Begona, la Trigena

Jetzt kommt das neue Buch der 1947 in Salzburg geborenen und in Wien lebenden Ruth Aspöck, die in Wien und in Spanien studierte, eine Zeit lang in Kuba lebte, sich in Wien in der AUF ,engagierte und einige Jahre lang, die Edition “Die Donau hinunter” hatte.

In der Pension hat sie evangelische Theologie studiert und ist da wohl auf das Buch “Rut”, der hebräischen Bibel gestoßen, das sie zu dem Roman “Begona, la Trigena” veranlaßte, in dem sie sich an die biblische Bibel haltend, die Geschichte einer jüdischen Familie, Elias und Nora und ihren Söhnen Maximillan und Kurt erzählt, die 1942 aus Wien nach Kuba auswanderten. Elias und die Söhne, die sich beide mit kubanischen Frauen verheirateten, arbeiteten in einer Diamantenschleiferei, die offenbar ihre Lungen so angriff, daß sie bald starben.

So daß sich Nora, an die biblische Erzählung angelehnt, 1950 entschloß, wieder nach Wien zurückzukehren. Sie wollte die Schwiegertöchter zurücklassen, damit die sich wieder verheiraten konnten, aber Begona, eine Mulattin mit afrikanischen Wurzeln, die die Erzählerin der Geschichte ist, bestand darauf sich ihr anzuschließen und die, nicht gut Deutsch sprechend fand sich 1950 in einer Kleingartensiedlung beim Prater wieder und erlebte den Rassismus, weil Wien zu dieser Zeit wahrscheinlich noch keine Kubaner gesehen hat.

Die arbeitswillige kräftige junge Frau begann in einer großen Gemüsegärtnerei in der Lobau auszuhelfen und wird von Nora, für unsere Auffassung vielleicht ein wenig ungewöhnlich, aufgefordert, sich in das Bett des älteren Besitzers Boris Bender, der ein weitschichtiger Verwandter Noras ist, zu legen und sich ihm anzubieten. Der reagiert, wie erwartet, heiratet Begona, die bald von ihm den Sohn Oskar bekommt.

So weit die biblische und auch die fiktionale Geschichte, die von Ruth Aspöck, sehr sorgfältig recherchiert, erzählt wird.

So traf Begona in Havanna den geflüchteten Komponisten Paul Abraham, der dort in einem Luxushotel lebte und das Buch das Begona nach Europa mitnimmt, ist ein Gedichtband des kubanischen Dichter Nicolas Guillen, den Ruth Aspöck in ihrer Edition auch einmal herausbrachte.

Sehr genau und bedächtig und fast mit zu vielen Wiederholungen führt uns Ruth Aspöck in die hebräische Bibel und damit in das Nachkriegs-Wien der Neunzehnhundertfünziger Jahre, ein, wo es noch Lebensmittelmarken, sowie die Besetzung gab und der Staatsvertrag langsam vorbereitet wurde. Ein sehr interessantes Buch, das ich, die, ich sehr viel von Ruth Aspöck gelesen habe, für eines ihrer besten halte, weil es erzählender, als ihre früheren Bücher ist.

Bild ohne Mädchen

Hurrah, jetzt gehts schon oder erst, denn ich lese jetzt ja eher langsam, zum ersten Buch des heurigen “Schweizer Buchpreises” und da ist als erstes die 1990 geborene Sarah Elena Müller an der Reihe, die ich schon in der “Alten Schmiede” hörte.

Beim “Schweizer Buchpreis” ist überhaupt interessant, daß da meistes für mich völlig unbekannte Autoren darauf stehen und Sarah Elena Müller ist sicher eine sehr sprachgewandte junge Frau, die von ihrem Mädchen, in sehr poetisch verschlüsselter Weise erzählt, so daß das Verstehen gar nicht so leicht ist.

Das ist also das Mädchen. Es hat eigentlich keinen Namen oder eigentlich einen erfundenen, näßt ins Bett und wird deshalb von einem Heiler betreut lebt in einem Dorf, der Vater ist Biologie, die Mutter Künstlerin und das Fernsehen war, wie vor dreißig jahren in den künstlerischen Schchten nicht erlaubt.

So geht das Mädchen zum Nachbarn Ege und tut das dort. Sie dreht auch Filme mit ihm, hat Kontakt mit einem Engel und seine Frau Gisela wohnt in der Wohnung drüben und mischt sich offenbar nicht ein. Es gibt einen Sohn und die Kapitel sind in ”Das Kind”, “Das Mädchen “,”Die Tochter”, “Der Sohn”, “De junge Frau eingeteilt”.

Im ersten Teil besucht die Jndergärtnerin die Eltern und erzählt ihnen von den Osterbasteleien. Dann kommt das Mädchen in die Schule und hat eine andere Kappe, als die anderen Kinder auf.

Soäter geht es mit dem Vater Fröschezählen, um herauszubekommen , ob Biologie, die richtige Berufswahl für eswäre. Es gibt auch Großeltern, die von einer Pflegekraft betreut werden und über allem schwebt sehr poetisch und nur angedeutet die Frage des sexuellen Mißbrauchs.

Was will Sarah Elena Müller damit sagen? Eine Mittelschichtverwahrlosung aufdecken und vielleicht von dem erzählen, was sie so oder auch anders erlebt hat?

Ein sehr schönes poetisches Buch, obwohl ich ja eigentlich eine eher realistische Leserin und Schreiberin bin.

Karl Nehammers Versöhnungspressekonferenz

Der ÖVP laufen ja die Wähler davon, sind die Leute ja angefressen wegen der Corona-Maßnahmen, den Rußland-Sanktionen,, der Teuerungswelle etcetera, laufen zur FPÖ die ja eine totale Corona-Maßnahmenaufarbeitung verspricht, wenn sie an die Macht kommt und das in NÖ zum Teil auch schon tut und so hat der Kanzler im Februar, glaube ich, versprochen, die Gräben zu schließen und die Maßnahmen aufzuarbeiten.

Da hat er zuerst gesagt, daß er vielleicht zu Expertenhörig gewesen wäre, was großen Widerstand erregte, so hat der die Akademie der Wissenschaften damit beauftragte und irgendwann im Frühling versprochen, die Ergebnisse noch in diesem Jahr bekanntzugeben.

Das ist ja nicht mehr lang und man hörte nicht und nichts von den Ergebnissen und ich dachte schon, da wird wiedermal was vergessen. Aber da meldete sich der ORF, der ja seine Höhrer wegen der kommenden Zwangssteuer versöhnlich stimmen muß und hat ein bißchen was dazu gesagt und im “Standard” konnte man vor einer Woche lesen, die Präsentation kommt und dann wurde am Donnerstagmittag überraschend eine Pressekonferenz bekanntgegeben.

Der Kanzler betrat das Podium, Minister Rauch ließ sich durch seine Generaldirektorin vetreten, der Unterrichtsminister war da und Alexander Bogner, der die Studie herausgegeben hat. Der hat schon bei der vorigen Pressekonferenz angedeutet, daß es nicht um die Frage, ob die Impfung gut oder falsch sei, gehe, sondern um Strategien, wie man es besser machen könne und weniger Wissenschaftsskepsis muß natürlich her. Da habe ich “Uje!”, gedacht.

