Gittersee

Jetzt kommt Buch dreizehn der deutschen Longlist und das dritte der vier die sich mit der DDR beschäftigen. Ein wichtiges Thema, obwohl ich in den letzten Jahren öfter hörte, daß das niemanden mehr interessiert, mich eigentlich schon und das Debut der 1992 in Ludwigsburg geborenen Charlotte Gneuss hat auch großes Aufsehen erregt.

Sie hat den “Aspekte Literaturpreis” damit bekommen und es wurde, was ein bißchen fraglich ist, darüber diskutiert, ob eine im Westen geborene über die DDR schreiben kann? Wie heißt das von dem Schnitzel in der Bratpfanne?

Gneuss Eltern kommen aus der DDR, warum also nicht und klar, daß sie sich für das Schicksal ihrer Eltern interessiert. Der Verlag hat Ingo Schulze, habe ich gehört, das Buch übergeben, damit er es auf eventuelle Fehler überprüfen kann. Er hat einige gefunden beispielsweise, daß man in den Siebzigerjahren nicht in der Elbe schwimmen konnte, weil die zu schmutzig war.

Diese Liste wurde der Jury zu gespielt und bei “Amazon” kann man reiheweise Rezensionen lesen, daß das Ostleben falsch beschrieben wurde.

So what, Daniel Kehlmann hat W. G. Papst, glaube ich, auch nicht ganz realitätsgetreu beschrieben und sich auf seine künstlerische Freiheit bezogen,Literatur ist Lüge oder Fiktion, sagte er, glaube ich, über “F” . aAber hier das große Geschrei und wenn man das weiter ausdehnt, dann darf man über überhaupt nichts mehr schreiben und wir können unseren Horizont auch nicht mehr durch das Lesen erweitern.

Aber nun zum Buch. Gittersee ist ein Vorort von Dresden, ein sehr ländlicher offenbar, weil es dort Kühe gibt. Das Buch spielt in den Siebzigerjahren. Karin ist sechzehn, muß die kleine Schwester hüten, die Großmutter ist eine strenge Frau mit NS- Verganenheit und die Ehe der Eltern ist nicht sehr gut. Da kommt Freund Paul daher und fragt “Hast du Lust auf ein Abenteuer?”

Sie soll mit ihm und einem Freund übers Wochenende in die Tschechei fahren und ertappt ihn dabei, daß er viel mehr Geld, als erlaubt, dabei einpackt. Sie hat keine Lust, denn die Eltern würden es nicht erlauben. Sie will sie auch nicht fragen und ein paar Tage später steht die Stasi vor der Tür und eruriert auf Verdacht wegen Republikflucht.

So weit so what und nun wird der sozialistische Alltag der Sechszehnjährigen beschrieben. Die Mutter trennt sich, die beste Freundin wendet sich einer anderen zu und der Stasimann Wickwalz verhört und verhört, erzählt ihr etwas über die Mondscheinsonate und bietet ihr Bier und Zigaretten an.

Karin erfährt von ihrer Freundin Marie, daß Paul in Düsseldorf ist und verrät nach und nach alles und es wird vielleicht so gewesen sein, in der DDR. Vielleicht war es auch anders. Es wird auch nicht alles überall gleich gewesen sein und jeder hat wahrscheinlich anders reagiert und jetzt wartet noch das Buch der Anne Rabe auf mich, das auf der Shortlist gestanden ist und das wurde überall sehr gelobt, ich bin gespannt.

Schock in der U-Bahn

Und jetzt eine Kostprobe aus meinem heurigen “Nichtnanowrimo”, der “Stalkingstory”, die ich in diesem Monat korrigieren und eventuell erweitern werde und die derzeit aus 36.690 Worten, einundvierzig Szenen und über dreiundsiebzig Seiten besteht.

“Laura Hofgarten atmete tief durch, als sie die Werbeagentur verließ, bei der sie ab Montag Praktikantin sein würde.

“Geschafft, geschafft!”

Sie könnte sich freuen und erleichtert sein, dachte sie und schüttelte den Kopf. Denn das war sie nicht. War sie undankbar, daß sie sich nicht freuen konnte, daß das Leben weiterging und die Pandemie und die Schrecken der letzten Jahre vorüber waren und sie alles vergessen konnte, wie ihr ihre Schwester Barbara, die besorgte Sozialarbeiterin, immer predigte? Wenn das nur so einfach wäre, dachte Laura seufzend und schlug den Weg zur U-Bahnstation ein, um nach Hause zu fahren, wo sie Barbara von ihrem Erfolg berichten konnte. Das war es auch. Das wußte sie schon. Da hatte die Schwester recht, daß sie sich freuen und das Andere vergessen sollte. Denn jetzt war sie zu Barbara gezogen und konnte die Lockdowns vergessen, die sie mit Walter dem damaligen Lebensgefährten der Mutter, die als systemrelevante Krankenschwester in ihrer Klinik gebraucht wurde, in der Wohnung verbracht und dort mehr oder weniger verzweifelt versucht hatte, ihr Graphikdesignstudium im Distancelearning zu beenden. Das war jetzt geschehen, dachte Laura, atmete erleichtert auf und versuchte sich zu freuen. Natürlich war es schön, daß ihr das gelungen und die Lockdowns und die Pandemie vorüber waren. Sie würde am Montag mit einem Praktikum bei “Allfritz” beginnen und die Idee Comics zu zeichnen, hatte sie auch nicht aufgegeben. Alles bestens also und in schönster Ordnung, auch wenn sie noch ein bißchen brauchte, um sich zu freuen, würde sie es versuchen und am Abend mit Barbara ein Gläschen Wein trinken. Die Mutter würde sie auch anrufen und ihr berichten, daß es mit dem Praktikum geklappt hatte und sie sich keine Sorgen machen mußte. Eigentlich machte Laura sich Sorgen, um die Mutter, an der die letzten Jahre auch nicht spurlos vorübergegangen waren. Die sie in Verdacht hatte, depressiv zu sein und die höchstwahrscheinlich öfter, als ihr gut tat, nach einem Gläschen griff. Vielleicht hatte sie all das auch noch nicht verkraftet, obwohl es gut war, daß sie sich von Walter getrennt hatte. Für sie war es gut. Für die Mutter vielleicht weniger, dachte Laura, als sie die U-Bahnstation erreicht hatte und die Stufen zum Bahnsteig hinunterging. Obwohl es ihr egal sein könnte, wie Barbara immer predigte. Natürlich war es so. Da hatte die Schwester schon recht. Die Pandemie war vorbei und als die Lockdowns vorüber waren und sie wieder normal die Wohnung verlassen konnte, hatte sie ihre Koffer gepackt und war zu der Schwester gezogen.

