Südstern

Hurrah, jetzt kommt schon das letzte deutsche Longlistbuch und eines das mir sehr gut gefallen hat.

“Südstern” von dem 1965 in Kassel geborenen Tim Staffel, von dem ich sonst eigentlich nicht viel gehört habe und das nhöchstwahrscheinlich an mir vorbeigegangen ist, nur Dunis von “Dunis Lesefutter”, die zehn Longlists gelesen hat, hat es auch gelobt.

Jetzt also fertig mit dem deutschen Buchpreislesen, wo ich die Liste ja am zweiundzwanzigsten August in Bordaux erfahren habe und mich dann erst einmal durch den Öst gelesen habe und ich muß sagen, es war eine interessante Liste sechs Österreicher, vier Bücher .die von der EX-DDR erzählten. Was Experimentelles, eine Beschäftigung mit dem abwesenden Vater, eine mit der verstorbenen Mutter Kathrin Rögglas Gerichtsprotkoll, Tomer Dotan Dreyfuß siribschen Experiment, Elena Fischers “Paradise Garden” und meine Favoriten haben sich hauptsächlich auf der Shortlist befunden und da würde ich “Drifter” vor “Muna” und auch dem “Echtzeitalter”, den Vorzug geben und “Drifter” hat viel mit “Südstern” gemein, was wahrscheinlich mein zweiter Favorit ist.

Ein Großstadtroman, der das soziale Leben des heutigen Berlin schildert, vergleichbar mit Virgine Despentes “Vernon Subutex” und vielleicht auch mit meinen Großstadtroman, den ich einmal geschrieben habe.

Da gibt es eine Vanessa, eine Drogenkurierin, die sich ähnlich wie die Ulrike Sterblichs “Vica”, sich Engel nennt, denn sie beliefert die sozial Schwachen und Überarbeiteten oder Dementen mit Glücksdrogen, also etwas was streng verboten ist, auch wenn sie mit einer alten Oma Haschiskekse backt. Sie hat einen Freund namens Olli ,der ist ein Politiker und einen Bruder namens Felix, ein Verzugsbeamter, der einmal die Nerven verliert, seine Klientin prügelt, dann in die Psychiatrie kommt und später mit neunundzwanzig frühpensioniert wird und sich fortan als Trainer oder Künstler betätigt.

Dann gibt es Deniz Aziz, der hatte eine türkische Mutter und einen deutschen Vater namens Markus, der hat Parkinson und Deniz muß sich um seine Pflege kümmern, während er mit der Kroatin Jovanna Coric Streife fährt und sich mit ihr ständig streitet.

Es kmmt wie es kommt, Vanessa fischt Deniz Vater verwirrt in einem Lokal auf, bringt ihn nach Hause und verliebt sich in ihn, noch ehe sie ihn das erste Mal in Unform sieht.

Ein interessantes Thema und eine sanfte Liebesgeschichte, die mich ja sehr interessiert. Schade, daß das Buch bei dem Wust an Neuerscheinungen ein wenig untergegangen ist, wie geschrieben, neben, vor oder hinter “Drifter” mein Highloht und dann könnte ich noch Raphaela Edelbauers “Inkommensurablen” erwähnen, das mir von den Loglistbüchern auch recht gut gefallen hat, wie auch Angelika Klüssendorfs “Risse”.

Eine interessante Longlist also mit Teresa Präauers Lust am Kochen, Thomas Olahs Berhardischer Frankenstein-Roman, Sherkos Fathas Suche nach der verlorenen Tochter, Angelika Overaths Reise nach Istanbul und Sepp Malls ebenfalls sehr schönes Buch über den verlorenen Bruder, der von Hitler ermordet wurde.

Jetzt bin ich nur gespannt, wer außer mir noch alle Bücher gelesen hat? Habe noch ein paar Bücher vor mir, bevor ich mich an das Schweizer Buchpreislesen machen kann.

Vatermal

Jetzt das vorletzte Longlist und sechste Shortlistbuch des heurigen dBps, des 1988 in Nordrhein-Westfalen geborenen Necati Öziris “Vatermal”, der 2021, glaube ich, auch einen Auszug aus dem Buch beim “Bachmannpreis” gelesen hat.

Ein buch von dem ich mir vorstellen konnte, daß es den Preis gewinnt, was so nicht war, auf die Shortlist ist es aber gekommen und es ist vielleicht ein Gegenstück zu Fatma Aydemirs “Dschinns” und den “Leipziger Buchpreis” hat ja auch in der Sparte Belletristik ein Türke gewonnen, der seine Lebensgeschichte erzählte.

