Weiter mit den Schreibideen

Ich will ja mit meiner “Stalking-Story”, wo mich Ulrich Woelk mit seinen “Mittsommertagen” ,auf die Idee brachte meinen nächsten Roman über zwei Menschen zu schreiben, die sich in der U-Bahn von einander gestalkt fühlen und die beide ihre eigenen Traumatisierungsgeschichten haben und ein bißchen CoronaAufarbeitung soll auch dabei sein, wo eine die Politik ja damit in Stich läßt und das ein Thema ist, das mich nach wie vor bewegt.

Während unserer Frankreichreise, wo ich ja tagelang im Auto saß, habe ich in mein schönes oranges Notizbuch mir dazu auch einige Ideen aufgeschrieben, die ich, dann nach Wien gekommen auch gebloggt habe.

Da war dann viel los. Mt den Volksstimmefest haben die Veranstaltungen angefangen und das “Buchpreislesen” auch. Da bin ich mit heutigenTag mit der österreichischen Liste schon fast fertig, während ich bei der deutschen zu den drei Büchern, die schon gelesen hatte, nur die dazu kamen, die auch noch auf der Öst stehen.

Da ist mein neues Projekt, der Roman mit dem ich bekannt werden will, in den Hntergrund geraten, das ich ja ohnehin erst im November während des “Nanowrimos” schreiben will, beziehungsweise hatte ich ja noch den “Die Toten” zu korrigieren, mit dem ich vorgestern mit dem Korrigieren fertig geworden bin.

25.809 Worte hat der Text, den jetzt der Alfred druckfertig machen wird, dreiundfünfzig Seiten, dreiundzwanzig Szenen und dann sieben der “2035-Geschichte”, an die ich nach unserer Rückkehr noch vier Szenen angefügt habe, die ich auch im Auto notiert habe.

“Der UkraineBlues”, das vierte Buch, das in diesem Jahr erschienen ist und das zweite, das nach dem “Dreimäderlhaus”, geschrieben wurde, ist erschienen. Da lade ich noch einmal alle ein, in das Buch hineinzusehen und sich an der Leserunde zu beteiligen. Der liebe Andi Pianka, dem es gewidmet ist, hat das schon getan.

Als ich Anfang Oktober mit dem Korrigieren der “Toten” fertig geworden bin, war ich wieder frei für das neue Projekt oder doch nicht so ganz , denn damit will ich ja erst im November anfangen und da vielleicht nicht schon wieder am ersten zwanzigtausend Worte hochladen. Was zwar an sich egal, aber doch nicht ganz Sinn der Sache ist und mein Problem ist ohnehin, wenn man das so nennen kann, daß ich immer schneller und kürzer werde.

Aber diesmal will ich die fünfzigtausend Worte schreiben, mir Zeit lassen, eventuelle Schwächen überwinden und mich nicht, wie vielleicht bisher darum herumschummeln.

Also mit den Ritualen anfangen. Die kommen ohnehin immer, bevor ich was Neues anfange. Das wäre Fenster putzen. Das mache ich aber lieber, wenn der Alfred nicht da ist, der mich oder ich ihn damit behindere und der fährt mit dem Karli ab demZwanzigsten in die Toskana, bis dahin habe ich aber noch drei Wochen Zeit.

Also zuerst mich für die Buch Wien akkreditieren und mich um eine Einladung zur Öst-Preisverleihung bemühen und dann die Einladungen für mein literarisches Geburtstagsfest, das ich heuer wieder richtig machen will, aussenden oder doch nur zwanzig Leute eingeladen, weil der Raum ja knapp und die Pandemie höre ich allethalben ist ja noch da und das Virus auch.

Früher habe ich fünfzig Leute eingeladen und zwanzig bis fünfundzwanzig sind gekommen. Dann war es schon sehr voll und siebzig Minuten, wie eigentlich geplant werde ich zu meinem Siebziger vielleicht auch nicht lesen, denn das halten meine zehn bis fünfzehn Gäste vielleicht nicht aus.

Auch das erledigt und am Mittwoch war ich damit fertig. Also die Notitzen durchlesen, die Charakterbögen und den Romanfahrplan ausfüllen und die ersten Szenen habe ich auch schon geplant, aber ich will ja erst am ersten Elften zu schreiben anfangen.

Was mache ich bis dahin? Nächste Woche ist die GAV-GV und am 20. 10 die “Poet-Night”. Die Frankfurter Buchmesse ist in dieser Woche auch und da will ich hinstreamen, kann diese zehn Strohwitwentage also wahrscheinlich nicht ganz zum schoppen, flanieren, recherchieren, ausnützen, wie ich es ja gerne will.

Also die drei Wochen herumbringen. Wird schon gehen, habe ich gedacht, als ich heute in Harland ein Rad gefahren bin. Da kam mir aber schon die erste Szene, wo die Laura die “Allfritz-Werbeagentur,” wo sie ihr Praktikum machen will, verläßt. In der U-Bahn von dem schüchteren Severin “gestalkt” oder angesprochen wird, hinausstürzt und kotzt und dann von Sandra angerufen und sie ins “Phil” bestellt wird, weil sie mit ihr einen Anti Corona-Comic schreiben, bzw. zeichnen will.

Das schreibe ich ganz egal ,daß heute erst der Sechste ist, habe ich gedacht und diese erste Szene habe ich ja bei den open days im Writersstudio vor zwei Wochen mehrmals geschrieben und bei dem Workshop der Jurenka Jurk während ihrer Online-Messe habe ich skizziert, worüber ich in den Text schreiben will.

Macht ja nichts, wenn ich früher anfange. Eine Woche habe ich ja Zeit, bevor ich mit Frankfurt beschäftigt bin und meinen Ziel diesmal länger zu werden, die fünfzigtausend Worte mindestens zu erreichen kann ich ja treu bleiben.