“Das wird dir gut tun!”, hatte die behauptet und nur die Mutter hatte traurig geschaut, wie sie sich erinnern konnte, obwohl sie nichts dagegen gesagt hatte. So war sie ausgezogen und hatte die Mutter mit Walter zurückgelassen, den diese, wie sie ihr vor vier Wochen mitgeteilt hatte, hinausgeschmissen hatte.

“Ich habe mich von Walter getrennt, Laura! Jetzt kannst du mich wieder besuchen kommen!”

Laura hatte es ihr versprochen und nur die vernünftige Barbara hatte sich eingemischt und “Du mußt nicht, Laura! Nur wenn du es willst!”, gesagt. Und das wußte sie ganz ehrlich nicht, obwohl sie es der Mutter versprochen hatte. Inzwischen war der U-Bahnzug eingefahren. Laura hatte sich hineingedrängt, einen Platz gefunden und dachte erleichtert, daß man nun auch in Wien schon seit einem halben Jahr keine Maske mehr in den Öffis tragen mußte, obwohl für den nahenden Herbst wieder gefordert wurde, um sich und die vulnerablen Gruppen zu schützen, eine solche freiwillig zu tragen. Laura wusste auch hier nicht recht, ob sie das wollte oder nicht? Das heißt, sie wollte es natürlich nicht. Hatte auch keine solche aufgesetzt. Andererseits konnte sie nicht verhehlen, daß sie etwas ängstlich war und nicht krank werden wollte. Aber jetzt war keine Gefahr, denn der Zug war nicht so voll, so daß der Babyelefantenabstand gewahrt werden konnte, obwohl der auch nicht mehr vorgeschrieben war. Laura atmete noch einmal auf und sah in das maskenlosen Gesicht des jungen Mannes, der ihr gegenüber saß. Ein attraktiver junger Mann mit einem braunen Wuschelkopf und einer runden Brille, der sie anzustarren schien, so daß sie, als gebranntes Kind den Kopf, erschrocken den Kopf schüttelte und abwehrend dreinschaute. Sie wollte ihre Ruhe haben, sich über ihren Erfolg freuen, nicht angequatscht und dadurch an Walter erinnert werden, dachte sie und versuchte noch abwehrender zu schauen, als sie hörte, daß er jetzt etwas herausstotterte, daß wie “Haben Sie etwas Zeit? Wollen Sie ein Cola oder einen Kaffee mit mir trinken?”, klang. Das heißt, soviel hatte er, der etwas schüchtern schien, gar nicht herausgebracht. Denn da hatte sie wieder Walters Grinsen und seine grapschende Hand vor ihrem Gesicht gesehen, mit der er ihr über ihren Schenkel gefahren war und sie an sich gedrückt hatte, so daß sie gar nichts weiter hören, sondern schleunigst aussteigen sollte, um nicht den U-Bahnzug vollzukotzen und dann vielleicht Strafe zahlen mußte, obwohl sie nichts dafür konnte, daß Walter grapschende Hand und sein schleimiges Gesicht nicht aus dem Kopf zu bekommen war und sie das Geschehene nicht vergessen konnte.

“Stop, halt!”, verzweifelt denken. Dann war sie schon aufgesprungen und aus dem Zug gestürzt, der gerade in die Station eingefahren war. Nicht auf den Perron kotzen und Strafe für etwas zahlen, für das sie nichts konnte. Das nicht ihre Schuld war, wie ihr Barbara ständig predigte, dachte Laura, die die Toilette gerade noch rechtzeitig erreicht hatte.

“Alles gut, Laura!”, murmelte sie mit hochroten Kopf vor sich hin, hielt den dann über das Waschbecken, um sich den <mund mit kalten Wasser auszuspülen.

“Alles gut, Laura! Du kannst dich beruhigen! Es ist nichts geschehen und es ist auch nichts dabei, wenn dich ein schüchtener junger Mann ansprechen will!”

Barbara würde das sogar gefallen, die ihr immer einredete, daß sie sich nicht so einigeln, sondern ihr Leben genießen sollte, da die Pandemie vorbei, Walter Krieger und sie ausgezogen und eigentlich nichts geschehen war.

