Der “Gläserne Vorhang” ist ja eine Veranstaltung der “Gesellschaft für Literatur”, wo Cornelius Hell immer ein paar interessante Ost-Autoren hervoholt. Bei Natalka Sniadanko bin ich das erste Mal dort gewesen und habe mir das besprochene Buch dann beim “Frick” um einen oder zwei Euro gekauft und noch nicht gelesen.
Das habe ich bei meinen “Ukraine-Schwerpunkt” vor, den ich eigentlich für heuer auf meine Leseliste gesetzt habe und heute ging es wieder um die Ukraine, beziehungsweise um ein Buch, das Kateryna Mishchenko und Katharina Raabe herausgegeben haben “Aus dem Nebel des Krieges. Die Gegenwart der Ukraine” und das ist, bei “Suhrkamp”, erschienen, eine interessante Anthologie über die Situation im Kriegsgebiet und das Interessante daran ist, daß es lauter eher unbekannte Autoren enthält.
Also kein Juri Adruchowytsch, kein Andrej Kurkow oder Tanja Maltatschuko, sondern Filmemacher, Jurnalisten, Wissenschaftler und die 1984 in Poltawa geborene und jetzt in Berlin lebende Kateryna Mishchenko, die Germanistik studiert hat, war auch am Podium und hat mit Cornelius Hell das Buch vorgestellt, das den Nebel über den Ukrainekrieg und die Situation dort mit Originalbeiträgen offenbar erhellen sollte.
Darüber entspannte sich eine Diskussion und Kateryna Mishchenko hat ihren Beitrag daraus gelesen , wie sie mit ihrem Kind zuerst aus Kiew zur Großmutter flüchtete. Dann nach Berlin kam, wo sie die Krise mit sehr viel Arbeit, wie um Beispiel die Buchherausgabe zu bewältigen versucht.
Der Blick aus dem Fenster auf die Stadt kommt in den Text vor und die Kindergärtnerin, die in ihre Datscha flüchtete und dann erst recht in eine Kriegshandlung kam.
Weitere Beiträge stammen von einem Arzt, der, glaube ich, in Leipzig tätig ist und die Situation durch Fotos darstellte. Eine Russin hat auch darüber geschrieben und es gibt auch ein portrait der Stadt Mariuopol.
Ein interessantes Buch, das Cornelius Hell auch sehr zu Lesen empfahl, das ich mir, weil ich ja meinen Ukraine-Schwerpunt habe, nicht kaufte. Denn ich habe bekanntlich eine sehr umfangreiche Leseliste, wo noch einige Rezensionsexemplare darauf stehen, so daß ich zum Backlistlesen wahrscheinlich nicht sehr kommen werde, weil ich ab August wieder Buchpreis lesen werde.
“Die Radionacht” steht aber darauf und Serhij Zahands “Internat” das ich mirr einmal auf einen Literaturhaus-Flohmarkt kaufte und von Andrej Kurkow gibt es, glaube ich, auch ein neues Buch, das im Herbst erscheinen wird und das ich angefragt habe.
Die 1929 in Hustovice in Mähren geborene Ilse Tielsch ist am einundzwanzigsten Februar in Wien verstorben und deshalb gab es heute einen Gedenkabend für sie im Literaturhaus, den Helmut Neundlinger moderierte, Barbara Neuwirth, die jetzt im “Podium” tätig ist und in der Nähe von Unterretzbach sowie in in der Josefstadt lebt, Christian Teissl, der Vorsteher vom Schriftstellerverband, der sich, glaube ich, in der Kettenbrückengasse befindet und den Schweizer Fermin Suter, der ihren Nachlaß bearbeitet, eingeladen, ihre Erinnerungen an die alte Dame zu erzählen und ein paar Texte von ihr zu lesen.
“Wo habt ihr sie kennengelernt? Könnt ihr euch noch an sie erinnern?”, hat er jeden und jede gefragt und ich kann mich erinnern, daß ich einmal, lang langi st her, wahrscheinlich in den Achtzigerjahren als junge Mutter oder noch früher, Valerie Szabo , die ich ja im Arbeitskreis schreibender Frauen kennengelernt, wen sie mir für meine Texte empfehlen könnte? Ihr Mann, der berühmte Wilhelm Szabo hat ja nur meine Hand geküßt und sich für mein Schreiben nicht so interessiert, Ilse Tielsch empfohlen. Ich habe sie angeschrieben und ihr wahrscheinliche einen meiner Texte geschickt und als ich sie Jahre später bei einer “Podium” Veranstaltung wahrscheinlich in der “Alten Schmiede” getroffen habe, hat sie sich an mich erinnern könnten. Ene Rezension über eines meiner Bücher hat sie mir zwar nicht geschrieben. Se war aber, wie ich bei der Veranstaltung hören konnte und mich auch erinnern kann, eine sehr freundliche aufmerksame Frau, die sich für das Schreiben der anderen interessierte und sie nach Kräften förderte.
Das Lesetheater hat einmal eine Veranstaltung im Literaturhaus über Ilse Tielsch gemacht, da war sie anwesend, hat Bonbons, glaube ich, an die Lesenden verteilt und wenn ich mich nicht irre, die Geschichte, aus der Barbara Neuwirth gelesen hat, ausgeteilt.
