Weiter mit den Schreibideen

Ich will ja mit meiner “Stalking-Story”, wo mich Ulrich Woelk mit seinen “Mittsommertagen” ,auf die Idee brachte meinen nächsten Roman über zwei Menschen zu schreiben, die sich in der U-Bahn von einander gestalkt fühlen und die beide ihre eigenen Traumatisierungsgeschichten haben und ein bißchen CoronaAufarbeitung soll auch dabei sein, wo eine die Politik ja damit in Stich läßt und das ein Thema ist, das mich nach wie vor bewegt.

Während unserer Frankreichreise, wo ich ja tagelang im Auto saß, habe ich in mein schönes oranges Notizbuch mir dazu auch einige Ideen aufgeschrieben, die ich, dann nach Wien gekommen auch gebloggt habe.

Da war dann viel los. Mt den Volksstimmefest haben die Veranstaltungen angefangen und das “Buchpreislesen” auch. Da bin ich mit heutigenTag mit der österreichischen Liste schon fast fertig, während ich bei der deutschen zu den drei Büchern, die schon gelesen hatte, nur die dazu kamen, die auch noch auf der Öst stehen.

Da ist mein neues Projekt, der Roman mit dem ich bekannt werden will, in den Hntergrund geraten, das ich ja ohnehin erst im November während des “Nanowrimos” schreiben will, beziehungsweise hatte ich ja noch den “Die Toten” zu korrigieren, mit dem ich vorgestern mit dem Korrigieren fertig geworden bin.

25.809 Worte hat der Text, den jetzt der Alfred druckfertig machen wird, dreiundfünfzig Seiten, dreiundzwanzig Szenen und dann sieben der “2035-Geschichte”, an die ich nach unserer Rückkehr noch vier Szenen angefügt habe, die ich auch im Auto notiert habe.

“Der UkraineBlues”, das vierte Buch, das in diesem Jahr erschienen ist und das zweite, das nach dem “Dreimäderlhaus”, geschrieben wurde, ist erschienen. Da lade ich noch einmal alle ein, in das Buch hineinzusehen und sich an der Leserunde zu beteiligen. Der liebe Andi Pianka, dem es gewidmet ist, hat das schon getan.

Als ich Anfang Oktober mit dem Korrigieren der “Toten” fertig geworden bin, war ich wieder frei für das neue Projekt oder doch nicht so ganz , denn damit will ich ja erst im November anfangen und da vielleicht nicht schon wieder am ersten zwanzigtausend Worte hochladen. Was zwar an sich egal, aber doch nicht ganz Sinn der Sache ist und mein Problem ist ohnehin, wenn man das so nennen kann, daß ich immer schneller und kürzer werde.

Aber diesmal will ich die fünfzigtausend Worte schreiben, mir Zeit lassen, eventuelle Schwächen überwinden und mich nicht, wie vielleicht bisher darum herumschummeln.

Also mit den Ritualen anfangen. Die kommen ohnehin immer, bevor ich was Neues anfange. Das wäre Fenster putzen. Das mache ich aber lieber, wenn der Alfred nicht da ist, der mich oder ich ihn damit behindere und der fährt mit dem Karli ab demZwanzigsten in die Toskana, bis dahin habe ich aber noch drei Wochen Zeit.

Also zuerst mich für die Buch Wien akkreditieren und mich um eine Einladung zur Öst-Preisverleihung bemühen und dann die Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das ich heuer wieder richtig machen will, aussenden oder doch nur zwanzig Leute eingeladen, weil der Raum ja knapp und die Pandemie höre ich allethalben ist ja noch da und das Virus auch.

Früher habe ich fünfzig Leute eingeladen und zwanzig bis fünfundzwanzig sind gekommen. Dann war es schon sehr voll und siebzig Minuten, wie eigentlich geplant werde ich zu meinem Siebziger vielleicht auch nicht lesen, denn das halten meine zehn bis fünfzehn Gäste vielleicht nicht aus.

Auch das erledigt und am Mittwoch war ich damit fertig. Also die Notitzen durchlesen, die Charakterbögen und den Romanfahrplan ausfüllen und die ersten Szenen habe ich auch schon geplant, aber ich will ja erst am ersten Elften zu schreiben anfangen.

Was mache ich bis dahin? Nächste Woche ist die GAV-GV und am 20. 10 die “Poet-Night”. Die Frankfurter Buchmesse ist in dieser Woche auch und da will ich hinstreamen, kann diese zehn Strohwitwentage also wahrscheinlich nicht ganz zum schoppen, flanieren, recherchieren, ausnützen, wie ich es ja gerne will.

Also die drei Wochen herumbringen. Wird schon gehen, habe ich gedacht, als ich heute in Harland ein Rad gefahren bin. Da kam mir aber schon die erste Szene, wo die Laura die “Allfritz-Werbeagentur,” wo sie ihr Praktikum machen will, verläßt. In der U-Bahn von dem schüchteren Severin “gestalkt” oder angesprochen wird, hinausstürzt und kotzt und dann von Sandra angerufen und sie ins “Phil” bestellt wird, weil sie mit ihr einen Anti Corona-Comic schreiben, bzw. zeichnen will.

Das schreibe ich ganz egal ,daß heute erst der Sechste ist, habe ich gedacht und diese erste Szene habe ich ja bei den open days im Writersstudio vor zwei Wochen mehrmals geschrieben und bei dem Workshop der Jurenka Jurk während ihrer Online-Messe habe ich skizziert, worüber ich in den Text schreiben will.

Macht ja nichts, wenn ich früher anfange. Eine Woche habe ich ja Zeit, bevor ich mit Frankfurt beschäftigt bin und meinen Ziel diesmal länger zu werden, die fünfzigtausend Worte mindestens zu erreichen kann ich ja treu bleiben.

Drei oder vier Handlungsstränge habe ich. Die Annäherung zwischen Laura und Severin. Ihre Vorgeschichte mit Walter Krieger, dem Lebenspartner ihrer Mutter, der systemrelevanten Krankenschwester, die während Corona sie und Walter im Lockdown ließ und er sie mit seinem Sexuallexikon belästigte und begrapschte und sie sich nicht wehren konnte. Da bin ich durch das Erotik-Workshop der Johanna Vedral gekommen. Dann der Comic, den Laura mit Sandra zeichnet und schreibt. Sandras Auseinandersetzung mit ihrem Chef Edgar Hillinger von der “Allgemeinen Zeitung” und dann noch dessen Bridgerunde mit Olga Tokarz, Severins Klavierlehrern und den Diskussionen über den Urakine-Krieg.

So weit, so what und eigentlich sehr viel. Wenn ich jetzt noch ein bißchen geduldiger werde und mich auf die Überwindung meiner Schwächen einlasse , kann eigentlich nichts passieren, denn ich befinde mich immer noch in meinem Jubiläumsjahr, der siebzigste Geburtstag, fünfzig Jahre schreiben und mindestens sechzig selbstgemachte Bücher.

Wuj, sehr viel, das soll mir erst einer nachmachen. Schade nur, daß ich es damit nicht an die Öffentlichkeit schaffe und das auch mein Blog, der auch in diesem Jahr sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, nicht zu schaffen scheint.

Neues aus der Schreibwerkstatt

Mein dritter Text iin diesem Jahr wieder angeregt durch die Romanschule-Webinare ist ja im Rohtext wieder sehr kurz geworden.drei Neunundvierzig Seiten, 24.012 Wörter und dreiundzwanzig Szenen und da auch schon ein bißchen angestückelt. Ein paar Szenen hinzugefügt und irgendwie geplant auch den drei Szenen langen “2035-Roman” noch irgendwie zu verlängern.

Ja die Kürze in der ja angeblich die Würze liegt, hat mich jetzt irgendwie eingefangen, so daß ich nur staunen kann, wie ich acht oder neunmal beim “Nanowrimo” die 50.000 Worte schaffte.

“Schreiben Sie doch Kurzgeschichten!” hat mein Ratgeber Uli mir empfohlen. Habe ich, habe ich, aber das war ja eigentlich als Roman angelegt und da höre ich auch immer von den Experimentellen, daß das endlos vor sich Hinschwaffeln nicht literarisch ist, denn das ist nur die verdichtete Lyrik, wäre also vielleicht kein so schlimmes Zeichen, obwohl ich denke, daß es eher an dem “Ausgeschrieben” liegt, nach fünfzig <jahre literarischen Schreiben und über sechzig Büchern ist das vielleicht so und ist den anderen Vielschreibern wie Martin Walser oder Philipp Roth auch nicht besser ergangen.