Diesmal also nicht und das Buch wurde als Briefroman bezeichnet. Denn da liegt der junge Ardan mit einem Leberversagen im Krankenhaus, glaubt, daß er sterben wird und schreibt an seinen Vater, den er nicht wirklich kennt, weil der seine Mutter und seine Schwester verlassen hat, um in die Türkei zu gehen. Da wurde er zwar verhaftet und ist Jahre im Gefängnis gesessen, hat jetzt aber eine eigene Familie und Ardan weiß nicht recht, wie er seinen Vater ansprechen soll? Papa, Vater, Baba klingt bei einem Unbekannten nicht gut. So entscheidet er sich für dessen Vornamen Metin.

Es ist aber kein wirklicher Briefroman. Denn darum herum erzählt Necati Öziri eine, seine Familiengeschichte. Wie es den Migrantenkindern geht, die in Deutschland aufwachsen. Die Jugend der Mutter Umran, die zu Verwandten abgeschoben wird, dann aber sclhießlich doch nach Deutschland kommt, wird beschrieben.

Zuerst wird die Tochter Aylin geboren und Umran, die sie nie verlassen will. Tut das ein paar Jahre später aber doch, denn der Vater hat das Ersparte verspielt. So muß die Mutter beim McDonalds arbeiten und geniert sich dafür.

Sie ist nachdem der Vater sie verlassen hat, auch überfordert, fängt zu trinken an, so daß die Schwester zu einer Pflegefamilie kommt. Da wird beschrieben, wie die mit ihrer Freundin in einen Laden klauen geht, erwischt wird, und der Bobo-Pflegevater sich nur darüber lustig macht und Ardan sitzt mit seinen Freunden, die auch aus Migrantenfamilien kommen im Park. Hat Angst vor der Polizei, bekommt mit Achtzehn seine deutsche Staatsbürgerschaft, beginnt Literatur zu studieren und bricht dann mit Organversagen zusammen. Liegt im Krankenhaus, schreibt an den unbekannten Vater und wird von Mutter und Schwester besucht.

Wieder ein Stück Migrantenliteratur, das ein bißchen Einblick in das Leben von türkischen, etcetera, Gastarbeiterfamilien gibt. Das ist interessant und so setzt sich ein differenziertes Bild zusammen.

Dincer Gücyeter ist Verleger und ein bekannter Lyriker und Necati Öziri ist Theaterautor am Maxim Gorki Theater, wo glaube ich, auch Sasha Marianna Salzmann, die ja auch schon auf der Short- und der Longlist des dBp gestanden ist, tätig ist.

Echtzeitalter

Jetzt kommt schon das siebzehnte dBp-Longlistbuch, das vierte auf der Shortlist und das Siegerbuch, nämlich “Echtzeitalter” des 1992 in New Dehli geborenen Diplomatensohn Tonio Schachinger, der schon 2019 mit seinem Fußballromn “Nicht wie ihr” mit nicht einmal noch dreißig Jahren auf der Shortlist stand.

Was ist dazu zu schreiben? Zuerst vielleicht, daß mir “Echtzeitalter”, das ich schon bei den O-Tönen gehört habe und sicher war, daß es auf der Öst stehen würde, besser als der Fußballroman gefallen hat.

Kein Wunder, geht es darin ja um Literatur, mein Spezialgebiet und da muß ich sagen, daß Tonio Schachinger da wirklich sehr bewandert ist oder sich das nötige Wissen angelesen hat.

Es liest sich auch leicht, wenn es mit seinen dreihundertsechzig Seiten auch etwas langatmig ist und ich fast eine Woche dazu gebraucht habe. Interessant ist auch, daß Hubert Winkels, als er bei der Preisverleihung gefragt wurde, was er von dem Buchpreisträger hält?, in etwa antwortete, daß er nicht versteht, was das Besondere an dem Buch ist und da kann ich auch schreiben, daß mir von den vier Shorts “Drifter” , gefolgt von “Muna” am besten gefallen hat und dann bekam Clemens j. Setz– den öst- Buchpreis und auf der “Standard- Seite” empörten sich die Kommentierer, die vielleicht beide Bücher nicht gelesen haben, wieso Schachinger den Preis nicht bekommen hat?

Eine Frage, die leicht zu beantworten ist, weil er nicht nominiert war und man sich auch die Frage stellen kann, wieso einer alle und die anderen nichts bekommen sollen?

Das führt schon ein bißchen zu dem Buch über das man, obwohl es mir eigentlich gefallen hat, vielseitig diskutieren kann. Ich füge noch an, daß Clemens j. Setz wahrscheinlich literarischer ist, obwohl mir die “Monde”gar nicht so gefallen hat.

Also zum Buch: Ein Schul-, ein Internatsroman und es spielt in einer Eliteschle, im “Marianum” oder “Theresanum”, das die “Links” enteignen will. Im Buch wird es “Marianum” genannt, aber das “Theresianum”, diese Wiener Nobelschule, aus dem offenbar, die späteren Buchpreisträger hervorgehen, zumindestens für Wiener leicht zu erkennen ist.

