Zweimal dreißig von zwei Js

Das zahlreiche Publikum

Finale bei der dreißigsten Sommerlesereihe des “Podiums” und sehr sehr voll. Zwanzig Leute hatte der Kellner erwartet, dann waren aber an die hundert da und er war übefordert.

Nils Jensen, Hannes Vyoral, Hans Jörg Liebscher, der Dauerstammgast und dann die zwei ehemaligen Veranstalterinnen Claudia Erdheim, Christa Nebenführ , Susanne Ayob, Patricia Brooks, Armin Baumgartner, Peter Paul Wiplinger, Monika Vasik, Ruth Aspöck, Batya Horn, Gabriele Eckert, Gabriele Petricek, Lisa Fritsch, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Christinan Schreibmüller ,und und dann noch viele, die ich nicht kannten, aber Gerhard Jaschke, den Doyen und ehemaligen Generalsekretär der GAV und dann Jopa Jotakin, den derzeitigen und Birgit Schwaner leitete wieder ein und erklärte, daß der 1949 geborene Gerhard Jaschke und langjähriger “Freibord-Herausgeber”, wo er viele junge Autoren gefördert hat, ich habe auch drei Texte drinnen, dreißig Texte aus einem dreißig Jahre alten Buch nämlich “von mir aus” erschienen in der Edition Splitter, deshalb war auch die Verlegerin da, lesen wird und die waren zum Teil sehr kurz “Guten Abend gute Nacht , seid ihr endlich aufgewacht” bespielsweise und dann gab es noch den ein Seiten Roman “ich hänge an einem Faden” im Dadastil, alles schön illustriert und dann kam der 1986 geborene Jopa Jotakin, der vor dreißig Jahren in die Schule gekommen ist und deshalb seinen dreißig Jahre- Text auch diesbezüglich gestaltet hat.

Jopa Jotakin
Gerhard Jaschke

“Oma in der Küche, Mama in der Sonne”, wie man in der Volksschule schreiben lernt. Das Lesen konnte er schon, als er in die Schule kam und dann kam er zu Jopa Jotakin Sonnenschein fwieder in die Gegenwrt, alles wunderbar permomiert und damit war es für heuer die Sommerlesereihe “Kommen Sie gut nach Haus und nächstes Jahr wieder!”, verabschiedete Birgit Schwaner und Batya Horn, hat dann dem Alfred, den sie offenbar für einen Mäzen hielt das Jaschke Buchfür zwanzig statt für dreißig Euro verkauft. Zum Glück hatte ich es noch nicht, denn in meinen Bücherbergen gibt es ja schon eine ganze Jaschke Galerie, denn Gerhard Jaschke verschenkt ja viel und das hat er mir dann auch noch der “verehrten EvaJancak herzlichst gewidmet” mit den Freibord-Fahnen und dem “ich hoffe ich störe” untertitelt , ein oder zweimal habe ich ihn bei den GAV-GVs sehr gestört, als ich unbedingt lesen oder einen Text im “Freibord” haben wollte, dann hat ihm aber mein “Literaturgeflüster-Buch” sehr gefallen und die dreißigste “Podium -Sommerlesereihe”, war auch sehr eindrucksvolle. Alle Veranstaltungen habe ich nicht gehört, denn in der ersten Woche waren wir ja wandern und an einigen Montagen in Harland, aber sonst habe ich alles gehört und mich wieder in der österreichischen “Podium-Szene” gut eingehört und deren Prominenz gesehen.

Wieder mit dem Rohtext fertig?

Ich kann es nicht anders, wird mein Freund Uli sicher sagen, da schwärme ich von den ellenlangen Romanen, die ich gerne schreiben will, dann buche ich ein Jurenka Jurk-Gratisseminar, habe große Pläne, nehme mir vor, es diesmal wirklich richtig zu machen, mir Zeit zu lassen, plotten, planen und je Seitenstrang einen Roman schreiben, damit ich über die fünzigtausend Nano-Worte, die, wie ich höre, ohnehinsehr kurz sind, komme, fange motiviert an, schreibe zwei drei Wochen und bin dann nach zwanzigtausend Worten und an die zwanzig Szenen und vierzig oder fünfzig Seiten fertig.

Früher war das an ders. “Die Radiosonate” ist, glaube ich, sehr lang geworden, die “Absturzgefahr” hatte auch ihre sechzigtausend Worte.Bei den “Nanowrimos”, die ich dann geschrieben habe, habe ich angestückelt. Der letzte war die “Flora Faun”, da habe ich, glaube ich, auch zwei Wochen mit dem Rohtextschreiben gebraucht, hatte aber die “fünfzigtausend Worte” und dann hat Jurenka Jurk in diesem Jahr schon sehr viele Gratisankurse angeboten. Sie ist da sehr großzügig und so sind die “Drei Frauen” wo ich die Idee ja schon hatte, danach sehr schnell entstanden. Das noch nicht an die Druckerei gegagen ist. Es gibt aber schon eine Vorschau” und dann hat es im Februar gleich wieder ein Gratiswebinar über die drei Fehler die man nicht machen oder sich ein starkes Ziel suchen soll und mein “Ukraine-Blues”, wo ich mich mit der Frage, ob man gegen Waffenlieferungen und gegen den Krieg, trotz der herrschenden Meinung, daß man dann ein Friedensschwurbler ist, sein darf, ist entstanden.