Barbara Neuwirth hat Ilse Tielsch bei einer Veranstaltung kennengelernt, sich mit ihr befreundet und als ihr “Grundbuch in der “AS” vorgestellt wurde, war sie anwesend und hat, glaube ich, Texte der schon Erblindeten gelesen. Da war noch in Corona-Zeiten mit der Maskenpflicht, also habe ich gestreamt, habe sie aber öfter in der “Schmiede” gehört, wo auch ihr Buch über ihre mährische Kindheit vorgestellt wurde und sie war, wie Christian Teissl, der sieben Gedichte von ihr gelesen hat, erklärte, sowohl als Lyrikerin, als auch mit ihrter Trilogie sehr erfolgreich und aus der, beziehungsweise der “Ahnenpyramide” hat Fermin Suter ein Stück gelesen.
Dann gabs wieder Gespräche beim Wein. Ich habe mich mit einem Herrn, der sie, glaube ich, gut gekannt hat und dann noch mit ihrer Tochter, die sich interessiert mit dem “Atelier-Verleger” unterhalten hat, gesprochen.
Am Schluß dann noch mit Barbara Neuwirth und den Bücherschrank, wo ich sicher schon was von Ilse Tielsch gefunden habe, habe ich auch besucht.
Gleich zwei mit einer vollen Tasche, denn da habe ich im “Worttscatz” die Duplikate abgelegt, die ich von Main nach Wien geschleppt habe und mir dann in der Zieglergasse was geholt.
Also lesen, lesen, lesen. Ilse Tielsch, die eine sehr freundliche Frau war und sowohl im PEN, im Schriftstellerverband, als auch im “”Podium,” das sie mit Alois Vogel, der ja einmalTexte von mir im “Podium” gebracht hat, Paul Wimmer, der auch in der Krongasse wohnte und Doris Mühriger, gegründet hat oder auch etwas anderes.
“Tacheles” in der “Gesellschaft für Literatur”, das ist eine Veranstaltung in der Daniela Strigl immer mit einem Autor, einer Autorin über seine, ihre Literatur diskutiert und dann gibt es das Buch von Moritz Bassler, der in der Jury des “Leipiger Buchpreises” war, “Populärer Realismus”, von dem ich einmal in Ö1 hörte und dann beinm Lesen etwas verwirrt war, denn für mich ist Realismus etwas anderes, als das was Moritz Bassler da beschrieb.
Deshalb habe ich mich für die “Tacheles-Veranstaltung” entschieden, obwohl im Literaturhaus die “Sprachkunst” war und es mit meinen Stunden eng war, weil eigentlich eine sechs Uhr Stunde und dann schon wieder Schwierigkeiten mit meinen neuen Computer. Da hätte ich gedacht jetzt klappt es endlich….
Also die “Gesellschaft” kurz vor oder nach sieben erreicht. Einen Platz in der ersten Reihe neben der Helga <köcher gefunden und dann ging es los. Daniel Strigl nahm gleich selbstbewußt die Vorstellung vorweg, die eigentlich Manfred Müller machen wollte und sprach dann von einem Buch, von dem derzeit alle sprechen und erklärte auch was unter dem “Midcult” zu verstehen ist. Wenn etwas den Eindruck von Bildung in populärer Sprache erweckt, was eigentlich schon abgelutscht ist und die Leser sich dann darauf stürzen, weil sie sich für gebildet halten.
Das Buch ist eigentlich aus einigen Artikeln entstanden und da wird ja Daniel Kehlmann als großes Beispiel angeführt und das Publikum das aus Wolfgang Müller Funk,Katja Gasser, der Jessica Beer, etcetera, bestand, lachte. Die Elena Ferrante wurde noch genannt und der Sebastian Fitzek. Da behauptete Daniela Strigl, daß sie ihn nicht kenne. Aber den Namen wird sie wohl schon gehört haben, auch wenn die das “Paket”, den “Seelenmacher”, den “Augensammler”, etcetera, nicht gelesen hat jetzt niemand zuzugeben trauen würde.
“Doch!”, widersprach ich. Denn ich habe, einiges und habe noch mehr Bücher gefunden, wo ich ,da ich jetzt ja“Buchpreis” lese zum Lesen nicht mehr komme und das war schon das, was mich an der Diskussion störte.
Die pädagogische Stimme schreit da auf, denn die Leute sollen ja lesen und wenn sie mit dem “Harry Potter” beginnen, sind sie schon einmal dran und das habe ich die Rotraud Schöberl vor Jahren auch einmal im “<“Ex Libris” so sagen gehört.
Ja ,die Buchhändler, wie die Petra Hartlieb sehen das lockerear und würden sich wahrscheinlich den Sebastian Fitzek auf die “Buchpreis-Listen” wünschen, aber der verkauft sich ohnehin und dient den Verlagen, die sogenannte anspruchsvollere Literatur für die Klaus Kastberger schwärmte, zu verlegen. Er nanne die Namen Jelinek, Bernhard, Helena Adler,Tomer Gardi,, etcetera und meinte daß er die Studenten, auch wenn sie Fitzek lesen Peter Handke prüfen würde und daran knüpfte sich die Frage, ob die “Harry Potter” leser zum Peter Handke kommen.
Ich habe “Harry Potter” nicht gelesen, aber dafür in meiner Jugend Hedwig Courths-Mahler und habe die genannten gelesen.
