Der Tod der Helena Adler

Die Salzburger Autorin  die ihre Bücher bei “Jung&Jung” verlegte, wurde 1983 in Oberndorf geboren und ist auf einen Bauernhof aufgewachsen.

2023 hätte sie beim “Bachmann-Preis” lesen sollen, hat aber krankheitshalber abgesagt und jetzt die Nachricht, daß sie am fünften Jänner gestorben ist und offenbar einen Brustkrebs hatte.

Die Schriftstellerin, die eigentlich als Stephanie Helene Prähauser geboren wurde, nannte sich, um nicht mit Theresa Präauer verwechselt zu werden.

Helena Adler, studierte in Salzburg Germanistik und Psychologie und begann, wie beispielsweise auch Gertraud Klemm mit ihrem Debut “Hertz” beim “Arovell-Verlag”.

Dann muß sie der “Jung & und Jung” entdeckt haben, denn “Die Infantin trägt den Scheitel links” ist schon dort erschienen.

Es stand auf der Öst und hat mir, glaube ich, gut gefallen. Obwohl das Cover, das die Autorin, glaube ich, selber machte, etwas auffällig war, wie auch Helena Adler selbst, die immer stark geschminkt war und große Ohrringe trug.

“Fretten” ist dann 2022 erschienen und hat mir eigentlich nicht so gut gefallen, weil ich es für eine starke Thomas Bernhard Annäherung hielt.

Helena Adler, die neue Königin der Provinz, die sich mit deren Schwierig- und Abscheulichkeiten auseinander setzt und damit meiner Meinung nach, wieder das österreichische Provinzklischee verstärkte.

Auf den “Bachmann-Text” wäre ich neugierig gewesen und jetzt die Nachricht. Die Autorin, die mit einem Künstler und einem Kind in der Nähe von Oberndorf zusammenlebte, ist nach schwerer Krankheit verstorben und hinterläßt ihr Kind, das ohne Mutter aufwachsen muß.

Vom Umgang mit Kritik

Daß ich mit Kritik nicht umgehen kann, sondern jeden, der sagt, daß er Mitleid mit meinen schlechten Schreiben hat, für einen Spamer halte, schreibt der Uli immer und so ganz unrecht hat er damit nicht.

Aber da müssen wir in das Jahr 1973 zurückgehen, wo ich im Mai meine Matura machte und dachte, jetzt werde ich Psychologie studieren und schreiben. Da habe ich mich im Sommer an eine Geschichte gemacht, die von einer Hure handelte, die am Nachmittag Kinder unterrichtete und die ist auch fertig geworden. Daß ich sie korrigieren sollte oder könnte, davon hatte ich, glaube ich, noch keine Ahnung und ich habe auch an keine Veröffentlichung gedacht, sondern den Text einem alten Herr gezeigt, der gleich mir mit dem Studium angefangen hat.

“Das ist eine schöne Broschüre!”, hat er freundlich gesagt und ich war verwirrt. War das doch eine Erzählung.

Am Tag studieren, am Abend schreiben und am Wochenende, habe ich gedacht, was natürlich nicht klappte. Denn eigentlich hatte ich keine Ahnung, wie man literarisch schreibt, war das ja die Zeit des experimentellen Schreibens. Es gab den “Charly Tractor” und den “Lexikonroman” und die GAV hat sich auch gebildet. Aber ich habe isoliert vor mich hingeschrieben. Versuch und Irrtum und war, glaube ich, 1977 oder 1978 so weit, daß ich das nächste fertigbrachte.

“Die Einladung zum Tee”, eine kurze Dreieckgeschichte, die ich zuerst der Monika und dann dem Gerhard zeigte. Beiden haben mir gesagt “Das ist nicht gut, aber wir wissen auch nicht wie es besser geht!”

Die Monika hat mich dann aber in den “Arbeitskreis schreibender Frauen” und dann zu meiner ersten Lesung in der “Alten Schmiede” gebracht. Das hat “Literatureck”, geheißen, der Vorläufer von den “Textstellungen” und man hat bei der Anmeldung gesagt bekommen, daß man kriitisiert werden wird. Da wurden zwei Autoren eingeladen in meinen Fall den Gustav Ernst und die Marie Therese Kerschbaumer, die ich schon vom Arbeitskreis kannte. Sie haben kritisiert. Sind dann was trinken gegangen und haben mich stehen gelassen. Das war 1980, glaube ich, und da gabs eine Ausschreibung für ein rollenspezifisches Kinderbuch “Mädchen dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen” und da habe ich mit meiner “Güler” gewonnen. Das Buch ist bei “Jugend und Volk” erschienen und hat den “Kinderbuch-Preis” bekommen. Den Halben, die andere Hälfte, die Christine Nöstinger, die in der Jury gesessen ist, mit ihren “Austauschkind”.

1987 bin ich in die GAV aufgenommen werden. Das habe ich, glaube ich, schon 1986 versucht, wurde aber vertagt.

Ich habe geschieben und geschrieben, die Texte wahlos an Verlage geschickt. Da kann ich mich erinnern, daß ich die “Hierarchien” an Residenz oder den Jochen Jung schickte. Keine Antwort. Dann kam der Gerald Bisinger, den ich gern mochte, brachte was von mir im Radio und sagte “Versuch es noch einmal!”, was den Jochen Jung erboste. Denn 1987 bin ich von Klinik, wo ich an der HNO Assistentin war weggegangen und die “Hierarchien” darüber geschrieben. Die ich an zweiundvierzig Verlage schickte, weil mein Stotterer Buch, das ich gemeinsam mit Edith Thabet schrieb, war schon da. Als das nichts wurde, habe ich, kann ich mich erinnern, an den Hofrat Unger geschriebeen und, um einen Zuschuß gegeben um das Ganze schon selber zu machen. Das habe ich dann den Jack Unterweger gezeigt, der damals in Krems-Stein interniert war und der hat das Buch dann gemacht und da waren die Kritiken interessant, denn in der “Literatur aus Österreich” stand “Das ist das Schlechteste was je geschrieben wurde und man versäumt nichts, wenn man es nicht liest!”

