Doch durch Frankreich gefahren

Noventana

Ich habe es ja schon gebloggt, daß wir eigentlich gleich, als wir von der Main-Radfahrt zurückgekommen sind, nach Frankreich fahren wollen. Der Alfred, der sich ja seit 2020 in Pension befindet, ist sehr reiselustig. Ich bin das weniger und weil ich auch noch das Gstöttmeier-Buch lektorieren mßte, ist sich das für den Juli nicht ausgegangen.

Arles, Camping City

Aber für den August gleich nach Alfreds Geburtstag sind wir losgefahren. Für mich völlig ungeplant, weil ich mich auf eine Reise eigentlich nicht besonders vorbereitet. Das heißt am letzte Tag die Reisetasche packe, eine für die Kleider, eine andere für die Bücher und da hatte ich ja eigentlich eine schöne Zusammenstellung französischer Bücher. Aber Anfang August noch Rezensionsexemplare, die ich lesen sollte. Darunter vier Krimis, einen Andrej Kurkow und oh Überraschung, das dritte Buch der heurigen deutschen Buchpreisliste. Dann habe ich noch ein paar französische Bücher dazugepackt.

Arles

Aber nicht zu viele, weil ich ja bei der Radreise nur ein oder zwei Bücher gelesen habe, aber wenn man zweimal drei Tage nur im Auto sitzt, liest man eben mehr.

Ich hätte mich doch besser vorbereiten sollen, wohin die reise geht. Habe ich aber nicht. Also war das ganze eine große Überraschung und der Alfred hatte in seinem Reiseplan auch einige Lücken. Nur, daß es nach Südwestfrankreich gehen sollte und da auch die liebe Doris Kloimstein treffen wollte, war fix und auf der Rückreise in Bregenz vielleicht die Erika Kronabitter, damit es ein bißchen literarisch wird, was mir ja immer sehr wichtig ist.

Oloron-Sainte-Marie

Also ist es am Freitag den elften August über Italien losgegangen. Als wir gerade am Wörthersee vorüberfuhren hat mich die Ruth Aspöck angerufen und wissen wollen, wie das Gespräch mit der Julia Danielczyk am Vortag bei den O-Tönen war und hat sich sehr gewundert, daß wir schon unterwegs sind, dabei habe ich ihr das am Mittwoch bei Afreds Geburtstagsessen im Waldviertlerhof und auch schon vorher ganz genau erklärt.

Also bis nach Gemona, dort den Trailer aufgebaut, in den Ort gegangen und ein nettes Gespräch mit der jungen Wirtin in einem Gasthaus gehabt, die uns schöne Ferien wünschte.

Dann ist es noch einmal durch Italien gegangen, am am nächsten Tag, weil sehr voll, schon geglaubt, keinen Campingplatz zu finden, hat dann aber doch geklappt, so daß wir nicht, wie schon befürchtet, im Auto schlafen mußten und dann ist es nach Frankreich und zwar nach Arles gegangen.

Einen schönen Campingplatz gefunden und ein bißchen in der Stadt herumspaziett, das Amphietheater angesehen und dann der erste längere Aufenhaltsort war Oloron St. Marie. Eine schöne kleine Stadt in den Pyrenäen oder im Baskenland. Deshalb hat sich der Alfred auch eine solche Mütze gekauft. Wir haben uns die Stadt angeschaut, in einem Restauratn eine berühmte Suppe und einen baskischen Kuchen gegessen. In der Touristeninformation ein paar Werbefilme in einer Art Kino angesehen und einen Ausflug nach Lourdes haben wir am Marienfeiertag auch gemacht.

Drei Tage sind wir auf den Camp geblieben, wo wir die einzigen Österreicher waren. Dann ist es weiter ans Meer bis an die spanische Grenze gegangen. Ein bißchen sind wir auch darüber gefahren, haben Paella gegessen und uns schöne kleine orte angesehen. In Biarritz waren wir auch. Haben in der Markthalle einen Cremant getrunken und Sardellenfilets gegessen und als wir an das Cap Ferret gekommen sind, wo es sogar einen Campingplatz mit lauter Deutschen, wo wir aber keinen Platz bekommen haben, gegeben hat, habe ich einmal sehr gute und sehr teure Muscheln in einer Knoblauchsauce gegessen und dazu viel Rotwein getrunken. Da waren wir auch in Bordeaux. Dort habe ich mich dann auch über die neue deutsche Buchpreisliste informiert und befriedigt festgestellt, daß ich schon drei Bücher gelesen habe und in dem Weingut Smith Havt Lafitte, das ich oder dessen Weine, ich schon vom Herrn Fischer kannte, waren wir auch.

Bordeaux

Am Abend auf den Campingplätze also viel Rotwein getrunken und ein bißchen Radfahren waren wir auch.

Die Campingplätze sehr schön und in Naturschutzgebieten gelegen und dann ist es bis an die Landessptize oder an die Il d’Oleron nach Saint Denis gegangen, wo die Doris Kloimstein schon seit vielen Jahren Urlaub macht und sich dort ein Häuschen mietet und das war natürlich spannend. Denn wenn man von einem Campingplatz zum anderen fährt und zu Mittag in ein in den Führern empfohlenen Restaurants essen geht, bekommt man nicht viel mit von dem Land und der Umgebung und das kleine Städtchen St. Denis in das uns die Doris herumführte, war auch sehr interessant. Den Markt haben wir genau besichtigt und an den Stränden Muscheln gesucht und den Leuchtturm bewundert.

Saint-Denis-d’Oléron

Ein verlängertes Wochenende sind wir dort geblieben, von der Doris liebevoll bekocht und auch den Bücherschrank besucht und mich ein bißchen in der französischen Literatur umgeschaut. Denn ich habe ja in der Straßergasse fünf Jahre Französisch gelernt. Leider ist nicht sehr viel hängen geblieben.

Also ein wenig aufgefrischt und dann ist es wieder vier Tage lang zurückgegangen, weil der Alfred keine zu langen Strecken fahren wollte. Also noch ein bißchen Land gesehen. Einen sehr schönen Campingplatz haben wir in der Nähe von Clermont-Ferrand gefunden, wo man schön Frühstücken konnte und es auch viele Freizeitangebote gegeben hat.

Aber wir waren nur eine Nacht dort und sind dann weiter nach Annecy gefahren, wo wir an der Seepromenade entlangspaziert sind, in dem schönen Städtchen am Fluß Crepes gegessen. Dann ging es über die Schweiz nach Bregenz, wo wir zwar die Erika Korabitter nicht getroffen haben, aber an der Seepromenade entlanggeradelt sind. Zuerst den Bücherschrank suchten, wo ich ein Buch von Reihard Bilgeri gefunden habe und dann in der Sunset Bar auch einen “Hugo” getrunken haben und jetzt wieder zurück.

“Urlaub aus!”, wie der Alfred so schön sagt. Mein Französisch habe ich ein ein bißchen aufgefrischt und jetzt gleich hinein in den Veranstaltungsreigen. Denn am Wochenende gibt es wieder das Volksstimmefest, wo ich zwar wieder nicht lesen werde, aber der Alfred nicht versäumen wollte. Sonst wären wir wahrscheinlich eine Woche länger geblieben. Mir aber sehr recht ist, denn jetzt beginnt ja das große Buchpreislesen und da bin ich ohnehin im Rückstand und muß mich beeilen, alles aufzuholen. Dafür habe ich aber alle meine mitgenommen Bücher und noch ein paar mehr aufgelesen, denn im Auto auf der Autobahn und am Abend auf den Campingplätzen hat man genügend Zeit dazu.