Das liegt jetzt beim Alfi und ist sehr kurz geworden, obwohl ich meine Heldin vor der Staatspolizei bis bis nach Chisinau flüchten ließ. Achtundvierzig Seiten zwar, weil ich eine große Schrift wählte, aber nur siebzehntausend Worte und siebzehn Szenen und jetzt ist mir das bei den “Toten” schon wieder passiert. Da ist mir die Idee ja beim Lesen von “Als wir Vögel waren” gekommen, denn da geht es ja um Tote und da dachte ich, da lasse ich eine Schwester, um ihren verstorbenen Bruder trauern und dann geht sie auf eineParty und sieht dort jemanden, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht und die demente Großmutter Emilie lässt sich partout nicht ausreden, daß das der verstorbene Bruder ist.

So weit so what, im April, bevor wir zur “Literatur und Wein” und dann nach Leipzig gefahren sind, ist mir diese Idee gekommen und dann hatte ich zwei Monate keinen Computer, mit dem Rad sind wir dazwischen auch von Bamberg nach Mainz gefahren und das Gstöttmeier-Buch war zu lektorieren, so daß ich fast darauf vergessen habe.

Dann kam wieder ein Jurenka Jurk-Seimnar, wie man sich die Idee einen Roman zu schreiben erlauben kann und auf was man dabei achten muß und ich habe losgeschrieben. Das heißt nicht so gleich. Zuerst habe ich ein bißchen geplottet, denn ich war mit dem “Ukraine Blues” noch nicht fertig. Dann habe ich die Fenster geputzt, bin dann auch wandern gewesen und der Roman hat sich entwickelt. Eigentlich ein Roman im Roman, denn da habe ich ja ein paar Horrorvideos gesehen, wie es mit dem sozialen Kreditsystem weitergehen und wie das Leben aussehen könnte, wenn die nicht Systemrelevanten in ein fünfzehn Minuten, fünfzehn Kilometer, fünftzehntausendfünfhundert Punkte-Grundprogramm ausgegliedert werden und ich dachte, das bietet Stoff für einen langen Roman. Also schaffe ich die fünfzigtausend oder noch mehr Worte und habe mit einer “2035-Szene” im Blog bekonnen. Dann kam die Zweite und ich habe nicht recht gewußt, wie integriere ich sie in den Roman, wo ich schon die Szene hatte, wo die Julia, den Fabian Krataky auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin Mila trifft und tue ich das überhaupt? Habe dann vom Szenestückeln abgesehen und den Fabian über den Roman erzählen lassen und dann war ich auf einmal mit achtzehntausend Worten u nd achtzehn Szenen fertig. Die Oma ist zuerst auf die Uni ausgerissen, der Faban, der dort eine Vorlesung über Thomas Bernhard hielt, hat sie gefunden und die Julia angerufen, die sich nicht in ihn verlieben will. Dann hat die Mila den obdachlosen Soziologen Jury Steiner getroffen und der trifft dann die Emilie in der Hauptbücherei getroffen und am Ende finden sich der Fabian, die Julia und die Großmutter am Zentralfriedhof, wo der Fabian, der Großmutter seinen Roman vorliest.

Da hatte ich dann noch große Pläne, daß das jetzt ein langer Roman wird, habe die zwei Szenen, die ich schon im Blog hatte, eingefügt und dann noch eine dritte Szene geschrieben. Die liest der Fabian am Zentralfriedhof vor und Emilie Moser klatscht in die Hände und sagt “Jetzt glaube ich, daß du nicht mein Enkelsohn bist!” und einen Bart hat sich der auch wachsen lassen. So weit, so what, über fünfundvierzig Seiten, 22 189 Worte und siebzehn Szenen plus den drei Romanszenen, die nun eigene Namen tragen, sind es im Rohtext geworden.

Es tut mir leid oder auch nicht und natürlich habe ich das Ganze korrigiert, so daß noch ein paar Worte weggefallen sind und ich jetzt bei einundzwanzigtausend Worten stehe und dann das Ganze nochmals und länger schreiben und wirklich drei Geschichten aus den drei Handlungssträngen machen, noch was bezüglich Emil und dem Jury anfügen.

Eine Jury Steiner- Szene hätte ich ja schon, die ich am Tag unserer Main-Abreise am Hauptbahnhof erlebt habe und den utopischen Roman könnte man vielleicht auch noch länger machen. Ich nehme es mir ganz ehrlich, wie immer vor. Daraus ist zwar noch nie etwas geworden und es wäre auch egal.

Schreibe ich eben Kurzromane. Gedichte sind noch kürzer. Ich schreibe länger. Aber Monsterromane scheine ich nicht mehr zusammenzubringen. Macht ja nichts, ist egal und das, was ich brauche, wäre ohnehin mehr Aufmerksamkeit, will ich doch nicht noch einmal zehn Jahre alleine vor mich hinschreiben. Aber schauen wir mal, ob es so bleibt oder doch länger wird? Ich werde mich bemühen und dazwischen können meine Leser, die Gewinnspielfragen bei der “Dreimäderlhaus-Vorschau” auflösen.