“Da werden, die Maßnahmenkritiker in verschiedene Gruppen eingeteilt und das wars dann!”

Es gibt aber eine Broschüre “Nach Corona-Reflexionen für zukünftige Krisen”, die der Kanzler in der Hand schwenkte und die man sich auch downloaden konnte und in dieser wurden, die Rolle der Medien, die Polarisierung der Impfpflicht, die Schulschließungen, die Wissenschaftsfeindlichkeit und dann wurde noch einige Bürger eingeladen, die ihre Meinung sagen konnten.

Die in der Hand haltend, erwähnte Kanzler Nehammer, daß man immer Fehler machen wird, nur wenn man nichts macht, passieren keine! Das ist dann aber der Fehler! Und daß es sein höchstes Ziel immer war, Menschenleben zu retten!

Da denke ich, daß man das auf verschiedene Art und Weise machen kann. Man kann mit dem Hammer und der Flex drüberfahren. Die Polizei aufmarschieren lassen und alle bestrafen, die sich auf eine Parkbank setzen. Man könnte aber auch sagen “Passt auf Leute, seid vorsichtig, da ist vielleicht etwas im Busch!”

Und das ist meine Frage, die ich an den Kanzler und die Aufarbeitunskommission hätte. Wie gefährlich war das im März 2020 wirklich und wieso sind alle so panisch geworden, daß sie alles hinunterfuhren, obwohl es auch da immer hieß, nur die Vulnerablen werden erkranken, alle anderen es vielleicht gar nicht merken! Aber trotzdem Lockdowns, Schulschließungen und schließlich Masken-und Testpflicht. Das kann man, wenn Gefahr in Verzug ist, und die Leute reihum auf der Straße umfallen, ein paar Wochen machen und inzwischen die Spitalskapazitäten aufstocken. Aber das wurde nicht getan, sondern die Spitäler nie aufgestockt und das Ganze mehr oder minder zwei Jahre lang aufrechterhalten, obwohl bald klar war, so schlimm ist dieser Virus offenbar doch nicht. Die Kritiker wußten das und haben dazu auch Belege und Beweise bekommen, die anderen hören noch immer nicht zu und sagen, wir haben alles richtig gemacht und viele, viele Menschenleben gerettet.

Daß man am Anfang zu früh beatmet hat und überfordert war, hat sich inzwischen herausgestellt und dann kam nach Delta, das viel weniger gefährlichere Omikron und die Hausärzte sagten ja immer immer, die Viren schwächen sich ab und sind irgendwann verschwunden, aber man hörte “So ist es nicht!”

Was steckte dahinter? Nur die Panik, die sich weltweit ausweitete oder dachte man am Anfang, da ist in China vielleicht das Virus absichtlich ausgesetzt worden und da man die Digitalisierung einführen wollte, hatten die chinesischen Zwangsmaßnahmen vielleicht auch Vorbildfunktion?

“Das machen wir auch und sehen, wie es wirkt? Und dafür wurde ordentlich Angst geschürt. Höchstwahrscheinlich hatte man da auch schon so viel Impfstoff bestellt, der verbraucht werden mußte.

Also kam es vor zwei Jahren zur Einführung der Impfpflicht und vorher schon zu 2G und den Lockdown für Ungeimpfte, den man wahrscheinlich wirklich nur als Zwangsmaßnahme betrachten kann, um die Leute zur Impfung zu treiben und da wundere ich mich noch heute, daß die so eifrig mitmachten und sagten “Laß ich mich halt impfen, damit ich wieder ins Kino und zum Friseur gehen kann und damals war offenbar schon klar, daß die Impfung nicht vor Ansteckung schützt.

Omikron erwies sich doch als harmloser. So wurde die Impfpflicht wieder ausgesetzt und die Maßnahmen nach und nach aufgehoben. In Wien mußte man bis Februar noch eine Maske aufsetzen, wenn man in eine Apotheke gehen oder mit den Öffis fahren wollte. An der Stadtgrenze die Maske auf oder hinunter und dann ohne bis Salzburg oder Bregenz weiterfahren.

Inzwischen haben wir, höre ich, die stärkste Coronawelle seit ever, ohne Masken und Testpflicht. Dann war es vorher vielleicht auch nicht so nötig?

“Bitte wieder Maske tragen, denn das Gesundheitssystem ist ziemlich hinuntergefahren und haltet die vielen Grippewlllen nicht aus!”, hört man allethalben.

So war es gestern, als der Kanzler die Studie präsentierte, von Fehlern sprach, die gemacht wurden. Nachher ist man immer klüger und mit der Studie, will er es das nächste Mal besser machen! Da gibt es auch schon das neue Krisengesetz und der WHo-Pandemievertrag soll auch im Mai kommen.

Um welche Fehler es sich handelte, hat er nicht gesagt. Also wieder meine Fragen, wieso wurden die Spitäler nicht aufgestockt? Wieso haben der ORf, der “Falter” und der “Standard” die Seiten gewechselt und wieso wurden die Demonstrationen als rechtsextrem dargestellt, auf die man, auch wenn man vielleicht ein bißchen kritisch ist, auf gar keinen Fall gehen durfte?

Und das Ärgste ist, wenn die, die alles gut und richtig machten, wie es vor zwei Jahren der Kurzzeitkanzler Schallenberg, der die Zügel anziehen und Weihnachten für Ungeimpfte ungemütlich machten wolle, sich also impfen ließen und jetzt im Rollstuhl sitzen und von den Ärzten in die Psychoecke und die Psychiatrie geschickt werden und ihre Behandlungskosten selbst bezahlen müssen. Also allein gelassen werden, obwohl von ihnen vorher Solidarität verlangt wurde.

“Nie wieder!”, müßte man also ausrufen. Aber die nächsten Bedrohungswellen sind schon da und irgendwie ist nach Kanzler Nehammer ja herausgekommen, daß eigentlich ohnehin alles richtig war und man nur in Zukunft besser kommunizieren müßte, um die Zweifler mitzunehmen.

Es bleibt also dabei, es gab keine wirklichen Fehler und es wird überhaupt nicht geschaut, wie gefährlich das Virus wirklich war? Ich denke, es war nach der ersten Welle eher schwach und die Impfung ist es auch und was die Wissenschaftsskepsis betrifft, die dringend verändert werden muß, denke ich, daß sich herausgestellt hat, daß es mit der Zero-Strategie nichts wurde, daß die nicht funktionieren kann und ob eine Impfung gegen Rhinoviren wirkt, ist auch noch immer fraglich? Heißt es jetzt ja, sie schützt nur vor schweren Verläufen und betrifft nur die Älteren und vulnerablen Gruppen und da waren wir vor vier Jahren schon.

Als die Maßnahmen im März 2020 eingeführt wurden, habe ich gerade mein “Zweites Literaturgeflüster-Buch”, korrigiert und da gab es während meines ersten Nanowrimo, das H1N1 Virus und da wurde, glaube ich, auch schon versucht, ähnliche Strategien einzuführen, was aber nicht klappte.