St. Pöltens Bücherschrankfunde und Büchereilesung

2013 habe ich glaube ich meine damalige Sommerfrische, damals waren es noch keine Wochenenden mit einer Art selbstgemachten Stadtschreiberstipendium verbracht, da bin ich glaube ich zum ersten Mal zur Seedosen-Zelle aufgebrochen und habe mir beim Thalia auch St. Pöltens Bücher angeschaut. Eine Bücherei gibt es in St. Pölten auch, da habe ich mir, glaube ich, einmal ausrangierte zwei Bcher um dreißig Cent oder so gekauft und nach Traisen ins Center und zum Viehofner See bin ich auch öfter gefahren und nach Herzogenburg und bis nach Traisen, aber jetzt bin ich fast siebzig und habe auch zwei Jahre Corona-Lockdown ,hinter mir, wo ich ja weil keine Masken und keinen Test und auch keine Schwierigkeiten mit der Polizei haben wollte, mehr oder weniger zu Hause geblieben bin, was an der Konditon und den Abwehrkräften zehrt, wie ich dem Herrn Gesundheitsminister mahnend ans Herz legen kann, daß das auch nicht so gut für die Gesundheit ist.

Das heißt, so ganz stimmt das nicht, denn 2020 war das im Gegsatz zu 2021 mit den 3Gs auch im Gastgarten, war das ganz locker und so bin ich öfter am Montag bei der Seedose gewesen, habe einen Spritzer getrunken und an meinem “Karierten Notizbuch”

geschrieben.

Jetzt schaffe ich das nicht mehr, auch weil der Alfred am Montag oft schon zu Mittag nach Wien fahren will, aber um von den Wochenendensommerfrischen doch etwas zu haben, habe ich mir am Dienstag immer erst eine elf Uhr Stunde eingetragen und es trotzdem nur einmal geschafft, erst am Dienstag nach Wien zu kommen. Gab es doch im Juli am Montag auch immer ein Wiener literarisches Programm. Gut, die Sittl-Sommerreihe werde ich bis zweimal auslassen, weil mich Theaterstücke aus dem neunzehnten Jahrhundertz nicht so interessieren, imJuli gab es aber auch Lesungen im Cafe Prückl und als ich vor drei Wochen am Samstag früher zum Markt gefahren bin, weil ich zum Friseur gehen wollte, habe ich beim “Schubert” ein Cordula Simon-Buch um einen Euro gekauft und da eine Einladung in den Steingöttersaal zu einer Lesung von Alina Lindermuth gefunden, die von der Stadtbücherei St. Pölten veranstaltet wurde und da habe ich die Bibliothekarin im April im Stadtmuseum kennengelernt” und sehr nett mit ihr geplaudert, als wir zu der Diskussion nach dieser Sternlesung zum “Tag des Buches” gegangen sind.

Alina Lindermuth? Keine Ahnung, aber macht ja nichts, denn es ist ja sehr spannend immer wieder neue Autoren kennenzulernen und da war Erstens interessant, daß es sich bei der Lesungj aus dem Buch “Fremde Federn” zu der ersten Veranstaltung einer Radtour handelt, die bis nach Bregenz führen soll.

“Hat jemand mit Radtouren Erfahrung?” fragte die Biblioothekarin Theresia Radl nach der Lesung. Habe ich, denn wir sind ja 20007 als die Ruth mit ihrem Verlag “Die Donau hinunter” in Pension gegangen sind, mit ihr von Ybbs nach Regensburg gefahren und in Vilshofen aus dem “Donaubuch” gelesen. Die ganze Tour ging von Wien nach Bamberg und 2017 zum Siebziger sind wir mit der Ruth um den Bodensee gefahren, später dann noch um den Neusiedlersee und eine Radtour von Ulm nach Regensburg und jetzt eine von Bamberg bis Mainz habe ich mit dem Alfred auch gemacht.

Alina Lindermuth

Das Buch, das zweite der 1992 in Kärnten Geborenen handelt aber von etas ganz anderes. Es handelt von einem Tom, der bei seiner Großmutter einzieht, die stürzt dann und er muß zwei vierundzwanzig Stunden Betreuerinnen engagieren. Interessant, interessant, meine Julia ist ja auch zu ihrer Großmutter eingezogen, nachdem die dement wurde und die Bibliothekarin fragte auch nach der Lesung, wieso ein männlicher Protagonist, da die Pflege oder die Carearbeit, wie das jetzt heißt, immer noch weiblich ist, ob man jetzt gendert oder nicht?

Die Autorin gab auch eine Antwort. Ich hätte gesagt, weil die Enkeltochter die Pflege wahrscheinlich selber übernommen hätte und die Autorin, die sehr viel über das Buch und ihr Schreiben erzählte, sie scheint sehr viel vorzuplotten und eine Art Schneeflockenmethode zu verwenden, las sich dann durch das Buch. De Bibliothekarin fragte nach den Pflege- und Raderfahrungen des Publikums und ein kleines Buffet und Gesprächen gab es auch.

Jetzt hätte ich fast zu erwähnen vergessen, daß ich ja heute, das zweite Mal in diesem Sommer in Richtung Traisenpark und um den See gefahren bin. Eigentlich wollte ich beim “Hager” frühstücken, weil kein frisches Brot im Haus. Aber dann hätte ich nicht in der Badewanne lesen können und da habe ich wegen meiner langen Liste auch einen ziemlichen Streß. Dann war noch ein Stück Kuchen da. Also damit in die Wanne und dreißig Seiten im Pleschinski lesen und dann ist mir noch eingefallen, daß ich wieder zum McDonalds gehen könnte, weil das billiger ist und bei dem beim Traisenpark war ich zwar 2020 zum Schulschluß, hatte aber den Eindruck, daß die kein Geld nehmen, also war ich seither nicht mehr dort. Vorher schon und jetzt wieder auf einen Toast, einen Cappuchino und einen Orangensaft, was jetzt auch schon über sechs Euro kostete.

Dann auf den Aussichtstum und zur Seedose und da war ich fündig. Zwar keine wirklich tollen Bücher aber doch sehr interessante, zwei Corona- Bücher im Eigenverlag erschienen und dann eines über den Sommer von vier Frauen über vierzig und eines über den wunderbaren Wortschatz, auch im Eigenverlag, glaube ich, erschienen und am Samstag kann ich noch anmerken, ist bei dem vom Bootshaus, offenbar ein alter Mann oder eine alte Frau gestorben, die viele schöne “Donauland-Bücher” mit schönen Umschlägen aus den fünfziger oder sechziger Jahren hinterlassen haben.

Jetzt muß ich das alles noch lesen und als ich beim Büchertisch im Steingöttersaal nachschaute, wo das Lindermuth- Buch erschienen ist, las ich “k&S” und da habe ich die Neuerscheinungen, weil ich da ja fast alles gelesen habe und da bei den Verlagsfrauen schon bekannt war, ,dann hat mir die Dr. Brunner die Bücher geschickt. Jetzt gibt es da aber eine neue Frau und die hat auf mein hzweimaliges Anfragen nicht reagiert. Macht ja nichts habe ich gedacht, lese ich jetzt ohnehin sehr langsam und wenn ich im August mit dem Buchpreislesen soanfange, werde ich sowie in diesem Jahr nicht mehr fertig. Jetzt habe ich es ein drittes Mal versucht. Mal sehen, ob es klappt und eine schöne Radreise wünsche ich der Frau Lindermuth auch, wär spannend, wenn sie darüber bloggen, twittern oder facebooken oder ihre Ei ndrücke auf Instagram stellen würde, so daß man die Reise nachlesen könnte.

Sommerfrischenwochenende mit Marktbesuch, Grillfest und anderen mehr

Halbzeit in der Sommerfrische und der Wechsel mit dem Sommer in Wien, wo ich meine Stunden machte und am Abend in die. Sommerlesereihen ging und die Wochenenden mit Marktbesuch, Rudolfshöhe etcetera ist eine gute Mischung und so war in diesem Juli auch einiges los. Wir sind mit der kleinen Lia zweimal auf die Rudolfshöhe gegangen und haben ihr dort die Kühe gezeigt. Vorigen Sonntag waren wir auf den Göller und am Markt haben wir am letzten Samstag die Doris Kloimstein, die Ruth Aspöck und die Brigitte S. getroffen. Diesen Samstag waren wir allein am Markt dafür ist am Sonntag die Doris Kloimstein zum Grillen zu uns gekommen, denn der Alfred wollte einen großeGrill veranstalten und hat dazu alle, die er kennt, einzuladen versucht, denn da hat sich durch Corona ja einiges verändert und so sind es nur acht Leute geworden, die gekommen ist. Die Doris, die Ruth Aspöck, der Karli mit seiner Freundin Anna, dann noch die Anna B. mit Mann, die der Alfred von der Gerlinde kennt. Die Angela und der Josef sind auch gekommen, die ich immer bei Literaturveranstaltungen sehe. Den Martin und die Ingrid, auch Freunde vom Alfred aus seinen Studententagen, haben wir schon am Montag in Wien getroffen.