Ann Cotton, die auch als Beispiel genannt wurde, nicht. Aber da war ich auf einigen Veranstaltungen und “Pipins Tochter Taschentuch” das sie übersetzte, liegt auf meinen Lesestapel und wenn ich jetzt verstehe, daß sich Bassler in seiner Definition gegen das schon Bekannte nannte, sprich den hundersten Roman über den Natonalsozialismus, hätte ich eher gedacht, daß ich denTomer Gardi in diese Kategorie reihen würde und die Slata Roschal, die Moritz Bassler als postives Beispiel lobte, nicht, denn das ist ja ein experimenteller Listenroman, sehr experimentell und sicherlich kein Bestseller. Wahrscheinlich ist es der persönliche Geschmack, der da mitspielt, denn den “Engel des Vergessens” hätte Bassler auch für trivial gehalten, worauf ihn die Experten widersprachen und eigentlich müßte man dann auch den Lebensbornroman der Urike Draesner, der ja auf der “Belletristik-Liste des “Leipziger Buchpreises” gestanden ist, für abgeltuscht ist. Es ist aber sprachlich sehr komplizert und das ist ja das Qualitätskriterium und ich fand die Diskussion zwischen den Literaturexperten für wirklich interessant, denn sie zeigt das Dilemma des Ganzen.
Statt sich darüber zu freuen, daß die Leute lesen, wird da immer noch zwischen gut und schlecht unterschieden, wobei sich die Geschmäcker noch unterscheiden und ich meine wieder lesen, lesen lesen, ganz egal was und das was gefällt, ist für einen gut und ich denke durchaus, daß da Sebastian Fitzek neben Peter Handke, stehen könnte und daß das die Studenten jetzt schon zugeben und nicht heimlich im Bett verstecken, finde ich auch für gut.
Ich habe Moritz Bassler, der sehr freunlich und offenbar wirklich populär ist, noch gefragt, ob er Olga Tocaczuks “Empusion”schon gelwesen hat?
Denn da würde mich die Expertenmeiung interessieren, was er zu der “Zauberbergvariante” der “Nobelpreis-Trägerin” meint, die mir sehr gefallen hat, an den intellektuellen Aspruch des “Zauberbergs” aber wahrscheinlich nicht herankomt. Denn was ist ein “Schauerroman”? Zählt wahrscheinlich schon eher zur triviaen Literatur, obwohl der Inhalt vielleicht gar nicht so abgelutscht sondern ehern gewangt und originell ist.
Der 1949 geborene Gerhard Jaschke Herausgeber des “Freibords”, der auch eine Zeitlang Generalsekretär der GAV war, war der Lebensmensch der 2018 verstorbenen Malerin Ingrid Wald, bei deren Begräbnis ich war und die hat 2002 in Unterretzbach eine “Sommergalerie” gegründet, die heute von ihren Sohn Thomas geleitet wird und seit dieser Zeit findet offenbar jedes Jahr dort ein Sommerfest statt.
Waltraud Haas
Einladungskarten lagen in der “Alte Schmiede” auf, die ich öfter gesehen habe, mich aber erst heute entschlossen habe, mit dem Alfred dort hinzufahren. Offenbar war es mir zu weit und zu umständlich. Da habe ich wohl viel versäumt, denn die Galerie liegt in einen schönen Garten.
Man konnte die bunten Bilder, der 1943 geborenen Ingrid Wald bewundern, die sich, wie ich mich erinnern kann, immer nett mit mir unterhalten hat.
Der Vortragssaal war mit den bunten bemalten Sessel ausgestattet, die ich auch schon auf Karten gesehen habe. Ein Buffet gab es auch, das offenbar von Freunden zusammengestellt wurde. So sah man Leute mit Kuchenschüsseln. Käse, Wurst und Auftriche gab es auch und natürlich Wein und Bier und gleich beim Eintrittviele Bekannte getroffen, wie Jopa Joakin, Waltraud Haas, Gabriele Petricek etcetera.
Richard Weihs
Um circa zwei beginnt es, stand auf der Ankündigungskarte, die ich schon vor einigen Monaten in der “AS” gefunden habe. Wir waren um viertel vier, glaube ich, dort und da hat es bald begonnen.
Gerhard Jaschke, der mir bei Begrüßung sagte, daß ihm die Organistation schwer gefallen ist und bei der Verabschiedung, daß es das letzte Mal sei, daß er das Fest veranstalte, hat er ja vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten, der ihn ziemlich einschränkt, moderierte und es begann sehr musikalisch mit dem Saxophonquartett, das auch im Dezember im Rathaus spielte, als Lisa Spalt den “Veza-Canetti-rPeis” bekommen hat.
Dann kamen Markus Köhle und Mieze Medusa auf die Bühne beziehungsweise zum Vortragstischchen, die ebenfalls musikalisch, von Veronika Humpel und Wolfgang Seierl unterstützt wurden und die jeweils einige Stellen aus ihren neuen Büchern vorlasen.
Dann lasen Waltraud Haas und Günther Kaip aus ihren neuen bei “Keiper” erscheinenen Büchern und Gerhard Jaschke wies auf das neue “Freibord hin, in dem beide Autoren enthalten sind, das er mir bei den GAV-Feierlichkeiten überreicht hat, sowie auf seine nächsten Veranstaltungen, die im Herbst in der “AS” und auch an anderen Orten stattfinden werden.
Geriatrico
Claudius Kölz sang vor der Pause noch einige Chansons und Saxophoneinlagen gab es auch. Dann gings zum Buffet und zu den Gesprächen. In der zweiten Runde wars dann nur mehr musikalisch. Da gab es zuerst einige Lovesongs und dann die “Kroat” und anderes von Richard Weihs und dann noch ein Konzert von “Geriatrico” und es war ein schönes Fest in einer schönen Atmosphäre.
Susanne Ayoub, die im nächsten “Freibord” vorkommen wird, habe ich auch noch gesehen und sie hat mir auch, ich bin da ein bißchen ungeschickt, beim Öffnen einer Weinflasche geholfen und Barbara Neuwirth die im Nachbarort wohnt, sowie denLehrer aus Retz, den ich früher öfter in der “AS” gesehen habe.