“Gut, das ist ein Anfängerbuch!”, habe ich gedacht, als ich es aber später wiedergelesen habe, gemerkt, “Das ist gar nicht so schlecht!”

Um Stipendien und Preise habe ich angesucht, aber nichts bekommen und Ausschnitte an Zeitschriften. Das hat manchmal geklappt. Als ich in die GAV aufgenommen wurde, hatte ich die “U-Bahngeschichten” im “Wespennest”. In der “Rampe” und im “Podium” ist einiges von mir erschienen. In den “Manuskripten” nicht.

So habe ich geschrieben und geschrieben und die Texte ausgeschickt. 2000 hat mir der Alfred , die “Wiener Verhältnisse” als “Digibuch” zum Geburtstag geschenkt und 2005 oder so habe ich aufgehört meine Texte auszuschicken, sondern sie selbst veröffentlicht, was damals noch eine umstrittene Pionierleistung war.

“Das darfst du auf keinen Fall machen, denn sonst bist du weg vom Literaturbetrieb!”, hat es damals geheißen. Ich habe in der GAV 2001 und von 2003 bis 2009 den “Tag der Freiheit des Wortes” organisiert. Die Frauenlesungen veranstaltet, aber damit aufgehört weil kaum Publikum zu den Lesungen gekommen sind.

Und wenn man seine Bücher selber macht und sie auf seinen Blog präsentiert, den es seit 2008 gibt, hat man kaum Feedback, sondern höchstens ein paar Spamer. Drei Große habe ich bisher gehabt und ein paar Keine, die immer wieder stichelen. Eigentlich recht wenig, denn ich antworte immer freundlich.

Die zweite Spamerin war die JuSophie, die ich im Literaturhaus bei der Studentenlesung kennenlernte. Die hat die “Mimi” und die “Zwillingswelten” sehr verrissen.

Aber ich bin professionellerer geworden. Es gibt die Vorschauen und die Leserunden, wo sich einmal, glaube ich, der Manfred Lagler-Regal, mein treuer Blogbegleiter, der selber schreibt, meldet und ein paar Leute von der Schreibgruppe “Westbahn spontan”, die die Ruth Aspöck für ihren damaligen Begleiter Robert Eglhofer gründete. Die Gruppe gibt es auch nicht mehr, wie auch mein langjähriges Highlight, die Lesung beim Volksstimmefest.

So schreibe ich für mich allein, wie mir Pastor B. Ende Siebzig glaube ich auch geraten hat, aber damals war ich nicht so weit, das anzunehmen, sondern habe gesagt “Aber die Jelinek tut das doch auch nicht!”

Gehe regelmäßig zum “Tag der offenen Tür” des “Writersstudio” und seit ein paar Jahren verfolge ich das Romanplanjahr der Jurenka Jurk und da kann ich sagen, das ist wirklich toll. Die will natürlich Kunden für ihre Ausbildungen finden bietet aber sehr viel an, wo man mitschnuppern kann und wenn man diszipliniert und genau ist, kann man da sehr viel lernen.

So weit so what, der Uli schreibt gelegentlich “Sie können nicht schreiben!”, was mich kränkt, obwohl ich, inzwischen mit Kritik umgehen kann und mich mit ihm darüber streite, ob ich jetzt eine Hobbyautorin bin oder nicht und ob man für eine Lesung Honorar verlangen kann?

Ich weiß, was der Kritik stimmt und was nicht, obwohl er mir das nicht glaubt.

Ich bin eine sozial und gesellschaftskritische Autorin, die es vielleicht mit der Sprache und der Rechtschreibung nicht so genau nimmt und so wird man wohl auch schreiben dürfen. Experimentell bin ich nicht, gehe aber viel zu Veranstaltungen, lese viele Bücher.

Auch da kann man viel lernen und beharre jetzt auf Lob und positives Feedback. Eigentlich unverschämt liebe Eva, wie kannst du nur?

Wieder in das Romanplanjahr

Das geht ja schon seit einigen Jahren so, daß das neue Jahr für mich mit dem fünftägigen Webinaren der Jurenka Jurk beginnt. Da werden immer Arbeitsblätter ausgegebeen, wo man seine Romanziele eintragen und schauen kann, was man noch braucht, damit das Romanprojekt fertig wird?

Und das tust du jetzt schon das vierte oder fünfte Mal iwerden meine Kritker vielleicht fragen, die immer gleichen Bögen ausfüllen und dann im Herbst die Mini-Workshops des “Writersstuios“. Wie kommst du da weiter? Du brauchst doch einen Verlag eine Agentur, ein Stipendium, etcetera?

Eine spannende Frage und so habe ich das erste Arbeitsblatt heute auch schnell ausgefüllt. Habe meine vier Bücher, meine Lesungen angegeben und dann natürlich, daß ich mir mehr Feedback wünschen würde.

Das schreibe ich schon öfter, es kommt aber keine Reaktion. Es bleibt so, wie es ist und außerdem habe ich zu Weihnachten mit der “Schwurblerin” angefangen und da habe ich zwölf Szenen, zwanzig Seiten und 9103 Worte. Es beginnt ,wie schon beschrieben in der Wahlzelle und dann tritt Maria Mattuschek vermehrt auf. Die beiden Frauen sitzen vor dem Fernseher. Agathe resumiert die letzten Jahre, so weit so what und das Schreiben ist wieder erstaunlich schnell und erstaunlich gut vor sich gegangen, aber dann kommt der Uli oder jemand anderer und sagt “Quatsch!”

