Das Ende ist nah

Amir Gudarzis Debutroman, hätte ich eigentlich schon im Sommer lesen können. Wurde es mir da doch zum Lesen angeboten. Dann sind wir aber nach Frankreich gefahren und als wir zurückkamen, hatte mir die Post das Buch mit einem anderen zurückgeschickt. Ich habe es dann zwar wieder bekommen, da standen aber schon die österreichischen und deutschen Longlistbücher auf meiner Leselistem und ich habe den 1986 in Teheran geborenen Theaterautor, der 2009 nach Österreich gekommen ist, schon einmal in der “AS” erlebt.

Er hat das Buch dann zeitgleich mit dem “Wildgans-Preis” in der “AS” vorgestellt und auf der “Buch-Wien” hat er den Roman auch vorgestellt. Da habe ich ihn am Donnerstag Vormittag gesehen, wollte aber Michael Hammerschmid der auf der Kinderbuchbühne gelesen hat auf das Gstöttmaier-Buch ansprechen.

Also wieder versäumt und jetzt nach dem ich mit dem deutschen und den österreichischen Buchpreislesen fertig bin, das Buch gelesen und ich muß sagen, es ist in Zeiten, wie diesen, wo man ständig und überall hört, daß die Integration gescheitert ist und man alle Syrer, Afghanen etcetera zurückschicken soll, weil sie Frauen vergewaltigen, das Sozialsystem ausnzen und in der Schule nicht Deutsch lernen wollen, so daß die PISA Ergebnisse dadurch beeinträchtigt wuren, ein wichtiges Buch, weil man da hautnah aus dem Leben eines sehr erfolgreich Integrierten erfahren und sich eine Vorstellung davon machen kann, wie es den Asylwerbern geht, wie sie leben, was sie denken und welche Schwierigkeiten sie haben.

Ganz ausgereift würde ich den Erfahrungsbericht, das autofiktionale Memoir des Theatermachers nicht empfinden, ist das Buch doch sehr vielschichtig und es beginnt im oder vor den Jahr 2009, wo sich A. , der in Teheran eine Theaterschule besuchte, an Demonstrationen beteiligte.

Er hat eine Freundin namens Ava. Aber da ist der Kontakt schwierig, muß er sich doch einen Tschador anziehenm wenn er sie besuchen will, damit die Nachbarn ihn nicht sehen. Sie läßt ihn auch nicht wirklich an sich heran, sondern fordert ihn, von ihrer Mutter beeinflußt auf, ihn zu heiraten, da muß er aber viele Versprechen machen, sich verschulden, etcetera.

Er flieht dann nach Österreich. Eigentlich will er, glaube ich, nach Kanada, sucht aber dann hier um Asyl an. Er ist aber mit dem Flugzeug gekommen und hat auch eine Menge Geld mit sich, das er einem Taxifahrer übergibt, bevor er sich nach Traiskirchen aufmacht.

Dort wird er vorwiegend von den Iranern angegriffen, weil er nicht fromm ist und nicht betet, wird von ihnen für einen Spion gehalten und bestohlen. Es kommt auch zu Übergriffen und Schlägereien. Ein Polizist, der Farsi spricht, ist freundlich zu ihm. Er spricht recht gut Englisch, kommt damit aber nicht weiter. Schließlich kommt er in ein Flüchtlingsheim nach Plankenstein, wo der Chef täglich eine Lebensmittelration ausgibt, sich aber sonst um seine Schutzlinge nicht kümmert. Ein Deutschkurs wird ihm auch verweigert und als er im Supermarkt mit einem fünfhunderteuroschein zahlen will, wird die Polizei geholt, auch wenn er sich Äpfel vom Boden aufklaubt.

Er lernt dann eine Sarah kennen, die an sich sehr hilfreich ist und ihn unterstüzen will. Er aber Schwierigkeiten hat, sich in eine Beziehung mit ihr einzulassen. Er findet einen Platz in einer WG in Wien, sein Asylantrag wird mehrmals abgelehnt. Er arbeitet schwarz als Pizzabote oder als Mädchen für alles in der Pizzeria, wird von seinem Chef ausgenützt, bis er endlich Asyl bekommt und Deutsch gelernt hat.

Das Ganze geht natürlich nicht ohne psychische Schwierigkeiten und am Ende bringt sich Sarah, die ihn lange Briefe schreibt und psychoanalytische Theorien findet, warum es mit der Beziehung nicht klappt, um, was ihn erst recht zu entwurzeln scheint. Spricht er doch, als er die Mutter anruft mit einem persischen Akzent und kann sich an sein Leben nicht erinnern, dann endet aber das Buch mit den Zeilen:

“Das Ende ist nah. Sie hat meinen Körper hat mich übernom…

Nein, das stimmt nicht. Ich habe nur einen Albtraum gehabt. Alles, was ich bis jetzt geschrieben habe, ist eine Lüge. Ab jetzt will ich die Wahrheit offenlegen. Ab jetzt gibt es die wahre Geschichte.”

Seien wir gespannt darauf. Bis dahin können wir über das Buch nachdenken, von dem Julia Franck am Buchrücken schreibt “Ein seltener Einblick in das, was Menschen auf sich nehmen, wenn sie flüchten. Und ein kostbares, tief bewegendes literarisches Dokument”

Was man vor allem auch den FPÖ-Wählern empfehlen könnte. Deshalb mein Vorschlag, das Buch für die nächste “Eine Stadt- ein Buch-Aktion” auszuwählen, aber das fürchte ich, wird nicht passieren.

Auf meine 2023-Bestenliste wird es aber kommen.

Südstern

Hurrah, jetzt kommt schon das letzte deutsche Longlistbuch und eines das mir sehr gut gefallen hat.

“Südstern” von dem 1965 in Kassel geborenen Tim Staffel, von dem ich sonst eigentlich nicht viel gehört habe und das nhöchstwahrscheinlich an mir vorbeigegangen ist, nur Dunis von “Dunis Lesefutter”, die zehn Longlists gelesen hat, hat es auch gelobt.

Jetzt also fertig mit dem deutschen Buchpreislesen, wo ich die Liste ja am zweiundzwanzigsten August in Bordaux erfahren habe und mich dann erst einmal durch den Öst gelesen habe und ich muß sagen, es war eine interessante Liste sechs Österreicher, vier Bücher .die von der EX-DDR erzählten. Was Experimentelles, eine Beschäftigung mit dem abwesenden Vater, eine mit der verstorbenen Mutter Kathrin Rögglas Gerichtsprotkoll, Tomer Dotan Dreyfuß siribschen Experiment, Elena Fischers “Paradise Garden” und meine Favoriten haben sich hauptsächlich auf der Shortlist befunden und da würde ich “Drifter” vor “Muna” und auch dem “Echtzeitalter”, den Vorzug geben und “Drifter” hat viel mit “Südstern” gemein, was wahrscheinlich mein zweiter Favorit ist.

Ein Großstadtroman, der das soziale Leben des heutigen Berlin schildert, vergleichbar mit Virgine Despentes “Vernon Subutex” und vielleicht auch mit meinen Großstadtroman, den ich einmal geschrieben habe.

