Jetzt kommt, zwischen dem Buchpreislesen schon wieder ein Krimi, die Lisa vom “Krimi-Salon”, glaubt mir ja nicht, daß ich solche lese, aber eigentlich gern, sie sind spannend und leichtbar. Aber natürlich unrealistisch, denn soviele Morde wie hier beschrieben, gibt es ja nicht und ich lehne Gewalt auch ab.
Also kann ich keine wirklichen Krimis schreiben. Lesen schon und da bietet mir die Agentur der Barbara Brunner jaseiteiniger Zeit einige an und jetzt also “Steiererwald, der dreizehnte “Steiererkrimi”, der 1966 in Wien geborenen Claudia Rossbacher, nicht zu verwechseln mit der letzten östBp -Gewinnerin, die schon seit einiger Zeit in der Steiermark lebt.
Sie hat aber noch andere Krimis geschrieben, “Drehschluß”” habe ich davon gelesen und auch einige der “Steiererkrimis” in den Schränken schon gefunden, die ich noch lesen muß.
Wann ist da die Frage? Bei den Rezensionsexemplaren ist das leichter, die muß ich lesen und zwischen den vielen neuen Provinzromanen der Öst und der DDR-Aufarbeitung des dBps war das auch spannend und diesmal geht es in die Jägerwelt.
Das buch spielt im August, wahrscheinlich sogar im letzten, obwohl das Buch da erst gerade erschienen ist und einHund serviert da einer Jägerin eine Hand mit Ring. Die dazupassende Leiche wird dann in einer Schlucht gefunden. Es ist der berühmte Regisseur Oskar Schneeberger, der bei einem Grafen, der dort sein Anwesen hat, wohnt und auch eine Wald- oder Schloßserie dreht.
Das Ermittlerpaar heißt Sandra Mohr und Sascha Bergmann und die beiden scheint eine Haßliebe zu verbinden. Einige der Stiererkrimis wurden auch verfilmt, habe keinen davon gesehen und das Buch begnnnt, spannend, spannend bei einer Autorenlesung.
Da geht Sandra Mohr mit ihrem Nachbarn Hubert hin, mit dem sie ein offenbar auch ein sehr spannungsgeladenes Verhältnis verbindet. Sie wird aber zu dem Mordfall weggerufen und dann stellt sich nach und nach heraus, daß der Schzigjährige, der sehr aggressiv und jähzornig war, offenbar an einer beginnenden Alzheimer-Disease litt. Das Handy liegt im Kühlschrank und überall Zettel, wo man was wie machen soll.
Es gibt auch eine Schwester, die ein enges Verhältnis zu ihrem Bruder hatte und eine Exfrau und höre und staune, die Autorin Beatrice Franz soll nicht nur zu Sandras Hubert als auch zu dem Regisseur ein Verhältnis gehabt haben, beziehungsweise wollte sie natürlich nur, daß er ihr Buch verfilmt.
Der Verdacht fällt dann auf die Jägerin >Marlene, die mit der Jägerin Stelle zusammenwohnt, denn der Regisseur hat ihren Hund beleidigt, sie ihn bedroht und sie hat auch einiges auf ihren Handy gelöscht und benimmt sich verdächtig.
Einen Cellisten, der auf dem wertvollen alten Instrument, das dem Regisseurgehört, gibt es auch und der hat ihm das Cello wegnehmen wollen, aber, daß die Schwester die, das Cello erben wird,
ihm weiter darauf spielen lassen wird, steht schon auf Seite einundneunzig.
Da wird es Sandra mitgeteilt. Später verhört Bergmann den Cellisten noch deshalb auf einer Berghütte und am Schluß gibt es ein zwar nicht überraschendes aber zeigtemäßes eher sanftes Ende.
Denn die Sterbehilfeparagraphen haben in Österreich noch nicht richtig durchgegriffen. Also ein kleiner Tip an die Betroffenen, bevor man auf Verlagen tötet, sollte man sich das vom Betroffenen wahrscheinlich genauso bestätigen lassen, wie das heute, wie ich höre, schon beim Sex passiert.
Der deutsche Buchpreis, den ich ja seit 2008 wahrscheinlich, die ersten Jahre sind eher an mir vorbeigegangen, regelmäßig verfolge undseit 2015 (fast) alles lese, (2017 waren es 19, 2018 18 Bücher. Dann konnte man sich die Bücher bei Netgalley anfragen, was ich seither regelmäßig tue, nachdem ich die Bücher nach der Verkündung die Verlagen angeschrieben, ist sehr interessant.
Ich finde das, auch wenn es ein Buchh- und kein Literaturpreis ist und von den Literaturkritikern, die in der Jury sitzen, oft recht schwere Kost ausgesucht wird. Keine Krimis und Chicklits also das, was die Leute vielleicht lieber als Thomas Lehr oder Ulrich Pelzer lesen, was Petra Hartlieb ja einmal sehr kritisiert hat.. Ich denke man lernt viel dabei, wenn man sich da durchliest und das tue ich ja seit 2015 regelmäßig unddahatte ich 2015, glaube ich, fast alles bis auf den Witzel, der dann gewonnen hat, gelesen. In den letzten Jahren waren das wahrscheinlich an die fünfzehn Bücher, die ich bis zur Preisverlihung hatte. Im vorigen <Jahr erinnere ich mich war ich gerade bei “Blutbuch” als Kim de L ´Horizon den Oreis gewonnen hat und sich dann im Sinne der iranische n Frauen, die Haare abrasierte.
Aber heuer, heuer war alles anders, weil wir ja, als die Longlist verkündet wurde uns gerade in Bordeaux befanden und da war ich sehr erfreut, daß ich schon drei Bücher davon gelesen hatte.