Der Alfred hat Rindsripperl bestellt, Himbeersturm und Himbeefrizante und Kuchhenstücke, die wir gestern am Markt gekauft haben gab es auch und Melonen und Ananas.

Kein großes Geburtstagsfest, wie 2015, den hat der Alfred erst in zwei Wochen und da wollen wir ja nach Frankreich fahren, also ein Sommerfest und die literarische Noten wurden der Doris Kloimstein, die gleich ihre Lebensgeschichte erzählt hat und mir Annie Ernaux “Das andere Mädchen” , der Nobelpreisträgerin gebracht, das ich auch nach Frankreich mitnehmen kann und der Ruth Aspöck geprägt, die von ihren Salzburg-Plänen erzählte und die Doris hat mir schon vor zwei Tagen gemailt, daß am Donnerstag Martin Walser im sechsundneunzigsten Lebensjahr gestorben ist, an den ich vor einigen Jahren sehr dachte, als wir mit der Ruth zu ihrem siebzigsten Geburtstag um den Bodensee gefahren sind und gestern am Markt konnte ich wieder die Volkesmeinung zum Thema Normalität und Krise hören, während ich die die Standard Kolumne von Hans Rauscher las, der sich auf die Eröffnungsrede der Salzburger Festspie des Herrn Bundespräsidenten bezog, der diesmal zum positiven Denken riet und, daß man auch mit denen die anderer Meinung sind, reden und sie liken soll. Er hat das dann gleich mit seinem Konkurrenten vor sechs Jahren Norbert Hofer getan, ob der sich der darüber freut, bleibt unklar, aber die Psychologin denkt, daß das sehr wichtig ist und auch ein Weg, die Gräben, die durch Coronae entstanden sind, zu sschlißen, obwohl die Rede, glaube ich, gar nicht so gut angekommen ist.

Ein schöner Sommer also, trotz der schwierigen politischen Situation und den Hitzetagen, die jetzt aber schon vorbei scheinen. Das Feuerwehrfest in Ochsenburg hat es vor zwei Wochen auch gegegeben und im Juni ein paar Kindereste zum vierten Geburtstag der kleinen Lia mit der wir auch mit dem Schiff von Krems nach Dürnstein gefahren sind.

Ein scöner Sommer und ein Pendeln zwischen Wien und Harland. In Wien mache ich meine Stunden und gehe zu literarischen Veranstaltungen, in Harland habe ich meine “Toten” um vier Szenen angestückelt, so daß ich jetzt bei über fünfzig Seiten, dreiundzwanzig Szenen und 24769 Worten bin. Vielleicht kann ich noch den utopischen Roman im Roman anstückeln und Sabine Grubers “Die Dauer der Liebe” ausgelesen und für morgen ist auch noch ein literarisches Schmankerl in St. Pölten geplant.

Wer oder was ist normal?

Wir haben da ja vor drei Jahren unsere alte Normalität verloren und müssen nun in Zeiten der größten Veränderungen, zu einer neuen zurückkommen oder die alte beibehalten und da ist ja seit Corona einiges geschehen, was wir vorher nicht für möglich gehalten hätten und uns in dystopischen Zeiten wähnten oder uns vielleicht öfter fragten, in welchen Film sind wir geraten und wann ist die Show zu Ende?

Ist sie lieber “Standard”, lieber “Falter”, lieber ORF, die Pandemie ist vorbei, Corona ist keine meldepflichtige Krankheit mehr, man muß sich nicht mehr testen lassen, wenn man einen Kaffee trinken will und auch keine Masken mehr in der U-Bahn tragen, dafür haben wir, was ja eigentlich vorauszusehen war, die größte Inflation aller Zeiten und sind diesbezüglich die ersten in ganz Europa, wir haben einen Krieg und Sanktionen denen wir uns anschließen müssen, weil wir sonst Kollaborateure oder Volksfeinde wären und impfen hätten wir uns auch lassen müssen, weil wir, wenn wir auf diesbezügliche Demos gegangen wären oder unsere Zweifel angemeldet hätten, zu den Schwurblern, Coviditoten und Volksfeinden gezählt worden wären und wenn man bei der Bundespräsidentenwahl vielleicht doch nicht den schweigenden vdB oder die FPÖ nahen Kanditaten wählen wollte war man antidemokratisch und und an einen Austritt aus der EU durfte man auch nicht einmal denken.

Ganz schön autoritär könnte man so sagen und wo bleibt da die Meinheitsfreiheit? Die Grundrechte waren ohnehin abgeschafft und jetzt haben wir Angst vor einem möglichen Hitzelockdown, wenn es da über fünfunddreißig Grad hat darf man ab sechzig vielleicht nicht mehr ins Freie gehen, weil die möglichen Kreislaufkolapse unsere Spitäler überlasten und das Gesundheitssystem ist durch die Krise ja hinuntergefahren worden. Es gibt zu wenig Ärzte, zulange Wartezeiten, ein zwei drei Klassensysteme und und und…..

Und wenn man da dagegen ist, wen könnte man da wählen? Die FPÖ meint Herbert Kickl und wähnt sich schon als Volkskanzler und wer gegen dieses Wort etwas hat, der sei an die Volkspartei erinnert, die es ja schon gibt. In NÖ und Salzburg haben das dreißig Prozent der Wähler getan, in OÖ schon früher. Da gibt es also schon schwarz blaue Regierungen mit mehr oder weniger großen Coronamaßnahmenaufarbeitung. Sonst hat das Kanzler Nehammer zwar einmal versprochen. Man hört aber nicht sehr viel davon, denn wenn die FPÖ die verfassungswidrigen Corona-Strafen zurückzahlt, das geht doch nicht und auch nicht, daß sie versprochen hat, im Falle eines Gewinnes nach der Wahl 2023, die ORF-Zwangssteuer wieder aufzuheben.

So ist die Situation und alles ziemlich durcheinander, wenn man da beispielsweise an die SPÖ-Parteitagsturbuluenzen vor einem Monat denkt, wo falsch ausgezählt wurde und dann der Traismauer- Bürgermeister Vorsitzender wurde, der angeblich oder tatsächlich eine Lenin-Büste in seinem Arbeitszimmer stehenu nd sich einmal oder jetzt als Marxis bezeichnet hat.

“Das geht doch nicht!”, hat da die ÖVP aufgeschrieen.

“Wir wollen doch keine nordkoreanischen Zustände!”

Aber was ist so schlimm daran? Habe ich doch gerade ein Buch über “Marx in Wien” gelesen, wo der sich ein paar Wochen im Jahr 1848 dort aufgehalten und wahrscheinlich gegen die Verelendigung der Arbeiter, den achtzehn Stundentag, etc, gewettert hat und inzwischen hört man doch, daß der Mittelstand zerschlagen wird. Die Mieten gehen alle paar Monate in die Höhe, die Armut steigt und wir leben in autoritären Zeiten, wo die sogenannten normalen Bürgern und Durchschnittsösterreichern, seit mehr als drei Jahren in mehr oder weniger in ständiger Angst vor möglichen Katastrophen gehalten werden.

“Die Menschen überlegen, ob sie heizen oder essen sollen!”, hört man so ständig seit einem Jahr. Zwar sind die Restaurants immer noch sehr voll, aber wenn man ständig etwas hört, dann wird es wahr, lehrt die Geschichte und ich habe vor kurzem auch dreizehnhundert Euro an die Fernwärme nachbezahlt und dem Alfred hat die EVN den Vertrag gekündigt.

Alles also keine schönen Zeiten und keinen schönen Zustände und kein Wunder, daß sich die Leute dann an die wenden, die Versprechen, diese Zustände zu beseitigen.