“Gar nichts war geschehen!”, dachte sie, als sie vorsichtig die Toilettentür öffnete, um nachzusehen, ob ihr der Wuschelkopf vielleicht nachgeschlichen war, um dann sogar ein wenig enttäuscht zu sein, daß er nicht zu sehen war und höchstwahrscheinlich über die flüchetende Laura den Kopf schüttelnd, weitergefahren war, während sie auf den nächsten Zug warten musste.

“Stell dich nicht so an, Laura!”, schimpfte sie mit sich.

“Es ist nichts passiert und das Leben ist schön! Du kannst nach Hause fahren und mit Barbara ein Gläschen Wein trinken” Ihr erzählen, daß es mit dem Praktikum geklappt hatte und sie am Montag in der Agentur anfangen konnte!”

Der Mutter würde sie das Gleiche erzählen. Konnte es aber nicht. Zumindestens nicht gleich. Denn jetzt meldete sich ihr Handy. Es war ihre Freundin Sandra, die wissen wollte, wie es mit dem Praktikum stand?

“Hast du Zeit, Laura? Können wir uns im “Phil” auf einen Cafe latte treffen? Ich habe dir etwas zu erzählen, denn ich habe, da wir jetzt beide mit unseren Studium fertig sind, einen tollen Plan!”

And the winner is….

Wer wird heuer den österreichischen Buchpreis und den für das Debutt gewinnen? Eine interessante Frage, die ich nicht beanworten konnte, obwohl ich diesmal zum ersten Mal seit 2016 alle Bücher gelesen habe und auch eine Schätzung hätte.

Es ist aber schon passiert, daß der gewinnt, dem ich das am wenigsten zugetraut hätte. Das wäre diesmal Maja Haderlap gewesen, deren Buch mir nicht so gefallen hat und dann Teresa Präauer, da sagte mir ja Robert Huez auf meine Frage letzte Woche, Teresa Präauer.,

Die wird sehr gehypt, ist aber kein Roman. Aso ich hätte mich zwischen den beiden Herren Haas und Setz zu entscheiden und da Clemens J Setz ja auf allen Listen gestanden ist, wäre er ein geeigneter Kanditat, obwohl das Buch eigentlich gar nicht so surreal war, wie man Clemens j. Setz zugetraut hätte. Da bliebe noch Milena Michicko Flasar, die eher stille literarische Stimme, die irgendwie am Literaturrand steht und das japanische Leben beschreibt..

Bei den Debuts hätte ich auf Reisinger oder Daribi getippt, weil mir Olah wvon dem ich eigentlich erwartete, daß er der Gewinner ist, zusher an Bernhard und Winkler erinnerte.

Also spannend und der heutige Tag war auch schon “Buch-Wien” orientiert, hat mir ja DTV ein Blogger- Kit zugeschickt, damit ich die “Buch-Wien” gut überstehe. Werde ich wahrscheinlich und dann auf ins Casino am Schwarzenbergplatz und war früh daran, so daß ich den Einzug der Prominenz, die mich ja alle wieder mal übersehen hat, beobachten konnte.

Thomas Olah hat eine der Jurorinnen nach derJurysitzung gefragt, die heute um elf stattfand.

“War eigentlich schnell entschieden!”,, sagte die und ich dachte “Aha, da haben wir den Gewinner!” und Maja Haderlap ist auch an mir vorbeimarschiert und hat ihr Rotweinglas auf meinen Stehtisch abgestellt und ich konnte die Vertreterin von “Mury Salzmann” endlich nach dem “Gegenkanon”, fragen. Dann ging es los und diesmal war es ein bißchen anders als in den letzten Jahren , obwohl Philpp Heuss und Dorothee Hartinger wieder die Moderatoren waren.

Die Musik stammte von “Sarah Bernhardt”, bei der auch Sigrid Horn tätig ist und dann begann es diesmal mit den Debuts.

Schauspielschüler haben mit den Moderatoren Textstellen gelesen. Dann wurden die Jurymitlieder und die Preisstifter vorgestellt und dann “The winner ist Arad Dabiri!”

Der sprang mit seinem Kapperl in die Höhe und umarmte die Leute hinter mir und vor mir sind Maja Haderlap, Teresa Präauer, Clemens J. Setz und Milena Michoko Flasar gesessen.

“Da beobachte ich, wie sie reagieren, bevor Andrea Mayer die Juryentscheidung verkündet!”, habe ich gedacht und das nach den Buchvorstellungen fast versäumt. Es hieß jedenfalls, nachdem Andrea Mayer, um es besonders spannend zu machen, dankte und “The winner is Cemens j. Setz!” und ich dachte “Aha, klar!”

Wolf Haas hatte ich vorher nicht gesehen. Erwar aber anwesend, erhielt ein Buch und einen Blumenstrauß und dann gab es Brötchen und was Süßes und ich habe mich mit einer Dame, die Auslandskultur organisert unterhalten, habe einige Bekannte gesehen und ihnen zugewinkt und jetzt gibt es noch zwei Tage Praxis und dann auf in die “Buch-Wien”.