Diesmal hat es geklappt und man sollte sich auch mit den Kollateralschädchen beschäftigen. Mit den schulischen Defiziten und den Angststörungen der Kinder und den Alten, die ohne besucht zu werden, gestorben sind. Man weiß aber jetzt, daß das Virus im Freien offenbar harmloser ist. Man also ruhig spazieren gehen kann, denn drei Jahre das nicht zu machen, kostet Kondition, wie ich derzeit an mir selbst erfahre und wieso das Virus in der Demo gefährlicher, als zwei Meter davon entfernt ist, muß mir auch erst einer erklären.

Vielleicht sind das die Kommunikationsfeheler, die der Kanzler meinte und, die er durch bessere Kommunikation das nächste Mal besser machen kann und den Maßnahmenkritiker will er auch die Hand reichen.

Sie bleiben aber das, denn selbstverständlich waren die Maßnahmen richtig und was ich mir für die Zukunft wünsche, ist mehr Eigenverantwortlichkeit und weniger Zwangsmaßnahmen, denn die hätte man, siehe Schweden höchstwahrscheinlich doch nicht so gebraucht und wenn man die nächste Wahl, die, 2024 kommt, nicht verlieren will, sollte man sich vielleicht, um die dreißig Prozent kümmern, die angeben die FPÖ wählen und nicht gleich “Lauter Nazis!”, schreien, sondern überlegen, ob das nicht vielleicht die Menschen sind, die mit den Corona-Maßnahmen unzufrieden waren, mit den Sanktionen gegen Russland, wo man auch gleich ein Staatsfeind war, wenn man für Friedensverhandlungen war und die auch vor der Zuwanderung und der Teuerung Angst haben, daß sie überbleiben und verlieren werden.

Die FPÖ verspricht da zwar eine Änderung, wenn sie den Volkskanzler stellt. Aber da bin ich skeptisch, ob das stimmt? Also vielleicht doch eine Entschuldigung und “Es tut uns leid!”, obwohl ich die, wie schon geschrieben, nicht brauche.

Fröhlicher Advent

Jetzt kommt wieder das Weihnachtsbuch, das mich Tag für Tag durch Geschichte zu Geschichte führt.

“Fröhlicher Advent – Ein Hausbuch für die schönste Zeit des Jahres – Herausgegeben von Franz Heinrich Hackl”, ein Buch vom “Insel-verlag”, das ich einmal irgendwo gefunden habe.

Dann beginnt es mit mahnenden Worten von Hermann Hesse der die Frage beantwortet “Was uns Weihnachten bringen sollte”, außer “Kindermärchen und Christbaumglanz” und das Schöne an dem Buch ist, daß es jeden Tag mit einem Gedicht beginnt, so am Ersten mit dem “Nun duftenden Wachs” von Rudolf Alexander Schröder, bevor Karl Heinrich Waggerl von den Weihnachtsbräuchen seiner Kindheit erzählt.

Tag zwei beginnt mit Rainer Maria Rilkes “Advent”: “Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt…” und Alfred Polgar von dem ich erst vor kurzem ein Buch gefunden habe, nimmt die Besinnlichkeit auf die Schaufel, in dem er von seiner Freundin Elfriede erzählt, die weil allein mit ihren Hunden Weihnachten feiert und ihnen Knackwürste serviert.

Am dritten Dezember gibt es ein “Weihnachtslied” von Theodor Storm “Vom Himmel in die tiefsten Klüfte Ein milder Sternherunter lacht”.

Dann geht es zu Peter Roseggers “Advent” auf dem Lande, wo die Knechte mit den Mägden scherzen und der Onkel dem Erzähler erklärt, was “Tauet Himmel den Gerechten” bedeutet?

“Alle Jahre wieder”, heißt es am vierten Dezember und Walter Benjamin erzählt von von einen “Weihnachtsengel”.

“Laßt uns froh und munter sein!”, tönts am Nikolaustag und dann erzählen in einer rumänischen Legende Mädchen von einer Wanderung, wo sie in einer Kirche übernachteten und dort den heiligen Nikolaus begegneten.

Am sechsten Dezember begegnen wir “Knecht Rupprecht” von Theodor Storm “…Sind`s gute Kind, sind`böse Kind?” und dann hilft nach einer niederländischen Gelände Nikolaus ihren Fußball wieder zu bekommen.

Am siebenten Dezember geht es dann etwas weniger adventlich zu. Das Gedicht von Christian Morgenstern beschäftigt sich mit dem winterlichen Seen und den Fischen, die darin schwimmen und dann hat ein Junge der Eishocky spielen will alptraumhafte Erlebnisse.

Am Achten gibts zuerst “Ein Lied, hinterm Ofen zu singen” und dann erklärt und ein bulgarisches Märchen, “Wie der Winter” entstand.

“Leise rieselt der Schnee!”, heißt es dann am neunten Dezember “still und starr liegt der See, Weihnachtlich glänzet der Wald, freue dich Christkind kommt bald” und erinnert uns, daß früher im Dezember überall der Schnee gelegen ist, bis es beim “Osterspaziergang” “Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…”, heißt, während die Klimaphobiker aufheulen, wenn Anfang Dezember ein bißchen Schnee liegt, den dann niemand wegräumt, weil das ja wirklich nicht zu erwarten war und dann geht es mit Hermann Hesse in Graubünden in den Schnee. Der stapft voll Freude in die Berge, wälzt sich dann in den Schnee, bevor er es in den von Engländern besetzten Hotel zurückgeht, in dem er sich sehr einsam fühlt.

“Es ist ein Ros eintsprungen”, heißt es am zehnten Dezember, obwohl Maria Empfängnis schon ein paar Tage vorher war, während sich Folke Tegetthoff dem “Rosmarin” annimmt. Denn da standen irgendwo im Heiligen Land ein Dornbusch, ein Rosenstrauch und ein Rosmarin und wußten nicht recht, wer der Schönste und Beste von ihnen war? Der Rosmarin enthielt sich vornehm. Dann kam ein Esel mit Josef und Maria, die an dieser Stelle Halt machen wollte. Josef schlug den Dornbusch vor. Da protestierte der Esel, auch bein Rosenbusch schrie er auf, während Maria ein paar Zweiglein für ihr Kindchen vom Rosmarin pflückte, der dafür in Zukunft blaue Blüten hatte.

Am elften Dezember gibt es ein schlesisches Weihnachtslied und dann unter dem Titel “Im flimmernden Schnee” das Ende aus Adalbert Stifters “Bergkristall”, wo die Kinder Sanna und Konrad vom Besuch bei der Großmutter doch noch nach Hause finden.

“Ihr Kinderlein kommet!”, ertönt es am zwölften Dezember, der Halbzeit bis Weihnachten und da berichtet uns Hans Canossa, wie er in dieser Zeit eine Krippe bastelte, sich mit Freunden schlug und höchstwahrscheinlich auch verliebte.

Am dreizehnten Dezember macht uns Johann Wolfgang Goethe ein “Christgeschenk”, während Hans Falladas Itzenblitz und Mumm schon im Sommer einen Wunschzettel machen und dann der hundert Mark Gratifikation nachjagen, damit sie sie sich auch erfüllen können.

James Krüss führt uns am Vierzehnten am Weihnachtstag in ein Kaufhaus, wo eine Puppe und ein Bär nicht verkauft wurden und deshalb sehr traurig sind. Der Wach- und Schließgesellschftsmann läßt für sie ein Licht brennen und dann kommt doch noch der Weihnachtsmann und holt sie ab, während Robert Walser am Weihnachtstag vom Wald in die Stadt hinuntergeht.