“Wähl doch die FPÖ!”, kommentiert mir der Uli und der Otto hat mir das am Peterbauerhof, als ich mich über die ORF- Zwangssteuer beschwerte, auch geraten.

Natürlich nicht, habe ich doch 2019 die Grünen gewählt, um einen Minister Kickl zu verhindern und das leider leider sehr bereut und es zuerst gar nicht glauben können, wie die Grünen umgefallen sind und Worte von Vizekanzler Kogler, der die, die auf die Corona-Demos gingen, als Nazis bezeichnete und auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner präfaschistoide Tendenzen vorwarf, als die sich dafür aussprach Politik für “normale Leute” machen zu wollen.

Aber was sind die normalen Leute, für die sie sich einsetzen und die anderen links oder rechts liegen lassen will?

Die, die Angst haben durch die Inflation ihren Wohlstand zu verlieren, die die vielleicht auch gegen zu viele Ausländer sind, weil sie sich von ihnen bedroht fühlen und die mit den zwei Elternteilen und den vierhundert Geschlechtern vielleicht nicht soviel anfangen können?

Das ist wahrscheinlich die Mehrheit und die gleich, wie die Corona-Maßnahmenkritiker, als faschistoid zu bezeichnen, ist wahrscheinlich wirklich etwas seltsam und hebt die Gräben, die man ja, wie ich immer höre, zuschütten will, noch um ein bisschen aus.

“Die Gräben zuschütten!”, fordern alle. Aber dann hören sich die Parteien im Parlament nicht zu, sondern lachen sich gegenseitig aus.

Will man keine Sanktionen und den Frieden und ist gegen die Waffenlieferungen, ist man ein rechter Schwurbler und will man etwas für die Arbeiter tun, ist man ein Marxist und wenn die SPÖ von “Unseren Leuten!”, spricht und damit vielleicht ihre Wähler meint, wird das auch angeprangert und da fällt mir Erika Danneberg ein, die das auch getan hat und da wahrscheinlich die Kommunisiten gemeint hat und Kanzler Nehammer, der sich vor kurzem sehr gegen Herbert Kckl ausgesprochen hat, meint damit die Leute in der Mitte, die will er vertreten und die Ränder damit mitnehmen, aber rechts oder linksexetrem muß man bekämpfen. Aber wie tut er das könnte man fragen, was tut er gegen die Teuerung, außer, daß sich die Politiker ihr Gehalt erhöhen?

Es gibt keine Mietpreisbremse und auch keine gegen die Teuerung und die Koalition wird noch ein Jahr betehen und das sich gegenseitige Beschimpfen wahrscheinlich weitergehen.

Ist man “normal”, ist man faschistioid und wo kommt man hin wenn der Mittelstand abgeschafft wird? Dann gibt es noch die die autoritären Schreckgespenste, wie die Einführung des Hitzelockdowsn, die Abschaffung des Bargeldes und die Einführung eines sozialen Kreditsystems, die ja auch Angst machen können.

Schwierig, schwierig könnte man so sagen und wo kommen wir hin, wenn das noch ein Jahr oder länger so weitergeht und wie wird es dann mit schwarz-blau unter einem Kanzler Kickl, der ja die Frauen in der Bundeshymnde abschaffen will und wen soll man da noch wählen?

Weil das ja, wie ich so höre Bürgerpflicht ist. Wählt man nicht, ist man vielleicht ein Reichsbürger. Wählt man die Kommunisten, fallen die, wenn sie an die Macht kommen, vielleicht auch so, wie die Grünen um?

Schlimm, schlimm, könnte man so sagen. Also Gräben zuschütten, mit allen reden und schauen, wie es mit dem WHO-Pandemievertag weitergehen wird, wenn die Hitzewelle weitergeht.

Normale Zeiten, wo jeder seine Meinung sagen darf, ohne gleich als Nazi oder Schwurbler hingestellt zu werden und die FPÖ wählen zu müssen, wenn man etwas verändern will, wären wirklich schön.

Vom Feiern in die Sommerfrischewochenenden

Die “Literaturgeflüster-Feiern” sind vorbei, zwei Wochen habe ich das jetzt zelebriert, bin dazwischen ein paar Tage wandern gewesen, habe an meinen momentanten Work on Progress weitergearbeitet, zwei diesbezügliche Szeneschmankerln in den Blog gestellt und mich auch an der Gesellschaftspolitik beteiligt. Da ist ja jetzt sehr viel los in unserem Land, die ORF-Zwangssteuer wurde beschlossen, die Neutralität wieder ein bisschen in Frage gestellt und sowohl die FPÖ als auch die SPÖ haben mir Mails geschrieben, offenbar wird schon die Wahl, die zwar erst im nächsten Jahr stattfinden soll, ein bisschen vorbereitet, obwohl jetzt haben wir ja Sommer und die erste und die zweite Hitzewellen, wo schon die Hitzepläne erstellt und die Hitzelockdowns vorbereitet werden, das Parlament geht aber in die Sommerpause, die Kinder in die Ferien und ich in die Sommerfrischenwochenenden.

Bevor der Alfred in Pension gegangen ist, habe ich meine Sommerfrische in Harland bei St. Pölten verbracht, das heißt Montag und Dienstag gearbeitet und Dienstagabend nach Harland gefahren, dadurch die O- Töne versäumt und am Montag früh wieder zurück und in Harland geschrieben, Rad gefahren, gebadet und den Sommer möglichst geruhlich verbracht. Sommerbücher habe ich gelesen, weil ich das bei Elisabeth von “leselustfrust” so gesehen habe, daß die da in die Buchhandlungen gegangen ist und nach solchen gefragt hat.

Dann ist der Alfred in Pension gegangen und aus der Sommerfrische sind die Sommerfrischenwochenenden und eher kurz geworden. Nach den O-Tönen am Donnerstag nach Harland fahren und am Freitag mit den Rad auf die Ochsenburg oder nach Wilhelmsburg gefahren. Am Samstag mit dem Rad nach St. Pölten auf den Markt, dort die Doris Kloimstein getroffen und am Sonntag auf die Rudolfshöhe. Dann kam Corona und da bin ich im ersten Jahr am Montag öfter ins Traisensenter, in die Seedose einen Kaiserspritzer trinken und um den See gefahren. Im nächsten Jahr war das wegen zwei oder 3G schon etwas schwieriger und meine Kondition hat durch mein nicht maskentragendes Vermeidungshalten nach und nach gelitten und dann wollte der Alfred schon am Montag zurückfahren und jetzt nach den O-Tönen erst am Freitag, auch seine Konditon läßt nach und nach Wilhelmsburg und auf die Ochhsenburg komme ich auch nur mehr selten.

18574 Worte und eine ungefähre Szenenplanung habe ich da schon, obwohl es mit der Handlung noch ein bisschen hapert, da brauche ich noch einige Wendungen und Spannungsbögen, aber ansonsten wie gehabt.

Ich habe mir für die nächsten Dienstage erst ab elf Stunden eingeteilt, so daß wir länger bleiben könnnen, auch wenn da am Montag die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl ist, so daß ich vielleicht doch in den Traisenpark komme, ein Schopping und Recherchetag würde nach den Fensterputzritualen noch ausstehen und ein paar Veranstaltungen habe ich mir auch schon ausgesucht.

Da gibt es Ende Juli eine in St. Pölten und bezüglich Frankreichreise haben wir jetzt etwas ab dem elften August, nach Alfred Geburtstag, der das Fest diesmal ausfallen lässt, geplant. Da kommen wir dann nach der deutschen Buchpreisvergabe zurück und ich werde, weil ich jetzt eher langsam lese, in Lesestreß kommen, aber pünktlich zum Volksstimmefest, obwohl ich da diesmal wieder nicht lese. Also nur eine kurze Sommerfrische, diese aber genießen. Auf den Markt fahren und auf die Rudolfshöhe, da war das letzte Mal auch die kleine Lia mit und mit den Sommerbüchern hapert es, weil ich ja meine Leseliste habe und da eher schwere Kost und HolocaostBücher daraufstehen, auch ein bißchen.