Als wir nach Frankreich gefahren sind, habe ich ja “Paradise garden” zu lesen angefangen, wo das coming of age einer eher unterpriveligerten Jugendlichen beschrieben wird, während es in “Echtzeitalter” um ein Nobelinternat geht, das Tonio Schachinger selbst besucht hat und da werden also die Leiden der jungen Nobelschüler durch den strengen Deutschlehrer Dolina beschrieben.

Als Daniela Strigl bei den O-Tönen nach den “Schüler Gerber” fragte, hat Schachinger verneint, beim Schreiben daran gedacht zu haben und es ist auch schon lange her, daß ich das Buch gelesen habe, würde aber Parallelen sehen, beschreibt das Buch ja das Erwachsenwerden eines Nobelschülers, der von seinen Lehrer schikaniert wird und da frage ich mich schon ein bißchen, daß Eltern, die monatlich sechshundert Euro Schulgeld zahlen, sich das gefallen lassen.

Die Gründe dafür kann ich mir zwar schon vorstellen und wenn der Lehrer den armen Till schon so schikaniert, frage ich mich, warum der nicht auf die Rahlgasse oder eine andere Schule wechselt? Er hat aber ohnehin Glück, denn seine Matura findet im Corona-Jahr 2020 statt und da konnte man mit einem Befriedigend im Zeugnis eine leere Arbeit abgeben und trotzdem die Matura zu bestehen, was er auch macht.

Till ist aber auch ein begnadeter Internetpieler, verdient da offenbar schon sehr viel und reist nach China zu denTurnieren. Erbt als er achtzehn wird von seinem verstorbenen Vater auch sehr viel. Er verliebt sich in Feli und schleppt sich da mit seiner unglücklichen Liebe durch das Schuljahr.

Das wäre es eigentlich schon. In dreihundertsechzig Seiten wird aber natürlich noch viel mehr erzählt, nämlich, daß der Lehrer Dolina unbedingt “Reclam-Heftchen” haben will. De Schüller vergessen aber Stifters “Brigitta”, müßen also in der Pause über das Tor klettern und in eine Buchhandlung fahren, die versprochen hat, das buch zu haben, aber leider nicht die “Reclam-Ausgabe”.

So weit so what. Ein leicht lesbares Buch ist mein Resume, daß es über Literatur handelt, nimmt mich ein, daß es von Nobelschülern handelt, die später vielleicht die Welt regieren werden, finde ich etwas schade. Denn die Welt besteht ja nicht nur aus dem “Theresianum” und man sollte auch ohne eine solche Schule beucht zu haben, eine literarische oder andere Karriere machen können.

Kann man wahrscheinlich auch und wenn man “Paradise Garden” das ja auch auf der Longlist gestanden ist, gelesen hat, bekommt man auch die andere Seite mit und noch etwas habe ich vergessen, was ich interessant finde. Das Buch spielt in Ibizza-Zeiten, da gehen die Schüler dann auf den Ballhausplatz ,demonstrieren und trinken Bier und leider hat man ihnen nachdem sie sechzehn wurden, auch das Rauchkammerl zugesperrt, weil da ja das Rauchen erst ab achtzehn und überhaupt nur mehr im Freien erlaubt war.

Die politische Dimension, was bei Buchpreisbüchern, wie ich dachte, eigentlich verboten ist, spielt also auch eine Rolle. Es gibt also noch einen jungen Autor, außer Elias Hirschl, der sich dafür interessiert und ich kann gespannt sein, was ich von dem jungen Autor, den ich vielleicht fälschlich für arrogant halten würde, noch hören werde?

Interessant, was er als nächstes Sujet wählen wird? Denn das ist auf jeden Fall außergewöhnlich, daß er sich an diese Themen macht und damit mindestens auf die Shortlisten kommt.

Weil da war etwas im Wasser

Buch sechzehn der deutschen Longlist und das achte der sechs Österreich-Bücher “Weil da war etwas im Wasser” des in Deutschland geborenen Luca Kieser, der in Wien lebt und dort an der Sprachkunst studierte und dessen Debut bei “Picus” erschien und daß das sehr experimentell ist, habe ich schon aus verschiedene Besprechungen erfahren.

Der “Papierstaupodcast” war voll begeistert und ich muß schreiben, ich habe das Tolle an dem Buch nicht gefunden. Mir schien es wieder als ein Run von Hunderten ins Hundertstausende mit Fußnoten, Vor und Rückblenden und den verschiedensten Erzählsträngen, die eigentlich keine sind, denn der Erzähler ist ja ein Tintenfisch. Ein Riesenkalamar oder eine Kalamarin, beziehungsweise deren Arme und das halbe Sachbuch, daß das Buch auch sein soll, habe ich auch nicht gefunden. Ich habe auch einiges überflogen, weil mir das Hin und her zu viel war und ich mir die Zeit nicht nehmen wollte, das Ganze solange zu studieren, bis ich alles verstanden habe.