Am fünfzehnten Dezember reimt Heinrich Hoffmann von Fallersleben: “Ich lag und schlief, da träumte mir ein wunderschöner Traum: Es stand auf unserem Tisch von mir ein hoher Weihnachtsbaum.”

Und dann geht es ans Keksebacken, denn die Mutter trägt den Kindern und den Vater auf “Pomeranzenbrötle” zu backen, während sie zur Gretl geht. Eine hübsche Geschichte von Elisabeth Borchers und um die “Weihnachtsschiffchen” geht es dabei auch.

Am sechzehnten Dezember geht es um die Herbergssuche. Da schreibt zuerst Ludwig Thoma “Sie hielten es gar für gering, Wie es den kleinen Leuten ging. Was geht sie heut`das Wunder an? Nur Armen ward es kundgetan.”, während bei Hans Bender ein Lehrer seinen Schülern, die Herbergssuche modern erzählt, Maria und Josef also die örtlichen Gasthäuser absuchen läßt. Das Letzte ist das vom Vater des Hansel und der schwört Stein und Bein, daß er die beiden nicht abweisen wird. Dann erscheint ein paar Jahre später ein Paar in dem Gasthaus, als die Familie schon alleine feiern will, da ist der Hansl beleidigt, als der Vater es mitfeiern läßt.

Am siebzehnten Dezember führt uns Joseph von Eichdorff durch “Markt und Straßen steh`n verlassen, Still erleuchtet jedes Haus. Staunend geh ich durch die Gassen. Alles sieht so festlich aus.” und dann geht es wieder zu Robert Walser, der auf seine spezielle Art “Zwei Weihnachtsaufsätzchen” geschrieben hat.

“O du fröhliche!”, heißt es am Achtzehnten bevor uns Herbert Eisenreich erzählt, wie bei ihm die Mutter und die Tante die Geschenke hergerichtet haben.

“Friede auf Erden!”, wünscht sich am Zwanzigsten Conrad Ferdinand Mayer und ist damit leider immer noch höchst aktuell und dann kommt eine spanische Sage von den “Drei Hirtenbrüdern”, die das Weihrauch, das Gold und die Myrthe zu dem Kindlein brachten.

“O Tannenbaum, o Tannenbaum!”, tönt es am zwanzigsten und dann zieht der Weihnachtsmann traurig mit seinen Spitz herum, weil seine Geschenke den Kindern offenbar keine Freude mehr machen, so daß das Christkindlein auf die Idee kommt, den Tannenbaum mit Äpfeln, Nüssen und Kerzen zu schmücken und der “Allererste Weihnachtsbaum” ist geboren, den glaube ich, wie ich gelesen habe, auch eine deutsche Prinzessin nach Österreich bracht, etcetera.

Heinrich Heine hat ein Gedicht über “Die heiligen drei Könige” geschrieben, das man am einundzwanzigsten Dezember lesen kann, wie auch die Geschichte von Felix Timmermann, die mir schon bekannt erschien. Da gehen drei Außenseiter durch das Dorf, ein Hirte, ein Fischer, ein Bettler, haben Geschenke und Geld gesammelt und treffen dann wirklich auf ein Paar mit einem kleinen Kind, dem sie dann alles geben.

Am zweiundzwanzigsten Dezember geht es um die Flucht nach Ägypten der heiligen Familie. Da gibts zuerst ein Gedicht von Joseph von Eichendorff und dann wird die Geschichte in Form eines Arumischen Märchen erzählt.

“Morgen Kinder, wird was geben!”, heißt es dann am Dreiundzwanzigsten.

“Einmal werden wir noch wach, heißa dann ist Weihnachtstag!”

Und dann gehts ins Bücherland”, also eine etwas ungewöhnliche Geschichte, die uns Ernst Petzold das schenkte.

Am heiligen Abend gibts gleich zwei Gedichte, ein ebenfalls etwas ungewöhnliches von Rainer Maria Rilke und dann natürlich das berühmte “Stille Nacht”, das man ja nur am vierundzwanzigsten Dezember lesen oder hören darf und dazwischen erzählt und Elisabeth Borchers im “Schönsten Tag” von den Stunden vor der Bescherung.

Das war es dann. Der Advent vorbei. Weihnachten herangekommen und daher gibt es hier noch einiges Weihnachtliches zu sehen und zu lesen und natürlich mein Adventkalender von der “Nika, Weihnachtsfrau”, der ja, weil er fünfzigtausend Worte haben sollte, bis zum Silvester weitergeht. Also gibt es noch was zu öffnen:

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Ich wünsche allen meinen Lesern schöne Weihnachten!

Eine andere Welt

Jetzt kommt ein Wälzer oder ein Kanon zum “Gegenkanon”, nämlich “Bücher, die in die Zukunft weisen”, aus dem “C. H. Beck-Verlag”, herausgegeben von Jonathan Beck und da fängt es mit der Antike an. Wurden da doch Autoren ausgewählt, die ihre zukunftsweisenden Bücher vorstellten.

Die Erste in der Reihe ist Eva Gesine Baur, die, glaube ich ,unter den Namen Lea Singer schreibt und sie beginnt gleich mit “Laozi” von Dao de Jing, der ihr die Zukunft erträglich macht.

Mit Thukydides und seinen “Peloponnesischen Krieg” , beziehungsweise seiner “Historie mit Zukunftsanspruch” präsentiert von dem Historiker Jonas Grethlein vorgestellt, geht es weiter und da berichtet uns der Literaturagent Thomas Karlauf mehr von dem mir bisher völlig unbekannten Autor.

Xu Shen hat vor langer Zeit ein chinesisches Wörterbuch geschrieben und bei Marc Aurels “Selbstbetrachtungen” wird es bei mir dann etwas bekannter und am Schluß in der Antikabteilung geht es dann zur Bibel, die von dem Kirchengeschichtswissenschaftler Hubert Wolf sehr gepriesen wird.

Dann kommen wir schon zum “Mittelalter und zur frühen Neuzeit” und da wird zuerst Hildegard von Bingen “Scivias” zitiert und da rät Julia Voss den nicht Gläubigen das Buch, wie einen Lyrikband zu lesen. Friedich II hat ein “Falkenbuch” geschrieben, auch noch nie davon gehört und dann geht es schon zur Martin Luther und der “Freiheit eines Christenmenschen”.

Franziska Augstein hat sich Michail de Montaigne angenommen und hier einen Brief an den “Meister Felken” geschrieben.

Hans Pleschinski von dem ich schon einiges gelesen habe, hat über Saint-Simons “Memoiren” geschrieben.

Dann sind wir schon im “18.Jahrhundert” und da beginnt es mit Louis-Sebastien Mercier, der interessant, das Jahr 2240″ beschrieben hat, wo wir leider noch nicht nachprüfen können, wie sehr er sich irrte oder übereinstimmte.

Dann geht mit Christoph Martin Wieland weiter und dem hat sich natürlich Jan Philipp Reemtsma angenommen, der sich damit beschäftigt, “Wie man eine Anekdote liest?” Immanuel Kant erklärt uns dagegen was Aufklärung ist, um den “Ewigen Frieden” geht es bei ihm auch und Friedrich Schiller hat sich in seiner Antrittsvorlesung am 26. Mai 1789 in Jena mit “Was heißt und zu welchen Ende studiert man Universalgeschichte” beschäftigt. Davon läßt sich sicher einiges für die Gegenwart verwenden.