Aber ansonsten wieder trotz aller Probleme, die EVN hat den Alfred ja das Gas gekündigt, den Sommer genießen, den Sommer wie damals, denn die Pandemie ist jetzt ja vorbei, obwohl der “Standard” darüber schimpft, daß die Leute so tun, als hätte es das nicht gegeben und mein Projekt weiterschreiben.

Was die Jubiläumsfeiern betritt steht da wahrscheinlich wieder ein sehr abgespecktes Geburtstagsfest zum Siebziger an und zur Poet Night am zwanzigsten Oktober habe ich mich auch angemeldet.

Wanderwoche am Peterbauerhof

Reiteralm, Spiegelsee

Wir gehen ja ziemlich regelmäßig mit Alfreds Turnlehrerund seinen ehemaligen Schulkollegen zweimal im Jahr wandern. Im Jahr 2000 hat das glaube ich angefangen. Da ist der Lehrer in Pension gegangen und hat sich an seine Wanderwoche erinnert, die er mit seinen Schülern einigen Zeit gehalten hat. Die zusammengetrommelt und seither sind mir meist in der Steiermark hier und dort marschiert. sogar zu Corona-Zeiten, hat es ein Wandern gegeben, 2020, 2021 ist der Alfred allein gegangen, weil ich ja kein 2 oder 3 G wollte. Im Vorjahr waren wir in Eisenerz und heuer die Ramsau und weil die ehemaligen Schüler inzwischen schon alle in Pension sind ist, aus dem Wochenende eine Woche geworden und so sind mir am Montag meinen fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster-Tag” da habe ich den Artikel vorgeschrieben und dann den Laptop mitgenommen, denn inzwischen nächtigen wir in einem Hotel und nicht mehr in einer Hütte und so losgefahren durch das Gesäuse und der Alfred hat da und dort immer wieder gesagt “Kannst du dich erinnern? Da sind wir hinaufgegangen, dort haben wir gegessen?”, konnte ich meistens nicht. Das Gasthaus in Gstatterboden gab es nicht mehr, so haben wir in Admont gegessen, da haben wir einmal bei Schlechtwetter eine Stiftführung gemacht und dann ist meine “Peter Paul-Geschichte” entstanden, die, glaube ich in der “Reise nach Odessa” enthalten ist.

Ein schönes Gasthaus und fast leer, denn es war schon fast zwei und zwischen vier und fünf sind wir dann am Peterbauerhof eingetroffen. Eine schöne Gegend, viele Berge, viel Grün, wir war ja schon vor zwei Wochen in der Steiermark in Neuburg an der Mürz beim “Ernst Jandl- Preis”, wo es ähnlich idyllisch ausgesehen hat.

Der Gunter, die Ingrid und die Astrid waren schon da, nach und nach sind ein paar andere dazugekommen. Der Lehrer ist diesmal nicht mitgekommen. Ein schönes Zimmer im dritten Stock und was ich nicht erwartet habe, Halbpension.

Vorher ein kleiner Spaziergang und am Dienstag sind wir mit der Gondel auf die Reiteralm hinaufgefahren und haben dort den Rundweg gemacht, sind an einigen Seen vorbei und in einen Regenguss hineingekommen.

Meine Kondition, die ja wahrscheinlich Corona bedingt nicht die beste ist, wurde durch den Regen fast ein wenig angekurbel, obwohl wir einen Gipfel ausgelassen haben und ich nur vor dem Gassel-Höh-Gipfelkreuz gestanden bin

Die Reiteralm ist touristisch sehr aufgerüstet. Es gibt sogar einen Kinderwagenweg und eine Kindergarten-oder Schulgruppe haben wir auch gesehen. Viele deutsche und tschechische Touristen und mit der Sommercard, die wir vom Hotel bekommen haben, war die Gondelfahrt sogar gratis und am Abend gab es Tafelspitz mit Spinat und Röstkartoffel und danach einen Apfelstrudel.

Silberkarklamm

Am Mittwoch, wo es Gewitteralarm für den Nachmittag gab, sind wir gleich nach dem Frühstück zur Silberklarklamm aufgebrochen, wo wir circa im Jahr 2000 schon einmal waren, weil ich da bei Ö1 zwei Karten für ein Konzert der Landstreich gewonnen haben, die auch das “Schüßel-Lied” gesungen haben. Damals sind wir am Abend hinaufgegangen.Jetzt am Vormittag hinter oder vor ein paar Paaren mit Hunden und kleinen Kinder, wo eines Geburtstag hatte, das dann von der Gruppe ein Ständchen bekam.

Vier Euro fünfzig war glaube ich Eintritt zu zahlen, weil ein privater Betreiber und dann hinauf über die Leitern und Steige an den Wasserfällen vorbei. Vor der Hütte Erdbeerbuttermilch getrunken, eine Schulklasse hinaufkommen gesehen. In der Steiermark ist noch eine Woche Unterricht und dann einen gelegentlich etwas steilen Rundweg zum Parkplatz zurück. War aber sehr schön und meine Kondition besser als erwartet. Dann waren wir schon vor eins im Quartier und können schauen, ob und wann das Gewitter kommt?

Es hat dann aber doch bis zum Nachmittag ausgehalten, so daß ich eine Runde spazierengegangen bin. In Richtung Birnberg auf einen Waldweg. Dann stand plötzlich ein Traktor am Weg und hat Holz eingeladen. Sie ließen mich zwar vorbei, aber wie komme ich zurück, auf die Straße abgebogen und gehofft, daß ich zum Peterbauer zurückkomme, hat geklappt und am Waldweg, der auch ein Radweg ist, sind mir ein paar Radfahrer entgegengekommen, auf der Straße dann ein paar Autos. Wie schon geschrieben sind viele Tschechen da und zum Abendessen hat es Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, also eine sehr deftige Kost gegeben und für die veganen Vegetarier Zucchinileibchen.

Die Gruppendynamik ist ohne dem Herrn Sladky, der sehr leutselig war, mit den Kellnern und den Wirten scherzte und immer Schnaps für alle bestellte, ganz anders. Es wird weniger getrunken und es gibt auch untereinander weniger Kommunikation weil die Gruppe auf zwei bis drei Tischen verteilt ist.

Und am Donnerstag auf die Dachsteinsüdwandhütte 1910 Meter. Eigentlich ein leichter Weg, aber meine Kondition ist doch nicht so gut, wie ich schon dachte. Denn ich habe lang gebraucht, viel gekeucht und lange gebraucht, so daß wir die Hütte erst erreichten, als die anderen schon beim Hinuntergehen waren. So sind wir nach einer Rast, wieder Buttermilch, das mitgenommene Frühstückssemmerl und ein mit dem Alfred geteilter Kaiserschmarrn, nur bis zur Liftstation gegangen. Dort haben wir den Bus genommen und der Gunther hat uns bei der Mautstelle abgeholt. Aber schön war es doch, auch wenn es am Nachmittag zu regnen angefangen hat.

Am Abend gab es dann, diesmal habe ich die Eiernockerln statt dem Gulasch genommen, doch die Schnäpse und es gab auch ein Geschenk für den Gunther. Ein “Alpenglück-Romanhefterl”, was allgemeine Erheiterung auslöste und in ein Herzchen wurde unterschrieben, sowie den neuen Termin für die Septemberwanderwoche ausgemacht.

Am Freitag haben wir uns dann nach dem Frühstück verabschiedet, sind zuerst zum “Lodenwalker” gefahren und haben uns da ein bißchen bei der “Heimat des Schladminger Lodens”, die schon seit fünfhundertfünfundsiebzig Jahren besteht, umgeschaut und dann nach Schladming, wo die Kinder mit ihren Zeugnissen in Scharen herumliefen und sich in den Geschäften Geschenke und Eis holten.

Dachsteinsüdwandhütte

Ein paar der Gruppe wollten noch bleiben und auf einen Berg wandern, konnten aber nicht mehr reservieren, was man schon ein paar Tage vorher musste, ein System, das sich für meinen “2035” dystopischen Roman gebrauchen läßt. Wir sind nach dem Mittagessen nach Harland in das Sommerfrischenwochenen gefahren und werde von da weiter berichten.