Denn eigentlich geht es ja weniger um diesen Tintenfisch, den zu Literatur zu machen, offenbar derzeit modern zu sein scheint, sondern, wie schon geschrieben um eine Unzahl von Erzählsträngen.

Da gibt es eine Familie Sanchez, deren Stammbaum man am Schluß sehen kann. Es wird innerhalb des Buches mehrmals darauf hinzuweisen und da würde mich interessieren, wie sich das E-Pup, das ich gelesen habe, vom Printbuch unterscheidet? Denn im Pup kann man hin und herswitschen wird von hinten nach vorn und wieder zurückverwiesen und diese Familie Sanchez besteht auch aus einer Sanja und einer Dagmar. Die Erste ist zweiundzwanzig, studiert im dritten Semester Publizistik und macht, höre und staune, ein Praktikum auf einem Schiff, das sich mit Fischfang, also auch mit dem Kalamar beschäftigt.

Die Dagmar soll den Tintenfisch nach Deutschland bringen, habe in der Beschreibung gelesen. Jules Vernes hat sich glaube ich auch mit Tintenfischen beschäftigt. Es gibt den “Weißen Hai” und einen jungen Autor, der während des Lockdowns seine Vorhaut operieren läßt. Der ist während eines Stipendiumsaufenthalt mit der real existieren Autorin Helene Bukowski in Berührung gekommen und gibt am Tag seiner Operation sein “Flamingo-Manuskript” seiner Agentin ab.

Der “Papierstau-Podcast” schwärmte, daß man in dem tollen Buch sehr viel über das Schreiben erfährt. Das sind wohl diese Stellen und was das mit dem Tintenfisch im Wasser zu tun hat, habe ich auch nicht so verstanden.

Ein sehr experimentelles Buch also des Sprachkünstlers. Robert Huez hat es auch gelobt, als ich ihm am Sonntag erzählte, daß ich es lesen würde.

Wenn ich alles, was mir so einfällt, wild durcheinander schreiben würde, würde mir wohl Kritik vom lieben Uli oder auch von wem anderen blühen. Hier denke ich fast, daß die das experemtentelle Schreiben mit dem freien Assozieren vermischt wurde, denn so experimentell habe ich das Ganze, abgesehen, von dem Hin und her Schwischen im Buch eigentlich nicht gefunden.

Auf die Shortlist ist es nicht gekommen und ich würde es in meinen Ranking gemeinsam mit dem Buch der Kathrin Röggla auch eher nach unten reihen.

Die Möglichkeit von Glück

Jetzt kommt Buch fünfzehn des dBp, das dritte das auf der Shortlist stand und das vierte das sich mit der DDR beschäftigt.

“Die Möglichkeit des Glücks, der 1986 geborenen Anne Rabe, die sich viele als Preisträgerin wünschten und die mit ihrem Debut das Leben in der DDR und der Holocaustaufarbeitung beschäftigt und wenn man das Buch mit den drei anderen DDR-Bücher vergleicht, so denke ich, daß Angelikas Klüssendorfs Kindheitsgeschichten wohl literarischer als Anne Rabe ist. Charlotte Gneuss, die in ihrem Debut beschrieb, wie man in der DDR zur Stasi kam, wurde ja vorgeworfen, daß sie das Schnitzel nicht hautnah in der Pfanne erlebte und Terezia Mora beschreibt in ihrer “Muna”, wie die DDR ihre Heldin geschädigt hat und Anne Rabe hat ihre Heldin Stine wohl so alt wie sie sein lassen, nämlich 1986 geboren.

Also kann auch diesen Buch eine gewissen Autofiktion nicht ableugnen und diese Stine, Kind von zwei aufrechten DDR-Bürgern, kann sich wohl nicht mehr richtig an die DDR erinnern.

Jetzt ist sie erwachsen, lebt, glaube ich in Berlin, hat zwei Kinder und ihren Hans und erinnert sich an die straffen Erziehungsmaßnahmen ihrer Eltern.

Vor allem mit der Mutter, einer Erzieherin, hatte sie ihre Schwierigkeiten, denn die ließ ihre Kinder schreien und hatte wohl auch “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind” von ihrer Mutter übernommen. Sie steckt Stine und den kleineren Bruder Tim auch in die zu heiße Badewanne und ließ sich nicht rühren, nachzuschauen.

Erst der Vater zog die Kinder heraus und die erwachsene Stine beschäftigt sich mit ihrem Großvater, Paul Bahrlow und arbeitet die Lebensgeschichte des 1923 Geborenen auf.

