Dreißig Jahre österreichische Exilbibliothek

Saisoneröffnung im Literaturhaus, in der “Gesellschaft für Literatur” hat es die schon letzte Woche gegeben und das war eine Festveranstaltung zu der man sich anmelden mußte und dann eine halbe Stunde vorher vor dem Eingang warten, bis alle Namen abgehakt waren. Die Veranstaltung fand im ersten Stock fand. Die Sitzplätze waren reserviert. Die Mitarbeiter freundlich. Ich bin da ja, glaube ich, schon bekannt und nach und nach trafen die Festgäste ein.

Die österreichische Exilbibliothek wurde 1193 gegründet, aber schon ein Jahr vorher fand eine Fotausstellung statt, wo die Portraits von ins Exil gegangenen Schriftsteller abgebildet waren.

Ein Jahr später hat Ursua Seeber die Leitung der Exilbibliothek übernommen und dann bis zu ihrer Pensionierung geleitet. Jetzt ist Veronika Zwerger die Leiterin und Ursula Seeber hätte eigentlich begrüßen sollen, war aber krankheitsmäßig verhindert. So hat Klaus Amann ihre Rede verlesen. Die Festrede hielt Rudolf Scholten, der damals Unterrichts oder Kulturminister war, in diesem Sinn hat er mir einmal die Hand gegeben, jetzt hätte ich ihn nicht mehr erkannt. Wir alle werden älter und die Kunststaatssekretärin Andrea Mayer hat dann die Ausstellung eröffnet.

Musik gab es auch, eine Dame hat Lieder von Jimmy Berg gesungen, den Kabaretisten, der auch emigrieren mußte. Eine Dame von ihren Vater erzählt, der vor einigen Jahren sein Buch über die emigrierten Schriftsteller Ursula Seeber übergeben hat.

Dann gabs ein Buffet und ich habe Konstantin Kaiser gesehen, wo ich mich schon fragte, wie die Verbindungen der “Kramer Gesellschaft” zu der Exilbibliothek wären? Alexandra Millner war da. Robert Schindl, die Frau Schmidt Dengler, Josef Haslinger und und und……

Astrid Nischkauer und Anne Cotton haben die Ausstellung mitgestaltet und da gab es dreißig Erinnerungsstücke, denn, wie das Motto heißt “Die Erinnerung wohnt in allen Dingen” und einige diesbezügliche Veranstaltungen zu Exilbibliothe “Von Grünfeld zu Greenville” und “Fünf gute Enkel” wird es in nächster Zeit auch geben.

Mir, die ich mich in der letzten Zeit ja bevorzugt mit den Buchpreisbüchern und ihrer Beschaffung beschäftigtem war die Ausstellung zu wenig literarisch oder zu wenig bekannte Nmen, habe mich aber mit Robert Huez, der sich sich ja immer sehr freundlich mit mir unterhält, über die Österreicher auf diesen Listen diskutiert und natürlich auch über Corona, das jetzt wiederzukommen scheint und einen Bücherflohmarkt wird es in einigen Tagen im Rahmen der Literaturmeile Zieglergasse im Literaturhaus auch geben, aber da werden wir in Harland sein.

Zeitkörperfrieden

Zum Saisonausklang performieren wieder unterstützt von Michael Fischer, Herbert J. Wimmer und Marion Steinfellner im Literaturhaus. Diesmal blieben die Sesselreihen aufgestellt und die Performer in weißen Anzügen performierten auf der erweiterten Bühne. Ein paar bekannte Gesichter und Handouts auf den Stühlen und Marion Steinfellner forderte das Publikum zum Mitlesen auf

“time body peace move”, sollte man auf ihr Handzeichen lesen und konnte dabei auch mit den Händen wackeln oder mittanzen. Aber zuerst kam die Klangkomposition von Jang Cheng, die er, glaube ich, aus Griechenland aus Wind, Ziegenglocken und Bienenklang zusammengesetzt hat. Die Butohtänzerin bewegte sich rhytmisch dazu und dann ging es los mit der literarischen Performance:

“am anfang war die singularität durch dich wurde zeit augenblick ist mit dir”

“es ist zeit für körperglücksein für frieden es ist zeit es ist zeit für körperglücksein es ist zeit”, rezitierte Herbert J. Wimmer und Marion Steinfellner antwortete darauf: “berühr mich als wär ich jetzt geboren zeit körper frieden”

Dann kam die allgemeine Tanzparty, Wein gab es auch und ein Gespräch mit Robert Huez, den ich von meinen Jubiläums erzählte und frag2te, wer den “Bachmannpreis” gewinnen wird?

“Es lesen noch vier!”, antwortete er mir diplomatisch.

Ja, natürlich Mario Wurmitzer, Yevgenij Breyger, der ja inzwischen von Frankfurt nach Wien übersiedelt ist und und und und die literarische Saison ist hiermit zuwende. In Wien, NÖ und Burgenland haben die Sommerferien angefangen. Ganz Wien ist voll von Sommerfesten, obwohl es zwischendurch geregnet hat und jetzt auf nach Harland, die “Tage der deutschsprachigen Literatur” weiterhören und dann ein paar “Literaturgeflüsterfeier-Artikel schreiben und natürlich an meinen neuen Projekt “Die Toten lassen grüßen” weiterarbeiten. Da habe ich ja schon einen Blogartikel, sowie zwei oder drei Szenen und bin sehr motiviert, obwohl ich mich schon frage, ob es so bis ans Ende meines Lebens so unbeachtet weitergehen wird?