Drei oder vier Handlungsstränge habe ich. Die Annäherung zwischen Laura und Severin. Ihre Vorgeschichte mit Walter Krieger, dem Lebenspartner ihrer Mutter, der systemrelevanten Krankenschwester, die während Corona sie und Walter im Lockdown ließ und er sie mit seinem Sexuallexikon belästigte und begrapschte und sie sich nicht wehren konnte. Da bin ich durch das Erotik-Workshop der Johanna Vedral gekommen. Dann der Comic, den Laura mit Sandra zeichnet und schreibt. Sandras Auseinandersetzung mit ihrem Chef Edgar Hillinger von der “Allgemeinen Zeitung” und dann noch dessen Bridgerunde mit Olga Tokarz, Severins Klavierlehrern und den Diskussionen über den Urakine-Krieg.

So weit, so what und eigentlich sehr viel. Wenn ich jetzt noch ein bißchen geduldiger werde und mich auf die Überwindung meiner Schwächen einlasse , kann eigentlich nichts passieren, denn ich befinde mich immer noch in meinem Jubiläumsjahr, der siebzigste Geburtstag, fünfzig Jahre schreiben und mindestens sechzig selbstgemachte Bücher.

Wuj, sehr viel, das soll mir erst einer nachmachen. Schade nur, daß ich es damit nicht an die Öffentlichkeit schaffe und das auch mein Blog, der auch in diesem Jahr sein fünfzehnjähriges Jubiläum hat, nicht zu schaffen scheint.

Männer töten

Von Buch zwei der ÖstDebut Eva Reisingers “Männer töten” habe ich als ich von den feministischen Seminaren des “Writersstudio” kommend über eine “Standard Rezension” über den brisanten Inhalt erfahren, denn als die 1992 in der oberösterreichischen Provinz Geborene, bei den O-Tönen gelesen hat, sind wir gerade von unserer Frankreichreise nach Harland zurückgekommen, um dort den Campingtrailer abzustellen. Dann habe ich noch in einem Interview über das brisante Thema des Romans gelesen, das aufhorchen läßt, was Eva Reisinger, die sich mit den vielen Frauenmorden und der Gewalt an Frauen beschäftigen wollte, wohl auch beachtsichtigt hat.

“Gewalt an Frauen” ein wahrlich bekanntes Thema. Haben wir uns doch in unserer nie erschienenen Anthologie die wir im “Arbeitskreis schreibender Frauen” herausgeben wollen schon damit beschäftigt. Damals in den Siebzigerjahren sind einige meist skandinavische Bücher, wie “Wie vergewaltige ich einen Mann” erschienen, die sich mit diesen Thema beschäftigen. Dann kam Gertraud Klemm, mit ihrer starken feministischen Stimme und jetzt Eva Reisinger die den Spieß wiedereinmal umdrehen will und das lässt zumindest einmal aufhorchen. Auch wenn man über das Buch, das nicht ganz chronologisch geschrieben ist, auf mehrere Seiten diskutieren kann.

Die Heldin ist eine in Berlin lebende Anna Maria. Sie stammt aus Österreich, hat ihr Studium vor einigen Jahren abgebrochen und ist nach Berlin gegangen, wo sie schon drei Jahre lang Praktikantin ist. Sie hat zwei Freundinnen Yama und Evin und als sie sich den Arm bricht, wird sie von ihrer Firma entlassen. Da hat sie schon Hannes getroffen, der sie aus dem Spital herausholt und dann landet sie, das ist der Beginn des Buches mit ihm in dem schönen oberösterreichischen Dörfchen Engelhartskirchen, welch ein klingender Name, wo alles anders ist.

Hannes ist dort Bauer. Er hat einen Bruder namens Jacob, der in Linz Jus studiert. Der Vater ist gestorben. Die Mutter heißt Traudi und ist eine starke Frau und auch interessant, was auf dem Bechreibungstext und im Buch erst weit hinten steht, in Engelhartskirchen gibt es keine Sexualdelikte und keine häusliche Gewalt. Dafür sind dort auffällig viele Männer verschwunden oder auf seltsame Weise gestorben.

Da denkt man zuerst wahrscheinlich an die “Frauen von Stepford” auch in den Siebzigerjahren erschwienen, wo die feministischen Frauen in dem Örtchen verschwinden und durch Puppen ersetzt werden, damit es die Männer bequemer haben.

In Engelhartskirchen gibt es dagegen eine rothaarige fahhradfahrende Pfarrerin. Der Pfarrer ist auch verschwunden und sie hat sein Amt übernommen und traut ziemlich zu Beginn des Buches Josepha und Sabine, die Frauen schleppen Bierkisten herum und trinken ex.

Hannes ist ein fleißiger Bauer und die Beziehung zwschen ihm und Anna Maria verläuft erstaunlich gut. Die mit Friedrich erfahren wir etwas später,tat das nicht. Er hat sie vergewaltigt und will sie jetzt zurück haben und als Anna Maria wegen ihrer Hand zum Hausarzt Dr. Huber geht, wird sie von ihm als “Städterin!”, begrüßt und abfällig behandelt, was bei ihr zu Panikattacken und Tinnitus führt, den er auch nicht anerkennen will.

Von Sabine erfährt Anna Maria dann, wie ihr Mann gestorben ist und, um nicht zu vorschnell zu spoilern, kehre ich zu dem Interview in der “Vogue Germany” und ich glaube auch vom “Standard” zurück, daß man den Titel des Buches zweischneidig verstehen kann. Werden da die Männer getötet oder töten die die Frauen?

In Engelhartskirchen erfahren wir, passiert das Erste, denn auch Friedrich verschwindet bald, nachdem er dorthin gekommen ist, aber auch die Berliner Freundinnen kommen hin und Evin freundet sich mit Jacobs Hannes Bruder an, was den Freundinnen nicht so gefällt. Anna Maria wird von Hannes schwanger und beginnt mit ihm ein neues Glück, was vielleicht nicht ganz realistisch ist und die Handlung widersprüchig macht.

Dafür verschwindet auch Dr. Huber und als auch ein bekannter Journalist nach Engelhartskirchen kommt und Anna Maria auf die verschwundenen Männer und ihren Alibi fragt, wird auch er ermordet. Dann greift Jacob nach der Flinte und schießt auf die rächende Frauenrunde.