Der kam als Kind nach Berlin. Da gibt es ein Bild von ihm auf einem Fahrrad, der Bruder Wilhelm wurde zu einer jüdischen Knderärztin in Pflege gegeben, die mit den Kindern in die Schweiz emigrierte, als die Nazis kamen. Leider holten die Eltern ihn zurück und Paul kam nach Stalingrad, wurde später Lehrer, sogar Schuldirektor und bekam eine Johannes R. Becher-Medaille, von der er seiner Enkeltochter nichts erzählte und wurde nach dem Fall der Mauer, als zu systemrelevant eingestuft, was ihn sehr schmerzte.

Ein interessantes Buch könnte man sagen, obwohl Anne Rabe nichts wirklich neues erzählt und man die Holocaustfamlienaufarbeitung wohl schon öfter gelesen hat.

Gittersee

Jetzt kommt Buch dreizehn der deutschen Longlist und das dritte der vier die sich mit der DDR beschäftigen. Ein wichtiges Thema, obwohl ich in den letzten Jahren öfter hörte, daß das niemanden mehr interessiert, mich eigentlich schon und das Debut der 1992 in Ludwigsburg geborenen Charlotte Gneuss hat auch großes Aufsehen erregt.

Sie hat den “Aspekte Literaturpreis” damit bekommen und es wurde, was ein bißchen fraglich ist, darüber diskutiert, ob eine im Westen geborene über die DDR schreiben kann? Wie heißt das von dem Schnitzel in der Bratpfanne?

Gneuss Eltern kommen aus der DDR, warum also nicht und klar, daß sie sich für das Schicksal ihrer Eltern interessiert. Der Verlag hat Ingo Schulze, habe ich gehört, das Buch übergeben, damit er es auf eventuelle Fehler überprüfen kann. Er hat einige gefunden beispielsweise, daß man in den Siebzigerjahren nicht in der Elbe schwimmen konnte, weil die zu schmutzig war.

Diese Liste wurde der Jury zu gespielt und bei “Amazon” kann man reiheweise Rezensionen lesen, daß das Ostleben falsch beschrieben wurde.

So what, Daniel Kehlmann hat W. G. Papst, glaube ich, auch nicht ganz realitätsgetreu beschrieben und sich auf seine künstlerische Freiheit bezogen,Literatur ist Lüge oder Fiktion, sagte er, glaube ich, über “F” . aAber hier das große Geschrei und wenn man das weiter ausdehnt, dann darf man über überhaupt nichts mehr schreiben und wir können unseren Horizont auch nicht mehr durch das Lesen erweitern.

Aber nun zum Buch. Gittersee ist ein Vorort von Dresden, ein sehr ländlicher offenbar, weil es dort Kühe gibt. Das Buch spielt in den Siebzigerjahren. Karin ist sechzehn, muß die kleine Schwester hüten, die Großmutter ist eine strenge Frau mit NS- Verganenheit und die Ehe der Eltern ist nicht sehr gut. Da kommt Freund Paul daher und fragt “Hast du Lust auf ein Abenteuer?”

Sie soll mit ihm und einem Freund übers Wochenende in die Tschechei fahren und ertappt ihn dabei, daß er viel mehr Geld, als erlaubt, dabei einpackt. Sie hat keine Lust, denn die Eltern würden es nicht erlauben. Sie will sie auch nicht fragen und ein paar Tage später steht die Stasi vor der Tür und eruriert auf Verdacht wegen Republikflucht.

So weit so what und nun wird der sozialistische Alltag der Sechszehnjährigen beschrieben. Die Mutter trennt sich, die beste Freundin wendet sich einer anderen zu und der Stasimann Wickwalz verhört und verhört, erzählt ihr etwas über die Mondscheinsonate und bietet ihr Bier und Zigaretten an.

Karin erfährt von ihrer Freundin Marie, daß Paul in Düsseldorf ist und verrät nach und nach alles und es wird vielleicht so gewesen sein, in der DDR. Vielleicht war es auch anders. Es wird auch nicht alles überall gleich gewesen sein und jeder hat wahrscheinlich anders reagiert und jetzt wartet noch das Buch der Anne Rabe auf mich, das auf der Shortlist gestanden ist und das wurde überall sehr gelobt, ich bin gespannt.

Laufendes Verfahren

Buch zwölf der deutschen Liste und das fünfte Österreichbuch sozusagen, obwohl die 1971 in Salzburg geborene Kathrin Röggla seit 1992 in Berlin und jetzt in Köln lebt. Ich habe sie, glaube ich, kennengelernt, als ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendiums war. Dann habe ich mit ihr bei dem von Christine Haidegger organisiertes Symposium “Sichten und Vernichten” gelesen, Thomas Rothschild hat sie, glaube ich, nach Klagenfurt eingeladen oder ihre Lesung dort vermittelt und Kathrin Röggla , die 1995 den “Priessnitz-” und 2008 den “Wildgans-Preis” bekommen hat und beim “Fried- Preis”, 2013 die Jurorin war und die ich auch schon bei Symposien hörte, ist sicher eine sehr analytische Autorin, die politische Themen in einer schönen Sprache, vielleicht etwas unverständlich, wie man unken könnte, beschreibt. “Wir schlafen nicht” habe ich einmal bei einem “Thalia-Abverkauf” bekommen und “Nachtsendung” ist auf der “Öst” gestanden.