Laufendes Verfahren

Buch zwölf der deutschen Liste und das fünfte Österreichbuch sozusagen, obwohl die 1971 in Salzburg geborene Kathrin Röggla seit 1992 in Berlin und jetzt in Köln lebt. Ich habe sie, glaube ich, kennengelernt, als ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendiums war. Dann habe ich mit ihr bei dem von Christine Haidegger organisiertes Symposium “Sichten und Vernichten” gelesen, Thomas Rothschild hat sie, glaube ich, nach Klagenfurt eingeladen oder ihre Lesung dort vermittelt und Kathrin Röggla , die 1995 den “Priessnitz-” und 2008 den “Wildgans-Preis” bekommen hat und beim “Fried- Preis”, 2013 die Jurorin war und die ich auch schon bei Symposien hörte, ist sicher eine sehr analytische Autorin, die politische Themen in einer schönen Sprache, vielleicht etwas unverständlich, wie man unken könnte, beschreibt. “Wir schlafen nicht” habe ich einmal bei einem “Thalia-Abverkauf” bekommen und “Nachtsendung” ist auf der “Öst” gestanden.

Jetzt “Laufendes Verfahren”, der Bericht über den NSU-Prozeß, dem Strafverfahren gegen einerechtsextremen Terrorgruppe, die neun Morde an Migranten und einem Polizisten beging. Das Urteil wurde 2018, also vor fünf Jahren in München verkündet und Kathrin Röggla geht es in ihrem Buch wieder sehr theoretisch an.

Roman steht darauf und der dBp ist eigentlich auch ein Romanpreis, es ist aber keiner, sondern ein literarischer Prozeßbericht und interessant wäre das Lesen des Buches wahrscheinlich, wenn man über diesen Prozeß mehr erfahren will. Das hat es zumindestens bei mir nicht gebracht. Wußte ich vorher nicht viel darüber und weiß jetzt auch nicht mehr. Denn das Buch hat keinen Plot und keine Handlung, berichtet in der “Wir”Form in sehr schöner Sprache, ich wiederhole es, das Gerichtsgeschehen. Da gibt es die “Omagegenrechts” den “Bloggerklaus”, den “Gerichtsopa”, den “O-Ton-Jurist”, die “Frau von der türkischen Botschaft” und dann vor allem in wechselden Variationen die “Vornamenyildiz”, die zur “Nachamenyildiz”, zur “Grundsatzyildiz” und was auch immer wird und so geht es hin auf den zweihundert Seiten. Es wird der Gerichtsprozeß erlebt oder durchschwafelt und hat am Ende sicher ein sehr interessantes Buch gelesen, an dem Kathrin Röggla möglichdrweise fünfJahre recherchiert und gearbeitet hat, so daß es jetzt erst erschien, aber zumindestens ich nicht viel verstanden habe.

Dem “Papierstaupodcast”, die ja den dBp genau beobachten, ist es, glaube ich, ähnlich gegangen und mir, die ich mich ja momentan wieder sehr intensiv mit den Corona-Maßnahmenf beschäftige, ist aufgeallen, daß da an mehren Stellen jemand gerügt wird, weil er keine Maske, trug, aber 2018 oder vorher als die Verbrechen geschahen, gab es noch keine Maskenpflicht.

Auf die Shortlist ist das Buch nicht gekommen und ich habe mich wieder einmal durch ein ein Stück österreichischer Gegewartsliteratur abseits vom , der ja am Montag vergeben wird, gelesen.

Ein Hund kam in die Küche

Buch elf der deutschen Longlist ist sehr interessant, denn eine sehr leise, scheinbar leicht geschriebene Geschichte über den Holocaust oder das dritte Reich mit interessanten phantastischen Einschüben, des 1955 in Südtirol geborenen Sepp Mall, der der in Meran lebt und auch Mitglied der GAV und der IG-Autoren ist und als ich Robert Huez, ebenfalls ein Südtiroler und Literaturhausleiter, vor einiger Zeit nach der deutschen Liste fragte, sagte er mir acht Österreicher stehen darauf. Acht oder sechs? Also Clemens J. Setz, Teresa Präauer, Thomas Olah, Raphaela Edelbauer,Kathrin Röggler, Tonio Schachinger und dann noch den Südtiroler Sepp Mall und den deutschen Luca Kieser, der, glaube ich, in Wien lebt oder jedenfalls das “Institut für Sprachkunst” besuchte und “Ein Hund kam in die Küche” ist ein Buch, das ohne des Buchpreislesens wahrscheinlich an mir vorbeigegangen wäre, was schade gewesen wäre, obwohl ich inzwischen glaube schon genug dritte Reich Romane gelesen zu haben und mich lieber an die Corona-Aufarbeitung machen will.

Aber “Ein Hund kam in die Küche” ist ein interessantes Buch, erzählt von dem kleinen Ludi, der 1942 elf ist und mit seinen Eltern und dem behinderten kleinen Bruder Hanno, der eigentlich Anton heißt, aber das nicht aussprechen kann, in dem Südtiroler Dorf oder Städtchen Mariendorf lebt und die jetzt heim ins Reich geholt werden.

Da nimmt Ludi Abschied von Katharina, der Metzgertochter, die mit ihrer Familie auch auswandert, Nein “auswandern” nicht, denn sie gehen ja als Volksdeutsche ins Reich zurück, also “wandern “und das ist schon eine der feinen Sprachspielerein, die das eigentlich im Kindermund geschriebene Buch zur Literatur machen, denn Katharina erzählt Ludi, das sie nach Vor-Adelberg gehen, wo die Kinder dann die Wortspielereien machen, ob es auch ein Hinter-Adelberg gibt.