Autorinnenverwechslungsgefahr im Cafe Prückl

Isabella Breier und Sonja Gruber in der Sommerlesereihe des Cafe Prückls und eigentlich hätte ich nicht hingehen wollen, denn Montag ist ja mein Sommerfrischenwochenendentag, wo ich eigentlich trotz der diversen Sommerlesereihenveranstaltungen in Harland bleiben wollte, aber heute hat der Alfred .ein Treffen mit der Ingrid ausgemacht, um vier in einem Cafe im Schottenstift. Vor sechs haben sich die Ingrid und der Avi dann veranstaltet, also ist sich die Sommerreihenleseveranstaltung gut ausgegangen, obwohl mir die angesagten Autorinnen auf den ersten Blick nicht viel sagten.

Sonja Gruber
Isabella Breier

Stimmt nicht so ganz, denn die 1976 in Gmünd geborene Isabella Breier habe ich schon in der “AS” und woanders gehört, da aber immer irgendwie mit der 1968 geborenen Isabella Straub verwechselt. Meine leichte Legasthenie macht solche Verwechslungen immer wieder möglich, lieber Uli ,und so war ich nicht ganz sicher ob ich jetzt die Autorin vom “Fest des Windrades” oder eine andere vor mir haben werde?

Hatte ich und habe die junge Frau auch gleich am Klo getroffen, die mich freundlich grüßte und fragte ob wir uns nicht kennen?

“Von den Lesungen wahrscheinlich?”, vermutete ich und habe sie nicht gleich als Autorin erkannt, sie hat aber von der “AS” geantwortet und da habe ich sie wahrscheinlich gehört. Als wir um sieben das Cafe erreichten war das Leseextrazimmer noch ziemlich leer. Birgit Schwaner war schon da, Hansjörg Liebscher, der auch zu den heurigen Stammgästen” zählt, Eleonore Weber von der “Edition fabrik transit” , da beide Autorinnen ihre Bücher dort haben.

Später kamen noch Monika Vasik und Gerhard Jaschke auch ein Dauerstammgast dazu und Isabella Breier hat aus ihrem Roman “Grapefruits oder vom großen Ganzen” ein Kapitel gelesen, wo ein Galerist offenbar eine Vernissage aus gestohlenen Bildern veranstalten will.

Dann kam die 1985 im Salzburgerland geborene Sonja Gruber mit einem Lyrikband und die habe ich nicht mit der 1963 in Meran geborenen Sabine Gruber verwechselt, deren neuen Roman, den sie in ein paar Wochen bei den O-Tönen vorstellen wird, schon auf meinen Badezimmerstapel liegt. Natürlich nicht. So unbedarft bin ich nicht in der Gegenwartsliteratur, aber wohl mit der 1960 in Linz geborenen und in Klosterneuburg lebenden Sabine M. Gruber von der ich ein noch immer ungelesenes Buch in meinen Regalen liegen habe.

Es gibt also auch eine Sonja Gruber, die schon einige Gedichtbände hat und auch Gedichte und eine Prosaminiatur vorgetragen hat.

Nachher hat sie sich lange mit Gerhard Jaschke unterhalten, der ja am Mittwoch, dem letzten heurigen Sommerreiheveranstaltung lesen wird und ich habe, obwohl gar nicht geplant, wieder viel gelernt und einiges Neues gehört, wie das in der Literatur eben ist und was die letzte Sommerlesereiheveranstaltung betrifft, kann ich stolz vermelden, daß Beppo Bayerls “Tod im Lainzer Tiergarten” zu mir gekommen ist, das ich wahrscheinlich in Frankreich lesen werde.

Vorschau auf „Bratislava, Prag, Budapest oder ein Dreimäderlhaus“

Wieder ein neues Buch, Anfang des Jahres, inspiriert von dem traditionellen “Fünf Tage Workshop” der Jurenka Jurk, mit dem ich seit einigen Jahr das Jahr beginne, habe ich damit begonnen.

Die Idee über drei Frauen, eine aus Prag, eine aus Bratislava und eine Budapest zu schreiben, ist mir aber schon ein bißchen früher gekommen und nun muß das Manuskript nur noch an die Druckerei gehen und dann können meine Leser schon mein neues Werk beurteilen und ihre Meinung dazu abgeben, das ich auch bezüglich der fünfzehn Jahre Blogfeiern als besonderes Schmankerl anbieten und promoten möchte.

Also Leser, Liker, Kommentierer, Fans, löst meine Gewinnspielfragen auf und meldet euch, damit wir nach Erscheinen des Buches in einer Leserunde darüber diskutieren können!

Über Rezensionen würde ich mich ebenfalls freuen und um Lesungen werde ich mich bemühen, vielleicht geht sich bei der “Poet Night” eine Szene daraus aus.

  1. Woher stammt die Katalin, was ist ihr Problem und wer oder was ist die “Wilde Mischung”
  2. Wohin fährt Jelena an manchen Wochenenden und was setzt sie unter Druck?
  3. Und warum ist Szofi nach Wien gekommen und wird sie dort auch bleiben?