Jetzt “Laufendes Verfahren”, der Bericht über den NSU-Prozeß, dem Strafverfahren gegen einerechtsextremen Terrorgruppe, die neun Morde an Migranten und einem Polizisten beging. Das Urteil wurde 2018, also vor fünf Jahren in München verkündet und Kathrin Röggla geht es in ihrem Buch wieder sehr theoretisch an.

Roman steht darauf und der dBp ist eigentlich auch ein Romanpreis, es ist aber keiner, sondern ein literarischer Prozeßbericht und interessant wäre das Lesen des Buches wahrscheinlich, wenn man über diesen Prozeß mehr erfahren will. Das hat es zumindestens bei mir nicht gebracht. Wußte ich vorher nicht viel darüber und weiß jetzt auch nicht mehr. Denn das Buch hat keinen Plot und keine Handlung, berichtet in der “Wir”Form in sehr schöner Sprache, ich wiederhole es, das Gerichtsgeschehen. Da gibt es die “Omagegenrechts” den “Bloggerklaus”, den “Gerichtsopa”, den “O-Ton-Jurist”, die “Frau von der türkischen Botschaft” und dann vor allem in wechselden Variationen die “Vornamenyildiz”, die zur “Nachamenyildiz”, zur “Grundsatzyildiz” und was auch immer wird und so geht es hin auf den zweihundert Seiten. Es wird der Gerichtsprozeß erlebt oder durchschwafelt und hat am Ende sicher ein sehr interessantes Buch gelesen, an dem Kathrin Röggla möglichdrweise fünfJahre recherchiert und gearbeitet hat, so daß es jetzt erst erschien, aber zumindestens ich nicht viel verstanden habe.

Dem “Papierstaupodcast”, die ja den dBp genau beobachten, ist es, glaube ich, ähnlich gegangen und mir, die ich mich ja momentan wieder sehr intensiv mit den Corona-Maßnahmenf beschäftige, ist aufgeallen, daß da an mehren Stellen jemand gerügt wird, weil er keine Maske, trug, aber 2018 oder vorher als die Verbrechen geschahen, gab es noch keine Maskenpflicht.

Auf die Shortlist ist das Buch nicht gekommen und ich habe mich wieder einmal durch ein ein Stück österreichischer Gegewartsliteratur abseits vom , der ja am Montag vergeben wird, gelesen.

Ein Hund kam in die Küche

Buch elf der deutschen Longlist ist sehr interessant, denn eine sehr leise, scheinbar leicht geschriebene Geschichte über den Holocaust oder das dritte Reich mit interessanten phantastischen Einschüben, des 1955 in Südtirol geborenen Sepp Mall, der der in Meran lebt und auch Mitglied der GAV und der IG-Autoren ist und als ich Robert Huez, ebenfalls ein Südtiroler und Literaturhausleiter, vor einiger Zeit nach der deutschen Liste fragte, sagte er mir acht Österreicher stehen darauf. Acht oder sechs? Also Clemens J. Setz, Teresa Präauer, Thomas Olah, Raphaela Edelbauer,Kathrin Röggler, Tonio Schachinger und dann noch den Südtiroler Sepp Mall und den deutschen Luca Kieser, der, glaube ich, in Wien lebt oder jedenfalls das “Institut für Sprachkunst” besuchte und “Ein Hund kam in die Küche” ist ein Buch, das ohne des Buchpreislesens wahrscheinlich an mir vorbeigegangen wäre, was schade gewesen wäre, obwohl ich inzwischen glaube schon genug dritte Reich Romane gelesen zu haben und mich lieber an die Corona-Aufarbeitung machen will.

Aber “Ein Hund kam in die Küche” ist ein interessantes Buch, erzählt von dem kleinen Ludi, der 1942 elf ist und mit seinen Eltern und dem behinderten kleinen Bruder Hanno, der eigentlich Anton heißt, aber das nicht aussprechen kann, in dem Südtiroler Dorf oder Städtchen Mariendorf lebt und die jetzt heim ins Reich geholt werden.

Da nimmt Ludi Abschied von Katharina, der Metzgertochter, die mit ihrer Familie auch auswandert, Nein “auswandern” nicht, denn sie gehen ja als Volksdeutsche ins Reich zurück, also “wandern “und das ist schon eine der feinen Sprachspielerein, die das eigentlich im Kindermund geschriebene Buch zur Literatur machen, denn Katharina erzählt Ludi, das sie nach Vor-Adelberg gehen, wo die Kinder dann die Wortspielereien machen, ob es auch ein Hinter-Adelberg gibt.