Ein starkes Buch mit einer starkes jugendlichen Sprache, nicht ganz literarisch habe ich irgendwo gelesen und das Thema und die radikale Angehensweise “Da muß man doch endlich was dagegen tun und nicht immer nur reden!”, läßt aufhorchen und ich dachte gleich einmal “Endlich mal was anderes als der hundertste Antiheimatroman im Stile Josef Winkler oder Thomas Bernhard. Dann kamen doch einige Fragen auf. Zum Beispiel der Widerspruch, daß mit Hannes alles zu klappen scheint und sich Anna Maria so bereitwillig in die Idylle in die Provinz begibt, sie wird auch von einer Frau in ihrer Praktikumsfirma entlassen. Die Frauen sind also auch nicht ganz ideal, wie es auch der Realität entspricht. Aber muß man gleich nach der Waffe greifen und alle männlichen Arschlöcher beseitigen? Ist das ein Aufruf zur Gewalt? Das Rächen ist es wohl auch nicht, aber, daß etwas passieren muß und geändert werden sollte, ist auch ganz klar.

Also das Buch lesen und darüber diskutieren und vielleicht positivere Alternativen entwickeln und noch etwas ist interessant, da ich ja von dem Seminar der Ba Ossege gekommen ist, die nach den Ahninnen forscht und da habe ich ja an Maria Theresia gedacht und die mir eigentlich als keine besonders feministische Frau vorgestellt. Eva Reisinger erwähnt eine ihrer Töchter, als Vorbild für die feministischen Frauen und einen neuen Feminismus können wir in Zeiten, wie diesen, wo es vierhundert Geschlechter geben soll und die Frauen wieder High Heels tragen, Barbie-Filme gedreht werden und sich in Beauty Academys zu Stylistinnen ausbilden lassen, besonders brauchen.

Kochen im falschen Jahrhundert

Buch fünf der deutschen sowie der österreichischen Longlist. Auf die deutsche Shortlist ist Teresa Präauers “Kochbuch” nicht gekommen. Bei der Österreichischen wissen wir es noch nicht. Die 1979 in Wien geborene, die Germanistik und bildende Kunst studierte und den “Fried-Preis” bekommen hat, ist schon zweimal auf der Öst gestanden, ist also eine sehr emsige Autorin, die auch im Literaturhaus und in der “Alten Schmiede” öfter aufgetreten ist und bei der Präsentation des “Kochens” bin ich auch schon im Literaturhaus gewesen, wo der Lesetisch sehr schön gedeckt war und es nachher Wein und Brötchen gab und bei den O-Tönen, wo Teresa Präauer und Daniela Strigl Cremant serviert wurde. Teresa Präauer besitzt offenbar Stil. Roman steht in dem “Wallstein-Buch” und ich schüttle wieder den Kopf, denn Roman ist das fast zweihundert Seiten Buch keiner. Dazu hat es keinen Plot und keine Handlung oder zuminderstens nur eine sehr alltägliche.

Da gibt es ein Gasteherpaar um die vierzig, aus der Mittelschicht stammend, gebildet, kulturinteressiert und bereist und die laden sich am Abend Gäste ein. Ein Ehepaar und einen Schweizer, der irgendwo einen Lehrauftrag hat und über seine Studenten oder Studierende, wie man jetzt sagt, klagt.

So weit, so what und das wird in den verschiedensten Varianten durchgespielt. Zuerst kommen alle pünktlich, dann die Gäste zu spät. Es wir Cremant getrunken, Nüße und Kracker geknabbert. Dann wird der Salat und die Quiche vorbereitet und nach jedem Kapitel werden ein paar Zutanten aufgezählt, wie “250 g Mehl, 125 g Butter 1 Ei” oder ganz profan “1 Schwamm, 1 Geschirrtuch,1 Handspülmittel” und es gibt auch immer wieder Erinnerungen der Autorin, wie das bei ihr war, als sie ihre erste Wohnung hatte und nicht einmal einen Salzstreuer besaß oder die Speisen werden aufgezählt, die sie in den verschiedensten Ländern, die sie bereiste, gegessen hat.

In der Geschichte kommen dann einmal alle Gäste zu spät und als die Gastgeber schon zu vögeln anfangen wollen, kommen sie doch, entschuldigen sich, daß sie mit Amerikanern abgehangen sind. Der Schweizer geht auf den Balkon rauchen. Dann kommt die Nachbarin von unten und beschwert sich über die Asche, die auf ihre Katze gefallen ist. Zum Nachtisch gibt es dann Twinni-Eis, eine Erinnerung an die achtziger Jahre, wo die Protagonisten aufgewachsen sind. Dann erscheinen auch die Amerikaner, bringen Wein und trinken Schnaps. Einen Wasserrohrbruch gibt es auch und dann erscheint noch die Polizei, die dem Haus gegenüber ihre Sttion hat und warnt vor den Wasserrohrbruch und nicht über die Störung über die sich die Nachbarin beschwerte, wie man vielleicht glauben könnte.

Das war dann schon die ganze Handlung und das Essen im falschen Jahrhundert ist der Jahrhundersprung, sind ja die Protagonisten in den Achtzigerjahren aufgewachsen und haben im vorigen Jahrhundert ihre ersten Gäste eingeladen.Jetzt haben sie studiert und sind etabliert.

Der “Papiertstaupodcast”, der ja auch heuer die deutschen Bücherpreisbücher besprechen, beschwert sich über die Mittelschichtarroganz der <protagonisten und betont, daß er nicht so werden will. Aber keine Angst, in Zeiten, wie diesen, wird der Mittelstand ohnehin abgebaut und studieren kann auch nicht mehr jeder.

Also freuen wir uns über die Intellektuellen, die Cremant trinken und Quiche zubereiten, während Österreich und Deutschland von Flüchtingen übetschwemmt werden, worüber sich die FPÖ und die AfD aufregen und richtig, noch eine besondere Schelmerei Teresia Präauers deren buch ja in einen deutschen Verlag erschienen ist und vielleicht von mehr Deutschen als Österreichern gelesen werden, gibt es auch. Da werden immer die österreichischen den deutschen Ausdrücken gegenübergestellt. Also “Rote Rüben” statt “Roter Beete”, etcetera und ich habe mich natürlich an meine Einladungen erinnert, die ich auch in den Achtigerjahren oft gemacht habe. Da habe ich die Eltern von Annas Kindergruppen und meine Psychologen- oder Autorenkollegen eingeladen und habe Linsensuppen, Polenta mit Tomatensauce, Melonensalat, etcetera gekocht. Jetzt mache ich das weniger und der Alfred, der gerade ein großes Essen für seine Kuba-Freunde vorbereitet, braucht jetzt einige Tage für die Vorbereitung, tischt dann auf, ladet aber auch weniger ein.