Und hier die Schreibberichte, damit die Beantworten der Fragen ein bißchen einfacher wird:

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Das Herz des Hais

Jetzt kommt wenn man so will, das Sommerbuch, wir haben diesen ja und die Sommerfrische, lese aber einige neue und interessante Holocaustbücher. Also schwere Kost, wenn man vom “Wahnviertel” absieht, das ich in den Bergen gelesen habe und das man irgendwie auch als Sommerbuch bezeichnen könnte und dieses in den Neunzehnsechzigerjahren erschiene, stammt vom 1910 in Berlin geborenen und 1990 in der Schweiz verstorbenen Ulrich Becher, den ich wahrscheinlich mit dem Johannes R. Becher, ja lieber Uli, das passiert mir öfter und bin da ein wenig flüchtig, verwechselt habe, als ich in den Nunzigerjahren des vorigen Jahrhundert in der Bücherreifiliale in der Gumpendorferstraße in einer Gratiskiste “Kurz vor vier” und den “Nachtigallenzyklus” gefunden habe.

Ich habe mit den Bücher damals nicht viel anfangen können, das eine oder andere angelesen und dann lange im Badezimmer in der Gumpendorferstraße liegen lassen, bis ich 2005 war das vielleicht, zu Weihnachten in Lleipzig war um Utes Geburtstag zu feiern und da beim “Hugendubel” ein Abverkaufbuch gefunden habe, wo “Aufbau-Briefe aus den Fünfzigerjahren enthalten waren. Darunter auch die von oder an Ulrich Becher, da stand ein bißchen was über “Kurz nach 4”, das ich dann viel später, da habe ich schon gebloggt, gelesen habe und diesen Beitrag hat dann der Christoph Haacker vom “Arco-Verlag” gefunden, mich angeschrieben und die Briefe haben wollen, weil er “Kurz nach vier”neu” herausgegeben wollte.

Das “Aufbau-Büchlein” hatte er aber schon und das neuauflgegte Buch hat er mir dann auf einer “Buch- Wien” gegeben und inzwischen hat auch Konstantin Kaiser Ulrich Becher den Schwiegersohn von Roda Roda entdeckt und seine Briefe herausgegeben. Die Gesamtausgabe hat der “Schöffling-Verlag”, glaube ich, übernommen und mir da die berühmte “Murmeljagd” und dann nochmals den “Nachtgiallenhyklus”, den ich auch schon gelesen habe, geschickt.

Eva Menasse hat da die Vor- oder <nachworte geschrieben und als ich vor der Krise das letzte Mal im Literaturhaus war, habe ich Christoph Haacker dort getroffen und ihn um ein Buch gebeten, daß Stephan Teichgräber auf seinem Festival vorstellte und da mit ihm auch über die Neuerscheinungen oder Neuauflagen gesprochen und die “Schöffling-Bücher” werden dann offenbar von “Diogenes” wo ich mir ja meistens die talks anhöre, als TBs herausgebracht und so ist das Sommerbuch “Das Herz des Hais” zu mir gekommen, wo Eva Menasse wieder das Nachwort geschrieben hat und wiedermal bedauert, warum Ulrich Becher, der in jeden seiner Bücher einen eigen Stil hat, nicht so berühmt geworden ist, wie er vielleicht sollte.

Nun ich bin, weil ja viel von ihm gelesen, vielleicht eine Kennerin und Eva Menasse meint auch, daß das Buch ein Lob auf eine starke Frau ist und die wohnt, mit ihrem Mann, seit zehn jahren verheiratet, in Basel ist, wie er, Malerin und sie machen Urlaub auf Lipari. Das ist eine Stadt oder Insel in Sizilien und interessant und für die Fünzigerjahren vielleicht typisch, wird Luise B Brugger nach ihrer Eheschließung mit Angelius Turian, nur noch Lulube oder “Es” genannt, wie das damals bei den Frauen offenbar in der Schweiz so üblich war.

Die Beiden fahren nun nach Lipari ,um dort von den Touristen nicht zu gestört, zu malen und da treffen sie auf den Engländer John Crossmann, der ihnen etwas von seinem Vater erzählt, der von einem Hai getötet wurde. In Wahrheit war er offenbar ein Kriegsopfer und auf der Insel gefangen und jetzt holt John Crossmann ihn heim. Ein Techtelmechtel oder, wie das so ist, gibt es offenbar auch.

Lulube springt ins Wasser. John springt ihr nach, um sie vor den Haien zu retten. Der Ehemann fährt auf eine Insel, um zu malen und die Gattin zieht im schwarzen Kleid und weißen Sandalen aus, um nach ihren Lover zu suchen und sieht ihn gerade mit ein paar geretteten Hunden und dem Sarg abreisen. Sie geht weiter spazieren, trifft einen Maschineoffizier, der ihr anbietet, sie von der Insel wegzubringen. Vorher ist noch etwas Wichtiges geschehen, nämlich ein Hundehai erlegt. Der wird ans Land geschleppt. Die Armen kommen, um sein Fleisch zu kaufen. Sein Herz lebt aber noch und pumpt weiter, obwohl die Kinder schon damit Fußball spielen.

Eine makabre Szene, die Lulube offenbar zum Umdenken bringt und so findet der Ehemann, als er von seiner Maltour zurückkommt, nur mehr drei Briefe von seiner starken Lulube vor, die diese mit “Ich küsse in Gedanke nnoch einmal Deinen Bart aus Flamingoflaum. Am besten du vergißt Es”, beendet.