Da gibt es eine Vanessa, eine Drogenkurierin, die sich ähnlich wie die Ulrike Sterblichs “Vica”, sich Engel nennt, denn sie beliefert die sozial Schwachen und Überarbeiteten oder Dementen mit Glücksdrogen, also etwas was streng verboten ist, auch wenn sie mit einer alten Oma Haschiskekse backt. Sie hat einen Freund namens Olli ,der ist ein Politiker und einen Bruder namens Felix, ein Verzugsbeamter, der einmal die Nerven verliert, seine Klientin prügelt, dann in die Psychiatrie kommt und später mit neunundzwanzig frühpensioniert wird und sich fortan als Trainer oder Künstler betätigt.

Dann gibt es Deniz Aziz, der hatte eine türkische Mutter und einen deutschen Vater namens Markus, der hat Parkinson und Deniz muß sich um seine Pflege kümmern, während er mit der Kroatin Jovanna Coric Streife fährt und sich mit ihr ständig streitet.

Es kmmt wie es kommt, Vanessa fischt Deniz Vater verwirrt in einem Lokal auf, bringt ihn nach Hause und verliebt sich in ihn, noch ehe sie ihn das erste Mal in Unform sieht.

Ein interessantes Thema und eine sanfte Liebesgeschichte, die mich ja sehr interessiert. Schade, daß das Buch bei dem Wust an Neuerscheinungen ein wenig untergegangen ist, wie geschrieben, neben, vor oder hinter “Drifter” mein Highloht und dann könnte ich noch Raphaela Edelbauers “Inkommensurablen” erwähnen, das mir von den Loglistbüchern auch recht gut gefallen hat, wie auch Angelika Klüssendorfs “Risse”.

Eine interessante Longlist also mit Teresa Präauers Lust am Kochen, Thomas Olahs Berhardischer Frankenstein-Roman, Sherkos Fathas Suche nach der verlorenen Tochter, Angelika Overaths Reise nach Istanbul und Sepp Malls ebenfalls sehr schönes Buch über den verlorenen Bruder, der von Hitler ermordet wurde.

Jetzt bin ich nur gespannt, wer außer mir noch alle Bücher gelesen hat? Habe noch ein paar Bücher vor mir, bevor ich mich an das Schweizer Buchpreislesen machen kann.

Vatermal

Jetzt das vorletzte Longlist und sechste Shortlistbuch des heurigen dBps, des 1988 in Nordrhein-Westfalen geborenen Necati Öziris “Vatermal”, der 2021, glaube ich, auch einen Auszug aus dem Buch beim “Bachmannpreis” gelesen hat.

Ein buch von dem ich mir vorstellen konnte, daß es den Preis gewinnt, was so nicht war, auf die Shortlist ist es aber gekommen und es ist vielleicht ein Gegenstück zu Fatma Aydemirs “Dschinns” und den “Leipziger Buchpreis” hat ja auch in der Sparte Belletristik ein Türke gewonnen, der seine Lebensgeschichte erzählte.

Diesmal also nicht und das Buch wurde als Briefroman bezeichnet. Denn da liegt der junge Ardan mit einem Leberversagen im Krankenhaus, glaubt, daß er sterben wird und schreibt an seinen Vater, den er nicht wirklich kennt, weil der seine Mutter und seine Schwester verlassen hat, um in die Türkei zu gehen. Da wurde er zwar verhaftet und ist Jahre im Gefängnis gesessen, hat jetzt aber eine eigene Familie und Ardan weiß nicht recht, wie er seinen Vater ansprechen soll? Papa, Vater, Baba klingt bei einem Unbekannten nicht gut. So entscheidet er sich für dessen Vornamen Metin.

Es ist aber kein wirklicher Briefroman. Denn darum herum erzählt Necati Öziri eine, seine Familiengeschichte. Wie es den Migrantenkindern geht, die in Deutschland aufwachsen. Die Jugend der Mutter Umran, die zu Verwandten abgeschoben wird, dann aber sclhießlich doch nach Deutschland kommt, wird beschrieben.

Zuerst wird die Tochter Aylin geboren und Umran, die sie nie verlassen will. Tut das ein paar Jahre später aber doch, denn der Vater hat das Ersparte verspielt. So muß die Mutter beim McDonalds arbeiten und geniert sich dafür.

Sie ist nachdem der Vater sie verlassen hat, auch überfordert, fängt zu trinken an, so daß die Schwester zu einer Pflegefamilie kommt. Da wird beschrieben, wie die mit ihrer Freundin in einen Laden klauen geht, erwischt wird, und der Bobo-Pflegevater sich nur darüber lustig macht und Ardan sitzt mit seinen Freunden, die auch aus Migrantenfamilien kommen im Park. Hat Angst vor der Polizei, bekommt mit Achtzehn seine deutsche Staatsbürgerschaft, beginnt Literatur zu studieren und bricht dann mit Organversagen zusammen. Liegt im Krankenhaus, schreibt an den unbekannten Vater und wird von Mutter und Schwester besucht.

Wieder ein Stück Migrantenliteratur, das ein bißchen Einblick in das Leben von türkischen, etcetera, Gastarbeiterfamilien gibt. Das ist interessant und so setzt sich ein differenziertes Bild zusammen.

Dincer Gücyeter ist Verleger und ein bekannter Lyriker und Necati Öziri ist Theaterautor am Maxim Gorki Theater, wo glaube ich, auch Sasha Marianna Salzmann, die ja auch schon auf der Short- und der Longlist des dBp gestanden ist, tätig ist.

Mein Jahr im Cafe am Rande der Welt

Von der Anna habe ich zum Geburtstag einen Kalender, bekommen, der ein Buchoutfit hat. Ein farbenprächtiges buntes Cover, eine Art Tagebuch mit Illustrationen von Root Leeb und das “Cafe am Rande der Welt” ist glaube ich, ein esoterisches Kultbuch von John Strelecky, der mit seiner Familie in Florida lebt und den ich einmal bei “Rund um die Burg” gehört habe.

Und ich bin ja ein Fan von literarischen Kalendern und literarischen Tagebüchern. Der Platz ist zwar ein wenig klein, denn wenn ich auf Urlaub fahre, nehme ich mir ein ganzes Notizbuch mit und schreibe es dann voll. Was mache ich also damit? Mein literarisches Tagebuch ist ja mein Blog und für literarische Notizen ist es vielleicht auch nicht so ganz geeignet, denn es ist zu umfangreich, um es im Rucksack mit mir herumzutragen?

Also schauen wir hinein und weil es ja auf den ersten Blick, wie ein Buch ausschaut, kann ich auch darüber bloggen und der “Reisegefährte bei diesem fantastischen Abenteuer namens Leben mit Namen John” hat auch eine Einleitung geschrieben in der er verspricht, dieses Jahr zum fantastischen Jahr zu machen und damit es das wird, soll man zwölf Sachen aufschreiben, die man in diesem Jahr machenn will und dazu vielleicht auch noch zwölf Personen, die man mitnehmen kann.

Nun habe ich ja über mein Jubiläumsjahr schon gebloggt, weiß was ich schreiben will, habe auch Pläne und vielleicht wieder am Volksstimmefest und am “Tag der Freiheit des Wortes” zu lesen.

“Wagenbach hat mich zu einer Vorpräsentation von Milena Michiko Flasars neues Buch eingeladen, ich habe mir das neue Buch der Marlene Streeruwitz bestellt und eine Menge Reisen will der Alfred auch mit mir machen.