Die Familie des Ludi geht aber zuerst nach Innsbruck und da werden sie gleich aufgefordert, den kleinen Hanno untersuchen zu lassen. Der wird dann in das St. Josef Heim gebracht, wo er angeblich gefördert wird, wird dann nach Kaufbeuren überstellt und stirbt schließlich an einer “Lungenentzündung”.

Nur das wird thematisiert, nicht mehr. Höchstens die Reaktion der Mutter, die sich dann einige Tage lang nicht mehr aus dem Bett erhebt und unbedingt von Donauobergau wieder zurück nach Südtirol will.

Das geht aber nicht so einfach und so schnell. Denn der Vater ist schon eingezogen, wurde zuerst nach Frankreich und dann nach Russland geschickt und Hanno erscheint nun Ludi in seinen Träumen, wo er sich mit ihm unterhält.

Die Mutter geht mit Ludi dann nach Flatz, einem Ort in der Nähe von Landeck, wo es zu dem berühmten Hundezitat und auch zu weiteren scheinbar naiven Wortspielereien kommt, nämlich, die Schweden oder Sudetendeutsche, denen der Hund, der in die <küche kam und schließlich begraben wird, gehört, den “Volks- oder Scheißdeutschen” und als der <krieg verloren ist, haben Ludi und seine Mutter auch keine Staatsbürgerschaft mehr. Italien haben sie verlassen, Österreich will sie nicht, das deutsche Reich gibt es nicht mehr. Die Mutter kehrt aber trotzdem nach Meran zu ihrer

Schwester und später auch in das Dorf zurück und irgenwann erscheint auch der Vater aus der Russlandgefangenschaft, erzählt von den Lagern, wo er von den deutschen Kapos schlechter, als von den Russen behandelt wird, betrinkt sich in den Wirtshäusern, weigert sich mit der Mutter im selben Zimmer zu leben und verwirrt, den inzwischen fast erwachsenen Ludi damit, daß er Hannos Tod als soziale Gerechtigkeit dafür sieht, daß er in einem russischen Dorf ein Kind erschossen hat.

Darüber kann man in Zeiten, wie diesen, wo diskutiert wird, wie weit die Israeli das Recht haben, die Palästinenser oder die Hamas zu vernichten, sehr nachdenken und weitere Symbole in dem Buch sind auch das italienische Buch. Das einzige, was der kleine Ludi besitzt, daß er vor seinem Weggang zuerst in der Schule lassen will, später aber der schwedendeutschen Indgrid mit der Narbe an der Wange schenkt und sich dann auf der Flucht zurück mit Hannos Sandalen, die sie von dem Pflegeheim zurückbekommen haben, beschwert.

Ganz leise und still, wie Sepp Mall von diesen Krieg, seinen Grausamkeiten und Traumatisierungen erzählt und dabei Naturbeschreibungen und Wortneuschöpfungen und vor allem den Kindermund bemüht.

Schade, daß das Buch nicht auf die Shortlist, gekommen ist, würde ich meinen, denn ich würde ihm, vor allem in Zeiten, wie diesen mehr, Aufmerksamkeit wünschen.

Der große Wunsch

Buch neun des dBp “Der große Wunsch” des 1964 in Ost Berlin geborenen Sherko Fatah der irakisch syrische Wurzel hat und es ist sehr interessant, das Buch in einer Zeit zu lesen, wo fast überall gegen die syrischen afghanischen etcetra Asylwerber gehetzt und von einer gescheiterten Intergration gesprochen wird, weil man hier die Türken, Syrier, Kurden einmal von einer anderen Seite erlebt.

Da ist Murad an der türkisch srischen Grenzne nur “Alaman” genannt, denn er, der Intellektuelle, Sozialarbeiter, Filmemacher kommt aus Berlin, um nach seiner Tocher Naima zu suchen, die mit einem Glaubenskrieger nach Syrien aufgebrochen ist und das ist nicht ganz zu einfach.

Selber kann er offenbar nicht über die syrischen Grenze. So vertraut er sich Schleppern an, die ihm nach und nach Bilder und Tonaufnahmen einer verschleierten Frau bringen und man weiß nicht recht, ob das und Naima ist oder nicht.

Er geht indessen spazieren, läßt sich von einem Fahrer herumkutschieren und gibt das Geld aus, daß eigentlich seinen Freund gehört und es heißt warten, warten, warten, so reflektiert er seine Beziehung zu seiner Tochter, der er offenbar entfremdet ist. Er ist von ihrer Mutter Dorothee getrennt, die ruft aber immer wieder an und einen geheimnisvollen Freund namens Aziz gibt es auch.