Ja, in dieses woken Me too Zeiten, haben die Frauen ihre Sächlichkeit verloren und sind zu starken Persönlichkeiten, soweit man in Zeiten, wie diesen mit der größtenInflation noch kann, geworden, obwohl ich bis zum Ende des Buches geglaubt habe, daß es eine Versöhnung und das übliche Happy End geben wird.

Man sieht, ein wirklich starkes Buch, das Ulrich Becher in den Fünfziger- oder sechzigerjahren geschrieben hat, den ich eigentlich für einen eher bürgerlich konservativen Autor gehalten habe.

Der Schädelbohrer von Fichtenwald oder die Metamorphosen eines Buckligen

Noch ein Holocaustroman. Nach der Familiengeschichte von Paul Binnerts, Janos Szekelys “Nacht” kommt jetzt noch ein Roman eines Holländers, 1942 geboren und 2005 verstorben, nämlich Louis Ferron, der aus dem Holocaust, eine Farce, eine Revue, eine Theaterstück in drei Aufzügen, vielen Akten und einigen Zwischenspielen machte.

1976 geschrieben und der dritte Teil einer Deutschlandstrilogie aber nur der spielt in der Holocaust-Zeit und vom “Verlag des kulturellen Gedächtnisses” zum ersten Mal auf Deutsch erschienen und ich muß gestehen, ich habe mir beim Lesen nicht ganz leicht getan, nicht alles verstanden und wahrscheinlich fehlt mir auch der Humor aus dem Holocaust eine Farce zu machen, aber ich weiß schon, daß man das wahrscheinlich als Abwehrmechanismus erklären kann und es gibt auch schon solche Romane “Jakob der Lügner” wäre wahrscheinlich anzuführen, oder auch “la vita e bella” oder vielleicht auch die “Wohlgesinnten von Jonathan Littell.

Denn es geht hier auch um die Täterperspektive. Aber der ist eine schillernde, schwache Figur. Ein unzuverläßlicher Erzähler, wie das in der Literatur so schön heißt. Friedolien, einmal Barpianist, einmal Sturmmann, dann wieder psychiatrischer Patient oder Gefangener eines KZ. Denn das Sanatorium Fichtenwald in dem die Geschichte spielt, ist einem KZ nachgebildet. Dachau ist, glaube ich, das Vorbild. Friedolien hält es für ein Sanatorium und die handelnden Personen haben auch alle reale Vorbilder, sprich Schergen des Holocaust, die im Glossar und im Nachwort genau angegeben sind und Freidolien, der SS-Mann ist ein Buckliger und der schreibt sich jetzt munter durch die Akte und die Aufzüge.

Die Patienten oder KZ- Insassen haben Namen wie Beethoven oder Hauff und Beethoven, der Musiker hat Angst durch die medizinischen Experimenten, die von Dr. Jankowsky, dem Anstaltsarzt durchgeführt werden.

Friedolien ist also zuerst SS-Mann und Sekretär des Doktors. Später trägt er die gestreifte Häftlingskleidung und eine Irmgard Zelewski, die Frau eines SS-Mannes, die ihren Schwiegervater mißhandelt, gibt es auch. Da agiert er als Klavierstimmer. Es wird ein Kleist-Stück aufgeführt und in dem Sanatorium-KZ gibt es die Bendas. Das sind reiche Juden, die sich offensichtlich mit Protektion, der Zelewskis und Jankovksy einschmuggeln lassen und später nach Madagaskar emigrieren und im dritten Aufzug werden die Perspektiven gewechselt.

Da ist der Krieg offenbar vorbei und Dr. Jankovsky ist der Protagonist, der Friedolien, beziehungsweise seinen Buckeln entlarvt.

Sicher interessant und auch verständlich den Holocaust so zu schildern. Für mich, wie schon geschrieben, nicht so leicht zu verstehen und leider gibt es nicht sehr viel über das Buch in Netz zu finden.

Fragmentierte O-Töne

Heute waren die O-Töne besser als in der letzten Woche besucht, beziehungsweise sind wir später gekommen, so daß wir nur einen Platz weit hinten bekommen haben, wo fast nichts zu sehen war. Dafür aber gut zu hören und Katja Gasser die Moderatorin stellte gleich die beiden Autorinnen vor.

Die Debutantin war die 1990 in Klagenfurt geborene und in Wien Greta Lauer, was wie Katja Gasser erwähnte, ein Pseudonym ist, ihr bei “Luftschacht” erschienenen Roman “Gedeih und Verderb” und spielt sowohl in einem Dorf als auch in der Stadt.

Katja Gasser stellte gleich die Anfangsfrage, wie weit die Autorin von den berühmten Kärntner Autoren Josef Winkler, Florjan Lipus und Maja Haderlap beeinflusst wären?

Greta Lauer
Ana Marwan,

“Sie haben die Lavant vergessen?”, antwortete sie. Die Autoren sind diesmal sehr aufmüpfig und in dem Buch geht es sehr gewalttätig zu. Mir war es zu gewalttätig und den Inhalt habe ich nicht ganz verstanden.