Ankommen in Wissenschaft und Kunst

Die Exilbibliothek im Literaturhaus beheimatet, feiert ihr dreißigjähriges Bestehen. Aus diesem Grund gibt es eine Reihe von Veranstaltungen und so wurde heute in Zusammenarbeit mit der Uni Wien, die “Kunst des Ankommens” vorgestellt. Da bin ich wieder ein bißchen zu spät gekommen, so daß mich ein voller Saal und eine Musikdarbietung erwartete, bis die Soziologen Ana Miljic und Michael Parzer ans Podium gekommen sind und das Projekt erklärten.

Das Ankommen in Österreich von Migranten und Flüchtlingen in Fotografie, Musik und Literatur dargestellt und das Ganze dann noch wissenschaftlich begleitet und in Diskussionsrunden bearbeitet.

Spannend, spannend, als da die Musikerin Irina Karamarkovi mit einer Handgtasche auf die Bühne kam und erklärte, daß sich darin dreißig Sprachen befänden, die man sich ziehen konnte. Dann hat sie auf türkisch, bulgarisch, jiddisch, hebräisch und so weiter und so fort A cappbella losgesungen und großen Aplaus geerntet und die Autoren Hamed Abbound, Anna Baar und Mascha Dabic auch mit Flucht, Migration und anderen Hntergrund haben gemeinsam eine Geschichte geschrieben, die von Mascha Dabic und nvorgetragen wurde, weil sich Anna Baar, no na, derzeit in Klagenfurt befindet.

Ein Fotografierteam gab es auch, das von Christina Werner vorgestellt wurde. Orwa Alshoufi improvisierte dazu und dann präsentierten die Soziologen die Diskussionsrunden, die vor allem, glaube ich, von ukrainischen Flüchtlingen geführt wurden, die erklärten, was Flucht für die bedeute.

Die befanden sich auch im Publikum und Mascha Dabic hat mich freundlich begrüßt, mit mir angestoßen und mich gefragt, wie es mir geht?

“Gut!”, war die Antwort, denn ich bereite mich ja auf mein fünzehnjähriges Blogjubiläum vor und habe den neuen Roman begonnen. Mal sehen, wie lang er wird und natürlich habe ich auch die Frage, wann ich in der Literatur oder in deren Betrieb angekommen sein werde?

Ich fürchte nie, ist die Antwort, was eigentlich sehr schade ist, wenn man fünfzig Jahre daneben steht und Astrid Nischkauer, die, wie ich vorige Woche erfahren habe, zwischen Bücherbergen und in Wien lebt, war wieder da, Barbara Zwiefelhofer und auch sonst war es, wie schon erwähnt, sehr voll mit Leuten, die ich noch nie im Literaturhaus gesehen habe und einige offenbar ukrainische Kinder liefen fröhlich und auch ein bißchen wild herum.

Schamrock-Salon der Dichterinnen

Das ist ja eine Veranstaltung, die Augusta Laar, die Gründerin des Schamrocksfestivals, seit einigen Jahren im Literaturhaus präsentiert, wo immer einige Autorinnen die Texte anderer vorstellen, beziehungsweise mit eigenen Texten darauf antworten.

Eine interessante Veranstaltung für literarisch Interessierte, wie mich, die sich ja seit Jahren mit der Literatur beschäftigt auch wenn das einige nicht für qualitätsvoll halten und diesmal stellten nach der Präsentation von Augusta Laar zu ihren Festival Petra Ganglbauer, Gerlinde Hacker, Alexandra Bernhard, Astrid Nischkauer und Monika Vasik fünf Wiener Dichterinnen, wie es hieß vor, obwohl ich einige gar nicht dafür gehalten habe.

Jeanne Ebner über die Petra Ganglbauer ,im Rathaus ja einmal eine Festrede hielt wurde beispielsweise in Sidney, Australien geboren und ist 2004 in Wien gestorben und da hat sie ganz in meiner Nähe, nämlich beim Mittersteig gelebt. Die 1958 in Graz geborene Petra Ganglbauer,“Veza Canetti-Preisträgerin” und ehemalige GAV-Präsidentin begann ihre Vorstellung damit, daß die meisten Leute Jeannie Ebner, gar nicht kannte oder wenn nicht sehr viel über sie wußten.

Da kann ich gleich wieder meinen literarischen Senf verstreuen. Denn irgendwo habe ich in der Bibliothek meiner Eltern “Die Wildnis früher Sommer” gefunden und da gibt es, glaube ich, ein Zitat “Die Liebe ist des Weibes ganzes Wesen, der Mann hat zwischendurch zu tun”, das ich, glaube ich, einen meinen Texten, mit dem ich mich noch um ein Stipendium bewarb, voranstellte und dann habe ich einmal mit Jeanne Ebner in der “Gesellschaft für Literatur” gesprochen , wo sie mir erzählte, daß sie sich vor den Insaßen des Mttersteigs fürchte und deshalb immer mit dem Taxi nach Hause fahre und einmal habe ich mit der Bezirksrätin Steininger eine Führung durch das literarische Margareten gemacht , da waren wir in der Zentagasse und in dem kleinen Park in der Nähe des Mitterteigs, der eigentlich ein Durchgang ist, ist Jeannie Ebner gesessen und hat eine Zigarette in der Hand gehalten. Sie war, wie Petra Ganglbauer referierte, mit Thomas Bernhard befreundet, der sich dann in “Holzfällen”, das, glaube ich, 1984 erschienen ist, lustig gemacht. Da kann ich mich noch erinnern, wie sich in der Teeküche in der II HNO-Sprachambulanz Dr. Biegenzahn, der einen anderen Protagonisten daraus kantte, darüber unterhielt.