Das Buch wurde einerseits hoch gelobt, andererseits kritisiert, den Mittelschichtleuten geht es vielleicht auf die Nerven und ich fand es am Anfang spannend, später etwas langweilig. Ein Roman ist es nicht und Teresia Präauer, die Künstlerin von der wahrscheinlich auch das bunte Cover stammt, hat einen eigenwilligen Stil, der sicherlich zu loben ist. Also “Prost, wohls bekomms und Sante!”

Fühlen und denken der Christa Nebenführ

In Ö1 gibt es offenbar eine neue Reihe, die von Edith Ulla Gasser gestaltet wird “Buch und Bühne” heißt e,r glaube ich ,und da werden schreibende Schauspieler oder wie so schön angekündet war “Doppelbegabungen” vorgestellt.

Da gibt ja zum Beispiel die Erika Pluhar, aber wahrscheinlich auch einige andere, die nach ihrer Pensionierung ihr Leben aufzuschreiben beginnen und die 1960 geborene Christa Nebenführ, die ich, glaube ich, in den Achtzigerjahren in dem Lesecafe der ÖH in der Berggasse, kennengelernt habe, als ich dort gelesen habe, war bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr Schauspielerin und hat an einigen deutschen Bühnen gespielt.

Jetzt macht sie Literaturfeatures in Ö1und bei “Milena” 2006 die “Blutsbrüderinnen” herausgegeben. Sie ist in der GAV und hat lange die Sommerlesereihe des “Podiums” kuratiert. Da hat sie einmal in den GAV-Nachrichten zum Texte einreichen aufgerufen und dann mir als ich das machte, lautstark erklärt, daß sie mich für eine schlechte Schreiberin hät. Ja sie kann ihre schauspielerische Ader und ihre extrovertierte Theatralik nicht vergerben und lacht mir auch zu laut.

“So hat es, glaube ich, auch in ihren Essay, den sie für Ö1 geschrieben hat “Fühlen und Denken oder: Die Illusion von Wahrheit” “Erst bin ich laut”, geheissen oder hat sie das in der Diskussion mit der Edith Ulla Gasser, dieauch einmal einen Text von mir genommen hat, geäußert.

Nach den Blutsbrüderinnen” ist dann zuletzt “Den König spielen die anderen” bei “Klever” erschienen, wo es um die Auseinandersetzung mit ihren Vater geht, mit dem sie, glaube ich, noch immer große Probleme hat.

Dafür hat sie, glaube ich, auch ein Stipendium der Stadt Wien bekommen. Ich war im Sommer bei einer Lesung im Weinhaus Sittl” und in der Buch Wien” habe ich heute erblättert, wird sie auch lesen. Interessant, interessant, da könnte man neidig werden. Die Ruth, die auch bei der Veranstaltung war, hat gesagt, sie ist es nicht und der Veranstalung wurde die Doppelbegabung Christa Nebenführ vorgestellt, bzw. wollte Edith Ulla Gasser von ihr wissen, ob sie das Aufgeben ihres Berufes bereut hat und Christa Nebenführ antwortete, glaube ich, daß sie darüber stehe und sie hat nach dem Essay auch aus ihrem “Vaterbuch” gelesen und einiges daraus erzählt.

dann ging es um die “Möse”, das ist eine Anthologie, die sie herausgegeben hat. Eine Seite aus den “Blutsbrüderinnen” wo es um das Theater geht, wurde auch gelesen und dann kamen noch zwei Gedichte.

Ein interessanter Parcour durch das literarische schaffen der Doppelbegabung. Ich habe wieder viel gelernt und außer der Ruth auch noch Christl Greller und Monika Vasik im Publikum gesehen.

Störfeuer der igfem

Gerlinde Hacker und Doro Pointner sind ,glaube ich, 2019 bei der GAV-GV aufgetreten und haben erklärt, daß sie die igfem gegründet haben oder gründen wollen und zu einem Frauenstammtisch aufgerufen.

Ich habe mich angemeldet, bin aber nicht hingegangen, weil ich ja eigentlich schreiben wollte und auch schon in einigen Schreibgruppen, dem “Arbeitskreis der schreibenden Frauen”, dann die der Gewerkschaft und auch in unserer Schreibgruppe “Westbahn spontan” war.

Dann kam Corona, und dann war sowieso alles anders und wenn ich mich richtig erinnere, habe ich im April 2022, als die Maßnahmen langsam gelockert wurden eine Einladung zu einer Veranstaltung der igfem in den Festsaal des Amtshausers Margareten, in dem ich ja auch schon einige Male gelesen habe, bekommen.

Dann habe ich Gerlinde Hacker und Doro Pointner, glaube ich, ein paarmal bei der Krit Lit, wo sie einen Stand und gelesen haben, getroffen und zum heurigen Frauentag gab es wieder eine Lesung im Amtshaus Margareten und gestern, als ich überlegte, wo ich diese Woche meine literarischen Abende verbringen könnte, ist die Einladung zum “Störfeuer” einem dreitägigen feministischen Frauenfestival sozusagen, gekommen und heute haben da eingeleitet von Gerlinde Hacker, die Präsidentin des Vereins, glaube ich, die sehr euphorisch von ihren Projekten berichtete, sechs Autorinnen gelesen.

Ja, der Feminismus hat es in Zeiten, wie diesen, glaube ich, sehr nötig gefördert werden und die igfem hat inzwischen einige Schreibgruppen und auch immer eine Ausschreibung, wo dann ein Buch herausgegeben wird und da haben sich, glaube ich, neunhundert Frauen gemeldet, was ja irgendwie sehr gigantisch ist und es hat sich ja seit den Zeiten, wo ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” mich literarisch sozialsierte viel geändert.