Es geht dann gleich weiter mit dem Monat Januar oder Jänner. Da gibt es auch noch ein paar Tips was man in diesem phantastischen Monat alles machen kann, damit es ein glückliches Jahr wird.

Man kann seine tägliche Routine mit kleinen positiven Veränderungen verbessern. Man kann auch versuchen persönlich zu wachsen und zu einer regelmäßigen Routine zu kommen und damit das besser klappt, hat man dann für jeden Tag eine halbe oder sogar ganze Seite Zeit.

Also kann ich damit beginnen meine täglichen Erlebnisse einzutragen und da ist ja in der ersten Woche das Romanplanjahr der Jurenka Jurk, das dominierende Ereignis über das ich meine ersten Eintragungen machte.

Und das habe ich auch getan und der Jänner war ja ein sehr erfolgreiches Monat. Das neue Buch “In den Wolken leben oder das soziale Kreditsystem” ist erschienen, ich habe in der “Klahr-Gesellschaft” über Erika Danneberg referiert, die zwei Bücher über sie sind erschienen. ich war mit Milena Michiko Flasar japanisch essen und lese gerade ihr neues Buch.

Die Laudatio für eine neue “Ohrenschmaus-Preisträgerin” ist geschrieben und ein paar Texte habe ich auch weggeschickt und wenn ich wieder in das Strelecky-Büchlein schaue, gibts da auf der Februarseite den Aufruf sich in die Vergangenheit zu begeben.

Welcher Film hat mir gut gefallen und welches Buch in meiner Jugend?

“Onkel Toms Hütte” als Schulmädchen, das habe ich glaube ich schon mal geschrieben. “Don Carlos” hat mich einmal in der Oper sehr fasziniert. An einen Film kann ich mich jetzt nicht erinnern und einen Schöpfer, wie das John Strelecky von mir will, kann ich eigentlich auch nicht für meine schönen Momente danken, denn ich bin ja nicht religiös. Es gibt aber ein schönes Bild mit ein paar Blümchen und am vierzehnten Februar ist ja der Valentinstag.

Im März meint John Strelecky, daß man sich die Aktivitäten die man plant makieren soll, er schlägt auch den Osterputz vor und ich habe tatsächlich meinen Terminkalender geordnet, was es da an Terminen gibt.

Ganz wichtig, die Maskenpflicht in den Wiener Öffis, die es jetzt drei Jahre gab, ist mit Ende Februar gefallen, obwohl es fünftausend tägliche neue Fälle gibt und ich auch eine bißchen krank bin.

Aber da heißt es eine schwache Kurve und wir müsen mit dem Virus leben lernen. Hat man das vor einem Jahr gesagt, war man ein böser Schwurbler, jetzt wird das normal, wo man überlegen kann, wie wichtig das vorher war oder auch gut gelaunt in den Frühling starten.

Da wünscht sich sicher John Strelecky. Also im März gibt es die “Ohrenschmus-Preisverleihung” und im April kommt dann Ostern mit dem Osterspaziergang. Die “Buch und Wein” und die “Leipziger Buchmesse”, wo wir endlich, nach dem es die jetzt drei Jahre nicht richtig gab, wieder hinfahren werden und das ist Österreich das Gastland und diesbezüglich bekomme ich schon länger viele Informationen.

Im April geht es dann mit Ostern beziehungsweise der Karwoche weiter.Im Kalender spricht John Strelecky von einem Monat der wunderbaren Veränderungen. Die Farbe kehrt in den Pflanzen zurück und dazu gibt es ein Bild , wo die Bäume aber noch ziemlich kahl sind. Dann sprich er von dem Neuen, das die Krisen, beziehungsweise die Veränderungen bringen können und ermuntert, daß man sich für das Neue öffnen soll. Gleichzeitig gibt es die Rituale. Das Ostereiersuchen oder der Frühjahrsputz beispielsweise und was das Öffnen für das Neue betrifft, bin ich auf die Ergebnisse der Versöhnungskommission von Kanzler Nehammer neugierig, die ja nach Ostern ihre Ergebnisse präsentieren soll. Aber wenn uns da nur erklärt wird, wieso die gesetzten Maßnahmen notwendig waren, sehe ich schwarz für die positive Veränderung, aber trotzdem neugierig sein, was der April bringen wird?

“Finde etwas, was dein Herz erfüllt und dich zum Lächeln bringt”, wird in dem etwas esoterisch gehaltenen Kalender weitergeschrieben. Ein paar Seiten weiter geht es ins “nächste Abenteuer zu den geöffneten Türen, durch die man erst durchgehen muß.”

Im Mai rät Strelecky hinauszugehen, das Leben zu genießen und positive Erfahrungen zu machen und ich befinde mich am ersten Mai wo man ja mit der roten Fahne zum Parlament oder Rathaus gehen sollte, noch in Leipzig und fahre dann mit dem Alfred nach Wien zurück, wo der Mai sehr literarisch beginnt, fünzig Jahre GAV wird da in der ersten Woche gefeiert und ich feiere ein paar Wochen später fünfzig Jahre schreiben und fünzig Jahre Matura. Da muß ich den Artikel wahrscheinlich ein bißchen voraus datieren, weil wir da schon den Main entlang radeln werden, also Bewegung machen und die frische Lust genißen werden, ob die Corona-Maßnahmen dann schon aufgearbeitet sind,, weiß ich noch gar nicht so genau, da der Kanzler der das bis Ende April angekündigt hat, darüber schweigt oder nein, der Herr Auer hat schon gesagt, daß alle Maßnahmen richtig waren, weil sie hunderttausend Leben retteten ohne das genau zu belegen.

Also in den Monat Mai wo ich am Festwocheneröffnungstag auch wieder beim “Tag der Freiheit des Wortes” lesen werde.

“Bereits ein kurzer Blick auf eine Weltkarte entfacht das Feuer im Herzen eines Abenteuers” ist dann das Motto das man am 7. Mai finden kann.

“Können Sie, glauben, daß es erst Juni ist?”, geht es dann weiter.

“Sie hatten bereits ein ein solch unglaubliches Jahr und es gibt 2023 noch so viel zu erleben!”, schwärmt John Strelecky euphorisch. Auf der Nebenseite ist eine riesige Eistüte zu sehen und ich, die ich eigentlich eine Pessimistin bin, komme nicht umhin, ihm ein wenig zuzustimmen. Denn der Mai war wirklich intensiv. Zwar kann ich noch immer nicht in meinen Computer und muß nach wie vor den vom Alfred benützen, aber kaum von Leipzig zurückgekommen, ging es mit den GAV-Feiern weiter. Die Krit-Lit gab es auch und da durfte ich sogar lesen und auch beim “Tag der Freiheit des Wortes”. Das Gstöttmeier-Buch soll ich lektorieren und kann es derzeit nicht, denn wir sind ja am achtzehnten auf eine vierzehntägige Radreise den Main entlang aufgebrochen, die eigentlich auch sehr schön und erfreulich war und John Strelecky rät in seiner Monatsvorschau auch sich einen speziellen Fokus zu suchen.

“Gibt es Treffen mit Freunden oder wollen Sie viele Tage auf dem Wasser verbringen?”