Da ist vielleicht eine Glosse aus der Eja-Augustin Reihe geplant. Vor dem Urlaub habe ich jedenfalls das Vorhandene Szene um Szene korrigiert und war etwa bei der Hälfte oder beim letzten Drittel, als wir losgefahren sind. Und da habe ich den Laptop auf den Zelturlaub nicht mitgenommen, wohl aber mein schönes oranges Büchlein mit dem Konzept und bei drei Tagen Anfahrt ist da so einiges hinzugekommen. Denn als ich die “Mittsommertage” gelesen habe, ist mir schon die Idee für das Next, ja, das geht bei mir schnell, lieber Uli,, gekommen und ich habe gedacht, daß ich vielleicht eine “Stalking-Geschichte” schreiben könnte. Das heißt eine Frau trifft einenMann in der U-Bahn und fühlt sich von ihm verfolgt und umgekehrt. Wieder kein ganz so neues Thema, in “Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt”, vor Jahren geschrieben, war das ähnlich, daß eine Linke einen eher rechten Politiker traf. Das haben wir auch in der “Reise nach Odessa” und in der “Mathilde im Coronaland”.

Aber diesmal könnte die Laura, die ein Praktikum in einer Marketingagentur macht und gerade ihr Studium abgeschlossen hat, Corona traumatisiert sein. Da heißt der Lebensgefährte ihrer Mutter hat ihr in der Pandemie sehr zugesetzt und Severin Sickinger, der Mathematik und Musikstudent, also kein rechter Politiker, denn das hat sich in den letzten Jahren ohnehin stark geändert, was man eigentlich auch aufarbeiten könnte, ist ein wenig schüchtern. Er nimmt Klavierstudenten bei der alten Olga Tocarcz, deren Mutter ukrainische Zwangsarbeiterin war und die wohnt wieder ausgerechnet neben der Lura. Was auch der Grund ist, warum sich die Beiden so oft in der U-Bahn treffen und die fünfundziebzigjährige Olga Tocarcz hat eine Brigderunde. Da gibt es den sechundsiebzigjährigen Edgar Hillinger, der in der “Aktiven Zeitung” Kolumnen schreibt und mit Olga über die Ukraine-Krise diskutiert.

Das alles und noch mehr habe ich während der Reise in mein Buch hineingeplant und da ist mir auch wieder die Idee für einen dystopischen Roman gekommen, denn die Laura will, inspiriert von ihrer Freundin Sandra, die beim Edgar Hilinger auch gerade ein Praktium macht, einen Comic über die Corona-Krise zeichnen und da habe ich zuerst gedacht, schreibe ich einen Neuen und dann kamen schon die Ideen, wie ich “2035” vielleicht doch verlängern könnte?

Das werde ich jetzt tun und das Cover für den “Ukraine Blues” ist auch schon da, so daß das sehr kurze Manuskript an die Druckerei gehen könnte und es bald die Vorschau geben wird.

Wieder mit dem Rohtext fertig?

Ich kann es nicht anders, wird mein Freund Uli sicher sagen, da schwärme ich von den ellenlangen Romanen, die ich gerne schreiben will, dann buche ich ein Jurenka Jurk-Gratisseminar, habe große Pläne, nehme mir vor, es diesmal wirklich richtig zu machen, mir Zeit zu lassen, plotten, planen und je Seitenstrang einen Roman schreiben, damit ich über die fünzigtausend Nano-Worte, die, wie ich höre, ohnehinsehr kurz sind, komme, fange motiviert an, schreibe zwei drei Wochen und bin dann nach zwanzigtausend Worten und an die zwanzig Szenen und vierzig oder fünfzig Seiten fertig.

Früher war das an ders. “Die Radiosonate” ist, glaube ich, sehr lang geworden, die “Absturzgefahr” hatte auch ihre sechzigtausend Worte.Bei den “Nanowrimos”, die ich dann geschrieben habe, habe ich angestückelt. Der letzte war die “Flora Faun”, da habe ich, glaube ich, auch zwei Wochen mit dem Rohtextschreiben gebraucht, hatte aber die “fünfzigtausend Worte” und dann hat Jurenka Jurk in diesem Jahr schon sehr viele Gratisankurse angeboten. Sie ist da sehr großzügig und so sind die “Drei Frauen” wo ich die Idee ja schon hatte, danach sehr schnell entstanden. Das noch nicht an die Druckerei gegagen ist. Es gibt aber schon eine Vorschau” und dann hat es im Februar gleich wieder ein Gratiswebinar über die drei Fehler die man nicht machen oder sich ein starkes Ziel suchen soll und mein “Ukraine-Blues”, wo ich mich mit der Frage, ob man gegen Waffenlieferungen und gegen den Krieg, trotz der herrschenden Meinung, daß man dann ein Friedensschwurbler ist, sein darf, ist entstanden.

Das liegt jetzt beim Alfi und ist sehr kurz geworden, obwohl ich meine Heldin vor der Staatspolizei bis bis nach Chisinau flüchten ließ. Achtundvierzig Seiten zwar, weil ich eine große Schrift wählte, aber nur siebzehntausend Worte und siebzehn Szenen und jetzt ist mir das bei den “Toten” schon wieder passiert. Da ist mir die Idee ja beim Lesen von “Als wir Vögel waren” gekommen, denn da geht es ja um Tote und da dachte ich, da lasse ich eine Schwester, um ihren verstorbenen Bruder trauern und dann geht sie auf eineParty und sieht dort jemanden, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht und die demente Großmutter Emilie lässt sich partout nicht ausreden, daß das der verstorbene Bruder ist.

So weit so what, im April, bevor wir zur “Literatur und Wein” und dann nach Leipzig gefahren sind, ist mir diese Idee gekommen und dann hatte ich zwei Monate keinen Computer, mit dem Rad sind wir dazwischen auch von Bamberg nach Mainz gefahren und das Gstöttmeier-Buch war zu lektorieren, so daß ich fast darauf vergessen habe.

Dann kam wieder ein Jurenka Jurk-Seimnar, wie man sich die Idee einen Roman zu schreiben erlauben kann und auf was man dabei achten muß und ich habe losgeschrieben. Das heißt nicht so gleich. Zuerst habe ich ein bißchen geplottet, denn ich war mit dem “Ukraine Blues” noch nicht fertig. Dann habe ich die Fenster geputzt, bin dann auch wandern gewesen und der Roman hat sich entwickelt. Eigentlich ein Roman im Roman, denn da habe ich ja ein paar Horrorvideos gesehen, wie es mit dem sozialen Kreditsystem weitergehen und wie das Leben aussehen könnte, wenn die nicht Systemrelevanten in ein fünfzehn Minuten, fünfzehn Kilometer, fünftzehntausendfünfhundert Punkte-Grundprogramm ausgegliedert werden und ich dachte, das bietet Stoff für einen langen Roman. Also schaffe ich die fünfzigtausend oder noch mehr Worte und habe mit einer “2035-Szene” im Blog bekonnen. Dann kam die Zweite und ich habe nicht recht gewußt, wie integriere ich sie in den Roman, wo ich schon die Szene hatte, wo die Julia, den Fabian Krataky auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin Mila trifft und tue ich das überhaupt? Habe dann vom Szenestückeln abgesehen und den Fabian über den Roman erzählen lassen und dann war ich auf einmal mit achtzehntausend Worten u nd achtzehn Szenen fertig. Die Oma ist zuerst auf die Uni ausgerissen, der Faban, der dort eine Vorlesung über Thomas Bernhard hielt, hat sie gefunden und die Julia angerufen, die sich nicht in ihn verlieben will. Dann hat die Mila den obdachlosen Soziologen Jury Steiner getroffen und der trifft dann die Emilie in der Hauptbücherei getroffen und am Ende finden sich der Fabian, die Julia und die Großmutter am Zentralfriedhof, wo der Fabian, der Großmutter seinen Roman vorliest.

Da hatte ich dann noch große Pläne, daß das jetzt ein langer Roman wird, habe die zwei Szenen, die ich schon im Blog hatte, eingefügt und dann noch eine dritte Szene geschrieben. Die liest der Fabian am Zentralfriedhof vor und Emilie Moser klatscht in die Hände und sagt “Jetzt glaube ich, daß du nicht mein Enkelsohn bist!” und einen Bart hat sich der auch wachsen lassen. So weit, so what, über fünfundvierzig Seiten, 22 189 Worte und siebzehn Szenen plus den drei Romanszenen, die nun eigene Namen tragen, sind es im Rohtext geworden.

Es tut mir leid oder auch nicht und natürlich habe ich das Ganze korrigiert, so daß noch ein paar Worte weggefallen sind und ich jetzt bei einundzwanzigtausend Worten stehe und dann das Ganze nochmals und länger schreiben und wirklich drei Geschichten aus den drei Handlungssträngen machen, noch was bezüglich Emil und dem Jury anfügen.

Eine Jury Steiner- Szene hätte ich ja schon, die ich am Tag unserer Main-Abreise am Hauptbahnhof erlebt habe und den utopischen Roman könnte man vielleicht auch noch länger machen. Ich nehme es mir ganz ehrlich, wie immer vor. Daraus ist zwar noch nie etwas geworden und es wäre auch egal.

Schreibe ich eben Kurzromane. Gedichte sind noch kürzer. Ich schreibe länger. Aber Monsterromane scheine ich nicht mehr zusammenzubringen. Macht ja nichts, ist egal und das, was ich brauche, wäre ohnehin mehr Aufmerksamkeit, will ich doch nicht noch einmal zehn Jahre alleine vor mich hinschreiben. Aber schauen wir mal, ob es so bleibt oder doch länger wird? Ich werde mich bemühen und dazwischen können meine Leser, die Gewinnspielfragen bei der “Dreimäderlhaus-Vorschau” auflösen.