Die Familie des Ludi geht aber zuerst nach Innsbruck und da werden sie gleich aufgefordert, den kleinen Hanno untersuchen zu lassen. Der wird dann in das St. Josef Heim gebracht, wo er angeblich gefördert wird, wird dann nach Kaufbeuren überstellt und stirbt schließlich an einer “Lungenentzündung”.

Nur das wird thematisiert, nicht mehr. Höchstens die Reaktion der Mutter, die sich dann einige Tage lang nicht mehr aus dem Bett erhebt und unbedingt von Donauobergau wieder zurück nach Südtirol will.

Das geht aber nicht so einfach und so schnell. Denn der Vater ist schon eingezogen, wurde zuerst nach Frankreich und dann nach Russland geschickt und Hanno erscheint nun Ludi in seinen Träumen, wo er sich mit ihm unterhält.

Die Mutter geht mit Ludi dann nach Flatz, einem Ort in der Nähe von Landeck, wo es zu dem berühmten Hundezitat und auch zu weiteren scheinbar naiven Wortspielereien kommt, nämlich, die Schweden oder Sudetendeutsche, denen der Hund, der in die <küche kam und schließlich begraben wird, gehört, den “Volks- oder Scheißdeutschen” und als der <krieg verloren ist, haben Ludi und seine Mutter auch keine Staatsbürgerschaft mehr. Italien haben sie verlassen, Österreich will sie nicht, das deutsche Reich gibt es nicht mehr. Die Mutter kehrt aber trotzdem nach Meran zu ihrer

Schwester und später auch in das Dorf zurück und irgenwann erscheint auch der Vater aus der Russlandgefangenschaft, erzählt von den Lagern, wo er von den deutschen Kapos schlechter, als von den Russen behandelt wird, betrinkt sich in den Wirtshäusern, weigert sich mit der Mutter im selben Zimmer zu leben und verwirrt, den inzwischen fast erwachsenen Ludi damit, daß er Hannos Tod als soziale Gerechtigkeit dafür sieht, daß er in einem russischen Dorf ein Kind erschossen hat.

Darüber kann man in Zeiten, wie diesen, wo diskutiert wird, wie weit die Israeli das Recht haben, die Palästinenser oder die Hamas zu vernichten, sehr nachdenken und weitere Symbole in dem Buch sind auch das italienische Buch. Das einzige, was der kleine Ludi besitzt, daß er vor seinem Weggang zuerst in der Schule lassen will, später aber der schwedendeutschen Indgrid mit der Narbe an der Wange schenkt und sich dann auf der Flucht zurück mit Hannos Sandalen, die sie von dem Pflegeheim zurückbekommen haben, beschwert.

Ganz leise und still, wie Sepp Mall von diesen Krieg, seinen Grausamkeiten und Traumatisierungen erzählt und dabei Naturbeschreibungen und Wortneuschöpfungen und vor allem den Kindermund bemüht.

Schade, daß das Buch nicht auf die Shortlist, gekommen ist, würde ich meinen, denn ich würde ihm, vor allem in Zeiten, wie diesen mehr, Aufmerksamkeit wünschen.

Unschärfen der Liebe

Buch zehn des dBps, jetzt ist schon Halbzeit, Angelika Overaths Unschärfen der Liebe” ist ein Roadmovie mit einem verwirrenden Ende, obwohl das Buch eigentlich sehr ruhig ist, die Reise von Baran Anatol Chronas von Chur nach Istanbul geht, die viele Stationen hat und einige Tage dauert.

Baran Anatol Chronas ist der Sohn von griechisch türkischen Eltern , als Gastarbeiter in Deutschland aufgewachsen. Jetzt lebt er schon einige Jahre mit seinen Freund Cla, einem Schweizer, in Istanbul und hat mit ihm dessen Ex-Frau Alva besucht. Cla ist früher zurückgeflogen und Baran kommt nun mit dem Zug nach.

Alva und die kleine Tochter Florinda begleiten ihn zum Zug und während der Fahrt hat Baras viel zu denken, denn nichts ist mehr wie es war. So beginnt, glaube ich, das Buch “Als Baras Anatol Chronas an einem Herbstmorgen in Chur einen Zweitklassewagen der schweizerischen Bundesbahnen bestieg, wußte er, daß ihm keine gute Ankunft bevorstand”

Die Beziehung zu Cla ist brüchig. Er hat ihn betrogen. Jetzt hat Baras ein Verhältnis zu Alva angefangen und während der Fahrt, denkt er viel vor sich hin. Man kann das Buch, ein Roadmovie nennen. Es gibt Landschaftsbeschreibungen, die Reisegefährten werden beschrieben. Baras geht in den Speisewagen, trinkt ein Bier, stiegt um, schläft zweimal in den Zügen , einmal im Hotel. Hat auch eine längere Unterbrechung in Sofia, denn die Reise geht von “Chur nach Sargans”, von “Sargans nach Landeck”, von “Landeck nach Graz” und so weiter uns so fort, von Kroatien, nach Belgrad, nach Sofia, wie schon beschrieben und die einzelnen Kapitel tragen auch diese Überschriften.Am Beginn des Buches kann kann auch den Fahrplan sehen.