Eigentlich nicht, denn ich bin ja keine Schwimmerin und keine Kanufahrerin. Aber der Alfred will im Juni noch einmal nach Frankreich fahren und die Sladky-Wandertage gibt es auch. Also ziehen wir in den Juni und lassen uns überraschen, wie es in Klagenfurt mit dem “Bachmannpreis-Lesen” wird, wo ja heuer Robert Prosser und Helena Adler antreten werden?

“Das Reisen verändert unsere Perspektive auf die Zeit”, rät Strelecky weiter. Lassen wir uns also überraschend, auch wenn es nur die Sommerfrische in Harland werden wird.

Der Juli ist ein Monat der Leichtigkeit schreibt John Strelecky, bei einem gelb blauen Bild, wo wahrscheinlich ein Papierflieger zu erkennen ist. Ein Monat des Reisens schreibt er weiter, wo man auch Musik genießen kann und lange Spaziergänge planen und wie ist das jetzt bei mir?

Der Juni ist ja mit dem “Bachmann-Preis” ausgeklungen und der Juli hat mit dem “Literaturgeflüster-Feiern” begonnen. Fünfzehn Tage habe ich da geplant, der liebe Uli wird wohl springen, wui, wie narzistisch und am dritten Juli, wo ich mit dem Bloggen begonnen habe, bin ich ja bei der Sladky- Wandertour. Dann beginnen die Sommerfrischenwochenenden und die O-Töne in Wien. Ja das ist meine literarische Esoterik und wenn ich beim Strelecky weiterblätte, lese ich zwei Motti “Unser Leben verstreicht mit einem Wimpernschlag. Es ist auf eine Weise zu leben, dass wir jeden neuen Tag, jede Woche, jeden Monat und jedes Jahr voller Vorfreude und Spannung erwarten: Dafür ist es genau jetzt an der Zeit.” und “Das Reisen lehrt uns, dass die Gemeinsamkeiten unter den Menschen auf der ganzen Welt größer sind als die Unterschiede.”, was ich aber erst im August austesten kann.

Im August rät John Strelecky ins Freie zu gehen, um wieder barfuß das Gras auf den Sohlen zu spüren, die “Momentes sind wertvoll und sollten nicht vergeudet werden!”, meint er.

“Nicht am Schreibtisch sitzen, sondern hinaus gehen und ein Foto machen, das nicht perfekt sein muß. Es reicht das Erlebnis an sich festzuhalten”

Schön und gut, aber da habe ich gestern gehört, daß man das bei dieser Hitze gar nicht darf und wenn man trotzdem nach Italien oder Griechenland gefahren ist, sitzt man von acht Uhr morgens bis am Abend im Hotel fest, obwohl es noch gar keine Hitzelockdowns gibt, dafür aber Cooling-Räume, verherrende Waldbrände in Rhodos und ich sitze an den verlängerten Wochenenden in meiner Sommerfrische in Harland, gehe radfahren und pendle zwischen dem Traisenparkcenter und den Bücherschrank dort bei der Seedose, steige auf den Aussichtsturm, radle um den See und dem Einkaufscenter in Wilhelmsburg, wo man gar nicht mehr so leicht zufahren kann.

Am Samstag Marktbesuch und vielleicht die Doris Kloimstein treffen, am Sonntag mit der Lia, der Iris oder nur mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe und dann einen “Hugo”oder einen “Kaiserspritzer” beim Bootshaus und dazwischen versuchen die “Toten” die wieder sehr kurz geworden sind, doch noch zu verlängern.

Das heißt, stimmt nicht ganz, denn eine Reise in die Hitzehölle Frankreich vielleicht und dort auch die Doris treffen, ist auch geplant. Da werde ich dann die Bekanntgabe der heurigen deutschen Buchpreisbücher versäumen, weil wir erst Anfang September zurückkommen werden und ob ich zum Lesen der sich angesammelten französischen Bücher kommen werde, ist fraglich, denn meine Neuerscheinungsleseliste ist ja sehr lang. Ein paar wahrscheinlich spannende Krimis sind aber auch dabei und um wieder zu John Strelecky zurückzukommen, der rät, was tröstlich ist, seine Kreativität aufzubauen und seine begabung, seine Stimme, sein Talent sich zu eigen zu machen, “um das Lied zu singen, das in meiner Seele erklingt”, das ist mir zwar ein bißchen zu esoterisch, aber, daß ich weiter meine Texte schreibe und im Blog darüber berichte und dann wahrscheinlich entweder kritisiert oder ignoriert werde, kann ich versprechen, obwohl ich mich über Anerkennung und positives Feedback natürlich freuen würde.

Im September, wo wir gerade von unserer Frankreichreise zurückgekommen sind, fängt, wie John Strelecky schreibt, der Herbst an.

Ein Monat der Veränderung, wo das Wetter schlechter wird und man das natürlich nützen soll, etwas zu lernen, ein neues Buch zu lesen oder neue Freundschaften zu beginnen.

Für mich begann das Monat mit dem Volksstimmefest, wo ich wieder nicht gelesen habe, dann fangen die Veranstaltungen an, die Programm von “Alter Schmiede” und Literaturhaus sind schon da. Der “Wildganspreis” wird vergeben und das Buchpreislesen, das mich ja wahrscheinlich bis Ende des Jahres beschäftigen wird, hat auch schon begonnen.

“Wenn ich mir die Freiheit nehme, zur richtigen Zeit mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein, erhöhe ich meine Chancen, das Leben zu führen, das ich mir wirklich wünsche.”, kann man nach dem vierundzwanzigsten September lesen.

Wie wahr, kann ich da nur schreiben, aber leider nicht wirklich zu steuern. Denn wie komme ich an den richtigen Ort, wo schon die Verleger auf meine Manuskripte lauern? Aber John Strelecky ist ja sehr optimistisch, also probieren wir es einmal und schauen, ob es gelingt?

Nun ja, nicht so richtig, kann ich am ersten Oktober anfügen, wo John Strelecky angesichts der bunten Farben und des fallenden Laubs wieder von Veränderungen spricht, für die dieses Monat der beste Zeitpunkt sein kann?

Bei mir wird wahrscheinlich vieles gleichbleiben, der deutsche Buchpreisgewinner wird verkündet werden, von dem ich ja noch nicht viel gelesen habe, die Frankfurter Buchmesse wird passieren, wo ich nicht hinfahre, ich werden wahrscheinlich meinen “Tod” fertig korrigieren und mich auf mein nächstes Projekt, daß ich ja im November schreiben will, vorbereiten. Die GAV-GV wird sein, ich werde bei der Poet-Night lesen und der Alfred vielleicht mit dem Karli ein paar Tage fortfahren.

Es gibt ein gelbes Blatt auf farbigen Hintergrund im Buch zu sehen und wieder zwei Motti, “In unseren Herzen befindet sich ein Zielsuchgerät das uns dabei unterstüzt, das Leben zu führen, zu dem wir fähig sind” und “Wenn ich andere Fragen stelle, bekomme ich andere Antworten, wenn ich andere Dinge tue, mache ich andere Erfahrungn. Wenn ich andere Entscheidungen treffe, führe ich ein anderes Leben.”