Schade, daß es das nicht mehr geben wird, denn jetzt wäre ich wahrscheinlich regelmäßig hingefahren.
Ich bin ja eine, die eigentlich täglich ihren Senf über den Literaturbetrieb, mein Schreiben, meine Bücher abgeben will und habe das, weil ich ja Alfreds Computer hatte, während unserer Main-Radreise ganz gut geschafft. Aber jetzt zurückgeklmmen von Montag bis Mittwoch bis sechs oder sieben Stunden, ist doch der Donnerstag wieder Feiertag und das “Bett mit dem goldenen Bein”, das ich gerade lese, ist wieder sehr dick.
Am Montag eine sechs Uhr Stunde, da hätte ich in die “Gesellschaft” streamen oder schnell hingehen können, aber der Alfred hat mich auf eine Edith Kneifl Lesung im “Krimisalon” , der Lisa, Schippel, die einmal auf die kleine Anna aufgepasst hat, aufmerksam gemacht.
Nun lese ich angesichts meiner langen Leselisten und meines inzwischen eher langsamen Lesens eher weniger Krimis, aber von der 1954 in Wels geborenen Edith Kneifl mit der ich ziemlich zeitleich an der Uni Wien Psychologie studiert habe, habeichschon einigesgelesen und jetzt wurde im Rahmen der Beirksfestwochen ihr dritter Urlaubskrimi “Klippensturz” vorgestellt und da wir zu Lias vierten Geburtstag zwei Bücher bei der Lisa bestellt haben und ich in Hassfurt und in Kippingen, ein drittes, nämlich Petra Hartliebs “Zu Hause in unserer Buchhandlung” gesehen habe, bin ich hingegangen, obwohl es ja in der politischen Siituation wahrscheinlich einen spannenderen Krimi gegeben hat, nämlich, daß um vier plötzlich überall aufploppte “Auszählungszähler – Andreas Babler ist der neue SPÖ-Vorsitzende” und gerade noch zurecht- und einen der letzten Stühle bekommen.
Der Bezirksvorsteher hat eröffnet und istangesichts der politischen Ereignsse schnell wieder gegangen und Edith Kneifl hat, bevor sie gelesen hat, von einer Einladung in Bad Ischl und der, eine Geschichte dafür zu schreiben, erzäbhlt und dann ist es in den dritten Tel ihrer Urlaubstrilogie gegangen, wo sie ihre Protagonistin Laura Mars nach Istrien schickte, da waren wir glaube ich schon, auf inserer ersten Kroatienreise und davon habe ich mir ja auch ein literarisches Souvenier mitgebracht und Edith Kneifl erwähnte, daß es damit Schluß sei und ihr nächster Kimi, der im Rohtext fertig ist, wieder in Wien spielt. Lassen wir uns überraschen und diese Laura, die einen Teil ihrer Familie in Istrien hat, hat von einem Notar einen Brief bekomme, daß sie von ihrer Großmutter, die eigentlich schon längst gestorben ist, ein Haus geerbt hat. Als sie hinkommt, findet sie den Notar tot vor, seine Sekretärin wird auch ermordet und sie scheint sich in einen feschen Kommissar mit deutschen Namen zu verlieben und fährt mit ihm in einem Polihzeiboot herum und das Tagebuch der Großmutter hat sie auch eingesteckt und liest daraus immer wieder ein Stückchen.
Nachher gabs ein kleines Buffet und Gespräche mit Günther Neuwirt dessen Triest-Krimi ich auch gelesen habe, und eine andere Krimiautorin, von der ich, glaube ich, einmal ein Buch von der Judith Gruber-Rizy zum Geburtstag gekommen habe.
Interessant, interessant und einmal etwas anderes, den im “Krimisalon”, bin ich nur einmal bei einer Weihnachtsfeier gewesen, obwohl ich die Lisa Schippel einmal bei einer kriminalistischen Hundertjahr- Feier der österreichischen Republik getroffen habe.
Da ich ja diesmal einen Computer auf der Radreise habe, ist es mein Ehrgeiz jenden Tag etwas zu bloggen. Aber was schreibe ich da vierzehn Tage lange, wenn ich in dieser Zeit nur ein Buch gelesen habe und es keine Veranstaltungen gibt?
Jeden Tag wird sich kein Reisebericht ergeben und dann ist mir eingefallen, ich könnte ja nach Wien ins Literaturhaus und in die “Gesellschaft” streamen.
War aber nur eine theoretische Idee, denn um sieben, wenn die Veranstaltungen beginnen, bin ich meistens mit dem Alfred unterwegs und in die “Gesellschaft” habe ich gemerkt, kann man offenbar auch nicht mehr streamen und dann ist mir in Lohr eingefallen, wir könnten ja in Frankfurt und in Mainz, also in den größeren Städten ins Literaturhaus gehen und habe danach gegooglet.
Aber am dreißigsten, wo wir in Franfurt waren, gab es keine Veranstaltung und in Mainz nur ein Literaturbüro.
Also habe ich nach Veranstaltungen in Frankfurt und Mainz gesucht und da herausgefunden, daß es am Dienstag in der Goethe Uni eine Poetik-Vorlesung von Clemens J. Setz gibt.