Katja Gassser hat aber bei beiden vorgestellten Romanen das Fragmentarische betont. Hängengeblieben sind bei mir aber die”Augäpfelchen” ein Wort, das die Autorin sehr oft verwendete und die Hauptleserin, die 1980 in Murska Sobota geborene Ana Marwan, ist mir seit ihrem Debut ” Im Kreis des Weberknechts” bekannt, wurde sie das ja jür das Bloggerdebut nominiert und ich weiß jetzt gar nicht, ob sie den Preis gewonnen hat, mir hat das Buch glaube ich sehr gut gefallen.

Dann hat sie im Vorjahr den “Bachmann-Preis” gewonnen, gibt jetzt die “Literatur und Kritik” heraus und als im Winter die beiden heurigen Gastländer auch von Katja Gasser vorgestellt wurde, war sie doppelt präsent und da hat sie ihr “Verpuppt” vorgestellt, das auf Slowenisch geschrieben und übersetzt wurde.

Viel vom Inhalt habe ich damals nicht verstanden und es auch heute nicht mitbekommen. Ana Marwan hat aber, glaube ich, wieder den Unterschied zwischen dem Leben und der Literatur herausgestrichen und das Leben als sinnlos bezeichnet, während in der Literatur alles geplant und geplottet ist. Sieht man am Cover eine Pistole, dann kommt sie im Text mit Sicherheit vor.

Es geht jedenfalls um zwei Personen, ob Mann und Frau , scheint irgendwie nicht klar zu werden und im Gespräch meinte Ana Marwan auch, daß man Identitäten nicht festlegen könne und Tiere spielen in ihren Büchern auch eine große Rolle.

Ich habe “Verpuppt”, im Jänner angefragt, aber nicht bekommen. Jetzt bin ich gespannt, ob es auf die Buchpreisliste kommt, auf die Öst würde ich vermuten und am Rückweg nach St. Pölten haben wir den Rest der “Gesprächsreihe” im Ö1 gehört, wo die Sendung über den im März verstorbenen Erwin Riess wiederholt wurde, der seinen “Herrn Groll” vorstellte und seinen Unmut über die österreichische Behindertenpolitik zum Ausdruck gab.

Nach Meidling und in den Lainzer Tiergarten

Beppo Beyerl und Erika Kronabitter in der Sommerlesereihe des Cafe Prückls und diesmal ist der Alfred mitgegangen. Gerhard Jaschke der nächsten Mittwoch an die Reihe kommt, war wieder da, die Ruth, Patricia Brooks, die Cornelia Stahl, der Hansjörg Liebscher und noch einige andere mir unbekannte Person und da gibt es das “Meidling Buch” das Erika Kronabitter und Beppo Beyerl gemeinsam während des Lockdowns geschrieben haben und das ich schon einmal gefunden habe, obwohl ich mich erst daran erinnerte, als es mir die Erika schon gegeben hat. Jetzt kann ich es dem Gerhard Jaschke, nächste Woche übergeben und die erste Geschichte die sie gelesen hat, handelt von der Frau Gertrude, die im Bundesprädisdentenwahlkampf von 2016 für Alexander van der Bellen Werbung gemacht hat. Die hat einige Jahre in einer Meidlinger Gasse gelebt, bis ihrer Mutter im Jahr 1937 beinahe eine Pfanne auf den Kopf gefallen wäre, dann ist die Familie emigiriert und alle bis auf besagte Frau Gertrude in Auschwitz umgekommen.

Die zweite Geschichte behandelte dann die verschiedenen Weinsorten und Beppo Beyerl hat aus einem “Gmeiner Krimi” “Mord im Lainzer Tiergarten” geelsen, der einen realen Mord auch aus den Dreißiger Jahen zum Grunde hat, den Beppo Beyerl dann beliebig ausgeschmückt hat.

Beppo Beyerl, Birgit Schwaner, Erika Kronabitter

Vielleicht kann ich mir den bestellen. Dann gabs noch ein paar Gespräche und am Rückweg haben wir am Karlsplatz einen Drink genommen und der literarische Sommer in Wien war wieder sehr interessant und hat einiges zu bieten

Politik und Poesie im Weinhaus Sittl

Nach den langen Sommerfrischenwochenenden geht es zum heißen Wiener Sommer und da gibt es derzeit nach meinen Stunden Dienstag bis Donnerstag auch ein Literaturprogramm.

Das heißt die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl würde es am Montag geben und da bin ich früher auch öfter hingegangen, aber diesmal am Dienstag und nicht im Garten ,sondern im Pelikanstübern denn da hat mich Claudius Kölz, der Sänger und Sohn vom Ernst, mit dem ich einmal in Mürzzuschlag in derselben Pension logierte, zu einer Lesung mit Musik zum Thema Aneignung eingeladen.

Weil ich um sechs eine Stunde hatte, hin ich erst um halb acht hingekommen, wo gerade Ditha Brickwell aus ihrem Roman “Engeltreiber”, las, wo es um eine Genoveva geht, die nach dem Krieg in verschiedenen Wirtshäuser und Cafes, darunter auch in dem besagten Weinhaus Sittl servierte und sich, wie sich später herausstellte, das offenbar die Erfahrungen von Ditha Brickwells Mutter war.

