat ja Christine Huber, die diese Veranstaltung gründete, vor einiger Zeit schon abgegeben und Semier Insaif, den ich noch vom “Siemens- Lteraturpreis” kenne, wo ich ja jahrelange einen “Technik-Text” hingeschickt habe, ohne etwas zu kennen, bereit sich auf die Veranstaltung auch sehr genau vor und stellt jeden der Lesenden sehr genau uvor.

Also zuerst kam die 1959 geborene und mir bisher völlig unbekannte Unbekannte mit ihrem bei der “Edition fabrik.transit” ertschienenen Band “interirdisch” vor. Sie stand am Stehpult, las sehr langsam und genau ihre eher experimenntellen Texte und sprühte auch mit einem Spray herum. Nach der Veranstaltung beim Wein habe ich sehr nett mit ihr geplaudert und mir ihren höchstwahrscheinlich ebenfalls experimentellen Roman zeigen lassen.

Dann ging es mit dem Lyrik Debut des 1990 geborenen Benedikt Steiener weiter, der mir bisher auch unbekannt war. “spuren in einem” heißt sein Band, bei “Text/Rahmen” erschienen und, wie ich finde, genauso experimentell und sprachspielerisch.

Die 1978 geobrene Kirstin Schwab, auch noch nie von ihr gehört, offenbar bin ich keine Expertin der jungen lyrischen Stimmen stellte ihren “Löcker-Band” “Wir teilen unser Untergleichgewicht” vor. Dann gab es eine Pause zum Hirnauslüften und wahrscheinlich auch zum Plaudern und die 1987 geborene Manon Bazer war nicht anwesend, hatte aber eine Tonspur zu ihren noch nicht veröffentlichen “poetischen mediationen” geschickt, wo jedes ihrer Gedicht mit einer schon bekannten Verszeile von Paul Celan, Petra Ganglbauer, etcetzeera beginnt.

Die 1966 geborene Martina Jakobson, verlegte ihre Gedichte “Hier biegen wir ab” bei der “Edition ex lisz 12” und beschäftigte sich hier mit den Landschaften, beziehungsweise mit den Orten, Berlin, Odessa, Burgenland, etcetera und dann kam endlich einer den ich schon kannte, denn von dem 1984 gebnorenen Mario Hladicz habe ich schon einen Gedichtband gelesen.

“Tag der Motte” heißt sein Neuer. Ein Band, der mich sehr beeindruckt hat und Semier Insaif wies dann auf den Büchertisch, beziehungsweise auf die dort aufliegenden “Furchen” auf, wo er Rezensionen zu den vorgestellten Gedichtbänden veröffentlich hat und daruff hinwies, daß Lyrik viel zu selten besprochen wird.

“Lesen Sie Lyrik!”, rief er das Publikum daher auf. Aber dazu werde ich wegen meines dreifachen Buchpreislesen in der nächsten Zeit höchstwahrscheinlich nicht kommen.

Wiener Familien und Firmengeschichte

Wer sich jetzt wundert und wem diese Veranstaltung für das Literaturhaus zu wenig literarisch ist, den verweise auf die Feiern und die Ausstellung zu “Dreißig Jahre Exilbibliothek”. Da gab es heute einen Erinnerungsabend mit den Titel “Von Grünfeld zu Grenville” und als ich etwas verspätet den Veranstaltungssaal erreichte, hat gerade eine Dame auf Englisch gesprochen.

Dann kam Dalidah Hindler vom Verein “Steine der Erinnerung”. Danach trat die Leiter in der Exilbibliothek an den Vortragstisch und erzählte etwas über Bernhard Grünfeld, der 1885 geboren, in die Rauchrequisitenfirma von Adolf Lichtblau ein und heiratet dessen Tochter Flora.

Das war sehr erfolgreich und Veronika Zwerger projezierte die Häuser und den Firmensitz. Dann kamen aber die Nazis, Adolf Lichtblau mußte seine Firma verkaufen oder übergeben und wurde in Auschwitz oder Theresienstadt mit seiner Frau ermordet. Ihre Kinder Edith und Arthur gelang die Flucht nach England und deren Sohn Anthony, der sich inzwischen Grenville nennt, 1944 geboren, studierte Germanistik und beschäftigte sich mit der Exilfamiliengeschichte und schenkte 2010 den Nachlaß der Exilbibliothek.