Als er schon in Istanbul angekommen ist, von Cla auch ein SMS bekommt, daß er ihn mit dem Abendessen erwartet, wird es dann spannend, denn während er noch resumiert in die Schweiz zurückzukehren, als Kellner oder Übersetzter, denn der Gastarbeitersohn scheint auch eine Art Minderwertigkeitskomplex zu haben, bei Alva zu leben, gerät er in ein Erdbeben. Dann hat er eine Vision, wo er Cla tot in seinem Zmmer findet und der Koffer des Großvaters, den er immer mit sich führt, spielt in dem Buch auch eine Rolle, denn “Mit einem Ton, wie wenn man Metall reißt, kam der Zug zum Stehen. Baran griff nach seinem Koffer. Die automatischen Türen standen offen, und er war gerade dabei auszusteigen, als das große Beben begann.”

So endet das Buch, das mir eigentlich gefallen hat, obwohl ich auch kritische Rezensionen darüber gehört habe. Ein Roadmovie, wo Baras, der Gastarbeitersohn über sein Leben, die Kultur, die Gesellschaft, etcetera, nachdenkt. Bei drei Tagen unterwegs, eine Reise die eigentlich dreißig Stunden dauert, wie an anderer Stelle steht, hat man wohl Zeit dazu. Am Schluß wird es etwas unrealistisch, während ich das Buch bis dahin eher ruhig und refektierend empfunden habe.

Angelika Overath wurde 1957 in Karlsruhe geboren, lebt in Graubünden und hat, glaube ich, in “Ein Winter in Istanbul” schon ein Buch über Baras und Cla geschrieben.

Der große Wunsch

Buch neun des dBp “Der große Wunsch” des 1964 in Ost Berlin geborenen Sherko Fatah der irakisch syrische Wurzel hat und es ist sehr interessant, das Buch in einer Zeit zu lesen, wo fast überall gegen die syrischen afghanischen etcetra Asylwerber gehetzt und von einer gescheiterten Intergration gesprochen wird, weil man hier die Türken, Syrier, Kurden einmal von einer anderen Seite erlebt.

Da ist Murad an der türkisch srischen Grenzne nur “Alaman” genannt, denn er, der Intellektuelle, Sozialarbeiter, Filmemacher kommt aus Berlin, um nach seiner Tocher Naima zu suchen, die mit einem Glaubenskrieger nach Syrien aufgebrochen ist und das ist nicht ganz zu einfach.

Selber kann er offenbar nicht über die syrischen Grenze. So vertraut er sich Schleppern an, die ihm nach und nach Bilder und Tonaufnahmen einer verschleierten Frau bringen und man weiß nicht recht, ob das und Naima ist oder nicht.

Er geht indessen spazieren, läßt sich von einem Fahrer herumkutschieren und gibt das Geld aus, daß eigentlich seinen Freund gehört und es heißt warten, warten, warten, so reflektiert er seine Beziehung zu seiner Tochter, der er offenbar entfremdet ist. Er ist von ihrer Mutter Dorothee getrennt, die ruft aber immer wieder an und einen geheimnisvollen Freund namens Aziz gibt es auch.

So fängt das ganze ziemlich langsam an und ich, die ich ja auchviel Erfahrung mit dem Schreiben habe, habe gedacht, da schleicht sich einer herum, weil er nicht recht weiß, wie er zu seiner Handlung kommt, so würde es mir gehen, denn warum fährt er nicht nach Syrien und holt die Tochter, sondern vertrödelt Zeit, in dem er Leute beobachtet, in eine Hütte zieht und fast verwahrlost, aber vielleicht wollte es Sherko Fatah, der sicher die Gegend kennt, nur besonders spannend machen.

Es ist zu gefährlich, nun ja nun gut. Dann kommen aber die Boten und bieten ihm an hinüberzufahren und die Tochter zu holen. Das scheint aber nicht zu klappen.

Der Chef genannte Teehausbesitzer bestellt ihn zu sich un weiß sehr viel über das Geschehen und dann kommt noch Aziz von Istanbul und nimmt das ganze in die Hand, diese Schleife haben ich nicht ganz verstanden.

Erfindet aber seine Tochter, holt sie vom Flüchtlingslager ab und ich habe ein interessantes Buch gelesen, das nicht auf die Shortlist gekommen ist, obwohl Sherko Fatah 2008 noch mit seinem bei “Jung und Jung” erschienenen “Das dunkle Schiff” darauf gestanden ist.

Ich habe auch einige seiner Bücher in meinen Regalen, gelesen, glaube ich, aber noch nichts und kann das Lesen des neuen Buchs trotz der erwähnten Schwächen sehr empfehlen, weil man damit einen anderen Eindruck von der angeblich mißglückten Integration und das Leben von Syriern,Türken, Kurden etcetera in der zweiten oder dritten Gerneration bekommen kann, die in Deutschland oder Österreich “Ausländer” und in ihren Herkunftsländern “Deutsche” genannt werden und im nächsten Buch wird es um eine Zugreise nach Istanbul gehen…

Doch nichts mit dem “Nanowrimo”

Da war ich wiedermal zu schnell und habe den “Nanowrimo” wieder einmal in den Oktober vorverlegt, habe ich ja doch, eigentlich zwischen meinen Vorbereitungsritualen, schon am sechsten oder siebenten Oktober mit dem Schreiben angefangen. Dann habe ich die Fenster geputzt und geschrieben und geschrieben, beziehungsweise den Handlungsplan entwickelt. Es kamen dann ja die GAV-Veranstaltungen, die Frankfurter-BM und die Strowitwenwoche, für die ich große Plöne hatte und da dachte ich, da renne ich mit dem Szeneplan durch Wien herum, beobachte, rechchiere und setze folgerart die Handlung fest.