Denn wir sind am 31. 8. nach Harland zurückgekommen und am Dienstag darauf wurde die österreichische Liste bekanntgegeben und diese Bücher waren diesmal interessanterweise früher als die deutschen von der Netgalley zu bekommen.
Schlimm vielleicht, aber trotzdem sechseinhalb Bücher. Da bin ich wahrscheinlich trotzdem ganz gut unterwegs und die Shortlist war ja auch sehr interessant. Und dann die bange Frage, wer wird den Preis gewinnen? Eine Sechserfrage, weil ich da ja, obwohl ich mich immer nach besten Wissen und Gewissen bemühe, entsetzlich scheitere und es so auch diesmal war.
Denn ich hätte einmal spontan auf die Terezia Mora, ein Buch das mir bis jetzt übrigens sehr gut gefällt, getippt, aber die hat schon einmal gewonnen. also der Nezati Öziri, weil das ja der momentane Trend ist, sich um Diversität zu bemühen. Anne Rabe mit der “Möglichkeit vom Glück” habe ich heute auch genannt gehört. “Maman” eher nicht, meinten die Blogger und manche wünschten sich “Drifter” was auch ein sehr ungewöhnliches und wahrscheinlich schwieriges Buch sein dürfte.
An Tonio Schachinger ganz ehrlich habe ich nicht gedacht und muß auch gestehen, daß mir sein Erstling nicht so besonders gefallen hat, bin ich ja alles andere als ein Fußballfan. Bei “Echtzeitalter” ein Schulroman, der vom Theresianum handelt, ist das anders, das ist ein Thema ,das mich interessiert, was ich leider erst ein wenig später lesen werde, aber gespannt darauf bin.
Und die Preisverleihung, die um sechs im “Römer” stattfand, kann man immer streamen. Wir waren ja 2002 das letzte Mal in Frankfurt auf der Messe und da hat es noch keinen deutschen Buchpreis gegeben. Blöderweise habe ich das übersehen und mir eine sechs Uhr stunde eingeteilt, die zum Glück schon um halb beendet war, so daß gerade Nezati Öziris “Vatermal “vorgestellt wurde, der daraus, glaube ich, schon 2021 beim “Bachmannpreis” gelesen hat.
Die Eröffnun gsreden habe ich also versäumt, vielleicht kann man sie nachholen ud die kleinen Filmchen der Shortlistbücher, über die auf der Longlist hat es diesmal keine gegeben, habe ich mir aber angeschaut und auch das. was die Blogger über den “Deutschen Buchpreis” zu sagen wussten. Dann folgten also die vier anderen Bücher, streng nach dem Alphabet. Danachn trat die Vorsteherin des Börsevereins Karin Schmidt-Friederichs auf die Bühne und öffnete spannungsgeladen das Kuvert und ich war überrascht.
Wieder einmal geirrt, aber macht ja nichts. Die fünf Anderen werden enttäuscht sein, weil sie nur ein Zehntel des Preisgeldes erhalten. Mir kann es egal sein und ich glaube, von dem was ich bisher davon gehört habe, auch, daß es ein gutes Buch ist.
Dann kam der 1992 in Neu Delhi geborene, der eine lateinamerikanische Mutter hat, in Österreich lebt, das Theresianum und auch das Institut für Sprachkunst besucht hat, auf die Bühne und erklärte, wen er allen nicht danken wird, denn die Juroren und der Börseverein tun ja nur ihren Job. Dann wies er auch auf die aktuelle Siutation, den Angriff der Hamas auf Israel hin und die Buchmesse beginnt oder wird morgen mit dem Gastlandauftritt eröffnet werden.
Jetzt Buch drei der Öst Debut-Shortlist, da kann ich diesmal zur Ak-Debutlesung gehen, habe schon alles gelesen und kann mein Urteil geben, was ich für das beste Buch halten oder welches mir am besten gefällt?
Was zugegeben nicht ganz so leicht ist, eigentlich hätte ich jeden etwas auszusetzen. Aber die Bandbreite ist interessant. Da wieder einmal eine Provinzaufrischung, ein starkes Frauenbuch“, das mir vielleicht etwas zu brutal ist und dann das “Drama” des mir bisher unbekannten Arad Daribi. Das heißt, stimmt nicht so ganz, ich hätte den 1997 in Wien geborenen, Sohn iranischer Eltern kennen können. Hat er sein Debut doch im März in Literaturhaus vorgestellt, in Leipzig haben ihn die IG-Autoren in ihrem Lit-Radio vorgestellt und das er als Dramaitiker bei den “Wortstaettten” auftritt, hat er wahrscheinlich auch etwas mit dem “Exil-Preis” zu tun.
Und das Debut ist eine Wucht, das heißt stimmt vielleicht auch nicht so ganz, vielleicht ist das “Drama”, welch ein Titel, ein bisschen zu gewollt, klischeehaft aufgeladen. Steht ja schon im Beschreibungstext des im “Septime-Verlag” erschienen Buch, etwas von Wien und dem Glanz, der im ersten Bezirk herrscht, die überteuerten Cafes, die Museen, wohin die Touristen geschleust wären und ich dachte “Aha, ein frischer Ton, eine Wucht und dann ist das Buch des Dramatikers, der auch Lyrik schreibt, ganz nach den dramatischen Gesichtspunkten aufgegiedert, genau in der Aktstruktur.