Dann kam der Enkel oder alte Herr, bedankte sich für die Einladung und erzählte etwas über seine Eltern. Morgen werden Gedenksteine für Flora und Bernhard Grünfeld eröffnet.

Es gab einen Büchertisch, Wein und Brötchen. Astrid Nischkauer und Evelyn Adunka habe ich gesehen und es war sehr interessant, auch wenn nicht besonders literarisch ist. Man kann aber darüber schreiben.

Wien-Reihe mit Frauenthemen

Wieder “Wien-Reihe” in der “AS” und als ich den Schmiedesaal erreichte, war es ganz voll. Lauter junge Frauen. Benedikt Pühretmayr hat mir wieder einen freien Platz gezeigt bzw. mir einen Sessel hingestellt und Julia Danileczyk verriet dann, daß das lauter Studenten derKomparatistik wären, die in das literarische Wien hineinschnuppern.

Das tue ich auch und Eva Geber,, die glaube ich, inzwischen auch eine Wien Stipendiatin ist, ist später auch noch gekommen und die zwei Frauen, die gelesen haben, eine Förderungspreisträgerin und eine Stipendiatin, haben beide etwas mit der “Sprachkunst” zu tun und haben beide aus bereits erschienenen Büchern gelesen.

Die in Prag geborene Rhea Krcmarova, die ich kennenlernte, als ich bei dem ersten Open House, der Sprachkunst war, stellte ihr neues bei “Kremayr & Scheriau” erschienenes Buch “Monstrosa” vor, das sehr interessant sein dürfte.

“Schauerroman” steht glaube ich irgendwo und Johanna Öttl ,die einleitete, erzählte glaube ich auch etwas von einer Metamorphose. Dabei geht es um eine eßgestörte und sich selbstverletzende Opernsängerin, die von ihrer Gesangslehrerin zu einem Therapieaufenthalt gezwungen wurde.

Julia Danielcyk meinte, daß es nicht viele Romane über Eßstörungen gäbe. Da kann ich ihr aber das Buch der Barbara Rieger “Friß oder stirb” und Patricia Modispachler “Bananenangst” empfehlen und zitierte dann Freud zur Erkläungen von Eßstörungen. Rhea Krcmarova meinte, das wäre der Druck auf das Frauenbild und dann wurde darüber diskutiert, daß heute auch die Sängerinnen schlank sein müssen, um gute Rollen zu bekommen.

Das zweite Buch, schon länger erschienen, “Was bei uns bleibt” der 1988 in Bratislava geborenen Didi Drobna, deren Debut bei der “Edition Exil” erschienen ist.

“Als die Kirche den Fluß überquerte” habe ich gelesen und dieses Buch handelt von den Patronenfrauen der Munitionsfabrik in Hrtenberg und spielt sowohl in der Jetztzeit, als auch im Jahr 1944, wo die achtzehnjährige Klara mit einer Zwangsarbeiterfrau in Verbindung kommt.

Didi Drobna hat für das Buch viel recherchiert und Fotos von der heutigen Fabrik, die inzwischen eine Ruine ist und von den Patronenfrauen gezeigt und nachher wurde darüber diskutiert, ob man die Lücken in einem Dokumentationsroman mit Fiktion füllen kann. Erich Hackl tut das, glaube ich, nicht, Didi Drobna, die nicht von der Dokumentieren kommt, schon. Nachher konnte man noch ein bisschen plaudern oder Bücher kaufen. Brot und Wein gibt es aber nicht mehr, was wahrscheinlich schade ist und Erinnerungen an die “Literatur im Musa” weckt.

St. Pölten in Aktion

Susanne Kristek
Theresia Radl

Ich habe ja zwei Wohnsitze, den Hauptwohnsitz in der Krongasse und dann verbringen wir ja cirka jedes zweites Wochenende in Harland bei St. Pölten, weil dort der Alfred seinen Hauptwohnsitz hat und eine Zeitlang sind wir ja von St. Pölten nach Wien gependelt, weil ich in der Gumpendorferstraße meine Praxis hatte.