Die Arbeitsblätter also ausgefüllt. Ich hatte gestern und heute viele Stunden und um sieben, wo das Webinar stattfand, eine Stunde. So bin ich erst um acht in den Stream hineingekommen, wo Jurenka Jurk und Coach Katja vom regelmäßigen Schreiben, dranbleiben und sich nicht entmutigen lassen diskutieren. Da bin ich auch schon darüber und das Schlimmste, was passieren kann, ist daß die “Schwurblerin” bei 20 000 Worte endet, noch dazu wo ich ja keine Ahnung habe, wie die Wahl im September ausgeht und man mir vielleicht einen Monolog vorwerfen könnte, aber das ist egal.

Es kommen also bis Freitag noch vier Arbeitsblätter und am Freitag und am Sonntag noch Webinare. Seen wir gespannt, wie es weitergeht und was ich mir davon mitnehmen kann?

Das Arbeitsblatt zwei fragtdanach, ob man alles hat, was ein Autor braucht? Da ist interessant, daß die Romanschulleute darauf bestehen, daß man das schon ist, wenn man beispielsweise dieses Webinar besucht und dafür kein Buch bei “Suhrkamp” braucht. 

Jurenka Jurk hat da immer an die zweihundert Teilnehmer, die schreiben lernen wollen. Das finde ich schön, auch wenn die vielleicht über das Selfpublishing nicht hinauskommen und das Dranbleiben und das Fertigschreiben ist auch nicht so einfach. Ich kann das schon, schreib ich ja schon über fünfzig Jahre literarisch und was ich brauche, die Anerkennung den Erfolg natürlich, das werde ich jetzt wahrscheinlich öfter schreiben.

Was ich noch lernen muß, um mein Ziel zu erreichen? Man lernt wahrscheinlich immer bis an das Ende seines Lebens und ich lerne durch das Schreiben, denke ich, auch wenn das nach Außen keine Wirkung zeigt.

Was ich brauche um zum veröffentlichten Publikumsautor zu werden? Einen Verlag, der mich bringt, aber die schreibe ich schon lange nicht an, Einladungen zu Lesungen, positive Rezensionen, etcetera.

Chancen und Risiken die mein derzeitiges Projekt begünstigen oder bedrohen?

Das ist bei der “Schwurblerin” noch einmal ein bißchen schwierig. Denn über die aktuelle politische Situation und die Corona-Aufarbeitung darf oder soll man eigentlich nicht schreiben und wir haben jetzt Jänner. Die Wahl ist vermutlich im September. Wie soll ich da schon wissen, ob da ein Volkskanzler gewinnt. Die Agathe resumiert aber ihren Weg der letzten Jahren und hat da Unterstützung von einer dementen alten Frau.

Das finde ich ganz ehrlich originell und die Gefahr ist natürlich wieder, daß das Ganze sehr kurz wird und vielleicht schon bei zwanzigtausend Worten endet.

Beim dritten Arbeitsblatt sind wir schon beim Romanfahrplan angekommen, den die Romanschule ja unterrichtet, also wie gut ist man bei seinen Figuren, der Heldenreise, dem Plotten und der Szenenplanung und wie gut will man da noch werde. Etwas was man wahrscheinlich selbst schwer einschätzen kann und ich bin auch keine große Plotterin, sondern plane immer ein paar Szenen im Voraus und denke höchst wahrscheinlich auch nicht so viel an meine Leser, weil ich ja weiß, daß ich die ohnehin nicht finde.

Am Abend gabs ein neues Treffen, wo es ein bißchen durcheinander ging. Die heutigen Arbeitsblätter waren leichter, als die vom Dienstag, wenn man einschätzen kann, wie weit es mit der “Heldenpreise” steht? Ich weiß noch immer nicht, ob ich die brauche oder nicht, als das was man zum Autor braucht?

Da habe ich, glaube ich schon fast alles, außer der Anerkennung von außen, denn wenn immer einer kommt, der sagt, so darf man nicht schreibenl ist das ein bißchen schwierig,

Auf die Ausdauer kommt es an und was macht man, wenn die Freundin während ich beim Kaptitel sitze. kommt und sagt: “Wir gehen wir in den Biergarten!”

Da bin ich wahrscheilich eine, die eher mitkommt und eine Idee, keine richtige Schreibübung war, einmal den “Medicus” oder den Kafka weiter zu schreiben.

Bei den Arbeitsblättern vier geht es weiter mit dem Romanfahrplan. Wie weit bist du bei Dialogen? Da schreibe ich ja immer, ich kann keine. Stimmt aber nicht, denn meine Handlungen werden oft durch Dialoge vorangetrieben. Beim “Show not tell” muß ich ein bißchen passen. Da kann ich noch sicher lernen und das Überarnbeiten betreibe ich ebenfalls. Erst dann geht der Text zum Alfred und nun das Veröffentlichen.

Natürlich ein Verlag, “Suhrkamp” oder “Rowohlt,” selbstverständlich. Aber was, wenn die mich nicht nehmen? Da ist das Selbpublishing, das ja noch immer einen schlechten Ruf hat, einen wahrer Segen und da bin ich eine Pionierin, weil ich es schon seit 2000 betreibe, obwohl der Uli wieder meint, daß ich es nicht richtig mache.

Im Arbeitsblatt 5 geht es, was man 2024 alles umsetzen will. Da will ich den oder die Romane fertigschreiben und ein bißchen Anerkennung dafür bekommen und kann da gleich vermelden, daß ich mit der Rohfassung der “Schwurblerin” und das ist diesmal wirklich nur eine Materialsammlung fertig bin und bei 11 864 Worten, sechsundzwanzig Seiten und siebzehn Szenen. Das ist natürlich kein Roman, das weiß ich schon. Also das mal korrigieren und vielleicht bis zum Wahltag liegen lassen oder noch ein paar andere Handlungsstränge, zum Beispiel, die Omas einfügen.

Meine Schreibzeiten weiß ich. Das heißt, ich schreibe immer wenn ich Zeit habe. Also nicht täglich, habe aber eine gute Disziplin, weil mir das Ganze ja sehr wichtig ist.

Dann kommt der Vertrag. Was will ich in einem Jahr geschafft haben und, wie belohne ich mich damit? Das habe ich, glaube ich, schon beschrieben und jetzt kam das Neue. Jurenka Jurk experimentiert da sehr herum und bietet immer wieder Neues an, wo man sehr viel lernen kann.