So hat sich ja damals der “Wiener Frauenverlag” gegründet, der später in “Milena” umgenannt wurde und heute auch Männer verlegt. Es gibt die starken feministischen Stimmen, wie die Jelinek, die Marlene Streeruwitz, die Gertrud Klemm, die eine Generation später auftrat und jetzt vielleicht auch Eva Reisinger mit ihren “Männer töten” und dann gibt es auch noch neunhundert Frauen, die mehr oder weniger mehr oder weniger feministisch schreiben, könnte man so sagen.

Heute standen neun oder acht Frauen auf dem Programm von denen ich nur Nicole Makarewicz gekannt habe, die dann aber gar nicht gelesen hat. Auch Tamara Imlinger hat sich entschuldigt und in der Mitte der Veranstaltung hat Gerlinde Hacker auch Karin Tonsern von den “Sister of Music” vorgestellt, die ein feministisches Musikfestival organiserte und die erste Lesende war eine Waltraud Schopf-Suchy, die mit ihrem “Loch” einen starken feministischen Text gelesen hat. Da verschwindet plötzlich der Buchstabe “m” auf der Tastatur und die Texte werden dann alle feministisch umgeschrieben oder verschluckt.

Corinna Dietrich, die von Beruf Spendeneintreiberin zu scheint, ließ die Teilnehmer voten, ob sie ihre absurden Texte oder aus ihren Roman “Ellen” hören wollten und gab dann von beiden Kostproben.

Andere Frauen haben eher unpolitische Gedichte gelesen und dann gab es zwei Texte, die sich mit dem Feminismus beschäftigt haben.

“Feminismus ist unnötig weil…” hat Andrea Kerstinger gedichtet und die ganzen Vorurteile gebracht und Claudia Andergast hat dann positiv darauf reagiert: “Feminismus hat mich gelernt mich selbst zu lieben” und interessant ist, daß viele der Frauen Lehrerinnen waren und morgen und am Donnerstag geht es dann mit schon etwas bekannteren Namen Margarita Kinstner, Gerda Sengstbratl und auch Ba Ossege , die ja im “Writersstudio” feministische Workshops anbietet, weiter.

Aber da werde ich wahrscheinlich zu Christa Nebenführ in die “Gesellschaft” am Mittwoch gehen und am Donnerstag wieder nach Harland fahren und interessant ist auch, daß ich mich beim Buffet am längsten mit einem pensionierten Polizisten, der die Technik machte, unterhalten habe.

Freibord grenzenlos Gala

Ensembles SAXOPHISTICATED (Madeleine Kaindl/Silke Gert-Schut/Barbara Paierl/Ilse Riedler)

Weiter geht es mit den herbstlichen Lteraturveranstaltungen und da hat mir der liebe Gerhard Jaschke schon lange eine Karte in die Hand gedrückt, wo er mich zu seiner “Freibord-Gala” in die “Alte Schmiede” am zweiten Oktober eingeladen hat.

Ich kenne den 1949 geborenen “Freibord-Herausgeber” und ehemaligen Generalsekretär der GAV schon lange, habe ich ihm doch schon früher meine Texte geschickt und er hat auch, glaube ich, drei meiner Texte im “Freibord” herausgebracht. Dann hatte ich einmal Schwierigkeiten mit ihm, weil ich mich dagegen wehren wollte, daß meine “Mttleren” nicht mehr im Literaturhaus stattfinden konnten. Dann hat er mein erstes “Lteraturgeflüster-Buch” sehr gelobt, da hat er, glaube ich, schon seinen Schlaganfall gehabt.

Später hat er die “Feribords” herausgegebenn und jetzt sind wieder einige “Freibords” erschienen und zu dem Thema “Grenzenlos” hat es schon einige GaV-Veranstaltungen gegeben und jetzt die große Gala.

Gerhard Jaschke
Thomas Kapielski

Leider hatte ich eine sechs Uhr Stunde. Also erst eine Viertelstunde nach sieben in der “AS” eingetroffen. Der Alfred hatte mir einen Platz besetzt, denn ich habe schon befürchtet, daß ich dann nur mehr den Livestream ansehen kann. Es war aber etwas Platz unten. Alexandrea Millner habe ich gesehen, Christian Schreibmüllner und viele andere und dann gab es ein tolles Programm mit der Saxophonnd, die dauch beim “Wildgans-Preis” spielte. Dann kam Gerhard Jaschkes Doppelgänger, wie er betonte, nämlich Thomas Kapilski, aus Berlin, glaube ich, der Texte zu verschiensten deutschen Ote brachte. Ilse Kilic und Fritz Widhalm” haben aus ihrem Verwicklungsroman” gelesen. Stefanie Wolff, die glaube ich, die Biennale in Penzing veranstaltet, hat gelesen bzw. ihre Musikstücke spielen lassen. Waltraud Haas hat sechzehn oder siebzehn Prosaminiaturen gelesen und Daniel Böswirth einen sehr langen Text, wo die Leute schon etwas ungeduldig wurden und einen Film von Hubert Sielecki mit Texten von Gerhard Jaschke gabe es auch.

Lissie Redtenwandter, die ich schon bei dem Sommerfest in Unterretzbach hörte, hat wieder ihre love songs performt. Dann gabs ein tolles Nussbrot, Käsewürfel, Weintrauben und Wein und auch das neue “Freibord”, damit ich was zu lesen habe. Mit Antonio Fiani habe ich angestossen und einge Bekannte, daruter Monika Vasik mit Maske gesehen und Christa Nebenführ, die ich übermorgen in der “Gesellshaft” hören kann.

Ukraine Blues

Es ist da mein neues Buch, mein dünnstes, das gerade vierundsechzig Seiten und ein brisantes Thema, hat, obwohl es ja gar nicht zu glauben ist, daß Friedenswünsche und Waffenstopaufforderungen dazu gezählt werden könnten.

Aber hier sind die Meinungen gespalten und so hat mich der liebe Andi Pianka auf die Idee darüber einen spannenden Text zu schreiben, gebracht.

Nein, das spannend, kam eher von einem Webinar der “Romanschule” und da dachte ich, daß vorherige Traumatisierungen, bzw. Kriegserfahrungen, vielleicht zur Meinungsbildung beitragen und das Pro und Contra bilden und habe mir die zweiunddreißigjährige Slavenka Bubic, die aus Sarajevo kommt und ausgerechnet am vierundzwanzigsten Februar Geburtstag hat, ausgedacht.