Weiter mit den Toten

Wieder ein Bericht über mein momentanes Projekt “Die Toten lassen grüßen”, den digitalen Demenzroman, wie der Untertitel lautet.

Achtzehn Szenen habe ich da schon, 18 574 Worte, fast achtunddreißig Seiten und im Blog gibt es zwei Szenen, die den utopischen Roman “2035” betreffen, den der Protagonist Fabian Kratky schreibt.

Soll ich die zwei Szenen in den Text aufnehmen oder nicht, war die Frage, die ich im letzten diesbezüglichen Artikel stellte und hatte das auch geplant, aber nicht durchgeführt, sondern den Fabian in der fünften oder sechsten Szene, glaube ich, seinen Roman weiterschreiben lassen.

Wenn der Text einmal fertig ist, ich hoffe, ich bringe ihn über die fünfzigtausend Worte, kann ich darauf hinweisen. Wird der Roman im Roman länger, kann ich ihn vielleicht extra veröffentlichen, wie es Marlene Streeruwitz mit ihrer “Jungen Anarchistin durch Griechenland” machte und jetzt parallel schreiben. Den Roman, wo sich die Protagonistin Julia, die ihren Zwillingsbruder vor zwei Jahren durch einen Schlaganfall verloren hat, in den Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Fabian Kratky verliebt, der neben einer Vorlesung über Thomas Bernhard auch den schon erwähnten utpischen Roman schreibt und da gibt es die demente Großmutter Emilie, bei der die Volksschullehrerin Julia lebt, um sie zu betreuen und die lässt sich partout nicht überzeugen, daß der achtundzwanzigjährige Philosophiestudent einen Schlaganfall hatte und Fabian, den sie mit Julia auf der Straße trifft, für ihren Enkelsohn hält.

Sie begibt sich mit ihrem Jugendfreund und ehemaligen Verlobten Emil auf die Suche nach ihm und dann gibt es noch Julias Freundin Mila, die sich in den obdachlosen Soziologen Jury Steiner verliebt und vielleicht wird der auch in die Suche involtiert?

So weit so what. Das wäre der ungefähre Plan und eine ungefähre Szenenplanung habe ich auch schon, eigentlich wieder vier Handlungsstränge, die ich noch ausarbeiten und schauen muß, wie es mir damit geht?

Nicht ganz neu, natürlich, kann ich meinen Kritikern gleich antworten. Denn über eine demente Frau, die mit ihren verstorbenen Jungendfreund kommuniziert, habe ich schon in der “Magdalena Kirchberg” geschrieben und im “Sozialen Kreditsystem”, gibt es auch ein paar “1984-Szenen”.

Das ist ein Thema das mich interessiert und interessant, ob es mir gelingen wird, einen spannenden Roman daraus zu machen und eventuellen Schwächen, die ich meinen an die sechzig selbstgemachten Büchern, die ich schon habe, zu überwinden.

Mal sehen, wie es geht. Ich werde weiter darüber berichten und natürlich wäre es fein, hier darüber zu diskutieren. Über Anregungen, Feedbacks, etcetera, würde ich mich daher freuen.

Will ich einen Roman schreiben?

Natürlich und habe das seit cirka fünfzig Jahren auch schon mehrmals getan. Nach außen nicht sehr erfolgreich, ich weiß und der liebe Uli wird mir das auch gleich schreiben.

Aber “Die Hierachien” sind Anfang Neunzig in der “Edition Wortbrücke” erschienen, das andere war dann selbstgemacht.

An die sechzig selbstgemacht Bücher, wie ich immer schreibe. Nicht alles Romane, ich weiß, zwei Erzählbände, drei Literaturgeflüster-Bücher” und dann auch noch einige Novellen und längere Erzählungen oder Krzromane. Ich werde immer kürzer und das Corona-Fieber hat mich vor drei Jahren auch gepackt, so daß da auch zwölf Bücher entstanden sind.

Am zwanzigsten April, das habe ich auch schon geschrieben, ist mein Computer eingegangen. Da konnte ich, die ich gerade den “Ukraine-Blues” korrigierte, jetzt fast zwei Monate nicht weiterkorrigieren und “Die drei Frauen”,, die jetzt beim Alfi liegen und noch ein Cover brauchen, müssen auch erst fertig werden.

eine vage Idee für was Neues gibt es auch schon. Ich glaube, das habe ich schon geschrieben und ein paar Szeneentwürfe in mein Notizbuch aufnotiert, war aber in den letzten zwei Monaten in Leipzig, habe fünfzig Jahre GAV gefeiert und dann das “Gstöttmaier-Buch” fertig korrigiert, so daß ich nicht sehr zum Neuplanen gekommen bin und da hat mich jetzt Jurenka Jurk mit ihrer “Romanschule” wieder zu einem kostenosen Webinar eingeladen in dem sie ihren “Romanfahrplan” vorstellte.

Diesmal ganze vier Stunden zum Thema “Hilfe, ich will einen Roman schreiben”

Da sie, glaube ich, die These vertritt, daß die meisten Romane nicht fertig werden, weil es den Leuten am Handwerk fehlt. Deshalb gibt es ihren “Romanfahrplan” mit den acht Stufen, der Ideenfindung, der Figurenplanung, sie meint daß die Figuren das Herzstück der Romanplanung ist. Dann kommt die “Heldenreise”.

Da kam es vor kurzem auch ein Webinar, wo es um das starke Ziel ging, das man für die Romanplanung braucht. Daraus ist dann die Idee zum “Ukraine blues” gekommen. Ein sehr kurzer Roman oder eine längere Erzählung mit der ich eigentlich gar nicht so zufrieden bin. Ist ja ein heikles Thema, weil man gleich als Volksfeind gilt, wenn man sagt, man ist für den Frieden und gegen Waffenlieferungen.

Aber der Text ist fertiggeworden. Zugegeben nur achtundvierzig Rohtextseiten und meine Texte werden eigentlich alle fertig. Dann korrigiere ich sie nach der “Szenenplanung” und dem “Losschreiben”, was bei Jurenka Jurk nur einen eher kleinen Raum einnimmt, kommt dann die “Überarbeitung”,.

Das mache derzeit beim “Ukraine-Blues”. Wenn ich damit fertig bin, entwerfe ich den Beschreibungstext und übergebe das Ganze dem Alfred, der es Druckereifertig macht und wenn das soweit ist, mache ich eine Vorschau mit drei Gewinnspielfragen und wenn das Buch erschienen ist, gibt es noch einen Promotionsartikel mit der Einladung zu einer Lesereunde und auf meiner Website ist das Ganze dann nochmal mit einem Probekapitel zu finden.

So weit so what. In Jurenka Jurks zweijährigern Romankurs gibt es noch einen Expose- und Marketingkurs, der das vielleicht erfasst und das war es dann bei mir.

Damit ist es dann erledigt. Das heißt bei der “Poet Night” oder bei anderen Lesungen trage ich ein Stückchen daraus vor und das war es dann und ich fange das nächste Projekt an.

So weit wäre ich mit Jurenka Jurk d´ accord, nur daß meine Texte fertig werden und es das Buch fünzig Mal in gedruckter Form gibt. Bei dem vier Stunden Webinar ging es zuerst sehr intensiv, um die Frage, warum man schreiben will?

Das ist für mich eigentlich klar. Um mich selbst zu verwirklichen, meine Meinung ausdzudrucken und die vielleicht für dieNachwelt zu archivieren. Es ging auch um die Frage, was den Hobbyautor vom richtigen Autor unterscheidet und betonte Jureka Jurk das Ziel, den Plan und auch die Bereitschaft an sich zu arbeiten und sich das Handwerkszeug anzueignen.

Ein Zeitmanagement habe ich nach fünfzig Jahren schreiben eigentlich auch schon. Ich beginne mit einer Idee. Bei dem letzten “Heldenreise-Webinar” habe ich mir die Idee zum “Ukraine Blues” mitgenommen und bei dem fünftägigen Jahresanfang Webinar die zu den “Drei Frauen”.

Jetzt hätte ich die von der Frau mit der dementen Großmutter, deren Freund verstorben ist und die nun dessen Doppelgänger sieht. Das habe ich mir vor ein paar Monaten aufgeschrieben und mußte es mir heute erst wieder ins Gedächtnis rufen. Also nur eine sehr vage Idee. Ich muß aber ohnehin noch mit zwei anderen Büchern fertig werden und Jurenka Jurk ist in den vier Stunden im Schnellverfahren ihren ganzen “Romanfahrplan” mit Übungen durchgegangen. Also konnte man was die “Figurenplanung” betrifft den anderen mitteilen, was die Stärken und die Schwächen der Hauptfigur wäre und interessant war dabei auch, daß Jurenka Jurk, obwohl sie immer vom autobiografischen Schreiben warnt oder sich mit diesen in ihren Kurs nicht einlassen will, daß man selbst die stärkste Figur sei.