Das war jetzt das Co-Writing. da schaltet man den Computer ein. Läßt die Kamera an und alle schreiben zwei Stunden gemeinsam, weil das wahrscheinlich motiviert. Da bin ich auch schon darüber hinaus und Jurenka Jurk fragte zu Beginn, wer schon alle Arbeitsblätter gemacht hätte und bot dann an, die in der Schreibzeit zu bearbeiten. Sonst gab es eine Schreibaufgabe: “Brich in die Wohnung deines Charakters ein und beschreib alles ganz genau.”

Das ist sicher eine gute Übung, die ich benützen kann, wenn ich wieder was beginne und am Abend gab es, das Abschlußtreffen, wo die Romanwerkstatt, die es seit einiger Zeit gibt, vorgestellt wurde.

Das war es, intensive fünf Tage und jetzt hinein in das Rommanjahr 2024. Obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich bei dem Romanfahrplan, dem tollen Geschenk der Jurenka Jurk, wirklich schon wissen kann, wann ich mit der Planung des Helden, des Antogonisten, etcetera fertig bin, denn ich plane ja nicht wirklich, bin aber gespannt.

Mitleid und Bedauern?

Das neue Jahre hat bei mir, wie schon seit einigen Jahren mit dem Romanfahrplan der Jurenka Jurk angefangen, mit dem sie auf ihre Romanschule aufmerksam machen will.

Einie gute Gelegenheit für mich mein Schreiben zu reflektieren. Nach dem Jubiläumsjahr 2023 überhaupt, wo sich ja die Frage stellt, wie es mit meinen Schreiben weitergeht?

Da denke ich ja manchmal, wenn mir nichts mehr einfällt, höre ich mit dem Schreiben auf. Habe ich doch in den letzten fünfzig Jahren sehr viel geschrieben, über sechzig selbstgemachte Bücher. Das soll mir erst einmal einer nachmachen, auch wenn ein paar schiefe Sätze darin enthalten sind und da habe ich seit einigen Jahren das Bedürfnis das auch nach außen auszudrücken.

So zum Besipiel auf meinen Blog, bei Lesungen passiert das auch ein bißchen und so habe ich auch bei den Arbeitsblättern geschrieben, daß es mir beim Schreiben ohnehin gut geht. So ist die “Schwurblerin” nach Weihnachten recht schnell gewachsen, aber ich wünsche mir mehr positives Feedback, was ja auch stimmt und für mich selbstverständlich, daß ich jemanden sage “Super mach weiter!”, obwohl er vielleicht nicht so gut wie Thomas Bernhard schreibt und auf den Blog ist ja auch der liebe Uli, der das nicht verstehen will oder kann und der hat dann auch geschrieben, daß mein Schreiben bei ihm “Mitleid und Bedauern” auslöst.

Mitleid und Bedauern? Das ist interessant, denn wenn jemand schreibt und schreibt und keinen Verlag findet und kein Stipendium bekommt, das habe ich schon lange aufgegeben, dann kann man ihn zwar bedauern und “Schade, wie kann ich dir helfen!” sagen, aber so meint es der Uli wahrscheinlich nicht, denn der redet, vom sich im Weg stellen und Geisterfahren auf der U-Bahn und vom Starrsinn und der mangelnden Bereitschaft etwas zu verändern.

So ist es aber nicht. Ich schreibe, wie ich es kann, korrigiere meine Texte und die sind halt, wie sie sind. Bei über sechzig Büchern denke ich, daß schon etwas drinsteht, was man loben kann.

Toll, daß du so beharrlich bist und beim Selfpublishing kann man es ohnehin machen will und da nützt vielleicht ein anerkennder Kommentar, mehr, alsder Satz von den schiefen Sätzen, die jeden Weiterlesewunsch killt.

Das höre ich ja öfter. Eigentlich nichts anderes als das, aber ich denke meine Themen sind interessant. Jetzt überhaupt, wo ich mich seit drei Jahren mit Corona und jetzt mit dem Rechtsruck beschäftige und das weiß ich ja von meinen Lesen.

Da lese ich oft Seite um Seite, denke “Das ist furchtbar!” und dann wird es wieder. Also ein bißchen Toleranz. Man muß ich vielleicht länger lesen und nicht gleich das Buch erbost nach der ersten Seite wegschleudern.

Natürlich nicht. Man muß mich nicht lesen, kann auf freundlich sagen, ich finde Ihr Schreiben nicht gut. De Verlage haben früher immer geschrieben “Nehmen Sie es nicht als Werturteil!”,, wenn sie einen ablehnten. Aber dann muß man auch nicht immer wiederkommen und weitersticheln. Kann sein, daß meine Sätze nicht gut sind. Hätte ich einen Verlag, wird das wahrscheinlich die Lektorin machen.

Aber stimmt. Auch da habe ich meine Schwierigkeiten. Als einmal, vor vielen Jahren, die “Sterz-Redaktion” in meiner “Ernestine” herumstrich.

Das hat mir nicht gefallen und da kommen wir auch zu der Frage, was ist schlechtes Schreiben ist? Meiner Meinung nach gibt es das nicht. Denn wenn einer dran bleibt, sich bemüht, immer weiterschreibt, wird man besser. Das ist meine Meinung und natürlich schmerzt es mich, daß ich den Erfolg nicht finde, was ich ganz ehrlich noch immer nicht verstehe.

Denn so schlecht ist das nicht oder schon? Jedenfalls habe ich im Laufe meines Lebens mehr geschrieben, als die meisten anderen. Bn bei der GAV, habe jahreang den “Tag der Freiheit” organisiert und mein erster Erfolg war die “Güler-Geschichte”, in dem “Mädchen dürfen pfeifen-Buch”.

Das erschien bei “Jugend & und Volk”. Da gabs ein Lektorat. Aber nachher war die Reaktion auch nicht gut, obwohl das Buch den “Kinnderbuchpreis” bekommen hat.