Eine interessante fast vergessene Autorin, die Jeannie Ebner und die 1920 in Graz geborene und 2009 in Wien verstorbene Doris Mühringer bin ich schon vorige Woche im Literaruhaus beim Ilse Tielsch Abend begegnet und vorher glaube ich auch durch die Zeitschrift “Literatur in Österreich”.

Sie wurde vorige Woche und auch heute von Gerlinde Hacker von den feministischen Autorinnen, die sie vorstellte, in eine Reihe mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, Christine Lavant, etcetera, gestellt. So habe ich das bisher eigentlich nicht gesehen. Die Gedichte, die Gerlinde Hacker vorstellte, haben mich aber sehr beeindruckt und spannend auch, daß sie dann mit ihren Zitaten mit den eigenen Gedichten antworte und eine Kiste worauf “Nicht vergessen” stand und sie dann Christan Loidls Dissertation über sie herauszog hat es auch gegeben.

Die dritte im Bunde war die mir bisher unbekannte Alexandra Bernhard und die stellte auch eine mir bisher unbekannte Autorin vor und die, Gabriele von Baumberg, war, glaube ich eine echte Wiener Autorin, dort 1766 geboren und in Linz 1839 verstorben, eine Zeitgenossin Goethes und Schuberts und der hat auch ein Gedicht von ihr vertont.

Dann gabs eine Pause, wo ich mich mit Petra Ganglbauer unterhielt und das mit den Wiener Dichterinnen bezweifelte, denn Rose Ausländer und Trude Krakauer waren das doch nicht?

Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz geboren und der Name TrudeKrakauer war mir zwar irgendwie bekannt, ich hätte sie aber für eine Deutsche gehalten.

War sie nicht, wie mir Augusta Laar gleich kontete, denn sie ist in die gleiche Schule ins Albert-Gymnasium, wie die 1989 geborene Astrid Nischkauer gegangen, die ich ich ja regelmmäßig im Literaturhaus, in der “Alten Schmiede”, etcetera sehe und die auch als Übersetzerin tätig ist und Trude Krakauer wure 1902 in Wien geboren und mußte 1938 nach Bogota emgirieren, wo sie auch starb und nie mehr nach Wien zurückkam.

Sieglinde Bolbecher bzw. die “Kramer- Gesellschaft” hat sie entdeckt und daher kenne ich wahrscheinlich ihren Namen und dann kam die 1960 in Wien geborene Monika Vasik, die ich auch oft bei Literaturveranstaltungen sehe und erklärte, daß sie zeigen wollte, warum sie Rose Ausländer für eine Wiener Autorin hält.

Gehörte Czernowitz, als sie geboren wurde, ja zur K und K Monarchie. Sie hat auch einige Zeit in Wien gelebt. Gestorben ist sie dann im “Nelly Sachs-Heim” in Deutschland und da hat sie in ihren letzten <lebensjahren ihr Bett oder Zimmer nicht mehr verlassen. Das habe ich gewußt, weil ich einmal eine Rose Ausländer-Ausstellung besuchte, die mich sehr beeindruckte, wo das erwähnte wurde und “Blinder Sommer”, den Lyrikband, der, wie Monika Vasik sagte, in einem Wiener Verlag erschienen ist, habe ich auch gelesen.

Eine sehr interessante Veranstaltung, wie es diese Woche überhaupt viele interessante Veranstaltungen gegeben hat, die mein literarisches Wissen aufgefrischt hat und es in der nächsten Zeit auch noch einige geben wird. Der “Jandl-Peis” wird vergeben und das “Bachmann-Lesen” findet auch nächste Woche statt.

Steinunn Sigurdardottirs Gletscher, Wasser, Staub

Islandabend im Literaturhaus. Denn die 1950 in Reykjavik geborene Steinunn Sigurdardottir, die ausgezeichnet Deutsch spricht und glaube ich, auch in Kreuzberg lebt, wurde von Daniel Terkl bzw. Verena Stauffer eingeladen ihren Gedichtband “Nachtdämmern”, der bei “Dörlemann” erschienen und von Kristof Magnusson, der glaube ich schon einmal auf der deutschen Buchpreisliste stand, in dem es um das Gletschersterben und die Klimaveränderungen geht, vorzustellen und das war sehr sehr interessant, obwohl ich trotzdem Island-Schwerpunkt den es einmal in Frankfurt gab, noch nie etwas von einer Steinunn Sigurdardottir gehört habe oder mich nicht während meines damaligen Streamings erinnern kann.