Und da beginnt es es beim I mit einem Flug von Berin nach Wien. Das heißt ganz am Anang fliegt er dort schon wieder zurück, der Ich-Erzähler, Sohn iranischer Eltern, der in Wien aufgewachsen ist, aber jetzt schon ein paar Jahre in Berlin lebt und auf den ein Stundenflug betrinkt er sich mit seinem Nachbarn in solcher Rassanz, die in einer Stunde wahrscheinlich gar nicht möglich ist, denn er muß nach Wien zurück. Hat ihn dort doch Hubert, ein reicher Franzose, dessen Eltern in Hietzing eine Villa haben, eingeladen. Seine Exfreundin Bona, die aus Sizilien stammt, soll auch dorthin kommen, ein Krcimiautor namens Dijon und eine Flora und das ist offenbar shon das Drama, wenn wir auch noch nicht so genau wissen, wie das ausschauen wird?
Denn das II, wo er in Wien herumirrt und seine Freunde trifft, habe ich eher überflogen. Bei III und danach wird es aber wirklich spannend, wenn auch das Drama höchstwahrscheinlich seinen Regeln folgt und ein bisschen unwahrscheinlich skurril ist auch.
Denn es sind ja nur die vier Freunde eingeladen. Der Erzähler nimmt aber zur Sicherheit eine Marie mit. Was schon beim Entre Schwierigkeiten macht. Hubert will ihn zuerst nicht hineinlassen. Drängt dann dem wahrscheinlich schon Betrunkenen einen teuren französischen Rotwein auf, den er verweigert. Es gibt Bedienstete und Securities, wie bei den FPÖ-Wahlauftritten, in der Villa. Dann wird das Menü serviert oder angekündet. Es beginnt mit einer Zuchhinisuppe mit Ziegenkäse. Danach wird die Reihenfolge von Hubert unterbrochen. Denn er hat etwas mitzuteilen, wurde bei ihm doch ein Gehirntumor diagnostiziert und so lädt er seine Freunde, auch Dijon hat Krebs, zum erweiterten Selbstmord ein. Ein sterbehelfendsollender Arzt ist auch dabei. Marie will sich den Beiden, obwohl sie nur depressiv ist, abschließen.
Am Schluß verlassen die Damen und wahrscheinlich auch Dijon mit dem Erzähler die Villa. Der leblose Hubert bleibt, wenn ich richtig verstanden habe, zurück und derErzähler bemerkt, bevor er wieder zurückfliegt, lakonisch, daß er keine Zigaretten mehr hat.
Genial oder doch nur mit den Wienklischee gespielt? Ein ungewöhnliches Debut des jungen Mannes mit dem “ausländischen Namen und solchen Aussehen” und ich schwanke, ob ich ihm den Preis oder der jungen Feministin wünschen soll?
Die neuerliche Bernhard Wiederholung lasse ich aus und da ich mich zwischen den beiden anderen nicht entscheiden kann, bleibe ich gespannt.
Da gab es heuer ja schon die Fünfzigjahrfeiern in der Vollversammlung in Mai und Vollversammlungen hat es, als ich in die GAV aufgenommen wurde, jedes Jahr gegeben. Später wurde das eingestellt, bzw. auf die Jubiläumsjahre verteilt und seit einigen Jahren beginnt die GAV-GV mit dem kulturpolitischen Arbeitskreis am Freitagnachmittag. Da war diesmal “Awareness”. Martin Fritz hielt das Impusreferat und erklärte, daß er da zwar kein Experte sei, aber ein diesbezügliches Seminar besucht und zwei Bücher gelesen hat.
“Awareness” bedeutet Achtsamkeit oder heißt, weil das Thema ja “Awareness im Vereins- und Veranstaltungskontext” hieß, daß sich alle bei Veranstaltungen wohl fühlen und niemandens Gefühle verletzt werden sollten. Da haben sich bei mir ein bißchen die Haare aufgestellt, denn wenn ich ein Problem habe, spreche ich es an und brauche keinen “Awareness-Beauftragen” der das für mich tut und würde auch meine Familie, Freunde und Klienten ermutigen, das zu tun.
Da hat Monika Vasik gleich widersprochen, denn manchmal geht das nicht, da ist man von sexuellen, strukurellen, etcetera, Übergriffen überfordert und dann wurde die Veranstaltung interessant, weil diskutiert wurde, daß man diskritmiert wird, wenn man bei Residenzaufenthalten seine Kinder nicht mitnehmen kann und da dachte ich daran, daß man sich bei manchen Ausschreibungen nicht beteiligen und auch keine Preise gewinnen kann, wenn man seine Bücher selbst verlegt.
Also werde ich mir das zu Herzen nehmen und bei der nächsten diesbezüglichen Ausschreibung mich bei dem entsprechenden Awarenessbeauftragten diesbezüglich beschweren. Mal sehen ob das etwas bringt?
David Hoffmann, Rudolf Hochwarter
Christine Frei, Jasmin Gerstmayr
Aber Scherz beiseite, es war interessant und hat mich auf neue Ideen gebracht, habe ich mich doch früher schon geärgert, wenn Kollegen sagten, den oder den lade ich nicht mehr ein, denn er ist alt und raschelt mit seinen Mansukripten oder stottert bei den Lesungen.
Da braucht man sicher Achtsamkeit, Toleranz und Verständnis und um fünf war der Arbeitskreis aus. Was mache ich bis sieben, wenn die Lesung der neuen Mitglieder beginnt, dachte ich und habe diese Zeit bei der Ruth verbracht, die mich auf Kaffee und Buttersemmel eingeladen hat, so daß wir über unser literarischen Leben plaudern konnten. Sie geht ja im November nach Bad Hall auf einen Schreibaufenthalt und ihr neues Buch “Begona, la Trigena” ist noch nicht erschienen. Und ich habe mir von meinen kleinen Dingen, den literarischen Prosamen, die mich in der nächsten Zeit erwarten.
Dann gings zurück in die “Alte Schmiede” zum zweiten Teil der 2021 neuaufgenommenen Mitglieder und da haben sechzeh neue <mitglieder jeweils fünf <minuten lang gelesen und davon habe ich einige schon, einige gar nicht gekannt. Also war es sehr interessant.