Ich schaffe es also kaum, daß jemand sagt “Super!”

Was ich aber schaffe, daß ich keine Schreibblockaden habe und inzwischen viel und flüßig schreibe. Da werde ich zwar immer kürzer. Also schauen, wie es mit der “Schwuberlin” steht und die ist noch einmal besonders heikel. Denn da überlegt die Agathe ja, ob sie den Herbert Kickl wählen soll?

Damit kann ich derzeit zwar nur in rechten Kreisen punkten und das will ich natürlich nicht und da muß ich vielleicht auch noch den Dreh zum Rechtsruck finden. Inzwischen habe ich vierzehn Szenen, dreiundzwanzig Seiten und über zehntausend Seiten und es ist mehr oder weniger eine Materialsammlung.

Die Agathe sitzt am Wahltag zu Hause und resumiert und da schreibe ich auf, was da alles von 2020 bis 2023 passiert ist und wie es weitergehen soll, weiß ich auch schon. Kurz vor fünf, wo die ersten Ergebnisse bekanntgegeben werden, kommt die Nichte Ruth und holt die Tante weg.

Also weiterschreiben. Ich glaube nicht, daß ich mir im Weg stehe und wenn, sehe ich die Hürde nicht und es geht natürlicch auch ohne Erfolg und wenn jemand seit fünfzig Jahren kontinuierlich schreibt, dann hat er auch kein Mitleid nötig. Ein aufmuntender Kommentar wär aber trotzdem schön.

Glitsch

Hurrah, hurrah, jetzt kommt schon Buch vier des Schweizer Buchpreises und ich muß sagen, es ist das Beste, das ich von vier gelesen habe, obwohl mir der 1990 in Bülach georene Adam Schwarz bisher unbekannt war. Es ist aber schon das zweite Buch das der Schweizer geschrieben hat und “Glitsch” ist ein Parcour durch die seelischen Abgründe.

Glitsch kommt glaube ich von ausgleiten, die Spur verlassen und so geht es den Endzwanziger Leon, der Englisch studiert und mit seiner Freundin Kathrin auf eine Kreuzfahrt geht, obwohl er das eigentlich nicht will und das Geschehen dort für unsinnig hält. Er verstreitet sich auf den Schiff mit Kathrin, da hat er ohnehin einen Minderwertigkeitskompfex weil die Wahlaus, Kathrins Famile viel wohlhabender als seine ist.

Die Kabine steht plötzlich unter Wasser und die Rezeptionistin von der er ein neues Zimmer will, sagt “Das geht nicht ohne Kathrins Einverständis!”, aber die ist ja verschwunden. Also wird er in eine Mitarbeiterkabine einquartiert und dann wird er dauernd ignoriert, verfolgt und spinnt sich ein in den Gedanken, daß Kathrin ermordet wurde und er der Täter ist.

Es gibt auch eine Art Sekte, die sich über das Schiff, in dem dauern die Lokale versperrt werden, ausbreitet. Die Polizei oder der Sicherheitsdienst verfolgt ihn und einer bringt ihn weg von dem Schiff. Er kehrt aber wieder zurück, zur großen Schaumparty und da trifft er auch <kathrin und so endet das Buch.

“Dann riss der Schaum entzwei und der sah ihr Gesicht.”

Es gibt ein Nachwort von Philipp Theisohn und der erklärt uns seltsamerweise, daß der Roman noch gar nicht fertig oder vielspurig ist

Das neue Buch im neuen Jahr

Hurrah,hurrah, das neue Jahr hat kaum angefangen und schon ist mein erstes Buch erschienen.

“Die Toten lassen grüßen” mit einem Roman im Roman oder besser eine Kurzgeschichte. Hauptperson des Erzählstrangs ist Julia, die vor einem Jahr ihren Zwillingsbruder Julian verloren hat, was sie, die bei ihrer dementen Großmutter lebt, noch immer traumatisiert. Da geht sie auf eine Party und lernt da den Schriftsteller Fabian Kratky kennen, der einen dystopischen Roman namens “2035” schreibt.

Ein kleines, feines Textchen, mit dem ich mich auch auf unserer Frankreichreise beschäftigt habe, obwohl ich schon im Juli mit dem Schreiben angefangen habe. Und nun ist das Büchlein fertig und ich hätte gerne wieder eine Leserunde

Freundinnen und Freunde!

Also ein paar Leute, die das Buch lesen und ihre Meinung in die Kommentare schreiben, um herauszufinden wie viel oder wenig lakonisch ist.

Und nun kommen wir zu den Gewinnspielfragen aus der Vorschau:

  1. Auf dem Cover ist ein Friedhof zu sehen, denn dort treffen sich die Julia, die Großmutter und Fabian Kratky und der liest ihnen aus seinem Roman vor.
  2. Die Idee stammt aus dem Buch “Als wir Vögel waren”, das ich in April gelesen habe, wo es auch um lebende Tote geht und dann habe ich auch als ich einmal vom Literaturhaus gekommen bin, den ersten Satz aus Szene zwei gehört.
  3. Digitaler Demenzroman

Sich also bitte melden, wenn man das Buch lesen will, dann schicke ich es zu. Es ist nicht sehr dick, hat nur etwa über neunzig Seiten! Traut euch Leute, denn es kann ja auch sein, daß euch das Buch gefällt!

Wieder ins Kalenderglück

Nach Wien zurückgekommen, galt es die Weihnachtsdekorationen, die alten Kalender wegzuräumen

und die neuen für das Jahr 2024 aufzuhängen. Da gibt es ja immer einiges, die die Hilfsorganisationen schicken. Der Alfred hat mir diesmal die beiden Literaturkalender schon zum Geburtstag übergeben und von Anton Blitzstein habe ich auch einen “Vienna, Vienna, Vorstadt 2024” in den Regalen liegen. Dann gibts den “Augustin-Kalender” mit Bildern von “Augustin-Verkäufern” und in meinen Vorwartezimmer hängen schon ein paar immerwährende Kalender, vom “Holzbaum-Verlag”, die man lebenslang verwenden kann und da ist wieder einer dazu gekommen.