Daniel Terkl war gerade bei seiner Einleitung, als ich das Liiteraturhaus sehr spät nach meiner sechs Uhr Stunde erreichte und dann ist die Autorin aufgestanden und hat in ihrem guten Deutsch einige ihrer Gedichte gelesen in denen es um sieben Frauen, die Natur und die schon erwähnten Gletscher ging. Dann kam die Reaktion der 1978 geborenen Verena Stauffer von der ich “Orchis” und “Ousia”gelesen habe, mit ihrer Reaktion darauf.

Sie saß in der ersten Reihe im Publikum und hat ebenfalls mit Naturgedichten, wie zum Beispiels eines über “Eisblumen” darauf geantwortet.

Musikstücke von Steinunn Sigurdardottirs Ehemann gab es auch und dann gab es ein ausführliches Gespräch zwischen Verena Stauffer und Steinunn Sigurdardottir, die mit ihrem Schreiben, ihrer Beziehung zu ihrem Ehemann begannen und dann zu der Klimaveränderung, dem Schmelzen der Gletscher die die Siebzigjährige, die in ganz Island an verschiedenen Orten gelebt hat, hautnah erlebten, übergingen.

Ein sehr berührendes Buch und ein sehr berührender Abend. Mit einer Mutter einer Schulkollegin der Anna habe ich mich ein bißchen unterhalten und ihr erzählt, daß ich auf den Corona-Demos war, was sie nicht glauben konnte und ein paar Gläser Wein getrunken. Astrid Nischkauer war da und zu meiner Überraschung Kurt Neumann der mit offenen Armen auf die Autorin zuging und sie freudig umarmte.

Ein Abend für Ilse Tielsch

Die 1929 in Hustovice in Mähren geborene Ilse Tielsch ist am einundzwanzigsten Februar in Wien verstorben und deshalb gab es heute einen Gedenkabend für sie im Literaturhaus, den Helmut Neundlinger moderierte, Barbara Neuwirth, die jetzt im “Podium” tätig ist und in der Nähe von Unterretzbach sowie in in der Josefstadt lebt, Christian Teissl, der Vorsteher vom Schriftstellerverband, der sich, glaube ich, in der Kettenbrückengasse befindet und den Schweizer Fermin Suter, der ihren Nachlaß bearbeitet, eingeladen, ihre Erinnerungen an die alte Dame zu erzählen und ein paar Texte von ihr zu lesen.

“Wo habt ihr sie kennengelernt? Könnt ihr euch noch an sie erinnern?”, hat er jeden und jede gefragt und ich kann mich erinnern, daß ich einmal, lang langi st her, wahrscheinlich in den Achtzigerjahren als junge Mutter oder noch früher, Valerie Szabo , die ich ja im Arbeitskreis schreibender Frauen kennengelernt, wen sie mir für meine Texte empfehlen könnte? Ihr Mann, der berühmte Wilhelm Szabo hat ja nur meine Hand geküßt und sich für mein Schreiben nicht so interessiert, Ilse Tielsch empfohlen. Ich habe sie angeschrieben und ihr wahrscheinliche einen meiner Texte geschickt und als ich sie Jahre später bei einer “Podium” Veranstaltung wahrscheinlich in der “Alten Schmiede” getroffen habe, hat sie sich an mich erinnern könnten. Ene Rezension über eines meiner Bücher hat sie mir zwar nicht geschrieben. Se war aber, wie ich bei der Veranstaltung hören konnte und mich auch erinnern kann, eine sehr freundliche aufmerksame Frau, die sich für das Schreiben der anderen interessierte und sie nach Kräften förderte.

Das Lesetheater hat einmal eine Veranstaltung im Literaturhaus über Ilse Tielsch gemacht, da war sie anwesend, hat Bonbons, glaube ich, an die Lesenden verteilt und wenn ich mich nicht irre, die Geschichte, aus der Barbara Neuwirth gelesen hat, ausgeteilt.

Barbara Neuwirth hat Ilse Tielsch bei einer Veranstaltung kennengelernt, sich mit ihr befreundet und als ihr “Grundbuch in der “AS” vorgestellt wurde, war sie anwesend und hat, glaube ich, Texte der schon Erblindeten gelesen. Da war noch in Corona-Zeiten mit der Maskenpflicht, also habe ich gestreamt, habe sie aber öfter in der “Schmiede” gehört, wo auch ihr Buch über ihre mährische Kindheit vorgestellt wurde und sie war, wie Christian Teissl, der sieben Gedichte von ihr gelesen hat, erklärte, sowohl als Lyrikerin, als auch mit ihrter Trilogie sehr erfolgreich und aus der, beziehungsweise der “Ahnenpyramide” hat Fermin Suter ein Stück gelesen.

Dann gabs wieder Gespräche beim Wein. Ich habe mich mit einem Herrn, der sie, glaube ich, gut gekannt hat und dann noch mit ihrer Tochter, die sich interessiert mit dem “Atelier-Verleger” unterhalten hat, gesprochen.

Am Schluß dann noch mit Barbara Neuwirth und den Bücherschrank, wo ich sicher schon was von Ilse Tielsch gefunden habe, habe ich auch besucht.

Gleich zwei mit einer vollen Tasche, denn da habe ich im “Worttscatz” die Duplikate abgelegt, die ich von Main nach Wien geschleppt habe und mir dann in der Zieglergasse was geholt.