Nun ja, könnte man so sehen, denn es ist ja alles autobiografisch und alles gleichzeitig nicht, wie ich ja einmal meiner zweiten Kritikerin JuSophie so mitteilte.

Dann gab es eine Übung zur “Heldenreise”, also zum starken Ziel. Denn die “Heldenreise” beginnt ja damit, daß die Figur ihre vertraute Ummgebung verläßt und in neuen Gefilde aufbricht. Das braucht eine starke Fallhöhe. Da ist bei mir ,zugegben immer etwas vage ausgedrückt.

Aber meine Romane werden fertig. Was ich dann bräuchte wäre das Feedback und die Anerkennung von außen und das war dann schon die Abschlußfrage, was man braucht um seine ziele zu erreichen? Und meinte damit höchstwahrscheinlich das Handwerkzeug. Da fehlt mir wahrscheinlich sicher auch noch einiges und es wäre auch die Frage, was sich bei meinem Schreiben ändern würde, wenn ich mich auf den Kurs einlassen würde?

Wieviel besser mein Roman dann wäre, kann ich ich jetzt nicht sagen. Um einiges sicher, ob ich aber damit einen Verlag finde, zum “Bachmann-Preislesen” eingeladen werde oder auf die “Buchpreislisten” ,komme wäre sehr die Frage.

Eigentlich genügen mir schon eine Handvoll Leser, die mir Kommentare schreiben und vielleicht einen Verlag ,der mich herausbringt, obwohl die schreibe ich schon lange nicht an. Ein etwas größerer Bekanntheitsgrad wäre also gut und ich kompensiere, das, was ich nicht habe, durch Artikel wie diesen, meine Schreibberichte, etcetera.

Jurenka Jurk erwähnte noch die Wichtigkeit von Gleichgesinnten und inzwischen bestehen ihre Kurse aus sechs Teilnehmer, wo man voneinander lernen kann. Das ist sicher wichtig und man lernt bestimmt viel von den anderen. Aber ich interessiere mich schon sehr lange für das Schreiben und seit es die Webinare im Netz oder die Gratisseminare des Writerseminars, gibt habe ich viel gelernt und natürlich ist es die Frage, mit der ich mich schon 2009 beschäftigt habe, ob man Schreibschulen braucht selber lernen kann?

Natürlich kann man das. Nach fünfzig Jahre schreiben habe ich schon soviel gelernt, daß meine Sachen fertig werden und jetzt im Bücherregal in derKrongasse lagern. Mit einer Schreibschule, der “Roman “Ausbildung zum Romanautor”, dem “Writersstudio”, der “Hochschule für Sprachkunst” oder dem “Literaturinstitut in Leipzig” geht das natürlich schneller und das war auch eine Frage eines Teilnehmers, ob man die zweijährige nicht so billige Romanschule braucht?

Man kann es natürlich selber lernen, denke ich und die Gratiswebinare sind auch sehr sehr intensiv. Sie geben Anregungen. Den Rest muß man dann selber machen und da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Denn das Netz ist voll von Anregungen.

Wer schreiben will, kann es tun und lernen. Seine bücher dann auch selbst herausgeben bei “Amazon” oder so wie ich. An den Lesern, fürchte ich, wird es dann vielleicht hapern. Denn es schreiben immer mehr Leute. Sie lesen dafür weniger. Ich tue beides und so habe ich in meinem jubiläumsjahr in dem vier Stundenkurs wieder viel gelernt und bin gespannt auf mein neues Werk, obwohl ich da auch ein bißchen skeptisch bin. Denn ich habe schon sehr viel geschrieben. Sechzig Bücher muß mir erst einer nachmachen. Fürhle mich auch ein wenig ausgeschrieben und denke es sollte vielleicht das gesehen werden, was ich schon habe. Aber da habe ich bei den fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster-Feiern” noch einges vor, seien wir gespannt.

Fünfzig Jahre Matura, fünfzig Jahre schreiben

Es ist soweit, während ich mit dem Alfred den Main entlangradle, kann ich mein fünfzigjähriges Maturajubiläum feiern. Und da bin ich ja sehr euphorisch in das Leben und die Zukunft gegangen. Hatte ich ja schon zwei Jahre vorher beschlossen, nach meiner Matura Psychologie zu studieren und zu schreiben.

Das heißt geschrieben habe ich schon früher. Ab da wars ein literarischer Plan und da hatte ich, meine Leser wissen es, sehr große Pläne.

Den “Nobelpreis” wollte ich gewinnen, ich schreibe es wieder, was vermutlich ein Synonym für die literarische Anerkennung war, die ich mir wünschte und leider nicht bekommen habe.

Daher auch nach fünfzig Jahren ein großes Jammern, obwohl ich mit meinen Input eigentlich zufrieden bin.

Aber 1973 bin ich zuerst nach England gefahren und habe dort ein Workcamp im Westpark Psychiatric Hospital gemacht. Vorher hatte ich schon eine Erzählung geschrieben.

“Satre und Camus auf jeder Seite und noch sehr inspiriert vom Literaturunterricht der Frau Prof Friedl!”, habe ich es später beurteilt und den Text nie korrigiert und auch nicht zu veröffentlicht versucht, nur ein paar Leuten gezeigt, die, glaube ich, nicht viel damit anfangen konnten. Ich war noch sehr unsicher und hatte keinen Kontakt zum Literaturbetrieb. Daß sich da ziemlich zeitgleich die GAV gegründet hat, habe ich zwar im Radio gehört, aber nicht viel Ahnung gehabt, was das ist?

Aber viel gelesen und weitergeschrieben. Am Abend nach den Vorlesungen und am Wochenende, wie ich das plante. Ist aber nicht so ganz gegangen. Da war die Unischerheit wohl zu groß. Ein paar ebenfalls nie veröffentlichte Texte sind aber entstanden, bis ich mit der “Einladung zum Tee”, die der der Monika und Gerhard nicht sehr gefallen haben, wieder einen gelungenen Text zusammengebracht habe.

Die Monika hat mir aber eine Lesung im “Lteratureck” in der “Alte Schmiede” vermittelt. Da habe ich, glaube ich, einen Text von einer Ursula, die aus Klagenfurt stammt, gelesen und die “Literatureck-Teilnehmer”, es war noch eine Frau dabei, wurden damals von zwei Autoren kommentiert.

Bei mir waren es Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer und die habe ich schon von “Arbeitskreis schreibender Frauen” gekannt, in den mich auch die Monika gebracht habe.

Da habe ich ja kontakt mit der Christa Stippinger, der Valerie Szabo-Lorenz, der Bruni Langthaler, der Elfriede Haslehner, der Bärbl und der Erika Danneberg und höre und staune mit Arthur West bekommen und habe mich mit einigen Frauen noch jahrelang regelmäßig getroffen, um unsere Texte zu besprechen und einander vorzulesen.

1987 bin ich, glaube ich, in die GAV aufgenommen worden. Da hatte ich auch schon angefangen meine Texte an Zeitschriften und Verlage zu schicken und mich für Stipendien beworben.

Das Feedback war nicht sehr gut. Aber als die “Hierarchien”, in denen ich meinen Weggang von der Klinik beschrieb, fertig waren, habe ich schon daran gedacht, um einen Zuschuß fürs Selbermachen beim Unterrichtsministerium anzusuchen. Da habe ich Jack Unterweger, der meine Texte veröffentlichte, geschrieben und der hat das Buch dann in der “Edition Wortbrücke” herausgebracht.

Die Reaktionen waren furchtbar. Ein paar vernichtende Kritiken, so daß ich länger dachte, ist halt ein Anfängerwerk, als ich es aber später durchgelesen habe, habe ich gedacht, so schlecht ist das eigentlich nicht, aber halt nicht sehr experimentell, sondern realistisch psychologisch, wie ich es einordnen würde und ich habe weitergeschrieben.

Bin zu Literaturveranstaltungen gegangen, habe Lesungen organisiert 2001 und von 2003-2009

den “Tag der Freiheit des Wortes” und da auch aus meinen Werken, für die ich keinen Verlag gefunden habe, gelesen.

Ein paar Jahre habe ich auch die “Die Mittleren -Literatur von Frauen” veranstaltet und da Schwierigkeiten mit den Literaturhaus gehabt und ab 2000 habe ich begonnen meine Bücher selbst herauszugeben. Das heißt mir immer fünfzig Stück drucken lassen ISBN-Nummer verzichtet und seit 2008 blogge ich auch.

Das heißt, da berichte ich inzwischen fast täglich über mein Schreiben, mein Lesen und was so in meinen Leben noch so passiert und im weitesten Sinn literarisch ist und da kann ich mich eigentlich nicht beklagen, sind doch inzwischen an oder über sechzig selbstgemachte Bücher entstanden und in meinem zweiten “Literaturgeflüster Buch”“Mein schreiben meine Bücher” kann man auch einbißchen darüber nachlesen, über welche Themen ich schreibe und wie meine Bücher entstehen.