Das war, glaube ich ,in den frühen Neunzigerjahren. Dann hätte, die Anna, als sie in die Schule kam, das nicht mehr mitgemacht und ich habe mir die Praxis in der Reinprechtsdorferrstraße genommen. Seit Ende Neunzig sind wir in der <krongasse und die Anna wohnt inzwischen in Harland nebenan mit Mann und Kind, weil der Schwiegervater, da ein Haus für sie baute und als wir von Harland nach Wien gependelt sind, bin ich immer wieder über Nacht dort geblieben und habe das literarische Leben dort genossen. “

Denn in Wien gab es ja das “Etcetera” und die “LitGes” und da hat mich die Doris Kloimstein, die damals die Obfrau dort war, einmal zu einer Lesung eingeladen, gemeinsam mit den Manfred Wieninger, aber der hat, weil er damals seinen Pagiatsskandal hatte, abgesagt und so habe ich allein gelesen und kaum Zuhörer gehabt.

Dann kamen die Osterspaziergänge,wo ich regelmäßig gern hingehe, aber sonst bekomme ich von St. Pöltens literarischen Leben nur sehr wenig mit. Es gibt zwar das Höfefest, da war ich ein paar Mal “und den “Blätterwirbel,” da war ich eigentlich noch nie, weil wir ja nur am jetzt verlängerten Wochenende in Harland sind, aber im letzten Jahr war ich bei einigen St. Pöltner Lesungen, das hat schon im April mit der Sternlesung der Marlen Schachinger angefangen. Da gabs eine Diskussion im Stadtmuseum, da habe ich die Büchereileiterin kennengelernt, wo wir Ende Juli bei einer Lesung waren. Da lag dann das “Land liest-Programm auf. Da waren wir in Schloß Trotzenbach und in Kirchstetten beim Auden Festival und als ich vor ein paar Wochen in St. Pölten beim Friseur in der Kremsergasse war, habe ich das “Blätterwirbel-Programm” gefunden und durchgeblättert, denn das verlängerte Wochenende ist ja lange und da gab es heute eine Lesung in der Stadtbücherei von Susanne Kristek “Die nächste Depperte” aus dem “Gmeiner-Verlag.

Noch nie etwas davon gehört. Aber so ist es mir ja im Jujli mit der Alina Lindermuth auch gegangen und ich bin ja eine breite über den Tellerrandleserin und versuche meinen Lesern einen möglichst umfangreichen Eindruck über das literarische Leben zu vermitteln.

Aber heute war in St. Pölten überhaupt viel los. Die “Lange Nacht der Museen” war auch und da waren wir einmal im Stadtmuseum bei einer Veranstaltung die die Doris Kloimstein veranstaltet hat.

Also in die Stadtbücherei, da war ich noch nie, wei die letzte Lesung war ja in einem Saal gegenüber und erstaunt, wie groß die Bücherei ist. Zwei Stockwerke und die Autorin, die schon anwesend war, als wir ein getroffen sind, war eine sehrfreundliche Frau, die sozusagen einen autobiografischen Schreibratgeber auf lustige Art geschrieben hat.

“Das beschwerliche Leben einer Frau, die es sich in den Kopf gesetzt hat, eine Bestsellerautorin zu werden”, stand in der Beschreibung und die Autorin hat geredet und geredet. Nämlich, daß sie in der “Karlich-Schow als Sportmuffel auftreten wird.

Was hat das mit dem Schreiben zu tun? Kommt aber schon, denn die Autorin hat sich sechs oder sieben Tips für ihre Zuhörer aufgeschrieben. Also, als erstes braucht die Bestsellerautorin eine Idee. Das hat die fünfzehnjährige Susanne schon beim Schulschwänzen in Graz einer Reporterin erzählt und der Artikel wurde dann noch abgedruckt, daß sie ein Buch schreiben will. Man muß das Schreiben inzwischen lernen. Als ich damit begonnen habe, war das noch verpönt, aber jetzt gibt es die Leondinger Akademie des Gustav Ernst, die die Autorin frisch und frei besuchte und Gustav Ernst dann fragte was ein Essay sei? Worauf er ihr mit dem Scweinsbraten antworte, den er gerade verzehrte.