Karin Peschka, Martin Peichl
Margarita Kinstner, Sabina Holzer
Zuerst hat die 1982 in Kroatien geborenen Sanja Abramovic einen Text gelesen, in dem es um Gräber ging, die man kaufen, sich aussuchen oder haben will. Dann folgte die 1980 in Graz geborene Britta Bandura, die in ihrem “Mosaikmorgen” von den Nöten einer Mutter erzählte. Dann folgte der 1982 in Deutschland geborene Timo Brandt, den ich schon von den Sprackunstlesungen kannte und der im “Standard” auch die Lyrikseite betreut. Die 1981 in Ungarn geborene Agnes Czingulski kenne ich von der “Edition Exil”. Die 1966 in Deutschland geborene und in Telfs lebende Christine Frei brachte sehr kritische Gedichte und die 1992 in Steyr geborene Jasmin Gerstmayr slamte einen Text, wo sie nach dem Sinn des Lebens suchte und dem Leistungsdruck entkommen will, etwas das man vielleicht auch unserer Regierung nahelegen sollte, die gegen Teilzeitarbeit ist.
Der 1956 im Burgenland geborene Rudolf Hochwartner las einen Auszug aus seinem sehr politischen Buch “Immer wieder taucht ein Cowboy auf” und der ebenfalls im Burgenland 1985 geborene David Hoffmann las zuerst einen Prolog mit dem Titel “CoRoT-7B” und dann noch einige Gedichte.
Stefan Winterstein, Reinhard Tötschinger
Eva Schörkhuber, Katrin Rauch
Die Performancekünstlerin Sabina Holzer las aus ihrem “Medusa-Text”. Von der 1976 in Wien geborenen Margarita Kinstner habe ich schon “Mittelstadtrauschen” gelesen und sie auch bei der “Literatur und Wein” erlebt.
Martin Peichl ist mir ebenfalls bekannt, habe ich ja glaube ich sein Debut und noch einiges anderes gelesen und ihn auch bei verschiedenenVeranstaltungen gehört und er wollte in seinem Text wissen “Was ein Gespenst ist”, eine interessante Frage, die er zu beantworten wußte. Dann folgte die mir ebenfalls schon bekannte und viel geleseneKarin Peschka, von der ich gerade ihr auf der Öst-Longlist stehenden Roman “Dschomba” gelesen habe. Sie las auch daraus und freute sich mit Martin Peichl gemeinsam aufzutreten, weil sie mit ihm auch schon vor ein paar Tagen gelesen hat.
Die 1994 geborene Katrin Rauch beschäftige sich sozusagen mit dem Freitag, den dreizehnten und den “Tagen an denen alles schiefgeht” und Eva Schörkhuber,, die ich glaube ich, bei den Volksstimme-Lesungen kennenlernte ist mir ebenfalls bekannt und auch aus ihrem Buch “Die Gerissene” wo es um eine umpinselte Kuba-Fahne geht, habe ich sie schon lesen gehört.
Der 1952 in Wien geborene Reinhard Tötschinger las aus einer Kurzgeschichte, wo einer endlich eine Geschichte fertig bringt und der letzte Lesende der 1981 in Wien geborene Stefan Winterstein las einen 2018 erschienene Text in dem er sich und seine Biografie vorstellte.
Am Samstag ging es dann zu der Generalversammlung in die “AS”. Da wurde zuerst der neue Vorstand vorgestellt und diskutiert, wie man die Vorstandwahlen verändern kann, so daß nicht immer die gleichen Personen gewählt werden. Dann kam der Kassabericht und der Bericht zu den “Fünfzig Jahre GAV-Veranstaltungen”, bevor es zu den Neuaufnahmen kam.
Da bekommt man vorher die Liste und kann ein Veto einlegen, was ich früher sehr eifrig getan habe. In der letzten Zeit bin ich da nachlässiger geworden und so bin ich erst vor ein paar Tagen daraufgekommen, daß ein eigentlich sehr bekannter Autor darauf ist, der auch zwei sehr engagierte Veti von Birgit Schwaner und Nils Jensen bekam, die nicht verstanden, warum er abgelehnt wurde? Das habe ich eigentlich auch nicht oder doch natürlich, denn ein Buch das “Mohr im Hemd…” heißt ist, ja heute nicht mehr politisch korrekt.
Es ist aber schon vor elf Jahren erschienen. Bei der Abstimmung, die es nach einer heftigen Diskussion dann gab, wurde es haarig, zwanzig Pro-, zwanzig Contrastimmen und dreizehn haben sich, glaube ich enthalten. Also abgelehnt und einer der Kollegen meinte, ein wenig herabblassend “Er kann ja nächstes Jahr einen besseren Text einreichen!”
Nun ja, nun ja, und interessiert ist auch, daß nur wenige der Anwesenden den Autor und den das Buch kannten. Markus Köhle, glaube ich, schon. Der hat es vielleicht sogar bei seiner Vorstellung moderiert und ich habe es einmal im Schrank gefunden oder aus einer Abverkaufkiste gezogen und apropos Abverkaufkiste, das war auch sehr interessant. Denn nachher gabs ja die Mittagspause. Ich habe einen Toast im “Haashaus” gegessen und einen “Hugo” dazu getrunken. Dann bin ich beim “Frick” fündig geworden und habe mir um insgesamt zehn Euro fünf Bücher gekauft, von denen vier wahrscheinlich GAV-Autoren waren. Leider hatte ich das von Ernst Wünsch schon und kann es dem Bücherschrank übergeben. Aber Hanno Millesis Novelle “Venusathmosphäre” kann ich jetzt lesen. Michael Hammerschmids “Räuberische Poetik”, und Friedrich Hahns Buch mit dem elendslangen Titel “Der Autor steht für Lesungen und Presseauftritten nicht mehr zu Verfügung”, der ja gut zur GV und den Sorgen der Autoren passt.