Pastor Rudolf B., den ich in dem Workcamp, das ich, 1976, glaube ich, in Hamburg machte, kennenlernte, hat mir einmal geraten, nur für mich selbst zu schreiben, weil es mit dem literarischen Erfolg nicht so klappete. Da habe ich empört den Kopf geschüttelt und “Die Jelinek!”, tut das doch auch nicht gesagt.

Inzwischen tue ich es aber, ich schreibe für mich selbst, stelle meine Bücher im “Literaturgeflüster” vor, lese auch gelegentlich daraus bei der “Poet Night”soder andere Veranstaltungen zu denen ich eingeladen werde.

Seit 1987 gibt es auch mein literarisches Geburtstagsfest, von dem nicht ganz klar ist, ob es die Corona-Krise überleben wird und gehe auch bewußt in mein einundfünfzigstes Schreibejahr und da kann ich einmal sogar ein bißchen weniger jammern, denn 2023 war bis gar nicht so schlecht, so hat mich doch Alex Hartl zu Beginn des Jahres eingeladen, meine Erfahrungen mit Erika Danneberg zu berichten, in der Jury des “Ohrenschmauses”, dem Literaturpreis für und von Menschen mit Lernschwierigkeiten bin ich seit 2007 auch und lektoriere da gerade das Buch von Peter Gstöttmeier, der diesmal das Stipendium bekommen hat.

Ich habe bei der KritLit gelesen und wieder mal beim “Tag der Freiheit des Wortes”, der inzwischen von der Monika Gentner organisiert wird.

Nur mit dem Volksstimmefest bei dem ich die letzten Jahre regelmäßig las, scheint es nichts zu werden, das wäre dann wein weiteres Corona-Opfer, wo kann ich mich da beschweren?

Ansonsten mit einem lachenden und einem weinende Auge mein literarisches Leben, das mir ja sehr wichtig ist, betrachten. Schade, daß nichts daraus geworden ist, abder eigentlich ist es das ja, denn ich habe wirklich sehr viel geschrieben und glaube auch, wie es mir Dietmar Füssel einmal sagte, daß ich eine sehr gute Kennerin der zeitgenössischen Literatur bin und mit dem “Lteraturgeflüster” auch ein enrmes Archiv über den Wiener Literatur betrieb geschaffen habe, das allerdings sehr persönlich und wie ich immer höre, auch nicht fehlerfrei ist.

Fehler, Fehler, Fehler suchen

Ja, ja, das liebe Fehlerteufelchen, das scheint mich zu verfolgen, die sich schon in der Volksschule Ulidarüber freute, daß es die Dichterische Freiheit gibt und man, wie ich dachte, so schreiben kann, wie man will!

“Werch ein Illtum!, würde da wahrscheinlich Ernst Jandl, schreiben, der das, glaube ich, Zeit seines Lebens so tat.

Aber ich bin nicht Ernst Jandl und stehe leider trotz mindestens fünfzig Jahre kontunierlichen Schreiben ganz unten, neben oder vor dem Literaturbetrieb und habe sich als Studentin, als mir Pastor B. aus Hamburg riet, doch nur für mich selbst zu schreiben, sehr darüber empört.

“Die Jelinek tut das doch auch nicht!”, habe ich geantwortet. Was der dann nicht verstanden hat und habe weiter geschrieben. Bin damals regelmäßig in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gegangen und habe mich regelmäßig mit der Bruni Langthaler, der Valerie Szabo, der Elfriede Haslehner und noch anderen getroffen um einander unsere Texte vorzulesen.

Mindestens fünfzig Jahre habe ich das jetzt getan und feiere in diesem Jahr also mein fünfzigjähriges Schreibjubiläum mit den entsprechenden Jubelartikel und damals habe ich meine Texte regelmäßig an Verlage, an Literaturzeitschriften geschickt und mich für Stipendien beworben.

Nie eines bekommen und Veröffentlichungen nur in kleineren Literaturzeitschriften und die “Hierarchien”, in dem ich mein Weggehen von der HNO/Sprachambulanz beschrieben habe, sind dann in der “Edition Wortbrücke” den Kleinverlag des Jack Unterweger, den er in den er in den er in Krems-Stein gegründet hat, herausgekommen. Das heißt, damals war er schon entlassen und ist später wieder wegen einiger Prostituiertenmorde verurteilt worden und ich habe weitergeschrieben, bin in die GAV gekommen, 1987 war das, glaube ich und 2000 hat mir der Alfred “Die Hierarchien” zum Geburtstag geschenkt.

Seither sind, glaube ich, an die sechzig selbstgemachte ig selbstgemachte Bücher herausgekommen.Das heißt, ich lasse sie mir immer fünfzig Mal drucken und bin damit erst recht vom literarischen Fenster weggekommen.

Aber weitergeschrieben und gelesen, sowie Literaturveranstaltungen besucht und dann kam die Zeit des Internets und der ersten Blogs und ich habe mich gefragt “Kann ich das auch?” und da ist das “Literaturgeflüster” entstanden, das im Juli sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat.j

Wui, über fünftausenddreihundertt Artikel sind da entstanden und inzwischen schreibe ich mindestens täglich und auch sehr oft voraus. Besuche Messen, lese Buchpreisbücher schreibe über meine politische Ansichten, zum Beispiel über Corona, das mich ja die letzten drei Jahre sehr beschäftigt hat und es sind auch drei das mich ja die letzten drei Jahre sehr beschäftigt hat und es sind auch drei “Literaturgeflüsterbücher” entstanden, die sich mit literarischen Themen, meinen Schreiben und auch mit Corona beschäftigen.

In ersten Bloggerjahr hat es auch gut ausgeschaut. Da bin ich mit Anni Bürkl, Cornelia Travnicek und Andrea Stift in Kontakt gekommen. Da bin ich mit Anni Bürkl, Cornelia Travnicek und Andrea Stift in Kontakt gekommen. Rudi Lasselsberger hat mich kommentiert.

Aber dann kam die Frau Haidegger, die sich einmal sehr eifrig auf mich stürzte, als ich den Konrad Bayer mit “e”geschriebe habe und ich habe mir gedacht, ist das wirklich so wichtig und den Fehler ausgebessert.

Dann kam die JuSophie, die ich einmal bei einer “Studentenlesung iim Literaturhaus getroffen habe und die mir auf meinen diesbezüglichen Artikel anfangs auch sehr freundlich kommentierte. Dann ist sie aber umgeschwenkt und hat Fehler und Fehler gefunden und ich habe ja gedacht, ich will so schreiben, wie ich will und die Rechtschreibreform ist mir egal, betrachte ich das doch als meine Freiheit.

Damit habe ich mir sicher einige Stipendien verpatzt und weiter daneben gestanden und inzwischn schicke ich auch nicht mehr an Verlage und nur gelegentlich einen Text an eine Ausschreibung, wo ich dann meistens auch nichts mehr höre und die Autoren werden immer jünger.

Aber ich kann meine Texte ja im Bog vorstellen, kann die Bücher vor dem Erscheinen in der “Vorschau” vorstellen, dann eine Leserunde ankündigen und ein Gewinnspiel veranstalten. Leider melden sich dann meistens keine Leute, die meine Bücher lesen wollen.

Der Manfred Lagler-.ist da eine Ausnahme. Der schickt mir auch manchemal seine Rezensionen und 2016 ist der liebe Uli zu mir gestoßen. Der hat sich, glaube ich, einmal über einen Kommentar, den ich dem “Literaturcafe” geschrieben habe, empört und mir dann im Juli, war das, glaube ich, geschrieben, daß er meine Texte liest, um sich zu gruseln.

Und da sind wir schon beim schlechten Schreiben, wo ich manchmal höre “Wui, so was Schlechtes habe ich noch nie gelesen!”

Was ich manchmal selber glaube, dann aber denke, das kann nicht sein, das wäre zuviel Ehre, am schlechtesten auf der ganzen Welt zu schreiben. Es wird schon durchschnittlich sein und mache weiter. Schreibe meine Bücher und meine Blogartikel und weil ich das viel und sehr regelmäßig tue, schleichen sich auch manchmal oder viel oder regelmäßig Fehler ein, die dann natürlich dem Uli auffallen, die er genüßlich kommentiert.

Aber was soll es? Ich bin berufstätig, habe Familie, gehe regelmäßig zu literarischen Veranstaltungen, schreibe meine Bücher, lese viel und muß auch manchmal schlafen.Da müßte eigenlich eine Stunde für das Bloggen reichen und liebe Leser, ich korrigiere meine Texte, mindestens einmal tue ich das und wenn ich Fehler finde, bessere ich sie auch aus. Aber für mehr fehlt mir die Zeit, bin ich ja ein Einfrauenbetrieb, habe kein Lektorat und Sekretärinnenteam hinter mir,dle die meine Texte korrigieren.

Es sind also Fehler drinnen, aber eigentlich denke ich, es kommt auf den nhalt an und da denke ich, wui ist das toll, fünfzehn Jahre kann man zurückschauen auf welchen Veranstaltungen ich war, wer was gelesen hat, etcetera. Das finde ich toll, auch wenn meine Artikel natürlich subjektiv und nicht literartuwissenschaftlich sind, habe ich das ja auch nicht studiert, sondern bin in meinen Brotberuf klinische Psychologin und Psychotherapeutin und weil ich es in den Literaturbetrieb nicht geschafft habe, war ich froh über die Möglichkeit meine Bücher selbst zu verlegen und auch darüber, daß ich mein literarisches Tagebuch im Netz veröffentlichen kann.