So fängt das ganze ziemlich langsam an und ich, die ich ja auchviel Erfahrung mit dem Schreiben habe, habe gedacht, da schleicht sich einer herum, weil er nicht recht weiß, wie er zu seiner Handlung kommt, so würde es mir gehen, denn warum fährt er nicht nach Syrien und holt die Tochter, sondern vertrödelt Zeit, in dem er Leute beobachtet, in eine Hütte zieht und fast verwahrlost, aber vielleicht wollte es Sherko Fatah, der sicher die Gegend kennt, nur besonders spannend machen.

Es ist zu gefährlich, nun ja nun gut. Dann kommen aber die Boten und bieten ihm an hinüberzufahren und die Tochter zu holen. Das scheint aber nicht zu klappen.

Der Chef genannte Teehausbesitzer bestellt ihn zu sich un weiß sehr viel über das Geschehen und dann kommt noch Aziz von Istanbul und nimmt das ganze in die Hand, diese Schleife haben ich nicht ganz verstanden.

Erfindet aber seine Tochter, holt sie vom Flüchtlingslager ab und ich habe ein interessantes Buch gelesen, das nicht auf die Shortlist gekommen ist, obwohl Sherko Fatah 2008 noch mit seinem bei “Jung und Jung” erschienenen “Das dunkle Schiff” darauf gestanden ist.

Ich habe auch einige seiner Bücher in meinen Regalen, gelesen, glaube ich, aber noch nichts und kann das Lesen des neuen Buchs trotz der erwähnten Schwächen sehr empfehlen, weil man damit einen anderen Eindruck von der angeblich mißglückten Integration und das Leben von Syriern,Türken, Kurden etcetera in der zweiten oder dritten Gerneration bekommen kann, die in Deutschland oder Österreich “Ausländer” und in ihren Herkunftsländern “Deutsche” genannt werden und im nächsten Buch wird es um eine Zugreise nach Istanbul gehen…

Drifter

Buch acht der deutschen Longlist und das zweite Shortlistbuch “Drifter”, der 1970 in Berlin geborenen Ulrike Sterblich, das eigentlich weiter unten auf meiner Liste steht, da es da aber um eine geheimnisvolle Frau in einem gelben Kleid geht, die den zwei Freunden Wenzel und Kller in der U-Bahn begegnet, habe ich es vorgezogen, um Inspirationen für meine “Stalking-Story” zu bekommen, bei der ich ja steckte und o Wunder, ob das mit dem Buch etwas zu tun hat oder nicht, ich bin inzwischen weitergekommen, obwohl “Drifter” mit meinen eher biederen Schreibstil nicht zu vergleichen ist und ich kann gleich schreiben, daß mir das Buch sehr gut gefallen hat, wie auch das der Terezia Mora. Jetzt bin ich nur gepannt, wie es mir mit dem Gewinnerbuch geht, wo ja viele meinen, daß der Gewinn für sie unerwartet war.

Also “Drifter”, eine geheimnisvolle Geschicht, Berliner phantastischer Realismus mit der neuen Hipstersprache, spannend, spannend und ich hätte dem Buch den Gewinn gegönnt, habe aber vier andere von der SL noch nicht gelesen.

Der Ich-Erzähler heißt Wenzel Zahn und betreut das Socialmedia eines Rundfunksender,s sein Freund Killer, Marko Killmann ist ein erfolgreicherManager und die begegnen in der U-Bahn, die geheimnisvolle Vica im Glitzerkleid begleitet vom Hund Bello und in der Hand hält sie ein Buch des Starautors Drifter “Elektrokröte”, das noch gar nicht erschienen ist.

Ab da geht es rund. Wenzel wird von Blitz getroffen, schmeißt seinenJob hin und zieht wieder in das Haus seiner Mutter, wo die beiden Freunde auf aufgewachsen sind. Wenzel geht zu einer Party und trifft da Vica wieder, erfährt ihren Namen, sie nimmt ihm im Auto mit, weiß viel über ihn, dann feht ihm noch das Portemonnaie und als er es wieder bekommt, sind zweihundert Euro mehr daran.

Er bekommt dann von Vica oder ihrer Assistentin einen Auftrag, nämlich Wohnun gen in jenen Haus für sie zu suchen und Vica, die eine Frau Doktor und auch eine Herzogin ist ,errichtet dort ein Imperium.

So geht es rund und gipfelt in einer Party. Danach verschwindet Vica mit ihren Assistentn und in der Stadt geht es noch runder zu. In den Altersheimen verjüngen sich die Insaßen und aus den Zoos verschwinden Tiere. Wenzel hat auch den geheimnisvollen Drifter getroffen, der ihn bittet niemanden seine Identität zu verraten und das geheimnisvolle Buch, das vorher nicht zu bekommen war, erscheint.

Eine Satire auf den Literaturbetrieb hat ich irgendwo gelesen, so habe ich das gar nicht empfunden. Habe das Buch aber mit Vergügen gelesen und eine neue literarische Stimme entdeckt, die mir bisher unbekannt war.