Kann ich wieder versuchen und jetzt am ersten Oktober werde ich auf eine Demo gegen den geplanten “WHO-Pandemievertrag” gehen, der ja auch eine Entscheidung bringen könnte, die ich nicht wirklich will.

Im November wird es wahrscheinlich auch in diesem Jahr kälter und dunkler werden und Strelecky schreibt, daß der sommerliche Müßiggang zwar vorbei sein, der November, die Zeitspanne zwischen Herbst und Weihnachten aber eine produktive Phase sein kann.

“In welchen Bereichen möchten Sie mit ihrer persönlichen Genialität in diesen Monat glänzen? Geht es um ein Arbeitsprojekt, eine Fotosammlung oder um ein bestimmtes Fitnessziel?”

Bei mir geht es im November meistens um den “Nanowrimo”.en Schreibe ich mit oder nicht? Und da gab es schon einige Überraschung, wo ich am letzten Oktobertag mit dem Text schon fertig war. Manchmal bin ich auch erst ein paar Tage später eingestiegen, meistens hatte ich aber am 1. 11. schon an die zwanzigtausend Worte und war dann zwei Wochen später mit vierzigtausend Worte fertig und mußte aufstocken. So auch diesmal, denn Anfang Oktober mit den “Toten” fertig geworden.

Also recherchieren, Charakterbögen schreiben, vorbereiten, recherchieren, obwohl der “Nano-Gründer” das gar nicht so empfiehlt und dann habe ich Anfang Oktober mit der “Stalking Story” angefangen und nach dem Nationalfeiertag, vorher war ja GAV-GV und Frankfurter-Messe den Rohtext fertig geschrieben, 34000 Worte, also wieder zu kurz. Aber der November wird wahrscheinlich mehr ein Korrektier als eine Schreibmonat werden, obwohl ich mindestens eine Szene noch anfügen werde.

Was ist sonst noch los im November zur Selbstverwirklichung? da sagen ja alle, daß da viel los ist. Die “Buch-Wien” natürlich und mein literarisches Geburtstagsfest, das es diesmal wieder, wenn auch wieder abgespeckter geben wird, denn mein siebzigster Geburtstag, wow, läßt mein literarisches Jubeläumsjahr langsam zu Ende gehen. Dann werden die Weihnachtsmärkte eröffnet, etc und Strelecky wird etwas weniger optimistisch, wenn er nach dem sechsundzwanzigsten November schreibt “Es ist sehr schwer etwas zu genießen oder Spaß zu haben, wenn unser Leben voller Turbulenzen ist. Wenn die Turbulenzen von unserem Job, unserer Beziehung oder unserer Einstellung herrühren, dann besteht der Weg zur Ruhe darin, uns damit auseinanderzusetzen”.

Gehen wir es an und kommen in den Dezember, wo wir auf das schöne Weihnachtsfest vorbereitet werden und das Jahr zu Ende geht.

“Aber vorher gibt es noch vieles, was wir feiern können!”, schreibt John Strelecky und meint die Weihnachtsfeiern, das Kekse backen und das Geschenke kaufen und kommt dann wieder dazu, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich zu nehmen und die letzten Tage des Jahres zu genießen und wenn ich das auf mich beziehe, dann komme ich zu den Weihnachtsspecials auf meinen Blog.

Da gibt es ja den Adventkalender, beziehungsweise die Türchen aus der “Nika Weihnachtsfrau”, die geöffnet werden oder schon offen sind. Es gibt das Punschtrinken auf den Weihnachtsmärkten, was man jetzt ja wieder darf und das Weihnachtsfeiern. Dann wird das Jubiläumsjahr abgeschlossen, das eigentlich keine großen Veränderungen bracht und es es gibt den Jahresrückblick.

Bis dahin aber auf in das letzte Monat des Jahres und John Strelecky 2023-Kalender, den ich ja von der Anna zu meinen vorletzten Geburtstag bekommen habe, abschließen, aber einige Seiten kann ich bis dahin ja noch mit meinen Dezembererlebnissen beschreiben.

Und hier der Kalender: 1 2

Maman

Jetzt kommt schon Buch achtzehn der letzten deutschen Leseliste und das fünfte Shortlistbuch “Maman” der 1944 in Chamberly geborenen Sylvie Schenk, die seit 1966 in Deutschland lebt und vor ein paar Jjahren auch beim “Bachmann-Preis”gelesen hat.

Ein Buch also, daß ich eigentlich auf meine Frankreichreise mitnehmen hätte können, wenn ich es schon gehabt hätte und auf der Rückreise lesen. Aber das habe ich da mit der Annie Ernaux getan und Sylvie Schenks Buch über ihre 1916 geborene Mutter, könnte man auch in diese Kategorie, die jetzt modern ist, einordnen.

Das eher dünne Büchlein besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die alle eine eigene Überschrift haben. So würde ich dem Buch wieder den Romanstatus abstreiten, sondern eher in die literarischen Miniaturen- Reihe einordnen.

Es beginnt in einigen der kurzen Kapiteln mit dem Tod der Großmutter Cecile, die eine Stunde nach der Geburt ihrer Tochter Renee an den Folgen eines Kaiserschnittes gestorben ist. Sie war arm und ledig und so wurde die kleine Renee, von der man eigentlich annahn, daß sie nicht lange leben würde, zuerst in ein Waisenhaus und dann ans Land zu Kost und Pflege zu einem Bauernpaar gebracht. Dort wurde sie schlecht behandelt, von einer Kuh gebissen, so daß sie eine Narbe auf der Nase davon trug, bevor sie von einem bürgerlichen Paar adoptiert wurde, die ihr eine Puppe und einen Teddybär schenkten und sich auch sonst, vor allem die Mutter, liebevoll um sie kümmerten.

Sylvie Schenk dringt hinein in das Leben ihrer Mutter, daß sie noch nicht selbst erlebt hat, schreibt davon, daß es für die kleine schüchterne Frau, die mit zwanzig an einen Zahnarzt verheiratet wurde und sich vor dessen Sex sehr geekelt hat, obwohl sie von ihm fünf Kinder bekam, zwei Dinge sehr wichtig waren. Pünktlich zum Essen zu kommen und keine unehelichen Kinder, dann lieber abtreiben. Zwei der vier Töchter wurden aber Alleinerzieherinnen. Sylvie Schenk, die zuerst in Lyon studierte, verheiratete sich dann nach Deutschland und Maman ist mit fünfundsechzig Jahren, also noch sehr jung an einen <nNierenkrebs verstorben.

Seitensprünge oder den Verdacht dazu gab es auch. Eine Cousine erzählt Sylvie Schenk ununderbrochen davon. Es hat aber wohl einen Arnoud gegeben, einen Widerstandskämpfer, denn das war noch vor Sylvie Schenks Geburt im Jahr 1942 oder so, dem die Mutter folgen wollte und dafür sogar ihren Verlobungsring verkaufte. Der war aber schon verschwunden und so bleibt die Metapher von der Bettlerin, die irgendwo in der Nähe hauste und stank und irgendwann verschwunden war. Die Mutter hat sie Prinzessin genannt und ihr den Erlös vom Verkauf des Ringes gegeben, was sie der Tochter an ihren Sterbebett erzählte.