Wer das will und wem das interessiert kann es lesen. Aber das Netz hat seine eigene Regeln und ist wahrscheinlich noch immer negativ besetzt. Den Literaturwissenschaftlern sind meine Texte wahrscheinlich zu einfach und naiv und die, die mir kommentieren, freuen sich, wenn sie mir einen Fehler nachweisen können und da hat der liebe Andreas Hundertmark, bei dem wir in Leipzig wohnten, auch nachgezählt, wie oft ich auf meinen Messeartike das Wörtchen “dann” verwendet habe?

Stimmt, das tue ich wahrscheinlich öfter und wenn ich es merke, streiche ich es heraus. Aber ist das wirklich wichtiger, als der Inhalt? Und ganz ehrlich, ich habe nicht gewußt, daß es Leute gibt ,die das machen und da gleich an die KI gedacht.

De könnte sich da einmischen und die Texte verändern, wenn sie ihr nicht gut oder korrekt genug erscheinen. Das wird ja, glaube ich, bei der Astrid Lindgrenoder anderen, die das Wort “Neger” oder andere, inzwischen als unkorrekt geltende Worte verwenden, so getan, was mich eigentlich stört.

Und was das Schreiben betrifft, da ist meine psychologisch pädagogische Seele wohl auch der Meinung, daß das jeder so gut, wie er es kann, tun soll und sich darüber lustig machen, hilft wahrscheinlich auch nicht weiter, sonder läßt den Schreiber verstummen.

Mich aber nicht.Ich antworte auf jeden Kommentar und schreibe manchmal auch Artikel darüber und wünsche mir Leser, die sich auf den Inhalt stürzen und die an meine Literatur interessiert sind.

Auf Fehler können sie natürlich auch aufmerksam machen. Aber da kommt es auf den Ton an und das kann man alles auch sehr höflich tun und nicht “Sie sind der schlechteste Schreiber auf der ganzen Welt!”

Aber, ieber Uli, wenn das wirklich so wäre, was ich nicht glaube, wär das auch egal und ich schreibe trotzdem weiter oder auch nicht, weil ich jetzt schon manchmal denke, daß ich wirklich viel geschrieben habe und schon ausgeschrieben bin.

Also, lieber Uli, mich würde wirklich interessieren, welche Bücher Sie in der letzten Zeit gelesen haben und wie ihnen der Österreich-Auftritt auf der Lepziger Buchmesse gefallen hat?

Darüber könnten wir diskutieren und interessant ist auch, daß sich die experimentellen Autoren, die die österreichische Literatur ja sehr bestimmen, nicht an die Regeln halten und Tomer Gardi, der den letzten Leipziger Buchpreis gewonnen hat, ebenfalls nicht.

Jeder soll so viel und so gut schreiben, wie er kann, ist mein Credo und wenn man sich dafür interessiert, dann hat man auch einen Gewinn. Mir geht das jedenfalls so, daß ein Buch, wo ich die erste Seite eher fad fand, später spannend wurde und das ist es auch, was ich mir wünsche und jetzt auf zur KritLit und den Fünzig Jahre GAV-Feiern und dann geht es auf Radtour und fünfzig Jahre Matura, fünzig Jahre Schreiben wird dazwischen auch gefeiert.

Und für die Leser, die sich jetzt auf Fehlersuche machen, kann ich anmerken, daß ich weil meine Computer-Tastatur spinnt oder hängt, Schwierigkeiten hatte, das halbwegs lesbar hinzubekommen.

Literarische Wirkungsweisen?

Was kann man mit Literatur bewirken, ist eine Frage, die am letzten Freitag beim Vernetzungstreffen der Autoren im Literaturhaus gestellt wurde und die ich mir auch stelle.

Habe ich da ja Anfangs überhaupt gezögert, ob ich dort hingehen kann? Bin ich eine Autorin? Eine richtige, keine bloß nur selbsternannte? Eine Frage, die dich sich nicht soeinfach beantworten lässt.

Denn natürlich ja. Selbstverständlich. Denn ich kann schreiben. Das lernt man doch in der Schule und da habe ich, glaube ich, schon meiner Volksschullehrerin die Aufsätze oder Texte gezeigt, die ich am Wochenende geschrieben habe und die hat mich auch ermuntert oder den Tip gegeben nicht zwei gleiche Worte zu verwenden oder war das die Frau Linser, der Klassenvorstand in der Hauptschule und meine Deutschlehrerin?

Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Aber, daß ich 1971 irgendwann zu der Überlegung kam, nach der Matura zu schreiben und Psychologie zu studieren, die war dann 1973 und ab da habe ich beides getan.

Geschrieben noch im Sommer eine Erzählung, die mir glückte, die fertig wurde, die ich aber nie wirklich korrigierte und von Veröffentlichung überhaupt keine Spur. Nur einem alten Herrn, der mit mir studierte, gezeigt, der freundlich “Eine nette Broschüre?”, sagte. Ich war verwirrt und habe mich nicht getraut “Aber das ist doch eine Erzählung!” zu antworten.

Dann kam die nächste fertig Erzählung “Die Einladung zum Tee” ein paar jahre später, die dem Gerhard und der Monika nicht gefallen haben. Eh schon wissen. Die Monika hat mich aber in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” gebracht und mich auch zu einer ersten Lesung ins “Lteratureck “in der “Alten Schmiede” die glaube ich 1980 war, angemeldet.

Aber ich schweife vom Thema ab oder auch nicht. Denn ich habe seither geschrieben und geschrieben, bin 1987, glaube ich, in die GAV gekommen. Ab da dann meine Texte an Verlage und Zeitschriften geschickt und keinen wirklichen Erfolg oder auch sehr viel Pech damit gehabt.

Jack Unterweger hat dann meine “Hierarchien” veröffentlicht, bevor er aus Stein entlassen wurde.

Die hatten verhehrende Kritiken. Ich habe bis 2004 oder 2005 noch weitergeschickt. Aber ab 2000 sind schon meine selbstgemachten Bücher herausgekommen und damit noch viel weiter weg vom Fenster. Vorher schlechte, dann gar keine Kritiken mehr und inzwischen fast oder schon über sechzig selbtgemachte Bücher, die ich seit 2008 regelmäßig in meinen Blog vorstelle ,und ich denke mir immer öfter, jetzt weiß ich nicht mehr über was ich schreiben soll?

ich bin schon ausgeschrieben und schreibe dann immer hastiger weiter.

Aber jetzt wirklich zum Thema oder zum meinen derzeitigen Projekt, dem “Ukraine Text”, der inzwischen 17032 Worte, 48 Seiten und 17 Seiten hat und ich nicht wirklich damit zufrieden bin.

Denn kann man Wladimir Putin und Wolodymyr Selenksyj wirklich in ein Marmeladeglas stecken und sie solange drinnen lassen, bis sie sich versöhnt haben und derKrieg ist vorbei?

“Naiv, naiv!”, werden jetzt meine Kritiker schreien und sowas hat mir 2000, glaube ich, der Patrick gesagt oder gedacht, als ich ihm meine Geschichte, um die Felizitas Fee gezeigt habe, mit der ich die Haider-Politik, die mich ja auch sehr beschäftigten, zeigte. Und natürlich ist das naiv, denn so einfach spielt sich das Leben nicht ab und ich oder oder die einfachen Bürger sind in diesen Sachen ja sehr hilflos und können nicht wirklich was bewirken.

Und da fängt meine kritische Seele zu schreien an.

“Da muß man doch etwas tun oder es wenigsten versuchen!”

Und das habe ich, da ich ja eine sozialkritische, psychologisch und realistisch Schreibende bin, auch schon sehr oft getan.

2009 in den Osterferien, als die Elfriede Gerstl gestorben ist, war ich, kann ich mich erinnern, mit dem Rad unterwegs in Richtung Herzogenburg, habe da im sogenannten Biotp Station gemacht und dort ist mir, ich habe da, glaube ich, gerade die “Sophie Hunger” geschrieben, Präsident Bush, der damals aktuell war, in eine Nußschale gesteckt, um meine Ohnmacht mit der politischen Situation zu bewältigen. Das war eine Idee, die mir damals kam und die, glaube ich, nur ein Kapitel füllte und dann kam wieder ein paar Jahre und mehrere Bücher später, schwarz blau zwei oder die 2017- Wahl und da habe ich meine unsichtbare Frau rmit der Tankappe zu Minister Kurz kbevor der Bundeskanzler wurde geschict und hat ihm die Leviten gelesen.

Hat auch nicht sehr viel geholfen, obwohl er inzwischen nicht mehr Kanzler ist und dann kam Corona, wo ich mich auch sehr hilflos fühlte und das durch mein Schreiben kompensierte. Zwölf Bücher oder so sind inzwischen darüber entstanden und viele viele Blogartikel und da habe ich irgendwann auch einen geschrieben, den ich übrigens für nicht gelungen halte, wo ich es auch mit dieser “Masche” versuchte.