Das neunzehnte Jahrhundert beginnt dann mit Novalis oder Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, wie er wirklich hieß. Da hat sich Hans Maier mit dem Buch “Die Christenheit oder Europa” beschäftigt.

“Rot und Schwarz”, das von Franziska Meier vorgestellt wurde, habe ich, dank dem Bücherschrank meiner Eltern, schon gelesen.

Dann geht es zu Carl von Clausewitz, den laut Dominik Geppert, jeder kennt, aber keiner gelesen hat und seinem “Vom Kriege”, da gibt es in Zeiten, wie diesen sicher einige Gegenwartsbezüge, die sich entdecken lassen, wenn man das Buch lesen will.

Dann geht es zu Alexis von Toqueville, von dem ich noch nie etwas gehört habe, der aber gleich zweimal besprochen wird und seine Eindrücke über die “Demokratie in Amerika”.

Dann kommt schon das “Kommunistiche Manifest”, das habe ich auch nicht gelesen, obwohl man in meinen Studientagen eine billige DDR-Ausgabe nachgeworfen bekommen hat. Ich habe aber heuer das Buch über “Marx in Wien” Gerald Grassl bei der “KritLit” abgeschnorrt und ein Buch über “Marx stand still in Darwins Garten”, habe ich sogar zweimal gefunden und das passt, den Charles Darwin, ist der übernächste der für die Zukunft empfohle wird, obwohl man bei Marx zumindestesten Wien derzeit Schreikämpfe bekommt, wenn man ihn erwähnt und feststellt, daß der SPÖ Vorsitzende Andreas Babler angeblich eine Büste auf seinem Schreibtisch stehen hat.

Der Philosoph Ludwig Feuerbach wird erwähnt und dann wird es wieder literarisch wenn wir zu Gustave Flaubert kommen, von dem es, glaube ich, auch einige Romane im Bücherschrank meiner Eltern gab.

Den “Middlemarch” von George Eliot habe ich ebenfalls schon gelesen, weil es 2020 für den “Leipziger Buchpreis” nominiert war. Der nächste Roman oder ein Stück daraus, das man lesen soll ist “Der Großinquisitor” von Fjodor Michajlowitsch Dostojewskij und dann kommen wir schon zu Robert Louis Stevensons “Schatzinsel”, ein Buch, das wie Stephan Speicher schreibt, nicht nur für Kinder geeignet ist und in dem es um die Doppelrolle des Schiffkochs John Silver geht. Ein Buch, das ich wahrscheinlich in meinen Regalen, aber nicht gelesen habe und nun ein großer Sprung, wie ich finde zu Bertha von Suttners “Die Waffen nieder”, das man in der heutigen Kriegsbegeisterung, sicher sehr zum Lesen empfehlen kann, was ich schon im Gedenkjahr 2014 getan habe und dann kommt Sigmund Freuds “Traumdeutung”, das habe ich mir als Studentin gekauft und, ich glaube, auch gelesen.

“Die Erste Hälfte des 20. Jahrhundert” beginnt mit Theodor Herzls “Altneuland”, geht über zu Max Webers Kapitalismuskritik, die auch gleich zweimal gewürdigt wird. Käthe Kollwitz “Tagebücher” werden erwähnt und dann die von Franz Kafka, die habe ich einmal im Bücherschrank gefunden und auch gelesen, obwohl ich ja kein Kafka-Fan bin. 

“Dada” ist kein Buch sondern eine Kunstrichtung wird aber trotzdem von Thomas Krüger erwähnt und zusammengefasst.

Dann kommen wir zu dem Russen Jewgeni Samjatin, der mit seinem dystopichen Roman “Wir”, schon Orwells “1984” und Huxleys “Schöne neue Welt” vorweggenommen hat.

Robert Musils “Mann ohne Eigenschaften” habe ich im Sommer 1974 im Gartenhaus am Almweg gelesen und nicht verstanden. Das Wiederlesen würde sich also lohnen, aber wann nehme ich mir die Zeit dazu?

Und Joseph Roths “Radetzkymarsch”, auch ein Fund aus dem Bücherschrank habe ich schon gelesen. Man sieht, daß der Bücherkasten in der Wattgasse offensichtlich gut gefüllt war.

Dann kommen wir zu Ernst und Friedrich Georg Jünger und der Erstgenannte galt ja lang als Naziautor. Das scheint sich jetzt geändert zu haben und ich kann wahrscheinlich auch einiges von ihm in meinen Regalen finden.

Bei Stefan Zweig, von dem es ja einmal geheißen hat, daß man ihn aus dem Kanon streichen soll, wird der “Erasmus” zitiert. Den habe ich, glaube ich, gefunden aber nicht gelesen, halte seine Biografien ,aber nicht für so besonders und würde wenn ich für das Buch eingeladen würde “Die Welt von gestern” vorschlagen.

Das “Tagebuch der Anne Frank” wird natürlich auch erwähnt und gehört gelesen. Dann kommen wir zu Hermann Hesse, dessen “Sidharta” ja ein Jugendpflichtbuch ist. “Unterm Rad” habe ich nach meiner Matura gelesen und sein Wohnhaus auch bei einem unserer Schweiz-Urlaube besucht. Hier geht es um das “Glasperlenspiel” und das müßte ich noch lesen.

Von Karl Raimund Popper, dem berühmtenNamensgeber der “Popper-Schule” wird “Die offene Gesellschaft und ihre Feinde” besprochen, was ein interessanter und neugierig machender Titel ist.

Primo Levi war wie Luca Guilani schreibt, eigentlich ein unauffälliger Mensch, der in seinen Geburtshaus in Turin auch gestorben ist, wenn da nicht Auschwitz und sein berühmtes “Ist das ein Mensch?” gewesen wäre.

Und bevor wir zu der “Zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts” kommen, wird natürlich noch George Orwell und sein berühmtes Buch besprochen, das leider inzwischen gar nicht mehr dystopisch ist und das habe ich als Studentin, glaube ich, in der Wattgasse gelesen. Im Seminar des Stephan Teichgräbers besprochen und es mir auch in zwei meiner Texte zum Vorbild genommen.

Die zweite Hälfte beginnt dann mit Hannah Arendt und ihren “Elementen und Ursprünge totaler Herrkunft.”

Im Romanbereich wird Ray Bradburys “Fahrenheit 451” vorgestellt. Da habe ich zwar nicht das Buch gelesen, aber in den Siebzigerjahren den Film mit Oskar Werner als Feuerwehrmann gesehen.

Mit Raymond Chandler wird ein Krimiautor beworben und weil die ja nicht zur ernsten Literatur zählen, muß Paul Ingendaay betonen, daß der “Lange Abschied” schon zum dritten Mal übersetzt wurde.

Nach Leo Brandt wird Günther Anders erwähnt, der in erster Ehe mit Hannah Arendt in zweiter mit Elisabeth Freundlich verheiratet war und sich mit ihr in Wien niederließ und seine “Antiquiertheit des Menschen sehr gelobt.

Astrid Lindgren muß in dem Buch natürlich auch vorkommen. Aber hier wird statt der “Pippi”, die “Madita” erwähnt.