“Wien in Cartoons-Wiener Antwort auf alles”- “Oarsch!”, flucht der ältere Herrr mit Melone und dem Bierglas. Dann geht es los mit Bildern, die ich zum Teil schon in anderen “Holzbaum-Büchern” gesehen habe.

Im Jänner geht es, um die Frage, was die Wiener am liebsten tun? “Matschgen, sudern, raunzen, etcetera.”

Um Februar gibts den Kaiser Franz Joseph mit dem nackten Arsch. Im März gibt es ein Geheimnis und eine Döner-Bude. Dann gehts wieder um die Wiener-Cartoons.

“Im Rausch ist man in Wien dem Schnitzel wesensverwandt paniert & in Öl”, heißt es im Mai. Das nächste Geheimnis ist, daß der Tod gar kein Wiener ist, sondern aus St. Pölten kommt. Das “Sackerl fürs Gackerl” habe ich auch schon wo gesehen und im August geht es zum “Wiener Schaf”. Im September knallts und und dem lieben Herrn vom Cover treffen wir im Oktober wieder.

“Wozu ist der Wiener Schmäh gut?”, heißt es im November und der Dezember will wissen, wo man schon überall besoffen war?

Fein, wieder ein Kalender, der mich länger begleiten wird.

Dann gibts den Kalender der Fußmaler, der wahrscheinlich in mein Praxiszimmer kommt und die beiden von dem Bibelwerk, die ich mir von der “Buch-Wien” mitgenommen habe.

Hund 51

Jetzt kommt ein Buch, das ich eigentlich schon im Sommer in Frankreich lesen hätte können, denn der dystopische Thriller des 1972 in Paris geborenen Laurent Gaude, hätte wunderbar zum Krimilesen im Auto oder auf den Campingplatz gepasst, wo ich mich stattdessen mit dem Morden in Altausseee oder im Lainzer Tiergarten beschäftigt habe.

Leider war mir das Buch von dtv nur angekündigt und noch nicht da, als wir unsere Taschen packten und als ich zurückgekommen bin, war ein Postzettel da und das Buch zurückgeschickt. Da gab es eine Diskussion um das Buch von Amir Gudarzi, das auch kommen sollte. Das ist dann zwischen dem deutschen und dem österreichischen Buchpreislesen, gekommen und den anderen Büchern die es gab und als es gekommen ist, habe ich es 2023 nicht mehr geschafft. es fertig zu lesen.

Also das erste Buch im neuen Jahr und kann nur lobend darauf hinweisen, obwohl ich mit dem Titel eigentlich nicht viel anfangen konnte. Beim Frankfurtsurfing habe ich ein bißchen darüber gehört, was mich aber nicht beeindruckt hat, weil es mir zu gewalttätig erschien. Jetzt kann ich schreiben, es ist gewaltvoll, aber spannend.

Was ist das Buch? Literarischer Cyberpunkt kann man bei “Deutschlandkultur” lesen. Ein Genre aus den Achtzigerjahren und dann wird das Buch ein wenig zerirssen. Nun ja, den Literaturwissenschaftlern zerreißt es das Herz, wenn es um Thriller geht.

Ein dystopischer Thriller würde ich schätzen und hinzufügen, dicht an die Wirklichkeit angelehnt, wie mein “2035”. Alles was da beschrieben wird, ist irgendwie schon da und wird nur ein bißchen zugspitzt.

Es geht also um Griechenland, das es nicht mehr gibt. Das Land liegt in Schutt und Asche. 2015 war das ja so weit und wird von einer Privatfirma namens GoldTex aufgekauft und die Bewohner in ein Wunderland namens Magnapolis verschickt. Dort gibt es drei Zonen. Zone 1 ist für die Intellektuellen und Mächtigen, Zone 2 für die mit einer Ausbildung und Zone drei gehört dann den Parias. Es gibt den sauren Regen, der dort herunterströmt, während die beiden anderen Zone eine Kimkuppel haben, die sie beschützt.

Wer ist nun Hund 51? Das ist ein Hilfspolizist namens Zem Sparak, der in Zone 3 zu Hause ist. Da wird von Sklaverei gesprochen und ein Detail am Rande, Laurent Gaudes Buch ist voll von solchen ist, daß das Kühlschrankzustellungssystem kaputt ist und so die Milchflaschen aus dem Schrank quellen und schon die ganze Straße bevölkern.

Zem Sparak ist ein bewußter Grieche, hat an den dortigen Demos teilgenommen, als es die noch gab, seine Freunde wegen seiner Freundin Lena verraten, die aber ohnehin schon von der Polizei gekappert wurde und nun tröstet er sich mit Beruhigunsdrogen, die ihn in das schöne Griechenland versetzten.

Es gibt aber einen Toten auf der Zone 3. Ein Mann, der von oben bis unten aufgeschlitzt wurde und als Zem Sparak, die Daten eingibt, wird er auf Zone 2 verweisen und mit einer Polizistin namens Salina Malberg zusammengebracht. Und nun wird, immer wieder von Rückblenden unterbrochen, recherchiert und recherchiert. Es gibt in der autoritären Wunderstadt eine Wahl und da beteiligen sich der Gesundheits- und der Sicherheitschef und die versprechen den Deklassierten wahre Wunder.

Der Ermordete hatte aber ein Implantat in sich, das hinausgerissen wurde und nun wird diskutiert, ob das echt war oder nicht? Denn man konnte sich auch an einer Lotterie beteiligen, um in die Zone 2 zu kommen und die die implantiert werden wollten saßen oft Fälschungen auf.

Es wird also recherchiert und ermittelt. Salina gerät in die Fänge, der darin Beteiligten, wird gefoltert und Zem Sparak klärt alles auf, recherchiert auch seine Vergangneheit und nimmt Salna dann zu sich, um sie aufzupäppeln und offenbar ein neues Leben mit ihr zu beginnen, wenn da nur nicht die vielen Milchflaschen wären.