Denn man muß da doch etwas tun und was anderes ist mir nicht eingefallen oder doch? Ich war auf vielen Demos, bin noch immer ungeimpft, habe nie eine Maske getragen und mich auch nicht testen lassen und trotzdem alle Regeln eingehalten.

Ich habe halt viel vermieden und bin zuhause geblieben, habe telefonisch gearbeitet, die Lesungen gestreamt und geschrieben und geschrieben und jetzt beginnt das Ganze wieder mit dem Ukraine- Krieg, wo ich diese Kriegsbegeisgterung oder “Wir dürfen nicht neutral sein, wir müssen Waffen liefern und Friedensverhandlungen sind naiv oder gaga!”, eigentlich nicht verstehen kann und die Neos und der vdB haben sogar von “Volksfeinden” und “Kolllaborateuren” gesprochen und haben damit wahrscheinlich, wie bei Corona eher die FPÖ, als den einfachen Österreicher gemeint. Aber aussprechen hat man das wahrscheinlich auch nicht wirklich können, ohne gleich als rechts, Schwurbler, etcetera, bezeichnet zu werden und dann kam mein Mailwechsel mit dem Andi Pianka und das Webinar der Jurenka Jurk, wo ich wieder dachte, jetzt probiere ich richtig die “Heldenreise” aus und nehme das Thema “Ukraine” dazu und habe das im voraus, da habe ich ja noch die “Drei Frauen” korrigerte, ziemlich genau geplant.

Herausgekommen sind dann wieder sehr schnell und hastig, die schon erwähnten 17.00 Worte und siebzehn17 Szenen und ich denke zumindestes das Ende gehört noch überarbeitet und ein anderer Schluß muß her, weiß aber nicht wirklich, wie ohne als naiv zu gelten und streiche statt hinzuzuschreiben eher hier da und dort ein Wort weg.

Man kann über Krisen und da war das Kima gemeint, nicht wirklich realistich schreiben, kam letzten Freitag im Literaturhaus heraus und wurde auch intensiv darüber diskutiert, Raphaela Edelbauer, die ja mit den “Inkomensurablen” das Thema erster Weltkrieg aufgegriffen hat, hat diese Frage gestellt und am Podium hieß es eher, keine Romane. Das war die Ilse Kilic, die aber experimentell und nicht realistisch schreibt. Aber darf man jetzt über Corona, den Krieg oder das Klima realistisch schrieben?

“Klar!”, sage ich und tue das auch zur Genüge.

“Schreib nicht soviel!”, höre ich schon meine Kritiker schrien und die Schwierigkeit ist ja, daß man wenn man irgendwo in der Mitte steckt, die Ränder nicht sieht oder um beim Beispiel der Ukraine zu bleiben, wenn sich jetzt die beiden Streithähne im Marmeladeglas versöhnt und im Roman oder es ist ja nur eine Erzählung den Krieg beendet haben, fällt und vielleicht in Wirklichkeit die Atombombe auf den Kopf, der dritte Weltkrieg hat begonnen und hunderttausend Soldaten sind in der Ukraine auf beide Seiten gestorben und wie kommen die eigentlich dazu?

Also den Mund halten und stattdesen Netflex sehen und zu schreiben aufhören? Natür,ich nicht. Jetzt ein bißchen bloggen, da schreibe ich ja auch und dann mit dem Korrigieren weitermachen und meine Leser werden sehen, was dabei herauskommt und wie es mir dabei geht und ich plädiere natürlich für das realistische Schreiben und auch darüber das Unmgögliche zu versuchen, denn nur so kann es weitergehen, auch wenn die Literatur nicht wirklich viel erreichen kann und das vielleicht auch bisher nicht tat. Trotzdem weiterschreiben. Das Bäumchen pflanzen, auch wenn man morgen stirbt. Ich werde das höchstwahrscheinlich tun.

Schon wieder mit dem Rohtext fertig?

Ja, das geht schnell bei mir. Da habe ich Ende Februar nach der GV der IG-Autoren ein Webinar der Jureka Jurk zum Auftakt ihres “Heldenreise-Kurs”es” gehört. Da habe ich noch an den “Frauen” korrigiert und da ist mir schon die Idee für das nächste Buch gekommen, in dem es über die Ukraine gehen könnte oder darum, ob man jetzt ein Friedensschwurbler ist, wenn man sich einen solchen wünscht?

Denn da hat sich wieder einmal alles umgedreht und man wurde, als solcher beschimpft, wenn man sagte, daß man beide Seiten sehen, mit ihnen reden und keine Waffen liefern soll. Alice Schwarzer und Sarah Wagenknecht haben das getan und in Berlin zu einer Demonstration aufgerufen, die großen Protest auslöste. Die Kommunisten und Marlene Streeruwitz ,sind ja auch eher gegen den Krieg, sonst hört man man muß für die Sanktionen sein sonst ist man ein Volksfeind oder ein Kollaborateur, wie man ja auch ein solcher war, wenn man sich nicht impfen ließ.

Verrückt, verrückt. Da hat sich wieder einmal viel gewendet und es ist wirklich schade, daß nur die FPÖ gegen die Maßnahmen und gegen die Aufhebung der Neutralität ist, denn da wird nichts daraus werden, weil ja alle gegen die FPÖ sind.

Ja, so war die Stimmung und auch Andi Pianka hat mir erklärt, daß er das anders als sieht und da kam Jurenka Jurk und hat die drei größten Fehler erklärt, die man nicht machen darf, damit der Roman nicht langweilig wird.

Spannung, Spannung und da ist die Heldenreise das Allheilmittel. Man braucht eine Figur mit einer Vergangenheit und einem starken Ziel, die dann in eine Kathastrophe schlittert.

Das waren die drei Dinge, die den Roman gut machen können und es hat bei mir geklingelt. Wenn ich als Kind den Krieg erlebte und mit meinen Eltern von Sarajevo nach Wien geflüchtet bin, dann habe ich vielleicht ein Trauma und das wird durch den Ausbruch des Angriffskriegs vielleicht wieder aktiviert.

So passiert es der zweiunddreißigjährigen Slavenka Bubic, die am vierundzwanzigsten Februar, dem Kriegsbeginn, Geburtstag feiert. Ihren Arbeitskollegen Andreas Baumann und die beiden Freundinnen Kira und Esther hat sie zu einer Party eingeladen und da wird natürlich über den Krieg diskutiert. Und die starken Ziele sind die Friedensbriefe, die Slavenka ins Netz stelt. Die lösen natürlich einen Shitstorm und eine Freistellung von ihren Arbeitsplatz aus. Zwei Männer in Regenmäntel suchen in ihrem Wohnhaus und in dem ihrer Mutter nach ihr, so daß sie glaubt, daß ihr nichts anderes über bleibt, als zu ihrer Großmutter nach Mostar zu flüchten. Das ist dann die Katastrophe und ich dachte nach den beiden Vorwebinaren der, als ich den Stufenplan ausarbeitete, wie komme ich aus Katastrophe wieder heraus und in den dritten Akt hinein?

Nicht so schnell. Da muß es richtig krachen, hat Jurenka Jurk geraten und ich habe meine “Drei Frauen” fertig korrigiert, und der Alfred hat die “Flora Faun”an die Druckerei geschickt.

Dann war ich vorigen Freitag soweit, daß ich mit dem Schreiben beginnen konnte und habe das trotz Plan eher lustlos getan. Das heißt, die ersten Szenen sind sind so einfach, wie sie sollten, geflutscht, denn wie schreibt man gegen den Strom oder über etwas, das man vielleicht noch nicht wirklich überschauen kann?

Die aktuellen Ereignisse müssen natürlich hinein, das von den Volkssfeinden, den Friedensschwurblern und dem Shitstorm natürlich, aber ist das nicht vielleicht zu dicht an der Realität und wie das mit den Krieg weitergeht, kann ich jetzt auch nicht so richtig beurteilen.

Ich bin also noch ziemlich gestockt, als ich am Dienstag in der “Alten Schmiede” war und Bruno Pisek, der sich nett mit mit unterhielt und wissen wollte, ob ich täglich schreiben würde, von meinen “Ukraine-Blues” berichtet.

“Kannst du Russisch und warst du in der Ukraine?”, war, glaube ich, seine Frage und ich habe ihm geantwortet, daß das Ganze eigentlich in Wien spielt. Denn da war die Slavenka noch nicht in Mostar bei der Großmutter, was ich ja als die Katastrophe plante und die, stellte sich dann in den nächsten Tagen heraus, ist trotz ihrer vierundachtzig Jahre eine sehr starke Person und bringt Schwung in die Handlung oder die Wendung.

Da heißt, sie macht der Enkeltochter Baklava und Cevapcici und geht mit ihr zu der berühmten Brücke spazieren und dort stellt sie die zwei Marmeladegläser auf in denen sich Putins und Selenkyjs Gesichter befinden, die berühmtem Marmeladeglas-Geschichten, die ja den Shitstorm auslösten und Slavenka geht am nächsten Tag zum Fluß und findet dort George Orwells “1984” in einer englischsprachigen Ausgabe.