Er hat aber auch einen Ratgeber geschrieben, wie man einen guten Roman schreibt und dann war die Autorin noch bei Heras Linds Schreibseminare, die ihr aus ihren Leben erzählte.

So weit so gut. Aber dann lam dan erste buch über das Essen in Thailand, glaube ich oder war es Tunesien? Das kam aber während der Pandemie heraus, wo es keine Lesungen mehr gibt. Also hat sich die Autorin, weil man etwas versuchen oder ausprobieren muß, auf die Straße vor einer Buchhandlung gestellt und versuchte Kunden anzulocken.

Von da stammt der Titel des Buches und einen Schreibbuddy,der eine anspornt und sein Manuskript an einen Verlag schickt, braucht man natürlich auch.

So könnte es gehen. Die autorin schreibt schon am zweiten Teil, das Kinderbuch hat sie ausgelassen, stattdessen durch den Zentralfriedhof geführt und das Publikum hat viel gelacht.

Nachher gab es Wein und Brot und Gespräche. Das Buch konnte man sich auch kaufen. Aber meine Leseliste ist schon so lang und “Kremayr und Scheriau” habe ich gestern auch noch einmal angeschrieben, um das Buch der Alina Lindermuth vielleicht doch noch zu bekommen.

Und während Susanne Kristek las und plauderte, ertönte laute Musik und Lärm vomHaus gegenüber, wo, wie ich hörte das “SPÖ-Museum” untergebracht ist. Interessant, daß es so etwas gibt. Was wird da ausgestellt?,wollte ich wissen und bin dann auch noch in eine Hans Czettel,-Ausstellung, einen Politiker der 1980 gestorben ist, hineingekommen und wem es interessiert. Ein Beiselfest hat es auch noch gegeben. Aber da hatte ich meinen Wein schon getrunken.

Fühlen und denken der Christa Nebenführ

In Ö1 gibt es offenbar eine neue Reihe, die von Edith Ulla Gasser gestaltet wird “Buch und Bühne” heißt e,r glaube ich ,und da werden schreibende Schauspieler oder wie so schön angekündet war “Doppelbegabungen” vorgestellt.

Da gibt ja zum Beispiel die Erika Pluhar, aber wahrscheinlich auch einige andere, die nach ihrer Pensionierung ihr Leben aufzuschreiben beginnen und die 1960 geborene Christa Nebenführ, die ich, glaube ich, in den Achtzigerjahren in dem Lesecafe der ÖH in der Berggasse, kennengelernt habe, als ich dort gelesen habe, war bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr Schauspielerin und hat an einigen deutschen Bühnen gespielt.

Jetzt macht sie Literaturfeatures in Ö1und bei “Milena” 2006 die “Blutsbrüderinnen” herausgegeben. Sie ist in der GAV und hat lange die Sommerlesereihe des “Podiums” kuratiert. Da hat sie einmal in den GAV-Nachrichten zum Texte einreichen aufgerufen und dann mir als ich das machte, lautstark erklärt, daß sie mich für eine schlechte Schreiberin hät. Ja sie kann ihre schauspielerische Ader und ihre extrovertierte Theatralik nicht vergerben und lacht mir auch zu laut.

“So hat es, glaube ich, auch in ihren Essay, den sie für Ö1 geschrieben hat “Fühlen und Denken oder: Die Illusion von Wahrheit” “Erst bin ich laut”, geheissen oder hat sie das in der Diskussion mit der Edith Ulla Gasser, dieauch einmal einen Text von mir genommen hat, geäußert.

Nach den Blutsbrüderinnen” ist dann zuletzt “Den König spielen die anderen” bei “Klever” erschienen, wo es um die Auseinandersetzung mit ihren Vater geht, mit dem sie, glaube ich, noch immer große Probleme hat.