Hui, habe ich gedacht, da habe ich etwas Besonderes für meinen Leserkreis und ich bin ja auch sehr neugierig immer etwas Neues zu erleben. So sind wir, als wir noch n ach Obergail mit der Anna zum Schiurlaub gefahren sind, einmal bin nach Bruneck gekommen, weil dort Josef Haslinger gelesen hat und als wir mit der Ruth um den Bodensee gefahren sind, sind wir mit ihr und der Erika Kronabitter, in den Bregenzer Wald gefahren um dort Antonio Fian zu hören.
Also zu Clemens J. Setz in die Goethe Uni und der ist ja ein sehr interessanter Autor, den ich kenne ,seit er seine “Söhne und Planeten” geschrieben habe. Ich habe einige nicht alle Bücher von ihm gelesen und wenn ich mich nicht irre hat es auch in Wien eine Vorlesung des 1982 geborenen “Büchner-Preisträgers” gegeben und jetzt eine F”rankfurter Poetik Vorlesung”, die am Dienstag begonnen hat.
Dann wird es noch zwei andere Vorlesungen, wenn wir schon wieder abgereist sind, geben und die Schlußveranstaltung wird im Literaturhaus stattfinden, wo wir bei unserer Anfahrt vorbei gekommen sind, man aber Eintritt zahlen muß.
Also zur Goethe Uni hinausgepilgert, wo es eine große Adorno Statue gibt und wir das Hörsaalzentrum, wo die Veransgtaltung stattfand, nicht gleich fanden. Dann war es aber ein sehr großer Höörsaal und auch sehr voll und ich habe, glaube ich, auch Sara Wipauer mit einem Baby gesehen. Sonst natürlich niemanden gekannt.Die Vorlesung stand unter dem Titel “Mysterien” und der 1982 Geborene ist ein etwas skujriller Typ, obwohl ich die “Monde vor der Landung” eher konservativ geschrieben gefunden habe.
Clemens J Setz machte in seiner Antrittsvorlesung einen wilden Rjumumschlag. Begann mit einer Brille, die er sich in Corona Zeiten, wo alles scharf auf G2 und, wie er meinte, auf Verschwörungstheorien, aus, war, kaufte und damit sollte man offenbar die echten von den falschen Menschen unterscheiden können. Also die mit oder ohne Aura und was die Verschwörungstheorien betrifft, gab er ein Beispiel von einer Bekannten, die zu Weihnachten 2021 von ihren Verwandten ausgeladen wurden, weil ihr Immunsystem schwach war und da kam Setz gleich zu den Haupt- und den Nebenromanfiguren und am Schuß ging es, um die Autisten, die zuerst mit Unterstützung, dann allein ihre Romane schrieben, was ihnen dann nicht geglaubt wurde.
Ingteressant, interessant, die Mysterien des Clemens J. Setz. Wieder was gelernt und den Indiebookday der gleichzeig in Wien am Badeschiff stattfand, versäumt und auch Ruths Vortrag in der “Gesellschaft” über Franz Grillparzer, aber vielleicht kann ich den doch noch streamen.
So lange gibt es das Literaturfestival des Centropes, wo Stephan Teichgräber, interessante tschechische, slowakische, ungarische und Wiener Autoren vorstellt, schon, ich war aber nicht bei jeden dabei.
Habe aber von Stephan Teichgräber, den ich wahrscheinlich über die Szene Margareten oder schon länger kenne, irgendwann die Einladung bekommen und bin dann vor Coronaein paarmal hingegangen, dann klappte es wegen der Test– Masken– oder anderer Pflichten nicht mehr.
Im Vorjahr war ich wieder da und heuer kurz vor unserer Radreise den Main entlang, wo wir das Centrope wahrscheinlich verlassen und ich muß sagen, es war sehr interessant.
Jelena Semjonowa-Herzog, die Mitorganiorin, hat mich als ich das Arche-Theater erreichte, freundlich begrüßt. Cornelia Stahl hat mir zugerufen und mir das gedruckte Programm übergeben. Im Theatersaal habe ich mich mit Dine Petrik unterhalten und Stephan Teichgräber hat genau erklärt, was der Centrope ist und, daß es sich für die Österreicher lohnen würde, Tschechisch, Slowakisch und Ungarisch zu lernen oder wenigstens ein paar Worte davon zu verstehen.
Dann kam der 1990 in Mähren geborene Lukas Ondercanin mit seinem noch nicht auf Deutsch erschienen Roman “Die Utopie in Lenins Garten”. Die auf Deutsch gelesenen Stellen wurde von Stephan Teichgräber übersetzt und da geht es um dreihundert Slowaken, die vor hundert Jahren nach Kirgisien auseanderten, um dort das Paradies zu finden und enttäuscht wurden.
Dann folgte und das war interessant, die 1972 in Indien geborene Sarita Jenamani ,und da ist vom Centrope nicht viel zu entdecken. Sie lebt aber seit ihrem Studium in Wien, ist oder war die Generalsekretärin des PENS und so hat sie Jelna Semjonowa-Herzog, die den Österreich Teil auswählte, sie und ihre Gedichte vorgestellt.
Dann ging es mit dem 1959 in Budapest geborenen Andras Petöcz weiter oder er kam nach Wien und stellte sein “funny poem” “Ein Gott in Wien ” vor, wo der oder der Autor selber hungrig oder müde in der Wiener U Bahn saß und der vorgestellte Band “Der gealterte Gott” beschäftigte sich, was ich erstaunlich frisch und originell fand, mit der Erschöpfung, der Traurigkeit und anderen Gefühlen.