Ins neue Jahr

Ich bin ja eigentlich kein Silvestertyp und habe es lange nicht geschafft bis Mitternacht wach zu bleiben. Mit dem Alfred sind wir früher zum Martin gegangen, da war es auch schwierig ihn zum Heimgehen zu veranlassen.

Als ich schon bloggte waren wir öfter bei Hilde Schmölzer, der es jetzt aber nicht mehr so gut geht.

Die Ruth war ein paar Mal bei uns in Harland und einmal die Gerlinde,

Vor zwei Jahren als es ja diesen Lockdown gab und die Lokale zum zehn Uhr schloßen und man die Hälfte seiner Gäste ausladen mußte, war die Ruth bei uns. Da waren wir auf der Rudolshöhe und das ist ein Ritual, wo wir jedes Jahr am Nachmittag hingehen.

Diesmal sind wir wieder in Harland. Wir sind schon die ganze Woche da und sind allein in das neue Jahr hineingegangen. Am Balkon oder Terrasse, ein Glas Sekt und dann wars schon da, das Jahr 2024, wo es viele Wahlen geben wird und sich die einen vor dem Volksskanzler Kickl fürchten. Die anderen ihn dagegen haben wollen. Die ORF-Zwangsgebühr wird kommen, obwohl ich keinen Fernseher habe. Ansonsten habe ich meinen WGPV-Vertrag, mein Schreiben, meinen Bücher, da habe ich ja in den letzten Tagen das neue Projekt “Aus dem <leben einer Schwurblerin”, angefangen.

Mal sehen, wie es wird. Wär ja schön, wenn ich damit erfolgreich bin. Auf meine Gesundheit sollte ich auch ein bißchen achten. Da haben ja die Maßnahmen meine Kondition gekostet und jetzt habe ich mir auch noch den Magen verdorben.

Was wird es also bringen, das neue Krisenjahr? Wo nach Corona, die beiden Kriege folgten. Die Teuerung ist auch noch da und die Klimakatastrophe wird uns wohl im Sommer wachrütteln. Die ORF- Zwangsgebühr habe ich schon erwähnt. Da muß ich noch herausfinden, wie ich Einspruch erheben kann? Einen Bescbed verlangen, für alle die da vorhaben zu protetieren, wär mein Tip.

Die Teuerung ist immer noch da, die Co2- Steuer wird erhöht.Alles keine erfreulichen Aussichten. Das Medizinsystem und das der Schule ist kaputt und der WHO–Pandemievertrag soll im Mai auch kommen, wo man als Einzelner nicht viel machen kann.

Also wieder schreiben, lesen, schauen, daß ich das mit dem Radfahren wieder schaffen, die Buch-Wien wird kommen, mein Geburtstagsfest, der “Ohrenschmaus”, wo ich meine Vorschläge schon bekanntgegeben habe und ein paar Lesungen wären auch sehr schön!

Also Posit Neujahr und ich wünsche meinen Lesern diesbezüglich alles Gute!

Wie war das Jubiläumsjahr?

2023 bin ich ja in ein zwei oder dreifaches Jubiläumsjahr hineingegangen. Fünfzig Jahre Matura und fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre “Literaturgeflüster”. Die GAV hat auch ihr fünfzigjähriges Jubiläum hinter sich gebracht und nach der Corona-Krise, die mich ja sehr beschäftigt und sehr zum Schreiben gebracht hat, war auch viel los.

Das erste Mal seit 2018 wieder live in Leipzig und da war auch noch Österreich das Gastland. Vorher waren wir bei “Literatur -und Wein” und beim Osterspaziergang der “LitGes” bin ich auch gewesen und habe ein Stückchen aus dem “Sozialen Kreditsystem” vorgebracht.

Ich bin ja sehr euphorisch in dieses Jahr hineingegangen und habe gedacht, da tut sich etwas literarisch. War da ja, wie auch jetzt die Jurysitzung des “Ohrenschmauses” und dann hat mich Franz Josepf Huainigg gebeten das Buch des “Ohrenschmaus-Stipediaten” Peter Gstöttmaier zu lektorien.

Die Texte hat zwar seine Schwester ausgesucht und zusammengestellt, so daß für mich nicht sehr viel zu tun war, was auch gut war, denn bevor wir zur “Literatur und Wein” gefahren sind, ist mein Computer abgestürzt und dann habe ich einige Monate daran labouriert und auch jetzt scheint die Stromversorgung wieder zu spinnen.

Aber was war literarisch? Die “Schule für Dichtung” hat mich aufgefordert, einen Text für Leipzig zu

schreiben, habe ich getan, aber nichts daraus geworden. Alex Hakel hat mich eingeladen meine Erinnerungen an Erika Danneberg bei einer Veranstaltung kundzutun. Das habe ich getan und es war wohl ein für Bärbl Danneberg, die es wahrscheinlich sonst tun hätte sollen und mit einer Lesung beim Volksstimmefest, wie ich es fast erwartet hatte, ist es dann wieder nichts geworden.

Aber noch sind wir nicht so weit, noch hat das Jahr mit den Gratisworkshops der Jureka Jurk begonnen, die ich eifrig mitgemacht habe und dabei meine drei Frauenidee “Bratislava Prag Budapest” gesponnen und das “Soziale Kreditsystem”, ist glaube ich auch erst 2023 erschienen.

Im Februar habe ich dann den “Ukraine-Blues” geschrieben, der aus Diskussionen mit dem lieben Andi Pianka und einem weiteren Jurenka Jurk Webinar entstanden ist.

Dann kam “Lteratur und Wein” und Leipzig und bei der “Krit Lit” habe ich diesmal für einen Ausgefallenen einspringen und ein Stück aus dem “Sozialen Kreditsystem” lesen können und auch wieder beim “Tag der Freitheit des Wortes” im Lteraturhaus, den ich ja 2001 und dann von 2003 bis 2009 organisiert habe.