Am Nachmittag ging es dann mit den Veranstaltungen, die für das nächste Jahr eingereicht wurden, weiter, die die GAV-Autoren machen wollen und die abgestimmt werden mußten. Da habe ich ja früherdie “Mittleren” und den “Tag der Freiheit des Wortes” eingereicht. Jetzt mache ich das nicht mehr und danach als noch ein paar Punkte diskutiert waren, waren wir um fünf fertig und standen bis dreiviertel sechs vor dem literarischen Quartier auf der Straße, denn das “Alt Wien “, wo diesmal das Abendessen stattfand, erwartete uns erst um sechs und da musste man in Zeiten, wie diesen, das Essen schon vorbestellen. Ich habe mich für ein Schnithzel entschieden und war sehr erstaunt, daß es ohne Salat serviert wurde.
Das wars mit der GAV und morgen geht das literarische Leben ohne Versammlung weiter und da kann ich gleich verkünden, daß nächste Woche die Frankfurter Buchmesse stattfindet, wo die berühmteren der GAV-Autoren wahrscheinlich auftreten werden.
Buch acht des Öst “Dschomba” stammt von keiner Unbekannten, habe ich von der 1967 in Linz geborenen und in Eveding aufgewachsenen Wirtstochter Karin Peschka, glaube ich, das erste Mal gehört, als die den “Wartholzer Literaturpreis” gewonnen hat.
Dann habe ich den “Watschenmann” gelesen, in dem der Dragan Dschomba schon auftaucht und Karin Peschka, die Spezialistin der Fünfzigerjahre mit ihrem eigenen unverwechselbaren Ton, auch in ihrem neuen auf der Öst stehenden Buch treubleibt.
Ich habe dann sehr viel, fast alles von ihr gelesen und war auch auf verschiedenen Lesungen, beispielsweise im “Musa” und auch beim “Alpha”, den siegewonnen hat. Dann kam “FanniPold”, das, glaube ich, in einem Wirtshaus aber in der Gegenwart spielt.
Mit “Putzt euch tanzt lacht” stand sie 2020 der auf Öst-Shortlist und jetzt der neue Roman über Dragan Dschomba oder eigentlich über den Serbenfriedhof bei Everding, wo ihre Eltern ein Wirtshaus haben oder hatten und Karin Peschka dort ausgeholfen hat und auch lange mit ihrem Sohn da lebte.
Den Serbenfriedhof und das Zwangsarbeiter- oder Kriegsgefangenenlager, von dem niemand in der Stadt sprach und man auch nicht in der Everdinger Hauptschule hörte.
Das hat Karin Peschkas Neugier geweckt und so hat sie sich mit dem in zwei Strängen handelden Roman, die Vergangenheit zurückerobert oder erschrieben, wie sie, glaube ich bei Lesung im März im Literaturhaus erzählte.
Zwei Handlungsstränge, der eine spielt in den Fünfzigerjahren. Im November 1954 beginnt es, glaube ich, wo ich meinen ersten Geburtstag hatte und da tanzt der halbnackte Dragan Dschoba plötzlich am Serbenfriedhof und versetzt den Dechanten und noch einige andere in Unruhe.
In sehr kurzen Kapitel mit einer eher künstlichen Sprache wird all das geschrieben. In den Fünfzigerjahren von dem Serben erzählt, der am Friedhof offenbar seinen Bruder Pavle suchte. Dann vom herzkranken Dechanten aufgenommen wird und als dem von einem Denunizanten verraten, ein Praktikant geschickt wird, zieht er in ein Häuschen beim Friedhof und zwanzig Jahre später, als die kleine Wirtstochter zehn <jahre alt ist, kommt der Herr Dschoba in das Wirtshaus, bestellt sich am Stammplatz ein kleines Bier und so nähern wir uns den Geschehnissen allmählich an.
Ein wenig lang würde ich kritisieren und meine, daß man das Ganze kürzen hätte können. Aber sicher spannend wieder ein Stück der Kriegs- und Nachkriegsgeschichte zu erfahren, so daß man sich auf dieser Öst ein weiteres Stück der österreichischen Provinz erlesen kann.
Denn das ist für eine, die sich gerade durch die Buchpreislisten liest ein Pflichttermin, natürlich auch wegen dem Wein und den Knabberein, die es nach der Lesung gibt, aber auch wegen der Lyrik, so daß ich heute nach meiner sechs Uhr Stunde wieder schnell hingehetzt bin und gerade zurecht kam, als Semier Insaif Elisa Asenbaum vorstellte, denn an dem hat ja Christine Huber, die diese Veranstaltung gründete, vor einiger Zeit schon abgegeben und Semier Insaif, den ich noch vom “Siemens- Lteraturpreis” kenne, wo ich ja jahrelange einen “Technik-Text” hingeschickt habe, ohne etwas zu kennen, bereit sich auf die Veranstaltung auch sehr genau vor und stellt jeden der Lesenden sehr genau uvor.
Also zuerst kam die 1959 geborene und mir bisher völlig unbekannte Unbekannte mit ihrem bei der “Edition fabrik.transit” ertschienenen Band “interirdisch” vor. Sie stand am Stehpult, las sehr langsam und genau ihre eher experimenntellen Texte und sprühte auch mit einem Spray herum. Nach der Veranstaltung beim Wein habe ich sehr nett mit ihr geplaudert und mir ihren höchstwahrscheinlich ebenfalls experimentellen Roman zeigen lassen.