Dafür hat sie, glaube ich, auch ein Stipendium der Stadt Wien bekommen. Ich war im Sommer bei einer Lesung im Weinhaus Sittl” und in der Buch Wien” habe ich heute erblättert, wird sie auch lesen. Interessant, interessant, da könnte man neidig werden. Die Ruth, die auch bei der Veranstaltung war, hat gesagt, sie ist es nicht und der Veranstalung wurde die Doppelbegabung Christa Nebenführ vorgestellt, bzw. wollte Edith Ulla Gasser von ihr wissen, ob sie das Aufgeben ihres Berufes bereut hat und Christa Nebenführ antwortete, glaube ich, daß sie darüber stehe und sie hat nach dem Essay auch aus ihrem “Vaterbuch” gelesen und einiges daraus erzählt.

dann ging es um die “Möse”, das ist eine Anthologie, die sie herausgegeben hat. Eine Seite aus den “Blutsbrüderinnen” wo es um das Theater geht, wurde auch gelesen und dann kamen noch zwei Gedichte.

Ein interessanter Parcour durch das literarische schaffen der Doppelbegabung. Ich habe wieder viel gelernt und außer der Ruth auch noch Christl Greller und Monika Vasik im Publikum gesehen.

Störfeuer der igfem

Gerlinde Hacker und Doro Pointner sind ,glaube ich, 2019 bei der GAV-GV aufgetreten und haben erklärt, daß sie die igfem gegründet haben oder gründen wollen und zu einem Frauenstammtisch aufgerufen.

Ich habe mich angemeldet, bin aber nicht hingegangen, weil ich ja eigentlich schreiben wollte und auch schon in einigen Schreibgruppen, dem “Arbeitskreis der schreibenden Frauen”, dann die der Gewerkschaft und auch in unserer Schreibgruppe “Westbahn spontan” war.

Dann kam Corona, und dann war sowieso alles anders und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich im April 2022, als die Maßnahmen langsam gelockert wurden eine Einladung zu einer Veranstaltung der igfem in den Festsaal des Amtshausers Margareten, in dem ich ja auch schon einige Male gelesen habe, bekommen.

Dann habe ich Gerlinde Hacker und Doro Pointner, glaube ich, ein paarmal bei der Krit Lit, wo sie einen Stand und gelesen haben, getroffen und zum heurigen Frauentag gab es wieder eine Lesung im Amtshaus Margareten und gestern, als ich überlegte, wo ich diese Woche meine literarischen Abende verbringen könnte, ist die Einladung zum “Störfeuer” einem dreitägigen feministischen Frauenfestival sozusagen, gekommen und heute haben da eingeleitet von Gerlinde Hacker, die Präsidentin des Vereins, glaube ich, die sehr euphorisch von ihren Projekten berichtete, sechs Autorinnen gelesen.

Ja, der Feminismus hat es in Zeiten, wie diesen, glaube ich, sehr nötig gefördert werden und die igfem hat inzwischen einige Schreibgruppen und auch immer eine Ausschreibung, wo dann ein Buch herausgegeben wird und da haben sich, glaube ich, neunhundert Frauen gemeldet, was ja irgendwie sehr gigantisch ist und es hat sich ja seit den Zeiten, wo ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” mich literarisch sozialsierte viel geändert.

So hat sich ja damals der “Wiener Frauenverlag” gegründet, der später in “Milena” umgenannt wurde und heute auch Männer verlegt. Es gibt die starken feministischen Stimmen, wie die Jelinek, die Marlene Streeruwitz, die Gertrud Klemm, die eine Generation später auftrat und jetzt vielleicht auch Eva Reisinger mit ihren “Männer töten” und dann gibt es auch noch neunhundert Frauen, die mehr oder weniger mehr oder weniger feministisch schreiben, könnte man so sagen.

Heute standen neun oder acht Frauen auf dem Programm von denen ich nur Nicole Makarewicz gekannt habe, die dann aber gar nicht gelesen hat. Auch Tamara Imlinger hat sich entschuldigt und in der Mitte der Veranstaltung hat Gerlinde Hacker auch Karin Tonsern von den “Sister of Music” vorgestellt, die ein feministisches Musikfestival organiserte und die erste Lesende war eine Waltraud Schopf-Suchy, die mit ihrem “Loch” einen starken feministischen Text gelesen hat. Da verschwindet plötzlich der Buchstabe “m” auf der Tastatur und die Texte werden dann alle feministisch umgeschrieben oder verschluckt.

Corinna Dietrich, die von Beruf Spendeneintreiberin zu scheint, ließ die Teilnehmer voten, ob sie ihre absurden Texte oder aus ihren Roman “Ellen” hören wollten und gab dann von beiden Kostproben.