Die wird im Laufe der Geschichte entlassen und fährt zu ihrer Großmutter nach Mostar, woher auch das Coverbild stammt und dann weiter bis nach Chisinau um nach der Mutter ihres Freundes Andreas zu suchen, um als sie zurückkommt einen Literaturpreis mit ihren friedensschaffenden Insta stories zu gewinnen.

Das ist, fürchte ich, im Moment noch nicht realistisch. Die Gewinnspielfragen, die diesmal auch zum Teil aufgelöst wurden, sind damit aber beantwortet, beziehungsweise die Antwort auf Frage drei sind die >Marmeladeglas-Geschichten” in die sie die beiden Streithähne Putin und Selenskyj stellt, um sie solange drinnen zu lassen, bis weißer Rauch des Friedes daraus heraussteigt und so kann ich meine Blogleser wieder dazu aufrufen, sich das Buch zu besorgen und sich an einer Leserunde zu beteiligen, weil das ja ein wirklich spannendes Thema ist, über das man konstruktiv diskutieren sollte.

Das Land liest W. H. Auden

Im Augenblick geht es rund um mit den literarischen Veranstaltungen. Ich bin da ja eine Marathon-Besucherin, die möglichst nichts auslassen will und so sind wir dieses Wochenende nicht, wie wir es eigentlich wollten, nach Harland gefahren, denn da hatte ich mich ja für das W. H. Auden Festival in Kirchstetten bzw in Schloß Totzenbach angemeldet. Auf diese Veranstaltung bin ich, glaube ich, Ende Juli gekommen, als ich da bei einer Lesung in St. Pölten war.

“Das Land liest”, heißt die Veranstaltungsreihe, die vom niederösterreichischen Lteraturhaus veranstaltet wird, wo ein Monat lang an verschiedene Orten in NÖ literarische Veranstaltungen stattfanden und da gibt es dieses Wochenende das W.H. Auden Festival, am Freitag mit einer Auftakt Veranstaltung. Also fahren wir am Donnerstagabend nach Harland und dann nach Kirchstetten, wo sich auch einmal Josef Weinheber umbrachte, habe ich gedacht. Dann bin ich aber daraufgekommen, daß es am Sonntag am Heldenplatz in Wien eine Demo zum geplanten WHO-Pandemievertrag gibt und da will ich als Corona kritische Person natürlich teilnehmen. Also den Gesprächsreigen “Auden heute? Heute: Auden!”, auslassen und nach Wien fahren.

Dann kam die Einladung von Batya Horn zu einem Konzert in Memorian von Renald Deppe und wir beschlossen erst Freitag Früh nach Harland zu fahren. Aber da war ja auch das Henisch-Symposium, also erst am Fraitag nach Schloß Totzenbach und dann wollte der Alfred noch nach Wien fahren, weil wir dann in Harland nichts zum Frühstücken hätten und das Schloß Totzenbach ist ein sehr idyllischer Ort, den der Alfred gleich intensiv fotografierte. Die Ingrid von der Wandergruppe, die gerade vom zweiten Ramsau-Aufenthalt zurückgekommen ist, im Buffetraum getroffen, die die “Auden-Semmeln” herrichtete und dann ist es in das schön renovierte Schloß gegangen, wo dem britisch amerikanischen Dichter W. H. Auden, der von 1957-1973 die Sommermonate in Kirchstetten verbrachte und dort auch begraben ist, ein Festival gewidmet war und das hat moderiert von Helmut Neundlinger, und musikalisch begleitet von dem im Libanon geborenen Marwan Abado mit dem ich, glaube ich, schon einmal oder öfter am Volksstimmefest gelesen hat, mit einem Eröffnungsvortrag von Ferdinand Schmatz begonnen, der in das Werk des Dichters einführte.

Dann waren der letzte “Wildgans-Preisträger” Christoph W. Bauer und die Schweizer Armin Senser und Raphael Urweider eingeladen zu Textzeilen aus Audens Werke Gedichten eigene Gedichte zu verfassen.

Am Samstag ging es dann zu W. H. Auden in Kirchstetten und da wurde am Bahnhofplatz aus seinem letzten Auto, einem gelben VW-Käfter, der einige Jahre im freien gestanden ist, eine Installation gemacht, nämlich das Auto angeschraubt und Postkarten, wo wieder zwölf Dichter, wie Gerhard Ruiss, Simone Hirth, Verena Stauffer, Maria Seisenbacher, etc, ein Gedicht nach einer Auden-Zeile geschrieben haben. Die kann man sich dann aus einer Kappe entnehmen und das Ganze wurde um elf feierlich eröffnet.

Die in Kirchstetten lebende Simone Hirth von der ich schon einige Bücher gelesen habe, hielt eine Eröffnungsrede und betonte dabei , daß diese Installation gebraucht wird. Der Bürgermeister lud anschließed ins Gemeindeamt zu Würstel, Kuchen und Getränke ein, bis es dann mit einem geführten Spaziergang zu Audens Grab und seinem Haus in dem er mit seinem Partner Chester Kallmann gelebt hat und das zwischen ein von Helmut Neundlinger neukuratiertes Museum ist. Man kann auch sein Arbeitszimmer sehen und verschiedene Interviews, Briefe, Postkarten etcetera.

Sehr interessant durch den Ort zu gehen, wo es ja einen zweiten bekannten Schriftsteller nämlich den 1892 geborenen Josef Weinheber mit seinem “Wien wörtlich” und einigen Hitler-Gedichten, der sich 1945 erschoßen hat gibt, der dort auch ein Museum und einen Platz hat. Die dritte Dichterin im Ort ist jetzt Simone Hirth und am Abend, wir sind inzwischen nach Harland gefahren, um die Post zu holen und ein bißchen Rad zu fahren, ging es weiter mit dem Poesie-Festival und zwar haben da, weil Dagmara Kraus offenbar ausgefallen, die drei Autoren von gestern ihre Auden-Weiterdichtungen wiederholt. Dann kam die slowenische Autorin Anja Golub die sich mehr mit der den Überschwemmungen in ihrer Heimat als mit Auden beschäftigt hat und dann kam noch eine Performance nämlich Natascha Gangl mit den”3 Knaben schwarz”, wo einer Helmut Neundlinger war, den ich, glaube ich, schon einmal bei den “Wilden Worten” hörte und das war es dann für mich.