Dann ging es mit dem Lyrik Debut des 1990 geborenen Benedikt Steiener weiter, der mir bisher auch unbekannt war. “spuren in einem” heißt sein Band, bei “Text/Rahmen” erschienen und, wie ich finde, genauso experimentell und sprachspielerisch.
Die 1978 geobrene Kirstin Schwab, auch noch nie von ihr gehört, offenbar bin ich keine Expertin der jungen lyrischen Stimmen stellte ihren “Löcker-Band” “Wir teilen unser Untergleichgewicht” vor. Dann gab es eine Pause zum Hirnauslüften und wahrscheinlich auch zum Plaudern und die 1987 geborene Manon Bazer war nicht anwesend, hatte aber eine Tonspur zu ihren noch nicht veröffentlichen “poetischen mediationen” geschickt, wo jedes ihrer Gedicht mit einer schon bekannten Verszeile von Paul Celan, Petra Ganglbauer, etcetzeera beginnt.
Die 1966 geborene Martina Jakobson, verlegte ihre Gedichte “Hier biegen wir ab” bei der “Edition ex lisz 12” und beschäftigte sich hier mit den Landschaften, beziehungsweise mit den Orten, Berlin, Odessa, Burgenland, etcetera und dann kam endlich einer den ich schon kannte, denn von dem 1984 gebnorenen Mario Hladicz habe ich schon einen Gedichtband gelesen.
“Tag der Motte” heißt sein Neuer. Ein Band, der mich sehr beeindruckt hat und Semier Insaif wies dann auf den Büchertisch, beziehungsweise auf die dort aufliegenden “Furchen” auf, wo er Rezensionen zu den vorgestellten Gedichtbänden veröffentlich hat und daruff hinwies, daß Lyrik viel zu selten besprochen wird.
“Lesen Sie Lyrik!”, rief er das Publikum daher auf. Aber dazu werde ich wegen meines dreifachen Buchpreislesen in der nächsten Zeit höchstwahrscheinlich nicht kommen.
Den “Nobelpreis für Literatur” wird heuer, wie letzte Woche verkündet wurde, der 1959 in Norwegen geborene Dramatiker und Prosaautor Jon Fosse bekommen, von dem ich schon zwei Bücher, gelesen habe und nicht ich, natürlich, lieber Uli, da habe ich wohl keine Chance, das weiß ich schon, obwohl man in den Schreibseminaren immer hört, daß man sich große Ziele setzten soll und die Hoffnung wahrscheinlich zuletzt stirbt.
Da ich aber trotzdem über fünfzig Jahre schreibe, das ich ja kontunierlich betreiben und meiner inzwischen über oder an die sechzig selbstgemachte Bücher habe und meinen unentwegten Beschäftigung mit dem Lesen und den Veranstaltungsbesuchen, offenbar ganz ganz unten stehe, das heißt keinen wirklichen Verlag oder den nur mit zwei Sachbüchern gefunden, keine Buchpreise und auch keine Stipendien, obwohl ich in einigen Jurien war und in zwei derzeit auch bin und es nicht und nicht schaffe literarisch aufzufallen, ist das schon ein Problem, das mich manchmal zum Weinen bringt.
“Konzentriere dich doch auf kleineren Erfolge!”, hat mir Maria Gornikiewicz einmal geraten, als ich ihr und das tue ich ja eigentlich nicht sehr oft, meinen “kühnen Wunsch” verraten habe und sie hat recht damit.
Natürlich muß es ja nicht gleich der hehre Schwedepreis sein, wo ich vor 2019 gedacht habe, daß den zwar 2004 die jelinek aber nicht der Peter Handke bekommt. Das hat sich jetzt geändert, aber den ist der Preis auch nicht gut bekommen und die Häme von Sascha Stanisic und vom Lteraturcafe, etc, ist über ihn drüber gefahren.
“Was du willst ein Honorar?”, hat der Uli mir einmal geschrieben und als ich vor Jahren die” “Mittleren” oder eine Lesung der Lesefrauen im Literaturhaus organisierte, hat sich meine Cousine Elisabeth gewundert, daß man da dreihundert Euro für zehn Minuten lesen bekam.
“Nun schreiben muß man das Ganze auch. Aber ich habe, da ich ja gerne lese, öfter Lesungen, wo man zwar als “Künstler” bezeichnet wird, aber kein Honorar bekommt, da gibt e zwar den GAV-Zuschuß den man zweimal im Jahr bekommen kann und damit wurschtle ich mich durch, habe am Volksstimmefest gelesen, bei der “Poet-night”, bei der Art Margareten, meinem literarischen Geburtstagsfest, etcetera, seit ich blogge und darüber schreibe hatte ich ungefähr zehn Lesungen im Jahr. Das heißt bis 2020, denn dann kam Corona und es war aud einmal aus. Mit den Lesungen mit dem Schreiben natürlich nicht, denn da sind ja glaube ich schon an die fünfzehn Corona-Bücher entstanden.
Fünfzig Jahre schreiben und fünfzehn Jahre Literaturgeflüster, wow das ist schon was und der siebzigste Geburtstag steht auch noch aus und da wird es ein Fest geben, wo ich allerdings nicht fünzig sonder nur zwanzig Leute eingeladen habe.
Und das Jahr hat ja eigentlich recht erfolgreich angefangen. Denn da hat mich ja Alex Hartl eingeladen über Erika Danneberg zu berichten und der “Ohrenschmaus” hat mich aufgefordert, das Gstöttmeier-Buch zu lektorieren, das bei der “Buch-Wien” präsentiert werden wird.
Das war es dann, der Rest des Jahres bin ich wieder bei den Veranstaltungen isoliert herumgestanden oder habe sogar einmal überraschend gelesen und als ich am vorigen Samstag der sehr bemühten Susanne Kristek, die mich danach fragte, antwortete, daß ich über sechzig Bücher habe, war mir das dann eher peinlich.