Ein interessantes Buch, ein Memoir würde man heute sagen, das in Episoden, Hn- und Hersprüngen vom Leben einer Mutter erzählt, wobei sich Sylvie Schenk wohl auch einiges ausgedacht haben muß, was vor ihrer Geburt geschah.

Echtzeitalter

Jetzt kommt schon das siebzehnte dBp-Longlistbuch, das vierte auf der Shortlist und das Siegerbuch, nämlich “Echtzeitalter” des 1992 in New Dehli geborenen Diplomatensohn Tonio Schachinger, der schon 2019 mit seinem Fußballromn “Nicht wie ihr” mit nicht einmal noch dreißig Jahren auf der Shortlist stand.

Was ist dazu zu schreiben? Zuerst vielleicht, daß mir “Echtzeitalter”, das ich schon bei den O-Tönen gehört habe und sicher war, daß es auf der Öst stehen würde, besser als der Fußballroman gefallen hat.

Kein Wunder, geht es darin ja um Literatur, mein Spezialgebiet und da muß ich sagen, daß Tonio Schachinger da wirklich sehr bewandert ist oder sich das nötige Wissen angelesen hat.

Es liest sich auch leicht, wenn es mit seinen dreihundertsechzig Seiten auch etwas langatmig ist und ich fast eine Woche dazu gebraucht habe. Interessant ist auch, daß Hubert Winkels, als er bei der Preisverleihung gefragt wurde, was er von dem Buchpreisträger hält?, in etwa antwortete, daß er nicht versteht, was das Besondere an dem Buch ist und da kann ich auch schreiben, daß mir von den vier Shorts “Drifter” , gefolgt von “Muna” am besten gefallen hat und dann bekam Clemens j. Setz– den öst- Buchpreis und auf der “Standard- Seite” empörten sich die Kommentierer, die vielleicht beide Bücher nicht gelesen haben, wieso Schachinger den Preis nicht bekommen hat?

Eine Frage, die leicht zu beantworten ist, weil er nicht nominiert war und man sich auch die Frage stellen kann, wieso einer alle und die anderen nichts bekommen sollen?

Das führt schon ein bißchen zu dem Buch über das man, obwohl es mir eigentlich gefallen hat, vielseitig diskutieren kann. Ich füge noch an, daß Clemens j. Setz wahrscheinlich literarischer ist, obwohl mir die “Monde”gar nicht so gefallen hat.

Also zum Buch: Ein Schul-, ein Internatsroman und es spielt in einer Eliteschle, im “Marianum” oder “Theresanum”, das die “Links” enteignen will. Im Buch wird es “Marianum” genannt, aber das “Theresianum”, diese Wiener Nobelschule, aus dem offenbar, die späteren Buchpreisträger hervorgehen, zumindestens für Wiener leicht zu erkennen ist.

Als wir nach Frankreich gefahren sind, habe ich ja “Paradise garden” zu lesen angefangen, wo das coming of age einer eher unterpriveligerten Jugendlichen beschrieben wird, während es in “Echtzeitalter” um ein Nobelinternat geht, das Tonio Schachinger selbst besucht hat und da werden also die Leiden der jungen Nobelschüler durch den strengen Deutschlehrer Dolina beschrieben.

Als Daniela Strigl bei den O-Tönen nach den “Schüler Gerber” fragte, hat Schachinger verneint, beim Schreiben daran gedacht zu haben und es ist auch schon lange her, daß ich das Buch gelesen habe, würde aber Parallelen sehen, beschreibt das Buch ja das Erwachsenwerden eines Nobelschülers, der von seinen Lehrer schikaniert wird und da frage ich mich schon ein bißchen, daß Eltern, die monatlich sechshundert Euro Schulgeld zahlen, sich das gefallen lassen.

Die Gründe dafür kann ich mir zwar schon vorstellen und wenn der Lehrer den armen Till schon so schikaniert, frage ich mich, warum der nicht auf die Rahlgasse oder eine andere Schule wechselt? Er hat aber ohnehin Glück, denn seine Matura findet im Corona-Jahr 2020 statt und da konnte man mit einem Befriedigend im Zeugnis eine leere Arbeit abgeben und trotzdem die Matura zu bestehen, was er auch macht.

Till ist aber auch ein begnadeter Internetpieler, verdient da offenbar schon sehr viel und reist nach China zu denTurnieren. Erbt als er achtzehn wird von seinem verstorbenen Vater auch sehr viel. Er verliebt sich in Feli und schleppt sich da mit seiner unglücklichen Liebe durch das Schuljahr.

Das wäre es eigentlich schon. In dreihundertsechzig Seiten wird aber natürlich noch viel mehr erzählt, nämlich, daß der Lehrer Dolina unbedingt “Reclam-Heftchen” haben will. De Schüller vergessen aber Stifters “Brigitta”, müßen also in der Pause über das Tor klettern und in eine Buchhandlung fahren, die versprochen hat, das buch zu haben, aber leider nicht die “Reclam-Ausgabe”.

So weit so what. Ein leicht lesbares Buch ist mein Resume, daß es über Literatur handelt, nimmt mich ein, daß es von Nobelschülern handelt, die später vielleicht die Welt regieren werden, finde ich etwas schade. Denn die Welt besteht ja nicht nur aus dem “Theresianum” und man sollte auch ohne eine solche Schule beucht zu haben, eine literarische oder andere Karriere machen können.

Kann man wahrscheinlich auch und wenn man “Paradise Garden” das ja auch auf der Longlist gestanden ist, gelesen hat, bekommt man auch die andere Seite mit und noch etwas habe ich vergessen, was ich interessant finde. Das Buch spielt in Ibizza-Zeiten, da gehen die Schüler dann auf den Ballhausplatz ,demonstrieren und trinken Bier und leider hat man ihnen nachdem sie sechzehn wurden, auch das Rauchkammerl zugesperrt, weil da ja das Rauchen erst ab achtzehn und überhaupt nur mehr im Freien erlaubt war.

Die politische Dimension, was bei Buchpreisbüchern, wie ich dachte, eigentlich verboten ist, spielt also auch eine Rolle. Es gibt also noch einen jungen Autor, außer Elias Hirschl, der sich dafür interessiert und ich kann gespannt sein, was ich von dem jungen Autor, den ich vielleicht fälschlich für arrogant halten würde, noch hören werde?

Interessant, was er als nächstes Sujet wählen wird? Denn das ist auf jeden Fall außergewöhnlich, daß er sich an diese Themen macht und damit mindestens auf die Shortlisten kommt.

Weil da war etwas im Wasser

Buch sechzehn der deutschen Longlist und das achte der sechs Österreich-Bücher “Weil da war etwas im Wasser” des in Deutschland geborenen Luca Kieser, der in Wien lebt und dort an der Sprachkunst studierte und dessen Debut bei “Picus” erschien und daß das sehr experimentell ist, habe ich schon aus verschiedene Besprechungen erfahren.

Der “Papierstaupodcast” war voll begeistert und ich muß schreiben, ich habe das Tolle an dem Buch nicht gefunden. Mir schien es wieder als ein Run von Hunderten ins Hundertstausende mit Fußnoten, Vor und Rückblenden und den verschiedensten Erzählsträngen, die eigentlich keine sind, denn der Erzähler ist ja ein Tintenfisch. Ein Riesenkalamar oder eine Kalamarin, beziehungsweise deren Arme und das halbe Sachbuch, daß das Buch auch sein soll, habe ich auch nicht gefunden. Ich habe auch einiges überflogen, weil mir das Hin und her zu viel war und ich mir die Zeit nicht nehmen wollte, das Ganze solange zu studieren, bis ich alles verstanden habe.