Das hat dann nicht so richtig geklappt, weil das erste Wochenende ja Frankfurt Streaming. Am Montag darauf bin ich mit einer Mittagpause durch die Stadt gelaufen und dachte ich schon, während ich zur “Poet Night” marschierte, daß ich das wahrscheinlich vier Tage nicht durchhalten werde.

War auch nicht so, nämlich Dienstag, Mittwoch Stunden und am Donnerstag, den Nationalfeiertag habe ich geschrieben und geschrieben und die Handlung hat sich langsam entwickelt.

So hat sich der Severin auf sein Konzert vorbereitet, dann übers Wetter Schmalltalk betrieben, wurde da von einem “Kopftuch-Mädchen” auf eine Friday for Future” Demo eingeladen. Das hat die Laura beobachtet und ist mit der Sandra hingegangen und dem Sev ist es dann gelungen, die Lura zum Konzert einzuladen, wo sich dann herausstellte, daß er der Klavierschüler von Lauras und Barbaras Nachbarin ist. Sandra streitet ständig mit ihrem Chef Edgar Hillinger und der Comic entwickelt sich.

Es gibt da die Gretchen-Szene, die vom Mäxchen und die von seiner Oma. Die Mathilde schreibt weiter Mails und beim Konzert kommen fast alle zusammenm. Der Comic wird fertig, ob man aber in Zeitenm wie diesen einen Verlag mit diesem Thema findet, ist fraglich. Es gibt aber das Internet und das Selbfpublishing und so machen sie schließlich im Amerlinghaus eine Buchpräsentation.

Freitagnachmittag habe ich noch einen kurzen Recherchegang zum Schrank in die Stiftgasse und auf die Mariahilferstraße gemacht. Habe beim “Thalia” noch einmal beobachtet, beziehungsweise mein achtes Longlistbuch zu lesen angefangen. Dann am Abend wieder geschrieben und wollte am Samstag wenn alles korrigiert ist, den weiteren Handlungsplan machen. In der Wohnung, weil ich da ja ausbreiten kann, habe ich gedacht. Es ist dann aber nicht so weit gekommen, denn am Samstagabend mit dem unkorrierten Rotext fertig geworden.

Achtung, liebes Fräulein Rottenmeier, wenn das bei mir vielleicht ein bißchen verwirrend ist. Ich habe inzwischen 34 236 Worte, über siebenundsechtzig Seiten und achtunddreißig Szenen, also eher Mittellänge und vom “Nanowriomsoll” weit entfernt. Bin aber mit der Handlung fertig, so daß es wieder nichts wird mit dem “Nanowrimo” und ich den November wieder zu einem Korrigiermonat machen werde, denn inzwischen habe ich dreiundzwanzig Szenen und dreiundvierzig Seiten ausgeruckt, denn Rest muß ich noch reinschreiben und dannn natürlich, das Ganze nochmal durchgehen.

Verlängern, kürzen und schauen was ich noch daraus machen kann. Fünfzigtausend Worte werden es höchstwahrcheinlich nicht werden. Ich bin aber recht zufrieden und werde mich mit den Korrigierberichten weiter melden.

Wieder einmal Textorstellungen

Die “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede” ist eine Veranstaltung, wo beispielsweise Leute, wie ch, lesen konnte, was ich auch ein paar Mal getan habe. Dann ist Kurt Neumann in Pension gegangen und jetzt werden die “Textvorstellungen” nicht mehr von Renate Zuniga, Reinhard Wegarth oder Friedrich Hahn organisert.

Es gibt sie aber noch und ich schicke auch immer ein Exemplar meines neues Buches hin. Das letzte Mal habe ich mit dem ersten “Literaturgeflüsterbuch” 2018 dort gelesen und jetzt gab es wieder sechs Lesende. Zwei mit Manuskripten, eine Ende der Sechzigerjahre geboren, drei in den Fünfzigerjahren und zwei sogar in den Vierzigerjahen und Benedikt Pühretmayr und Johanna Öttl hat moderiertund ich habe mich sehr gefreut, daß ich die Ruth gesehen habe, als ich die AS” betreten habe, denn die hat mich heute um zwölf angerufen und sich von mir verabschiedet, weil sie jetzt ein Schreibmonat lang nach Bad Hall geht und daher auch nicht zu meinen Geburtstagsfest kommen kann und um zwölf hatte ich keine Stunde, denn die wurde gestern abgesagt.

Dann hat es aber geläutet, es war die ein Uhr Klientin und die Ruth hwar nicht mehr zu erreichen. Also das mit ihr geklärt und dann ging es los mit Corinna Antelmann, von der ich schon zwei Bücher gelesen habe. Ihr neues Buch heißt “Barcelo na dream oder Puppen leben nicht”, haneltz von der Filmregiseurin Eva und ist in der “Edition Roesner” erschienen. Dann kam das Debut eines 1946 geborenen, nämlch Wolfgang Martin Roth, er sich daran mit einemArzt beschäftigt, der in Pension geht und daher die NS-Vergangenheit seines Vaters aufarbeiten will.

Die nächste Lesende war die 1955 geborene Evelyn Holloway, die ich von der GAV kenne, in England lebtund jetzt zweisprachige Gedichte heruasgegeben hat. Dann gab seine Pause, wo ich die Ruth und auch Johanna Öttl auf das Gstöttmeier-Buch aufmerksam machte, das nächste Woche auf der “Buch-Wien” vorgestellt werden wird und ich das gerne Michael Hammerschmid für sein Lyrik-Festival vorschlagen würde.