Die Bertha von Suttner und ihre “Waffen nieder” hat sie zum Geburtstag von ihrer Freundin Esther geschenkt bekommen, während sich die Künstlerin Kira dem Shitstorm angeschlossen hat.

Dann kommt ein weißer Fiat, Andreas Baumeister fährt heran und gesteht Slavenka, was er ihr bisher verschwiegen hat und warum er so auf der Waffenlieferungsseite ist. Er ist nämlich ein Adoptivkind, seine Mutter Sonia Filipenka hat ihn vor fünfunddreißig Jahren zur Adoption freigegeben, als sie mit achtzehn schwanger wurde.

Ein Lehrerehepaar mit unerfüllten Kinderwunsch haben ihn zu sich genommen und ihm den Putin- Haß eingeplanzt. Jetzt hat er das überdacht und besucht mit Slavenka seine Mutter in Chisinau und dann stellt sich noch heraus, die beiden Männern mit den Regenmantel waren nicht vom Vergassungsschutz sondern Literaturscouts und überbringen Slavenka in Chisinau die Nachricht ihre “Marmeladeglas-Geschichten” werden den “Bruno Kreisky-Preis” gewinnen.

Dann kommt es wieder zu einer bei mir schon üblichen Schlußszene. Alle treffen sich im “Kreisky- Forum”, Slavenka zieht mit Andreas zusammen und kann wieder in ihre Menschenrechtsorganisation zurück.

So weit, so what und die ganze Zeit beim schreiben habe ich mir gedacht, das wird nicht lang. Nach der Wende ging es zwar sehr flüssig weiter und die Spannungsbögenß sind darin, aber nur siebzehn Szenen, neunundvierzig Seiten und da habe ich diesmal eine größere Schrift gewählt und Achtung 18196 Worte.

Also sehr sehr kurz. Meine Sachen werden immer kürzer, ich weiß und ich immer schneller. Der Alfred schimpft schon, weil er jetzt die “Drei Frauen” druckereifertig machen muß und die “Flora Faun” in den nächsten Tagen geliefert wird.

Was soll man machen? Nichts oder das das Ganze jetzt korrigieren oder überarbeiten, wie es Jurenka Jurk nennt.

Viel länger wird es wahrscheinlich nicht werden, wie ich fürchte, kürzer wahrscheinlch auch nicht, aber hoffentlich klarer und spannender und natürlich bin ich zufrieden und jetzt brauche ich nur noch die Sichtbarkeit.

Also Leser, neugierig geworden? Dann seid gespannt und über ein mögliches Feedback würde ich mich natürlich freuen.

Ein starkes Ziel

Hurrah, hurrah, ich bin schon wieder fertig mit dem Schreiben, Die “Flora Faun” ist bereit an die Druckerei zu gehen, die “Vorschau” wird es denmächst geben und den Rohtext der “Drei Frauen” – “Bratislava Prag Budapest oder ein Dreimäderlhaus”, habe ich gestern mit dem Beschreibungstext an den Alfred geschickt, damit der es druckereifertig machen kann.

Wieder nur zwei Monate für den Rohtextc und der Überarbeitung gebraucht. Ich bin da sehr schnell und vielleicht auch ein wenig flüchtig.

Das gehört wohl auch zu mir, daß ich zu lang für die Lyrik bin und zu kurz für den langen Roman. Was soll man machen? Ist halt so und auch nicht schlecht. Mehr Aufmerksamkeit würde ich mir natürlich wünschen. Mehr Interesse an den “Vorschauen”, aber eigentlich ganz ehrlich ist mir das Schreiben am wichtigsten und da schreibe ich ja immer ich bin ein wenig ausgeschrieben und dann geht es trotzdem weiter und, als es Anfang Jänner in das Romanschreibjahr ging und ich da das Konzept für die “Drei Frauen” gefunden habe, habe ich der Jurenka Jurk geschrieben, daß ich mich ein wenig mehr in die “Heldenreise”, vertiefen möchte und das ist es ja, daß ich da nach wie vor nicht sicher bin, ob ich die jetzt brauche oder nicht?

In den Romanen, die ich meistens lese, finde ich die nicht so stark wieder. Die haben meistens nicht die diesbezüglichen Spannungsbögen. Aber wissen, wie es geht und ob ich es brauchen kann, wäre schon ganz fein und dann ist die Jurenka Jurk auch darauf eingegangen und hat ein eigenes “Handlungsreisemodul” angeboten und vorher zwei Webinare, wo man die drei Fehler, die einen Roman langweilig machen herausafinden kann oder eigentlich hat sie die ersten drei Stufen erklärt, die ein Roman braucht, um spannend zu werden:

Also eine Figur mit Tiefgang und einem starken Ziel und dann drittens die Katastrophe in die sie Stürzen muß und in die man sie nicht so schnell herausholen darf und das war die Zeit, wo ich mich mit dem Andi Pianka über den Ukraine Krieg gestritten habe.

Da ist nach der Corona-Krise vor einem Jahr ja wieder über einen drübergefahren worden, daß die Sanktionen sinnvoll und wichtig sind und man zu den Putin-Versteher gehört, wenn man für den Frieden und für Friedensverhandlungen und gegen Waffenlieferungen ist.

Ich bin da eindeutig auf der Friedensseite und der der Neutralität und halte mich da heraus, kann ohnehin nichts tun, weil ich keine Waffen habe, aber auch nicht Partei ergreifen will und da ist mir während es ersten Webinars eingefallen, daß meine Figur mit Tiefgang, die zweiunddreißigjährige Slavenka Bubics sein könnte. Die wurde 1990 in Sarajewo oder einem Dorf in der Nähe geboren und mit ihren Eltern zwei Jahre später nach Wien gekommen. Hat da Jus studiert und arbeitet jetzt in einer Menschenrechtsorganisation. Am 24. 2. 2022, dem Kriegsbeginn feiert sie nach der noch nicht ganz überwundenen Corona-Krise ihren zweiunddreißigjährigen Geburtstag hat dazu ihren Kollegen Andreas Baumann und ihre Freundinnen Esther und Kira eingeladen. Wird durch den Kriegsbeginn retraumatisiert und ihr starkes Ziel ist gegen den Krieg etwas zu tun.

So stellt sie Friedensbriefe an Putin ins Netz und erregt dadurch einen Shitstorm. Wird beschimpft und bedroht, als Friedensschwurblerin bezeichnet, verliert sogar ihren Job, zerstreitet sich mit ihren Eltern und mit Andreas, der sich der Kriegsbegeisterung angeschlossen hat, bekommt vielleicht auch Schwierigkeiten mit dem Verfassungsschutz, also Katastrophe pur, wo sie nur noch zu ihren Großeltern nach Mostar flüchten kann und dann kommt der Kollege mit dem sie sich besonders zerstritten hat und erzählt ihr warum er Partei ergriff. E wurde als Kleinkind von seinen Eltern, einer Lehrerfamilie aus Moldawien adoptiert und die haben ihm das Feinbild Putin eingesetzt. De beiden versöhnen sich, kommen zusammen und die Geschichte ist hoffentlich so spannend geworden, daß der Leser sie, wie Jurenka Jurk immer sagt nicht aus der Hand legen will.

Mal sehen wie es wird? Ich hätte jetzt einmal einen fertigen Handlungsplan und könnte jetzt Szene für Szene hinunterschreiben. Die erste habe ich schon im Kopf. Die weiteren muß ich mir noch ausdenken und an der realen politischen Situation entlangschreiben. Das könnte vielleicht auch die Schwierigkeit werden.

Mal sehen, wie es geht? Der vorläufige Arbeitstitel wäre “Ukraine-Blues” und zwei Charakterbögen, den der Slavenka und den des fünfunddreißigjährigen Andreas Baumann, der Soziologie studiert hat, habe ich auch schon ausgefüllt.

Mit der großen Spannung oder dem Schrecklichsten, was einem je passierte, dann wird es gut, habe ich noch immer meine Schwierigkeiten. Wahrscheinlich auch ein bißchen Angst mich in die wirkliche Katastrophe hineinzustürzen. Aber hier habe ich ja aktuelle Vorbilder, denn wenn man für den Frieden ist, ist man ja ein Friedenschurbler und ein Putinversteher, vielleicht sogar ein Kollaborateuer, wie es ja die Politiker nannten.

Da hat sich die Wirklichkeit wieder herumgedreht und daran kann ich mich halten und wie komme ich aus der Katastrophe wieder heraus?

Die Slavenka fährt nicht nach Mostar, sondern zieht vielleicht mit dem Andreas zusammen und wie es bezüglich des Krieges weitergeht?

Das werde ich während des Schreibens erleben und ich schreibe nun einmal realistisch politisch und werde das weiter tun. Zu nah daran ist wahrscheinlich weder gut noch möglich, da brauche ich wahrscheinlich die nötige Distanz. Mal sehen, wie es mir gelingt. Ich werde darüber berichten und mich über Freedback freuen.