Dann gings wieder nach Wien oder nach Mürzzuschlag. Denn dort wurde Harald Darer von dem ich schon was gelesenhabe und der mich auch erkannte, geboren und der stellte mit “Mongo” wieder ein sehr interessantes Buch vor, geht es da doch um ein Kind mit Downsyndrom oder um die Schangerschaft der Schwester eines solches, die sich Sorgen macht, daß es ihrem Kind auch so gehen könnte.
Dann hätte einen Tschechin mit einem gar nicht teschechin klingenden Namen, nämlich, die 1988 geborene Klara Goldstein kommen und ihre Gedichte vorstellen sollen. Sie war aber erkrankt, so wurden ihre Gedichte aus den Bänden “Falkenfrau”, das inzwischen schon vergriffen ist und “Die Regen von Maiernigg”, nur von den Schauspielern gelesen.
Foto: FaceBook
Nachher gab es wieder und diesmal etwas verrutschte Brötchen. Ich habe mir ein Glas Wein dazu gekauft und mich mit Harald Darer und Cornelia Strahl sehr intensiv unterhalten.
Am Mittwoch ist es dann mit Julian Schutting, der sehr verkühlt war und seinem “Zersplitterten Erinnern” weitergegangen . Dann kam Stanislav Biler aus Brünn mit seinem Roman “Destruktion”, wo es um die Flucht aus der Stadt aufs Land ging und da plötzlich in niederösterreichischen Dialekt gelesen wurde.
Danielas Chanas “Neun seltsame Frauen” kannte ich schon, habe ich die Geschichte von der Küchenhilfe mit dem roten Lippenstift sowohl in der “AS” gehört, als auch das Buch gelesen.
Der Ungar Pal Zavada, der historische Tomae schreibt, schickte im Jahr 1937 einen Adam Apfelbaum mit dem lieben Gott und dem Teufel nach Berlin und die 1966 in Frankreich geborene Nathalie Rouanet, die ich als Anne Air von Slam B kenne hatte drei Miniaturen in denen es um Sex und Liebe und einen afghanischen Flüchtling ging.
Dann wurde die Pause mit den Brötchen vorgelegt, da die 1999 geborene Nicol Hochholczerova erst angereist kam und in “Dieses Zmmer läßt sich nicht aufessen” einen sehr spritzigen Roman vorstellte, in dem es auch um Peter Esterhazy ging, der geheiratet werden sollte.
Das war es dann, ein etwas anderes Festival, weil die Wiener Autoren aus Frankreich oder Indien kamen, was mich auf die Idee brachte, mich mit meiner in Entstunhg befindendlichen Drei Frauen Geschichte “Bratislava-Prag-Budapest” für das nächste oder übernächste Jahr zu bewerben und jetzt geht es los in einen vielleicht verregneten Urlaub, wo ich das nächste Festival nämlich “Rund um die burg” das übermorgen beginnt, versäumen werde.
Jetzt ist es sich doch ausgegangen zum fünften “Dichterloh-Abend” zu gehen, wo Ludwig Hartinger und E.A.Richter ihre letzten Gedichtbände vorstellten, die eigentlich verdichtete Tagebücher waren und auf der einen Seite die Beschäftigung mit der Natur, auf der anderen die Lockdownzeiten im eigenen Zimmer beschrieben.
Interessant, interessant, zuerst den 1952 in Saalfelden am steinernen Meer geborenen und jetzt wieder dort lebenden Übersetzer und Lektor des “Otto Müller Verlages” Ludwig Hartinger kennenzulernen, der offenbar Karin Peschka ins Publikum brachte und auch den Rudi, der neben mir gesessen ist, aber vielleicht ist der wegen den 1941 geborenen E. A. Richter gekommen, der einmal auf meinen Blog gestoßen ist und auch bei meinen Geburtstagfest gelesen hat.
Zwei interessante Dichter also und Ludwig Hartinger hat schon drei solche Tagebücher herausgebracht, das letzte vorgestellte heißt “leerzeichen” und da war vor allem das Gespräch interessant, denn der 1952 geborene, der sich auch als “Wortschmuggler” betrachtet, hat wirklich eine sehr poetische Sprache. Glatt und geschliffen, wie aus dem Lyriklexikon, könnte man so sagen und seine Gedichtzeilen scheinen beim Gehen entstanden zu sein. Das “Ich” und das autobiografische Erleben schaltet er dabei vollkommen aus.
Das ist zwar etwas, was ich nicht ganz nachvollziehen kann und auch nicht wirklich glaube. Der Dichter hat aber darauf bestanden und auch betont, daß in Trakls-Texten das Wort “Ich” nicht vorkommt, bei ihm offenbar schon, wie Michael Hammerschmid einwarf und E. A. Richters “Fernausdehnung” ist ab dem Dezember 2020 entstanden und offenbar der Pandemie geschuldet oder während Corona-Zeiten entstanden, etwas was mich ja auch sehr interessiert.
Da sitzt einer dichtend zu Hause und beschäftigt sich dabei mit Worten wie “Angstnoträume”, “Polizeierscheinungen” und “Querdenkereien”.
Dann ist er in eine Austellung gegangen und hat in acht Kapiteln aus acht Bildern einen Text geschrieben.
Die “Seestadt”, wo er wohnt, kommt vor und im Gespräch erwähnte er seine Beziehungen zu Leuten, die in fernen Kontinenten wohnen und daß es Personen gibt, denen er jeden Tag ein Mail schreibt.
So konnte man die pandemischen Zeiten offenbar auch benützen und seine Erfahrungen in und außerhalb der Lockdowns machen.