Der mir unbekannte Frantz Fanon hat “Die Verdammten dieser Erde” geschrieben und der Verleger Christoph Lincks, der in der DDR aufgewachsen ist, erzählt uns, daß das Buch dort nur schwer zu bekommen war.

James Baldwin, der von Rene Aguigah vorgestellt wurde, habe ich dagegen schon gelesen, da er ja jetzt, glaube ich, sehr modern und in aller Munde ist.

Dann kommt der Nobelpreisträger von 2016 Bob Dylan, der wahrscheinlich mit “Blonde on Blonde” keinen Roman geschrieben hat. Dafür hat Vladimir Nabokov der in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen ist, eine Autobiografie geschrieben.

Dann kommt der 1877 in Königsburg geborene Rudolf Borchardt der mit dem “Leidenschaftlichen Gärtner” offenbar ein Gartenbuch geschrieben hat mit dem er seine politische Meinung ausdrückte.

John H. Elliott wird erwähnt und verschiedene Wirtschaftskritiker.

Harold James schreibt, daß er “hätte es den 24. Februar 2022 nicht gegeben” sich nicht für Alexander Solschenizyn entschieden hätte.

“Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten” wird auch beschrieben und der schon erwähnte Carl von Clausewitz wurde von Raymon Aron in einem Roman erwähnt.

Die “Soziale Systeme” des Soziologen Niklas Luhmann werden von Armin Nassehi kommentiert. Dann wird wieder literarischer wenn wir zu Italo Calvino kommen.

Saul Friedländers “Das dritte Reich und die Juden” wird von Gerd Krumeich besprochen, ebenso wie die “Geschichten eines Deutschen” des Journalisten Sebastian Haffner von Volker Ullrich.

Dann kommen wir schon ins “21. Jahrhundert”, obwohl die Autoren, die da besprochen werden, lange vorher geboren wurden, also keine Debuts, die müssen wohl noch auf sich warten, denn es beginnt mit dem 2009 verstorbenen Ralf Dahrendorf, den ich, glaube ich, auf einigen Veranstaltungen erlebte und seiner “Suche nach einer neuen Ordnung”.

Der schwedische Schrftsteller Per Olov Enquist von dem ich einige Bücher gefunden aber noch nichts gelesen habe, ist 2020 gestorben. Sein “Besuch des Leibarztes” ist sehr berühmt, hier wird aber “Großvater und die Wölfe” erwähnt.

Dann gehts zur Widerstandkämpferin Freya von Moltke deren Mann im Jänner 1945 zum Tode verurteilt wurde.

Wieder geht es viel um Kapitalismustheorien, die Geschichte des Kongos und die chinesische Geschichte, bevor wir zu Greta Thunberg kommen, die jetzt ja ein bißchen in Ungnade gefallen ist und die ja will “dass ihr in Panik geratet!”, das waren wir ja die letzten drei Jahre und sind es immer noch, so daß es gut ist wenn uns Cedric Herrou rät “Ändere deine Welt” und auf das “Recht der gelebten Brüderlichkeit” setzt.

Die Corona-Pandemie wird erwähnt und beschrieben, wie sie alles, besonders das Schreiben und die Sicht auf Bücher, geändert hat.

Andrej Kurkows, von dem ich heuer schon zwei Bücher gelesen habe, “Tagebuch einer Invasion” wird von Aleida Assmann thematisiert, der uns den Unterschied zwischen Ukrainern und Russen erklärt.

Ein spannendes Buch, das einer viele Einblicke und Leseempfehlungen gibt, viel Philopsophie, Kapitalismuskritik, etcetera und viele Autoren von denen ich noch nie etwas gehört habe.

Ob ich die vorgeschlagenen Bücher lesen werde, weiß ich nicht, bin ich ja eher an der Gegenwartsliteratur interessiert, kann das Buch aber gerade für die Weihnachtsfeiertage sehr empfehlen.

Hinter der Hecke die Welt

Jetzt kommt noch ein Klimaschutz- und Umweltroman, was in Zeiten wie diesen ja sehr modern ist.

“Hinter der Hecke die Welt” von der 1988 in Basel geborenen Gianna Molinari, die beim “Bachmann-Preis” gelesen hat und mit ihren Debut sowohl auf der dBp als auch auf der Schweizer-Liste stand. Auf dieser hätte sie mit ihrem neuen Buch auch stehen können, also eine kleine Vorschau auf das Schweizer Buchpreislesen, das demnächst folgen wird und das Buch ist eigentlich eine Sammlung von kleinen Stückchen und Zeichnungen gibt es auch dabei.

Da gibt es ein Dorf, das sich an das Verschwinden macht. Da gibt es ja auch ein Buch auf meiner Leseliste. Um das Dorf gibt es eine Hecke, die wächst und wächst und Touristenbusse zum Bewundern bringt und es gibt nur zwei Kinder in dem Dorf. Lobo und Pina, die nicht wachsen, weshalb die Experten auch immer zum Vermessen kommen.

Pina lebt mit ihrem Vater in der einzigen Pension, die keine Gäste hat und Lobo bei seiner Großmutter Loma. Pinas Mutter Dora forscht dagegen in der Anarktis und ihr sind immer wieder Kapitel gewidmet. In dem Dorf gibt es ein Museum, das von Loma bewacht wird und eine Gärtnerin, die die Hecke betreut, gibt es auch.

Dann gibt es einen Brandt, der die Hecke zertört und die Touristen zum Verschwinden bringt, wie auch immer wieder andere Dorfbewohner und auch Gegenstände verschwinden. Am Schluß verschwindet auch noch Lobo, der dafür den Getränkeautomat geplündert hat und am Buchrücken kann man lesen: “Nach ihrem vielfach preisgekrönten Debut “Hier ist noch alles möglich” – legt Gianna Molinari ihren zweiten Roman vor, der unsere Vorstellungen von Wachstum und Stillstand hinterfragt und dabei ebenso viel poetische wie politische Kraft entfaltet.”

Trojanow trifft Deniz Utlu

Das ist ja eine Reihe in der “Alten Schmiede”, wo Ilija Trojanow ein Gespräch mit einem Autor führt und der oder die aus dem jeweiligen Buch liest.

Jetzt in der letzten Veranstaltung in diesem Jahr war der 1983 in Hannover geborene Deniz Utlu, der Gesprächspartner und der hat, glaube ich, heuer in Klagenfurt einen Ausschnitt aus seinem Buch “Vater Meers” gelesen und das ist ja interessant, denn da gibt es einen anderen in Deutschland geborenen jungen Türken, der 2021, glaube ich, in Klagenfurt gelesen hat und mit “Vatermal” auf der deutschen Shortlist gestanden ist.

Interessant denn bei Necati Öziri liegt der Sohn im Krankenhaus und denkt an seinen ihm unbekannten Vater, bei Deniz Utlu besucht der Sohn den Vater und der ist dreizehn Jahre alt, als sein Vater nach zwei Schlaganfällen in ein Koma fällt und bis zu seinem Tod zehn Jahre später ist die Kommunuikation nur durch Augenbewegungen möglich und so muß sich der Sohn das Vaterbild erfinden oder neu erschaffen.