Fünfzehn Jahre Literaturgeflüster

Es ist so weit. Das “Literaturgeflüster” gibt es seit fünfzehn Jahren und ich blogge seit dem dritten Juli 2008 inzwischen täglich über mein literarisches Leben, mein Schreiben, meine Bücher, die Veranstaltungen, die ich besuche, über die politische Situation und noch über vieles andere, das irgendwie literarisch ist.

Es gibt es schon an fünftausendvierhundert Artikel, die inzwischen fast täglich erscheinen. Wui, könnte man da sagen, was für ein großes Archiv, wo man seit Juli 2008 nachschauen kann, welche Veranstaltungen ich in Wien und anderswo besuchte, wer dort war, was dort gelesen wurde oder passierte und das natürlich sehr subjektiv und auch unvollständig, da ich ja einem Abend nicht an drei Orten gleichzeitig sein kann.

Fehlerhaft, wie mein dritter Kritiker der Uli, wahrscheinlich sagen würde, ist es auch, denn ich habe kein Lektorat hinter mir und das ist dem Hans Raimund einmal auch bitter aufgestoßen.

Aber ich finde die Möglichkeit des Bloggens, wo ich über alles meinen literarischen Senf verspritzen kann, sehr toll und daher ist das Literaturgeflüster” für mich auch sehr wichtig.

Und weil wir auch in einem Jubeläumsjahr sind, fünfzig jahre Matura, fünfzig Jahre schreiben, wurde schon gefeiert, der siebzigste Geburtstag folgt dann im November, möchte ich ein bißchen über die Entstehungsgeschichte plaudern.

Habe ich ja 2008 oder vielleicht schon früher angefangen, die literarischen Blogs, die es damals gab, zu verfolgen und habe das 2008 auch mit dem “Bachmann-Preis”, den ich regelmäßig streame, so gemacht und da kann ich mich erinnern, daß Christiane Zintze-n deren “inadäquat” es nicht mehr gibt, da von einem “Bachmannpreis-Kolloquium” gesprochen hat.

Ich habe diese literarische Bogdiskussionen toll gefunden mich mich gefragt ob ich das auch kann? Und dann am dritten Juli sehr schnell, bevor der Alfred in die Wu aufgebrochen ist, mit dem ersten sehr schnellen Artikel angefangen.

Das erste Bloogerjahr war eigentlich auch sehr produktiv. Ich habe rasch ein Kommentierer Autorenkollegen gefunden. Die Anni Bürkl hat mir kommentiert, Cornelia Travniek, der Otto, der mich anfangs sehr verstäkte, die Andrea Stift und auf den “leselustfrust-Blog, den ich sehr interessant gefunden habe, bin ich auch gestoßen.

Dann kamen die Kritiker oder Spamer, die Frau Heidegger, die JuSophie, den schon erwähnten Uli, der auch schon mal von “sinnlosen Content” ,den ich da produziere geschrieben hat. Ich denke aber, das ist es nicht und wie schon geschrieben für mich ist mein literarisches Repräsentieren sehr wichtig und inzwischen ist auch sehr viel passiert.

Es gibt die “Buch Wien”, die es 2008 auch das erste Mal gegeben hat, den österreichischen Buchpreis und das “Buchpreis-Lesen“, ich nehme an Bloggertalks teil, war auf Bloggertreffen, habe mich für Leipzig akkrediert, bekomme von dort die Presseaussendungen und in der “Bloggerdebutjury” bin ich seit 2016 auch und in der des “Ohrenschmauses” schon seit 2007.

Zweiundvierzig selbstgemachte Bücher gibt es seit ich blogge auch und drei Literaturgeflüsterbücher mit Texten aus dem Blog.

Das Erste das aus einem Frust entstanden ist, enthält meine literarischeren Blogtexte, das zweite beschäftigt sich mit meinen Büchern und meinen Schreiben, denn ich stelle ja seit einiger Zeit meine Bücher immer im Blog vor.

Es gibt die Schreibberichte, die Vorschauen, Gewinnspiele, Einladungen zu Leserunden und das dritte beschäftigt sich mit meinen Corona-Texten, denn das Thema Corona hat mich, wie meine Leser wissen werden, auch sehr beschftigt. So daß es außer den Corona-Texte Buch auch zwölf Bücher gibt, die sich mit diesem Thema beschätigt, wo man später nachlesen kann, wie das mit Corona war und ich es empfunden habe.

Es ist in den letzten fünfzehn Jahren also viel geschehen, auch wenn ich ziemlich unbemerkt vor mich hingblogge und sich nur manchmal Leute über meine Fehler ärgern oder nicht glauben können, daß ich wirklich alle Bücher lese. Tue ich und ich breche auch keines ab.

Es gab die literarischen Geburtstagsfeste, die ich an sich schon seit 1987 machte und die 2020 und 2021 Corona bedingt nicht stattfanden und im Vorjahr eher vorsichtig im Schmalspurformat wieder auferstand.

Zum siebstigsten Geburtstag sollte es wieder eines geben, obwohl ich nach der Pandemie sicher keine siebzig Leute zusammenbringen und von den zehn oder zwölf, die dann kommen könnten wahrscheinlich keiner siebzig Minuten wie eigentlich geplant zuhören werden.

Aber trotzdem fünfzehn Jahre Literaturgeflüster und natürlich großes Feiern. Fünfzehn Tage oder länger auch wenn das manche Leute, wie der Uli narzistisch finden könnten.

Das “Lteraturgeflüster” ist nicht nur mein Archiv sondern auch mein Tor zur literarischen Welt, wo ich mein literarisches Leben, mein Lesen, mein Schreiben, meine Bücher, etcetera vorstellen kann und mein literarisches Wissen gerne mit den daran Interessierten teile und wow, wer hat das schon fünfzehn Jahre kontinuierlichen Schreibens über den Literaturbetrieb und über fünftausend Artikel darüber. Mein literarischer Vor- oder Nachlaß habe ich ja vor ein paar Tagen einen Besucher bei der Tielsch Veranstaltung gesagt.

Alles Gute zum Geburtstag “Literaturgeflüster,” also! Die Sektkorken knallen, die Kerze am Kuchen entzünden!

Auch wenn ich den literarischen Geburtstag mit der Wandergruppe verbringen werde.

Wieder Lese.Auslese ohne Bowle

Und diesmal ist höre und staune nicht Corona und die diesbezügliche Maskenpflicht und 2G Verordnung schuld daran, sondern das Kindergartensommerfest in Harland und da wollte die kleine Lia Oma und Opa dabei haben, also sind wir nach meiner elf Uhr Stunde und einem Mittgessen im Schani Garten des “Haas Beisl”, wo es sehr heiß war, nach Harland gefahren.

Dort habe ich zuerst meine Füße in den Pool von Annas Garten, jetzt darf man das noch, obwohl ich während der Fahrt in Ö1 mehrmals die Forderung hörte, daß man private Pools doch endlich verbieten soll, gesteckt und bin dann mit der La, ihren Puppenwagen und dem Alfred in den Kindergarten gegangen, wo die Erzieherin die Kleine schon erwartete und dann in ein Schmetterlingskostüm steckte.

“Die kleinen Schauspieler haben sich sehr viel Mühe gegeben, seien Sie also leise und gehen Sie mit den kleineren Kinder hinaus!”, sagte sie später und die kleine Lia fing am Schluß der Performance zu weinen an, weil sich ein Kind auf ihren Platz setzte.

Dann ging es in den Garten zu Saft, Kuchen, Aufstriche, Salate, etcetera, all das, was die Eltern mitbrachten, die Anna hat glaube ich Erdbeeren und <melorenstückchen mitgebracht. Nach sechs räumten die Eltern und die Pädagogen ab und ich bin noch schnell zur Radlerschenke geradelt, weil ich nicht ganz sicher war, ob ich noch in die “Gesellschaft” streamen kann und die Lese.Auslese ist ja eine Veranstaltung, wo Katja Gasser und Cornelius Hell zweimal im Jahr ihre Lieblingsneuerscheinungen vorstellen, die ich mir in den letzten Jahren immer gerne gebe. Wahrscheinlich ist es der Punsch und die Bowle die mich dazu verlocken, denn die Bücher kann ich ja ohne Anleitung lesen.