Wui, das sind ja keine richtigen Bücher, sondern selbstverlegt und kürzer werden sie auch immer und dann handeln sie noch von Corona und vom Frieden, was man auch nicht darf und dafür, wenn das heruaskommt, vielleicht für einen Spottpreis nominiert wird. Werde ich natürlich nicht, denn mich liest ja keiner und ich lese derzeit auch eher langsam. Bin ich beim dBperst bei Buch sechs, aber doch den dreifachen Buchpreis, wo ich bei derÖst schon fast fertig bin.
Einige Jubiläumsartikelhabe ich im Jubiläumsjahrherausgestoßen und mir immer wieder gedacht, selbstbewußt zu sein. Denn das ist ja schon was, fünfzig Jahre kontuierlich literarisch schreiben, sechzig selbstgemachte Bücher, das Buchpreislesen und fast jeden Tag eine Literaturveranstaltung, auch wenn das niemand merkt und man das vielleicht auch niemanden erklären kann, ohne lächerlich zu wirken und so neigt sich das Jahr allmählich zu Ende und das passiert ja mit der Frankfurter Buchmesse, bei der ich 2002 das letzte Mal war, der dBp Preisverleihung, die ich streamen werden und dann naht auch noch die Buch Wien, wo ich mich schon akkredidiert habe und die Einladung zur Preisverleihung am sechsten November ist auch schon gekommen.
Also tut sich doch etwas, die “”Poet Night”, wo ich noch festlegen muß, was ich lesen werde, wird am zwanzigsten Oktober und diesmal im Republikanischen Club sein, wozu ich schon alle herzlich einlade und dann habe ich mich für den achtzehnten November wieder zum “Open Mike” im “Werkl” eingeladen, was vielleicht auch keine richtige Lesung mit richtigen Publikum ist und dann hat mich gestern noch der liebe Rudi eingeladen am dreißigsten November mit ihm im “El Speta” zu lesen, was ich schon einmal tat.
Es tut sich also doch etwas und eigentlich ist schon sehr literarische, denn abgesehen von meinem Brotberuf, den ich noch immer habe, dreht sich mein ganzes Leben um die Literatur und wer davon etwa mitbekommen will, den lade ich ein, meinen Blog zu lesen und vielleicht auch gelegentlich zu kommentieren.
Wer sich jetzt wundert und wem diese Veranstaltung für das Literaturhaus zu wenig literarisch ist, den verweise auf die Feiern und die Ausstellung zu “Dreißig Jahre Exilbibliothek”. Da gab es heute einen Erinnerungsabend mit den Titel “Von Grünfeld zu Grenville” und als ich etwas verspätet den Veranstaltungssaal erreichte, hat gerade eine Dame auf Englisch gesprochen.
Dann kam Dalidah Hindler vom Verein “Steine der Erinnerung”. Danach trat die Leiter in der Exilbibliothek an den Vortragstisch und erzählte etwas über Bernhard Grünfeld, der 1885 geboren, in die Rauchrequisitenfirma von Adolf Lichtblau ein und heiratet dessen Tochter Flora.
Das war sehr erfolgreich und Veronika Zwerger projezierte die Häuser und den Firmensitz. Dann kamen aber die Nazis, Adolf Lichtblau mußte seine Firma verkaufen oder übergeben und wurde in Auschwitz oder Theresienstadt mit seiner Frau ermordet. Ihre Kinder Edith und Arthur gelang die Flucht nach England und deren Sohn Anthony, der sich inzwischen Grenville nennt, 1944 geboren, studierte Germanistik und beschäftigte sich mit der Exilfamiliengeschichte und schenkte 2010 den Nachlaß der Exilbibliothek.
Dann kam der Enkel oder alte Herr, bedankte sich für die Einladung und erzählte etwas über seine Eltern. Morgen werden Gedenksteine für Flora und Bernhard Grünfeld eröffnet.
Es gab einen Büchertisch, Wein und Brötchen. Astrid Nischkauer und Evelyn Adunka habe ich gesehen und es war sehr interessant, auch wenn nicht besonders literarisch ist. Man kann aber darüber schreiben.
Wieder “Wien-Reihe” in der “AS” und als ich den Schmiedesaal erreichte, war es ganz voll. Lauter junge Frauen. Benedikt Pühretmayr hat mir wieder einen freien Platz gezeigt bzw. mir einen Sessel hingestellt und Julia Danileczyk verriet dann, daß das lauter Studenten derKomparatistik wären, die in das literarische Wien hineinschnuppern.
Das tue ich auch und Eva Geber,, die glaube ich, inzwischen auch eine Wien Stipendiatin ist, ist später auch noch gekommen und die zwei Frauen, die gelesen haben, eine Förderungspreisträgerin und eine Stipendiatin, haben beide etwas mit der “Sprachkunst” zu tun und haben beide aus bereits erschienenen Büchern gelesen.
Die in Prag geborene Rhea Krcmarova, die ich kennenlernte, als ich bei dem ersten Open House, der Sprachkunst war, stellte ihr neues bei “Kremayr & Scheriau” erschienenes Buch “Monstrosa” vor, das sehr interessant sein dürfte.
“Schauerroman” steht glaube ich irgendwo und Johanna Öttl ,die einleitete, erzählte glaube ich auch etwas von einer Metamorphose. Dabei geht es um eine eßgestörte und sich selbstverletzende Opernsängerin, die von ihrer Gesangslehrerin zu einem Therapieaufenthalt gezwungen wurde.