Ein sehr intensives literarisches Wochenende, wieder viel gelernt und mit dem Lesen und dem Schreiben geht es natürlich weiter und da gibt es bei mir demnächst auch eine Buch-Präsentation.

Die Welten des Peter Henisch

Peter Henisch ist im August achtzig geworden und aus diesem Grund gibt es jetzt ein großes Symposium in der “Alten Schmiede” und der “Gesellschatt für Literatur” und ich bin, meine Leser wissen es vielleicht, eine Fanin von ihm und sehe auch Ähnlichkeiten zwischen meinen und seinem Schreiben. denn beide sind wir ja realistiasch und auch politisch, wie auch beim neuen Roman wieder zu sehen ist. In meinen Studententagen habe ich, glaube ich, beim alten Residenz-Verlagen erschienen Romane gekauft. Ob ich die “Kleine Figur meines Vaters” gelesen habe, weiß ich ich jetzt gar nicht.An “Steins Paranoia ” und der “Mai ist vorbei”, kann ich mich erinnern.

In der “Alten Schmiede” hat es wahrscheinlich zum Siebziger auch schon ein Symposium gegen. Das Novak-Buch habe ich gelesen “Mortimer & Miss Molly” nicht, aber da war ich bei der Präsentation in der “Alten Schmiede”.

Mit “Suchbild mit Katze” ist er auf der Shortlist des Öst gestanden, den Preis hat ihm dann, wenn man so sagen kann, die Grande Dame der Literatur weggeschnappt, bei den O-Tönen , war er auch einmal, da hat er, glaube ich, gesungen. Denn er ist auch Musiker und den “Jahrhundertroman” woraus ich bei meinen “Rauris-Corona-Streaming” hörte, habe ich mir zum Geburtstag schenken lassen. Zum Lesen bin ich aber nicht gekommen und jetzt der neue Roman “Nichts als Hmmel”, aber schön der Reihe nach:

Um Sechs hat die Auftaktveranstaltung in der “Alten Schmiede” angefangen und als ich zwanzig Minuten davor die Stiegen hinunter gegangen bin, sind mir schon Leute entgegengekommen.

“Uje!”, habe ich gedacht, denn ich wollte eigentlich nicht im Schmiedesaal den Livestream sehen. Aber unten alles voll oder reserviert. Da bin ich dann eine Weile herumgestanden, habe mit einem Stammbesucher, der einen Platz hatte, geplaudert und auch ein bißchen vor mich hingeschimpft. Bendedikt Pühretmayr zeigte mir dann einen freien Platz ganz in der Ecke. Auf einen solchen bin ich, glaube ich, auch gesessen als ich Dzevad Karahasan zum letzten Mal in meinen Leben gesehen habe. Vor mir war noch ein Platz frei, den hat dann erst spät eine Dame eingenommen, die auch “Da ist es ja im Burgtheater einfacher!”, vor sich hinschimpfte. Aber eigentlich schön, daß sich so viele Leute für den Doyen der österreichischen Gegenwartsliteratur interessieren, und Walter Famler der ja, glaube ich, der Generalsekretärin des Kunstvereins ist, zum dem die”Schmiede” gehört, hat wieder eröffnet.

Kurt Neumann, war wenn ich mich nicht irre, im Publikum, Gerhard Jaschke, Manfred Müller,denn morgen gehts ja in der “Gesellschaft” weiter und Jessica Beer denn der neue Roman ist im neuen “Residenz-Verlag” erschienen. Nach Walter Famler kam Johanna Öttl, die jetzt wieder aus ihrer Karenz zurück ist und sollte etwas zu dem Symposium erzählen. Sie erzählte dann auch etwas aus Peter Henisch Leben und das tat noch viel ausführlicher Karl Markus Gauß und zählte vier Themen in Peter Henischs Leben auf. Da sind die Flüsse zum Beispiel und da gibt es den Missisippi, auf dem er ja sowohl Karl May als auch Franz Kafka reisen läßt, denn er ist ein Karl May Fan und ein Musiker, der sich für den Bues interessiert und da hätte ich jetzt fast Walter Famlers Zehharmonika-Einleitung vergessen. “Morrissons Versteck” habe ich gelesen und die die Donau spielt in seinen Bücher auch eine Rolle.

In welchen weiß ich jetzt nicht, vielleicht in der “Sehr kleinen Frau”, die seine Großmutter schildert und der kleine Peter hat wohl auch dort gespielt.

“Die schwangere Mutter” spielt offenbar schon in der Toskana wo ja Peter Henisch seit Jahren ein paar Monate verbringt und “Mortimer & Miss Molly” auch. Jetzt reist Paul Spielmann, ich glaube auch ein bekannter Henisch Protagonist. Deshalb hat Karl Markus Gauss auch die Treue und dann noch die Leichte als Themen erwähnt, auch in den kleinen Ort San Vito, um der Pandemie und seinen Lebenskrisen zu entfliehen, steht im Programm und dann wird er gleich von den Flüchtlingsströmen, die jetzt ja Lampedusa lahmlegen, umkreist. Das heißt, zuerst wird sein Auto gestohlen oder verschwindet und dann kommt der schwarze Abdallah, der ihm gleich mit einer Pistole bedroht und von ihm was zu Essen und zu Trinken fordert.

Diese Stellen hat Peter Henisch gelesen. Dann gabs noch ein Gespräch mit Johanna Öttl, die sehr literaturwissenschaftliche Fragen stellte, die von Peter Henisch humorvoll beantwortet oder abgewehrt wurden, der auch auf das Symposium hinwies und launig “Kommen Sie hin, ich bin auch dort!”, aufforderte und am Freitag in der “Gesellschaft” weitergegangen, wo die verschiedensten Literaturwissenschafter verschiedenste Aspekte aus Peter Henisch Werk erleuchtet haben. Da ist es um seine sehr geselllschaftskritische Kolumnen gegangen. Dann ging es für mich neu und erstaunlich und neu um seine Lyrik, die ich gar nicht gekannt habe.