Sehr interessant dieses Lyrikfestival, von dem ich drei unterschiedliche Abende mitbekommen habe und mich trotz des gefüllten Büchertisches in nächster Zeit mit anderen, als mit lyrischen Texten bescäftigen, nämlich Ulirike Draesners dicken Roman, das ich auf meine Radfahrt mitnehmen werde.
Die letzten Wochen waren ja sehr intensiv, so ist am zwanzigsten April mein Computer eingebrochen und seither blogge ich auf dem von Alfred und kann nicht in meine Texte hinein, kann meine Bücher nicht einordnen, keine Rechnungen schreiben und auch das Buch mit Peter Gstöttmaiers Texten mit denen ich mich ja beschäftigen soll, nicht lektorieren.
So stapeln sich am Harlander Schreibtisch schon Bücherberge und die Leipzig-Mitbringseln und am Donnerstag nach dem mein Computer nicht mehr ging, sind wir nach Krems zur “Literatur und Wein” gefahren.
Dann hat mir der Alfred seinen Computer zum Bloggen überlassen. Ich habe abgerechnet und wir sind nach Leipzig gefahren, wo es, da ja Österreich Gastland war, sehr intensiv zuging.
Zum Lesen bin ich in den letzten drei Wochen daher nicht viel gekommen, habe da gerade nur Angela Steidels “Aufklärung” ausgelesen und jetzt Carlo Emilio “Die grässliche Bescherung in der der Via Merulana”.
Dazwischen habe ich meinen Computer zurückbekommen, der gerade zwei oder drei Tage gehalten hat, bis er wieder seinen Geist aufgab. Jetzt soll ich einen Neuen bekommen und in der letzten Woche ist es wieder mit dem ganz normalen Literaturprogramm sprich “Alte Schmiede” mit dem Dichterloh-Festival”, der “Gesellschaft für Literatur” und dem Literaturhaus weitergegangen und da habe ich am Freitag nach dreizehnJahren wieder beim “Tag der Freiheit des Wortes” den ich acht Jahre lang organisiert habe, gelesen.
Deshalb sind wir nach drei Wochen erst wieder am Samstag Vormittag nach Harland gefahren, dort die Anna und die Lia besucht, die gleich das Muttertagsgedicht, das sie im Kindergarten lernte, vorgesungen hat. Ich bin mit dem Rad auf den Markt gefahren, um dort Doris Kloimstein zu treffen, wie wir das ja regelmäßig tun, wenn wir am Wochenende in Harland sind.
Diesmal aber schon länger nicht, denn zu Ostern war sie nicht da oder ist es sich nicht ausgegangen. So habe ich ihr das “Flasar-Buch”, das ich ihr versprochen habe, erst jetzt geben können, sowie die Leseprobe von “Putin im Wartezimmer” und meine zwei letzten Bücher, die sie schon lange haben wollte. Und da beim Käsekrainer und Prosecco waren wir von der FPÖ “unzigelt, das heißt von vier Aktivisten in den blauen Jacken, die Bier tranken und “bärenstarke Gummibärchen” und “Heimat-Taler” zum Muttertag austeilten, die ich gleich fragen konnte, wie es jetzt mit der Covid-Aufarbeitung, die ja die schwarz-blaue NÖ-Regierung versprochen hat, ist?
“Leider schwierig!”, haben die mir geantwortet, denn da gibt es ja den Widerstand dagegen, habe ich mir aber ohnehin nicht wirklich erwartet, stattdessen für die kleine Lia ein “Muttertags-Ischler” gekauft, das sie ihrer Mama mit Gesang oder auch ohne überreichen konnte und dann nach Harland zurückgefahren.
Im Bücherschrank beim Bootshaus, wo ich jetzt immer Station mache, gab es eine Menge Kinderbücher und die kleine Lia ist dann auch gekommen, hat die Schokolade-Lade ausgeräumt und die alten Spielsachen von der Anna, die in der Küche von Alfred Großmutter lagern und ich war etwas blockiert und gehandicapt, weil eigentlich wollte ich ja mein Nachwort für das Gstöttmeier-Buch schreiben und als mir der Alfred den Ordner dann geöffnet hat, hatte ich keine Texte und keine Unterlagen und bin also mit der “Via Merulana” in die Badewanne gegangen.
Dort habe ich das Buch Sonntag früh ausgelesen, dann noch einmal die Anna und die Lia besucht, den “Muttertags-Muffin” von der Anna hatte ich schon zum Frühstück mit einem Glas Sekt Orange gegessen und dann sind wir nach Wien gefahren, denn der Alfred hatte Karten für die Kammerspiele, wo es die “Drei Groschenoper” gab, besorgt und die Ruth dazu eingeladen, weil die uns, um den Silvester auch ins Theater eingeladen hat.
Also ein intensives Wochenende mit meinen zwei literarischen Freundinnen, von der Doris Kloimstein, die ja ein engagiertes Pen-Mitglied ist zu der Ruth, die sich im GAV-Vorstand engagiert und die “Drei Groschenoper” ist auch ein Stück, das eigentlich genau in Zeiten wie diesen, wo man immer hört, daß sich die Leute die Butter auf das Brot nicht mehr leisten können, während vor einer Woche in London Millionen für die Krönung des Kings Charles, der mit einer goldenen Kutsche und einer großen Krone angefahren gab, ausgegeben wurden, denn in der Bettleroper geht es auch, um eine Krönung. Zwar um die der Queen Viktoria. Aber eine Dame mit rosa Kleid und rosa Hut, die freundlich in die szene winkte, ist da plöthzlich aufgetaucht und das Publikum schrie “Schau die Königin!”, war natürlich keine echte und eine Krönung hat auch nicht stattgefunden.