Julia Danielcyk meinte, daß es nicht viele Romane über Eßstörungen gäbe. Da kann ich ihr aber das Buch der Barbara Rieger “Friß oder stirb” und Patricia Modispachler “Bananenangst” empfehlen und zitierte dann Freud zur Erkläungen von Eßstörungen. Rhea Krcmarova meinte, das wäre der Druck auf das Frauenbild und dann wurde darüber diskutiert, daß heute auch die Sängerinnen schlank sein müssen, um gute Rollen zu bekommen.
Das zweite Buch, schon länger erschienen, “Was bei uns bleibt” der 1988 in Bratislava geborenen Didi Drobna, deren Debut bei der “Edition Exil” erschienen ist.
“Als die Kirche den Fluß überquerte” habe ich gelesen und dieses Buch handelt von den Patronenfrauen der Munitionsfabrik in Hrtenberg und spielt sowohl in der Jetztzeit, als auch im Jahr 1944, wo die achtzehnjährige Klara mit einer Zwangsarbeiterfrau in Verbindung kommt.
Didi Drobna hat für das Buch viel recherchiert und Fotos von der heutigen Fabrik, die inzwischen eine Ruine ist und von den Patronenfrauen gezeigt und nachher wurde darüber diskutiert, ob man die Lücken in einem Dokumentationsroman mit Fiktion füllen kann. Erich Hackl tut das, glaube ich, nicht, Didi Drobna, die nicht von der Dokumentieren kommt, schon. Nachher konnte man noch ein bisschen plaudern oder Bücher kaufen. Brot und Wein gibt es aber nicht mehr, was wahrscheinlich schade ist und Erinnerungen an die “Literatur im Musa” weckt.
Das ist eine spannende Frage, da ich bei meiner “Stalkingstory”, die ich ja erst ab ersten November schreiben wollte, schon 9.245 Worte, achtzehneinhalb Seiten und acht Szenen.
Ich kann es nicht lassen. Die Fenster sind zwar noch nicht geputzt. Ich habe aber am letzten Donnerstag neun Charakterbögen ausgefüllt und wäre dann am Wochenende in Harland ein wenig ratlos gewesen. Bin da zuerst Rad gefahren und dann stand die erste Szene schon so dicht vor mir, daß ich zurückgekommen, gleich zu schreiben angefangen habe und dann noch eine Szene und noch eine. Jetzt habe ich schon acht und wenn das so weiter geht, bin ich vielleicht schon am einunddreißigsten Oktober damit fertig und das war es dann?
Das heißt eine vage Idee hätte ich noch und die achte Szene muß ich auch noch reinschreiben, denn liebes Fräulein Rottenmeier, das sind vorläufig noch Rohtexte. Beim “Nanowrimo” rät man ja alles einmal hinunterzuschreiben und dann ans Korrigieren zu gehen und ich korrigiere auch immer sehr genau.
Zwar ändere ich da, zugegeben nicht mehr viel am Inhalt, bei meinen letzten Text, den “Toten” habe ich nachher noch ein paar Szenen angefügt, sondern korrigiere mich eher auf die Rechtschreibfehler und wenn ich es dann fehlerfei finde, übergebe ich es dem Alfred, der noch einmal drüberschaut.
Ich korrigiere also und habe inzwischen schon oft beim “Nanowrimo” mitgeschrieben. Für mich allein und meistens ohne Buddies und in den letzten Jahren hatte ich Schwierigkeiten mit den fünfzigtausend Worten, denn ich werde immer kürzer und dichter und das könnte mir, ist zu befürchten, hier wieder passieren.
Aber keine Angst, ich werde an mir arbeiten und ob ich diese Woche viel zum Weiterschreiben komme, ist auch nicht so klar, habe ich ja meine Stunden und ab Freitagnachmittag GAV-Veranstaltungen und nächste Woche beginnt die Frankfurter Buchmesse, die ich ja streamen will.
Dann fährt der Alfred mit dem Karli in die Toskana. Da werde ich meine Fenster putzen und den Rest der zehn Tage recherchieren oder shoppen gehen, wenn ich keine Stunden habe. Da kann ich mir das Szenekonzept in Ruhe anschauen und weiterplanen. Bei dem letzten Jurenka Jurk Webinar, wo man seine Pläne aufschreiben sollte, bin ich daraufgekommen, daß ich zwar weiß, wie es anfängt und wie es enden wird, mir aber dazwischen noch einige Handlungs- und Spannungsbögen fehlen.
Das ist auch jetzt noch so. Also eine spannende lange Geschichte daraus machen, ist mein Plan. Inzwischen war ja der Edgar Hillinger schon in seiner Bridgerunde im Cafe Ritter, hat sich mit seiner Praktikantin Sandra Pichler gestritten, die seine Mails zum Handlungsstrang für den Comic nimmt, denn sie mitLaura schreiben will.
“Mathilde im Coronaland” soll er heißen. Denn da dachte ich ja schon, daß ich mein drittes Corona-Buch vielleicht aktualisieren sollte. Da gibt es das Mäxchen, das nicht mehr in die Schule gehen will und immer noch befürchtet zum Mörder seinerOma zu werden und das Gretchen, da ihren Johannes Faust bei seinem Sexuallexikon helfen soll, der sie dabei lüstern mustert und begrapscht. Die Laura wurde ein zweites Mal von Severin verfolgt, weil der zu seiner Klavierstunde wollte und ist vor ihm in einBlumengeschäft geflüchtet und die Olga Tokarz ermuntert ihn, nicht so schüchtern zu sein, sondern sich an die Frauen zu trauen.
So weit so what und wenn ich nicht wieder bei zwanzigtausend Worten enden will, muß mir noch einiges einfallen. Ich bin bemüht und wenn mir meine Leser dabei helfen und Feedback geben wollen, wird mich das freuen.