Für mich ist er ein gesellschaftkritischer Romancier. Es gibt aber einige Gedichtbände, die auch, wie bei Henisch üblich, mehrfach überarbeitet wurden und Peter Hnisch , der hinter mir gesessen ist, sagte, daß er als allererstes Lyriker sei, aber mit Romanen besser verdient und seine Gedichte auch den jeweiligen Werken folgen, was bei mir, die ich ja eigentlich gar keine Lyrik schreibe, auch so ist.

Dann ging es um, die Orte und da war Italien natürlich das erste Thema. Die Romane, die dort spielen sind “Die schwangere Madonna”, “Mortimer & Miss Molly” und der neue Roman.

Amerika spielt im “Schwarzen Peter” und auch in anderen Werken eine Rolle. Auch in in “Vom Wunsch Indianer zu werden”.

Das hat aber die Referentin Barbara Berendt-Metzner vergessen, wie Peter Henisch montierte, weil das sein Lieblingsroman ist.

Dann bin ich gegangen, um einige Stunden zu machen und dann hat Batya Horn, die mir ja einige Rezensionsexemplare geben wollte, zu einer Gedenkveanstaltung bezüglich Reinald Deppe eingeladen, den ich ja öfter bei einigen Veranstaltungeen spielen hörte, der in ihrer Galerie auch eine Ausstellung hatte.

Am Freitag hat dann zuerst der “Ritter-Lektor” Paul Pechmann erklärt, warum Peter Henisch zur Beatgeneration gehört und dann ging es wieder zu den Romanen.

Da gab es ja einen über E.T.A.Hoffmann von dem ich ja auch eine Fanin bin. Dann ging es zu dem “Jahrhundertroman”, den ich noch lesen muß und da geht es um einen Buchhändler, der einen solchen schreiben will, aber die Studentin der ihn abtippen soll, bringt das Manuskript durcheinander.

Nach der Mittagspause, die ich mit dem Alfred in einem griechischen Restaurant neben dem Cafe Museum verbrachte, gab es drei Referate über die “Kleine Figur”, den wohl berühmtesten Henisch-Roman. Dann ist pötzlich die Ruth aufgetaucht, die sich in Luxemburg den Arm gebrochen hat und dann kam wahrscheinlich das Highlight des Symposium nämlich ein Blues Konzert mit Peter Henisch, da bin ich aber weggegangen, weil ich mit dem Alfred zum Auftakt des Auden-Festival ins Schloß Totzenbach gefahren bin

Doppler

Jetzt kommt (schon?) Buch vier der deutschen Longlist und das erste auf der Öst Debut Thomas Olah “Doppler” und das Debut des1966 in Wien geborenen Kostümdesigners mit der charakteristischen runden Brille wurde, glaube ich, hochgelobt.

Eine Enladung zu einer Präsentation lag lange auf meinen Schreibtisch, hat mich doch “Müry Salzmann”, nachdem ich den “Gegenkannon” angefragt habe, dazu eingeladen und jetzt die Longlist, die Shortlist ist es nicht geworden. Der Debutpreis kann noch kommen und als ich das erste Mal über das Buch gehört habe, habe ich mir gedacht, das ist ein neuer Frankenstein Roman und an Raphaela Edelbauers Debut gedacht. Josef Winkler, Thomas Bernhard, könnte einer dazu einfallen und auf eine andere Art und Weise aber äußerst interessant Birgit Birnbachers “Wovon wir leben”, denn da gibt es Ähnlichkeiten, wenn auch auf eine andere Art und Weise geschrieben.

Der Kostümbildner der sich auch historisch gut auszukennen scheint, versucht sich, glaube ich, in alter Tradition mit dem österreichischen Anti-Heimatroman und es beginnt wirklich sehr beeindruckend mit dem Autounfall, den der namenloser Erzähler, ein Kind, der junge Olah vielleicht, erlebt.

Die Eltern schreien, die Polizei kommt, der Bruder stellt sich tot und der Kleine kommt in ein Spital und später zu den Großeltern, Vater und Mutter genannt in ein Provinzdorf namens Frankenhayn, wo man in Sarkophagähnlichen Betten schläft und der Kleine immer Angst hat in die Ritze zu fallen. Es gibt zwei Cousins, und eine Cousine. Am Sonntag geht man in die Kirche, es wird geschlachtet, dem Pfarrer unter den Rock geschaut und natürlich immer und ewig Dopler getrunken. Erinnern wir uns, das war der billige Wein in zwei Liter Flaschen, den es glaube ich, nicht mehr gibt und so wird ein Dorf ein den Siebzigerjahren beschrieben, wo es im Wirtshaus nur Braten und Kartoffel oder Erdäpfelsalat gibt und natürlich gesoffen bis zum Unfallen wird.

Die Buben versuchen auszubrechen. Da gibt es außer die, wo sie dem Pfarrer unterm Rock schauen wollen, einige skurrille Szenen mit dem Traktor. In die Nazi-Vergangenheit geht es auch und am Schluß kehrt die Mutti zurück und alles wird gut oder höchstwahrscheinlich natürlich nicht.

Ein bißchen verwirrt haben mich die drei Einschübe, wo von drei Forschern darunter Christian Doppler berichtet wird, da gibt es dann auch die Brille zu sehen. Den Zusammenhang, was das eine mit dem anderen zu tun hat, habe ich nicht verstanden und spannend ist, daß ich knapp vorher ja Birgit Birnbacher gelesen habe, die ja offenbar auch in den Siebziger Jahren in einem österreichischen Dorf aufgewachsen ist und deren Krankenschwester auch dorthin zurückfährt und da gibt es auch einen Wirten und die Arbeitslosen, die ständig dort sitzen und es gibt nur Braten und Salat aus der Dose. Die Frauen werden wahrscheinlich hier und dort “Weiberleut” genannt und unterdrückt. Sie tragen Kopftücher und gehen in die Kirche, aber Birgit Birnbacher, die ja auch sehr experimentell angefangen hat, erzählt das Ganze viel realistischer, was mir ganz ehrlich besser gefällt, als Thomas Olah, der es mit dem österreichischenen Antiheimatroman a la Bernhard, Josef Winkler, etcetera probiert.