Denn eigentlich geht es ja weniger um diesen Tintenfisch, den zu Literatur zu machen, offenbar derzeit modern zu sein scheint, sondern, wie schon geschrieben um eine Unzahl von Erzählsträngen.

Da gibt es eine Familie Sanchez, deren Stammbaum man am Schluß sehen kann. Es wird innerhalb des Buches mehrmals darauf hinzuweisen und da würde mich interessieren, wie sich das E-Pup, das ich gelesen habe, vom Printbuch unterscheidet? Denn im Pup kann man hin und herswitschen wird von hinten nach vorn und wieder zurückverwiesen und diese Familie Sanchez besteht auch aus einer Sanja und einer Dagmar. Die Erste ist zweiundzwanzig, studiert im dritten Semester Publizistik und macht, höre und staune, ein Praktikum auf einem Schiff, das sich mit Fischfang, also auch mit dem Kalamar beschäftigt.

Die Dagmar soll den Tintenfisch nach Deutschland bringen, habe in der Beschreibung gelesen. Jules Vernes hat sich glaube ich auch mit Tintenfischen beschäftigt. Es gibt den “Weißen Hai” und einen jungen Autor, der während des Lockdowns seine Vorhaut operieren läßt. Der ist während eines Stipendiumsaufenthalt mit der real existieren Autorin Helene Bukowski in Berührung gekommen und gibt am Tag seiner Operation sein “Flamingo-Manuskript” seiner Agentin ab.

Der “Papierstau-Podcast” schwärmte, daß man in dem tollen Buch sehr viel über das Schreiben erfährt. Das sind wohl diese Stellen und was das mit dem Tintenfisch im Wasser zu tun hat, habe ich auch nicht so verstanden.

Ein sehr experimentelles Buch also des Sprachkünstlers. Robert Huez hat es auch gelobt, als ich ihm am Sonntag erzählte, daß ich es lesen würde.

Wenn ich alles, was mir so einfällt, wild durcheinander schreiben würde, würde mir wohl Kritik vom lieben Uli oder auch von wem anderen blühen. Hier denke ich fast, daß die das experemtentelle Schreiben mit dem freien Assozieren vermischt wurde, denn so experimentell habe ich das Ganze, abgesehen, von dem Hin und her Schwischen im Buch eigentlich nicht gefunden.

Auf die Shortlist ist es nicht gekommen und ich würde es in meinen Ranking gemeinsam mit dem Buch der Kathrin Röggla auch eher nach unten reihen.

Die Möglichkeit von Glück

Jetzt kommt Buch fünfzehn des dBp, das dritte das auf der Shortlist stand und das vierte das sich mit der DDR beschäftigt.

“Die Möglichkeit des Glücks, der 1986 geborenen Anne Rabe, die sich viele als Preisträgerin wünschten und die mit ihrem Debut das Leben in der DDR und der Holocaustaufarbeitung beschäftigt und wenn man das Buch mit den drei anderen DDR-Bücher vergleicht, so denke ich, daß Angelikas Klüssendorfs Kindheitsgeschichten wohl literarischer als Anne Rabe ist. Charlotte Gneuss, die in ihrem Debut beschrieb, wie man in der DDR zur Stasi kam, wurde ja vorgeworfen, daß sie das Schnitzel nicht hautnah in der Pfanne erlebte und Terezia Mora beschreibt in ihrer “Muna”, wie die DDR ihre Heldin geschädigt hat und Anne Rabe hat ihre Heldin Stine wohl so alt wie sie sein lassen, nämlich 1986 geboren.

Also kann auch diesen Buch eine gewissen Autofiktion nicht ableugnen und diese Stine, Kind von zwei aufrechten DDR-Bürgern, kann sich wohl nicht mehr richtig an die DDR erinnern.

Jetzt ist sie erwachsen, lebt, glaube ich in Berlin, hat zwei Kinder und ihren Hans und erinnert sich an die straffen Erziehungsmaßnahmen ihrer Eltern.

Vor allem mit der Mutter, einer Erzieherin, hatte sie ihre Schwierigkeiten, denn die ließ ihre Kinder schreien und hatte wohl auch “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind” von ihrer Mutter übernommen. Sie steckt Stine und den kleineren Bruder Tim auch in die zu heiße Badewanne und ließ sich nicht rühren, nachzuschauen.

Erst der Vater zog die Kinder heraus und die erwachsene Stine beschäftigt sich mit ihrem Großvater, Paul Bahrlow und arbeitet die Lebensgeschichte des 1923 Geborenen auf.

Der kam als Kind nach Berlin. Da gibt es ein Bild von ihm auf einem Fahrrad, der Bruder Wilhelm wurde zu einer jüdischen Knderärztin in Pflege gegeben, die mit den Kindern in die Schweiz emigrierte, als die Nazis kamen. Leider holten die Eltern ihn zurück und Paul kam nach Stalingrad, wurde später Lehrer, sogar Schuldirektor und bekam eine Johannes R. Becher-Medaille, von der er seiner Enkeltochter nichts erzählte und wurde nach dem Fall der Mauer, als zu systemrelevant eingestuft, was ihn sehr schmerzte.

Ein interessantes Buch könnte man sagen, obwohl Anne Rabe nichts wirklich neues erzählt und man die Holocaustfamlienaufarbeitung wohl schon öfter gelesen hat.

Lebenszeichen gut und schön

Hurrah es ist da das zweite Gstöttmaier-Buch, der ständige “Ohrenschmaus-Gewinner”, der ja das vierte “Stipendium” in Anspruch nahm, damit ein Buch daraus entstehen kann, das ich ein bißchen lektorieren durfte.

Eines hat der 1963 in Waldhausen in OÖ geborene Peter Gstöttmaier, dessen Geburt schwer verlaufen ist, schon und 2011 hat er das erste Mal mit einem handgeschriebenen Text “Söständi ist: allas sölba mocha” eingereicht und gleich nicht nur gewonnen, sondern große Begeisterung auslöste.

Seither ist fast kein Jahr vergangen, in dem er nicht unter den Preisprägern war, auf der Ehrenliste stand oder den Schokoladepreis bekam, denn Peter Gstöttmaier der in Mundart denkt und spricht und für den die Freiheit und das Bewegen sehr wichtig ist, hat eine eigene Sprache und jetzt ist es da, das eigentlich dünne in blau gehaltene Büchlein, das die schönsten Texte der letzten dreizehn Jahre enthält, bei dem für mich schon Bekanntes aber auch sehr viel Neues enthalten ist, die von der Schwester Heidi Pölzguter, die sich liebevoll, um ihren Bruder kümmert, ausgewählt und zusammengestellt wurde.