Die erste Stelle die Deniz Utlu gelesen hat, handelt von Schwimmen, da springt der Sohn auf eine Aufforderung des Vaters ins Wasser und der sagt “Mach mir nie wieder solche Angst!”

Das Gespräch zwischen den beiden Autoren war sehr interessant und Deniz Utlu hat wahrscheinlich eine kunstvollere Sprache als Necati Öziri, der eigentlich dicht an der Realität bleibt.

Darüber drehte sich das Gespräch und am Ende wies Iijia Trojanow auf das neue Programm hin und lobte die “AS”, “wo die Literatur noch nicht so ausgedünnt wo anderswo ist!”

Seien wir also gespannt, ob es so bleibt und im Februar gibts, glaube ich, die nächste “Trojanow trifft…- Veranstaltung.

Brust

Jetzt kommt ein Sachbuch beziehungsweise die “Geschichte eines politschen Körperteils” der 1968 geborenen Kunsthistorikerin Anja Zimmermann.

“Endlich ein Buch über das irritierende und sogar irritierende Potential der weiblichen Brust” hat Mithu Sanyal in der Beschreibung gejubelt.

Und dann geht es in der Einleitung des “Wagenbach-Buches”, das ich als Pub geschickt bekommen habe, los mit der Aufregung in Berlin 2021, als sich eine Architektin in einem Park die Brust entblößte und der Polizei übergeben wurde. Die hat geklagt und dann wurde das Brustentblößen erlaubt und Anja Zimmermann stellt sich die Frage, was an der weiblichen Brust so aufregend ist?

Nur erotisierend oder zum Stillen gebraucht? Das ist zu einfach findet sie und zeigt dann ein Bildchen, wo ein Mann mit kurzer Hose und nackter Brust einer gleichaussehnden Frau vorwirft, daß es obzön ist, wenn sie sich so zeigt.

Gibt man im Netz das Wort Busen ein, sieht man lauter erotische junge Brüste, während die alten Brüste, die bis zum Nabel hinunterhängen verschämt verborgen werden und in Frankreich hat man versucht den Frauen den Burkini zu verbieten, weil sie als Zeichen der Freiheit ihren Busen herzeigen müßen. Das passiert in Form des Bikini oder des Monokinis, der die Brust mit zwei Strreifen durchkreuzt, aber auch als obzön angesehen wird.

“Anziehen-Ausziehen” heißt dann das erste Kapitel und da geht es um das Korsett, das den Frauen früher aufgezwungen wurde. Das Reformkleid wurde dagegen erfunden und damit hatten die Frauen auch ihre Schwierigkeiten mit der Polizei, wie der “Simplizissimus” zeigte.

Aber vorher geht es durch die kirchlichen Darstellung der weiblichen Brust. Lust oder Laster ist da die Frage und kein anderer als Rousseau hat sich dafür eingesetzt, daß die Frauen ihre Kinder selber stillen sollen und nicht den Ammen übergeben. Dann wird die Frage der Erotik der afrikanischen Brust aufgeworfen. Josephine Baker, die mit einer Perlenkette ihren nackten Busen zierte, wird da angeführt.

Gehen wir noch weiter in die Geschichte hinauf, kommen wir zu den Busengrapschern, zu me too und zu den Migranten, die sich an dem weiblichen Busen vergreifen.

“Frauen klagen an” schreibt da der “Fokus” auf sein Titelblatt und der “Spiegel” hat das schon vorher mit “Der belästigten Frau” getan, wo da die Nippel begrapscht werden.

Und als Carola Rackete ohne BH zur Gerichtsverhandlung erschien, war das ein Skandal, wie auch von den Lehrerinnen gefordert wird, einen solchen zu tragen, damit die pubertären Knaben dadurch verwirrt nicht am Aufpassen gehindert werden.

Im nächsten Kapitel geht es um die Venus, das heißt um ihre verschiedene Darstellung von der von Willendorf bis zu der von Botticelli mit der Muschel, die schamhaft mit der Hand eine ihrer Brüste bedeckt. Es gibt die Hottentottenvenus, also die rassistische Darstellung von schwarzen Frauen. Da wird wieder Jjosephine Baker erwähnt, die ja auch schwarze Venus genannt wurde.

Über die Pornographie geht es zu den feministischen Darstellungen der Neunzehnsechzigerjahre. Da wird Valie Export mit ihren Tapp- und Tastkino als Beispiel genannt und interessant dabei, daß die Reporter darauf hinwiesen, daß Waltraud Höllinger, wie die Künstlerin wirklich hieß, Mutter ist, während sich bei Peter Weibel, der sie begleitete, niemand erkundigte, ob er Vater ist?

Und weil es ein modernes Buch ist, wird auch die Brust als sekundäres oder sogar als primäres Geschlechtsorgan in Frage gestellt und auf Reisebeschreibungen hingewiesen, die von stillenden Männern berichteten.

Dann kommen wir wieder zum Stillen, da hat ja Rousseau oder die französische Revolution die Frauen aufgefordert ihre Kinder selbst zu stellen und sie dadurch vielleicht von der Öffentlichkeit verdrängt und es werden auch die Beispiele von den stillenden Ziegen erwähnt und und dann kommen wir zu dem Protest der Frauenbewegung der Neunzehnsiebzigerjahre. Da haben sich ja Frauen entblößt um bei Gerichtsverhandlungen zu protestieren und Mama Merkl ist einmal zu tief dekolletiert bei einem Staatsauftritt aufgefallen, was großen Protest auslöste.

Es gibt die Brustvergrößerungen und Verkleinerungen, auch die bei Transpersonen und dann kommen wir zur Fragen, ob man Fußballspielende und sich für Mathematik interessierende Mädchen gleich eine Geschlechtstansformation schmackhaft machen soll.? Alice Schwarzer, die berühmte “Emma”, hat dagegen protestiert, aber den Fußballspielenden Frauen hat man ja lange den Busen hochgebunden oder überhaupt gemeint, daß Frauen nicht fußbll spielen dürfen. Die Abhilfe ist der Sport-BH, den es inzwischen gibt.

Das wars dann der Parcour durch den weiblichen Busen, den Anja Zimmermann in ihren Buch auch ein wenig in Frage stellte und am Schluß gibt es noch eine Darstellung von einem Busen, der von zwei Büchern gehalten wird.

Radiophones Klimastück

Ich bin ja nicht so unbedingt ein Hörspielfan, gehe aber regelmäßig zu langen Nacht oder zum Hörspielfestival, wie das jetzt heißt und manchmal auch in die “Alte Schmiede” wenn Andreas Jungwirth dort seine Radiophone Werkstatt vorstellt.

So war ich dort Anfang März 2020 bevor der Corona- Schock ausgebrochen ist und jetzt geht es ja um das Klima und um den Klimalockdown, der überall und auch in meinen dystopischen Szenen, befürchtet wird.

So hat die Drehbuchautorin oder Regisseurin Kerstin Schütze, die am Reinhardt-Seminar ein Drehbuchseminar für die dortigen Studenten hat, dort den writing room ausprobiert. Das heißt, die Drehbuchautoren schreiben ja gemeinsam an ihren Stücken und das hat Kerstin Schütze auch getan oder nein, sie ist zu der 2005 geborenen Klimaaktivistin und Poetry Slamerin Paula Dorten gegangen, die gerade ihre Matura machte, aber schon einen Prosatext in Ö1 hatte und hat sie um einen Text gebeten und so ist das Hörstück “Der Ernstfall” entstanden, das dreiundzwanzig Minuten dauert und von Paul Kraker als Nachrichtensprecher eingespielt wurde.