Die Bowle und den Punsch aber auch selber machen und diesmal war es der Kaiserspritzer in der Schenke und dann bin ich im Stream gerade zu recht gekommen als Robert Prossers “Verschwinden in Lawinen” voergestellt wurde und der 1983 in Alpach geborene von dem ich schon einige Bücher gelesen habe, hätte nächste Wpche in Klagenfurt lesen sollen, wird er aber nicht, wie ich im Mittagsjournal hörte und das Buch ist, wie Katja Gasser schwärmte ein Provinzroman, wo einer, der eigentlich Schauspieler werden will und sich in einem Tiroler Bergdorf als Kellner wiederfindet und dort in ein Lawinenunglück hineinkommt.

Mal sehen, ob das Buch mal zu mir kommt. Das nächste vorgestellte Buch war der vierte Roman der 1981 in Zilina geborenen Susanne Gregor von der ich auch schon einige Bücher gelesen haben “Wir werden fliegen” wo Personen vorkommen, die wir schon vom “Letzten roten Jahr” kennen.

Dann kam noch ein Provinzroman, kein populärer Realismus wie Katja Gasser bei Robert Prosser energisch feststellte Romina Pleschkos zweiter Roman” “Offene Gewässer” das ist bei K & S” erscheinen. Ich habe es angefragt, weil ich ja die Literaturbücher bei “K”& S” immer anfrage, aber diesmal scheint die Zusendung nicht zu klappen, also werde ich das Buch wahrscheinlich nicht kennenlernen und dann folgte Anna Marwans “Verpuppt”, das habe ich auch angefragt und nicht bekommen, aber Anna Marwan ist die letzte “Bachmann-Peisträgerin”, eine der vorletzten ist Tanja Maljartschuk und da habe ich gerade erfahren, daß sie diesmal den “Kramer-Preis” bekommen wird.

Am ersten September wird der in Niederhollabrunn vergeben. Aber da werden wir, wenn es diesmal klappt, in Frankreich sein und dort die Doris Kloimstein treffen, weil das der Alfred, weil ja in Pension gerne will.

Ich bin das ja nicht wirklich. Das heißt eigentlich schon. Habe aber noch den WGPV-Vertrag.

Dann ging es in der “Gesellschaft” mit der slowenischen Literatur weiter, das ja heuer Gastland in Frankfurt ist und da wurde ein Gedichtband von Tomaz Salamun “Steine aus dem Himmel” vorgestellt, die man nicht auf den Kopf bekommen sollte, wie Cornelius Hell sagte. Tomaz Salamun, der 2014 gestorben ist, ist aber ein berühmter Dicher von dem es schon einige Bände in Deutsch gibt. Das vorgestellte ist eine Auswahl aus fünfundzwanzig Gedichtbänden, so daß man sich im Sommer am Strand oder auch in der Badewanne gut in sein Werk einlesen kann.

Dann folgte noch einmal großartige slowenische Literatur aber auch eine österreichische Stimme, nämlich Cvetka Lipus “Weggehen für Anfänger”, die 1966 in Eisenkappel geborenen wurde, in Salburg lebt, auf Slowenisch schreibt und schon eine berühmte Lyrikerin ist, obwohl ich von ihr noch nichts gehört habe.

Katja Gasser las, weil die Veranstaltung schon sehr fortgeschritten war, das Gedicht “Wie sich verabschieden” vor und dann ging es zur Bowle, die ich, wie schon erwähnt, diesmal versäumte und auch den gesellschaftlichen Klatsch. Aber da stehe ich mit meinen Glas ohnehin meistens erlebendaneben, gehöre ich ja nicht zur Szene und den Kinderpunsch, beziehungsweise, die Zitronenlimonade habe ich schon gehabt.

Die anderen Bücher wie Dzevad Karahasan “Einübung ins Schweben”,, der wie ich erst vor kurzem erfahren habe, in Mai während unserer Radreises verstorben ist, Eva Vieznaviecs “Was suchst du Wolf”, vor der ich auch nicht gehört habe und Klemens Renoldner “Geschichte zweier Angeklagter” habe ich versäumt.

Man kann aber nicht alles haben und alles lesen und ich habe, wie meinen Lesern bekannt sein sollte, ohnehin ein endlos Leseliste, denn wenn wir jetzt bis zehnten September nach Frankreich fahren, versäume ich Zeit zum Buchpreislesen, denn dann ist ja schon die österreichische Liste bekannt , wenn wir zurückkommen. Kann aber vielleicht doch ein paar der Franhzosen lesen und vielleicht den Tellkamp, Juri Andruchwytschs “Radionacht”, Liau Yiwus “Wuhan” die ja auch auf meiner Backlist warten und die ich für sehr interessant halte.

Vom Main zum Kuba-Fest

Gut zurückgekommen von der vierzehntägigen Main-Radfahrt von Bamberg nach Mainz. Inzwischen ist der Sommer nach Wien gekommen und die kubanische Gesellschaft feierte ihr jährliches Sommerfest.

Seit der Alfred von ein paar Jahren mit dem Karli in Kuba war, ist er Mitglied der Gesellschaft und geht fast jeden Montag zu den wöchentlichen Veranstaltungen. Ich eher weniger, obwohl ich mich da ja wahrscheinlich mit dem Omikron-Virus angesteckt habe. Zu den Sommerfesten aber schon und ein paar Mal war ich auch bei den Vorträgen, die die Ruth dort gehalten hat und die habe ich bei den letzten Sommerfesten auch dort getroffen.

Heute aber nicht, obwohl ich sie am Vormittag angerufen und mich danach erkundigt habe. Sie hatte aber am Abend eine Veranstaltung, so bin ich am Nachmittag, als ich alle Befunde ausgedruckt und meine Abrechnung fertig gemacht habe, hingegangen.

Der Alfred war schon da, denn er ist von der Gesellschaft sehr begeistert, obwohl es heute ein spannendese Alternativprogramm gegeben hat. Nämlich der Parteitag der SPÖ, wo sie, nach dem sie die Frau an der Spitze endlich abserviert hatten, den neuen Vorsitzenden wählten. Den eher konservativen Hans Peter Doskozil und den als Linken bezeichneten Andreas Babler, der in seiner Wahlkampfrede von seiner Arbeiterkindjugend schwärmte und allen armen Kindern ein tägliches warmes Mittagessen versprochen hat.

“Mit uns kommt die neuen Zeit, Genossen und Genossinnen!”, hat er ständig empathisch ausgerufen und die Kommentatoren waren sich nicht einig, wer jetzt besser ist und wer gewinnen wird?

Der Newcomer aus Traiskirchen oder der Landeshauptmann von Burgendland, der dann auch, wie bei der vorher stattgefundenen Mitgliederbefragung knapp geonnen hat.

Das habe ich mir ein bißchen gegeben und anstonsten alles, was sich in den letzten vierzehn Tagen angesammelt hat, aufgearbeitet.

Alles nicht, denn ich sollte ja das Gstöttmaier-Buch lektorieren, das bei der nächsten “Buch-Wien” präsentiert werden soll. Habe auch schon die Texte durchgesehen und mein Nachwort geschrieben, kann weil ich noch immer keinen eigenen Computer haben, die Texte nicht in mein Programm aufnehmen, was mich etwas nervös macht, daß ich jetzt wieder bis Montag warten muß, ob ich dann entlich den neuen Computer bekomme.

Den Alten habe ich zwar nach Leipzig zurückbekommen, hat aber nur ein paar Tage funktioniert und den Neuen hätte ich ein paar Stunden vor unserer Reise bekommen.

Ansonsten warten meine beiden Texten, den “Ukraine Blues” und die “Drei Frauen”, die ich noch korrigieren muß und dann lesen lesen lesen.