Claudius Kölz, Julian Wohmuth, Gidon Oechsner, Ditha Brickwell, Christa Nebenführ

Dann kam ein Lied von Claudius Kölz zu “Brassens auf Wienerisch”, danach interviewte Christa Nebenführ ,die zweite Leserin, Ditha Brickwell wie sie zum Schreiben ihrer Kriegserinnerungen gekommen ist, wo es um den Unterschied von Autobiografisch zu Auofiktion ging.

Gerhard Jaschke ist neben mir gesessen. Auf der anderen Seite habe ich Bettina Balaka und Erika Kronabitter gesehen, die ja morgen in der Sommerlesereihe im Cafe Prückl liest und nach einer neuerlichen Musikeinladung las Christa Nebenführ aus ihren “Den König spielen die anderen”, wo sie, glaube ich, auch ein Stipendium der Stadt Wien bekommen hat und es um die schlechte Beziehung zu ihrem Vater ging, vor dem sie ihr Leben lang Angst hatte.

Roman steht auf dem “Klever-Buch”, weil das die Verlagen so wollen, es ist aber eine Collage aus narrativen und poetischen Texte und um Tagebucheintragungen, Telefongesprächen und Mailkontakte geht es auch.

Es war sehr heiß im Pelikanstüberl, so haben wir uns in den Garten gesetzt, dabei Alexandra Millner gesehen und ich habe mich auch mit einer Lehrerin unterhalten, die im Publikum war.

Wer oder was ist normal?

Wir haben da ja vor drei Jahren unsere alte Normalität verloren und müssen nun in Zeiten der größten Veränderungen, zu einer neuen zurückkommen oder die alte beibehalten und da ist ja seit Corona einiges geschehen, was wir vorher nicht für möglich gehalten hätten und uns in dystopischen Zeiten wähnten oder uns vielleicht öfter fragten, in welchen Film sind wir geraten und wann ist die Show zu Ende?

Ist sie lieber “Standard”, lieber “Falter”, lieber ORF, die Pandemie ist vorbei, Corona ist keine meldepflichtige Krankheit mehr, man muß sich nicht mehr testen lassen, wenn man einen Kaffee trinken will und auch keine Masken mehr in der U-Bahn tragen, dafür haben wir, was ja eigentlich vorauszusehen war, die größte Inflation aller Zeiten und sind diesbezüglich die ersten in ganz Europa, wir haben einen Krieg und Sanktionen denen wir uns anschließen müssen, weil wir sonst Kollaborateure oder Volksfeinde wären und impfen hätten wir uns auch lassen müssen, weil wir, wenn wir auf diesbezügliche Demos gegangen wären oder unsere Zweifel angemeldet hätten, zu den Schwurblern, Coviditoten und Volksfeinden gezählt worden wären und wenn man bei der Bundespräsidentenwahl vielleicht doch nicht den schweigenden vdB oder die FPÖ nahen Kanditaten wählen wollte war man antidemokratisch und und an einen Austritt aus der EU durfte man auch nicht einmal denken.

Ganz schön autoritär könnte man so sagen und wo bleibt da die Meinheitsfreiheit? Die Grundrechte waren ohnehin abgeschafft und jetzt haben wir Angst vor einem möglichen Hitzelockdown, wenn es da über fünfunddreißig Grad hat darf man ab sechzig vielleicht nicht mehr ins Freie gehen, weil die möglichen Kreislaufkolapse unsere Spitäler überlasten und das Gesundheitssystem ist durch die Krise ja hinuntergefahren worden. Es gibt zu wenig Ärzte, zulange Wartezeiten, ein zwei drei Klassensysteme und und und…..

Und wenn man da dagegen ist, wen könnte man da wählen? Die FPÖ meint Herbert Kickl und wähnt sich schon als Volkskanzler und wer gegen dieses Wort etwas hat, der sei an die Volkspartei erinnert, die es ja schon gibt. In NÖ und Salzburg haben das dreißig Prozent der Wähler getan, in OÖ schon früher. Da gibt es also schon schwarz blaue Regierungen mit mehr oder weniger großen Coronamaßnahmenaufarbeitung. Sonst hat das Kanzler Nehammer zwar einmal versprochen. Man hört aber nicht sehr viel davon, denn wenn die FPÖ die verfassungswidrigen Corona-Strafen zurückzahlt, das geht doch nicht und auch nicht, daß sie versprochen hat, im Falle eines Gewinnes nach der Wahl 2023, die ORF-Zwangssteuer wieder aufzuheben.

So ist die Situation und alles ziemlich durcheinander, wenn man da beispielsweise an die SPÖ-Parteitagsturbuluenzen vor einem Monat denkt, wo falsch ausgezählt wurde und dann der Traismauer- Bürgermeister Vorsitzender wurde, der angeblich oder tatsächlich eine Lenin-Büste in seinem Arbeitszimmer stehenu nd sich einmal oder jetzt als Marxis bezeichnet hat.

“Das geht doch nicht!”, hat da die ÖVP aufgeschrieen.

“Wir wollen doch keine nordkoreanischen Zustände!”