Also lesen, lesen, lesen. Ilse Tielsch, die eine sehr freundliche Frau war und sowohl im PEN, im Schriftstellerverband, als auch im “”Podium,” das sie mit Alois Vogel, der ja einmalTexte von mir im “Podium” gebracht hat, Paul Wimmer, der auch in der Krongasse wohnte und Doris Mühriger, gegründet hat oder auch etwas anderes.

Ich lese ja gerade “Wer hat Bambi getötet?”, mein letztes “LeipzigerBuchpreisbuch”, das während der “Buch Wien” im Literaturhaus vorgestellt wurde und korrigiere immer noch und mit Computerschwierigkeiten Peter Gstöttmeiers Stipendiumsbuch und es war heute wieder einmal sehr literarisch.

Die “Freiheit des Wortes” ist “nicht genug”

Ruth Aspöck
Monika Gentner
Daniel Terkl

Der Tag zur “Freiheit des Wortes” zum Gedenken der Bücherverbrennung, die die Nazis am 10 Mai 1933 in Berlin veranstalteten, wurde von Josef Haslinger in der GAV eingeführt.

Das war damals eine Massenlesung im Hörsaal 1, des NIGs, an die fünfundzwanzig Autoren, die Größen der damaligen Zeit, haben da ihre Stimme gegen Rassismus erhoben und Gerhard Kofler, der Josef Haslinger als Generalsekretär folgte, hat die Veranstaltung still und heimlich ausklingen lassen wollen.

Das war auf einer Vollversammlung am Mondsee vielleicht oder an einen anderen Ort. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, nur, daß ich mich, weil mir die Lesung wichtig war und ich ja gerne lese, gemeldet habe, die Veranstaltung weiter zu organisieren.

Da hatte ich dann nicht mehr die ganz Großen, wie Robert Schindel, etcetera, bekommen. Ilse Kilic hat mir, glaube ich, auch abgesagt, weil ihr die Veranstaltung zu politisch war, was ich gar nicht so verstanden habe und Konstatin Kaiser hat sich aufgeregt und gemeint, daß das nur eine Veranstaltung für Exil Autoren sein könne.

2002 habe ich gelglaubt, daß Konstantin Kaiser sie organisieren würde. Hat er aber nicht. So hat es Rolf Schwendter ins Literaturhaus verlegt, wo ich dann von 2003 bis 2009 organisierte und da eigentlich ein Stammlesepublikum hatte.

2001 habe ich die Veranstaltung noch im NIG, im Hörsaal 1, abgehalten. Das hat aber nicht so ganz geklappt, weil da vorher eine Vorlesung drinnen war und man warten mußte, bis sie fertig war.

Hans Augustin
Gerhard Altmann
Renate Aichinger

Dann habe ich aber Schwierigkeiten mit dem Literaturhaus bekommen. De haben mir im Programm herumgestrichen und als die GAV sagte, man dürfe nur mehr eine Veranstaltung machen, habe ich mich dann für die “Mittleren” entschieden, die ich bis 2012 im Amerlinghaus veranstaltete, weil sie mich das im Lteraturhaus ja nicht machen ließen.

2010 ihat es dann die Petra Ganglbauer, im alten AKH glaube ich, organisert und mich zum Lesen eingeladen. Später hat es dann die Ilse Kilic organisiert und seit vier Jahren, glaube ich, die Monika Gentner.

Ich habe seither nicht mehr dort gelesen, war aber ein paar Mal im Publikum. Es gab auch immer ein Thema, das letzte Jahr war das glaube ich “Wir” und da hat mir Dietmar Füssel mschon vorher gesagt, daß er glaubt daß er ausgebuht wird, weil er ja Corona kritisch ist.

Das war dann auch so und heuer habe ich mich wieder gemeldet und wurde auch eingeladen. Das Thema war “nicht genug”. Ein sehr Algemeines, wo man ja alles unterbringen kann und ich habe mich gefragt was lese ich?

Kritische Texte habe ich ja genug, weil ich mich seit drei Jahren fast ausschließlich mit dem Corona- Thema beschäftige, das mir sehr am Herzen liegt und da habe ich eine oder sogar mehre “1984- Szenen” aus dem “Sozialen Kreditsystem” schon drei Mal gelesen.

Christoph Janacz
Janko Ferk
Sabine Dengscherz

Im September im “Werkl”, dann bei der “Poet-Night” und beim Osterspaziergang ebenso. Die Ruth hat mir aber geraten, etwas anderes zu lesen.

“Denn das kennen die Leute schon!”

So habe ich an das “Zitroneneis mit oder ohne Prosecco” aus dem “Corona-Texte Buch” oder aus dem “Die Uhren haben ihre Zeit verloren” gedacht. Als ich das aber am Montag vorbereiten wollte, habe ich gesehen, der Text ist auch zu lange und ich habe auch gefürchtet, daß er vielleicht nicht gut ankommt.

“Der Sommer in Wien” war auch nicht kürzer. Also bin ich beim “Sozialen Kreditsystem” geblieben, wo ich auch auf “Krit Lit” am Samstag den Beginn gelesen habe.