Eigentlich sollten wir in zwei Wochen nach Frankreich fahren, aber dann kann ich den Text nicht korriegieren, vor Montag kann ich ohnehin nichts machen.

Also langsam wieder in Wien angekommen und weil ich sehr ungeduldig bin, habe ich nach ein paar Stunde und zwei Mojitos, das Kuba-Fest wieder verlassen und höre mir im OE 24 an, wie die Wahl von Hans Peter Doskozil aufgenommen wurde.

Und in Essen wird heute der “Blogger-Debutpreis” an Ursula Knoll vergeben, wäre, wenn wir das besser organisiert hätten, fast ausgegangen, wieder hinzukommen.

Fünfzig Jahre Matura, fünfzig Jahre schreiben

Es ist soweit, während ich mit dem Alfred den Main entlangradle, kann ich mein fünfzigjähriges Maturajubiläum feiern. Und da bin ich ja sehr euphorisch in das Leben und die Zukunft gegangen. Hatte ich ja schon zwei Jahre vorher beschlossen, nach meiner Matura Psychologie zu studieren und zu schreiben.

Das heißt geschrieben habe ich schon früher. Ab da wars ein literarischer Plan und da hatte ich, meine Leser wissen es, sehr große Pläne.

Den “Nobelpreis” wollte ich gewinnen, ich schreibe es wieder, was vermutlich ein Synonym für die literarische Anerkennung war, die ich mir wünschte und leider nicht bekommen habe.

Daher auch nach fünfzig Jahren ein großes Jammern, obwohl ich mit meinen Input eigentlich zufrieden bin.

Aber 1973 bin ich zuerst nach England gefahren und habe dort ein Workcamp im Westpark Psychiatric Hospital gemacht. Vorher hatte ich schon eine Erzählung geschrieben.

“Satre und Camus auf jeder Seite und noch sehr inspiriert vom Literaturunterricht der Frau Prof Friedl!”, habe ich es später beurteilt und den Text nie korrigiert und auch nicht zu veröffentlicht versucht, nur ein paar Leuten gezeigt, die, glaube ich, nicht viel damit anfangen konnten. Ich war noch sehr unsicher und hatte keinen Kontakt zum Literaturbetrieb. Daß sich da ziemlich zeitgleich die GAV gegründet hat, habe ich zwar im Radio gehört, aber nicht viel Ahnung gehabt, was das ist?

Aber viel gelesen und weitergeschrieben. Am Abend nach den Vorlesungen und am Wochenende, wie ich das plante. Ist aber nicht so ganz gegangen. Da war die Unischerheit wohl zu groß. Ein paar ebenfalls nie veröffentlichte Texte sind aber entstanden, bis ich mit der “Einladung zum Tee”, die der der Monika und Gerhard nicht sehr gefallen haben, wieder einen gelungenen Text zusammengebracht habe.

Die Monika hat mir aber eine Lesung im “Lteratureck” in der “Alte Schmiede” vermittelt. Da habe ich, glaube ich, einen Text von einer Ursula, die aus Klagenfurt stammt, gelesen und die “Literatureck-Teilnehmer”, es war noch eine Frau dabei, wurden damals von zwei Autoren kommentiert.

Bei mir waren es Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer und die habe ich schon von “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekannt, in den mich auch die Monika gebracht habe.

Da habe ich ja kontakt mit der Christa Stippinger, der Valerie Szabo-Lorenz, der Bruni Langthaler, der Elfriede Haslehner, der Bärbl und der Erika Danneberg und höre und staune mit Arthur West bekommen und habe mich mit einigen Frauen noch jahrelang regelmäßig getroffen, um unsere Texte zu besprechen und einander vorzulesen.

1987 bin ich, glaube ich, in die GAV aufgenommen worden. Da hatte ich auch schon angefangen meine Texte an Zeitschriften und Verlage zu schicken und mich für Stipendien beworben.

Das Feedback war nicht sehr gut. Aber als die “Hierarchien”, in denen ich meinen Weggang von der Klinik beschrieb, fertig waren, habe ich schon daran gedacht, um einen Zuschuß fürs Selbermachen beim Unterrichtsministerium anzusuchen. Da habe ich Jack Unterweger, der meine Texte veröffentlichte, geschrieben und der hat das Buch dann in der “Edition Wortbrücke” herausgebracht.

Die Reaktionen waren furchtbar. Ein paar vernichtende Kritiken, so daß ich länger dachte, ist halt ein Anfängerwerk, als ich es aber später durchgelesen habe, habe ich gedacht, so schlecht ist das eigentlich nicht, aber halt nicht sehr experimentell, sondern realistisch psychologisch, wie ich es einordnen würde und ich habe weitergeschrieben.

Bin zu Literaturveranstaltungen gegangen, habe Lesungen organisiert 2001 und von 2003-2009

den “Tag der Freiheit des Wortes” und da auch aus meinen Werken, für die ich keinen Verlag gefunden habe, gelesen.

Ein paar Jahre habe ich auch die “Die Mittleren -Literatur von Frauen” veranstaltet und da Schwierigkeiten mit den Literaturhaus gehabt und ab 2000 habe ich begonnen meine Bücher selbst herauszugeben. Das heißt mir immer fünfzig Stück drucken lassen ISBN-Nummer verzichtet und seit 2008 blogge ich auch.

Das heißt, da berichte ich inzwischen fast täglich über mein Schreiben, mein Lesen und was so in meinen Leben noch so passiert und im weitesten Sinn literarisch ist und da kann ich mich eigentlich nicht beklagen, sind doch inzwischen an oder über sechzig selbstgemachte Bücher entstanden und in meinem zweiten “Literaturgeflüster Buch”“Mein schreiben meine Bücher” kann man auch einbißchen darüber nachlesen, über welche Themen ich schreibe und wie meine Bücher entstehen.

Pastor Rudolf B., den ich in dem Workcamp, das ich, 1976, glaube ich, in Hamburg machte, kennenlernte, hat mir einmal geraten, nur für mich selbst zu schreiben, weil es mit dem literarischen Erfolg nicht so klappete. Da habe ich empört den Kopf geschüttelt und “Die Jelinek!”, tut das doch auch nicht gesagt.

Inzwischen tue ich es aber, ich schreibe für mich selbst, stelle meine Bücher im “Literaturgeflüster” vor, lese auch gelegentlich daraus bei der “Poet Night”soder andere Veranstaltungen zu denen ich eingeladen werde.

Seit 1987 gibt es auch mein literarisches Geburtstagsfest, von dem nicht ganz klar ist, ob es die Corona-Krise überleben wird und gehe auch bewußt in mein einundfünfzigstes Schreibejahr und da kann ich einmal sogar ein bißchen weniger jammern, denn 2023 war bis gar nicht so schlecht, so hat mich doch Alex Hartl zu Beginn des Jahres eingeladen, meine Erfahrungen mit Erika Danneberg zu berichten, in der Jury des “Ohrenschmauses”, dem Literaturpreis für und von Menschen mit Lernschwierigkeiten bin ich seit 2007 auch und lektoriere da gerade das Buch von Peter Gstöttmeier, der diesmal das Stipendium bekommen hat.

Ich habe bei der KritLit gelesen und wieder mal beim “Tag der Freiheit des Wortes”, der inzwischen von der Monika Gentner organisiert wird.

Nur mit dem Volksstimmefest bei dem ich die letzten Jahre regelmäßig las, scheint es nichts zu werden, das wäre dann wein weiteres Corona-Opfer, wo kann ich mich da beschweren?

Ansonsten mit einem lachenden und einem weinende Auge mein literarisches Leben, das mir ja sehr wichtig ist, betrachten. Schade, daß nichts daraus geworden ist, abder eigentlich ist es das ja, denn ich habe wirklich sehr viel geschrieben und glaube auch, wie es mir Dietmar Füssel einmal sagte, daß ich eine sehr gute Kennerin der zeitgenössischen Literatur bin und mit dem “Lteraturgeflüster” auch ein enrmes Archiv über den Wiener Literatur betrieb geschaffen habe, das allerdings sehr persönlich und wie ich immer höre, auch nicht fehlerfrei ist.