Danach sind wir zwei Wochen vom Bamberg bis nach Mainz den Main abgeradelt. Damals hatte ich noch Kondition, die hat inzwischen und in Frankfurt waren wir bei einer Vorlesung des Clemens J. Setz.

Der Alfred wollte dann gleich nach Frankreich fahren, aber da war das Gstöttmaier-Buch noch fertigzustellen. So haben wir das auf den August verschoben, was auch gut war, weil wir da die Doris Kloimstein in Saint Denis d´Oleron besuchen konnten, die uns hervorragend bekochte und durch den Ort geführt hat. Einen Nachteil hatte das aber, denn da waren wir am zweiundzwanzigsten August, als die deutsche Longlist bekannt gegeben wurde, in Bordeaux und so habe ich heuer zuerst die österreichische Liste und dann erst die deutsche durchgelesen und an der Schweizer arbeite ich noch.

Es gab auch ein paar literarische Ausflüge, so waren wir beim Gerhard Jascke in Unterretzbach , bei der Eva Brenner in Ansbach beim Schiele-Fest, beim Auden-Festival waren wir auch und natürlich bei vielen anderen Veranstaltungen.

Es gab wieder ein kleineres literarisches Geburtstagsfest, die “Poet-Night” und auch eine Lesung im El Speta zu der mich der liebe Rudi eingeladen hat, der nicht zum Geburtstagsfest kommen konnte.

Mit dem Schreiben ist es auch weitergegangen. Da habe ich ja schon im Auto auf der Frankreichreise mir eifrig Notizen gemacht. Denn da war ja die Idee von dem Zwillingspaar, wo der Bruder gestorben ist und die Schwester auf einer Party einen Doppelgänger trifft. Das Buch ist jetzt fertig und wird Anfang Jänner erscheinen. Darin gibts auch einen kleinen dystopischen Roman. Dieses Thema läßt mich nach Corona nicht aus und das muß endlich aufgearbeitet werden. Die Regierung tut es ja nur im Sinn von sozialen Studien, wie man bei der nächsten Krise besser kommunizieren kann, um die Leute auf ihre Seite zu bringen und nicht, was da falsch gelaufen ist und ob die Maßnahmen alle wirklich der Virusstärke angemessen waren?

Also habe ich das beziehungsweise meine “Stalking Story-Protagonisten” Laura und Sandra in Form einem Comics tun lassen. Das muß ich noch korrigieren und fertigstellen und neue Ideen habe ich auch schon.

Denn ich will ja den Links nach Rechtsruck beschreiben. Da weiß ich noch nicht so genau, wie ich das tue. Vorläufig habe ich den Titel “Aus dem Leben einer Schwurblerin” und die fünfunddreißigjährige Architektin Agathe, die bei der Wahl 2024 in der Zelle steht und überlegt, was sie wählen soll und bei dem FPÖ- Kästchen aus dem Wahllokal flüchtet. Denn 2019 hat sie sehr euphorisch die Grünen gewählt und was ist daraus geworden? Und da muß ich aufpassen, daß nicht eine “Mathilde im Coronaland” herauskommt.

Habe aber schon einige Szenen geschrieben und Ideen für einige neue, wo die Agathe nachdem sie die Thekla Morgenstern, die Oma gegen rechts, im Votivpark getroffen hat, am Gang ihres Wohnhauses ihre demente Nachbarin Maria Mattuschek trifft, die sie nach der Wahl und ihren Liebhaber Matthes Enck fragt.

Eine zweite Idee gibt es nämlich auch die sich mit der erste verbinden läßt. Nämlich ein Buch aus meinen vorigen Figuren zu schreiben. Da hätte ich ja einmal die Fritzi Jelinek mit ihren Schreibcoaching. Ich könnte aber auch aus der Thekla Morgenstern und der Magdalena Kirchberg zwei Omas gegen rechts machen, die die Agathe beraten oder bekämpfen. Die beiden dementen Omas, die ich habe, könnten sich auch einmischen und ihren Senf dazu geben. Mal sehen wie es wird?

Dann gabs noch die “Buch-Wien”, die wieder normal gewesen ist und ein bißchen meine Kondition kostete, obwohl ich diesmal nur hingegangen und zurck mit den Öffis gefahren bin, denn 2023 darf man ab März ja wieder maskenlos Straßenbahn fahren. Das soll sich jetzt wieder ändern, denn wir haben die höchste Corona-Welle seit ever, Aber wenn man die ohne Masken- Test und Impfpflicht durchstehen kann, waren die vorigen Wellen vielleicht doch nicht so arg wie man glaubte?

Und jetzt kann ich weniger euphorisch in das neue Jahr starten, denn literarisch ist nichts mehr los. Da gibts zwar meine Schreib- und Leseplänen, meine zwei Jurytätigkeiten, wo ich die “Ohrenschmaus- Texte” schon durchgesehen habe.

Aber sonst, Sense aus. Wenn ich ins Literaturhaus gehe, stehe ich dann mit meinen Gläschen daneben und es tut sich nichts, obwohl ich schon sehr viel und sehr lang schreibe. Aber immer nur für mich allein, das will ich eigentlich nicht für 2024.

Es gab aber noch ein paar Jubiläumsartikel, die ich dieses Jahr geschrieben habe.

Also schauen wir wie es wird und jetzt gibts noch einmal Gelegenheit ein schon 2016 erschienenes Buch von mir mit einigen Lücken zu lesen.

Nämlich meinen literarischen Adventkalender von der “Nika Weihnachtsfrau”. Mals sehen weilche Kapitel es da im Blog schon gibt und die noch offenen sollen in den nächsten Jahren folgen:

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Und in die “Corona-Fledermaus” kann man auch gehen, wenn man sich an die pandemischen Zeiten erinnern will.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein erfreuliches neues Jahr und hoffe noch immer noch auf den literarischen Erfolg!