Monika Gentner hat zehn Kollegen zur Lesung und dem Thema eingeladen und die Ruth, die auch gelesen hat, hat zuerst ein paar Worte zum Tag der Bücherverbrennung erwähnt und dann das “Nicht genug” aus dem Leben einer Mutter erwähnt. Denn dann ist man das ja nicht, sondern entweder zu protective oder man lebt sein eigenes Leben und bekommt das auch vorgeworfen und Rente Aichinger, die ich schon von der St. Pöltner Sternlese-Diskussion kannte hat dann direkt daran angeschlossen.

Der Burgenländer Gerhard Altmann, ist dann glaube ich, in das Jahr 1989 und das paneuropäische Picknick zurückgegangen.

Marlen Schachinger
Klaus Prinz
Eva Jancak

Hans Augustin, der auch damals in St. Pölten war folgte und dann die mir bisher unbekannte Sabine mit einem Thementext “Nicht genug und zuviel gehen auf ein Bier. – “Zuviel rauchen und nicht genug lüften” etcetera, die kleinen Schwierigkeiten des Alltagsleben, während der Richter Janko Ferk, der bei mir ziemlich regelmäßig las und schon vierzig Bücher geschrieben hat, ein Langgedicht vorgetragen hat.

Christoph Jancacz las einige Texte aus seinen “Miniaturen”, die er erschreicken aktuell fand, obwohl sie vor zehn Jahren geschrieben wurden. Dann folgte ich mit meinen Corona-Text, den ich Dietmar Füssel widmete und nicht ausgebuht wurde. Es bestand auch kein Grund dazu, denn alles was in der Szene vorkommt, stimmt und ist nur ein bißchen zugespitzt, obwohl die Protagonisten aus dem berühmten Orwell-Roman entnommen waren.

Klaus Prinz der mir folgte, war mir ebenso unbekannt, während ich mit Marlen Schachinger schon öfter gelesen habe. Das war es dann und der Veranstaltungsaal überraschend voll, so daß sogar Zusatzsessel aufgestellt werden mußten.

Die Cornelia Stahl war da, die Angela und sogar der Andi Pianka, der es mit der GAV ja nicht so hält, ist gekommen und von der GAV der Jopa und die Astrid Nischkauer. Es war sehr schön und interessant, wir haben uns beim Wein unterhalten und sind dann noch in den Berlin Döner vis a vis dem offenen Bücherschrank gegangen, wo Monika Gentner einen Tisch bestellt hatte.

Verschiedene Lesarten einer Bibliothekarin

Nach meiner sechs Uhr Stunde ins Literaturhaus gehetzt und gerade noch zu Daniel Terkls Einleitung zurecht gekommen, der Peter Marius Huemers “Bibliothekarin” erschienen bei “Septime” vorstellte.

Das dritte oder vierte Buch des 1991 in Haag am Hausruck Geborenen, der auch Blogger ist und einen Literaturpodcast hat, wurde, was mich überraschte, von dem Grazer Autor Stefan Schmitzer vorgestellt, der gleich zu Beginn verschiedene Lesharten vorstellte.

Man kann das Buch als eine Dystopie ,lesen und ich würde nachdem was ich gehört habe, das tun und denke inzwischen, daß man eine Studie darüber machen könnte, welche Dystopie-Konzepte während der Lockdowns und der Pandemie entstanden sind, ohne das Wort Corona zu erwähnen.

Man kann die unverläßliche Erzählerin entdecken und verschiedene philopsphische und experimentelle Lesarben gibt es wohl auch. Zumindest kann man das aus Stefan Schmitzers Vorstellung herauslesen und es geht um eine Bibliothekarin, die in einer finsteren Welt einer Abteilung F23 lebt und von dort offenbar einen Ausbruch versucht, beziebungsweise, die Welt mit verschiedenen Botschaften zu vernetzen beginnt.

Vorher ist sie in einer anderen Abteilung geboren worden und dort auch zu Schule gegangen. Jetzt lebt sie im Dunklen.Ist ganz allein und muß alte Bücher katalogisieren.

Dann wirds etwas kompliziert. Denn im Programm steht, sie darf die Bücher nicht lesen. Tut es offenbar aber doch und, wie es ausgeht hat der junge Autor auch nicht verraten. Nur gemeint, daß er fünfhundert Seiten gebraucht hätte, um das Ganze aufzulösen. Es also irgendwann gelassen hat und hat jetzt drei Stellen vorgelesen.

Von den Plätzen war eigentlich nur die dritte Reihe besetzt und das waren offenbar Freunde oder Freundinnen des Autors. Eine Frau im roten Kleid hat fotografiert und alle sind dann mit Weißweingläsern im Kreis gestanden und haben angestoßen. Der Autor und Stefan Schmitzere dann auch mit mir und eine Frau, die offenbar nicht zum Kreis der Eingeweihten gehört hat, hat mich angesprochen und von mir wissen wollte, ob ich das erste Mal im Literauhaus war?

Das war ich natürlich nicht und komme auch am Freitag wieder, um dann das erste Mal seit 2009 wieder offiziell zu lesen.

Inoffziell und ohne Honor habe ich das dann 2016 getan und als ich meine Flyer auflegen wollte, habe ich gesehen, daß da schon ein dicker Stoß gelegen ist und bei den Bücherschränken bin ich auch fündig geworden. Bin ich ja irgendwie auch eine Bibliothekarin oder eine Literaturbesessene, die sich mit Bücherbergen und Bücherauflesen beschäftigt und dort drei Bücher von Alfred Komarek gefunden.