Der erklärt den Klimanotstand, das Wasser wird rationiert, man darf nicht mehr baden und nicht mehr schwimmen und die umweltbewußte Mutter bietet ihren Kind im Supermarkt Wassermelone und Gurken statt Scholokade an. Ein Autorin verdurstet dabei und einer probt den Aufstand beziehungsweise flüchtet auf Land, was, wie offenbar auch bei Corona streng verboten war. Interessant, daß die Polizei dann mit Wasserwerfern auf die Demonstraten losgeht und der Widerständige erschossen wird, während alle andere baden gehen und man sich fragen kann, ob das jetzt ein Traum war oder eine Dystopie?

Das Material ist wohl von den Corona-Maßnahmen inspiriert und, daß man keine Pool mehr füllen darf, wurde schon im Sommer diskutiert.

Es gab dann eine Diskussion über die Entstehungsweise und Paula Dörten scheint sprachlich sehr begabt zu sein und hat sehr poetischen Wendungen, obwohl da ja die Studenten mitgeschrieben haben und am Schluß präsentierte dann die junge Autorin ihre Lebensbiografie als Bobokind, was mich sehr an die Anna erinnerte, denn die war auch in einer freien Schule, aß Konrspitze und wenig Schokolade. Aber die wird jetzt schon vierzig und die Corona-Zeit hat in Paula Dortens Biografie auch gefeht, denn das sie sechzehn war, gab es ja die Lockdowns und wahrscheinlich keine verrauchten Zmmer, wo Marx gelesen wurde.

Interessant für eine ,die sich ja seit drei Jahren mit der Corona-Aufarbeitung beschäftigt und sehr viel, wenn vielleicht auch in einer weniger poetischen Sprache darüber geschrieben hat.

Ein Abend über Gerhard Kofler

Gerhard Kofler ein Namensvetter des berühmteren Werner, nicht verwandt oder verschwägert, denn Kofler gehört zu den vierthäufigsten Namen in Südtirol, war nach Josef Haslinger Generalsekretär der GAV und er war ein sehr beschwichtigender überall vermittelnder Mann, so habe ich als er die “Freiheit des Wortes” abschaffen wollte, sie übernehmen können und 2001 und dann von 2003-2009 organisiert. Er hat mir, glaube ich, auch andere Lesungen vermittelt, vor allem, die in NÖ, weil wir ja in den Neunzigerjahren von St. Pölten nach Wien pendelten und als die Anna in der Rahlgasse von der Praktikantin ihrer Deutschlehrerin Alexandra Millner unterrichtet wurde, hatte die ein Textteilchen von Werner Kofler für die Kinder.

“Da gibt es auch einen Gerhard!”, hat die Anna gesagt und die Frau Millner hat sich gewundert, woher sie den Namen kennt und mich dann zu einer Lesung in die Rahlgasse eingeladen.

Dann kann ich mich noch an einen Aufenthalt in Mürzzuschlag ein Fest für Gerhard Rühm oder Friederike Mayröcker wird das gewesen sein, wo ich mit ihm und der Marie Therese Kerschbaumer in einem Cafe gesessen bin. Bei seinem Begräbnis bin ich gewesen. Da war am Ottakringer Friedhof, wo auch meine Großmutter liegt, Robert Schindel hat das Kaddisch gesprochen und andere Religionen waren auch da und nachher gab es eine Veranstaltung mit Karl Markus Gauss und seine zweisprachigen Lesungen habe ich bei der Lyrik im März hören können und da glaube ich irgendwoher ein “Herbstpresse-Bändchen” gefunden, das ich, als wir mit der Anna im Lesachtal schifahren waren, mitgenommen haben, als ich in Bruneck war und dort gelesen.

So weit meine Gerhard Kofler erinnerungen. Ene Gedichtpräsentation in der “AS” hat es seit seinem Tod 2005 auch gegeben und heute hat sich Markus Köhle in seiner “Retrogranden aufgefrischtReihe” dem Südtiroler GAV- Generalsekretär angenommen und vorher gab es einen Film von Astrid Kofler, auch nicht verwandt und verschwägert, denn im Februar würde er fünfundsiebzig werden, der in Bozen geboren und in Brixen aufgewachsen ist, weil seine Eltern dort eine Radiohandlung hatten und da gibt es in beiden Städten eine Ausstellung und der Film ist interessant, denn man sieht Gerhard Kofler im Schneegestöber 2005 wahrscheinlich mit Regenschirm herumstapfen und seine Gedichte zitieren. Man hört ihm im Cafe Central über den Wiener Kaffee schimpfen. Das wird sich inzwischen geändert haben, denn in jeden Cafe stehen heute wahrscheinlich italienische Kaffeemaschinen. Bis halb zehn ist er dort gesessen, hat gedichtet und dann noch den Peter Altenberg, der auch dort sitzt, über die Glatze gegriffen und dann kann man auch in die Ausstellung schauen und hören und staunen, daß es in Wien in der “AS” eine Veranstaltung im Rahmen der “Retrogranden” über ihn gab, aber die fand erst eine Stunde später statt.

Annemarie Türk war wieder da, denn sie hat ihn in Salzburg, wo er offenbar auch eine Zeitlang lebte kennengelernt. Sein Frau Hannelore und auch sonst sehr viele Fans und Bekannte und man konnte hören, daß Gerhard Kofler ein reiner Lyriker war. Das heißt zwei Notizbücher hat es schon gegeben und er hat seine Gedichte zuerst auf Italiensich, dann auf Deutsch geschrieben und das zweite Notizbuch wurde überhauüt erst posthum von Leopolld Federmair übersetzt, herausgegeben.

Dann ist es in den Keller oder in den Souterrain gegangen, wie Annalena Stabauer sagte und Markus Köhle hat sich darüber belustigt, daß seine Veranstaltung schon stattgefunden haben soll.

Macht aber nichts, war eine doppelte oder halbe Premiere und Markus Köhle hat wieder sein Einleitungsreferat gehalten bevor Siljarosa Schletterer aus Tirol und 1991 geboren bedauerte, daß sie den großen Poeta nicht persönlich kennenlernen konnte.

Dann kam Sabine Gruber auch aus Südtirol und Sekretärin in der GAV als Gerhard Kofler dort Generalsekretär war und hat aus den Notizbüchern gelesen oder sie kommentiert und der 1990 in Südtirol aufgewachsene Matthias Vieida präsentierte das “Radio Kofler”, was sehr lustig war und am Schluß gab Markus Köhle noch einige Anekdoten über Gerhard Kofler von sich, denn er er sucht immer solche über die Autoren, die er vorstellt und der nächste wird der Kärntner Werner Kofler sein und da hätte ich schon etwas anzubieten. Bin ich ja einmal, als es den Südbahnhof noch gab, zum “Tag der Freiheit der Wortes” nach Klagenfurt gefahren und dort Werner Koflers Koffer im Abteil gehabt, der ihn in Wien abstellte und dann offenbar sofort im Speisewagen verschwunden ist.