Es gibt auch Zeichnungen von Peters Gstöttmaier, die, wie seine Schwester bei der Buchvorstellung auf der “Buch Wien” betonte, aber schon für frühere Wettbewerbe angefertigt wurden und Fotos, wo man den Autor in seiner schönen neuen Wohnung sieht, für die er sich vom ersten Preisgeld auch ein Sofa kaufte, was ihn, wie die Schwester verriet, dazu brachte, regelmäßig einzureichen, um sich damit ein Extrageld zu verdienen, was wie man sieht, hervorragend funktioniert, obwohl ich, die mehrere Laudatios für ihn gehalten habe, regelmäßig bremse, um auch die anderen zu Wort kommen zu lassen, um kein anderes Talent zu übersehen.

Also durch das Buch, durch das man sehr gut durch seine Schwester Heidi geführt wird, die immer wieder die Texte erklärte und auf die Selbständigkeit des Bruders hinweist.

Die “Geschichten, Gedichte und Gedanken” beginnen also mit einem Selbstportrait und dann mit dem ersten Preistext “söbständi” mit dem, glaube ich, inzwischen schon einige Hilfsorganisationen Werbung machen.

Dann geht es gleich weiter mit den Preisträgen, denn mit den Gedichten über die Beziehung zu seiner Mutter “Is net banond mama ist net banond augn san triab kopf tuat weh haut is grau tuat net locha is net bainond die mama”, hat er auch schon beim Ohrenschmaus gewonnen, wie auch mit dem Text “Dössöbi”.

Dann geht es ans Kochen oder an die “Fleischloabaln”, die die Mama bei den sonntäglichen Besuchen immer in großen Mengen kochte, so daß der Peter Montag, Denstag, Mittwoch, Donnerstag immer eines zu essen hatte und am Sonntag sogar zwei. Es gibt aber auch die Stosuppn” und die “Blunzn”, die Peter Gstöttmaier literarisch zu beschreiben wußte.

Peter Gstöttmaier geht aber auch gern ins Kaffeehaus und läßt sich dann, wenn es regnet, auch recht gern von der Polizei nach Hause bringen und köstlich der Text “Oans-drei-drei-Polizei”, der sehr schön zeigt, wie das soziale Zusammenleben in kleinen Orten funktionieren kann, wenn sich alle kennen und sich umeinander kümmern.

Der Bewegungsdrang und die Selbständigkeit wird immer wieder beschrieben, denn Peter Gstöttmaer ist stolz auf seine Außengruppe, die er mit einem Betreuer eigentlich selbst eingerichtet hat, wie auch auf seine Wohnung, wo er mit betreuter Hilfe alles selber und sogar selber kochen kann.

Die Corona-Zeit, wo man keinen Sozialkontakt haben durfte, hat Peter Gstöttmaier, wie auch viele andere “Ohrenschmaus-Einreichende”, sehr bekümmert und beeinträchtigt.

“Nix geht mehr ois steht” heißt es da in der “Rückschau auf den ersten Lockdown.” Und in “Wonn hört des auf” screibt er etwas ungeduldig “corona corona oiweu corona”.

Es gibt auch ein paar Flirtversuche, die sehr schön den leisen Humor des Autors zeigen, wie sie beispielsweise in “So a schene Bluman” beschrieben wird und der Abschied von einem Betreuer wird in “ih sog zum obschied leise servus” auch sehr eindringlich geschildert.

Ein interessantes Buch in dem man viel über die Gedankenwelt eines Menschen mit sogenannten Lernschwierigkeiten mit denen man sonst vielleicht nicht so viel in Berührung kommt, erfährt, so daß ich mich wirklich freuen würde, wenn es einmal auch in der “Alten Schmiede”vorgestellt werden kann und bin auch schon auf die nächste Jurysitzung, bis dreißigsten November kann man für den “Ohrenschmaus” noch einreichen, gespannt, ob wir da wieder einen Peter Gstöttmaier als Preisträger mit neuen Gedichten oder Prosatexten haben werden und das hat Peter Gstöttmaier bei der Präsentation der Moderatorin auch versprochen, daß er weitermachen wird, so daß es auch ein drittes, viertes oder was auch immer Buch geben kann.

Gittersee

Jetzt kommt Buch dreizehn der deutschen Longlist und das dritte der vier die sich mit der DDR beschäftigen. Ein wichtiges Thema, obwohl ich in den letzten Jahren öfter hörte, daß das niemanden mehr interessiert, mich eigentlich schon und das Debut der 1992 in Ludwigsburg geborenen Charlotte Gneuss hat auch großes Aufsehen erregt.

Sie hat den “Aspekte Literaturpreis” damit bekommen und es wurde, was ein bißchen fraglich ist, darüber diskutiert, ob eine im Westen geborene über die DDR schreiben kann? Wie heißt das von dem Schnitzel in der Bratpfanne?

Gneuss Eltern kommen aus der DDR, warum also nicht und klar, daß sie sich für das Schicksal ihrer Eltern interessiert. Der Verlag hat Ingo Schulze, habe ich gehört, das Buch übergeben, damit er es auf eventuelle Fehler überprüfen kann. Er hat einige gefunden beispielsweise, daß man in den Siebzigerjahren nicht in der Elbe schwimmen konnte, weil die zu schmutzig war.

Diese Liste wurde der Jury zu gespielt und bei “Amazon” kann man reiheweise Rezensionen lesen, daß das Ostleben falsch beschrieben wurde.

So what, Daniel Kehlmann hat W. G. Papst, glaube ich, auch nicht ganz realitätsgetreu beschrieben und sich auf seine künstlerische Freiheit bezogen,Literatur ist Lüge oder Fiktion, sagte er, glaube ich, über “F” . aAber hier das große Geschrei und wenn man das weiter ausdehnt, dann darf man über überhaupt nichts mehr schreiben und wir können unseren Horizont auch nicht mehr durch das Lesen erweitern.

Aber nun zum Buch. Gittersee ist ein Vorort von Dresden, ein sehr ländlicher offenbar, weil es dort Kühe gibt. Das Buch spielt in den Siebzigerjahren. Karin ist sechzehn, muß die kleine Schwester hüten, die Großmutter ist eine strenge Frau mit NS- Verganenheit und die Ehe der Eltern ist nicht sehr gut. Da kommt Freund Paul daher und fragt “Hast du Lust auf ein Abenteuer?”

Sie soll mit ihm und einem Freund übers Wochenende in die Tschechei fahren und ertappt ihn dabei, daß er viel mehr Geld, als erlaubt, dabei einpackt. Sie hat keine Lust, denn die Eltern würden es nicht erlauben. Sie will sie auch nicht fragen und ein paar Tage später steht die Stasi vor der Tür und eruriert auf Verdacht wegen Republikflucht.

So weit so what und nun wird der sozialistische Alltag der Sechszehnjährigen beschrieben. Die Mutter trennt sich, die beste Freundin wendet sich einer anderen zu und der Stasimann Wickwalz verhört und verhört, erzählt ihr etwas über die Mondscheinsonate und bietet ihr Bier und Zigaretten an.

Karin erfährt von ihrer Freundin Marie, daß Paul in Düsseldorf ist und verrät nach und nach alles und es wird vielleicht so gewesen sein, in der DDR. Vielleicht war es auch anders. Es wird auch nicht alles überall gleich gewesen sein und jeder hat wahrscheinlich anders reagiert und jetzt wartet noch das Buch der Anne Rabe auf mich, das auf der Shortlist gestanden ist und das wurde überall sehr gelobt, ich bin gespannt.