Literaturshow über Hertha Kräftner

…und Dine Petrik fehlte, die Hertha Kräftner Spezialistin, die schon eine Menge über von 1928-1951 lebende Burgenländerin geschrieben hat, könnte man so sagen oder einleiten, daß ich heute den großartigen Zeman-Stadlober Leseklub zum ersten Mal live erlebt habe, denn der hat sich, glaube ich, in der Pandemie gebildet und da habe ich die coross over Veranstaltung, der 1981 in Eisendstadt geborenen Barbra Zeman natürlich nur gestreamt und heute eigentlich geglaubt, daß ich das auch tue, weil ein sechs Uhr Stunde. Dann war ich zwanzig vor sieben fertig und habe gedacht, ich renne hin und hätte sogar ein Buch mitnehmen können, denn ich bin zurecht- und habe auch einen Platz bekommen, obwohl vor der Literaturhaustüre schon eine Menge junger Leute standen.

Jopa Joatkin, Astrid Nischkauer, Christian Katt und wahrscheinlich noch ein paar andere Bekannte habe ich gesehen, Daniel Terkl hat eingeleitet und auf Dine Petrik und ihre Bücher hingewiesen und dann hat Barbara Zeman, die ja meist Exilautoren für ihre Veranstaltungen wählt mit ein paar Gedichten begonnen, die Robert Stadelober gelesen hat und dazu erzählt, daß Hertha Kräfter, die Entstehungsdaten ihrer Texte genau datiert hat.

Briefe, Tagebücher und Gedichte wurden vorgetragen und ich kann mich genau erinnern, daß ich vor langer langer Zeit wahrscheinlich waren es noch die Ende Siebzigerjahre in Bozen in einer Cafe- Konditorei gesessen bin und dort in der “Brigittte” zum ersten Mal über die junge Frau las, die sich 1951 das Leben genommen hat.

“Der Tod kommt auch nach Theran” ist, glaube ich, eine Gedichtzeile, die ich für unser Selbstmord- Buch gewählt habe, daß ich auch schon vor Jahrzehnten gemeinsam mit Margot Koller herausgegeben habe. Da haben wir oder ich auch den Erwin Ringel besucht, der wie ich durch Barbara Zeman erfahren habe, sowohl der Therapeut von Hertha Kräftner, Ingeborg Bachmann und Brigitte Schwaiger war und zuumindestens zwei davon haben sich umgebracht, bei der Bachmann war es wohl ein Unfall und Erwin Ringel, der die österreichische Seele erforschte, war ein berühmter Selbstmordforscher und Hertha Kräftner war auch mit Viktor Frankl befreundet oder wurde von ihm ebenfalls therapiert.

Denn die Kriegs-und Nachkriegszeiten waren wohl sehr schlimm für die junge Frau, die mit Siebzehn, wie Dine Petrik, glaube ich, aufdeckte von den Russen in Mattersburg, wo sie aufwuchs, vergewaltigt wurde. Ihr Vater, der sie verteidigte oder das anzeigte, wurde auch dabei verwundet und ist früh gestorben und die junge Frau ging dann nach Wien zum Studium und hatte dort unzählige Affairen und Bekanntschaften.

“Nymphomanin”, hat sie, wie zitiert wurde, Hermann Hakel, einer der beiden Schriftsteller-Entdecker, der Fünfzigerjahre genannt.

Sie reiste nach Norwegen und Paris und hat sich im November 1951 mit Veronal umgebracht und das alles hat Barbara <zemann erzählt.

Leonie Schlager hat dazu gesungen und Gitarre gespielt und Barbara Zeman hüpfte, wie sie das gerne tun, in der Chronologie hin und her.

So erzählte sie, wie und wann Burgendland zu Österreich kam und welche Rolle Viktor Kräftner, der Vater dabei spielte. Die Stadt hat vorher Mattersdorf geheißen und sich, um die Hauptstadtwahl, wie Bad Sauerbrunn beworben und Joseph Roth ist damals dorthin gereist und hat sich sehr kritisch über das Dorf oder die Stadt geäußert und das Burgendland dürfte damals überhaupt sehr ärmlich gewesen sein und über diese Stellen mußte Barbara Zeman herzlich lachen, obwohl das, wie die Nachkriegszeit und das Schicksal der begabten jungen Dichterin eigentlich gar nicht so lustig ist.

Sie hat ihren Platz in der Literatur erobert, hat Dine Petrik, glaube ich, geschrieben und Daniela Strigl hinzugefügt, daß sie es trotzdem noch nicht in den Kanon brachte und die erste Anthologie, die glaube, ich in den Sechzigerjahren erschienen ist, war auch ein Mißerfolg.

Erst in den Siebzigerjahren wurde sie entdeckt und Dine Petrik entdeckt sie engagiert weiter und es war ein interessanter Abend.

Nachher gab es Wein, Christian Katt hat sich mit mir unterhalten und ich habe mein Hertha Kräftner Wissen wieder aufgefirscht.

Die Freiheit zu sehen, wo man bleibt

Im Literaturhaus gab es heute ein Netzwerktreffen mit zwei Podiumsdiskussionen, wo Schriftsteller eingeladen waren, ihre Ideen für einen kommenden Schriftstellerkongreß zu konkretisieren und da wußte ich am Anfang nicht, ob ich mich da anmelden kann?