Aber ein sehr literarisches Wochenende mit meinen zwei literarischen Freundinnen und Wegbegleiterinnen. Jetzt erwarten mich noch drei intensive Praxistage und ein Literaturfestival Dann geht es zwei Wochen lang mit den Rad den Main entlang oder hinunter. Danach habe ich hoffentlich meinen neuen Computer und kann weiter meine Texte schreiben und meine Bücher fertig machen.
Der Tag zur “Freiheit des Wortes” zum Gedenken der Bücherverbrennung, die die Nazis am 10 Mai 1933 in Berlin veranstalteten, wurde von Josef Haslinger in der GAV eingeführt.
Das war damals eine Massenlesung im Hörsaal 1, des NIGs, an die fünfundzwanzig Autoren, die Größen der damaligen Zeit, haben da ihre Stimme gegen Rassismus erhoben und Gerhard Kofler, der Josef Haslinger als Generalsekretär folgte, hat die Veranstaltung still und heimlich ausklingen lassen wollen.
Das war auf einer Vollversammlung am Mondsee vielleicht oder an einen anderen Ort. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern, nur, daß ich mich, weil mir die Lesung wichtig war und ich ja gerne lese, gemeldet habe, die Veranstaltung weiter zu organisieren.
Da hatte ich dann nicht mehr die ganz Großen, wie Robert Schindel, etcetera, bekommen. Ilse Kilic hat mir, glaube ich, auch abgesagt, weil ihr die Veranstaltung zu politisch war, was ich gar nicht so verstanden habe und Konstatin Kaiser hat sich aufgeregt und gemeint, daß das nur eine Veranstaltung für Exil Autoren sein könne.
2002 habe ich gelglaubt, daß Konstantin Kaiser sie organisieren würde. Hat er aber nicht. So hat es Rolf Schwendter ins Literaturhaus verlegt, wo ich dann von 2003 bis 2009 organisierte und da eigentlich ein Stammlesepublikum hatte.
2001 habe ich die Veranstaltung noch im NIG, im Hörsaal 1, abgehalten. Das hat aber nicht so ganz geklappt, weil da vorher eine Vorlesung drinnen war und man warten mußte, bis sie fertig war.
Hans Augustin
Gerhard Altmann
Renate Aichinger
Dann habe ich aber Schwierigkeiten mit dem Literaturhaus bekommen. De haben mir im Programm herumgestrichen und als die GAV sagte, man dürfe nur mehr eine Veranstaltung machen, habe ich mich dann für die “Mittleren” entschieden, die ich bis 2012 im Amerlinghaus veranstaltete, weil sie mich das im Lteraturhaus ja nicht machen ließen.
Ich habe seither nicht mehr dort gelesen, war aber ein paar Mal im Publikum. Es gab auch immer ein Thema, das letzte Jahr war das glaube ich “Wir” und da hat mir Dietmar Füssel mschon vorher gesagt, daß er glaubt daß er ausgebuht wird, weil er ja Corona kritisch ist.
Das war dann auch so und heuer habe ich mich wieder gemeldet und wurde auch eingeladen. Das Thema war “nicht genug”. Ein sehr Algemeines, wo man ja alles unterbringen kann und ich habe mich gefragt was lese ich?
Kritische Texte habe ich ja genug, weil ich mich seit drei Jahren fast ausschließlich mit dem Corona- Thema beschäftige, das mir sehr am Herzen liegt und da habe ich eine oder sogar mehre “1984- Szenen” aus dem “Sozialen Kreditsystem” schon drei Mal gelesen.
Monika Gentner hat zehn Kollegen zur Lesung und dem Thema eingeladen und die Ruth, die auch gelesen hat, hat zuerst ein paar Worte zum Tag der Bücherverbrennung erwähnt und dann das “Nicht genug” aus dem Leben einer Mutter erwähnt. Denn dann ist man das ja nicht, sondern entweder zu protective oder man lebt sein eigenes Leben und bekommt das auch vorgeworfen und Rente Aichinger, die ich schon von der St. Pöltner Sternlese-Diskussion kannte hat dann direkt daran angeschlossen.
Der Burgenländer Gerhard Altmann, ist dann glaube ich, in das Jahr 1989 und das paneuropäische Picknick zurückgegangen.
Marlen Schachinger
Klaus Prinz
Eva Jancak
Hans Augustin, der auch damals in St. Pölten war folgte und dann die mir bisher unbekannte Sabine mit einem Thementext “Nicht genug und zuviel gehen auf ein Bier. – “Zuviel rauchen und nicht genug lüften” etcetera, die kleinen Schwierigkeiten des Alltagsleben, während der Richter Janko Ferk, der bei mir ziemlich regelmäßig las und schon vierzig Bücher geschrieben hat, ein Langgedicht vorgetragen hat.
Christoph Jancacz las einige Texte aus seinen “Miniaturen”, die er erschreicken aktuell fand, obwohl sie vor zehn Jahren geschrieben wurden. Dann folgte ich mit meinen Corona-Text, den ich Dietmar Füssel widmete und nicht ausgebuht wurde. Es bestand auch kein Grund dazu, denn alles was in der Szene vorkommt, stimmt und ist nur ein bißchen zugespitzt, obwohl die Protagonisten aus dem berühmten Orwell-Roman entnommen waren.
Klaus Prinz der mir folgte, war mir ebenso unbekannt, während ich mit Marlen Schachinger schon öfter gelesen habe. Das war es dann und der Veranstaltungsaal überraschend voll, so daß sogar Zusatzsessel aufgestellt werden mußten.