Danach kam Friedrich Hahn, 1952 geboren und der Inhaber dreiundfünzig Bücher, wie er mir erzählte. Ich habe schon über sechzig. Habe von ihm aber die Idee zu meinen sechzigsten Geburtstag aus dreißig Büchern zu lesen, geklaut und ich habe vor kurzem sein “Der Autor steht für Lesungrn und Pressetermine nicht zu Verfügung” beim “Frick” um einen Euro gekauft.

Jetzt las er aus “Leergut – der etwas andere Roman nebst 36 lyrischenEssenen” und Katharina Riese, die ich einmal bei meiner Frauenlesung eingeladen hatte, folgte und sie las aus einem Manuskrip und Textminaturen, die aus ihren Träumen- Traum und Trauma bestehen.

Der letzte Lser war mir wieder unbekannt, nämlich der experimentelle Lyriker Curt Duca, der in “Worten 2” eine Text- und Toncollage brachte. Dann gabs wieder Wein und Knabbereien und ich bin durch die Halloween gefüllten Straßen, süßes oder saures, weil man jetzt ja wieder Feiern darf, nach Hause gegangen.

Priessnitz-Preis an Bastian Schneider

Das ist ja ein Preis der seit 1994 vom Bundesministerium vergeben, kuratiert und vorgeschlagen von Gustav Ernst und Robert Schindel besteht. 1994 hat ihn Margit Kreidl bekommen. Das ist noch komplett an mir vorbeigebangen.

Das erste Mal war ich, glaube ich, dort als er 1998 an Sabine Gruberc vergeben wurde, da hat sie gesagt, daß sie schon früher vorgeschlagen worden wäre, da sie aber mit Robert Schindel zusammen war, aber jetzt ist es genug und sie nimmt ihn an.

Da sind wir glaube ich an dem verängerten Wochenende zwischen dem Nationalfeiertag und dem ersten November mit der Anna am Traunsee wandern geewesen und irgendwann habe ich angefangen regelmäßig dorthin zu gehen und darüber zu bloggen.

Reinhard Priessinz wurde1945 in Wien geboren und 1995 am fünften November dort gestorben, den ich, glaube ich, gar nicht kannte. Ferdinand Schmatz ist, glaube ich, sein Nachlaßverwalter und außer an Lotto Podgornik die ich vom Bund demokratischerr Frauen kannte und die, glaube ich, eine Journalistin ist oder war, wurde der Preis an die junge Avantgarde vergeben.

Also nicht an mich, sondern an Angelika Reitzer, Michael Hammerschmid, Andrea Winkler, Richard Obermayr, Judith Nika Pfeifer, Anna Weidenholzer, Robert Prosser, Anna Eisabeth Mayer, Sandra Gugic, Hanno Millesi, den ich ja sehr mag, die Verleihung meiner Stunden wegen, versäumte, Antonio Fian, Barbi Marcovic, Elias Hirschl, Simone Hirth, Jana Volkmann und jetzt an Bastian Schneider vergeben wurde und den 1981 in Deutschland geborenen kenne ich glaube ich von den Sprachkunstlesungen. Er hat auch beim “Bachmann-Preis” gelesen” und sein beim “Sonderverlag” erschienenes reichen Werk, kenne ich, eher nicht, wie ich zugeben muß.

Desmal viele bekannte Gesichter im Lteraturhaus, Marcus Fischer, den Trainer beim Writersstudio, Ferdinand Schmatz, der mich sogar angesprochen hat, Daniel Terkl, der Moderator, hat das auch getan und dann habe ich auch zwei Leute gegroffen die ich, glaube ich, seit Corona nicht mehr gesehen habe, interessant.

Peter Rosei hat die Laudatio gehalten. Dann kamen die lobenden Worte der Jury und eine Priessnitz-Geamtausgabe bekommt der Preisträger neben dem Scheck auch als Geschenk und Bastian Schnieder bedankte sich dafür mit einem Brief an den “Lieben Reinhardt” in dem er seine Werke einbaute. Nachher gabs diesmal zur Abwechslung Prosecco.Ich bin da gestanden und habe dann Robert Huez gefragt, wer den österreichischen Buchpreis gewinnen wird?

Das frage ich ihn jetzt immer. Teresa Präauer meinte er und die fünf der sechs österreischischen Nominierten auf der dBp hat er mir auch nicht sagen können. Bei Raphaela Edelbauer und Teresa Präauer war ich bei der Präsentation, bei den anderen wahrscheinlich nicht.

Nächste Woche werden wir den österreichischen Buchpreisträger wissen und ich hatte ja auch ein Österreicherinnen Buch nämlich Kathin Rögglas “Laufendes Verfahren” zu lesen begonne, weil ich mir jetzt ja immer ein Printbuch zu den Veranstaltungen mitnehme und Gustav Ernstn habe ich von der Lesung in St. Pölten erzählt, wo eine seiner Akademieteilnehmerin ihr Buch präsentierte und da den Schweinbraten erwähnte, den er dort gegessen hat, als sie wissen wollte, was ein Erssay ist?

Interessant, interessant und alles Gute, lieber Bastian Schneider, dem ich beim Hinausgehen gratuliert habe und dazwischen eifrig die Bücherschränke plünderte, wo ich seine Werke nicht fand.