Bin ich eine Schriftstellerin oder doch bloß nur eine Hobbyautorin, wie mir der Uli immer weismachen will?

Robert Huez, Elena Messner, Karin Wozonig, Andrea Grill, Jana Volkmann, Didi Drobna, Eva Schörkhuber

Also habe ich gezögert, bis ein Mail der GAV gekommen ist, das mich dazu aufgefordert hat. Also doch, natürlich bin ich ja seit 1987, glaube ich, GAV Mitglied, schreibe viel und beschäftige mich viel mit Literatur, habe aber doch nur selbstgemachte Bücher,h keinen Verlag gefunden, etc und da gab es ja 1981 den ersten österreichischen Schriftstellerkongreß, den ic, o bwohl ich damals schon beim “Arbeitskreis schreibender Frauen” war, knapp versäumte.

Aber heuer ist ja Österreich endlich Gastland in Leipzig und die Veranstaltung die Jana Volkmann, Andrea Grill, Eva Schörkhuber und Elena Messner organisiert haben, war auch in diesen Film und auf den Tischen in der Bibliothek lagen Bilder vom ersten Schriftstellerkongreß und dazu gab es verschiedene Themen, wie man sich für die Zukunft wünscht, die man bearbeitet sollte.

Ich erwischte den Tisch mit dem Thema “Hoffnung”, wo sich auch Elena Messner, Eva Schökhuber, Iris Blauensteiner, Ilse Kilic, Kaska Brylla, Waltraud Haas und einige andere einfanden und dann gab es noch den Chaostisch, den der Selbstkritisk, der Phantasie und und und dann das Thema erarbeiten, was hat sich seit 1981 verbesseert, was verschlechtert?

Es gibt mehr Publiziermöglichkeiten, Selbfpublishing, das Internetpubizieren, das Bloggen, etc.

Möglichkeiten, die ich ja benützte, um mein Schreiben zu verwirklichen. Aber weniger Leser und Ilse Kilic warf die Frage auf, ob man sich wünschen soll, daß alle schreiben? Denn das ist ja die Konkurrenz. Ich wünsche mir das, will das für mich durchsetzen und so ging es bis halb sechs hin und her. Zwischendurch konnte man hinunter gehen und sich Kaffee und Kuchen holen. Raphaela Edelbauer war da, die jetzt auch in der Jury des “Ohrenschmauses” ist, Ursula Knoll, die den letzten “Blogger-Debutpreis” gewonnen hat, Jopa Joakin, Karin Peschka und und…

Fast nur Frauen und eigentlich lauter jüngere Autoren und außer Waltraud Haas glaube ich niemand, der damals am Schriftstellerkongreß teilgenommen hat und um sechs gabs dann die erste Podiumsdiskussion mit Eva Schörkhuber, Elena Messner, Andrea Grill, Jana Volkmann, Didi Drobna und Karin Wozonik, die von einem fiktiven Schriftstellerinenkongreß im neunzehnten Jahrhundert berichtete und dann erzählte Jana Volkmann, die letzte “Priesnitz-Preisträgerin”, von den Zeiten, wo sie sich das Schreiben durch Eisverkaufen verdienen mußte.

Ja, das Schreiben und der Brotberuf. Da gab es ja einmal eine Veranstaltung, die die Ruth, die nicht anwesend war, einmal in dem legendären Cafe Poldi organisierte. Da hat auch Bettina Balaka referiert, die heute anwesend war und ich bin ja froh, daß ich Psychologiea und nicht Germanistik, wie ich ja einmal wechselnd wollte, studiert habe. Denn davon konnte ich ja leben, vom Schreiben nicht und Andrea Grill,die unter anderen den “Stoessl-Preis” gewonnen hat, erzählte, daß sie für das Schreiben ihren gut dotierten Beruf als Biologin aufgegeben hat. Dann berichteten die Teilnehmer des Workshop von ihren Ergebnissen. Da wurde ein neues Schriftstellerzentrum gewünscht und noch andere Utopien besprochen.

Elena Messner, Iris Blauensteiner, Ilse Kilic, Precious Chiebonam Nnebedum, Petra Nagenkögel, Eva Schörkhuber

Dann gabs eine Pause mit Wein und Brötchen und in der zweiten Runde ging es um den Klimaschutz und um die Frage was Literatur bewirken kann? Kann man die Welt mit einem dystpischen Roman, wo es jetzt ja viele gibt, retten? Was Ilse Kilic verneinte und man dann überhaupt zu der Frage kam ob man über die Klimakrise einen Roman schreiben kann?

“Der Roman geht zu Ende, die Krise bleibt!”, meinte Ilse Kilic und das ist ja ein Problem, das ich mit Corona hatte, weil man ja während des Achreibens nicht wirklich weiß, wie die Geschichte ausgeht? Trotzdem habe ich über dieses Thema geschrieben und geschrieben und einer im Publikum meinte auch, daß er es sich nicht verbieten lassen möchte über was er schreibt. Natürlich nicht und dann wurden auch ein paar Romane genannt, wo das sehr wohl gegangen ist.

Also schreiben, schreiben und eine weitere schriftstellerische Vernetzung wäre sicher auch ganz gut und das wird auch in Leipzig passieren, wo ja die österreichische Literatur präsentiert werden wird.