Andere Frauen haben eher unpolitische Gedichte gelesen und dann gab es zwei Texte, die sich mit dem Feminismus beschäftigt haben.

“Feminismus ist unnötig weil…” hat Andrea Kerstinger gedichtet und die ganzen Vorurteile gebracht und Claudia Andergast hat dann positiv darauf reagiert: “Feminismus hat mich gelernt mich selbst zu lieben” und interessant ist, daß viele der Frauen Lehrerinnen waren und morgen und am Donnerstag geht es dann mit schon etwas bekannteren Namen Margarita Kinstner, Gerda Sengstbratl und auch Ba Ossege , die ja im “Writersstudio” feministische Workshops anbietet, weiter.

Aber da werde ich wahrscheinlich zu Christa Nebenführ in die “Gesellschaft” am Mittwoch gehen und am Donnerstag wieder nach Harland fahren und interessant ist auch, daß ich mich beim Buffet am längsten mit einem pensionierten Polizisten, der die Technik machte, unterhalten habe.

Freibord grenzenlos Gala

Ensembles SAXOPHISTICATED (Madeleine Kaindl/Silke Gert-Schut/Barbara Paierl/Ilse Riedler)

Weiter geht es mit den herbstlichen Lteraturveranstaltungen und da hat mir der liebe Gerhard Jaschke schon lange eine Karte in die Hand gedrückt, wo er mich zu seiner “Freibord-Gala” in die “Alte Schmiede” am zweiten Oktober eingeladen hat.

Ich kenne den 1949 geborenen “Freibord-Herausgeber” und ehemaligen Generalsekretär der GAV schon lange, habe ich ihm doch schon früher meine Texte geschickt und er hat auch, glaube ich, drei meiner Texte im “Freibord” herausgebracht. Dann hatte ich einmal Schwierigkeiten mit ihm, weil ich mich dagegen wehren wollte, daß meine “Mttleren” nicht mehr im Literaturhaus stattfinden konnten. Dann hat er mein erstes “Lteraturgeflüster-Buch” sehr gelobt, da hat er, glaube ich, schon seinen Schlaganfall gehabt.

Später hat er die “Feribords” herausgegebenn und jetzt sind wieder einige “Freibords” erschienen und zu dem Thema “Grenzenlos” hat es schon einige GaV-Veranstaltungen gegeben und jetzt die große Gala.

Gerhard Jaschke
Thomas Kapielski

Leider hatte ich eine sechs Uhr Stunde. Also erst eine Viertelstunde nach sieben in der “AS” eingetroffen. Der Alfred hatte mir einen Platz besetzt, denn ich habe schon befürchtet, daß ich dann nur mehr den Livestream ansehen kann. Es war aber etwas Platz unten. Alexandrea Millner habe ich gesehen, Christian Schreibmüllner und viele andere und dann gab es ein tolles Programm mit der Saxophonnd, die dauch beim “Wildgans-Preis” spielte. Dann kam Gerhard Jaschkes Doppelgänger, wie er betonte, nämlich Thomas Kapilski, aus Berlin, glaube ich, der Texte zu verschiensten deutschen Ote brachte. Ilse Kilic und Fritz Widhalm” haben aus ihrem Verwicklungsroman” gelesen. Stefanie Wolff, die glaube ich, die Biennale in Penzing veranstaltet, hat gelesen bzw. ihre Musikstücke spielen lassen. Waltraud Haas hat sechzehn oder siebzehn Prosaminiaturen gelesen und Daniel Böswirth einen sehr langen Text, wo die Leute schon etwas ungeduldig wurden und einen Film von Hubert Sielecki mit Texten von Gerhard Jaschke gabe es auch.

Lissie Redtenwandter, die ich schon bei dem Sommerfest in Unterretzbach hörte, hat wieder ihre love songs performt. Dann gabs ein tolles Nussbrot, Käsewürfel, Weintrauben und Wein und auch das neue “Freibord”, damit ich was zu lesen habe. Mit Antonio Fiani habe ich angestossen und einge Bekannte, daruter Monika Vasik mit Maske gesehen und Christa Nebenführ, die ich übermorgen in der “Gesellshaft” hören kann.