Aber was ist so schlimm daran? Habe ich doch gerade ein Buch über “Marx in Wien” gelesen, wo der sich ein paar Wochen im Jahr 1848 dort aufgehalten und wahrscheinlich gegen die Verelendigung der Arbeiter, den achtzehn Stundentag, etc, gewettert hat und inzwischen hört man doch, daß der Mittelstand zerschlagen wird. Die Mieten gehen alle paar Monate in die Höhe, die Armut steigt und wir leben in autoritären Zeiten, wo die sogenannten normalen Bürgern und Durchschnittsösterreichern, seit mehr als drei Jahren in mehr oder weniger in ständiger Angst vor möglichen Katastrophen gehalten werden.

“Die Menschen überlegen, ob sie heizen oder essen sollen!”, hört man so ständig seit einem Jahr. Zwar sind die Restaurants immer noch sehr voll, aber wenn man ständig etwas hört, dann wird es wahr, lehrt die Geschichte und ich habe vor kurzem auch dreizehnhundert Euro an die Fernwärme nachbezahlt und dem Alfred hat die EVN den Vertrag gekündigt.

Alles also keine schönen Zeiten und keinen schönen Zustände und kein Wunder, daß sich die Leute dann an die wenden, die Versprechen, diese Zustände zu beseitigen.

“Wähl doch die FPÖ!”, kommentiert mir der Uli und der Otto hat mir das am Peterbauerhof, als ich mich über die ORF- Zwangssteuer beschwerte, auch geraten.

Natürlich nicht, habe ich doch 2019 die Grünen gewählt, um einen Minister Kickl zu verhindern und das leider leider sehr bereut und es zuerst gar nicht glauben können, wie die Grünen umgefallen sind und Worte von Vizekanzler Kogler, der die, die auf die Corona-Demos gingen, als Nazis bezeichnete und auch Landeshauptfrau Mikl-Leitner präfaschistoide Tendenzen vorwarf, als die sich dafür aussprach Politik für “normale Leute” machen zu wollen.

Aber was sind die normalen Leute, für die sie sich einsetzen und die anderen links oder rechts liegen lassen will?

Die, die Angst haben durch die Inflation ihren Wohlstand zu verlieren, die die vielleicht auch gegen zu viele Ausländer sind, weil sie sich von ihnen bedroht fühlen und die mit den zwei Elternteilen und den vierhundert Geschlechtern vielleicht nicht soviel anfangen können?

Das ist wahrscheinlich die Mehrheit und die gleich, wie die Corona-Maßnahmenkritiker, als faschistoid zu bezeichnen, ist wahrscheinlich wirklich etwas seltsam und hebt die Gräben, die man ja, wie ich immer höre, zuschütten will, noch um ein bisschen aus.

“Die Gräben zuschütten!”, fordern alle. Aber dann hören sich die Parteien im Parlament nicht zu, sondern lachen sich gegenseitig aus.

Will man keine Sanktionen und den Frieden und ist gegen die Waffenlieferungen, ist man ein rechter Schwurbler und will man etwas für die Arbeiter tun, ist man ein Marxist und wenn die SPÖ von “Unseren Leuten!”, spricht und damit vielleicht ihre Wähler meint, wird das auch angeprangert und da fällt mir Erika Danneberg ein, die das auch getan hat und da wahrscheinlich die Kommunisiten gemeint hat und Kanzler Nehammer, der sich vor kurzem sehr gegen Herbert Kckl ausgesprochen hat, meint damit die Leute in der Mitte, die will er vertreten und die Ränder damit mitnehmen, aber rechts oder linksexetrem muß man bekämpfen. Aber wie tut er das könnte man fragen, was tut er gegen die Teuerung, außer, daß sich die Politiker ihr Gehalt erhöhen?

Es gibt keine Mietpreisbremse und auch keine gegen die Teuerung und die Koalition wird noch ein Jahr betehen und das sich gegenseitige Beschimpfen wahrscheinlich weitergehen.

Ist man “normal”, ist man faschistioid und wo kommt man hin wenn der Mittelstand abgeschafft wird? Dann gibt es noch die die autoritären Schreckgespenste, wie die Einführung des Hitzelockdowsn, die Abschaffung des Bargeldes und die Einführung eines sozialen Kreditsystems, die ja auch Angst machen können.

Schwierig, schwierig könnte man so sagen und wo kommen wir hin, wenn das noch ein Jahr oder länger so weitergeht und wie wird es dann mit schwarz-blau unter einem Kanzler Kickl, der ja die Frauen in der Bundeshymnde abschaffen will und wen soll man da noch wählen?

Weil das ja, wie ich so höre Bürgerpflicht ist. Wählt man nicht, ist man vielleicht ein Reichsbürger. Wählt man die Kommunisten, fallen die, wenn sie an die Macht kommen, vielleicht auch so, wie die Grünen um?

Schlimm, schlimm, könnte man so sagen. Also Gräben zuschütten, mit allen reden und schauen, wie es mit dem WHO-Pandemievertag weitergehen wird, wenn die Hitzewelle weitergeht.

Normale Zeiten, wo jeder seine Meinung sagen darf, ohne gleich als Nazi oder Schwurbler hingestellt zu werden und die FPÖ wählen zu müssen, wenn man etwas verändern will, wären wirklich schön.